All language subtitles for Schuld.S02E04.Familie.German.720p.HDTV.x264-GDR.mkv

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Original subtitles

* Möwen kreischen. *

Zum Flughafen. Si, si, si.

Wo sind wir denn hier?

Ich muss zum Flughafen.

Flughafen. Flughafen, ähm...

Nao compreendo. Nao...

* Ahmt Flugzeug nach. *

Ah, oh, aeroporto. Ah, yes. Genau.

You know? Aeroporto.

Ich muss zum Flughafen, schnell. Schnell. Ja?

Okay, si, si, si. Aeroporto.

(mit Akzent) Don't worry. We go around the city.

Because traffic, caotico, you know?

Brasilian politic is caotico.

Caotico.

The weather, caotico.

(lachend) All this, caotico.

German football not caotico.

Schweinsteiger very good.

Eh... Thomas Müller...

Y Goetze y...

23

(Fahrer) Policia!

* Fahrer spricht aufgeregt Portugiesisch. *

Stay down! Stay down!

* Titelmelodie: "Schlaflos" von Jennifer Rostock *

Friedrich Kronberg

Fritz Meinering Waller

Und, äh, wegen dem Schriftsatz? (Frau) "Habe ich längst erledigt."

Ähm... Der Termin mit Grünwald?

"Herr Kronberg?"

Ja. "Wie ist das Ferienhaus?"

Bitte?

"Wie das Ferienhaus ist?"

Sehr schön.

"Sehr gut, Sie haben nämlich Urlaub."

(lacht) Ah.

Ja. Ja, Sie haben recht.

Vielen Dank.

Danke schön.

Entschuldigung.

Ich wollte nicht stören.

Kein Problem.

Wie finden Sie die Wohnung?

Sehr schön.

Sie sind der Eigentümer?

Ich hab das Haus seit fünf Jahren. Die Wohnungen gehören dazu.

Mhm. Schön.

Möchten Sie?

Nein, danke.

Kronberg.

Waller.

Freut mich.

Herr Kronberg, entschuldigen Sie ...

... ich habe ein bisschen nachgelesen.

Sie haben doch Behringer verteidigt, oder?

Ja. Ja, das stimmt.

Ich würde Ihnen gerne was zeigen.

Ich war zwölf Jahre in Japan.

Erst Kioto, dann Tokio.

Mhm. Was haben Sie da gemacht?

Ich war im Kloster.

Später in der Automobilbranche.

*

Ich hab 'nen Halbbruder.

Er ist im Gefängnis, in Rio de Janeiro.

(brüllt) Hallo! Ey!

Is there somebody?

Weshalb?

Das ist die Akte meiner Familie.

Da steht alles drin.

(erzählt) "Anton Wallers Mutter war Alkoholikerin.

Als sie ihrem Mann davonlief, hat sie Waller zurückgelassen.

Die Mutter heiratete ein Jahr nach der Trennung nochmals.

Sie bekam einen weiteren Sohn.

Wallers Halbbruder, Fritz Meinering."

Mama.

*

"Sein Vater war Eisenflechter gewesen.

Er hatte es irgendwie geschafft,

seinem Sohn das Gymnasium zu ermöglichen.

16 Tage nach Wallers Abitur starb er.

Er rutschte aus und fiel in das frische Betonbett eines Neubaus."

(Mann) Auf Dieter.

Er bestellt jetzt bei Petrus sein Herrengedeck.

(Männer) Auf Didi.

Er hatte ein Bier in der Hand.

Sie stoppten die Maschine nicht schnell genug.

Er ertrank im Beton.

Siehst gut aus in Vaters Anzug.

Trink. Das hilft.

Mensch, Junge, lass den Quatsch. Trink, dann geht's dir besser.

Hier. Für die Nerven.

(seufzt) Ich rede mit dem Polier. Wir finden was für dich.

Hey, dein Vater war stolz auf dich.

Der Einzige in der Familie mit Abi. Du musst jetzt was machen.

Ich gehe nach Japan.

Junge, lass den Scheiß. Du musst nach vorne schauen.

Mach was aus deinem Leben.

Ich gehe nach Japan.

"Waller ging für zwölf Monate in ein Kloster.

In diesem Jahr lernt er Japanisch.

Nach sechs Jahren bei einem japanischen Autobauer,

hatte er den höchsten Posten inne,

den ein Ausländer dort je hatte.

Er kündigte und zog nach London."

Look at that. Fuck you, Waller.

Hey, guys, you need to see this. Open the fucking champagne.

* Pulsierender Elektro *

Das heißt, Sie ...

... arbeiten jetzt gar nicht mehr?

Nein. Ich habe, was ich brauche.

Womit kann ich Ihnen helfen?

Mein Halbbruder... Wir sind uns nie begegnet.

Ich denke, er weiß gar nicht, dass es mich gibt.

Das soll auch so bleiben.

Aber er ist die einzige Familie, die ich noch habe.

Ich hätte gerne, dass Sie ihm helfen.

Würden Sie das für mich tun?

You know, I am the lawyer from Germany.

My name is Kronberg. Advogado.

And this is the letter of attorney.

It's translated. So...

* Kronberg räuspert sich. *

* Insekten summen. *

But that's the same.

Okay... So, ähm...

Is that it?

I take this with me?

* Tor öffnet quietschend. *

* Männer rufen durcheinander, Pfeifen *

* Er spricht Portugiesisch. *

* Die Männer verstummen. *

Herr Meinering?

Herr Meinering?

Guten Tag.

Friedrich Kronberg, ich bin Strafverteidiger aus Deutschland.

Man hat mich beauftragt, Ihnen zu helfen.

Verstehen Sie das?

Verstehen Sie mich?

12 kg Kokain sind aber kein Pappenstiel, ne?

Bei Drogenschmuggel verstehen die Behörden hier keinen Spaß.

Das müsste sich doch herumgesprochen haben.

Aber dieses Untersuchungsgefängnis

spottet jeglicher Beschreibung.

Die Zustände sind desaströs, und Herrn Meinerings Verfassung ...

... ist einfach besorgniserregend. Ja.

Wo ist er denn untergebracht? Ich... Im "Prisao de los Santos".

Ah, ja, das ist nicht so schön.

Ähm... ich, ich werde mal sehen, was ich tun kann.

Vielen Dank, Herr Generalkonsul.

Guten Tag. Obrigado. It's okay.

Setzen Sie sich. Geht's Ihnen besser?

Ja, danke. Mhm.

Gegen den Höllenkäfig ist die Zelle Luxus.

Das glaube ich Ihnen.

Möchten Sie etwas Kaffee? Ach ja, super.

* Er seufzt erleichtert. *

Wer hat Sie geschickt?

Mein Auftraggeber möchte anonym bleiben.

Ja, klar. Aber wer ist es?

Dazu kann ich Ihnen wirklich nichts sagen.

Ach so. Verstehe.

Und jetzt? Besser?

Nein.

Konzentrieren wir uns drauf, wie ich helfen kann?

Ja, bringen Sie mich als Erstes nach Deutschland.

Da Sie die Straftat hier begingen, bekommen Sie auch den Prozess hier.

Die Überstellung kann ich erst hinterher beantragen.

Scheiße.

* Er stöhnt. *

Ich halte es hier nicht aus.

Tut mir leid, Sie müssen sich gedulden.

Möchten Sie? Ja, gerne.

Es wird Sie ein brasilianischer Kollege vertreten.

Ich rate Ihnen dringend, den Prozess ernst zu nehmen.

Diese Leute möchten genau wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Oder hat Tanja Sie geschickt? War es Tanja?

Wer ist Tanja?

Ihr Auftraggeber. Tanja hat Sie geschickt, oder?

Nein.

Helfen Sie mir einfach, die Situation etwas zu verstehen.

Umso besser kann ich mich mit Kollegen und Behörden absprechen,

und Sie sind schneller in Deutschland.

Erzählen Sie die ganze Geschichte, von Anfang an.

* Er holt tief Luft. *

Gut, wo soll ich anfangen?

Ich bin bei meiner Mutter großgeworden.

Ja, also... Ich habe ja sonst keine Familie.

Gar keine.

Das gibt es ja eigentlich nicht, dass einer gar keine Familie hat.

Aber ich schon.

Aber meine Mama war immer für mich da.

Leider war sie sehr krank.

(junger Meinering) Mama?

Mama?

Ich habe deine Kette gefunden.

Hallo, Fritz.

Ich bin Frau Schubert.

Das ist der Herr Müller.

Wir wollen dich abholen.

Wir bringen dich in ein Haus mit vielen Kindern.

Pack deine Sachen gleich ein, ja?

*

(Frau Schubert) Fritz!

Mama! Wo bist du?

Mama! Deine Mama kommt nicht mehr.

Hat sich totgesoffen.

Aber das Kinderheim war super.

War 'ne gute Zeit.

Und danach haben Sie mit der Ausbildung begonnen.

Ja, als Schreiner.

Ja, das war mein Traum, mit Holz arbeiten...

Ich wäre noch gerne Schreiner.

Warum haben Sie dann abgebrochen?

Der Chef, das war ein Arschloch.

Spießer vorm Herrn.

Hey, ich wollte auch mal feiern.

Sie haben doch getrunken.

Das macht jeder in dem Alter. Da schmeißt man doch keinen raus.

Gut, Sie wurden auch mal auf'm Oktoberfest aufgegriffen.

Zwei Frauen angepöbelt. 3,2 Promille ist nicht wenig.

(lacht) Ja, das war später.

Später ging es richtig los mit der Sauferei.

War auch der Chef schuld.

Ohne Job keine Wohnung, ohne Wohnung keinen Job, ne?

Irgendwann hast du es nicht mehr im Griff.

Ich kenne das.

* Sie reden durcheinander. * * Meinering ruft auf. *

* Gelächter *

Hey. Mark, mein Freund.

* Er lacht. *

Äh, tschau, Fritz. Man sieht sich. Ja, äh...

Ey, tschö mit ö.

Wo warst 'n du gestern?

Äh, du kriegst dein Geld.

Ähm... äh... morgen.

Das sagst du seit vier Wochen.

Ja, aber ich halte mein Wort, das weißt du doch.

Komm ey, es ist doch nur Geld.

Genau.

Mein Geld.

Ich hab dein Geld, äh, ich...

Ich muss es nur noch holen. Zwei Stunden. Bringe ich dir rum.

(seufzt) Okay...

Halbe Stunde.

Ja, halbe Stunde? Letzte Chance.

Versprochen.

Oh, Mark. Du bist geil.

Halbe Stunde. Letzte Chance.

Guten Morgen, schöne Frau.

Dein Laden? Schön wär's.

Was darf es 'n sein?

(seufzt) Die Kasse, bitte.

Witzig. (lacht) Ist kein Witz.

Ich brauche Geld.

Hier rechts um die Ecke ist 'ne Bank.

Können wir 'n bisschen quatschen? Nee.

Ist doch nicht dein Geld.

Eben. Verpiss dich.

Ich brauch Geld. Und zwar schnell.

Also mach die Kasse auf.

* Piepen *

* Münzen klimpern. *

Hast du nichts Größeres?

Die großen Scheine sind hinten. Ich hol die, okay?

* Er röchelt. *

* Er schnauft. *

Er will die Kasse mitnehmen. Kommen Sie schnell, er ist besoffen.

Ey, was soll die Scheiße? Gib mir das scheiß...

(seufzt) Als ich aufgewacht bin, hatte die die Polizei gerufen.

(lacht) Blöde Kuh. Ich habe der gar nichts getan.

Aber dieser Überfall brachte Ihnen, aufgrund Ihrer Vorstrafen,

'ne Haft von zwei Jahren und sechs Monaten ein.

Oh, ja. So was von sinnlos.

Sie haben während der Haftzeit, soweit ich weiß,

eine Therapie wegen ihrem Alkoholproblem gemacht.

Ist das richtig? Ja.

(seufzt) Ja, das war hart.

Man sieht alles in 'nem anderen Licht.

Die Sauferei, was es mit einem macht... Ja.

Nüchtern bist du 'n anderer Mensch. Ein besserer.

Sie sind dann vorzeitig entlassen worden.

Ich war der Vorzeigeknacki.

Danach gleich in den Job. Freundin, Wohnung...

Ja, es war alles perfekt.

* Zieht scharf Luft ein. * So hätte es bleiben müssen.

Und was war dann das Problem?

(seufzt) Kennen Sie die Liebe Ihres Lebens?

Das weiß ich nicht.

Dann wissen Sie nichts.

* Motorbrummen *

* Hardrock spielt. *

Überstunden... Fotze.

* Tür öffnet, Schlüssel klappern. *

Hey, Schatz.

Boah, dieser Typ.

Drei Stunden musste ich das Lager putzen.

Was 'n los? Bist du sauer?

Sag lieber nichts.

Lieber nichts als Scheiße.

Ich erzähl keinen Scheiß.

Ich weiß nicht mal, ob er die Überstunden bezahlt.

Spinnst du? Was kann ich denn dafür?

Dass du auf deinen Chef stehst?

Ich habe geputzt, Regale gewischt. Hör auf!

Ich war alleine im Lager. Er war erst da...

* Stimme verzerrt *

Hör auf. Hör auf!

Was ist los mit dir? Ich liebe dich. Verstehst du nicht?

* Ihre Stimme hallt. * Halt die Schnauze!

* Monotones Piepen *

Ich habe nie wieder einen Menschen so geliebt wie sie.

Ich wollte das nicht. Ich...

Ich wollte ihr nicht wehtun.

Wir wollten sogar ein Kind.

Glauben Sie, sie wird mir verzeihen?

Das kann ich nicht beurteilen.

Danach sind Sie noch mal im Gefängnis gelandet.

Dort lernten Sie dann Herrn Hecker kennen? Ja.

Komm mit zu mir, da ist Platz.

Wussten Sie da, wofür er verurteilt wurde?

Klar. Aber der war nicht der typische Drogendealer.

Alles fließt, weißt du?

Schlau und ...

... irgendwie cool.

Es wird ätzend ohne dich.

Die Woche wirst du überstehen.

Weißt du schon, was du machst?

Ja.

Und was?

Ich werde reich.

Aha.

Du musst nur die Naturgesetzte befolgen.

Klar.

Da wo Geld ist, kommt mehr Geld dazu.

Na toll. Unsereins hat also verschissen.

Unsereins muss nur schlau sein. Man muss das Geld einladen.

Ihm das Gefühl geben, da ist schon viel.

Ich bin reich. Komm, Geld.

Nicht schlecht, für den Anfang.

Ja, und? Wo bleibt's?

Der Weise hat Geduld und Vertrauen.

Ich habe keine Geduld.

Es kommt schneller, als du denkst.

* Tanja lacht. *

* Wagen nähert sich. *

Hey. Mann.

* Hecker lacht. *

Der Plan war also ...

... Sie bringen 12 kg Kokain von Rio nach Deutschland ...

... für 500 Euro.

Ich hätte 'ne Gewinnbeteiligung bekommen.

Es ging um die ganz große Kohle.

Bist du dir sicher?

Wenn du dir sicher bist?

Das ist deine Chance.

Dann bist du mit im Boot und bald ein reicher Mann.

(lacht leise) Ja.

Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken.

Billiger, dummer Drogenkurier. Verarscht.

Ja, ich war 'n Idiot.

Ich war 'n beschissener ... Idiot.

* Er atmet tief aus. * Entschuldigung.

Aber Sie sind anders.

Sie und Ihr ...

... komischer Auftraggeber.

Oder Auftraggeberin, ne?

* Er lacht. *

Herr Meinering, vielen Dank.

Ich weiß, was Sie für mich tun.

Das ist 'ne Riesenchance. Ich tue alles, um rauszukommen.

Ich bin trocken, ich will ein gutes Leben führen.

Ich habe es jetzt gecheckt.

Darf ich noch 'ne Zigarette haben?

* Anwalt spricht Portugiesisch. *

* Sie sprechen Portugiesisch. *

I need to rush. It was a pleasure, Mr Kronberg.

Thank you very much. Great job.

Obrigado. You, I hope to never see again.

Äh, was?

Er würde sich freuen, Sie nie wieder zu sehen.

Ach so. Ja, ich auch.

Ja, Herr Meinering,

zwei Jahre sind ein super Urteil, ein mildes Urteil.

Kann ich nach Deutschland? Nicht sofort.

Aber ich bemühe mich, so schnell wie möglich

das Exequaturverfahren in Gang zu bringen.

Dann sind Sie mit Glück bald in Deutschland. Ja, danke.

Geben Sie das bitte Ihrem Auftraggeber.

Von meiner Mutter. Hat mir Glück gebracht.

Brauche ich ja jetzt nicht mehr.

Ja...

Sagen Sie ihm ... oder ...

... ihr...

Ja, also, sagen Sie...

Keine Ahnung, das... Danke.

Sagen Sie Danke. Das werde ich tun.

(lacht) Nee, ich hab aufgehört.

Nein. Doch, doch.

Alles Gute, Herr Meinering.

Danke, Frau Taller. Gerne.

Ich sprach mit dem deutschen Richter,

schilderte ihm die Haftbedingungen in Rio,

und das hat er berücksichtigt.

Im Fall Ihres Bruders ist es so,

dass ein Jahr im brasilianischen Vollzug

hier mit drei Jahren angerechnet wird.

Kommt er sofort frei? Streng genommen ist er das schon.

Er kommt nächste Woche zurück.

Er muss an einem Eingliederungsprogramm teilnehmen.

Und ich habe ihm ein Praktikum besorgt, in einer Schreinerei.

Und er will das machen? Ich hatte den Eindruck, ja.

Und er hat mich gebeten,

dem überaus großzügigen anonymen Helfer

das hier zu übergeben.

Wollen Sie ihn nicht mal sehen? Ein lieber Kerl.

Besser nicht.

Nein ... es ist gut so, wie es ist.

Das ist absurd. Der eine Geselle ist so langsam.

Da fragst du dich: Schlafwandelt der?

Und der andere pfuscht.

Der hat zwei linke Hände. Da passt nichts zusammen.

Und ich darf es dann richten.

Der Witz ist, die werden alle normal bezahlt.

Und ich kriege praktisch nichts. Ist ja 'n Praktikum.

Alles eine Riesenverarsche.

Mach mal noch ein Bier.

(mit russischem Akzent) Ich nehme auch eins. Und einen Wodka.

Zwei. * Meininger grunzt *

Ich dachte, das mache ich keine Woche mehr mit.

Ich arbeite doch nicht für umme,

ja, dass der Arsch sich dann 'ne goldene Nase verdient.

Wer bin ich denn?

Nicht mit mir, nicht mit mir.

Das...

Trinken Sie mit mir?

Ist kein guter Tag heute.

Eben.

Aber wenn deine Seele brennt, muss man das löschen.

Pft. Ist das ein Scheißkalenderspruch?

Oder ein Spruch aus 'nem Glückskeks?

* Er kichert. *

Wenn Sie haben Kerze ... Herz offen,

dann Sie verstehen, was ich sage.

Das Einzige, was ich habe, ist 'ne offene Hose.

* Er kichert. *

Im übertragenen Sinn.

Dann trinken wir, Freund der Nacht.

Und, was löschen wir jetzt?

* Singen schief auf Russisch *

(Wirt) Ist gut Jungs, Feierabend.

Bring noch zwei.

Es ist genug für heute, ja? Ich kassiere jetzt ab.

Ja, mein russischer Freund Leonid Wladimirowitsch zahlt.

Nein, nein, nein.

Ich zahle, was ich bestellt, du zahlst, was du bestellt.

Nee, nee, Russki.

Du wolltest trinken. Du zahlst.

Bist du Betrüger?

Ich sagte nicht, ich lade dich ein.

Ich habe gesagt, lass uns trinken.

Willst du mich anmachen? (Wirt) Hey, hey.

Komm, Leonid, lass uns Freunde bleiben.

(lachend) Nein.

Ein Verlierer kann nicht mein Freund sein.

Ey, du wolltest löschen.

Weißt du...

Ich verstehe deinen Chef.

Du bist ...

... ein schwacher ...

... dreckiger Hund.

Was hast du gesagt, du Arsch?

Lass mich in Ruhe.

Du bist nichts. * Er spuckt. *

Guten Tag. Hallo, Herr Kronberg.

Schön, dass Sie da sind. Ich bin Banu.

Es freut mich.

Herr Waller, grüße Sie.

Schön, dass Sie gekommen sind.

Mein Vater war viermal im Gefängnis.

Dreimal wegen Schlägereien, die er anfing.

Und einmal wegen Diebstahl.

Und sein Vater wurde von den Nazis zum Tode verurteilt,

wegen Vergewaltigung.

Das war schon immer so.

Alle kriminell, die ganze Familie.

Herr Waller, ist irgendetwas passiert?

Er ist wieder im Gefängnis.

Ihr Halbbruder? Warum?

Streit wegen der Zeche.

Du bist Dreck.

Ein schwacher...

Was hast du gesagt?

...dreckiger Hund.

Was hast du gesagt? Verdammtes Dreckschwein.

(brüllt) Ich rede mir dir!

Ey!

Was ist passiert, Mann?

Halt deine Schnauze!

Was wollen Sie jetzt machen?

Ich werde gar nichts mehr für ihn machen.

Nach uns besser nichts mehr.

Essen ist bald fertig.

Falls ich doch was für Sie tun kann, dann...

Schön, dass Sie da waren. Auf Wiedersehen.

Tschüss. Hat mich gefreut. Auf Wiedersehen.

* Mysteriöse Klänge *

Herr Kronberg?

Sie haben doch Anton Waller mal vertreten.

Um genau zu sein, seinen Halbbruder, ja. Wieso?

"Ein paar Jahre später stand in der Zeitung,

Waller sei in einem Sturm vom Boot gerutscht und ertrunken.

Sein Vermögen hat er dem Kloster in Japan vermacht.

Sein Haus der Gemeinde am See.

Ich hatte ihn gemocht."

"Die Schuld eines Menschen ist schwer zu wiegen.

Wir streben unser Leben lang nach Glück.

Aber manchmal verlieren wir uns, und die Dinge gehen schief.

Dann trennt uns nur noch das Recht ... vom Chaos.

Eine dünne Schicht aus Eis, darunter ist es kalt,

und man stirbt schnell."

* Lied: "Wash Away" von Robot Koch feat. Fiora *

* Sanfter Elektropop *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2017

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