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Martin Ehrlichmann, Drehbuch- und Romanautor.
Geboren 1964 in München, wohnhaft in Großbritannien.
Ehefrau: Fiona Jones, TV-Schauspielerin.
Sie verließ Martin vor 15 Jahren.
Tochter: Sarah Jones, 25, Schauspielerin...
Hallo?
Hallo?!
Fass dir zwischen die Beine!
Wo ist deine Hand jetzt?
Sie ist dort.
Wo?
Zwischen meinen Schenkeln.
Cut!
Könnte bitte mal jemand das Licht anmachen?
Greg O'Hanlan. Regisseur/Fotograf/Musiker.
Was ist ein Drehbuch?
Es ist der Entwurf eines Dramas.
Und - was ist ein Drama?
Martin lehrt Drehbuchschreiben an der London Film School.
Ein müder alter Esel.
Ein alter Esel, der seit Anbeginn der Zivilisation
immer wieder den selben engen Pfad entlang trottet...
Sarah.
Vielleicht ist das alles zu viel für dich.
Ich möchte dich nicht unter Druck setzen.
Aber es gibt viele Schauspielerinnen, die diese Rolle gern spielen würden.
Tja, so ist das. Also...
Ich kriege das hin!
Bist du sicher? Ich habe dir gesagt, dass es schwer wird.
Ich kann das, ehrlich!
Wie kann es sein, dass wir, das Publikum, wissen,
dass es sich um Fiktion handelt?
Dass wir trotzdem große Emotionen für die Figuren und das Geschehen entwickeln.
Offenbar unterscheidet der Teil des Gehirns,
der für die Emotionen zuständig ist, nicht zwischen Wahrheit und Fiktion.
Wahrheit und Fiktion.
Hallo? - Fass dir zwischen die Beine.
Wo ist deine Hand jetzt?
Sie ist dort...
Wo?
Sag es!
An meiner nassen F...
Ich weiß, dass sie mir zusehen.
Und ich will wissen, wann ich endlich gefickt werde.
Willst du von ihnen gefickt werden? - Oh ja.
Ich will, dass sie mich alle ficken.
Ich öffne meine Beine noch weiter.
Ihre Schwänze werden steifer und ich...
Hast du auch einen Schwanz im Mund?
Ja- Ich lutsche daran.
Ich spiele an meinem Kitzler und...
und ich blase ihm einen.
Hallo. - Hi!
WOW!
Happy Birthday, mein Schatz!
Hier, ein kleines Geschenk für dich.
Oh, wie lieb.
Soll ich es jetzt öffnen oder soll ich noch warten?
Öffne es jetzt!
Das ist ja irre! Der absolute Hammer!
Du hast gesagt, du hast keine Kamera.
Und ich dachte, du hättest gern eine für deine Einladung heute.
Du kannst den Akku bis heute Abend aufladen und das Teil studieren.
Ist eine gute Kamera! - Dad, das ist eine Leica!
Na, gefällt sie dir? - Du fragst ernsthaft, wie sie mir gefällt?
Szene 5, Party zu Sarahs 25. Geburtstag.
Du siehst fantastisch aus, Schätzchen! - Ach, hör bloß auf.
Entspann dich, Süße!
Sie ist meine Konkurrentin, das weißt du...
Ich hab dir gesagt, wenn du... - Hi! - Herzlichen Glückwunsch, meine Schöne!
Oh, danke. Du Schmeichler.
Schön, dass ihr da seid! - Hier, für dich. Herzlichen Glückwunsch! - Vielen Dank.
Juliette? - Ja.
Danke. Das ist wirklich süß von euch.
Kommt. Mein Vater ist auch da!
Ganz cool. Cool, Schätzchen... - Wer ist ihr Vater? - Martin!
Na, was macht euer Werk?
Läuft gut. Ich habe jede Menge neuer Ideen.
Ich habe davon gehört! - Dad!
Das Drehbuch ist toll, Martin. Es ist wirklich brillant!
Sie haben mir beigebracht, dass es eher ein Wegweiser ist...
Aber ich habe euch auch beigebracht,
dass ihr den Wegweiser keinesfalls missachten dürft.
Ja, aber wenn es absolut erforderlich ist, schon.
Oh, sorry! Natürlich, du hast ja aufgehört.
Wie kommst du ohne zurecht? - Schwer.
Schon 6 Wochen und die Gier ist immer noch da.
Dann lasse ich's. - Nein, Quatsch. Rauch von mir aus!
Schätzchen, ich will dich nicht langweilen.
Aber deine liebreizenden Freunde von Paramount haben angerufen und gefragt,
wann sie endlich mit der Neufassung rechnen können.
Du hättest vor zwei Monaten liefern sollen.
Wie konnte sie nur so schnell 25 werden?
Ich habe den Tag, an dem sie geboren wurde, noch klar vor Augen.
Du warst damals am Hampstead Theatre, Schätzchen, mit deinem ersten Stück!
Oh, Gott. So furchtbar schnell geht das alles.
Jetzt sieh dir bloß diese schöne junge Frau an.
Du liebe Güte. Das war mein Stichwort.
Ich muss gehen. Sag dem Geburtstagskind adieu von mir.
Wir sprechen morgen.
Oh, hi! Schön, dass ihr da seid.
Oh, ist das schön!
Das ist Angelique. - Freut mich, dich kennenzulernen.
Erinnerst du dich an Dominic? - Oh, hallo.
Freut mich.
Darf ich vorstellen? Das ist meine Freundin Angelique.
Ich bin Martin. - Freut mich sehr.
Soll ich's löschen? - Unsinn! - Also, ich sage löschen.
Ich bin für löschen!
Der ist doch ganz süß... - Wer tanzt denn da im Hintergrund?
Ja, wer ist das? - Ich glaube, der hieß John.
Ja, John. Sicher.
Hey, Dom! Ja, wir sehen uns gerade die Bilder von gestern Abend an!
Seid still! Was ist denn?
Das hört sich aber schräg an. Hat sie das vorher schon mal gemacht?
Kann ich dir irgendwie helfen?
Soll ich vielleicht die Polizei rufen oder sowas?
Ich wette, es geht ihr gut.
Sie ist sicher nur bei einer Freundin.
Du brauchst dir keine Sorgen zu machen.
Also ruf mich dann an. Mach dir keine Sorgen, okay?
Ich umarm dich. Bye! Bye!
Was ist mit Dominic? - Seine Freundin war nicht zu Hause, als er heimkam.
Sie verschwand von der Party, ohne etwas zu sagen.
Da ist er nach Hause gegangen, um nach ihr zu sehen. Aber nichts...
Der hat aber auch ein glückliches Händchen. - Wirklich. Wie hieß die noch mal?
Könnt ihr euch an den Namen erinnern? - Amanda?
Amanda!
Okay, Leute. Ihr müsst den schwarzen Hintergrund ignorieren.
Regnen die Sponsorengelder erst auf uns,
gönnen wir uns eine große New Yorker Skyline.
Denkt an Sin City. Schwarz, weiß und rot.
Ross, leg dich auf den Boden, in Fötusstellung, bitte. Du bist tot.
Alles klar.
Also, ein Film im Film über einen Film. Noch Fragen?
Ja, Greg. Bin ich schon tot oder sterbe ich erst?
Du bist tot. Eine Leiche, klar?
Hab ich die Augen geöffnet oder geschlossen?
Geschlossen. Du bist in der letzten Phase...
Fass dir an die Eier!
Perfekt. Du kommst rein und bringst deinen Text.
Er ist sexy. Er ist groß. Sieht toll aus.
Alles klar? Fabelhaft.
Zwei Frauen. Du machst einen Schritt vorwärts, einen zur Seite,
hier hin. Da bleibst du stehen!
Einen Schritt vor. Einen Schritt vor, bitte.
Ihr Zwei küsst euch jetzt! Okay? Ist das Ende des Films. Spitze.
Warte! Warum sollte ich das tun?
Was? - Wieso sollte ich sie küssen?
Wieso nicht? Ich bin der Regisseur. Mach es! Küsst euch!
Sag nicht einfach, du bist der Regisseur. Das ist scheiße!
Ich will von dir wissen, warum ich das tun soll!?
Ja, was ist die Bedeutung dieser Szene?
Wir wollen hier versuchen, das Klischee des Film Noir
im Sinne des postmodernen Blicks auf Humphrey Bogarts Noir-Filme
auf seine wesentlichen Bestandteile zurückzuführen,
das Klischee aufzuschlüsseln...
Schwarz, weiß, rot.
Okay? Zwei Frauen. Sexuell energiegeladen und feministisch!
Das hat doch nichts mit dem restlichen Drehbuch zu tun.
Das ist der Film innerhalb des Films unseres Drehbuchs.
Hast du das verstanden?
Ich glaub schon. Nur der Teil... - Hast du verstanden?
Das postmoderne Film Noir-Klischee...
Sie hat's kapiert. Warum verstehst du's nicht?
Vielleicht bin ich zu blöd.
Ja, vermutlich ist das so.
Tut es jetzt einfach. Küsst euch! Wir reden später darüber. Also, Kinder...
Eine Probe jetzt. Bitte. Los!
Wir haben nicht ewig Zeit!
Zeigt mir, wie ihr euch küsst. Los jetzt!
Nun tut's endlich!
Komm her!
Los jetzt.
Wird das heute noch was?
Bitte.
Kann ich das ohne Hut tun? - Nimm ihn ab!
Ihr habt Power, seid energiegeladene Frauen. Umsturz der Geschle...
Schon gut. Wir kriegen das hin!
Ich will's jetzt aber sehen! - Vielleicht können wir...
das irgendwie improvisieren. Also, ich meine, dass wir...
Du hast nichts dagegen einzuwenden? - Ist okay für mich. - Gut.
Juliette, warum hast du ein Problem damit?
Du sorgst für Unruhe an meinem Set!
Ich versteh's einfach nicht. Tut mir leid.
Macht ihr es bei der richtigen Aufnahme? - Ja. - Dann los! Alle in Ausgangsstellung.
Wir nehmen das Ganze jetzt auf!
Guten Morgen. Ich bin auf der Suche nach einer Sarah Jones?
Tut mir leid, die ist arbeiten.
Kann ich Ihnen helfen? Ich bin ihr Vater.
Inspektor Bullock. - Hampstead C.I.D.!
Wir sind auf der Suche nach einer vermissten Person.
Die junge Lady wurde zuletzt hier in diesem Haus gesehen.
Bitte. Kommen Sie rein.
Ich schlucke das Zeug wegen meiner alten Pumpe.
Also schön. Angelique Prevert...
Prevert.
Hat möglicherweise als vermisst zu gelten.
Ging vielleicht auch nach Frankreich
zurück, ohne ihrem Freund Bescheid zu sagen.
Wurde zuletzt hier im Haus gesehen am 25. gegen drei Uhr morgens.
Wobei das dann eigentlich schon der 26. war, um genau zu sein.
Wurden Drogen konsumiert auf dieser Party?
Nein. - Sind Sie sicher?
Das wäre ja mal was ganz Neues in Hampstead.
Entschuldigung, war nur ein Witz.
Dürfte ich mich mal ein wenig umsehen, Sir?
15 Jahre sind's jetzt, nicht?
Wovon sprechen Sie? - Nun, seit Ihre Frau...
Ach so. Ja. Ja, das ist richtig...
Eine wunderbare Schauspielerin. Ganz fabelhaft war sie.
Ja, das war sie.
Mir fiel die Trauer in Ihrer Arbeit auf.
Ich bin ein großer Fan. Ja, wirklich. Ein großer Fan, Sir.
Die Geschichte dieses Serienmörders, ein brillantes Buch.
Und sehr viel differenzierter als die meisten anderen, wenn ich das sagen darf.
Manche von denen haben ja keine Ahnung.
Keine Ahnung...
Ist diese Treppe der einzige Zugang zu diesem Teil des Hauses? - Ja.
Ach ja.
Der Freund der Kleinen sagte, Sie hätten sich mit ihr unterhalten...
Tatsächlich? - Offensichtlich ja, Sir.
"Zu späterer Stunde hat sie eine Unterhaltung geführt mit Sarahs Vater."
Er meinte, dass sei ungefähr zwei Uhr morgens gewesen.
Und danach hätte er sie nicht mehr gesehen...
Können Sie sich an die Unterhaltung mit ihr nicht erinnern?
Das mag schon sein.
Ich unterhielt mich im Lauf des Abends mit vielen Freunden meiner Tochter. - Ja.
Das kann ich gut verstehen.
Wann sind Sie ins Bett gegangen, Mr Ehrlichmann?
So ungefähr. Offenbar war es ja nach zwei... War es drei? Vier?
Ich weiß nicht. Ich glaube, so um drei.
Der Hauptverdächtige...
Was?
Das ist der Titel.
Der Titel des Buches, an dem ich schreibe.
Sie schreiben?
Ist nur so ein Hobby.
Bulle in erster Linie, dann erst der Künstler.
Wovon handelt es?
Es ist sowas wie ein Psychothriller. Er spielt in Hartfordshire.
Ich nehme an, Sie würden nicht vielleicht...
...einen Blick drauf werfen?
Ich warne Sie. Das könnte eine Weile dauern. - Ich kann warten!
Eine Eröffnungsfrequenz zu schreiben, ist nicht schwierig.
Sich wilde Szenarien auszudenken, ist einfach.
Die meisten Filme haben einen interessanten Anfang.
Die Herausforderung liegt darin, das geweckte Interesse aufrecht zu erhalten.
Jetzt hört endlich mal auf mit dem Scheiß, verflucht!
Werden eure Ideen zu sehr vom Plot bestimmt,
handelt ihr euch ein folgenschweres Problem ein.
Sobald man sein Publikum auffordert, Teil der Handlung zu sein,
schuldet man ihm eine ganze Reihe von Belohnungen.
Ihr geht gewissermaßen einen Vertrag mit dem Publikum ein.
Ihr gehört jetzt ihm.
Und am Ende des Films schuldet ihr ihm die größte Belohnung.
Die Erwartungen, die ihr geweckt habt, müsst ihr erfüllen.
Die Figuren sind der Plot!
Gut, lasst uns über Figuren reden.
Danke, dass du mich begleitest.
Hey. - He)'-
Alles okay?
Guten Morgen miteinander!
Sie sind Dominic. Würden Sie bitte meine Kollegin, Miss Elliot hier begleiten?
Es wird nicht lange dauern.
Könnte mein Vater ihn vielleicht begleiten?
Er schafft das schon.
Machen Sie sich keine Sorgen.
Hatten Sie schon die Gelegenheit, in mein...
Nein, leider nicht. Ich hatte sehr viel zu tun.
Diese Sache hier wird wohl etwas komplizierter als wir angenommen hatten.
In wiefern?
Anscheinend gibt es Anzeichen für sexuelle Nötigung.
Ich muss jetzt eine rauchen. - Willst du, dass ich mit dir...
Ich möchte meine Schwester sehen.
Zwilling:
Erstens, eines von zwei Kindern, die von derselben Mutter
bei demselben Geburtsvorgang zur Welt gebracht werden.
Zweitens, eine Sache, die einer anderen exakt gleicht.
Hat die Polizei dich angerufen?
Ja, die riefen an...
Wie lange bleibst du? - Ich weiß es nicht.
Ich wollte eigentlich morgen wieder abreisen, aber...
die Polizei will, dass ich hierbleibe, solange
die Untersuchungen nicht abgeschlossen sind.
Und wo wirst du hier wohnen?
Ich weiß nicht...
Ich muss jetzt los.
Oh, mein Gott!
Die Figuren sind der Plot.
Hi. Wir haben uns schon Sorgen um dich gemacht.
Mögliches Ende des ersten Aktes.
Wie geht's dir?
Ich war heute Morgen bei der Polizei.
Es scheint alles immer komplizierter zu werden.
Entschuldigt mich einen Moment.
Ja,hallo?
Hallo. Was kann ich für Sie tun?
Ja, ich verstehe.
Inwiefern komplizierter? Was ist denn?
Ich soll die Stadt noch nicht verlassen.
Vermutlich noch weitere zehn Tage.
Ich muss mir ein Hotel suchen.
Keine Sorge. Du kannst bleiben, so lange du willst.
Du bleibst hier so lang's nötig ist.
Okay?
Nein, zehn Uhr passt mir gut. Ich werde da sein.
Keine Sorge. Das ist schon okay.
Danke. Entschuldigt mich.
Danke...
Sie tut mir wirklich leid.
Wer war das?
PC Hemmingway. - Wer?
Ich bin verflucht nervös. Bitte sagen Sie mir ganz klar, was Sie davon halten.
Keine Zurückhaltung.
Die Wahrheit? - Genau darum bitte ich Sie.
Ich werde sie aushalten!
Taugt es etwas? - Nein. Ich fürchte, es taugt nichts.
Ist es schlecht? - Ja.
Und wenn ich noch etwas dran arbeiten würde?
Würde es vielleicht noch verschlimmern.
Sie glauben also, dass ich kein besonders talentierter Schreiberling bin?
Ich würde mal so sagen: Es ist nicht gerade Ihre Stärke.
Besteht denn gar keine Hoffnung für mich?
Sie sind schon lustig, Martin.
Ausdrucksloses Gesicht, aber eine gute Vorstellung.
Ich habe gelesen, dass Sie mal Schauspieler waren.
Ernsthaft jetzt.
Sagen Sie mir, was Sie wirklich davon halten.
Oh. Na gut.
Haben Sie vielen Dank, Sir...
Es tut mir wirklich leid.
Das braucht es nicht.
Ich möchte gerne eine Aussage machen, was dieses tote Mädchen angeht.
Wirklich? Sie haben weitere Informationen?
Schießen Sie los.
Ich habe mit ihr geredet, auf der Party.
Sie war sehr aufreizend.
Sie kam in mein Zimmer, nachdem ich die Party verlassen hatte.
Geht's Ihnen nicht gut?
Was ist denn, Sir?
Ich glaube, ich kippe gleich von diesem Stuhl. Ich fühle mich wie auf einem Boot.
Bei stürmischer See...
Atmen! Sie müssen atmen!
Schauplatz: Restaurant.
Nacht.
Ein Mann und eine Frau beim Abendessen.
Die Atmosphäre ist angespannt. Giftig.
Sie trinkt.
Sie leert ihr Rotweinglas und füllt dieses dann wieder auf.
Blonde Frau: Ich will die Scheidung.
Ich will die Scheidung!
Was ist?! Sag irgendwas!
Und ich werde auch Sarah mitnehmen.
Deine süße kleine Sarah.
Du hast wirklich seltsame Freunde, Martin.
Aber ich habe sie alle gefickt.
Tom war ein richtig guter Ficker.
Paul war allerdings noch wesentlich ausdauernder.
Alle deine Freunde haben es mir gut besorgt.
Bitte, sprich doch etwas leiser.
Bin ich dir etwa wieder peinlich, mein Liebling?
Du machst dich zum Narren, weißt du das?
Du hältst dich nach wie vor für den Allergrößten, ja?
Aber das macht dich im Bett auch nicht zu einem besseren Stecher.
Hat dir Mutti nicht erklärt, wie man die deutsche Hausfrau befriedigt?
Was ist das deutsche Wort für "Motherfucker" eigentlich?
Es existiert nicht.
Aber natürlich existiert es nicht.
Kann mir irgendjemand hier weiterhelfen?! - Würdest du bitte leiser sprechen?
Existiert ein deutsches Wort für "Motherfucker"? Weiß das hier jemand?!
Sei bitte nicht so ordinär!
Bitte sei ein Mann, Martin!
Sei ein einziges Mal in deinem Leben ein beschissener Mann!
Ja? - Ich bin's.
Oh, hi! - Wir drehen noch. Warte nicht mit dem Abendessen auf mich.
Ist Therese bei dir? - Nein, sie ist früh weggegangen.
Ich glaube, sie ist total fertig. Hast du sie gar nicht gesehen?
Nein, ich bin am arbeiten.
Sieh doch mal nach, ob sie da ist. Sie wirkte auf mich wirklich sehr deprimiert.
Ja, mach ich. Mach's gut, Schatz. - Bye, Dad! - Bis später.
Oh, Entschuldigung. Störe ich? - Nein, überhaupt nicht.
Komm rein.
Alles in die Spülmaschine. Ich helfe dir. - Nein, ich mache das schon.
Hast du Hunger? Ich mache mir was zu Essen. Möchtest du auch etwas?
Ich will Ihnen keine Umstände machen. Danke.
Das sind keine Umstände.
Ob ich für einen oder zwei koche, das macht keinen Unterschied.
Wir essen in zwanzig Minuten... - Okay. Danke schön.
Ihre Tochter ist eine ganz wundervolle Person. Sie müssen sehr stolz auf sie sein.
Bin ich auch. - Und dazu ist sie noch sehr talentiert.
Sie ist ziemlich clever, ja.
Und jetzt arbeiten Sie sogar zusammen. Ich finde es toll, dass Sie ihr helfen können,
was ihre Karriere angeht.
Ganz so einfach ist das leider auch nicht.
Sarah ist eine sehr zielstrebige junge Frau.
Ich schrieb das Drehbuch für den Film.
Und es gab ein Casting für die Hauptrollen...
Und Sarah dachte, meine Tochter zu sein, wäre ein Problem.
Warum? - Sie dachte, und vermutlich hatte sie damit Recht...
Wenn alle wüssten, dass ich ihr Vater bin und sie die Rolle bekäme,
dass dann alle anderen denken würden,
sie hätte die Rolle nur meinetwegen bekommen. Wegen meiner Beziehungen. - Ja.
Das verstehe ich. Das ist ein Problem.
Und? Was hat sie getan?
Sie verwendete einen falschen Namen,
setzte sich eine Perücke auf und ging so zum Vorsprechen.
Wirklich? Sie gab vor, jemand anderes zu sein?
Das gefällt mir.
Und weiter? - Sie hat die Rolle bekommen.
Sie weiß verdammt genau, was sie will und was sie nicht will.
Eine ganz wunderbare Geschichte.
Und Sarahs Mutter? Sind Sie geschieden?
Das ist etwas kompliziert. - Entschuldigung.
Du brauchst dich nicht zu entschuldigen...
Sie ist verschwunden. Vor 15 Jahren. Wir verstanden uns nicht besonders...
Und eines Tages verließ sie das Haus und kam nie wieder zurück.
Wo ist sie jetzt?
Ich weiß es nicht.
Wir wissen es nicht.
Na ja, was soll's...
Tut mir leid. Ich wollte nicht, dass Sie...
Kein Problem. Alles okay.
Das Essen war köstlich.
Darf ich?
Natürlich. Es ist Ihr Haus.
Kriege ich auch eine?
Klar. Entschuldigung. Ich dachte, du rauchst nicht.
Ich rauche auch nicht.
Ich eigentlich auch nicht.
Oh. Tschuldigung.
Da muss ich rangehen. Ja,hallo?
Oh. Nein, es ist nicht zu spät. Ich habe gerade gegessen.
Es läuft besser.
Sehr gut sogar. Ich ruf dich zurück, ja?
Okay, bis dann. Bye.
Ich bin morgen unterwegs und sehe mir einen Drehort an.
Willst du mitkommen?
Ja. Das würde mir gefallen.
Hi, Leute! - Hallo, Schatz. - Hey.
Geht's euch gut? Ich hol mir was zu trinken.
Ich gehe schlafen...
Wie ist es gelaufen heute?
Nicht so gut.
Ich bin scheiße und alle denken wohl, ich bekam die Rolle nur deinetwegen.
Ich bin sicher, dass das nicht so ist. - Ist sowieso egal.
Was hat sie angehabt?
Was meinst du?
Mamas Sachen sind doch allein dem Zimmer, oder?
Das war ihr Wolljäckchen.
Ehrlich? Wäre schon möglich. Ist das wichtig?
Kann ich Ihnen was erzählen?
Ich möchte Ihnen einiges erklären über meine Schwester und mich.
Aber natürlich. Ich bin ganz Ohr.
Unser Geburtsort ist ein Städtchen namens Bar-Le-Duc, nahe Nancy.
Als wir acht waren, wurden unsere Eltern bei einem Autounfall getötet.
Es war gar nicht so übel. Wir wohnten recht nah beieinander
und es war eine ziemlich kleine Stadt.
Wie das nun mal so ist, man kennt sich eben.
Meine Pflegeeltern waren sehr nette und angenehme Menschen.
Sie schenkten mir viel Liebe und Geborgenheit.
Meine Schwester allerdings...
Etwas Furchtbares ist passiert...
Sie sagte, sie wäre missbraucht worden von ihrem Vater.
Es war ein Skandal. Die Polizei hat den Fall untersucht.
In so einer kleinen Stadt ist das...
Ihr Stiefvater hat sich umgebracht.
Aber hat er sie wirklich missbraucht?
Meine Pflegeeltern hatten Mitleid mit ihr und
entschieden sich dafür, sie bei uns wohnen zu lassen.
Ich war so glücklich, wieder mit meiner Schwester Zusammensein zu können.
Für eine Weile hatten wir eine wunderbare
Zeit. Wir waren wie eine richtige Familie und
Angelique und ich sind jeden Tag zusammen zur Schule gegangen.
Aber dann...
...hat sich das ganze Drama wiederholt.
Sie beschuldigte meinen Stiefvater des Versuchs, sie...
Sie wissen schon.
Aber ich wusste, dass es eine Lüge war.
In Wahrheit war es genau andersherum.
Sie hatte versucht, ihn zu verführen.
Das war eine furchtbare Situation, weil ich...
Als die Polizei ihr Verhör mit mir führte,
da musste ich eine Entscheidung treffen.
Meine Schwester zu decken und zu lügen
oder die Wahrheit zu sagen und einen unschuldigen Mann zu retten.
Wie hast du dich entschieden?
Ich habe der Polizei die Wahrheit gesagt,
und bat sie, es Angelique nicht zu verraten.
Aber natürlich...
...hat sie es irgendwann herausgefunden.
Sie wurde in eine spezielle Einrichtung gesteckt.
Für schwierige Kinder.
Und ich tat so, als existierte sie nicht.
Ich tat so, als ob nichts weiter geschehen wäre.
Was ist? Läuft die Kamera noch?
Ich will, dass du dann aufstehst. Und das sehr dramatisch!
Du stehst auf. Und du hältst dein Weinglas,
als wäre es eine Waffe! - Du bist betrunken, Schatz!
Aufpassen, dass die Gläser nicht klirren!
Los, weitermachen! - Das war ganz schön viel Wein.
66, Take zwei!
Das war richtig gut, oder? - Ja. - Du musst es spüren, verstehst du? - Klar.
Es muss dir die Brust sprengen. - Klar.
Ich sage ihr manchmal, dass sie dir zusehen soll.
Ich will sie dazu bringen, dass... - Macht den Tisch wieder klar!
...dass sie es irgendwie hier drin spürt.
Das ist ziemlich schwierig. - Was für'n Arsch. - Sicher.
Bitte alle wieder auf ihre Plätze!
Hey, Darling! - Ja, was ist denn? - Entschuldige.
Ich habe ja nichts dagegen, dass sie zusieht.
Aber so ist sie genau im Blickfeld. - Wer?
Sarah! Könntest du dich bitte da rüber setzen?
Du irritierst Juliette! - Was soll ich?
Kannst du dich einfach hier hinten hinsetzen? Ich will dich auch sehen können.
Hast du einen guten Blick von dort aus?
Ja. - Sie sitzt jetzt dort hinten. Besser?
Ja. - Wirklich? - Ja.
Sie ist betrunken und sie hat dich verdammt lächerlich gemacht!
Alles klar? Sie hat dich erniedrigt.
Vor all diesen Leuten. Und jeder Einzelne von ihnen sieht dich an!
Kamera ab! - Klappe, bitte! - 66, Take vier!
Ich will die Scheidung!
Das hatten wir doch alles schon mal.
Das ist weder der richtige Zeitpunkt noch der richtige Ort,
um über eine Scheidung zu sprechen.
Lass dir Zeit. Zeit lassen, Juliette...
Sei ein Mann, Simon!
Sei einmal ein verdammter Mann!
Fühl den Wein, wie er dir das Gesicht runterläuft.
Du versuchst, dir das letzte bisschen Selbstachtung zu bewahren,
das dir noch geblieben ist.
Das ist das Schlimmste, was dir jemals widerfahren ist.
Wir müssten es bald geschafft haben.
Macht mir nichts aus. Ich fahre gern durch die Nacht.
Es ist, als wäre man in einem Film.
Sie spielte gerne eine Rolle.
Sie liebte es, so zu tun, als wäre sie jemand anderes.
Sie war brillant darin, sich als jemand anderes auszugeben.
Und manchmal gab sie sich als mich aus.
Und alle sind sie darauf reingefallen.
Und ich habe dann den Ärger gekriegt für etwas, das sie getan hatte.
Und du? Hast du das auch gemacht?
Ich empfand das immer als sehr schwierig zu lügen.
Wie meinst du das?
Darum geht's bei der Schauspielerei doch. Oder nicht? Zu lügen.
Ja, schon möglich. Auf eine gewisse Weise, ja.
Wie fanden Sie sie eigentlich? Meine Schwester.
Sie haben sicher einen Eindruck von ihr gewonnen, oder?
Sie haben doch mit ihr gesprochen.
Der Polizist hat mir das gesagt.
Ich sagte "Hallo" zu ihr.
Sie fühlte sich nie hingezogen zu Männern in ihrem Alter.
Kleine Jungs. So nannte sie sie.
Sie fühlte sich eher hingezogen zu
erheblich älteren Männern.
Männern mit Macht.
Ich kann mir gut vorstellen, wie sie sich mit Ihnen unterhielt.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass sie Sie sehr attraktiv fand...
...und sie gern verführen wollte.
Ich konnte ihr so oft dabei zusehen.
Sagen Sie schon! Haben Sie mit ihr geflirtet?
Hat sie Sie angemacht?
Haben Sie sie gefickt?
Verdammte Scheiße!
Scheiße. - Was? - Kein Netz hier draußen.
Wir sollten ins Dorf zurücklaufen. Ist nur etwa eine Meile.
Tut mir leid.
Arschloch.
Wie lange dauert es, bis man ertrunken ist?
Ich habe keine Ahnung.
Sie konnte nicht schwimmen.
Komm, lass uns gehen.
Da geht niemand ran, Sir. Und der nächste Taxistand ist am Bahnhof.
Ich fürchte, die haben schon Feierabend.
Wie schön. Trotzdem vielen Dank. Haben Sie Zimmer?
Wie viele brauchen Sie denn? - Zwei, bitte.
Zwei haben wir leider nicht. Nur noch eins.
Nein, Liebes, uns geht's gut.
Nur der Wagen muss aus dem Graben gezogen werden.
Wir hatten Glück, dass in der Nähe ein Pub war. Mach dir keine Sorgen.
Wie geht es Therese?
Alles in bester Ordnung, ich glaube, sie schläft schon.
Okay. Da bin ich aber froh.
Daddy, die Polizei war heute Abend hier.
Sie wollten ein paar von meinen Fotos haben. Ich hoffe, das war in Ordnung?
Natürlich. Wieso fragst du?
Na ja, auf einem davon rauchst du einen Joint.
Keine Sorge. Ich glaube, die haben jetzt andere Probleme zu lösen.
Also dann. Wir sehen uns morgen.
Wie war's beim Drehen heute?
Sarah?
Sarah! - Dad?
Hallo?
Hey, lass das!
Wir sollten jetzt vielleicht lieber wieder runtergehen...
Wieso? Er kommt doch erst morgen zurück.
Daddys kleiner Schatz.
Sag es!
Daddys kleiner Schatz. - Lauter.
Daddys kleiner Schatz.
Es ist alles gut.
Ganz ruhig...
Martin Jones? - Ja, das bin ich.
Guten Morgen, Sir.
Meine Kollegin und ich würden uns gern mit Ihnen unterhalten.
Hallo, Miss.
Können wir vielleicht ins Haus gehen? - Ja, natürlich. Kommen Sie.
Tja, was für ein Zufall...
Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Junge Frau, zuletzt gesehen in diesem Haus, tot in einem Kanal gefunden.
Fast auf den Tag genau 15 Jahre, nachdem Ihre Frau verschwindet.
Zuletzt gesehen in diesem Haus.
Brauche ich einen Anwalt?
Das sollte ein Witz sein! - Ja, natürlich.
"Fiona und ich hatten einen Streit, sie verließ das Haus und kam nicht zurück."
Und seit diesem Tag? Gar nichts?
Nicht die kleinste Nachricht.
Die Leiche wurde nie gefunden.
Da steht ja sicher alles drin.
Ich mache nur meinen Job, Sir. Dies kann keine Überraschung für Sie sein.
Es ist nichts Persönliches, das verstehen Sie.
Natürlich verstehe ich das.
Hatten Sie in der Nacht, in der sie verschwand, Geschlechtsverkehr mit ihr?
Ich beziehe mich auf die junge Dame aus Frankreich.
Nein. Ich hatte keinen Sex mit dieser jungen französischen Lady.
Sie gingen um ungefähr zwei Uhr früh schlafen.
Richtig. - Und die Party war da noch im Gange?
Oh ja. - Und Sie sahen sie zum letzten Mal, bevor Sie die Party verlassen haben?
Richtig.
Bullock war hier an dem Tag, als er seinen Herzinfarkt hatte.
Das ist korrekt. - Was wollte er von Ihnen?
Er hatte ein Drehbuch geschrieben und ich sollte es beurteilen.
Ich habe es gelesen. Und er wollte meine Meinung dazu wissen.
"Junge Frau. Sehr aufreizend.
In das Zimmer."
Was könnte das bedeuten?
Ich habe ihm geraten, ein bisschen mehr Sex mit ins Spiel zu bringen.
Um das Ganze ein bisschen anzuheizen.
Und das war alles? - Ich erinnere mich nicht.
Wieso fragen Sie ihn nicht?
Bullock ist gestern gestorben, Sir.
Tut mir leid, das zu hören.
Zurück zu der Unterhaltung, die sie mit der jungen Dame führten.
Wie würden Sie dieses Treffen beschreiben?
Wie meinen Sie das?
Hatten Sie das Gefühl, dass sie mit Ihnen flirten wollte?
Nein, gar nicht.
Der Grund für meine Frage ist, dass dies jedoch sehr vertraut wirkt...
Aber Fotos können mitunter irreführend sein.
Was für eine Zigarette ist das?
Eine Selbstgedrehte. - Sie sind also Raucher?
Von Zeit zu Zeit.
Ich denke, das reicht mir. Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben.
Sie haben doch nichts gegen einen DNA-Test, oder?
Nein, gar nichts.
Ferner gab es Blutergüsse am Nacken und an der Innenseite der Schenkel.
Das Opfer hatte Spuren von Kokain und Marihuana im Blut.
Das Opfer trug keine Unterwäsche,
aber es existieren fotografische Beweise,
dass sie in den Stunden vor ihrem Tod Unterwäsche getragen hat.
Ein Raubüberfall wird ausgeschlossen.
Die Tasche des Opfers wurde im Wasser gefunden.
Es ist bekannt, dass das Opfer die Örtlichkeiten kannte.
Es war eine mögliche Strecke zum Wohnsitz ihres Freundes,
bei dem sie zu der Zeit wohnte.
Wir können annehmen, dass die junge Frau in den Kanal fiel,
während sie unter dem Einfluss von Drogen stand und
von ihrer Schwester wissen wir, dass sie leider nicht schwimmen konnte.
Aufgrund der vorliegenden Untersuchungsergebnisse
entscheidet das Gericht, dass es sich um "Unfalltod durch Ertrinken" handelt.
Der Leichnam kann nun freigegeben werden.
Ich danke Ihnen.
Misstrauen
1. Ein Gemütszustand
2. Das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist
Montage 1. Jet hebt ab
2. Jet landet am Flughafen von Nancy
3. Martin mietet ein Auto
4. Subjektive Kamera aus dem Wageninneren
während Martin in die Stadt Bar-de-Luc einfährt
Therese?
Therese!
Therese!
Sarah.
Wie spät ist es denn? - Schon zehn Uhr.
Du hast fast 16 Stunden geschlafen.
Wie fühlst du dich?
Ich bin etwas verkatert. Es ist alles okay.
Musst du denn nicht zur Arbeit?
Ich habe frei heute.
Ich dachte, wenn du Lust hättest, könnten wir vielleicht in die Stadt fahren.
Und am Abend feiert eine Freundin von mir ihren Geburtstag.
In einem Club. Da könnten wir hingehen, wenn du Lust hast.
Ach, Sarah. Du bist so lieb zu mir.
Ich habe einen Kaffee für dich.
Oh...
Geht's dir gut?
Nicht in die Augen reiben. Warte. Ich helfe dir.
So, das haben wir gleich. Den Kopf nach hinten.
Ganz ruhig.
Ja. Gleich ist es wieder besser...
So ist's gut.
Alles in Ordnung?
Gut.
Bis gleich.
Wo ist Martin eigentlich?
Guten Morgen. - Morgen...
Was macht dein Kopf? - Bestens.
Ich möchte gerne über letzte Nacht sprechen.
Hey, Schätzchen.
Wir haben beide zu viel getrunken, okay? Das war's schon.
Musst du heute arbeiten?
Ja, ich muss auch los. Ich bin spät dran.
Ich wünsche dir einen schönen Tag! - Wünsche ich dir auch.
Sehen wir uns heute noch? - Ja, denke schon.
Hallo?
Merci. Ciao!
Hallo. Dies sind die Sachen von Angelique.
Ich dachte, du solltest sie bekommen. - Komm rein.
Wie geht's Sarah?
Sie schien mir gestern Abend ziemlich weggetreten.
Ja, bitte, wer ist da?
Oh nein, das darf doch nicht wahr sein.
Das ist doch wohl ein Witz. Das ist jetzt schon das zweite Mal.
Nein, sag ihnen, ich komme Dienstag.
Was soll das ganze Theater? Das haben wir schon 100 Mal durchgekaut.
So langsam habe ich den Kanal voll.
Ich habe einfach keine Lust mehr, mich mit so einem Blödsinn auseinanderzusetzen.
Sag ihnen das, ja?
Hast du es gelesen?
Nein.
Du hast es dir nicht mal angesehen?
Doch. Ich hab's mir angesehen, nur...
Ich spreche kein Französisch.
Ja, bitte!
Hallo, Martin. Ich brachte nur die Sachen von Angelique vorbei,
die noch bei mir waren.
Ich denke, ich geh jetzt wieder.
Ich komme mit dir.
Ich werde morgen abreisen, nach der Beerdigung.
Ich warte dann unten.
Ich verstehe nicht, warum du abreisen willst.
Dazu besteht wirklich kein Anlass.
Es ist besser, wenn ich gehe.
Ich möchte keine weiteren Komplikationen verursachen.
Was für Komplikationen?
Wie war Ihr Ausflug? Ihre Nachforschungen?
Ich dachte, du wärst froh, dass sie wieder weg geht.
Ich bin's.
Warum? Ist was passiert, so lange ich weg war?
Nein. Nichts Wichtiges.
Ich finde nur, es wurde langsam Zeit.
Wirst du morgen zur Beerdigung kommen?
Bitte, Daddy!
Dann ist endlich alles vorbei...
Also, das ist eindeutig ein Traum! - Ach ja, glaubst du das, Martin?
Was tust du denn da?
Ich dachte, wir gehen schwimmen.
Du kannst doch so gut schwimmen.
AH diese Medaillen und Trophäen.
Ich habe sie alle gesehen!
Ja. Ich schwimme sehr gut.
Als Kind war ich ein echter Champion.
Und die arme Angelique? Sie konnte nicht schwimmen, oder?
Nein. Sie hatte Angst vor dem Wasser.
Ihr graute es davor zu ertrinken.
Ach, Martin.
Du glaubst mir nicht, habe ich Recht?
Du denkst, ich hätte die arme Angelique getötet.
Oh Martin...
Therese!
Therese!
Wir sind heute hier zusammengekommen,
um Gott zu ehren.
Um ihm zu danken für das Leben unserer Schwester Angelique.
Wir wollen sie Gottes liebender Fürsorge überantworten.
Wir wollen einander beistehen und uns trösten,
durch unsere Liebe und Gebete.
Im Angesicht des Todes bietet uns Gott festen Halt.
Hoffnung. Zuversicht und Freude...
Denn Jesus Christus hat sowohl das Leben
als auch den Tod selbst erfahren.
Und er ist triumphierend von den Toten auferstanden.
Erlebt für uns fort - immerdar.
In Jesus Christus finden wir das ewige Leben
und Gott unseren Herrn und Vater...
Ja, ich vermisse sie.
Daddy, darf ich dir Dominics Eltern vorstellen?
Guten Tag. Ich bin Dominics Mutter.
Es ist mir eine große Ehre, Sie kennenzulernen, Sir.
Hallo. Ich bin Dominics Vater. - Ja, Sir.
Wir waren von Ihrer Arbeit immer sehr angetan.
Arbeiten Sie denn im Moment an irgendetwas Spannendem?
Nichts besonderes. Ich schreibe ein bisschen, unterrichte ein wenig.
Dominic hat uns von dem Film erzählt, der gerade gedreht wird
und für den Sie das Drehbuch schrieben. Ihre Tochter spielt auch darin mit, oder?
Ja.
Verursacht das nicht manchmal Probleme? Mit den anderen Schauspielern?
Hör doch auf mit dem Unsinn! Was soll denn das?
Das ist alles nicht so einfach...
Pass gut auf dich auf, ja?
Ich denke, du solltest langsam los.
Wie wär's, wenn du erst mal packst und dann noch mal runterkommst? - Ja.
Ich bin gleich wieder da.
Okay.
Hallo, Sally, wie geht's dir? - Na ja. Und selbst?
Das ist alles so schrecklich traurig...
Das war ein lustiger Einfall. - Danke.
Und die Geschichte mit dem Transvestiten...
Würden Sie mich zum Flughafen fahren?
Willst du hier aussteigen? - Noch nicht!
Du bist so ein elender Heuchler, verdammte Scheiße!
Du denkst, ich würde meine eigene Schwester töten?!
Du weißt doch einen Scheißdreck!
Du tust so schrecklich clever mit deinem Geschreibe.
Was hast du denn herausgefunden?!
Spuck's jetzt aus, Martin! Lass uns keine Geheimnisse mehr haben!
Der erste Teil deiner Geschichte ist wahr.
Ihr wart Waisen, ja.
Aber der Rest war eine Lüge.
Das musst ausgerechnet du sagen!
Du denkst dir doch unentwegt nur irgendwelche Geschichten aus!
Willst du die wahre Geschichte hören?
Wir wurden gemeinsam adoptiert.
Sie war die praktische Ehefrau und er war der freundliche Farmer.
Und für ein paar Monate waren wir mehr oder weniger glücklich, Angelique und ich.
Und dann fingen die nächtlichen Besuche an.
Du weißt, was ich meine, Martin?
Uns wurde schlagartig klar, dass wir aufeinander aufpassen müssten,
weil sonst keiner da war, der es tun würde.
Und da war keiner, dem wir trauen konnten.
Und dann hatte er einen tragischen Unfall.
Ja, ich weiß.
Habt ihr ihn umgebracht?
Männer, die kleine Mädchen finden, finden oft ein dreckiges Ende.
Findest du das etwa falsch? - Nein. - Das will ich aber auch hoffen!
Schließlich werfe ich dir auch nicht vor, dass du deine Frau umgebracht hast, oder?
Was?
Wenn du sie nicht wirklich umgebracht hast, hast du ganz sicher
unzählige Male darüber nachgedacht!
Keine gegenseitigen Beschuldigungen. Halten wir uns an die Fakten!
Was hast du denn noch Tolles herausgefunden?
Nach dem schrecklichen Unfall hat man euch getrennt
und in verschiedene Heime gesteckt.
Aber ihr wart beide völlig verstört und vollkommen aufgewühlt!
Was du mir erzählt hast von wegen guter Zwilling, schlechter Zwilling...
Das war Fiktion.
Gar nicht übel. Wirklich, nicht schlecht.
Das war richtig gute Detektivarbeit.
Ja, sie versuchten, uns auseinander zu bringen.
Aber wir haben sie ständig ausgetrickst.
Ich habe sie besucht. Sie hat mich besucht.
Wir haben die Plätze getauscht!
Sie war ich. Ich war sie.
Wir waren ein und dieselbe Person, und zwar ständig!
Hatten denselben Geschmack. Kannten jeden Gedanken des anderen.
Jeden Gedanken? - In dem Moment, als ich dich traf,
wusste ich, dass sie versucht hatte, dich zu verführen.
Ich hätte es auch versucht.
Ich weiß alles von euch beiden, Martin.
Und doch dachtest du, ich hätte sie getötet.
Nun ja, es war möglich.
Auch du hast eine dunkle Seite.
Mein Herz ist gebrochen, Martin.
Verstehst du das?
Ich danke dir für alles, Martin.
Pass gut auf dich auf.
Angelique und ich, wir mögen dich wirklich sehr.
Wir sind uns wirklich ähnlich.
Ich weiß. Zwillinge.
Richtig?
Ich meinte nicht sie und mich.
Ich meinte dich und mich!
Leb wohl, Martin!
Das geht einfach nicht. Man kann nicht alle hängen lassen!
Das sind unsere Ideen! Warum sollten wir denn riskieren,
dass das Publikum falsche Schlüsse zieht?
Führe sie auf deinen gedanklichen Weg und bring es dann zum Ende! - Nein!
Das gibt doch dem Publikum erst die Freiheit,
die Geschichte mit nach Hause zu nehmen
und sich vorzustellen...
Fürchten Sie nicht, dass man das als Faulheit auslegen könnte?
Was wird passieren? Haben Sie sich ein Ende einfallen lassen?
Solche Fragen eben. Offensichtlich haben Sie's getan.
Aber... - Wenn man dir kein Ende gibt,
musst du es selbst interpretieren.
Das macht den Film erst zu deinem eigenen... - Der Produzent!
Der macht einen Film. Er hat eine Interpretation!
Und hämmert er's den Leuten noch so ein, verstehen sie's nicht so,
wie er sich's gedacht hat. Man kann's doch genauso gut offenlassen!
Das Leben beschert uns nun mal kein Happy End.
Es gibt glückliche Intermezzi.
Und darauf folgen wieder die etwas weniger glücklichen Intermezzi.
Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst.
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