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Original subtitles

DIE SCHWESTERN, 1918 TRÜBER MORGEN

ALEXEJ TOLSTOI DER LEIDENSWEG

DER LEIDENSWEG NACH DEM GLEICHNAMIGEN ROMAN

FOLGE 12

Die Papiere, Genosse.

Telegin, Iwan Iljitsch.

Genosse Saposchkow kann das bestätigen. Kennt ihr ihn?

Jeder kennt Saposchkow.

Aber dich nicht, Genosse. Also zeig deine Papiere.

-Das geht nicht. -Zeig mir deine Hände! Keine Bewegung.

-Durchsuchen. -Es ist...

-Was steht drauf? -Bitte schön.

"Hauptmann Roschtschin, dient in Kornilows Armee."

Runter mit ihm!

Ich führte Saposchkows direkte Befehle aus.

Du lügst, du Stück weißer Müll!

Wenn ich lüge...

-Was murmelst du da? -Wenn ich lüge, erschießt mich.

Aber bringt mich zuerst zu Saposchkow. Ich habe wichtige Informationen.

Was stehst du so rum? Wasch dich.

Genosse Saposchkow, hier ist Hauptmann Roschtschin.

Wer?

Er sagt, er führe Ihre Befehle aus.

-Ich kenne ihn nicht. -Also lügt er?

Lasst mich in Ruhe.

Serjoscha!

Du lebst!

Ich hatte die Hoffnung schon verloren.

Ich auch beinahe bei so einem misstrauischen Wachposten.

-Fast hätten sie mich erschossen. -Was willst du?

Überall gibt es Spione. Gute Arbeit! Weiter so!

Wer weiß, wer mich mittlerweile alles beobachtet.

Hättest ihnen nur den Auftrag zeigen müssen.

Die hätten dich wirklich töten können.

Aber du erzählst was von einem Roschtschin.

Ich wollte die Weißen täuschen, aber sie haben mich enttarnt.

-Petro, hol uns etwas Wasser. -Sofort.

Die Tschechen marschieren die Wolga hoch, mindestens eine Division.

Die geben wohl nie auf.

Die weißen Kosaken verstärken ihre Position um Zarizyno.

Die bereiten sicher einen Angriff vor.

Siehst du? Dein Umweg war keine gänzliche Zeitverschwendung.

Schön, dass du wieder da bist.

Warum nähst du das selbst? Hast du keinen Gehilfen?

Hab mich dran gewöhnt. Im Gegensatz zu dir bin ich Junggeselle.

Ich beschloss, erst zu heiraten, wenn die Revolution gesiegt hat.

Du wirst vielleicht niemals heiraten.

Dann soll es eben so sein. Vielleicht ist die Revolution meine Braut.

Und ich kämpfe für sie bis zu meinem Tod.

Ich traf Dascha in Samara.

Sie hat mich gerettet.

Jetzt erkenne ich den Unterschied.

Ich würde für etwas sterben.

Du möchtest für jemanden leben.

Guten Tag! Würden Sie mich bitte nach Chubarowka mitnehmen?

-Ich flehe Sie an. -Wie soll ich das machen?

Dort fährt niemand mehr hin. Überall nur Rote.

-Bitte. -Die handeln erst und denken dann.

-Ich kann Sie zum Außenposten bringen. -Das reicht!

-Der Außenposten ist gut. -Aufsteigen.

-Nur zum Außenposten. Nicht weiter. -Ok.

Warum willst du jetzt nach Sankt Petersburg?

Mein Zuhause.

Und meine Schwester.

Die einzige Familie, die ich noch habe.

-Ich vermisse sie, Aksinja. -Verstehe.

Aber es herrscht Krieg.

Das ist doch nichts. Ich fahre dorthin, egal wie.

Es ist nichts, sagt sie. Sankt Petersburg ist nicht irgendein Dorf.

Du musst den Zug nehmen, und das kostet Geld.

Weißt du...

Hier, nimm das.

Nein, das kann ich nicht annehmen.

Hör mir zu.

Mein Mann starb 1912.

Mein Sohn und Schwiegersohn fielen in Galizien.

Meine Tochter starb bei der Geburt.

Sie sah aus wie du, glaube ich.

Diese Münze habe ich für schlechte Zeiten aufgehoben.

Diese Zeit kam und ging vorüber. Ich brauche sie nicht mehr.

Nimm sie.

Du brauchst sie mehr.

Gott, bitte beschütze dieses arme Kind!

Mischka! Sieh nach, wer das ist und was sie dabeihaben.

Sofort!

Hey! Halt! Stehen bleiben!

-Halt. -Was haben Sie in dem Wagen?

Heu. Sehen Sie das nicht?

Was ist darunter?

Meine Tochter. Tod durch die Pest.

-Dann müssen Sie sie verbrennen. -Wie können Sie es wagen?

Sind Sie nicht getauft? In Gottes Namen.

Fahren Sie weiter.

-Irgendwas dabei? -Ein Wagen voller Heu.

Das ist nichts. Mir nach!

Hü!

Weiter kann ich nicht.

Nimm das. Dort entlang! Geh immer geradeaus.

-Über den Hügel. Dort ist ein Bahnhof. -Wie kann ich dir danken?

Zünde eine Kerze an und bete für mich, wenn du in Sankt Petersburg bist.

Vater unser, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name,

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Ich muss Katja finden.

Bitte hilf mir, sei zu finden.

Gestatten Sie mir zu berichten, Oberst.

Ich höre.

Wir wissen, wo das Versteck der Grünen ist.

-Seid ihr sicher? -Sehen Sie selbst.

-Sie sind in der Waldhütte. -Woher weißt du das?

Sie haben meine Eltern getötet.

Und meine Brüder und Schwestern.

Ich versteckte mich im Stall.

Sie begannen, von der Hütte zu reden.

Ich habe alles gehört.

Hast du noch jemanden?

Niemanden.

Ich bringe Sie hin.

Versprechen Sie mir nur, Krasilnikow zu töten und es mir zu zeigen.

Gebt mir Deckung!

Vorwärts!

Wir müssen hier weg!

-Lass uns kapitulieren. -Kapitulieren? Du bist tot, Bastard!

Ich töte dich!

Halt!

Eure Hoheit...

Wadim Petrowitsch...

Du wurdest für tot erklärt.

-Wie du siehst, lebe ich. -Deine Frau sagte, du seist fort.

-Was? -Fort. Für immer.

Wo ist sie? Sag es mir!

-Ich sagte, du sollst es mir sagen! -Zu spät.

-Du hast sie verloren. Wir hatten sie. -Schnauze!

Das war beängstigend.

Sieh dir an, was Katja mir gegeben hat.

Sie sagte, ich solle es nehmen, um mich an sie zu erinnern.

Sie ist gut im Bett.

Unsere liebliche Dame.

Sie lässt einen wirklich alles vergessen.

Er hat gelogen.

Sei rannte vor ihm weg.

Er suchte sie wie ein Verrückter.

Doch es war vergebens. Darum ist er auch so grausam.

Jetzt nicht mehr.

Nie mehr rauben, dann töten, dann...

...wieder rauben.

Verdammt.

Zur Hölle damit.

Sammelt die Waffen und Leichen ein.

Seht in ihre Taschen.

Bewegung! Schnell!

MEZEWAJA

Warte! Halt!

Weiter!

Halt, Soldaten!

In Zweierreihen aufstellen! Weiter!

Unsere Leute.

Gehen wir!

Splittergranate.

Schon mal gesehen?

Griff. Sprengkopf.

Kappe entfernen.

Den Ring ziehen...

Weiter, Soldaten!

Verzögerung von vier Sekunden. Fragen?

Nein.

Elftes Regiment der Roten Armee.

Weiter, Soldaten! Bewegung!

Hallo, Leute.

Genossen, Waffen runter. Rührt euch!

-Haben Sie das Kommando? -Ja, ich bin

Oberst Semakin.

-Und wer sind Sie? -Saposchkow.

Oberst der 11. Armee.

Saposchkow! Ich habe von Ihnen und Ihren Heldentaten gehört.

Das ist mein Regiment, oder das, was davon übrig ist.

Zu Ihren Diensten.

Schulter an Schulter.

Ich möchte Ihnen meinen Oberstleutnant vorstellen.

Telegin, Iwan Iljitsch.

Seltsam...

-Genosse Telegin! -Ja?

Komm her.

Was soll das bedeuten?

Ich habe auch einen Iwan Iljitsch Telegin in meinem Regiment.

Auch Oberstleutnant.

Er hat einen Auftrag mit Ihrer Unterschrift.

Was zur...

Gib ihm den Auftrag.

Hast du ihn verloren?

-Nein. -Ja.

-Er hat ihn verloren. Ich fand ihn... -Nein.

Ich gab ihn ihm. Dieser Mann hat mich vor den Weißen gerettet.

-Wer ist dieser Mann? -Mein Name ist Roschtschin.

Verstehe.

-Hauptmann in Kornilows Armee. -Jawohl.

Du hast einem Spion geholfen, uns zu infiltrieren?

Das ist Verrat.

Hochverrat.

Und nun?

Verhör oder Hinrichtung?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur...

...es hat keinen Sinn, zu versuchen, etwas zu beweisen.

Die glauben oder vergeben uns nicht.

Die Roten sind notorisch misstrauisch.

Und die Weißen?

Sind die anders?

Genauso, glaube ich.

Wir sind alle von derselben Sorte.

Kein Vertrauen, nur Hass.

Hass, kein Vertrauen.

Der kleinste Fehler bedeutet Hinrichtung.

Leider...

...helfen Hinrichtungen, die Menschheit zu säubern.

Nun...

Dann helfen wir ihr doch, sich selbst zu säubern.

Ich bin bereit.

Ich auch.

Aufmachen!

Saposchkow!

-Semakin. -Saposchkow!

Aufmachen!

Semakin!

-Der Schlüssel! -Macht auf!

Der Schlüssel!

Semakin!

Der Schlüssel!

Lass uns raus!

Ich erschieße euch!

-Mach die Tür auf! -Lass uns raus!

Sofort!

Saposchkow, was machst du denn?

-Saposchkow! -Verräter!

Semakin!

-Mach die Tür auf! -Aufmachen!

-Lass uns raus! -Rauslassen!

Ich vermisse mein Zuhause.

Ok, langsamer.

Dem 14. Regiment geht es sehr schlecht.

Schnell zu Zelt 3 und Zelt 1.

Was machen wir hier?

Doktor.

-Telegin, Iwan Iljitsch. -Woher soll ich das wissen?

Die Verletzten und Toten kommen und gehen.

Keiner kennt ihre Namen. Es sind zu viele.

-Verzeihung. -Schneller bitte.

Gute Arbeit.

Sweta!

Mehr Wasser.

-Komme. -Ja, hier.

-Wir brauchen mehr! -Mehr Verbände!

Tut mir leid.

Nicht da. Geh zu Zelt 3.

-Helft mir raus. -Ok, ich komme.

-Nimm die Taschen. Bring sie rüber. -Einen Moment.

-Zelt 2 braucht Hilfe. -Galja!

In Zelt 2 mit ihnen.

-Warte. -Wasser!

Ich hole die Spritze. Bleiben Sie still liegen.

-Hallo. -Hallo.

-Wasser... -Schwester.

Ich komme. Einen Moment.

Ruhig, ruhig...

Hilfe.

Helft mir.

-Hier. -Danke, Schwester.

Wasser.

Schon gut.

Dascha...

Weißt du, was du bist?

Du bist nicht attraktiv.

Nicht der Beste.

Nicht mal mein Liebhaber.

Du bist mein Schatz.

Das bist du.

Schlaf jetzt.

Schlaf.

Wohin wollen Sie?

In meine Wohnung, Kuzma.

Jekaterina Dmitrijewna.

-Ja. -Mein Gott.

-Ich habe Sie nicht erkannt. -Kleidung spielt keine Rolle.

Ist meine Schwester da?

-Nein. -Wann kommt sie wieder?

Können Sie mir den Ersatzschlüssel geben? Sie haben ihn doch.

Jekaterina Dmitrijewna, dort wohnen jetzt andere Leute.

-In jedem Zimmer. -Was für Leute?

Die Regelung ließ Ihnen nur ein Zimmer übrig.

Ihre Schwester und ich stapelten dort all Ihre Sachen.

Aber Daria Dmitrijewna konnte so nicht leben und zog aus.

-Wohin? -Das weiß ich nicht.

Dascha, ich bin es! Mach auf!

Sie ist ausgezogen, hat mir aber den Schlüssel gegeben.

Und einen Brief. Er ist im Briefkasten.

-Sie sind Ihre Schwester, richtig? -Ja. Wo ist sie hin?

Keine Ahnung. Sie ist fort. Aber die Wohnung ist schön.

Sie sind Kommunistin und Genosse Telegin ist ein roter Feldherr.

Gelobt sei Allah.

-Ich mache Ihnen auf. -Danke.

Katinka, meine Liebe...

...das Leben in Sankt Petersburg wird immer schrecklicher.

Sie nehmen uns unser Zuhause weg.

Wo bist du nur, Dascha?

Daria, du wirst im Verbandszelt gebraucht.

Ich komme.

-Wadim! -Dascha!

Wadim, weißt du,

-dass Iwan lebt? -Ja.

-Wieso bist du hier? -Lange Geschichte.

Spielt keine Rolle.

Ich weiß nicht, wo Katja ist.

Aber ich glaube...

Ich spüre, dass sie am Leben ist. Hörst du?

-Hörst du mich? -Ja.

Jekaterina Dmitrijewna.

Jekaterina Dmitrijewna!

Oh, Antoscha.

-Hallo. -Schön, dich zu sehen.

Dein Besuch ist ja eine Überraschung.

-Wohin gehst du? -Glaub es oder nicht, zum Arbeitsamt.

-Ich brauche Arbeit. -Dazu brauchst du doch kein Arbeitsamt.

Ich habe eine Stelle für dich.

-Wirklich? -Ja, Gott hat mich zu dir geschickt.

Kennst du Proletkult?

-Nein. Ist das eine Krankheit? -Revolution.

-Proletkult... -Ja.

Proletkult ist eine Einrichtung, die die proletarische Kultur unterstützt.

Halte das mal bitte kurz.

Ich bin Chef einer der Abteilungen.

Sie heißt "Der Lyrik-Kalender".

-Gratuliere. -Danke.

Ziel des Kalenders ist es, Poesie unter den Arbeitern zu verbreiten.

-Also... -Was habe ich damit zu tun?

Du? Komm mit. Nur keine Scheu.

Jekaterina Dmitrijewna, du hast gute Kontakte

zu Dichtern in Sankt Petersburg. Du kanntest sogar Bessonow gut.

Das heißt, du kannst ihn überreden, gratis für uns aufzutreten.

-Das bezweifle ich. -Keine Zweifel, Jekaterina Dmitrijewna.

Keine Zeit für Zweifel. Die Arbeiterklasse braucht Leute wie dich.

Lass uns gehen. Wir melden dich sofort an.

-Wo soll ich sitzen? Da? -Klar.

Wir werden ein gutes Team sein, Jekaterina Dmitrijewna.

Wir werden mit unseren Lesungen durchs ganze Land reisen.

Wir bekommen Brotmarken und Essensrationen.

Und ein stabiles Festgehalt.

-Antoscha! -Du bist immer so kühl, Jekaterina.

Wie deine Schwester.

-Ich begegnete ihr in Moskau. -Wann?

Im Sommer.

-Oh, Gott. Ist sie in Moskau? -Nein, nicht mehr.

Sie ging fort. Hat nicht gesagt, wohin. Ihr seid beide so stolz.

Ihr seid immer distanziert.

Gehen wir. Ja, genauso.

-Gut. -Wie geht es ihm?

Schon besser?

Besser?

-Viel besser. -Viel.

Der Arzt sagte, ich werde ausgemustert.

-Was hast du jetzt vor? -Katja finden und den Krieg aussitzen.

Und dann? Einfach leben.

Einfach leben, sagt er.

-Leichter gesagt als getan. -Daria Dmitrijewna!

Gar nicht leicht.

-Daria Dmitrijewna! -Bleib hier. Ich komme!

Genosse Arnoldows Empfehlung ist von großer Bedeutung,

aber Sie, Genossin Roschtschina, müssen verstehen,

dass Proletkult eine ernsthafte Einrichtung ist,

keine Zuflucht für gestrige Lords und Ladys.

Genossin Tschepik, Sie sind zu streng.

Ich bin ganz ehrlich: Ich kann ihr eine Probezeit gewähren.

Brotmarken im Voraus,

aber keine Essensrationen oder 50 Rubel Gehalt

bis zu Bessonows Auftritt.

Geben Sie ihr zusätzlich... Sie verstehen schon.

-Gut. Ich versuche es. -Toll.

-Genossin Tschepik! -Wozu brauchen die Bessonow?

Du bist jetzt also bei Proletkult, Jekaterina Dmitrijewna.

Warum weigerst du dich, für die Arbeiter aufzutreten?

Ich verachte sie.

-Aber du schreibst Gedichte für sie. -Das verstehst du falsch.

-Ich schreibe Gedichte für Geld. -Gut.

-Wie viel willst du? -Mindestens 25 Rubel.

Bekommst du von mir persönlich.

-Finanzierst du Proletkult? -Wenn du das sagst.

-Sind wir im Geschäft? -Ja, aber zuerst das Geld.

Nein, das geht nicht. Du bekommst das Geld nach dem Auftritt.

Du hast mein Wort. Glaubst du mir?

Nein.

Gut.

In Stein will ich einen Flug und das Ende sehen...

-Wo ist Bessonow? -Er versprach zu kommen.

Versprechen sind mir egal. Ich will Resultate sehen.

Genug von deinem spießbürgerlichen Gejammer! Wir sind Arbeiter!

Sie können sich Ihr Geld morgen abholen

und Sie bekommen eine feste Stelle.

Arbeiter, erhebt euch am Morgen

und kommt aufs weite Feld.

Die Glocke der Komsomol erklingt.

Unsere Partei ist unser Schutzschild.

Wir folgen unserem Anführer und wie Kinder

winken wir der Fahne der Bolschewiki.

Wir sind stolz auf unsere Männer und Frauen.

Unsere Gemeinschaft gibt uns Kraft.

Lenin und Marx. Unsere Vision.

Das Kapital. Unser Weg.

Revolution und keine Spaltung mehr!

Kommunismus. Unser Traum.

FRIEDE DEN HÜTTEN, KRIEG DEN PALÄSTEN SCHLAGT DIE WEISSEN MIT ROTEN KLINGEN

FREIHEIT UND LAND MACHT DEN VOLKSBEAUFTRAGTEN

KASSE

Arkady...

Katja...

In diesem Leben ist wohl alles möglich.

Keine Bewegung!

Achtung! Keine Bewegung!

-Ich schieße! -Gib mir Deckung!

-Die hauen ab! -Wir verlieren sie!

PFANDHAUS

Gib mir Deckung!

Schneller!

Sie fliehen!

Sie sind draußen!

Ich bring dich um, du Dreckskerl!

Stehen bleiben!

Schnell!

Dort! Der Hinterhof!

Halt oder ich schieße!

Dort ist das Tor. Auf der Straße entkommen wir.

Waffe fallen lassen!

Ihr könnt nirgendwohin!

-Wir ergeben uns! -Nicht!

Stopp! Nicht...

Erschießt ihn!

Meine rechte Hand...

-Kann ich warten? -Sie kommt heute nicht.

-Und morgen? -Das weiß ich nicht.

-Antoscha! -Ja?

Tut mir leid, dass ich störe, aber es ist so,

dass ich gestern nicht bezahlt wurde und Bessonow noch 25 Rubel schulde.

Für den Auftritt.

Liest du keine Zeitung?

-Nein. -Bessonow hat sich gestern erschossen.

Euer Auftritt muss verschoben werden.

Wir erwarten unsere Genossen von der Front zurück.

Warum haben Sie uns das nicht gesagt?

Keine Sorge! Machen Sie sich keine Sorgen.

Die Verwaltung bat ihn, uns die Sachlage am Don zu zeigen.

Keine Sorge. Er ist Soldat, kein Redner.

Ich denke, es dauert nicht lang.

Wir warten.

Genossen, ich präsentiere Ihnen Hauptmann Roschtschin

mit einem Lagebericht von der Front.

RECHTE VERDIENEN DURCH KAMPF

Genossen, ich bin vor wenigen Tagen von der Front zurückgekehrt...

Wadim!

Dascha!

Katja, wohin rennst du?

WADIM PETROWITSCH ROSCHTSCHIN VERHAFTET UND HINGERICHTET 1936

JEKATERINA DMITRIJEWNA ROSCHTSCHINA VERSTORBEN IM EXIL IN SIBIRIEN

IWAN ILJITSCH TELEGIN - VERMISST SEIT DER SCHLACHT UM MOSKAU 1941

DARIA DMITRIJEWNA TELEGINA - ZOG IHRE KINDER, NEFFEN UND NICHTEN GROSS

VERSTARB IM HOHEN ALTER

IHRE ENKELKINDER LEBEN NOCH

DIE DUNKELSTEN, BLUTIGSTEN SEITEN UNSERER GESCHICHTE WERDEN NIE VERGESSEN

Untertitel von Claudia Hager-Smolka

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