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24554 EINWOHNER
~ Faithless lover's kiss ~
~ Is written on the wind ~
~ A night of stolen bliss ~
~ Is written ~
~ On the wind ~
~ Just like the dying leaves ~
~ Our dreams we've calmly ~
~ Thrown away ~
~ Now they've blown away ~
~ Softly flown away ~
~ The promises we made ~
~ Our whispers in the breeze ~
~ They echo and they fade ~
~ Just like our memories ~
~ Though you are gone ~
~ From me ~
~ We never can really be ~
~ Apart ~
~ What's written on the wind ~
~ Is written in my heart ~
1956 NOVEMBER DIENSTAG 6
1955 OKTOBER MONTAG 24
Hallo.
- Was ist mit Mrs Black passiert? - Wegen guter Führung entlassen.
Also sind Sie nun die neue Chefsekretärin?
Lassen Sie sich davon nicht täuschen. Ich mache alles außer Fensterputzen.
- Ich bin Mitch Wayne. - Ja, ich habe Sie wiedererkannt.
- Ich bin Lucy Moore. - Mich wiedererkannt? Woher?
Sicherlich bemerkten Sie, wie oft Ihr Foto unsere Boulevardzeitungen schmückte.
Aber die Schlagzeilen waren meistens:
"Kyle Hadley, charmanter Öl-Prinz und Freund."
Der schneidige Kyle Hadley.
Ich sah ihn neulich durchs Büro rasen, wohl auf der Suche nach seinem Geldgürtel.
- Wie bitte? - Ein Hut ging rum und ich spendete $16.47.
Dafür sollte man einen Ölquelle nach Ihnen benennen.
- Ist Ihr Boss da? - Nein, Mr Ryan hat die Stadt verlassen.
- Sie müssen für ihn einspringen. - Was kann ich für Sie tun?
Kyle Hadley ist im 21 bei einer Konferenz.
- Geschäftlich, versteht sich. - Ich bin nur Mr Ryans Sekretärin.
- Es wäre wohl unangebracht... - Ziehen Sie Fensterputzen vor?
Ganz wie Sie wünschen.
Kyle und ich kamen am Nachmittag aus Texas zurück.
- Klingt dringlich. - Sie sagen es.
- Kyle hatte Lust auf ein Steak-Sandwich. - Ein Steak-Sandwich?
Und wo gibt es das beste Steak-Sandwich der Welt?
- Im 21? - Einfach, nicht?
Oder sollte ich sagen zu einfältig?
2220 Kilometer für ein...
Dann war das mit der Konferenz ein Trick?
Nein, das war meine Idee.
Für den Fall, dass Mr Jasper Hadley fragt, warum wir in der Stadt sind.
Oh, der Big Boss.
Freuen Sie sich. Ihr Foto könnte in die Zeitung kommen.
Ist das alles, was Ihnen wichtig ist?
- Raten Sie noch mal, Miss Moore. - Entschuldigen Sie.
Ich wollte Sie nur wissen lassen, wie ich darüber denke.
- Wissen Sie was? - Nein, was?
Vielleicht sind wir uns nicht unähnlich.
- Harry, setzen Sie's auf die Rechnung. - Natürlich, Mr Hadley.
- Wer ist dieser Freund, den Sie erwarten? - Mitch Wayne, ein guter Freund.
- Woher kommen seine Millionen? - Er ist Exzentriker. Er ist arm.
- Von wegen. - Es stimmt, Schätzchen.
Mitch ist nur ein Junge vom Lande mit der Art von Anlagen, die man nicht kaufen kann.
Entschuldigt, Kinder. Heute nicht, ein andermal.
- Er ist kein Exzentriker. - Nein, er ist so reich wie Rockefeller.
- Hallo, ich bin Kyle Hadley. - Ich bin Lucy Moore.
Lucy Moore. Du entwickelst langsam Geschmack.
Miss Moore ist Bill Ryans neue Chefsekretärin.
Ein Mitglied des überaus glücklichen Hadley-Familienunternehmens.
Setzen wir uns hierhin.
Es gibt Momente, da ist nur Champagner gut genug. Das hier ist so einer.
Wie es so schön heißt: "Are you from Dixie?" Woher sind Sie?
Indiana. Eine kleine Stadt, die Sie wohl kaum kennen.
Ich kann sie bekannt machen.
Was sehen Sie in Ihrer Kristallkugel?
Ich lande wohl vor einem Traualtar und bleibe in einem Vorort hängen,
samt einem Ehemann, einer Hypothek und Kindern.
- Nicht Sie. - Warum nicht?
Zu viel Schönheit und Intelligenz für solch eine Sackgasse.
Welche Art von Sackgasse schlagen Sie vor?
Werden Sie Mitglied der Kyle Hadley Society im Kampf gegen Langeweile.
- Was wären meine Aufgaben? - Nicht Aufgaben.
Vergnügen, wie eine Führung Kyle Hadleys durch die Klatschspalten,
und rund um die Welt in 80 Schlagzeilen.
- Ich fürchte, das würde mich langweilen. - Was würde Sie nicht langweilen?
Meine Karriere, Werbung.
Bravo, wie man in Texas sagt.
- Wo haben Sie das gelernt? - Bei der Sheraton Agency.
- Also ganz oben? - Eine der Besten in Madison Avenue.
Gut genug.
Ich werde Ihnen die Agentur kaufen.
Was, wenn ich darauf zurückkäme?
- Ein Telefon, bitte. - Sofort, Mr Hadley.
- Sie scheinen es wirklich ernst zu meinen. - Sicher doch.
- Wie lautet die Nummer? - Von der Agentur oder meinem Apartment?
- Im Ernst... - Mein voller Ernst, vergessen Sie's.
In Texas heißt es: "Gib dem kleinen Mädchen eine große Hand..."
Wird Zeit, dass wir über etwas anderes reden. Was tun Sie für Hadley Oil?
Wir sind Krisenmanager. Wenn sie eine Krise brauchen, rufen sie uns.
Ich habe ein Diplom, das besagt, dass ich Geologe bin.
- Das passt. - Ich flog von derselben Uni.
In meinem Kopf stießen sie auf Granit.
Sollten Sie nicht wieder ins Büro?
Eigentlich hätte ich es nie verlassen dürfen.
- Die Champagnergläser sind noch voll. - Beachtlich, nicht?
Wir brauchen Zigaretten. Kauf eine Stange, wir rufen ein Taxi.
Danke schön, Mr Hadley.
Eine Stange Mullhall, bitte.
Danke schön.
Jetzt nicht umdrehen, aber Sie haben Ihren Freund vergessen.
Ihr Werbeleute seid so clever mit Worten.
Ich bin wohl bei Ihnen in Ungnade gefallen.
Ändert das irgendwas?
Drehen Sie um: Teterborough Airport.
Wenn's Ihnen nichts ausmacht, möchte ich diesen Ausflug beenden.
Ich kann nicht anders.
Ich möchte Sie einem weiteren guten Freund vorstellen.
- Ein andermal. - Manchmal, so wie jetzt,
kann ich sehr entschlossen sein.
Ich möchte, dass wir beim Abschied Freunde sind.
Dann lassen Sie mich Ihnen einen Rat geben:
- Fahren Sie mich ins Büro. - Wenn ich das tue, verliere ich dich.
Lucy, wenn wir in der Luft sind, bin ich ein ganz anderer Mensch,
ganz anders als diese Art von Charakter.
Nun gut. Vielleicht sollte ich ihn kennen lernen.
Keine Stunts, wie im Tiefflug übers Empire State Building.
Meine einzigen Stunts mache ich in Nachtklubs.
Darf ich fragen warum?
Du bist die Einzige, der ich das gestehe: Ich trinke zu viel.
- Hier, dein Wechselgeld. - Dich kann wohl nichts abschütteln, oder?
Das ist mit dir nicht anders.
Bin ich in dieser Kiste sicher?
Ich denke schon. Die Tanks sind voll, und der Pilot ist es zur Abwechslung mal nicht.
Lucy.
Weißt du, du bist mir schon mal im Büro aufgefallen.
- Im Vorübergehen. - Wie viel hast du beigesteuert?
Genug. Wie lange kennst du Mitch?
Mein Vater stellte uns im Kindergarten vor.
- Bevor dein Vater Öl entdeckte? - Nein. Vater war da 100 Millionen schwer.
Er sah keinen Sinn in Privatschulen und wollte, dass ich mit Mitch aufwachse.
Warum gerade Mitch?
Mitchs alter Herr ist der Kindheitsgefährte meines Vaters. Sein Idol, denke ich.
Ein kleiner Farmer, fast so eine Art Legende bei uns.
Ein großartiger Jäger, so wie früher Daniel Boone.
Ich wünschte mir immer, er wäre mein Vater.
Weiß dein Vater davon?
Er ist ein so großer Mann, dass wir beide wissen, ich komme nie an ihn heran.
- Kann das überhaupt jemand? - Ja.
Mitch.
Als ich vom College flog,
gab mein Vater die Hoffnung auf, Mitch könnten auf mich abfärben.
Es ist leicht so zu reden 1.800 Meter überm großen Pokertisch.
- Pokertisch? - Klar. Der große. Maine bis Kalifornien.
Dort unten bin ich jemand mit zu vielen Chips.
Deshalb erwartet man, dass ich bestimmte Probleme habe.
Man wäre enttäuscht, wenn ich nicht den Playboy spielte und wie mein Onkel endete.
- Was passierte mit ihm? - Joe Hadley?
Er lebte und starb auf die harte Tour.
Er überlebte ein paar Duelle mit europäischen Herzoginnen,
aber ein eifersüchtiger Türke beauftragte einen Killer, ihn umzulegen.
- Er war erst 30. - Das schwarze Schaf?
- Eins von dreien. - Nun, du zählst dich wohl dazu,
aber wer ist das dritte?
Meine kleine Schwester Marylee.
Ausreichend Böses in ihr, um Onkel Joe und mich in den Schatten zu stellen.
Was ist los? Wird es dir zu viel?
Wir sind jetzt über der Küste von Carolina.
- North Carolina? - Kehren wir um?
- Geht nicht. Der Autopilot fliegt nach Miami. - Und was dann?
Ich würde gerne baden gehen. Was hältst du von Miami Beach?
Frag lieber deinen Gast.
Nur ein Wort und ich mache eine 180-Grad-Drehung.
Ungern?
Etwas passiert mit mir.
Ich rede mit dir, wie mit niemandem sonst, nicht mal mit Mitch.
Bitte, Lucy. Wir sind schon zu weit gekommen, um umzukehren.
Flug 498 von Havanna, Ankunft in der Cubana-Halle.
Kyle trifft wohl gerade Vorkehrungen, Ihnen das Hotel zu kaufen,
ein Stück Strand und einen Abschnitt des Golfplatzes.
Warum sind Sie so sarkastisch?
Ärgern Sie sich, dass wir hier sind,
oder sind Sie nur enttäuscht darüber, dass ich Kyle nicht bat, zurückzufliegen?
Die erste Überraschung war Teterborough.
Ich habe Kyles Charme unterschätzt.
Vielleicht habe Sie Kyle schon immer unterschätzt.
- Oder Sie überschätzen mich. - Gut möglich.
Nichts dergleichen ist mir je zuvor passiert.
Es ist ein Abenteuer. Es ist aufregend.
Sind Sie nur zum Spaß mitgekommen?
Oder sind Sie auf der Suche?
Letzteres, denke ich.
Ich glaube, ich fange an, Kyle zu verstehen,
und ihn zu mögen.
Nun, in diesem Fall bin ich froh.
Das meine ich ehrlich.
Verraten Sie mir eines. Dieses Blaumachen, wann hört das auf?
Keine Ahnung.
Mir scheint es, es endet nie.
Machen wir uns auf den Weg nach Miami Beach.
Ich habe eine kleine Pension für uns gefunden.
Hier entlang, bitte.
Ich bin sicher, Sie finden alles zu Ihrer Zufriedenheit.
- Alles? - Ja, Sir.
Nette kleine Pension.
Das ist Miss Moores Suite.
- Und wir sind gleich gegenüber? - Ja, Sir.
Wie gefällt es dir?
Was kann einem hier missfallen?
Komm, ich zeige dir alles.
Fehlt irgendwas?
Öffne den Schrank.
Schau, hier drüben.
Großartige Erfindung, das Telefon.
Bis in einer Stunde, okay?
Das hat sie umgehauen, was?
- Mich auch. - Bist du beleidigt.
Nein, ich bin nur leicht angeschlagen.
- Was soll das heißen? - Nicht viel.
Nur, dass ich Lucy überschätzt habe.
Was hast du erwartet?
Ich dachte, sie sei anders als alle anderen.
- Das ist sie. - Nein, ist sie nicht.
Wäre sie es, hätte sie dir ins Gesicht gespuckt.
Lucy?
Lucy, kann ich reinkommen?
Lucy, bist du...
Sie war wohl doch anders.
- Sir? - Ist Miss Moore ausgegangen?
Ja, Sir. Vor etwa einer halben Stunde.
Ja, Sir.
- Erinnern Sie sich an mich und die Dame? - Ja, sie ist abgereist.
Sie nahm ein Taxi zum Flughafen.
Zum Flughafen. Bitte beeilen Sie sich.
Letzter Aufruf. National Airlines, Flug 46 nach New York,
Flugsteig Nummer fünf.
- Alle an Bord. - Hallo, Lucy.
Hallo.
Bitte, ich muss mit dir sprechen.
Ich bin gegangen. Sagt das nicht genug?
Ja, mehr als du denkst.
Bitte gib mir noch eine Stunde, bis das nächste Flugzeug geht.
Na schön.
Pan American World Airways Clipper,
Flug 701 nach Buenos Aires mit Zwischenstopps
zum Abflug in die Pan-American-Halle.
- Milch? - Immer nur schwarz.
Zeigt, wie wenig ich dich kenne.
Warum bis du weggelaufen?
Mir hat die Suite plötzlich nicht mehr gefallen.
Habe ich es übertrieben?
Auf den ersten Blick war sie wunderschön.
Dann dachte ich daran, wie widerlich ich mich am Morgen fühlen würde.
Du meinst die Vorstellung, zusammen Spaß zu haben?
War das nicht deine Absicht?
Schuldig in allen Anklagepunkten.
Ich war versucht.
War es leicht, zu widerstehen?
Ja. Du hast es mir leicht gemacht.
Wie? Indem ich mein Geld zur Schau trug?
- Nein, das war es nicht. - Was dann?
Es war der Flug.
"In der Luft", wie du es nanntest.
Habe zu viel geredet, stimmt's?
Nein. Es war ein gutes Gespräch.
Aber etwas geschah mit mir,
etwas Unerwartetes, wie die Dinge, von denen du mir erzähltest.
Ich versuchte mir einzureden, dass es irgendwie
Sympathie, Mitgefühl war.
Aber da war mehr.
Lass uns... Lass uns von hier verschwinden.
Zigarette?
Wir buchen dich auf den nächsten Flug nach New York.
Danke.
Es tut mir Leid, Lucy.
Mehr als mir je etwas in meinem Leben Leid getan hat.
Ich hoffe, du glaubst mir.
- Ist es denn wichtig, dass ich dir glaube? - Sehr.
Weil ich...
Ich will noch einmal ganz von vorne anfangen.
Wie?
Stell...
Stell dir vor, ich käme noch mal nach New York.
Nicht, um zu spielen, sondern um zu arbeiten und so zu sein wie...
wie jeder andere auch.
Ich würde mich mit dir verabreden,
dich zum Essen und ins Kino ausführen.
Ich wäre glücklich mit einem Gutenachtkuss.
Ich würde ernsthaft über all das nachdenken, worüber ich gelacht habe.
Eine Frau haben, ein Zuhause
und Kinder.
Und da ist noch etwas, etwas, das du dir nicht vorstellen musst:
Ich liebe dich.
So sehr, dass
ich dich heiraten möchte.
- Mitch Wayne? - Ja.
Jack Williams, Miami Press.
- Einen Kommentar zur Hochzeit? - Welche Hochzeit?
Richter Ross hat eine Heiratsurkunde ausgestellt für Kyle Hadley
- und Lucy Moore. - Na und?
- Wer ist sie? - Das ist eine gute Frage.
- Sie kennen sie nicht? - Nicht sehr gut.
Wer ist sie? Ein Showgirl? Ein Model?
Nur ein Mädchen. Ein Dame.
- Eine wunderschöne Dame. - Ich habe Neuigkeiten für Sie:
Ihre Flamme brennt.
- Die Hochzeit fand vor zwei Stunden statt. - Ja? Wo?
Genau vor Ihrer Nase. St. Marks Church.
St. Marks Church.
Mr Wayne. He, warten Sie doch, Mr Wayne.
- Setz dich. - Danke, Sir.
- Wie findest du das? - Vielversprechend.
Wie viel schätzt du?
Ich denke, wir müssten so 4.500 Meter tief gehen.
Hast du was von Kyle gehört?
Den Klatschspalten zufolge sind sie in Acapulco sind.
Wann, denkst du, habe ich Gelegenheit, die Braut zu küssen?
In sechs Monaten? In einem Jahr?
- Es ist erst fünf Wochen her. - Nicht länger?
Zeit, dass du den Hafen der Ehe ansteuerst.
Nein, es ist schwierig genug Öl zu finden.
Ich wünschte, du dächtest anders über Marylee.
Wir sind zusammen groß geworden, wie Geschwister.
Ich kann es einfach nicht anders sehen.
Ja.
Es ist trotzdem irgendwie schade.
Es ist wirklich schade.
- Na gut. 4.500 Meter. Nicht mehr. - Okay.
- Hi. - Hi!
Mitch. Mr Hadley. Darf ich dir Mrs Hadley vorstellen?
Willkommen bei Hadley.
Sowohl in der Stadt als auch in der Familie.
Vielen Dank.
- Sohn, ich könnte nicht glücklicher sein. - Das habe ich gut gemacht, nicht wahr?
So ist es. Jetzt lass uns alleine. Ich möchte in Ruhe mit meiner Schwiegertochter reden.
Natürlich, Vater. Ich bin in Mitchs Büro.
- Möchten Sie etwas trinken? - Nein, Danke.
Ich hatte erst etwas in der Stadt.
- Haben Sie das Haus gesehen? - Ja, es ist wunderschön!
Und es ist jetzt mein Zuhause.
- Kennen Sie schon Marylee? - Nein, sie war nicht da.
Das ist zu schade. Ich weiß, sie wird Sie mögen, genauso wie ich Sie mag.
Ich befürchtete, Sie könnten argwöhnische sein,
und vielleicht denken, ich sei nur hinter dem Geld her.
Ich will Ihnen gegenüber ehrlich sein.
Genau das hatte ich im Kopf, bis ich mit Mitch sprach.
Mitch? Interessant.
Ja. Ich war nicht leicht zu überzeugen,
aber Mitch glaubte ich.
Also vertrauen Sie auf Mitchs Urteilsvermögen mehr als Kyles.
Nun, ich würde es nicht so ausdrücken.
- Kann ich Sie um einen Gefallen bitten? - Schießen Sie los.
Bitte geben Sie Kyle eine Chance. Vielleicht müssen Sie Ihre Meinung über ihn ändern.
Wie viel Alkohol hat er in letzter Zeit getrunken?
Ich habe ihn noch nicht betrunken gesehen.
Schläft er immer noch?
Schon gut,
ich frage besser nicht danach.
Sie meinen die Pistole, die er unter dem Kopfkissen hat.
- Sie wissen Bescheid. - Ja.
Ich kenne all seine Ängste und Alpträume.
Machen Sie sich wegen der Pistole keine Sorgen.
Kyle hat sie ins Meer geworfen.
- Ich schwebe immer noch auf Wolke Sieben. - Und das ohne Alkohol.
Sogar in Mexiko. Erinnerst du dich noch an die Tequila-Runden?
Wie könnte ich das vergessen?
- Ja? - Ein Mr Willis. Er sagt, es sei dringend.
Okay, stellen Sie ihn durch. Dan Willis.
- Mitch. - Was ist, Dan?
Das Hadley-Mädchen ist hier, mit Roy Carter.
Danke, Dan. Ich bin gleich da.
- Hast du eine Waffe? - Ich kümmere mich darum.
Dan sagte, das Hadley-Mädchen. Ich bin der Hadley-Junge, schon vergessen?
Der ist gut, nicht?
Nicht besonders. Ich habe schon Bessere gehört.
Was ist los, Schatz? Bist du beleidigt?
Noch nicht.
Nur gelangweilt.
Der Nachmittag ist bald zu Ende.
Ich bin gleich wieder da.
Wie stehen die Chancen für etwas Privatsphäre?
Sind Sie verrückt? Wenn das der alte Hadley herausfände,
würde er Sie ins tiefste Sibirien schicken.
- Geben Sie mir die Schlüssel. - Lassen Sie's. Sie sind nicht ihre Klasse.
Wollen Sie, dass diese Bude eines Nachts Feuer fängt?
Geben Sie mir ein paar Minuten, um aufzuräumen.
Übertreiben Sie es nicht.
- Wenn Sie noch mal meine Schwester... - Wo soll sie denn spielen?
- Im Sandkasten? - Die Flitterwochen vorbei?
Vergisst du, wo du bist, und mit wem?
Seien Sie höflich. Antworten Sie der Dame.
Erzählen Sie uns alles...
Marylee, komm schon. Wir machen, dass wir hier wegkommen.
Warte draußen, Marylee.
- Weg da, Wayne, bevor ich Sie absteche. - Das würde ich gerne sehen.
Ganz ruhig, Roy.
Du großmäuliger Bierzapfer. Du hast Wayne angerufen.
Der Revolver geht leicht los.
Okay.
Sie haben mich überzeugt.
- Ein andermal. - Zu spät.
- Nimm Kyle und verschwinde von hier. - Danke, Sir Galahad.
Du hast also doch was übrig für mich.
- Geben Sie mir die Waffe. - Vergiss es.
Vergiss es.
Ich mache ihn alle.
Das Einzige, was du alle machst, ist eine Flasche Whiskey.
Entschuldigen Sie, Dan.
Mitch, lass uns zum Fluss runterfahren.
Wir hatten immer so eine gute Zeit dort.
Unsere eigene kleine Welt. Meine und deine.
Und Kyles.
Dann seid ihr erwachsen geworden und habt mich verlassen.
Die rastlosen Jungs.
Ich glaube, deswegen hasse ich ihn so.
Weil er dich wegnahm
von mir.
Ich liebe dich, Mitch.
Ich sehne mich nach dir.
Bin so verzweifelt, dass ich mich mit einem wie Roy Carter abgebe.
Nur zu. Gib mir die Schuld.
Ich spreche nicht von Schuld, sondern von Liebe.
- Liebst du mich, Mitch? - Wie ein Bruder.
Ich will dich nicht als Bruder.
Es geht leider nicht anders, Marylee.
Bitte, bitte verschwende dein Leben nicht damit, auf mich zu warten.
Ich werde warten.
Und ich werde dich haben,
mit Hochzeit
oder ohne.
Ich bin Marylee. Willkommen bei Hadley, Schwiegertochter.
Danke. Nett von dir, vorbeizuschauen.
Bitte. Ich bin allergisch gegen Höflichkeit.
Übrigens sollte dein lieber Ehemann seine Nase nicht überall hineinstecken.
Soll ich mich für ihn entschuldigen?
Du sahst ihn nicht bei jedem Faustschlag am anderen Ende des Raums.
Und am anderen Ende der Stadt.
Es ist nicht das 21, aber es kann spannend werden.
Was hältst du von Mitch?
Was hat das damit zu tun?
Das ist ein Mann für dich. Oder eher für mich.
Kyle fängt was an, Mitch beendet es.
Kyle fällt auf die Nase, Mitch hilft ihm auf. Kyle stiehlt, Mitch nimmt es auf sich.
Das ist das Geheimnis von Kyle Hadley
und seiner elektrisierenden Personalität.
Kyle selbst hat mir das gesagt.
Jedenfalls, was eure Heirat angeht,
mein herzliches Beileid.
Entschuldige, wenn es so aussieht, als hätte ich Wichtigeres zu tun.
Ich gebe dir ein paar Handtücher. Du bist noch nicht trocken hinter den Ohren.
Was war heute los mit dir, Sohn?
Du bist zum Jagen hier, nicht zum Grübeln.
Tut mir Leid, Vater.
Sitz.
Willst du darüber sprechen?
- Hast du schon mal von Iran gehört? - Afrika? Asien? Asien, glaube ich.
- Was ist damit? - Vielleicht gehe ich dorthin.
- Für Hadley? - Nein.
Für Trans American Oil.
- Hast du die Nase voll von den Hadleys? - Ich denke schon.
Ich frag mich, ob ich richtig handelte, dich zu den Jasper-Kindern zu geben.
Es war alles nur zum Besten, ich wollte dir eine Chance geben, die ich nie wahrnahm.
Ich klär dich lieber auf, warum ich gehe, Vater.
Ich liebe eine Frau, die leider ausgerechnet Kyles Frau ist.
- Liebt sie dich? - Nein.
Das Gefühl ist rein einseitig.
Ich wette, du wirfst nicht so weit, Mitch.
Mitch kann alles besser als du, Kyle.
- Sei still, Marylee. - Wirf, Mitch.
Du hast es geschafft, Mitch!
Wer als Letzter drüben ist, ist ein faules Ei.
He, was ist das für lila Zeugs auf deinen Lippen?
Maulbeerensaft. Sieht aus wie Lippenstift, oder?
Ja, so sieht es aus.
Mitch, bin ich schön?
- Liebst du mich? - Sicher. Du bist mein Mädchen.
Wenn wir erwachsen sind, heiratest du mich, stimmt's, Mitch?
Ich liebe dich so sehr.
- Es wird ein tolles Spiel. - Vielleicht kommen wir ins Cotton Bowl.
- Hauptsache, ich komme nach Dallas. - Ich weiß nie, wer den Ball hat.
Ein Drink für deine Gedanken.
Du kannst mir gratulieren. Ich wurde gerade zum Partylöwen gekürt.
Dein altes Zimmer.
All die wundervollen Nachmittage, die wir hier verbrachten.
Wenn es regnete.
Wenn es zu kalt war, zum Fluss runterzugehen.
Ja, diese wundervollen, verlorenen Nachmittage.
Das ist ein nettes Kleid, steht dir gut.
Ich habe mich verändert seit unserem letzten Nacktschwimmen.
Das ist lange, lange her.
Ich war ein kleiner Dummkopf damals.
Ja, das warst du.
Der andere kleine Dummkopf ist unten auf seiner großen Party.
Ein fröhlicher Anlass, nicht?
Unglaublich.
Ein ganzes Jahr verheiratet und immer noch trocken.
Und immer noch treu.
Das wird nicht viel länger so anhalten.
Unterschätze Lucy nicht.
Auch eine Frau hat ihre Grenzen.
Ich spreche aus eigener Erfahrung
mit dir.
Du bist schon bemerkenswert.
Deine Axt steckt in Kyles Kopf, und gleichzeitig wetzt du sie.
Ich kann mir Besseres vorstellen, als Small Talk zu führen.
Okay. Tanzen wir.
Immer noch der kleine Dummkopf.
Oh, danke, Vater!
Sie ist wunderschön.
Danke schön, Lucy.
Und was ist mit dem armen Ehemann? Kriegt der nichts?
- Was willst du noch, Sohn? - Noch eine große Party.
Nur, dass wir das nächste Mal den Storch einladen.
- Besser als rezeptpflichtiger Alkohol. - Da haben Sie Recht.
Nur eine Sekunde, Doktor, bitte.
- Tun Sie mir einen Gefallen. - Natürlich.
Bitten Sie Lucy um einen Arztbesuch.
- Sie kommt regelmäßig zur Untersuchung. - Tatsächlich?
Warum unterhalten wir uns nicht in meinem Büro, so gegen 10 Uhr?
Das kann nicht warten.
Sagen Sie, ist mit Lucy alles in Ordnung?
Was ich meine, ist, kann sie Kinder kriegen?
- Morgen setzten wir uns zusammen und... - Jetzt, Doktor. Bitte.
Mit Lucy ist alles in Ordnung.
Deine Frau ist eine tolle Tänzerin.
Kyle, was ist mit dir?
- Komm schon, tanz mit mir. - Ich kann nicht.
Jemand hat gerade meine Zaubertanzschuhe gestohlen.
Gemeinsames Mittagessen?
Sag mir nicht wo, ich weiß schon.
Gott sei Dank. Vielleicht endlich ein Licht am Ende des Tunnels.
Es gibt nichts Besseres als ein Picknick.
Ich habe an alles gedacht, außer an Regen und Ameisen.
Ich korrigiere. Alles außer Regen.
War noch was los, nachdem ich gegangen bin?
Du hast nichts verpasst, außer dem Anblick von mir, schlafend in deinem alten Zimmer.
Hatte Kyle Streit mit Lucy?
Deswegen bist du mitgekommen - um mich auszufragen.
Hat er nun, oder nicht?
Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass er mir heute Morgen den Kopf abgerissen hat.
Warum? Was hast du zu ihm gesagt?
Dass er schlecht aussähe. Ich sagte nur: "Ich hoffe, es ist nichts Belangloses."
- Du hast? - Bitte. Keine Fragen mehr.
Lass uns essen,
trinken und fröhlich sein.
Wir werden essen, trinken und gehen.
Wenn Lucy mit dir hier wäre, würdest du das bestimmt nicht sagen.
Ich wusch mal deinen Mund mit Seife aus. Ich kann's wieder tun.
Ich kenne dich, Mitch. Niemand wird dich je so kennen wie ich es tue.
Guten Morgen, Doktor.
- Wie sieht's aus? - Wir müssen weitere Tests machen...
Was heißt das? Ja oder nein?
Kyle, so einfach ist das nicht.
Keine Ausreden. Fakten.
- Was möchten Sie, Doktor? - Eine Limonade. Ohne Eis.
Ja, Sir.
Die Untersuchungen zeigen eine...
Nennen wir es eine Schwäche.
Glauben Sie mir, Sie sind nicht steril.
Und die Chancen stehen gut,
dass wir mit der Zeit diese Schwäche beheben können.
- Hallo? - Marylee, hier ist Mitch.
Oh, ja. Bruder Mitch.
Kyle rief mich gerade an.
Er will mich und dich mit Lucy im Country Club zum Dinner treffen.
Ich hole dich um sechs Uhr ab, okay?
Spar dir die Mühe, Mitch, es sei denn, du planst einen aufregenden Abend.
Und du weißt, was ich unter einem aufregenden Abend verstehe.
- Guten Abend. Voll machen? - Ja.
Sie sind Biff Miley, stimmt's?
Nett von Ihnen, mich ohne mein Trikot wiederzuerkennen.
Ihre Nummer habe ich mir gemerkt.
Ich erkenne Sie auch wieder, Miss Hadley.
Wirklich? Und was machen wir jetzt?
In die Vereinshymne ausbrechen?
Ich hab in 'ner halben Stunde Feierabend.
Sie meinen normalerweise.
Okay. Lassen Sie den Motor laufen.
- Abend, Jack. Ist Mr Hadley schon da? - Ja, Ma'am.
Hallo, Lucy. Was liegt an?
Ich hatte gehofft, du weißt etwas.
Ich habe Kyle seit heute Morgen nicht mehr gesehen.
Er rief an und sagte, dass wir uns zum Abendessen im Club treffen.
Mich hat er auch angerufen.
Wie geht's?
Guten Abend, Mrs Hadley, Mr Wayne.
Guten Abend.
- Geben Sie ihnen was zu trinken, Ben. - Ja, Sir.
- Wo ist die kleine Schwester? - Konnte sie nicht finden.
Man wird sie nie, nie vermissen.
- Oder, Schatz? - Man wird was?
Vermissen. Hast du nicht Marylee hassen gelernt wie ich?
Ein Toast auf...
auf die Schönheit,
und auf die Wahrheit, die alles andere als schön ist.
Komm, lass uns zu Abend essen.
Schatz, das ist ein besonderer Anlass.
Wir müssen fortfahren... mit Würde.
Was feiern wir?
Das Ende einer Trockenheit,
einer einjährigen Trockenheit.
- Wir haben auf die Wahrheit getrunken. - Und?
Du solltest uns mitteilen, was der freudige Anlass ist,
oder der traurige.
- Ben, schnell, den Zaubertrank. - Ja, Sir.
Ihr wollt also mein Geheimnis erfahren.
Das Geheimnis ist,
nicht mit Wermut zu verdünnen, sondern nur so zu tun als ob.
Schon wieder diese Bullen.
Tut mir Leid, Ralph. Ich wolle nicht so aufbrausen,
aber ich werde Ihrer Energieexperten etwas überdrüssig.
Sie sollten weg vom Schreibtisch und zur Abwechselung mal raus aufs Feld.
Okay, Ralph. Ich treffe Sie Donnerstagmorgen in New York.
Ich dachte, das wäre endlich vorbei.
Ich wünschte, ich könnte es erklären, aber das kann ich nicht.
- Wo seid ihr gewesen? - Im Country Club.
- Hattet ihr Streit? - Nein.
Es war nichts so Eindeutiges.
Wir ließen ihn trinken, in der Hoffnung, er würde sagen, was mit ihm los ist.
Aber wir haben nichts erfahren,
außer, dass er schreckliche Sorgen hat.
Was willst du jetzt tun?
Zu ihm gehen und versuchen, ihm zu helfen.
Spielzeug, Mitch.
Ich werd mir ein neues Auto kaufen, einen schnellen, schnittigen Wagen.
Zum Teufel mit dem Studium. Ich möchte Spaß haben.
Mit einigen Mädels.
Es ist nett drüben in Dallas.
Zum Teufel mit dem Studium.
Willst du ein bisschen Geld machen, Mitch?
Drüben bei der Flaschenfabrik. Die vom alten Daley.
Nein, ich habe keine Flaschen. Der alte Daley hat welche.
Fassen Sie mich nicht an. Sonst sag ich's meinem Vater.
Das werde ich tun. Meinem Vater.
Wir haben nicht gestohlen, stimmt's, Mitch?
Wir haben nur ein paar Flaschen für Sie aufgestapelt.
Das ist alles, stimmt's, Mitch?
Mitch?
Warte auf mich!
Ich erinnere mich, ich hielt den Chirurg auf, gerade rechtzeitig vor der Operation.
Ich sagte: " Doktor, ich schreibe Ihnen einen Scheck über eine Millionen Dollar,
"wenn Sie bloß meine Frau nicht sterben lassen."
Aber ich habe versagt.
Ich habe alle im Stich gelassen.
Meine Frau, meinen Bruder Joe,
meine beiden Kinder.
Ich denke, Sie sind zu hart zu sich selbst.
Woher kennen Sie meine Tochter?
Ich kenne sie erst, seit sie mich heute Abend aufgegabelt hat.
- Sie hat Sie aufgegabelt? - Sicher.
- Genau so geht sie vor. - Was meinen Sie mit vorgehen?
Ich habe noch nie gehört, dass jemand sie aufgabelt. Es ist immer andersrum.
Woher wollen Sie das wissen?
Warum fragen Sie nicht jeden Beliebigen auf der Main Street?
Ich frage Sie!
Ich möchte nicht vorlaut sein. Und ebenso wenig mit dem Rück zur Wand stehen.
Ich habe sie nicht ins Motel gebracht, sondern sie mich.
Ihre Tochter ist ein Flittchen. Wenn das noch nicht deutlich genug ist...
- Bringen Sie ihn raus. - Sollen wir ihn in Verwahrung nehmen?
Nein. Lassen Sie ihn laufen.
Schweigen Sie darüber, wenn es geht.
Danke. Vielen Dank.
Kyle?
Wann ist es vorbei?
Das weiß man nie.
Dinge passieren einfach so plötzlich,
so unerwartet.
- Was stimmt nicht? - Was stimmt schon?
Ich und meine liebe Schwester
haben Vater auf dem Gewissen.
Du fingst mit dem Trinken an, bevor dein Vater starb.
Ja, ich war 14 Jahre alt.
Kyle.
Liebst du mich?
Dich lieben?
Ich liebe nicht einmal mich selbst.
Kyle, was quält dich?
Ist es etwas, das ich gesagt habe,
oder etwas, das ich getan habe, oder hätte tun sollen?
Ich kann's dir nicht sagen.
Ich habe Angst.
Es ist als ob ich tief in einem Bergpass stecke,
schneebedeckte Gipfel über mir.
Ein einziger Laut
könnte den ganzen Schnee ins Rollen bringen,
und mich lebendig
begraben.
TIEFSTES BEILEID. DIE ANGESTELLTEN VON HADLEY OIL
ZUTIEFST ERGRIFFEN VOM FRÜHZEITIGEN TOD IHRES VATERS.
ER WAR EIN GROSSER MANN. GOUVERNEUR J. GLASTON
- Guten Morgen. - Morgen, Lucy.
- Möchtest du einen Kaffee? - Ja, danke.
Du siehst krank aus.
Es war eine lange Woche.
Ja.
Es wird Zeit für mich zu gehen.
Langeweile?
Ekel.
Hauptsächlich mir selbst gegenüber.
Aber ich...
Ich brauche dich hier.
Das ist der einzige Grund, warum ich blieb, um dir zu helfen.
Nicht wegen Kyle?
Ich habe letzte Woche einen Entschluss gefasst.
Und der lautet:
Zum Teufel mit den Hadleys.
Ich bin eine Hadley.
Nicht für mich.
- Ich respektiere meine Ehe. - Ich etwa nicht?
Wo gehst du hin?
Meinen Vater besuchen. Warum?
Würdest du mich bis in die Stadt mitnehmen?
Was ist mit deinem Auto?
Nichts.
In Ordnung.
Das ist keine Dame, sondern deine Frau.
Wohin fahren sie?
Ich weiß nicht.
Wohin würdest du mit der Frau deines besten Freundes fahren?
Du bist wirklich entzückend.
Sei bloß nett zu mir, Bruderherz.
Eines Morgens werden wir aufwachen und nur noch uns beide haben.
Mach nur so weiter. Erzähl mir noch so eine schöne Geschichte.
- Es war einmal ein armer kleiner Prinz. - Kyle Hadley, sein Name.
- Der sein kleines Hirn in Bourbon tränkte. - Nicht ganz. Scotch.
Bis er so blind war, dass er nicht mehr sah, was vor seiner großen roten Nase geschah.
Aber dafür seine bezaubernde, rechtschaffene kleine Schwester.
Ja.
Sie sah das Ende einer Ehe
und den Beginn einer Liebesaffäre.
Du bist eine scheußliche Lügnerin.
Ich bin einfach scheußlich.
Aber du musst mir gar nicht glauben.
Versuche einfach, deinen Kopf klar und deine Augen offen zu halten.
Woher dieses Mitgefühl? Du hast dich nie um mich geschert.
- Oder um deine Frau. - Warum erzählst du mir das?
Nur wegen Mitch.
Ich konnte ihn nicht haben,
aber deine Frau hatte ihn.
- Holst du mich in einer Stunde ab? - Nimm lieber ein Taxi.
Bereite ich dir solche Umstände?
Du machst dir keine Vorstellung.
Ich werde auf dich warten.
ARZTPRAXIS
Wann willst du abreisen?
Montagmorgen.
Mit dem Flugzeug bis in den Iran?
Nein, ich nehme einen Tanker von Baltimore aus.
Mit dem Flugzeug scheinen die Orte näher zu liegen.
Früher habe ich das über Autos gedacht.
Was hat Kyle gesagt?
Nichts. Ich hab's ihm noch nicht erzählt.
Ich warte darauf, dass er nüchtern wird.
Wie geht's Kyles Frau?
Sie geht durch die Hölle.
Hat sie je herausgefunden, was du für sie empfindest?
Ja. Ich habe es ihr heute Morgen gesagt.
Empfindet sie auch etwas für dich?
Ich weiß nicht.
In etwa einer Stunde werde ich es herausfinden.
Das Auto steht da drüben.
Ich war noch kurz beim Waffenhändler.
Wegen einem Gewehr für meinen Vater,
zu Weihnachten.
Was ist los?
Dann sage ich dir, was mit mir los ist.
Ich gehe nächste Woche in den Iran.
Für Trans American Oil.
Ich kann nicht länger leugnen, was ich für dich empfinde, Lucy,
seit dem Tag an, an dem wir uns kennen lernten.
Ich liebe dich.
Nein.
Ich muss dir etwas sagen.
Ich weiß jetzt, warum Kyle wieder trinkt.
- Vergiss Kyle. Es geht um dich und mich. - Du musst mir zuhören.
Du weißt doch, wie Kyle immer davon sprach, Kinder zu haben,
wie sehr er sich das wünschte.
Dr. Cochrane sagte ihm, er könne vielleicht nie welche haben.
Armer Kerl.
Mitch, es war die Meinung eines Arztes, keine Tatsache.
Ich erwarte ein Kind.
Das war ein Abschiedskuss.
Na, ist das nicht ein wunderschöner Tag?
Für das Eine oder Andere, stimmt's?
- Was macht Kyle? - In diesem Moment?
- Ja. - In diesem Moment ist Kyle nicht hier.
Hat er gesagt, wo er hinwollte?
Ich weiß nur, dass er in sein Auto sprang und wegdüste.
- Wie ein geölter Blitz. - War er betrunken?
Wenn nicht, dann war er auf dem besten Weg.
Sie sollten sie mitnehmen.
Setzen Sie mich vor die Tür?
Darf ich ehrlich zu Ihnen sein, Kyle?
Mr Hadley für Sie.
Nun, Mr Hadley, es scheint mir,
wenn ich einer der reichsten Männer der Welt wäre, würde ich nicht hier trinken.
- Was würden Sie tun? - Ich tränke Bourbon im Country Club.
- Nichts anderes. - Ich mag schwarz Gebrannten lieber.
Steckt voller Erinnerungen.
Jeder Schluck ist ein Schritt zurück in die Vergangenheit.
Die gute alte Zeit, als man keine Ahnung hatte und sich viel weniger Sorgen machte.
Hallo. Es ist Mitch.
Nein, Sir. Er ist nicht hier. Ich hab ihn seit letztem Mal nicht gesehen.
Gut. Rufen Sie mich an, wenn er auftauchen sollte.
Ja, Mitch. Natürlich. Wiedersehen.
Entschuldigen Sie, Sir. Das Abendessen ist serviert.
Danke, Sam.
Es ist ganz angenehm hier ohne Kyle, nicht wahr?
Na, wenn das nicht unser Strahlemann persönlich ist.
Horcht, der Wagen des Hausherren naht. Ich hoffe, die Zugbrücke ist unten.
Meine Güte, welch fröhliche Runde.
Bring mir einen Cocktail, den ich trinken kann.
Ja, Sir.
- Und ich meine keinen Tomatensaft. - Ja, Sir.
Ich nehme an, ihr fragt euch, warum wir heute Abend hier versammelt sind.
Wenn jetzt nur die Lichter ausgehen würden.
Kyle, kommst du bitte mit nach oben?
- Möchtest du beichten? - Bitte, Kyle.
- Dass ihr bloß das Land nicht verlasst. - Bitte.
Ist er nicht amüsant?
Sehr.
Lass uns eine Party geben.
Ruf jeden an, den wir kennen.
Keine Party?
Was sagst du zu einem Flug? Wir fliegen nach Acapulco.
Oder wie wär's mit Palm Beach?
- Wir entscheiden das morgen früh. - Wäre ein Spaß, die Uhr zurückzudrehen.
Palm Beach. Das gefällt mir.
Das hat was. Es hat Bedeu...
Das hat was.
Bist du sicher, dein Ehemann ist nicht in der Stadt?
Setz dich, Kyle.
Du sagtest: "Setz dich, Kyle."
Das bedeutet schlechte Nachrichten, oder?
Nein, ganz im Gegenteil. Sie könnten nicht besser sein.
Weißt du, wie du jetzt aussiehst?
Wie in der Nacht damals am Flughafen in Miami,
als ich dich aus dem Flugzeug holte.
Ich habe heute Morgen Dr. Cochrane gesprochen.
Er hat dir von mir erzählt, stimmt's?
Ich sagte, ich hätte gute Nachrichten.
Was ist daran gut?
Wir...
Wir erwarten ein Kind.
Du meinst, wir adoptieren eins.
Nein. Nein, unser Baby, deins und meins.
Nein. Nein.
Nein.
Kyle, das ist die Wahrheit.
Das hättest du mir nicht antun dürfen.
Das hättest du nicht tun dürfen.
Wovon sprichst du?
Mitch.
Du und Mitch.
Sag das nicht, Kyle. Denk das nicht mal.
Was hast du dir dabei gedacht?
Dachtest du, ich sei nur ein Trunkenbold?
Dass ich dir glauben würde?
Dass ich dir meinen Namen gebe? Und mein Geld?
Ihr könnt alle in der Hölle schmoren!
- Du, Mitch und dein... - Ich hatte nichts mit Mitch.
Du dreckiges Flittchen!
Mitch.
Raus mit dir.
Raus, bevor ich dich umbringe!
Er hat mich geschlagen.
Dr. Cochrane, bitte.
Es ist sehr dringend.
Sie schläft. Geben Sie ihr eine von diesen, wenn sie aufwacht.
- Wie geht es ihr? - Zu schwach für die Fahrt ins Krankenhaus.
Sie hatte eine Fehlgeburt.
- Gute Nacht, Marylee. - Gute Nacht, Doktor.
- Ihr Mantel, Doktor. - Danke.
Darf ich Ihnen eine indiskrete Frage stellen?
Kyle hatte keinen Grund.
- Danke. Wo ist er jetzt? - Keine Ahnung.
Besser für ihn, wenn er heute Nacht wegbleibt, das verspreche ich Ihnen.
Rufen Sie an, falls Sie mich brauchen.
EISKALTES BIER
- Hatten Sie einen Unfall? - Geben Sie mir eine Flasche Korn.
- Vielleicht sollten Sie zum Arzt. - Ich sagte ein Flasche!
Weißt du, wer das ist?
Kyle Hadley.
Die Öl-Familie.
Na sieh mal an. Ich dachte, er wäre ein Penner.
Das macht fünf Dollar.
- Ich sagte fünf. - Ich kaufe noch was anderes.
- Was denn? - Die Waffe, die du hast.
Stecken Sie sie in eine andere Tüte.
Unverkäuflich.
Was haben Sie denn?
- Jemand hat versucht, mich umzubringen. - Wer?
Mein bester Freund.
- Was soll das? - Der Schnaps geht aufs Haus.
Ich zahle 100 Dollar für die Waffe.
Ich muss mich um meine Gäste kümmern.
Reißen Sie sich zusammen und gehen Sie.
Geh nicht!
- Ich will dir nur etwas Wasser bringen. - Noch nicht, bitte.
Ich möchte noch nicht schlafen. Ich möchte noch ein wenig mit dir reden.
Nimm mich mit, Mitch.
Bring mich weg von diesem Haus.
- Das werde ich. Morgen früh. - Nein!
Nein, jetzt. Ich habe Angst.
Ich werde dich nicht verlassen.
Wo ist er?
Ich weiß nicht, aber wo immer er ist, er bleibt besser dort,
denn wenn er hier herkommt, rechne ich mit ihm ab.
Nein, Mitch. Bitte nicht.
Ruhe, Frau!
Es wird Mord und Totschlag geben!
- Ich habe ihn reden gehört! - Du hast nichts gehört.
Du mieser Abschaum.
Du räudiger, heuchlerischer Hund.
Ich will sehen, wie du vor mir kriechst.
- Dann jage ich dir eine Kugel in den Bauch. - Weswegen, Kyle?
Mein bester Freund,
ein Kumpel auf Lebenszeit.
Was für ein Hohn!
Du falsche Schlange.
Hast dich eingeschlichen und uns Hadleys ausgenutzt,
alles gestohlen, was ich je wollte, alles, was ich je hatte.
Was zum Beispiel?
Wegen dir hat mein Vater nichts von mir gehalten.
Wegen dir hat mich meine Schwester angespuckt.
Dann...
hast du meine Frau gestohlen.
- Ich habe dir nichts weggenommen. - Fang an zu beten!
Du klingst genau wie der alte Daley.
Erinnerst du dich an den alten Daley und die Flaschen?
Es war deine Idee, sie zu stehlen.
Ich konnte es dir nicht ausreden, also kam ich mit.
Aber als er uns erwischte, gab er mir die Schuld.
Er prügelte mich windelweich.
Er sagte: "Das hat Hadley davon, dass er seinen Sohn mit Gesindel spielen lässt."
Da hatte er Recht. Du bist Gesindel!
Beim Flaschenklau nahm ich die Schuld auf mich, wie ich es immer tat,
aber dieses Mal werde ich das nicht tun.
Kyle, wir waren immer ehrlich zueinander.
Und ich sage dir jetzt, dass ich Lucy nie angefasst habe,
weil sie deine Frau ist.
Krieg das in deinen Kopf.
Das Kind wäre von dir gewesen.
Nicht von mir.
Von dir.
- Verdammter Abschaum! - Kyle!
Kyle!
- Mitch? - Ja?
Was machen wir hier, Mitch?
Was machen wir hier?
Lass uns runter zum Fluss gehen,
wo wir hingehören.
Vermittlung, schnell, einen Krankenwagen zum Hadley-Anwesen.
Ich werde unten am Fluss sein
und warten.
Warten.
HEUTE ZEUGENANHÖRUNG IM FALL KYLE HADLEY
Ich habe gerade nachgedacht.
Weißt du,
du hast gedroht, Kyle umzubringen.
Das Personal hat dich gehört.
Auch Dr. Cochrane
und meine Wenigkeit.
Na und?
Ich könnte der Polizei erzählen,
ich hätte gesehen, wie du ihn umgebracht hast.
Das könntest du.
Aber andererseits
würde und könnte eine Ehefrau nicht gegen ihren eigenen Mann aussagen.
Für eine Schönheit kannst du manchmal ziemlich scheußlich aussehen.
Hast du dich schon mal gefragt,
ob ich dir je genügen würde?
Ich kann dich mit bloßen Worten ins Staatsgefängnis bringen.
Du bist krank, Marylee.
Deine Krankheit würde auch durch unsere Heirat nicht geheilt.
Gesteh dir besser ein, was aus dir geworden ist.
Wie weit wir uns vom Fluss entfernt haben.
Heben Sie bitte Ihre rechte Hand.
Schwören Sie, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit, nichts als die Wahrheit?
Ich schwöre.
Dr. Cochrane, würden Sie den Geschworenen von der Drohung erzählen?
Als ich Mr Wayne fragte, wo Kyle Hadley sei,
sagte er: "Ich weiß nicht. Wo immer er ist, er bleibt besser dort."
Danke, Doktor. Der nächste Zeuge.
Meine Frau sagte zu mir: "Es wird Mord und Totschlag geben.
"Ich habe ihn reden gehört. Mr Mitch sagte, er würde Mr Kyle umbringen."
Danke. Der nächste Zeuge.
Das habe ich gehört.
Mr Mitch brüllte und sagte zu Mr Kyle:
"Raus hier!
"Bevor ich dich umbringe!"
Vielen Dank. Nächster Zeuge.
Nun ja, Kyle sah verletzt aus und ich fragte: "Was haben Sie denn?"
Er sagte: "Jemand hat versucht, mich umzubringen."
Ich fragte, wer, und er sagte: "Mein bester Freund."
Hat er einen Namen genannt?
Nein, das brauchte er nicht.
Warum nicht?
Jeder weiß, dass Kyles bester Freund Mitch Wayne war.
Danke, Mr Willis. Das ist alles. Nächster Zeuge.
Haben Sie je gehört, dass Mitch Wayne gedroht hat, Ihren Ehemann zu töten?
- Mitch Wayne tötete meinen Mann nicht. - Das war nicht meine Frage.
Ich fragte, ob Sie Mitch Wayne je drohen hörten, Ihren Ehemann umzubringen.
- Ja, aber... - Danke. Das wäre alles.
Würde Miss Hadley bitte vortreten?
- Nennen Sie uns Ihren Namen, bitte. - Marylee Hadley.
Schwören Sie, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit, nichts als die Wahrheit?
- Ich schwöre. - Setzen Sie sich.
Sie können jede Aussage verweigern, die Sie selbst belasten würde.
Welche Beziehung hatten Sie zum Verstorbenen?
Er war mein Bruder.
Wo genau waren Sie zum Zeitpunkt, als Kyle Hadley erschossen wurde?
Ich wiederhole, Miss Hadley,
wo genau waren Sie zu dem Zeitpunkt, als Kyle Hadley erschossen wurde?
Verweigern Sie die Aussage?
Können Sie uns irgendetwas über die Schießerei erzählen?
Ja. Mein Bruder wurde umgebracht.
Von wem, Miss Hadley? Von wem wurde Ihr Bruder umgebracht?
Mitch Wayne.
Halten Sie diese Männer auf!
Niemand verlässt den Raum, bevor diese Zeugenbefragung beendet ist.
Miss Hadley,
Sie nannten Mitch Wayne.
Bezeugen Sie, dass Mitch Wayne Kyle Hadley durch einen Schuss tötete?
Mitch Wayne war dort,
im Arbeitszimmer mit meinem Bruder.
Kyle hatte eine Waffe in der Hand
und er redete wirres Zeug.
Wirres Zeug, das so nicht stimmte.
Mitch versuchte, mit ihm zu reden,
ihn zu überzeugen, dass er Unrecht hatte,
ihn davon abzuhalten, zu schießen.
Besorgt, er könnte sie gegen sich selbst richten.
Ich griff nach der Waffe.
Kyle und ich stolperten.
Die Waffe ging los.
Miss Hadley, fünf Personen haben unter Eid
ausgesagt, dass Mitch Wayne drohte, Kyle Hadley umzubringen.
Sie kennen Mitch Wayne nicht, wie ich ihn kenne.
Was auch immer er gesagt hat,
ist ohne Bedeutung.
Außer, dass er besorgt war um Kyle
wie ein Bruder um einen Bruder.
Warum sollte Kyle Hadley sich selbst umbringen wollen?
Er war depressiv
durch Vaters plötzlichen Tod.
Und er hatte getrunken.
Viel?
Ja.
Mein Bruder hat immer zu viel getrunken.
Er war traurig,
der Traurigste von uns allen.
Er brauchte so viel
und hatte so wenig.
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