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synchro = Zoombi666 =
Nach einer wahren Geschichte
- Vorsichtig! - Schnell!
Macht Platz! Passen Sie auf ihr Kleid auf!
Sie ist erschöpft.
- Kommt morgen wieder! - Zurücktreten!
Machen Sie Platz!
Sie bleiben hier! Halt!
Sagen Sie etwas über sie!
Beeilung! Los! Her mit dem Strick!
Es wird Zeit! Los!
Los!
Der Strick!
Wir haben keine Zeit! Beeil dich, Mädchen.
Na los, her mit dem Strick.
Die Hinterbeine.
Du schaffst das. Mach schon!
"Gewiss ist er so keusch wie der Mond.
Er sieht aus wie ein Mondstrahl.
Sein Fleisch muss so kühl sein wie Elfenbein.
Ich möchte ihn näher besehn.
Nein!
Nein, Prinzessin Salome!
Aber ich muss ihn näher besehn.
Ich muss ihn näher besehn."
Es ist zu kalt, um allein hier zu sitzen.
Tanzen wir?
Es tut mir leid, ich tanze nie mit Fremden.
Verzeihung. Ich bin Ruben.
Tanzen wir?
- Ich kann nicht. - Warum?
Ich kann nicht tanzen.
Alle Mädchen können tanzen.
Lassen Sie sich von mir führen.
Auge in Auge.
Du bist 25 und wirst noch rot?
Hör auf, Papa. Hör auf!
Das ist meine Tochter!
Eines Tages
ist sie die größte Künstlerin der Welt!
Mit all meinem Gold werde ich ihr ein Theater bauen.
Für sie allein. Nur für sie.
Lass mich runter!
Ruben, du Feigling!
Wer waren die? Was hast du gesagt?
Papa, was hast du zu ihnen gesagt?
Sag schon!
Hoch mit dir!
Steh auf!
Warum prügelst du dich immer?
Ich sagte ihnen, ich hätte Gold gefunden.
Du hättest ihre Gesichter sehen sollen!
"Öffne doch die Augen.
Erhebe deine Lider, Jochanaan.
Warum siehst du mich nicht an?
Du sprichst böse Worte gegen mich.
Erhebe deine Lider, Jochanaan.
Öffne doch die Augen.
Erhebe deine Lider, Jochanaan.
Warum siehst du mich nicht an?
Du sprichst böse Worte gegen mich.
Mich, Salome,
Tochter der Herodias.
Du warst der einzige Mann, den ich liebte.
Du warst der einzige Mann, den..."
Papa!
Papa!
Marie-Louise!
Sieh an!
- Was ist passiert? - Nichts, Mama. Nichts.
Das ist meine Tochter Marie-Louise.
Keine Sorge, sie ist wohlerzogen. Sie braucht nur Ruhe
nach ihrer langen Reise.
Du bist hier, also ist dein Vater tot.
Es musste so kommen.
Bringen wir dich in Ordnung. Komm.
Komm schon!
Du bist groß geworden.
Schauspielerin?
Warum willst du Schauspielerin werden?
Hör zu.
Die Abstinenzliga rettete mir das Leben
und könnte deins retten.
Wir schneiden sie ab, es geht nicht anders.
Halt still.
Ich dulde so was nicht bei mir.
Wenn sich die Gemeinschaft deinetwegen von mir abwendet,
bleibt uns gar nichts mehr. Verstehst du?
Gar nichts.
Ja, Mutter. Keine Angst.
Gab dir dein Säufer von Vater die Waffe?
Sag!
Du lebtest zu lange bei diesem französischen Taugenichts. Er hat dich verdorben.
Du hast ihn nie verstanden.
Bitte?
Nichts, Mutter.
Ich werde mich gut benehmen.
Kommen Sie, setzen Sie sich.
Entschuldigen Sie.
Im Inserat stand "Schauspielerinnen".
- Ich wusste nicht... - Ihr Name? Sind Sie Schauspielerin?
Ich sollte wohl gehen.
Das ist Kate. Auch Schauspielerin.
Kommen Sie.
Keine Angst, er tut dir nichts.
Spreiz die Beine.
Sitz! Sitz!
In einem Kostüm wäre es vielleicht besser.
Riecht's hier nach Pisse?
Wenn der Hund aufgeregt ist,
kann er's nicht halten.
- Hast du mich nicht verstanden? Dein Rock! - Ich will nicht!
Nein! Ich will das nicht!
- Ist ja gut. - Entschuldigung.
Ich verstehe.
Wartet hier.
Nicht bewegen!
Eins... zwei... drei!
Bist du mit jemandem zusammen? Ich meine, gehst du mit jemandem?
Nein.
Mit so einem Hintern bist du noch Jungfrau?
Bei den Männern lernte ich zu simulieren.
So wird man eine tolle Schauspielerin.
Gut, ihr könnt euch wieder anziehen.
Hat mich gefreut.
Wollen Sie mich vergewaltigen?
Nein. Warum?
Ich bin nicht in Stimmung.
Und du?
Ich wollte es nur wissen.
Ich mag dich, Fuller.
Das müssen wir mal wieder tun.
Und versuch zu lächeln, wenn du vorsprichst.
Miss Fuller, Sie sind dran.
Miss Fuller.
Nehmen Sie den Hut ab.
Nicht lächeln.
Umdrehen.
Arme ausstrecken.
Nach vorn.
Augen zu.
Gehen.
Sie ist perfekt.
Und mein Text?
Sie haben keinen. Sie sind Patientin und stehen unter Hypnose.
Sie gehen mit geschlossenen Augen über die Bühne.
Dauert drei Minuten.
Gibt's ein Problem? Schaffen Sie das?
Natürlich.
Danke.
- Beeil dich. - Ich komme.
Er ist noch zu lang, ich trete immer drauf.
Ich werde stolpern.
Keine Ahnung, was heute los ist. Das halbe Publikum schläft.
Bist du fertig?
Mein Stichwort. Ich muss raus.
Ich werde den Schmerz behandeln,
indem ich mit Ihrem Geist
in Hypnose kommuniziere.
Schauen Sie in die Flamme.
Bei drei schließen Sie die Augen.
Eins... zwei... drei.
Heben Sie die Arme, kommen Sie auf mich zu.
Der Schmerz lässt Sie ins Delirium fallen."
Heb den Rock höher!
Weiter!
Mach ein paar Schritte!
Ein Schmetterling!
Zu lang! Du wirst stolpern.
Es ist perfekt.
- Bist du fertig? - Ich glaube schon.
- Und? - Du siehst aus wie ein Gespenst.
Ja? Das muss ich sehen.
Spielst du jetzt ein Gespenst?
Soll ich's nicht um die Taille raffen?
Leg die weg.
Was hältst du von Loïe?
Loïe?
Mein Künstlername für den Tanz.
Dein Tanz?
Er gefällt mir.
Gut.
Das steht dir.
Die zauberhafte Loïe!
Wasch dieses Blut von meinen Händen.
Meine Hände haben die Farbe der deinen.
Hört! Jemand klopft erneut. Euer Nachtgewand...
Alles in Ordnung, Champion?
Hilfst du mir?
Such die Öffnung.
Steck den Stab rein.
Schnell!
Fertig?
Gehst du an den Projektor?
Danke.
Los geht's, Leute.
Das Rampenlicht aus.
Es wirkt viel besser, wenn das Publikum im Dunkeln sitzt.
Welches Publikum? Jetzt ist Pause!
Fünf Minuten, dann geht's weiter.
Fünf Minuten!
Schauen Sie nicht so finster. Den Leuten hat's gefallen.
Das Kleid ist zu schwer, ich brauche ein neues.
Kann ich Ihnen helfen?
Nein, schon gut.
Darf ich Sie nach Hause bringen?
Meine Kutsche wartet.
Wo wohnen Sie?
Was ist?
Habe ich was Falsches gesagt?
Sie lächeln.
Sie necken mich.
Nein, aber Ihr Akzent ist unmöglich.
Leicht lächerlich.
Verlieren Sie keine Zeit, gehen Sie zu den andern.
Verzeihung, Sir. Die ist nichts für Sie. Sie ist...
sehr reserviert.
Wirklich?
Probieren wir's doch.
Loïe, kommen Sie zurück!
Ja?
Helfen Sie mir. Er hat sich wehgetan.
- Was ist los? - Ich weiß nicht.
Bringen Sie ihn heim. Ich habe keine Zeit.
Ich auch nicht.
Sicher mühsam, immer so eine Szene zu machen.
Ein wenig. Aber was soll's?
Ich will Ihnen nicht wehtun.
Genug jetzt.
Gut.
Ich will nicht mit Ihnen kämpfen,
Sie sind zu muskulös.
Diesen Wandteppich kaufte ich
bei einem Antiquar in Paris.
Mein persönliches Folies Bergère.
Dort sollten Sie tanzen.
Sie sind avantgardistisch.
Mein Traum ist die Oper.
Was wollen Sie mit all den Ballerinas im Tutu?
Ich möchte tanzen.
Ich möchte tanzen, wo immer man mich will.
Das ist sehr schön.
Buntes Licht auf dem weißen Kleid wäre schön.
Rot steht Ihnen.
Schluss mit dem Theater.
Simulieren Sie wieder?
Meine Jacke, bitte.
Ist Ihnen kalt?
- Guten Tag. - Ein Paket für Miss Fuller.
Stellen Sie's auf den Tisch.
Für ein wenig mehr Leichtigkeit...
Ich mische mich unter euch und nehme die Ungläubigen.
Von all eurer Unreinheit und euren Götzen werde ich euch reinigen.
Widersagt ihr
den Verlockungen des Bösen?
Widersagt ihr dem Satan?
Marie-Louise,
ich taufe Sie im Namen des Vaters, des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Amen.
Alkohol ist das Blut unserer Kinder.
Wo warst du die ganze Zeit?
Schau, was ich gefunden habe. Damit projiziere ich Farben auf mein Kleid.
Leichteren Stoff habe ich auch. Ich probiere es aus.
- Toll. - Warum spielen sie meine Musik?
Was ist los?
Was soll das?
- Was geschieht hier? - Ich habe Sie gesucht.
Es hieß, Sie fühlten sich nicht wohl.
Mir geht es bestens. Sie lügen.
Kate! Was tust du da?
Beruhige dich. Ich habe nichts Falsches getan.
Du hast kein Recht dazu. Es ist mein Tanz!
Es ist ihr Recht. Der Tanz gehört jedem. Ich muss ans Geschäft denken.
Zieh das aus.
Nein.
Das ist mein Tanz! Zieh's aus!
Sagen Sie ihr, sie soll es ausziehen!
Jeder kann tanzen, Loïe.
Aber nicht so.
Eine Schlampe, das bist du!
Miss, entschuldigen Sie...
Es tut mir leid, ich konnte sie nicht aufhalten.
Schon gut, William.
Nett, dass Sie mich besuchen.
Was ist los, Tänzerin?
William bringt dich hinaus.
Ich muss Sie sprechen. Es ist wichtig.
Ich brauche Hilfe.
Es erzählt keine Geschichte, es ist zu abstrakt.
Wie wollen Sie beweisen, dass es Diebstahl ist?
Daran ist doch nichts Abstraktes.
Da, meine Zeichnungen.
Sie haben mich tanzen sehen. Sagen Sie es ihm.
In Frankreich könnten Sie das zum Patent anmelden.
Warum in Frankreich und hier nicht?
Ich kenne mich nicht gut aus
mit Urheberrecht. Französisch "Droits d'auteur".
Mit solchen Fällen kenne ich mich nicht aus.
Ich brauche Hilfe und Sie sagen kein Wort.
Ein Tanz ist doch bloß Unterhaltung.
Ich habe nichts mehr.
Ich auch nicht.
Aber Sie haben ein Büro. Wozu?
Ich leite die Geschäfte meiner Frau.
Mit ihrem Geld bezahlen Sie Huren und Äther?
Ich gab ihr meinen Titel. Das schuldet sie mir.
Ich stehe zur Verfügung, Sir.
Danke, William.
Alle warten im Konferenzraum, Sir.
Ich komme.
Es dauert nicht lange.
DANKE
Marie-Louise...
Was soll denn das?
Vorsprechen ist am Dienstag.
Geben Sie meiner Assistentin ihren Namen. Klar?
Und jetzt weg mit Ihnen.
Stellen Sie es sich mit Lichteffekten vor.
Mein neues Kleid ist zu klein,
größer wird es wunderschön sein. - Wie alt sind Sie?
25.
Tänzerinnen müssen mit 20 bekannt sein. Weg jetzt.
Schauen Sie sich meine Zeichnungen an.
Warten Sie! Ich zeige Ihnen die Zeichnungen.
Schauen Sie!
Wo kommen Sie denn her?
Aus Amerika.
Ich habe mein Kleid zerrissen. Kann ich mich irgendwo umziehen?
Sind das Ihre Zeichnungen?
Natürlich.
Falls Sie hungrig sind, gegenüber vom Folies Bergère ist ein Café.
Da gehen alle Künstler hin.
Ich rede morgen mit Monsieur Marchand.
Aber ich muss Ihnen sagen, wenn es nicht klappt, können Sie nicht bleiben.
Folgen Sie mir. Wir sind gleich da.
Kommen Sie nicht zu früh?
Im obersten Stock gibt's noch keinen Strom.
Das sind die Japaner.
- Sie sind nicht lange geblieben. - Sie ist schön.
Zu avantgardistisch für Marchand.
Darf ich's behalten?
Ja, nehmen Sie es.
Ich bringe Ihnen Nähzeug für Ihr Kleid.
Danke.
Was tut die denn noch hier?
- Keine Ahnung. - Nehmen Sie mich auf den Arm?
Na gut.
Sie tanzen morgen öffentlich vor. Schauen wir mal.
Unmöglich. Ich bin nicht bereit.
Ich tanze, wenn ich so weit bin.
Ich muss erst trainieren.
Ich habe die Zeichnungen angeschaut. Der Entwurf ist stimmig.
- Was sind das für Maschinen? - Elektrische Projektoren.
Genau.
Das alles für einen Tanz?
Ich brauche auch Männer, die die Projektoren halten.
Keine Angst, ich habe genug Geld, ich kann die Techniker und das Licht bezahlen.
Haben Sie eine Bank überfallen?
Die Beleuchtung ist wichtig.
Es soll doch schön sein, nicht?
Ich verkaufe Spektakel.
Die Leute wollen sich hier amüsieren.
Das ist schon viel.
Mir reicht das aber nicht.
Bin gleich zurück.
Wissen Sie, wie teuer es war, im Theater Elektrizität zu installieren?
Wichtig ist nicht, was es kostet, Marchand, sondern was es einbringt.
Schalten Sie nicht so auf stur.
Zwei Wochen.
Wenn es nicht klappt, seid ihr beide entlassen.
In Ordnung.
Es nimmt langsam Form an.
Wir brauchen Handschuhe, damit sich die Techniker nicht die Hände verbrennen.
- Sie haben 30 schwarze Kittel aufgeschrieben? - Ja, die sind auch für sie.
Es geht auch ohne, oder?
Sie sind wichtig.
Damit man sie nicht sieht, wenn ich tanze.
Mal sehen, was ich tun kann.
1. Bild.
Blaues Licht
aus der linken Ecke der Bühne.
Rotes Licht
aus der rechten Ecke.
Immer noch im Zentrum.
Das Kleid wird über den Kopf geschwenkt,
von vorne nach hinten.
1, 2, 3,4,
rot.
1, 2, 3, 4, gelb.
Wir könnten von 79 auf 81 gehen und dann vier Bahnen einfügen.
Wenn ich dann die Arme hebe, bläht es sich.
Vier dazu? Das wird schwer.
- Aber ich glaube, es wird gut. - Wir haben schon 32.
Wie läuft's?
Gut. Wir mussten die Seide um eine Nuance dunkler färben.
Das Weiß war viel zu weiß.
Wie sieht es aus, wenn es sich bewegt?
Vorsicht, der Stoff ist empfindlich.
Er ist sehr schwierig zu verarbeiten. Wir sind noch nicht fertig.
Ich komme später wieder.
Rot,
gelb,
blau,
grün.
Wir müssen noch Seide bestellen.
Klappt es?
Lassen Sie das.
Ich mache es.
Hände wie eine alte Frau.
Ihre Hände sind wunderschön.
Gehen wir?
Achtung!
- Vorsichtig! - Beeilung!
Bitte! Wir müssen sie wegbringen.
Sagen Sie uns etwas.
Weg da! Hände weg! Passen Sie auf ihr Kleid auf!
Sie ist erschöpft.
- Kommen Sie morgen wieder. - Machen Sie Platz!
- Gehen Sie weiter! - Vorsicht! Das Kleid ist aus Seide.
"Ein Blütentraum entfaltet sich und denkt nach.
Das lebendige Gedicht der Blume hebt an zu singen:
flüchtig und geheimnisvoll.
Wir bleiben ergriffen zurück:
flüchtige Schönheit. Sie ist erhabener als das Leben."
Und im "Mercure de France" steht: "Berauschende Kunst."
Ich besorge Ihnen ein anderes Zimmer, es ist stickig hier.
Treten Sie bitte ein. Kommen Sie.
Legen Sie sie hierhin. Danke.
Für wen sind die? Für mich?
"Für die geheimnisvolle Traumblüte".
Das sind doch Sie?
VERLÄNGERUNG
Es tut mir leid, ich habe zu große Angst. Ich kann das nicht.
Mein Anblick verdirbt alles. Es tut mir leid.
Sie brauchten Stunden, um dieses Kleid zu nähen.
Sie müssen vor Ihr Publikum treten. Die ganze Presse wartet.
- Sie sind wunderschön. - Sie lieben meinen Tanz, nicht mich.
Mich zu sehen, wird sie enttäuschen.
Es sind alle da.
Gehen Sie doch.
Es tut mir leid.
VERLÄNGERUNG
Ich wollte Ihnen Ihr Geld zurückgeben.
Immer noch im Krieg, wie ich sehe.
Sogar nach dem Sieg.
Sind Sie nicht hungrig?
Meine Großmutter.
Das einzige Gemälde, das ich nicht verkaufen konnte.
Leere ist gut. Möbel sind nutzlos.
Amerikanische Erbin und Comte Dorsay lassen sich scheiden
Ich wollte Ihnen nicht die Show stehlen.
Wieso ist Ihre Scheidung interessant für die Zeitungen?
Essen Sie.
Dann werden wir Liebe machen.
Das sind Sie mir schuldig.
Das war ein Scherz.
Leben Sie immer im Dunkeln?
Wenn ich nichts sehe, kriege ich Angst. Darf ich die Läden öffnen?
Bitte.
Wie hoch sind die Räume hier?
Ich brauche Platz zum Arbeiten.
Ich kann Miete zahlen, keine Angst.
Aber ich warne Sie, ich komme nicht allein. Hier ist sowieso zu wenig Leben.
Schneller, Mädels!
Und Lasso!
Gut. Es muss tanzen! Es muss leben!
Gut! Sehr gut! Sehr gut!
Tornado!
Ich will den Tornado sehen! Wind! Tornado!
Er weht in alle Richtungen! Er ist groß! Gewaltig!
Schilf! Schilf! Hände in die Luft!
Achtung... Frösche!
Ich will die Frösche sehen. Noch mal!
Gut!
Gabrielle, wie viel Zeit bleibt noch?
Weiter, weiter! Los geht's!
Alles Gute zum Geburtstag.
Alles Gute zum Geburtstag, Gabrielle!
Iss brav, sonst verschwindest du.
- Haben Sie Louis gesehen? - Nein, ich weiß nicht, wo er ist.
Es ist fantastisch.
Louis?
Ich weiß, dass Sie da sind. Machen Sie auf.
Wir sind alle draußen und warten auf Sie.
Louis, machen Sie mir auf!
Louis!
Geben Sie ihn mir.
In der Oper präsentieren sich die Tänzerinnen nach jeder Vorführung.
Sie verneigen sich nie vor Ihrem Publikum.
Sie sind schön.
So schön.
Lieber Marchand,
darf ich Ihnen einen guten Freund vorstellen?
Ein guter Bekannter der Familie Dorsay.
Sie kennen sich, nicht wahr?
Er kennt mich sehr gut.
Sie waren umwerfend.
Armand Duponchel,
Direktor der Pariser Oper.
Guten Tag.
Ich würde Sie gern einladen zu tanzen.
Mit Vergnügen.
Ich bin sehr glücklich, Sie kennenzulernen.
Für mich?
Folgen Sie mir.
Wie schön!
Entschuldigung. Ich suche Miss Loïe Fuller.
Isadora?
Sie ist der Ersatz für Jasmine.
Ich nehme Ihr Gepäck.
Ich habe Sie nicht erkannt.
Schon gut.
- Wo kommen Sie her? - Aus San Francisco.
Wo ist Ihr Kleid? Sind die Stäbe biegsam?
- Ja, sie sind aus Bambus. - Darf ich sie sehen?
Ich zeige sie Ihnen später.
Entschuldigen Sie, aber ich...
Ich habe zu tun.
Als ich Sie auf der Bühne sah,
fragte ich mich, wie Sie die Belastung aushalten.
Sie müssen kräftige Schultern haben.
Gehen Sie zu den andern Mädchen. Anna!
Sie ist neu. Suchst du ihr ein Bett?
Ja, natürlich.
Ich bin stolz darauf, mit Ihnen zu tanzen.
Sind das die Pläne für die Spiegel in der Oper?
Ja. Und die Kulisse für die Japaner ist bestellt.
Gut. Die Japaner... Das Schönste, was ich je sah.
Der erste Teil mit ihnen wird sehr gut.
Alle werden sie lieben.
Gut. Ich hole Eis für Ihren Rücken.
Danke. Ich lege mich ein wenig hin.
Seid still!
Isadora, bleiben Sie nicht zurück.
Kommen Sie.
- Willkommen. - Guten Tag. Danke.
- Wir zeigen Ihnen die Garderoben. - Sehr gut.
- Wo ist Miss Fuller? - Sie kommt gleich.
Alles in Ordnung?
Es ist bloß ein Theater. Das schüchtert uns doch nicht ein.
Kommen Sie mit? Alle warten auf Sie.
Art Nouveau an der Pariser Oper!
Wir führen unser Haus ins neue Jahrhundert.
Kellner, Champagner!
Danke, ich trinke nie Alkohol.
Am Tisch zieht man den Mantel aus.
Mir ist immer kalt. Ich darf nicht krank werden.
Entschuldigen Sie, Mademoiselle. Ein Problem mit einer Ihrer Tänzerinnen.
Entschuldigen Sie mich.
Das ist...
ein Skandal.
Entschuldigung, ich kümmere mich darum.
Es reicht jetzt.
Legen Sie das um die Schultern.
Das ist eine andere Welt.
Sie sind hier in der Oper, ich will keine Gaukler.
Geben Sie ihnen eine Chance.
Sie sind nicht berechtigt, Forderungen zu stellen.
Sie haben Pläne für fünf Spiegel geschickt, jetzt wollen Sie doppelt so viele.
Es wird umwerfend.
Aber ich brauche Lampen mit 50er Glühfäden, nicht 30er.
Sonst ist das Licht nicht stark genug.
Mein Elektriker sagt, das sei zu gefährlich für Sie. Und für die Oper auch.
Das höre ich jedes Mal. Bei jeder Vorstellung.
"Es ist zu gefährlich, es wird explodieren, alle werden meinetwegen verbrennen.
Ich bin total verrückt." Ich kenne das.
Danke.
Legen Sie sich hin. Ich kümmere mich um die Mädchen.
Es wird wunderschön. Ich habe keine Zweifel.
Wir gehen nach Hause.
Und wer bezahlt das?
Holt eure Sachen, wir gehen. Beeilt euch, wir sind alle müde.
Ihre Japaner?
Ich konnte nicht zur Probe kommen, mir ging es nicht gut.
Ich dachte, Sie seien Tänzerin.
Sind Sie bereit?
Wunderbar. Sehr gut.
Sie haben solche Schmerzen.
- Sie müssen ruhen, Loïe. - Mir geht's gut.
Warten Sie!
Ich habe etwas für Sie.
Damit Sie an mich denken.
Danke.
Bezahlen Sie wirklich die Schulden des Comte?
Es sind auch meine.
Ohne ihn hätte ich den Atlantik nie überquert.
Das hab ich ihnen auch gesagt. Die Mädchen reden ja solchen Unsinn.
Louis, was tun Sie hier? Raus mit Ihnen!
Nein, hier ist kein Platz.
Gehen Sie!
Kochend heiß.
Noch so eine Marter von Ihnen.
Ihrem Freund haben meine Japaner nicht gefallen.
Ihre Japaner sind sehr gut.
Er hat es nur nicht verstanden. Das ist nicht schlimm.
Doch, es ist schlimm.
Er war sicher glücklich, Sie tanzen zu sehen.
Sachte.
Wunderschön, all diese Blautöne.
Aufhören, sonst pinkle ich ins Bad.
Hat sie ihnen das gegeben?
Sie ist graziös, nicht?
Als habe sie schon alles hinter sich.
Jedenfalls weiß die Kleine, was sie tut.
Papiere zur Unterschrift.
Es ist alles arrangiert. Die Japaner fahren heute zurück nach Berlin.
Ich habe sie ausbezahlt.
Es bleibt nicht mehr viel für die zusätzlichen Kulissen und das Licht.
Unten rechts bitte. Die Oper bezahlt jedenfalls nicht.
Es heißt, wir halten uns nicht an den Vertrag.
Wir müssen es irgendwie schaffen.
Ja, aber in der Oper bin ich allein nicht genug.
Sie sind nicht allein. Sie haben die Tänzerinnen.
Die Kleinen sind gut fürs Folies Bergère. Hier braucht's mehr.
Glauben Sie, diese Isadora hat Talent?
Bieten wir ihr einen Vertrag an. Ich will sie mit mir auf der Bühne.
Sie übernimmt den ersten Teil. Das wird gut.
Nicht so schnell. Wir kennen sie kaum.
Ich möchte eine Aufführung im Schlosstheater machen.
Für wen? Für Journalisten?
Das sieht Ihnen nicht ähnlich.
Sie ist die Tänzerin.
Was das Mädchen macht, berührt mich...
Ich stelle Ihnen heute eine junge Tänzerin vor. Isadora Duncan.
Sie ist Amerikanerin, wie ich.
Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.
Sie wird gleich auftreten.
Alle warten auf Sie.
Ziehen Sie sich an.
Beeilen Sie sich.
Was ist das?
So finden sie Sie noch schöner.
Keine Angst.
Haben Sie sie gesehen?
Glauben Sie, ich habe mich geirrt?
Antworten Sie.
Habe ich mich geirrt?
Ich bezweifle, dass Sie jemanden finden, der Sie tiefer verletzen könnte.
Sie klatschen.
Hören Sie das?
Sie klatschen!
Gehen Sie schon.
Ich kann nicht.
- Hat Armand mit dir geredet? - Ja, ja. Alles in Ordnung.
Sind Sie sicher? Dieses Kleid?
Isadora hat es ausgesucht.
Sie hat drauf bestanden.
Und das Haar?
Sie sehen fantastisch aus, glauben Sie mir. Kommen Sie!
Warten Sie!
Ich habe Angst, dass ich pinkeln muss.
- Was machen Sie da? - Ich pinkle.
Achtung...
Nicht bewegen!
Miss Duncan, bitte. Noch ein Lächeln hierher.
Gut, aber ich darf nicht zu spät nach Hause.
Danke.
Café de la Paix.
Etwas näher.
Täglich ein paar Tropfen in jedes Auge.
Das verschafft Linderung.
Und die Halswirbel
brauchen Ruhe. Sie tragen so viel Gewicht auf der Bühne.
Ich verschreibe Ihnen eine Halskrause.
Brauche ich nicht. Ich bin stark.
Bis zu einem gewissen Punkt.
Und dann die Projektoren.
Können Sie sie weiter wegstellen?
So wie es ist, ist es schön.
Lohnt es sich, dafür die Augen zu verbrennen?
Sie tanzt nächste Woche in der Oper.
Das finde ich problematisch.
Trinken Sie Wasser,
keinen Kaffee.
Und bleiben Sie liegen.
Ist sie Ihre Frau?
Ich bringe Sie hinaus.
Achten Sie darauf, dass sie sich schont.
Es reicht. Wir hören auf. Danke.
Wir schaffen es nicht.
Ihre Tänzerin kann ja kaum stehen.
Es geht hier um meinen Ruf.
Das Licht.
Louis' Vater war einer der größten Mäzene der Pariser Oper.
Nur deswegen ist sie hier.
Behalten wir das für uns.
Wir machen Schluss.
Sie ist hier.
Das Rampenlicht. Mehr brauche ich nicht.
Ich will keine Tricks.
In Ordnung.
Miss Fuller hat Geschmack, wie es scheint.
Der wahre Tanz muss einfach sein, natürlich.
Sie weigern sich, den Vertrag zu unterschreiben?
Ich brauche das Einverständnis meiner Mutter.
Gut.
Dann verbiete ich Ihnen zu tanzen.
- Das können Sie mir nicht antun. - Doch.
Ich weiß, wie viel ich Ihnen schulde.
Oh, nein.
Doch.
Was wollen Sie von mir?
Warum tun Sie das alles für mich?
Wir haben zu tun.
Ich arbeite nicht so wie Sie.
Willenskraft reicht nicht.
- Sie haben noch so viel zu lernen. - Nicht von Ihnen.
Wenn Sie Tänzerin werden wollen, fangen Sie an.
Was wissen Sie, was es heißt, Tänzerin zu sein!
Ohne mein Kleid bin ich nichts.
Helfen Sie mir, Louis.
Versprechen Sie mir, mich nie zu verlassen.
Macht es Ihnen Angst, in der Oper zu tanzen?
Ich tanze um der Liebe willen. Danke.
Inspiriert Sie das antike Griechenland?
- Lieben Sie Griechenland? - Wir alle sind dort geboren.
Entschuldigung.
Sie hat den Schal vergessen.
Zu spät, entschuldigen Sie.
Schon gut.
Es tut mir leid wegen neulich.
Ich habe mehr Licht für unseren Auftritt installieren lassen.
Damit Sie stolz darauf sind, mit mir zu tanzen.
Ich bin glücklich, dass Sie gekommen sind.
Jetzt haben Sie Angst.
Louis liebt Sie.
Guten Abend, was möchten Sie trinken?
- Ich nichts, danke. - Sind Sie Amerikanerin?
- Und die junge Dame? - Sie trinkt keinen Alkohol.
Probieren wir's doch.
Was trinken wir?
Morgen tanzen wir zusammen und es wird wunderbar.
Nein, du.
Wir haben noch so viel Zeit.
- Für Miss Fuller. - Sehr schön. Danke.
Hierhin bitte. Sie sind sehr schön.
Eine Nachricht von Isadora.
Liest du vor?
Und?
Was schreibt sie?
"Ich komme wieder, wenn ich einen Vertrag über 10.0003 bekomme. Isadora Duncan."
- Wieso "Ich komme wieder"? - Ich glaube, sie ist weggegangen.
Ich werde es der Oper melden.
Wir entschädigen sie. Das Geld treiben wir schon auf.
Sie brauchen sie nicht.
Wir haben sie nie gebraucht.
Kommt, Mädchen, wir machen das Foto.
Mademoiselle.
Ein schönes Andenken.
Nicht bewegen.
Achtung...
Und lächeln!
Sehen Sie sich an!
Wegen dieser Göre.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Na los.
- Stehen Sie auf. - Ich schäme mich.
Sie stinken nach Alkohol.
Das Bad ist da drüben.
Was ist das?
Das schaffen wir nie.
Wie sollen wir das schaffen?
Wir müssen gehen. Ich bin bereit.
Ich darf mein Publikum nicht warten lassen.
Vorsicht!
Das gibt's doch nicht!
Es tut so weh.
Wir sagen ab, kein Problem.
Das macht nichts.
Wir müssen gehen.
Wo ist Louis?
Sie kommen doch?
Kommen Sie!
Wir sagen alles ab. Ich gebe es bekannt. Nehmen Sie sie mit in Ihren Laden.
Sie wird tanzen.
Sie ist fett, schwerfällig, vulgär wie Sie.
Niemand wird sich an sie erinnern.
Ich bin bereit.
Sie schaffen das.
Es wird wunderschön.
Aufmachen.
Aufmachen, ich will sie sehen.
Ich will sie sehen.
Wir haben die Patente endlich bekommen.
Man muss sie nur noch überprüfen und dann unterschreiben.
Es ist alles sehr offiziell.
All meine Zeichnungen.
Danke.
"Eine Traumblüte war der Finsternis entsprungen." Stéphane Mallarmé
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