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Original subtitles

[gemächliche Gitarrenmusik]

[Martin murmelt etwas]

[unverständlich]

Sollen wir nicht doch einen Arzt rufen?

[Sabine] Dem geht's bald wieder gut.

[Carl] Der braucht keinen Arzt.

[Sabine] Der muss nur von den Magic Mushrooms runterkommen.

Ich wüsste gar nicht, wie man hier 'nen Arzt ruft.

Im Westen.

[Cassian] Ich bin Fante. Was kannst du, hm?

Ich kann mit den Ohren wackeln.

-[Nicole] Weil's Quatsch ist. -Wieso?

Weil Kohl einfach nur das macht, was Washington von ihm verlangt.

-Da unterschätz mal Kohl nicht. -Wieso nicht?

Kohl? Kohl kriegt die Leute. Der hat Charisma.

Carl ist ein Guter.

-Danke. -Moment, Moment.

Hast du gesagt, "Carl ist ein Guter"

oder "Kohl ist ein Guter"?

["Jennifer" von Bert Sommer]

[gemächliche Gitarrenmusik]

[Kichern]

Puh, hey.

Hey, mein Spatz. Hey, schlaf weiter.

Bist du wieder da?

Ja, voll und ganz. Wo sind wir?

[Nicole] Das fragst du mich?

[Carl] Hey.

[lacht] Bereit für 'ne verrückte Party?

[matt] Klar.

[Titelmusik]

[Peter Schilling singt "Major Tom" auf Englisch]

[sprechen Englisch]

Guten Morgen.

Morgen.

Du hast hier geschlafen?

Ja.

Wie unbequem.

War gar nicht so schlimm.

Solltest du mal ausprobieren.

Ich habe ein paar Ampullen gefunden.

In Martins Wohnung.

Ich hab eine davon ins Labor geschickt.

Merkwürdig.

Mhm.

[Carl] So, wir sind da.

Hey, Max.

Papa, können wir nachher zu den Arkaden fahren?

Martin und ich müssen noch was für die Band vorbereiten.

-Ach so? -Mhm.

Sabine, Rolf, geht schon mal mit Nicole

und den Kindern rein und ruht euch aus.

Wir kommen dann nach.

Ich glaub, ich hätte Max ganz gern bei mir.

Ich kann auch auf Max aufpassen.

Ja, ähm...

Kann ich dann mit Max zu den Arkaden fahren?

Wenn Martin nichts dagegen hat.

-Bitte, Vati! -Bitte.

Wisst ihr was. Im Haus ist 'ne Spielkonsole.

Mit der könnt ihr spielen, okay? Ja?

-Okay. -Na gut.

Komm, wir schauen uns das an.

[Sabine] Ich mach gleich Frühstück.

[Nicole] Worauf hast du denn Lust, Max?

-Auf Waffeln. -Schon wieder Waffeln?

Bist du jetzt Waffelmeister?

Passt du auf?

-Alles mir nach. -Komm.

Gut, dann bis später.

Keine Sorge. Ich pass auf.

[Sabine] Nicole, kommst du?

So.

Und wir zwei...

...wir schalten jetzt auf Polizeifrequenz.

Wie, Polizeifrequenz?

Wir schaffen den ganzen Formularscheiß

nicht mehr auf die Schnelle.

Die Demo, das Konzert. Ist alles so spontan.

Wir müssen unseren Freund und Helfer ein bisschen ablenken.

Ein bisschen Zeit schinden. Hier, mit dem geht's weiter.

[bedrohliche Musik]

Na komm.

[Fritz] Nehmen Sie Platz.

Meine Güte, Ostberlin.

Eine totale Ruine, hm? Sieht aus wie '45.

Ja. Es ist furchtbar.

Aber in diesen dunklen Ruinen gibt es einige wenige,

die nach den Sternen greifen.

Bereit?

Der Robo-Phönix!

Wieso ist da eine Kamera auf dem Bildschirm?

Diese Kamera, das ist der USP.

"Unique Selling Point".

Es ist der einzigartige Verkaufspunkt.

Es gibt eine ganz neue technische Entwicklung,

die es erlaubt, dass Computer sich miteinander vernetzen,

sodass die Nutzer sich gegenseitig sehen können.

Und wissen Sie, wer die Möglichkeiten,

die da entstehen, jetzt schon erkannt hat?

Er.

Und ich.

Wer wird denn gerne beobachtet, wenn er vorm Computer sitzt?

Sie können zum Beispiel mit Ihrer Frau sprechen,

wenn Sie mal auf Geschäftsreise sind.

Oder Sie lassen Ihre Angestellten überwachen,

wenn sie die Produktionsziele nicht einhalten.

Es gibt vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Militärisch, zivil. Es ist jetzt nicht...

Sie sind alle aus der DDR, oder?

-[beide] Ja. -Nein.

-Sind Sie von der Stasi? -Nein. Also!

Ich hatte so Gerüchte gehört, dass die Stasi ihre Bürger

auf eine erschreckende Art ausspioniert hat.

Also mag das hier für Sie vielleicht normal sein,

aber in einer offenen und demokratischen,

westlichen Gesellschaft,

da wird niemand jemals irgendjemandem erlauben,

andere bei der Arbeit oder privat zu beobachten.

Meinetwegen. Also.

Schönen Tag noch.

Du würdest mich doch sehen wollen, wenn du weg wärst?

-Ja, na klar, würde ich das. -Wusste ich doch.

Wir müssen an unserer Präsentationsform arbeiten!

[seufzt] Steve hatte am Anfang auch Rückschläge.

Und guckt euch an, wo er jetzt steht.

[bedrohliche Musik]

Ich will nicht stressen, Martin, aber wir haben nicht viel Zeit.

Irgendwas stimmt nicht. Ich kriege kein Signal.

Vielleicht ist es die Antenne.

Checkst du die Steckverbindung? Vielleicht ist die abgebrochen.

[sie sprechen englisch]

-Ja? -Wir sind in Frankfurt.

Die sagen, wegen 'ner Demo oder einem Konzert.

Aber das muss was Größeres sein.

-Was? -Das weiß ich nicht.

Aber ich find's raus und werde es verhindern.

Unser Kennzeichen ist...

Scheiße!

-Können wir ihn orten? -Nein.

Und?

[bedrohliche Musik]

[Musik schwillt ab]

[sie sprechen englisch]

In Rumänien werde ich dich in die besten Restaurants ausführen

und dir die schönsten Kleider kaufen.

Ich trage schon

die schönsten Kleider.

[Musik läuft weiter]

[Stimme über Funk]

Cranach an alle Einheiten:

Die Dietigheimer Straße muss teilweise gesperrt werden

wegen eines Gaslecks. Ende.

[Mann] Hier Tank 22-2. Verstanden. Ende.

Ich wollt nur sehen, ob's funktioniert.

Mensch, es funktioniert.

Cranach an alle Einheiten.

In der Altstadt versammeln sich Personengruppen

zu einer nicht angemeldeten Demonstration

und einem Rockmusik-Konzert.

Bitte um Rückmeldung. Ende.

[Mann] Hier 38-9.

Im Moment keine ungewöhnlichen Aktivitäten festzustellen. Ende.

Cranach an alle Einheiten.

Der toxikologische Befund zu den Ampullen

aus Rauchs Wohnung ist da.

-Soll ich ihn verteilen? -Nein, nein, danke.

Ich wusste es.

Dasselbe Zeug, das die Stasi '81 in Israel eingesetzt hat.

Nicht dein Ernst. Zeig mal. Wann wurden die hergestellt?

In diesem Jahr.

Also, Martin schreibt seit '86 Berichte für Robotron.

Okay, hör zu...

Ich kann es gerade nicht erklären,

aber ich kenne Martin.

Und ich weiß, dass er kein Terrorist und Mörder ist.

Vielleicht ist er aber zu loyal zur HVA.

Sollte das so sein, dann schalte ich ihn selber aus.

[angespannte Musik]

[Klopfen]

-Condor. -1149.

Aussteigen.

Nur er.

Seltsam.

Und jetzt?

Hier Condor. Bitte auf Kanal 61 wechseln.

Und wenn wir für etwas anderes benutzt werden?

Wenn wir hier die Ameisen sind?

[Cassian] Max, wollen wir jetzt spielen?

-Ja. -Ja?

-Können wir Video spielen? -Oh ja!

Das Ding steht oben. Ich kann's euch zeigen.

Nicole, ist das okay?

Ja, ja. Klar. Viel Spaß.

So. Gehen wir jetzt bummeln?

Ich meine, solange die Jungs beschäftigt sind?

Mhm. Aber ein paar Freunde sind auf dem Weg hierher.

Können wir noch kurz auf die warten?

Ähm, ich kann ja einfach schon mal vorgehen.

Die sind gleich da.

Dann können wir alle zusammen gehen.

Weißt du was? Kommt doch nach in den Plattenladen,

wenn ihr so weit seid.

Kannst du bitte warten?

Wieso?

Macht mehr Spaß, wenn wir alle zusammen gehen.

Stimmt. Hast recht. Entschuldige.

Okay. Dann warten wir.

Ja.

Ich kann nicht länger warten. Du hast keine Ahnung, wie das...

[düstere Klänge]

Setz dich hin.

Nicole.

Hinsetzen.

[Sekretärin über Lautsprecher] Herr Dr. Baumann?

Herr Hollweg lässt ausrichten, dass Herr Herrhausen

in circa 30 Minuten bei Ihnen sein wird.

[Mann über Funk] Frank 38-9. Keine eindeutigen Mitteilungen.

Bitte um detaillierte Informationen. Ende.

Cranach. Frank 38-9: Keine eindeutigen Mitteilungen.

Was machst du denn?

He, das...

Carl, was machst du da?

Komm jetzt. Frag, was los ist.

Wir warten auf weitere Anweisungen.

1149, Stellung halten.

Ansonsten räumen wir die Position.

Könnten unnötig auffallen. Bitte bestätigen. Aus.

Wir sind kurz davor. Alle bleiben...

Was ist denn da los?

[Mann] Alle Zellen bereithalten.

Condor landet in...

...5, 4, 3, 2, 1.

[Explosion]

[entfernte Schreie]

[düstere Klänge]

[Sirenen kommen näher]

[auf Rumänisch] Verfluchte Scheiße! Komm! Komm! Komm!

Steig ein.

Steig ein!

[undeutliche Stimmen, Schreien und Wehklagen]

[eine Frau schluchzt]

[ruhige tragische Musik]

Herrhausen ist tot.

Was?

Kein Wort an Brentwood

über Martin.

Wir müssen das selber regeln.

Wir sind erledigt.

Dieses Arschloch hat mich an den BND verkauft.

Du kennst ihn?

Er ist mein Neffe.

Was?

[Sprecherin] Nach dem Anschlag auf den Vorstandssprecher

der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen,

fahndet das Bundeskriminalamt jetzt nach einer Frau.

Zeugen haben diese Frau unabhängig voneinander

am Tatort in Bad Homburg gesehen.

Das BKA warnt, dass die Frau bewaffnet sein dürfte.

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle an.

Lass uns nach Rumänien abhauen.

Da macht die Welt noch Sinn.

Halt bloß die Schnauze.

Bist du okay?

Wo ist Max?

Wo ist mein Sohn?

Bring sie ins Wohnzimmer.

Hoch! Hoch!

Geh vor. Langsam.

Martin war ein Scheißproblem.

Ich glaube, er ist ein Profi.

BND? CIA?

Hey, hey, hey, hey. Warte, warte, warte.

Lass uns kurz nachdenken, ja?

-Die Kinder spielen oben? -Ja.

Wir dürfen hier nichts unerledigt lassen.

Okay, aber nicht der Kleine.

Er ist auch ein Zeuge.

Keine Sorge, ich mach das.

Okay.

Aber nicht vor Cassian, hm? Nicht vor Cassian.

Du gehst hoch und wartest bei den Kindern.

Schieß! Schieß! Sehr gut!

Wenn wir fertig sind,

dann komm ich hoch und hol Cassian.

Ja, ja, ja, ja, ja!

Rolf und ich kümmern uns um Martin und das Mädchen.

Hinknien.

Hinknien!

[Schuss]

Wo ist Max, du Scheißarschloch?

[laut] Wo ist Max?

Max ist oben. Der spielt mit Cassian.

Und Lenora und der andere Typ, was haben die mit euch zu tun?

Das war erst Phase eins.

Phase eins?

[er lacht laut los]

Ja. Jetzt kommt Phase zwei.

Was ist Phase zwei?

Ein bisschen größer.

Was ist Phase zwei?

Was heißt größer? Hey!

Wie hast du das gemacht gerade?

Weißt du, mit dem... Mit dem Klebeband und deiner Hand?

-Ganz ruhig. -Ist er tot?

Wir müssen einen Krankenwagen rufen.

Guck mich an. Schau mich an. Hallo?

Guck mich an. Du hast das Richtige getan, ja?

Guck mir in die Augen.

Du hast genau das Richtige gemacht, hörst du? Ja?

Wir müssen Max holen.

Genau. Du bleibst hinter mir.

-Bereit? -Bereit.

Komm!

[Schüsse im Videospiel]

[Cassian] Zielen. Und schieß, schieß! Ja!

-Sehr gut. Super! -Ja!

[Cassian] Und jetzt, warte.

Genau, jetzt kommen nämlich die anderen Gegner.

-Wo ist Carl? -Wir machen den fertig.

-Genau, und jetzt! -Ja!

Ja. Genau, zielen und schießen.

-Cool, du hast ihn erledigt. -Vorsicht.

Ja!

-Hey, Max. -Hey, Vati. Guck mal. Ja!

Und jetzt schieß! Schieß ihm in den Kopf!

Ja, genau. Sehr gut, Max. Super.

Max, kommst du? Wir gehen ins Kino.

Gleich. Zwei Sekunden.

[Cassian] Vorsicht. Zielen.

Warte, warte. Jetzt.

Eins...

Zwei.

Okay, wir können.

Super. Ihr könnt gleich weiterspielen.

Wir kommen direkt danach zurück.

-Bis nachher. -Bis gleich.

Bis später, Martin.

Ich versprech dir, wir sehen uns wieder.

[Schritte entfernen sich schnell]

[Sabine schluchzt] Komm. Komm.

Wann haben Sie Herrhausen kennengelernt?

Ich...

Ach.

Ich kannte ihn sehr gut.

Er stand mir sehr nahe, wissen Sie?

Auch wenn wir uns leider nie persönlich begegnet sind.

Sie haben ihn nie getroffen?

Nein. Er spielte ja in einer komplett anderen Liga.

Und Sie dachten, Sie könnten ihn mit unserem Projekt

so richtig beeindrucken und dann kennenlernen?

Herr Hollweg.

Sie gefallen mir.

[Martin] Carl ist tot, Rolf ist tot.

Sabine wird versuchen, uns aufzuspüren.

Ich hab versucht, sie zu stoppen.

Das hat ja super geklappt.

Lenora ist irgendwie involviert.

-Lenora? -Und andere Agenten.

Einer hatte einen Akzent. Bulgarisch, rumänisch.

Weißt du was, das interessiert mich nicht!

Wir haben dich da hingeschickt, um ein Attentat zu verhindern.

Es ist immer die gleiche Scheiße mit dir!

Planänderung, Martin. Bring uns Lenora.

Quellen berichten, dass sich ein Agent Pantera

in den Osten absetzt.

Hilft dir das weiter?

Ich brauche Schutz für meine Familie.

Für Max, für Nicole.

Ja, das kannst du vergessen!

[Verbindung bricht ab]

Was zum Teufel sollte das?

[laut] Was sollte das, verdammt?

Er hat mich damals sehr verletzt.

Manchmal kann ich es kaum erwarten,

ihm alles heimzuzahlen.

Alles gut.

[melancholische Musik]

[Türsummer]

Opa!

Max!

[überschwängliches Lachen]

Bist du groß! Mann, und so schwer.

Geh rein, komm.

Das ist wirklich 'ne Riesenüberraschung, Max.

Komm, zieh mal aus.

Sag mal, würdest du...

Hättest du vielleicht Lust, mit Beate ins Gästezimmer zu gehen

und ein bisschen zu spielen?

Hallo, Max.

Das ist aber ein süßer Elefant. Wie heißt der denn?

-Fante. -Soll Fante hier unten bleiben?

Ich kann auf ihn aufpassen.

Nein. Wir spielen jetzt mit dem Elefanten.

Ich hab auch noch ein paar schöne Brettspiele da.

-Guten Tag. -Hallo.

Entschuldigung, kann ich mich irgendwo kurz hinlegen?

Ja. Natürlich. Am besten oben im Schlafzimmer.

Da können Sie sich ausruhen.

Beate, bist du so freundlich,

Fräulein Zangen unser Schlafzimmer zu zeigen?

-Sie möchte sich ausruhen. -Kommen Sie.

Ich komm gleich hoch.

Das Ohr muss versorgt werden. Komm.

Scheiße!

GANYMED 19 UHR. EIN FREUND.

Kommen Sie hoch, Sie Feigling.

Fahren Sie weiter.

Sie wissen ja, Herr Meisten, dass die volkseigene Staatsbank

nicht die gleiche Unabhängigkeit genießt

wie eine westliche Zentralbank.

Selbstverständlich.

Anders als im Westen wedelt hier noch der Hund

mit dem Schwanz, und nicht andersrum.

So ist es.

Ironischerweise erhalten Sie bald

eine Einladung aus Frankfurt.

Aha. Zu welchem Zweck?

Die Privatisierung der Sahnestückchen

des DDR-Volkseigentums.

Und somit auch der Staatsbank.

Verstehe.

Ich bin allerdings nicht sicher,

ob ich die Einladung annehmen kann.

Ich bin gerade sehr beschäftigt

mit den empfindlichen Daten der DDR-Bürger.

Daten, zu denen neben mir nur wenige Leute Zugang haben.

Sie werden die Einladung annehmen.

Sie werden uns von den Angeboten aus Frankfurt berichten.

Und dann werden wir denen ein Gegenangebot machen,

das sie nicht ablehnen können.

Ich bin mir sicher, es gibt keinen besseren Eigentümer

für die Staatsbank als die HVA.

Frau Dietrich, haben Sie einen Moment?

Selbstverständlich. Wir sind hier schon fertig.

Herr Meisten.

Sie werden uns sicher auf dem Laufenden halten.

Aber natürlich, Genossin Dietrich.

[Dietrich] Einen schönen Tag.

Ich sag's nur ungern, Martin,

aber allein durch dein Auftauchen

gefährdest du eine laufende Operation.

Ich hätte das verhindern können. Ich hätte das verhindern müssen.

Meinetwegen ist ein Mensch gestorben.

Quatsch. Herrhausen ist nicht deinetwegen gestorben.

Der ist ein Opfer der weltpolitischen Spannungen,

die sich durch den Fall der Mauer ergeben.

Ich war ganz dicht dran.

Irgendwie hab ich die Situation falsch eingeschätzt.

Das kann schon mal vorkommen.

Ich habe auch im Laufe meines Lebens

nicht alles richtig gemacht.

Seit wann macht Fuchs Personenschutz

für westdeutsche Banker?

Macht er nicht. Ich arbeite nicht für Fuchs.

Ich arbeite für den BND.

Ja, ist ja gut.

Warum gehst du nicht zu Fuchs

und bittest ihn um einen Auftrag an meiner Seite?

An deiner Seite? Was machst du denn? Banker?

Ich hatte Besuch von Lenora Rauch.

Sie... wollte den Code vom IMES-Waffendepot.

-Und du hast ihn ihr gegeben? -Ja.

Sie hat gesagt, es ist für 'ne große Aktion.

Und jetzt...

...hat mich gerade eben...

...die CIA kontaktiert. Wahrscheinlich...

...haben die rausgekriegt, dass ich Lenora den Code...

Die Geier kreisen über uns. Deutsche Bank, CIA.

Wir werden von allen Seiten angegriffen.

Und Meisten wird uns auch hintergehen.

Wirklich?

Markus, ich hab dem in die Augen geguckt.

Keine Spur von Angst.

Wir müssen hier weg.

Wohin?

In den Bunker.

Jetzt hör endlich auf mit diesem Hitler-Suizid-Quatsch.

Nein, nein.

Im Bunker sind Sachen, von denen hab ich dir nichts gesagt.

Lenora ist jetzt mit 'nem rumänischen Agenten unterwegs.

-Deckname Pantera. -Finger.

-Pantera? -Ja.

-Grigore Antonescu. -Du kennst den?

Ja. Rumäne. Securitate.

Sehr effizient, aber kein netter Kerl.

Wo könnten die jetzt sein?

Ja, Rumänien ist seine Heimat, ein sicherer Hafen.

Übrigens das letzte kommunistische Land,

in dem noch Ruhe herrscht, also außer Kuba natürlich.

Walter Herrhausen war erst der Anfang.

Ich weiß, dass Lenora noch was Größeres plant.

-Noch größer als das? -Ja.

Martin, du magst als Agent noch so gut sein,

die ist dir immer einen Schritt voraus.

Sei dir mal nicht so sicher.

Übrigens...

Ihr seid ein nettes Paar, du und Nicole.

Warum legst du nicht mal die Füße hoch?

Max kannst du hier lassen.

Beate und ich würden uns gut um ihn kümmern.

Überleg's dir.

Und wenn du unbedingt gleich nach Rumänien willst,

da hätte ich eine Adresse für dich.

Nettes Restaurant in Timisoara.

Erste Wasserstelle für Securitate-Agenten,

die aus dem Westen zurückkommen.

[Klopfen, Tür öffnet sich]

Wer waren diese Leute?

Terroristen.

Wenn ich gewusst hätte, was die vorhaben,

ich hätte dich niemals mitgenommen.

Weißt du, was schön wär?

Wenn ich die Platte gekauft hätte

und wir die jetzt zusammen hören könnten.

Ich weiß nicht.

Ich hör gerade nur mono.

[Lachen]

Aber jetzt muss ich erst mal für 'ne Weile verschwinden.

Was?

Martin, du kannst mich hier nicht einfach alleinelassen.

Ich muss. Ich hätte dich gar nicht erst mitnehmen dürfen.

Die rumänische Grenze ist extrem gut bewacht.

Die Einzigen, die da rein- und rauskommen,

sind Sowjet-Soldaten.

Das wird für mich alleine schon schwer, da reinzukommen.

-Ich kann dir helfen. -Nein, kannst du nicht.

Martin.

Versuch, noch ein bisschen zu schlafen. Das hilft.

Wirklich. Ich geh zu Max.

[Beate] Und was ist dann passiert?

Dann sind wir alle zusammen in den Bus gestiegen,

und alle haben sich auf die Party gefreut.

-Welche Party? -Die Party bei Cassians Eltern.

Und? War die Party richtig groß?

Nein. Eigentlich war das nur so ein kleines Zimmer,

und alle Erwachsenen waren schlechter Laune.

Ach nein. Und kennst du denn auch die Erwachsenen?

-Nein. -Kannst du sie malen?

Ja, klar.

-Hallo, Papa. -Na, Max?

Was malst du da?

Ich lass euch mal alleine. Schenkst du mir das Bild?

Danke schön.

Hör mal, Max.

Würd's dir was ausmachen,

ein paar Tage bei Opa zu bleiben?

Ich muss noch mal weg.

Für wie lange denn?

Ich weiß es nicht genau.

Gibt es hier Kinos?

Hm? Ja. Große sogar. Ist eine große Stadt.

Und kann ich noch mal Cassian treffen?

Der ist so cool. Der ist jetzt mein Freund.

Ja...

Ich glaub, der ist wahrscheinlich schon abgereist.

Dann will ich hier auch nicht bleiben.

Hör mal, kleiner Mann. Ich muss weg.

Nach Afrika?

Was? Nee. Nach Afrika fahren wir zusammen.

Das ist doch klar. Mit Fante.

Na gut. Versprochen?

Ja, das ist versprochen. Großes Ehrenwort.

Kommst du wieder?

Ja.

Ja, klar.

Komm mal her.

Ah, Martin. Hier.

Das ist die Adresse von der Wasserstelle.

Bin selbst mal da gewesen 1965.

Das Schnitzel da war wunderbar.

-Ist irgendwas? -Max vermisst seinen Fante.

Weißt du, wo der ist?

Nee.

Ach, der wird schon wieder auftauchen. Komm.

[Nicole spricht russisch] Hast du alle Papiere?

Super.

Wo treffen wir uns?

Okay, bis dann.

Martin, mit wem telefoniert die da?

Ich weiß nicht.

Was hast du da gemacht?

Ich hab uns gerade sowjetische Militärbegleitung besorgt.

Du hast was?

Du hast gesagt, es ist schwer, über die Grenze zu kommen.

Wie hast du das angestellt?

Erzähl ich dir auf dem Weg?

Wir müssen los.

[Beate] Ja. Ihr könnt mein Auto nehmen.

Danke.

Ich hab's draußen vorm Haus geparkt.

Hier. Seid vorsichtig.

Ich bin müde.

[sanfte Musik]

[viele Leute klopfen auf Holz]

[Klopfen blendet aus]

[TV-Sprecher] Am Tatort selbst

gingen heute die Spurenuntersuchungen weiter.

[Türklingeln]

Immer wieder überraschte die Präzision

in der Vorbereitung des Anschlags

und der technische Aufwand,

mit dem der Terrorakt durchgeführt wurde.

So wurden beispielsweise der Zünddraht für die Sprengladung

hier unter dem Asphalt des Bürgersteiges verlegt.

Fast unglaublich:

Die Täter meißelten eine Rinne in die Teerdecke...

Guten Abend, Walter.

Darf ich reinkommen?

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