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(Erz�hler) Sehr verehrte Damen und Herren,
ich freue mich, dass Sie eine DVD von diesem Film gekauft,
ausgeliehen oder runtergeladen haben.
Sie haben sich gegen das unterhaltsame Popcornkino entschieden
und sitzen jetzt mit einem komplizierten deutschen Film vorm Bildschirm,
ohne das Versprechen einen guten Abend zu haben.
Diese Entscheidung war richtig. Danke sch�n.
Sie haben das Recht, meinen Film in einer ordentlichen Qualit�t zu sehen.
Wenn die Sch�rfetafel jetzt sichtbare Unsch�rfen aufweist, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.
In dem Fall rate ich Ihnen einen neuen Computer oder Fernseher zu kaufen.
Sie sollten jetzt ein leises Ticken h�ren.
(leises Ticken)
Wenn Sie das nicht tun, dann spielen Sie diesen Film zu leise.
Drehen Sie jetzt bitte Ihre Lautst�rke hoch,
damit Sie in den vollen Genuss des Filmes kommen.
Nachdem wir das gekl�rt haben, m�chte ich mich vorstellen.
Mein Name ist Alfi Seliger.
Ich bin 51, Skorpion,
Jude, und auch sonst mache ich meinem Namen alle Ehre.
Das ist das Arroganteste, was ich �ber den Film geh�rt habe.
Das ist doch nicht arrogant.
Wieso hysterisch? Das ist zynisch, so was zu sagen.
Ich mochte, was du gemacht hast.
Aber es ist Tempotaschentuch-Kino.
Mach doch mal was Eigenes. Dann zerrei�en wir uns das Maul.
Das ist doch peinlich!
- Ich bereite gerade was vor. - Idiot!
Die ist ja empfindlich. �ber Filme muss man reden k�nnen.
(Alfi) Ich spiele in einer langen Inszenierung
namens "Mein Leben" den Nebbich.
"Nebbich" ist Jiddisch und bedeutet Witzfigur, sympathischer Verlierer.
- Tut mir leid. - Macht nichts.
So nennt man nur M�nner.
- Alfi Seliger. - Du bist der Regisseur, oder?
- Ja. - "Dein blaues Wunder".
Sehr intelligent.
Gute Dialoge auch. Fr�he Neunziger?
Nee, der kam '95 raus.
- Danach hast du nichts mehr gemacht. - Ich fragte dich f�r eine Rolle an.
- Eine Hauptrolle. - Was war das?
Das war "Die K�nigsfamilie und der Neger".
- Die Rolle der Lady Di. - Ach ja.
Das war die antisemitische, rassistische Lady Di,
die auf den Caritas-Reisen nach Afrika f�hrt,
mit Schwarzen v�gelt und sich dann mit Aids infiziert.
- Wolltest du das nicht spielen? - Nee.
(Alfi) M�nner sind Meister darin, ihre L�cherlichkeit zu �berspielen.
Ich mach 'ne Runde.
(Alfi) Tragisch ist nur, dass wir es meistens nicht merken.
(stumme Szene)
- Hallo. Bully, gr�� dich. - Hi. Servus.
Super, dass ich dich treffe. Ich habe ein waghalsiges Projekt am Laufen.
Ich suche 'nen starken, charismatischen Schauspieler.
Ich k�nnte mir dich gut vorstellen.
Echt. Wow. Gut.
- Ich habe Ihren Namen vergessen. - Alfi Seliger.
Alles klar. Ich bin grad im Gespr�ch.
Das ist eine Kom�die �ber die Mohammed-Karikaturen.
Du w�rdest Sammy Branderup spielen.
Der bringt den ganzen Fall ins Kochen.
Der Arbeitstitel ist: "Mohammed lacht sich tot".
- Oder: "Mohahammed". - "Mohahammed"?
- Finde ich besser. - Ich auch.
Wie viel Budget hast du denn im Personenschutz?
- Schick mir das Buch. - Ich hab's dabei.
Ich habe die H�nde voll. Schick's ins B�ro.
(Tabatabai) Der Tod kommt auf Zehenspitzen: Schmittenbauer.
Erschrecken Sie mich nicht so. Ich bin schreckhaft.
- Das tut mir leid. - (Alle singen) Happy birthday...
- Happy birthday to you... - Wir sehen uns Mittwoch.
(alle singen) Happy birthday, lieber Holger
Happy birthday to you
(lautes Feuerwerk)
(Miesbach) Alfi Seliger! Wer hat dich denn eingeladen?
War nur ein Witz. Das ist Johannes,
mein einziger Sohn.
Auch so eine Art Regisseur, nicht? (lacht)
Und das ist mein entz�ckendes derzeitiges Eheweib,
Natascha Dobrowskaja.
- Guten Abend. - Das ist Alfons...
Alfons... Alfred Seliger.
- Hast du "Dein blaues Wunder" gesehen? - Nat�rlich. Sch�ner Film.
Ich habe lange keinen Film mehr von Ihnen gesehen.
Ich schreibe seit sechs Jahren an einer schwarzen Kom�die.
B�ser Film. Ich habe mit Bully Herbig �ber die Hauptrolle geredet.
- Wer produziert? - Sie.
- Schick's mir. - Ich hab's dabei.
Leg's aufs Klo. Da kann ich mich gut konzentrieren.
(russischer Akzent) Leg es oben drauf.
Das ist aktuelles Stapel.
Moment.
(Natascha) Mhm.
Ich habe was f�r dich.
(hustet) Ist das... sehr stark?
Ach, mach dich nicht wie Bubi!
�h...
Moment.
- Alles ok bei dir? - Noch ja.
Ich kriege einen Geh�rsturz.
- Oh jetzt? - Nee, in den n�chsten Jahren.
- Aha. - Ich hab einen komischen Ton im Ohr.
- Ein pulsierendes Rauschen. - Dein Sex-Appeal.
Du versteckst es hinter skurriler Fassade, aber eigentlich
bist du sexy.
- Eigentlich bin ich verheiratet. - Na und? Ich auch.
In meinem Alter geht gl�cklicherweise die Libido runter.
Du bel�gst dich doch.
Nicht unbedingt.
Ich... ich... ich w�rde mir �berlegen, ob es mir das wert w�re.
Ich glaube, die Frauen tun M�nnern nicht gut.
Erst kastrieren wir euch und dann leiden wir.
Ich finde es ein bisschen eigenartig hier.
(sie st�hnt) Och, geht doch ganz gut f�r dein Alter.
Natascha, bist du dort drin?
Komm sofort da raus!
Ja! Ich bin in Klo.
Komm raus, du Luder!
(Miesbach w�rgt)
(Alfi) Willkommen in meinem grandiosen Leben.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch keine Ahnung,
wie es wirklich um mich bestellt ist.
So allein hier?
Gott sei Dank wei� keiner von uns, was das Leben mit ihm vorhat.
(Natascha) Komm jetzt.
(poppige Jazzmusik)
Ich habe nichts gesehen, Alfred.
(Musik geht weiter)
(Katze miaut)
(er st�hnt vor Schmerz)
Du riechst erfolgreich.
Hattest du einen sch�nen Abend?
Warum tu ich mir das an?
Weil du du bist.
(Alfi) Kannst du das Schei�ding weglegen, Alain?
- Bitte? - H�tten wir nur kein Handy geschenkt.
Sagst du bitte deinem Sohn, er soll das Schei�ding weglegen?
Leg es bitte weg.
- Was ist das f�r ein Weltuntergang? - Kannst du es dir nicht vorstellen?
Doch, aber ist das so ein Drama?
(weinerlich) Es haben nur noch 45 Puzzleteile gefehlt, von 1000.
Papa ist �ber Max gestolpert, mit dem kaputten Bein.
- Na und? - Pass auf, ich helfe dir.
Wir beide legen das wieder zusammen.
Das dauert zu lange. So viel Zeit hast du dein ganzes Leben nicht mehr.
Die hassen mich.
Nat�rlich.
Du solltest ihn r�ntgen lassen.
Nicht, dass er steif bleibt.
Da kriege ich fr�her Krebs.
Ich habe online geguckt, wann der Film anf�ngt.
Sonst steht sie zu fr�h vorm Kino.
- Wer, sie? - Meine neue Freundin.
Jasmina.
Ich wusste nicht, dass du �berhaupt eine hast.
Oh Gott, Papa.
- (r�lpst) - Holger! Holger, das musst du lesen.
Das Seliger-Buch, das ist gut.
Das braucht Mut. Mut, h�rst du, Holger?
- Lies es! - Ich bin zu alt f�r solche... Filme.
Du musst dich neu erfinden, sonst bist du auch zu alt f�r mich.
Na, h�r mal!
Mein Gott, Alfons. Alfons?
- Alfred. - Was haben Sie angestellt?
Ich bin ganz dumm gest�rzt.
Aber nicht zuf�llig auf meinen eingeparkten Ferrari?
Mein Sohn hat wohl noch gesehen, wie Sie... davongerannt sind.
Kommen Sie, setzen Sie sich doch.
Vorsichtig.
(betont) Das ist gut.
Das ist sehr gut, was Sie da geschrieben haben.
B�se, riskant, fulminant.
Das kann nur jemand machen, der nicht an seinem Leben h�ngt.
- Sie haben das so schnell gelesen? - Ja. Ich hatte Durchfall.
Ich habe es sofort gelesen, ich bin ja nicht bl�d.
Freitag dachten Sie, ich nehme Sie nicht ernst, stimmt's?
Sie nehmen sich nicht ernst. Sie sind nicht irgendwer.
- Sie sind Alfons Seliger, nicht? - Alfred.
Leute aus der Versenkung zu holen, macht mehr Spa�, als sie zu versenken.
Wir machen einen Optionsvertrag.
Jetzt, sofort.
Ich optioniere Ihr Buch f�r zw�lf Monate.
Ich produziere, vorausgesetzt wir finden einen deutschen Star
f�r die Hauptrolle. Sie erw�hnten Bully.
J�rgen Vogel geht auch, Til Schweiger lieber nicht.
Unten rechts unterschreiben.
Alle wollen eine Kom�die �ber die Mohammed-Karikaturen sehen.
Und gerade von Ihnen, einem Juden.
Wissen Sie, dass ich auch Jude bin?
Vierteljude... sogar.
(Natascha) Alfi! Alfred!
Wissen Sie, ich habe Ihr Buch gelesen.
Es ist ein Film, auf den alle gewartet haben. Ich will mitspielen.
Ich will Pauline spielen, Frau von Karl Hugensohn.
Pauline ist �ber 60. Das ist eher eine Rolle
f�r Liv Ullmann. Die frage ich.
Eine ganz tolle Rolle.
Die gro�artige Szene, in der sie um ihren Mann k�mpft,
damit er Karikaturen ver�ffentlicht.
Ich werde dich nie mehr gleich lieben k�nnen,
wenn du mir nicht zeigst, dass du ein Mann bist!
Ich kann nie mehr mit Bewunderung zu dir schauen.
Nie mehr in Wolllust schreien, weil du der St�rkste und Gr��te bist.
Ich werde jemanden in dir sehen, der gekniffen hat in letzten Moment,
der nicht die Eier hatte, der Welt die Stirn zu bieten!
Sehr gut.
Ja, wirklich, ja.
Der Film ist eine Kom�die, aber die Szene kann man auch so spielen.
Kom�die kann ich noch besser.
Ja. Hier ist ein kleines Kr�ppelchen.
Ich bin auf dem Weg zur Bank.
Das Gespr�ch mit Miesbach-Boronowski war... gro�artig.
Ich lade dich zum Essen ein. Krisen-Alfi erlebt eine Neugeburt.
Er sieht dabei ziemlich gut aus. Ha.
Ich muss mal aufh�ren: Polizeikontrolle.
Ich wei�, ich hatte das Telefon am Steuer.
Meine Tochter hatte einen legasthenischen Anfall.
- Fahrzeugpapiere! F�hrerschein! - Ich hoffe, ich habe sie dabei.
Was rauchen Sie denn f�r Zigaretten?
Das sind indische Beedees.
- Wo kriegt man die? - Im guten Tabakfachhandel.
Ich kenne Sie. Sind Sie Politiker?
Zum Gl�ck nicht. Filmemacher.
Haben Sie "Dein blaues Wunder" gesehen?
Wegen der Geschwindigkeits�bertretung, 6 km/h, sind 40 Euro f�llig.
- Ja. - Und so ein Beedee, wenn es geht.
Wie bitte?
Wie, die Reuter-Bank geht insolvent?
Und der Staat?
Er will keine Milliarden mehr investieren.
Mit unserer Insolvenz soll ein Exempel statuiert werden.
Aber was hei�t denn das jetzt f�r meine Anlagen?
Sie haben
6.756 Euro liquide Mittel.
Die k�nnen Sie abheben.
Ich habe den Ballance-Chrystal-Fonds gek�ndigt. Da haben wir 63% Verlust,
aber das Geld steht zur Verf�gung.
Das w�ren aktuell 10.811 Euro.
- Alles andere kann ich nicht k�ndigen. - Und die Termingelder?
Viertelj�hrlich k�ndbar. Daf�r kommt der Sicherungsfonds auf.
Ich habe 500.000 von meiner Mutter angelegt.
Das ist Wiedergutmachungsgeld f�r die Leiden im Dritten Reich.
Ich kann nicht. Da gibt es Fristen. Das ist im System.
- Das hatte ich Ihnen... - Und meine 150.000?
(weinerlich) Es tut mir leid. Letzte Woche h�tten wir was tun k�nnen.
Aber so... Aber das Geld ist ja nicht weg.
Jede Krise hat mal ihr Ende.
(schnelle Leierkastenmusik)
(Freizeichen, Telefon klingelt)
- Miesbach-Boronowski. - Hast du das Buch von Alfi gelesen?
(Miesbach) Lilo. Ja.
Er ist ein Genie. Produzierst du es?
Liebes, wir haben uns 50 Jahre nicht gesprochen.
Mein Sohn hat 500.000 Euro angelegt.
Aber ich w�rde es in den Film investieren.
Bravol Das nenne ich Mutterliebe.
- Ich muss. - Kein Wort zu ihm!
Auf bald, ja?
Ich bin nicht Haustierchen, Holger. Ich will Pauline spielen.
Sonst mache ich Laden dicht.
Fuchsi... �h...
Welchen Laden?
Spuck's aus, was ist die gute Nachricht?
Miesbach-Boronowski will mein Buch optionieren.
Zw�lf Monate, 10.000 Euro.
Er glaubt, er kriegt den Film mit einem Star finanziert.
In vier Monaten k�nnten wir drehen.
(lacht ausgelassen) Drehen, Helena.
- Den Karikaturenfilm? - Ja, "Mohahammed".
Wow!
Freut mich, dass du dich so freust!
- H�tte ich nicht gedacht. - Du hast Frau und Kinder.
Ob die sich freuen, wenn �ber dich eine Fatwa ausgesprochen wird?
Das sagst du zum ersten Mal nach all den Jahren.
Du hast mich ermutigt, den Film zu machen.
Du solltest irgendeinen Film machen, damit du irgendwas machst.
Jetzt soll ich den Schwanz einziehen?
Der Karikaturen-Streit ist schon f�nf Jahre her.
Wenn ein Mullah uns vorschreibt, wor�ber wir zu lachen haben,
dann muss jemand dar�ber eine Kom�die drehen.
Auch f�nf Jahre sp�ter.
Warum ausgerechnet du?
Was glotzt du denn immer da r�ber, Mensch?
- Wer ist das? - Hm?
Das? Das ist Alfi Seliger.
(Helena) Und? Drink?
Ich hoffe, Sie verzeihen mein direktes Vorgehen,
aber man braucht nicht viele Worte, um Sex zu haben.
Absolutely right.
Also, warum ziehen Sie sich nicht einfach aus?
A little romance can be nice.
Romantik.
Romantik ist total �berbewertet. Ich habe keine Zeit daf�r.
Ich gehe auf die 50 zu.
Und... meine M�se ist nass.
Moment mal, "meine M�se ist nass?"
Ja, die B�cher wurden abgenommen.
So eine drastische Sprache um 21:15 Uhr im deutschen Fernsehen?
Helena, hast du ein Problem damit?
- (Handy klingelt) - Entschuldige, ich muss kurz...
Romy rief aus der Schule an. Ihr ist schlecht.
Sie hat sich �bergeben. Holst du sie ab?
- Wie soll das gehen? - Du gehst hin und holst sie ab.
Ich entleere f�r meine Darmspiegelung.
(Helena) Nimm sie mit. Sie kann warten. Sie ist kein Baby mehr.
(mit Nachdruck) Alfi, du bist ihr Vater.
- Alles okay bei euch? - (Genervt) Alles... gro�artig!
- Hey. - Lass mich.
Pass mal auf, sei froh, dass ich dich abhole.
Ich hab gleich einen Arzttermin.
Kannst du nicht normal aussehen?
Geh vor, ich komm gleich nach.
- K�nnen wir zusammen... - Ich will nicht.
Du bist peinlich.
- Aber hier ist ja niemand. - Trotzdem.
So, komm.
- Warte drau�en. - Nein.
Die geben mir was zum Einschlafen.
Dann kriegt er einen Schlauch in den Hals und einen in den Hintern.
- Das sieht unheimlich aus. - (Romy) Und?
- Dann hast du bl�de Tr�ume. - Die hab ich sowieso.
Gehst du jetzt bitte raus, verdammt?
Du kannst mir nix befehlen, wenn ich nicht will.
Guten Tag, Herr Seliger. Professor Mohr.
Dann h�re wenigstens iPod. Ich will keine Klagen h�ren, wenn ich aufwache.
- Wenn ich wieder aufwache. - Das will ich doch schwer hoffen.
Das wirkt wahrscheinlich bei mir nicht wegen meiner Kifferei.
Warum hasst du mich?
Ich hasse dich nicht, Johannes.
Aber du magst mich auch nicht mehr.
Ich bin �berfordert.
�berfordert von meinem Leben, als Mutter, als Frau...
Du �berforderst mich, deine gierigen Augen.
Ich liebe dich, ich will dich. Ich bin s�chtig nach dir!
Das ist �bertrieben. Sie haben eine Frau und drei Kinder.
Die verlasse ich!
Du wei�t nicht, wovon du sprichst. Du hast nur einmal mit mir geschlafen!
(stumme Szene)
Der Darm sieht gut aus. Wir haben ein kleines Lipom gefunden.
Ansonsten ist nichts Auff�lliges zu sehen.
Bin ich der Erste, der Ihnen das sagt?
Sie haben wahnsinnige �hnlichkeit mit Heino Ferch.
Ja, das passiert mir st�ndig.
�h, dieses Lipom... Kann das... Kann das Darmkrebs sein?
Daf�r machen wir das Theater ja.
- Lipome sind nicht b�sartig. - Und wenn doch?
Dann haben Sie Gl�ck gehabt. Darmkrebs ist in dem Stadium heilbar.
(Handy klingelt) Aber... Ihr Magen...
Der sieht gar nicht gut aus.
Inwiefern? (Handy klingelt)
- Geh doch mal dran, bitte. - (Romy) Hallo?
- Ich bin es, die Tochter. - Er soll in 20 Minuten anrufen.
Er sagt, du sollst in 20 Minuten anrufen.
Dann... Dann habe ich Magenkrebs?
Nein. Sie haben einen Stressmagen mit chronischer Gastritis.
- Sie arbeiten zu viel. - Er ist arbeitslos und nie da.
Ja... Da h�ren Sie's.
Haben Sie nicht diese wunderbare Kom�die gedreht?
- Wie hei�t die noch? - "Dein blaues Wunder".
Wunderbar. Machen Sie lustige, vers�hnliche Filme.
Auf die Welt spucken ist zu viel Stress.
Wir k�nnen nicht lustige Filme machen,
w�hrend wir mit unserem Planeten in den Tod rasen.
Sie sollten positiver leben.
(Miesbach) Ich sprach mit Bullys Agentur.
Bully w�re dabei, wenn Georg Maria Stahl mitmacht.
- Sie kennen ihn. - Georg Maria Stahl? Nat�rlich.
- Das ist... war ein Weltstar. - Ich gab ihm das Drehbuch.
V�llig unverbindlich, f�r die Rolle des Karl Hugenberg.
Aber?
Stahl ist sich unsicher, will aber gern ein Treffen.
Der Termin ist heute, 17 Uhr, bei ihm zu Hause.
�berzeugen Sie ihn.
- Ich habe meine Tochter dabei. - Kein Problem. Stahl liebt Kinder.
(Alfi) Kommst du, bitte?
- Ich geh dann schon mal vor. - Romy, komm jetzt bitte, verdammt.
Geht's ein bisschen schneller?
So... Was soll das Ganze?
- Wie meinen Sie? - Warum wollen Sie den Film machen?
- Wollen Sie den Dritten Weltkrieg? - Um Gottes willen.
Aber sehen, ob der Koran brennt. Sind Sie lebensm�de?
Ich dachte...
Was bringt einen jungen, intelligenten Menschen zu solch einem Wahnsinn?
Der Humor ist eine unserer letzten Freiheiten.
Nach dem Karikaturenstreit braucht es eine Kom�die �ber das Ende des Humors.
Ich habe mein ganzes Leben diesem Beruf gewidmet,
der eine Geistesgest�rtheit ist.
Ich habe meine Kinder und meine Ehe geopfert.
In den letzten Jahren frage ich mich immer mehr, wozu?
Wozu betreibe ich diesen Wahnsinn, wenn nicht f�r den Wahnsinn selbst?
Wissen Sie, ich habe nie wieder in einem deutschen Film spielen wollen.
Die Branche ist voll Totengr�ber k�nstlerisch-geistiger Freiheit.
Charakterlose, uninspirierte Klugschei�er.
Ich litt immer unter Mittelma�. (Handy klingelt)
- Gehen Sie ruhig ran. - Entschuldigung.
- Seliger. - Ulli Henker von der BFG.
Tut mir leid, Sie zu �berfallen.
Haben Sie Zeit, nach Babelsberg zu kommen?
- Jetzt sofort? - Keine Polizeiserie. Ich hasse...
Nein, nein. Ich freue mich, tsch�ss.
Ich sehe schon, Sie sind ein K�mpfer.
Wenn Sie einen alten Hasen an Ihrer Seite brauchen, ich bin dabei.
Wie?
Kann ich Ihnen vertrauen?
Wir zwei gehen durch Dick und D�nn.
Ja, gern.
(spannende Musik)
- Seliger. - Freut uns, dass Sie da sind.
(Frau) Kommen Sie gleich mit.
- (Alfi) Kommst du? - Ich warte.
Gro�artig, dass Sie es so schnell geschafft haben.
Setzen Sie sich. Kaffee?
(Ulli) Ich liebte Ihren Film.
Das freut mich. Welchen Film?
"Die blaue Wolke"... Ein Meilenstein.
- Sie als Jude. Darf ich das so sagen? - Nat�rlich.
Sie zeigten humorlosen Deutschen, was die Nazis zerst�rten.
Mir ist ein Regisseur ausgefallen, mit einem Leistenbruch.
Jetzt stehe ich da und brauche dringend Ersatz.
- Um was geht's? - "Verr�ckt nach Liebe".
Sechs Millionen Zuschauer jede Woche.
36% Marktanteil in der relevanten Zielgruppe.
Mein Sohn sieht sich das auf dem Rechner an.
Aber ich f�rchte... ich kann das nicht machen.
Stellen Sie die hin.
Ich wusste, Sie sagen das, Sie Langweiler.
Sie machen die n�chsten vier Folgen.
Schenken Sie uns vier Wochen Ihrer Lebenszeit.
Neue Erfahrungen... gutes Geld. Machen Sie es f�r Ihren Sohn.
Vertrag. Sie werden da richtig Punkte machen.
Willkommen bei "VNL". Michael Heinzmann.
Standardvertrag. Machen wir immer. Gab nie Klagen.
Richtig. Ich muss zum Flughafen. Wir sehen uns Montag.
- Unten. - Ihre Tochter ist mit dem T�rken weg.
Moment.
- So. - Super.
Romy, sag mir einfach, dass du es verstanden hast.
Die brauchten den Aufnahmeleiter beim Dreh. Der hat ihn lange gesucht.
So was ist einfach total unprofessionell.
Aber mich den ganzen Tag rumzuschleppen, findest du nicht
unprofessionell?
Doch, das tut mir leid. Das...
Sch�n, dass du mich begleitet hast.
Fand ich nicht.
- Ich will einen anderen Vater. - Nimm...
- Einer, der nicht so streng ist. - Du wei�t nicht, was streng ist.
- Kinder werden so was von verp�ppelt. - Jetzt bist du schon wieder streng.
Guck mich nicht an wie ein afrikanisches Kind.
Du wirst schon was draus machen.
Aus den B�chern machen nicht mal die Simpsons was draus.
Mach's unterm Pseudonym, ist ja erlaubt.
Der will meinen Namen und der Branche zeigen:
"Guckt mal hier, der Seliger, auch 'ne Nutte."
Das ist paranoid. Egozentrisch und paranoid.
Du denkst auch: " Er hat sich verkauft, der kleine Pseudorebell, f�r 11.600."
Wieso sollte ich denn das denken?
Bei dem, was ich mache?
Das ist was anderes.
Du gibst ja nur deine Stimme.
Bei mir steht Name und Adresse drunter.
Ach, nur meine Stimme. Mehr habe ich nicht mehr.
Ich hatte auch mal einen Namen, ein Gesicht und einen K�rper,
bevor ihn zwei Kinder auslutschten, die mir jetzt auf dem Kopf rumtanzen.
Hey.
Nee, nee, nee. Kein Desperado-Sex heute.
Im Dunkeln siehst du aus wie fr�her.
Du hast sie ja wohl nicht mehr alle!
Hey!
- Du siehst mir jetzt in die Augen! - Ich liebe dich.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
Moment mal. Alain, komm mal her, bitte.
- Was ist? - Es ist 01:00 Uhr.
- Es ist Sonntag. - Morgen ist Schule.
- Aber nicht f�r mich. - Was soll das hei�en?
Sporttag.
- Wo warst du denn? - In der Software-B�rse. Noch was?
Komm mal her. Hauch mich mal an.
- Hauch mich an. - Bist du ein Bulle?
Nee, dein Vater. Was hast du getrunken?
Das kennst du doch sowieso nicht.
Ist das Caro Will? Was hast du denn mit der zu tun?
- Wir drehen. - "Verr�ckt nach Liebe".
- Davon verstehst du nichts. - Wie bitte?
- Ich hab mir dich nicht ausgesucht. - Doch.
Ich bin 13. Nach j�dischem Gesetz bin ich vollj�hrig.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
Moment mal. Natalie, kommst du bitte mal her?
- Sag mal, es ist 01:00 Uhr nachts. - Es ist doch Sonntag.
Ja eben, morgen ist Schule.
Nicht f�r mich.
Natalie!
Natalie!
Sag mal, hauch mich mal an.
Bist du ein Bulle?
Ich bin dein Vater, das ist viel schlimmer.
- Was hast du getrunken? - Das...
Das...
Schei�e!
(Frau) Cut! Abgebrochen. Das war Take 34.
- "Das kennst du sowieso nicht." - Ja, tut mir leid.
- Es war bis dahin sehr gut. - Ich kann mir den Satz nicht merken.
Kein Wunder, wenn kurzfristig umgeschrieben wird.
- Wer ist das? - Wir drehen seit zw�lf Jahren.
Es gibt gewisse Abl�ufe: Wir bekommen B�cher, lernen die Texte und drehen.
Wenn jemand denkt, er m�sse drin rumkritzeln,
dann sagt man uns das wenigstens eine Woche im Voraus.
Ist alles gut. Wir drehen es noch mal, okay?
Die Szene macht keinen Sinn.
Warum steht der Vater abends um eins in der K�che?
Es ist f�r alle sehr anstrengend.
Die Produktion will von mir mehr Qualit�t.
Auf unsere Kosten?
Alfi, du sollst mal zu Ulli Henker ins B�ro.
- Du bist gefeuert! - (Alle lachen)
Gut. Ich muss Sie entlassen.
Ich finde es auch schade, aber das geht so nicht.
- Das k�nnen Sie nicht machen. - Und ob.
Sie sprengen die Serie formal, inhaltlich, wirtschaftlich.
Wir haben sechs Drehtage f�r vier Folgen, nicht 60.
- Wir machen hier kein Kino. - Sie sagten, die TV-Welt wird vibri...
Henker. Ach, gr�� dich.
Ja. Was? Nee, ich hab Zeit.
Ja.
- (Alfi r�uspert sich) - Ja, heute Abend, nat�rlich. (lacht)
(Lied: T�tet sie alle von Knorkator) T�tet sie, t�tet sie
(singt aus vollem Halse mit) Alle
T�tet sie, t�tet sie
Alle
(laute Rockmusik, Handy klingelt)
Ja, bitte?
- Professor Mohr. Ich gr��e Sie. - Ich Sie auch, Dr. Ferch.
Ich habe... den Befund bekommen. Er ist positiv.
Das Lipom war b�sartig. Sie hatten tats�chlich...
Darmkrebs.
- Sie hatten. - Wie lange hab ich noch?
Es ist drau�en. Sie k�nnen 100 werden.
Ich will nicht sterben.
Von Sterben ist gar keine Rede.
Nehmen Sie es als Signal. �ndern Sie was. Tun Sie nur sch�ne Dinge.
(Caro) Schade, dass Sie gefeuert wurden. Wollte mit Ihnen arbeiten.
K�nnen wir uns kurz treffen? Liquidrom, 18:00 Uhr? Caro Will.
(Caro) Wenn ich meinen Text besser gekonnt h�tte...
Ich war so nerv�s, mit Ihnen zu arbeiten.
Sie sind ein gro�es Talent.
Ich hoffe, ich darf das einem alten Hasen so sagen.
Ich bin nicht so alt, wie ich aussehe.
Sie m�ssen st�ndig das Gef�hl haben, dass man Sie hier nicht versteht.
Ja, das kann passieren.
Das kann passieren.
Seien Sie doch nicht so cool.
Haben Sie... auch manchmal das Gef�hl, Ihr Leben sei wie im Film?
Ja, hab ich.
- Kommen Sie. - Mein Leben ist ein Bergman-Film.
Pl�tzlich ist man bei Pasolini.
Das Leben ist kurz.
Zu kurz.
Ich habe MS. Das ist noch sehr gut unter Kontrolle.
Aber man wei� nie, wie schnell sich das entwickelt.
Das hei�t, meine Zeit ist endlich.
Was hat das Drehbuch mit uns vor?
- Seit wann wissen Sie es? - Was denn?
Dass wir...
Dass wir nicht richtig leben.
Wissen Sie, was ich meine?
W�rde es dir was ausmachen, wenn ich dich k�sse?
Ich wei� nicht, ob du mich verstanden hast.
(Stahl) Entschuldigung, wenn ich das junge Gl�ck st�re.
- Spionierst du mir nach? - Ich habe hier ein Interview.
(Caro) Hier?
Ist es das, was Sie unter Dick... und D�nn verstehen?
- Unter Vertrauen? - Kommst du mal bitte mit?
- Was soll das, Georg? - Was soll was?
Wer hat dich hier hergeschickt?
Wie? Wieso hergeschickt?
(Tabatabei) Wovor haben Sie Angst, Herr Seliger?
Ich habe Angst davor, dass mir niemand die Wahrheit sagt.
Sehr gut. Sehr gut.
�ffnen Sie die Augen.
Ich gratuliere.
Sie haben einen wichtigen Schl�ssel zu Ihrer Verwirrung gefunden.
- Ich empfinde mich nicht als verwirrt. - Energetisch sind Sie ein Krisenfall.
Ein alternder Filmenichtmacher auf zwei krummen j�dischen Beinen.
Warum l�cheln Sie, wenn ich Sie so beleidige?
- Ich bin freundlich. - Sind Sie nicht!
Sie sind feige, nett und korrekt.
Sie haben es verlernt, sich zu wehren,
authentisch zu reagieren.
Wie sollen Sie das auch, wenn Sie nicht wissen, ob man ehrlich ist.
Ein hom�opathisches Mittel.
Sulfur C 200.
Auch Globuli Veritas genannt.
In Situationen, in denen Sie von Menschen die Wahrheit erwarten,
schmei�en Sie ihnen f�nf ins Getr�nk.
In wenigen Minuten setzt die Wirkung ein.
(Tabatabai) Die Wahrheit, das ist der richtige Weg.
(spannende Musik)
(Alain st�hnt kurz auf, es klopft)
Ich wollte dir gute Nacht sagen und dir was geben.
Versuchst du, ein besserer Vater zu sein?
- Kannst du dir sparen. - Eine Autogrammkarte von Caro Will.
Nacht. Mach Licht aus.
(Alfi) Alain hat Sperma im Haar.
Lass ihn doch.
(nachdr�cklich) Alain hat Sperma im Haar.
Echt? Woher?
Wie weit sind wir voneinander entfernt?
Zwei Meter?
Ich glaube, es ist mehr.
Du platzt hier rein und ich soll sofort f�r dich da sein.
F�r dich, f�r die Kinder, f�r... Das geht so nicht, Alfi.
Ich bin kein 24-Stunden-Dienstleister.
Ich glaube, wenn ich keine Zeit mehr f�r mich habe, bin ich weg.
Was meinst du denn damit?
Ich brauche einen Mann und kein drittes Kind.
Damit meine ich, dass es solche M�nner durchaus gibt in meinem Leben.
- Du bist krank! - Johannes, bitte.
- Beleidigst du mich? - Ich will einen Film mit dir drehen.
Du bietest mir einen Film an? In welchem Schlammassel musst du stecken?
- Ich bitte dich. - "Du bist talentfrei, mittelm��ig."
- Hast du das zu mir gesagt? - Ja.
Ich will mit meinem Sohn einen Film machen.
- Du kaufst mich nicht, Holger. - Das tu ich nicht.
Ich stecke dein Erbe in den Film.
�berleg's dir, Hansi.
Du kannst dir den Film in den Arsch stecken, und dein Geld!
Ja, ja.
(Handy klingelt)
- Ich kann nicht. - Hier spricht deine Mutter.
Ich wei�, aber...
Wo du mich nicht fragst, wie's mir geht... Es geht mir gut.
Ich danke den G�ttern f�r jeden Tag, den sie mir schenken.
- Du bist gesund. Du �berlebst mich. - Das will ich hoffen.
- Alfred, da will ich einen Lacher. - Ja, haha!
Bist du depressiv oder willst du nicht mit mir reden?
- Beides. - Beides gibt es nicht.
Lerne doch endlich mal, dich zu entscheiden, Alfred, ja?
Ich will nicht mit dir reden.
Und wieso? Ist das deine ewige Rache an mir?
Weil ich die ersten zehn Jahre keine Zeit hatte und dich nie stillte?
Aber schau doch mal, Alfi, was trotzdem aus dir geworden ist:
ein gut aussehender, wohlhabender Erfolgsregisseur.
Ist das Ihre Mutter? Gr��en Sie sie von mir.
Sie sollte in dem Film mitspielen.
Ich habe mit Ihrer Mutter meine gr��ten Erfolge produziert.
Eine gro�artige Frau, ein echter Vulkan.
Setzen Sie sich, bitte.
- Kaffee? - Cappuccino.
Schatz, bist du so lieb und bestellst dem Seliger seinen Kaffee?
- (Es klopft an der T�r) - (Miesbach) Ja, bitte?
- Sie sind da. - Sie sind da.
Darf ich vorstellen? Leonard und Bernard von Kitzb�hl.
Alfons Seliger, der Sch�pfer vom "Mohahammed".
Alfons, ich habe Leonard und Bernard dazugeholt,
nicht nur, weil sie tolle Autoren sind,
sondern weil sie sofort angebissen haben.
Wir lieben es. Das Thema ist klasse.
- Die Serie ist Kult. - Serie?
Keine Panik. H�ren Sie sich alles an.
RTL will daraus eine Miniserie machen.
Acht mal 45 Minuten plus Option auf eine weitere Staffel.
Dreh- und Angelpunkt ist die Zeitungsredaktion, wie im Buch.
Die Hauptfigur ist aber nicht mehr Samuel, der Chefkarikaturist,
sondern Pauline Hugensohn.
Ansonsten bleibt alles:
die Entwicklung der Karikaturen und die Diskussionen in der Redaktion.
Ver�ffentlichung, Emp�rung...
Wir �ffnen das Thema der Karikaturen.
Nicht die Mohammed-Karikaturen, sondern der Humor steht in Frage.
Wir �berrollen den armen Seliger ja v�llig.
Was denken Sie?
Was soll ich sagen? Was finde ich das zum Kotzen!
Ich habe mir f�nf Jahre den Arsch aufgerissen!
Das wird ein Kinofilm �ber die Mohammed-Karikaturen.
Ich mache keine Serie f�r RTL draus!
- Das tun wir. - Oder inszenieren.
Bravo! Das habe ich von Ihnen erwartet.
Seliger, ich will ehrlich mit Ihnen sein.
Ich bat Ulli Henker von der BFG, Ihnen einen Job zu verschaffen,
um Sie zu testen.
Erstens haben Sie sich f�r 11.600 Euro kaufen lassen.
Ich war entt�uscht. Zweitens haben Sie versagt.
Sie wurden gefeuert. Und gestern rief mich dann Georg Maria Stahl an.
Er erz�hlte mir von Ihrer kleinen Episode... im Salzbecken.
Er verlangt einen anderen Regisseur. Was soll ich machen?
Sie machen keine Serie aus meinem Drehbuch.
- Wir haben einen Vertrag. - Lesen Sie ihn.
Sie machen mein Baby nicht kaputt, sonst bringe ich Sie um.
Ich will doch nur das Beste f�r Sie. Schon allein f�r Ihre Mutter.
(Freizeichen)
Das ist die Mailbox von Helena. Hinterlassen Sie mir eine Nachricht.
Das geht nicht zwischen uns.
Verstehe. Und, wo soll das hin, dein Begehren? Das ist nicht gesund.
Ist es gesund, eine Familie auseinanderzusprengen?
Ges�nder als sich einzufrieren. Du bist eine leidenschaftliche Frau.
Darunter solltest du es nicht machen.
(beginnt zu weinen)
- Ich suche Helena. - (Frau) Die ist nicht da.
Heute sind alle zu sp�t. Keine Ahnung, wo die stecken.
(Gel�chter)
(Gel�chter)
Meinem Mann geht's nicht gut.
Wenn er tot w�re, k�nnte ich dich lieben.
Aber er ist nicht tot.
(sie schluchzt)
(Johannes) Helena.
Rede mit ihm.
Du musst es ihm erz�hlen.
Wenn man sich liebt, muss man sich vertrauen.
Rede mit ihm.
Nicht mehr n�tig.
Wenn er dich wirklich liebt, gibt er dich frei.
Oder auch nicht.
Es tut mir leid. Ich wollte es dir lieber selber sagen.
Ach.
Wer war das?
Johannes Boronowski, mein Synchronregisseur.
Ein lustiger Zufall.
- Wie lange geht das schon? - Zwei Jahre.
Auf Sparflamme. Wir haben erst einmal zusammen geschlafen.
Und?
- Was, und? - Bist du gekommen?
Ja... bin ich.
- Wie oft? - Sechs mal.
Und jetzt?
Die Wahrheit?
- Mhm. - Ich will mit ihm zusammenleben.
Mit den Kindern?
Nat�rlich. Ich glaube kaum, dass du Zeit daf�r hast.
Aber sie k�nnen dich ja jederzeit besuchen.
Hab mir die Wahrheit sch�ner vorgestellt.
Das tun wir alle. Ich schenke Ihnen meine Mittagspause.
Ich hoffe, Sie wissen das zu sch�tzen. Ich esse w�hrend der Sitzung.
Setzen Sie sich bitte dorthin.
Meine Sekret�rin sagt, ein Notfall?
Ja. Ich kann nicht mehr.
Kann nicht hei�t will nicht.
Ich will nicht mehr. Meine Frau und die Kinder verlassen mich.
Ich halluziniere. Ich sehe mich im Kino.
Mein Drehbuch wird eine RTL-Serie. Ich habe Darmkrebs.
Ich glaube, mich liebt keiner.
Dann haben die Globulis gewirkt. Worum geht es im Drehbuch?
- Das ist doch v�llig unwichtig. - Ist es nicht.
Es ist eine Kom�die �ber diesen Mohammed-Karikaturen-Streit.
Ach so... Sie wollen Selbstmord begehen?
Da habe ich schon dran gedacht.
Wissen Sie, was ich Ihnen rate?
Springen Sie. Machen Sie Ihrem Elend ein Ende.
Lassen Sie Frau und Kinder zur�ck, Sie Nichts!
Sie f�hlen sich ungeliebt, weil Sie sich selbst nicht lieben.
Selbstliebe, Selbstachtung ist eine Frage der Disziplin.
Ich kam zu Ihnen, weil ich nicht mehr kann, Doktor Tabatabai.
Bitte retten Sie mich und h�ren Sie mal auf zu fressen!
Sehen Sie, was f�r eine Energie Sie haben?
Sie m�ssen sie nur richtig nutzen.
Sonst ist das Leben zu lang.
Paracetamol oder ein anderes Schmerzmittel.
Eine gro�e Menge ASS w�rde zu Magenblutungen f�hren.
Gibt es rezeptfreie Schlafmittel, die �berdosiert t�dlich wirken?
Ja, nat�rlich: Cosmoparofin zum Beispiel.
Sie recherchieren f�r eine Kom�die, oder?
Wie "Dein blaues Wunder"?
So... Vier Packungen Cosmoparofin.
Das Ibufrobin ist etwas st�rker als das andere.
- Zwei mal Azunau und das Talzid. - Und was gegen Bl�hungen.
(Mutter) Weg? Du bist so ein Schmock!
Ich bekomme Geld f�r das, was Hitler mir angetan hat,
und mein voll debiler Sohn verspielt es! Du Nibbich!
27,88 Euro, bitte.
Testamentsvordruck?
Es gibt vorgedruckte Kaufvertr�ge f�r Autos oder Mietvertr�ge.
Ja, das ja. Aber f�r ein Testament?
(dynamische Trompetenmusik)
(Musik geht weiter)
(Musik wird langsamer)
(Musik ebbt langsam ab)
(lustiges Liebeslied)
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
Natalie, Moment mal. Komm bitte her.
- Sag mal, es ist 01:00 Uhr. - Es ist Sonntag.
Ja eben, morgen ist Schule.
Nicht f�r mich.
Natalie!
Natalie!
- Sag mal, hauch mich mal an. - Bist du ein Bulle?
- Ich komme nicht online. - (Frau) Ich schicke jemanden.
Nein.
Bitte.
(Alfi pupst und r�lpst)
Das k�nnte...
Darf ich?
So geht es.
Hat geklappt. Sie sind online.
- Und... Und am Bett nicht? - Nee, keine Ahnung warum, aber...
(Alfi pupst und r�lpst)
Wenn Sie... brauchen... Rezeption, ja?
(Alfi) Das ist alles so grotesk.
(Cora) Das hei�t, meine Zeit ist endlich.
Das hei�t, meine Zeit ist endlich... meine Zeit ist endlich.
Dass wir nicht richtig leben... nicht richtig leben.
Dass wir nicht richtig leben.
(Tabatabai) Die Wahrheit, das ist der richtige Weg.
(Glockenspiel)
Kommen Sie, Alfred.
Wir warten alle... auf Sie. Kommen Sie.
(lustige Musik)
(Tabatabai) Begr��en Sie den Macher des Films "Dein blaues Wunder".
(Alfi) Ach du Schande, Dani Levy.
Meine Damen und Herren, der Autor von "Mohahammed".
Meine Damen und Herren, Alfi Seliger.
Alfi Seliger. Alfi Seliger.
Bravo, Papa. Bravo!
Der Erfolg h�lt sich ja nun in Grenzen.
- Haben Sie damit gerechnet? - Romy, danke, danke.
�hm, ja, das hab ich, ehrlich gesagt.
Kom�dien sind nicht nur da, um uns zu erfreuen.
Humor kann uns nicht erl�sen.
- (Tabatabai lacht) - (Alle) Das Leben ist zu lang!
Das Leben ist zu lang!
(Alfi) Das Leben ist zu lang.
Das Leben ist zu lang.
Romy.
Du bist bl�d. Ich will einen anderen Vater.
- Sie meint es nicht so. - Doch.
Wir haben eine ekelhafte Suppe aus Ihnen rausgepumpt.
Es war nicht ideal f�r Ihre Gastritis. Mineralinfusion und Schonkost.
Plus kostspielige Behandlungen, er ist privat versichert.
So einfach kommen Sie uns nicht davon, Herr Seliger. Wiedersehen.
Wiedersehen.
Geht mal raus.
Geht ihr, bitte?
Sag mal, bist du von allen guten Geistern verlassen?
Ja.
Wenn du das noch mal machst, dann lieber richtig oder du bist mich los.
Das bin ich schon... Dich los, meine ich.
Ich bleibe nicht aus Mitleid bei dir, wenn das dein Plan war.
Das war so knapp. Du warst drei Tage im Koma.
Es w�re schrecklich, wenn du nicht mehr da w�rst, Idiot.
Tut mir leid, Helena. Helena.
Ist das echt, was wir hier gerade erleben?
Sind wir... Sind wir echt?
H�?
Kann das sein, dass unser Leben nicht wirklich ist?
K�nnte es nicht sein, dass wir eine Erfindung sind?
Ein Kunstwerk?
- Ja, oder? - Ich glaube, das ist dein Problem.
Wir sind kein Kunstwerk.
Wir sind schlicht und einfach ein Paar mit Problemen.
Anstatt dein Leben auf die Reihe zu kriegen, fl�chtest du in Fantasien.
Stell dir mal vor...
Irgendjemand hat uns ausgedacht.
Alles, was wir denken und machen und tun und sagen, ist vorgedacht.
Nee, wir haben keinen freien Willen.
Du musst schlafen.
Du musst deinen Kopf ausruhen.
Du Unruhegeist.
- Bin mir nicht so sicher. - Du Wahnsinniger!
(Banjoklang)
(Banjoklang) (Alfi) Wo bist du?
(dynamische Musik)
Wo bist du, Levy?
Zeig dich, du Feigling.
Komm raus, mein Sch�pfer.
Herr Seliger, Sie k�nnen nicht aufstehen.
- Es ist mitten in der Nacht. - Ich mach 'nen Spaziergang.
Das hat mir der Professor ausdr�cklich erlaubt.
Alles Text, alles nur Text.
Und nicht mal guter Text.
Mhm.
Ach!
Hab ich dich, Levy!
Bleib stehen, Levy. Ich wei�, wer du bist.
Ah!
Na also.
Na, warum versteckst du dich?
Darf ich mich vorstellen? Der Nebbich vom Dienst, Alfi Seliger.
H�ttest du nicht gedacht, dass ich dich mal aufsp�re, h�?
�bersch�tz dich nicht. Du bist nur 'ne Figur: meine.
Ach so? K�nnte es sein, dass deine Figur au�er Kontrolle ger�t?
Sonst st�nden wir jetzt nicht hier. Korrigier mich, wenn ich mich t�usche.
Du machst einen Film �ber dich. Du steckst in der Midlife-Krise.
Ein kleiner, pers�nlicher Streifen.
- Ich kann dich zum Schweigen bringen. - Ach ja? Oh!
Und Schnitt!
Sie f�hlen sich wie neugeboren. Vitamine, Elektrolyte...
Damit haben die Michael Jackson reanimiert... versucht.
W�rden Sie sich auf die rechte Seite drehen?
Warum haben Sie nicht gesagt, dass Sie Heino Ferch sind,
der Professor Mohr spielt?
- (Frau lacht) - Warum? Weil ich Professor Mohr bin.
- Ich sehe ihm nur �hnlich. - Ganz sicher?
Ja, hundert Prozent.
- Wie kommen Sie darauf? - Geben Sie's doch zu.
- Was? - Dass wir in einem Levy-Film sind.
Aha.
Verstehe.
J�dische Paranoia: Da kenn ich mich mit aus.
Ich w�rde gern noch ein CT von Ihrem Kopf machen.
Also, nur so zur Sicherheit.
Wir haben Sie wegen der anderen Sache untersucht, als Sie im Koma lagen.
- Keine Metastasen. - Sie sind gesund.
Ach so.
Die zweite gute Nachricht ist: Ich schicke Sie auf Kur nach San Remo.
Das Filmfestival l�dt Sie ein.
5-Sterne-Hotel und so. Sie bekommen einen Preis, f�r Ihr Lebenswerk.
Was macht ihr denn, wenn ich das alles �berhaupt nicht will, h�?
(fr�hliche Musik)
Ich hab's wieder. Ich hab mein Netz.
- Da bin ich aber froh. - (Lacht) Ja, ich auch.
Doktor Tabatabai, sind Sie das?
(Gigolo) Scusate?
(unverst�ndliches Stimmengewirr)
(Mann) What a miracle! Maestro Alfredo Seliger.
The reborn Lubitsch. The greatest German comedy director.
- Thank you. - Que honore!
(fr�hliche Musik geht weiter)
(sie reden unverst�ndlich)
(Mutter) His dialogues are so smart and his humour is so human.
He was nominated for ten LOLAs, for "Dein blaues Wunder".
You should see "Das kastrierte Katzenleben".
Excuse me, "The castrated cat life".
Oh, here he is: Alfi Seliger, my son.
- (Mutter) Yes. - Da seid ihr ja alle.
Please have a seat next to your mother.
- (Mann) Please. - I'm a loser, like everyone else.
He's so modest and so self-critical.
Why isn't it allowed for a mama to say that her son is a genius?
(Applaus)
Now, that we're complete, let me introduce to each other.
No. Please let me talk to you about something, sorry.
We all came together here, because this is a part of a movie.
Do you know that?
Oh, you don't, I see.
Well, let's make a test:
I want that we all just eat our fish soup, as boringly as we can.
You will see, when this is a movie, the scene will be over very soon.
And here we eat. Und bitte.
- Und Schnitt! Gemerkt? - That was 50 years ago.
"La Cuchara". I have made many movies since "La Cuchara".
- Excuse us, I have to talk to him. - Scusi.
(fl�stert) H�r auf damit, es hat keinen Sinn. Sie merken es nicht.
- Aber du. - (Fl�stert) Ja. Nur wir zwei.
- Das wolltest du im Liquidrom sagen. - Wir k�nnen nicht reden.
- (fl�stert) Er h�rt und sieht alles. - Soll er doch.
- Stemm dich nicht gegen das Schicksal. - Es ist doch fauler Zauber.
- Warum spielst du da mit? - Weil ich mich mag.
Ich habe Gef�hle. Ich lebe intensiv, wenn auch nur in diesem Film.
Und ich habe... Ich habe... Ich habe dich gefunden.
Ich...
Das...
Das war... Das war Liebe auf den ersten Blick im "Grill Royal".
Insofern ist mir der Film...
...egal.
(Alfi) Verstehe. Das Spiel ist aus.
Quatsch! Das ist mein Vater Georg.
- (Alfi) Aber f�r mich ist es aus. - Alfi!
(Wasserblubbern)
Seit du angekommen bist, spielst du dich auf.
Sag mal, hast du das n�tig? Du bist weder lustig noch geistreich.
(Mutter) Mein Lieber. Mein Liebster.
Wei�t du, wie ich dich liebe! Ich w�rde sterben, wenn du tot w�rst.
- Warum tust du mir das an? - Wir sind Klischees!
- Ich bin kein Klischee. - Du bist ein Mythos!
- Und? - Die versoffene alte Filmdiva.
Die j�dische Mamme, 1000 Mal gesehen.
Wir sind eine auf Pointe geschriebene Beziehung,
die sich jemand ausdenkt, der sicher keine Beziehung zu seiner Mutter hat!
Sag mal, mit wem redest du?
Mal sehen, wie lange es diesmal dauert.
Dein Vater lebt nicht mehr lange, wenn er so weitermacht.
Ja. Daf�r bin ich ja extra da, um ihn zu sch�tzen.
- Hast du eine Freundin? - Ja.
- Ich hab 'ne Freundin und 'nen Freund. - Echt?
Ja. Heute ist man bi, Caro. Bisexuell und polygam.
Mhm, verstehe.
Darf ich deinen Busen anfassen? Ich bin ja immerhin sein Sohn.
Von mir aus.
Danke. Er ist ein bisschen kleiner als der von meiner Freundin.
Wenn ich pl�tzlich nicht mehr da w�re,
wie w�rdest du mich in Erinnerung behalten?
(Alain) Wei� ich doch nicht.
L�cherlich?
Manchmal.
Wieso?
Na, weil Eltern immer l�cherlich sind.
Ich habe mir immer gew�nscht, ein cooler Vater zu sein.
Einer, der euch zeigt, wie man sich selber treu bleibt
und nicht jeden Schei� mitmacht.
Alfi, mach dir nicht so 'nen Kopf. Du bist okay. Es gibt Schlimmeres.
Gute Nacht.
Nacht.
Oh... Guck mal, wer da kommt.
(spannende Musik)
(Alfi) Oh!
(Miesbach) Lieber Alfred, wir sind angereist,
um dich zu bitten, mit mir, mit uns den Film zu machen.
- �h, welchen Film? - Na, dein Baby.
"Mohahammed". Das Buch ist der Hammer.
Bully hat zugesagt. Ich soll dich gr��en.
Und wenn Georg Maria Stahl dabei ist...
- Ich bin dabei. - (Miesbach) Der Film ist finanziert.
Du hast acht Millionen Euro.
Ich m�chte, dass du wei�t, dass ich es ehrlich meine.
Du bist ein gro�er Filmemacher.
Nach dem Film wird das jeder sehen k�nnen.
Versuchst du, meinen Sohn zu kaufen?
Ich versuche, einen Film mit ihm zu machen.
- Das tu ich auch f�r dich. - Ziehst du ihn �bern Tisch wie mich?
Das hab ich nicht.
Eine schwangere Geliebte zu verlassen, ist eine Sache.
- Wie bitte? Lieselotte... - Aber nie nach dem Baby zu fragen...
Lieselotte, was redest du da?
(laut) Aber dann 50 Jahre sp�ter seinen Film produzieren?
(Helena) Papa und ich m�ssen mit euch reden.
Wir hatten es ja in den letzten Jahren nicht nur gut.
Wir waren nicht richtig zusammen. Das brachte die Familie durcheinander.
Und... dazu kommt, dass ich mich in einen anderen Mann verliebt habe.
Der hei�t Johannes und hat auch drei Kinder.
Ich habe Alfi gesagt, dass wir uns trennen werden.
Aber jetzt... finde ich, dass wir das nicht tun sollten.
Ich m�chte, dass wir eine ganze Familie bleiben.
Was meinst du?
(beschwingte Musik)
(Mutter) Buona sera, signore e signori.
The person, who shall receive this lifetime achievement award
is a real... nightmare.
I can say that because he's my son
and he's a true immortal artist.
This... This award, dear Alfi, shall tell you,
that the pain in your life makes sense.
Ladies and gentlemen, Mr. Alfi Seliger.
- (Mann) Bravo! - (Natascha) Wow!
Thank you. Grazie, molto grazie.
Ich werde aber jetzt deutsch sprechen,
weil das ein deutscher Film ist.
Wof�r werden Filme gemacht?
Um uns zu unterhalten
und uns mit einer packenden Geschichte zu ber�hren.
Wir wollen Menschen sehen, die uns interessieren und Probleme l�sen.
Aber erz�hlen Filme die Wahrheit? Nee!
Film ist eine endlos verzwickte Bastelei.
Dutzende Spezialisten bauen etwas auf, das als die Wahrheit verkauft wird.
(laut) Film ist L�ge!
24 Mal in der Sekunde raffinierte Manipulation!
Der Preis soll der kr�nende Abschluss meiner Geschichte sein.
Es ist ein gro�er Moment im Leben eines Filmemachers,
wenn er f�rs Lebenswerk ausgezeichnet wird.
Mein verpfuschtes Leben bekommt ein Happy End.
Meine Familie ist zu mir zur�ckgekommen.
Meine Frau hat sich entschieden, bei mir zu bleiben.
In Zukunft will ich meinen Kindern ein guter Vater sein.
Ich kann auch den Film machen, f�r den ich f�nf Jahre gek�mpft habe.
Und jetzt will ich eine Gro�aufnahme, Gott!
Du kannst mich kreuzweise am Arsch lecken,
Levy!
(Alfi) Tja, meine Damen und Herren,
ich w�rde mich nicht wundern, wenn ich weggeschnitten w�rde.
Lustigerweise kann man mir meine Stimme nicht nehmen.
- Liebst du den Film nicht mehr? - (Alfi) Sind Gedanken frei?
Filme waren doch dein Leben, unser Leben.
Wir sahen viele sch�ne Filme mit den Kindern. Warum verleugnest du dich?
(Alfi) Mal sehen, was das Schicksal jetzt mit mir vorhat.
- (Natascha) Du machst alles kaputt! - (Alfi) Man will mich loswerden.
Egozentrischer Zyniker!
Ich habe kein anderes Leben als das in dem Film.
Ich bin zum Star geboren. Ich lass es mir nicht nehmen.
(Alfi) Der l�stige Nebbich soll beseitigt werden?
Nestbeschmutzer wie du m�ssen schweigen.
(Alfi) Jeder k�mpft f�r sein Gl�ck.
Auch wenn es nur ein Film ist.
H�nde hoch, Bruderherz. Ich hab dich gewarnt. Zwei Kugeln sind f�r dich.
- Und eine f�r den kleinen Johannes. - Tut mir leid, Herr Seliger.
(Alfi) Du Feigling l�sst andere die Drecksarbeit machen!
...hat eine heilige Fatwa �ber Sie gesprochen.
Wir lieben es nicht, wenn man sich �ber uns lustig macht.
- (Alfi) Das k�nnte euch so passen! - (Alain) Papa!
(Alfi) Vergessen Sie mich. Ihr Alfi Seliger.
(es donnert)
(er atmet angestrengt)
(beschwingte Musik)
Schneller!
(schreit) Ich seh ihn, er ist da!
(melancholische Streichmusik)
(er atmet aufgeregt)
(lauter Aufprall)
Ich habe nichts gesehen, Alfred.
(Katze miaut)
- So, jetzt komm mal her. - (Katze knurrt)
(er st�hnt vor Schmerz)
Du riechst erfolgreich.
Hattest du einen sch�nen Abend?
(rhythmische Popmusik)
(Klopfen)
(Knall)
(Scherbenklirren)
(Kameraausl�ser)
(er schreit)
(Musik l�uft weiter)
(Musik wird elektronisch)
(Musik wird rockig)
(Musik verstummt)
(neue Musik setzt ein)
(spannende jazzige Musik)
(Musik l�uft weiter)
(Musik verstummt)
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