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(getragene, anschwellende Klänge)
(klagender Frauengesang)
(Hubschrauber)
(Musik dröhnt und wird durchdringender.)
(Musik schwillt an.)
SLØBORN Episode 01: Ankunft
(Musik wird ruhiger)
(klagender Frauengesang)
Evelin Kern
Nikolai Wagner
Mikkel Schwarting
"Seit ich denken kann, geht irgendwo die Welt unter.
Artensterben, Urwaldrodung, Wirtschaftskrisen,
Umweltverschmutzung, Terror und Klimakatastrophen.
Vielen Dank auch."
Pitstop? - Ja.
"Irgendwo ist immer die nächste Krise.
Der nächste Krieg.
Hat die Menschheit nur wenige Jahre, um die Apokalypse abzuwenden.
Gewöhnt man sich dran.
Nur auf Sløborn passiert nie was.
Jeder kennt jeden. Alle sind nett.
Traumhafte Landschaft. Dünen, Wiesen, Kühe.
Rentner in Segelbooten. Langweilig? Auf jeden.
Aber ich bin erst 15 und frisch verliebt.
Hätte nichts dagegen, wenn wir den Weltuntergang
'ne Weile vertagen könnten, bitte schön."
(Junge) Was geht bei der? - Evelin muss scheißen.
(angespannte Klänge)
(Würgen, Husten)
Wo ist Evelin?
(Stimmengewirr)
(lautes Niesen, angespannte Musik)
Sorry, bin schon da.
(Er zählt leise.)
Geht's dir besser?
Keine Ahnung.
(Handy vibriert.)
(mehrere Nachrichtentöne)
(Kichern)
(Jungs reden durcheinander.)
(lautes Lachen)
Ey, reicht's mal?
Alles gut.
(lachend) Was für'n Hurengesicht, Alter!
(Junge) Seit wann steht Evelin auf Missgeburt?
Was weiß ich? Weiber halt. - Schluss gemacht, oder was?
Halt die Fresse, Mann. - Chill, Digga.
Das geht so nicht weiter. Ich hab gar nichts gemacht.
Eben. Du musst echt aufhören, so ein Opfer zu sein.
Wow, tolle Idee.
Versuch ich ja erst seit immer.
Heute Abend. Auf der Fisker-Party.
Du kommst mit mir. Ich bin nicht lebensmüde.
Dann rette dir in Zukunft selbst den Arsch.
Um Punkt neun hol ich dich ab.
(angespannte Klänge)
(verträumte Musik)
(Möwengeschrei)
Hallo. Moin.
(Bellen)
(Mann) Hallo! Hallo.
Hallo. - Moin.
(Schiffshorn)
(leise) Ja, sie kommt ja gleich.
(Frau) Richard.
Merit, hallo. Na?
Holst du deine Tochter ab?
Knuspa holt sie ab. Ich bin nur der Fahrer.
Und du holst Luis? Ah, Gott bewahre, nein.
Das wär ihm peinlich.
Nein, ich, äh ... Ich warte auf Nikolai Wagner.
Der Nikolai Wagner? "Zeugenzwerg"? Genau der.
Wow. Ja.
Lesung und Autogrammstunden bei mir im Laden.
Vielleicht sogar im Pavillon.
Da soll mal jemand sagen, hier passiert nichts, kulturell.
Er schreibt gerade an seinem neuen Roman.
Vielleicht lässt er was hier auf der Insel spielen.
Wow. Ja.
Okay, du hast recht, das Ganze war 'ne Schnapsidee von mir.
(Frau) "Kannst du laut sagen." Aber so liebst du deine Schäfchen:
impulsiv und ungestüm.
"Du sollst allein keine Deals schließen."
Das ist keine große Sache. Ein Abend, kleine Vorlesung.
Die Frau ist 'ne Art Superfan und zahlt gut.
"Ach ja? Wie viel?" Ach komm, Lena.
"Dass du überhaupt den Schreibtisch verlässt
und in die Provinz schipperst, sechs Wochen vor der Deadline."
Vielleicht ist die Provinz ja inspirierend.
"Dein Roman spielt in New York."
"Das kannst du sonst wem erzählen. Bin doch nicht blöd."
Drei Tage Ruhe und Abgeschiedenheit mit meinem Laptop im Hotel am Meer.
Was ist so dramatisch daran? "Fragst du das ernsthaft, Nikolai?"
"Wie läuft's denn? Keine ... Probleme mehr?"
Nein, ich bin auf der Zielgeraden.
"Okay. Ich bin auf einer Seite."
"Aber du sollst deine Agentin nicht anlügen."
Ehrlich, das Buch wird fulminant.
Meine beste Arbeit.
Ich bräuchte so eine Lesung gar nicht,
wenn du noch einen Vorschuss raushandeln könntest.
Lena?
"Ich glaub, dir ist nicht klar,
was auf dich zukommt, wenn du zur Deadline kein Manuskript hast."
"Du hast einen Vertrag. Du hast den Vorschuss genommen."
"Du hast dreimal die Deadline geschoben."
"Wenn du nicht lieferst, mach dich darauf gefasst,
dass der Verlag dir den Arsch wegklagt."
Kein Problem. Ich bin voll im Flow. Sechs Wochen. Schaff ich.
"Das zweite Buch ist immer schwierig."
"Besonders, wenn das erste so ein Erfolg war."
"Da muss man durch. Auch du."
"Also, ran an die Tasten. Und Finger weg von den Drogen."
(Schniefen)
(angespannte Musik)
(Musik wird verträumt.)
(Möwengeschrei)
(unverständliche Gespräche)
Hallo, Knuspa. Na, hast du mich vermisst, ja?
Warst du schön brav? Meine kleine Maus.
Na, Vater? Na, Tochter?
Du siehst ja furchtbar aus. Freu mich auch, dich zu sehen.
Bist du krank? Nee, nur platt.
So 'ne Busfahrt ist nicht meins. Dann ab nach Hause.
Bonjour, Madame. - (genervt) Jaja.
Herr Wagner! Herr Wagner. Frau Ponz?
Ja. Willkommen auf Sløborn. Danke.
Äh, ja, hier geht's zum Wagen. Na dann.
Also, wir sind wirklich ...
Ich bin sehr geehrt, dass Sie tatsächlich bekommen sind.
Ja?
Oh Gott, ich bin so nervös. Alles gut.
Sagen Sie, Frau Ponz,
wäre es wohl möglich, dass wir gleich ins Hotel fahren?
Ich würde gerne duschen und mich ausruhen.
Ich hab Sie eigentlich nicht im Hotel untergebracht.
Ähm ...
Wir haben ein Gästezimmer bei uns zu Hause.
Ein großes Zimmer mit eigenem Bad und viel Privatsphäre,
ganz für sich allein.
Und Sie können so lange bleiben, wie Sie möchten.
Aber das ist ja ganz zauberhaft.
Ja. Und hier kommt das Gepäck rein.
Ah, ja.
Das ist praktisch.
(ruhige Musik)
(anschwellende, bedrohliche Klänge)
(Knarzen)
(Musik verklingt.)
Ts.
(Zwitschern)
(Klopfen)
Hier ist die Polizei. Jemand da? Hallo?
Wenn das nicht der Fisker Magnus ist.
Mikkel. Oder muss ich Herr Schwarting sagen?
Dass wir mal Hände schütteln.
Hat sich 'ne Menge verändert.
Hier hab ich dich oft aufgegriffen. Aber dieses Mal nicht.
Der alte Ostergaard unterstützt unser Projekt.
Du willst Ärger auf die Insel holen.
Nee.
Das ist Ostergaards Grund und Boden.
Er kann damit machen, was er will.
Aber es gibt ein paar Bürger, die haben Sorgen.
Die wollen, dass Sløborn friedlich bleibt.
Das verstehe ich. Egal, wer Scheiße baut,
ich zieh dich zur Verantwortung.
Aber gut, dass du dein Leben in den Griff gekriegt hast, Fisker.
Und der Jan?
Der ist in eurem Haus.
Der hat sich nicht verändert.
(getragene Klänge)
(Tür öffnet sich.)
(Bellen)
(Kind) Hey, Evelin!
Na, ihr Spacken? Alles gut?
Na, du Tussi? Wie war's? Wie immer super ohne euch.
Hey. Wo ist Mama?
(Gespräche im Hintergrund)
(Frau) Kielmann setzen wir hier hin, da kann er nicht schnell weg.
Rolf kommt an den Ausgang ...
Schatz, alles in Ordnung? Du siehst nicht gut aus.
Doch, nur die Busfahrt. Hallo, Valeska.
Hallo. Schön, dass du wieder da bist.
Was gibt's?
Bin halt zurück.
Wir sprechen heute beim Abendessen.
Dann habe ich Zeit für dich, dann kannst du erzählen.
Ja.
Evelin, du wolltest Peter morgen beim Kieferorthopäden abholen.
Kannst du danach auch Lukas beim Gitarrenunterricht abliefern?
Kümmer dich bitte darum, dass ihr vier
pünktlich um 19.30 Uhr zur Präsentation kommt, ja?
In Sonntagsklamotten. Kann ich mich auf dich verlassen?
Klar, wie immer.
Sie lässt mich wieder Mama für die Jungs spielen.
Es ist ein wichtiger Termin für sie.
In deinem Alter kann man Verantwortung übernehmen.
Hausbesuch? Wohin?
Loki Mansur.
Kann ich mit? In deinem Zustand?
Ist schon besser.
Na gut, wenn du meinst. Danke.
(wummernde Bässe, Rauschen)
(pochende, elektronische Musik)
Ruhig ein bisschen größer machen.
Warum Sløborn?
Du hättest deinen "Großer Bruder"-Verein
an jedem Ort ansiedeln können.
Das Haus gehört mir. - Nur zur Hälfte.
Dann zahl mich aus. - Bin ich Krösus oder was?
Nee, Drogendealer. Solltest doch Geld haben.
Ich bin ein fucking Tattoo-Artist.
(beklemmende Musik)
(Mann) Matze!
(Schnarchen)
Matze, nun komm doch mal.
Matze, komm doch mal!
(Klopfen) Matze, guck doch mal!
Hä?
(angespannte Musik)
(Musik schwillt an.)
(Windpfeifen, pochende Musik)
Was ist denn los? Schmeiß den Motor an, Mann!
Die sehen uns nicht, Mann! - Scheiße!
(Signalhorn)
Ich kriege den Motor nicht an!
(Schuss, Ächzen)
(Musik wird bedrohlich.)
Fuck, Matze! Spring!
Matze, Matze! Matze!
(beklemmende Musik)
(Radio) "Das RNA-Virus war bis vor Monaten noch unbekannt,
inzwischen ist die neue Grippe auch von Mensch zu Mensch
hochansteckend und breitet sich in Indien, Asien und Südamerika ..."
Moin. Hallo, hallo.
Ist Fiete da? Auf seinem Zimmer, geh einfach rauf.
Danke.
Wo ist denn die Patientin?
(Tür öffnet sich.)
(Muhen)
Wie lange geht das schon so? Seit heute Morgen.
Temperatur? Viel zu hoch.
(klagendes Muhen)
Ist gut, dass du sie isoliert hast.
Ich nehme ein paar Proben, dann sehen wir weiter.
(angespannte, dröhnende Klänge)
(Klopfen) Geh weg.
Hey.
(Elektromusik im Hintergrund)
Das muss ein Fehler in der Matrix sein.
Mein Vater ist auf Hausbesuch.
Du hast mich eine Woche lang abblitzen lassen,
als ob du mich nicht kennst.
Ist dir peinlich, dass du vom Fiete-Burger genascht hast.
Alter, kotz. Das war eine einmalige Sache.
Sag niemals nie. Lasst Herm in Ruhe.
Er ist eine Nervensäge.
Er hat dir nichts getan. Ja.
Ein Kackhaufen tut mir auch nichts,
trotzdem will ich keine Scheiße am Schuh.
Ich bringe ihn heute zur Party mit. Behandelt ihn gut.
Tu mir den Gefallen. Was ... was kriege ich denn dafür?
Wer weiß? Ich sehe dich auf der Party.
(bedrohliche Klänge)
(Musik schwillt an.)
(Würgen, Husten)
Evi, alles in Ordnung?
Nach Hause und ins Bett, komm. Jetzt ist es ja draußen.
Ich hab ... irgendwas Falsches gegessen.
Mir geht's schon wieder gut. Guck.
Aha. So gut geht's mir.
(angespannte Klänge)
Papa? Ich bin wieder zu Hause.
(Wind pfeift draußen.)
Was machst du hier?
Ich, ähm, ich ... Ich, ich wollte mir so ein ...
Ich wollte mir das ausleihen, weil ...
Ich gehe auf so eine Party.
Ist bescheuert, ich weiß.
Mach keine Flecken rein.
Danke.
Ähm ... Schon toll, dass du endlich Jungskram machst.
Danke. Blamier dich nicht.
Wenn was ist, egal was, ruf mich an.
Na klar.
Tschüss. Tschüss.
(Radio) "Die Epidemie in Indien ist nach Einschätzung der WHO
kaum noch erfolgreich zu kontrollieren."
(Klappern)
Na, Evelin? Hallo.
Die würde ich einmal nehmen.
Wie war die Klassenfahrt? Super.
(Handy vibriert.)
(Kasse piept.)
(gedämpft) Vier Euro gibt es zurück. Wie geht es der Mutter?
(gedämpft) Alles in Ordnung?
Meine Tage, glaube ich. Eine Sekunde.
Die würde ich noch nehmen. Mhm.
Stimmt so. Hoffentlich bist du gesund.
Nee, nee, geht schon.
Grüß deine Mutter ganz lieb. Mach ich.
(unheilvolle Klänge)
(Klirren, Platschen)
(dumpfe elektronische Musik)
(elektronische Musik)
(Musik wird lauter.)
Hast du Gras für 20?
Wer hat dich denn mitgebracht? Bist du behindert?
Machst du keine Apotheke mehr?
Doch, aber ich habe keinen Bock auf Knast
wegen euch Kiddies.
Du gehst in die Apotheke, kaufst dir Tabletten bei Susi.
Dabei sagst du deinen Namen wie bei ... Starbucks
und was du wirklich willst.
Ich bekomme eine SMS
und ein fleißiges Helferlein findet dich
und bringt das Zeug zu dir, okay?
(gedämpft) "Dir ist nicht klar,
was auf dich zukommt, wenn du zur Deadline kein Manuskript hast."
(schaurige Klänge)
(Merit) Herr Wagner?
(Klopfen) Herr Wagner?
Ja? (Er räuspert sich.)
Abendessen.
Also, das ist unser Gast Nikolai Wagner.
Das ist mein Mann Arne und unser Sohn Luis.
Guten Abend, hallo. (Arne) Herzlich willkommen.
'n Abend, ja, hallo.
Geht es Ihnen gut? Hm? Ja.
Ja. Ähm, wieso?
Sie schwitzen wie ein Junkie. Kennst du sicher viele.
Luis.
Nein, mir, mir ...
Mir geht's gut, mir geht's gut, mir geht's gut.
Dann wollen wir danksagen.
Herr, segne diese Speisen
und führe uns den rechten Weg entlang
und vergib uns unsere Schuld.
Segne vor allem unseren Gast,
dass er eine erfüllte und liebevolle Zeit
auf unserer Insel hat.
Amen.
(dumpfe Elektromusik)
Höre ich da soziales Verhalten? Was?
Eine Zusammenkunft, kontaktfreudiger Umgang,
geselliges Beisammensein.
(Luis) Ja, jeden zweiten Mittwoch in der Saison.
Die Fisker-Partys sind legendär.
Oh ja, ja.
Herr Wagner schreibt gerade an seinem neuen Roman. Stimmt's?
Ja. So steht es in meinem Vertrag.
Schreiben Sie, während Sie hier sind?
Ich fände das sehr aufregend,
wenn ein Teil Ihres Romans bei uns im Haus entstünde.
Das wäre doch ein Gefühl beim Lesen, oder?
Ja, Merit.
(unheimliche, dröhnende Klänge)
Entschuldigt mich,
aber mich überkommt gerade ein unbändiger Freiheitsdrang.
(Luis, lacht) Ist der fertig, ey.
(Tür öffnet sich.)
Evi? Ich bin im Bad.
Alles gut? Alles super.
Wie bist'n du hergekommen? Zu Fuß.
Warum hast du nicht angerufen? Papa, ich bin auf Klo.
(Musik schwillt an.)
(Tür öffnet sich.) Damenbesuch.
Warte mal.
Ach, die Hose. So macht man das.
Hey, Evelin ist krank. Du musst mit mir klarkommen.
Ähm, okay, cool. Macht nichts. Also, gerne.
Ihr habt das im Griff, ja?
Ja, sieht scheiße aus, ne? - Nee, geht schon.
Darf ich? - Ähm, ja.
(ruhige Musik)
(zufrieden) Ja.
Ja, okay, dann, ähm ...
Wollen wir? - Ja.
(elektronische Musik, Jubel)
Okay, ich nehme Schnuff für 'nen Fuffi.
Ich kenne dich nicht.
Ja, und?
Das hier ist meine Party.
Du bist nicht eingeladen.
Ich will doch nur bisschen Coke.
Ist das nicht, ähm ... illegal?
(lacht) Weiß nicht.
Ich bin nicht bei der Drogenfahndung.
Hey, mein Name ist Nikolai Wagner, ähm ...
Du kannst mich googeln. Und dann?
Dann siehst du, dass ich den Ingeborg-Bachmann-Preis habe.
Und nein, das ist kein Polizeiorden. Ich bin Autor.
Hör mal, du Großkotz.
Ist mir egal, was du bist.
Du bist nicht eingeladen und damit Ende. Abgang.
(Stimmen aus dem Fernseher)
Wo ist Mama?
Noch mal kurz rüber ins Büro.
Wegen der Immobiliensache morgen für Opa.
Ist da noch Platz?
Klar.
(sanfte Musik)
(Elektronische Musik schwillt an.)
(pochende Elektromusik)
Yvonne! Hey! - Hey!
Hi. Na?
Woher wissen wir, dass du kein 31er bist?
Ein Was? Also, na ja, pass auf ...
Das ist wie Bier an 'ner Tankstelle, nur andersrum.
Ihr holt mir was zum Ziehen für 30
und könnt die restlichen 20 behalten.
Wie wär's, ich geb dir einfach meins für 50.
Hm? Komm, das ist halb leer, also ...
(widerwillig murmelnd) Ja ...
Her mit dem Zeug.
Hey, das ist ein Privatgeschäft. Gibt's nicht.
Her mit dem Zeug.
Nein.
(Eine Frau schreit erschrocken.)
Du ...
... bist ...
... nicht ...
... eingeladen! (Wagner ächzt.)
(anhaltender hoher Piepton, Dröhnen)
(flüsternd) Scheiße.
(Fisker) Aua! Lass los! - (Magnus) Klappe.
Geile Party.
(sanfte, melancholische Musik)
(klagender Frauengesang)
(laute Partymusik)
Jetzt geht's los. - Bleib ruhig.
Hey, Jungs. - Hi.
Wollte Evelin nicht auch kommen? - Ja, hat sich nicht gut gefühlt.
Hast du die nicht klargemacht? - Halt die Fresse!
Hat sie dir das Herz gebrochen?
(Er schnaubt.)
Was gibt's da zu grinsen, Missgeburt?
Nix.
Hier. Jetzt hast du was zu grinsen.
Pissgesicht!
(bedrohliches Trommeln)
Hört auf!
Wo ist er? Wo ist er? - Da!
(Musik schwillt an.)
(Wind pfeift.)
(lautes Keuchen)
(Wind pfeift, Meeresrauschen.)
(Fiete) Scheiße, wo ist er? - Wahrscheinlich in den Dünen.
Komm, Schwuchtel, sonst wird's nur schlimmer!
... vielleicht heim gerannt.
(Ole) Jungs, da ist er!
(bedrohliche Klänge)
(Klopfen)
Oh Gott, was ist passiert?
Ich hab den Charme des Proletariats kennengelernt.
Soll ich 'nen Arzt rufen? Nein, nicht nötig.
Kommen Sie. Danke.
Sieht das so schlimm aus?
Sind Sie überfallen worden?
Ja, nicht jeder weiß
meine einnehmende Persönlichkeit zu schätzen.
Ganz schön aufregend mit Ihnen.
Man mag's kaum glauben,
aber ich weiß mich gelegentlich auch zu benehmen.
Benimm ist auch nur ein Weg,
Menschenkenntnis durch Manieren im Zaum zu halten.
Sie haben ...
Sie haben meine Semesterarbeit gelesen?
Ich hab alles von Ihnen gelesen.
Wir sollten ... ähm ... also Sie sollten ...
... sich erholen.
Ja.
Ähm ...
Es tut mir leid, dass ich vorhin unser Abendessen so abrupt
beendet habe.
(Wind heult, Wellen rauschen.)
(Fiete) Hallo? Ist da jemand?
(Ole) Ich hab kein gutes Gefühl. Wir sollten hier nicht sein.
(Wellenrauschen, Wind pfeift.)
(Ole) Du musst zugeben, dass es komisch ist, dass hier niemand ist.
Das ist ein fucking Geisterschiff.
(Fliegensurren)
(Ole) Alter, riechst du das auch? - (Luis) Fuck!
(Ole) Digga, alles klar?
(schaurige Musik)
(Ole) Fuck, Alter! Er ist tot!
(verängstigte Schreie)
(Sie schreien durcheinander.)
(Musik schwillt an.)
(Musik wird ruhiger.)
(unheilvolle Musik)
(klagender Frauengesang)
(Klopfen) (Mann) Komm rein.
(Sie schließt ab.)
Alles in Ordnung?
Du bist noch mein Ruin.
Ich hab die Klassenfahrt kaum ausgehalten.
Sag mir, dass du für immer mit mir zusammen sein willst.
Ich will für immer mit dir zusammen sein.
(klagender Frauengesang)
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
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