All language subtitles for Vernost.2019.German.1080p.BluRay.x264-LizardSquad

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Original subtitles

Gehst du schlafen, Serjosch?

Ja, Lenka. Der macht mich schon vor der Premiere kaputt.

Er frisst mich auf.

Warum?

Weil er ein Menschenfresser ist.

Übertreib nicht. Ihr seid doch dort viele. Er frisst die anderen auf, du überlebst.

Nein.

Ich bin das erste Opfer und Katja Michaljowa das zweite.

Mich frisst er zum Frühstück und Katja zum Mittagessen.

Er hat sich auf uns eingeschossen.

Mit allen geht er normal um, aber uns drangsaliert er.

Vielleicht ist das eine Regietaktik.

Damit ihr eindrucksvoller leidet.

Das Leiden kommt erst ganz zum Schluss.

Vorher gibt es nur Liebe und nochmals Liebe.

Nun, ich sehe schon, bedauern wirst du mich nicht.

Ich geh schlafen.

Nacht.

Katja Diese Nacht hat alles verändert

- Hallo. - Hallo.

Welche ist besser?

Was? Ich bitte dich um deinen Rat, aber du lachst bloß.

Die beigefarbene.

- Ja? - Ja.

Mir gefällt die blaue besser.

Die blaue.

- Ich bin weg. - Ich sagte doch, dass ich dich hinfahre.

Muss nicht sein. Ist herrliches Wetter, ich gehe zu Fuß.

Wie du willst.

Erst recht, wo du doch erst in einer Stunde los musst.

- Tschüss! - Na los, hau schon ab.

Nimm meinen Plan. Wenn du eine Lücke findest,

dann hast du mich überredet.

Vielleicht kann Polina jemanden übernehmen.

Oder Stjopa.

Wer ist sie überhaupt? Eine Verwandte oder eine Freundin?

- Die Chefin von "König". - Der Stadt?

Der Zeitschrift "König". Wir schalten dort unsere Anzeige.

Sehr preiswert.

Wo ist das Problem? Dann gib sie Juri Nikolajewitsch.

Er hatte gestern eine Entbindung, das passt ganz sicher.

Sie hat im Internet recherchiert,

Mami-Blogs gelesen und entschieden, dass du die Beste bist.

- Sogar besser als du? - Natürlich, du bist doch eine Frau!

Und eine Frau ist prinzipiell besser.

Wer ist dir denn zu nahe getreten? Wie heißt sie?

Du, zum Beispiel.

Du willst die Tante nicht nehmen.

Machen wir's so:

Ich nehme die Tante,

und du gibst mir für den Anfang zweimal frei.

- Ach! Auf einmal. - Ja.

Wanja, ich hatte immerhin zwei Jahre keinen Urlaub.

Das sage ich ja, plötzlich.

Natürlich, mach mal Pause.

Ist irgendwas passiert?

Dann nimmst du sie heute dran, gut? Und morgen nimmst du frei.

- Rhesusfaktor? - Negativ.

- Und beim Ehemann? - Auch negativ.

Ich hab im Internet nachgesehen, es gibt keinen Konflikt.

Ja, zweimal negativ ist absolut normal.

Und... wenn irgendetwas zutrifft, machen Sie ein Häkchen.

Also, wenn der Mann rothäutig ist, wird dann das Kind auch so?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit?

Sie meinen, eine Rothaut? Ein Indianer?

Nein, nein!

Nein, wir sind beide Slawen.

Na ja...

Er hat immer so einen ungesunden roten Teint.

Und die Nase ist rot und rund, wie bei Väterchen Frost.

Wird das vererbt?

Nun, Babys kommen immer mit roter Haut auf die Welt,

da müssen Sie beim ersten Anblick nicht erschrecken.

Verstehe, verstehe.

Sie haben allergische Reaktionen markiert.

- Welche genau? - Ah, ja, bei meinem Mann.

SWETLOGORSK - SELENOGRADSK

Hallo?

Hallo, Lenka, ich höre dich nicht.

- Hallo, grüß dich. - Oh, jetzt hör ich dich.

Na, wie geht's dir? Geburten erledigt? Alles gut verlaufen?

Ich hab noch zu tun.

Verstehe. Ich dachte, du rufst an, weil du fertig bist.

Ich rufe nur so an.

Ohne Mitteilung.

Aha, verstehe.

Entschuldige, ich bin erledigt. Ich bin nicht mehr aufnahmefähig.

Macht nichts. Geh schlafen.

- Gute Nacht. - Gute Nacht.

Ich meine, halte durch.

Also dann. Küsschen. Tschüss.

Sie ruft nicht um Hilfe, nichts, schwimmt nur so vor sich hin.

Was sollen wir machen?

Vielleicht ist sie ja eine Sportskanone. Oder einfach sturzbetrunken.

Mein Tauchpartner und ich sind mit dem Boot zu ihr gefahren.

Aber sie ist völlig von der Rolle: "Wer bin ich? Wo bin ich?"

Ich ins Wasser, Sanja auf dem Boot.

Als sie sich an Bord hangelt, stell dir vor, kippt sie das Boot um.

- Gekentert. - Habt ihr sie gerettet?

Ja! Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte.

So um zwei Uhr nachts haben wir sie irgendwo hingebracht.

Wir also: "Auf Wiedersehen, passen Sie auf sich auf."

Und wir gingen nach Hause.

Und was passiert dann?

Sie klaut unser Boot und fährt wieder aufs Meer!

Vielleicht liebt sie das Meer.

Nein, sie hatte sich mit ihrem Freund gestritten. Alles ihm zum Trotz.

Na dann, auf die Rettung der Ertrinkenden.

Warst du schon mal am Ertrinken?

Ja, mit zehn Jahren ungefähr.

Ein Junge hat mich vom Ufer aus gesehen und rausgezogen.

Vielleicht war ich das.

Vielleicht.

Lass uns irgendwohin gehen.

Zu uns auf die Station?

Lieber woanders hin.

Für wie lange?

- Äh, drei Stunden. - Gut. Standard oder Luxus?

- Luxus. - Dreitausend.

Hast du vielleicht 200 Rubel?

Was ist?

Irgendwie...

...bin ich angespannt.

Ich hab es verlernt oder?

Warum?

Ich schaff es nicht, dass du kommst.

So ein Blödsinn, das ist es nicht.

Egal.

Halt!

Halt.

Lass mich los!

Lass mich los, bitte!

Liebst du mich?

Was ist es dann?

Ich habe dir doch alles verziehen.

Ich verstehe, dass du zufällig einen Fehler gemacht hast.

Das war kein Zufall, Oliver.

Wir können nicht leben wie früher.

- Diese Nacht hat alles verändert. - Nichts hat sie verändert, Dummchen!

Du solltest lieber zu Susan zurückgehen.

Sie ist eine gute Frau.

Woher weißt du, ob ich eine gute Frau brauche oder nicht?

Unwichtig.

Wir haben eh keine Zukunft.

Wir haben die Gegenwart.

Bravo!

Bravo!

Mädels!

Danke.

- Wollen wir los? - Es ist doch noch nicht spät.

Was bringt's? Sie werden sich jetzt alle betrinken.

Du kannst dich doch auch betrinken.

Ich will nicht.

Was ist das Problem?

Du hast Premiere, hier sind alle deine...

...Kollegen, Freunde.

Mach einen drauf, genieße es. Ich hab nichts dagegen.

Entschuldigt, dass ich euch unterbreche.

Ich geh nach Hause. Serjoscha, ich danke dir für alles.

Danke, Katja.

Wir wollten auch gerade gehen. Sollen wir dich mitnehmen?

Nicht nötig, mein Taxi wartet schon unten.

- Wohin musst du? - Nach Wagonka.

Das liegt auf unserem Weg.

- Ich weiß, aber... - Storniere es.

Ja, Katja, storniere es.

Hier schreibt übrigens Kirjucha:

"Ein Scheißstück."

Was soll's, im Prinzip hat er recht.

"Aber Serjoscha war gut."

Katja, fährst du Auto?

Ich bin so emotional. Ich setz mich lieber nicht ans Steuer.

Aber einen Führerschein hast du?

- Ja, natürlich. - Lena, bieg hier links ab.

Danke fürs Mitnehmen, Leute.

Tschüss! Küsschen für euch.

- Na dann, tschüss, Katja. - Tschüss. Besuch uns mal, Lena.

Und du uns.

Nehmt ihr die Blumen mit, stellt sie in eure Küche.

Tschüss, bis bald.

- Tschüss, bis bald. - Tschüss.

So. Das war's.

Kommen Sie am Mittwoch. Nachmittag.

- Danke. - Bitte.

Soll ich Sie mitnehmen?

Ja, gern.

Wo willst du hin?

Ein bisschen schlampig, oder?

Ihre Ausweise bitte. Ich bin Unterleutnant Litjajew.

Aufstehen, anziehen.

He, wo willst du hin?

Sie leben also im Zentrum, vergnügen sich aber gerne hier?

Sind Sie wenigstens mit Ihrem Ehemann Sergei Sergejewitsch unterwegs?

Oder wer ist da so schnell weggerannt?

Verstehe.

Korrigieren Sie mich, wenn nötig.

So!

"Panfilowa Jelena Jurjewna...

...hat am städtischen Strand die öffentliche Ordnung gestört,

ihre Missachtung gegenüber der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht,

sexuelle Handlungen ausgeführt...

...mit..."

Mit wem eigentlich?

Weiß ich nicht.

"...mit Unbekannt."

- So, so. - War's das, kann ich gehen?

Können Sie.

Unterschreiben Sie dort, wo Häkchen sind.

In zwei Wochen kriegen Sie die Vorladung.

Was?

Sie müssen nicht hin. Sie bekommen dann eine Geldstrafe zugeschickt.

Eine Formalität.

Wo wollen Sie hin?

Sie sagten, ich kann gehen.

Jelena Jurjewna...

Warum laufen?

Wir nehmen Sie mit. Es ist schon spät.

Danke, ich geh allein.

- Alles Gute, Jelena Jurjewna. - Gute Nacht.

Sieh mal, so bist du.

Wie bin ich?

Schön.

Schöner als wer?

Als alle.

Du stellst seltsame Fragen.

Und du bist auch irgendwie seltsam. Immer dieser Blick...

Dann entscheide dich mal. Bin ich nun seltsam oder schön?

Obwohl dich nichts stört. Bei dir geht ja beides gleichzeitig.

- Hast du wegen Urlaub gefragt? - Nein.

- Mist, Lenka, wir verlieren dich. - "Wir"?

Na, so wie einen Patienten. "Wir verlieren ihn!"

Blöder Scherz.

Kurz gesagt, ich hab ab Montag frei, so frei wie man nur sein kann.

Nimm mindestens zwei Wochen frei.

Und wenn ich freinehme, was wollen wir dann machen?

Weiß nicht.

Vielleicht fahren wir...

...ins Wochenendhaus zu deinen Eltern.

Die Rentnervariante? Verstehe.

Na ja, nicht unbedingt. Ich hab nur gedacht,

du willst dich ausruhen, die Natur genießen.

Dann scheidet das aus.

Dann die Jugendvariante: Warschau. Party machen.

Die Theatertruppe fährt dahin. Wollen wir mit?

Also, Variante "Meine Eltern", Variante "Wir und die Theaterjugend".

Eine dritte Variante hast du nicht?

Wie's aussieht, hast du eine. Dann sag's doch.

Gibt es eine Variante, wo wir beide alleine sind?

Oder brauchen wir unbedingt Zeugen?

- Verstehst du denn gar nichts? - Das weißt du ja.

Ich verstehe wirklich nicht, was mit dir in letzter Zeit los ist.

Lenka, mach keinen Blödsinn!

Lass uns...

...am Sonntag ans Meer fahren. Für den Anfang wenigstens.

Mal sehen.

Nur auf natürlichem Weg. Ich sagte doch, ich will alles fühlen.

Denken Sie, es macht uns Spaß, Frauen aufzuschneiden?

Sweta, in Ihrem Fall ist ein Kaiserschnitt die zuverlässigste und sicherste Option.

- Glauben Sie mir, ich schwör's. - Also, nochmal.

Drehen wir es oder haben Sie es sich anders überlegt?

- Drehen. - Gut.

So...

Hier sind die Pobäckchen.

Hier ist das Köpfchen. Normalerweise wäre es umgekehrt.

Ich drücke jetzt hier, vorsichtig,

und drehe es.

- Tut ihm das weh? - Nein. Und Ihnen?

Auszuhalten.

So...

Polina?

Schauen wir mal.

Ganz wunderbar.

- Als ob es immer so gewesen wäre! - Gott sei Dank! Ich danke Ihnen sehr!

Gern geschehen.

Ich wurde auch so geboren.

Aus der Querlage mit einer Drehung auf die Beine.

Dank einer namenlosen, sowjetischen Hebamme.

Jelena Jurjewna!

- Guten Tag. Iwan Borissitsch. - Guten Tag.

- Wir wollen zu Ihnen. - Warten Sie bitte im Büro.

- Läuft bei Ihnen alles gut? - Ja.

- Sind Sie zufrieden? - Sehr.

Ich könnte mein ganzes Leben lang schwanger bleiben.

Der Bauch ist plötzlich sinnerfüllt, verstehen Sie?

Solche Emotionen! Einfach unglaublich.

Darf ich vorstellen, der zukünftige Papa Wadim.

Iwan. Sehr angenehm.

Ich hab's nicht vergessen, ich komm bei Ihnen vorbei.

- Wiedersehen, Jelena Jurjewna. - Ja, schauen Sie vorbei.

Ein komischer Typ, nicht? Nikiforowas Mann?

Verzeihung, was?

Hallo.

Was wollen Sie?

- Ich bin allein hier. - Und?

Verdammt! So...

Ich schäme mich.

Das war wie ein Reflex. Ich hab die Nerven verloren.

Mir hat's die Sprache verschlagen vor Schreck.

- Lena... - Komm nicht näher!

Lena!

Warte!

- Ganz ruhig, keine Angst. - Verschwinde!

Hör zu.

- Lena... - Raus hier! Sofort!

Ich denk immer dran, ich will es.

- Bitte! - Es reicht!

Lena!

Lena...

Was ist los?

Ein Lada Priora, schwarz, 832, kommt in sieben Minuten.

Oder ein schwarzer BMW,

636, jetzt sofort.

Sergej Teilnehmer ist wieder erreichbar

Sergej

Der Teilnehmer ist nicht erreichbar. Versuchen Sie es später noch einmal.

Können wir über Wagonka fahren?

Halt mal hier an. Ja, hier.

- Und was machen wir? - Nichts. Sitzen hier ein paar Minuten.

- Kann ich draußen eine rauchen? - Kannst du hier drin rauchen?

Kann ich.

- Hallo? - Hallo.

Ich wollte nur wissen, wann du zu Hause bist.

Wir schleppen bei Katja einen Schrank. Vielleicht noch zehn Minuten.

- Einen Schrank? Ich versteh nicht. - Für die Müllabfuhr.

- Ich ruf gleich zurück. - Hallo?

Noch zwei Minuten, dann fahren wir.

Ich hab's nicht eilig.

Fahr los.

Los!

Hast du versucht, mit ihm zu reden?

Ob da was war oder nicht.

Wenn ich frage, und er sagt ja, was dann?

Ich könnte dann nicht mehr bei ihm bleiben.

Ist er klug?

Dein Mann.

Irgendwie schon.

Dann sagt er, dass nichts war.

Was macht es dann für einen Sinn zu fragen?

Und selbst? Niemals?

Nein.

Dann ist es jetzt an der Zeit.

Scherz.

Wurdest du schon mal hintergangen?

Hintergangen? Sie sind ganz offen fremdgegangen.

Wir sitzen zusammen, so wie ich jetzt mit dir.

Reden belangloses Zeug.

Turteln.

Da fragt sie: "Was würdest du tun,

wenn ich fremdginge?"

Ich sage: "Umbringen, wahrscheinlich."

Sie sagt: "Nun, dann bring mich um."

Erst hab ich ihr nicht geglaubt.

40 Minuten lang hat sie auf mich eingeredet.

Ich hab nur den Kopf geschüttelt.

Dann hab ich es geglaubt.

Hab meine Sachen gepackt und bin gegangen.

Was dann passierte, weiß ich nicht mehr.

Aber nach ein paar Tagen habe ich ihr verziehen und bin zu ihr zurück.

Aber da war ich 20.

- Die erste Liebe, eine besondere Frau. - Danach waren es alles normale Frauen.

Ich bin auch fremdgegangen, wie jeder normale Mann.

Warum?

Weil Nichtfremdgehen so ein jugendlicher Maximalismus ist.

Beim Sex sind alle unglücklich.

Weil Sex das ist, was man nicht darf, und nicht das, was möglich ist.

Aber Hauptsache, es muss niemand leiden.

Das heißt, ich bin für ihn eine Frau wie jede andere, keine besondere.

Nach deiner Klassifikation.

Vielleicht ist er für dich kein Besonderer.

Vielleicht.

So.

Ich geh jetzt nach Hause, Wanja.

SWETLOGORSK - SELENOGRADSK

- Und Swetlogorsk? - Waren wir schon so oft. Wir finden...

...was anderes.

Klingt sehr mysteriös.

Wadim Nikiforow Wadim hat ein Foto geschickt

Mach mit mir, was du willst

Steht eine Geburt an?

Heute müssen sie mal ohne mich auskommen.

Ein ernsthaftes Mädchen bist du.

Nur, weil ich am Steuer bin, Serjosch.

Serjog.

Was ist mit unserem Sexleben?

Was soll damit sein?

Was ist damit passiert?

Nichts.

Ist das wegen diesem einen Mal?

Nein.

Grundsätzlich.

Jetzt zum Beispiel.

Warum haben wir keinen Sex, in diesem Moment?

Hör zu.

Du willst doch selbst nicht.

Ich? Woher weißt du das?

Ich spüre es.

Eher im Gegenteil, ich spüre von dir irgendwie

kein Verlangen, keine Schwingungen, keine Anziehung.

Du läufst ständig benebelt herum.

Und du strotzt nur so vor Sex, du sendest ständig Schwingungen?

Lena, ich denke einfach, dass kein Sex besser ist als leidenschaftsloser Sex.

So nach dem Motto, was sein muss, muss sein, also mach.

Wir haben leidenschaftslosen Sex? War das schon immer so oder erst jetzt?

Das meine ich nicht.

Ich sage nur,

man muss mich nicht als impotent abstempeln.

- Wenn es ein Problem gibt, raus damit! - Hast du ein Verhältnis?

- Was für ein Verhältnis, verdammt? - Eine Romanze am Arbeitsplatz.

Mit wem?

Du weißt, mit wem.

Nein.

Nein, weiß ich nicht. Nein, ich habe kein Verhältnis.

Und was war das für ein Auto?

Welches Auto?

Vor zwei Wochen wollte ich dich fahren, aber du hast abgelehnt.

Okay.

Ich erstatte Bericht.

Ich bin rausgegangen, habe ein Hupen gehört,

mich runtergebeugt und reingeschaut.

Wowka Schelesnjak hat gehupt: "Hallo, Serjoga."

Wir fuhren zusammen zum Theater. "Wie geht's? Was macht das Leben?"

Und Schelesnjak schickt dir auch jeden Tag 20 SMS?

Ich verstehe, worauf du hinauswillst.

Katja, oder?

Katja.

Wenn du schon im Handy rumschnüffelst, Lena,

musst du doch gemerkt haben, dass da nichts läuft.

Das sind gewöhnliche SMS.

Späßchen über den Regisseur.

"Hallo, wann ist Probe?"

Du kannst doch lesen.

Ich hab nur gesehen, dass es viele sind.

Zum Lesen bin ich gar nicht gekommen.

Weißt du was? Wenn es was zu verheimlichen gäbe,

hätte ich wahrscheinlich ein Passwort eingerichtet und Ende.

Keine Probleme.

Oder diese SMS einfach gelöscht.

Da war von einer Nacht die Rede.

Sei doch kein kleines Kind.

Das ist doch aus unserem Stück.

Das sagt Katja am Schluss.

Du hast es doch gesehen.

Tut mir leid.

- Es tut mir leid. - Was hast du, Lena?

Warum weinst du?

Lena.

Wird es heute sehr spät bei dir?

Nein, etwa bis sieben, spätestens bis acht.

Also, wenn was ist, spann mich ein. Einkaufen, nicht Einkaufen.

Ich will ja nicht eigennützig sein.

Obwohl...

Hier.

Du könntest bitte die Miete bezahlen.

Du hast übrigens was vom Gericht bekommen.

Was ist das?

Von der Verkehrspolizei?

Oh, ja.

Die Verkehrspolizei. Wahrscheinlich wegen des Unfalls.

Oder nicht die Verkehrspolizei?

Die Nummer hab ich, ich ruf später an.

Dann pass auf, vielleicht hast du jemanden umgebracht.

Aus Eifersucht.

- Na dann, tschüss. - Tschüss.

Von Wadim Nikiforow Ich werde dich hart nehmen

Lena Lena Lena ICH FLEHE DICH AN

Wadim Nikiforow blockieren

Was ist? Frühsport?

Was ist los?

Ich liebe dich.

Verstehst du?

Großartig.

Das reicht.

Na dann.

- Ich gehe jetzt. - Geh ruhig.

- Ja? - Ja.

- Hallo? - Hallo.

Lenka, es dauert etwas länger, so bis halb zwölf etwa.

- Na gut. - Bist du schon zu Hause?

Nein, noch nicht. Ich bin grade erst fertig geworden.

Kannst du Auberginen machen? Mit Fleisch und Knoblauch.

Ja, gut. Mach ich.

- Wenn's keine Umstände macht. - Ich sagte doch, ich mach's.

Ich ruf eigentlich an, um dir zum Geburtstag zu gratulieren.

Mist, heute habe ich einen...

...Abend voller Abenteuer.

Zuerst habe ich...

- ...die Schlüssel verloren. - Dann dein Handy?

Nein, das hab ich auf der Arbeit vergessen.

Bist du so arbeiten gewesen?

Wie?

In meiner Jacke.

Nein, Serjosch, was denkst du denn? Ich bin nach Hause gekommen

und hab mich umgezogen.

Das ist...

Verdammt, ich hab doch alles gekauft. Auch Auberginen.

Und Fleisch. Ach, Serjosch, bring es her, sonst verdirbt es noch...

...wenn du es nicht holst.

Also, ich...

Ich...

...komm hier an, such überall nach meinem Schlüssel.

In der Handtasche, im Einkaufsbeutel. Kein Schlüssel.

Da hab ich Panik gekriegt

und bin ins "Poplawok" gegangen.

Rauscht gerade ein Zug vorbei? So kommt es mir vor.

Sind wohl meine Ohren.

Kurz gesagt, ich bin gekommen...

Warum hast du nicht meinen Schlüssel im Theater abgeholt?

Ich sagte doch, ich hab an der Tür Panik gekriegt.

Was blieb mir übrig? Was sollte ich machen?

- Ich beschloss, mich zu betrinken. - Das hat ja bestens geklappt.

Hast du dir Sorgen gemacht? Verzeih, Serjosch.

Verzeih mir.

- Siehst du dich schon wieder an? - Na und?

Das nervt.

Sehr schade!

Grade wollte ich trinken, und da...

Der Deckel...

Ich hab vergessen,

den Deckel abzuschrauben. Nein, ich will nicht! Danke.

Nein.

Polina hat gesagt, du warst nicht bei der Arbeit.

Was ist?

Ich hab dieses Hilfsmittel gefunden.

Und?

Wann hast du das getragen?

Ich warte auf den passenden Moment. Hab's gekauft und weggelegt.

Weggelegt...

Wohl eher geschickt versteckt.

Nicht geschickt genug. Du hast es ja gefunden.

Gib mir bitte das Handtuch.

Zieh es an.

Komm raus.

Setz dich.

Oh, Serjosch.

Langsamer. Langsamer!

Ja, so.

Genau so.

Komm zu mir.

Guten Tag.

Jelena Jurjewna, ich konnte Sie gestern nicht erreichen.

Frau Slesarenko ist zu Dr. Nasarowa gewechselt.

Warum?

Und Frau Tschasowa hat auch abgelehnt.

Abgelehnt?

Mich?

Nun, sie möchte den Arzt wechseln.

Danke.

Guten Morgen.

Sekunde.

Lena...

Bist du verheiratet?

Ja.

Ich bin nicht mehr verheiratet.

Warum nicht?

Weil ich ihn nach dir, Schlampe, nicht mehr will.

Warum wendest du den Blick ab?

Ich wusste nicht, dass er Ihr Mann ist.

Ich habe ihn das zweite Mal gesehen, als Sie zusammen hier waren.

Das erste Mal war, als du es mit ihm getrieben hast, ja?

Erst ranlassen und dann fragen, wie er heißt, was?

Nein, ich habe nicht gefragt.

Und dieser ganze Schweinekram, den er dir aufs Handy geschickt hat,

stammt alles von diesem einen Fick?

Was hast du mit ihm angestellt, möchte ich gern wissen?

Erzähl es mir, ich bin ganz Ohr.

Was machst du so Besonderes?

Irgendwelche Muskeln anspannen oder auf besondere Art lutschen?

- Raus! - Nein. Du fliegst hier raus!

Du wirst auf deinem Fachgebiet arbeiten, als Bordsteinschwalbe!

Ich habe alles über dich im Internet geschrieben:

die ganze Wahrheit, wer du in Wirklichkeit bist.

Zu dir kommt keine Patientin mehr, verstanden?

Warum sagst du nichts?

Für einen verheirateten Mann die Beine breitmachen kannst du,

aber antworten...

Sie lieben ihn ja nicht mal.

Aber du liebst deinen Mann.

Hoppla! Was ist das? Was sagt man dazu?

Das ist ein Handy!

- Passwortgeschützt. - Serjosch!

Ein Handy mit Geheimnissen.

Was ist?

Hier! Nimm, nimm, nimm, Lena!

Komm zu mir.

Komm her.

- Serjosch. - Was ist denn, Lena?

Her mit deinem Schenkel!

- Was ist? - Du bist betrunken!

- Was? - Betrunken!

- Was? - Betrunken.

Und war der... nüchtern, mit dem du es getrieben hast?

- Wer? - Der Mann deiner Patientin.

Oder gab es mehrere?

Ja!

- Es passierte so schnell... - Verdammt! Ich

- Versuch nicht, dich rauszureden. - Ich erzähle dir, wie es war.

Ich verließ die Autowerkstatt voller Wut.

Gut. Gut. Du warst verärgert.

- Okay. - Ich war wütend auf dich,

dass du mit Katja zusammen bist, dass du mich als Frau...

...nicht begehrst. Und da habe ich beschlossen,

dass du mir irgendwie weniger bedeuten sollst.

Hat er dir denn als Mann gefallen?

Ich fühlte mich danach moralisch schlecht.

Ich pfeif auf deine Moral, Lena.

Darum geht es überhaupt nicht!

Hast du ihn in den Mund genommen?

Hast du ihm einen geblasen oder nicht?

- Über so etwas spricht man nicht. - Da bin ich ganz anderer Meinung!

Details bitte!

Du versuchst, dich rauszuwinden, das Ganze schönzureden.

- Tu ich nicht. - Tust du wohl!

Was machen Details für einen Unterschied?

Lena.

Es ist ein Unterschied, ob man zurückhaltend ist

oder sich voll hingibt!

Und dir... Fällt dir unser Gespräch gar nicht schwer?

Doch.

Ja?

Warum?

Es könnte uns schaden.

Ach was! Uns schaden...

Lena, der Schaden ist doch schon angerichtet!

Und das liegt nicht an Sex oder Blowjobs.

Es liegt daran, dass wir uns irgendwie fremd geworden sind!

Hast du angenommen, dass ich dich jetzt für eine Schlampe halte

und dann beschließe, drauf zu pfeifen, ja?

Nein, ich denke, dass das irgendwie unterbewusst...

Das denkst du, weil du von dir ausgehst, Lena!

- Nein. - Doch.

Würde es dir wehtun, solche Details über mich zu erfahren?

Ja.

Aber mir nicht.

Mich erregt es, dass du ein Flittchen bist.

Nein, es bereitet mir direkt Genuss, dass du ein Flittchen bist!

Dass du, Lenka, einfach...

...eine Hure bist!

Vielleicht bin ich ja pervers, ich weiß es nicht!

Nimm deine Hände weg, verdammt!

Und wo hat der Typ ejakuliert?

Wo hat er ejakuliert?

In ein Kondom.

Da hast du's ihm aber nicht besonders besorgt, Lena.

Das ist doch ein alter Hut, ins Kondom.

Warum hast du ihm nicht erlaubt, in deinen Mund zu kommen?

Du warst doch erregt, es hat dir doch prima gefallen, oder?

Nein.

Warst du denn im "Poplawok" wenigstens erregt?

Heißt das etwa,

dass du nur zur Selbstbestätigung Schwänze gelutscht hast?

Ja?

Schade.

Warte, Serjoscha.

Es reicht.

Verschwinde.

Scheiße!

Ist das wahr?

Wenn nicht, dann gehen wir gegen sie vor, ziehen vor Gericht, was auch immer.

Es ist wahr.

Na dann, Glückwunsch.

Willkommen im Klub.

Du verstehst das nicht.

Ich verstehe das sogar sehr gut. Ich bin sogar...

...beeindruckt.

Ein starkes Debüt.

Warte mal, fing das vor oder nach der Konsultation an?

Danach.

So, so.

Und ist es...

...Liebe?

Ein unglücklicher Zufall.

Unglücklich. Das stimmt.

Hör zu.

In einer Woche ist das vergessen.

Mach dir keine Sorgen um deine Reputation.

Darüber mach ich mir keine Sorgen.

Ich will nicht, dass du gehst.

Es gibt vieles, was wir nicht wollen.

Los, Wanja, unterschreib.

Hallo.

Lena, eine Minute.

Wir sind schon fertig. Guten Tag.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich.

Lass uns nach Moskau gehen. Oder St. Petersburg.

Wir müssen nicht umziehen.

Ich kann deinen Familiennamen annehmen und in einer anderen Klinik anfangen.

Auch eine Möglichkeit.

Möchtest du es nochmal mit ihm tun?

Willst du ihn nochmal ficken?

- Serjosch, wir haben doch ausgemacht... - Ich sage ja gar nichts.

Das ist in deiner Natur, das ist normal.

Ich will dich nicht beschuldigen oder irgendwie erniedrigen.

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