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TOMMASO UND DER TANZ DER GEISTER

Okay. -Nur Mut.

Und das? -Für jemanden.

Eine Frau. Weiblich, Singular. -Ah ja, stimmt.

Männlich, Plural? -Auf E.

Auf I. -I oder E?

Weiblicher Plural?

"Corragiose". -Gut.

Ja? Das ist ein Adjektiv.

Das ist das Substantiv. -Klar.

Gut. Du hast viel Mut.

Stimmt's? -Mut zu etwas.

Du lebst in Rom, also bist du mutig.

Okay, okay. -Das muss man sagen.

Das hab ich verstanden.

Was hast du heute Vormittag gemacht? -Ich habe...

... ein bisschen gearbeitet,

weil ich noch dieses Projekt vorbereite. -Ja.

Wir warten noch auf das Geld, das ist wie immer schwierig.

Aber ich bin... "zusichtlich"...

Ja, "zuversichtlich"... -... dass wir das hinkriegen.

Also, weil du so tüchtig bist, bekommst du eine Hausaufgabe auf:

zehn Sätze im Perfekt...

... mit Verben deiner Wahl.

Du kannst dir das Verb aussuchen.

Aber es muss im Perfekt stehen.

Okay... warte... -Ja?

Eine Kleinigkeit. -Ja?

Umdrehen. -Ich soll mich umdrehen?

Eine Überraschung, hab keine Angst. -Gut.

Nein, ich werde keine Angst haben. -Warte kurz.

Okay, umdrehen. -Darf ich?

Zum Geburtstag viel Glück! -Danke.

Zum Geburtstag viel Glück! -Vielen Dank!

Zum Geburtstag, Maricla, zum Geburtstag viel Glück!

Soll ich mir was wünschen? -Ja.

Das mache ich.

Fertig.

Auspusten? -Ja.

Tausend Dank, Tommaso.

Ganz schön voll.

Oh, hallo, Tommaso. Geht's gut? -Ja, danke.

Einen Kaffee.

Oh, hallo!

Wie geht's der Kleinen? -Gut.

Gut? -Ja.

Spricht sie Italienisch? -Ja.

Und auch Moldauisch und Englisch.

Ach ja? -Nur ein bisschen.

Ach ja? -Ja.

Es ist kompliziert, weil ich kein Moldauisch verstehe.

Da ist die Mama schuld, ja? -Ja.

Die Frauen...

Hallo! -Hallo, Tommaso.

Wie geht's? -Gut.

Ist jetzt nicht die Zeit für Radicchio aus Treviso?

Nein, den gibt es zurzeit nicht.

Das ist deins. -Okay.

Morgen hole ich dann Ananas... -Cannellini-Bohnen und Ananas.

Hallo.

Danke.

Mama?

Ja?

Was kannst du bestellen?

Sie hat gesagt, dass sie das kleine Spielzeug nehmen

und woanders reinlegen wird.

Ich verstehe kein Wort. -Mach schon mal die Orecchiette auf.

Dann können wir die reintun.

Es ist an der Zeit. -Kochen wir die alle?

Ja, ich habe schon Salz rangemacht.

Mach alle rein. Wenn was übrig bleibt...

Hilf mir doch bitte, wenn ich italienisch mit dir rede.

Antworte bitte nicht auf Englisch. -Okay.

Okay. -In Ordnung.

Fertig?

Probier mal. Ich glaube, sie sind fast durch.

Zwei Minuten? -Ja. Nein.

Etwas länger? -Zwei Minuten, ja.

In zwei Minuten essen wir.

Mama, guck mal!

Guck mal, guck mal!

Nein, nein, nein, das darf man nicht essen.

"Sie sind die einzigen Bewohner. Nur ihr Atem ist zu hören.

Mutter schlafend am Tresen, warm zugedeckt, aber jetzt...

... scheint weit weg zu sein.

Clint kniet vor dem Mädchen..."

Essen! Kommt ihr?

Und? Hast du Hunger?

Hast du Hunger?

Nikki?

Willst du viel? Bist du hungrig?

Das...

Ein bisschen...

Noch etwas Öl? -Nein, danke.

Wir sind soweit.

Ich auch. Danke.

... der Wolf. -Der Wolf!

Liegt sie im Bett? -Ja.

Ohne Probleme? -Ja.

Das ist gut. Schläft sie? -Ja, endlich.

Das lese ich gerade.

Worum geht es?

Ach, es ist diese Passage...

Du weißt schon...

"... als hätten sie die Galaxie durchquert

und seien nun deren einzigen zwei Bewohner.

Nur ihr Atem ist zu hören.

Mutter schläft am Tresen, warm zugedeckt, aber jetzt erscheint...

Clint kniet vor russischem Mädchen..." Diese Passage.

Ich weiß nur nicht...

... ob sie zu sentimental ist. Und außerdem...

Nein, das ist doch süß. -Ich weiß nicht...

Gefällt es dir? -Ja.

Ich finde, es ist sehr...

Es ist wie ein Traum, wie...

... etwas...

... Überirdisches.

Du hast zumindest vorgehabt...

Nein, ich glaube... Ich weiß nicht, irgendwas stört mich daran.

Da muss was anderes hin.

Wie geht's dir?

Ich bin müde. -Ja?

Ich bin müde, müde...

Weißt du, sie ist wirklich... -Sie ist doch brav, oder?

Sie ist lieb, aber sie ist...

Man verbringt ja nicht einfach nur Zeit mit ihr. -Ich weiß.

Man muss präsent sein, man ist...

... nur auf das Baby konzentriert. -Ich weiß, ich weiß.

Das hast du vergessen. -Ich weiß das.

Ja. -Ich glaube, das ist normal.

Mit einem Baby ist es einfach irgendwie...

Oder bist du mit mir nicht glücklich?

Du weißt es nicht mal. -Manchmal...

Ich weiß. Egal. -Manchmal... -Falsche Frage.

Manchmal bin ich...

Weißt du, manchmal redest du einfach nicht mit mir,

du kommunizierst nicht mit mir, du...

Ich weiß. -Weißt du...

Wir haben zu tun. -Du bist so beschäftigt.

Und du vergisst, dass ich eine Frau bin,

dass ich anders bin.

Okay. Was muss ich sonst noch wissen?

Du vergisst, dass ich ein Mann bin.

Das ist es, was ich meine.

Ich vergesse, dass du ein Mann bist,

weil ich ja auch dieses kleine... Baby habe.

Ich weiß.

Wir...

Sie schläft jetzt.

Nicht hier...

Fass mich an.

So schön...

So ein schöner Hintern.

Mama!

Mama, Mama.

Warte. -Was ist?

Das Baby? -Ja, ich glaube schon.

Alles okay?

Tut mir leid, ich laufe zu schnell.

Okay?

Fester?

Fester?

Komm, Elisa, sei nicht böse. -Ich bin aber böse.

Na komm, nimm Anna in den Arm.

Nicht böse sein.

Warum? -Elisa, sei doch nicht so.

Eifersüchtig?

Sie ist böse, weil Anna ihr die Seifenblasen nicht gibt.

Anna, gib Elisa die Seifenblasen.

Elisa hat auch so was zum Seifenblasen machen und gibt es nicht her.

DeeDee...

Was meinst du?

Was denkst du?

Die sind neu. -Was?

Sie sind neu.

DeeDee.

Pusten. Guck mal...

Riesig!

Klein. -Die sind klein, oder?

Sehr gut!

DeeDee, willst du ein Eis essen gehen?

Ein Eis essen gehen!

Ciao! -Ciao!

Sag DeeDee tschüss. Tschüss, Tommaso!

Guten Tag.

Welches?

Erdbeere?

Das da?

Eine Waffel mit Erdbeere.

Das war's? -Ja, das ist alles.

Hallo. -Was ist hier los?

Mein Gott, du siehst ja herrlich aus!

Wo warst du? Was hast du gemacht? -Eis.

Ein Eis? Erdbeere? -Erdbeere.

Lecker!

Elisa hat geweint? Elisa hat geweint?

Ja? -Ja.

Warum hat Elisa geweint?

Ist ja gut, wir gehen ja wieder hin.

Dann spielen wir wieder mit ihr.

Ich muss schnell was machen, okay? -Ja.

Komm, Hände waschen.

"Außen. Schnee. Auf dem Land. Tag.

Abspann über wilder Winterlandschaft.

Während ich sehr lange über vieles gegrübelt hatte

und tagelang mein Ich gesucht und überlegt hatte, was gut für mich wäre

und was ich vermeiden müsste,

sprach es zu mir.

Was war es? Ich selbst war ein anderer.

In mir oder außerhalb.

Das ist genau das, was ich zu gern wüsste und nicht weiß."

Guten Tag. -Tag.

Guten Tag. -Tag.

Sexy, schön, dumm.

Wie ihr wollt: sexy, verrückt, dumm.

Es geht nur darum, die Bewegung organisch auszuprobieren.

Und auch ziemlich schlicht.

Diese Bewegung gefällt mir.

Okay... zwei.

Okay, ist gut. Den Kreis ergänzen.

Drei, weitermachen.

Ich möchte sagen:

Es sind eigentlich alles einfache Spiele.

Aber der Gedanke der Ablenkung hat mir sehr gefallen.

Der zweifache Fokus, den ihr habt.

Denn für mich ist das Schauspielen immer etwas zwischen...

... Kontrolle und Losgelassenheit.

Okay.

Wenn wir solche ablenkenden Dinge machen,

Dinge, die scheinbar nicht zusammenpassen,

fühlt ihr euch aus dem Gleichgewicht gebracht.

Aber wenn ihr dabei entspannen könnt, werdet ihr emotional empfänglicher.

Aber wenn ihr euch dabei entspannen könnt,

werdet ihr emotional empfänglicher.

Eure Aufgabe ist es, die euch bekannte Handlung so auszuführen,

dass ihr sie nicht vorführt, sondern wirklich ausführt.

Führt die Handlung wirklich aus.

Sodass die Handlung geboren wird, denn dann

ruft sie eine Reaktion hervor, und diese bringt euch weiter.

Doch manchmal wird eine Emotion nur imitiert oder gezeigt,

aber nicht wirklich empfunden.

Wenn ihr nur emotionale Sachen macht,

die euch vertraut sind, dann ist das nur für euch.

Darüber müsst ihr hinauswachsen.

Wir kennen das aus unserem Leben: Wenn wir etwas selbstvergessen tun,

wenn wir eine Handlung sauber ausführen,

dann kommen wir näher an eine Erfahrung der Schönheit des Lebens heran.

Ich mache also diesen Film in Miami.

Und ich konsumiere mengenweise Crack, Kokain...

Ich trinke... Heroin... Ich bin raus, völlig raus.

Alles gut? -Ja, bestens.

Schön, dich zu sehen. -Es ist heiß.

Dieses Scheißwasser.

Willst du ein Bier? Wir sehen uns gleich.

Tja, und wir machen diesen Film in Miami

zu einer Zeit, in der Miami ein sehr reges Nachtleben hat.

Bei diesem Film hatte ich nicht mein gewohntes Team dabei.

Dieser Film wird mein erster mit einer Videokamera gedrehter Film sein.

Ich fühle mich wie der King.

Mein Ego sagt: Ich zieh das durch!

Ich hatte vor,

ein Remake von 'La dolce Vita' zu machen.

Ein amerikanisches Remake davon.

Ich hatte einen jungen kubanischen Schauspieler.

Er nahm das Zeug auch,

und als ich da hinkam, war er gerade in einer Entzugsklinik.

Aber das machte mir nichts aus, ich musste ihn nur da rausholen.

Ich weiß noch, wie ich ihm Stoff brachte, als er noch in der Entzugsklinik war.

Er kam mitten in der Nacht raus, um uns zu treffen.

Es war verrückt, aber ich brauchte den Jungen.

Eines Tages arbeitete ich so am Set.

Und da sehe ich eine Komparsin, ein hübsches Mädel.

Ich sollte keinen Scheiß machen, aber ich fühle mich einfach super.

Ich fühle mich stark und stolziere herum.

Ich führe sie aus, es wird spät,

und wir gehen noch in das Lokal eines Freundes von mir.

So eine Art Diner,

aber total angesagt, ein cooler, ziemlich schicker Laden.

Ich gehe rein und lege einen 100-Dollar-Schein auf die Bar.

Ich sage: "Ich lade alle zu einem Drink ein."

Dann gehe ich mit dem Besitzer raus und erledige ein paar Sachen.

Als ich zurückkomme, ist das Mädel nicht mehr da.

Tja, sie ist weg.

Der Typ sagt: "Du wollteste eine Runde schmeißen."

Und ich: "Ich hab 100 Dollar hingelegt", und er: "Ich hab nichts gesehen."

Ich bin stinksauer und hänge mich ans Telefon.

Ich wähle ihre Nummer und brülle: "Du beschissene..."

Ich hab sie wirklich aufs Übelste zusammengestaucht, richtig fies.

Nach dem Motto: Wie wagt sie es, einen so coolen Typen zu hintergehen!?

Ich wusste nicht, dass sie einen Freund hatte.

Und dieser Freund machte immer Theater

wegen den Filmleuten, mit denen sie sich abgab.

Er war wahnsinnig eifersüchtig. Sie hatte gesagt, sie hätte Angst vor ihm.

Ich fahre also zurück in mein Motel in South Beach.

Ich vergesse, die Tür abzuschließen.

Ich gehe ins Bett und denke, ich träume, dass jemand mich windelweich prügelt.

Voll drauf, mitten ins Gesicht.

Aber ich träume nicht.

Der Typ ist reingekommen...

Er ist ihr Freund, prügelt auf mich ein: "Was hast du mit dem Mädel gemacht?"

Er schlägt mich grün und blau, mein Gesicht ist total geschwollen.

Der Typ zieht ab.

Jemand bringt mich ins Krankenhaus.

Es ist keiner da, ich bin allein und völlig fertig.

Mein Ego ist so verrückt, dass ich denke, sie wollen mich umbringen.

Ich habe paranoide Gedanken.

Ich kann nur noch daran denken, in Sicherheit zu sein.

Dann höre ich,

dass es im 3. Stock der Klinik eine Entzugsstation gibt.

Es ist eine geschlossene Abteilung, nur Angehörige haben Zutritt.

Also gehe ich da hin.

Aber ich habe überhaupt nicht die Absicht, clean zu werden.

Nach all der Scheiße bin ich fast am Abnippeln.

Aber selbst da kapiere ich nicht, dass mein Verhalten ein Problem ist.

Da stehe ich immer noch drüber, ich bin wichtiger als das.

Trotz allem dämmert es mir nicht...

Es ist schwer zu glauben, ich meine, das war 12 Jahre davor...

Also, ich gehe da rein, aber ich konsumiere weiter, und mein Dealer kommt.

Mein Gesicht heilt langsam,

und ich habe das Gefühl, ich kann weitermachen.

Es ist einfach irre,

dass ich so lange gebraucht habe.

Gestern hatte ich Geburtstag, da waren es sechs Jahre her.

Ich möchte allen danken.

Außerdem ist etwas Magisches passiert.

Zumindest war es für mich magisch.

Letzten Monat ist jemand zu mir gekommen.

Er war Tourist.

Aus den USA.

Er kam hier zu diesem Meeting.

Anschließend waren wir draußen, und er kam auf mich zu.

Und er sagte:

"Ich war Ihr Arzt.

Ich habe Sie auf der Entzugsstation in Miami betreut.

Und...

... ich habe Sie im Auge behalten.

Ich habe Ihre Arbeit verfolgt und Sie im Auge behalten.

Und ich möchte nur sagen...

Es freut mich zu sehen, dass Sie noch leben."

Ich sagte: "Danke."

Und das war richtig schön.

Danke euch allen.

Tja, unsere Zeit ist wieder mal um. Kommen wir zu unserem Gelassenheitsgebet.

Gott... -Gott...

... gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Es wird schon, wenn du daran arbeitest. Also arbeite daran, du bist es wert.

Gut gemacht, Mann. Super, ich gratuliere.

Schritt für Schritt. Komm wieder.

Alles Gute zum Geburtstag. -Ja, alles Gute.

Du wirst niemals fallen.

Wir sind hier.

Gute Nacht, Mond. Gute Nacht, wir gehen schlafen.

Sie haben also Reden gehalten.

Öffentliche Reden auf der Piazza?

Ich sagte nur einigen Menschen,

dass der Tempel alter Gesetze fallen

und ein neuer Tempel der Wahrheit gebaut werden muss.

Aber nehmen Sie das nicht zu wörtlich, ich will mich nur verständlich machen.

Warum wiegelt jemand wie Sie die Menschen auf?

Warum...

... glauben Sie, die Wahrheit zu kennen?

Was ist Wahrheit?

Die Wahrheit ist: Sie haben Schmerzen.

Sie haben furchtbare Kopfschmerzen und denken an Selbstmord.

Sie können mich kaum ansehen. Die Art Ihres Blicks beunruhigt mich.

Ich will nicht Ihr Folterer sein.

Aber dieses Gefühl geht vorbei.

Das wird es.

Es geht vorbei.

Dieses Gefühl...

... geht vorbei.

Das wird es.

Es geht vorbei.

Es geht vorbei.

Sie sollten im Park spazieren gehen.

Im Colle Oppio.

Ich könnte mitkommen. Sie scheinen ein intelligenter Mann zu sein.

Das Problem ist: Ihr Geist ist verschlossen.

Es fehlt Ihnen an Empathie.

Sie denken nur an Ihren Hund.

Nehmt ihm die Handschellen ab.

Sagen Sie, sind Sie Arzt?

Nein, ich bin kein Arzt.

Woher wussten Sie, dass ich meinen Hund gestreichelt habe?

Weil Sie eine Handbewegung gemacht haben,

als würden Sie etwas streicheln.

Und Ihre Lippen...

Sie sind Arzt.

Nein.

Ich bin kein Arzt.

Ist das zu schwer für dich?

Mama trägt das.

Es ist zu schwer für dich.

Okay... Los.

Tommaso!

Wir brechen gleich auf.

Geht ihr? -Ja.

Wir gehen zu Oma.

Dann grüßt sie von mir, okay?

Ja. -Gib mir einen Kuss.

Willst du wirklich nicht mit? -Einen Kuss.

Willst du wirklich nicht mit? -Nein, ich hab zu viel zu tun.

Das weißt du doch. -Du...

Ich rufe ein Taxi. Oder hast du das schon gemacht?

Nein, nein, ich nehme die Metro. -Oh nein, das ist zu weit.

Es ist zu weit. Lass mich anrufen. -Nein, hör zu...

Es ist zu weit für das Baby, und die Gegend ist unsicher.

Ich nehme die Metro und bin sehr...

Ich rufe ein Taxi. -Nein, bitte nicht.

Guten Abend, ein Taxi in die... -Nein, bitte nicht.

... Via Poliziano 120. -Nein!

Schon gut. -Ich nehme die Metro.

Machst du Witze? -Danke.

Es kommt gleich.

Gib mir bitte etwas Geld. -Okay.

Aber ich fahre nicht mit dem Taxi.

Ich will die Metro nehmen, alles cool. Das ist völlig okay.

Es kommt. Ich rufe dir ein Taxi.

Tommaso, lass es bitte.

Es ist völlig okay für mich.

Durch das Anfügen...

... des Artikels an die Präposition "in" verändert sich die Bedeutung.

Das heißt dann "im Flugzeug drinnen". Das will ich nicht sagen.

Ich will sagen: "Mit dem Flugzeug."

Deshalb sage ich: "Con la aereo." -Wow. Okay.

Ach komm... -Das ist ermüdend.

Nichts ist unmöglich, das weißt du. -Na ja...

Okay.

Bist du müde? -Nein, es ist nur wegen...

Wollen wir etwas früher Schluss machen? -Nein, ach...

Vorhin habe ich ein bisschen mit Nikki gestritten,

weil sie mit der Kleinen Metro fahren will.

Und das gefällt mir nicht.

Es ist schwierig. -Es ist schwierig.

Vielleicht ist es nur mein Problem, aber...

Schau mal,

ich bin immer mehr davon überzeugt,

dass wir uns entspannen müssen.

Ich? -Ja, allgemein.

Nicht du. Ganz allgemein. -Ja.

Das stimmt. -Du willst Italienisch lernen...

Ja, schau mal. Ich hab ja gesagt...

Ich habe ein paar Atemübungen gelernt.

Ich krieg das nicht hin. -Und...

Du? -Nein, Tommaso.

Ich kann nicht atmen. -Das glaube ich nicht.

Einatmen.

Ganz runter bis zu diesem Punkt.

Hierher.

Wechseln.

Das andere Nasenloch.

Dann hol die Energie nach oben.

Und dann schickst du sie mit dem Zwerchfell bis nach oben in den Kopf.

Okay, wir atmen zusammen.

Halten...

Du hältst die Atmung also hier an?

Es ist nur...

Okay. -Gefällt es dir?

Tausend Dank, Tommaso. Ich suche mir sofort einen Lehrer...

Damit ich bald mit der Meditation anfangen kann.

Wann sehen wir uns?

Freitag. -Freitag.

Ist gut. -Ciao. -Ciao, danke.

Schönen Tag noch. -Dir auch.

Hallo? -Anastasia?

Hier ist Tommaso. Kann ich Nikki sprechen?

Ich gebe sie dir. -Bitte.

Nikki, es ist Tommaso. -Danke.

Du? -Nikki, was...?

Was ist? Warum rufst du an? -Ich hab versucht, dich zu erreichen.

Was soll der Scheiß? Also bitte...

Was ist denn? -Ich hab sicher 50 Mal bei dir angerufen.

Ich hab nur das Ladegerät vergessen. -Du gehst nie ran, oder nur die Mailbox.

Scheiße, ich mache mir Sorgen. Was, wenn was mit dem Baby ist?

Das ist nicht lustig. -Du musst dir keine Sorgen machen.

Benimm dich nicht wie ein scheiß Kind! Du trägst Verantwortung.

Ich mache mir Sorgen.

Mach das bitte nie wieder. -Ich bin bei Mama, alles ist bestens.

Alles gut, es war nur das Ladegerät. -Geh nächstes Mal ran.

Okay. -Okay. Ciao.

Ciao.

Meine Frau.

Wissen Sie...

... sie hat das Handyladegerät vergessen,

und es ist unmöglich, sie zu erreichen. -Ja.

Sie hat die Kleine dabei.

Ich mache mir Sorgen. -Ist ja normal.

Jetzt musste ich die Schwiegermutter anrufen.

Rumtelefonieren... -Ja.

Okay...

Was macht das?

Hier. -Zehn Euro.

Okay. -Zehn Euro.

Danke.

Zehn. -Vielen Dank.

Danke, schönen Abend. -Danke. Auf Wiedersehen.

In letzter Zeit habe ich...

... mit der Mutter meiner kleinen Tochter DeeDee...

... einige Probleme.

Denn jedes Mal, wenn ich mich um sie bemühe,

wenn ich etwas für sie mache, stößt sie mich zurück.

Sie meint, ich hätte Probleme, sie...

Sie ist jünger als ich.

Sie ist 29.

Man sollte meinen, sie schätzt meine Erfahrung.

Aber manchmal sagt sie so:

"Lass mich selbst entscheiden, sonst weiß ich nicht, wer ich bin."

Und da geht es um ganz einfache Dinge:

was es zu essen gibt oder ob man ein Taxi oder die Metro nimmt.

Solche Sachen.

Und das nimmt mir die Möglichkeit,

das gute Gefühl zu haben, dass ich für sie sorge.

Ich weiß, sie hatte ein seltsames, ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater,

weil auch er Alkoholiker war.

Er war ein übler russischer Säufer. Wodka...

Er misshandelte die Mutter, und sie warf ihn raus.

Er verließ sie, als sie erst vier Jahre alt war.

Dann veränderte sich die Lage im Ostblock.

Ihre Mutter und ihre Schwester gingen nach Moskau. Sie kam zu Verwandten.

Und zu anderen Leuten.

Da lebte sie. Sie wuchs also sehr eigenständig auf.

Sie hat sehr wohl gelernt, allein zurechtzukommen.

Aber die Sache mit ihrem Vater ist ungeklärt.

Sie romantisiert ihn auch. Sie will mit ihm sprechen.

Aber er spricht nicht mit ihr. Er ist noch irgendwo da

und immer noch Alkoholiker.

Wisst ihr...

Das ist schwer zu akzeptieren.

Was mich irgendwie quält, ist der Umstand...

... dass meine DeeDee drei Jahre alt ist.

Und...

Als ich noch nicht trocken war,

hatte ich zwei... Adoptivkinder.

Und...

... ich war nicht... ich bin gegangen, als...

Ich bin praktisch gegangen, ich war nicht da, weil ich nicht trocken war,

als die Jüngere vier Jahre alt war, und ich glaube, sie...

Das hat sie wirklich zerstört, und ich will nicht, dass das wieder passiert.

Jetzt bin ich trocken.

Ich habe solche Angst davor, aber ich weiß nicht weiter.

Ich will mich kümmern, und jedes Mal, wenn ich das mache,

wird es irgendwie nicht anerkannt, dass...

Sogar der Gedanke, dass das Baby einen Vater braucht,

ist irgendwie beklemmend.

Sie findet nicht, dass das unbedingt stimmt.

Für mich ist das fundamental wichtig. Es bricht mir das Herz.

Ich erinnere mich, wie die Vierjährige kurz bevor ich ging zu mir sagte:

"Gehst du, weil ich zu viel Lärm mache?"

Dabei war sie das ruhigste, liebste Mädchen auf der Welt.

Das verfolgt mich immer. Ich will nicht, dass das wieder passiert.

Ich bin über vieles glücklich. Ich bin glücklich, dass ich trocken bin, aber...

Das macht mir momentan zu schaffen.

Danke, Tommy. -Danke.

Ich bin Deidra, eine Süchtige. -Hallo, Deidra.

Was ich gerade gehört habe, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ich empfinde das Leben in der Partnerschaft

und das gemeinsame Elternsein als eine große Herausforderung.

Ich meine, in unserer Literatur steht, dass es uns nicht möglich ist,

mit anderen eine Partnerschaft einzugehen.

Ich meine, das sagt ja schon alles.

Wir führen keine Partnerschaften,

wir nehmen Geiseln. Von daher...

Entweder wir dominieren, oder wir ordnen uns komplett unter.

Es gibt nichts auf Augenhöhe.

Und ich...

Ich weiß immer besser, was mit meinem Partner los ist, als er selbst.

Ich weiß immer genau, was bei ihm nicht stimmt,

was er tun muss, seine Vergangenheit, seine Psyche und alles.

Aber dieses Programm lehrt mich,

vor meiner eigenen Tür zu kehren, zu gucken, was mein Part ist,

was ich mache.

Und...

Sobald ich mit dem Finger zeige, muss ich mir an die eigene Nase fassen.

Also, jedenfalls bin ich super dankbar. Ich gebe ab.

Danke. -Danke, Deidra.

John ist schon lange hier.

Alles Gute. Mach's gut. -Tschüss.

Ciao. Alles Gute.

Macht's gut.

Ich muss los, ich bin total hungrig.

Bis dann, macht's gut. -Tschüss.

Alles Gute. Ciao. -Ciao, für dich auch.

Ich sollte wohl auch los. -Okay.

Gute Nacht. -Tschüss.

War schön, dich zu sehen. -Ja. Bis dann.

Tschüss. -Ciao.

Also ich... -Ich gehe da lang.

Oh, danke...

Also...

Bleibst du eine Weile hier? -Ja, den Sommer über.

Fährst du nicht weg? -Nein.

Ich reise am liebsten, wenn es nicht so voll ist.

Sehr schlau.

Ich verstehe die Italiener nicht, die alle zur selben Zeit verreisen.

Genau, und sich dann am Strand drängeln. -Ich versteh's...

Ich nicht. -Ich verstehe, wie es dazu kommt.

Richtig, das schon.

Schulferien oder so.

Ich kann mir den Luxus erlauben, in der Nebensaison zu verreisen.

Das nutze ich normalerweise aus.

Verreist du meistens allein?

Kommt drauf an. -Mit Freunden?

Nein, meistens allein.

Bist du noch mit diesem Freund zusammen?

Nein. -Nein? Nein?

Nein, das ist aus.

Wie lange ist das her? -Es ging sechs Jahre hin und her.

Die endgültige Trennung war vor anderthalb Jahren.

Ich begleite dich noch. -Okay...

Okay? -Ja.

Danke.

Wie lange ist es her? -Etwa anderthalb Jahre.

Und wie war es, wieder allein zu sein?

War es gut? -Hm... ja.

Bist du gern allein? -Eigentlich schon.

Ja? -Ähm...

Zuerst war es...

Na ja, anfangs war ich ziemlich geknickt, weil wir es so lange probiert hatten.

Aber jetzt bin ich ganz froh, Single zu sein.

Erst neulich habe ich einer Freundin gesagt, wie gern ich allein schlafe.

Es ist himmlisch. -Ja.

Das ganze Bett nur für mich. -Oh Gott...

Ich glaube, ich war immer mit jemandem zusammen.

Wirklich? -Ja.

Ich hatte nie wirklich Gelegenheit, allein zu schlafen.

Das habe ich jetzt zum ersten Mal so richtig.

Du genießt es. -Ich beanspruche das Bett für mich.

Man braucht einfach ein großes Bett, dann hat man die Wahl.

Stimmt's? -Ja.

Ich mag ein schönes großes Bett. -Wir brauchen größere Betten.

Also... -Okay...

Hier wohne ich. -Ich weiß.

Okay, gute Nacht. -Danke. Dir auch.

Danke für die Begleitung. -Ist doch klar.

Alles Gute zum sechsjährigen Jubiläum. -Danke.

Das ist echt toll. -Danke.

Okay. -Okay.

Ich warte noch, bis du drin bist. -Danke.

Okay, gute Nacht. Schlaf gut. -Du auch. Danke.

Wie geht's euch?

Gut? War's schön?

Ja, es war schön.

Ich hab euch vermisst.

Okay? -Ja.

Wir hatten es richtig schön.

Regenschirm.

Ja, nimm den Schirm. -Den anderen Schuh...

Okay...

Aber es war gut?

Weißt du, es ist immer gut.

Sie hat diesen großen Garten mit großen Sachen...

Und damit spielt sie. Das ist echt schön.

Ich hab euch vermisst.

Wirklich? -Ja.

Wirklich? -Ja.

Das glaube ich nicht.

Nein? -Nein.

Du siehst zu gut aus, um mich vermisst zu haben.

Also, was ist hier so los? -Ich war am Arbeiten.

Ich war nur am Arbeiten.

Ich versuche, irgendwas Abgefahrenes mit den Bären-Szenen zu machen.

Und?

Ich weiß nicht. Ich will nicht zu viele Special Effects,

aber der Bär soll furchterregend aussehen.

"Clint legt den Lappen weg und geht um die Bar, um es sich genauer anzusehen.

Die Zahlen stoppen. Wieder verloren.

Der Förster dreht sich zu Clint um,

doch diesmal ist es ein Bärenkopf im Gewand des Försters.

Mitchell ist nirgends zu sehen,

und so gerät Clint in einen blutigen, brutalen Kampf um sein Leben.

Draußen bellen die Hunde wie verrückt."

Ihr esst schon? -Ja.

Warum hast du mich nicht gerufen?

Ich dachte, du hast bereits gegessen. -Nein.

Nein? -Nein.

Warum? -Warum rufst du mich nicht?

Warum hast du noch nicht gegessen?

Das ist verdammt gedankenlos.

Also ehrlich, ich hab gewartet...

Gestern habe ich rumgesessen und hab mir selbst was gekocht.

Jetzt machst du was und holst mich nicht mal.

Ich hab aufs Essen gewartet. -Warum musst du auf mich warten?

Warum wartest du? Du kannst kochen, du bist erwachsen.

Okay, ich kann kochen. Ich koche mir was Eigenes.

Meine Güte... Ich hab auf euch gewartet.

Ich hab auf euch gewartet... -Nein, komm, das ist...

Nein, es ärgert mich, es ist rücksichtslos.

Ich will mit dir und dem Baby essen.

Ach komm schon. -Was heißt hier "komm schon"?

Wie meinst du das?

Ja, lach nur.

Du lachst, weil du Scheiße baust. So ist es doch.

Steht es mir wenigstens frei, zu essen, wann ich will, mit wem ich will,

ohne dass mir jemand Stress macht?

Ich will dich weiß Gott nicht stressen.

Es geht um Fürsorglichkeit. Das ist alles so albern.

Du redest viel Mist.

Du redest viel Hippie-Scheiße.

Oh mein Gott... -Tu's doch für mich. Ich versuche zu arbeiten...

Wirklich, ich... -Ich nehme doch auch Rücksicht auf dich.

Ich dachte wirklich, du hättest gegessen. -Eine Familie, ein Paar zu sein,

jemanden zu lieben, bedeutet, da zu sein, da geht es um Aufmerksamkeit.

Man kümmert sich umeinander. -Ich versuche, mein Ding zu machen.

Was ist dein Ding? -Mein Ding?

Ja, was ist dein Ding?

Dein Ding ist, zu machen, was du willst, und ich hab dir nichts zu sagen.

Ach komm. Ich will machen, was ich will, wann ich es will.

Alles, was ich wirklich will, ohne jemandem erklären zu müssen...

Dann habe ich jetzt zwei Kinder.

Fang mit deiner Geschichte an.

Einmal bin ich einem Jungen begegnet.

Seine Augen haben mir gefallen.

Seine Augen haben mir gefallen.

Seine Augen.

Und der Mund.

Sein Mund hat mir gefallen.

Er war groß.

Schön.

Ich weiß noch, wie er anfing, mich zu küssen und zu umarmen.

Ich habe mich sofort verliebt.

Ich habe mich sofort in ihn verliebt.

Mir gefielen...

... seine Augen, sein Duft.

Ein schöner Duft.

Schöne Augen...

Leck mich am Arsch, du Stück Scheiße!

Hey, komm her!

Du elendes Stück Scheiße!

Meine Fresse!

Ich reiß dir den Arsch auf!

Du elendes Stück Scheiße!

Alles gut, okay?

Mach dir keine Sorgen.

Mama! -Da bin ich schon.

Da bin ich schon. -Mama.

Ich geh da mal runter.

Ist ja gut, ist ja gut.

Gleich ist alles gut.

Ich reiß dir den Arsch auf!

Du abgefucktes Stück Scheiße...

Sei still!

Du gehst uns auf den Sack!

Ja, ja, hör auf!

Jemand soll mal die Polizei rufen!

Leck mich doch, du Stück Scheiße!

Wenn du nicht aufhörst, hau ich dir eine rein.

Ja, ja...

Schluss!

Er macht dem Baby Angst. -Ich weiß, ich weiß.

Aber pass auf, sei vorsichtig. -Ja, ja, ja.

Bei diesen Typen weiß man nie...

Es reicht!

Es reicht!

Scheißwichser, Arschloch!

Du machst meiner Tochter Angst.

Ist doch scheißegal... -Schluss jetzt, sei still.

Scheißwichser... -Verschwinde.

Sprichst du Englisch? -Nein, aber 'ne ganze Menge mehr...

Verschwinde, verdammt noch mal.

Verschwinde!

Verfickter Scheißer... -Hau ab! Los!

Scheißwichser, ich mach dich fertig.

Ach wirklich? Verschwinde jetzt. Los!

Hau einfach ab.

Verzieh dich.

Los, mach, dass du wegkommst.

Nimm dein Essen mit. Geh.

Mein Baby kann nicht schlafen, du machst ihr eine Scheißangst.

Wo ist es?

Wo schläft dein Baby? -Oben. Oben.

Und ich störe dich? -Du störst mich.

Wirklich? -Ja, wirklich. Wirklich.

Ich bin jetzt... -Ja.

Okay, sei still. -Ja.

Wir machen Kompromisse. -Okay.

Du kannst hier sitzen, aber das war's.

Okay? -Ja.

Ich will dich nicht stören.

Gut.

Du bist nett, gib mir ein paar Münzen. -Ja, ich kann dir was geben.

Woher kommst du?

Aus den Staaten.

Wo aus den Staaten?

New York. -New York...

Ich hab Freunde, die wohnen gleich hier.

Die kommen aus New York. -Woher kommst du?

Pakistan. -Pakistan?

Weißt du, wo das ist? -Ich hab davon gehört.

Ich bin ein Scheißkerl aus Pakistan.

Die sind alle Mist. -Was?

Die machen alle keine Kompromisse. -Ich weiß, ich weiß.

Ich werde nicht mehr rumheulen...

Ich werde dich nicht mehr stören, ich lass den Blödsinn.

Okay? -Okay, okay...

Verdammte Scheiße.

Das Zeug ist Gift, das weißt du.

Lass es dir gutgehen. -Okay.

Gute Nacht. -Dir auch.

Bis zum nächsten Mal. -Okay. Viel Glück.

Jetzt muss ich aber gehen. Ich komme nicht wieder.

Geh einfach. Alles gut.

Wer ist denn da?

Na, wer ist das?

DeeDee!

Nein!

Hat jemand eine Geschichte?

Der hebt die Hand.

Okay.

Ich bin mit 19 von zu Hause weggegangen

und ins Ausland gezogen.

Wohin? -Arabische Emirate, Dubai.

Gut.

Mach das noch mal, mit denselben Bewegungen.

Aber diesmal erzählst du auch die Geschichte.

Ich gehe. Egal, wohin.

Hauptsache, es ist weit weg...

... von meiner Familie.

Ich suche mir den erstbesten Ort aus, der mich aufnimmt, und gehe da hin.

Jetzt bin ich hier in Dubai.

Ich wollte unbedingt nach Dubai, weil ich dachte,

dort würde ich etwas finden, was es dort nicht gab.

Aber hier gibt es auch überhaupt nichts.

Und wo ist er jetzt?

Ich weiß nicht.

Nein? Aber er hat dir gerade geschrieben, oder?

Er hat dir eine E-Mail geschickt.

Ja, er hat mir in den drei Jahren ein paar E-Mails geschickt.

Ach so, ich dachte, er hätte dir erst kürzlich geschrieben.

Nein. -Ach so!

Nein.

Ein paar Mails in drei Jahren... -Schrecklich.

... sind nicht genug...

... für einen Vater.

Also du willst eigentlich keinen Kontakt mehr, du bist wütend.

Natürlich. -Ja.

Er war mein Ein und Alles.

Er hat dich also enttäuscht.

Er...

Er hat mir beigebracht, an bestimmte Werte zu glauben.

Und er hat mir gezeigt, dass diese Werte...

... nicht existieren.

Er hat meine Welt zerstört.

Er hat meine Hoffnung zerstört. Alles.

Von daher...

Wie kann ein Vater so etwas machen?

Ich weiß nicht.

Ich meine, wir sind...

Er hat mich gezeugt.

Er sollte mich lieben, bei mir bleiben, sich um mich kümmern...

Aber das tut er nicht. Er kümmert sich nur um irgendwelchen anderen Mist.

Ja...

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Jedenfalls... -Ich meine... ja...

Reden wir über was... -... was anderes.

Was ist mit deinem Baby?

Ihr geht's gut.

Jeder Tag ist ein kleines Wunder, und sie lernt sehr viel.

Sie spricht schon viel mehr.

Ich gehe gern mit ihr in den Park. Mit ihrer Mutter ist es schwierig...

Das weißt du ja.

Also... es ist schwierig.

Aber ich bleibe dran.

Ich mache meine Arbeit und...

... unterhalte mich mit dir.

Der Unterricht heute war gut, was? -Ja, heute war es super.

Ich freue mich sehr, dass du dabei bist.

Danke. -Es ist schön.

Ich freue mich immer, dich zu sehen.

Okay, vielleicht sollte ich mal los.

Was hast du vor?

Ich weiß nicht.

Musst du los? -Ja, vielleicht.

Okay. Ciao.

Okay, ich muss los.

Wenn du die grundlegende Natur, die ultimative Realität

eines beliebigen Phänomens berührst, ist da Freude.

Alles, was existiert, kann in deinem Bewusstsein Freude auslösen.

Aber du bist beschränkt, dein Bewusstsein hat neurotische Obsessionen.

Zum Beispiel: "Ich mag nur lilafarbene Dinge."

Für dich sind nur lilafarbene Dinge schön.

Ein solches neurotisches, dualistisches, unrealistisches Denken

bringt uns nur in Schwierigkeiten, aber so denken wir andauernd.

Hallo!

Was ist los? Weshalb bist du hier?

Wieso diese Überraschung? -Na ja, ich...

Weil...

Der Unterricht war zu Ende und...

Und wie war's? -Gut.

Gut? -Ja.

Hallo!

Elisa!

Sie haben ihren Spaß, sie spielen.

Ich bin ihnen durch den ganzen Park hinterhergerannt und...

Ich heiße Daniel und bin Alkoholiker. -Hallo, Danny.

Ich freue mich über das Treffen

und höre mir gern die Geschichten hier an.

Und ich muss daran denken, dass ich oft, wenn ich freitagabends hierherkomme,

in erster Linie Mitleid mit mir habe,

weil alle anderen in den Pub gehen

und ich hierherkommen und Leuten zuhören muss.

Ihr wisst ja...

Ich denke daran, wie es früher im Pub war,

ein Glas in der Hand, immer am Witze reißen und all das.

Jetzt komme ich hierher und tue mir leid.

Aber dann werde ich schnell daran erinnert,

wie gut es ist, nüchtern zu sein.

Ich bin dankbar, denn wie ihr alle wisst,

hat Noemi eine Krebserkrankung hinter sich.

Sie ist behandelt worden, und alles lief wirklich super.

Aber...

Diese Woche waren wir bei einer Routineuntersuchung,

und der Scheiß ist leider wiedergekommen.

Es ist nicht lebensbedrohlich,

wir sehen jetzt nicht dem Tod entgegen oder so was.

Aber wenn ich hierherkomme und mich bemitleide,

weil ich hier sitzen und anderen zuhören muss,

dann denke ich wiederum daran, was meine zukünftige Frau vor sich hat.

Und das zeigt mir dann genau,

wie egoistisch, wie egozentrisch das ist, worunter ich leide.

Und es erinnert mich daran,

was für ein Glück ich habe, hier zu sein.

Das war alles für heute. Vielen Dank. -Danke, Danny.

Ich heiße Sutan und bin Alkoholiker. -Hallo, Sutan.

Als ich 19 war, hatte ich schon 13 Jahre Alkohol und Drogen hinter mir.

Ich war total am Boden.

Jemand half mir und ich kam zu den Anonymen Alkoholikern.

Ich war acht Jahre in dem Programm.

Dann war Schluss.

Ich hab einen Drink getrunken

und war wieder für 18 Jahre am Arsch.

Vor vier Jahren war ich wieder an einem Tiefpunkt. Anders als beim ersten Mal.

Ich war zu Hause.

In meinem Haus waren lauter fremde Leute.

Überall auf dem Boden lagen Schnapsflaschen...

... Kokain auf dem Tisch...

... fremde Frauen in meinem Bett...

Und das Schlimmste war: Meine Frau saß im Flieger

auf dem Rückweg aus Amsterdam.

Ich warf alle raus und räumte das Haus auf.

Und als ich die letzte Flasche in die Mülltüte warf,

fuhr das Taxi mit meiner Frau vor.

Ich rannte ins Bad.

Und da war dieser Spiegelmoment: Ich sah nach 18 Jahren in den Spiegel.

Ich sah mich kalkweiß, mit roten Augen.

Und ich dachte: "Scheiße, das bist nicht du, das ist der Teufel."

Und da traf es mich wie der Schlag.

Irgendwas flüsterte mir ein:

"Du musst was an deinem Leben ändern." Und das tat ich.

Ein Jahr lang ging ich jeden Tag zu den Treffen.

Es war mein erstes nüchternes Jahr, das war ein Wunder.

Und dann passierten immer wieder Wunder.

Nimmst du mich mit? -Ja, komm.

Okay, bis dann. Alles Gute! -Ja, tschüss.

Ich will einfach nur frei sein von der ganzen Scheiße.

Ich muss vorsichtig sein. -Okay, ich bring dich runter.

Nein, ich komme ja mit.

Es wird einfach immer mehr zum Problem, weißt du...

Und ich weiß, es hat mit dem Baby zu tun,

und damit, dass es bei uns schläft.

Das Baby hat ein eigenes Bett, oder? -Nein.

Nein, es schläft bei uns. -Sie schiebt also das Baby vor.

Na ja, weißt du, seit das Baby geboren wurde, hat sich alles verändert.

Ich weiß nicht, wir haben einfach keinen...

Ja, es hat sich über Nacht verändert.

Ich glaube, hier passiert folgendes:

Sie lebt eine Kindheitserfahrung aus.

Die Szenen, die sich jetzt zwischen euch abspielen,

spiegeln vermutlich wieder,

was sich im Haus abspielte, als sie klein war.

Sie provoziert es.

Sie hat diesen weißen Ritter in der strahlenden Rüstung erschaffen,

den sie idealisiert.

Diese Figur solltest du ihr nicht nehmen,

denn momentan hält diese Figur sie zusammen.

Das große Problem ist, dass ich so wütend bin,

weil ich nirgendwohin kann, um...

... Druck abzulassen.

Aber das ist momentan das Thema Nr. 1. Warum macht dich das so ärgerlich?

Der Ärger nimmt so viel Raum in deinem Leben ein.

Da bleibt nur wenig Energie für irgendetwas anderes.

Wenn du Interessensgebiete für dich erschaffst,

wenn du Empathie für andere hast, an ihrem Leben teilnimmst,

dann geht die Energie da hin, und für den Ärger bleibt wenig übrig.

Wenn wir irgendwo ankommen, sind wir verlorene Seelen.

Deine Seele hängt entweder an dem Scheißbaum oder da drüben.

Du musst sie zurückbekommen.

Indem wir Menschen werden, uns aber mit den anderen Göttern zusammentun,

findet alles langsam seinen Platz.

In seinem eigenen Tempo.

Du wirst du selbst.

Und du selbst gibst dir deine Würde, nicht sie.

Da hört dann die Co-Abhängigkeit auf.

Verstehst du?

"Innen. Café. Abenddämmerung.

Die beiden kommen rein und gehen zur Bar.

Clint geht hinter die Bar und bereitet Heißgetränke zu.

Er weiß schon, was sie wollen. Sie sprechen Russisch miteinander.

Und ob Clint die Sprache beherrscht, ist auch schwer zu sagen.

Von der Mutter ermuntert,

steht das Mädchen auf und zeigt, dass sie schwanger ist.

Clint strahlt.

Ein Gefühl, als hätten sie die Galaxie durchquert

und seien nun deren einzige zwei Bewohner.

Auf dem Fell fangen sie an, sich zu lieben.

Sie atmen rhythmisch, im Einklang.

Sie kommen zusammen, es klingt wie Musik."

Tut mir leid, ich bin müde.

Ich gehe schlafen.

Tut mir leid, ich bin wirklich müde.

Scheiße.

Nehmt das.

Das ist alles, was ich habe.

Guten Abend. -Guten Abend.

Einen schnellen Kaffee, bitte.

Hier, der Kaffee. -Danke. -Bitte.

Ciao, danke! -Ciao.

Du!

Verflucht noch mal, was...?

Hör auf! -Wohin gehst du?

Warum wartest du nicht auf mich? -Hör auf.

Du weißt genau, ich brauche dich. Du musst mitkommen.

Ich spreche nicht gut genug. Warum tust du nie was für mich?

Was ist los mit dir? -Schrei sie nicht an!

Du nervst, hör auf! -Leck mich am Arsch!

Aufhören? Womit? -Fass mich nicht an. -Sonst was?

Ich will mich um alles kümmern, aber du hilfst mir mit gar nichts!

Du bist ein großes Problem. Ich brauche dich.

Wir wollten die Lampe zur Reparatur bringen.

Oh Gott... -Und du? Du haust ab! Was soll das?

Das ist nicht normal, sieh dich mal an! -Du bist das Problem!

Du bist das Scheißproblem. -Schrei sie nicht an.

Sieh dich mal an, du siehst aus wie ein Irrer!

Was ist los? -Fragen Sie diesen Irren.

Du bist das Problem. Das ist mein Baby.

Was ist passiert? Wurde Ihr Geldbeutel gestohlen?

Nichts!

Nichts!

Scheiße.

Verdammter Scheiß!

So eine Scheiße!

Was zur Hölle...?

Wenn du mal genau erforschst,

was du seit deiner Geburt bis jetzt gemacht hast,

was davon hat sich wirklich gelohnt

und dir wahres Glück und ein freudvolles Leben beschert?

Erforsche das.

Erforsche das, sieh nicht auf andere.

Erforsche deine eigenen Handlungen.

Du hast deinen Körper, deine Rede, deinen Geist.

Diese drei.

Welche wertvollen Handlungen hast du damit vollzogen?

Gehe dem nach. Es ist ganz einfach.

Vier Jahre? Hast du immer hier gewohnt? Hübsch.

Gefällt es dir? -Ja, ist hübsch.

Ich finde sie sogar schön.

Und was sagt dein Mann?

Wir sind nicht verheiratet.

Ihr seid nicht verheiratet?

Er ist total eifersüchtig...

Aber keine Sorge, es wird alles glatt gehen.

Du wirkst beunruhigt.

Aber so...

... ist alles viel einfacher.

Für mich ist es super einfach.

Ja?

Nein.

Nein, nein...

Sieh mich an! Sieh mich an!

Sieh mich an!

Sieh mich an!

Oh Gott!

Nein...

Nein...

Hör auf!

Hör auf!

Hör jetzt auf!

Du führst dich auf wie ein Irrer!

Ich hab genug von dir.

Ich kann dich nicht ertragen!

Ich liebe dich nicht. Tut mir leid, ich liebe dich nicht.

Es reicht.

Subtitles by sub.Trader subscene.com

BABELFISCH TRANSLATIONS Untertitel: Veronika Sandkühler

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