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Du bist nicht groß, oder?
-Was? -Du bist nicht Peter der Große.
Nein. Das ist mein Vater. Ich bin Peter der...
Still.
Ich muss mich konzentrieren. Bienen sind schlimm.
Ich wurde mal ins Auge gestochen. Das tat weh. Die nerven.
-Natürlich. -Danke.
Kaiserin.
Kaiser.
Marial! Ein Bad.
-Hussa! -Verpiss dich. Ich bin launisch.
Darf ich raten? Schlechte Laune?
Wie gesagt, verpiss dich.
Reizend.
Ihr seid der Kaiser von Russland.
Herrscher über alle.
Das ist wahr.
Also nicht so deprimiert.
Stimmt. Die zieht mich nicht runter.
Also wie gesagt: Hussa!
Hussa. Danke, mein Freund.
Lauter!
Lauter! Singt lauter, ihr Wichser!
Genau. Genau das meine ich.
die Katze im sack
*enthält gelegentlich historische fakten.
ein falscher bart
Ich habe nachgedacht.
Wir müssen langsam planen. Je früher, desto besser.
Ist es so schlimm?
Eher langweilig als schlimm.
Aber Russland muss gerettet werden, und ich mit Russland.
Die Frage ist nur, wie.
Ich hab noch nie geputscht, weiß also nicht, wie es geht.
Ich würde vorschlagen,
Ihr stoßt ihm ein Messer in die Kehle, wenn er Euch wieder besteigt.
Und ins Gesicht.
-Ganz schön heißblütig. -Danke.
Ihr braucht jemanden, der ihn umbringt.
-Warum sollte derjenige das tun? -Aus Hass.
Bisher war das nicht Grund genug.
-Stimmt. -Sie brauchen einen Grund.
Ich will nicht aus Hass töten, sondern für ein besseres Russland,
für ein progressives und humanes Russland.
Aha. Natürlich.
Gut.
Wir brauchen eine Hintergrundphilosophie, an die das Volk glauben kann.
Ich brauche Hilfe mit dem Plan.
Obwohl ich genial bin, muss er getestet und unerschütterlich sein.
Orlo ist der Richtige.
Seid ihr verrückt?
Ich bin genial, was oft als verrückt missdeutet wird.
Orlo gehört zu Peters innerem Kreis.
Nicht im Herzen.
Wenn er von Descartes spricht, blüht er förmlich auf.
Das ist sein wahres Ich.
Er hat zehn Jahre am Hof überlebt. Das ist nicht einfach.
Von Frauen hat er keine Ahnung, von Politik schon.
Sein Verstand kann uns helfen. Ein Plus für uns.
Finden wir ihn. Mein Gewand.
Kaiserin, das ist ein gefährliches Spiel, wisst Ihr das?
Natürlich.
Wie gefährlich?
Wenn Peter von Eurem Plan erfährt, seid Ihr so gut wie tot.
Das bin ich hier sowieso.
Ich habe also nichts zu verlieren.
Einundvierzig, Graf Smolny.
Ein kleines Anliegen, Kaiser.
Ich hätte gern das Land
meiner verwitweten Schwägerin und meines Neffen.
Wie traurig. Wie ist Orlowsky gestorben?
Man fand ein Schwert in seinem Rücken.
Es ist unklar, wie es dorthin kam.
Ich stimme Graf Smolny zu.
Vielleicht könnte ein Teil des Landes als Zehnt an die Kirche gehen.
Ein kleiner Anteil, sagen wir 15 %, wird demütig Gott dargeboten.
So viel wird der Kirche dargeboten,
dass ich manchmal fürchte, sie sieht die Gemeinde
vor lauter blendender Reichtümer nicht.
Witzig, Orlo. Du gieriger Wichser, Erzi.
Und lassen wir das zu,
könnten überall in Russland Schwerter im Rücken unserer Brüder landen
und so Anspannung bei Familienfeiern und Partys verursachen.
Sehr witzig, Orlo. Verdirb uns nicht die Partys.
Kaiser.
Wie langweilig.
Welementow, führ einen witzigen Tanz auf.
Herr, ich bin der Anführer der Armee. Ich führe keine witzigen...
Arkady, stich Welementow ins Gesicht.
Zweiundvierzig. Graf Rostow.
Rostow?
Ich bringe Euch die Pfirsiche, die Ihr liebt, Kaiser.
Und die Liebe des Volkes meiner Region.
Was soll die Scheiße, Rostow?
Wieso trägst du noch einen Bart?
Deshalb bin ich heute hier.
Ich bitte um Erlaubnis, einen tragen zu dürfen.
Und ich will einen Vogel, der Schokolade kackt.
Meine Herren, ich will einen Vogel, der Schokolade kackt.
Orlo, erklär ihm meinen Erlass, während ich den Pfirsich esse.
Nur Wachen und Priestern ist das Barttragen gestattet.
Scheiße, der Pfirsich ist gut. Duftend, süß.
Leichter Zitronengeschmack.
Rostow, sieh dich an.
Ich bin ein moderner Herrscher mit Europa als Vorbild. Keine Bärte.
Mein Herr...
ich flehe euch an.
Du bist aber nicht auf den Knien.
Steh auf, verpiss dich und komm rasiert zurück.
Wir sollten Rostow anhören.
Es ist der Brauch, dass Adlige ihren Kaiser um etwas bitten dürfen.
Natürlich. Ich würde liebend gern wissen, warum ein Mann vor Euch tritt
mit einem Bart, der "Fick dich" sagt.
Sagt das dein Bart, Rostow?
Grigor, das meint er nicht.
Metaphorisch. Was denn sonst?
Nein. Meine Gemahlin hat noch nie mein Gesicht gesehen.
Es ist beklagenswert.
Wieso beklagenswert?
Ein Gemisch aus Beulen und Pusteln.
Narben.
Ich fürchte, sie wird mich nicht mehr wollen.
Nicht mehr mit mir glücklich sein.
Deine Gemahlin ist nicht glücklich, ich bin es aber. Nur das zählt.
Das Glück einer Gemahlin sollte nicht so wichtig sein.
Rasier dich und komm morgen wieder.
Es könnte diesen Monat mit den Steuern aus meiner Region dauern.
Und jeder Pfirsich wird gequetscht sein.
Unsere Familie hält die Region zusammen.
Ich dachte, er hätte Mitgefühl.
Wahnhafter Optimismus, Rostow.
Aber wir behalten die Oberhand.
Wie?
Peter gibt oft nach, wenn eine Gruppe gegen etwas ist.
Ich trommle eine zusammen und morgen gehen wir zu ihm.
Ich sehe ihn nicht.
Kaiserin, Ihr seht blendend aus.
Leistet uns Gesellschaft. Wir haben Törtchen in Form von Waldtieren,
und es ist ein Vergnügen, ihre Gesichter in Wodka zu tauchen und sie zu essen.
Das klingt sehr monoton, Madame Swenska. Nein, danke.
Aus dem Weg, bitte...
Ich sage als Erste, was alle denken.
Sie ist ein Miststück, die sich mit Leibeigenen abgibt.
-Hochnäsig und unhöflich. -Eine Enttäuschung.
Sie ist neu. Wir müssen uns mehr anstrengen.
Wir müssen sie glücklich machen, damit der Kaiser glücklich ist.
Ich dachte, Ihr kümmert Euch um den Kaiser, Madame Dymow.
-Grigor, einen Moment. -Ich gehe, Orlo.
Aber Graf Rostow muss seinen Bart behalten.
Es geht um den freien Willen. Ihr könnt mir helfen, Peter zu überzeugen.
Ich kann Euch nicht helfen, Orlo. Wir leben nach Belieben des Kaisers.
Die Leute sollten das akzeptieren, die Klappe halten und was trinken.
Ich dachte, Ihr würdet die Idee des freien Willens schätzen.
Und Madame Dymow.
Ich werde Euch in den nächsten 12 Sekunden nicht schlagen.
Also geht lieber.
Wisst Ihr...
Wunderbare Party, nicht wahr?
Ein zufriedener Hof, wie es scheint.
Die reine Wonne am Hofe Peters.
Höre ich da einen Hauch von Ironie in Eurer Stimme?
Ich habe Radieschen gegessen.
Nicht gut für die Stimmbänder.
Kaiserin.
Mein Lieber. Bist du schon betrunken?
Noch nicht, trotz großer Anstrengung.
Ich wollte mich in unsere Gemächer zurückziehen.
Dann gehe ich mit dir.
Ich habe eine Schrift von Voltaire, die ich Euch gern geben würde.
Danke.
Ich lerne viel über das Königreich, lieber Orlo.
Ich habe gehört, der Kaiser ist nicht Peter der Große.
Das war sein Vater. Ein großartiger Mensch.
Was ist der Beiname dieses Peters?
Er hat keinen.
Peter der nicht so Adäquate?
Das habt Ihr insgeheim bestimmt gedacht.
Ich weiß nicht, was Ihr meint.
Ich bin sicher. Arrangier ein Treffen.
Oh Gott.
Oh Gott, mein verdammter Kopf.
Alles klar? Ihr seht noch nervöser als sonst aus.
Alles gut. Wir müssen über Rostow reden.
Peter muss ihm seinen Bart gewähren.
Was geht mich sein Bart an?
Auf den Schlachtfeldern sterben Männer.
Ein Bart ist nicht mein Problem.
Der Tag ist unbeständig.
Jetzt erinnere ich mich.
Ich bin betrunken.
Keine Bärte war eine blöde Idee.
Und darf ich Euch daran erinnern, es war Eure Idee.
Es ist eine blöde Idee,
aber von den modernen Höfen Europas, und Peter erlaubt es.
So können wir noch mehr moderne Ideen vorschlagen,
und vielleicht eines Tages bedeutende.
Den Blick immer auf die Zukunft gerichtet.
Ich habe allerdings kurzfristige Schulden, die der Fiskus tilgen könnte.
Ihr habt zuvor schon Nein gesagt,
aber vielleicht ist Euch Euer Bart wichtig.
Arschloch.
Das heißt dann wohl Ja.
Oh nein! Nein, meine Lieben.
Problem?
Ich dressiere sie.
Die Schmetterlinge?
Was, wenn ich sie dazu bringen könnte, in Formation zu fliegen?
Wäre das nicht wunderbar?
Und wie läuft das so?
Ich bewundere ihren Eigensinn.
Gut.
Und du, mein lieber Neffe.
Mir ist das unglückliche Gemüt deiner Gemahlin aufgefallen.
Dunkle Wolken bedecken die Sonne.
Scheiß auf sie. Sie hat alles.
Sie ist unglücklich. Am Hof spricht man darüber.
Das kann am Hof ansteckend sein.
Du musst die Wolken wegpusten.
Soll sie sie doch wegpusten. Ich bin der Kaiser.
Wie du weißt, bin ich wild und frei, was die Liebe angeht.
Aber ich kann ein Herz nicht beglücken, nur weil ich zur Kaiser-Familie gehöre.
Dadurch wird ein Mann nicht steif und eine Frau nicht nass.
Man muss ihr Herz berühren.
Es ist ihre Aufgabe, mich glücklich zu machen.
Sie liebt mich nicht.
Alle sonst lieben mich. Es ist also ihre Schuld.
Deine Mutter vertraute mir einst an, dass sie in dir etwas sah,
das ihr Grauen verursachte.
Was?
Sie meinte, an dir sei etwas Verdorbenes.
Was soll diese Unterhaltung?
Ich frage mich, ob Katharina dasselbe in dir sieht
und es sie davon abhält, dich zu lieben.
Ich habe sie geschlagen.
Manche mögen das.
Aber sie vielleicht nicht.
Jedenfalls musst du etwas tun.
Was ist das?
Notizen über die Grundprinzipien der neuen Regierung.
Ideale,
die Frage der Bürgerrechte, über die wir reden müssen.
Ich muss ihn für die Möglichkeit begeistern,
etwas gemeinsam aufzubauen.
Und dann fickt Ihr ihn, ja?
Was?
Er muss geil auf Euch sein.
Ihr müsst ihn ficken,
dann kommt Begeisterung für Eure Ideen auf.
-Verführt ihn. -Ihn verführen?
So was hab ich noch nie getan.
Das ist leicht. Lehnt Euch zurück, entblößt etwas Haut.
Deutet etwas an, aber nicht zu direkt.
Red weiter.
Berührt ihn beiläufig.
Und seid locker.
Vielleicht rutscht ein Busen aus der Bluse.
Und dann ist er auf Euch.
Auf mir.
Und wenn er fertig ist,
redet von Liebe, Innigkeit, der Ausrichtung der Sterne,
Schicksal, Philosophie, weint Tränen des Unglücks,
und dann redet von Messern und Kehlen.
Und esst eine Auster. Das bringt Euch in Stimmung.
Herein.
Lieber Orlo.
Danke, dass Ihr gekommen seid.
Ist mir ein Vergnügen.
Ich hab die Schrift Voltaires dabei.
Ihr gebt mir Geschenke, allein in einem abgelegenen Haus.
Wie unanständig.
Scheiße, entschuldigt.
Gehen wir in die Bibliothek oder den Garten?
Ist doch aufregend, die Regeln zu brechen, oder?
Wartet nur, bis ich es Erzi erzähle. Sein Gesicht.
Er hat seine Finger in mich gesteckt.
Das ist nicht gut, oder?
Vergesst es.
Deshalb sind wir nicht hier.
Ihr seid mir aufgefallen.
Danke. Ich fühle mich geschmeichelt.
Lesen wir?
Wollt ihr das? Lesen?
Geht es Euch gut? Ihr scheint... irgendwas.
Ach ja?
Erregt Euch das?
-Champagner? -Ich trinke nicht.
Ich brauche nichts.
Aber gibt es etwas, das Ihr möchtet?
Nein, danke.
Kommt und holt es Euch.
Oh Gott. Ihr wollt mich verführen.
Ihr habt Austern gegessen.
Ich bin immer skeptisch. Die kommen von weither.
-Ich bin eine Versagerin. -Nein, seid Ihr nicht.
Natürlich möchte ich Sex.
Sollten wir zuerst lesen?
Für gewöhnlich...
Mir stockt der Atem. Ich muss mich setzen.
Ich fühle mich sehr unwohl.
Kaiserin, ich kenne mich mit Frauen nicht aus.
Ich habe alles ruiniert. Entschuldigt.
Orlo! Geht nicht!
Ich sage es direkt heraus.
Ich hoffte, Ihr würdet verrückt vor Verlangen nach mir,
und würdet mir helfen, Peter zu töten.
Was?
Würdet Ihr das tun? Ihn mit mir töten? Ein Putsch?
Kein Wort mehr.
Ich habe versagt.
Ich konnte ihn nicht verführen,
und er hat nicht kapiert, dass er verführt wird,
und als ich ihn dann fragte, ob er Peter tötet,
fluchte er und lief weg.
Als Ihr was?
Ich möchte niemanden beschuldigen,
aber dein Plan ihn zu verführen, war unklug.
-Ihr habt ihm vom Putsch erzählt? -Ja.
Das war vielleicht auch unklug.
Scheiße. Das ist übel.
Er wird es ihm nicht erzählen. Er ist ein guter Mensch.
Er hat zehn Jahre am Hof überlebt.
Dazu muss man abgebrüht sein.
Hier wird Treue belohnt. Er könnte es Peter sagen.
Dann muss ich ihn überzeugen, bevor er das tut.
Ich gehe zu ihm und versuche es nochmal.
Der Kaiser möchte die Kaiserin sehen.
Was für Laune hat der Kaiser heute?
Da bist du ja.
Koste mal den Speck. Die werden nur mit Eicheln und Honig gefüttert.
Der Wahnsinn.
Ja. Köstlich.
Wir sind uns einig.
Wir beide lieben Speck. Hussa.
Setz dich.
Wie verlangt.
Vor einer Woche oder so erschoss ich
deinen Bären und schlug dich.
Das überschattet unsere Beziehung vielleicht.
Der Bär und die Schläge?
Ich war wütend, weil mich sonst alle mögen.
Oder zumindest tun sie so.
-Tusch. -Was?
Tusch.
-Meint Ihr "Touché"? -Heißt es nicht "Tusch"?
Nein. "Touché."
Großartig. Wie klug du bist.
Schwamm drüber, Zeit, die Dinge hinter uns zu lassen.
Startschwierigkeiten.
-Ist das eine Entschuldigung? -Ich blicke nach vorn.
Nachfragen ist nachtragen.
Den Spruch hab ich eben erfunden.
Du möchtest also alles vergessen?
Stattdessen alles vergessen? Auch ein Spruch.
Ich glaube Folgendes.
Du hattest eine sehr romantische Vorstellung von mir,
der Ehe und deinem Leben.
Ein wenig naiv. Das ist keine Kritik, Eigentlich eine nette Eigenschaft.
Du hast mich kennengelernt und... Ich bin kein Romantiker.
Ich bin praktisch veranlagt. Ich amüsiere mich gern.
Spaß, Streiche und bizarren Sex.
Aber wir sind verheiratet und lieben uns nicht.
-Endlich sind wir uns einig. -Hussa!
Diese Tatsache zu akzeptieren, könnte befreiend sein.
Du bist ein Miesepeter. Ich will, dass du glücklich bist.
Deshalb die Erdbeeren.
Und ein neuer Bär, um den toten zu ersetzen.
Lebe als Kaiserin und genieße es.
Und du brauchst einen Liebhaber.
Einen Liebhaber?
Wir sollten uns einigen. Denn was geschieht sonst?
Du bleibst unglücklich,
ich werde immer zorniger und töte dich.
Und ich will dich nicht töten. Du bist ein guter Mensch.
Ich könnte dich töten. Du bist ein schlechter Mensch.
Siehst du? Ich mag dich.
Du bist witzig, auf drollige, jämmerliche Art.
Gelegentlich ist das erfrischend.
Wäre das so schlimm? Wir haben genug gemeinsam.
Wirklich? Was denn?
Wir sind beide... hübsch.
Ich sah mich nie als Mann, der seine Frau schlägt.
Und trotzdem bist du es.
Ist das die Kette deiner Mutter?
Ich trage sie manchmal, um ihre Nähe zu spüren.
Hat dein Vater sie geschlagen?
Ich habe mich entschuldigt.
Also sei locker und freu dich auf die Zukunft.
Ich freue mich sehr auf die Zukunft.
Großartig.
Weil du mich nicht mehr schlagen wirst.
Richtig.
Sind wir uns einig?
Die ist verdorben,
genau wie deine Idee.
Du bist immer noch stark.
Das sind wir alle, wenn wir wissen, wo die Stärke liegt.
Dein Herz klopft.
Ich habe gekämpft.
Deine Freude an Schmerz ist beunruhigend.
Wir müssen unsere dunkle Seite kennen,
um zu wissen, wo das Licht hinscheinen soll.
Wie tiefgründig, Cousin.
Berufsrisiko. Das ist wie ein Reflex.
Magst du Frühstück?
Oh Gott, ja.
Unten bekomme ich nur Müll.
Ich habe ein Anliegen, bei dem ich deine Hilfe brauche.
Was du willst.
Die Kaiserin.
Sie hat etwas zu Orlo gesagt, das falsch verstanden werden könnte.
Was hat sie gesagt?
Sie hat Unzufriedenheit gegenüber dem Kaiser ausgedrückt.
Orlo könnte übertreiben, um sich am Hofe hervorzuheben.
Das wäre zu deinem Nachteil, weil sie wegen dir hier ist.
Ich hatte eine Vision von Gott. Ich nehme nichts zurück.
Orlo hat vielleicht versucht, Katharina zu vergewaltigen.
Vergewaltigen?
Es ist allgemein bekannt, dass seine Bedürfnisse unbefriedigt sind.
Das macht einen Mann verrückt, was?
Das könnte deine Ausrede sein, falls du eine brauchst.
-Ich kümmere mich darum. -Danke.
Mein Geschenk.
Bitte redet nicht mit mir. Ich flehe Euch an!
-Helft mir mit dem Putsch. -Oh Gott! Kein Wort mehr.
Warum? Es ist doch nur ein Wort.
Aber es regt den Geist an, nicht?
Ich habe folgenden Plan.
Wir beide stellen eine Philosophie auf, einen Plan für mein Regime.
Einen, der andere zum Handeln inspiriert
und ein Entwurf für meine Herrschaft ist.
-Eure... -Meine Herrschaft.
Wenn wir ein starkes, lebendiges Russland erschaffen,
erfüllt mit Ideen,
humanen und progressiven,
wo die Menschen mit Würde und einem Zweck leben.
-In Russland? -In der Tat.
Hussa!
-Wollt Ihr sterben? -Es ist mir egal.
Jedenfalls möchte ich so nicht leben.
Man gewöhnt sich dran.
Ich weiß, es sieht schlimm aus, aber wir machen Fortschritte.
Momentan debattieren wir über den freien Willen beim Barttragen.
-Wenn wir... -Bärte?
Ich kann keine Zeit verschwenden und das Volk auch nicht.
Seid Ihr dabei?
Nein, aus dem einfachen Grund, dass Ihr schon bewiesen habt,
dass Ihr nicht fähig seid, es umzusetzen.
-Wie denn? -Ihr habt mich gewählt.
-Ihr seid... -Ein Staatsdiener, ein Feigling...
Das glaube ich nicht.
Ihr seid kein Feigling.
Ich kenne Euch anders.
Wenn wir von Ideen und Humanität reden,
sehe ich ein Lodern in Euch.
Ihr kennt mich nicht.
Es tut mir leid, dass Eure Ehe ein Fehler war.
Haltet mich und Russland da raus.
Russland und ich sind mit demselben Mann verheiratet.
Ihr seid wütend und wahnsinnig, also vergebt mir, wenn ich ablehne.
Versprecht mir, niemals mit jemandem darüber zu reden.
Ich flehe Euch an. Um euretwillen.
Und sprecht Ihr davon?
Werdet Ihr Peter davon erzählen?
Ich vergesse es bereits jetzt schon. Guten Tag.
Lasst uns darüber reden, ob wir nicht die Kaiserin ermorden.
Was? Nein. Sie erhellt alles.
Sie ist eine leuchtende, von Gott geschickte...
Sie bläst Trübsal am Hof, hat die Perücken der Damen belächelt
und ich habe das seltsame Gefühl, dass sie mich manchmal auslacht.
Vielleicht ein kleiner Kutsch-Unfall, eine Trauerphase
und dann wähle ich eine neue.
Erzi, du machst nicht mit, weil du dich geirrt hast,
sag das Gott.
Kaiser, sie passt sich noch an.
Wir sollten ihr mitfühlend beistehen.
Halt deine verdammte Klappe! Orlo, Ideen?
Nein, mein Herr. In Europa und am Hof würde das schlecht aussehen.
Niemand am Hof mag sie, außer offenbar ihr untreuen Wichser!
Geht, ihr alle. George und Grigor bleiben.
Mutter leuchtete auf, wenn Vater den Raum betrat.
Ich könnte sie töten und neu anfangen. Wieso findet die Idee niemand toll?
Orlo hat recht.
Am Hofe und in Europa würde man es als Versagen ansehen.
Dass Ihr Eure Frau nicht beglücken könnt.
Er ist der Kaiser.
Natürlich dürft Ihr sie töten. Sie wird schnell vergessen sein.
Endlich jemand, der treu ist.
Ich dachte, mit uns könnte es wie mit euch sein.
Ein perfekter Bund.
Es ist möglich. Warum jetzt aufgeben?
Sie ist vielleicht alles, was Ihr braucht, so wie George für mich.
Nein, ich werde immer mehr brauchen, weil ich einfach so ein Mensch bin.
Ihr wollt von ihr doch nur mehr Heiterkeit am Hof
und einen Erbfolger.
Das ist alles, was man von einer Gemahlin will.
Ja, aber ihr mangelt es an beidem.
Grigor, du hast mir nie gesagt, wie schwierig die Ehe ist.
Das merkt man erst, wenn man mittendrin ist.
Da unsere politischen Ansichten so verschieden sind,
bekommt Ihr womöglich nicht genug seelischen Rat von mir.
Das ist meine Schuld.
Ich brauche keinen Rat.
Und wenn wir von Schuld reden, hätte ich eine ganze Liste für Euch,
falls Euch das helfen würde.
Wie liebenswert.
Ich sehe Euch gelegentlich mit der Kaiserin.
Wollt Ihr sie in den Arsch ficken?
So aufgeregt wie ein frisch vergewaltigter Neuling.
Nein. Bin ich nicht.
Sie ist meine Freundin. Wir mögen die Literatur.
Fragen wir doch den Kaiser, wie er darüber denkt.
Er scheint heute nachsichtig gestimmt.
Dann erinnern wir ihn auch daran, dass Eure Vision sie herbrachte.
Gott irrt sich nie.
Aber sie verstimmt ihn,
obwohl ich hoffte, dass die Ehe ihn beruhigen würde.
Wir beide sind Männer der Macht und das soll auch so bleiben.
Das haben wir zumindest gemein.
Nutzt ihre Unzufriedenheit nicht aus.
Das tue ich nicht.
Ihr müsst ihr mit Rat zur Seite stehen,
sie auf einen sicheren Pfad führen.
Für uns alle.
Ihr bittet mich also um einen Gefallen?
Ich hielt Euch schon immer für das klügste Köpfchen am Hof.
Sie ist klüger als ich hoffte, aber wir beide bekommen das hin.
Ihr wollt immer alle kontrollieren, was?
Ich muss Gottes Willen ausüben. Er will oft, dass wir nicht wir selbst sind.
Als Gegenleistung helft Ihr mir mit Rostows Bart.
Ich dachte, du willst wirklich, dass sie stirbt.
Er wird aggressiv, wenn er sich einsam fühlt.
Welch Verständnis. Du kennst ihn so gut.
Rüge mich nicht.
Ich ermorde sie. Ein Kutsch-Unfall diese Woche.
Du entscheidest, wie du das Europa und dem Hof unterbreitest.
Scheiße.
Komm her!
Sieh nur, was die Arschlöcher mit meinem Gemach gemacht haben.
Unerlaubtes Betreten. Das gehört nicht mehr dir.
Wachen.
-Im Ernst? -Damit du dich an deinen Stand gewöhnst.
Sieh es als eine freundschaftliche Geste.
Dann mach ich es noch schlimmer.
Ich wusste, Ihr würdet zur Vernunft kommen.
Bin ich nicht.
Ich möchte Euch zur Vernunft bringen.
Eure Unzufriedenheit bringt Euch in Gefahr.
-Wie denn? -Er wird Euch ermorden.
Ihr wolltet etwas, Kaiserin?
Wo ist Marial?
Sie ist... nicht hier.
Sie kommt irgendwann wieder.
Du lügst, was nicht zu dir passt und nervt.
Bring mich zu ihr.
Vlad, du wirst schlimmer als ich aussehen.
Sie rührt dich nicht an, Vlad.
Das will er doch. Oder, Vlad?
-Was ist passiert? -Ich hab meinen Stand vergessen.
-Wer war es? -Das ist egal.
Mein Wesen und meine Stellung sind aufeinandergeprallt.
-Niemand hat das Recht dazu. -Eigentlich schon.
Ich bin ein Besitztum, keine Person.
Gebt mir ein paar Minuten, dann kleide ich Euch fürs Abendessen.
Was ist passiert? Geht es dir gut?
Hätte ich all den Besuch geahnt, hätte ich Tee bringen lassen.
Wer war das?
Sie will es nicht sagen. Vielleicht Madame Swenska.
Sie war es nicht.
Auf mich wartet Arbeit.
Ich bin fertig.
Gehen wir, Kaiserin.
Kaiserin, ich hatte heute eine Vision von Gott.
Typisch für ihn.
Marial sollte Euch davon erzählen.
Es regnete Messer aus den Wolken, in Richtung Eurer sanften Haut.
Und Ihr habt gelächelt und plötzlich verwandelten sich alle
in Blütenblätter, die sanft herniederregneten.
Alle wollen, dass ich glücklich bin, jetzt sogar Gott.
Gottes Liebe bedeutet alles.
Ich dressiere sie.
Nicht alle von ihnen fliegen in ein neues Land.
Meine Liebe, setzt Euch.
Sagt mir, wie es Euch geht.
Mir geht es gut. Seht nur mein Lächeln.
Ich sehe es.
Hat Kaiser Peter etwas damit zu tun?
Er war nett zu mir.
Das ist er im Herzen auch.
Als kleiner Junge rannte Peter immer zu seiner Mutter,
mit einem Bild, das er gemalt hatte oder einem aus Blättern gebauten Boot.
Seine Augen und Worte flehten um Zustimmung, um Liebe.
Sie blickte ihn dann eine Weile an,
und er wurde ganz still.
Dann rannten Tränen seine Wangen runter
und sein Körper begann hemmungslos zu zittern.
Und Urin sammelte sich zu seinen Füßen.
Ein seltsames Phänomen.
Warum sollte sie so was tun?
Jeder hat seinen Tick.
Ihrer war Grausamkeit.
Ich bitte also um Vergebung und Geduld,
von jemandem, der mit beidem angefüllt ist.
Das ist erstaunlich.
In der Tat.
Guten Abend, Gemahl.
Kaiserin.
Du siehst wunderbar aus.
Und dein Rock... Sehr hübsch.
Danke.
Dadurch kann mein Schwanz frei in der Luft baumeln.
Herrlich. Die alte Madame Bolzoi hat ihn entworfen.
Genial.
Tut mir leid, dass ich in letzter Zeit immer sauer war.
Ich hatte meine kritischen Tage. Du weißt ja, wie das ist.
Aha. Ich verstehe.
Das erklärt alles.
Aber ich fühle mich viel besser.
Was ist der Grund für dieses Festmahl?
Wir ehren einige der Verwundeten,
die endlich eine Schlacht gegen Schweden gewannen.
Die armen Mistkerle.
Der hat keine Augen mehr.
Er wird nie wieder eine nackte Frau oder ein Reh auf der Flucht sehen.
Aber er kann ja hässliche Frauen ficken.
Hussa!
Tanzen wir.
Ein hervorragender Tänzer.
Ich stelle mir vor, dass deine Füße Flügel haben.
Orlo, du Jungfrau! Tu so, als fickst du deine Hand!
Genial!
George, mach die Sache.
Pass auf. Das ist genial.
Hussa!
Kuchen!
Danke.
Herrlich. Er wird als glücklicher Mann ersticken.
Auf die Männer, die in der Schlacht gefallen sind.
Und auf die, die ohne Gliedmaßen heimgekehrt sind!
Hussa!
Das war köstlich.
Ganz deiner Meinung. Ich wusste, wir haben etwas gemeinsam.
Guten Geschmack.
Und wir sind beide hübsch.
Bringt die schwedischen Köpfe.
Wir essen den Nachtisch unter ihrem scharfen Blick.
Die Zitrone ist super zitronig. Wunderbar.
Willst du meinen? Er passt zu deinem Haar.
In der Tat.
Schön, zusammen glücklich zu sein, nicht?
Wunderbar.
Du bist wunderbar.
Du hast mir einen Bär geschenkt und schlägst mich nicht mehr.
Was könnte eine Frau glücklicher machen?
-Hussa. -Hussa.
Man starrt uns an.
Du hast recht.
Ungehobelter Wichser.
Leute, stecht ihnen die Augen aus.
Hussa!
Um meinem Herzen treu zu sein, muss ich mein Gesicht hintergehen.
So ist es für uns alle.
Es ist kein Verbrechen, andere zu belügen,
nur sich selbst.
Wie tiefgründig. Aber verdammt unangenehm für mich.
Dachtet Ihr, ein Kaiserreich einzunehmen sei leicht?
-Mir gefällt dein Ton nicht. -Warum?
Weil er die schmerzliche Wahrheit enthält?
Ja, genau deshalb.
Hast du Schmerzen?
Der Kaiser möchte eintreten.
Danke und eine angenehme Nacht, Gemahl.
Ja. Dir auch.
Gut, was?
In der Tat.
In der Tat.
Gut.
In der Tat.
Kaiserin.
Was für ein Leben, Orlo.
Euer Schwanz wird nicht nass, Euer Messer nicht blutig
und Euer Herz pumpt nicht mal.
Aber ihr spielt den Schwanz pumpenden Clown für ihn.
Die Bücher und Ideen
sind so tot auf den Regalen wie Ihr im Innern.
Das ist Poesie, nicht die Realität.
Wollt Ihr kein starkes, lebendiges Russland,
erfüllt mit Ideen, humanen und progressiven,
wo die Menschen mit Würde und einem Zweck leben?
Das will ich.
So wie auch redende Schweine und einen Hund, der Omeletts macht.
Aber ich fürchte, ich sterbe voller Enttäuschung.
Was für ein Ziel. Voller Enttäuschung zu sterben.
Viel Glück damit. Ihr schafft es bestimmt.
Ich habe überlegt, was ich auf vernünftige Weise erreichen kann.
Was bringt es, an etwas zu glauben, wenn man nicht handelt?
Ich glaube auch an die Vernunft und an eine Nation, die damit regiert wird.
Aber nur Taten und Leidenschaft erreichen das.
Ich lebe nicht als tatenloser Zuschauer, als halbherziger Feigling.
Ich versprach mir eine große Liebe.
Das hat nicht geklappt.
Dann wurde mir klar...
dass ich ein großartiges Leben will.
Das will jeder.
Dann wird man erwachsen und merkt, dass es Grenzen gibt.
Wir reden hier von Hochverrat.
Dafür wird man aufgeschlitzt, mit Ratten gefüllt
und wieder zugenäht.
-Ich hasse Ratten. -Ich auch.
Was hasst Ihr noch?
Ich hasse den Krieg.
Ich hasse den Zustand meines Landes.
Aber wir sind in Russland.
Die Dinge verändern sich nur langsam.
Wie gesagt, man gewöhnt sich dran.
Wenn ich mich daran gewöhnt habe, bin ich nicht mehr dieselbe.
Ich bewirke etwas, Kaiserin.
Ich verkünde Ideen. Ich mache Fortschritte.
Ich verstehe.
Wenn Ihr mitmacht, werdet Ihr ein anderer Mann.
Ein Mann, in dem es die ganze Zeit lodert,
und der eines Tages endlich
den Deckel abnimmt,
damit das Feuer seine Angst verbrennen
und er roh und bereitwillig das tun kann, was nötig ist,
um sich mir anzuschließen.
Wir könnten dieses Land verwandeln...
und dabei sterben, falls nötig.
Aber wir würden glücklich sterben,
weil wir so gelebt haben, wie es sein sollte.
So ein Mann wärt Ihr.
Ich kann nicht.
Ich sah einen kleinen Mann und stellte mir einen größeren vor.
Ich entschuldige mich.
Was machst du mit ihnen?
Sie verbrennen.
Die brauchen eine christliche Beerdigung.
Das geht nur mit ganzen Leichen.
Ich könnte sie segnen.
Schenke ihnen himmlischen Frieden, oh Herr,
deinen Dienern, die eingeschlafen sind,
und lass sie auf ewig weiterleben.
Ich werde sie doch nicht ermorden. Sie war richtig gut gelaunt.
Sie hat mir erklärte, sie hatte wochenlang ihre Periode.
Vielleicht normal in Österreich.
Verzeihen wir ihr und geben ihr noch eine Chance.
Kaiser, Graf Rostow.
Du hast immer noch einen Biber im Gesicht.
Was soll die Scheiße?
Kaiser, vielleicht könnte man jeden frei entscheiden lassen,
ob er einen Bart haben will.
Wir haben darüber diskutiert.
-Wer ist "wir"? -Wir alle.
Welementow, Ihr habt es gut erklärt.
Ich...
Wenn Ihr den Leuten die Wahl lasst,
drückt Ihr dadurch Eure Liebe aus
und demonstriert Eure Stärke als Anführer
und Euer Streben nach Moderne.
Man wird Eure Weisheit schätzen und sie ehren.
Lasst Ihr mehr Freiheit zu,
wird man Euch mehr lieben.
Und was, wenn alle als öffentliches "Fick dich" Bärte tragen?
Das werden sie nicht.
Natürlich nicht. Sie lieben den Kaiser.
Aber ich stimme Grigor zu.
Es fördert Unzufriedenheit, wenn Leute durch visuelle Symbole rebellieren.
Es ist doch nur ein Bart.
Ich brauche nur die Erlaubnis. Meine Frau...
Halt die Klappe.
Was für Unzufriedenheit? Erzi?
Es gibt keine Unzufriedenheit.
-Ganz und gar nicht. -Reine Hypothese.
Die sollten alle verdammt nochmal tun, was der Kaiser sagt.
Wir müssen uns alle seinem Willen unterwerfen.
Seine Weisheit. Wieso sollte es Ausnahmen geben?
Hört, hört. Wenn ich es mir jetzt überlege,
war es blöd, es auch nur zu erwägen.
Der Erlass steht. Rostow, rasier dir den Scheißbart ab.
Ihr könnt nicht alle zwingen, sich unterzuordnen.
Nach außen hin werden sie das, aber innerlich wird sich Wut stauen
und irgendwann ausbrechen!
Schreist du mich an, Orlo?
Wir müssen ihren Verstand gewinnen.
Mein Herr.
Wir können das Volk für uns gewinnen, indem wir ihm
die Wahl lassen.
-Freier Wille ist wichtig... -Kaiser...
Halt deine Klappe, du Fettsack.
Rasier ihn.
-Was? -Rasier ihn, verdammt nochmal.
Eine Bewegung und du verlierst mehr als nur deinen Bart.
Du kannst frei entscheiden und dich widersetzen.
Du hast die Wahl.
Und dann entscheide ich frei, was ich tun will.
-Wasser und Seife. -Tu es einfach.
Orlo, du Wichser!
Es ist Orlo.
Untertitel von: Anja Graefe
"Peter der Große"
*eine manchmal wahre Geschichte.
Das Geschenk
Es gibt kostenlos Brot und Medikamente für alle.
Bildung und Kunst für alle.
Die Herzen aller Russen werden voller Freude sein.
Ihre Bäuche voller Essen.
Und ihre Köpfe voller Ideen.
Das hier ist Russland.
Was bedeutet das?
Es muss glaubwürdig sein.
Wir müssen hohe Ziele setzen.
Nein, er hat Recht.
"Keine Vergewaltigung oder Kindsmord
und mitunter gibt es etwas Brot" würde reichen.
Bisher habe ich eine 74-seitige Abhandlung geschrieben.
Ich dachte an Montaigne.
Ich blieb bei Machiavelli hängen.
In der französischen Fassung heißt es: "Der Zweck heiligt die Mittel."
Aber im italienischen Original fragt er nur...
Oh, tut mir leid.
Ich hielt das Tablett und schlief ein, während ich Euch beiden zuhörte.
Ist das ein Putsch oder ein verdammter Buchclub?
Die Blini müssen leichter sein, mit einem Hauch Rosmarin,
nicht einen Sack davon.
Ich finde sie gut so.
Kräftig ist gut.
Vielleicht hast du Recht. Ich probiere noch mal.
Auf keinen Fall.
Wie wäre es damit für Eure Rede?
Etwas in dieser Art:
"Mein Vater, Peter der Große, war ein Führer wie kein anderer zuvor,
der Russland zu einer Größe brachte, die es zuvor noch nie gekannt hatte.
Ohne Gleichen, ein Mann, der das Land wie ein Koloss regierte..."
Halt's Maul, Arkady.
Mögt Ihr es nicht?
Muss ich etwa begründen, warum du dein Maul halten sollst?
-Ich hasse diese Wichser. -Wen?
Die Generäle. Die Kumpel Eures Vaters als wir klein waren.
Was für Arschlöcher.
Nein, tolle Männer. Sie müssen einen großen Tag bekommen.
Es wird ein großer Tag zu Ehren Eures Vaters und rühmlich für Euch.
Wenn die scheiß Blini schmecken, dann ja.
Leo Woronski.
Den hatte ich ganz vergessen.
Kaiser, es ist mir eine Ehre.
Natürlich ist es das.
Zeig uns deinen Schwanz.
Natürlich.
Er ist herrlich.
-George? -In der Tat.
Jungs?
Klasse. Komm mit.
Wieso töten wir ihn nicht einfach?
Wenn er wieder auf Euch liegt, stecht Ihr ihm ins Gesicht,
ich in den Rücken, Orlo in die Kehle.
Dann seid Ihr Kaiserin und ich bin Madame Marial.
Ende.
So einfach ist es aber nicht.
Die Kirche muss sie auch anerkennen,
also braucht sie deren Unterstützung.
Und falls Iwan noch lebt, brauchen wir ein wohlgesonnenes Militär.
Töten wir ihn, bevor das erreicht ist, könnten das Militär und andere
sich hinter Iwan stellen und Katharina übergehen.
Keiner weiß, wo Iwan ist.
Wer ist Iwan?
Iwan ist Peters Halbbruder.
Unehelicher Sohn von Peter dem Großen.
Seine Anhänger wollten Peter den Thron entreißen.
Ich finde heraus, wo er ist.
Wie?
Durch Klugheit.
Ich fürchte, wir brauchen ein Jahr für unsere Flugblätter.
Kein Wunder, dass Ihr nie eine fickt.
So kannst du nicht mit mir reden.
Weil ich Leibeigene bin?
Weil es unverschämt ist.
Ihr wagt es, einfach so mein Gemach zu betreten?
Ich wäre geritten, aber mein Pferd hat Mühe mit Treppen.
Kaiserin?
Orlo, was machst du hier?
-Ich... -Er hat mir ein Buch gebracht.
Ich dachte, die Kaiserin hätte Interesse...
-Oh Gott, bist du öde. Raus! -Herr.
Ich habe ein Geschenk für dich.
Ich versprach dir einen Liebhaber.
Ein Liebhaber?
Sehr aufmerksam von mir, stimmt.
Das ist Leo. Sein Vater, Sergei, war ein berühmter Frauenheld.
Leo ist klug, liest Bücher, rezitiert Sonette, ist begnadeter Jäger,
mag edle Weine und Innereien und hat einen großen Schwanz.
Zudem hatte er als Kind Mumps und ist steril. Hussa.
Ich hoffe, er gefällt dir.
Mach sie glücklich, sonst...
Muss los. Großer Tag.
Ihr dürft gehen.
-Lieber nicht. -Ist mir egal. Ich sagte, Ihr dürft gehen.
Ich bleibe lieber etwas, damit er denkt, es sei gut gelaufen.
Wenn es Euch nicht stört. Falls doch,
lade ich Euch herzlichst zu meiner Hinrichtung ein.
Na gut.
Gut... Setzt Euch da hin.
Ich danke Euch.
Wir haben zugehört. Ist das der Liebhaber?
Anscheinend.
Er sieht sehr gut aus.
Ist mir nicht aufgefallen.
Ekelhaft, dass er mir einfach einen Liebhaber gibt,
als müsste man es mir besorgen.
Er würde es Euch gut besorgen.
Er ist ein Woronski. Die sind bekannte Liebhaber.
Wirklich?
Sein Vater war legendär.
Scheiße.
Ausgerechnet diese Woche schenkt Euch Peter diesen Mann.
Er ist bekannt dafür, Spione einzuschleusen.
Ich habe es schon einmal gesehen.
Mist, vielleicht weiß er was. Ich war da, überall Flugblätter.
Oh Gott.
Orlo, entspann dich. Peter weiß nichts.
Könnte er gar nicht
-Ich gebe ihn zurück. -Wie? Er ist Peters Geschenk.
Durch Klugheit.
Kaiserin, die Kleider für den Damentee sind da.
Das ist sehr schön.
Kaiserin, gefällt es Euch?
Es ist wunderbar. Ihr werdet auffallen.
Wie ich es immer tue.
Kommt.
Die ist sehr groß. Muss sie so groß sein?
Natürlich. Dein Vater war ein außergewöhnlicher Mann.
Ich weiß noch, wie er mich mit 17 beim Abendessen ansah.
Die Luft schien dünner zu werden und ich konnte nicht mehr atmen.
Eines Tages kam er in den Raum,
sah mir in die Augen, und ich wusste es.
Ich hob mein Kleid, beugte mich über den Tisch
und er kam und nahm mich.
Mein allererstes Mal.
Gott, ich werde feucht beim Gedanken daran.
Das hätte ich besser nicht erzählt.
Ich wusste es. Ich war dabei.
Wie bitte?
In dem Raum. Ich spielte in der Ecke mit Soldaten.
Wirklich?
Wie seltsam.
Der scheiß Anzug ist zu eng.
Du wirst auch mal ein großer Führer.
Das dachte er nicht.
Es war eine Herausforderung. Mehr nicht.
Erfülle sie.
Sie ist zu groß.
Verdammtes Ding.
Wisst Ihr etwas über den Liebhaber, den der Kaiser Katharina geschenkt hat?
Was? Liebhaber?
Das ist unmoralisch und ekelhaft. Armes Kind.
Ihr wusstet es also nicht?
Es ist also nicht eine Art Schachzug?
Ein Spion bei ihr?
Der Kaiser, Kaiserin.
Danke für das Geschenk.
Hast du ihn schon ausprobiert?
Das ist nett, aber ich brauche keinen Liebhaber. Ich habe dich.
Unser Sex ist so öde wie ein Biber, der Holz nagt.
Du brauchst ihn. Das muntert dich auf.
Grigor, wie froh macht mich deine Frau?
Sie bringt Euch ständig Freude.
Genau das will ich auch für dich.
Da sind sie. Seid still!
-Gib mir einige deiner Orden. -Was?
Gib mir deine scheiß Medaillen.
Willkommen zu Hause.
Russische Soldaten sind die besten der Welt.
Ich habe ein Rosmarin-Blini kreiert, gefüllt mit Hühnerherzen,
das die blonden schwedischen Wichser repräsentiert.
Mampfen wir ihre leckeren Herzen.
Hussa!
Dann spülen wir nach mit Pfefferwodka, den mein Vater so liebte
wie er euch alle liebte.
Hussa, auf Peter den Großen.
Auf mich, Peter den...
Mich!
Hussa!
Meine Herren, während die Schweden ihre Verwundeten pflegen,
bevor wir sie ganz vernichten,
essen und trinken wir und feiern unsere Größe.
-Hussa! -Hussa!
-Es lief gut, nicht? -Es war ein Triumph.
Dürfte ich Euch die militärische Lage erläutern?
Ich bin Militärgenie wie schon mein Vater.
Ich brauche keine Erläuterung.
Ja, natürlich.
Ich hörte, dass Ihr der Kaiserin einen Liebhaber geschenkt habt.
Ich möchte diesbezüglich gerne meine Dienste anbieten,
falls dieser nicht funktioniert und Ersatz erforderlich ist.
-Grigor, hast du... -Habe ich.
Köstlich, Welementow.
Bravo, der Herr.
-Ich denke... -Könnt ihr euch vorstellen,
wie dieser kleinschwänzige Bock lediglich Wodka auf die Kaiserin spritzt?
Du hast mich ungemein erheitert. Bravo!
In der Tat. Ein beachtlicher Witz meinerseits.
Tante Elisabeth.
Katharina, mein Schatz.
Dieses Lächeln.
Ein Lebensretter, nicht?
Genau.
Seht Euch diese Fische an.
Ich hielt sie immer für recht zufrieden.
Jetzt weiß ich, dass sie völlig irre geworden sind.
Wer ist Iwan?
Wer hat den guten Iwan erwähnt?
Ich hörte den Namen, weiß aber nicht, von wem.
Ich bin noch neu und merke mir Namen nur sehr langsam.
Aber es scheint mir ein aufregendes Geheimnis zu sein.
Weitermachen!
Ich habe den einzigen Schlüssel.
Iwan.
Lieschen!
Kuchen!
-Das ist Katharina. -Die Kaiserin?
Freut mich, dich kennenzulernen.
Magst du meine Bilder
Wunderschön.
Du bist so groß geworden.
-Wir müssen jetzt gehen. -Kommt Peter bald zu mir?
Er hat viel zu tun.
Ich ersteche ihn nicht. Ich habe nicht mal ein verstecktes Messer.
Natürlich nicht. Dafür bist du viel zu süß.
-Meine Mutter? -Noch im Ausland.
-Katherina, komm mich wieder besuchen. -Das werde ich.
Versprich es, verdammt!
Schätzchen!
Unhöflich.
Tut mir leid.
Ich möchte nur jemanden zum Spielen.
Natürlich tust du das, Schätzchen. Ich komme bald wieder.
Er ist eine Gefahr für uns.
Wir sollten ihn töten, aber er gehört irgendwie zur Familie.
Doch jetzt seid Ihr da und bald ein Erbe.
Danke, dass ich ihn sehen durfte.
Ihr gehört zur Familie. Ich zeige Euch alles,
auch wie man hier glücklich wird.
Ihr werdet unser Geschlecht mit einem Erben stärken.
Aber Ihr müsst wissen, wo die Gefahren lauern.
Ihr müsst mir denjenigen zeigen, der über ihn spricht.
Natürlich.
Hussa!
Meine Herren, lasst uns beginnen.
Der Schwede – zuerst ein Hoch
auf unseren Freund und Anführer, Kaiservater Peter den Großen.
Hussa!
Ich habe eine neue, ihm zu Ehren.
Hurra!
Ich habe auch die Nase des Schweden, der mich gekratzt hat, in einem Sack.
Hurra!
An die tapferen Soldaten meines Bataillons,
die eine Schlacht gewonnen haben, die uns eine Siegchance eröffnet.
-Hör mal, wenn wir... -Hussa!
Mein Bataillon hat diese Arschlöcher in Unterzahl in eine Schlucht gejagt.
Wir warteten tagelang über ihnen,
bis sie irre wurden und aufeinander schossen.
Können wir anfangen?
Natürlich.
Aufgepasst.
Die Schweden sind hier, hier und hier.
-Nun, ich schlage vor... -Nein, gib mir das.
Ich begann diesen Krieg gegen Schweden, weil...
Nun, Vater besiegte sie, und ich...
Und die Schweden sind bekanntlich verdorbene Tiere.
Blonde, elchfickende, preiselbeerfressende, humorlose Ärsche
mit einem Seehafen, den wir brauchen könnten.
Aber dann, anstatt zu gewinnen, lasst ihr euch zurückdrängen,
und steht jetzt in Russland selbst.
Es ist ein scheiß Schlamassel, gelinde gesagt.
Also habe ich einen Plan.
Ich sage, wir...
...kommen von hier, da durch,
teilen uns schnell in vier Teile auf,
nachts, damit sie uns nicht sehen.
Vielleicht auf Pferden.
Aber die sind laut, also doch eher zu Fuß.
Dann, am Morgen, wenn sie frühstücken,
mit Brioche und Schwanz in der Hand,
greifen wir an und gewinnen den Krieg an nur einem Morgen. Hussa!
-Interessante Idee. -Sie ist genial.
Zerpflück sie, wenn du kannst, Fettsack.
Hurra!
Nun...
Herr, das ist ein Fluss, drei Meter tief,
den unsere Männer da überqueren sollen.
Boote.
Boote tragen?
Ja.
Das könnte uns etwas bremsen, Herr, was uns anfällig macht.
Zudem ist dies eine offene Ebene.
Man kann sich da nicht heimlich annähern.
Bei Nacht, schwarz gekleidet,
oder grün, falls das Gras hoch ist.
Der Kaiser hat uns viele Denkanstöße gegeben.
Ich werde den Plan ausarbeiten und die guten Ideen des Kaisers einfließen lassen.
-Hussa! -Hussa!
Lies es laut vor.
"Ti... ger."
-"Tiger." -Ja.
"Fressen gerne Menschen."
Ja!
Ich danke Euch.
Ihr könntet ihn zumindest auspacken, bevor Ihr ihn zurückschickt.
Ich habe weitaus wichtigere Dinge zu tun.
Verschwendung, dass Ihr Kaiserin seid.
Ich habe Iwan getroffen.
Scheiße!
-Wo? -Im Palast.
Eingeschlossen und streng bewacht.
Also brauchen wir das Militär.
Warum nicht sogar Welementow selbst,
den Anführer des Militärs?
Er steht auf mich, glaube ich.
Das Sabbern verrät es wohl.
Wir müssen es Orlo sagen. Er muss auch an ihm arbeiten.
Hallo.
Was hat Euch mein Mann gesagt?
Er sagte, ich solle Euch glücklich machen,
das sei ihm sehr wichtig.
-Sonst nichts? -Das war noch etwas.
Er sagte, wenn Ihr beim Sex nur eine Regung zeigt,
ein Laut, eine Bewegung, einen Schnaufer,
würde er mir tausend Rubel geben,
mein Gemächt in Bronze gießen und in ein Museum stellen.
Und wie habt Ihr reagiert?
Ich sagte, es wäre toll, wenn Russland ein Museum bekäme.
Verstehe.
Und warum hat er Euch gewählt? Ihr seid befreundet?
Ich traf ihn zweimal, durch meinen Vater.
-Der berühmte Liebhaber. -Das wertet ihn ab.
Er war ein faszinierender Mann. der Frauen, Musik und Wein liebte,
und auf einem Feld im Abendrot mit seinem Sohn Stare zu beobachten.
Aber der Frauenheld scheint hängen geblieben zu sein.
Ihr seid also auch professioneller Liebhaber?
Lacht mich nicht aus.
Ich teile den Witz und dann lachen wir zusammen.
Ich sehe, Ihr wünscht keinen Liebhaber. Ich verrate Euch mein Geheimnis.
Ich hatte nur einmal Sex,
mit meiner betrunkenen, sehr süßen,
sehr molligen Cousine, die sich mir aufdrängte.
Es war nicht unangenehm, aber ich hatte keine Ahnung, was ich tat.
Euer Vater hat Euch nichts gelehrt?
Nicht wirklich. Er war ein großer Freund von Entdeckung und Abenteuer,
und wollte mir beides nicht vorenthalten.
Versucht Ihr, mich zu bezirzen?
Ich möchte natürlich nicht sterben, aber ich wüsste nicht, wie,
da ich nicht erahne, was mich retten würde.
Man kann nur leben und hoffen, dass es gutgeht und Spaß macht.
Es sei denn, ich sollte versuchen, Euch zu bezirzen.
Ich werde es versuchen.
Es wird Spaß machen, aber tödlich sein, falls es misslingt.
Ich weiß, ein Liebhaber sollte ein Geschenk haben.
Aber Ihr habt keins.
Doch, das habe ich.
Ihr irrt euch.
Das ist kein Geschenk. Es ist ein Pfirsich.
Wenn Ihr ihn esst, nehmt ihn in den Mund,
beißt hinein, neigt den Kopf nach hinten und lasst den Saft in Eure Kehle laufen.
Ich weiß, wie man einen Pfirsich isst.
Ich werde Euch nie wieder unterschätzen.
Sagenhaft.
Der Saft sammelt sich in der Kehle,
und strömt dann wie ein süßer Wasserfall herab.
Ihr dürft über Nacht bleiben.
Schlaft auf der Liege.
Morgen gehe ich zu Peter und danke ihm für Euch.
Ich sage ihm, Ihr wart nett. Dann seid Ihr sicher.
Klasse.
Ist er weg, der Spion?
Ja, sagte ich doch.
Unabhängig davon müsst Ihr mit dem Militär vorankommen.
Verratet nicht den Plan, sondern leistet Vorarbeit.
Endlich passiert etwas.
Ist das der beste Zeitpunkt?
In vino veritas, Orlo. Geht.
Wichser.
Wer malt schon einen Fluss grün?
Wer tut so etwas?
Traditionell sind die blau, verdammt.
Warum spielen wir nicht etwas Musik?
Ich brauche auch einen Namen.
Peter der...
Was könnte ich sein?
Peter der Lustige.
Peter der Meisterhafte.
Peter der Schreckliche.
Ich will etwas Inspirierendes.
Das ist inspirierend. Es macht Angst.
Und hat eine große Geschichte. Jeder liebt die Schrecklichen.
Verpisst euch, ihr alle.
Ich habe morgen eine Rede.
Oh, Welementow?
Ich dachte, dies sei die Bibliothek. Ich bin verloren in diesem Palast.
Kaiserin, es ist mir eine Ehre.
Vielleicht ist es Schicksal.
-Ich wollte mit Euch reden. -Und ich mit Euch. Großer Gott.
Ihr strahlt.
Ihr strotzt vor Leuchtkraft.
Vielen Dank.
Ihr erinnert mich an meinen Vater.
Ich bin sicher jünger
und in der männlichen Blüte.
Ein Drink?
Er war ein ernster Mann des Militärs...
...oft frustriert von den Führern des Landes.
In der Tat.
Dann sind wir uns ähnlich.
Genau.
Ein guter General vergießt gerne Blut von Männern, vergeudet es aber nicht.
Sehe ich das falsch?
Ihr seid eine Vision.
Eure Haut ist...
Weint Ihr?
Ja, ein wenig.
Eure Schönheit tut weh.
-Ach so. -Ich...
-Hätten wir eine Philosophie... -Was?
...ein Handlungskriterium,
frage ich mich, was das verändern würde.
Ich fühle mich mit Euch verwandt.
Das tue ich auch.
Lasst das!
Kaiserin, ich werde mein Glied entblößen.
Oh Gott.
Runter von mir!
Was ist das?
-Nass. -Ich habe mich vollgepisst.
Lasst mich hier liegen und meine Energien sammeln,
bevor ich einen Sturm der Leidenschaft entfessele.
Wichser!
Holt sie runter!
Anton, wie läuft es?
Desaströs.
Wie war die Besprechung? Interessant, habe ich gehört.
Der Kerl ist ein Idiot.
Ihr seid betrunken.
Habt Ihr schon die neue Kaiserin getroffen?
-Ich hörte, sie sei ein Miststück. -Überhaupt nicht.
Sie ist einzigartig.
Ich stelle sie Euch vor.
Soll ich Euch bettfein machen oder einfach nur einölen?
Wie war dein Abend?
Habe eine Vergewaltigung abgewehrt. Und Eurer?
Ebenso.
Erfindet man je etwas Einfacheres als Knöpfe, sind wir alle in Schwierigkeiten.
Du kannst gehen.
Aber wenn wir den Pavillon am Fluss errichten,
können wir einfach faulenzen und beobachten,
und uns dann nackt ins kühle Nass fallen lassen.
Poesie.
Ich wollte ihn bitten, uns einige Wochen hinfahren zu lassen.
Wird er nicht.
Wir können fragen.
Natürlich.
Hey, ihr seid wach. Gut.
-Geht es Euch gut? -Natürlich.
Wollt Ihr reden?
Nur schlafen.
Wichser.
Mein liebster Grigor, da bist du ja.
Wir wollten dich nicht wecken.
Wie nett.
Ihr habt ein loses Haar.
Brutal.
Tut mir leid, aber es ist ein großer Tag.
Ich weiß. Ich fühle mich gut. Ihr seid meine besten Freunde.
Umarmt mich.
Grigor und ich wollten zu unserem Anwesen aufs Land fahren,
für einen Monat.
-Ach ja? -Wir müssen ein Gebäude inspizieren.
Wir möchten Euch auch die ersten Quitten der Saison mitbringen.
In Ordnung, klar.
Was schreibt Ihr da?
Nichts. Nur einen Brief.
Ihr müsst Eure Heimat vermissen.
Ja, das tue ich.
Tee, mein Herr?
Danke, Wlad.
Steht Wlad für Wladimir oder für Wla?
-Verzeiht. -Die Schwerkraft ist nicht deine Schuld.
Sicher. Was ist...
Das ist die Schwerkraft, Wlad.
Alles fällt runter, Wlad. Unsichtbare Kräfte sind am Werk.
Wie wäre es mit einem Teller?
-Schwerkraft. -Genau.
-Und eine Feder? -Nun, sie kämpft tapfer.
Aber dennoch...
-Wlad? -Schwerkraft.
Ich gehe nun zum Frühstück und spreche mit Peter.
Danach dürft Ihr gehen.
Dürfte ich vorschlagen, zur Untermauerung ein kleines Schauspiel aufzuführen.
Ein Schauspiel?
Damit er glaubt, es lief gut.
Ich hasse diese Heuchelei am Hof.
Seht es als törichtes Spiel. Der Zuschauer ist Euer Opfer.
Ist er überzeugt, habt Ihr ihn genarrt.
Ein Sieg für Euch.
Könnte hilfreich sein.
-Ein Kichern ist gut. -Ein Kichern?
Wirkt locker und lustig.
Ich bin kein Kind. Ich kichere nicht.
Dann tue ich es.
Das ist ein absurder Laut.
Leo, setz dich in den Flur. Wir reden gleich.
Er hat dich also beglückt?
Das hat er.
Und?
Vielen Dank.
Du hast die Kaiserin glücklich gemacht.
Gute gemacht.
Dafür, dass du meine Frau gevögelt hast.
Aber gut gemacht. Bravo.
Es ist vollbracht, also kann er gehen.
Was?
Wir hatten eine schöne Nacht, und ich danke dir sehr für das Geschenk.
Er kann also gehen.
Wenn er gehen soll, kann er dich nicht sehr glücklich gemacht haben.
Eine schöne Nacht?
Was zum Teufel ist eine schöne Nacht? Und jetzt soll er gehen?
Er hat versagt, verdammt.
Leo, ich bin sehr enttäuscht von dir, genau wie dein Vater es wäre.
Es tut mir so leid, Herr.
Ich dachte, ich könnte ihn nicht behalten.
Was?
Ich dachte, es sei ein Geschenk für eine Nacht.
Ich wusste nicht, dass es dauerhaft sein sollte.
Es ist wunderbar, ihn zu behalten. Hussa.
Oh, ich danke dir, Gemahl.
Schon gut. Okay.
Mach es gut, oder ich schneide dir deinen perfekten Schwanz ab,
da er nutzlos ist, wenn du damit keine Freude bescherst.
Zeus, komm!
-Geht es Euch gut? -Ja.
Eier.
Gott, ist das köstlich.
Wie sieht der Rest des Tages aus?
Wie könnt Ihr nur so heiter sein?
Wollt Ihr ihm nicht den Kopf einschlagen?
Ich will nur mein Frühstück genießen.
Bekomme ich bitte einen Kaffee?
Er hat Euch gerade verprügelt.
Das ist schon Minuten her.
Ihr seid rätselhaft.
Danke übrigens für die Rettung. Das müsst Ihr nicht tun.
Er macht eh mit mir, was er will.
Mich aufhängen, mich häuten oder mich zur Jagd und zum Essen einladen.
Man darf nicht in Angst davor leben.
Er mag mich verprügeln, aber ich lasse ihn mir nicht die Freude an diesem Ei,
diesem Kaffee oder diesem Tag nehmen.
Ich lasse mir nicht von der Angst das Leben nehmen.
Ich verstehe vollkommen.
Der Damentag beginnt gleich.
Ihr wolltet plötzlich hingehen?
Ja, in der Tat.
-Und du wirst mitkommen. -Oh, lieber nicht.
Doch, es wäre mir lieber.
Leo, Ihr solltet auch mitkommen.
Bleibt in der Nähe, falls er sich fragt, wo Ihr seid.
Madame Swenska.
-Ich... -Wie wunderbar Ihr ausseht.
Ich...
Ihr werdet sehen, dass sie Russland liebt. Und ihr frischer Geist inspiriert.
Na gut.
Antonia, Liebling, was ist passiert?
Dieses Miststück von Kaiserin.
Tollkühn, meine Liebe.
Außergewöhnlich, aber tollkühn.
Ich habe noch nie einen Damentee mehr genossen.
Vielen Dank.
Wir können nicht reden.
Doch, können wir.
Kein Problem.
Ich dachte, Ihr würdet ihn loswerden.
Wir können ihm nicht trauen.
Ich habe es versucht. Peter würde ihn töten.
Wenn er ein Spion ist, tötet Peter uns.
Hätte ich ihn sterben lassen sollen?
Wir wollen doch sinnloses Blutvergießen in Russland beenden.
Heißt es, er oder wir, dann nicht.
Solche Entscheidungen müsst Ihr treffen,
wenn wir das tun wollen. Machiavelli.
Ich sagte doch, mir missfällt diese Übersetzung.
Der ist kein Spion. Er sieht zu gut aus.
Den politischen Instinkt deiner Familie
beneide ich nicht.
Fick dich, du jungfräulicher Feigling.
Schluss, Marial.
Oberst Swenska hätte ein Mitstreiter sein können,
aber nun haben wir ihn und die Hälfte der Damen verloren.
-Das war es wert. -Stimmt.
Zwei Schritte vorauszudenken statt nur einen, wäre von Vorteil.
Das habe ich. Ich wählte einen Stoff für die Party aus
und ließ den ganzen Raum damit dekorieren, Orlo.
Das sind zwei Schritte.
Ich verstehe Eure Leichtsinnigkeit nicht.
Das nennt man Mut, Orlo.
Ihr bekommt ihn mit der Zeit.
Wie ist es...
...Kaiserin zu sein?
Das hat mich nie jemand gefragt.
Es ist...
...komplex.
Darf ich offen sprechen?
Warum auch nicht?
Ich nenne es "Meine Eindrücke von der Kaiserin".
Ihr mögt Peter nicht.
Ihr mögt es hier nicht.
Ihr wirkt betrübt, und das Schlimmste ist...
Ihr scheint nicht zu wissen, wie man Spaß hat.
Spaß steht nicht zur Debatte.
Er erwähnte wieder das Land.
Peter könnte eine Weile mitkommen.
Die ganze Zeit?
Habt Ihr gesehen, was die Kaiserin mit Antonia gemacht hat?
Eine Zickigkeit, wie man sie nur selten sieht. Irgendwie brillant.
-Ich fand es lustig. -Nun, ich nicht.
Lutsch den Rest des Monats selbst deinen Schwanz, Arkady.
Ihr muss eine Lektion erteilt werden.
Vielleicht braucht Antonia eine Lektion. Sie ist nicht die Kaiserin.
Wir hatten offene Herzen. Die sind nun verschlossen. Das wird sie noch merken.
Vortäuschen, vortäuschen.
Das hättest du Leo nicht antun müssen.
Ja, das stimmt wohl. Spuckt er Blut?
-Nein. -Dann ist alles gut.
Blut ist meist das Anzeichen eines Problems.
Geht es dir gut?
Bist du nervös wegen der Rede?
Nein.
Ja. Scheiße!
War er all das?
Oder vielleicht nicht, und darum bist du nervös?
Er war all das. Er war außergewöhnlich.
Was ist dann das Problem?
Wenn ich von ihm rede, was ich nicht tue,
denn wenn ich das tue, weine ich.
Es ist unmännlich und armselig vor diesem Pöbel.
Er fehlt dir.
Kaiser.
-Das ist keine Schande. -Nein, es sieht nicht...
Es gibt ein Sprichwort: "Was vom Herzen kommt, geht ans Herz."
Er wurde geliebt, und wenn du das zeigst, ist das nobel.
-Ich darf nicht weinen. -In der Tat.
Denn ich bin ein Kerl mit eisernem Willen und Kontrolle.
Er war ein Mann der Tat.
Ein Mann des Volkes.
Geliebt, verehrt.
Siegreich in der Schlacht.
Er half mir einmal, einen Löwen aus Rubel zu basteln.
-Aber unerschütterlich... -Heulsuse.
Das habe ich gehört.
Wer es auch war, tritt hervor.
Mann gegen Mann. Lass uns kämpfen.
Keine Vorwürfe, keine Repressalien.
Bei der Ehre meines Vaters, zwei Männer und ihre Fäuste, wie er es getan hätte.
Es wäre mir eine Ehre.
Strategie, ihr dummen Wichser.
Eure hirnlose Tollkühnheit wird uns den Sieg nicht bringen.
Ich bin der Sohn von Peter dem Großen. Ich weiß, wie man siegt.
Wir halten uns an meinen Plan, überqueren den Fluss,
und schneiden ihnen die Herzen raus. Ja?
Ja?
Hussa!
Also, wo war ich?
Mein Vater. Ich gedenke ihm mit dieser Statue. Hussa!
Machen wir Russland groß und siegen über diese üblen blonden schwedischen Wichser!
Hussa!
Ich glaube, es gibt eine Party. Viel Spaß.
Wie herrlich es war, als du auf diesen Mann einstachst.
Du hattest Recht mit deinem Rat.
Alle lieben und fürchten mich jetzt.
Ich war heute etwas grob zu Leo.
-Als du ihn getreten hast? -Ja, das meine ich.
Es zeigt nur, wie viel dir mein Glück bedeutet.
Stimmt.
Wenn du ihn nicht willst, such dir einen Liebhaber aus.
-Welementow hat sich angeboten. -Gar nicht lustig.
-Stell dir das vor. -Lieber nicht.
Im Ernst, tu es mal.
Wie er ihn dir über einen Tisch gebeugt in den Arsch steckt.
Dann bricht der Tisch zusammen und er zerdrückt dich.
Jetzt du.
Wie er sich vollpisst, während er mich besteigt.
Sehr einfallsreich, wenngleich meine besser war.
Wenn du Leo nicht willst, wähle jemanden
und ich stimme zu oder auch nicht.
Und Leo?
Er darf zurück nach Hause.
Also darf er gehen?
-Ja, natürlich. -Gut.
Er soll sich verpissen oder bleiben. Ist mir egal,
solange du glücklich bist und keine elende, mürrische Fotze.
Was du nicht bist. Beschreibt nur, was ich nicht will.
-Natürlich. -Ich sage es ihm.
Nein, ich mache das.
Und du bist dankbar für meine Bemühungen um dein Glück?
Alles ist Bestens am Hofe von Peter.
-Ist es in der Tat. Hussa! -Hussa!
Ich muss spielen. Ich bin ein genialer Violinist.
Gib her. Verpiss dich!
Ja!
Gut gemacht.
Bravo.
Peter lässt Euch nicht gehen.
Ihr habt sicher alles versucht.
Habe ich. Also müssen wir die Scharade fortsetzen.
Ihr seid seltsamerweise nicht enttäuscht.
Natürlich steht es uns frei, daraus zu machen, was wir wollen.
Zum Beispiel steht es Euch frei, meine Küsse zu erwidern.
Aber auch, es nicht zu tun.
Dafür müsstet Ihr...
Wir brauchen Hilfe.
Ab hier solltet Ihr es schaffen.
Danke, Marial.
Was macht Ihr...
Es ist wirklich gut.
Der Teil über ein Leben ohne Heuchelei wird großen Anklang finden.
Leo bleibt hier.
Er ist mein Liebhaber.
Er wird jedoch nie von unserem Plan erfahren.
Das schwöre ich.
Was macht Ihr da?
Mein Blutschwur.
Oh, Ihr mögt es, gefährlich zu leben.
Ich will einfach nur leben.
Und ich will, dass jeder diese Chance hat.
Gefahr ist ein Teil davon.
Das müsst Ihr begreifen.
Ich habe sie mein Leben lang beharrlich vermieden.
Das können wir nicht.
Schlug Euer Herz nicht heftig, als Ihr dachtet, Oberst Swenska gewonnen zu haben?
Jetzt müsst Ihr Euch in die Hand schneiden.
-Ich will das nicht wirklich tun. -Ich weiß.
Heute Morgen brauchen wir keine Kleider.
-Marial? -Knöpfe?
Knöpfe
Untertitel von: Christian Eisenach
"Peter der Große"
*eine manchmal wahre Geschichte.
Das Geschenk
Es gibt kostenlos Brot und Medikamente für alle.
Bildung und Kunst für alle.
Die Herzen aller Russen werden voller Freude sein.
Ihre Bäuche voller Essen.
Und ihre Köpfe voller Ideen.
Das hier ist Russland.
Was bedeutet das?
Es muss glaubwürdig sein.
Wir müssen hohe Ziele setzen.
Nein, er hat Recht.
"Keine Vergewaltigung oder Kindsmord
und mitunter gibt es etwas Brot" würde reichen.
Bisher habe ich eine 74-seitige Abhandlung geschrieben.
Ich dachte an Montaigne.
Ich blieb bei Machiavelli hängen.
In der französischen Fassung heißt es: "Der Zweck heiligt die Mittel."
Aber im italienischen Original fragt er nur...
Oh, tut mir leid.
Ich hielt das Tablett und schlief ein, während ich Euch beiden zuhörte.
Ist das ein Putsch oder ein verdammter Buchclub?
Die Blini müssen leichter sein, mit einem Hauch Rosmarin,
nicht einen Sack davon.
Ich finde sie gut so.
Kräftig ist gut.
Vielleicht hast du Recht. Ich probiere noch mal.
Auf keinen Fall.
Wie wäre es damit für Eure Rede?
Etwas in dieser Art:
"Mein Vater, Peter der Große, war ein Führer wie kein anderer zuvor,
der Russland zu einer Größe brachte, die es zuvor noch nie gekannt hatte.
Ohne Gleichen, ein Mann, der das Land wie ein Koloss regierte..."
Halt's Maul, Arkady.
Mögt Ihr es nicht?
Muss ich etwa begründen, warum du dein Maul halten sollst?
-Ich hasse diese Wichser. -Wen?
Die Generäle. Die Kumpel Eures Vaters als wir klein waren.
Was für Arschlöcher.
Nein, tolle Männer. Sie müssen einen großen Tag bekommen.
Es wird ein großer Tag zu Ehren Eures Vaters und rühmlich für Euch.
Wenn die scheiß Blini schmecken, dann ja.
Leo Woronski.
Den hatte ich ganz vergessen.
Kaiser, es ist mir eine Ehre.
Natürlich ist es das.
Zeig uns deinen Schwanz.
Natürlich.
Er ist herrlich.
-George? -In der Tat.
Jungs?
Klasse. Komm mit.
Wieso töten wir ihn nicht einfach?
Wenn er wieder auf Euch liegt, stecht Ihr ihm ins Gesicht,
ich in den Rücken, Orlo in die Kehle.
Dann seid Ihr Kaiserin und ich bin Madame Marial.
Ende.
So einfach ist es aber nicht.
Die Kirche muss sie auch anerkennen,
also braucht sie deren Unterstützung.
Und falls Iwan noch lebt, brauchen wir ein wohlgesonnenes Militär.
Töten wir ihn, bevor das erreicht ist, könnten das Militär und andere
sich hinter Iwan stellen und Katharina übergehen.
Keiner weiß, wo Iwan ist.
Wer ist Iwan?
Iwan ist Peters Halbbruder.
Unehelicher Sohn von Peter dem Großen.
Seine Anhänger wollten Peter den Thron entreißen.
Ich finde heraus, wo er ist.
Wie?
Durch Klugheit.
Ich fürchte, wir brauchen ein Jahr für unsere Flugblätter.
Kein Wunder, dass Ihr nie eine fickt.
So kannst du nicht mit mir reden.
Weil ich Leibeigene bin?
Weil es unverschämt ist.
Ihr wagt es, einfach so mein Gemach zu betreten?
Ich wäre geritten, aber mein Pferd hat Mühe mit Treppen.
Kaiserin?
Orlo, was machst du hier?
-Ich... -Er hat mir ein Buch gebracht.
Ich dachte, die Kaiserin hätte Interesse...
-Oh Gott, bist du öde. Raus! -Herr.
Ich habe ein Geschenk für dich.
Ich versprach dir einen Liebhaber.
Ein Liebhaber?
Sehr aufmerksam von mir, stimmt.
Das ist Leo. Sein Vater, Sergei, war ein berühmter Frauenheld.
Leo ist klug, liest Bücher, rezitiert Sonette, ist begnadeter Jäger,
mag edle Weine und Innereien und hat einen großen Schwanz.
Zudem hatte er als Kind Mumps und ist steril. Hussa.
Ich hoffe, er gefällt dir.
Mach sie glücklich, sonst...
Muss los. Großer Tag.
Ihr dürft gehen.
-Lieber nicht. -Ist mir egal. Ich sagte, Ihr dürft gehen.
Ich bleibe lieber etwas, damit er denkt, es sei gut gelaufen.
Wenn es Euch nicht stört. Falls doch,
lade ich Euch herzlichst zu meiner Hinrichtung ein.
Na gut.
Gut... Setzt Euch da hin.
Ich danke Euch.
Wir haben zugehört. Ist das der Liebhaber?
Anscheinend.
Er sieht sehr gut aus.
Ist mir nicht aufgefallen.
Ekelhaft, dass er mir einfach einen Liebhaber gibt,
als müsste man es mir besorgen.
Er würde es Euch gut besorgen.
Er ist ein Woronski. Die sind bekannte Liebhaber.
Wirklich?
Sein Vater war legendär.
Scheiße.
Ausgerechnet diese Woche schenkt Euch Peter diesen Mann.
Er ist bekannt dafür, Spione einzuschleusen.
Ich habe es schon einmal gesehen.
Mist, vielleicht weiß er was. Ich war da, überall Flugblätter.
Oh Gott.
Orlo, entspann dich. Peter weiß nichts.
Könnte er gar nicht
-Ich gebe ihn zurück. -Wie? Er ist Peters Geschenk.
Durch Klugheit.
Kaiserin, die Kleider für den Damentee sind da.
Das ist sehr schön.
Kaiserin, gefällt es Euch?
Es ist wunderbar. Ihr werdet auffallen.
Wie ich es immer tue.
Kommt.
Die ist sehr groß. Muss sie so groß sein?
Natürlich. Dein Vater war ein außergewöhnlicher Mann.
Ich weiß noch, wie er mich mit 17 beim Abendessen ansah.
Die Luft schien dünner zu werden und ich konnte nicht mehr atmen.
Eines Tages kam er in den Raum,
sah mir in die Augen, und ich wusste es.
Ich hob mein Kleid, beugte mich über den Tisch
und er kam und nahm mich.
Mein allererstes Mal.
Gott, ich werde feucht beim Gedanken daran.
Das hätte ich besser nicht erzählt.
Ich wusste es. Ich war dabei.
Wie bitte?
In dem Raum. Ich spielte in der Ecke mit Soldaten.
Wirklich?
Wie seltsam.
Der scheiß Anzug ist zu eng.
Du wirst auch mal ein großer Führer.
Das dachte er nicht.
Es war eine Herausforderung. Mehr nicht.
Erfülle sie.
Sie ist zu groß.
Verdammtes Ding.
Wisst Ihr etwas über den Liebhaber, den der Kaiser Katharina geschenkt hat?
Was? Liebhaber?
Das ist unmoralisch und ekelhaft. Armes Kind.
Ihr wusstet es also nicht?
Es ist also nicht eine Art Schachzug?
Ein Spion bei ihr?
Der Kaiser, Kaiserin.
Danke für das Geschenk.
Hast du ihn schon ausprobiert?
Das ist nett, aber ich brauche keinen Liebhaber. Ich habe dich.
Unser Sex ist so öde wie ein Biber, der Holz nagt.
Du brauchst ihn. Das muntert dich auf.
Grigor, wie froh macht mich deine Frau?
Sie bringt Euch ständig Freude.
Genau das will ich auch für dich.
Da sind sie. Seid still!
-Gib mir einige deiner Orden. -Was?
Gib mir deine scheiß Medaillen.
Willkommen zu Hause.
Russische Soldaten sind die besten der Welt.
Ich habe ein Rosmarin-Blini kreiert, gefüllt mit Hühnerherzen,
das die blonden schwedischen Wichser repräsentiert.
Mampfen wir ihre leckeren Herzen.
Hussa!
Dann spülen wir nach mit Pfefferwodka, den mein Vater so liebte
wie er euch alle liebte.
Hussa, auf Peter den Großen.
Auf mich, Peter den...
Mich!
Hussa!
Meine Herren, während die Schweden ihre Verwundeten pflegen,
bevor wir sie ganz vernichten,
essen und trinken wir und feiern unsere Größe.
-Hussa! -Hussa!
-Es lief gut, nicht? -Es war ein Triumph.
Dürfte ich Euch die militärische Lage erläutern?
Ich bin Militärgenie wie schon mein Vater.
Ich brauche keine Erläuterung.
Ja, natürlich.
Ich hörte, dass Ihr der Kaiserin einen Liebhaber geschenkt habt.
Ich möchte diesbezüglich gerne meine Dienste anbieten,
falls dieser nicht funktioniert und Ersatz erforderlich ist.
-Grigor, hast du... -Habe ich.
Köstlich, Welementow.
Bravo, der Herr.
-Ich denke... -Könnt ihr euch vorstellen,
wie dieser kleinschwänzige Bock lediglich Wodka auf die Kaiserin spritzt?
Du hast mich ungemein erheitert. Bravo!
In der Tat. Ein beachtlicher Witz meinerseits.
Tante Elisabeth.
Katharina, mein Schatz.
Dieses Lächeln.
Ein Lebensretter, nicht?
Genau.
Seht Euch diese Fische an.
Ich hielt sie immer für recht zufrieden.
Jetzt weiß ich, dass sie völlig irre geworden sind.
Wer ist Iwan?
Wer hat den guten Iwan erwähnt?
Ich hörte den Namen, weiß aber nicht, von wem.
Ich bin noch neu und merke mir Namen nur sehr langsam.
Aber es scheint mir ein aufregendes Geheimnis zu sein.
Weitermachen!
Ich habe den einzigen Schlüssel.
Iwan.
Lieschen!
Kuchen!
-Das ist Katharina. -Die Kaiserin?
Freut mich, dich kennenzulernen.
Magst du meine Bilder
Wunderschön.
Du bist so groß geworden.
-Wir müssen jetzt gehen. -Kommt Peter bald zu mir?
Er hat viel zu tun.
Ich ersteche ihn nicht. Ich habe nicht mal ein verstecktes Messer.
Natürlich nicht. Dafür bist du viel zu süß.
-Meine Mutter? -Noch im Ausland.
-Katherina, komm mich wieder besuchen. -Das werde ich.
Versprich es, verdammt!
Schätzchen!
Unhöflich.
Tut mir leid.
Ich möchte nur jemanden zum Spielen.
Natürlich tust du das, Schätzchen. Ich komme bald wieder.
Er ist eine Gefahr für uns.
Wir sollten ihn töten, aber er gehört irgendwie zur Familie.
Doch jetzt seid Ihr da und bald ein Erbe.
Danke, dass ich ihn sehen durfte.
Ihr gehört zur Familie. Ich zeige Euch alles,
auch wie man hier glücklich wird.
Ihr werdet unser Geschlecht mit einem Erben stärken.
Aber Ihr müsst wissen, wo die Gefahren lauern.
Ihr müsst mir denjenigen zeigen, der über ihn spricht.
Natürlich.
Hussa!
Meine Herren, lasst uns beginnen.
Der Schwede – zuerst ein Hoch
auf unseren Freund und Anführer, Kaiservater Peter den Großen.
Hussa!
Ich habe eine neue, ihm zu Ehren.
Hurra!
Ich habe auch die Nase des Schweden, der mich gekratzt hat, in einem Sack.
Hurra!
An die tapferen Soldaten meines Bataillons,
die eine Schlacht gewonnen haben, die uns eine Siegchance eröffnet.
-Hör mal, wenn wir... -Hussa!
Mein Bataillon hat diese Arschlöcher in Unterzahl in eine Schlucht gejagt.
Wir warteten tagelang über ihnen,
bis sie irre wurden und aufeinander schossen.
Können wir anfangen?
Natürlich.
Aufgepasst.
Die Schweden sind hier, hier und hier.
-Nun, ich schlage vor... -Nein, gib mir das.
Ich begann diesen Krieg gegen Schweden, weil...
Nun, Vater besiegte sie, und ich...
Und die Schweden sind bekanntlich verdorbene Tiere.
Blonde, elchfickende, preiselbeerfressende, humorlose Ärsche
mit einem Seehafen, den wir brauchen könnten.
Aber dann, anstatt zu gewinnen, lasst ihr euch zurückdrängen,
und steht jetzt in Russland selbst.
Es ist ein scheiß Schlamassel, gelinde gesagt.
Also habe ich einen Plan.
Ich sage, wir...
...kommen von hier, da durch,
teilen uns schnell in vier Teile auf,
nachts, damit sie uns nicht sehen.
Vielleicht auf Pferden.
Aber die sind laut, also doch eher zu Fuß.
Dann, am Morgen, wenn sie frühstücken,
mit Brioche und Schwanz in der Hand,
greifen wir an und gewinnen den Krieg an nur einem Morgen. Hussa!
-Interessante Idee. -Sie ist genial.
Zerpflück sie, wenn du kannst, Fettsack.
Hurra!
Nun...
Herr, das ist ein Fluss, drei Meter tief,
den unsere Männer da überqueren sollen.
Boote.
Boote tragen?
Ja.
Das könnte uns etwas bremsen, Herr, was uns anfällig macht.
Zudem ist dies eine offene Ebene.
Man kann sich da nicht heimlich annähern.
Bei Nacht, schwarz gekleidet,
oder grün, falls das Gras hoch ist.
Der Kaiser hat uns viele Denkanstöße gegeben.
Ich werde den Plan ausarbeiten und die guten Ideen des Kaisers einfließen lassen.
-Hussa! -Hussa!
Lies es laut vor.
"Ti... ger."
-"Tiger." -Ja.
"Fressen gerne Menschen."
Ja!
Ich danke Euch.
Ihr könntet ihn zumindest auspacken, bevor Ihr ihn zurückschickt.
Ich habe weitaus wichtigere Dinge zu tun.
Verschwendung, dass Ihr Kaiserin seid.
Ich habe Iwan getroffen.
Scheiße!
-Wo? -Im Palast.
Eingeschlossen und streng bewacht.
Also brauchen wir das Militär.
Warum nicht sogar Welementow selbst,
den Anführer des Militärs?
Er steht auf mich, glaube ich.
Das Sabbern verrät es wohl.
Wir müssen es Orlo sagen. Er muss auch an ihm arbeiten.
Hallo.
Was hat Euch mein Mann gesagt?
Er sagte, ich solle Euch glücklich machen,
das sei ihm sehr wichtig.
-Sonst nichts? -Das war noch etwas.
Er sagte, wenn Ihr beim Sex nur eine Regung zeigt,
ein Laut, eine Bewegung, einen Schnaufer,
würde er mir tausend Rubel geben,
mein Gemächt in Bronze gießen und in ein Museum stellen.
Und wie habt Ihr reagiert?
Ich sagte, es wäre toll, wenn Russland ein Museum bekäme.
Verstehe.
Und warum hat er Euch gewählt? Ihr seid befreundet?
Ich traf ihn zweimal, durch meinen Vater.
-Der berühmte Liebhaber. -Das wertet ihn ab.
Er war ein faszinierender Mann. der Frauen, Musik und Wein liebte,
und auf einem Feld im Abendrot mit seinem Sohn Stare zu beobachten.
Aber der Frauenheld scheint hängen geblieben zu sein.
Ihr seid also auch professioneller Liebhaber?
Lacht mich nicht aus.
Ich teile den Witz und dann lachen wir zusammen.
Ich sehe, Ihr wünscht keinen Liebhaber. Ich verrate Euch mein Geheimnis.
Ich hatte nur einmal Sex,
mit meiner betrunkenen, sehr süßen,
sehr molligen Cousine, die sich mir aufdrängte.
Es war nicht unangenehm, aber ich hatte keine Ahnung, was ich tat.
Euer Vater hat Euch nichts gelehrt?
Nicht wirklich. Er war ein großer Freund von Entdeckung und Abenteuer,
und wollte mir beides nicht vorenthalten.
Versucht Ihr, mich zu bezirzen?
Ich möchte natürlich nicht sterben, aber ich wüsste nicht, wie,
da ich nicht erahne, was mich retten würde.
Man kann nur leben und hoffen, dass es gutgeht und Spaß macht.
Es sei denn, ich sollte versuchen, Euch zu bezirzen.
Ich werde es versuchen.
Es wird Spaß machen, aber tödlich sein, falls es misslingt.
Ich weiß, ein Liebhaber sollte ein Geschenk haben.
Aber Ihr habt keins.
Doch, das habe ich.
Ihr irrt euch.
Das ist kein Geschenk. Es ist ein Pfirsich.
Wenn Ihr ihn esst, nehmt ihn in den Mund,
beißt hinein, neigt den Kopf nach hinten und lasst den Saft in Eure Kehle laufen.
Ich weiß, wie man einen Pfirsich isst.
Ich werde Euch nie wieder unterschätzen.
Sagenhaft.
Der Saft sammelt sich in der Kehle,
und strömt dann wie ein süßer Wasserfall herab.
Ihr dürft über Nacht bleiben.
Schlaft auf der Liege.
Morgen gehe ich zu Peter und danke ihm für Euch.
Ich sage ihm, Ihr wart nett. Dann seid Ihr sicher.
Klasse.
Ist er weg, der Spion?
Ja, sagte ich doch.
Unabhängig davon müsst Ihr mit dem Militär vorankommen.
Verratet nicht den Plan, sondern leistet Vorarbeit.
Endlich passiert etwas.
Ist das der beste Zeitpunkt?
In vino veritas, Orlo. Geht.
Wichser.
Wer malt schon einen Fluss grün?
Wer tut so etwas?
Traditionell sind die blau, verdammt.
Warum spielen wir nicht etwas Musik?
Ich brauche auch einen Namen.
Peter der...
Was könnte ich sein?
Peter der Lustige.
Peter der Meisterhafte.
Peter der Schreckliche.
Ich will etwas Inspirierendes.
Das ist inspirierend. Es macht Angst.
Und hat eine große Geschichte. Jeder liebt die Schrecklichen.
Verpisst euch, ihr alle.
Ich habe morgen eine Rede.
Oh, Welementow?
Ich dachte, dies sei die Bibliothek. Ich bin verloren in diesem Palast.
Kaiserin, es ist mir eine Ehre.
Vielleicht ist es Schicksal.
-Ich wollte mit Euch reden. -Und ich mit Euch. Großer Gott.
Ihr strahlt.
Ihr strotzt vor Leuchtkraft.
Vielen Dank.
Ihr erinnert mich an meinen Vater.
Ich bin sicher jünger
und in der männlichen Blüte.
Ein Drink?
Er war ein ernster Mann des Militärs...
...oft frustriert von den Führern des Landes.
In der Tat.
Dann sind wir uns ähnlich.
Genau.
Ein guter General vergießt gerne Blut von Männern, vergeudet es aber nicht.
Sehe ich das falsch?
Ihr seid eine Vision.
Eure Haut ist...
Weint Ihr?
Ja, ein wenig.
Eure Schönheit tut weh.
-Ach so. -Ich...
-Hätten wir eine Philosophie... -Was?
...ein Handlungskriterium,
frage ich mich, was das verändern würde.
Ich fühle mich mit Euch verwandt.
Das tue ich auch.
Lasst das!
Kaiserin, ich werde mein Glied entblößen.
Oh Gott.
Runter von mir!
Was ist das?
-Nass. -Ich habe mich vollgepisst.
Lasst mich hier liegen und meine Energien sammeln,
bevor ich einen Sturm der Leidenschaft entfessele.
Wichser!
Holt sie runter!
Anton, wie läuft es?
Desaströs.
Wie war die Besprechung? Interessant, habe ich gehört.
Der Kerl ist ein Idiot.
Ihr seid betrunken.
Habt Ihr schon die neue Kaiserin getroffen?
-Ich hörte, sie sei ein Miststück. -Überhaupt nicht.
Sie ist einzigartig.
Ich stelle sie Euch vor.
Soll ich Euch bettfein machen oder einfach nur einölen?
Wie war dein Abend?
Habe eine Vergewaltigung abgewehrt. Und Eurer?
Ebenso.
Erfindet man je etwas Einfacheres als Knöpfe, sind wir alle in Schwierigkeiten.
Du kannst gehen.
Aber wenn wir den Pavillon am Fluss errichten,
können wir einfach faulenzen und beobachten,
und uns dann nackt ins kühle Nass fallen lassen.
Poesie.
Ich wollte ihn bitten, uns einige Wochen hinfahren zu lassen.
Wird er nicht.
Wir können fragen.
Natürlich.
Hey, ihr seid wach. Gut.
-Geht es Euch gut? -Natürlich.
Wollt Ihr reden?
Nur schlafen.
Wichser.
Mein liebster Grigor, da bist du ja.
Wir wollten dich nicht wecken.
Wie nett.
Ihr habt ein loses Haar.
Brutal.
Tut mir leid, aber es ist ein großer Tag.
Ich weiß. Ich fühle mich gut. Ihr seid meine besten Freunde.
Umarmt mich.
Grigor und ich wollten zu unserem Anwesen aufs Land fahren,
für einen Monat.
-Ach ja? -Wir müssen ein Gebäude inspizieren.
Wir möchten Euch auch die ersten Quitten der Saison mitbringen.
In Ordnung, klar.
Was schreibt Ihr da?
Nichts. Nur einen Brief.
Ihr müsst Eure Heimat vermissen.
Ja, das tue ich.
Tee, mein Herr?
Danke, Wlad.
Steht Wlad für Wladimir oder für Wla?
-Verzeiht. -Die Schwerkraft ist nicht deine Schuld.
Sicher. Was ist...
Das ist die Schwerkraft, Wlad.
Alles fällt runter, Wlad. Unsichtbare Kräfte sind am Werk.
Wie wäre es mit einem Teller?
-Schwerkraft. -Genau.
-Und eine Feder? -Nun, sie kämpft tapfer.
Aber dennoch...
-Wlad? -Schwerkraft.
Ich gehe nun zum Frühstück und spreche mit Peter.
Danach dürft Ihr gehen.
Dürfte ich vorschlagen, zur Untermauerung ein kleines Schauspiel aufzuführen.
Ein Schauspiel?
Damit er glaubt, es lief gut.
Ich hasse diese Heuchelei am Hof.
Seht es als törichtes Spiel. Der Zuschauer ist Euer Opfer.
Ist er überzeugt, habt Ihr ihn genarrt.
Ein Sieg für Euch.
Könnte hilfreich sein.
-Ein Kichern ist gut. -Ein Kichern?
Wirkt locker und lustig.
Ich bin kein Kind. Ich kichere nicht.
Dann tue ich es.
Das ist ein absurder Laut.
Leo, setz dich in den Flur. Wir reden gleich.
Er hat dich also beglückt?
Das hat er.
Und?
Vielen Dank.
Du hast die Kaiserin glücklich gemacht.
Gute gemacht.
Dafür, dass du meine Frau gevögelt hast.
Aber gut gemacht. Bravo.
Es ist vollbracht, also kann er gehen.
Was?
Wir hatten eine schöne Nacht, und ich danke dir sehr für das Geschenk.
Er kann also gehen.
Wenn er gehen soll, kann er dich nicht sehr glücklich gemacht haben.
Eine schöne Nacht?
Was zum Teufel ist eine schöne Nacht? Und jetzt soll er gehen?
Er hat versagt, verdammt.
Leo, ich bin sehr enttäuscht von dir, genau wie dein Vater es wäre.
Es tut mir so leid, Herr.
Ich dachte, ich könnte ihn nicht behalten.
Was?
Ich dachte, es sei ein Geschenk für eine Nacht.
Ich wusste nicht, dass es dauerhaft sein sollte.
Es ist wunderbar, ihn zu behalten. Hussa.
Oh, ich danke dir, Gemahl.
Schon gut. Okay.
Mach es gut, oder ich schneide dir deinen perfekten Schwanz ab,
da er nutzlos ist, wenn du damit keine Freude bescherst.
Zeus, komm!
-Geht es Euch gut? -Ja.
Eier.
Gott, ist das köstlich.
Wie sieht der Rest des Tages aus?
Wie könnt Ihr nur so heiter sein?
Wollt Ihr ihm nicht den Kopf einschlagen?
Ich will nur mein Frühstück genießen.
Bekomme ich bitte einen Kaffee?
Er hat Euch gerade verprügelt.
Das ist schon Minuten her.
Ihr seid rätselhaft.
Danke übrigens für die Rettung. Das müsst Ihr nicht tun.
Er macht eh mit mir, was er will.
Mich aufhängen, mich häuten oder mich zur Jagd und zum Essen einladen.
Man darf nicht in Angst davor leben.
Er mag mich verprügeln, aber ich lasse ihn mir nicht die Freude an diesem Ei,
diesem Kaffee oder diesem Tag nehmen.
Ich lasse mir nicht von der Angst das Leben nehmen.
Ich verstehe vollkommen.
Der Damentag beginnt gleich.
Ihr wolltet plötzlich hingehen?
Ja, in der Tat.
-Und du wirst mitkommen. -Oh, lieber nicht.
Doch, es wäre mir lieber.
Leo, Ihr solltet auch mitkommen.
Bleibt in der Nähe, falls er sich fragt, wo Ihr seid.
Madame Swenska.
-Ich... -Wie wunderbar Ihr ausseht.
Ich...
Ihr werdet sehen, dass sie Russland liebt. Und ihr frischer Geist inspiriert.
Na gut.
Antonia, Liebling, was ist passiert?
Dieses Miststück von Kaiserin.
Tollkühn, meine Liebe.
Außergewöhnlich, aber tollkühn.
Ich habe noch nie einen Damentee mehr genossen.
Vielen Dank.
Wir können nicht reden.
Doch, können wir.
Kein Problem.
Ich dachte, Ihr würdet ihn loswerden.
Wir können ihm nicht trauen.
Ich habe es versucht. Peter würde ihn töten.
Wenn er ein Spion ist, tötet Peter uns.
Hätte ich ihn sterben lassen sollen?
Wir wollen doch sinnloses Blutvergießen in Russland beenden.
Heißt es, er oder wir, dann nicht.
Solche Entscheidungen müsst Ihr treffen,
wenn wir das tun wollen. Machiavelli.
Ich sagte doch, mir missfällt diese Übersetzung.
Der ist kein Spion. Er sieht zu gut aus.
Den politischen Instinkt deiner Familie
beneide ich nicht.
Fick dich, du jungfräulicher Feigling.
Schluss, Marial.
Oberst Swenska hätte ein Mitstreiter sein können,
aber nun haben wir ihn und die Hälfte der Damen verloren.
-Das war es wert. -Stimmt.
Zwei Schritte vorauszudenken statt nur einen, wäre von Vorteil.
Das habe ich. Ich wählte einen Stoff für die Party aus
und ließ den ganzen Raum damit dekorieren, Orlo.
Das sind zwei Schritte.
Ich verstehe Eure Leichtsinnigkeit nicht.
Das nennt man Mut, Orlo.
Ihr bekommt ihn mit der Zeit.
Wie ist es...
...Kaiserin zu sein?
Das hat mich nie jemand gefragt.
Es ist...
...komplex.
Darf ich offen sprechen?
Warum auch nicht?
Ich nenne es "Meine Eindrücke von der Kaiserin".
Ihr mögt Peter nicht.
Ihr mögt es hier nicht.
Ihr wirkt betrübt, und das Schlimmste ist...
Ihr scheint nicht zu wissen, wie man Spaß hat.
Spaß steht nicht zur Debatte.
Er erwähnte wieder das Land.
Peter könnte eine Weile mitkommen.
Die ganze Zeit?
Habt Ihr gesehen, was die Kaiserin mit Antonia gemacht hat?
Eine Zickigkeit, wie man sie nur selten sieht. Irgendwie brillant.
-Ich fand es lustig. -Nun, ich nicht.
Lutsch den Rest des Monats selbst deinen Schwanz, Arkady.
Ihr muss eine Lektion erteilt werden.
Vielleicht braucht Antonia eine Lektion. Sie ist nicht die Kaiserin.
Wir hatten offene Herzen. Die sind nun verschlossen. Das wird sie noch merken.
Vortäuschen, vortäuschen.
Das hättest du Leo nicht antun müssen.
Ja, das stimmt wohl. Spuckt er Blut?
-Nein. -Dann ist alles gut.
Blut ist meist das Anzeichen eines Problems.
Geht es dir gut?
Bist du nervös wegen der Rede?
Nein.
Ja. Scheiße!
War er all das?
Oder vielleicht nicht, und darum bist du nervös?
Er war all das. Er war außergewöhnlich.
Was ist dann das Problem?
Wenn ich von ihm rede, was ich nicht tue,
denn wenn ich das tue, weine ich.
Es ist unmännlich und armselig vor diesem Pöbel.
Er fehlt dir.
Kaiser.
-Das ist keine Schande. -Nein, es sieht nicht...
Es gibt ein Sprichwort: "Was vom Herzen kommt, geht ans Herz."
Er wurde geliebt, und wenn du das zeigst, ist das nobel.
-Ich darf nicht weinen. -In der Tat.
Denn ich bin ein Kerl mit eisernem Willen und Kontrolle.
Er war ein Mann der Tat.
Ein Mann des Volkes.
Geliebt, verehrt.
Siegreich in der Schlacht.
Er half mir einmal, einen Löwen aus Rubel zu basteln.
-Aber unerschütterlich... -Heulsuse.
Das habe ich gehört.
Wer es auch war, tritt hervor.
Mann gegen Mann. Lass uns kämpfen.
Keine Vorwürfe, keine Repressalien.
Bei der Ehre meines Vaters, zwei Männer und ihre Fäuste, wie er es getan hätte.
Es wäre mir eine Ehre.
Strategie, ihr dummen Wichser.
Eure hirnlose Tollkühnheit wird uns den Sieg nicht bringen.
Ich bin der Sohn von Peter dem Großen. Ich weiß, wie man siegt.
Wir halten uns an meinen Plan, überqueren den Fluss,
und schneiden ihnen die Herzen raus. Ja?
Ja?
Hussa!
Also, wo war ich?
Mein Vater. Ich gedenke ihm mit dieser Statue. Hussa!
Machen wir Russland groß und siegen über diese üblen blonden schwedischen Wichser!
Hussa!
Ich glaube, es gibt eine Party. Viel Spaß.
Wie herrlich es war, als du auf diesen Mann einstachst.
Du hattest Recht mit deinem Rat.
Alle lieben und fürchten mich jetzt.
Ich war heute etwas grob zu Leo.
-Als du ihn getreten hast? -Ja, das meine ich.
Es zeigt nur, wie viel dir mein Glück bedeutet.
Stimmt.
Wenn du ihn nicht willst, such dir einen Liebhaber aus.
-Welementow hat sich angeboten. -Gar nicht lustig.
-Stell dir das vor. -Lieber nicht.
Im Ernst, tu es mal.
Wie er ihn dir über einen Tisch gebeugt in den Arsch steckt.
Dann bricht der Tisch zusammen und er zerdrückt dich.
Jetzt du.
Wie er sich vollpisst, während er mich besteigt.
Sehr einfallsreich, wenngleich meine besser war.
Wenn du Leo nicht willst, wähle jemanden
und ich stimme zu oder auch nicht.
Und Leo?
Er darf zurück nach Hause.
Also darf er gehen?
-Ja, natürlich. -Gut.
Er soll sich verpissen oder bleiben. Ist mir egal,
solange du glücklich bist und keine elende, mürrische Fotze.
Was du nicht bist. Beschreibt nur, was ich nicht will.
-Natürlich. -Ich sage es ihm.
Nein, ich mache das.
Und du bist dankbar für meine Bemühungen um dein Glück?
Alles ist Bestens am Hofe von Peter.
-Ist es in der Tat. Hussa! -Hussa!
Ich muss spielen. Ich bin ein genialer Violinist.
Gib her. Verpiss dich!
Ja!
Gut gemacht.
Bravo.
Peter lässt Euch nicht gehen.
Ihr habt sicher alles versucht.
Habe ich. Also müssen wir die Scharade fortsetzen.
Ihr seid seltsamerweise nicht enttäuscht.
Natürlich steht es uns frei, daraus zu machen, was wir wollen.
Zum Beispiel steht es Euch frei, meine Küsse zu erwidern.
Aber auch, es nicht zu tun.
Dafür müsstet Ihr...
Wir brauchen Hilfe.
Ab hier solltet Ihr es schaffen.
Danke, Marial.
Was macht Ihr...
Es ist wirklich gut.
Der Teil über ein Leben ohne Heuchelei wird großen Anklang finden.
Leo bleibt hier.
Er ist mein Liebhaber.
Er wird jedoch nie von unserem Plan erfahren.
Das schwöre ich.
Was macht Ihr da?
Mein Blutschwur.
Oh, Ihr mögt es, gefährlich zu leben.
Ich will einfach nur leben.
Und ich will, dass jeder diese Chance hat.
Gefahr ist ein Teil davon.
Das müsst Ihr begreifen.
Ich habe sie mein Leben lang beharrlich vermieden.
Das können wir nicht.
Schlug Euer Herz nicht heftig, als Ihr dachtet, Oberst Swenska gewonnen zu haben?
Jetzt müsst Ihr Euch in die Hand schneiden.
-Ich will das nicht wirklich tun. -Ich weiß.
Heute Morgen brauchen wir keine Kleider.
-Marial? -Knöpfe?
Knöpfe
Untertitel von: Christian Eisenach
Und dann starb mein Vater...
Sieht wie ein Bär aus, oder?
In der Tat. Wunderbar.
Es schmeckt nach dir.
Was ist denn?
Entschuldigt, Kaiser, dringende Neuigkeiten.
Über Nacht ist Patriarch Bischof Iwan Iljitsch,
Anführer unserer großen russischen orthodoxen Kirche, plötzlich verstorben.
Aha. Scheiße.
Weint Ihr?
Nein, Madame Dymow.
Sieht aber so aus.
Ich sagte, Nein.
Ich hatte nur den Eindruck.
Und ich halte mich zurück, meinen Eindruck zu beschreiben.
Ihr scheint meine Beichten doch zu genießen.
Er wird heute zur Segnung in der Kapelle aufgebahrt.
Gleich danach wird das Ritual für den neuen Patriarch eingeleitet.
Alles klar. Geh.
Ein netter alter Kerl, der Patriarch.
Er stand meiner Mutter sehr nah.
Soll ich Euch einen blasen?
Was?
Das mögt Ihr, wenn Ihr von Eurer Mutter redet.
Nicht jetzt. Sehr nett. Danke.
Meine Mutter bat ihn immer, mir in die Augen zu starren.
Warum?
Um zu sehen, ob ich eine Seele hätte.
Und?
Er sagte ihr, ich hätte eine, zwinkerte mir dabei aber immer zu.
Mutter sagte immer: "Gott sieht alles. Was hält er wohl von dir?"
Wenn Gott alles sieht, müssen wir ihm imponieren.
Du bist schlimm.
Genau wie du, mein Lieber.
*enthält gelegentlich historische Fakten.
Das Maultier von Moskau
Ich hab Angst.
Vertrau mir.
Was ist es?
Meine eigene geniale Erfindung.
Ingwerbier, Wodka, getrennt.
Zwei Dinge vereinen sich in deinem Mund zu einem Crescendo.
Dazu eine Limettenscheibe für etwas Pep und voilà.
Los.
Es ist köstlich.
Unser eigenes Getränk, heute erfunden.
Es ist 10 Uhr. Wir sollten wieder ins Bett.
10 Uhr? Scheiße.
Ich muss los. Ich habe Pflichten und so.
Ich befehle dir, nackt in meinem Bett zu warten.
Du! Ich brauche dein Maultier.
Das war unsere Loge.
Mein Vater und ich kamen hierher.
Wie geht es deinem Vater?
Weiterhin der Idiot, der mein Leben ruinierte.
Aber er ist gesund
und schaufelt gern Scheiße im Stall und fickt die Mägde mit Syphilis.
Ich bin außer Atem.
Diese Korsetts sind einfach unmenschlich.
Entschuldigt, ich war...
Wir haben Zeit für die Beschreibung sexueller Akte,
wenn Ihr möchtet.
Nein. Das muss ich nicht hören.
Schnappt Luft und dann reden wir über das Wichtige.
Tut mir leid.
Zwei Dinge sind passiert.
Der Patriarch ist tot und ein neuer muss ernannt werden.
Peter wird ihn ernennen, aber wir müssen unbedingt mitmischen.
Bischof Tarcinkus ist unser Mann.
Für die Machtergreifung braucht Ihr die volle Unterstützung der Kirche.
Ihr müsst ihn treffen.
Die zweite Sache hat mit den Frauen zu tun. Sie...
Sie haben ein Gerücht in die Welt gesetzt, Swenska und ihre Bande.
Ein Gerücht?
Dass Ihr bei Eurer Ankunft keine Jungfrau mehr wart.
Dass Ihr...
Ich frage ganz direkt. Habt Ihr je ein Pferd gefickt?
Ein was? Nein!
Dachte ich mir, aber man sollte sicher sein.
Oh Gott. Sie haben mir eben nachgewiehert.
Ich dachte, weil ich auf einem Maultier saß.
Ihr müsst sie schnell zurückgewinnen. Gerüchte werden sonst Tatsachen.
Das glaubt doch keiner.
Das Gerücht ist ein Symptom.
Ihr seid Ausländerin mit schlechtem Ruf.
Die Frauen werden die Männer mit Gerüchten vergiften
und Euer Ruf wird sich nie erholen.
Und wir brauchen die Männer am Hof.
Wie fickt man eigentlich ein Pferd?
Ich könnte es Euch aufzeichnen.
Ich habt Euch für mich eingesetzt und müsst dafür bezahlen.
Schlagt mich vor ihnen zu Boden.
Dich auf deinen Platz verweisen?
Ich meine, zu Boden schlagen.
Das werde ich nicht tun.
Aber ich versöhne mich mit ihr.
Schluss mit dem Geplänkel.
Ich gewinne sie zurück. Alle mögen mich. Schon immer.
Eure Zuversicht ist wie immer eine Inspiration.
Wlad mag mich. Richtig, Wlad?
Ich... nun, ja, Kaiserin.
-Was liest du da, Wlad? -Über Dreiecke.
Dreiecke. Witzig. Gleichschenklige sind besonders schön.
Ja. Der Kaiser wartet.
-Wo zum Henker warst du? -Entschuldige.
Wir müssen den Truppen zum Abschied winken.
Macht sie fertig!
Hussa.
Meine Spione berichten, du hast Leo als Liebhaber behalten.
Ja.
Also...
Also...
Danke, lieber Gemahl. Du hattest doch recht
mit deinem Urteilsvermögen, gutem Aussehen und Riesenschwanz.
Danke, lieber Gemahl. Du hattest doch recht
mit deinem Furzvermögen, gutem Schmausen und Riesenkranz.
Sagtest du das?
Nein, es... geht schon so.
Verliebe dich nicht in ihn oder ich zerstückle ihn.
Er ist eine amüsante Ablenkung, mehr nicht.
Wir machen ein Baby. Ich hab nur grad in Madame Dymow abgespritzt.
Mein Gott.
Den Ausdruck kannte ich nicht.
Die Bischöfe versammeln sich, Herr.
Warum?
Um einen neuen Patriarchen zu wählen.
Traditionsgemäß geschieht das am Tag danach.
Um zu verhindern, dass die Regionen
ihre Vertreter an den Hof schicken, um auf ihre Männer Einfluss zu nehmen.
Vor 20 Jahren führte das zu großem Blutvergießen.
Ich erinnere mich. Oder es wurde mir erzählt oder...
Die Eier brauchen Salz oder Lachs oder irgendwas.
Verpiss dich. Ich komme gleich.
Existieren wir wirklich schon vor der Geburt?
Wie bitte?
Ich bin Kaiser, von Gott bestimmt.
Er muss mich also vor meiner Geburt gekannt haben.
Ich verstehe.
Und er sieht alles.
Dennoch bin ich Kaiser durch Gottes Gnade... So ist es einfach.
Ich könnte dir helfen, Kaiser.
Eine Frau wählt den Patriarchen?
Hussa.
Sehr amüsant. Du bist so süß.
Madame Swenska.
Weint Ihr?
Mit dem Frühling kommen meine Allergien.
Euer Gemahl zieht los.
In der Tat. Hussa.
Wir haben uns auf dem falschen Fuß erwischt.
Wirklich? Inwiefern?
Die Sache mit dem Kleid, die Verachtung meinerseits,
Ihr habt meine Dienerin geschlagen.
Ich habe keine Ahnung, worauf Ihr anspielt.
Ihr seid die Kaiserin und ein Segen für uns alle.
Richtig.
Selbst, wenn wir Euch für eine arrogante, fiese Fotze hielten,
die vor ihrer Ankunft ein Pferd fickte,
würden wir Euch trotzdem als Kaiserin respektieren.
Ich habe kein Pferd gefickt.
Keine Sorge. Kein guter Christ würde das glauben.
Ihr habt unseren Respekt, Kaiserin.
Und?
Sie springt nicht auf meinen Charme an.
Wieso hat sie die Damen so in der Hand?
Sie ist sehr reich. Eine der reichsten Familien Russlands.
Einige schulden ihr Geld.
Sie überschüttet sie mit Geschenken, Aufmerksamkeit und Amüsements.
Ich bin auch reich und all die anderen Dinge. Und mehr.
Wenn nicht Swenska, vielleicht können wir die anderen Damen für mich gewinnen.
Kaiserin, es warten dringende Geschäfte.
In der Tat, jetzt erinnere ich mich.
Graf Woronski.
Graf Orlo. Guten Tag, mein Herr.
Kaiserin, Bischof Tarcinkus ist da.
Ihr solltet ihn treffen.
Orlo, leider hat sie heute sehr viel zu tun.
Ich entscheide, wie viel ich zu tun habe.
Natürlich. Ich bin Euer ergebener Diener.
Ich gehe dann mal.
-Hat er Euch gebissen? -Ja.
Ich hab es auch ein wenig gespürt.
Der Putsch braucht unsere ganze Aufmerksamkeit.
Ich bin aufmerksam, Orlo.
Aber zuerst muss ich die Unverschämtheit des Grafen bestrafen.
Ich verstehe diese wirre Herangehensweise nicht.
Versteht Ihr sie wirklich nicht?
Ich muss sehen, ob Ihr einen Schwanz habt.
Weicht Ihr zurück?
Wow...
Was heißt "wow"?
Ich weiß nicht.
Einfach ein Wort, das mir einfiel.
Ich finde es passend.
Alles in Ordnung?
Es war schön mit dir.
Du kannst gehen.
Und wann soll ich wiederkommen?
Nach meinem Belieben.
Kein Wort mehr. Geh sofort.
Kaiserin...
Widersprich...
mir nicht.
Geht es dir gut?
Natürlich.
Ein trauriger Tag für unser Land.
Er war wie ein Vater für dich. So wie du für mich.
Es ist, als würde mich ein Loch in der Erde verschlucken.
So fühlte ich mich, als Mutter starb.
Aber du nahmst meine Hand und zogst mich aus dem Loch.
Du warst acht.
Verlust ist Verlust.
Ich muss meinen Pflichten nachgehen.
Danke.
Niemand hat ihn seit dem Frühstück gesehen.
Geht. Ich finde ihn.
Man sucht Euch.
Natürlich.
Der Patriarch.
Der alte Wichser, der Euch in die Augen starrte.
Ich habe ihn jahrelang gemieden.
Und ich gab ihm alles.
Wieso können die nicht selbst jemanden wählen?
Das wäre nicht in Eurem Interesse.
Die Kirche muss kontrolliert werden.
Kommt. Das wird witzig.
Ich komme mit.
Wie damals, als wir mit Eurem Vater unter den französischen Kurtisanen
Eure erste Frau raussuchten.
Es war schön, elf Jahre zu sein.
Die guten, alten Zeiten.
Kommt.
Er freut sich.
Die können komisch sein, was Frauen angeht.
Er wird nicht mit Euch reden oder Euch ansehen.
Ihr dürft Euch hinknien und er wird Euch segnen.
Er redet nicht mit mir? Und er soll eine gute Wahl sein?
Er teilt einige unserer Ansichten.
Für mich sind Frauen Menschen. Der Ansicht scheint er aber nicht.
Doch. Aber die sind einfach alt.
Wir müssen das durchziehen.
Hallo. Wie geht es Euch?
Gesegnet sei die Jungfrau.
Hat mich sehr gefreut.
Vertraut mir.
Das tue ich offensichtlich.
Hier ist eine Liste mit Kandidaten.
Bleibst du nicht?
Ich kann nicht, mein Herr. Ich bin ihnen untergeordnet.
Schade, dass nur Kandidaten anwesend sind.
Aber ich werde bei Euch sein, um Euch das Ritual zu erleichtern.
Gott wird dem Kaiser ein Zeichen geben. Er wird es spüren. Er braucht keine...
Vernünftigen Gedanken?
Der Kaiser darf sie befragen, um sich ihrer Heiligkeit,
Liebe und Treue gewiss zu sein.
Das ist gut. Ich beurteile sie.
-Natürlich. -Genau.
Grigor, wir sind mitten bei...
Klappe. Der Kaiser hat mich um Hilfe gebeten.
Wie unterscheiden wir sie zum Beispiel?
Als Nächsten den alten Mann, der nach faulen Eiern und Weihrauch stinkt.
Genial.
Grigor hilft mir bei dem Spaß.
Das ist kein... Spaß.
Das ist sehr ernst zu nehmen.
Es geht um Gottes Vertreter auf Erden.
Ich weiß ganz genau, worum es geht, Erzi.
Wo beginnen wir?
Ich schlage vor, nach Länge des Bartes.
Herrlich.
Er ist ein guter und heiliger Mann.
Aha. Wollen wir das?
Wir wollen jemanden, der Euch liebt.
Kaiser Peter, ich bin Pawel Lopow Tarcinkus von Mogiljow.
Eure Treue gegenüber dem Kaiser ist so stark, wie jene zu Gott, richtig?
Gute Frage.
Sie ist unzerstörbar.
Ihr seid Gott. Gott ist in Euch. Gott ist Liebe.
Den Kerl mag ich.
Kaiser, ich bin Herman Alexej Leontius von Wilna.
Ihr seid der größte Anführer, den Russland je hatte.
Der kommt auch infrage.
Es wäre mir eine Ehre, unter Euch und zu Füßen Gottes zu dienen.
Ich mag den Kerl.
Ich behaupte nicht, der Richtige für das Amt zu sein. Aber eines weiß ich.
Dieser Kaiser ist ein Mann, der Zerstörung bringt.
Ohne Moral, ein Teufelsanbeter und Unzüchtiger.
Dir Kirche muss sich gegen ihn stellen.
Jede Kanzel im Lande sollte ihn als seelenlosen Ketzer bloßstellen.
Du beschissener...
Ich übergebe mich den Flammen von Gottes Liebe
und verlasse diesen Ort der Ungerechtigkeit.
Meine Güte.
Wie wagt er es, so mit mir zu reden?
Schnupft was. Was für ein Gestank.
Wir müssen sicher sein, dass Ihr unterstützt und geliebt seid.
So gefährlich kann es sein, wenn die Kirche Euch verurteilt.
Es wäre nicht rechtens. Und verdammt gefährlich.
Was sollte die Scheiße? Wieso stand er auf der Liste?
Die Synode entscheidet das.
Er ist notleidend. Aber ich wusste nicht, wie schlimm...
Und wenn alle so denken?
Das ist die Gefahr der falschen Entscheidung.
Deshalb wäre Bischof Tarcinkus eine gute Wahl.
Welcher war das noch?
Der Alte, grauer Bart, hat nicht gebrannt.
Das ist nicht hilfreich, Grigor.
Es steht mir ja nicht zu, Euch zu beraten,
aber Ihr habt sicher Kerlow als starken Kandidaten erkannt.
Er predigt Hass und Furcht.
Ja, Furcht. Ohne Furcht kann man Russland nicht regieren.
Ein Druckmittel, das die Kirche gern fördert.
Ich habe entschieden.
Erst ein Bier, dann ein Wodka und dann eine Muschi als Nachtisch.
Grigor, komm.
Du hast nicht das Recht, deine Meinung abzugeben.
Wieso ist dir das so wichtig?
Ich möchte nur Gutes für Russland.
Ich will niemanden, der uns ins Mittelalter zurückführt.
Du bist ein guter Lügner, Orlo.
Von einem, der Meister darin ist, ist das ein großes Kompliment.
Welche brennende Liebe für Gott.
Man kann auch zu sehr lieben.
Das sind hübsche Dinge.
Wie du, Wlad.
Die Kaiserin.
Oh, Kaiserin.
Ich sah es und dachte an Euch.
Es ist reizend.
Entschuldigt meine Kinder.
Boris ist krank, und die anderen sind verrückt.
Sie sind entzückend.
Wie elegant. Eine hübsche Farbe.
Ich sah es und dachte an Euch und wie elegant Ihr seid.
Danke.
Sie sind aus georgischem Gold,
und ich wollte, dass Ihr eins besitzt.
Ihr solltet nicht so betteln.
Was?
Ihr seid die Kaiserin. Ansehen ist alles.
Ich möchte ihre Freundin sein.
Wie süß. Aber sie mögen nichts Süßes.
Danke für das Ei.
Ihr werdet doch nicht echte Freundinnen, oder?
Ich könnte es nicht ertragen.
Du warst meine erste Freundin hier. Meine wahre Freundin. Nichts ändert das.
Entschuldigung.
Guten Tag.
Komm um Mitternacht in mein Gemach.
Ich folge weder deinem noch dem Wunsch eines anderen.
Natürlich, Kaiserin.
Allerdings gehe ich oft nachts spazieren,
komme also vielleicht zufällig vorbei. Oder auch nicht.
Ich genieße die Länge dieser Korridore.
Ich war nicht hier, seit dein Vater eine Orgie feierte
und mir jemand eine Möhre in den Arsch steckte.
Kaiser. Ja, das alte Gemach meiner Familie.
Ich bleibe eine Weile hier.
Was machst du da?
Ich mag Bäume. Zu Hause sehe ich sie vom Bett aus.
Hier ist das nicht möglich, also pflanze ich einen.
Schräg, aber na ja. Du bist offiziell der Liebhaber der Kaiserin.
Ich entließ dich, aber sie behielt dich.
Ihr habt mich entlassen?
Hat sie es dir nicht gesagt?
Sie ist eine Hexe. Zwei Dinge. Willkommen am Hof.
Du bist jetzt einer von uns.
Hussa.
Grigor. Er pflanzt Bäume an.
Ein seltsamer Vogel.
Ihm scheint unwohl.
Ich hab ihn getreten. Gib ihm was zu trinken.
Setzen wir uns in den Wald und trinken was.
Ein Mann sollte mit dem Liebhaber seiner Frau befreundet sein, sagte Vater.
Damit es nicht im Blutbad endet.
Grigor, hab ich recht?
In der Tat.
Grigor und ich sind Freunde.
Obwohl ich heute früh eine Feige aus der Muschi seiner Frau aß.
Was?
Ein unzerstörbarer Bund.
Leo, wir werden Freunde.
Ist mir eine Ehre, Herr.
Was ist das?
Eine Pflaume. P-F-L-A-U-M-E.
Fortschritte beim Lesen.
Graf Woronski bittet um Einlass.
Ich weiß, du hast zu tun. Ich halte es kurz.
Nur zu.
Das war's.
Was?
Ich lag im Bett und dachte an dich. Und wie wunderschön du bist.
Doch dann dachte ich, meine Fantasie geht mit mir durch.
Und war es so?
Ein wenig, ja, aber nicht viel.
Ich kam letzte Nacht zu dir und sah dich mit Peter feiern.
Er will, dass wir befreundet sind. Ich muss sein Freund sein.
Du bist gut im Vortäuschen.
Ich nehme an, das stimmt.
Wie kann ich dir also glauben. Dass...
Ich ehrlich zu dir bin?
Du musst wohl deinem Instinkt folgen.
Ich bin Romantikerin.
Ich fürchte, dass...
Ich dir das Herz breche.
Würde ich mich in dich verlieben.
Was nicht so ist.
Ganz und gar nicht.
Ich entschied mich für dich, um meine Neugier zu stillen.
Du hast eine gnadenlose Seite.
Sie bringt mein Blut in Wallung.
-Du verwirrst mich. -Und du mich.
Dich mit Peter zu sehen...
Bin ich ein Narr? Möglich ist es.
Das können wir alle sein.
Durch dich bin ich Teil seiner Welt.
So launisch, wie er ist, so entzückend, doch fremd, wie du bist,
weiß ich, dass mein einfaches Leben viel komplizierter wird.
Normalerweise lade ich gern Gäste zum Trinken ein
oder gehe im Wald spazieren.
Schmeichle mir nicht so unerbittlich.
Ich hab mich in dich verliebt.
Also...
bin ich am Arsch.
Aber das akzeptiere ich.
Wenn du mich wegwerfen willst, zerbrichst du einen Teil von mir,
aber ich könnte auf mein Anwesen fliehen
und würde vielleicht mit der Zeit heilen.
Du würdest mir einen Gefallen tun, wenn du es tätest.
Wähle.
Wähle.
Ich...
Du kannst gehen.
Für den Augenblick.
Ich...
Ich denke drüber nach.
Papa liebte das Glücksspiel.
Einmal schnitt er mir im Schlaf die Zöpfe ab.
Er hatte sie an den Diener verspielt.
Am schlimmsten war der Verlust der Weinberge,
und jetzt müssen wir für den leckeren Wein zahlen.
Sehr lecker.
Die Bischöfe, Herr.
Wir müssen es heute entscheiden.
Wir essen Austern, Herrgott noch mal.
Müsst ihr stören? Raus hier.
Wie unhöflich.
Wie läuft es?
Schlecht. Gott sollte mir ein Zeichen geben.
Fauler Wichser.
-Ich? -Gott.
Na ja, ihr beide.
Warum töten sie nicht alle und setzen mich ein?
Schwarz steht mir und ich bin unter 100. Erfrischend für alle.
-Geniale Idee. Sehr schön. -Danke.
Nein, was ich gesagt habe. Ein Zeichen.
Wieso muss ich die Arbeit machen?
Für Euch.
Das ist von Swenska. Einladung zum Tanztee.
Offenbar will jemand Frieden schließen.
Danke für das schöne Geschenk.
Bedräng die Kaiserin nicht so.
Setzt Euch, meine Liebe.
Danke, auch für die Einladung.
Euer Geschenk war wunderschön. Ihr habt einen vorzüglichen Geschmack.
Das denke ich immer von Euch.
Ich strenge mich an. Sonst gibt es ja hier nichts zu tun.
Wie geht es Eurem Liebhaber?
Ja, erzählt.
Sein Vater war unglaublich.
Er war mein Erster.
Erzählt uns doch von Leo, Kaiserin.
Wir möchten Euch kennenlernen.
Das ist privat.
Natürlich.
Tanzen wir?
Katharina, geht es Euch gut?
Wir waren in die Musik vertieft.
Und Ihr seid neu beim Tanz. Da muss man ganz genau sein.
Ist man nicht zur rechten Zeit am rechten Fleck
und im Einklang mit dem Partner, kann das gefährlich sein.
Nein, mir geht es gut.
Meine Nase blutet.
Einen Applaus für den Mut der Kaiserin.
Gebührt ihr Respekt.
Die Kaiserin.
Ich könnte meinem Gemahl davon erzählen.
Euer Gemahl mag Essen lieber als Euch.
Man toleriert Euch hier.
Wir werden Euch vor ihm immer Respekt erweisen,
aber Ihr solltet wissen, wo Ihr bei mir und den Damen steht.
Versucht nie wieder, sie mir wegzunehmen, Pferdefickerin.
Was ist passiert?
Ein Tanztee.
Alles in Ordnung?
Dieser Ort ist unerträglich. Fuck!
Weine. Ich fühle es in dir.
Ich vermisse zu Hause.
Was noch?
Ich hasse alle.
Was noch?
Ich mag keine Elchlippen, auch wenn alle sie köstlich finden.
Widerliches Zeug.
Wie ein Sturm, der deinen Körper verlässt.
Zu weinen ist sehr russisch.
Salzige Tränen, meist voller Wodka.
Und Politik? Du sprichst nie darüber.
Was bringt es, gegen eine Mauer zu rennen
und sich alle Knochen zu brechen, wenn die Mauer danach noch steht?
Veränderung ist möglich.
Als ich zwölf war, erreichte uns der Krieg.
Plötzlich tauchten Männer in unseren Weizenfeldern auf.
Im ganzen Land hing blauer Rauch
mit Gestalten, die aussahen wie Geister.
Dann war die Schlacht vorüber. Der Regen kam und spülte das Blut weg.
Wir pflanzten alles neu.
Der Weizen wuchs erneut und mein Vater fragte mich:
"Wer hat gewonnen?"
Es ist also alles egal.
Wir werden alle zu Staub.
Ich werde zu glücklichem Staub.
Dein Glück ist also deine politische Meinung?
In der Tat, und das soll auch so bleiben.
Trinken wir noch einen?
Ich weiß nicht, ob ich das bewundere oder verabscheue.
Ich auch nicht, also lass lieber beides.
Genieß mich einfach.
Oder leck mich etwas, wenn dir danach ist.
Tut mir leid, aber ich kann dich nicht gehen lassen.
Ich hätte nie gedacht, dass die Verdammung so schön ist.
Erzi, hast du noch Visionen und einen Austausch mit Gott?
Unter bestimmten Bedingungen.
Behauptet er zumindest.
Ich bin damit gesegnet.
Ich kann Eure Zweifel verstehen,
da Euer Glaube und Eure Fantasie so gewöhnlich sind.
Er sagt damit "Fick dich", Orlo.
-Weiß ich, Herr. -Gut.
Also, meine Idee. Hab eine Vision.
Frag Gott, wen ich wählen soll.
Was? Nein.
Nein? Wieso redest du eigentlich?
Ich reiß dir die Zunge raus und esse sie, wenn sie sich noch mal bewegt.
So funktioniert das nicht.
-Gott... -Sag ihm, ich bitte darum.
Ich bin von Gott bestimmt, also muss er mir helfen, wenn nicht alles
durch eine falsche Wahl verkackt werden soll.
Mal sehen, ob ich die Bedingungen für eine Vision schaffen kann.
Ach du Scheiße.
Hast du was gesagt?
C, D, E, F...
Er hat Erzi geschickt, um mit Gott zu reden.
Gott wird Erzi ein Zeichen senden
und er wird den Patriarchen wählen und es Peter vorsagen.
Er nimmt, wen er will.
Dieser verlogene, hinterhältige Arsch.
Er ist ein guter Mensch, und ein Heiliger im Herzen.
Er ist dein Freund und Cousin. Du bist auf seiner Seite.
Er ist ein gerissener Politiker, der die Interessen der Kirche beschützt.
Er ist Bischof. Das ist ja wohl seine Aufgabe.
Und deine ist es, ein nerviges, ungeficktes Insekt zu sein.
Marial, tief durchatmen.
Wenn er ein gerissener Politiker ist, kann man mit ihm reden.
Wenigstens spricht er mit Frauen, was besser als unser Kandidat ist.
Ihr habt euch früher schon geeinigt?
Dann weise ihn in Richtung unseres Kandidaten.
Ich kann mit ihm reden.
Er wird sich fragen, warum eine Frau sich interessiert und uns verraten.
Das ist meine Aufgabe.
Der Patriarch betrifft auch die Frauen.
Frag doch meine Amme, die außerehelich schwanger wurde.
Man brachte sie in ihrem Dorf auf Geheiß des Priesters um!
Orlo irrt sich. Erzi ist ein guter Mensch.
Das Befingern konnte ich nie vergessen.
Das musste er tun.
Es ist seine Aufgabe und Pflicht.
Als meine Mutter starb
und mein Vater eine Flasche und eine Hure umarmte,
anstatt seiner kleinen Kinder,
kümmerte er sich jeden Tag um mich und meine Schwester.
Er ist stur, was die Politik angeht, aber er ist ein guter Mensch.
Vergessen wir mal die knochigen Finger.
Erzi.
Können wir darüber reden, wer Partiarch wird?
Immer nur Politik, Orlo. In was für einer kleinen Welt du lebst.
Alles ist Politik, Erzi. Das heißt, dass dein Preis hoch ist.
Du hast eine Vision und siehe da, es wird Kerlow sein.
Es tut mir leid, dass du das denkst.
Das ist das Problem mit deiner Philosophie.
Du glaubst nicht, dass wir Teil von etwas Größerem sind.
Du drängst uns in Richtung einer kahlen Öde der Einsamkeit.
Gott umhüllt uns. Seine Liebe umhüllt uns.
Und momentan umhüllt mich dein Schwachsinn.
Ich helfe gern, mein Freund.
Lass uns zusammen sehen, wer uns am meisten nützt. Weiter nichts.
Ich bin Gottes Diener. Nicht deiner.
Nicht der Politik. Er führt mich.
Ich wollte nur sagen, dass Tarcinkus ein guter Mann ist.
Mit dem wir beide was anfangen könnten.
Er hat keine eigene Meinung.
Scheiße.
"Jetzt hier, jetzt dort, fliegt die Fantasie umher,
bis ein geliebtes Objekt das wandernde Auge einfängt,
dessen seidene Fesseln alle Sinne binden
und den Verstand verzücken."
Die Frauen.
Ja. Ich hörte, der Tanztee geriet außer Kontrolle.
Sie hassen mich.
Ihr habt Swenska wirklich gedemütigt.
Ihr Aussehen ist ihr wichtig, und Ihr habt es sehr verletzt.
Ich möchte, dass sie mich mögen.
Warum? Die sind doch langweilig.
Ihr müsst nur von ihnen respektiert werden und Verantwortung für sie übernehmen.
Verantwortung übernehmen?
Ihr seid die einzige Stimme, die die Frauen haben.
Aber ich habe keine Stimme.
Ihr müsst sie erwachsen lassen, so wie ein Thronfolger in Eurem Leibe.
Moment.
Was sind das für Bilder?
Inspiration und Bildung.
Ist das überhaupt möglich?
Das dachte ich auch, aber wenn man jemanden hat, der einen stützt,
ist die da sehr gut.
Man hat danach ein paar Tage Schmerzen.
Ihr seid fasziniert.
Sie entfachen etwas in mir.
Was mich zur Geschichte mit dem Pferd bringt.
Ich wollte, aber das Pferd wieherte Nein, und Nein heißt Nein.
Ihr seid entzückend.
Wir sind alle Tiere. Ich würde Euch nicht verurteilen.
Einst sah ich ein Reh so schön, dass ich mein Kleid anhob und hoffte,
es würde mich bespringen.
Jedenfalls... die Damen.
Ihr müsst vielleicht Marial schlagen.
Ja, das hat sie auch gesagt.
Kluges Ding.
Ihr dürft eine Dienerin nicht den Damen vorziehen.
Das tue ich nicht.
So einfach. Seht Ihr?
Kaiserin zu sein ist nicht leicht, aber Ihr schafft das.
Ich habe hier diese Stäbe aus Asien.
Sie machen einen fruchtbarer,
aber ich weiß nicht, ob man sie über den Unterleib schwenkt oder reinsteckt.
Ich bin sicher, man schwenkt sie drüber.
Geht es Euch gut?
Du strahlst.
Bist du ein Engel?
Manch einer glaubt das.
Rat.
Danke, dass du gekommen bist.
Offenbar hast du ein gutes Herz unter dieser dunklen Kleidung.
Ja.
Du könntest Russland helfen. Es ist in Not.
Nichts wünsche ich mehr.
Wer soll es sein? Der Patriarch?
Ich bitte um Rat.
Vielleicht bist du es.
Ich?
Aber ich bin nicht...
würdig.
Du berücksichtigst Frauen. Du bist klug.
Du kannst Russland wieder aufrichten,
durch dein Herz und deinen Glauben und Veränderung.
Kaiser, ich flehe Euch an.
Wählt Bischof Pawel Lopow Tarcinkus.
Er ist klug und weise und würdet Ihr einen Wodka mit ihm trinken,
würdet Ihr erkennen, dass er der perfekte Mann ist.
Könnte ich machen. Mag er mich?
Natürlich. Er betet Euch an.
Kaiser, ein Zeichen!
Gott schickte mir einen Engel!
Der sieht aber komisch aus.
Seine Augen. Und er zittert.
Gott schickte dir eine Vision?
Was hat er gesagt? Wen will er?
Kaiser, darf ich vorstellen...
Mich!
Dich?
Als Patriarch. So will er es.
Dass ich auferstehe und Euch helfe, Russland wieder ruhmreich zu machen.
Hat er über mich geredet?
Nicht direkt.
Natürlich nicht. Es ist gegen die Regeln.
Er ist nicht alt genug, kein Oberer der Synode.
Klappe. Das ginge schon irgendwie.
Erzi...
Sieh mir in die Augen. Was siehst du?
Die Seele eines Königs!
Erzählt mir über Euer Leben hier.
Alles ist wunderbar am Hofe Peters.
Natürlich ist das Leben eine Wonne,
aber wenn ich etwas verbessern
und Euch als Kaiserin helfen könnte,
würde mich das als Eure Freundin glücklich machen.
Wieso beendet Ihr nicht den Krieg?
Ich schreibe es auf, aber wahrscheinlich ist es zu spät dafür.
Vielleicht unmittelbarere Dinge.
Die Kutschen sind in schlechtem Zustand.
Sie werden nicht schnell genug repariert.
Ich verstehe. Ich kümmere mich.
Wie geht es Eurem Sohn, Tatjana? Boris.
Er war unpässlich.
Tschechow behandelt ihn, aber...
Wir brauchen bessere Ärzte als die Tschechows.
Boris spuckt Blut und er setzt ihm Blutegel an den Hals.
Ich bin zwar kein Arzt, aber das scheint mit lächerlich,
und meinem Boris geht es immer schlechter.
-Er hat praktisch Raisa getötet. -Genau.
In der Tat.
Wir brauchen die modernste Medizin.
Wir lassen einen neuen Arzt kommen, aus Frankreich.
Was für eine Freundin Ihr seid.
Wie geht es Leo?
Bei ihm bekomme ich Gänsehaut und mein Herz springt vor Freude.
Ein paar mehr Details bitte.
Wenn Ihr unsere Freundin seid, müsst Ihr Euch uns anvertrauen,
damit wir Eure Liebe spüren.
Halt die Klappe, du Hure.
-Sie darf nicht... -Entschuldige dich.
Ich kümmere mich später um sie.
Geh in dein Gemach, Marial.
Mach das nie wieder.
Das gilt für alle hier. Ist das klar?
Ich habe mit meinem Gatten geredet und er nimmt das persönlich.
Wird es je wieder gehört, egal von welcher Familie, von welchem Stand,
werden sie zu Dienern gemacht und verlieren alles,
und wir werden sie täglich windelweich prügeln.
Ist das klar?
Marial, wisch dir das Blut von der Nase.
Schenk mir Wein ein.
Brauchen die Damen noch etwas von mir?
Madame Swenska, kann ich irgendwas für Euch tun?
Nein, Kaiserin, ich bin zufrieden.
Wunderbar.
Guten Tag.
Kaiserin. Ihr seid ein Naturtalent. Gut gemacht.
Danke. Wunderbare Party.
Ihr scheint nach eigenen Regeln zu leben.
Es hilft, dass sie mich für verrückt halten.
Ein neuer Patriarch.
-Hussa! -Hussa!
Das ist ein schrecklicher Fehler.
Keine Sorge.
Alles ist wunderbar am Hofe Katharinas, der Großen.
Auf die Kaiserin. Sie fasst Fuß hier.
Und ihre Fäuste.
Hussa!
Offenbar fickte sie vor ihrer Ankunft ein Pferd.
Hussa!
Aber ich bin ja fürs Ficken
und wenn Erzi uns gesegnet hat, fangen wir damit an.
An was könnte man noch glauben, außer an die Liebe?
Ich hielt es für eine Antwort.
Nun ist mir klar, dass es eine Frage ist.
Such dir eine aus.
Untertitel von: Anja Graefe
-Es ist nervenaufreibend. -Ein wenig.
Aber Danke. Freut mich, dass Ihr mich mitnehmt.
Ich schätze Eure Gesellschaft. Ihr lacht über meine Witze.
Die Geschichten über Eure Kindheit in Deutschland sind lustig.
Wüsste ich doch nur, was ein Gugelhupf ist.
-Nur ein Kuchen. -Ich dachte, es sei ein kleiner Biber.
Nun, das ändert den Sinn vieler Eurer Geschichten.
Bereitet Euch auf etwas Ungemach bei der Ankunft vor.
Ja, natürlich.
Meine Damen.
Hoheiten. Wie schön, dass Ihr gekommen seid.
Ihr seid eine Inspiration für uns alle.
Möchtet Ihr ein Macaron, General?
Wir haben 300 davon für die Männer.
Dürfte ich ein paar nehmen?
Folgt mir.
Was riecht hier so?
Leichen. Schlamm.
Pferdemist. Kanonenrauch.
Das ist kein Ort für Frauen.
Wenn hier russische Männer sterben, ist es ein Ort für uns.
Wie läuft der Krieg, General?
Wir haben einige Rückschläge erlitten.
Was dem erbärmlichen Schweden völlig fehlt ist unser großer russischer Kampfgeist.
Der garantiert am Ende immer den Sieg.
-Also verlieren wir. -Katharina!
Konzentriert Euch auf die Männer und nur auf den Sieg.
Sie brauchen Hoffnung.
Darf ich Euch ein Macaron anbieten?
Ich habe meine Finger verloren.
Das tut mir sehr leid.
Ich lege es einfach in Euren Mund.
Es ist Pistazie, falls das hilfreich ist.
Vielen Dank.
Vielen Dank für Euren Besuch.
Gerne doch.
Guten Morgen, Hauptmann.
Möchtet Ihr ein Macaron?
Ich habe Erdbeere oder...
Erdbeere wäre wundervoll.
Es hieß, Ihr wäret bereit, für ein Gemälde zu posieren.
Ja, in der Tat, General.
Was immer die Moral der Männer steigert.
Ein großes, triumphales Gemälde von Euch beiden wird das sicher.
Wir kleiden nur die Toten.
Was?
Zu wenig tote Schweden, also ziehen wir unseren Toten deren Uniformen an,
für einen triumphalen Haufen.
Hussa!
Könntet Ihr mir ein siegessicheres Lächeln schenken?
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Krieg und Kotze
Halt.
Geht es Euch gut?
Natürlich.
Was auch immer es war, es schwebt jetzt im Wind.
Ihr auch? Wir können anhalten.
Ich will schreien, aber gegen die Welt, dafür dass sie das zulässt.
Krieg ist unvermeidlich,
schon seit Höhlenmenschen einander töteten, um das Feuer zu kontrollieren.
Nein. Es ist eine Entscheidung.
Was in unserer Natur liegt, ist keine Entscheidung.
Ich überlege, ob ich ein Macaron vertrage oder nicht.
Scheiße!
Geht doch.
-Lasst es raus. -Wir müssen dem widersprechen.
Wir dürfen Männer nicht diesem Horror, der Leben und Hoffnung zerstört, aussetzen.
Russland kann so nicht weitermachen.
-Wir werden siegen. -Zu welchem Preis?
Nun, der Trick dabei ist,
zu wissen, wann der Preis zahlbar ist und wann nicht mehr.
-Das ging zu weit. -Ich habe Schlimmeres gesehen.
Aber ich bewundere Euer Herz und Euer Feuer.
Das hat mich sehr mitgenommen und ich werde es nie vergessen.
Was?
Ich hoffte, es würde geschehen. Ihr seid dabei, eine Russin zu werden.
Verfickt und zugenäht!
Genau.
Du verdammtes Biest.
Du musst den Krieg beenden.
Habe ich gerade. Madame Dimow hat gewonnen.
Ich muss essen. Ich verhungere.
Es gibt Elchtatar mit frischem Meerrettich und Wachtelei.
Ich war an der Front.
Mit Elisabeth? Warum tut sie das?
Als ob die Männer von einer Frau mit Macarons beworfen werden wollen.
-Sie sterben dort. -Das hoffe ich doch.
Sonst wäre das kein Krieg.
Und warum sind wir im Krieg?
Ich... muss den Schweden eine Lektion erteilen, wie mein Vater vor mir.
-Du musst ihn beenden. -Werde ich, nach unserem Sieg.
Aber wir gewinnen nicht.
Daher kann ich ihn nicht beenden.
Das musst du!
Weil Männer sterben?
So ist das im Krieg.
Es schmerzt dich, und ich verstehe das,
da du ein weiches Herz hast, aber...
Den Meerrettich reiben, nicht schneiden!
Sie sterben elendig ohne Grund.
Zum Ruhme Russlands, nicht ohne Grund.
-Rede mit den Schweden. -Ich würde eher sterben.
Nun, du nicht, aber Tausende andere.
Ja, freudig, zum Ruhme Russlands.
Wenn wir gesiegt haben, sind sie nicht sinnlos gestorben.
Du bist keine Russin, die das versteht. Daher verzeihe ich dir den Ton.
Geh. Ich möchte in Ruhe essen.
Sagt Louis, dass ich Borschtsch will.
Was zum Teufel?
Es ist nichts.
Du hast Blutergüsse.
-Er war etwas außer sich. -Wichser.
Es ist nichts.
Mir geht es gut. Vergiss es.
Fühlst du dich besser?
Ich gehe baden und kleide mich an, dann spielen wir Bridge, wie geplant.
Swetlana.
Lass mir ein Bad ein.
Verpiss dich! Geh.
Grigor, probier das Schwarzbrot mit Elchlippen. Das macht meinen Schwanz hart.
Eine Leistung, angesichts deiner Frau.
Verdammt lecker. Da ist ja auch Louis' herrlicher Borschtsch.
Wisst Ihr noch, wie wir das Schwein erlegten?
Es rannte genau auf uns zu.
Wir wären tot, hätten wir es nicht getroffen.
Hätte ich es nicht.
Toller Tag.
-Willst du etwas? -Ich habe schon gegessen.
Lasst uns danach Handball spielen.
Gehen wir jetzt.
Lasst das Essen besser stehen.
Louis' Borschtsch? Bist du verrückt? Natürlich nehme ich das mit.
Zeus.
Geht es Euch gut?
Ja.
-Etwas komisch ist mir schon. -Komisch?
Etwas... furzig.
Wollt Ihr aufhören? Liegt es am Käse?
Ich trinke das.
Jetzt geht es wieder.
Oh, Scheiße. Mist!
Alles in Ordnung?
Ja.
Gräfin Belanowa ist aus Europa zurück.
Ich will Euch unbedingt von den Brücken und Glockentürmen in Florenz erzählen.
Gerne doch.
Oh Gott!
Oh, ich habe es vermisst, am Hofe zu sein.
Du wurdest vermisst.
Ich komme!
Warum hört Ihr auf?
Tut mir leid, ich fühle mich unwohl.
Denkst du ständig daran?
Ja, tue ich.
Voller Blut und Schlamm.
Es war schrecklich.
Ich stand da in einem lächerlichen Kleid und reichte ihnen Pistazienmacarons.
Du gabst ihnen einen Moment des Friedens.
Das ist nicht genug. Ich schäme mich.
-Fühltest du dich als törichte Prinzessin? -Genau.
Und du sagst mir, ich soll es vergessen und schlafen. Sie mochten die Macarons.
Ich ertrage die Tatenlosigkeit nicht.
Die Herzlosigkeit.
Von mir?
Ja. Von allen an diesem verdammten Hof.
Du fühltest dich töricht, weil du es bist.
Was?
Du trugst ein goldenes Kleid und verteiltest Süßes an sterbende Männer.
Es ist so, wie es sich anfühlt.
Ich verurteile dich nicht dafür, aber erspare mir den selbstgerechten Hass.
Du bist gemein.
Tut mir leid. Ich...
Und du bist ein Lump, dem alles außer Wein, Liebe und Poesie egal ist.
Ich mag zwar Wein und Poesie, aber die Dutzenden Kerle,
mit denen ich aufwuchs, die in diesem Krieg starben, mochte ich auch.
Du kanntest also Jungs, die starben, und deine Antwort darauf ist ein Sonett?
Auch nicht besser als meine Macarons.
Sie wussten, dass dies Russland ist und sie Kanonenfutter sind.
Daher will ich ihnen die Ehre erweisen, keine sinnlose Wut vorzutäuschen.
-Die ist nicht vorgetäuscht! -Vielleicht nicht, aber sinnlos.
Da widerspreche ich.
Und ich mag dich gerade nicht.
Na und? Wahrheit ist Wahrheit.
Ich werde kein ohnmächtiges Leben führen.
Dann lebst du wohl im falschen Land.
Der Kaiser wird sterben.
-Wie geht es ihm? -Er ist sehr krank.
Können wir reingehen?
Alle sollen draußen bleiben.
Aus Angst vor Ansteckung.
Er hat sich in der Nacht ständig erbrochen
und er hat hohes Fieber mitsamt wilden Wahnvorstellungen.
Der Arzt und der Erzbischof sind bei ihm.
Verzeihung.
Wie geht es ihm?
Er ist extrem krank.
Wir fürchten, es könnte Cholera sein.
Cholera?
Ich vermute, dass er sie von einem besessenen nachtaktiven Tier hat.
Wohl von einem Dachs.
Wo soll er einen besessenen Dachs getroffen haben?
Wenn es Cholera ist, wird er sterben, nicht wahr?
Dieser Ausgang ist wahrscheinlich.
Oh, mein kleiner Liebling.
Der Arzt arbeitet an der Heilung. Vielleicht ist es etwas anderes.
Hat er etwas gesagt? Redet er?
Er spricht mit Unterbrechung.
Vieles davon ist wirr.
Er sagte, er sei ein Wolf, der schwedische Kinder zum Frühstück verspeist.
Und er erzählte, was er mit einigen Damen machen will...
Ich erspare Euch die Details.
Dann kamen weitere Anfälle von Durchfall und Erbrechen.
-Ich gehe zu ihm. -Riskiert nicht Euer Leben.
Ich will bei meinem Freund sein.
Ich wusste nicht, dass Euer Mann so mutig ist.
Oh ja. Das ist bekannt.
Verpiss dich, Vogel.
Ich fürchte, es ist der blaue Tod, aber er ist stark.
Mit Gottes Segen überlebt er vielleicht.
Dafür beten wir aufrichtig.
Ist es die Cholera?
Zweifellos. Ein schlimmes Leiden.
Ich habe dafür verschiedene Heilmethoden perfektioniert.
Er sollte eine tote Maus um den Hals tragen,
um die Krankheit herauszulocken.
Hallo, pelziger Freund.
Er darf kein blaues Essen zu sich nehmen.
Gibt es blaues Essen?
Ich mache ihm einen Stärkungstrank mit Essig und Arsen.
Sehr gut.
Sterbe ich?
Wenn es die Cholera ist, könnte er noch heute tot sein.
-Genau. Das bedeutet... -Ja.
Ja, es wird Euer sein. Ihr werdet Russland regieren.
Nach all unseren Planungen...
Fällt es Euch in den Schoß.
Angesichts dieser schrecklichen Lage
wird eine Beratung über die mögliche Machtübertragung einberufen.
An mich.
In der Tat. So scheint es.
Ihr seid die nächste... sollte das Schlimmste geschehen.
Bereitet Euch mit Gebeten vor. Der Senat wird einberufen.
Ich begrüße das.
Nicht seinen Tod.
Der ist schlimm, und... traurig.
Wir hoffen auf das Beste.
Gott wird uns beistehen. Das tut er immer.
Es geschieht. Es passiert wirklich.
-Mir ist etwas schwindelig. -Mir auch.
Ihr müsst Euch vorbereiten.
Es gibt viel zu besprechen. Ich organisiere das.
Ihr müsst die Senatoren überzeugen. Inspiriert und beruhigt sie.
-Das ist meine Art, Orlo. -Ich weiß.
Das Schicksal hat die Tür früher als erwartet aufgestoßen,
aber wir werden hindurchlaufen.
Bist du je gekommen und hast gleichzeitig gekotzt und geschissen?
Es ist atemberaubend.
Was tust du da?
Was du von mir wolltest. Etwas.
Scheiße!
Dein Blick sagte zu mir: "Sei ein Mann."
-Du hast ihn vergiftet? -Arsen aus der Wand im Borschtsch.
Was wird mit uns, wenn er tot ist? Denk daran, was Peter uns verschafft.
-Du wolltest das nicht? -Ja. Nein. Ich sagte nicht... Nur...
Unsere Situation ist komplex. Aber auch einfach.
Mit ihm haben wir ein sicheres Leben, Luxus, einen Platz am Hof.
Wer würde ihn ersetzen? Katharina?
Wir sind nichts für sie. Was wird dann mit uns?
Wir sind da.
-Georgina. -Oh, Schatz.
Ist ja gut.
"Ich werde dieses Land in ein neues Zeitalter führen."
Morgendämmerung?
Ort?
Alles davon.
Was werdet Ihr tragen?
Was? Wen kümmert das?
Ihr präsentiert Euch als Kaiserin von Russland.
-Ihr müsst gut aussehen. -Es zählt nur, was ich sage.
Als Frau ist es viel wichtiger, was man trägt.
-Marial, das ist... -Sehr wahr.
Ich suche was heraus, dann helft Ihr mir, mit meiner Liste.
Welche Liste?
Von denen, die mich als Magd verachtet und missbraucht haben,
und an denen ich mich räche,
wenn er tot ist und Ihr mich auf meinen Status wiederherstellt.
Das werdet Ihr doch, nicht wahr?
Ich will nicht anmaßend sein. Obwohl ich gerne Eure Magd bin,
wobei "gerne" ein ungenaues Wort ist...
Deine Liste kann warten.
Lass mich jetzt bitte schreiben.
Das ist mein Schicksal.
Wir haben hier darüber gesprochen.
Und du hast mich an jenem Tag gerettet. Ich danke dir.
Ich suche Euer Kleid aus. Es ist ein großer Tag für mich.
Für Russland.
Dafür auch.
Hallo. Ich schreibe gerade.
Wenn Peter stirbt, wirst du Kaiserin.
Ich weiß. Es ist ein besonderer Tag.
Ich kann dann den Krieg beenden.
Und so vielleicht unseren Streit gewinnen.
Der war bitter und ich wollte dich schlagen.
Ich sage dir immer die Wahrheit. Ich akzeptiere die Gefahr.
Also, willst du das?
Kaiserin sein?
Das tue ich.
Mit dir an meiner Seite.
Niemand schreit mich so gut an. Vielleicht brauche ich das.
Wir brauchen einander.
Er hat das gegessen?
-Peter? -Oh Gott, ja.
Jemand hat ihn vergiftet, verdammt.
Wie kommt Ihr darauf?
Er hat es gegessen und liegt im Sterben. Der Hund hat es gefressen und ist tot.
Scheinbar.
Ja, verstehe. Definitiv... möglich.
Erwähnt die regionale Stabilität und deren Bedeutung.
Stärkt den Status quo, erschreckt sie nicht.
Versprecht viel, lasst den Krieg unerwähnt und...
Meine Herren?
Es ist ein schrecklicher Moment für unser Land.
Ich bin als Deutsche hierher gekommen,
aber als ich das Land sah, änderte sich mein Herzschlag
und mein Blut strömte, als wäre ich zum ersten Mal geboren.
Falls der Kaiser stirbt,
sollt Ihr wissen, dass mein ganzes Herz dem Volke dienen wird.
Das Erste, was wir tun müssen, ist, den Krieg mit Schweden zu beenden,
unsere leidenden Soldaten von der Front abzuziehen,
damit keine jungen Russen mehr vergeblich ihr Leben lassen.
Es wird keinen Krieg mehr geben. Hussa!
Ihr wollt also das von Schweden eroberte Land aufgeben?
Sie sind tief in unserem Territorium.
Sie haben Wyborg eingenommen.
Was ist Wyborg?
Eine Stadt.
Mit etwa 50.000 Seelen, die wohl nicht erfreut sind, nun Schweden zu sein
und jeden Abend Fleischklöße und Preiselbeeren zu essen.
Nun, ich habe die aktuelle Karte nicht gesehen.
Außerdem, Kaiserin, wäre da noch die Hungersnot im Ural.
Im Ural? Jetzt hätte ich gerne eine Karte.
Natürlich. Eure Neuheit ist... wie sie ist.
Die erfrischende, unabhängige Sichtweise der Kaiserin wird ein Gewinn sein.
Lasst mich die Situationen erfassen.
Das wäre sehr gut, Kaiserin.
Ich habe mir Notizen gemacht.
Zweifelt nicht daran, dass das russische Volk Bildung erhalten
und aus der Knechtschaft befreit werden wird.
Ich werde die Leibeigenschaft umgehend beenden.
Ihr wollt also die wirtschaftliche und kulturelle Basis
unserer Gesellschaft zerstören?
Scheiß Deutsche.
Das ist mutig, aber wir werden...
Die Kaiserin scherzt sicher.
Damit müssen wir uns jetzt nicht befassen und...
Ich... Die Details dazu... werden...
Rechtzeitig ausgearbeitet.
Natürlich ist es zu viel verlangt, dass die Kaiserin...
Weiß, wovon sie spricht. Das stimmt.
Sie ist neu und wird unsere Führung brauchen.
Ich glaube, wir sollten nun alle für die rasche Genesung des Kaisers beten.
Ich...
Ja, natürlich.
Ihr habt einen Ausschlag am Hals.
Ach ja?
Richtig.
Das war eine Katastrophe.
Es hätte besser laufen können.
Ich weiß nichts über Russland.
Ihr werdet es kennenlernen und es Euch...
Habt Ihr gehört? Der Kaiser wurde vergiftet.
Möglicherweise.
Tschechow hat es bestätigt.
Arsen in seinem Borschtsch.
Vergiftet? Wart Ihr das etwa?
-Natürlich nicht. -Nein.
Wer dann? Und wenn es jemand war, ist es vielleicht ein Putsch.
Ein anderer.
Der den Thron besteigen will.
Ihr habt es also gehört. Marial?
Ich war es nicht. Ich hasse ihn und bin froh, dass er stirbt.
Patriarch, das vorhin war nur ein Ausrutscher.
Da mein Mann stirbt, bin ich natürlich äußerst bestürzt.
Ich werde mich zusammenreißen.
Natürlich. Was mich zu Iwan bringt. Iwan lebt noch.
Der Zweite in der Thronfolge.
Iwan der Kleine? Ernsthaft?
Woher wisst Ihr, dass er lebt?
-Von Euch. -Was?
Im Vertrauen gesagt.
Das war nur ein Gerücht.
Ich kenne niemand, der ihn tatsächlich gesehen hat.
Vielleicht haben es andere gehört und wollen ihn auf dem Thron.
Und haben Peter vergiftet.
Und wollen mich nicht.
-Wird Katharina Kaiserin, bin ich gefickt. -Sind wir alle.
Und diesen Iwan kennen wir nicht einmal.
-Man darf nicht sehen, dass wir das tun. -Was tun?
Der Kaiser liegt im Sterben
und du isst Torte und trinkst Wein.
Boris hat Geburtstag.
Es sieht aus, als würdest du feiern.
Tun wir auch: seinen Geburtstag. Er wäre letzte Woche fast gestorben.
Überleg mal, wie das aussieht!
Es gibt eine Ausgangssperre. Wir müssen alle wegschicken.
Nein.
Aufzuhören ist sinnlos.
Überlebt Peter, geht es uns allen gut.
Stirbt er, sind wir alle am Arsch.
Also feiern wir halt.
Georgina, stimmt doch, oder?
Ja. Feiern wir, solange wir es noch können.
Komm mit.
Hey, was macht Ihr da?
Wir suchen nach Iwan.
-Raus hier! -Verzeihung.
-Raus. -Ist Iwan hier?
Verzeihung. Was soll das?
Entschuldigung...
Riegelt den Palast ab. Niemand darf rein oder raus.
Bewacht diese Tür. Keiner darf hinein.
Was soll das?
Bleibt in Euren Gemächern, zur eigenen Sicherheit.
Bleibt dort, bis ich die Sicherheit wiederhergestellt habe.
Ihr könnt mir nicht...
Wenn der Kaiser ein Ziel war, seid Ihr es auch.
Gut gemacht, Leutnant.
Sichert die Damen in den kaiserlichen Gemächern.
Befolgt ihre Wünsche.
Keiner darf ohne meine Erlaubnis hinein oder hinaus. Die beiden auch nicht.
Darf er das? Uns einsperren?
Wenn ein Mörder im Palast ist, muss sich die Familie schützen.
Versucht nicht, wegzugehen. Vor der Tür stehen Wachen.
-Ihr habt ihn doch nicht vergiftet, oder? -Nein.
Das wusste ich.
Ihr habt ein gutes Herz.
Schlimm, diese Frage. Schlagt mich. Ich habe es verdient.
Nein. Es ist ein konfuser Moment.
Ihr schient schlecht auf die Führung vorbereitet.
Natürlich wart Ihr es nicht.
Das konntet Ihr sehen?
Ein Ausrutscher. Ihr wusstet nicht, dass Ihr mal Kaiserin werden könntet.
Genau.
Tante Elisabeth.
Mein armer Junge.
Wie geht es dir?
Ich blute, also nicht sehr gut.
Ich hörte Diener von Gift flüstern.
Ja.
Muss ein Fehler sein.
Alle lieben mich. Ich bin ein wunderbarer Kaiser.
Ja.
Oh, du bist hier.
Jemand ist hinter uns her.
Sicher Iwan, der Wichser.
Möglich, aber nicht unbedingt.
Ich sagte immer, wir sollten ihn töten, falls seine Anhänger etwas versuchen.
-Seid Ihr schwanger? -Nein.
Enttäuschend.
Der Adel liebt mich, weil ich den Palast in eine große Party verwandelt habe und...
Und Frauen lieben mich wegen meinem großen Schwanz.
-Du musst nicht reden. -Wenn ich sterbe, regierst du Russland.
Sei bitte gnadenlos. Foltere jeden Verräter. Sei schrecklich.
Wäre ich doch nur schrecklich gewesen.
Peter der Schreckliche.
In vielerlei Hinsicht warst du das. Bist du es.
Ich bereue einiges. Es gibt Dinge, die ich gerne getan hätte.
Ich wollte den Juli nach mir umbenennen. Ihn Peter nennen.
Eine wunderbare Idee.
Jetzt musst du ruhen.
Du musst das Arschloch töten. Iwan.
Das ist verrückt.
Ich will das auch nicht.
Er ist süß.
Aber sie suchen nach ihm. Sie werden ihn finden.
Und wir werden in Gefahr sein.
Stimmt.
Er ist noch klein. Wir können es ihm sicher ausreden.
Er will nicht Kaiser werden.
Also, Iwan, heute ist sehr viel passiert.
Der Kaiser ist krank und könnte sterben.
Sie wollen mich holen, oder?
Darüber wollte ich mit dir reden.
Das sind schlimme Leute, die dich für ihre Zwecke benutzen wollen.
Würden sie mich nach draußen lassen, mir Wein geben und Jungen zum Spielen?
Ich habe versucht, dich gut zu behandeln, Schatz.
Das hast du. Versucht!
Ist es das, was du willst?
Das kannst du von uns bekommen. Ein Anwesen, Freunde.
Du bist zwar noch etwas jung für Wein, aber egal.
Sie hat Angst, Lieschen. Ich sehe es.
Habe ich nicht.
Aber ich will kein Blutvergießen.
Ich mag Blutvergießen.
Du weißt nicht mal, was das ist.
Du glaubst es zu wissen, aber das tust du nicht, verdammt.
-Zicke. -Reden wir von was anderem.
Wie wäre es mit Hunden? Wuff!
Ich bin neun, verfickt nochmal.
Ich denke, dieses Gespräch ist beendet.
Du wirkst müde und mürrisch, Schatz.
Was soll ich tun? Er ist unnachgiebig.
Ich habe ein Messer in meiner Tasche.
Wir sehen uns bald wieder.
Ich werde nett sein, versprochen.
Tante Lieschen, hilf mir, ein paar Worte zu zeichnen.
Natürlich, Schatz. Was immer du willst.
Sie beten für seine Genesung. Ich dachte, sie hassen ihn alle.
Sie suchen nach Iwan.
Wer auch immer das ist.
Geistliche und Wachen.
Es könnte Erzi sein.
Peter sagt, ich muss ihn töten.
Elisabeth auch.
Das ist Wahnsinn.
Sie haben Recht.
Was?
-Orlo... Ich kann kein Kind töten. -Ich will das auch nicht.
Aber wir müssen es tun. Wir wussten, es würde Blut fließen.
Ihr seid so nah an der Macht und so kurz vor dem Tod.
Welementow war schnell hier.
Er hat den Palast abgeriegelt und die Kontrolle übernommen.
Sieht zwar nach einem Putsch aus, aber ist er für Euch?
Kaiserin, Ihr müsst es tun!
Erzi?
Ihr habt nach mir gerufen?
Ich hatte einen schlimmen Traum.
Ich bin in einem Wald. Ich habe den immer wieder.
Ich bin ein kleiner Junge mit einer Krone in einem dunklen Wald.
Ich komme an eine Gabelung im Wald. Es gibt zwei Wege.
Ich tue einen Schritt, und dann...
...ist mein Bauch aufgeschlitzt und meine Eingeweide hängen raus.
Dann liege ich am Boden.
Dieser Rabe landet auf meinem Gesicht...
...und hackt in meine Eingeweide, während ich noch lebe.
Und ich schreie.
Kaiser?
Hier.
Wie ist sein Zustand?
Ihr wart schnell hier.
Ich erfuhr es auf dem Rückweg.
Ich kann noch immer schnell reiten.
Unterstützt Ihr die Kaiserin?
Sorgen wir uns erst einmal um seinen Tod und ihren Schutz.
-Was ist? -Wir haben die Kaiserin verloren.
Wach auf.
Komm schon.
Bitte lebe.
Ich bin noch nicht bereit.
Tötet den Mistkerl.
Rettet Russland.
Nein.
Das Leben von einem, um das Leben aller anderen zu verbessern.
Ich will ein anderes Russland, so wie du.
Aber nicht so.
Ihr kritisiert Orlo für Tatenlosigkeit, aber Ihr seid genauso.
Ich kann das nicht.
Dann tue ich es.
Nein!
Die Kaiserin ist weg.
Ihr wart schnell hier, finde ich.
Ja, das sagt Ihr ständig.
Ich weiß nicht, was...
Hallo. Wir sind nur...
Aufgebracht und hysterisch, wie Frauen oft sind.
Wachen und Geistliche suchen nach Iwan, Erzi.
Wisst Ihr etwas davon?
Ich bin dem Kaiser treu, und wenn er stirbt,
werde ich dem, was für Land und Volk am besten ist, treu sein.
Ist Iwan im Palast? Wissen wir das?
Steht Ihr beide hinter der Kaiserin?
Ich tue, was für Russland das Beste ist. Sollte Iwan das sein, dann sei es so.
Ich fürchte, das ist eine Sackgasse.
Zeigt ihn in der Großen Halle.
Damit die, die sich hinter ihm vereinen würden, erkennen, wie vergeblich das ist.
Natürlich wart Ihr stets meine erste Wahl, Kaiserin.
Ohne Frage...
Ich...
Ihr habt den Jungen getötet.
Gern geschehen.
Ich fühle mich...
...irgendwie hungrig.
Untertitel von: Christian Eisenach
Es ist immer noch da.
Verspottet mich.
Erinnert mich daran, wie ungeeignet ich bin.
Was weiß ich schon, wie man ein Land regiert?
Ich bin fehl am Platz und überfordert.
Vielleicht bin ich wirklich nur enttäuschtes Mädchen mit großer Klappe,
die andere zum Handeln inspiriert, aber selbst nichts tut.
Mal ehrlich...
Ich will nur mit Leo in einem Feld liegen,
die Sonne anstarren und lachen.
Ist das so schlimm?
Du bist ein sehr unhöflicher Bär.
-Wohin gehen wir? -Warte nur.
Hoffentlich ist er noch da.
Sieh mal.
Es ist ein Vogel.
Ich könnte ihm ewig zusehen.
Wieso denn das?
Ich bin verändert, Grigor.
Etwas geschah mit mir, als ich im Sterben lag.
Unglaublich, dass jemand mich töten wollte.
-Wer würde so was tun? -Unfassbar.
In der Tat. Ein Irrer.
Jedenfalls lag ich im Bett
und wusste, dass ich nicht war, wer ich sein möchte.
Ist das nicht total irre?
-Herr! -Wer ist das?
Meine neue Vorkosterin Lizaweta und Tataren-Nick. Ein Killer.
Er hat behält die Luftröhren seiner Opfer.
Macht Löcher rein und spielt Flöte drauf. Krasse Lieder.
Ich verstehe.
Die Beeren sind giftig.
Koste sie, um sicher zu sein.
Sie sind giftig, Kaiser. Das ist bekannt.
Nick. Du bringst Leute um, die mich töten wollen und sie kostet mein Essen.
Das ist was zu essen. Koste es.
Aber ich weiß bereits, dass sie...
Alles ist besser, Grigor. Alles. Gehen wir zurück.
Ich möchte am Hof sprechen.
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Fallschirm
Morgen allerseits.
Versammelt den Hof. Ich hab was zu sagen.
Mein Gott.
Echt jetzt?
Verdammte Scheiße.
Gütiger Gott.
Er hat alle getötet, die mit dem Borschtsch zu tun hatten.
Den Bauer, der die Rüben anbaute, der, der sie auslieferte,
Der Koch, der sie kochte, der Diener, der sie servierte
und die Wachen, an denen er mit der Suppe vorbeiging.
Und sogar seinen Chefkoch Louis. Er liebt Louis doch.
Mein Gott.
Alles in Ordnung? Ahnt er etwas?
Nein. Er wollte mir einen Vogel zeigen.
Einen Vogel?
Es scheinen alle da zu sein.
Letzte Woche war natürlich für alle entsetzlich, aber ich habe überlebt.
-Hussa! -Hussa!
Auch, wenn jemand das nicht wollte.
Der nicht zufrieden mit mir war, und das macht mich traurig.
Ich möchte der beliebteste Herrscher sein, den Russland je hatte.
Ich höre mir gern eure Beschwerden an.
Tretet ruhig vor.
Ich verbessere mich gern, also...
Keine Sorge wegen der Leichen.
Mehr Tote wird es nicht geben.
Am Ende war es wohl ein verärgerter Diener oder Chefkoch.
Ich hatte Louis wegen seines Clafoutis kritisiert, und zurecht.
Karamellisieren heißt nicht anbrennen.
Aber heute ist ein neuer Tag.
Ich sah einen Vogel, der...
-Grigor? -Toller Vogel.
Es ist ein neuer Tag. Ich bin ein neuer Mensch, erfrischt, gestärkt.
-Hussa! -Hussa!
Eine Torte zu meinen Ehren.
Eine Torte mit Honig und frischen Feigen.
-Hussa! -Hussa!
Habt einen schönen Tag.
Wo zum Henker ist Lizaweta?
Diese Leichen. Schaurig.
Ich fand es seltsam zurückhaltend.
Wollen wir weitermachen, brauchen wir Männer, die kämpfen.
Wir sind nicht wie er.
Ja. Vielleicht müssen wir umdenken, uns neu ordnen.
Welementow ist wieder an der Front.
Ich sollte hin und mit ihm reden.
Ich glaube, wir könnten ihn überzeugen.
Ich reite an die Front.
Ihr?
Der Gedanke ist entsetzlich, aber wir müssen mutig sein, wie Ihr sagt.
Ich sage viele Dinge. Das steht fest.
Sieh mal. Dom Pérignon, in Frankreich erfunden.
Gottes Nektar, von Mönchen gemacht, ein Champagner wie kein anderer.
Das macht jetzt schon Spaß.
Ich will nichts trinken.
Musst du aber. Wir müssen vergessen, was wir eben gesehen haben. Unbedingt.
Und wenn ich Kaiserin geworden wäre? Wenn er gestorben wäre?
Was wäre wohl passiert?
-Mit uns? -Mit Russland.
Glaubst du, ich wäre gut?
Du wärst außergewöhnlich, wie du schon bist.
Ich war nicht außergewöhnlich, nicht, wie ich sein möchte.
Wir sind nie, wie wir sein möchten.
So fähig, so klug. Versagen liegt in der Natur des Menschen.
Unsere Gedanken können unberührt bleiben von der harschen Realität,
aber unsere Körper und Seelen leiden
und die Welt entscheidet am Ende, wer wir sind.
Leider könntest du recht haben.
Wo sind wir?
In meinen Gemächern.
Mit wem?
Miteinander.
Was ist das?
Zisch. Unglaublich.
Das steigt in die Nase.
In dieser Welt, hinter diesen Mauern, sind wir glücklich.
Wir haben alles. Mehr können wir momentan nicht tun.
Geben wir unser Bestes.
Verdammt.
Einen Moment.
Du bist wütend auf mich.
Ich bin zornig aufgewacht mit dem Geruch von Scheiße in der Nase. Wie jeden Tag.
Ich bin auch beunruhigt aufgewacht wegen...
Eurer Feigheit? Eurer Untätigkeit?
-Eurer... -Ich kann für mich selbst sprechen.
Und ich bin Eure Dienstmagd.
Es ist meine Aufgabe, Euch mit allem zu versorgen, was Ihr braucht.
Tee, Bäder, Worte. Aber nicht mit Mut.
Aber vielleicht etwas Kaviar mit Eurem Trunk,
bevor Ihr es den ganzen Nachmittag mit Romeo treibt.
Es tut mir leid.
Ich hab die ganze Sache wie eine Zweijährige gehandhabt.
Ich bin nicht so fähig, wie ich dachte.
Ihr wollt aufgeben. Ich sehe es.
Ich glaube, eine kurze Auszeit wäre gut.
Um die Sache zu überdenken und...
Ich habe Orlo zu Welementow geschickt,
bin also weiterhin entschlossen.
Tochter.
Mein Lieber.
Für deine Reise.
Du kommst zu spät.
Bist tot, was?
-Setz dich. -Kleiner Racker.
Fick dich. Ich hab ihn nie gemocht.
Danke, übrigens. Hast du es selbst erledigt?
Natürlich, Familie
Ich würde das keinem Fremden überlassen.
Du hast ihm ein paar Jahre geschenkt.
Ich hätte ihn mit seiner Mutter erledigt.
Aber du liebst Kinder.
Das ist wahr.
Schade, dass deins starb. Wie hieß er noch mal?
Wie fühlst du dich?
Großartig. Komisch, hier zu sein.
Ich hatte beunruhigende Träume über Gott und einen Raben.
Dann träumte ich, dass Mutter mich annagte.
Das war doch nur einmal, und nur ein wenig.
Sei nicht so dramatisch, Lieber.
Der Gedanke, dass du sterben könntest, war schrecklich.
-Du würdest mich vermissen? -Natürlich.
Und die Auswirkungen. Die arme Katharina war völlig ratlos.
Sie ist eine Frau, geistesschwach mit straffen Brüsten.
Verurteile sie nicht so sehr.
Das Volk sah, wie zerbrechlich sie ist.
Ich dachte schon, wir müssten sie töten,
und dazu bin ich viel zu beschäftigt.
Ich interessiere mich für Fruchtbarkeit.
Ja, du fickst gern. Das liegt in der Familie.
Und das solltest du auch, mein Lieber. Deine Frau.
-Wir brauchen einen Erben. Einen Jungen. -Ich versuche es ja.
Deinen Schwanz in Madame Dymow zu stecken, schwängert nicht Katharina.
Obwohl das wunderbar wäre.
Es mit jemandem zu treiben und jemand anderes zu schwängern.
Einen Mann ficken und der andere spürt es. Wie herrlich.
Ich schweife ab.
Dymow macht mich glücklich.
Und im Angesicht des Todes bedeutet Glück alles.
Das wurde mir bei der Erfahrung klar.
Hör auf.
Du wirst uns ruinieren.
Ich sagte aufhören.
Ich glaubte deiner Mutter nicht. Wir beweisen, dass sie unrecht hatte.
Ich bin anders als der, der ich war.
Du bist großartig und warst es schon immer.
Geh zu deiner Gemahlin. Mach uns einen Erben.
Gut. Ich werde der beliebteste Herrscher, den Russland je hatte.
Das sage ich seit jeher, mein Lieber.
Manchmal erwache ich nachts und denke, die Vögel auf der Tapete
sind an einen anderen Ort an der Wand geflogen.
Noch ein paar Gläser von dem Zeug und sie tun es vielleicht.
Leo, verpiss dich eine Weile.
Kaiserin, lass uns ficken.
In der Tat.
Ich geleite ihn hinaus.
Es tut mir leid.
So ist es eben.
Wir...
Es ist seit meiner Ankunft einfach noch nie passiert.
-Ich nehme an... -Wir vergaßen es.
Mist.
Ich will sein Kind nicht.
Zitronenscheiben.
In Euch drin ist es wie eine Wand und die Säure tötet seinen Samen.
Danke.
Ich bin Euch zu Diensten.
Ich warte!
Wie seltsam.
Normalerweise denke ich ans Jagen und dass Stachelbeeren mit Schwein schmecken,
aber jetzt denke ich dran, dass ich ein Kind im Schwanz habe
und es gleich in dich hineinspritze.
Außergewöhnlich, wenn man drüber nachdenkt, was?
In der Tat.
Etwas in mir hat sich verändert.
Ich weiß nicht was, aber...
-Es waren schlimme Tage. -Genau.
Er kommt.
Was machst du jetzt normalerweise?
Ich nehme ein Bad.
Großartig. Wir nehmen eins zusammen.
Du hast einen Ausschlag.
Ja. Seitdem du krank warst.
Ich bin gerührt.
Diese Veränderung in dir, wird sie etwas bewirken?
Ja, aber wie?
Ich weiß nicht wie.
Du möchtest geliebt werden.
Ich werde geliebt.
Jemand hat versucht, dich zu töten.
Touché.
Wie lässt sich das ändern?
Ich bin perfekt, aber ich weiß, ich muss mich irgendwie ändern.
Es ist ein Rätsel.
Ja, ich weiß, was du meinst.
Die Veränderung in dir muss sich in Russland manifestieren.
Dann bist du, wer du sein möchtest.
Dieser neue Mensch.
Hab ich das gesagt?
Du müsstest auf andere Art und Weise herrschen.
Klar, das ist anzunehmen.
Hör auf das Volk.
Was will es?
Was es will? Und was ich will?
Du willst, dass es dich liebt und dass es zufrieden ist.
Was die Leute wollen, ist also der Schlüssel.
Was sie wollen. Eine neuartige Idee.
Aus Frankreich?
Sie wissen allerdings nicht immer, was sie wollen.
Aber als ihr Anführer erahnst du es und berätst dich mit ihnen.
-Ich soll mit ihnen reden? -Ja.
Einige Dinge lassen sich auch erraten.
Ja? Natürlich.
Du kannst sie auflisten, wenn du magst,
da ich entspannt bin und mich nicht anstrengen möchte,
aber ich weiß schon, was du sagen wirst.
Große Kunst aus Europa.
Mehr Musik. Vorlesungen zu Hofe.
Wissenschafts-Ausstellungen. Das Volk liebt sie.
Wirklich?
In Deutschland sammelten sich Tausende.
Und das Glück und die Dankbarkeit des Volkes? Unglaublich.
Weil sie wussten, dass der Kaiser ihr Glück wollte.
Dass ihr Verstand und ihre Herzen mit dem Kaiserreich wachsen sollten.
Das klingt doch gut.
Ich könnte die Kunst auswählen. Dinge, die die Menschen lieben.
Tu es.
Ich sollte gehen.
Guten Tag, Diener. Was sagst du zum Königreich?
Wie bitte?
Dazu, wie die Dinge hier stehen?
Was ist das?
Es ist ein Fallschirm.
Geh mit mir und erklär es mir.
Ich habe einen neuen Plan
und verschaffe dir und dem Land alles, was wir brauchen.
Und kein Tropfen Blut wird vergossen.
Klingt unwahrscheinlich.
Eine frische Zitrone.
Man hängt Sachen dran und wirft ihn von hohen Stellen ab.
und durch den Windwiderstand scheint es, als würde er fliegen.
Ein wissenschaftliches Experiment.
Oh, Wissenschaft. Erzähl mir mehr.
Guten Morgen, Gräfin Dolzikow und Unbekannte.
-Wie ist Euer Tag? -Gut.
Ideen, was wir hier verbessern könnten?
Nichts. Alles ist bestens.
Alles. Absolut alles.
Wunderbar, aber nicht informativ.
Also, dieser Fallschirm.
Man hängt Sachen dran und schmeißt ihn vom Dach?
Und er fliegt?
Er fliegt also?
Schwebt, aber es sieht aus, als ob er fliegt.
Und wer bist du?
Oleg Kaminski.
Oleg. Was machst du hier?
-Ich repariere Dinge. -Wunderbar.
Machst du das gern?
Es ist endlos, weil Ihr viel kaputtmacht.
Das ist wohl wahr.
Kaiser, das sind frische Walnüsse von einem Baum auf der Wiese.
-Nehmt welche als... -Oleg, du bist ein wahrer Freund.
Nick! Bei Fuß!
Meine Güte.
Gib mir die verdammte Walnuss.
Ich muss sie essen und wir müssen eine Stunde warten.
Du nervst langsam.
-Zeig mir das mit dem... -Fallschirm.
In der Tat. Grigor soll dir helfen. Hussa.
-Guten Tag, mein Herr. Hübscher Hut. -Danke.
Auch ein toller Hut.
Zieh mich an. Und danke für alles, was du hier tust.
Der Kaiser braucht seine Kleider nicht.
Georgina. Ich habe viel zu tun. Ich lasse Grigor kommen.
Du weist mich ab?
-Das hast du noch nie... -Stimmt.
Interessant.
Alles verändert sich.
Kaiserin.
Leo.
Hat eine Weile gedauert.
Ich wollte nichts sagen.
Ignoriere es.
Gute Idee.
Aber ich kriege es nicht aus meinem Kopf.
Es tut mir leid.
Du gehörst nicht mir.
Ich habe kein Recht...
Du hast das Recht. Wo ist der Champagner?
Vielleicht hattest du genug.
Ich labere dich voll, was geschmacklos ist.
Ich hatte zu viel, und doch nicht genug.
Wir sind hier. Jetzt.
Das ist alles.
Du zitierst mich.
Nervig und gerissen.
Weil ich so weise bin. Ich verstehe.
Noch ein Glas?
Gern. Danke, dass du fragst.
Leistet Ihr uns nicht Gesellschaft?
Oder geht Ihr mit Leo reiten?
Liebend gern, meine Damen, aber es ist etwas qualvoll.
Ich nehme an, es ist...
total langweilig.
Ich hab eine Idee.
Hussa!
Elisabeth hat recht. Ich kann mehr tun. Ich kann Vater sein. Ein großer Anführer.
Das Bemühen um einen Erben ist von Priorität, ja.
Ich hab mich den ganzen Morgen um einen bemüht.
Grigor, ich sagte...
Ich bin langsam heute Morgen. Sehr witzig.
-Hussa, mein Freund. -Euer Saft ist heilig.
Ihr verspritzt ihn überall, aber die Chancen auf ein Baby steigen,
wenn Ihr ihn nur für Katharina spart.
Ist das Wissenschaft?
Ich verzichtete heute Morgen auf Georgina.
Vielleicht ist es Zeit, auf nur ein Tor zu schießen.
Genau.
Hussa.
Die Erfindung des Flaschenzertrümmerns iat ein Geschenk an Euch von Kaiser Peter.
-Hussa! -Hussa!
Hussa für mich.
Erwähne die Kunst und Wissenschaft.
Hergehört! Unser Hof wird ein noch perfekterer Ort.
Kunst kommt, um uns zu erfreuen, und eine wissenschaftliche Vorführung.
Wir lassen Dinge vom Dach des Palastes fliegen.
Was zum Henker?
Leo, alter Kumpel, du und ich.
Ist mir ein Vergnügen. Wer die meisten Flaschen trifft, gewinnt?
Der Kaiser, 16. Leo, 16.
Jeder hat noch einen Wurf.
Los!
Dein bester Wurf, Leo.
-Daneben. -Eine Gelegenheit.
Wartet.
Leo, mein Freund.
-Zeit? -Sieben Minuten.
Man muss eine Stunde warten, um sicher zu sein.
-Mein Herz würde stocken und... -Klappe.
Ich bin am Verhungern. Das sieht lecker aus.
Ich habe über Euren Traum vom Raben nachgedacht.
Ich vergesse ihn lieber.
Es ging um zwei Pfade.
Ihr entfernt Euch vom Pfad der Gottesfurcht.
Die Unzucht, die Amoral zu Hofe, das Blutvergießen.
All die schönen Dinge.
Er bat Euch, dem Pfad der Gottesfurcht zu folgen.
Die Leute liebten die Idee von Kunst und Wissenschaft.
Und das Zertrümmern der Flaschen.
Sagt, kamen Euch diese Ideen im Traum?
Nein, sie sind mir eingefallen.
Und Katharina, die sich mit Kunst auskennt.
Ich verstehe. Träume, die uns zufliegen, sind von Gott und dem Schicksal.
Die Kaiserin meint es sicher gut.
Die Moderne ist ein grelles Licht, das eine Tür öffnet,
die zu einer dunklen Klippe und ewiger Verdammnis führt.
Es sind doch nur Gemälde, Herrgott.
Los.
Endlich.
Sieht wie eine Muschi aus.
Sieh mal.
Wahnsinn. Das ist Gott, Erzi.
Wieso so eine Frucht erschaffen,
wenn Er nicht will, dass wir Frauen vögeln?
Ich mache Erben, esse Feigen und lass mich vom Volk lieben.
Das ist sicher richtig.
Ich muss immer daran denken, wie der Rabe an Euren Eingeweiden pickte.
Wie Bänder, die von verkommenen Schulkindern gezogen werden.
Lass mich essen. Danke.
Es ist zu salzig und kalt und...
Scheiße.
Der neue Chefkoch ist nicht wie Louis. Der war ein Genie.
Scheiße!
Hussa.
Du bist so betrunken.
Ich bin Russe. Unser natürlicher Zustand.
Süß ist dein natürlich Zustand.
Ich will nicht süß sein.
Hast du gebadet, nachdem...
Antworte nicht.
Mist! Was ist nur mit mir los?
Ich liebe dich. So ist das nun mal. Ist mir egal.
-Und? -Wir haben gebadet.
Wir?
Er war seltsam. Ich glaube, ich kann ihn beeinflussen.
Und somit allen helfen.
Entschuldige mich.
Es tut mir leid.
-Ich muss. -Ich weiß.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich.
Ich bin betrunken.
Und ein Narr.
Beides, weil du mich liebst.
Dich und einen Baum.
Ein herrlicher Anblick.
Netter Bär.
Netter Bär.
Weiche Matratze, weicher Verstand, sagte mein Mentor im Kloster immer.
Das führte zu einer Manie für weiche Matratzen für mich.
Ich kämpfe gegen meine noble Herkunft mit weichen Matratzen und warmen Bädern an.
Eine Schwäche.
Aber die haben wir doch alle. Nicht wahr?
Ihr seid auf meinem Bett.
Ich habe für Euch gebetet.
Ich danke Euch, und dafür, dass Ihr mein Bett verlasst.
Marial.
Ich sah dich nicht reinkommen.
Ich bin leise. Die Kaiserin und ich trinken Tee.
Im Salon.
Lass dir die Haare schneiden.
Geh, bitte.
Ich habe unsere Freundschaft vernachlässigt.
-Mir geht es sehr gut. -Wirklich?
Ihr kamt unglücklich hierher, wurdet zu Ehebruch und Unzucht gezwungen
und wollt nun mit Euren westlichen Ideen in unserer Welt Fuß fassen.
Ich schloss Frieden mit meinem Leben. Das wolltet Ihr doch.
Ich nehme an, das ist wahr.
Ich fürchte, Peter ist geschwächt.
Seine Berührung mit dem Tod hat ihn erschüttert und...
...geschwächt.
Kunst. Wissenschaft. Das sind nicht seine, sondern Eure Ideen. Sie sind gefährlich.
Sie sind die Zukunft.
Wieso sagen das immer alle?
Als wäre die Zukunft automatisch besser als die Vergangenheit
oder ein Fortschritt und kein Rückschlag.
Wollt Ihr mir drohen oder mich lediglich bedrängen?
Was funktioniert besser?
Weder noch.
Macht mich nicht zum Feind, denn Ihr macht Euch Gott zum Feind.
Gott ist mit Liebe erfüllt,
kann aber auch zornig werden und will ohne Konkurrenz für das Gute kämpfen.
Und als sein Vertreter tue ich das auch.
Vielleicht spricht Gott ja durch mich.
-Eine Frau? -In der Tat.
Er erschuf Eva nach Adam.
Ein Fortschritt.
Ihr tanzt nahe an der Ketzerei.
Soll ich Musiker holen?
Ich nahm an, es sei eine naive Manipulation.
Vielleicht irrte ich mich.
Die Dinge müssen sich ändern.
Die Kirche...
Hör zu, Mädchen.
Kommt mir mit Euren Fingern nie wieder zu nah!
Was ist passiert?
Der Patriarch geht.
In der Tat.
Er ist nicht mein Freund.
Ihr schätzt ihn falsch ein.
Eine von uns tut das, aber nicht ich.
Frauen. Frauen. Land.
Scheiße!
Mist.
Russischer Abschaum. Wer will zuerst sterben?
Verdammter Schwede.
Schon mal schwedische Fleischklößchen probiert?
Los.
Entschuldigung.
Ich bin ein Bediensteter der russischen Regierung.
Graf Orlo. Ich möchte die Freilassung dieser Männer verhandeln.
Ich habe Geld und kann eine Garantie erwirken.
Scheiße. Tut mir leid.
-Mach ihn fertig! -Na los!
Töte den verkackten Schweden.
-Binde uns los. Los! -Niemand tötet ihn.
Einen Moment.
Du Wichser! Mach uns los!
Ihr seid unhöflich. Bleibt einfach dort.
Das macht man in Sibirien vor dem Akt.
Ein wenig Robbenfett in die Mumu.
-Ich will aber kein... -Aber wir haben keins mehr.
Das ist eiskalt
und raubt der ganzen Sache den Spaß.
Die Kunst des Liebens muss der Wissenschaft des Erbenmachens weichen.
Kommt mir bitte nicht mehr mit Wissenschaft.
Kühler Saft. Gut.
Nimm deine verdammten Hände von meinen Eiern.
Ja, mein Herr.
Einhundert Stöße und dann Ejakulation.
-Ich zähle. -Ich kann selber zählen.
Habt Ihr 100 gesagt?
Eins, zwei...
Etwas Privatsphäre?
Sind die noch...
Danke.
Die Pflicht. Tut mir leid.
Ich hab mich verzählt.
Dreiundfünfzig.
Geht Ihr bitte weg?
Ich hab heute Morgen den ersten Star gesehen.
Wunderbar. Ich liebe Stare.
Kräftigere Stöße ab 70.
Es sind 73.
Neunzig, 91, 92, 93, 94,
95, 96, 97,
98, 99, 100.
Und eins.
-Ziemlich nah dran. -Wer will Wodka?
Katharina, Ihr solltet ruhig liegen bleiben.
Gut gemacht.
Wir gehen jetzt.
Ich lass das vielleicht mit der Wissenschaftssache.
Und das mit der Kunst.
Ich ändere mich auf andere Weise.
Wie du willst.
Aber warum?
Als ich im Sterben lag, schickte Gott mir Träume.
Wirklich?
Erzi meint, sie sollen mich gottesfürchtig machen.
Außerdem schmeckt alles nach Scheiße. Ist vielleicht ein Zeichen.
Arsen beeinflusst den Geschmackssinn. Vielleicht eine Folgeerscheinung.
Wirklich?
Wissenschaft.
Ich träumte einst, dass ein Pferd Beeren aus einem Goldhut fraß.
Goldhut. Beeren. Amüsant.
Ich glaube nicht, dass jeder Traum etwas bedeutet.
Woran dachtest du, als du im Sterben lagst?
An meine Eltern. Dass ich sie wiedersehen würde.
Und?
Ich hab mich vollgepinkelt.
Vielleicht wegen des Gifts. Schwer zu sagen.
Es war schrecklich.
Sie war grausam zu dir.
Sie dachte, ich sei nicht genug.
Das kannst du sein. Es ist deine Entscheidung.
Schlaf hier.
Natürlich.
Wie werden wohl unsere Kinder sein?
Klein.
In der Tat.
Ich will einen Agaven-Muffin. Willst du irgendwas?
Zitronen.
Er greift nach seiner Tasche!
Halt.
Meine Bibel. Ich will lesen, bevor ich sterbe.
Natürlich.
Töte ihn, verdammt noch mal! Töte ihn!
Wir müssen vernünftig und barmherzig sein.
Er stirbt.
Und du auch.
Töte ihn! Mach ihn fertig!
Töte ihn!
Du Mistkerl!
Mistkerl!
Scheiße. Oh Gott. Das ist der Rabe.
Es ist nur ein Vogel. Die fliegen manchmal rein.
Nicht nur ein Vogel. Das ist Gott.
Scheiße!
Nein, ich bin auf dem falschen Pfad. Mist.
Scheiße.
Soll ich ihn zum Patriarchen zurückbringen?
Was?
Ich sah ihn mit einem Vogelkäfig aus Euren Gemächern kommen.
Wichser!
Wichser.
Wirklich unfassbar. Ich habe dir vertraut.
Wovon redet Ihr?
Von dem Vogel.
Ich wollte Euch nur daran erinnern, dass Gott alles sieht.
Ihr wandelt auf dem falschen Pfad.
Uud zu Eurem Wohle und dem der Nation muss ich...
Im Nachhinein war meine Methode vielleicht töricht.
Ich trank Wein mit den Bischöfen und etwas ergriff mich.
Eine Idee, die ich von Gott glaubte, aber vielleicht lag es am Wein.
Fick dich. Fick Gott.
-Was ist das? -Das habe ich veranlasst.
An Eiern kann man nicht rumpfuschen.
Wir sehen ihm zu.
Sie werden frisch und heiß sein.
Wlad hat außerdem einen Trüffel ausgegraben.
Trüffelspäne auf Ei? Genial.
-Lizaweta? -Mein Herr?
Verpiss dich.
Souvenir.
Sein Kopf.
Danke.
Ihr musstet es tun und habt es getan.
Ein leckerer Trüffel, so erdig.
Als würde man den Herbst essen. Danke, verdammt.
Weißt du was?
Ich hab Männer getötet und Gott oder Erzi hatten nichts dagegen,
was ist also so schlimm an Seide und Gegenständen?
Scheiß drauf. Scheiß auf Gott. Mich austricksen. Wir tun es.
Hast du noch den Fallschirm?
Ich glaube, du hast recht.
Bringen wir Wissenschaftler aus Frankreich her,
die sich witzige Experimente ausdenken und neue Ideen.
Hussa. Gute Idee.
Tust du mir einen Gefallen?
Natürlich. Was du willst.
Marial. Meine Dienstmagd.
Ich weiß, wer sie ist.
Sie war einst eine Dame zu Hofe.
Ich möchte, dass sie das wieder wird.
Ihr Vater...
Was hat er getan?
So ein guter Tänzer, Breschnew. Und damit meine ich albern.
Danke, liebe Georgina, die Allerschönste am Hofe.
Breschnew, du bist wirklich witzig.
Breschnew muss daran teilhaben.
Begeben wir uns ins Bett?
Georgina?
Du kannst zusehen.
Setz dich und lerne was dazu.
Ich nehme aktiv am Leben teil.
Ich suche mir eine eigene Gespielin.
Sie war schon immer laut.
Also haltet Euch die Ohren zu.
-Mutter? -Oh Scheiße.
Runter von meiner Mutter.
Ist doch nur ein Jux.
Ach so. Verstehe.
Also, nein. Sonst alles. Scheiß auf ihn und deswegen auf sie.
Irgendwas muss ich für sie tun.
Du bist die Kaiserin.
Dir fällt schon was ein.
Tut mir leid.
Nur ein Hund.
-Miststück. -Aber Kaiserin.
Schön lächeln.
Blini.
Tut mir leid.
Er war unnachgiebig.
Ich konnte nur deinen...
Danke.
Du liebst den Hund wirklich.
Ja.
Der Rest wird schwerer, aber ich kann ihn beeinflussen.
Im Kern ist er weich und sorgenvoll.
Aber das ist die See, in die ich gestochen bin.
Ich segle mit ihm auf einen neuen Hof, eine neues Russland, zu.
Ohne Blutvergießen.
Ein Putsch der Ideen.
Also nur Flaschen?
Oder jeder andere Gegenstand, der leicht genug ist. Ich nehme Flaschen.
Seht zum Balkon. Die Demonstration beginnt.
-Hussa! -Hussa
Wie geht es deinem Kopf?
Nicht so gut.
Von außen sieht er gut aus.
Sehr nett.
-Tut mir leid. -Tut mir leid.
Die Zukunft wird rosig aussehen.
Ist das ein Hund?
Das ist Wissenschaft. Viel Spaß.
Hussa!
Ich hoffe, der Wind ist stark genug.
Wieso das?
Damit der Wind den Hund in der Luft hält.
Wenn nicht, ist das auch amüsant.
Die Zukunft ist rosig.
Hussa!
Hussa!
Untertitel von: Anja Graefe
Die geballte Macht der Kunst:
Wenn der Verstand lodert, wird das Herz bewegt.
Ideen entstehen und das Volk wird zu Kriegern.
Man kann den Kopf eines Menschen abhacken oder ändern, was in seinem Kopf ist.
Letzteres erschafft einen Krieger für deine Zwecke.
Ersteres erschafft...
einen Kopf, aus dem Blut spritzt.
Manchmal bin ich so klug, dass mir der Atem stockt.
Ach du Scheiße.
Das ist kühn und echt krass anzusehen.
Prometheus ist gefesselt und ein Adler frisst seine sich erneuernde Leber.
Wie hat der Idiot das verdient?
Er ist ein Revolutionär. Er schenkte den Menschen die Kunst.
Hab ich das nicht auch getan?
Dir ergeht es besser. Er hat auch Fehler gemacht.
Auf zum nächsten.
Ich finde die Idee der sich erneuernden Leber gut.
Eine spektakuläre neue Sammlung.
Sieh nur den Hof.
Klappt das auch wirklich? Ich sehe Leute weinen.
In der Tat. Vor Freude.
Vor Freude?
Weinen ist für traurige und ängstliche Leute.
Manchmal kann man so bewegt sein von dem, was man sieht,
dass einem die Augen vor Freude explodieren.
Erstaunlich.
Versammelt euch.
Auf diese Kunst, auf meine Gattin...
und auf den neuen Hof.
Danke für eure Geduld, während ich zu dem werde, der ich sein will.
Ich hoffe, bis zum Tagesende weint ihr alle.
Was hältst du von der Kunst?
Sie sieht gut aus.
Und sie ist sehr zufrieden mit sich.
Ich hab ihn noch nie so gesehen.
Er ist begeistert. Leidenschaftlich.
Dank dir.
Dank uns.
Wir verändern sie zusammen, vergiss das nicht.
Katharina, Woronski, ihr verpasst den Spaß.
Nehmt ein Glas und kommt her.
Danke.
Gemälde, verdammt nochmal.
Wer hätte das gedacht?
Ich bin momentan nicht der Liebling des Kaisers.
Du hast ihn verärgert.
Ich gewinne ihn zurück.
Du bist widerstandsfähig.
Was ist das für eine Abscheulichkeit?
Manchmal machen seltsame Dinge einen geil und das ist ok.
Gütiger Herr.
Ich bitte dich.
Als Kind überraschte ich dich
mit einer Pfauenfeder im Hintern, die dir Madame Swenska reingesteckt hatte.
Ich war jung. Gott hatte mich noch nicht gefunden.
Sie verändert hier alles.
Es sind doch nur Gemälde.
Kunst hat Macht, und sie weiß das.
Die Kirche erzählt damit seit Jahrhunderten Wahrheiten.
Neue Wahrheiten?
So was gibt es nicht.
Viel Glück mit dem Kaiser.
Ich hoffe, es wird nicht uner-pfau-lich.
Komm schon. War doch witzig.
Ich hörte von dem Soldat.
Alles in Ordnung?
Ich weiß nicht.
Es erschreckt mich, wie einfach es war.
Ich fühle mich nicht wie ich selbst.
Und doch noch nie so sehr wie ich selbst.
Ist beim ersten Mal oft so.
Dann hört es auf?
Dann lernt man, wie man es am besten betäubt.
-Whiskey oder Wodka? -Ich trinke nicht.
Ihr habt auch nicht getötet.
Wodka.
Prost.
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Die Epidemie der Freiheit
Das ist meine Idee. Aber zuerst einen verdienten Applaus.
Genial.
Es ist eine Ideen-Truhe.
Die Leute könnten Ideen haben, die sie teilen möchten.
Manchmal sind sie zu Recht beeindruckt von mir,
stottern und verbeugen sich aber nur.
Aber jetzt...
Sollen die Leute ihre Ideen aufschreiben?
Anonym?
Ihr wisst nicht, wer es ist?
Genial.
Die Truhe ist meine Idee. Die hatte noch niemand.
Vielleicht bin ich nicht Peter der Große.
Aber vielleicht Peter die Große Idee.
Herrlich!
Wieso ist das witzig?
Ich würde es gern wissen.
Bitte erleuchtet uns, Arkady.
Der Kaiser ist genial. Ich klatsche Beifall.
Du schleimst, Erzi.
Ja.
Weiter.
-Freust du dich auf Phase zwei? -Ja.
Du bist sexy, wenn du von Phasen redest.
Danke.
Ich bin nervös. Aber stell dir nur vor...
Du stellst es dir vor. Ich helfe dir nur.
Kaiserin, das sind Männersachen.
Dein Geschenk ist da und ich wollte es dir gleich geben.
Eine Feigenpresse.
-Eine Druckerpresse. -Eine Druckerpresse!
Aber die haben wir verboten. Oder?
-Ja. -Vor einer Weile.
Das wurde auch nicht geändert.
Ich gebe das Geschenk meinem lieben Gatten,
denn er druckt ein neues Russland von seinem Geist und wachsenden Herzen.
Sie wurden verboten, aber...
Bitte verweigere mir nicht meinen Wunsch, dich glücklich zu machen.
Damit befreien wir das Volk durch das Recht auf Redefreiheit.
Du könntest Rundbriefe schreiben. Ihnen von unseren Siegen erzählen.
Von denen es momentan keine gibt, du Fettarsch, Welementow.
Sie druckt nicht nur Worte. Auch Bilder.
Alles, was du willst.
Scheiße. Ein Bär mit Krone. Bin ich der Bär?
Das ist sehr gut.
-Grigor, sieh dir das an. -Das muss er nicht.
Wir können auch eins für ihn drucken. Für jeden.
In der Tat amüsant.
-Jedoch muss ich sagen... -Alle könnten
lachen und mich in Bärenform rühmen. Mehr Freude vom Kaiser.
Richtig.
Hussa, Gattin. Ich bin erfreut.
Hoffentlich presst die auch Feigen aus.
-Wenn man sie hier... -Verzeiht, Kaiser,
aber Druckerpressen waren schon immer der Kirche vorbehalten.
Das hat die Kaiserin vielleicht vergessen.
Erzi, du bist also vehement dagegen?
Ja. Das bin ich.
Sehr gut. Sie bleibt hier. Baut sie auf.
Trimm deinen Bart, Erzi.
Ihr nützt mir heute nichts. Alle raus.
Außer du, Gemahlin.
Das erfreut mich. Meine Truhe erfreut mich.
Kunst erfreut mich. Wissenschaft erfreut mich.
Du erfreust mich.
Erst heute Morgen dachte ich an die Zeit, als ich dich töten wollte.
-Hab ich dir das je gesagt? -Nein, aber ich hatte da so ein Gefühl.
Ein Unfall mit der Kutsche. Die Achse war schon angesägt.
Aber sieh uns jetzt an. Wir arbeiten zusammen.
In der Tat.
Du erschaffst ein neues Russland mit deinem Geist und deinem wachsenden Herzen.
Ein veränderter Mann.
Ich möchte dir auch ein Geschenk geben.
Wie aufregend. Wir sind ähnlich gesinnt.
Auf den Tisch und Kleid hoch.
Ach so. Dieses Geschenk.
Was machst...
Oh...
Hör auf!
Was?
Ich... weiß nicht.
Dieses Geräusch. Das hörte ich noch nicht. Gut oder schlecht?
Schlecht.
-Gut! -Na dann, hussa.
Hussa, verdammt!
Ich erzählte Tante Elisabeth, wie sehr du mir hilfst,
und sie zeigte mir einen Trick mit der Zunge, um mich zu bedanken.
Diese Woche läuft super mit uns.
Ja. Ich muss gehen.
Einen schönen Nachmittag.
Katharina, meine Liebe.
Es ist etwas geschehen.
Hat Peter Euch meinen Trick mit der Zunge gezeigt?
Woher wisst Ihr das?
Die Röte Eurer Wangen. Der leichte Schock in Euren Augen.
Ich weiß noch, als er zum ersten Mal an mir angewandt wurde.
Ich war vierzehn.
Mein Mathelehrer wollte mir die Addition beibringen.
Ich fühlte mich wunderbar danach.
Und hatte großen Respekt vor der Zahl dreiunddreißig.
Ich bin verwirrt.
Ich mag Peter sehr. Wir stehen uns näher denn je.
Aber Leo hat mein Herz.
Ich verstehe.
Er ist sanft, unglaublich charmant, und sein Schweiß duftet nach Pinien.
Aber wenn ich so viel Lust verspüre, mit Peter...
Eines sollte klar sein.
Wo das Herz liegt und wo die Leidenschaft, sind verschiedene Dinge.
Wirklich?
Wollte ich, könnte ich Euch jetzt zum Kommen bringen.
Soll ich?
Nein.
Ein großzügiges Angebot. Aber ich verstehe.
Was mit Peter geschah, war körperlich.
Leo ist der Richtige für mich.
Zum Glück ist das geklärt.
Esst ein paar Zuckerwürfel, um neue Kraft zu schöpfen.
Habt Ihr von der Presse gehört?
Wir erfüllen den Hof mit Philosophie, Poesie,
und den tollsten Ideen unserer liebsten Denker aus Europa
und sogar aus Amerika.
In Windeseile wird Russland ein Wunder
und ein Machtzentrum von Gedanken und Ideen
ohnegleichen auf der Welt sein.
Ihr seid wirklich spektakulär.
Ich möchte jedes Eurer Worte auf ein Kissen sticken.
Kaiser! Ein paar Dinge.
Mutig, Euch der Waffe zu nähern.
Ich komme nicht als fehlerhafter Mann, sondern als Patriarch,
Kopf Eurer 15.000 Kirchen und Stimme des Volkes.
Gute Neuigkeiten.
Als Patriarch habe ich den Zehnt verdoppelt, der an Euch geht.
Scheiße. Das ist viel Geld.
In der Tat.
Der Bund zwischen Kirche und Kaiser
ist das Gerüst, das unser sprödes Reich zusammenhält.
Ich weiß.
Du hast gelogen, das war das Problem.
Es tut mir leid.
Na gut. Hör auf zu heulen.
Nur bei Kunstwerken ist das ok.
Wir machen alle Fehler. Sind das regelmäßige Einkünfte?
-In der Tat. -Gut.
Noch eine Sache.
Der Rabe war meine Schuld.
Aber den Traum erschuf ich nicht.
Der kam von Gott.
Verpiss dich. Ich verzeihe dir.
Die Wissenschaft wartet.
Ein komischer Hund.
Ein halber Hund und der Rest ist Fell.
Er ist mehr als das.
Ihm ist egal, dass ich nach Pisse stinke und er küsst mich, wann ich will.
Das könnte ich auch.
Ich stinke auch nach Pisse, da fällt es nicht auf.
Hattest du je was mit einer Frau?
-Ja. Natürlich. -Nicht.
Nicht.
-Was... -All das freche Gerede.
Nicht schlecht.
Zieh dich aus.
-Was? -Scheiß drauf.
Die Kaiserin ist beim Essen. Es ist dein Glückstag.
Scheiße.
Was?
Dein Rücken.
Hast du ihn berührt?
-Nein. -Gut.
-Ich gehe nach unten und... -Nein.
Auf keinen Fall.
Komm mit.
In den Schrank mit dir. Schnell.
Mist.
Ihr braucht es nicht zu sagen. Ihr seid beeindruckt.
Eigentlich nicht.
Ein Beweis, dass er sich ändert.
Dass mein Putsch der Ideen klappt.
Putsch der Ideen?
So nenne ich es. Klingt gut, oder?
Ihr habt meine Strategie geklaut und ihr einen klugen Namen gegeben.
Ich sage also, dass Ihr recht hattet.
Helft mir. Zusammen ändern wir diesen Ort.
Als ihr mich batet, mitzumachen, saht ihr einen stärkeren Mann.
Jetzt bin ich stärker. Ich bin ein Bär.
Ich hab einen Soldaten getötet. Ich kann nicht zurück.
Ich verstehe.
Aber Orlo, die Druckerpresse. Kunst.
Meine Idee funktioniert und zwar noch besser mit dem stärkeren Orlo.
Die Maschine beweist nur, wie launisch Peter ist.
In einer Stunde will er vielleicht
Feuerwerke in sein Dessert stecken.
Dann sollten wir den Augenblick nutzen.
So viele Ideen wie möglich drucken und aussäen?
Seht sie Euch an, Orlo!
In der Tat.
Auf welche Idee konzentrieren wir uns zuerst?
Auf die riesige Rübe?
Auf Mikhails erotische Erzählungen eines Wachmanns?
Oder auf Bykows Stroganoff-Rezept?
-Es ist... ein Anfang. -Kaiserin.
Madame Swenska hat entdeckt, dass die Tinte
uns alle wie Dachse aussehen lassen kann.
Möchtet Ihr welche?
Nein. Vielleicht ein andermal.
Die Lungen.
Das menschliche Herz.
Das menschliche Herz mit Einschussloch.
Nun weiter zur Milz.
Gattin. Woronski. Gerade rechtzeitig.
Was ist hier los?
Ist 'ne Überraschung. Eine Wissenschaftsparty.
Die größten Genies der Gegend unterhalten uns. Kommt.
Das sind Dr. Smirnow und Nikolai.
Smirnow schockt die Leute gern. Wortwörtlich.
Ist mir eine Ehre, Kaiserin.
Er zeigt uns seinen elektrischen Jungen. Los.
Leg dich ins Zeug. Dreh den Strom auf.
Geht es ihm gut?
Ihm geht es blendend.
Ein menschlicher Magnet zu werden. Was für eine Ehre.
Tschechow da drüben zeigt menschliche Eingeweide.
Und Jahontow lässt dich auf eine Flamme furzen, die zündet.
Was ist? Es ist Wissenschaft. Ich dachte, das freut dich.
Das tut es. So sehr, dass ich keine Worte finde.
Hussa, Gatte.
Du hast meinen Rat befolgt und etwas wahrhaft... Erstaunliches getan.
Gut.
Wer will dem kleinen Nikolai noch einen Schock verpassen? Leo?
Das wäre schön. Aber ich hole Getränke.
Mach es trotzdem.
Kann ich zuerst über etwas mit dir reden?
Klar.
Was heute Morgen passiert ist,
das erzählen wir Leo besser nicht.
Es geht um den männlichen Stolz.
Er ist auf dem Gebiet nicht so bewandert und es könnte ihn verletzen.
Das hab ich mir gedacht.
Keine Sorge. Ich gehe das locker an, wie immer.
Ich muss dringend mit Euch reden.
Ich komme wieder.
Der Hodensack, seziert.
Madame Dymow!
Spektakulär, nicht? All die Veränderungen am Hofe.
Wir sind jetzt von Kultur erfüllt
und von witzigen Wörtern.
Euer neuer Platz zu Tische.
Eine Metapher dafür, wie es mit dem Kaiser läuft.
Wie kann man es noch kreativ ausdrücken?
Ihr seid ein Tablett mit altem Essen vor seiner Zimmertür.
Die Perücke, die ihre Form verloren hat und ersetzt wurde.
Und ihr seid zwei Miststücke.
Witzig. Das schreibe ich in mein Buch mit witzigen Sprüchen.
Guten Tag, die Damen.
Ich kenne sie nicht gut, aber sie machen mir Angst.
Sie sind harmlos. Ihnen gefällt der neue Peter.
Und Euch nicht?
Er scheint abgelenkt.
Wie wohl auch die Kaiserin.
Sie sieht eine Veränderung in ihm und macht das Beste draus.
Wenn auch oft mit zusammengebissenen Zähnen.
Leo. Ich hab dich gesucht.
Ich möchte dir was sagen.
Noch ein Experiment?
Ja. Ich machte heute Morgen ein Zungenspiel mit der Kaiserin.
Sie hat vielleicht geklatscht,
gestottert und sogar vor zügelloser Freude gesungen.
Ich hab sie geleckt.
Ich verstehe. Du bist sprachlos, nicht verständnislos.
Katharina hat mir von deinem Problem erzählt.
Sie wollte es nicht erwähnen.
Eines habe ich bei meinem Nahtod gelernt:
Wissen ist alles.
Du weißt, es ist möglich. Ich hab es getan und du kannst dazulernen.
Ja.
Hussa. Sehr nett.
Wir reden noch.
Ich könnte dir ein Diagramm drucken.
Die Kaiserin und zusammengebissene Zähne?
-Wo ist er? -Im Schrank. Ich hatte Panik.
Geht es dir gut, Wlad?
Ich hab die Pocken, also nicht so gut.
Kaiserin, es tut mir leid.
Es muss dir nicht leidtun.
Wir helfen dir, das zu überstehen.
Er hat Pusteln auf dem Rücken?
Und es sind die Pocken?
Meine Mutter starb daran. Die Pusteln werde ich nie vergessen.
Wie hast du sie gesehen?
Wir haben das Bett gemacht und sein Hemd ist von ihm abgefallen.
Seltsam.
Tschechow.
Kaiserin. Entschuldigt das Blut.
Mein Diener hat die Pocken. Er ist im Schrank.
Sehr gut. Wir tragen ihn einfach darin raus,
da es Holz ist und gut brennt.
-Was? -Unter den Dienern
ist die Krankheit ausgebrochen.
Es werden alle verbrannt. Deshalb hab ich ihn versteckt.
Wir verbrennen ihn nicht.
Danke!
Was ist mit behandeln?
Der Adel wird behandelt, aber die Diener...
Ich weiß, es ist schwer, gute Diener zu finden,
aber es gibt sie.
Nicht jeder stirbt an Pocken. Werden alle verbrannt?
Das ist Standartverfahren.
Es wird niemand verbrannt. Behandelt ihn.
Wir schieben den Schrank in das Zimmer und sperren ihn ein.
Kann alles aus einem Gewehr geschossen werden?
Mal sehen.
Und wenn es überlebt, ist das eine neue Art der Fortbewegung?
Hussa!
Entschuldige. Ich muss mit dir reden.
Die Dienerschaft hat die Pocken.
Keine Sorge.
Sie kommen in Quarantäne und werden verbrannt.
Es sterben nicht alle.
Gewöhnlich schon. Es ist ein großes Feuer.
Die Krankheit tötet nicht alle, meine ich.
Die Kaiserin hat eine neue Idee, mein Herr,
dass man die Dienerschaft wie den Adel behandelt.
Wieso denn das? Es ist schon riskant, den Adel zu behandeln.
Soweit ich weiß, ich die Krankheit fies.
In Sibirien sind tausende daran gestorben.
Wir müssen sie gründlich bekämpfen.
Wir können nicht einfach Väter, Mütter und Kinder lebendig verbrennen.
Doch. Sie sind schließlich Diener.
Es darf sich oben keine Epidemie ausbreiten, falls die Kaiserin das meint.
Und wenn wir draußen Zelte aufbauen, weit weg von hier?
Entweder man stirbt oder genest in wenigen Tagen.
Die Überlebenden würden uns ewige Liebe und Treue schwören.
Tatjana hat ganz recht. Das sind doch nur Diener.
Gutes Argument, Grigor.
-Es ist eine schlimme Krankheit. -Übel.
Sie ruinierte das Gesicht meiner Cousine.
Leute, haltet alle mal die Klappe.
Ich denke nach.
Gott.
Nein. Ich sage Nein.
Was?
Ich soll doch auf die Leute hören, und die mögen deine Idee nicht.
Kaiser, das ist eine sehr gute Entscheidung.
Ich plätte deine Visage in meiner Druckerpresse. Klappe.
Du kannst nicht einfach Menschen verbrennen.
Ich flehe dich an. Es muss eine bessere Lösung geben.
Es gibt keine. Es sei denn, du hast eine.
Was offenbar nicht der Fall ist.
Tut mir leid.
Orlo!
Ich bin betrunken.
Ihr trinkt doch gar nicht.
Die Dinge ändern sich, Kaiserin Katharina.
Wir entwickeln uns weiter.
Ich trank nichts. Jetzt trinke ich.
Ich tötete nicht. Jetzt töte ich.
Ich hatte keine Hoffnung.
Nein, das hat sich nicht geändert.
Orlo, Ihr müsst mir helfen.
Unten gehen die Pocken um.
Der Kaiser will alle Diener verbrennen.
Wir müssen ihn aufhalten.
Er hat schon so vielem zugestimmt.
Wenn ich ihn von einer Alternative überzeugen kann...
Variolation.
Variol-was?
Variolation.
Es hilft dem Körper, die Krankheit zu bekämpfen.
Angewandt in einigen asiatischen Ländern mit etwas Erfolg.
-Aber nicht hier. -Warum?
Die Kirche kontrolliert die Medizin,
genehmigt Heilmittel, lizenziert Ärzte, alles.
Und sie lehnt das ab.
Es ist zwar radikal,
aber Tausende sterben in den Regionen.
Helft mir.
Würde ich gern, aber mir ist schwindlig.
Mein Bett dreht sich.
Morgen früh helft Ihr mir.
Ich bin Euer Diener.
Ich hab die Kaiserin gerochen. Sie war hier.
Sie ging soeben.
Wieso mag sie Euch? Ihr seid eine Kakerlake.
Wir planten einen Putsch gegen Peter, und sie sollte die Macht übernehmen.
Witzig, wenn man drüber nachdenkt.
Das süße Mädchen, die Kaiserin von Russland.
Ich weiß, blöde Idee.
Zum Glück kam sie zur Vernunft.
Hast du mich angestarrt?
Nein, Madame.
Doch. Als würdest du mich wollen.
-Nein, ich... -Ich gehe weiter.
Denk nicht mal dran, mir zu folgen,
mich in den Salon zu zerren, auf den Tisch zu werfen
und mir das Hirn rauszuficken.
Herrgott, muss ich noch deutlicher werden?
Warte kurz.
Du bist so süß, wenn du schläfst.
Warst du schon immer.
Gott. Tu das nicht.
Komm mit.
Die waren heute Morgen überall.
Welementow. Ich. Katharina.
Das ist doch nur Spaß.
Ein Blatt mit dem Namen "Wer vögelt deine Frau" ist aufgetaucht,
und verursacht Furore.
Witzig.
Mag sein.
Tante, gerade du liebst doch Spaß. Ein wenig Chaos.
Bei einer Feier, ja. Aber nicht als Ton zu Hofe.
Ich bin ein neuartiger Herrscher. Ich erlaube gewisse Freiheiten.
Den Leuten gefällt das. Sie fühlen Dankbarkeit und Liebe.
Liebe? Sieh mal.
Guy wird vom Esel gefickt. Genial.
Das bist du.
So sehe ich nicht aus.
Du bist der Esel.
Oh ja. Witzig.
Ist doch nur Spaß.
Respektlosigkeit, Verachtung. Das ist nicht gut.
So sehen wir auch so was.
Und wissen, wie hoch die Unzufriedenheit ist
und ob es nur Spaß oder eine echte Gefahr ist.
Da hast du nicht Unrecht.
Hussa. Ich ruiniere uns also doch nicht.
Ich gestalte Russland nach meinem Vorbild.
Wenn nötig zeigen wir dem Hofe, wer das Sagen hat.
Nick.
Hussa.
Was ist mit all den roten Dingen?
Manche sagen, es hilft. Ich weiß nicht.
Nicht sehr beruhigend, Herr Doktor.
Sie ist gesund.
Das könnt Ihr mir auch sagen.
Du bist gesund.
Gut. Ich möchte Euch was fragen.
Es geht um Variolation. Dadurch kann der Körper sich wehren.
Theoretisch, ja. Wird ins Blut gespritzt.
Bei einer kleinen Menge verträgt der Körper das.
Aber Variolation ist instabil.
Es wird schwer, die Leute zu überzeugen.
-Aber sie könnte helfen? -Es gab schon Erfolg.
Gut. Sie entnehmen den Kranken Eiter
und wir gehen mit der Idee zum Patriarchen und zum Kaiser.
Noch mal von vorn. Ich kann den Kranken Eiter abnehmen,
aber meine Karriere wegen Eures Idealismus zu ruinieren,
begeistert mich nicht.
Kommt zu mir, falls das funktioniert.
Katharina? Kaiserin.
Diese Variolation...
-Wird sie mir helfen? -Ja.
Tut mir leid, Wlad.
Sie hilft nur Leuten, die noch nicht infiziert sind.
Aber keine Sorge. Tschechow sieht schon eine Besserung bei dir.
Deine Pusteln gehen zurück.
Bekommt jeder die Variolation, verschwindet die Krankheit.
Genau, was ich denke.
Du bist klug. Das mag ich am meisten an dir.
Und sein Aussehen.
In der Tat.
Darf ich eines Eurer Bücher darüber lesen?
Du solltest ruhen.
Es hilft mir beim Einschlafen.
Kaiserin?
Kann eine Königin nicht dem Anführer der Kirche seine Predigten schenken,
die für die Ewigkeit gedruckt wurden?
Das kann sie.
Aber ich fürchte, das tut Ihr nicht.
Also gut. Erwischt.
Ich hoffte, sie würden eine Art Symbol sein.
Dafür, wie neu und alt zusammenarbeiten.
Ich warte darauf,
dass Ihr etwas von mir wollt.
Wie klug. Dafür bewundere ich Euch.
Ich warte immer noch.
-Variolation. -Nein.
Ich war zuerst auch skeptisch.
Aber es ist erstaunlich. Und einfacher als Ihr denkt.
Ihr manipuliert vielleicht den Kaiser mit Eurer abartigen Presse,
aber ich entscheide in Sachen Medizin.
Reden wir weiter und hoffen wir, dass Ihr klug und vernünftig seid.
Weiß der Kaiser davon?
Noch nicht vollständig. Ich rede mit ihm.
Ich auch.
Am Hof herrscht Chaos. Eine gute Zeit, um zum alten System zurückzukehren.
Erzi?
Aus dem Weg.
Ihr geht nicht...
Arschloch.
Kann ich nicht mal in Ruhe frühstücken?
Nein. Ich muss mit dir reden.
Der Anführer Eurer Kirche musste soeben mit Eurer
irren Frau um die Wette laufen.
Wirklich? Wer hat gewonnen?
Ihr habt diesen Dreck gesehen.
Gib den Ärschen Freiheit und das ist der Lohn.
Es ist witzig und keine Bedrohung, aber trotzdem...
Das bin meist ich, der Frauen auf den Betten armer Diener fickt.
Ich verstehe nicht, was das soll. So was hab ich nie getan.
Ein Pferd fickt mich.
Wieso sollte er...
Ich wollte es ignorieren, aber Elisabeth sorgt sich
und deine Reaktion zeigt mir, dass wir den Urheber finden
sollten.
Wir sollten ihm die Kehle durchschneiden.
Ich will dich nicht so sehen.
Es ist ein ketzerisches Blatt in Umlauf, das die Selbstbefriedigung preist.
Ein Satanist hat meine Predigt gedruckt
und das Wort "Gott" durch das Wort "Schwanz" ersetzt.
Mehrere verlangen den Massenmord an Juden,
wie Luther, als die Deutschen die Druckerpresse erfanden.
Andere verlangen das Ende des Adels.
Holzblöcke, Tinte, und ein Albtraum entsteht.
Nein.
Wie witzig.
Genial. Das ist ok.
Ist es nicht.
Scheiße. Heute nervt jeder mit seiner eigenen Meinung.
Genau. Einst gab es nur eine Meinung, Eure.
Nur ein Gesetz, Eures.
Ihr habt zwei Viren erlaubt:
Freiheit, die Verführung durch Ideen und Bilder,
und Chaos am Hofe. Wie dieser Dreck vor Euch.
Redest du wirklich immer noch?
Ich übe mein Recht auf Freiheit aus. Hussa.
Die Pocken. Wir müssen drüber reden.
Ich esse Himbeeren. Müssen wir?
Variolation. Wir sollten das in Betracht ziehen.
Das tun wir auf keinen Fall.
Wir behandeln den Hof und müssen nicht alle Diener verbrennen.
Wenn wir unsere Leute, unseren Hof, retten können, warum dann nicht?
Gutes Argument.
Weil Gott seine Kreaturen tötet, wie er will.
Was ist dieses Variol-Ding?
Man entnimmt einem Opfer ein wenig Eiter und steckt sich selbst damit an.
Dein Blut erkennt die Krankheit und ist danach gegen sie resistent.
Man steckt sich mit den Pocken an? Das ist verrückt.
Sehr gut, Kaiser. Die Forschung zeigt, dass Menschen oft sterben
und Ausbrüche verursacht werden.
Es ist nicht perfekt, aber...
Wie will der Kaiser die Leute überzeugen, Pocken zu schlucken?
Und wenn sie sterben oder es einen Ausbruch gibt, was dann?
Wir müssen sie anführen.
Ich hatte eine Vision, Euch herzubringen, und fragte mich oft, warum.
Jetzt weiß ich es. Um einen Krieg anzuzetteln.
Eine süß riechende schöne Frau, die der Teufel ist und uns zerstören will.
Wir müssen auf Gott hören, uns aufrichten und Russland säubern.
Das ist doch total krank.
Ich rede nur von Wissenschaft.
Uns mit den Pocken anstecken ist nicht Wissenschaft.
Einen Hund vom Dach werfen schon.
Aber sie ist nicht der Teufel, Erzi. Beruhigt euch.
Hört zu.
Die Kirche unterstützt keinen Kaiser, der Gott den Rücken zuwendet,
denn er ist verloren, und Russland mit ihm.
Drohst du mir?
Tatsachen sind keine Drohungen. Es sind nur Tatsachen.
Hör nicht auf ihn. Du muss das tun.
Lass mich kurz in Ruhe.
Was hab ich gesagt? Raus!
Hallo. Ich komme auch rein.
Nein, ich...
Ich brauche Platz.
Ich hab mir beim Reiten einen Muskel gezerrt.
Was ist los?
Unser Status zu Hofe ist bedroht.
Er und ich sind uns näher denn je. Alles ist gut.
Was wäre, wenn er dich nie wieder vögelt?
Rede nicht so mit mir.
Du meinst, es sagen, wie es ist?
Ich habe ihn verloren. Er hat mich ewig nicht berührt.
Siehst du das nicht?
Du hast gewonnen.
Du meinst, wir haben gewonnen?
Ja. Ich meinte "wir".
Der Kaiser möchte Euch sehen.
Was hast du getan?
Seit ich dich zuletzt gesehen habe?
Erfahren, wie der Kaiser dich befriedigt hat.
Ich war wütend, eifersüchtig, betrank mich,
hab Zeichnungen im Palast verteilt,
bin hergekommen, eingeschlafen, aufgewacht
und bereue es nun, bin aber zufrieden.
Und du?
Ich möchte etwas Großes bewirken. Das weißt du.
Und deine Zeichnungen helfen nicht.
Bist du gekommen?
Ja!
Gut, denn sonst wäre meine Reaktion völlig überdreht gewesen.
Aber so ist sie ok.
Würde Marial dir einen blasen, würdest du ungerührt bleiben?
Wahrscheinlich nicht.
Habe ich eine Wahl, ob ich in sein Bett will?
Nein. So ist unser Leben.
Du stehst ihm näher. Das hat mir zugesetzt.
Ich liebe dich!
Du verfickter Idiot!
Wie nett von dir. Zumindest der erste Teil.
Fick dich.
Fick dich!
Ich vermisse dich. Das musst du wissen.
Zum Wohle aller.
Ich weiß, ich denke dran.
Du hast gezeichnet, wie ein Pferd mich fickt.
Es schien etwas harsch.
Ich hab dabei ziemlich getrunken. Tut mir leid.
Niemand wird sich erinnern.
Ich möchte nur Russland in der einen und dich in der anderen Hand halten.
Du hast mich.
Ich fürchte, Russland entgleitet mir.
Wohin gehst du?
Meine Pusteln sind flach. Ich habe die Blattern.
Laut Buch ist diese Art tödlich.
Ich...
Daran litt auch meine Mutter.
Es ist nur ein Buch. Es kennt dich nicht. Du bist stark.
Ich gehe. Das ist am sichersten für dich.
-Wlad... -Vorsicht. Nicht.
Danke, dass du mich geküsst hast.
Gerade noch rechtzeitig.
Was...
Was ist passiert?
Meine lieben Freunde.
-Alles in Ordnung? -Kommt rein.
Heute will jeder was von mir.
Ich will euch. Ihr wollt nichts von mir.
-Zu Euren Diensten. -Rat, Kameradschaft,
-bekommt Ihr von mir. -Und von mir.
Seit unserer Kindheit. Ein unerschütterlicher Bund.
Trink. Georgina, leg dich auf mich.
Ich hab dich ewig nicht gerochen. Jetzt bin ich steif.
Was ist das Problem?
Ich gebe den Leuten Kunst, Wissenschaft, Freiheiten. Alle waren glücklich.
Und jetzt tauchen die Zeichnungen und die Pocken auf,
was laut Erzi Gottes Zeichen des Verderbens ist.
Und Katharina will, dass ich die Variolation erlaube.
Was ist das?
Als tränke man Wodka, kriegte einen Kater
und könnte dann unendlich viel trinken.
Darf ich ehrlich sein?
Wenn du deinen Hintern auf meinen steifen Schwanz setzt.
Das klingt lächerlich.
Das dachte ich auch.
Stecke dich mit den Pocken an, um sie zu vermeiden.
Aber sie ist klug.
Nicht klüger als Ihr, und eine Außenseiterin.
Aber die Medizin macht Fortschritte.
Und die Kirche lässt uns lieber auf heilige Art sterben,
was doch echt beschissen ist.
Du willst also Pockeneiter im Mund?
Hussa. Gutes Argument. Das will doch eh keiner.
Ich hab das angeordnet. Mal sehen, was die Leute denken.
Wir sollen Pferde auf dem Gang reiten. Genial.
Was ist das?
Nichts.
Lies es vor.
"Töte dich."
-"Töte dich." -"Schluss mit Krieg."
"Verbrenn die Diener." "Verbrenn die Diener."
"Töte dich."
Ich ficke einen Esel. Ein Esel fickt mich.
Herrgott! Die Arschlöcher. Undankbare Wichser.
Wir waren alle so glücklich,
bevor Katharina all diese Veränderungen bewirkte.
Ich meine ja nur.
Ich wollte mich verändern.
Und das habt Ihr.
Ihr seid ein Herrscher, der Neues zum Wohl der Leute ausprobiert,
der Mut zum Experimentieren hat.
Und funktioniert es nicht,
habt Ihr den Mut, das zuzugeben
und alles rückgängig zu machen.
Ihr dürft nicht hier sein.
Und ohne Maske.
Ein Freund von mir ist hier.
Die Toten sind dort rechts. Wenn er noch lebt,
sitzt er vielleicht dort drüben.
Ich entnehme Eiter für Euch.
Ja.
Wlad!
Er ging erst vor wenigen Stunden.
Geht weg von ihm, Kaiserin.
Ihr habt recht. Ich war töricht, rüpelhaft.
Ich habe über die Variolation geschrieben.
Wir drucken es und verbreiten es am Hof.
Geht es Euch gut?
Nein.
Er versammelt alle. Warum habt Ihr ein Messer?
Ich schneide was ab.
Was machst du?
Ich habe dich gesucht.
Wir müssen reden, bevor ich Neuigkeiten verkünde.
Was?
Verpiss dich, Orlo.
Es tut mir leid.
Wir hatten Spaß am Hof mit den Experimenten.
Ein paar Dinge. Die Presse ist außer Kontrolle,
also wird ab jetzt alles offiziell genehmigt.
Von Erzi, Orlo, Arkady.
Und leider
ist die Variolation lächerlich und keiner macht das.
Wieso hast du ein Messer?
Du darfst nicht nachgeben.
Du kommst gegen sie an. Ich weiß, ein Teil von dir will das.
Ich weiß, es ist enttäuschend,
aber ich muss zwischen meiner Frau und Gott wählen.
Ich wähle Gott.
Das ist nicht Frankreich oder Deutschland.
Russland funktioniert auf eine bestimmte Art.
Ich weiß, die Pocken sind gefürchtet.
Was machst du?
Ich bekam den Eiter soeben von Tschechow.
Was?
Wir können es aufhalten.
Wenn wir ein klein wenig davon in den Blutkreislauf geben,
lernt unser Körper, zu widerstehen.
-Nein, das ist nicht... -Es wird uns nicht töten.
Es ist wie mit der Freiheit.
Ein kleines bisschen davon ist nicht gefährlich.
Wir sind kluge Menschen.
Wir sind aufregende Menschen.
Wir sind interessierte Menschen.
Komm da runter und sei still.
Die Druckerpresse hat uns befreit. Oder nicht?
Obwohl freie Worte und Gedanken wehtun können,
war es aufregend.
Was wird das?
Was tust du da?
Hör auf! Was macht sie da?
Wer macht mit, unser Land voranzubringen?
Hast du dich mit Pocken angesteckt?
-Du Idiotin! -Die Angst...
-Wieso tust du das? -...hält uns zurück!
Wachen, helft ihr. Sperrt sie in ihren Gemächern ein.
Herrgott.
Ich fühle mich gut. Ihr könnt gehen.
Berichtet mir Veränderungen.
Mein Herz ist gebrochen.
Ich meinte Fieber oder Ausschlag.
Mir geht es gut.
Wollt Ihr dort stehen bleiben?
Das ist wohl am besten.
Fick mich. Fick mich!
-Gott, das hab ich vermisst. -Fester.
Marial?
Geht es Euch gut?
Mir geht es gut. Du kommst als nächstes dran.
Es ist verboten.
Der letzte gedruckte Erlass.
Ich sah Wlad.
Geht es ihm gut?
Untertitel von: Anja Graefe
Guter Weizenertrag im Kaukasus dieses Jahr.
Macht Euch das ganze Lernen langweilig?
Wenn ich an die Macht komme,
werde ich dieses Land in- und auswendig kennen.
Ich denke, das ist gut.
Tür.
-Ehemann. -Du warst nicht beim Frühstück.
Stimmt.
Ich habe was für dich.
Wohl der größte Diamant der Welt, mit interessanter Geschichte.
42 Menschen starben beim Ausgraben
und dem Transport aus Sibirien.
Aus Sibirien?
Eine riesige russische Provinz in Nordasien.
Sie besteht aus Tundra und Nadelwald und ist für eisige Winter bekannt,
ist aber Russlands Tor zum Pazifik
und wichtig für die Verbindung nach Amerika.
Genau.
Hübsch, nicht wahr?
-Danke? -Wofür?
Das solltest du jetzt sagen.
Ärgerlich, dass ich dir das sagen muss, bestätigt aber meine Vermutung.
Du bist noch sauer wegen den Knechten.
Ich war dagegen. Mehr nicht.
Du hast öffentlich widersprochen
und dich mit Eiter besudelt. Das darf nie mehr passieren.
Aber ich will nicht streiten, sondern hören,
dass du falsch lagst und dass der Diamant schön ist,
-und es hinter uns lassen. -Er ist schön. Danke.
Öffentlich bleiben wir einig.
Hussa. Soll ich deine Muschi lecken?
Ich... habe Blut.
Mag ich an Wurst, nicht an Muschi.
Ein anderes Mal.
Wo ist dieser junge Knecht?
Der Fallschirmjunge.
Von dir verbrannt.
Ach ja. Ich muss los.
Tür!
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Fleischbällchen in der Datscha
-Hey. -Guten Tag, mein Herr.
Ihr lauft?
Sieben Meilen im schönen Wald.
Nun geht es mir besser.
Es ging Euch nicht gut?
Ein wenig Trübsal.
Tschechow meint, es sei gelbe Galle,
die ich ausschwitzen und -bluten soll. Apropos.
Meine Gefühle sind durcheinander.
Trübsal, Wut, Übermut, alles auf einmal.
Hier draußen geht es mir besser.
Der Palast ist riesig, aber doch irgendwie beengt.
Man meint, die Mauern würden nach einem greifen.
Oft denke ich, dass die Wachen an den Türen tot sind.
Genau. Lustig. Lasst Ihr Euch einen Bart wachsen?
Vergaß, mich zu rasieren.
Bester Freund des Kaisers zu sein, hat Vorzüge.
Stimmt.
Ich habe ein prächtiges Anwesen, Weinberge, Kutschen.
Und ich liebe ihn.
Das ist der größte Vorzug, meine Liebe zu ihm.
Und ihr.
Alles in Ordnung?
Staubsturm.
Was?
Als Kind. Habe das Sandkorn nie rausgekriegt.
Seht.
Wow. Das ist...
Scheiße.
Ihr habt recht, die Bäume sind beruhigend.
Wir greifen in einer Woche an, bei Vollmond,
mit dem Segen des Kaisers.
Gewinnen wir?
Ich erhielt heute eine Nachricht.
Der schwedische Botschafter möchte heute Abend kommen.
Wir sollen für den Feind eine Party schmeißen?
Fragen wir uns, warum er reden will.
Es ist ein Zeichen.
Ich habe sie in der Mangel.
Oh Gott, Fettsack. So kämpfst du also?
-Lauf. -Was?
Lauf, verdammt.
Lauf.
Die Kirche hat so viel Geld in den Krieg gegen diese Lutheraner gesteckt,
und wird das auch weiterhin tun,
aber dass Welementow nicht so recht siegen kann...
Ich kann siegen!
Ich bewundere Glauben, und der Eure ist sehr bewegend,
aber er wirkt eher wie ein Wahn.
Genau. Orlo?
Ich bin unentschieden.
War klar, Schlappschwanz.
Wir machen das so:
Wir schneiden seinen Kopf ab, füllen ihn mit Fleischklößchen
und schicken ihn zurück.
Mir gefällt das, verdammt.
Ein äußerst elegantes und geistreiches "fickt euch".
Hussa.
Ich bin mir nicht sicher.
Den Feind zu reizen und sein Nationalgericht zu verspotten...
Welementow, Klappe!
Du planst das mit Tataren-Nick.
Es amüsiert den Hof und in den Dörfern redet man darüber.
Hallo. Ich habe etwas Weizen mitgebracht.
Wozu?
Im Ernst?
Ein eindeutiger Schwangerschaftstest.
Der Weizen blüht quasi sofort auf.
Ich hoffe, Ihr seid nicht unfruchtbar. Das wäre nicht gut.
Klingt unheimlich.
Gar nicht. Dumm von mir, das zu sagen.
Ich werde jeden Tag Weizen bringen,
und bald wird Eure Pisse von einem Baby zeugen.
Ich spüre Eure Fruchtbarkeit.
Die Schlacht von Wladiwostok.
Was?
Von der Schlacht erzählte mein Vater. Ein berühmter Sieg.
Der erste unter Eurer Führung.
Er sagte, Ihr wart ein Genie.
Ist lange her.
Glaubt Ihr an Schicksal? Bestimmung?
Wenn man jung ist, nennt man Hoffnung Bestimmung.
Ist man alt, wird sie zum Schicksal.
Ich möchte Euch etwas zeigen.
Seht Euch meinen Schenkel an.
Tue ich.
Und wie ich das tue.
Dieses Muttermal erschien auf meiner Haut.
Erkennt Ihr die Form?
Ich habe mit vielen Gefühlen zu kämpfen.
Der Geruch von Jasmin schwebt mir vor,
also ist das Fokussieren etwas...
Die Form. Denkt an eine Karte.
Es...
Es ist...
Es ist Russland.
Ja.
Es erschien einfach.
Das muss etwas bedeuten. Meint Ihr nicht?
Es ist seltsam.
Schicksale und Bestimmung, danach fühlt es sich an.
Im Herzen bin ich Russin.
Ich möchte uns helfen.
Vielleicht könnt Ihr mir helfen.
Wie?
Planen wir.
Das ist verdammt dumm.
Planen wir.
Was ist?
Der Kaiser will den schwedischen Botschafter köpfen,
beim Bankett, seinen Schädel mit Fleischklößchen füllen,
und ihn nach Schweden schicken.
Das ist irre.
Ich bin kein Freund der Schweden,
aber das macht sie entschlossener und unnachgiebiger.
Ich sehe mir Eure...
Eure...
Karte später noch genauer an.
Ergründet eher deren Bedeutung.
Ja, genau.
Wir reden noch weiter.
Der Kaiser kommt, sie setzen sich, Ihr haltet ihn, ich schneide.
Meine Güte.
Ich liebe diesen Chor.
Der Tschernobyler Mädchenchor ist unser bester.
Sie strahlen.
Danke für den Diamanten. Er ist in meiner Tasche.
Gefällt er dir?
Ich habe ihn den ganzen Tag bewundert.
Ihn, dich.
Danke.
Das wird ein toller Abend.
Man munkelt, du willst den Botschafter köpfen
und mit Klößen ausstopfen.
Das sollte eine Überraschung werden.
Viele werden es nicht wissen.
Ein brillanter Scherz.
Und sicher wirst du seine Augenhöhlen mit Preiselbeergelee füllen.
Mit Garnierung? Brillant.
Die Schweden kommen zu dir.
Das zeigt dem Hof, dass du stark bist und sie schwach sind.
Genau.
Wenn du jetzt Frieden aushandelst, trägst du den Sieg davon
und alle werden erleichtert und beeindruckt sein.
Beeindruckt? Das klingt gut.
Keine Waisenkinder mehr. Freude überall.
Genau. Und du?
Ich wäre auch beeindruckt.
Nein!
Ich meine, nein...
...zu Pommes Dauphine zur Gans.
Bratet die Kartoffeln bitte an.
Botschafter, wir müssen reden. Ich hörte, der König will ein Treffen.
-Ja. -Es gibt viel zu besprechen.
Geht es dir gut? Du warst nicht beim Essen.
Ich dachte, man vermisst mich nicht, und hatte zu tun.
Du schmeckst nach...
Pflaumen.
Pflaumenwodka. Selbstgemacht.
Köstlich.
Erzählen wir einander vom heutigen Tag.
Ich war auf Bezarows Hochzeit.
Zum Scheitern verurteilt, aber daher umso süßer.
Wir machten eine Wodka-Probe.
Dann lief ich viermal um den Hof.
Grigor hat einen Vogel erschossen und wirkt seltsam.
Und du?
Nur Pflichten.
Faszinierend.
Überfrachte mich nicht mit Details.
Es ist zu langweilig.
Was macht die Galle?
Ich habe sie ausgeschwitzt und -geblutet.
Geht es dir gut?
Ja, und dir?
Stirbt dein Baum?
Ein wenig, glaube ich.
Geburtstagstorte für Tatjana.
Und ein Prosit. Hussa.
Hussa.
Danke, Kaiser.
Seht, was Arkady mir gekauft hat.
Wunderschön.
Genau wie du.
Zwar nicht mein Blutdiamant, aber auf bürgerliche Weise schön.
-Habe ich dich je gefickt, Tatjana? -Als wir jung waren.
Arkady, ich muss deine Frau mal ficken.
Dann muss ich Euer Herz rausschneiden.
Ihr trefft also den König und beendet den Krieg.
Wie großartig.
Sie werden kapitulieren, und er wird sicher weinen.
Ich habe ein Geschenk.
Für mich?
Für den Kaiser.
Hussa, Grigor. Gib her.
Kapier ich nicht.
Es ist Euer Vogel. Der Erstaunliche.
-Der aus dem Vogelbad? -Genau der.
Ich sah ihn und dachte, Ihr solltet ihn haben.
Das ist kein Witz, Arkady.
Ach... na ja, bravo.
Voll Blei ist er nicht mehr so lebhaft.
Ich stelle ihn mir im Frühstücksraum vor, neben dem Schwein,
oder gegrillt mit etwas Salz und Pfeffer.
Hussa, alter Freund. Schräg, aber es kommt von Herzen.
Ich bin müde. Ich gehe schlafen, während Ihr mit Georgina in die Nacht reitet.
Alles in Ordnung?
Alles super.
Bis morgen.
Zu wenig Fleisch zum Grillen.
Suppe?
Sollen wir im Wald frühstücken?
Vielleicht laufen wir etwas. Das ist berauschend.
Leider muss ich mit zu den Friedensgesprächen.
Wir verhandeln auf einer Datscha mit dem schwedischen Königspaar.
Klingt toll.
Du könntest ja mitkommen.
Ich rede mit ihm.
Nein, das klingt ernst. Davon halte ich mich fern.
Viel Spaß. Ich muss laufen.
Mach mir nichts vor.
Natürlich nicht.
Wir sind einander fremd.
Liegt wohl an mir.
Gallenstau,
ein Gefühl der Beengung.
-Leo? -Ja?
Ich liebe dich.
Und ich dich auch.
Und das wird immer so sein.
Er war die ganze Nacht hier.
-Ihr habt ihn da, wo Ihr ihn wollt. -So doch nicht.
Ich will ihn mit Schicksal und Bestimmung blenden
und mit meinem Wissen.
Klingt öde.
Steckt den Diamanten in Eure Muschi und spreizt die Beine.
Das wird ihn richtig blenden.
Marial, ich ficke ihn nicht, um Unterstützung zu kriegen.
Es ist neun Uhr.
Um 9:15 Uhr hättet Ihr Welementow und das Militär,
wenn auch gebadet in Trinkerschweiß.
Nein.
Könnte auch schneller gehen. 9:05 Uhr, samt Vorspiel.
Wir baden Euch umgehend.
Das klappt nicht ohne Opfer.
Und was ist mit Leo?
Er wird nichts erfahren und profitiert davon.
Was opferst du dem Umsturz?
Meine Ungeduld, die zerfrisst mich nämlich,
genau wie meine Stellung.
Lass ihn schlafen.
In gewisser Weise ist Frieden schlecht für uns.
Der macht Peter populärer und schwerer zu verdrängen.
Das habe ich dann wohl überhört.
Das ist die ungeschminkte politische Realität.
Wir spielen auf lange Sicht.
Ich bin da, um Welementows Unterstützung zu gewinnen.
Noch etwas: Ich muss Leo von dem Umsturz erzählen.
-Was? -Er ist kein Spion, Orlo.
Er ist zu hübsch. Das sagte ich doch schon.
Und zu nett.
Der perfekte Spion ist hässlich und ohne Charme.
Es treibt einen Keil zwischen uns.
-Nein. -Orlo, Ihr...
Ihr leistetet einen Blutschwur, wie ich.
Ich musste mich schneiden. Das tat sehr weh.
Dazu verpflichte ich Euch.
-Er leidet. -Das Opfer müsst Ihr bringen.
Ist er kein Spion, wird seine Geduld belohnt,
und wenn doch, trägt sie dazu bei,
dass Ihr irgendwann nachgebt.
Möglicherweise jetzt.
Ich liebe ihn.
Er machte mir neulich einen Blumenstrauß.
Für mein Gemach. Das war süß.
-Weiber. -Soll ich ihn schlagen oder Ihr?
Gehen wir.
Nein, nein.
Versprecht, ihm nichts zu sagen.
Habe ich, tue ich. Los jetzt.
Du? Wo ist die Kaiserin?
Ich fahre mit Euch.
Aus Sicherheitsgründen.
Ach ja? Wie nervig.
Ich kam, um Euch zu besuchen.
Wirklich? Wie nett.
Ich wurde durch Lesen verhindert.
7.000 Eurer Männer umstellen Hanko.
Es ist ein wichtiger Seehandelshafen.
Die Schweden dürfen ihn nicht verlieren, aber für uns wäre er ein Segen.
Der Karte nach
wären eine Kombination aus Infanterie und rollenden Kanonen von der linken Front
das Beste für einen Vorstoß.
Wie sich Euer Mund bewegt, so seidig und vorlaut.
Redet weiter.
Nervig?
Ungemein.
Sehr gut. Jetzt der Handschlag.
Scheiße! Aua.
König von Schweden, Ihr sind kleiner als angenommen,
aber es ist mir eine Freude.
Wir haben zu viel Blut vergossen und nicht genug Wein.
Korrigieren wir das.
Scheiße, das ist ziemlich gut.
Ist von Arkady.
Er ist fruchtbar, auch mit Worten.
Die Gefahr ist, dass die Schweden wieder in den Marktbereich einfallen,
wo sie schwer zu vertreiben wären.
Also wäre es sinnvoll, sie irgendwie herauszulocken,
mit einer Art Finte.
-Ein schwacher Frontalangriff... -Euer Haar...
...der sie an einen bestimmten Ort lockt.
...die Sonne tanzt damit wie Nymphen...
Wenn wir gewinnen wollen, müsst Ihr die nötige Unterstützung haben,
und ich frage mich, ob Ihr die bekommt,
wenn dies über den Winter geht...
-Eure Augen... -Was ist damit?
Teiche so tief, dass man darin ertrinken könnte.
-Aber zufrieden. -Hört auf!
Ich bin keine Jasminblüte mit Teich-Augen, du fetter Arsch.
Euer Feuer, Euer Wangenrot und...
Ich bin furchterregend.
Wir haben angehalten.
Ein Hinterhalt? Schütze mich mit deinem Körper.
-Ich ertrug es nicht, ohne dich zu sein. -Natürlich nicht.
Kriegst du jemals eine Frau, schenk ihr einen Diamanten. Das ist alles.
Verpiss dich jetzt.
Was ist deine Strategie?
Da ist er ja. Hussa.
-Also, König von... -Komm her.
Hallo.
Und Kaiserin Katharina, strahlend wie die verfickte Sonne.
König Hugo. Königin Agnes.
Wir sahen gerade Fische aus dem Wasser springen.
Verdammte springende Fische.
Schießen wir mit Pistolen auf sie.
Brillant.
Wir haben noch keinen Drink. Wo kriegen zwei Könige hier was zu trinken?
Zu viel Blut wurde vergossen.
-Kippen wir etwas Wein. -Hussa.
Du hast doch hoffentlich echten russischen Wodka dabei.
Sicher. Wenn nicht, trinken wir General Welementows alkoholgetränktes Blut.
Danach essen wir General Ekbergs Leber,
die ist wie feinste Foie gras.
-Ich liebe Foie gras. -Ich auch!
Das ist super.
Fisch!
Ich bewundere Euer Land sehr.
Ach wirklich?
Ihr habt Buchdruck, gute Bildung
und ein Stück Demokratie.
Ja, alles das Werk meines brillanten Mannes.
Ich hoffe, wir lernen von Euch.
Ach, wie nett.
Seid vorsichtig.
Es hat Gutes und auch Schreckliches entfesselt.
Die ganze Beschissenheit und den Hass der Menschen.
Verstehe.
Vermutlich sind sie hinter uns her, werden uns töten und das Land übernehmen.
Nur, weil mein blöder Ehemann ihnen Wissen gab,
ein Mittel, um Widerspruch zu verbreiten
und die Hebel der Macht zu betätigen.
Guter Schuss!
Scheiße!
Genau.
Hoffentlich legen wir den Krieg bei.
Das wird die Lage beruhigen.
Oh, Scheiße.
Euer Gatte ist sehr gutaussehend.
Vielen Dank.
Dürfte ich wohl...?
Ihr meint...?
Viele Wege zum Frieden für ein Land und eine Frau.
Auf den Mund geschlagen?
Er sagte, ich hätte Augen wie Teiche.
Nun, das klingt eher höflich
als eine Aufforderung zur Gewaltanwendung.
Eine Frau würde das verstehen.
Ach so. Und?
Also versuche ich es noch einmal.
Ohne ihm auf den Mund zu schlagen? Ein Anführer hat Selbstbeherrschung.
Ich führe an,
Ihr erledigt den Papierkram.
Das ist unangebracht.
Ihr habt schöne Lippen.
So voll.
Wovon redet Ihr?
Und schöne Hände.
Bleibt ernst.
Ich sehe, was los ist.
Mit Euren hübschen, Amethyst-Augen?
Ich hasse die erste Parade der neuen Rekruten.
Schrecklich.
Ihre strahlenden Gesichter, voller Träume der Zukunft.
Beim Salutieren sehe ich Gesichtsfetzen, gebrochene Schädel und blutende Bäuche,
den schockierten Blick, wenn sie an die Front kommen,
diesen "Oh Scheiße"-Moment.
Nun, da wir einander deprimiert haben, gehe ich.
Prost.
Ich überlege mir noch, wie ich Euch in Hanko vernichte.
Und ich, wie ich Euch in Kyrol vernichte.
Schlaft gut.
Niemals.
Guten Abend, General.
-Kaiserin. -Bleibt sitzen.
Der Schlag tut mir leid.
-Ich will mich vertragen. -Keine Entschuldigung nötig.
Zu scheitern ist für mich inzwischen die Regel.
Ich...
Ich begrabe den Gedanken, mit Euch zu liegen.
Vielleicht habe ich eine neue Vision für Euch.
Orlo scherzte offenbar mit Euch, dass wir einen Putsch planen.
Ja, sehr lustig.
Und wenn es kein Scherz war?
Wenn es ernst wäre?
Würdet Ihr ein gefährliches Spiel spielen. Und wohl ein vergebliches.
-Ihr seid... -Sagt Ihr hübsch, schlage ich wieder zu.
Keine Anführerin. Ich sah es, als Peter vergiftet wurde.
Eure Knie wurden weich wie auf hoher See.
Das... stimmt,
aber ich bin anders.
Alles könnte besser sein.
Ihr könntet besser sein.
Ihr könntet den Krieg gewinnen. Ich weiß es. Ich sehe es in Euch.
Dann ist das ein blasser Schimmer meiner selbst.
Mein Begehren ist in gewisser Weise nicht nach Euch.
Es ist nach Eurer Jugend, Eurer Hoffnung,
Eurer Lebhaftigkeit.
In mir finde ich das nicht mehr.
Ich denke, Ihr könnt das wiederfinden.
Weil Ihr eine wahnhafte Optimistin seid. Das haben wir gemeinsam.
Aber Ihr seid keine Anführerin,
also lasst es und bleibt am Leben.
Jeder am Hof könnte sich gegen Euch wenden.
Sogar ich.
Würdet Ihr nicht.
Das ist es ja...
Ihr wisst das nicht.
Kaiserin.
Was machst du da?
Ich habe 104 Melonen beordert. Als Peters bester Freund kann ich das.
104 Melonen? Wozu?
-Ich mag sie. Sie stehen mir zu. -Du hast dich noch nicht rasierst.
-Nein. -Musst du aber.
Ich weiß!
Ich gehe nun im Wald laufen.
-Ich könnte gelbe Galle haben, oder grüne. -Geht es dir gut?
Ich sagte es doch gerade, also tut es das nicht.
-Tut mir leid. -Warum hörst du nicht zu?
Tue ich.
Ich sorge mich um dich.
-Der Vogel, der Bart. -Der Vogel war ein Geschenk.
Es kam doch gut an.
Mir geht es gut. Ich gehe einfach laufen.
Grigor.
Tut mir leid, dass ich nicht zugehört habe.
Schon in Ordnung.
Streich es aus deinem schönen Kopf.
Aufs Bett.
Sardellen, Brot und Butter, verdammt geil.
Träumst du je, dass niemand auf dich hört?
Du gehst durch die Orte und niemand hört auf dich?
Nie. Klingt gruselig.
Verdammt richtig.
Wie ist es, jetzt da dein Vater nicht mehr da ist, so ganz allein?
Nun, ich...
Für mich ist es schwer, obwohl es schon zehn Jahre her ist.
Ehrlich gesagt war er besser als ich.
Die Leute vergleichen uns immer noch ständig.
Das ist, wovon ich träume.
Ich gehe neben ihm und keiner sieht mich.
Dann dreht er sich um und sieht mich auch nicht.
Mein Vater war nicht mal so groß wie deiner. Keine Ahnung, wie du das machst.
Peter der Große, verdammt.
Zumindest war mein Vater "Olaf der Passable".
Ja.
Es ist eine Last. Wie der Krieg.
Ich wollte nur mit einem Sieg auf den Thron steigen,
doch jetzt bekriegen wir uns seit Jahren.
Ich weiß. Wir müssen aus der Scheiße raus, nicht?
Und Wein, Essen und Muschis genießen.
Nett, mit einem König zu reden. Hussa.
Werfen wir die Generäle in den See.
Wir hatten die Druckerpresse kurzzeitig eingeführt.
-Ich weiß. -Ach ja?
Ihr habt ein Pferd gefickt.
Was? Das habe ich nicht.
Das ist egal.
Die Leute glauben es.
Wir haben festgestellt, dass die erste Lüge siegt.
Ich mag Euch.
Hugo ist eine Wonne,
und Agnes sollte ich mal ficken.
Ein faszinierendes Paar.
Unsere ersten königlichen Freunde.
Er versteht mich vollkommen.
Ich denke, du kannst das beenden... und ein Held für unser Volk sein.
Denkst du an deinen Vater?
Das Ende deines ersten Krieges und er ist nicht dabei.
Ja. Woher wusstest du das?
Du bist mein Ehemann.
Viel Glück.
Nun, es ist hauptsächlich Wolfspelz mit Leopardenfellfutter.
Lass mal sehen.
-Und? -Sehr schick.
-Sollen wir? -Ja.
Oh Gott.
Wir wollen beide das Blutvergießen beenden,
vor allem, weil wir Bratfisch essen
-und Weißwein trinken wollen. -Hussa.
-Mit Safran-Aioli. -Ja, ich liebe Aioli.
Da keiner dieser alten Säcke gewinnen oder verlieren kann,
sollten wir uns einigen.
-Wir haben eine... -Sei still.
Sehe ich auch so.
Du hast Einfluss auf Polen und Dänemark.
Natürlich. Die lieben mich.
Ich vermute, Ihr wünscht ein Ende des Handelsembargos...
Rede ich mit dir?
Krieg deine Leute in den Griff, verdammt, Peter.
Orlo, Schnauze.
Natürlich können wir das.
Und Ihr verpisst Euch aus...
Wo war das noch?
Russland.
Ja.
Wir ziehen aus Kyrol ab.
-Das ist Kapitulation... -Klappe, Anders.
Ja, Schnauze, Anders.
Ich dachte, das würde viel schwieriger werden.
Ich kann das wohl.
Ich sage, was ich will, und du, was du willst,
und wir sind uns einig. Hussa.
Hussa. Und natürlich St. Petersburg.
Was?
St. Petersburg.
Noch mal: "Was"?
Beachte dabei meinen Tonfall.
Es erscheint zwar groß,
aber St. Petersburg war schon immer schwedisch.
400 Jahre lang,
bis es dein Vater vor 30 Jahren gestohlen hat.
Gestohlen?
Scheiße, er eroberte es.
Ihr habt es verloren und er machte das Drecksloch zu einer tollen Stadt.
Ich weiß, dass du nicht unter dem vergangenen Ruhm und den Misserfolgen
deines Vaters leben willst.
Peter, ehrlich, als dein Freund,
wenn du als Kaiser einen sauberen Start willst,
gibst du am besten St. Petersburg auf.
Hugo, warum ruinierst du alles?
Das ist ein enormer Schatten.
Es ist seine Stadt, sein Sieg, nichts davon gehört dir.
All das macht dich zu einem...
...kümmerlichen Anführer.
Hast du mich gerade kümmerlich genannt?
Nein, aber im Vergleich zu ihm sieht es natürlich so aus.
Frag deine Leute.
Was?
Ich... Ihr seid... Ihr und er...
Vielen Dank, Dickwanst.
Also, du gehst nach Moskau
und machst es zu deiner Basis.
Das neue Herz Russlands.
Von dort aus kannst du Kaiser sein und dein eigenes Russland aufbauen.
Ich tue dir einen Gefallen.
-Interessant. -Ja, das ist es.
-Lass mich kurz darüber nachdenken. -Ok.
Da hast du deinen Frieden.
Scheiße!
Nimm das!
Nein, nein.
-Das ist mein Kopf. Nicht beißen. -Du beißt mich.
Runter.
Das ist eine Mädchentaktik.
Ok, alles gut.
Fick dich.
Scheiße.
Draußen zu warten ist frustrierend, nicht? Wäret Ihr lieber Zeugin ihrer Idiotie?
-Ich würde lieber... -Fick dich, schwedischer Wichser.
Du wirst im Blut deines Volkes ersaufen.
Wie schlimm, Muttersöhnchen.
Wusstest du, dass mein Vater deine Mutter gefickt hat?
Ins Gesicht!
Es gibt 30 Millionen von uns und nur 2 Millionen von euch.
Ist mir egal, ob 4 Millionen sterben, um euch alle zu töten.
Wir sind Russen. Ist uns scheißegal, wie viele sterben!
Was ist passiert?
Kaiserin, dein Mann ist ein Idiot.
Wusstet Ihr das nicht, tut es mir leid.
Heißt das, das Mittagessen ist abgesagt?
Dass ich dich ficke, ist auch abgesagt. Wir hauen ab.
Scheiße.
-Tut mir leid. Ich wollte nur... -Alles ok?
Wlad.
Dieser beschissene Ort.
Sehe ich auch so.
Ein Liebesbrief?
Nein.
-Ich werde ihn nicht lesen. Versprochen. -Marial.
Es ist entweder "harte Klinge" oder "zarte Klitoris".
Arschloch. Ihr wollt gehen.
Eine Weile. Ich habe gelbe Galle...
Sie ist...
Meiner müde und ich will das nicht mit ansehen.
Sie hat zu tun.
Warum jetzt und vorher nicht?
Was ist das?
Die Kirche, das Militär, die Regionen, der Hof.
Wie man alle gewinnen kann. Wie man die Macht übernimmt.
-Sie... -Tötet den Wichser.
Sie ergreift sie.
Verzeiht also ihre Unaufmerksamkeit.
Sie ist damit beschäftigt, Russland für alle zu verbessern.
Steig ein.
-Wir können nicht gehen. -Ich habe es entschieden.
Du kannst das gewinnen.
Das werde ich, in Fluten schwedischen Blutes.
Neue Pläne sofort, Welementow.
Ich habe genaue Pläne für eine baldige Großoffensive in Hanko.
Wir nehmen einfach eine Million Leute,
die nach Schweden ziehen und alle dort töten.
Das ist der Plan, Fettsack.
Wir können strategisch vorgehen und viel Blutvergießen vermeiden.
Ich will das nicht vermeiden.
Was daran verstehst du nicht, du kugelrunder Vollidiot?
-Was? -Eine Mücke in Eurem Gesicht.
Sie sollte Euch nicht infizieren.
Ach so.
Danke
Jedenfalls ist verdammter Terror der neue Plan.
Damit alle Männer, Frauen und Kinder in Schweden
lieber ersaufen würden, als uns zu begegnen.
-Du gehst also als Versager zurück? -Was?
Der Hof hat große Hoffnungen.
Die Leute kriegen mit, dass das geschieht.
Du gehst mit mehr Krieg heim. Ich will nicht, dass sie dich hassen.
Sie hassen mich nicht. Und wenn wir gewinnen...
Haben sie noch Väter und Söhne verloren.
Du bist wütend. Lass dich nicht davon treiben.
Geh zurück und versuche es noch mal. Für mich. Bitte!
Werde ich nicht.
-Entschuldigt er sich, und du dich... -Wird er nicht.
Wird er.
-Und dann legst du deinen Siegesplan dar. -Den Blutvergießungsplan?
Nein. Du hast letzte Nacht im Schlaf geredet und hattest einen brillanten Plan.
Hatte ich? Im Schlaf?
Hattest du. Ich hole ihn zurück in den Saal.
Na gut. Mit einer verdammten Entschuldigung.
Warum versucht Ihr, das zu retten?
Ihm einen Sieg zu bescheren, ist dumm.
-Euer Spiel auf lange Sicht. -Genau.
Ihr lauft immer noch.
Tue ich.
Kaiserin. Verpiss dich!
Ihr braucht Frieden mehr als wir.
Ihr steht kurz vor der Niederlage.
Bald pissen wir auf St. Petersburgs Straßen.
Welch schöne Straßen das nun sind. Ihr würdet sie kaum wiedererkennen.
-Das ist lustig. -Agnes.
Es ist lustig, Hugo.
Denkst du, St. Petersburg zu erobern, begeistert alle?
Oh ja.
Ihr braucht eine Ende des Embargos für die Wirtschaft,
weil Ihr dahinsiecht und Euer Volk seinen Unmut äußert.
-Hat sie das von dir? -Ich quatsche halt gerne.
Unglaublich.
Die Freiheiten, an die Ihr glaubt, sind toll,
aber Ihr braucht einen Sieg,
sonst werfen sie das schlaffe Blondchen noch ins Meer.
Ich hoffe, sie meint mein Haar. Oder hast du das auch erzählt?
Du stehst unter großem Druck.
Einige dich und ich wette, du kannst mich wieder ficken.
Ich bewundere Euch beide.
Euren Mut. Ihr habt gefährlich gelebt,
Freiheiten gewährt,
und so müsst Ihr sie überzeugen, dass sie Euch immer noch brauchen.
Ihm ist es egal, wie viele Russen sterben.
Zahlenmäßig seid Ihr unterlegen.
Sei dir im Klaren:
Ich sterbe gerne für das, woran ich glaube.
Würde es aber auch gerne nicht.
Gehen wir?
Da kommen sie.
Es... tut mir leid.
Der Wind rauscht mir in den Ohren. Wie war das?
Hör auf, Peter...
Wenn ich "St. Petersburg" höre,
schneide ich dein Herz raus, grille und esse es
mit Zitrone und Sumpfgras.
Hanko und Wyborg stehen beide vor einer langen, blutigen Belagerung.
Tausende werden sterben und es wird andauern.
-Ich denke, wir siegen. -Ich auch.
Klappe, ihr beiden.
Letzte Nacht sprach der Kaiser im Schlaf
und er knackte, was unmöglich schien.
Tat ich das? Das tat ich.
Es ist so, dass Ihr beide hier einen Sieg braucht.
Also bekommen beide einen.
Zwei Schlachten sind im Stillstand.
Anstatt sie zu entfesseln,
ziehen sich beide zurück.
Russland reklamiert einen großen Sieg in Wyborg,
Ihr in Hanko.
Wir verbreiten das über Presse und Kanzel.
Unsere Presse ist frei.
Idiotisch.
Die erste Lüge gewinnt,
heißt es so schön.
Pointiert.
Wir nutzen dies zum Guten.
Einmal veröffentlicht, glauben es die Leute.
Jeder Widerspruch wäre unpatriotisch.
Dann verkünden wir das Abkommen. Für beide sieht es wie ein Sieg aus.
Wir vereinbaren, nicht zu widersprechen.
Beide Länder reden nur von der gewonnenen Schlacht, nicht von der anderen.
Russland erhält das verlorene Territorium zurück.
Das Embargo wird aufgehoben. Wir lassen das hinter uns.
Alle sind Gewinner.
Abgesehen von den 118.000 Toten.
180.000 bei uns. Die können wir nicht zurückbringen,
wie der Kaiser letzte Nacht im Schlaf rührend murmelte.
-Das hat er gesagt? -Habe ich.
Das ist mein Plan. Er ist gut für beide.
Abgemacht?
Abgemacht.
Hussa. Alle gewinnen.
Wer will Fisch?
Ihr scheint betrübt.
Was für eine gute Menschenkennerin Ihr seid.
Wollt Ihr keinen Frieden?
Ich will siegen, damit es das vergossene Blut wert ist.
Ich kann Euch bieten, was Ihr wollt.
Mehr Wodka?
Wiedergutmachung.
Was wäre, wenn Ihr noch eine Chance bekämet, General?
Noch eine.
Ihr hasst den Krieg.
Ja, aber ich weiß, dass er oft unvermeidlich ist,
und wenn er das ist,
kämpft man wie ein verwundeter Tiger mit Blut in der Nase.
Gut gesagt.
Schließt Euch mir an.
Ihr seid ein Mann mit gutem Herzen,
der es nicht verdient, "Fettsack" genannt zu sterben,
mit Träumen von sinnlos Gefallenen.
Anhalten.
Ich habe gerade gesehen, wie Ihr das Blutvergießen sinnlos machtet.
-Und weiteres verhindert wurde. -Ihr seid gefährlich.
Und verräterisch.
Herr.
Ach, Fettsack
Noch Wodka übrig?
Ich werde nicht im Weg stehen, kann mich Euch aber nicht anschließen.
Warum nicht?
Ich bin erledigt, als Mann, als Anführer.
Ich glaube Euch nicht.
Wir können alles ändern,
aber vor allem uns selbst.
Ich werde für mein Schicksal kämpfen,
und Ihr werdet es mit mir tun.
Vielleicht seid ihr furchterregend.
Vielen Dank.
Das Kompliment weiß ich zu schätzen.
Wen habt Ihr bis jetzt?
Orlo und meine Magd Marial.
Mehr nicht?
Und jetzt Euch.
Eine Magd, einen Bürokraten und einen Säufer.
Ja.
Scheiß drauf, ja. Warum auch nicht?
Danke.
-Wofür? -Ich weiß, ich rede nicht im Schlaf.
Komm her.
Grigor?
Hussa!
Ich sage es Leo.
-Nein. -Keine Diskussion.
Ich kann ihn nicht ansehen
-mit einer Lüge im Herzen. -Ich finde...
Ihr scheint diskutieren zu wollen,
aber das kommt nicht infrage.
Ihr seid heute... irgendwie anders.
Ich führe.
Ich bin eine Anführerin.
Na gut, wir könnten alle sterben,
aber uns gut dabei zu fühlen, ist wichtiger als die Risikominimierung.
Gut, dass Ihr versteht.
Und?
Hussa.
Untertitel von: Christian Eisenach
-Und jede Stadt hat eine Schule. -Und zwei Kneipen.
Frauen werden unterrichtet.
Kinder, Diener... alle. Oh, Scheiße!
Ich bin so glücklich.
Du solltest es unbedingt wissen.
Schön, dass du wieder die Alte bist.
Ich dachte, du wolltest es mir ausreden.
Dass du, eine 20-Jährige, die seit sechs Monaten in Russland ist,
mit einem Säufer, einer zornigen Dienerin und einem Bürokraten
Peters gewalttätiges Kaiserreich besiegen willst?
Nein. Natürlich nicht. Das wird toll.
Ich wusste es. Du glaubst nicht an Veränderung.
Du tust es. Daran glaube ich.
-Kann ich es dir ausreden? -Nein.
Aber ich dachte, vielleicht willst du mitmachen.
Aha.
Als Toter kann man nicht ficken.
Das war übel.
Trotz der halbherzigen Absicht.
Die Zukunft, Leo. Denk wenigstens einmal an die Zukunft.
Das tue ich absichtlich nicht, wie du weißt.
Versuch es.
Und?
Ich schrieb eine Oper, in der fette Frauen kleine Männer jagen.
Und wir?
Uns hab ich gesehen. Aber die Hoffnung darauf war etwas zu viel für mich.
Zusammen, frei.
Fühl das.
Mein Blut ist in Wallung und treibt mich dorthin, wohin ich gehöre.
Du bist außergewöhnlich.
Wie wahr.
Hilf mir.
Natürlich.
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Liebe tut weh
Gut. Beginnen wir. Orlo, informiert uns.
-Können wir kurz reden? -Was zu trinken?
Mein besonderer Maultier-Cocktail. Ich hab auch Walnüsse.
Ich will eigentlich nicht trinken, aber das Maultier klingt gut.
Leo weiß es, ist aber deshalb nicht Teil davon.
-Doch, Orlo. -Was für Fähigkeiten hat er?
Er hat viele Fähigkeiten. Glaubt mir.
Ich meine, für einen Putsch.
Er hat einzigartige Ideen,
und er ist ein Adliger der Region, was nützen könnte.
Bitte informiert uns jetzt.
Gut. Die Regionen.
Wir brauchen die Machthaber der Regionen auf ihrer Seite.
Die Hauptpersonen sind Rostow, Gorki und Raskolnikow.
Gorki? Der ist aus meiner Region.
Toller Kerl, etwas launisch, aber vieles ist gespielt.
Beim Turnier...
Sie sind alle zum monatlichen Treffen des Adels mit Peter hier.
Wir müssen sie für uns gewinnen.
Ich übernehme Gorki.
Ihr seid nicht geeignet
für solch heikle Verhandlungen, Woronski.
Lasst mich ausreden und Ihr werdet sehen.
Kleine Happen und Alkohol liegen Euch.
Orlo. Seid nicht unhöflich.
Sind Tatsachen unhöflich? Wusste ich nicht.
-Ich war früher mit Rostow befreundet. -Gut.
Marial übernimmt Rostow. Leo und Welementow, Gorki.
Und Orlo, Ihr übernehmt Raskolnikow.
Wir brauchen die Regionen.
Das Militär haben wir schon.
Ich rede mit den Hochrangigen.
Alle werden mitmachen, weil ich sie anführe,
aber einige werden uns an Peter verraten.
Deshalb tun wir es in letzter Minute.
Das scheint zynisch, Welementow.
Vielleicht sollte Katharina reden und sie alle inspirieren.
Wir haben eine Parole.
-Die war toll. -Sag es.
-Nein, du. -Gut.
Hat sie Russland in der Tasche,
gilt eine ganz andere Masche.
Klingt jetzt nicht so gut.
Vielleicht lag es daran, wie ich es sagte oder dass wir nackt waren.
Bleiben wir bei Welementow?
Was, wenn sie abtrünnig werden?
-Wir töten sie alle. -Großartig. Alkohol?
-In der Tat. Das Maultier tritt zu. -Konzentriert Euch bitte.
-Jeder hat... -Wann töten wir Erzi?
-Was? -Was?
Er unterstützt Katharina nicht.
Ich schlage vor, ich schieße ihn ins Herz.
-Wovon redet Ihr? -Marial...
Das Herz.
Der Kopf ist gut, aber ich hab schon viele mit Kopfwunden überleben sehen.
-Nicht so viele mit einem zerfetzten Herz. -Katharina?
-Er ist ein Freund von Marial. -Und?
Ich werde viele Freunde töten.
Russland ist wichtiger, oder?
Sind wir darauf nicht vorbereitet,
müssen wir das Planen aufgeben und mehr trinken.
Wenn Ihr ihn anfasst, steche ich Euch neun Mal in Euer fettes Gesicht.
Genug. Natürlich ist Russland wichtiger als jeder von uns.
Mit Erzi komme ich klar.
Er handelt nach Peters Tot praktisch, weil er ein politisches Genie ist.
Er wird sich mit mir einigen.
Wir haben unsere Aufgaben. Die Geheimhaltung geht über alles.
Mein Name darf auf keinen Fall erwähnt werden.
Wir alle gehen etwas Großartigem entgegen.
Jeder von uns muss verbunden,
treu, voll Liebe und Leidenschaft für unser Ziel sein,
und einander vertrauen.
Es wird schwer werden, aber wir werden siegen.
Für Russland. Hussa.
Viel Glück! Ich werde... warten, nehme ich an.
Wir treffen uns wieder, wenn ihr fertig seid!
Er war zweifellos betrunken. Wichser.
Ich würde für ihn beten, aber er ist ungläubig.
Na ja. Ich besorg mir einen neuen.
Dein Leibwächter stirbt und du denkst dir nichts?
Ich bin natürlich traurig. Sollte ich ein paar Worte sagen?
Armer Nick aus...
...Tatarenland.
Zu früh gestorben.
Politisch gesehen. Du wurdest vor ein paar Monaten vergiftet.
Es macht mich jetzt noch zittrig.
Das warst du nicht, als du Iwan getötet hast.
Das war unschön. Und ich will es nicht noch mal tun.
Ich schätze deine Sorge, aber du reagierst über.
Der Brunnen ist eine Todesfalle. Leontow starb letzte Woche darin.
Hört auf mit Mmh.
Ich bin beliebter denn je. Ich gewann den Krieg.
Wieso willst du das ruinieren?
Schatz, das will ich nicht. Ein Hussa auf dich.
Dein Vater würde von den Wolken herniederlächeln.
In der Tat. Ein schöner Gedanke.
Aber du würdest gut daran tun, seine Ansicht zu übernehmen.
Wir fickten früher hier draußen wie die Hasen.
Und als wir dalagen
und der Schweiß auf unseren müden Körpern trocknete,
sagte er immer: "Man ist nie sicher."
Er sagte: "Es kommt immer."
Soll das ein blöder Witz sein?
Ich bin glücklich, ein Held und wir feiern diese Woche meine Größe.
Du sollst nächste Woche erleben.
Elisabeths Rat ist weise, wenn auch etwas düster.
Immer nervt sie mich. Es reicht. Sie lieben mich.
Es ist ein Makel, so viele Liebe zu wollen.
Fick dich.
Leider konnte ich dich nicht verstehen.
Ich sagte... Entschuldigung.
Ich behalte seine Luftröhren-Flöte.
-Der Sieg ist unser! -Hussa!
-Weißt du, was das ist, Orlo? -Freude, weil der Krieg aus ist?
Liebe, Orlo. Es ist Liebe, du blutleerer, kurzschwanziger Eunuch.
Ich kann nicht kurzschwanzig und ein Eunuch zugleich sein...
Still. Ich will das hören.
Wir müssen die Sache mit Erzi selbst in die Hände nehmen.
Ja.
Marial wird sie beeinflussen, und sie hat ein weiches Herz.
-Ich töte den Wichser gern. -Ich auch.
Wäre nicht das erste Mal.
Stimmt. Ihr habt einen Soldaten getötet.
Die Geschichte habe ich seit gestern nicht mehr gehört.
Worüber plappert ihr zwei Fischweiber?
Darüber, wie die Liebe Gottes aus Eurem Herzen fließt.
Wie ein strömender Fluss.
Ja. Klar doch.
Einundfünfzig. Graf Rostow.
Kaiser, ich bringe Euch Pfirsiche aus meiner...
Scheiße. Dein Gesicht.
Du hattest recht, Rostow.
Ach du Scheiße. Sieh nur dein Gesicht.
-Fickt deine Frau dich noch? -Gelegentlich mich. Meistens andere.
Armer Wichser. Ich kann es ihr nicht übelnehmen.
Als wärst du ins Feuer gefallen.
Meine Herren, ich sagte, als wäre er ins Feuer gefallen.
Grigor hat einen Bart.
Er hat vergessen, sich zu rasieren. Und der hat Druckstellen.
Die Natur ist so launisch wie die Menschen.
Wir brauchen ein neues Viadukt, um das Wasser umzu...
Langweilig. Kein Problem.
Rostow, bring nächstes Mal deine Frau mit an den Hof
und der Kaiser beglückt sie für dich.
Er vernascht sie wie einen reifen Pfirsich.
Grigor, fies.
Aber nicht unwahr. Hussa.
-Genial. -Sehr gut, Grigor.
-Zweiundfünfzig, Gorki. -Gorki. Habt ihr je seine Nippel gesehen?
-Was? -Er hat riesengroße Nippel.
Ich bin mal mit ihm geschwommen.
Ich sah zu ihm rüber, und sie waren wie wackelnde Teller.
Gorki, alter Freund.
Ich möchte die Jagd auf Nerze vermehren.
Und ich möchte deine Nippel sehen.
Gut!
Du könntest ein Dorf stillen.
Ich will sie in Bewegung sehen.
Spring hoch und runter.
Alexi Rostow!
Marial.
-Schön, dich zu sehen. -Sogar so?
Du lässt die Herzen der Frauen schneller schlagen. Das ändert nichts.
Es sind deine Augen, Alexi.
Du bist immer noch Dienstmädchen. Dieser Wichser.
Ja. Komm. Wir trinken Tee.
-Meinst du damit doppelte Wodkas? -Natürlich.
Graf Raskolnikow. Hungrig wie immer.
Tschechow glaubt, ich hätte einen Parasit.
-Der offenbar Schweinefleisch liebt. -Wollt Ihr was?
Sehr nett, aber nein. Kann ich Euch etwas fragen?
Ich liebe Hypothesen.
Wie viele Schweine kann ein Parasit bei einer Mahlzeit fressen?
Wäre ich 15 cm größer, wäre mein Leben anders?
Hatte der Mann, den ich tötete, Kinder und war er ein guter Vater?
Orlo, kommt zur Sache, bevor ich zu den Haxen komme.
Dann sah ich Euch und dachte, was, wenn es einen neuen Kaiser gäbe?
Würde jemand wie Raskolnikow ihn mit seiner Region unterstützen?
Natürlich müsstet Ihr ihre Ansichten und Philosophien kennen...
Zwei Millionen Rubel und einen Hafen.
-Was? -Ich will nichts damit zu tun haben.
Ich will nichts wissen.
Aber wenn es hypothetisch passiert, würde ich das verlangen.
Und ihre Ansichten?
Ich will zwei Millionen Rubel und einen Hafen...
Das wäre gut.
-Ich kann das allein. -Ich auch.
Gorki!
Entschuldigt das Geschehen da drin, Gorki.
Eure Nippel schienen mir völlig normal.
Der Wille des Kaisers. Schöner Sieg in Hango.
-Wie geht es Mascha und den Kindern? -Sie nerven.
Und wie geht es der Muschi der Kaiserin, Leo?
Der Zustand Russlands sorgt mich mehr.
Russland ist wie immer eine Freude.
Und ein Desaster.
Vielleicht könnte es nur das Erstere sein.
Es könnte besser sein.
Wir glauben, ein anderer könnte es besser regieren.
Wir haben diesen anderen. Und das Militär.
Ein Putsch? Ach du Scheiße.
Ein Neuanfang. Gorki, Ihr seid ein Griesgram,
aber auch ein Romantiker.
Hört Ihr sie von Russland reden...
Sie?
-Mein Gott, Leo. -Ich hab nicht "sie" gesagt.
Ihr Name war nicht auf Euren Lippen, aber ihre Muschi heute Morgen bestimmt.
Nicht interessiert. Trotzdem faszinierend.
Er weiß, dass sie es ist. Was machen wir?
Hol einen Stein.
Gorki! Noch etwas.
Ich vergaß...
Noch mal.
-Scheiße. -Nicht ideal. Gehen wir.
Auf diese Art Getränk hatte ich gehofft.
-Ich habe schöne Erinnerungen daran. -Ich auch.
Zuerst möchte ich dir was sagen.
Ich habe einen Freund, der etwas ändern möchte.
-Er möchte Peter ändern. -Die Kaiserin?
Das hab ich nicht gesagt.
Und wenn es so wäre?
Dann würde ich Luftballons an allen Bäumen aufhängen.
Sag deinem Freund, ich mache mit.
-Fickst du mich jetzt dafür? -Ich ficke dich, weil ich es will.
Beinhaltet Eure Philosophie Erpressung, zwei Millionen Rubel und einen Hafen,
ist Raskolnikow dabei, dieses geldgierige Schwein.
-Einverstanden. -Wir haben Rostow.
-Du siehst entspannt aus. -In der Tat.
-Es ist vor allem meine Schuld. -Stimmt.
-Was? -Wir mussten Gorki töten.
-Was? -Mir rutschte raus, dass es Katharina ist.
-Hat euch jemand gesehen? -Nein.
-Das ist schlimm. -Das wissen wir nicht, Orlo.
Es ist ein Mord zu Hofe, wie es oft vorkommt.
-Wenn man es so sieht. -Dafür sorge ich.
Ihr tut erstmal nichts mehr!
-Ok? -Was? Ich...
-Ich habe an Grigor gedacht. -Ich auch.
Er muss sich rasieren.
Ich will kein Arsch sein, aber es ist anderen gegenüber nicht fair.
Ich weiß.
-Warum tut er das? -Er glaubt, es sähe gut aus.
Er ist verdammt attraktiv,
aber am Hof muss Ordnung herrschen,
vor allem jetzt.
Wenn du in ihr kommst, bin ich sehr enttäuscht von dir.
-Hör auf, sie zu ficken! -Willst du was?
Es kommt. Gorki ist tot.
-Wohin willst du? -Er darf nicht an einen Putsch denken.
Sonst ist er darauf vorbereitet und es wird schwerer.
-Tut mir leid. -Schon gut.
Nein. Ich hab es vermasselt.
Frustrierend, sich auf andere verlassen zu müssen.
Perfekt wird es sicher nicht,
aber ich hätte gern alles unter Kontrolle.
Menschen machen nun leider mal Fehler.
Geht es dir gut? Du hast einen Menschen getötet.
Du musst am Boden zerstört sein.
Ich habe zuvor schon getötet.
Was?
Wir sind in Russland. Das passiert. Ist nicht schön, aber es kommt vor.
Verstehe.
Geh. Es tut mir leid. Ich mache es wieder gut.
Wir warten lieber. Als Kind hat er immer was zertrümmert.
Ein Spielzeug, einen Diener.
-Was ist los? -Tataren-Nick ist tot.
-Im Brunnen ertrunken. -Wie Leontow. Der Brunnen ist verflucht.
-Das hab ich auch gesagt -Und jetzt ist Gorki tot.
Elisabeth glaubt, ich sollte mir Sorgen machen, dass sie kommen,
was mein Vater immer sagte, nicht sie,
und das nervt mich.
Auch, dass sie sich laut daran erinnert, in welchen Löchern
sein Schwanz steckte.
Du hast den Krieg gewonnen. Die Leute lieben dich.
Genau. Das hab ich auch gesagt.
-Du bist dieser Tage wunderbar. -Katharina, du hast ein Herz aus Schnee.
-Kalt? -Rein.
Ihr seid politisch nicht versiert und das ist in Ordnung.
Sein Leibwächter ist tot und jetzt Gorki, der beste Freund seines Vaters.
-Bester Freund? -Das war geheim.
Das tat er oft, damit die Leute das Gegenteil annahmen.
Das ist sehr schlau.
Ich beendete den Krieg, schenkte ihnen Kunst und Wissenschaft,
ließ sie Eselkarikaturen von mir zeichnen und doch wollen sie mich erledigen.
Was wollen diese Wichser? Wie undankbar.
Wer könnte mehr wollen?
Deshalb ergibt es keinen Sinn, dass jemand etwas plant.
Es kommt. Das müsst ihr beide verstehen.
Also gut. Scheiß drauf.
Was sein muss, muss sein.
Ich habe keine Wahl.
Diese Mistkerle zwingen mich dazu.
So soll es sein. Herrschaft kann grausam sein.
-Wir foltern jeden am Hofe. -Was?
Männer, Frauen und Kinder. Bis jemand gesteht.
Hoffentlich schnell,
denn heute Abend ist ein Festmahl angesagt.
Das ist eine entsetzliche Idee.
-Du kannst Leuten nicht so wehtun. -Doch.
Wir foltern ständig.
Einem die Eier zu lösen, löst die Zunge.
Gütiger Gott.
Liebe zu brauchen ist falsch. Ich will ihre Angst.
Ich muss es wissen.
Das ist ein effizienter Weg.
Ist doch 'ne tolle Idee. Ihr seid Frauen. Das ist Männersache.
Man findet Verdächtige bestimmt
über einen sehr, sehr langen Ermittlungszeitraum raus.
Erst dann solltest du wie bei einem Putsch handeln.
Wir ziehen das durch.
Der Hof sollte daran erinnert werden, wie gütig,
witzig und Krieg gewinnend ich bin.
Die sollten wissen, dass ich auch ein Arschloch sein kann.
Das macht er doch nicht wirklich.
Doch. Ich bin um 15:30 Uhr dran. Ihr um 15:15 Uhr.
-Scheiße. Wir stehen auf der Liste. -Ich auch.
Verdammte Scheiße. Wir sind seine Freunde. Warum tut er das?
Er kann doch nicht alle foltern. Das ist verrückt.
Ein bisschen Skrupellosigkeit ist nett, aber das scheint unbedacht.
Müsst Ihr zusehen?
Eigentlich nicht, aber ich genieße es.
Nichts.
Es blüht nicht immer sofort auf.
-Er will alle foltern. -Hab ich gehört. Trink.
Wir stehen nicht auf der Liste.
Ich weiß. Alle außer uns. Und Katharina und Elisabeth.
-Er liebt uns wirklich. -Ich weiß.
Wenn mein Vater spielte, sah ich den Männern in die Karten.
Die guten Spieler spielten ihre Karten.
Die schlechten warteten auf ein Ass und hofften.
Du hast eine komplizierte Frau und Situation,
aber du musste deine Karten spielen.
Ich liebe dich von ganzem Herzen.
Und ganzer Seele, wenn es die gibt.
Viele Beweise dafür sehe ich nicht.
-Ich fühle mich... -Müde. Ich weiß. Jordansk.
Was... Was hast du...
Ihr müsst die Folter aushalten.
Behaltet unsere glorreiche Zukunft im Blick.
Ich sage es euch gleich. Ich werde sofort reden.
Ich hab eine niedrige Schmerzgrenze und eine Erkrankung, glaube ich.
Gehen sie mir an die Eier, werde ich unzuverlässig.
-Wovon redest du? -Stimmt.
Wenn sie an die Eier wollen, ist alles vorbei.
Wir sollten seine Schmerztoleranz erhöhen.
-Mist! -Seid Ihr betrunken?
Ein bisschen. Was ist in diesen Maultieren, Woronski?
-Wodka... -Könnt ihr...
Leo, was macht Ihr hier?
Habt Ihr nicht schon genug angerichtet?
Es geht um Leben und Tod, nicht um Alkohol und Leckerlis.
Ich hab gerade getötet, ich weiß das.
Hätte ich ihn nicht getötet, wären wir tot.
Weil Ihr Euch verquasselt habt!
-Ihr müsst... -Tötet Peter einfach,
bevor das losgeht.
Marial könnte recht haben. Ich hole einen Stein.
Aufhören. Wir töten niemanden.
Wir sind noch nicht bereit dafür.
Wir werden nicht versagen, weil wir Panik bekamen.
Das nennt sich "auf die Umstände reagieren".
Nein.
Er muss glauben, die Gefahr sei vorbei.
Er hört nicht auf, bis er die Verschwörer findet.
Wir müssen einen finden. Oder einige. Wir brauchen einen Sündenbock.
Scheiße! Wachen.
Denkt an die ruhmreiche Zukunft und nicht an eure versengenden Eier.
Das Wort "versengenden" war unnötig.
Unsere Genossen erwecken kein Vertrauen in den Sieg.
Das werden sie. Mit etwas Koordinierung.
Was habt ihr ohne meine Erlaubnis hier zu suchen?
Ich bin es.
Ich sorge mich um deine Sicherheit. Komm.
-Du hast viele Wachen. -In der Tat.
Wer an mich ran will, wird Opfer sehen.
Wir isolieren uns, bis es sicher ist.
-Kaiser! -Erzi? Ja, ich bin hier.
Gut. Ich beginne mit den Verhören.
Sehr gut. Erschüttere ihre Seelen, Erzi.
Werde ich.
Ich sehe eine Obstschale. Wirf mir einen Apfel zu.
Gut.
Wie sollen wir das Picknick genießen? Was bedeuten ihre Blicke?
Das Blöde an dem Job ist, dass man nie sicher sein kann.
Mein Vater war immer extrem wachsam und hatte Angst.
Ich wollte anders sein.
Und jetzt ist mein eigener Palast ein Gefängnis.
Als König weiß man nie, ob Treue und Liebe ehrlich sind.
Genau.
Und wie soll man mit dieser Ungewissheit leben?
Es ist schwer.
Es ist grausam.
So fühlte ich mich bei Mutter und jetzt wieder.
Du musst die Verräter finden.
-Deine Gefühle leiten deine Taten. -Klingt klug.
Dein Haar scheint golden in der Sonne.
Wie Erzi zum Beispiel.
Die Kirche ist mächtig
und mag keine Freidenker wie dich.
Er ist in letzter Zeit oft verachtend, schnauzt mich an.
Er nannte mich böse und steckte seine Finger in mich.
Und den Raben in mein Zimmer.
Und er fickt nicht. Das kann einiges anrichten.
In der Tat.
Ich schlage vor, du stellst Erzi sofort unter Hausarrest.
Wir finden einen biegsamen Bischof,
der seine Predigten fälscht, sie in seinem Namen unterschreibt,
und wenn du einen treuen Ersatz hast, tötest du ihn.
Dann wird alles wieder normal.
Genial.
Einst gabst du mir einen Zweig und warst ein Unschuldslamm.
Jetzt willst du den Patriarchen töten.
Ich wollte dich noch nie so sehr ficken.
Du bist mir wichtig. Das ist alles.
Hussa. Gehen wir.
-Wohin? -Sehen, ob du recht hast.
Das sieht doch toll aus.
Ja. Wir haben momentan fünf Stationen.
Von links nach rechts. Die Fingernägel, Gesichtsaale.
Medizinstuhl, verschiedene Dinge.
Und dann eine Art geistige Folter.
Sie gehen im Kreis und wissen, dass irgendwann ein Ziegel runterfällt,
doch ein Geständnis kann sie retten.
Oder nicht.
Am Ende prügelt Oberst Tolsten sie windelweich.
-Arkady! Hallo. -Helft mir!
Oh Gott.
-Gibt es schon Geständnisse? -Es ist etwas früh.
Wischt das Blut auf. Man könnte ausrutschen!
Erzi!
Du bist dran.
Nein, ich bin der Letzte. Um 16:45 Uhr, Herr.
Scheiß drauf. Na los.
-Was? -Oder ist das ein Problem?
Wir können gern darüber reden.
Mit Vergnügen.
Er scheint kaum Schmerzen zu haben.
Streng dich an.
Willst du mich verraten?
Ihr habt meine Liebe und die Liebe Gottes.
Ich lege meinen Schmerz voller Verzücken vor Euch.
Tolsten, dann hau mal rein.
Mehr! Fester!
Reiß ihm die Augen aus!
Wie präzise soll ich sein? Im Ganzen oder Stücke?
Ich bin es nicht, aber wenn Ihr wünscht, gehören meine Augen Euch.
Seht damit die Wahrheit.
Du gibst mir deine Augen? Schön.
Dann bist du es wohl nicht.
Smolny, Ihr seid dran. Schuhe ausziehen und Perücke ablegen.
Ich bin dran!
Wenn Ihr mich vorlasst, Graf Smolny.
Das wäre gut. Natürlich.
Was tust du da? Du stehst nicht auf der Liste.
Die Treue eines jeden wird geprüft. Ich bin die Thronanwärterin.
Das wollte ich auch vorschlagen.
-Was tut Ihr? -Der Hof darf mich nicht verdächtigen.
Ich weiß, dass du treu bist.
Der Hof muss sehen, dass du alle gleich behandelst.
Du hast wohl recht.
Vertrau mir.
Wo möchtet Ihr anfangen?
Fingernägel wachsen nach.
Fingernägel!
Wieso verratet Ihr den Kaiser?
Ich...
Halt!
Es tut mir so leid. Es war schon in Bewegung, Kaiser.
-Genug! -Nein. Weiter zum Ziegel.
Ihr seid hübsch.
Ob Ihr es auch noch seid, wenn der Ziegel Euer Gesicht zertrümmert?
Wahre Schönheit kommt von innen.
Er zertrümmert Euren Schädel.
Ihr seid es!
Nein.
Lass den bloß nicht fallen.
Katharina, es reicht.
Arkady, Ihr seht übel aus. Kommt.
Tatjana, Smolny, es gibt Essen, Getränke und Behandlungen.
Was für ein Tag.
Ich sehe immer noch die Aale in meinem Gesicht.
Sehe ich schlimm aus?
Wunderschön. Aloe Vera.
Arkady, rasiert und gesalzen.
Wascht es aus und gießt Wodka drauf.
Smolny, Ihr seht ganz gut aus.
Ich hatte einen heißen Stock im Arsch.
Wir haben Kissen ausgelegt.
Wir sind heute alle gleich. Des Kaisers Liebe für uns ist gering.
Er muss unsere Treue testen.
-Ich hatte Aale im Gesicht. -Ich weiß.
Er sollte lieber Treue inspirieren.
Wie manch Herrscher.
Käsetoast.
Kommt, setzt euch.
-Tut es weh? -Ja, in der Tat.
Ich sollte auf mein Gemach gehen.
Nein. Zusammen sind wir sicherer.
Schlimm, nicht zu wissen, was da los ist.
So ist das bei Herrschern. Man gibt Befehle
und hofft, die Wichser befolgen sie.
Die Sorge nimmt ein Ende. Wir finden den Verräter.
Ich könnte Geige für dich spielen.
Nein. Aber danke.
Was muntert dich auf? Soll ich Grigor und Georgina rufen?
Gute Idee. Ich sorge mich um Grigor.
Er ist seltsam und könnte Aufmunterung gebrauchen.
Heißt "mmh" Ja oder Nein?
Ich finde, es ist eine tolle Idee.
Seht Ihr zu?
Ich möchte nicht stören.
Wenn Ihr weitermachen wollt, warte ich hier ganz still.
Das kann ich mir vorstellen.
Ich weiß noch, wie Ihr als Junge am Hof
Madame Swenskas Hirn rausgefickt habt
und dann Oberst Swenskas.
Ich war verloren in der Dunkelheit.
Das hoffe ich auch bald zu sein. Was ist? Ich bin erregt und muss...
Kann sie...
Ich muss Euch nicht sagen, dass das unmoralisch ist.
Als junges Mädchen in der Kirche
war ich von den Ikonen der blutenden Heiligen fasziniert.
Wie heißen sie?
-Stigmata. -Genau.
Als ich mit 14 meine Regel bekam, hielt ich mich auch für eine Heilige.
Alle Frauen sind mit ihrem monatlichen Stigma wohl Heilige.
Amüsante Ketzerei.
Peter wird unberechenbar.
-Das ist eine Schwäche. -Ich weiß. Ich...
Immer kommt es, wie Ihr so schön sagt.
Es wird nicht aufhören, solange er die Macht hat.
Was wollt Ihr damit sagen? Seid vorsichtig.
Er ist, wer er ist, und der Weg ist steinig.
Die Regionen sind unzufrieden. Das Militär auch.
Sein Feind ist möglicherweise auch der unsere.
Was seinen Ersatz angeht, so ist Katharina eine Progressive...
Aber sie versteht das Land nicht.
Sie hat ein gutes Herz.
Ihr seid eine Progressive. Vor allem im Schlafzimmer.
Ihr versteht das Land, sein Bedürfnis nach Stabilität,
und Ihr schneidet Kehlen durch, wenn es sein muss.
Ihr sorgt Euch zu viel.
Er wird obsiegen. Er hat das Blut seines Vaters.
-Das Land ist... -Galina?
Seid weg, wenn ich mich umdrehe, Erzi.
Ich wünschte, sie würde ihn einfach da drin töten.
Aber das wird sie nicht.
All die Strategien und das Warten machen mich verrückt.
Ich sollte es einfach tun.
Ich dachte heute Morgen daran, als ich zu ihm ging.
-Ihm einfach das Genick brechen. -Das würde ich zu gern sehen.
Jetzt wird er bewacht.
Seine Gänge, vor seinen Gemächern.
Es gibt einen Geheimeingang.
-Wirklich? -Das weiß ich von der Kaiserin.
-Bring mich hin. -Im Ernst?
Wusstet Ihr von meinem Talent, Grigor?
-Welches? -Ich sehe, was in den Köpfen vorgeht.
Und wisst Ihr was?
Wenn ich in Euren sehe, sehe ich, dass Ihr Peter töten wollt.
-Was? -Euch zu foltern, war nicht nötig.
Das braucht er nicht. Er foltert Euch jeden Tag.
Nein.
Nein. Ich liebe ihn.
Er fickt sie.
Er isst täglich Obst aus der Muschi Euer Gemahlin.
Ich rieche an ihr, welche Jahreszeit ist.
Es gibt Quitten. Steinobst ist angekommen.
Sind das Himbeeren?
Niemand würde es Euch übelnehmen, wenn Ihr das Messer nehmen
und ihn mitten ins Herz stechen würdet.
-Was sagt Ihr zu ihm? -Wollt Ihr den Kaiser töten, Grigor?
Ihr seid witzig. Sehr witzig.
Ihr deutsches Miststück. Es geht ihm nicht gut.
Ich will nur rausfinden, wer meinen Gatten bedroht.
-Ich brauche richtiges Essen. -Da ist ein Buffet.
Du bist sehr nett, aber Grigor liebt mich.
Ihr habt mehr als etwas zwischen den Beinen.
Nennt Ihr mich eine dumme Hure?
Eher eine kluge Hure.
-Verdammtes Korsett. Tut es weh? -Nein.
Mist.
Ich tue, was ich kann, um mich selbst zu beschützen.
Wie jeder an diesem verdammten Hof.
Was, wenn es kein Ort wäre, wo eine Frau
durch Lächeln und ihre Muschi überleben müsste?
Ich würde sofort meine Sachen packen und an diesen Ort gehen.
Bis später, Madame Marial.
Töte den Wichser.
Die ersten Birnen dieses Jahr.
Ich hasse es, wie du Birnen isst.
Du benimmst dich seltsam und musst damit aufhören.
Ich tue alles, um mich zusammenzureißen.
Ich tue das für dich.
Wenn du Georgina fickst, stirbt ein Teil von mir.
Aha.
Es stört dich also, wenn ich Georgina ficke?
Dann ficke ich sie nicht mehr.
Oder nur zweimal pro Jahr?
Etwas Seltsames ist passiert. Katharina...
Sind dir je Katharinas Augen aufgefallen? Ihr Haar?
Es ist golden in der Sonne.
Und sie denkt so oft wie ich.
Sie sagt etwas und ich denke dasselbe.
Sie sorgt sich mehr um mein Leben als ich selbst.
-Du liebst sie? -Sehr witzig, Grigor.
Ich fände das wunderbar.
Bringen wir ihnen das Essen.
Rostow.
Rostow, was zum Teufel?
Du mieser Wichser!
-Wer hängt noch mit drin? -Nur ich!
Wenn ich kann, töte ich euch alle!
Kannst du aber nicht.
Lern, eine Situation einzuschätzen, Idiot.
Wichser...
Alles wegen einem Bart.
-Geht es dir gut? -Natürlich.
Hussa. Der Verräter ist gefunden.
Ihr habt nicht mitgemacht.
Ich war wie erstarrt. Entschuldigung.
Sie hat einen schönen Verstand, keine harte Faust.
Sie ist keine echte Russin.
-Hätte schlimmer sein können. Jetzt Ihr. -Nach der Pause.
Sie konnten keine Eierklemme finden. Zum Glück.
Scheiße. Sie haben sie gefunden.
Ja, sie ist auf extra klein eingestellt.
Also für Euch.
Ich habe immer mehr Macht und Einfluss am Hofe.
Also hört genau zu:
Wer mir an meine Eier, Augen oder an meinen Schwanz will,
dessen Leben zerstöre ich danach,
ganz langsam, bis sie nichts mehr haben,
bis sie niemand mehr sind, bis jeder, den sie lieben, leidet,
und nicht nur 15 Minuten, sondern über Jahre hinweg.
Scheiße, ja. Sagt ihm das.
Ich gehe.
Es ist vorbei! Sie haben ihn.
-Was ist? -Ich muss...
Es gab ein Attentat auf den Kaiser.
Rostow...
Hattest du was damit zu tun?
Du wusstest davon?
-Marial, bist du verrückt? -Ja. Ich will keine Dienerin mehr sein.
Was war der Plan?
Peter töten.
Und die Macht übernehmen.
Und du dachtest, so bekommst du dein altes Leben zurück?
-Mädchen, denk doch mal nach! -Ich bin zu erschüttert.
Wenn du von Rostows Plan wusstest,
hättest du ihn verraten müssen.
Dann wärst du jetzt Madame Marial, und er wäre trotzdem tot.
Ja.
Daran hatte ich nicht gedacht.
Nun...
Gott erleuchtet mir den Weg,
damit ich alle Perspektiven und Richtungen erkenne.
-Tut es weh? -Es ist nichts. Das heilt wieder.
Sag das Rostow.
Sie gingen ganz plötzlich auf ihn los. Ohne Angst.
Nur Rage und Brutalität.
Du klingst fast beeindruckt. Diese verdammten Monster.
Es wurde mir eben klar. Wie bereit zum Handeln sie sind.
Ich verbrachte den halben Tag damit, andere zu beauftragen und zu hoffen.
Entschuldigung nochmals wegen Gorki.
Nein. Du hast gehandelt.
Das muss ich tun. Das hier ist Russland.
Bis du ein neues aufbaust.
Jetzt glaubst du also daran?
Ich gewöhne mich an die Idee.
Halt!
Guten Abend.
Wir sind frei. Die Wachen können doch gehen.
Ja. Sie stinken sowieso.
Heute speisen wir Hummer mit Wildschwein und Salbeibrotsauce,
und Dom Pérignon. Wunderbar.
Scheiße. Die sehen wütend aus.
In der Tat.
Was für ein Tag.
Wir haben heute wohl alle was gelernt.
Wunden schmerzen, wenn sie gesalzen werden.
Genial, Leo. Schön, darüber zu lachen.
Ich danke euch für eure Treue, die wir jetzt feiern.
Der Verräter ist tot. Hussa!
Na gut. Genießt den Wildbraten.
Birnen-Soufflé als Dessert. Die ersten Birnen dieses Jahr.
Ich sehe euch alle an
und mir bricht das Herz.
Wegen eures Schmerzes, eures Leids.
Aber ich sehe auch...
...zumindest äußerlich...
...Zeichen dessen, was wir jeden Tag in uns tragen...
...was sonst ungesehen bleibt.
Wunden... Schmerz...
...Not... Verrat.
Und auch Liebe.
Denn heute seid Ihr alle eins.
Und wenn Ihr einander anseht, erkennt es,
begreift, dass wir alle Russen sind.
In unserem Schmerz und unseren Sorgen.
In unserer Hoffnung auf weniger Schmerz,
auf eine weniger schlimme Zukunft.
Auf eine Zukunft, in der wir glücklich sind
über das Land, das wir aufbauen.
In der wir einander vertrauen,
verbunden durch unsere Liebe für Russland.
Und durch unsere Freude auf eine ganz neue Zukunft.
Hussa.
Du hast sie schön aufgemuntert.
Die Folter hatte sie etwas mitgenommen.
Einmal schlafen und alles ist gut.
Du hättest mich erwähnen können.
Hab ich das nicht? Ich war mir sicher.
-Vergiss es. -Gute Nacht.
Ich bin traurig, dass unsere Isolation vorbei ist.
Wie lieb von dir.
Ich habe seltsame Gefühle für dich.
Für mich?
Es ist seltsam, aber...
Ich liebe dich vielleicht.
Ich möchte dein Haar berühren und...
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Untertitel von: Anja Graefe
Alles ok?
Ich hatte einen Traum.
Alles Gute zum Geburtstag.
-Ich weiß, was ich als Geschenk will. -Und was?
Russland. Und zwar heute.
Ich habe etwas Kleineres, aber das geht auch.
Noch etwas.
Ich bin schwanger.
Das weckt einen auf.
Wir bekommen ein Kind.
Zuerst war ich wütend,
aber nun sehe ich es als Zeichen.
Tu es.
-Sein Kind. -Unser Kind.
Er wird heute noch sterben.
-Kann ich das übernehmen? -Das ist wohl meine Aufgabe.
-Du weißt nicht, wie man tötet. -Dann muss ich schnell lernen.
Habt Ihr ein Geschenk für sie?
Mein Geschenk ist wie immer ein Geniestreich.
Sie wird vor Freude weinen,
sich entkleiden, mich ins Bett zerren und mich lieben.
Ich sagte neulich "Ich liebe dich" zu ihr. Noch heute wird sie es erwidern.
-Himbeer-Feige ist gut. -Zitrone-Haselnuss ist köstlich.
Die Cremigkeit der Nüsse gegen die Säure
ist ein wahrer Gaumenkitzler.
Aber mag sie Saures?
Eigentlich weiß ich alles, jedoch nicht über sie.
-Himbeere ist wohl besser. -Die Geste zählt.
Eine Geste, die sagt: "Hier ist eine Himbeertorte,
gegen die du allergisch bist",
ist wie ihr mit einer Ohrfeige zu zeigen, dass Ihr nichts über sie wisst.
Scheiße.
Da hast du wohl recht.
Das ist viel zu kompliziert.
-Wir müssen mehr über sie rausfinden. -Wie das?
Den Trick lernen Männer nur langsam. Man fragt.
-Ich hatte eine bessere Idee. -Morgen.
Woronski.
-Ich schneide deinen Kopf auf. -Oh je.
Ich will dein Hirn mit dem Wissen über die Kaiserin.
Verstehe, eine Metapher.
Vielleicht. Sehen wir mal.
-Himbeertorte. -Mag sie die?
Davon bekommt sie Ausschlag.
Beinahe schiefgegangen. Hussa, Grigor. Das klappt.
-Ich habe ja einen Spion. -Was schenkt Ihr ihr?
Sie mag Pfirsiche.
Obst? Oh, Woronski, du dummer Welpe.
Du denkst etwa, dass Frauen lieber Obst als Diamanten wollen?
Verdammt.
Das ist süß.
Idiotisch, aber süß.
Weißt du wenigstens, was für Torte sie mag?
Mit Zitronen.
Guten Morgen.
Es mieft, als ob hier ein Hirsch mit Gicht gestorben wäre.
-Kaiserin... -Eilt nicht verschämt hinaus.
-Habt Ihr schön gefickt? -Ja.
Dann verhaltet Euch auch so.
Tschüss, süße Valeria. Oh, mein verdammter Kopf.
Ich habe schon viele Kater gehabt, aber das könnte eine Embolie sein.
Heute ist es so weit.
Was?
Macht Platz!
Oh Gott!
-Entschuldigt. -Wir sollten ein Fenster öffnen.
Heute? Wir... Wir sind, wir sind noch nicht bereit.
Er glaubt, Rostow sei das Problem gewesen, und das Problem ist tot.
Wir... Wir haben Zeit.
Heute passiert es.
Das Militär muss bereitstehen, sobald er tot ist.
-Und wer erledigt das? -Ich.
Das hat Euch ernüchtert.
Nicht ganz. Nur ein vollständiger Blutaustausch vermag das.
Aber ich weiß nicht wie, und so werdet Ihr Euren Vormittag verbringen.
Wie? Euch beizubringen, wie man tötet?
Genau.
*eine gelegentlich wahre Geschichte.
Die Nase des Bibers
-Du bist so still. -Mir ist etwas klar geworden.
-Dass du eifersüchtig bist wegen ihr? -Nein.
Dass, wenn wir zusammen sind, wir drei,
ich die Klügste im Raum bin.
Ach so.
Dir scheint es besser zu gehen. Du bist wieder du selbst, Schatz.
Seit Rostow tot ist, geht es mir viel besser.
Schön. Ich liebe dich von ganzem Herzen,
und ich liebe es, ihn zu ficken. Täte es dir doch bloß nicht so weh.
Alle Ehen haben ihre Schwierigkeiten.
Vermutlich ja.
In seiner Liebe zu ihr sehe ich... eine Gelegenheit.
Und die wäre?
Ich bin mir nicht ganz sicher. Aber ich spüre es.
Wir übergeben diesen verräterischen Mann, Rostow, der Erde und dem Urteil Gottes.
-Das hoffentlich hart ausfällt. -Arschloch.
-Wozu sind wir hier? -Um zu sehen, wer noch kommt.
Hier ist niemand,
am Tag ihrer Geburtstagsfeier.
Erinnerst du dich an das Biber-Puzzle, das du als Kind hattest?
Das mit dem unauffindbaren Teil.
Die Nase des Bibers.
Ja. Ohne Nase sah es nicht wie ein Biber aus.
Eine schöne Erinnerung.
So denke ich über Rostow.
Es fehlt ein Teil.
-Du meinst, ob er allein handelte? -Genau.
Wir müssen die Bibernase finden.
Irgendwann zeigen sie sich.
Dann köpfe ich den verdammten Biber.
Ich habe die Stellen markiert, die tödlich sind.
Dafür werde ich keine Zeit haben.
Lustig. Versucht es.
Scheiße!
Ihr dürft nicht erschrecken. Stecht immer wieder zu.
Er ist schnell und stark.
-Braucht Ihr mehr als einen Stich... -Ok.
-Woher kommt diese Leiche? -Tschechow verleiht sie.
Ach ja, natürlich.
-Er wird sich bewegen und auch reden. -Stimmt.
Fickt ihn in den Schlaf, durchschneidet dann seine Kehle.
Er soll wissen, dass ich es tue. Ist nur fair.
Das ist Quatsch.
Was ist, falls ich erstarre?
Im Krieg kämpft man am besten, wenn einen etwas antreibt.
Werde ich: vom Wohl Russlands.
Das ist zu intellektuell. Etwas... etwas aus dem Bauch heraus.
Das habe ich.
Nun gut.
Ich schlage trotzdem vor, es im Schlaf zu tun.
Ich muss es auf meine Art machen.
Das merke ich.
Also, das Menü steht. Orchester.
Brauchen wir einen Chor? Du warst unsicher.
Sie haben 19 Tauben, aber sie finden keine weitere.
Eine ungerade Zahl hat etwas.
Scheiße, seht euch das an.
"Oh, Kaiserin, hier ist ein Pfirsich.
Ja, ich habe das gut durchdacht."
Leo, mein Schatz, ich bin hin und weg von deinen Sonetten
der Frucht und deiner Liebe zu Bäumen. Summe mir sofort eine Arie.
Ein Pfirsich. Aber natürlich. Ich glaube, ich weiß noch, wie man ihn isst.
Dieser hier ist anders. Man halbiert ihn.
Vielleicht mag sie Pfirsiche
oder ist von seiner Idiotie amüsiert.
Da ist ein Ring drin.
Wie süß.
Trickreicher Wichser, Leo.
Er hat eine Inschrift.
"Für Katharina die Große. Herrscherin von Russland."
Tut mir leid, dass sie so winzig ist. Ist viel Text.
Russland ist falsch geschrieben. Ärgerlich.
Ich bin gerührt.
-Du bist einzigartig. -Du auch.
Nein, bin ich nicht, aber das ist ok,
da ich dir zusehen und dabei sein darf.
Scheiße. Nervig.
Wir müssen etwas unternehmen.
Marial, da bist du ja. Ich habe Neuigkeiten.
-Ich werde heute Peter töten. -Was?
Außerdem bin ich schwanger.
-Scheiße. Das ist 'ne Menge. -Fand ich auch.
Ich bin spät. Herzlichen Glückwunsch.
Welementow sagt, Ihr wollt ihn töten.
Ist so ein Bauchgefühl.
Wie rational. Wir sollten besser den Palast absichern,
ihn unter Hausarrest stellen
und nach einem Monat das Haus niederbrennen.
So ist ein Aufstand seiner Anhänger unwahrscheinlicher.
Ich mag Orlos Plan.
Natürlich, da er sicherer für mich ist.
Aber niemand sonst ist sicher. Das hier ist Russland.
Eine Herrscherin muss dem Volk zeigen, dass sie Eis in den Adern
und Feuer im Herzen hat.
Welementow befehligt das Militär,
damit es seine Wachen oder andere Kampfbereite ausschalten kann.
Leo, säe die Saat am Hofe aus.
Wenn die Zeit gekommen ist, bringt sie alle in den großen Saal,
und ich spreche zu ihnen.
Und Erzi?
Orlo, Ihr geht zu ihm, lenkt ihn ab, bis es erledigt ist.
Wie wäre es mit einer langen Beichte?
Es wäre sinnvoller, wenn ich das mache.
Ich brauche dich bei mir. Du wirst mich einkleiden müssen.
Es ist so weit, meine Freunde.
Alles Gute zum Geburtstag.
Unsere Glückwünsche. So jung, so schön.
Was Ihr neulich Abend nach der Folter sagtet,
waren Worte voller Weisheit und Nächstenliebe.
Ihr hattet natürlich unseren Respekt. Aber jetzt habt Ihr unsere Liebe.
Ich wüsste gern, wie Ihr dieses Pferd gefickt habt.
Ich habe kein Pferd gefickt.
-Ich hab's mir ausgedacht. Du warst dabei. -Wirklich?
Ich habe viel zu tun, um Russland zu verbessern.
Ich hoffe, dies wird ein denkwürdiger Tag für uns alle.
Orlo?
-Ihr müsst Erzi töten. -Ich weiß.
-Das wolltet Ihr eh tun. -Richtig.
Trotz meiner Befehle.
Ich will gewinnen.
Und nun ist es Euer Befehl. Also ist es gut für uns beide.
Wir werden gewinnen.
Das ist Schicksal.
Genau.
Herzlichen Glückwunsch.
Seht! Sie buchstabieren "Katharina".
Irgendwie schon, aber das ist ein "P".
Vorhin klappte es. Ich schwöre.
Wundervoll.
-Danke. -Lasst uns auf Weizen pissen.
-Ich war gerade erst. -Ich hole Wasser.
Der Tag könnte verheißungsvoll sein.
Ich wurde an meinem Geburtstag schwanger und dachte, bei Euch könnte es auch sein.
Ich...
-Nichts. -Noch ein Glas.
Na gut.
Können wir über etwas ganz Neues reden?
Ich hoffe, wir können über alles reden.
Das tue ich auch.
Iwan. War es schwer, ihn zu töten?
Na ja, er hat viel gezappelt...
Ich meine in Eurem Herzen?
Ich habe ein Kind verloren, meinen geliebten Igor.
Also sagte ich mir einfach: "Du schickst Iwan zu Igor,
und nun haben sie beide einen Freund."
Kam was?
Ich sorge mich wegen Rostow. Da steckt mehr dahinter.
-Da ist sicher nichts. -Warum?
-Was? -Warum seid Ihr sicher?
Vor Rostow wart Ihr sicher, dass nichts ist, und jetzt seid Ihr es wieder.
Ich bin vielleicht zu optimistisch.
Immer noch nichts. Ich muss mich für das Festessen herrichten.
Na gut. Dann später.
Versucht es und sagt mir Bescheid. Ich drücke die Daumen. Kommt.
Ich werde stets für Euch sorgen.
-Das solltet Ihr wissen. -Oh, wie lieb.
Warum habt Ihr gefragt?
Nach Iwan?
Das wollte ich einfach schon lange.
Lügt Ihr mich an?
Nein.
Ach, du meine Güte.
-Ihr seid die Nase des Bibers. -Was?
-Ihr habt es auf Peter abgesehen. -Ich... Was? Nein!
Was?
Ihr seid ziemlich gewieft.
Euer Herz und Hirn zweifelte ich nie an, Euren Kampfesmut schon.
-Da lag ich wohl falsch. -Ich mache doch gar nichts.
-Ihr lügt mich an. -Tue ich nicht.
Meine Güte.
Aber wenn es so wäre, was würdet Ihr tun?
Einen Moment lang
im Anblick einer wilden jungen Frau schwelgen, die sagt:
"Was soll's, ich weiß es besser", und danach handelt.
Wirklich?
Die meisten Frauen sterben mit unausgesprochenen besseren Ideen.
Ich wäre besser für Russland als er, und das wisst Ihr.
Ok, was denkt Ihr?
Mir fällt es nämlich schwer, Euch zu deuten.
Ich weiß, Ihr liebt ihn, aber er ruiniert Russland.
Er gehört zur Linie, die ich zu schützen schwor.
Dies ist auch die Linie.
Unterstützt Ihr mich?
Bringt ihn nicht um.
Das werde ich nicht
Scheiße.
Alles ok?
-Sie weiß es? -Sie ist auf unserer Seite.
Soll das ein Witz sein?
Sie ist Peters Tante.
Wir müssen sie... wir müssen wegrennen... Wir... Scheiße!
Oder... sie umbringen.
-Tun wir nicht. Sie ist nett. -Sie hat einen Zehnjährigen getötet.
Sie könnte uns später nützlich sein.
Jetzt zieh mich an, gib mir ein Messer. Ich gehe essen.
Katharina.
Sie hat Machiavelli gelesen. Ganz sicher.
Sie wird schweigen.
Und wenn nicht, verliere ich nur das Überraschungselement.
Das ist wichtig für den Erfolg.
Zieh mich einfach an. Ich weiß, was ich tue.
Danke für die spontane Einladung zur Jagd.
Eine Stunde vor dem Essen, immer gut.
Welch glorreicher Tag.
Denkwürdig. Man spürt es irgendwie im Blut.
Ganz genau. Am Ende des Tages wird alles anders sein.
In der Tat.
Ich dachte immer, die Welt ändere sich nie, und lebte damit,
aber etwas sagt mir, die Welt von heute wird anders sein als die von morgen.
Sehr weitsichtig, Woronski.
Arkady, Hase.
-Mist! -Verdammte Scheiße, Arkady.
-Arschloch! -Schnauze! Grigor, erledige ihn.
Scheiße!
Scheiße!
Töten wir ihn jetzt, sind drei Kugeln in ihm.
Wie soll ich das als Jagdunfall darstellen?
Das glaubt sie nie.
Die Schusswunden sehen aber auch nicht gut aus.
-Idioten. -Das seid ihr alle!
Warum töten wir ihn nicht?
Bei einem Unfall würde sie ihn betrauern, und ich kann sie trösten.
Aber bei drei Treffern
denkt sie wahrscheinlich, dass ich es war.
Tatjana fände es toll, wenn ich für sie tötete.
Tun sie, aber auch irgendwie nicht, hörte ich.
In die Kutsche mit ihm.
Ich bin eindeutig der bessere Mann,
habe mich bisher nur nicht bemüht.
Aber er ist lästig. Verstecken wir ihn, bis sie mich liebt.
Schön.
Schön.
-Orlo ist also bei Erzi? -Ja.
Wir schließen danach eine Vereinbarung?
Genau. Ich muss mich konzentrieren.
Natürlich.
Also... los geht's.
Scheiße.
Es hieß, du wärst im Musikzimmer.
Keine Belehrungen mehr, Tante.
Ich habe zu tun.
Ich werde ihr eine improvisierte Melodie vorspielen.
Natürlich.
Ich werde dich immer lieben und unterstützen.
Du bist wie ein Sohn für mich.
Ich bin zwar nicht tot wie er, aber ich schätze das.
Ich fahre eine Woche aufs Land. Ich beobachte gerne die Natur.
Es ist schön und manchmal hart,
aber man merkt, dass es immer richtig ist.
Das weiß ich.
Klingt öde. Aber... genieße die Bäume.
Ich werde es tun, und zwar schnell.
Dann benachrichtigst du die anderen.
Atme einfach. So wie ich es tue.
Hussa! Alles Gute zum Geburtstag.
Vielen Dank, Gemahl.
Ich habe was für dich.
Ich auch für dich.
Nun, ich zuerst. Komm.
Es ist Voltaire!
Voltaire!
Bonjour, Madame.
-Oh mein Gott. -Ihr seid so schön, wie man berichtet.
Ich habe ihn her beordert. Der Arsch ist teuer.
Du liebst ihn, und ich liebe dich. Diese Geste kommt von Herzen.
Monsieur Voltaire, es ist mir eine Ehre.
-Vielen Dank. -Oder merci. Richtig, Volti?
-Euer Akzent ist formidable. -Touché.
Einen Moment, die Herren.
-Komm, Volti. -Ja.
Ich kann ihn nicht vor Voltaire töten. Er verkörpert Vernunft und Menschlichkeit.
Ich meine, es ist Voltaire! Wie sähe das aus?
Herrje. Er ist nur ein französischer Penner.
Ich rede kurz mit ihm und tue es dann, wenn wir allein sind.
Heute töten wir den Kaiser.
Wenn die Nachricht kommt, riegeln wir den Palast ab.
Wir schalten die Wachen aus.
Und... bis dahin?
Warten wir.
Trinken wir.
Auf die Zukunft Russlands!
Erzi, ich muss meine Sünden beichten.
Dauernd sagtet Ihr, ich irre,
und letzte Nacht kam mir der Gedanke, dass Ihr recht habt.
Ich muss beichten.
Ich habe kranke Dinge getan, Erzi. Kranke, verdorbene Dinge.
Verstehe. Wie faszinierend.
Da ist diese Magd in der Küche, und die Laster, der wir uns hingaben...
Gott hat Euch gesegnet, Orlo.
Beruhigt Euch. Ich ziehe mich um.
Wichser!
Was soll das?
Marial, tu das nicht. Wir müssen...
-Marial! -Scheiße!
Mich interessiert Eure Meinung zur Vernunft
und religiösem Aberglauben, der unser Leben und Herrschen verzerrt hat.
In Abwesenheit der Vernunft klammert man sich an Aberglauben.
Wir müssen Finger und Verstand der Menschen davon lösen.
Katharina hat unserem Patriarchen fast den Finger abgebissen.
Trennung der Finger der Kirche vom Staat.
-Bravo. -In der Tat. Hussa.
Ist es langweilig, zu schreiben?
Ein Stift ist wie ein Schwert.
Natürlich.
Man kann damit Augen ausstechen. Sehr gut.
Beschreibt Euer neuestes Buch Candide. Ich habe viel davon gehört.
Es ist eine Verspottung der Menschen, die glauben,
und optimistisch sind, dass das Leben gut ausgeht.
Ich glaube nicht daran.
Ich glaube, das Leben geht gut aus.
Ein Kind. Welch ein schönes Kind Ihr seid.
Ich habe etwas zu sagen.
Katharina, ich sehe dich an deinem 20. Geburtstag an,
eine Frau mit Substanz, eine Frau par exemple...
...mit weisen Gedanken und Taten,
gewidmet dem Streben nach einem besseren Russland, einer besseren Welt.
Deine Lippen, die so weise sprechen,
deine Augen, die die Welt sehen wie kein anderer,
dein Kopf, sprudelnd vor neuen Ideen,
dein Herz, erfüllt von einer großen Liebe zum Leben,
und hoffentlich für mich.
Alles Gute zum Geburtstag, meine geliebte Frau.
Hast du das geschrieben?
Volti hat mir ein klein wenig geholfen.
Vielen Dank.
Es war in der Tat sehr berührend.
Hussa.
Hussa.
Au revoir.
Wunderbarer Kerl. Kann verdammt gut reden.
Konnte Vielem nicht folgen, aber dir gefiel es?
Es war klasse.
Es war aufregend. Mein Verstand wurde befeuert.
Er hat viele Antworten. Ich sollte auch klüger sein.
Wäre beim Regieren hilfreich.
Das ist so toll an dir.
Du bist sehr klug für eine Frau. Das ist faszinierend.
Du bist ein seltsames Geschöpf.
Grausam und rücksichtslos...
...zärtlich...
...unterhaltsam...
...und bizarr.
Ich bin von dir angetan.
Auf gewisse Weise brichst du mir das Herz.
-Sagst du gleich "Ich liebe dich"? -Nein.
Es klang wie eine Art Deklaration. Du warst dem nahe, glaube ich.
Nein, ziemlich sicher nicht.
Ich habe einen Brief für dich.
Du bist zu großzügig.
Leo gab ihn mir, bevor er ging.
-Was? -"Hallo, Katharina.
Es war schön, und ich habe dich ein wenig gemocht.
Ich genoss es, dich zu ficken, obwohl ich nicht gut Muschi lecke.
Tut mir leid. Ich kehre heim oder gehe nach Venedig.
Ich weiß es noch nicht. Suche mich nicht, es wird eher Venedig.
Das war’s mit uns.
Des Kaisers Liebe ist rein.
Er ist eine edle Seele und kann Muschi lecken, wie du sehr wohl weißt.
Von Leo."
"P.S.: Ich habe ihn dauernd in Marials Arsch gesteckt."
-Was hast du mit ihm gemacht? -Ich? Nichts. Er ist auf nach Venedig.
Er traute sich nicht, es dir zu sagen. Feigling.
Hast du ihn getötet?
Nein.
Ich verspreche, es geht ihm gut. Er liebt dich nur nicht.
Wir brauchen etwas Gemeinsamkeit
und du wirst mich lieben und ihn vergessen.
Lass uns reden.
Eines Tages siehst du das als lustige Geschichte für unsere Kinder.
Er liebt dich nicht, das tut weh, aber du liebst ihn nicht.
-Du liebst mich. -Niemals!
Du bist ein verdammter Irrer!
Mein Vater sagte, wenn eine Frau dich töten will,
hast du es geschafft
-Wie lief es? -Sie ist sauer wegen Leo.
Aber die Torte kam gut an. Voltaire war öde, aber ihr gefiel es.
Alles in allem also ein Sieg.
Lass mich raus, du Arsch!
-Sie wird sich beruhigen. Sie... -Ich bringe dich um!
Sie ist ein Prachtstück. Ich habe sie nie mehr geliebt.
Verdammte Schlampe.
Ich bin's!
-Ich bin eingesperrt. -Er lebt. Du hast es nicht getan.
-Ich hab's versucht. -Orlo sollte Erzi töten?
Ja. Wir werden alle für den Sieg leiden müssen.
Wir werden verlieren.
Marial! Werden wir nicht!
Marial! Sag Welementow, er soll nicht anfangen!
Was ist hier los?
-Nur... -Du nutzt deine Chance?
Männer!
Sichert die Gänge!
Tötet die Wachen des Kaisers!
-Scheiße! -Scheiße!
Marial? Marial!
Wichser.
Ihr müsst in Eure Gemächer, Kaiser.
Scheiß drauf.
Wer immer es wagt, euch schnappe ich mir.
Hört Ihr das? Das heißt, Peter ist tot.
Es ist Katharina, nicht?
In der Tat.
Sie ist keine Freundin von Euch, lieber Erzi.
Ach, herrje. Eine so glänzende Karriere liegt nun in Schutt und Asche.
Ich sah es als Fehler an, Euch als Patriarch zu unterstützen.
-Wir finden sicher eine Übereinkunft. -Niemals.
Tee?
Wieso seid Ihr so ruhig?
Ich denke an Möglichkeiten, Orlo.
Ihr wolltet ihn weg, jetzt ist er weg. Hussa!
Was ist mit Elisabeth?
Sie mögen sich. Sie wird verschont.
Ich meine als Anführerin.
Sie ist progressiv, aber nicht zu sehr.
Sie versteht Russland und das Bedürfnis nach Stabilität,
und sie wird auf uns hören.
Ihr seid verrückt.
Sie ist der dritte Weg.
Katharina ist einzigartig.
Nun, wir sind alle Gottes Geschöpfe.
-Mögt Ihr einen Vers hören? -Interessiert mich nicht.
Das Wort Gottes wird das letzte sein.
Was soll ich nur tun?
Scheiße! Orlo.
-Ist Peter tot? -Sie konnte es nicht. Er läuft umher.
Sie wird verlieren. Er mag blutige Kämpfe.
Ich weiß.
-Weiß er, dass sie dahinter steckt? -Weiß nicht.
Wer es ihm sagt, wird als Patriot und Held gelten.
-Du solltest das tun, Marial. -Ich kann nicht.
Du musst dich von ihr lösen,
oder mir sagen, wo man dich begraben
und welchen Psalm man lesen soll.
Tu es.
Ich muss etwas erledigen.
Mach ihn fertig, Arkady!
-Kaiser? -Was zum Teufel willst du?
Wieder eine Dame sein.
Sie ist auch schwanger.
Verschwinde!
Es klingt übel, aber urteile noch nicht.
Ich sagte Peter, dass du dahinter steckst. Es klingt schlimm,
aber ich kann es erklären, und es ist clever.
Nein. Nein.
Das ist ein übler Scherz.
Du konntest Peter nicht töten.
Welementow ist ein Säufer. Du hast gelogen, dass Erzi nichts passiert.
Peter ist zu stark. Das hier ist Russland.
Wir sind erledigt. Ich habe aus so vielen Gründen recht.
-Ich dachte, wir seien Freundinnen. -Ich habe dein, unsere Leben gerettet.
Er liebt dich und du trägst seinen Erben in dir. Du bist sicher.
Er weiß, dass ich schwanger bin?
Fick dich, Marial!
Bald siehst du, dass ich recht habe.
Er wird mich jetzt töten.
Wird er nicht.
-Ich dachte, wir nennen ihn Paul. -Ich schneide dir die Kehle auf.
Ziele auf den Bauch. Du sagtest mal, das wirkt Wunder.
-Denkst du, ein Kind hielte mich auf? -Dein Kind.
Ein verdammter Sohn,
die Erhaltung deiner Blutlinie, Enkel von Peter dem Großen.
-Und zweifellos ein Süßer. -Du Schlampe. Ich habe dich geliebt.
Und du meinst, das hätte diese Liebe vermiest?
Die Tatsache, dass du mich töten wolltest? In der Tat.
Unfassbar. Ich will dir die Kehle durchschneiden und du scherzt.
Vielleicht liebst du mich deshalb.
Sag hallo.
Nein.
-Ist er wirklich da drin? -Unter deiner Hand.
Scheiße. Genau da.
Ich habe einen Menschen gemacht.
Direkt unter der Haut. Dein Sohn.
Du weißt nicht, ob es ein Junge ist.
Er fühlt sich dumm an, daher vermute ich es sehr.
Ich habe ein Messer.
Du liebst mich, und du liebst Paul. Du wirst uns nicht töten.
Warum liebst du mich nicht?
Irgendwie tue ich das.
Aber ich liebe Russland mehr.
-Du bist nicht mal Russin! -Im Herzen bin ich das.
Wenn ich dein Herz rausschneide, sehe ich, ob das stimmt.
Jede Fotze kann mir ein Baby machen.
Dann töte uns.
Dann...
Warte. Ich muss...
Hallo, Paul. Ich bin's, Papa.
Ich kann nicht. Scheiße.
Gib es auf.
Ich will kein weiteres Blutvergießen.
Danke ab.
Abdanken?
Du bist auf eine verrückte Art süß und faszinierend,
was mich unglaublich hart macht.
Aber die Frage ist doch, warum zum Teufel sollte ich das tun?
Weil du merkst, dass du es nicht kannst.
Ich bin der Kaiser, geboren dazu. Du bist eine Frau.
Ich werde besser sein. Bin besser.
Ich habe den Krieg beendet. Die Folter war ein Fehltritt für dich.
Ich mobilisierte Militär, Regionen und Hof und habe eine Vision für Russland.
Überlasse es mir. So erfüllst du den Wunsch deines Vaters.
Opfer für das Wohl Russlands.
Das ist alles, was du wirklich willst.
Eigentlich hasse ich den Beruf. Er nervt, und ich spüre, wie schlecht ich darin bin.
Das bist du! Das kam heftiger raus als beabsichtigt.
Schon verstanden. Danke.
Du wirst Russlands Zukunft gesichert haben.
Nicht ruiniert, wie deine Mutter prophezeite, sondern beschützt.
Dein Sohn wird dann übernehmen, deine Linie fortführen.
Genau. Und was soll ich dann tun?
Trinken, ficken, essen, herumalbern, und bei deinem Kind sein.
Alles, was du liebst.
Und du könntest diesen Mann lieben?
Ich glaube, das könnte ich.
Denn er wäre der Retter Russlands.
Vor mir selbst gerettet. Eine äußerst verzwickte Idee.
-Du spielst ein Spiel mit mir. -Ich liebe es, dass du das merkst.
Du Hexe.
Es ist ein Spiel, bei dem wir beide gewinnen.
Also, abgemacht?
Ich sehe eine neue Option.
Leo.
Du stoppst deine Leute, oder ich lasse Woronski den Kopf abschlagen.
Deine Torte. Wir haben sie gar nicht probiert, oder?
Saure Zitronen und diese Nussnote. Köstlich.
Wache! Überbringe den Befehl, Leo Woronskis Kopf abzutrennen
-und ihn auf einem Tablett zu servieren. -Nein!
Dann sende die Nachricht.
Wache, warte.
Bringt das zu Welementow.
Fettsack. Ahnte nicht, dass er das in sich hat.
Befiehl jetzt ihn gehen zu lassen.
-Nein. -Wir hatten eine Abmachung.
Lasse ich ihn gehen, fängst du wieder an.
Er wird bewacht,
und kommt es zu Geschrei, Schüssen oder Versammlungen,
irgendeinem Anzeichen von Bewegung,
werden sie ihn wie Wölfe zerfleischen.
Bis später dann.
-Du hast ein Spiel mit mir gespielt. -Ich liebe es, dass du das merkst.
Elisabeth!
Erzi.
Bonjour, Kaiserin.
Ich bin zu aufregenden Zeiten hier.
Vorhin verstand ich deren Bedeutung noch nicht.
Leider nicht ganz so aufregend.
Es ist offenbar noch in Reichweite.
Ich verlöre den Mann, den ich liebe.
Was ist ein Mann? Zwei Beine, ein Schwanz,
ein paar Worte, die zu Nichts werden.
Er ist mein Herz.
Vorläufig. Morgen wird er von einer Kutsche überfahren oder fickt eine andere,
oder fängt sich Syphilis im Rachen ein und steckt Euch mit einem Zungenkuss an,
woraufhin Ihr irre werdet und wertlos sterbt.
Ihr habt einen unerwartet dunklen Charakter.
Ich würde keine Erleuchtung suchen, dächte ich nicht, dass wir im Dunkeln tappen.
Er ist meine große Liebe. Und ich muss ihn verdammt noch mal haben.
Ihr wisst also, was Ihr wollt. Liebe ist alles.
Ihr macht euch lustig.
Au contraire. Scheiß auf Russland. Es ist ein Drecksloch und wird es immer bleiben.
-Ihr seid sowieso Deutsche. -In meinem Herzen bin ich Russin.
Russland wird die größte Nation der Welt, du französischer Wichser.
Dieses russische Herz... das gleiche wie bei dem Jungen da drin?
Ja. Daher meine...
-Verwirrung. -Ich dachte, es sei mein Schicksal.
Dann wäre es so gekommen. Ist das nicht der Sinn von Schicksal?
-Was war los? Ich sendete keine Nachricht. -Die Ereignisse überschlugen sich.
Warum habt Ihr ihn nicht getötet?
Die Ereignisse überschlugen sich. Es ging nicht
Wir können gewinnen. Wir hatten die Oberhand.
Ich werde Leo nicht sterben lassen.
Macht Ihr jetzt einen Rückzieher, wird keiner mehr mitmachen.
Und Leo wird sterben. Es ist vorbei!
-Seht ihnen in die Augen. -Das tue ich.
Da ist Hoffnung, verdammt.
Wer hätte das gedacht?
Ich warte auf Euer Signal.
Ich schieße in die Luft und es geht wieder los.
Küss mich.
Oh, verstehe.
Ich...
Ich hoffte, so würde das nicht laufen.
Ich bin da gespalten, ehrlich gesagt.
Ich liebe dich von ganzem verdammtem Herzen.
-Aber... -Bedenke...
...was du jetzt sagen wirst,
und dass, wenn du es nicht sagst...
...wir hier ewig glücklich stehen könnten.
Ich kann die Welt verändern.
Ich weiß es.
Ich weiß, du kannst das.
Mein Schicksal warst immer du.
Deines war immer Russland.
-Ich werde dich heimsuchen. -Versprich es.
Untertitel von: Christian Eisenach
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