All language subtitles for Der Bestatter - S01E04 - Stachel im Fleisch.deu

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Original subtitles

.

Also, ich mache es noch einmal, dann seid ihr dran!

Bitch! - Selber Bitch!

Glaub ja nicht, dass er dich geil findet!

Er steht ĂŒbrigens nicht auf Punk. - Ruhe jetzt, zuschauen!

MĂ€dchen: Verdammt, tut etwas!

Melancholische KlÀnge

Luc Conrad

Anna-Maria Giovanoli

Erika BĂŒrgisser

MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG

Nein, eine Body Farm ist wie ein grosser Garten.

Dort studieren sie die postmortalen VerÀnderungen.

Und danach können sie bei einem Fund feststellen ...

Body Farm? Schluss jetzt! So etwas ist kein Garten.

Das ist einfach nur respektlos, Fabio.

Telefonklingeln

Bestattungsinstitut Conrad, BĂŒrgisser.

Ja, ich habe es verstanden. Wo?

War die Polizei schon da?

Wir kommen gleich vorbei.

Ein Toter im Hallenbad.

Handyklingeln

Das gibt es nicht. Das liegt schon seit gestern hier.

Und wer trÀgt jetzt? Ich trage nicht.

Ich schreibe Herrn Conrad eine Nachricht.

Herr Ilgner!

Haben Sie einen Moment Zeit?

Ich wollte mit Ihnen ĂŒber den Mord an MĂ€der reden.

Was wollen Sie von mir? Wollen Sie jemanden beerdigen?

Wir leben alle noch. Also lassen Sie mich in Ruhe!

Ich will mit Ihnen ĂŒber ein GeschĂ€ft reden, und ziemlich viel Geld,

das damals floss. Etwas, das mein Kollege MĂ€der von der Kapo rausfand.

Leider lebt er nicht mehr.

Wollen Sie mir irgendwas unterstellen?

Verschwinden Sie jetzt! Darf ich Ihnen was zeigen?

Das fand ich in MĂ€ders Nachlass.

Vielleicht wissen Sie, was das bedeutet: Ilgner, BSALL.

Keine Ahnung. Und nun auf Wiedersehen!

Er kam Ihnen bei irgendeiner Schweinerei auf die Spur.

Ich ĂŒberlege gerade, ob das unter Verleumdung oder Drohung lĂ€uft.

Nochmals: Was bedeutet dieses KĂŒrzel?

Ist das ein Verhör?

Conrad ... Sie sind nicht mehr Polizist.

Haben Sie das noch nicht kapiert?

Ich kriege dich! Ich bleibe dran, das verspreche ich.

Hör mir zu! Conrad schnĂŒffelt wieder rum.

Er weiss etwas.

Er will mich provozieren.

Nein, du kommst ins Rouge. Um 24 Uhr.

Nein, nein, nein, nein. Wir sind heute alleine.

Frau Weinmann. - Guten Morgen.

Frau Giovanoli, was haben wir Schönes?

Unterschriften.

Conrad ist ĂŒberzeugt, dass Rechtsanwalt Ilgner

mit dem MĂ€der-Mord zu tun hat.

Weil er diverse Hinweise im Nachlass von MĂ€der fand.

Ist Herr Conrad jetzt Ermittler?

Er hat ein posttraumatisches Syndrom. VerstÀndlich, oder?

Der Mörder lÀuft immer noch frei herum.

Ich werde diesen Anwalt ... Ilgner.

... mal etwas genauer anschauen.

Und, wie geht es nun weiter?

Man wird im Institut fĂŒr Rechtsme- dizin die Todesursache feststellen.

Conrad. Institut Conrad.

Entschuldigung, ich muss mich um meine SchĂŒler kĂŒmmern.

Herr Spirig, Rektor der Kantonsschule. Wo warst du?

Ich habe noch andere Leichen im Keller.

Entschuldigung, sorry!

Äh ...

Könnte ich ihn nochmals sehen?

Bitte! Sanfte Musik

Das finde ich so peinlich, was du fĂŒr eine Show abziehst.

Sorry, er ist tot. Und du tust schon wieder so blöd.

Begreif doch einfach, dass er von dir nichts wollte.

Du lĂŒgst, du verdammte Bitch!

Stopp, aufhören! Hallo!

Ah, das ist ja Vani Dörig.

Kennst du mich nicht mehr? Ich bin es, dein Götti.

Ich weiss, ich war ein schlechter Götti.

Ich heisse nicht Vani. Ich bin Vanessa.

Und an seiner Beerdigung spielt unsere Band.

Ihr spielt sicher keinen Punk. Wir haben einen Schulchor.

Sorry, aber dein Schulchor ist scheisse.

Ruhe jetzt, aufhören!

Die Auseinandersetzung mit dem Tod gehört zum Leben,

mehr als jedes Schulfach. - Ach ja?

Warum haben wir dann kein solches Schulfach?

Das ist eine sehr gute Frage, Jana.

Vielleicht wÀren die Herren Bestatter bereit,

mit uns ĂŒber dieses Thema zu reden.

Das machen wir gerne.

Unheimliche Musik

MĂ€der!

Sag etwas! Scheisse! MĂ€der!

B ... L ... Komm!

MĂ€der!

Luc?

Schrei, Telefonklingeln

Herrgott nochmal!

Conrad.

Wer?

Wanner?

Um diese Zeit? Wo?

Leise JazzklÀnge

Conrad! Du?

Adriana Wanner! Seit wann arbeitest du hier?

Schon lange. Gut, konntest du gerade kommen.

Ich muss dir etwas zeigen. Willst du was trinken?

Danke. Wo ist der Verstorbene?

Es gibt immer wieder Herzinfarkte.

Manchmal ist es zum Sterben schön.

Komm!

Ein Stammgast, eine prominente Persönlichkeit.

Gut, bist du alleine gekommen. Alleine? Wo ist die Ambulanz?

Von den MĂ€dchen bekam es keines mit.

Ich habe alle heimgeschickt und Feierabend gemacht.

Du hast aber schon die Polizei gerufen? Nicht?

Das musst du, und zwar sofort! Los!

Geh, ruf an! Wo ist er? In der Sauna.

Schon wieder einer im Wasser.

Verdammt, ist das heiss hier!

Ilgner.

Scheisse!

Und ich Idiot ohne Handschuhe.

Adriana!

Hallo? Bist du privat unterwegs? Nein, dienstlich. Sieht man doch!

Wer ist es? Der Anwalt, Lorenz Ilgner.

Ist nicht wahr.

Du kennst die Vorschriften ja. Du bist vorlÀufig festgenommen.

Verdammt, was mache ich hier? Du kennst mich doch besser.

Und wo sind ĂŒberhaupt meine Kleider?

Die bekommst du, wenn die im Labor fertig sind.

Was, Labor? Wanner liess mich kommen.

Ich zog mich wegen der Hitze um. Ich wusste nicht, dass es Ilgner war.

Du bist nicht mehr mein Fall. Ich gelte als befangen.

Du bist jetzt bei mir.

Aha.

Und du bist nicht befangen? Waren wir mal zusammen im Bett?

Nein, danke. Eben.

Also, nochmals: Es steht nÀmlich Aussage gegen Aussage.

Du warst mit Ilgner in der Sauna. Ein Streit brach aus.

Du wurdest handgreiflich. Dann rief Adriana Wanner an.

Sie hat eben ihre Aussage unterschrieben.

Die lĂŒgt. Die hat mir eine Falle gestellt.

Die ist selber darin verwickelt. Wo ist sie jetzt?

Geht dich das etwas an? Hier stelle ich die Fragen.

Ihr habt sie laufen gelassen. Luc.

Wir haben dich mit einem Ermordeten in einem Bordell gefunden,

und du hast weder die Polizei noch einen Arzt gerufen.

Weisst du was? Leck mich doch am Arsch!

Er war hÀufiger im Puff als bei mir im Bett.

Frau Ilgner, Ihr Mann wurde ... ... ermordet, nehme ich an.

Er hatte mit dubiosen Leuten zu tun. Es musste so weit kommen.

Dann hatte er Feinde? Er hatte viele Feinde.

FĂ€llt Ihnen jemand ein? Wurde er kĂŒrzlich bedroht?

Gestern Morgen tauchte jemand vor unserem Haus auf.

Vollschlank mit Bart? Schwarzer Anzug.

Sie stritten, er wurde sogar handgreiflich. Dann ging er wieder.

Frau Ilgner, wo waren Sie gestern Abend zwischen 23 Uhr und 1 Uhr?

Im Bett.

Alleine.

Mein Beileid. FĂŒr meinen verstorbenen Mann?

Oder fĂŒr mein leeres Bett?

Margrit SpÀni.

Bitte gib dir besonders MĂŒhe und mach ihr eine schöne Frisur!

Ach, wir spielten 8 Jahre zusammen Volleyball.

So eine liebe Frau.

Ihr Mann sprang vor einigen Jahren vor den Zug.

Aber hoffentlich nicht wegen ihr.

TĂŒrglocke

Ist ja gut, ich komme ja.

Wir haben einen Hausdurchsuchungsbefehl.

DĂŒrfen wir reinkommen? Aber ...

Machen Sie bitte Platz! Sie können nicht einfach ...

Er ist doch Ihr Kollege. War er mal.

Ich weiss ganz sicher, dass er kein Verbrecher ist.

Ich kannte ihn schon als Junge. Jetzt ist er kein Junge mehr.

Ilgner.

Alles durchsuchen, alles einpacken! Ich gehe noch schnell in die Wohnung.

Herr Dörig.

Sie sind ein Unmensch.

Ich weiss, dass ich bis zum Hals im Dreck stecke.

Wie damals, als mir MĂ€der einfach verblutete.

Diesmal steckst du tiefer im Dreck. Was hast du dir gedacht?

Glaubst du mir nicht?

Ich glaube dir.

Dann weisst du auch, dass das ein abgekartetes Spiel ist.

Was ist mit den MĂ€dchen? Frauen, meinst du?

Puffbruder. Ich war dort noch nie.

Niemand sah oder hörte was.

Sie schickte sie heim, bevor sie uns alarmierte.

Das ist auch gelogen. Kein Mensch war da, als ich ins Rouge kam.

Ilgner tot, an dem Tag, an dem du bei ihm warst.

Seine Frau belastet dich schwer.

Was wolltest du ĂŒberhaupt von ihm? Ihm Feuer unter dem Arsch machen.

Ja, bravo. Ich konfrontierte ihn mit der Notiz.

Er wusste etwas, da bin ich sicher.

Und wenn du den Ilgner-Fall zurĂŒckbekommen wĂŒrdest?

Ich versuche es.

Klopfen

Was wird das? Mein BĂŒro ist keine Asservatenkammer.

Wenn Sie an einem anderen Ort Einsicht nehmen wollen,

suche ich einen. - Nein, schon gut, lasst es hier!

Ja, was ist noch? Ach, Sie sind es!

Ich will den Mordfall Ilgner zurĂŒck. Sie wissen, dass das nicht geht.

Ich bin Dörigs Vorgesetzte. Er ist genauso befangen wie ich.

Dann muss ich einen Fahnder von aussen holen.

Der sich ein halbes Jahr einarbeiten muss, weil er keine Ahnung hat?

Einer mit einem frischen Blick.

Das braucht Zeit, die wir nicht haben.

Dörig ist sicher gut, aber als Fahnder nicht so weit.

Sie bringen mich in Teufels KĂŒche. Herr Odermatt,

habe ich Sie schon mal enttĂ€uscht? Gut, dann tun Sie, was Sie mĂŒssen.

Hallo, ich bin es.

Ich glaube, wir sollten miteinander reden.

Willst du die alten Geschichten aufwÀrmen?

Darum gehts nicht.

Du hast dich schon lange nicht mehr gemeldet. Was willst du mir sagen?

Du hÀngst da in etwas drin, und ich helfe dir, wenn du willst.

Keine Ahnung, wovon du redest.

Lorenz setzte dich bei einer krummen Sache als stille Teilhaberin ein.

Übrigens, mein herzliches Beileid.

Dann komm mal vorbei und tröste mich!

Oh Gott, Junge, wie du aussiehst!

Fast wie ein Krimineller.

Was machst du nur fĂŒr Sachen?

Hören Sie, junger Mann! Ich war noch nie in einem GefÀngnis,

aber wie es hier aussieht!

Sie besorgen anstÀndiges Bettzeug und einen Rasierapparat. Subito.

RĂŒeblitorte.

Mach dir keine Sorgen, Erika, ich bin bald wieder draussen.

Ja, hoffentlich. Der Lehrer erwartet dich schon in der KĂŒhle.

Todesursache? Aneurysma. Geplatzte Arterie.

In diesem Alter!

Und dann fragte Rektor Spirig nach. Wegen diesen Lektionen.

Welche Lektionen?

Du hast ihm versprochen, Lektionen ĂŒbers Beerdigen zu halten.

Habe ich das?

Das wird schwierig mit einem Dutzend Maturanden hier.

Schick Fabio!

Das ist mein Fall. War er.

Du willst deinen Ex raushauen. Er ist unschuldig.

Sorry, das zieht nicht. Odermatt hat das entschieden.

Frag ihn doch selber!

Weisst du was? Ich lasse mich versetzen.

In eine Abteilung, wo mein Vorge- setzter seine Emotionen im Griff hat.

Okay. Ich will alle FĂ€lle auf dem Tisch,

bei denen Luc jemanden hinter Gitter brachte und Ilgner der Anwalt war.

Du sagst mir gar nichts mehr. Das ist ein Dienstbefehl.

Ach ja, fast hÀtte ich es vergessen: Wo ist Adriana Wanner?

Warum hast du die noch nicht aufgetrieben? Dörig, sag mal ...

Er will versetzt werden. Aber er beruhigt sich schon wieder.

Telefonklingeln Ja, bestimmt.

Moment. Ja?

Danke, ich leite es gleich weiter.

Ciao.

Wir mĂŒssen Adriana Wanner zur Fahndung ausschreiben.

Sie hat das Rouge dicht gemacht. Sie ist unauffindbar.

Ja, machen Sie das!

Du kannst nach Hause.

Du solltest Odermatt umarmen.

Und wenn du willst, kannst du mich wieder loslassen.

Seit Wanner weg ist, sieht er bei dir keine Verdunkelungsgefahr mehr.

Eine Bedingung: Du musst dich tÀglich bei Dörig zeigen.

Sadist.

Und in der anderen Zeit will ich dich in meiner NĂ€he haben.

Wie nahe?

So nahe auch wieder nicht.

Warte!

In der Nacht kam mir aus dem Rouge eine junge Frau entgegen.

WĂŒrdest du dich an sie erinnern? Ja, ich weiss nicht, vielleicht.

Sie sah verdammt gut aus und hatte fast nichts an.

Sie arbeitete sicher im Rouge. Komm endlich!

Das hat sie nicht gesagt.

Macho!

Was machst du hier? Fahnden.

Vieleicht solltest du dir eine Frau suchen.

Ich suche ja eine Frau. Das ist aber nicht wahr.

Doch, ich glaube, ich habe sie gefunden.

Ich bin sicher, das ist sie. Die aus dem Rouge.

Aha. Und jetzt?

Jetzt muss ich die Privatanzeigen durchforsten.

Weisst du, wie viele sich da anbieten?

Nein. Alleine im Kanton Aargau ca. 500.

Wenn sie eine Illegale ist, schafft sie vielleicht nun privat an.

Und dann habe ich 500 nackte Weiber auf dem Computer?

Das darf doch alles nicht wahr sein. Erika!

Machst du mir eine Thermoskanne starken Kaffee?

Das wird eine anstrengende Nacht.

Das ist sie.

Frauenstimme: Hallo? Hallo, hier ist Luc.

Hochdeutsch mit Akzent: Hallo, Luc! Weisst du, wie spÀt es ist?

Entschuldigung. HĂ€ttest du morgen vielleicht Zeit?

Wie wÀre es mit 11 Uhr?

Gut. Wo?

Kennst du Telli Aarau?

Wenn du bist da, rufe mir an! Ich sage dir, wo klingeln.

Okay.

Solche Methoden gefallen mir nicht. Ich sollte vielleicht alleine gehen.

Das wĂŒrde dir so passen. Jetzt ruf an!

Hochdeutsch: Hallo, ich bins.

Hallo, Schatz! Wie lange bleiben? 30 Min.

200. KĂŒssen und OV ohne, 50 extra.

Äh, ja. Nr. 9, klingeln bei Feusi.

Nimm Lift, 8. Stock.

Du weisst, wie es lÀuft, was?

Hoi!

Kapo Aarau, dĂŒrfen wir Sie ...

Was wollen Sie?

Haben Sie im Rouge gearbeitet? Ich kenne kein Rouge.

Wir wollen nur eine Auskunft. Ich sage nichts.

Gehen Sie! Gehen Sie! Ich habe nichts getan.

Arbeiten Sie legal in der Schweiz?

Ziehen Sie etwas an und kommen Sie bitte mit!

Ruhige BlÀserklÀnge

Ah! Scheisse!

Ich wÀre wohl doch besser alleine gegangen.

Nicht?

Herr Conrad!

Regina Ilgner. Ah, natĂŒrlich, Frau Ilgner.

Mein herzliches Beileid.

Einen Tee oder einen Kaffee? Einen Tee, gerne.

Gerne.

Sie möchten unsere Dienste in Anspruch nehmen?

Ja.

Ich möchte, dass Sie ihn bestatten.

Es gibt doch auch noch andere Bestattungsinstitute.

Sie sind der Richtige. So.

Bitte.

Wenn Sie Lorenz begraben, mĂŒssen Sie seine Welt kennen lernen.

WĂŒrde es Ihnen morgen um 11 Uhr passen?

Sie wissen ja, wo er wohnt.

Unsere Instrumente.

Eine Zange, um den Kiefer zu fixieren.

Die Rundnadeln fĂŒr die Augenlider.

Verschiedene Salben, Make-up-Pasten.

Nagellack, Coiffeur-Utensilien ...

Chlorophyll gegen den Verwesungsgeruch.

Also, wer will, kann die Sachen ruhig in die Hand nehmen.

Wenn jemand stirbt, sieht uns der Tote dann noch, oder ist dann fertig?

Wie bei einer Maschine, die man abschaltet.

Das weiss niemand, der noch lebt.

Es gibt zwar Nahtoderfahrungen, aber jeder stirbt seinen eigenen Tod.

Und der Sinn des Lebens ist ja der Tod.

Sagte mal ein Philosoph. Das ist wie der 1. Kuss.

Augenblick pur.

Der Tod macht den Augenblick so einmalig und einzigartig.

Das ist Punk. Schluchzen

Gott, du bist so eine Heulsuse.

Vanessa, du redest so viel Scheisse.

Dein Vater ist ja auch Bulle und dein Götti TotengrÀber.

Jetzt reichts, du ...

Fabio: Hallo! Hallo!

Danke fĂŒr eure Aufmerksamkeit.

Es gibt einfach Dinge, die man nicht erklÀren kann.

Darum gehen wir nun auf den Friedhof. Dort spĂŒrt man die Ewigkeit.

Nirgends sonst checkt man, wie schön das Leben ist.

Nein, nein, nein, Vanessa, jetzt komm mal runter!

Du spielst nicht Punk an einer Beerdigung.

Vanessa! Jetzt schrei nicht so rum!

Vanessa? Hallo?

Wir mĂŒssen sie finden. Also gebt das zur Fahndung raus!

Und versucht, ihr Handy zu orten!

Gut.

Ich habe alle Mandanten von Ilgner durchgenommen.

Rotlicht, Gastronomie, Bauwirtschaft - aber nichts,

das auf einen Mord hinweisen wĂŒrde. Tut mir leid fĂŒr den Aufwand.

Es muss dir nicht leidtun. Etwas habe ich:

Wanner, die Chefin des Rouge, gehört auch zu Ilgners Klientel.

Gibt es ein Dossier? Ja, aber das ist bei Odermatt.

Anna-Maria, wegen gestern ...

Weisst du, ich arbeite wirklich gerne hier - auch mit dir.

Weshalb ist das Dossier bei Odermatt?

Er wollte sich einlesen wegen dem Ilgner-Mord.

Reto, weisst du was? Geh heim zu deiner Tochter!

Sein Reich.

Pontoniersclub, ein verschworener MÀnnerclub aus seiner MilitÀrzeit.

Ah, von dort kennen sie sich.

Komisch, genau dort verlor ich vor einem Jahr einen Dienstkollegen.

Der Polizistenmord, ja, ja, ich weiss. Es war in jeder Zeitung.

Sie standen doch auch dort unter Verdacht.

Ist das nicht Staatsanwalt Odermatt? Ja, den kenne ich auch schon lange.

Wir 4 gingen damals zusammen aufs Gymnasium.

Jeder wollte mich.

Aber ich war damals unsterblich in Felber verliebt.

Er kam um. Ein Unfall, hiess es.

Und dann entschied ich mich fĂŒr Lorenz.

Obwohl er schon damals ein untreuer Hund war.

Die Ironie der Geschichte ...

Ich erbe jetzt sein Puff.

Absurd.

Erledigen wir zuerst das GeschÀftliche?

Kommst du nicht mit nach oben? Ungern.

Habt ihr Dalia gefunden? Nein.

Und Wanner? Abgetaucht. Unauffindbar.

Weisst du, wer mit Ilgner seit der Rekrutenschule befreundet ist?

Dein Chef Odermatt. Du meinst ...

Spinnst du? Die Witwe Ilgner beauftragte mich,

ihren Mann zu beerdigen. Eben belastete sie dich noch.

Ist doch seltsam, oder? Der Schwanz wedelt mit dem Hund.

HĂ€? Witwe Ilgner weiss vielleicht mehr, als wir glauben.

Eine Jugendfreundin von Odermatt. Eine interessante Frau.

Leider nicht meine Lohnklasse.

Ich muss noch schnell Dörig meinen Arsch zeigen.

Klopfen Ja!

Sie wollen sicher die Unterlagen ĂŒber die Kanzlei Ilgner.

Ich habe schon mal einen Blick reingeworfen.

Nichts ĂŒber Adriana Wanner.

Keinerlei Hinweise?

Einige Geschichten ĂŒber abgelaufene Aufenthaltsbewilligungen im Rouge.

Sie wÀre mit einer Busse davongekommen.

WĂ€re? Wird. NatĂŒrlich.

Die Fahndung lÀuft, wir finden sie. So was Dummes.

Kopf hoch! Ihre Abteilung hat noch jeden Mord aufgeklÀrt.

2 FÀlle sind noch nicht aufgeklÀrt. Ja, der Fall Ilgner.

Schauen Sie es doch auch nochmals durch! 4 Augen sehen mehr als 2.

Und findet den TĂ€ter! Oder die TĂ€terin.

Regina Ilgner hat kein Alibi, aber ein Motiv.

Eifersucht, eine betrogene Ehefrau, und sie erbt Millionen.

Vielleicht half ihr Adriana Wanner, ihren Mann zu ertrÀnken.

2 Frauen könnten das. Sehr gut möglich.

Sanfte Jazzmusik

Dalia: Hallo! Bitte sprich nach dem Pfeifton oder ruf spÀter an!

Dalia, hier ist Luc. Ich war kĂŒrzlich bei Ihnen.

Sie sind in Gefahr. Es geht um den Mord im Rouge.

Melden Sie sich, ich helfe Ihnen. Es ist alles ohne Polizei, versprochen.

Ich bin Luc Conrad, Entfelderstrasse 89 in Aarau.

Rufen Sie mich zurĂŒck!

So, Frau SpÀni, unsere letzte Reise.

Anschnallen! Wohin kommt sie?

Krematorium Rosengarten.

Dalia!

Ist keine Polizei hier?

Keine Polizei, Ehrenwort. Gut.

Wo ist Adriana Wanner? Sie haben gesagt, ich sei in Gefahr.

Warum wissen Sie das? Luc, du hast das Formular vergessen.

Ich will weg hier, ich will nach Hause, aber ich habe keine Geld mehr.

Ich helfe Ihnen, aber Sie mĂŒssen mir auch helfen.

Ich brauche Geld fĂŒr die Reise nach Hause.

Wo ist Ihr Zuhause? Riga.

Wo ist Adriana Wanner, sagen Sie es mir!

Wo ist sie?

Da finden Sie Adriana.

Erika begleitet Sie zum Bahnhof, damit Sie den richtigen Zug nehmen.

Was? Und du gibst meiner Ex die Adresse.

Aber, aber, ich kann jetzt nicht ... Erika, es geht um Leben und Tod.

Darum geht es bei uns immer. Kommen Sie!

Halten Sie sich fest, Frau SpÀni!

Adriana! Es war nicht meine Schuld.

Fuck, das ist ein verdammter Albtraum.

Ja, v.a. fĂŒr mich. Ich wollte das nicht. Glaub mir!

Womit hatte Odermatt dich in der Hand?

Frauenhandel? Illegale MĂ€dchen?

Schuss, Adriana schreit.

Wer sagte dir, du solltest mich ins Puff rufen?

Du weisst doch genau wer! Odermatt?

NatĂŒrlich Odermatt.

Hey!

SchĂŒsse

Du musst ein volles GestÀndnis ablegen, sonst bist du tot.

Du bist gut! Ich bin tot, wenn ich das mache.

Lass mich, ich muss jetzt gehen! Du bist die einzige Zeugin.

Ich muss gehen. Er hat es auf dich abgesehen.

Adriana!

Paul!

Sirene

Mein Fuss ...

Mein Fuss tut so weh.

Ich glaube, du bist mir auf den Fuss getreten.

Weit und breit kein Mensch. Kannst du mich zum Flughafen fahren?

Ich muss zum Flughafen.

Adriana, schau mich an! Schau mich an!

Adriana, komm, schau mich an! Komm!

Spinnst du eigentlich? Wenn wir 2 Min. spÀter gekommen wÀren!

Was meinst du? Kommt Adriana durch? Sie hatte extrem GlĂŒck. Steckschuss.

Sie braucht Polizeischutz. Ist bestellt.

Spuren? Die klappern den See ab.

Danke.

Ich glaube, du hattest etwas Angst um mich.

Ich machte mir schon etwas Sorgen.

Wer wĂŒrde sonst die ganzen Toten mitnehmen?

Mit MĂ€ders Nachlass kann man vielleicht alles beweisen.

Ich will endlich wissen, wer MĂ€der erschoss.

Der Nachlass ist bei Odermatt unter Verschluss.

Da komme ich nicht so leicht ran.

Nach Adrianas Aussage wissen wir mehr.

Also gut, ich versuche, an diese Schuhschachtel zu kommen.

Was machst du dafĂŒr? Ich gehe zu den Pontoniers.

Was willst du dort? Dort hat alles angefangen.

Bleib erreichbar, okay?

Ja.

Hallo! Hallo!

Unruhige, abwartende Musik

Ich habe im Leben noch nie ein Gesicht vergessen.

Sie sind doch dieser Polizist. Nicht mehr.

Man hat den Mörder Ihres Kollegen nicht gefunden, habe ich gehört.

Seltsam.

So wie beim 1. Mal.

Wie die Zeit vergeht. Was war da los? ErzÀhlen Sie mal!

Moment, ich zeige Ihnen etwas!

Ich glaube, da ist es.

Ja.

Ja, hier ist er. Peter Felber hiess er.

Ein tragischer MilitÀrunfall.

Man munkelt aber Frauengeschichten, ja.

Und besoffen seien sie auch gewesen.

Man fand Felber im Stauwehr dort unten.

Mit einer tiefen Wunde im Bauch.

Man fand nie genau raus, was passiert ist.

Vielleicht wollte man es auch nicht genau wissen.

Nur hat man die Tatwaffe damals nicht gefunden.

Meinst du, er ist drin? - Weiss nicht.

Mach ihn auf!

Mach du!

Scheisse.

Vergiss ihn doch einfach! Du warst ihm so was von egal.

Noch 3 Monate und es wÀre offiziell gewesen.

Dann wÀren wir zusammengezogen.

Krass.

Aber bald liegt er hier drin - ohne dich.

Alleine.

Liebst du ihn dann immer noch? Auch wenn er tot ist?

Klar. Klar liebe ich ihn noch. - Beweis es mir!

Lege dich hier rein!

Du hast ihn doch geliebt.

Oder?

Gute Nacht!

Sanfte Klarinettenmelodie

Du rauchst?

Nein, nein, nur die hier.

Du musst aber nicht wieder ins GefÀngnis?

Ich bleibe.

Sei so gut und lass uns alleine!

Ich habe MĂ€ders geheime Notizen.

Was machst du hier? - Regina!

Wie bist du reingekommen? - Mit dem SchlĂŒssel deines Mannes.

Du willst endlich den Stachel, nicht? Nach all diesen Jahren.

Du lÀsst alle Zeugen und alle Beweise verschwinden, nicht, Paul?

Aber der Stachel fehlt dir noch.

Schau da! Lorenz hat ihn all diese Jahre aufbewahrt.

FĂŒr dich. - Er hat mich damit erpresst.

Ich weiss. Und ich weiss, dass du ihn umgebracht hast.

Und weisst du was? Ich kann es sogar verstehen.

Jetzt bist du endlich dort, wo du immer sein wolltest.

Wir wollten alle nur dich, dich. Alles drehte sich um dich.

Du warst immer im Zentrum.

Und gib es zu: Dir hat das gefallen.

Und die Sache mit Felber ...

... war ein saudummer Unfall.

Ich hatte einfach den Kopf verloren.

Alles tat ich seither fĂŒr dich, alles.

Weil ich dich vom 1. Tag an wollte. Bis heute.

Leise Rockmusik

Warum hast du ihn nicht frĂŒher umgebracht?

Mir wÀre einiges erspart geblieben.

Ich habe in diesen Tagen viel ĂŒber dieses Leben nachgedacht.

Lorenz hat dich nicht nur missbraucht.

Er hat dich v.a. gebraucht. FĂŒr seine kriminellen GeschĂ€fte.

Und jetzt brauche ich dich.

Und du mich. - Regina.

Regina, was willst du von mir? - Sagen wir mal, 50:50.

Geld? - Geld? Nein.

Ein Alibi fĂŒr die Mordnacht fĂŒr mich.

Und fĂŒr dich.

Ihr habt mich unterschÀtzt. Alle. Immer.

Ich nicht. - Komm!

Zeig mir, was wir in dieser Nacht gemacht haben!

Dann können wir der Polizei dasselbe erzÀhlen.

Das ist es. BSALL.

Das heisst: Bezirksstaatsanwalt- schaft, Abteilung Leib und Leben.

Ist doch klar, ich Idiotin.

Die Briefe von Ilgner. Er hat den ganzen Gemeinderat eingeseift.

Hier, ein Schreiben des BaukommissionsprÀsidenten.

Und schwupp, hat er aus einer Landwirtschaftszone

millionenschwere Eigentumswohnungen gemacht.

Mit einer unseligen Verbindung direkt in die Staatsanwaltschaft.

Odermatt hat hinter Ilgner immer alles sauber aufgerÀumt.

Versorgte ihn mit Informationen, liess Akten verschwinden ...

Warum Odermatt? Das ist doch nicht möglich.

Vielleicht hatte Ilgner ihn in der Hand, mit einer alten Geschichte.

Bei den Pontoniers, mit einem tödlichen Unfall,

der vielleicht gar kein Unfall war.

Der Zeugwart machte eine Anspielung. Und MĂ€der fand all das raus

und rief mich in dieser Nacht ganz verzweifelt an.

Du meinst, er hat ihn erschossen?

Vogelzwitschern

Spannende Musik

Schrei

Handyklingeln

Odermatt.

Ja.

Was?

Ka... Kann man sie befragen?

Ja, danke.

Ich muss los.

Komm zum Pontoniersclub! In 2 Std. warte ich dort auf dich.

Wir haben nichts, gar nichts, als Beweis gegen ihn in der Hand.

Doch. Adriana Wanner, die im Rouge war.

Nein. Scheisse, Luc!

Soll ich mitkommen? Nein, hilf mir besser aufrÀumen!

Vani, was machst du hier um diese Zeit?

Götti, du bist doch Bestatter.

So ein Sarg ... Ich muss etwas wissen:

Ein Sarg, wenn man drin liegt und er geschlossen ist,

kann man dann noch atmen?

Die sind nicht gemacht, um darin atmen zu können.

Was ist passiert? Raus mit der Sprache!

Handyklingeln

Frau Ilgner?

Ich möchte eine wichtige Aussage machen ĂŒber Staatsanwalt Odermatt.

Was fĂŒr eine wichtige Aussage? Passen Sie auf Adriana Wanner auf!

Guten Morgen. - Guten Morgen.

Alles in Ordnung? Darf ich kurz rein?

RegelmÀssiges Piepsen

Ich muss zu Wanner. Der Staatsanwalt war auch eben hier.

Schnell, ein Arzt! Ein Arzt!

Dramatische Musik

Frau Wanner?

Schock.

Luc, melde dich, verdammt! Ich bin im Ruderclub!

Handyklingeln

GedÀmpfte Schreie

Jana, sorry! Es tut mir so leid!

Zum GlĂŒck lebst du noch! Ich rufe schon mal deinen Vater an.

Vani, gib mir dein Handy!

Beklemmende Musik

Das Einsatzkommando ist jeden Moment hier.

Die habe ich wieder abbestellt. HĂ€nde auf den RĂŒcken!

Also, machen wir es kurz! Sie haben es verspielt.

Adriana Wanner ĂŒberlebt. Unsinn!

Sie kommen da nicht mehr raus.

Ihr Gerede hilft Ihnen nicht.

Wollen Sie immer so weitermachen? Nein, gleich bin ich fertig.

Es tut mir leid.

AutotĂŒr

Bedrohliche Musik

Ein Wort!

Anna-Maria?

Und hier haben Sie MĂ€der erschossen.

Er war ein guter Fahnder - wie Sie. Aber er wollte zu viel wissen.

Nein, ich habe ihn nicht erschossen. Wer dann?

Ilgner?

Der Mörder von MÀder hat seine gerechte Strafe bekommen.

Das verstehe ich nicht. Das mĂŒssen Sie mir erklĂ€ren.

Sie haben doch Karriere gemacht, Sie haben doch alles, was Sie wollen.

Nein.

Woran fehlte es? An einer bestimmten Frau?

Halten Sie endlich die Klappe!

Was geschah im Rouge? Warum ermordeten Sie Ilgner?

Ich ermordete ihn nicht, ich richtete ihn.

Geht das nicht in Ihren SchÀdel?

Er lebte mein Leben. Er nahm mir meine Liebste.

Er erpresste und demĂŒtigte mich bis zuletzt.

Er bestellte mich ins Rouge.

Er liess sich dort von einer seiner illegalen Nutten verwöhnen.

Ich solle an der Bar warten, ich sÀhe doch, dass er beschÀftigt sei.

Du hast zu viel Dreck an den HĂ€nden, sagte er. Ausgelacht hat er mich.

Immer mehr verlangte er von mir. Und immer dieses scheussliche Lachen.

Adriana Wanner hatte so viel Dreck am Stecken, dass sie mich deckte.

Aber sie wusste trotzdem zu viel.

Geben Sie mir die Pistole! Geben Sie auf! Es ist vorbei.

Paul.

Bist du bereit? Gehen wir?

Paul, er hat Recht:

Es ist vorbei.

Schuss

Sanfte, melancholische KlarinettenklÀnge

# Look up to the sky and you will see what I see.

# The shapes of the clouds and the forms they bear.

# It is not so difficult to see what I can see.

# So old and high that your imagination ...

Tut mir leid, dass ich dich verdÀchtigte.

Werd nur nicht sentimental! Okay.

Aber danke, dass du Vanessa ... Die kann etwas erleben.

Jetzt halt aber die Klappe! Vani ist ein super MĂ€dchen.

Ich habe in dem Alter noch viel mehr Scheiss gebaut.

Jetzt kannst du wieder zu uns kommen.

Dort kannst du mehr ausrichten.

Wer weiss?

Melancholische Klarinettenmelodie

puretype gmbh / UT-Redaktion Zug Im Auftrag von SWISS TXT - 2013

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