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Original subtitles

(SCHRITTE, SCHLÜSSEL KLIMPERT)

(GLOCKE SCHELLT)

Siggi Jepsen'?

Siggi Jepsen'?

Noch Fragen?

(ATMET SCHWER AUS)

Siggi?

Schließ die Tür.

Ausziehen!

Umdrehen.

(RIEGEL zu)

(MEERESRAUSCHEN)

(WIND HEULT)

(WIND HEULT)

(MÖWEN KREISCHEN)

(KLOPF, KLOPF, KLOPF)

♪ (Opernmusik läuft) ♪

- Ist Max da? - Hinten am Graben.

Komm, Siggi.

Jens?

Ist was aus der Hauptstadt?

Ich geh mal zum Graben.

(MÖWEN KREISCHEN)

Jens!

Max.

Fehlt noch ein bisschen Wut, was?

Den hast du gleich zu lesen.

Ich hab das alles verstanden, Jens.

Bis auf die Unterschrift. Die ist unleserlich.

Die haben viel zu unterschreiben.

Hm.

Malverbot, Berufsverbot,

Essverbot, Trinkverbot.

So was kann man auch nicht leserlich unterschreiben.

JENS: Das Verbot hat mit Kenntnisnahme in Kraft gesetzt zu werden.

Ja. So steht es drin.

Ich hab mir das nicht ausgedacht.

Ich hab das nur zu überbringen.

Das Verbot ist beschlossen und ausgesprochen.

Ja, aber

doch nur in der Hauptstadt, Jens.

Mich haben sie beauftragt, das Malverbot zu überwachen.

Ich bin am nächsten dran.

(WIND RAUSCHT)

(UHR TICKT)

(ATMET TIEF EIN)

(UHR TICKT)

- Das nicht! - Sie sagen, die Bilder sind krank.

Nein, nicht mein Bild!

JENS". Untersteh dich:!

Untersteh dich'.!

Hier. Bring es in mein Büro.

Los!

(TÜR zu)

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÄDCHEN LACHT)

(UHR TICKT)

(KLAPPERN)

(FLÜSTERT) Vater hat was von kranken Bildern gesagt.

(UHR TICKT)

Hm?

Ich geh ins Watt.

Kaum bist du da, gehst du schon wieder.

Tschüss.

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

Hilke!

(MÖWEN KREISCHEN LAUT)

(DONNERN)

Siggi, geh nach Hause!

Siggi!

(DONNERN)

MAX: Na!

- Wie heißt es? - "Lachmöwen im Dienst".

(HILKE LACHT)

Du darfst doch nicht malen.

(LAUTES KLOPFEN)

Aufmachen! (LAUTES KLOPFEN)

Mach die Tür auf!

(DONNERN)

Siggi!

Runter mit den Hosen.

Bück dich!

(VATER SEUFZT TIEF)

(SCHLAG)

(SCHLAG)

(SCHLAG, SCHLAG)

(SIGGI WIMMERT)

(SCHLAG)

(SCHLAG)

(SCHNIEFT)

Dreh dich um!

(SCHLAG)

Am

(SCHLAG)

Was hast du zu sagen?

Ich habe bei Gewitter im Haus zu sein.

Das verlangt deine Mutter von dir und auch ich!

Bei Gewitter und nachts zuhause!

Brauchbare Menschen müssen sich fügen, mein Junge.

Aus dir machen wir was Brauchbares.

Hat er gearbeitet, der Maler?

Ich hob dich was gefragt.

Hat er gemalt?

Möwen.

Er hat Möwen gemalt.

Möwen?

Ja. Und jede Möwe sah so aus wie du.

Wir werden zusammenarbeiten, Siggi.

Gegen uns beide kommt keiner an.

Nicht mal er.

DU wirst für mich arbeiten und ich mache aus dir was Brauchbares.

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

(MÖWEN KREISCHEN)

♪ (Ruhige Musik) J"

Oh, säge'.

♪ (Ruhige Musik) J"

Weiß dein Vater, dass du hier bist?

Nein.

Die glauben, dass Malen gefährlich ist.

Die glauben, dass ich gefährlich bin.

Siggi-

Ich!

Wollen wir zusammen malen?

Hm?

Darfst du aber niemandem verraten.

Versprichst du mir das?

Hier ist es.

So.

Der ist für die Umrisse.

Und dann kümmern wir uns um die Farben.

Wo sind die Leute hin?

Sind sie tot?

Sicherlich nicht.

(MAX LACHT)

Dein Vater kann mir nichts anhaben, Siggi.

Ich male ja nicht.

Du warst lang beim Maler.

Und, hat er gemalt?

- Nein. - Was habt ihr die ganze Zeit gemacht?

Ich hab gemalt.

- Was hat der Maler gemacht? - Er hat es mir beigebracht.

Er hat dir was beigebracht?

Wie man Schmerz malt.

Du sollst ihn beobachten.

Aber du darfst du nicht malen, Siggi!

(KLIRREN)

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

(WIND PFEIFT)

(JENS STÖHNT LEISE)

Hilke?

Siggi?

Wo sind die Leute aus dem leeren Haus hin?

Wie kommst du darauf?

Wo sind sie hin?

Wo es schöner ist als hier.

Wo soll das sein? Wo es schöner ist?

Schubs höher, Siggi!

Ah!

(Kuss)

"Max," hat Ditte gesagt, "die Leute, mit denen du so viele Jahre verbracht hast,

mit denen musst du auf deinen runden Geburtstag anstoßen!"

Und:

"Wir müssen doch zusammenhalten, wir aus Glüserup."

Jo!

Was wir für Blödsinn zusammen verzapft haben, was, Jens?

Faustdick hatten wir es hinter den Ohren, wir beide.

Wir haben damals beide ein Auge auf deine Gudrun geworfen, weißt du noch?

Du hast dich für ihn entschieden, obwohl ich dich in den schönsten Farben malte.

Aber du warst ja ein anderes Kaliber.

Jung, schön, kräftig.

Aus eurer Ehe gingen drei Kinder hervor, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Klaus, euer Ältester,

der da draußen ist, um dem Vaterland die Ehre zu erweisen.

Unsere schöne Hilke.

Und natürlich Siggi, mein Patenkind.

Aber nicht in den falschen Hals kriegen!

Das mit Gudrun war vor Ditte.

Meiner wunderbaren Sängerin aus Flensburg,

die für mich alles aufgegeben hat.

Ihren Beruf, die Konzerte

Ditte ist die Frau, die ich liebe.

Und nicht nur, weil sie guten Kuchen backt. (LACHEN)

DU bis? seit zwanzig Jahren an meiner Seite

und ich danke dir, dass du mich erträgst.

Immer noch

und gerade jetzt.

Ach so.

Danke, dass ihr gekommen seid, um mich alten Stiesel zu befeiern.

Prost erstmal!

- Frost. - Prost.

Prost!

Ich lasse sonst lieber Max reden, der kann das besser.

Aber ich denke, heute sollte ich auch ein paar Worte sagen.

Max, als ich zum ersten Mal deine Bilder gesehen habe,

da war ich so

ergriffen.

Da hab ich gedacht: "Den will ich oder keinen!"

Und für dich hab ich gern das Singen aufgegeben.

Schau nicht so bescheiden.

Du bist ein großer Maler, einer der größten unserer Zeit.

Und kommst aus Glüserup!

Außerdem bist du ein gütiger Mensch, aber ihr kennt ihn ja alle.

Max ist keiner, der zuschaut, wenn einer absäuft.

Das tut er nicht.

Und deshalb wünsche ich dir auch,

dass dich keiner von uns jemals untergehen lässt,

wenn du mal ins kalte Wasser fällst.

Damit du noch lange durch deine Bilder mit uns sprechen kannst.

MAX: Ja.

Max, ich hab mir ein besonderes Geburtstagsgeschenk ausgedacht.

Erinnerst du dich, Jens,

als wir jung waren?

Ich denke, heute sollten wir mal wieder zusammen singen.

Du weißt

Unser Lied.

Kommst du bitte?

- MANN: Jens: - Vater, sing doch mit Bitte.

Zogen einst fünf wilde Schwäne,

Schwäne, leuchtend weiß und schön.

DITTE UND JENS: Sing, sing, was geschah?

Keiner ward mehr gesehen, ja.

Sing, sing, was geschah?

Keiner ward mehr gesehn.

ALLE: Wuchsen einst fünf junge Birken,

schlank und rank am Bachesrand.

Sing, sing, was geschah?

Keine in Blüte stand, ja.

Sing, sing

Für dich, Max!

Aus der Hauptstadt!

Keine in Blüte stand.

Zogen einst fünf junge Burschen

Weiter singen, Vater!

- Stolz und kühn zum Kampf hinaus. - Weiler singen!

Sing, sing, was geschah?

Keiner die Heimat wiedersah.

Sing, sing, was geschah?

Keiner die Heimat

"Gemäß dem Gesetz Über die Einziehung von entarteter Kunst,

feilen wir Ihnen mit, dass alle Bilder

der letzten fünf Jahre beschlagnahmt werden."

Schon morgen!

Hast du das gewusst?

Du singst hier mit uns und hast das gewusst?

Vielleicht schicken sie die Bilder zurück.

Die Kammer prüft sie und sie schicken sie dir zurück.

Glaubst du das wirklich?

Ich fu nur meine Pflicht!

Und wenn sie dir befehlen, mich umzubringen, tust du das auch?

Du kannst so nicht mit mir reden!

Ich werde dir mal was sagen! Hier vor allen Leuten.

Manchmal muss man auch was tun, was gegen die Pflicht ist!

Du willst, dass ich gegen meine Pflicht verstoße? Habt ihr das gehört?

- Versteht ihr, was dieser Mensch sagt? - Jens!

DU warst zehn, als du auf dem Fluttor herumgeturnt bist.

Und was war, als du ins Wasser gestürzt bist?

Wer hat sein Leben aufs Spiel gesetzt um dich zu retten?

Einmal muss man quitt sein!

MAX: Ich hab damals nicht aufgegeben.

Und ich gebe jetzt auch nicht auf.

Ich frag nicht nach dem Möwenbild!

Auch mit dem Möwenbild sind wir quitt!

Aber ab heute, Max, ab heute:

Pass auf!

(SCHRITTE)

(TÜR AUF)

(TÜR zu)

(VÖGEL ZWITSCHERN)

DITTE (SCHREIT): Aufhören!

(MÖWEN KREISCHEN)

Ditte

(AHMT MÖWEN NACH) Prriuh! Prriuh!

Die Bilder müssen verpackt werden!

Die Bilder müssen heute abgeliefert werden!

Sie sind empfindlich!

Das sind kranke Bilder, Ditte!

(SPucK)

JENS". Untersteh dich:!

(MANN MIT HUT LACHT)

DITTE: Ha, ha, ha, ha, ha!

DITTE: Die Bilder müssen verpackt werden!

DITTE (SCHREIT): Max!

(WAGEN STARTET)

♪ (Traurige Musik) ♪

- Siggi, ich muss los. - Nein.

Doch.

♪ (Traurige Musik) ♪

Siggi!

Siggi!

♪ (Traurige Musik) ♪

(SIGGI KNURRT)

Ich will nicht, dass du wegfährst!

Ich will, dass du hier bleibst!

Ich will nicht mit Vater allein sein!

♪ (Traurige Musik) ♪

(TÜR WIRD AUFGESCHLOSSEN)

Das ist besagter Herr Jepsen.

Siggi, sag den Herren, wie das Thema des Aufsatzes hieß.

"Die Freuden der Pflicht."

Die Freuden der Pflicht.

Als ich ihn fragte, warum er keine einzige Zeile geschrieben hatte,

sagte er mir, "weil er zu viel zu erzählen hafte."

Es seien zu viele Bilder, die sich Überlagerten.

Er konnte keinen Anfang finden.

Ich ordnete eine Strafarbeit an.

Ich würde es als finale Fügsamkeit bezeichnen,

mit der sich der Sitafgefangene Jepsen an die Arbeit macht.

Aber sehen Sie selbst.

(MANN MURMELT ETWAS) Merkfähigkeit testen

MANN: Ganz klassisch.

Siggi?

Du bist zu der Einsicht gelangt,

dass Deutschaufsötze geschrieben werden müssen.

Um diese Einsicht ging es, nicht um Buße.

Du darfst zum normalen Vollzug zurückkehren.

Das

Das ist sehr großzügig.

Aber ich muss weiterschreiben.

Du hast mich mit deiner bisherigen Leistung zufrieden gestellt.

Den Rest können wir uns schenken.

Meine Herren, wir müssen weiter.

Die Freuden der Pflicht!

Ich möchte sie verstehen.

In ganzer Länge.

Ich muss die Geschichte zu Ende schreiben, ich bitte Sie darum!

Wem erzählst du das alles?

Mir.

Bring ihm Wasser. Er stinkt.

(REGEN PRASSELT)

(KLOPF, KLOPF, KLOPF)

(KLOPF)

(KLOPF, KLOPF)

(VATER ATMET LAUT)

Klaus!

KLAAS: Ich Versteck mich in den Dünen.

Du musst mir was zu essen bringen, hörst du?

Ich hob ein Versteck.

Komm, sieh auf!

Komm schon.

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

(SCHRITTE)

Hier soll ich bleiben?

Hier kommt keiner hin.

(AUTO)

Es fährt zu uns.

Wenn du mich verrätst, schlag ich dich tot!

(TÜR zu)

(ATMET SCHWER)

(SCHLUCHZT UND WIMMERT)

(GERÄUSCH DRAUSSEN)

Wo warst du?

Nur ein bisschen draußen.

(SCHRITTE DRAUSSEN)

So früh?

(GERÄUSCHE DRAUSSEN)

(SCHRITTE DRAUSSEN)

(GERÄUSCHE DRAUSSEN)

(AUTO STARTET)

(AUTO FÄHRT)

(ATMET SCHWER)

Dein lieber Bruder.

Auf den wir alle so stolz waren.

Er hat sich selbst in den Arm geschossen.

Der Feigling.

Er wär mit Zuchthaus weggekommen.

Aber er ist abgehauen.

Jeder, der ihm hilft macht sich strafbar.

Pass auf, Siggi, wenn Klaus hier auftaucht,

dann musst du das melden.

Sofort.

- Sehr wichtig. - Er kommt nicht hierher.

Ja, wo soll er denn sonst hin?

Habt ihr das verstanden?

Ob ihr das verstanden habt?

Ja, Vater.

Ja.

Wo willst du hin?

Na, was denn?

Siggi?

Zieh dich richtig an!

(SEUFZT)

(TÜR AUF)

(ATMET SCHWER)

Wenn ich hier bleibe, sterbe ich.

(BEIDE ÄCHZEN)

Ah!

(KLOPF, KLOPF, KLOPF)

Siggi-

SIGGI: Er hat sich in den Arm geschossen.

Da könnt ihr doch nicht zu mir kommen.

DITTE: Er hat Fieber. (KLAAS WEINT)

(KLAAS WEINT)

Geh nach Hause, Siggi!

Du lässt dir nichts anmerken.

(KLAAS WEINT)

Warst du beim Maler?

(UHR TICKT)

Malt er wieder?

Willst du mir was sagen?

Wirklich nicht?

(STRENG) Siggi?

(SCHRITTE)

Zieh dich an, Siggi!

So, jetzt klopf.

SIGGI: Bitte nicht.

Mach schon!

(KLOPF, KLOPF, KLOPF)

Ich bin's, Siggi.

Siggi. Was ist los?

SIGGI (FLÜSTERT): Tut mir leid.

Ist 'ne alte Suche.

Eine alte Suche

(KLICK, KLICK)

Siggi, komm!

♪ (Klassische Musik läuft) ♪

♪ (Klassische Musik läuft) ♪

(TÜR AUF)

Jens?

Was machst du hier?

MAX: Er sucht irgendwas.

DITTE: Ist hier jemand?

DITTE: Haben wir einen Dieb im Haus?

♪ (Opernmusik läuft) ♪

- DITTE: Nein, wir haben keinen ...! - JENS: Ruhe jetzt!

Setzt euch dahin!

- DITTE: Du machst dich lächerlich! - Hinsetzen!

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

♪ (Opernmusik läuft) ♪

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

(VATER SCHLUCHZT)

(VATER SCHLUCHZT)

(WEINT LEISE)

(VATER WEINT)

(VATER WEINT)

(SCHLUCHZT)

(SCHLUCHZT)

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

♪ (Gedämpfte Opernmusik) ♪

♪ (Opernmusik läuft) ♪

Komm, Siggi, hier sind keine Bilder.

(TÜR zu)

Das Bild ist beschlagnahmt.

Jens.

Jens, hör mir zu.

Ja.

Wir müssen doch noch reden können miteinander.

Wir kennen uns so lange, hören wir auf damit.

Du denkst, du kannst dich gegen das Gesetz stellen.

Und gegen mich.

(RAUSCHEN)

Auf den Boden! (NAHES FLUGZEUG)

(NAHES FLUGZEUG)

(NAHE FLUGZEUGE)

JENS: Ditte!

(NAHE FLUGZEUGE)

(NAHE FLUGZEUGE)

(FLUGZEUGE ENTFERNEN SICH)

Lass uns aufhören damit.

Wer weiß, was in ein, zwei Jahren sein wird.

Vielleicht noch früher.

Damit kommst du nicht durch!

(RASCHELN, REISSEN)

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

(SIRENEN)

(SIRENEN)

(SIRENEN)

(FLUGZEUG KOMMT NÄHER)

(NAHES FLUGZEUG)

(FLUGZEUG ENTFERNT SICH)

(ATMET SCHWER)

(WIMMERN)

(WIMMERN)

Klaus!

Du musst aufstehen!

(KLAAS WIMMERT)

Klaus!

(WILDGÄNSE SCHNATTERN)

SIGGI (RUFT): Vater!

SIGGI: Klaus!

Du musst ihm helfen!

Vater!

(KLAAS ÄCHZT)

(MÖWEN KREISCHEN)

(KLAAS ÄCHZT)

(KLAAS WIMMERT)

(TÜR AUF)

Mein Junge. Keine Angst, das wird alles wieder.

- Sind sie schon unterwegs? - Noch ist keiner unterwegs.

(KLAAS WIMMERT)

Dann liegt das jetzt an dir, Jens.

So ist es.

Wenn ich euch noch was anbieten kann.

Lass das meine Sache bleiben.

(UHR TICKT)

Er ist mir wie ein Sohn.

Ist mir bekannt.

Die werden ihn umbringen, das ist euch klar?

JENS: Besser, wenn du jetzt gehst.

(KLAAS WIMMERT)

(KLAAS ATMET SCHNELL)

Das liegt jetzt an euch!

(KLAAS WIMMERT)

(TÜR zu)

JENS: Jetzt haben wir einen Zeugen.

Wir haben eine Rechnung offen. Er wird nicht zögern

Was meinst du, Vater?

(WÄHLSCHEIBE)

Polizeiposten Rugbüll.

Au“!

(AUTO STARTET)

(FRAU SUMMT MELODIE)

(FRAU SUMMT MELODIE)

(FRAU SUMMT MELODIE)

(SUMMT MELODIE VON "ZOGEN EINST FÜNF WILDE SCHWÄNE")

(DITTE SUMMT MELODIE VON "ZOGEN EINST FÜNF WILDE SCHWÄNE")

DiHe! Hör auf!

Dann setz du dich bitte wieder hin.

(KLAVIER KLIMPERT, TÜR AUF)

DITTE: Siggi!

Sie haben ihn abgeholt!

(SIGGI ATMET SCHNELL)

Wollen wir wieder zusammen malen?

♪ (Traurige Musik) ♪

(VÖGEL ZWITSCHERN)

♪ (Traurige Musik) ♪

Gleich werden sich Rot und Gelb feierlich miteinander unterhalten.

Bevor die Sonne verschwindet.

MAX". Schenkst du mit das Süd'!?

Mach ich.

(ATMET SCHWER)

Danke, mein Junge.

MANN: Wie gehl es deinem Ältesten, Jens?

JENS: Er ist im Lazarett.

MANN: Da flicken sie ihn ja wieder zusammen.

MAX: Kann man noch einen Tee haben? Mit was drin?

WIRT: Kannst sogar einen Grog haben. Wasser ist noch heiß.

JENS: Darf man fragen, was da in der Mappe ist?

Bilder.

Ich habe das Recht, von dir das Öffnen der Mappe zu verlangen.

Ist ein Drama.

Fast keine Brechungen.

WIRT: Ich seh überhaupt nichts.

Ihr könnt mich schlagen, aber ich seh nichts.

Die Modulierungen sind noch nicht gelungen. Was meinst du?

Aber

Dekoratives Gleichnis.

Guck mal genau hin mit deinem Kennerblick.

Rede bitte anders mit mir, auch wenn du dreimal "Max Ludwig Nansen" bist.

Wie soll ich denn mit dir reden, Jens Ole Jepsen?

MANN: Beruhigt euch. Ihr seid doch Freunde.

Freunde? Sind wir Freunde, Jens?

(BLÄTTER RASCHELN)

“q!

Hat er gemalt!

Was meint ihr?

Hinnerk, was meinst du?

HINNERK: Ich sog gar nichts.

Das ist hiermit eingezogen.

Du kennst meine Pflicht.

So ein Sonnenuntergang ist eine brandgefährliche Suche.

JENS: Siggi!

(TÜR zu)

(AUTO HÄLT AN)

MANN: Zehn.

Du hast keine Schuld, mein Junge.

MANN: Danke sehr.

Passt du auf Ditte auf?

Kommst du wieder?

Leb wohl, Siggi.

MANN: Ein schönes Bild.

Etwas zu viel Drama.

(WAGEN STARTET)

Bringst du mir was zu trinken?

Bringst du mir bitte den Fischsud'?

Ein bisschen Wein jetzt, bitte.

Davon kriegst du noch mehr Durst.

Hat Max gesagt.

Aha.

Du magst doch Max, hm?

Das mit dem Sonnenuntergang.

Du musst es deinem Vater sagen.

Sonst tun sie ihm was an.

Ich muss los.

Siggi?

Sie tun ihm was an sonst.

Ich muss los, Ditte.

Ich muss doch los!

♪ (Traurige Musik) ♪

(ATMET TIEF AUS)

♪ (Traurige Musik) ♪

(ATMET TIEF)

♪ (Traurige Musik) ♪

(MÖWEN KREISCHEN)

Hilke!

(UHR TICKT)

Nimm den Ranzen ab.

(FLÜSTERT) Der Maler wurde freigelassen.

Setzt euch.

Du bleibst stehen.

(ZISCH)

(UHR TICKT)

Du warst oft bei dem Maler.

Du hast doch gesagt

Er wollte dir das Malen beibringen.

SIGGI: Ja.

Er hat dir gezeigt

wie man Schmerz malt.

Das hat dir gefallen.

Hat dir das gefallen?

Aber dann hab ich dir verboten, bei dem Maler zu malen.

Hast du dieses Verbot eingehalten?

(UHR TICKT)

Ich hör nichts.

Ja.

Du hast also, von dem Augenblick an als ich es verboten habe,

nicht mehr beim Maler gemalt?

Nein.

Was glaubst du, was der Maler auf dem Festland ausgesagt hat?

Warum man ihn hat gehen lassen?

Warum man Über deinen Vater lacht?

- Hast du dafür eine Erklärung? - Jens.

Ich habe dich gefragt, ob du eine Erklärung dafür hast,

warum man den Maler hat gehen lassen, warum man über deinen Vater lacht!

- Jens. - Weil das Bild

von Kinderhänden gemalt ist! Von Kinderhänden!

- Vater! - Hör auf!

(ZISCH) SIGGI (SCHREIT): Ah! Ah! Ah!

(SCHREIT) Aaaaah!

Die eigenen Kinder! Pflichtvergessen!

Die eigenen Kinder!

HILKE: Siggi!

Siggi!

Siggi!

Siggi, mein Kleiner.

(KLIRR)

SIGGI: Ah!

SIGGI: Ah!

MAX (SCHREIT): Aaaah!

Aaaah.

Ditte ist krank.

Wahrscheinlich eine Lungenentzündung.

Sie freut sich bestimmt über einen Besuch. Hm?

Jetzt sind wir quilt, oder?

Hm?

Was hat er mit dir gemacht?

Di“ e'?

Schau, ich hab dir Besuch mitgebracht.

Max.

Holst du mal die Kekse für Siggi?

Wenn ich weg bin, Siggi, dann musst du Max ein bisschen Gesellschaft leisten.

Tust du das?

Wo willst du denn hin?

Damit er nicht so allein ist.

(VOGEL ZWITSCHERT)

Sie hat ihr Leichenhemd selbst genäht.

Es war immer in ihrer Nähe.

Wollen wir Ditte was zu trinken mit in ihren Sarg legen, Onkel Max?

Gute Idee.

V der .

(WIND RAUSCHT)

Mach's für Bitte.

VATER: Es könnte einen Fliegeralarm geben.

Du wirst fehlen.

Besser, wenn einer fehlt, als wenn einer zu viel ist.

(PÄRCHEN UNTERHÄLT SICH)

(MÄNNER UNTERHALTEN SICH)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT)

(GLOCKE SCHLÄGT WEITER)

PASTOR Hier nun endet deine Reise,

Ditte Nansen,

die in Flensburg begonnen hat.

"Bleib nicht zu lange im Garten!"

"Geh nicht an den Strand, du musst auf deine Stimme achten, mein Kind."

"Gleich kommt Professor Ziegel, der Gesangslehrer,

der mit dir zufrieden sein will."

Ja

Unsere Ditte, Tochter aus gutem Hause,

erfreute schon als Kind die Menschen,

wenn sie mit ihren Liedern hervortrat.

Wie sie uns alle in Glüserup erfreute

mit ihrer Wärme und mit ihrer weiblichen Demut.

(LEISE GESPRÄCHE)

SIGGI: Einen für Ditte.

Und noch einen für Bitte.

MANN: Na seht mal, wer da kommt.

JENS: Die Engländer stehen vor Glüserup!

Der Befehl lautet, Sicherung der Straße.

Die Waffen liegen auf Rugbüll bereit, Munition ist abgezöhlt.

Alle einsatzfähigen Männer

kommen mit mir mit! Wir sichern die Straße.

MAX (SCHREIT): Wir trauern! Um Ditte!

JENS: Das ist ein Befehl. Aus der Hauptstadt!

- Wir sichern die Straße! - Die können nichts mehr befehlen!

Ihr wisst wohl nicht, was man mit Deserteuren macht?

Der Krieg ist aus, Jens.

Der Krieg ist aus, wenn wir ihn gewonnen haben.

Schieß doch.

Schieß!

MANN: Provozier ihn nicht, Max.

(LAUT) Schieß!

(WAFFE ENTSICHERT)

Tu deine Pflicht, Jens!

Na, schieß endlich!

Wir haben die Straße zu sichern!

(SCHUSS, SCHUSS, SCHUSS, SCHUSS)

(BABY SCHREIT)

Verlass mein Haus und lass dich nie wieder blicken.

(BABY SCHREIT)

(BABY SCHREIT)

(BABY SCHREIT)

(BABY SCHREIT)

(BABY SCHREIT)

(FRAU SINGT BERUHIGEND)

Es ist spät.

ENGLÄNDER: Ist das die Polizeiwache?

Typisch deutsch.

Tu das da rein.

Euer Vater hat immer seine Pflicht getan. Vergesst das nie!

- Rein! - Lebt wohl!

(WAGEN STARTET)

(WAGEN ENTFERNT SICH)

HILKE: Er kommt nicht wieder.

Ich mach uns Frühstück, ja?

(WILDGÄNSE SCHNATTERN)

(UHR TICKT)

(UHR TICKT LAUT)

(TICKEN AUS)

(WIND PFEIFT)

(HILKE UND SIGGI LACHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

(HILKE LACHT)

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

(HILKE LACHT)

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

♪ (Fröhliche Musik läuft) ♪

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Willkommen im Stand der Erwachsenen.

(WÄRTER LACHT)

Die von meiner Mutter haben auch immer gekreuzt.

Das ist von deiner Schwester.

Was würdest du machen, wenn man dir sagen würde:

"Siggi, wenn du die Arbeit morgen abgibst, entlassen wir dich.“

"Du bist ein freier Mann."

Ich müsste sie abgeben?

Morgen schon?

Morgen ist noch zu früh.

Wenn deine Kumpane da draußen

die Freuden der Pflicht so ernst nehmen würden wie du und ich,

dann wäre die Welt in bester Ordnung, Siggi.

Ich hab was in meinem Arsch! Kontrolle!

Machen Sie schon! Na los!

(MÄH)

♪ (Ruhige Musik) J"

(MÖWEN KREISCHEN)

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

Hilke. Auf dem Weg in die Stadt.

♪ (Spannende Musik) I

Bist groß geworden.

Siggi-

♪ (Spannende Musik) I

Tuch.

Ja.

Da bin ich wieder.

Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet.

Siggi?

Wäschst du mir den Rücken?

Bitte,

wasch mir den Rücken.

Ah.

Hilke?

Hol uns dein Bild.

Hol das Bild.

Klaus. Das Foto.

Mach, was ich dir sage.

SIGGI: Was willst du mit dem Foto?

- Wie bitte? - was du mit dem Foto willst?

Das werdet ihr gleich sehen.

Setzt euch.

(JENS SEUFZT) Es ist an der Zeit, dass reiner Tisch gemacht wird.

Wir alle wissen,

was du getan hast.

Wir müssen das Kapitel abschließen.

Und zu einem Urteil kommen.

Wir werden den Namen Klaus in Zukunft

nie wieder aussprechen.

Wir streichen ihn aus unserem Gedächtnis.

So.

Dienstbeginn.

Vater?

Das ist krank, Siggi.

Na?

Was ist los?

Das Malverbot ist aufgehoben.

Du darfst nichts mehr beschlagnahmen.

Du darfst auch nichts mehr abtransportieren.

Bilder verbrennen, das

Das ist vorbei.

Versiehst du das, Vater?

Sieh mal an. Du weißt Bescheid.

Vielleicht ist dir auch bekannt, dass einer sich treu bleiben muss.

Dass er seine Pflicht tun muss, auch wenn sich die Verhältnisse ändern.

Ich meine, eine erkannte Pflicht.

Du kannst ihm ruhig melden.

Du kannst gegen mich arbeiten.

Ich bin mit deinem Bruder fertig geworden. Mit dir werd ich allemal fertig.

Wo ist das Bild?

Hm.

(SCHRITTE ENTFERNEN SICH)

Wo ist das Bild?

Welches Bild?

Hast du das nicht zerstört?

SIGGI: Ja.

Es war krank.

♪ (Ruhige Musik) J"

(TÜR zu)

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

(KNIRSCHEN)

(ALARMSIRENE)

(ALARMSIRENE)

Siggi!

Siggi! Wach auf, es brennt!

- Wo? - Ich weiß es nicht.

(FEUER LODERT)

(MENSCHEN SPRECHEN LEISE)

- Siggi! - HILKE: Siggi!

(SCHREIT) Nein! Nein!

HILKE: Siggi!

(VÖGEL ZWITSCHERN)

VATER (RUFT): Hilke! Siggi!

HILKE: Er brauchte ein Modell. Mehr war nicht.

- Du weißt, was zwischen ihm und mir ist! - Ja, Vater, aber diese Zeilen sind vorbei.

Dieses Bild hat er gemalt, damit es jeder erkennt!

Er macht mich zum Gespött der Leute!

Warum regt ihr euch so auf? Ist doch wie beim Arzt.

Du hast dich vor ihm gezeigt!

Angeboten hast du dich ihm!

Ich bin für dein Elend nicht verantwortlich.

(HILKE WÜRGT, MUTTER SCHREIT)

(SCHLAG, SCHLAG, VATER STÖHNT)

HILKE: Komm mit, Siggi.

SIGGI: Ich hab noch was zu erledigen.

HILKE: Mach keinen Unsinn, ja?

Tschüss, Hilke.

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

- Wo ist das Bild? Bring es her! - Welches Bild?

Bring das Bild her und die Suche ist erledigt.

Du weißt, was ich meine.

- "Die Tänzerin". - Ist sie weg?

(RUMPELN)

Erinnerst du dich, wie sie meine Bilder abtransportiert haben?

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch mal erleben muss.

Ich kann dir nicht helfen.

(VÖGEL ZWITSCHERN)

MANN: Du bist groß geworden. Alle Achtung.

Hätten wir nicht gedacht, dass wir uns hier wieder begegnen, was?

Kommen wir zur Sache, Siggi.

Im Atelier von Max Ludwig Nansen sind Bilder verschwunden.

Insgesamt zehn.

Hast du irgendwas damit zu tun?

Nein.

Hab ich nicht.

Es geht hier um eine Straftat.

Dafür kommt man ins Gefängnis.

(KLOPFEN)

Ja? (TÜR AUF)

Wir kriegen dich.

Ich hab alles dafür getan, um aus dir einen brauchbaren Menschen zu machen.

Es soll Menschen geben, die verbrennen Bilder.

Sind die brauchbar?

(GESPRÄCHE)

MANN: Jetzt müssen Sie mir verraten, wann Sie das alles gemalt haben.

Haben Sie das irgendwo eingebuddelt?

Huf ab!

(KLATSCHEN)

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

- Halt! - Hey!

Stehenbleiben! Bleib stehen!

Half!

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Spannende Musik) I

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

♪ (Ruhige Musik) J"

Hey!

Du musst dir helfen lassen, mein Junge.

(MÖWEN KREISCHEN)

(MÖWEN KREISCHEN)

(SCHLÜSSEL)

(MEERESRAUSCHEN)

♪ (Ruhige Musik) J"

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