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Ein tolles Geschäft hast du da, Eno!
Kaum zu glauben, dass du mal zurückgezogen in einer Höhle gelebt hast!
Das sind jetzt die Früchte deiner Arbeit.
Das verdanke ich dir!
Wärst du nicht gekommen, würde ich wohl noch immer in der Höhle bibbern.
Aber jetzt bin ich fröhlich und voller Energie!
Ich stehe tief in deiner Schuld.
Wenn du meinst.
Die Flasche ist ja praktisch.
Diese Größe wäre perfekt für Single-Haushalte.
Hey, Halkara! Klau nicht einfach die Ideen anderer Leute!
Tu ich doch gar nicht! Ich lass mich nur inspirieren!
Das nennt man Diebstahl!
Immer mit der Ruhe.
Stopp!
Als Kolleginnen müsst ihr euch nicht mögen, aber ich will keinen Streit sehen.
Ach ja, du hast mich doch um Mandragora-Pillen gebeten.
Ich habe da was ganz Besonderes.
Hier! Meine gereiften Mandragora-Pillen!
Gereifte Mandragora-Pillen?
Ja. Normalerweise nutzt man drei Jahre alte Mandragoras,
aber die hier waren zehn Jahre alt!
Sie sind sehr selten, weil man nur wenige produzieren kann!
Darf ich so was Wertvolles wirklich haben?
Aber sicher!
Irgendwann werde ich etwas noch Tolleres herstellen!
Zum Beispiel hochqualitative extralang gereifte Pillen
mit 300 Jahre alten Mandragoras!
300 Jahre alt?
Genau! Das ist das Seltenste unter den seltenen Mitteln!
Medizin aus 300 Jahre alten Mandragoras herzustellen,
ist der Traum vieler Hexen!
Verstehe.
Die Mandragoras,
die 300 Jahre alt werden, haben wohl eine krasse Entwicklung durchgemacht
und können jetzt frei herumlaufen und menschliche Sprachen sprechen!
Dann sind das jetzt ganz andere Lebewesen.
Das ist etwas arg …
I’ve Been Killing Slimes for 300 Years and Maxed Out My Level 2nd Season
Ist das wirklich wahr?! Wo war das? Wo hast du sie gesehen?!
Die Suche nach der Mandragora
Beruhige dich erst mal, Eno.
Vielleicht irren wir uns ja.
Außerdem brauchen wir eine Erlaubnis für die Suche.
Das war ja auf Privatgelände.
Oh, verstehe. Das war in Beelzebubs Garten.
Beelzebub? Die Landwirtschaftsministerin der Dämonen?
Das ist ja eher ein Dschungel als ein Garten.
Da ist es nicht verwunderlich …
Für heute ist der Laden geschlossen. Bitte geht.
Beeil dich, Wyvern!
Da fliegt sie.
Ist eine 300 Jahre alte Mandragora wirklich die Aufregung wert?
Es gibt doch viele Hexen, die unbedingt eine haben wollen.
Ich selbst halte lieber respektvollen Abstand.
Was? Wieso?
Ich meine, das sind doch Lebewesen, die sich bewegen und sprechen können.
Als Elfe kann ich daraus keine Medizin zubereiten.
Moment mal, wenn man Medizin daraus herstellt,
dann nimmt man doch nur ein paar Blätter, oder etwa nicht?
Es kann auch sein, dass man den ganzen Körper zerreibt.
Wach auf, Flatorte!
Ich muss sofort mit dir fliegen!
Also seid ihr schnell hierhergekommen, habt sie aber aus den Augen verloren.
Ihr habt sie bestimmt irgendwo überholt.
Mein Fehler.
Jedenfalls weiß ich jetzt, was los ist.
Wenn ich hier eine seltsame Hexe finde, dann lass ich sie einfach in Ruhe.
Wenn es möglich wäre, könntest du auch die Mandragora beschützen?
Die Pflanze, die im Garten herumläuft?
Schon wieder so ein Stress.
W-W-Was ist denn hier los?!
Tut uns leid, dass wir so plötzlich stören!
Wir haben gehört, hier gäbe es eine 300 Jahre alte Mandragora,
da mussten wir sofort kommen!
Wir werden sie uns holen, auch wenn wir das Gesetz brechen müssen!
Sie kündigt ganz offen ein Verbrechen an!
Haut einfach ab! Was willst du mit so vielen Leuten?!
Die Mandragora auch ganz sicher finden!
Wenn wir sie finden, teilen wir sie gleichmäßig auf.
Dafür habe ich Hexen aus allen Teilen der Welt versammelt!
Das ist der Lebenstraum einer jeden Hexe!
In meiner 100-jährigen Suche ist das der beste Hinweis!
Sind die wirklich so scharf darauf?
Die sind ja Feuer und Flamme.
Gutes soll man nicht verschieben! Beginnen wir mit dem Einsatz!
Hey! Finger weg!
Lass das, Eno!
Tut mir leid, Azusa! Ich muss das tun, für das weltbeste Medikament! Also los!
Dabei hast du gesagt, du würdest in meiner Schuld stehen!
Ich setze diese Störenfriede mitsamt Garten in Brand!
Bloß nicht! Dann verbrennst du die Mandragora gleich mit!
Dann müssen wir die Mandragora vor Eno und ihren Hexen finden!
Wir dürfen nicht verlieren!
Pass gut auf dich auf. Niemand weiß, was in diesem Garten lauert.
Du auch, Halkara!
Wah! Sie wurde schon geschnappt!
Hä?
Ah! Wann ist das passiert?!
Halt, meine Kleidung!
Oh, ihre Kleidung löst sich auf.
Vielen Dank …
Ich dachte ja, dein Wissen rund um den Wald würde helfen,
aber ich hätte dich doch lieber warten lassen sollen.
Meisterin.
Hier gibt es keine Mandragora-Spuren.
So wie das Moos wächst, ist hier noch niemand draufgetreten.
Außerdem haben diese Bäume ziemlich dicke Wurzeln.
Dadurch kann man sich nicht so leicht durch die Erde bewegen.
Das heißt also …
Wenn wir uns nach diesen Bäumen richten, werden wir vielleicht fündig!
Danke! Du bist heute richtig aufmerksam, Halkara!
Nicht doch, nicht der Rede wert.
Sie wurde schon wieder geschnappt!
W-Wann ist das denn passiert?
Bald bist du nackt!
Das ist aber gar nicht gut!
Ich wusste es. Gut, dass ich mich an Azusa geheftet habe.
Ist dieser Ort auffällig?
Ja, hier muss es sein. Meine Elfenintuition schlägt eindeutig an.
Ist das so?
Eno!
Bist du uns gefolgt?
Wer hat mir denn gesagt, ich soll keine Ideen klauen?
Wie gemein!
Jede Hexe sehnt sich nach einer 300-jährigen Mandragora.
Für sie ist uns jedes Mittel recht.
Geht es dir nicht auch so?
Du willst die Mandragora haben, um als Hexe Ruhm und Ehre zu erlangen.
Nicht wahr?
Nein, eine Mandragora, die laufen und reden kann,
ist nicht einfach nur eine Pflanze!
Sie ist wie wir!
Ich kann nicht einfach zuschauen,
wie Leute ihr nach dem Leben trachten!
Offenbar will keine von uns nachgeben.
Egal was du sagst, ich werde sie mir schnappen!
Oh nein, das sind viel zu viele!
Die kommen uns noch zuvor!
Der Moment des Schicksals steht an!
Auf in den Kampf, alle miteinander!
Jawoll!
Wir müssen sie schnell finden!
Hey, komm raus, Mandragora!
Als würde sie sich dadurch zeigen!
Aber die Mandragora hat doch gesprochen, oder?
Und sie ist geflohen, weil sie gesehen hat, dass du eine Hexe bist, richtig?
Ja.
Das heißt …
Mandragora! Du steckst in der Klemme!
Die schnappen dich und verarbeiten dich zu Medizin!
Deine einzige Rettung ist, dich von Azusa, der Hexe der Hochebene, beschützen zu lassen!
Komm, spring schnell an Azusas Brust!
Da ist sie!
Warte!
Wie schnell!
H-Hilf mir!
Ich beschütze dieses Kind!
I’ve Been Killing Slimes for 300 Years and Maxed Out My Level 2nd Season
Ich beschütze dieses Kind.
Ich nehm’s mit jeder auf, die was dagegen hat!
Willst du das wirklich?
Das ist eine echte 300-jährige Mandragora.
Entschuldige kurz.
Ah, was machst du da?!
Lass mich eine Gegenfrage stellen, Eno.
Kannst du wirklich so ein unschuldiges Kind zermalmen?
Jetzt, wo du’s sagst …
Ich hatte sie mir monsterhafter vorgestellt …
Stattdessen ist sie so ein süßes Mädchen.
Nicht wahr?
Wie süß.
Ja, voll niedlich.
Auch wenn es ein langjähriger Traum ist …
Aus ihr kann ich kein Medikament machen …
Na ja, so oder so hast du sie ja als Erste gefangen.
Also haben wir kein Anrecht auf sie.
Dann wäre das ja geklärt.
Halt.
Hier.
Was?! Darf ich das wirklich haben?
Die Wurzel ist Teil meines Körpers, aber Blätter kann ich dir so geben.
Dafür müsst ihr mir versprechen, mich nicht mehr zu verfolgen!
In Ordnung!
Eno, die Hexe der Höhle, wird nie mehr Jagd auf dich machen!
Jetzt ist wirklich alles geklärt, oder?
Das ist das Blatt einer Mandragora!
Ein echtes Blatt!
Wow, beeindruckend!
Einen Moment.
Ich habe das hier für euch.
Was ist das?
Eine Schmerzensgeldforderung wegen
unbefugten Betretens und Zerstörung meines Gartens.
Wenn ihr nicht brav bezahlt, suche ich mir andere Mittel.
Schließlich wurde ich hier am meisten geschädigt.
Ganz schön clever.
Jetzt ist aber wirklich alles geklärt.
Das hast du echt super gemacht, Halkara!
Wenn du nicht gewesen wärst, hätten die Hexen sie womöglich geschnappt.
Was mit Pflanzen zu tun hat, sollte man eben Elfen überlassen.
Ich hasse dich.
Was?
Ich hasse Elfen.
Was?
Die pflücken nämlich Pflanzen.
D-Das stimmt …
Aber Lebewesen wie dich fasse ich nicht an.
Es reicht, dass du eine Elfe bist. Komm ja nicht näher.
Sie ist dein natürlicher Feind, richtig?
Du bist ja auch eine Pflanze.
Genau. Nach langer Zeit habe ich einfach diese Form angenommen.
Und? Was hast du jetzt vor?
Du kannst gerne in meinen Garten zurückkehren.
Hier habe ich aber nicht so viel Spaß.
Es gibt wenig Sonnenlicht und die Erde hat wenig Nährstoffe.
Deshalb würde ich gerne an einen sichereren Ort umziehen, wenn das geht.
Möchtest du dann zu uns kommen?
Wir haben einen Garten und Felder, also keine falsche Scheu.
Ist das denn ein guter Ort zum Wachsen?
Es kommen schon keine Hexen, die es auf dich abgesehen haben.
Und da wir auf einer Hochebene leben, kannst du dich ganz viel sonnen.
D-Dann probiere ich das mal aus.
Nimm mich bitte mit.
Super, unsere Familie wächst!
Von wegen Familie! Ich bin doch keine Elfe!
Tut mir leid!
Dann bis zum nächsten Mal, Beelzebub.
Tut uns leid für die Störung.
Nicht doch.
Du hast es auch ganz schön drauf.
Aber …
du hast uns ja noch gar nicht gesagt, wie du heißt.
Ich habe ja auch keinen Namen, weil ich mich nie vorstellen musste.
Dann suche ich dir einen aus!
Du bist eine Mandragora, also Drago.
Dann würde man mich ja für einen Drachen halten! Bist du dumm?!
Wie bitte?!
Ähm … Wie wäre es mit „große, bewegliche Mandragora“?
Halt den Mund, Elfe!
Tut mir leid! Entschuldigung!
Einfach nur „Pflanze 1“ reicht doch.
Was soll das?!
Wir brauchen irgendeinen Ansatz.
Gibt es etwas, das du magst?
Erde, Wasser und Sand.
Erde, Wasser und Sand …
Sand … Das ist ja schon mal ein guter Anfang.
Sand … Sand …
Sandra!
Sandra! Dein Name ist Sandra!
Sandra …
Oh, ein niedlicher Name!
Der hat einen tollen Klang.
Sandra.
Was soll’s, dann muss ich mich wohl damit zufriedengeben.
Sag mal, Sandra?
Was denn?
Ich will, dass du mir etwas versprichst, bevor wir auf der Hochebene ankommen.
Ich soll was versprechen?
Vertrag dich gut mit deiner Familie.
Ihr könnt auch mal streiten, aber dann vertragt ihr euch wieder.
Na gut, ich gebe mir Mühe.
Wow!
Hallo, ich bin Falfa!
Ich bin ihre Schwester, Shalsha. Willkommen.
Was sagt man da, Sandra?
Freut mich.
Sieht aus, als wäre sie etwas jünger als die beiden hier.
Ich bin eine große Schwester!
Dabei ist Sandra eigentlich viel älter.
Das Abendessen ist fertig, alle miteinander!
Komm, iss mit uns, Sandra.
Ich brauche nichts.
Was?
Mir reicht Wasser als Essen.
Ich betreibe ja auch Photosynthese im Sonnenlicht.
Verstehe!
Welches Zimmer möchtest du haben?
Du kannst bei Falfa und Shalsha wohnen, wenn du möchtest.
Der Gemüsegarten reicht mir.
Ich mag es lieber auf der Erde und schlafe da besser.
Durch und durch eine Pflanze.
Das Essen war lecker!
Ihr habt schon wieder das Gemüse übrig gelassen.
Ich bin schon satt.
Ich auch.
Ihr müsst aber euer Gemüse essen.
Das ist aber eklig.
Sandra …
W-Was hast du gerade …
Das Gemüse hier ist eklig.
H-Hey! Woher weißt du das, wenn du nichts davon gegessen hast?!
Ich weiß das halt, weil ich schon lange eine Pflanze bin.
Es ist doch gar nicht eklig, oder?
Nein, nicht sonderlich.
Also ich finde alles lecker!
Ich hab’s noch nie gegessen, also kann ich nichts sagen.
Das hilft mir überhaupt nicht …
Lass nicht so schnell den Kopf hängen.
Ich habe eine Idee, wie du die beiden dazu bekommst, Gemüse zu essen.
Was, wirklich?
Es ist Zeit, um Kohl und Karotten zu ernten, nicht wahr?
Ich helfe dir dabei.
Wenn du mich machen lässt,
wird das Essen in dieser Familie neue Höhen erreichen!
Das Allerwichtigste für Pflanzen ist die Erde.
Sie muss eine gute Drainage haben
und Luft enthalten, damit sie schön weich ist.
Als Nächstes muss man Kompost mit vielen organischen Stoffen einpflügen.
Vergesst nicht, auch Kalk zu verstreuen.
Kalk?
Ich würde gerne wissen, warum.
Er ist schwach sauer, wodurch Gemüse besser wächst.
Dann bringe ich dem Gemüse ganz viele Nährstoffe.
Was machst du denn konkret?
Das ist ein Geheimnis.
Nach all der Arbeit können wir endlich ernten.
Schau, das Gemüse glänzt total glücklich, oder?
Na ja, bei meiner Pflege ist das jetzt nicht überraschend.
Fertig!
Frittierte Karotten, Karottenpotage
und gebratenes Gemüse mit Karotten und Kohl!
Das sieht alles so lecker aus!
Da ist gar kein Fleisch drin …
Das ist eine Erwachsenenmahlzeit. Uns Kindern schmeckt das noch nicht …
Vertraut mir einfach und probiert mal.
Ich will aber nicht damit leben, wenn du unser Vertrauen verspielst.
Was für eine scharfsinnige Antwort!
Das ist bestimmt lecker.
Ich meine, alles wurde mit viel Liebe gekocht.
Wenn du schon von Liebe redest, …
… müssen wir es wohl essen.
Oh, das ist ja gar nicht so schlimm!
Für Gemüse ist das voll süß!
Vielleicht habe ich die Essenz des Gemüses falsch eingeschätzt.
Super! Ich habe den Gemüsehass meiner Töchter überwunden!
Wir sind fertig.
Hier ist unser Kuchen mit ganz vielen Karotten.
Den isst man als Nachtisch.
Danke, Sandra.
Da gibt es doch nichts zu danken.
Ich habe mich ja hier eingenistet und muss auch was beitragen …
Habe ich dir das nicht gesagt?
Es gibt noch eine Abmachung im Haus auf der Hochebene.
Du darfst niemals aufhören zu lächeln, okay?
Schön, dass du bei uns bist, Sandra.
Ich freue mich auch, Azusa.
Übersetzung: Jenny Wanger
Spotting: Michael Gohl
Revision & Typesetting: Thomas Meier
Qualitätskontrolle: Annika Lutz
Projektleitung: Tobias Philippi
Tage auf der Hochebene
Tage auf der Hochebene!
Kümmer dich ab und zu um den Garten, ja?
Natürlich, jetzt habe ich ja Leute, die mir dabei helfen.
Was?
Arbeitet fleißig, um mir das Geld zurückzubezahlen!
Hast du einen Kater?
Du lässt mir keine Wahl.
Plopp!
Jetzt geht es mir wieder gut!
Sei gefälligst dankbar.
Jetzt kann ich weitertrinken!
Urgh!
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