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Eisler, Oberländer hier.
Ich hab was gefunden.
Rufen Sie mich mal zurück, bitte.
Entschuldigung, unser Kollege wurde eingeliefert und hier in Oberländer...
Ach, Oberländer.
Wie geht's ihm?
Was ist mit ihm?
Ist das schlimm?
Kann mir irgendwas sagen?
Entschuldigung, er wurde im Dienst verletzt.
Ich brauche eine Jagd für die Spuren-Sicherung.
Danke.
Wo bringen Sie ihn hin?
So,
einen kleinen Moment bitte.
Komm, das bringt nichts.
Wir können jetzt nichts machen.
Wo ist seine Waffe eigentlich?
Und sein Handy ist auch nicht da.
Fragen Sie bitte bei den Rettungssanitätern, ich fahre in den Wald.
Vielleicht finden wir da noch was.
Eisler, Oberländer hier.
Ich hab was gefunden.
Rufen Sie mich zurück, bitte.
Egger, was machen Sie denn da?
Es gibt keine Leiche.
Oder ist der Oberländer?
Nein, er wird noch operiert.
Ich hab gerade mit den Kollegen telefoniert.
Ich wollte nicht einfach nur rumsitzen.
Deshalb bin ich hier.
Das kann ich verstehen.
Innere Blutungen infolge einer perforierenden Stichwunde in einem Bauchraum.
Es wurden einige Gefäße durchtrennt.
Er hat echt viel Blut verloren.
Noch ist unklar, ob Milz oder Leber betroffen sind.
Die Kollegen aus dem Krankenhaus haben mich informiert
und mir die Bilder zur Begutachtung weitergleitet.
Und haben Sie sein Handy oder die Waffe gefunden?
Handy, nein.
Waffe, ja.
Gut.
Gibt's irgendeinen Hinweis darauf, ob das derselbe
Täter sein könnte wie bei dem ermordeten Pfarrer?
Sie Denken, es gibt einen Zusammenhang zum Mordfall Simon Kemmer?
Ja.
Der Oberländer ist einer Spur nachgegangen, als das passiert ist.
Ich weiß noch nicht welche.
Auf den ersten Blick sind für mich keine Parallelen erkennbar.
Also der Pfarrer wurde mit dem Kreuz erschlagen und Oberländer mit einer
Stichwaffe verletzt, als wenn auch mit einer eher etwas ungewöhnlichen.
Inwiefern ungewöhnlich?
Den Bildern der Verletzungen nach zu urteilen war die Waffe Recht lang und
etwas breiter wie ein Schwert.
Ein Schwert?
Der Oberländer wurde mit einem Schwert attackiert.
Ich muss mir die Bilder natürlich noch im
Detail anschauen, aber ja, das sieht so aus.
Wer bitte rennt mit einem Schwert durch den Wald?
Und wo ist sein Handy?
Und wo hat er diesen scheiß Bulli abgestellt?
Ich meine, der Typ ist immer mit seinem Bulli unterwegs.
Mach dir keine Sorgen, Luna.
Ich sehe ihn guten Händen.
Die flicken ihn wieder zusammen.
Na du lass mal.
Bist du ja aufkreuzt?
Hat er sich längst selber entlassen.
Kennst doch deinen Vater.
Der hasst Krankenhäuser.
Ich hör dich am Laufenden, okay?
Bis dann, Luna.
Wie geht es ihm?
Die OP ist gut verlaufen.
Wir konnten die Blutung stoppen und Organe sind nicht betroffen.
Was heißt das?
Er ist okay.
Alles gut.
Seine Kopfverletzung war ernster als zunächst angenommen.
Unser CCT zeigte eine Kontusionsblutung der rechten Hemisphäre.
Eine Gehirnblutung?
Die wir natürlich umgehend operativ entlastet haben.
Wo Stand das Problem?
Wir können Herrn Oberländer nicht aufwecken.
Was heißt, Sie können nicht aufwecken?
Ihr Kollege liegt im Koma.
Im tiefsten Koma sind die normalen Reflexe außer Gefecht gesetzt.
Der Patient wehrt keine Schmerzreize mehr ab.
Seine Pupillen reagieren nicht auf Licht.
Na, und wie geht es jetzt weiter?
Wir haben eine Liquid-Drainage gelegt, um zu
verhindern, dass der Hirndruck weiter ansteigt.
Und wann wacht er wieder auf?
Das Wissen wir nicht.
Wir müssen Geduld haben.
Es muss doch irgendwas geben.
Reden Sie mit ihm.
Patienten im komatösen Zustand nehmen oft mehr wahr, als viele Denken.
Wer?
Wer liegt im Koma?
Eisler?
Sind Sie noch dran?
Frau Eisler!
Hallo!
Hallo!
Ihr Kollege will mir nicht glauben.
Ich habe seinen Tod gesehen.
Sie können mich doch hier nicht allein lassen mit der Eisler.
Ist doch bescheuert!
Was haben Sie denn dabei gedacht?
Wenn der Wanderer Sie nicht zufällig gefunden hätte, dann wären Sie jetzt...
Warum haben Sie denn nichts gesagt?
So ein kurzes...
Hallo Kollege, ich habe eine Spur.
Ich habe einen Toten, zwei Kilometer entfernt Von
der Stelle, wo der Oberländer gefunden worden ist.
Der Mann hat eine Stichwunde.
Ja.
Egger!
Es gibt eine Spur!
Ja.
Ich schicke die Koordinaten.
Was ist da los?
Ein einziger gezielter Stoß mit einer Stichwaffe.
Bitte sagen Sie mir mit einem Schwert.
Hundertprozentig kann ich das jetzt natürlich
noch nicht sagen, aber möglich wär's, ja?
Okay, wann?
Todeszeitpunkt?
Im ersten Blick weniger als vier Stunden.
Die Toten starisch noch nicht ausgeprägt.
Scheiße, das geht sich nicht aus.
Und du was?
Der Oberländer ist vor fünf Stunden attackiert worden.
Es kann also nicht sein, dass er den Mord
mitbekommen hat und einem Täter nachgegangen ist.
Zwischen liegt mindestens eine Stunde, eher mehr.
Scheiße.
Es muss ihn also irgendwas anderes zum Täter geführt haben.
Aber was?
Das hängt alles irgendwie mit dem Toten Fahrrad zusammen.
Aber wie?
Wo?
Morgen.
Was ist das da?
Da kommen wir uns nicht durch.
Polizeiafsperrung.
Okay.
Was bringt das jetzt?
Zum Ausschluss.
Wir suchen nach DNA auf der Leiche, die da nicht hingehört.
Ach.
An der Leiche.
Hatte der Herr Janko irgendwelche Angehörigen, die wir kontaktieren können?
Keine Ahnung.
Ich... Wir kennen uns seit ein Paar Wochen.
Der Andreas und ich.
Keine Ahnung.
Seit ein Paar Wochen?
Und Sie fahren jetzt schon miteinander auf Urlaub.
Ist das nicht ein bisschen geschwind?
Ja...
Er fährt gern mit dem Camper rum.
Ich hab freie Tage.
Er hat mich gefragt.
Ich hab Ja gesagt.
Warum am Bodensee?
Gibt's da einen bestimmten Grund?
Er geht gern Wandern.
Ich bin der Segeltyp.
Ist ja wurscht, oder?
Wie lange sind Sie denn schon da?
Seit vorgestern.
Sagt Ihnen der Name Simon Kemmerer was?
Ein katholischer Pfarrer.
Nein.
Was ist mit dem?
Schon einmal gesehen?
Nein.
Kenn ich nicht.
Sorry.
Was hat Ihr Freund beruflich gemacht?
Erzieher.
Und hatte der irgendeine Verbindung zur katholischen Kirche?
Nicht, dass ich wüsste.
Gut.
Bleiben Sie bitte in der Stadt.
Es kann sein, dass wir noch Fragen an Sie haben.
Ah.
Und im Camper können Sie nicht mehr schlafen.
Das ist jetzt ein Tatort.
Aber was ist mit meinen Sachen und meinem Reisepass?
Das gehört alles zum Tatort.
Der Kollege hilft Ihnen, ein Hotel zu finden.
Natürlich packt er das.
Weißt doch.
Ungrad vergeht nicht.
Bis Morgen.
Ciao Luna.
Oberländers Tochter kommt nach Bregenz.
Was glauben Sie?
Natürlich kommt sie.
Gut.
Gut?
Gar nichts ist gut.
Ihr Vater liegt im Koma und wacht vielleicht nie wieder auf.
Gut.
Ich will Wissen, wer dafür verantwortlich ist.
Dann überprüfen Sie bitte den Freund des letzten Opfers.
Flavius Werger.
Die Kollegen haben Ihnen die persönlichen Daten und die Aussage bereits geschickt.
Schauen Sie, ob Sie irgendeine Verbindung zwischen den Opfern finden können.
Wenn es keine gibt.
Vielleicht geht der Täter wahllos vor.
Ein durchgeknallter Serienkiller.
Dann müssen wir auch das Wissen.
Außerdem ist immer noch die Frage, wie der Oberländer auf den Täter gestoßen ist.
Wissen Sie, was ich nicht verstehe?
Warum er Sie nicht informiert hat, wenn er eine wichtige Spur hat?
Sie müssen sich doch gegenseitig am Laufenden halten.
Ja.
Aber das ist jetzt irrelevant.
Wichtig ist, was er herausgefunden hat.
Der Oberländer hat im Fall Kämmerer mit zwei Personen gesprochen.
Einmal mit der Frau, die zur Tatzeit einen Termin mit dem
Pfarrer hatte und einmal mit dem Buchhalter vom Pfarrer.
Danach haben Sie sich unsere Ermittlungswege Halt getrennt.
Ja, weil Sie sich an den Buchhalter festgebissen haben.
Ja.
Ich schau mir die Vernehmungen jetzt noch einmal an.
Ich richte an den Oberländer aus, dass Sie sich große Sorgen um ihn machen.
Alles da?
Oberländer hier.
Ich hab was gefunden.
Rufen Sie mich mal zurück, bitte.
Ich hoffe, Sie nehmen es nicht persönlich, dass ich wieder alleine wohnen wollte.
Aber so wie Sie den Kaffee zubereiten, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden.
Luna braucht Sie, Oberländer.
Sie dürfen sie nicht alleine lassen.
Wir alle brauchen Sie.
Ich mein...
In meiner neuen Wohnung ist noch so viel zu tun.
Sie wollten den Plattenspieler anschließen.
Da kommen Sie mir jetzt nicht mehr aus.
Haben Sie gewusst, was der Täter vorhat?
Wollten Sie ihn aufhalten?
Ich war gegen drei wieder raus aus der Küche.
Warum so früh?
Kämmerer hat den Termin mit Ihnen bis 16 Uhr reingetragen.
Wir Waren uns schnell einig, als ich dachte...
Pfarrer Kämmerer war niemand, der Gespräche in die Länge zieht.
So war ich immer schon.
Sie können ihn schon lange?
Seit ich Kind war, ja.
Es ist... es ist der Horror sich vorzustellen,
dass er kurz nachdem ich gegangen bin...
Worum ging es denn bei Ihrem Termin?
Um einen Verein für artistische Kinder, der Von der Pfarrei gefördert wird.
Und Sie wollten mehr Geld?
Ich wollte nur das Geld, das er versprochen hat.
Das hätte schon vor zwei Monaten auf dem Konto Von einem Verein sein sollen.
Es war Gott sei Dank nur ein Missverständnis mit der Buchhaltung.
Er hat angerufen und alles geklärt.
Ich habe Ihnen nur schon erzählt, wie ich dem Pfarrer Kämmerer gefunden habe.
Es war schrecklich.
Aber Sie haben uns doch nicht gesagt, was Sie
überhaupt in den Kirchenmauern gemacht haben.
Ihr Büro liegt doch in einem ganz Anderen Trakt.
Wir hatten noch was zu besprechen.
Warum Sie das Geld an den Verein noch nicht überwiesen haben?
Ich wollte mich Von meinen Vätern entschuldigen.
War das denn ein Fehler?
Oder haben Sie sich einfach nur dumm angestellt,
weil Sie das Geld eigentlich abzwacken wollten?
Was?
Nein, natürlich nicht.
Wir haben mit Ihrem vorherigen Arbeitgeber gesprochen, Herr Bell.
Der hat Sie rausgeschmissen, weil Sie Geld veruntreut haben.
Ich...
Ich habe das Geld für meine Mutter gebraucht.
Der hat Schulden gehabt.
Ich habe alles zurückbezahlt, bis auf den letzten Cent.
Ich war dem Pfarrer Kämmerer so dankbar, dass er mich eingestellt hat.
Ich hätte ihn ja nie hintergangen.
Die Schaffigur.
Haben Sie die schon mal bei Kamera gesehen?
Nein.
Ja, ja.
Ist gut, ich bin gleich bei Ihnen.
Danke.
Egger?
Ja?
Sind Sie noch in der Gerichtsmedizin?
Egger?
Was Neues Von Oberländer?
Nein.
Wie lange Lagen Sie damals im Koma?
Zwei Monate.
Sagen Sie, als Sie den Oberländer das letzte Mal
gesehen haben, warum wollte er Sie da sprechen?
Sie haben ihn angerufen nach dem Verhör, beim Buchhalter
vom Pfarrer, und haben gemeint, Sie haben was für ihn.
Ah, ja.
Ihnen wurden zwei Schläge gegen den Kopf versetzt.
Mit einem schweren Eisenkreuz.
Einmal Von schräg vorne und einmal hier Von hinten,
wobei erst der Zweite Hieb Von hinten tödlich war.
Oberländer war daran interessiert, wie viel
Zeit zwischen den beiden Schlägen vergangen ist.
Und?
Wie viel Zeit ist vergangen?
Ungefähr 20 Minuten.
Sehen Sie diese Einblutung hier?
So ein Hämatom braucht Zeit, sich zu bilden.
Und es braucht ein pumpendes Herz.
Hat Oberländer gesagt, warum es ihm so wichtig war, wie viel Zeit vergangen ist?
Ja, er wollte Wissen, ob es möglich ist, dass das Opfer
nach dem ersten Schlag wieder zu Bewusstsein gekommen ist.
Und war es möglich?
Ja, das war es.
Hat er Ihnen das alles gar nicht erzählt?
Oberländer hatte Recht.
Er war davon überzeugt, dass der Mörder ein persönliches Motiv hat.
Der Täter wollte, dass der Pfarrer ganz genau mitbekommt, wer ihm das antut.
Und warum?
Wann ist er hier Weg?
Gegen eins?
Gegen drei war er schon nicht mehr im Präsidium.
Und dann konnte ich ihn nicht mehr erreichen.
Was ist in diesen zwei Stunden passiert?
Irgendwas anderes an der Leiche, das uns weiterhelfen könnte?
Keine DNA.
Auch keine Fingerabdrücke, weder am Kreuz noch an den Leichen.
Das heißt, der Täter war extrem vorsichtig.
Sonst noch was?
Ja.
Wir haben Spuren Von Oberländers Blut in der Wunde des zweiten Opfers gefunden.
Es muss wohl vom Schwert dahin gekommen sein.
Das heißt, der Janko und der Oberländer sind
definitiv mit derselben Waffe angegriffen worden?
Zumindest sieht es so aus, ja.
Ein Täter, zwei Waffen, ein Schwert und ein Kreuz.
Was?
Warum?
Sie Denken, er will damit was sagen?
Na, na, na.
Aber was?
Ich bin hier.
Kannst du mich hören?
Ich bin hier.
Das wird wieder gut.
Bist du angeschnallt, Papa?
Ja.
Gut.
Mhm.
Ja, ich weiß, dass mein Kollege schon mit Ihnen geredet hat.
Aber ich wollte gerne Wissen, was Sie ihm gesagt haben.
Ja, gut.
Danke Ihnen wiederhören.
Sonnenhof Bregenz.
Guten Morgen, Oberländer.
Ich dachte, ich informiere Sie mal über den Stand der Dinge.
Sie haben ja gerade eh nichts besseres zu tun.
Ich habe ihn dem Fahrerkammerer jetzt einmal genauer angeschaut.
Der war ja ordentlich aktiv, was soziale Projekte betrifft.
Hallo?
Ich dachte, dass wir wären tot.
Kindergärten, Jugendheime, Obdachlosenhilfevereine.
Wer hat Hilfe gebraucht?
Der Gämmerer war schon da.
Ich habe auch bei den ganzen Projekten angerufen, die Sie schon kontaktiert haben.
Da wäre mir aber nichts Ungewöhnliches aufgefallen.
Aufgefallen.
Aber...
Und jetzt wird es interessant.
Es gibt da neun Toten.
Andreas Janko.
Und jetzt stellen Sie sich vor, der ist mit
dem gleichen Schwert attackiert worden wie Sie.
Ich verstehe immer noch nicht, wer bitte mit einem Schwert durch die Gegend rennt.
Na gut.
Mit seinem Freund haben wir schon gesprochen.
Der meinte, dass er nichts mit der Kirche am Hut hatte.
Er war jetzt hier aus München.
Tourist.
Du hast ja nicht gesagt, dass er nicht aufwacht.
Nur, dass wir Geduld haben müssen.
Wer sind Sie?
Beziehungsinspektorin Mara Eisler.
Ich arbeite mit ihrem... Mit Papa und Herr Komlatschek.
Ich weiß.
Was soll es werden, wenn es fertig ist?
Ich wollte ihn über den Fall informieren.
Die Ärztin hat gesagt, Reden Sie mit ihm nicht.
Nerven Sie ihn mit Arbeit.
Ist das derselbe Täter, der der Papa angegriffen hat?
Ja, davon gehen wir aus.
Ja, das Wissen wir noch nicht.
Wissen Sie, wo diese Schachfigur ist?
Ich habe keine Ahnung.
Die war beim Oberländer am Schreibtisch.
Ach, da war keine Schachfigur.
Wofür ist das wichtig?
Was ist das?
Das ist Kamerflimmern.
Holen Sie hin.
Gehen Sie bitte zur Seite.
Kamerflimmern.
Defi.
Defi bereit.
Laden.
Alles Weg.
Kreislauf stabil.
Alles gut.
Wie konnten Sie nur?
Das ist Ihre Schuld.
Ich habe...
Ich wusste nicht, wie wichtig es war.
Ich hatte noch... Warum haben Sie ihn mit der Arbeit konfrontiert?
Sie haben gesehen, was das bei ihm ausgelöst hat.
Das ist meine Schuld.
Sie haben ihn gestresst.
Das heißt nicht, dass es einen Zusammenhang gibt.
Vielleicht doch.
Ja, dann umso Besser.
Ja, die Kamerflimmern.
Herrgott noch mal.
Reißen Sie sich einmal zusammen.
Wenn es einen Zusammenhang gibt, dann bedeutet
das, dass das der Oberländer uns hören kann.
Und das heißt auch, dass wir ihm Orientierung
geben können, sich am Leben festzuhalten.
Quatsch.
Vielleicht will er gerade nicht arbeiten.
Bitte, Sie kennen doch den Oberländer.
Wenn man den Serienmörder frei herumrennt und
er ist der einzige, der ihn identifizieren kann.
Wenn das einmal kein Grund für ihn ist, aufzuwachen.
Gut.
Ich fahre noch mal zur Kirche.
Ich muss mit dem Buchhalter Reden.
Haben Sie so eine Aussage nicht längst überprüft?
Ja, die Bücher sind sauber.
Das heißt, er hat kein Motiv, den Pfarrer zu ermorden.
Er war immer noch der einzige, der zur Tatzeit vor Ort war.
Wenn Annalena Hardeling die Wahrheit sagt.
Ja.
Und dass die Bücher sauber sind, heißt nichts.
Er hätte auch einen Anderen Grund haben können, den Pfarrer umzubringen.
Und Oberländer anzugreifen und einen Touristen zu ermorden.
Ja, na ja.
Wir müssen zumindest Wissen, ob er das letzte Opfer gekannt hat oder nicht.
Was haben Sie denn eigentlich über den Freund Von Andreas Janko herausgefunden?
Wohnt in München, arbeitet in einem Supermarkt.
Keine Vorstrafen.
Es gibt keinerlei Bezug zu Bregenz oder Pfarrer-Kämmerer.
Und der Background-Check der Opfer?
Irgendwelche Gemeinsamkeiten?
Ich bin noch nicht dazu gekommen.
Soll ich einen Anderen Kollegen anfordern?
Auf keinen Fall.
Gut.
Frau Eisler?
Haben Sie einen Moment?
Nicht wirklich.
Bitte?
Ja, gut.
Papa hat mir Von Ihren Verletzungen erzählt.
Stimmt das, dass Sie auch im Koma Lagen?
Ja, das stimmt.
Wie war das für Sie?
Wie ein langer...
Traum.
Ein schöner Traum?
Ja.
War okay.
Haben Sie mitbekommen, wenn Ihre Liebsten mit Ihnen geredet haben?
Manchmal.
Wo kommt die denn her?
Was passiert wäre, wenn du länger bei der Kamera geblieben wärst?
Ich bin okay, Papa.
Ja.
Danke.
Wie ist ein Fensterbrett gelegen?
Was ist das denn?
Jasper Bell.
Ich war schon bei Ihnen im Büro.
Ich hab gedacht, ich helfe bei den Planungen für die Trauerfeier.
Wissen Sie schon, wann eine Leichnung freigegeben wird?
Nein.
Was wollen Sie?
Ich hab doch schon alles gesagt, was ich weiß.
Ja, ich wollte Ihnen noch was zeigen.
Kennen Sie den?
Nein.
Wer ist das?
Andreas Janko.
Sagt Ihnen nix.
Schauen Sie sich das Bild bitte noch einmal genau an.
Sie sind sicher, dass Sie den noch nie gesehen haben?
In der Kirche vielleicht?
Im Beisein vom Pfarrer?
Tut mir leid.
Sengs.
Hat der Pfarrer eigentlich Schach gespielt?
Ich weiß es nicht.
Andreas Janko sagt Ihnen also nix, ja?
Ich kann nicht alle kennen, die Ihre Beilheitsbekundungen hinterlassen.
Wir haben es nicht mit einem zufällig mordeten Serientäter zu tun.
Die Opfer kannten sich.
Und der Buchhalter?
Er sagt, er hat Janko noch nie gesehen.
Glauben Sie?
Er hat geschwitzt, obwohl es in der Kirche nicht besonders warm war.
Sie glauben, er lügt?
Ich weiß es nicht, Komlatschek.
Er hat sich Von mir in die Ecke gedrängt gefühlt.
Er kann die Körpertemperaturregulation schon mal aus dem Ruder geraten.
Ich fahr nochmal beim Freund Von Janko vorbei.
Der hat sicher nichts Von dem Toten Pfarrer gesagt.
Hat er nicht.
Rede mit mir.
Was ist hier passiert?
Warum war die Figur in Pfarrerkämmeras Hosentasche?
Grüß Gott.
Wie kann ich helfen heute?
Warum haben Sie mir denn nicht gesagt, dass Sie
wegen dem verstorbenen Pfarrer Kämmerer da sind?
Es ist der Mann, Von dem Sie noch nie was gehört haben.
Schauen Sie.
Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen.
Ich kenne diese Person nicht.
Nein?
Wie kommt es dann, dass Ihr Freund Beileidsbekundungen
in der Kirche hat aufstellen lassen?
Okay, davon habe ich auch nichts gewusst.
Das ist komisch, dass er mir nichts davon gesagt hat, ja.
Ja.
Komisch.
Ja, komisch.
Gut.
Ich schaue mir jetzt die Sachen Von Ihren Freund nochmal an.
Aber Ihre Kollegen, die haben schon alles auf den Kopf gestellt.
Ja.
Aber ich mache mir gerne ein eigenes Bild.
Und außerdem hat sich die Sachlage verändert.
Okay.
Was suchen Sie?
Was macht deine Schachfigur bei Ihnen im Müll?
Äh... Andreas hat sie am Boden gefunden und... Ja.
Der weiße Springer.
Wie hat er reagiert, als er sie gefunden hat?
Er hat sich gewundert.
Dann hat er sie aufgehoben und in den Mistkübel geworfen.
Und erzählt?
Hat außer Ihnen noch jemanden Zugang zu dem Camper?
Nö.
Aber das Fenster ist meistens offen.
Also hat vielleicht irgendwer reingeworfen.
So ein lustiger...
Eisler?
Ja?
Entschuldigen.
Ich habe jetzt herausgefunden, woher sich
Andreas Janko und der Pfarrer gekannt haben.
Der Janko hatte vor langer Zeit in Bregenz gelebt.
Und damals als Erzieher in einem Kinderheim für schwer erziehbare Kinder gearbeitet.
Dem Sonnenhof Bregenz.
Sonnenhof Bregenz?
Der Stand auf Oberländers Liste.
Da hat aber keiner abgehoben.
Das ist auch kein Wunder.
Der ist vor 20 Jahren geschlossen worden.
Was ist die Verbindung zum Pfarrer?
Der hat damals einen Bibelkreis geleitet.
Und seine Pfarrer hat Freizeitaktivitäten für die Kinder finanziell unterstützt.
Und noch was ist merkwürdig.
Was ist denn?
Laut Funkzellenabfrage war Oberländers Handy in der Umgebung zuletzt eingeloggt.
Komm, der Check.
Wir Treffen uns am Kinderheim.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt...
Ich hole mir was zum Essen.
Mollen Sie auch was?
Nein, danke.
Ist okay, wenn ich dich ein bisschen mit ihm allein Lasse?
Eine Spur?
Vielleicht.
Tun Sie alles, was nötig ist.
Frau Eisler glaubt, dass es Ihnen helfen könnte, wenn wir Ihnen vom Fall erzählen.
Aber das bringt Sie um.
Also.
Das Zweite Todesopfer hat vor langer Zeit als Erzieher in einem Kinderheim
gearbeitet, in dem auch Pfarrer Kemmerer öfter war.
Der Sonnenhof Bregenz.
Bis später.
Du willst, dass ich einen Anderen Zug mache?
Welchen?
Warum ist das Spiel so wichtig für dich?
Was wollen Sie Von dem Jungen?
Lassen Sie ihn in Ruhe!
Oberländer war wirklich hier.
Und?
Ist dein Handy im Auto?
Nein.
Von hier aus ist in den Wald gelaufen.
Scheiße.
Das Schloss ist vor kurzem aufgebrochen worden.
Die Schnittstelle ist nicht rustig.
Sieht einladend aus.
Wollen wir?
Was ist das?
Was?
Seltsames Kinderheim.
Und haben Sie Ahnung, was das ist?
Das sind Schachzügel.
Wer war das?
Hast du das in die Wand geritzt?
Warum ist das durchgestrichen?
Ich gemordest in der Reihenfolge des Schlagspiels, richtig?
Die Figuren sind für dich Menschen.
Hier.
Der Läufer.
Englisch Bishop.
War das Pfarrer Kämmerer für dich?
Englisch The Knight.
Also Ritter.
Hast du den Erzieher deshalb mit dem Speer abgetötet?
Was haben Sie daran getan?
Warum hast du das gemacht?
Das war ein schlechter Zug.
Ich sag ja, das war ein schlechter Zug.
Der Zug war eine Falle.
Du wolltest um jeden Preis die weiße Dame schlagen, oder?
Wer ist die weiße Dame?
Wer?
Wer ist die weiße Dame, verdammt nochmal?
Eisner!
Kommt Weg!
Er will dich auch nicht Töten!
Ich hab mit der Stadtverwaltung gesprochen.
Der ehemalige Leiter Von dem Kinderheim ist ein gewisser Josef Hadeling.
Hadeling?
Wie in Annalena Hadeling.
Die Frau, die zur Tatzeit einen Termin mit dem Toten Pfarrer gehabt hat.
Sie ist seine Tochter.
Ah, die Tochter.
Gut.
Ich Rede noch einmal mit ihr.
Ich übernehme den Heimleiter.
Ich weiß jetzt, warum das Heim damals geschlossen worden ist.
Lassen Sie mich Raten.
Es hat was damit zu tun, was hier im Obergeschoss passiert ist.
Erst Kammerer und jetzt der Janko.
Wir vermuten, dass die Morde etwas mit dem Sonnenhof zu tun haben.
Unser Heim wurde ja schon vor 20 Jahren geschlossen.
Wegen drastischer Verfehlungen.
Die haben mir den Bericht schicken lassen.
Andrea Sianko ist ja mehrfach erwähnt, genauso wie Sie.
Es ist eine Reihe Von Fällen gegeben, in denen
Kinder stundenlang gefesselt eingesperrt worden sind.
Ja.
Aber nur in Ausnahmefällen.
Nur weil wir befürchtet haben, dass sich ein Kind selbst oder andere schwer verletzt.
Ja.
Andere Heime sind in solchen Fällen offensichtlich Anders vorgegangen.
Ja.
Die haben ihre Problemfälle zu uns abgeschoben.
Im Sonnenhof hatten wir die Systemsprenger.
Kinder, Jugendliche, mit denen sonst keiner zurecht kann.
Schon lange kein Grund, sich wegzusperren wie Tiere.
Die Waren am Dachboden.
Haben Sie schon einmal versucht, einen kräftigen 13-Jährigen zu beruhigen,
der so außer sich ist, dass er beißt und um sich schlägt, während gleichzeitig ein
anderes Kind mit Essen wirft, oder ein Nest noch ein anderes Fall oder Chaos,
eine Panikattacke bekommt.
Ich und mein Team haben den meisten Von Ihnen
zu einer selbstbestimmten Zukunft verholfen.
Aber das will keiner sehen.
Gibt es unter den ehemaligen Heimkindern
jemanden, den Sie diese Taten zutrauen würden?
Es ist möglich, dass es der Täter auch auf Sie abgesehen hat.
Sie würden deshalb sicher zweimal eine Wache vor Ihrem Haus abstellen.
Die Kinder im Sonnenhof kamen aus verkorksten
Familien, aber es Waren alles nur Kinder.
Naja.
Und später dann Atmen.
Dann doch mal einatmen, ausatmen.
Einatmen.
Dieses Scheißheim.
Ich war so froh, dass es damals dichtgemacht wurde.
Ich habe sogar auf dem Gelände gewohnt.
Wirklich?
Das heißt, Sie haben die Kinder dort alle gekannt?
Ich habe die Kinder dort regelrecht gehasst.
Ich war völlig ignorant.
Ich habe erst Jahre später begriffen, was es heißt, wenn man als Kind
vernachlässigt wird oder aus seiner Familie mit Drogen- und Gewaltproblemen kommt.
Sagen Sie, in den Berichten zur Schließung vom
Heim, da wird der Pfarrer Kemmerer öfter erwähnt.
Anscheinend sind die Kinder immer zu ihm gekommen, haben um
Hilfe gebeten und er hat sie an die Heimleitung verpfiffen.
Ich weiß.
Ich glaube, Pfarrer Kemmerer dachte genau wie mein
Vater, dass sie damals alles richtig gemacht haben.
Das sehen Sie offenbar Anders?
Ich habe aufgehört, mit meinem Vater darüber zu diskutieren.
Und trotzdem...
Namen Sie immer wieder Geld vom Pfarrer für Ihre Projekte.
Wie kommt das?
Weil mir meine Arbeit wichtig ist.
Der Verein hier bietet therapeutisches Reiten an.
Durch die körperliche Nähe mit dem Pferd lernen Menschen
mit Autismus, ihren eigenen Körper Besser wahrzunehmen.
Haben mein Vater und Pfarrer Kemmerer in meinen Augen Fehler gemacht?
Ja.
Aber deshalb sage ich doch nicht nein, wenn die Kirche Geld locker macht.
Spielen Sie Schach?
Mein Vater hat mir das versucht, das Kind beizubringen.
Aber er hat sich eher die Zähne ausgebissen.
Und hat er mit den Kindern im Heim Schach gespielt?
Ja, ständig.
Er hat es in den Englischunterricht eingebaut.
Das heißt, er hat alle Kinder im Heim Schach gespielt?
Ja, im Unterricht.
Aber die wenigsten hat das wirklich interessiert.
Aber manche schon?
Ja, im letzten Jahr gab es so eine kleine Gruppe,
die haben dann auch so im Wettbewerb teilgenommen.
Sie können sich vorstellen, wie hoch oben die in der Hackordnung Waren.
Wissen Sie noch, wer in der Gruppe war?
Ich glaube, der Jasper Bell, zum Beispiel.
Entschuldigung, der Buchhalter vom Pfarrer war als Kind im Sonnenhof.
Ja, ja.
Was machen Sie denn da?
Ich habe einen Moment gebraucht.
Der Pfarrer Kämmerer, der will man so wohl erleben.
Naja.
Das kann ich mir vorstellen, dass Ihnen das nahe geht.
Immerhin haben Sie ihn gekannt, als Sie ein Kind sind.
Genau wie der Nianko.
Wieso haben Sie mich deswegen eigentlich eingelogen?
Herst.
Herr Bell.
Ich habe nur gefragt.
Jetzt...
Jetzt beruhigen Sie sich einmal.
Sie haben mich eh schon auf den Kicker gehabt.
Wenn ich jetzt auch noch zugegeben hätte,
dass ich im Kindheim aufgewachsen bin, dann...
Es tut mir leid.
Ich habe Panik gekriegt.
Ohne den Pfarrer Kämmerer wäre ich nie mehr auf die Beine gekommen.
Als ich ihn damals angerufen habe, als die Sache mit
meinem alten Arbeitgeber war, da war er sofort für mich da.
Sie haben ihn um Hilfe gebeten?
Ja.
Er hat mir das Geld gegeben, damit ich alles zurückzahlen kann.
Und mir den Job in der Kirche angeboten.
Warum?
Weil er weiß, dass eine schlechte Tat noch keinen schlechten Menschen aus einem macht.
Ich habe das Geld für meine Mutter gebracht.
Weil sie Schulden gehabt hat bei den falschen Leuten.
Wieder einmal.
Sie ist abhängig.
Immer schon.
Ich weiß, ich hätte Nein sagen sollen, aber das ist Halt nicht immer so leicht.
Der Pfarrer Kämmerer hat das verstanden.
Das ist irgendwie nicht deckungsgleich mit den Berichten über den Pfarrer.
Vom Sonnenhof damals.
Hat er die Kinder nicht immer verpfiffen, die ihn um Hilfe gebeten haben?
Ich weiß.
Darunter hat er später auch ziemlich gelitten.
Ah, das hat er Ihnen erzählt?
Mhm.
Die meisten im Heim, die haben ihn gehasst.
Genauso wie den Harderling und die Erzieher.
Ein Freund Von mir damals, der war Autist.
Der ist ausgerastet, wenn ihn einer nur berührt hat.
Ein anderer, der hat sich nicht ausgehalten, dass die Regeln so streng war.
Ich meine, es war bestimmt nicht alles super.
Aber man muss auch sagen, dass der Sonnenhof mich gerettet hat.
Ich weiß nicht, wo ich heute wäre, wenn sie mich
damals meiner Mutter nicht weggenommen hätten.
Die Burschen.
Waren die auch in dem Schachclub mit denen?
Ja.
Gab's da jemanden, der den Pfarrer oder den Jakob besonders gehasst hat?
Mal der, mal der.
Haben Sie eine Liste, wer im Schachclub war?
Ja.
Ja.
Bitte.
Ja.
Die hat er mir meinen ersten Tag geschenkt.
Keine Ahnung, wo er die aufgetrieben hat.
Er wollte mich daran erinnern, dass ich alles
schaffen kann, wenn ich mich nur wirklich anstreng.
Aber ich habe den Pfarrer wirklich nicht ermordet.
Das müssen Sie mir glauben.
Genauso wenig wie den Andreas Janko.
Ja.
Wo Waren Sie denn gestern?
Gegen 16 Uhr.
Hier im Büro.
Und dafür gibt es Zeugen?
Ich habe eine Lieferung entgegengenommen.
Die Frau vom Blumenladen, die hat den Pfarrer für den Altar vorbeigebracht.
Kannst du eine Nummer für mich?
Ja.
Bitteschön.
Danke.
Beziehungsweise...
Haben Sie eine Ahnung...
...was... ...das ist?
Black Decks, Bishop...
Das sind Schachnotationen.
Und wer könnte die in die Wand vom Kinderheim geritzt haben?
Das könnte jeder Von uns gewesen sein.
Wir haben mit dem Harderling in Englisch immer Schach gespielt.
Aber wir haben ihn nie schlagen können.
Er war viel zu gut.
Hm.
Bishop?
Ja, der Läufer.
Er heißt auf Englisch Bishop.
Wir haben das ziemlich cool gefunden damals.
Ah!
Und?
Keine Veränderung.
Ich hole mir einen Kaffee.
Wollen Sie auch hin?
Ich trinke Tee.
Ich bring ihn dann mit.
Also das Kinderheim ist definitiv der Schlüssel.
Die Annalena Harderling ist die Tochter vom ehemaligen Heimleiter.
Die ist selber im Sonnenhof aufgewachsen.
War nicht besonders angetan Von den Kindern damals.
Jetzt arbeitet sie selber in dem Bereich.
Wer ist die Weiße Dame?
Wer ist die Weiße Dame?
Wer ist die Weiße Dame?
Wer ist die Weiße Dame?
Der Buchhalter vom Pfarrer der einen auch gefunden
hat, der ist auch am Sonnenhof aufgewachsen.
Und zwar in einer Schachgruppe.
Mit sieben Anderen Kindern.
Wer ist die weiße Dame?
Wer ist die weiße Dame?
Wer ist die weiße Dame?
Die Trauerfeier ist frühestens in zwei Wochen.
Was willst du hier?
Ich hab Grad mit dem Blumengeschäft telefoniert.
Die haben das Alibi Von Jasper Bell bestätigt.
Er kann den Janko also nicht umgebracht haben.
Ich hab ja gleich gesagt, dass Sie sich da in was verrennen.
Ja.
Was ist mit den Anderen Schlagkindern?
Ich hab mir die Akten vom Kinderheim zukommen lassen.
Inklusive der Berichte Von Sozialarbeitern und Erziehern.
Es ist offensichtlich, dass das Personal total überfordert war.
Irgendwas ist uns weiterhelfen können.
Das kann man wohl sagen.
Tim Hanauer.
Ja.
Hanauer.
Der Bub hat eine Schwere Form Von Autismus.
Mir hast Babel etwas Von einem autistischen Buben erzählt.
Der hat im Heim scheinbar besonders gelitten.
Sie glauben, dass das unser Mörder sein könnte?
Sehr unwahrscheinlich.
Er hat vor zwei Monaten Suizid begangen.
Vor zwei Monaten?
Komischer Zufall.
Ja.
Oder er ist der Grund für die Morde.
Timano hatte einen älteren Bruder im Heim.
Lukas.
Lukas Hanauer.
Das war einer Von den Schachkindern.
Das ist ein Bericht über ihn.
Von Andreas Janko.
Lukas Hanauer reagiert nur noch aggressiv.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Ich kann ihn kaum noch bändigen.
Sogar sein Bruder Tim hat panische Angst vor ihm.
Versteckt sich jedes Mal, wenn Lukas wieder ausrastet.
Und das passiert oft.
Zu oft.
Was man Lukas Hanauer dem Pfarrer und dem
Erzieher Schuld am Suizid seines Bruders gibt.
Was haben Sie über ihn rausgefunden?
Die Mutter ist gestorben.
Die beiden Buben noch klein Waren.
Vater ist unbekannt.
Es gab einen Stiefvater.
Der hat auch die Buben ins Heim gebracht,
weil er nicht mit Ihnen zurechtgekommen ist.
Entschuldigung.
Es gab einen Stiefvater?
Ja.
Das ist sehr seltsam.
Er hat wenige Wochen nach Tim Hanauer ebenfalls Suizid begangen.
Gut.
Das ist kein Zufall mehr.
Sie sind Koblenz Von einem Turm gesprungen.
Von einem Turm?
Siegen Sie...
Glauben Sie, es gibt hier ein Schachbrett?
Er hat erwähnt, dass der Läufer auf Englisch Bishop heißt.
Was?
Das kam mir irgendwie merkwürdig vor.
Und schauen Sie...
Sie glauben, der Bishop ist Pfarrer Kämmerer?
Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt?
Wenn man weiterspielt...
Weißler!
Komm, lass her!
Weißer Springer schlägt Bauer.
Ja.
Und verliert dafür seinen Kopf.
Der Springer heißt auf Englisch Night.
Ja.
Ja, das ist gut.
Zur Ritter.
Die Richtung stimmt.
Weiter!
Weiter!
Andreas Janko ist mit einem Schwert ermordet worden.
Mir ist noch was anderes aufgefallen.
Weiter am Anfang... ...des Spiels...
Nein, nein, nein, nein!
Das ist falsch!
Nicht rückwärts!
Vorwärts!
Er gibt den Weg frei für seinen Turm.
Wieso?
Deshalb...
Und nach Tachtrich ist überhaupt keinen Sinn.
Er will unbedingt den weißen Turm kriegen.
Ganz egal, was ihm das kostet.
Der Stiefvater ist der weiße Turm.
Was?
Der Ursprungal Löwe ist...
Komm, Latex, Sie müssen schauen, was er als nächstes vorhat.
Bitte!
Vielleicht war das gar kein Suizid.
Vielleicht ist er das erste Opfer.
Wir müssen den Lukas Hamauer finden.
Ich Ruf mal in der WG an, in der der Bruder gewohnt hat.
Vielleicht Wissen Sie was.
Annalena ist die Dame!
Sie müssen sie beschützen!
Verdammt!
Verdammt!
Meine Damen.
Also weder in Deutschland noch in Österreich ist der Lukas Hamauer gemeldet.
Und es gibt auch keine Bilder Von ihm im System.
Das wundert mich nicht.
Laut WG wohnt Lukas Hamauer in Kanada.
Ich hab die dortigen Behörden kontaktiert, aber
es kann dauern, bis wir eine Antwort kriegen.
Haben die Leute erste WG-Fotos Von ihm?
Leider nein.
Er hat seinen Bruder ein bis zwei Mal im Jahr besucht.
Sie beschreiben ihn als höflich unauffällig.
Brille.
Längere Haare.
Er hat einen Kollegen hingeschickt für ein Phantombild.
Eisler?
Annalena Hadeling wurde entführt.
Scheiße!
Na.
Shit.
Frau Eisler?
Annalena ist die Dame.
Ich hab Grad eine Schachfigur bei ihr gefunden.
Das ist schlecht.
Ja.
Wir hätten dieses verdammte Spiel weiterspielen sollen.
Wir haben eine Zeugin.
Sie hat einen Wagen mit quietschenden Reifen wegfahren hören, aber als sie
rausgekommen ist, war es schon zu spät und es war keiner mehr da.
Aber wir haben Reifenspuren.
Die Breite des Profils deutet auf einen Wern hin.
KTU war schon Bescheid.
Können Sie bitte dem Vater Bescheid sagen und bringen Sie ihn ins Präsidium.
Zum Schutz.
Wenn Lukas Harnower die Dame hört, dann fehlt
ihm jetzt nur noch der König umzugewinnen.
Ähm, der bleibt wieder da.
Okay.
Alles ruhig bei euch.
Nur ein Essen aufräder vor 15 Minuten.
Der war angemeldet.
Alles sauber.
Yes, of course I did.
We got the official request hours ago.
Yes, I understand.
You do that.
Please.
It's extremely urgent.
Die Anfrage an die kanadischen Behörden läuft.
Aber das dauert.
Es geht alles seinen Dienstweg.
Komm, Lecek, was gibt's?
Ja doch, Hardeling.
Der Täter hat sich als Fahrer Von Essen auf Redern ausgegeben.
Ich hab mit der Kettering-Firma gesprochen.
Hat in der Früh sein Kennzeichen Von einem ihrer Lieferwagen gestohlen.
Das gibt's hier nichts.
Wer hat ausgeschaut?
Er hat eine Sonnenbrille getragen und die Haare und dann eine Mütze.
Die Kollegen konnten ihn nicht wirklich beschreiben.
Aber er fährt einen zerbeulten gelben Lieferwagen.
Ein Gel...
Jasper Bell fährt so einen.
Okay, wir Treffen uns bei der Kirche.
Ja.
Jetzt hat er die Dame und den König.
Lukas, was soll das?
Hör auf damit, bitte.
Ich weiß nicht was... Auf einmal, es fing alles an zu piepsen.
Es...
Das Herz beruhigt sich schon wieder.
Sehen Sie?
Ist er okay?
Alles gut.
Geister!
Ich weiß, wer der Täter ist!
Herr Bell!
Herr Bell!
Herr Bell!
Herr Bell!
Können Sie mich hören?
Können Sie mich hören?
Wer war das?
Wer hat Sie niedergeschlagen?
Seine Haare... Was?
Die Haare?
Was ist mit seinen Haaren?
Wie schaut er aus?
Wie schaut er jetzt aus?
Wie schaut er aus?
Herr Bell, bitte.
Bitte Reden Sie mit mir.
Herr Bell, wo ist er hin?
Frau Eisler!
Was hat er vor?
Wo hat er den Hadling und seine Tochter hingebracht?
Bitte, bitte Reden Sie mit mir.
Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
Bitte nicht.
Frau Eisler!
Bitte, bitte bleiben Sie bei mir.
Bitte, bitte bleiben Sie bei mir.
Bitte Reden Sie mit mir.
Nein, nein, nein, nein, nein.
Eichler!
Nein, nein, nein, bitte nicht!
Was ist, wenn er stirbt?
Was dann?
Was für ein Monster würde so etwas tun?
Luna?
Komm her, mein Schatz.
Luna!
Guck mal, Luna, ich bring dich nach Hause.
Du musst hier ein bisschen ausruhen.
Du hast ein ganz vernünftiges Essen.
Nichts Neues Von Gwen.
Aber ich... Luna!
Ich halte sie im Laufe.
Danke.
Eisler!
Eisler, ich weiß, wer der Täter ist!
Eisler, verdammt!
Warum hört ihr mich nicht?!
Das ist meine Schuld.
Ich hab gesehen, dass Sie angerufen haben.
Ich hab nicht abgerufen.
Ich wollte nicht abheben.
Nicht ohne einen handfesten Beweis gegen Jasper Bell.
Ich...
Ich wollte mich beweisen.
Wenn ich abgehoben hätte, wären Sie jetzt nicht hier.
Oder wo auch immer Sie gerade sind.
Mein Koma war...
Es war wie ein Labyrinth.
Verschachtelt.
Endlos.
Kalt.
Mut sein.
Dumm fürs Bewusstsein.
Ich hab dachte, ich komm dann nie wieder raus.
Ich wollte da nicht bleiben.
Ich wollte weiter.
Aber wegen meinem Grund hab ich festgehalten.
Und dann bin ich aufgewacht.
Wir müssen auch festhalten Oberlin.
Ihre Tochter braucht sie.
Ich glaub, ich brauch sie auch.
Und Gott weiß, der kommende Scheck braucht sie.
Oberlin, da bitte.
Oberlin.
Was?
Oberlin.
Das ist der Täter.
Oh!
Sorry.
Ich hab kurz vorhin.
Komm nur Scheck.
Er ist wach.
Es geht ihm gut.
Ich muss Frau Eisler helfen.
Kannst du dir einen Tagsendskonten haben?
Ja.
Er ist nicht im Hotel.
über eine aktualisierte Beschreibung Von Lukas Hanauer rausgegeben.
Haben Sie sich den Ausweis Von Flavius Werger mal
genau angeschaut, als Sie ihn überprüft haben?
Das ist er nicht.
Nein.
Die Kollegen in München befragen Grad den echten Flavius.
Der sagt, er hat seinen Ausweis vor einer Woche in einer Kneipe verloren.
Lukas Hanauer war nur mit Andreas Janko zusammen, um ihn zu Töten?
Das ist doch absurd, bitte.
Wer macht so etwas?
Jemand, der wartet, dass der Pfarrer wieder aufwacht, bevor ihn erschlägt.
Der Hanauer will seine Opfer nicht nur Töten.
Er will sie quälen.
Eisler?
Haben Sie ihn?
Oberländer?
Nein, noch nicht.
Er ist nicht im Camper und sein Handy hat er da gelassen.
Wir können ihn nicht Orten.
Ich bin so froh, dass es Ihnen wieder Besser geht.
Ja, ja, ich weiß, Komlatschek.
Ich freu mich auch.
Wenn Sie...
Lukas hatte alle Schachfiguren in Stellung gebracht,
um sie in der richtigen Reihenfolge zu Töten.
Das heißt, den Bischof in der Kirche... Und der Springer bzw.
Ritter wird mit dem Schwert erstochen.
Die Frage ist nur, wo ist das große Finale mit Dame und König?
Wahrscheinlich da, wo alles begonnen hat.
Lena?
Ja.
Ja.
Wer sind Sie?
Lukas.
Lukas Hanauer.
Bist du das?
Guten Morgen, Herr Hadeling.
Wie war's mit deiner kleinen Runde?
Ja.
Sie...
wollen mich herankriegen, ja?
Ja.
Ja, das...
kann ich verstehen.
Na ja.
Der Verständnisvolle, ja.
Aber wenn wir sie gebraucht haben, dann Waren sie nicht da.
Wir haben alles brav gedeckelt, was am Sonnenhof passiert ist.
Lassen Sie meine Tochter gehen.
Also der Bauer.
Er ist die schwächste Figur am Spielbrett.
Der Porn, der Leibeigene.
Aber er hat eine Chance.
Wenn auch nur eine winzig kleine.
Die sollen sich beeilen.
Okay.
Meine Kollegen sind noch 10 Minuten entfernt.
Ach.
Aus Kanada.
Ja, das ist der Ausweis Von Hanauer.
Den brauchen wir jetzt auch nicht mehr.
Wenn ich es schaffe mit dem Bauer unauffällig bis zum Ende des Spielfelds anzukommen.
Was wird dann aus ihm, Herr Hadeling?
Was soll das alles?
Hm?
Ja, der wird zur stärksten Figur auf dem Spielfeld.
Ganz genau.
Richtig, Hadeling.
Das heißt, ich kann ihn jetzt mit einer x-beliebigen Figur austauschen.
Was machen wir?
Die Dame?
Die Spielemacherin?
Was immer Sie glauben, dass ich getan habe.
Meine Tochter hat nichts damit zu tun.
Tja.
Da liegen Sie mal wieder falsch, Herr Hadeling.
Sie hat meinen Bruder getötet.
Wovon Reden Sie?
Sie arbeiten mit Autisten.
Sie Waren vor zwei Monaten in einer Integrativ-WG.
In Hart.
Was soll das?
Pst!
Wie Sie dann Weg sind.
Dass sich der Tim erhängt.
Hat sie leider wiedererkannt.
Hat leider sein ganzes Leben lang Albträume
gehabt Von dem Scheißdreck, der passiert ist.
Wissen Sie das nicht?
Dass Ihre Tochter sich einen Spaß daraus gemacht hat, Tim zu umarmen.
Einen Autisten zu quälen.
Und wenn er dann durchgedreht ist, dann hat
sie sich köstlich amüsiert mit ihren Freunden.
Sie war ein Kind.
Sie wusste nicht, was sie tut.
Ja, ja, ja, du Lustiger.
Wir Waren auch Kinder.
Aber das war Ihnen scheißegal.
Das ist eben geil.
Oh.
Nächster Zug.
Spiel jetzt, Mann!
Oh.
Ups.
Ja.
Es war ein Fehler.
Hast du das auch schon gecheckt, oder?
Ja.
Ja.
Aus der Position kann sich der weiße König nicht mehr befreien.
Mhm.
Ganz genau.
Man kann nämlich den König nie wirklich schlagen.
Man muss schon aufgeben.
Also wenn Sie wollen, dass Ihre Tochter lebt, dann gehen Sie auf.
Trinken Sie.
Hm?
Trink?
Wer lebt?
Papa!
Ja.
Saus jetzt!
Trinken oder nicht trinken!
Trinken!
Trinken oder nicht trinken!
Ja.
Trinken oder nicht trinken!
Hade links!
Trinken oder nicht trinken?
Stopp!
Schmeiß, aber... Verpisst euch!
Ich bring sie um!
Ich bin, sie ab!
Wenn du das jetzt nicht saufst, dann bring' ich sie um!
Ich bring' sie um!
Ich bring' sie um!
Lukas Hanauer, der geht nur noch aggressiv.
Verpiss dich!
Ich weiß nicht mehr weiter.
Sauf jetzt!
Ich kann ihn kaum noch bändigen.
Was soll das jetzt?
Der sagt Bullshit!
Ich bring' sie um!
Das ist sein Bruder Tim.
Panische Angst vor ihm.
Sauf jetzt!
Hadeling!
Sie oder Inge-Tochter?
Das ist die letzte Chance!
Du!
Trink oder sie!
Ist tot, deine dumme Tochter!
Er versteckt sich.
Jedes Mal, wenn Lukas wieder ausrastet.
Und das passiert oft.
Zu oft.
Bullshit!
Tim hatte keine Angst vor mir!
Was soll das?!
Das stammt aus dem Bericht Von Janko.
Den hat er damals über sie geschrieben.
Ich bring's um!
Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
Alles, was ich tue, fühlt sich falsch an.
Wir brauchen dringend mehr Therapiestunden.
Lukas macht uns Allen Angst und ich fühle mich so furchtbar hilflos.
Was?
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich bring's um!
Ich Dass dein Vater was Vernünftiges zu Essen kriegt.
Ich komme gleich nach.
Na?
Na?
Wie geht's Ihnen?
Mir?
Ja, Ihnen.
Ich bin nicht ins Telefon gegangen.
Aber ich habe Ihnen nicht gesagt, wo ich hinfahre.
Ja.
Aber Sie haben versucht, mich zu verständigen.
Und ich habe nicht abgehoben.
Wir wollten beide das Richtige tun.
Das ist nur menschlich.
Ist leider das Falsche bei rausgekommen.
Bin ich zu spät?
Habe ich was verpasst?
Nein, nein.
Sie kommen genau richtig.
Sie kommen natürlich wohl den Risotto machen.
Und kommen kann er.
Fein.
Na kommen Sie.
Bis zum nächsten Mal.
Can't find what you're looking for?
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