All language subtitles for Lass jucken, Kumpel 2- Das Bullenkloster

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Original subtitles

So, da wären wir, Kumpel.

Ledigenheim, auch Bullenkloster genannt.

Danke.

Wie haben Sie eben das Ledigenheim genannt?

Bullenkloster? Was soll denn das heißen?

Na ja, die Ledigen leben da drin wie im Kloster. So ganz ohne Frauen.

fühlen sie sich wie die stiere und bullen

bullenkloster

genau wie damals als ich hier angefangen habe

bullenkloster

Spieler, Schläger, Samenkoller-Heinis, Wichser, Schwule, Knastbrüder.

Aber auch Kerle wie Samt und Seide.

Schade, dass die allesamt saufen.

Was gibt's? William Malochen.

Fälscher Ausweis.

Musst ihr hier einschreiben.

Heiner Lenz?

Bist du wirklich der Heiner Lenz, Kumpel? Ja, was soll denn die blöde

Fragerei? Ja, Opa.

Opa Wagner!

Ja, da kriegst du die Tür nicht zu. Was machst denn du alten Ursel hier im

Bullenkloster? Selber Ursel.

Na ja, ich bin Witwer.

Witwer? Das tut mir aber leid. Wann ist denn das passiert?

Na ja, vor acht Monaten, da haben wir sie begraben.

War ja ein ganz schön harter Schlag.

Nach 42 Jahren.

Na, da hat es mich zu Hause nicht mehr gelitten. Da habe ich den ganzen Krempel

verhökert und bin hierher ins Ledienheim gegangen.

Habe sogar Arbeit gefunden.

Ist doch schön hier als Partner.

Na ja, ist doch gut, was?

Na ja.

Na ja, was anderes findest du ja nicht mehr in meinen Jahren.

Da hast du den ganzen Tag Gesellschaft.

Und die halbe Nacht.

Junge, ich könnte dir Dinge erzählen. Sag mal, welche Bude ist noch frei für

mich?

Kannst du dir aussuchen.

Ist ja genug Platz.

Man locht ja doch kein Vernünftiger mehr hier.

Stell

dir vor,

du bist von deiner Heimat fern und hier mal lochen.

Kerl, stell dir vor, wenn das umgekehrt wäre.

Wir im Ausland, Türkei, Portugal oder so.

Da hast du auch wieder recht.

Na ja, jede Zeit hat eben ihre Epoche, nicht wahr?

Also, Zimmer 33 im ersten Stock.

Der Schlüssel steckt gleich oben.

Da hast du wenigstens ein paar deutsche Kumpeln auf dem Flur.

Hab dich ja immer gut leiden mögen.

Bloß deine Olche.

Du, davon will ich nichts hören.

Verstehst du?

Na ja, recht hast du, nach dem, was sie dir angetan hat.

Hab gehört, ihr seid geschieden.

Aber wo ist denn der Kleine?

Ich hab gesagt, ich will davon nichts hören. Bist du taub?

Na, na, na.

Wer wird denn gleich so am Schreien sein?

Sei froh, dass du sie los bist, die olle Nutte.

Mama mia, Heiner! Ja, Luki!

Du bist aber wirklich der Heiner! Mensch, du! Ich komme hier gerade vorbei

und wollte runter in die Kantine zum Frühstück.

Und sehe offene Türe.

Ich bin nicht neugierig. Du weißt, Italiener sind nicht neugierig. Da weiß

ich. Aber ich schaue hier rein, ob auf Pude 33 ein Neuer ist. Und was sehe ich?

Dich, Heiner, Mensch!

Aber Luki, du siehst gut aus.

Gewachsen bist du gerade nicht. Bist du immer noch auf dem Pütt?

Sie?

Immer noch im Ledigenheim?

Nein, ich habe ein neues schönes Zimmer. Bei dem Keller von Kantine.

Ich zahle 80 Mark.

Bist du verheiratet?

Nein, ich habe noch nicht die richtige gefunden für ihr.

Aber für das immer.

Aber ich suche für ihr.

Du weißt, du ja, ich suche echtes Liebe.

Lucky, da wirst du lange suchen müssen.

Aber erzählst du lieber.

Warum bist du zurückgekommen?

Ich glaube, du bist in der Industrie.

Ach was, ich habe nicht mehr ausgehalten.

Auf dem Püt kannst du wenigstens mit einem richtigen Kumpel reden.

In der scheiß Fabrik steht ewig so ein Blaukittel hinterm Arsch.

Man kann keinem Kumpel das Sprechen verbieten.

Was sonst noch?

Sonst? Sonst nichts.

Bin einfach abgehauen und hier bin ich.

Ist das der ganze Grund, warum bist du zurückgekommen? Ja, was denn sonst?

Vielleicht, sag ich dir etwas, was hast du verloren?

Verloren?

Ich? Ja, was meinst du?

Ich hab nichts verloren.

Das hier vielleicht.

Lucky, lass das und jetzt verschwinde.

Sie war schlechte Frau, eine.

Vergiss sie. Frauen sind alle nichts wert.

Ich suche nur eine Verdatter.

Nur dafür sind die Weiber da.

Das glaube ich dir nicht.

Wozu hast du das Bild immer von ihr? Das geht dich überhaupt nichts an. Und jetzt

versch... Das ist die Trudy. Das ist unsere Sensation.

Ist unsere Putze. Trudy. Trudy Gimbel. Ihr Mann ist in den Schacht gefallen.

Sie ist Witwe.

Scheinbar Selbstmord. Aber es ist das geilste Stück überhaupt hier.

Guck mal, wie die Türken machen still Augen auf ihren Arsch.

Schau mal, wie es die armen Türken geil macht.

Jetzt pass mal auf.

Jetzt kannst du was erleben.

Was macht die jetzt?

Jetzt schaut sie zu, wie die armen Türken nun anieren.

Aber reinlassen.

So zieht keine von uns.

Das wollen wir erst mal sehen.

Moment mal.

Mein Gott, wer sind Sie denn? Was wollen Sie denn hier?

Zigarette?

Nein, danke.

Ich bin Heiner Lenz, wohne auf Zimmer 33, Maloch jetzt hier.

Ach so.

Ich brauche blau-weiß karierte Bettwäsche oder grün-weiß karierte. Und

mit wem habe ich das Vergnügen? Mein Name ist Rudi Gimpel, bin Witwe. Das

habe ich schon gehört.

Von wem denn? Hast du deinen Mann so kirre gemacht, dass er... Na, der war

vielleicht am Spinnen, aber ehrlich, entweder habt ihr zwei linke Hände oder

malucht wie die Bekloppten.

Seid mit Moos am Verwöhnen, aber Liebe ist nicht.

Na, na, na, der Sex wird vom Hirn ausgesteuert und das muss ausgeruht

sein, wenn man zur Frau kommt. Am Püt?

Da brauchst du nicht zu denken, das ist alles bloß Routine. Aber wenn du nach

Haus kommst und hast so eine Olsche oder so eine Verklemmte, da... Hey, hey,

verklemmt bin ich bestimmt nicht.

Aber Mensch, Kerl, irgendwie gefällst du mir.

Aber du hast sicher nicht genügend Kleingeld am Anfang.

Komm, ich gebe einen aus.

Warte hier, ich hole in der Kantine zwei Flaschen Bier. Du, vergiss die

Bettwäsche nicht.

Pass auf, wir feiern gleich nachher Einstand und jetzt bringst du noch zwei

Pullen mehr mit. Okay?

Ich gehe auf die Stube.

Vergiss nicht, 33.

33.

Lucky, ich dachte, wir wollen zu Frühstücken gehen. Ja, natürlich.

Ich verstehe.

Aber Achtung, sie lässt niemanden drüber. Der alte Jupp Kaltofen hat sie

bei ihr die Zähne eingebissen, ausgebissen. Wer? Der Jupp? Ja.

Unser Jupp Kaltofen? Ja, wo ist denn der?

Er trainiert hier die Boxer. Alle die Kumpel, die wollen boxen.

Mensch, der alte Jupp boxt ja immer noch. Ja.

Lucky. Hey.

Hey. Arrivederci.

Wenn ich bitten darf?

Du, der Itake auf der Treppe hat gleich blöd geguckt. Ob der was am Ahnen ist?

Ach, der ist doch doof.

Ich hab nämlich einen anständigen Ruf hier.

Über mich kann niemand was sagen.

Da weiß ich, Mädchen. Da weiß ich.

So, jetzt trink erst mal einen. Prost, Rudi.

Prost, äh... Heiner.

Heiner. Du,

lass uns doch beide Brüderschaft trinken.

Ach komm, Kerl, wir sind uns doch schon lange am duzen.

Ach komm, aber ein Küsschen wenigstens.

Du, wir wollen doch beide dasselbe, oder?

Ich schließe mal schnell die Tür ab.

Dick ist er nicht.

Kämpfen soll er ein bisschen.

Na warte, Kerl.

Hey, komm mir nicht zu nah, du.

Oller Kümmeltürke. Was Kümmeltürke? Hast du jetzt schon mal mit einem Türken

getrieben? Die haben doch keine Haare am Schwanz.

Und außerdem quatschen die immer so blöd von Ankara und Istanbul und wollen einen

immer mitnehmen in eine Taxe.

Und dabei wohnen sie in Lehmhütten.

Nee, nee, keine Türken. Mein Freund muss blond sein.

Ich stehe immer auf alle Germanen.

Übrigens, mit mir ist es nicht so leicht, du.

Hey, was machst du denn da?

Na, lass mich doch, du.

Nein. Ich meine, du bist doch so sexy, du bist doch so geil. Nein.

Ach, komm.

Warum ziehst du dich denn aus? Bist du am Spinnen?

Wohl auf eine komische Tour, was?

Alle Touren, wie du willst.

Oh, mit Spiegel und so.

Du bist mir aber ein perverser Perser.

Nimmst du auch eine Pille?

Hast du Angst?

Ich muss doch wissen, ob ich reinspritzen kann.

Du willst nicht in mich eindringen.

Du nicht. Doch, da wirst du schon sehen.

Du nicht.

Na, dann mach mal ab.

Ich werde in dir reinhauen, du süßes Arsch.

Angeber. Ich spritze dich voll.

Au.

Oh Mensch, das tut weh. Da sind doch noch ein paar Haare mitgehen.

Warum?

Los,

ich...

Sprit, Sprit!

Wartest du wieder Pornohefte aus Dänemark?

Hast du die wieder gelesen? Ich?

Willst du sie lesen?

Du, da fängt das Wickerei schon auf der ersten Seite an.

Da hebt ihr halt Messer in der Tasche auch, Opa.

Soll ich meinen alten Planer mit der Wichserei anfangen?

Na, du lebst ja auch nur von der Schüttel-Lei.

Du bist ja nur neidisch, Opa.

Noch ein Bier?

Wenn du eins mit trinken willst, Evelin.

Nein, schönen Dank, Herr Kutter.

Morgen, Schätzchen. Morgen.

Für dich bin ich immer Erwin, Evelin. Immer Erwin.

Na schön, Herr Erwin, aber erstens trinke ich viel ganz selten und wenn,

dann schon gar nicht so früh am Morgen.

Warum denn nicht? Also noch ein Bier?

Glück auf.

Ist das denn ein Neuer?

Hallo, Opa.

Neuer?

Kein Neuer, ein ganz alter.

Der Heiner Lenz, ein Spätheimkehrer.

Lenz? Ist das nicht der, der vor einem Jahr seine Frau fast erschlagen hat?

Na schön, Herr Kutter, noch ein Bier, Herr Erwin Kutter.

Du siehst ganz reizend aus in deinen Hosenanzug, Evelyn.

Danke. Und Sie können auch noch was zu wollen.

Sie sehen immer sehr flott aus.

Die Abteilung M in Düsseldorf, die verlangte Klamotten sind so unauffällig.

Ihr denkt vielleicht, ich bin eine Kumpel wegen einem technischen Brot. Da

gönne ich euch was ganz anderes an.

Na, erzähl doch mal, Erwin, wie war denn das damals?

Na, bei Adolf und Hermann und du mit deinem Ritterkreuz.

Ich wäre nicht gern die ollen Kamellen aus. Ich habe doch bekannt, Erwin.

Habt ihr doch berühmt gemacht.

Ja, könnt ich 20 Mal hören.

Also Leute, ich kann euch nur sagen, das werde ich nie vergessen. Ich war

Deutschlands jüngster Staffelkapitän in Jagdgeschwader.

Zwei Bier und zwei Klare. Na, du bist gut.

Wenn er Mainzer kommt, kann er drüber. Du hast unser

Ritterkreuzeträger für seine Glanznummer unterbrochen.

Red weiter, Kumpel. Na also, ich war 20 Jahre alt.

Ich war freiwillig auf die Napola.

Napola? Wo liegt Napola? Wir in Italien haben Napoli.

Napola.

Abkürzung für Nationalsozialistische Politische Erziehungsanstalt.

Dafür wurden nur die besten Hitlerjungen ausgesucht.

Danke. Sieh mal nach unserem Erwin an, dass er so einer war.

Also, wie gesagt, ich war freiwillig auf die Napola, war 20 Jahre alt.

Und wir feierten die Radio-Botsdach.

Toll, Erwin! Schoss zwei Nächte später vier Amis ab.

Jungs, ihr hättet mal sehen sollen, was unsere Jäger geleistet haben.

Und nochmal, nochmal!

Na ja, und da hatte ich hundert Abschlüsse voll.

Bravo, Capitano!

Ich rede nicht gern davon, ich erzähle nicht davon, ich schwärme nicht davon,

aber hier war einer in der Kantine, der hat mich erkannt. Jungs, da ging's aber

auf Zeche rund.

Erwin hier, Erwin da, was willst du haben?

Ich war so voll Nudeln, dass mir das oft aus den Ohren rauskam.

Na, sowas konnte natürlich nicht hier heimbleiben.

Ich, mit der Kreuzdreher, bei Adolfen, prima Essen. Adolf sagt zu mir, Erwin,

du bist prima. Mit dir machen wir ein Exempel. In dem Augenblick rauscht der

Nationale in die Bude und schreit, Oberleutnant Kutter, sofort auf

Feinflug. Scheiße, ich hab nämlich gerade angestoßen mit Hermann,

Champagner. Ich springe auf, Adolf zu meiner rechten Nacht, heute fliegt ein

Stellvertreter, wir saufen weiter.

Der Olle Wagner, der weiß das schon lange, dass ich mit Adolf per Du war.

Stimmt. Und da kommt vor ein paar Tagen der Hauptmann von der Heilsarmee zu mir

und sagt, ich sollte Klampen schlagen.

Sie haben wohl den Kaiser gesehen, habe ich gesagt.

Mit mir nicht.

Unverständlich, aber trotzdem haben wir Krieg verloren.

Verstehe ich nicht. Ihr seid doch arme Schweine, ihr Helden.

Ich verstehe das nicht.

Naja.

Trotzdem, eine Lage.

Du bist richtig, Kumpel. Du bist mein Typ.

Jawohl, Standort Kapitän.

Wiedersehen, Evelyn.

Du, ich sag dir, eines Tages verjesse ich mich und da fick ich die Kleine so,

dass er mich überhaupt nicht mehr verjässt. Mein lieber Mann, verstehst

du? Komm jetzt.

Willst also hier auf Venus, auf Altenberg anfangen?

Bist Hauer, hm?

Hast denn für Arbeit gemacht?

Gesteinsarbeit, Strecken aufgefahren.

Zuletzt war ich Fabriksarbeiter in der chemischen Industrie.

Nee, interessiert mich nicht. Aber der Gesteinsarbeit interessiert mich.

Trifft sich nämlich gut.

Ihr habt ein paar Typen zum Anlernen, ne?

Die brechen auf Bahnstrecke im Revier 3 nach.

Allesamt zusammengehen, ein ganzer Scheiß. Der deutsche Kumpel von denen

hat einen Krankenschein.

Ne, keine Türken. Du musst mich ja selbst erst wieder einarbeiten.

Und in der Pause will ich wenigstens mit ein paar Deutschen sprechen. Ist nix für

mich. Aber, aber, aber... Danke, da geh ich lieber.

Mensch,

hast du ne Fahne.

Naja, du sollst ja deutsche Kumpels haben.

Kriegst ja alles, was du willst.

Du weißt doch genau wie ich, dass der deutsche Kumpel Mangelware ist.

Werdet ja ohnehin mit Glaseehandschuhen von uns angefasst.

Ja, ja, das kenn ich. Mit Glaseehandschuhen. Jawohl, mit

Glaseehandschuhen.

Trotzdem fehlt der deutsche Kumpel an allen Ecken und Enden.

Da hat man sich eben schweren Herzens entschließen müssen, türkische

Gastarbeiter anzuwerben. Was ja dem Betriebsklima nicht gerade förderlich

ist.

Während der Fastenzeit im November, die die aller Jüngertapfer durchstehen,

dabei aber immer schwächer werden.

Hat mein Obersteiger unlängst einen Herzinfarkt gekriegt.

Vorstrecke 2 im Revier, da fehlen noch Kumpels. Da könntest du als dritter Mann

mitmischen. Vielleicht kennst du den einen noch, Jupp Kaltofen.

Unser Boxtrainer.

Jupp Kaltofen? Und ob ich den kenne, den ollen Boxer, bin ich schon lange am

suchen. Da musst du nicht lange suchen.

Wenn du nachmittags deine Klamotten einräumst, dann kannst du noch treffen.

Um 6 Uhr bei Schichtwechsel, da fährt er aus.

Okay, Boss. Ich hole meine Stechkarte.

Glück auf! Glück auf!

Wieder ein Rückkehrer. Wieder einer, der es nicht lassen kann.

Sie kommen alle... Glück auf!

Glück auf!

Du wirst dich auch noch mal dort malochen. Ja!

Mensch, Jupp!

Mensch, Heiner, altes Kumpelschwein, gib dir denn sowas!

Mensch, Jupp, du hier!

Hast du überhaupt nicht einen Kalkofen? Du Kalkofen?

Tee wie Theodor.

Kaltofen ist immer noch mein Name. Weiß ich doch. Bin wieder in Bütt, wohne im

Bullenkloster. Ja, welche Bude hast du?

33.

Ja, gibt es denn so was?

Ich wohne auf 35.

Dann ist ja prima.

Hast du deine Bude schon begutachtet?

Ja, ich war heute Morgen ganz kurz da.

So, die Putze.

War die heute Morgen auch da?

Ja, ganz kurz habe ich sie wohl gesehen.

Ich habe sie angehauen wegen der Bettwäsche.

Ach, angehauen? Wir sagen Bumsen.

Aber das möchtest du wohl gerne, oder?

Ah, die lässt keinen dran.

Da ist das ganze Bullenkloster hinter ihr her.

Hör auf.

Auf!

Hör auf.

Jupp, jetzt mach mal zu.

Wir wollen doch unser Wiedersehen feiern.

Hör mal, Heiner.

Aber streng, ohne Alkohol. Du musst wissen, ich trainiere die Jungs hier vom

Klop. Und wenn du der Mann bist, geh ich selbst mal in den Ring.

Man kann die Scheiße einfach nicht lassen.

Als Beömmelter macht man so lang, bis man Kampf zu viel hat und auf die Fresse

hinfällt. Ohne Alkohol.

leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.

Du sollst doch Vorbild sein.

Du bist doch der Trainer von hier.

Aber der wahre Bezirksmeister von 65 war ich.

Alles Schium, alles Verschauerei.

Da klopft man nun 13 Jahre durch die Zeit, schlägt deutsche Meister, boxt in

die DDR und kommt über 2.

Platz nicht raus.

Weißt du, was die scheiß Punktrichter denken?

Den Kaltofen hat's zwar gewonnen, aber gehen wir bei einem anderen Sieg.

Der ist solider, verstehste?

Den Kaltofen ist sowieso nur am Huren und am Saufen.

Dabei war ich bei den deutschen Meisterschaften immer topfit.

Verstehste? Die spinnen, spinnen, spinnen. Die DDR haben sich bei Stange

gehalten wollen.

Hör mal, wenn...

Zwei Phobos am Verdreschenbiss. Da muss es Türmen gehen.

Verstehst du?

Du, du, das schwarze Ferkel, da soll es Weiber geben.

Ich war selber noch nicht drin.

Lass uns da reingehen, Kumpel. Wir schnappen uns zwei Weiber und pippern

sie, dass sie die Arschbacken über den Kopf zusammenschlagen und Horsiana

abbrüllen.

Weißt du, warum ich überhaupt in die DDR abgehauen bin?

Mensch, man boxt und trainiert wie ein Ochse und die Olche geht einem fremd.

Ich wollt mich vor dem Unterhalt von dat Blach, verstehste, drücken bei die olle

Nutte die.

Verstehste? Muss heute noch nachzahlen. Ach, Scheiß. Komm, runter spülen. Komm,

runter spülen. Komm, spülen wir runter.

Oh,

hoi. Hallo.

Ist hier überhaupt was los?

Aber natürlich, Chérie.

Nimm doch Platz. Na, Jupp, was meinst du? Nicht schlecht.

Vorsicht.

Vorsicht, Jupp. Pass auf.

Ich wollte nur fragen, ob hier was los ist. Oder hat das alles nur Schaues?

Schau hin.

Schau auf die Darbietung. Ihr werdet zufrieden sein, was ihr für euer Geld

bekommt.

Wird hier richtig gebumst? Pardon?

Ich habe gefragt, ob hier öffentlich gefögelt wird.

Was heißt hier öffentlich gebumst?

Was wir hier machen, ist Kunst.

Große Kunst.

Das will ich hoffen, denn wir sind verwöhnt. Wenn nicht, dann bist du

fällig. Das kannst du dem alten Kumpel glauben. Mein kleiner Kumpel, davon habe

ich immer geträumt.

Was wollt ihr trinken?

Zwei Wacholder, zwei Bier.

Wo ist dein Freund?

Hier, hier ist er. Nein, Prost, Kumpel.

Prost. 18 Mark, bitte.

Oh, das ist die erste Konsumation, Chérie, die erste.

Na, c'est dur?

Habe ich zu viel versprochen?

Gut. Was ist denn jetzt?

Halt, Moment!

Hier, okay.

Ja, mach ich.

Heiner! Was sind denn meine entzündeten Pupillen?

Heiner!

Ja, Georg!

Mensch, ist das deine Bude hier?

Na klar, Mensch, Heiner. Ja, wie finde ich denn das, Mensch?

Heiner!

Mensch, wie warst du denn in der Fabrik?

So schön, dass ich wieder in den Püt zurück bin.

Du,

du hast dich aber ganz schön hier vergrößert. Na klar, man muss doch mit

der Mode gehen.

Na, und geschieden bist du auch, Wolf.

Na, das gehört doch zum guten Ton.

Minouche, dieser Herr ist mein Gast. Kümmere dich bitte darum.

Okay.

Du, Georg, du hast ja ein Riesenprogramm hier.

Darf ich dir vorstellen, mein neuster Import.

Das ist Minouche aus dem Lido in Paris, weißt du? Übrigens, sie ist meine Frau.

Was?

Entschuldigen Sie bitte, Frau Gernot. Ach komm, Quatsch.

Minouche, wie wir alle hier.

Also mach schon, dass du weiterkommst.

Du, was macht denn Rosi?

Du wirst lachen, sie ist wieder verheiratet. Ehrlich? Hast du mal wieder

was von Gisela gehört?

Von Gisela will ich nichts mehr wissen.

Interessiert mich überhaupt nicht. Ich habe auch nichts mehr von ihr gehört,

seit der Sache mit dem Nerz.

Du, machst den Mantel nochmal anziehen? Ich sehe dich so gern darin.

Bitte.

Gefällt er dir? Er ist wunderbar.

Du, wer kann das sein? Machst du mal eben auf? Weiß ich, ja.

Georg! Hallo, frohe Weihnachten. Frohe Weihnachten. Komm doch rein.

Hallo, Heiner. Hallo, Georg.

Frohe Weihnachten. Du, das hätte aber nicht sein müssen. Hier, Thomas.

Danke, ich gebe dir. Bitte.

Und das ist für dich. Und danke, das hätte aber nicht sein müssen. Du,

trinkst du den Cognac mit? Ja.

Wo ist denn Rosi heute Abend? Bei ihrer Mutter, da kann sie auch bleiben.

Donnerwetter, das ist ja ein echter Nerz.

Der hat ja mindestens zehn Riesen gekostet.

Von wegen echter Nerz. Den habe ich von Heiner geschenkt bekommen.

Das ist eine Imitation, das sieht man doch.

1200 Mark, 24 Monatsrat.

Mensch, das kannst du mir nicht erzählen. Ein echter Nerz. Ich habe doch

mal früher in der Branche gearbeitet.

Du, das sieht doch blinder mit dem Krückstock aus, dass das kein echter

Nerz ist.

Stimmt, du hast recht gehabt, Heiner.

Er war wirklich nicht echt.

Ich habe Gisela seitdem nie mehr wieder gesehen.

Ach, Georg.

Ach, Mädel, ist Heiner auf Schicht? Ja, er ist gerade eingefahren. Ist was?

Hm, nichts.

Ich wollte mir noch mal deine Imitation ansehen.

Georg, bitte, du darfst Heiner nicht sagen, dass dieser Nerz echt ist. Bitte.

Darf ich nicht? Und wer will mir das verbieten?

Ich habe ihn geerbt. Und ich habe Rainer nichts davon erzählt.

So, so.

Geerbt. Ja.

Prost.

Ich bitte dich, Georg.

Ich flehe dich an.

Du bist der Einzige, der das rausbekommen hat.

Die blöden Leute hier in unserem Kaff haben ja keine Ahnung.

Ich bitte dich, Georg. Sag Rainer nichts.

Zieh dich aus.

Was? Du hast sehr gut verstanden.

Oder willst du, dass ich Heiner, meinem Freund Heiner, die Wahrheit sage?

Du bist ein Schwein.

Ich weiß.

Bist du schon nackt? Ja.

Ganz nackt? Ja.

Dann zieh den Nerz, pardon, die Imitation an.

Bist du ganz nackt unter dem Pelz?

Ja.

Das ist gut.

Komm her.

Knie dich hin.

Na, knie dich hin.

Mach auf.

Mach auf.

Küssen.

Schwein! Ich weiß alles.

Was weißt du?

Georg, du willst mich nur schonen. Du bist mein Freund.

Bin ich einer, bestimmt.

Bestimmt. Aber ich weiß trotzdem alles.

Mein Mantel, die Imitation hat sie ihrer Schwester geschenkt.

Das war ja bloß ein billiger Dreck.

Komm, denk jetzt nicht daran. Schau lieber darüber.

So, jetzt wollen wir der Reiterei mal ein Ende bereiten.

So, meine Damen und Herren, die lustigen Reiterspiele sind vorbei.

Applaus für die junge Künstlerin.

Oh, das war Carmen aus Rio, meine Damen und Herren. Danke.

Carmen aus Rio, die rassierte Jolin aus Rio de Janeiro, meine Herren.

Ein toller Bissen für jeden Kumpel.

Und nun, meine Damen und Herren, kommt die Sensation des heutigen Abends.

Die Sensation aus dem Lido in Paris.

Marie Antoinette und der Henker.

Oder mit Liebe sterben.

Da bin ich mal gespannt.

Und jetzt passt mal auf.

Alles meine Idee.

Das ist eine geile Frau.

Das ist doch... Na klar, Mensch. Minus.

Einfach unglaublich!

Wie meine Alter auf dem Küchentisch!

Applaus, Applaus für die Künstlerin.

Applaus, Applaus, meine Damen und Herren, für den großen Striptease-Star

aus Paris.

Für unsere Menouche aus dem Lido in Frankreich.

Applaus, Applaus, meine Damen und Herren. Merci.

Merci.

Dankeschön. Und nun, meine Damen und Herren, es darf getanzt werden.

Na, was sagt ihr zu der Show, hä?

Wie hat sie dir gefallen, Heiner?

Du, ich weiß nicht, die eigene Frau öffentlich im Lokal bumsen?

Na, man muss doch immer was Neues bringen und außerdem imitieren die doch

nur.

Drecksau! Was hast du gesagt?

Mensch, Jupp, warte auf mich!

Sag das dein Mann oder fängst du eine? Lass ihn doch gehen! Halt dich da!

Ist keine Drecksau! Komm, siehst du?

Du bist eine Erdsau!

Was hast du zu mir? Lass ihn gehen!

Es ist doch ganz genau, dass er dick ist!

Tug dir eine!

Komm herauf!

Immer noch bin ich hier mein eigener Rausschmeißer und den schweiß ich doch

aus.

Mit diesem alten Jupp-Kalkofen werde ich immer noch alleine fertig.

Für dich Kaltofen.

Der Name ist immer noch Kaltofen. Aber der saß auch immer Kalkofen zu dir. Ja,

da. Du nicht.

Komm Jupp, hey, komm, komm, komm.

Los jetzt.

Steh mal.

Komm, wir gehen jetzt nach Hause.

Wenn du willst schlafen gehen, ich mache sofort.

Ach, Lucky, das wäre lieb von dir, aber wie willst du denn das machen?

Kriege ich einen Kuss von dir?

Von deiner Schwester?

Ein ganz kleines Küsschen.

Lucky, was soll's? Wir haben ausgemacht, wir sind Geschwister und dabei bleibt

es. Ein ganz kleines zartes Küsschen.

No, no, no, no.

Wir sind wie Bruder und Schwester.

Zum letzten Mal Feierabend, sonst drehe ich euch das Licht ab.

Dann spielen wir eben mit Rubenlampen weiter, du Flasche.

Evelin, sieh zu, dass du sie rausbringst. So ein Schweinkram hier.

Ja, Vater.

Noch eine.

Lang mir.

Evelin! Evelin!

Hilf!

Was war denn los?

Ach, der blöde Jupp.

Zwei für dich.

Du heiratest.

Die Frage heißt, bist du verheiratet?

Bist du verheiratet? Ja, ich bin verheiratet und habe ein Kind.

Du schöne Frau, wo du wohnen?

Bahnhofstraße 7.

Du darfst nix wohnen. Ich gucken.

Du nix gerade.

Nix wohnen. Woher weißt du das? Wolltest du mich besuchen?

Du sagen mir, wenn man Mittag weggehen, ich kommen zu dir gucken Kinder.

Hast ein lieben Kinder.

Also gut.

Bin ehrlich.

Ich wohne Lönnstraße 7.

Und um 4 Uhr geht mein Mann auf Schicht.

Eine für dich.

Ich suche euch auch noch eine.

Schluss jetzt!

Ja, ja, ja.

Letzter Putt.

Nicht so hart.

Achtung, jetzt auf Janze.

Na, was ist jetzt? Bist du drüber?

Danke.

19?

Nun komm schon.

Spinnst du?

21! Das gibt's doch nicht.

Jetzt trinken wir noch einen.

Bier für alle.

Bier für alle.

Evelyn, was willst du haben?

Jetzt aber raus!

Raus! Du hast die Evelyn ganz schön angeguckt, Annettik.

Bist du eifersüchtig, Kleiner?

Stell dir vor, ich ginge mit Evelyn ins Theater.

Wo bliebe die Anschließung der Diskussion?

Na, die Kleine hat doch keinen Geist. Stell dir vor, ich mit Evelyn in der

Galerie.

Bin ich froh, dass wir schon normale Betten bekommen haben und nicht mehr in

den ollen Doppeldeckern schlafen müssen.

Es ist schon ziemlich spät.

Soll ich noch einen Strip machen?

Ja. Okay.

Schmink dich, Süße.

Leg die Wimpern an.

Tu Pastel auf deine geilen Lippen.

Ja, zieh das Schwarze an.

Du hast die schönsten Beine der Welt.

Auch in alten Latschen.

Die dummen Weiber müssen immer das Neueste in der Mode mitmachen.

Und die Fabrikanten freuen sich.

Oh, Herr, die doofen Schwestern.

Bist du fertig?

Hilf mir, bitte.

Ja, ja.

Scheiß Splitter im Arsch.

Du böser Tisch, du.

Ist er auch schon zu Hause?

Schon ist gut.

Weißt du überhaupt, wie spät es ist?

Du hast auch genug mit der Bollengloster-Küche.

Dem Haushalt und dem Kind am Blagen, wohl?

Das kann man wohl sagen, diese stinkige, besoffene Bande.

Aber der eine, der scharfe Türke, der hat dir ganz gut gefallen.

Gar nicht.

Weißt du, was sie sagt?

Nein, nichts.

Heute?

Kerl, oh Kerl, war einer unter die Kohlenwand gekommen.

Konnte gerade mal wegspringen.

Ist ja schrecklich.

Malochen, Malochen. Aber du siehst ja selbst.

Es geht entweder schön wühlen und anständig Moos oder riesig in der

Furzmolle.

Gute Nacht.

Schlaf gut, mein Dicker.

Du kannst gar nicht anders.

Du musst ihn haben.

Und wenn er so einen guten Schwanz hat, wie er aussieht, dann Gnade dir, mein...

Kannst dir was Nettes kaufen von dem Moos.

Manchmal denke ich, kriege ich es nicht mehr genug im Bett.

Aber ich beschwere mich doch gar nicht.

Glück nicht schon wieder.

Schlecht aussehen tut er ja nicht.

Und der Name ist ja auch ganz schön geil.

Hassan.

Aber es kommt ja sowieso nicht in Frage.

Mohamedana.

Muselmann. Was hat Rudi gesagt?

Die haben keine Haare am Schwanz?

Ob die darauf auch bei Weibern stehen?

Die sollen ja ohnehin sexverrückt sein.

Kommt gar nicht in Frage. Mich kriegt er nie.

Nie, nie.

Ihr Weiber, wo bleibt ihr denn?

Evelyn, du sollst um neun Uhr hier unten sein.

Rudi, sag mal, wo sind denn die Mädchens?

Ja, ja, ja. Die Kantine muss aufgemacht werden. Der Wein frisst sie schon da. Da

steht er doch, siehste?

Morgen,

Fräulein. Morgen.

Hier tragen müssen sie schon selber. Ja, ja, ja.

Ich hab nämlich nicht viel Zeit, wa?

Aber, aber, Evelin, Luki macht das schon.

Danke. Ist das so anstrengend, mit solchen zärtlichen Händen?

Na ja, stell das mal im Flur hin, ne?

Ja, ja, da geht es ja.

Kriegt Luki kleines Kuss?

So, aber mehr gibt es nicht.

Also, ich gehe jetzt frühstücken. Lass, Kumpel, Luki macht das schon.

Ich kann auch noch gehen! Jawoll, ich kann auch noch!

Jupp, was machst du denn hier? Hast du Schichtwechsel?

Weißt du denn nicht? Ich bin mit Heiner zusammen, meinem alten Kumpel.

Warum fragst du denn?

Ja, nur so.

Trudi, ich sag dir was. Lass mich sofort los. Lass mich los.

Komm ganz kurz auf meine Bude. Komm doch, komm. Nein. Ich will dich.

Komm schon.

Was ist denn hier los?

Trudi. Sag mal, du bist vielleicht ein schöner Idiot.

Ausgerechnet mit Jupp gehst du auf Schichtwechsel.

Wieso? Wieso, wieso?

Weil ihr jetzt laufend zusammen frei habt.

Na und?

Sag mal, bist du so blöd oder stellst du dich so?

Mein Gott, nichts geht mehr.

Weißt du denn nicht, dass der Saufkopf hinter mir her ist? Wie, wie?

Ich weiß auch nicht wie. Jedenfalls könnt ihr jeden erschlagen, der mich nur

zweimal anguckt.

Dabei hätte ich gerade heute so eine Lust.

Ja? Aber wenn ich dich so ansehe und deine Fahne rieche im Wind, da kann er

mir alles vergehen.

Was denn?

Hey, wo sind denn meine ganzen Kisten?

Alle in den Keller.

Was? Doch nur drei Stück. Die anderen hören doch eigentlich hierher.

Nicht hierher? Nein, die bringst du sofort wieder zurück.

Na los, los, mach schon. Hey, langsam.

Porca miseria, jetzt kann ich die ganze Scheiße noch einmal auftragen. Los,

jetzt kratze Kurve.

Ach Mensch, von Keller rauf, runter, Scheiße.

Wie ich die Männer alle satt habe.

Laufend sind sie hinter einem her.

Ich auch.

Du, bist du so lieb und gehst in den Keller und sperrst so unten ab und

kommst mit dem Schlüssel hoch?

Und warum gehst du nicht selber?

Lucky?

Lucky?

Lucky?

Lucky?

Lucky!

Mein Bein!

Oh, Mama mia!

Lucky! Lucky, was ist denn? Ich glaube, ich habe Beine gebrochen.

Das ist aber schrecklich.

Trudi? Du kannst mir nicht helfen.

Vielleicht doch, du kleiner Etacker.

Oder glaubst du, was Evelyn kann, kann ich nicht?

Ich habe gedacht, du machst mich nicht.

Ja, wer sagt denn so was?

Welches Bein ist es denn?

Diese?

Tut es hier weh?

Hier auch?

Nein.

Ja, siehste.

So was Schönes hast du da drin.

Ich dachte, du bist mit einer.

Ja. Und auch mit Job Kaldufen. Und allen aus dem Bullenkloster. Und besonders mit

dem Kümmeltürpi.

Aber das sind doch alles nur Angeber, glaubt doch denen kein Wort.

Na, was sagst du jetzt?

Tut

es

weh?

Nein, im Gegenteil, es tut gut.

Ich meine doch das Bein, das gebrochene.

Das ist auch schon besser.

Kleiner Schwindler, dich habe ich schon immer besonders mögen.

Schon immer.

Ich habe gar nichts bemerkt, was du bemerkt hast.

Kleine italienische Gastarbeiter.

Bemerkt ist gut, mehr als das. Ich habe dich ganz besonders lieb. Du mich auch?

Ich könnte mich verlieben in dich.

Ich auch in dich.

Komm, spiel dran.

Ja, so schön.

Sehr schön.

Weiter machen.

So, als ob du Gitarre spielst.

Hassan.

Keine Blumen. Leute reden.

Verstehen. Das macht doch nichts. Ist vielleicht besser so.

Wollen Sie ein Stück Kuchen haben? Ja, danke.

Eine Tasse Kaffee? Danke.

Ich muss einen von euch wegholen.

Udo, ich brauch dich für eine Stero.

Ja, ich schreib dich um. Ich mach halt Doppel. Ist gut, Kumpel.

Ja, hör mal, und wie soll wir mit zwei Mann? Ja, ihr könnt. Ihr seid nicht mehr

auf der Parke. Der Seitenlader macht doch alles.

Der Lenz wird in Schlauch und du verreibst.

Ich schmeiß die Brocken gleich hin.

Ich reg mich doch mit dir nicht auf, Kumpel.

Ich ruf den Fallsteiger an, dann kannst du mit dem drum brillen. Das ist egal.

Nur denkst du, da tippt die Arbeitsmoral, wenn hier so ein

Strebmeister kommen kann und die Leute wegholt.

Scheiße, Gottverdammte.

Ich kann meine Kumpels auch nicht aus dem Arme schütteln, Boxer. Also, die

Stempel kommen in unserer Geschichte nicht mehr dran.

Hey, du keine Haare? Ist das Brauch in Deutschland?

Ich glaube, ihr Muselmänner mögt das.

Was Muselmann liebt, weiß ich nicht. Aber ich liebe alles, was Brauch ist in

Deutschland. Sogar das.

Auf! Ach!

Allah!

Allah! Allah!

Allah! Allah!

Maschallah!

Hey Boxer, haben wir Chance bei der Bezirksmeisterschaft? Na klar, Mensch,

und wenn ich selber in den Ring steigen muss? Wenn wir den Krieg gewonnen

hätten, dann wäre ich jetzt Stadthalter von Großparis. Erwin, alter Unseld,

schnauze, sauf lieber einen mit. Mit Verräter sauf ich nicht.

Kerl, weißt du, was ich dir jetzt erzählen werde?

Weißt du, was Walter Ulbricht in seinem ersten Roman... Ach, lenk mich doch an.

...geschrieben hat? Trudi, hör mal. Lass das.

Du, ich hab gewonnen, ne paar hundert.

Hör mal, lassen Sie die Dame in Frieden. Was heißt hier Dame?

Mensch,

was fällt dir ein, du Pummi? Was ist denn hier los?

Wenn du boxen willst, dann gegen deinen eigenen Schuppen. Aber nicht hier.

Raus, du Sauvgott.

Raus! Da passt du wieder nötig ab, Trudi. Ach, nicht schlecht, Jupp. Warum

steigst du nicht in den Ring für uns? Trudi, bitte.

Da hörst du es, wenn er dich unbedingt schlagen will.

Trudi, was soll ich?

Meinst du ehrlich?

Soll ich wirklich antreten?

Na klar, ist doch Ehrensache für unseren Klub.

Du, wenn ich gewinne, wirst du dann vielleicht lieb sein? Wer könnte einem

Meister widerstehen?

Ehrlich, Trudi?

Wirklich ehrlich?

Ehrenwort, wenn du gewinnst, kannst du alles von mir haben.

Was du willst.

Alles klar, Jungs. Ich mache es.

In einem Monat bin ich so weit.

Ich muss nur noch im Vorstand melden.

Eins, zwei, ein, zwei, drei. Gut, gut, so weit machen.

Stärker, Jupp. Zack, Jupp, Zeit.

Na,

gute Leistung?

Wer weiß schon, warum er gewinnen will.

Na ja, für unsere Klubs. So, Kumpels, jetzt werde ich euch mal was zeigen für

euer Geld.

Wartet. Er wird raus.

Ernst, komm hierher. Sparring.

So, siehst du?

Stopp. Ernst, komm her.

Du musst die Ellbogen unten lassen. Lass dir die Deckung nicht hochziehen.

Denk nicht nur an dein hübsches Köpfchen.

Deine Gegner sind klein und kommen da unten rein.

Also aufpassen jetzt. Auf Deckung achten.

Was? Ah, tut mir leid, Mensch.

Wetten werden noch angenommen, das Büro ist eröffnet. Also ich setze auf Jupp.

Fünf Mark auf Jupp.

Fünf Mark auf Jupp.

Weiß man schon gegen wen er passt? Ja, die haben einen neuen Mann, Heinz

Lobesberger, ganz große Klasse. Das Greenhorn?

Den schlage ich mit der Rechten auf den Rücken gebunden.

Du bist ganz wie Cassius. Auf wen wettest du denn, Graf Porno? Auf dich?

Ich kenne doch deine Schlacht.

Aber an dich habe ich doch damals nur angetippt.

Aber diesmal wird bezahlt, du.

Was ist das denn? Hast du keinen langen Bleistift mehr?

Du Rainer, ich muss dir ein Geheimnis verraten. Psst, ich werde erzählen. Ich

werde heiraten. Aber psst, nicht verraten.

Was?

Heiraten? Ich glaube, ich habe die richtige gefunden.

Ich mache nächste Woche ein Aufstattungsamt-Aufgebot.

Wer soll es denn sein?

Sie weiß doch gar nichts.

Aber sie liebt mich.

Na komm, jetzt lass die Katze aus dem Sack. Sag, wer ist es?

Die Trudi Gimpel.

Was? Die Trudi Gimpel?

Wieso ist die Frau überhaupt hier?

Du, Lucky, weißt du überhaupt, was du da tust?

Bis jetzt habe ich sie nur verkannt.

Aber sie liebt mich wirklich.

Lucky, jetzt hören wir mal gut zu.

Weißt du überhaupt, warum der Jupp so viel trainiert?

Weil Trudi ihm versprochen hat, dass er sich ficken lässt, wenn er gewinnt.

Hast du das noch nicht begriffen?

Heiner, ich warne dich.

Ich bin Italiener. Wenn du meine zukünftige Frau beleidigst, beleidigst

du auch mich.

Zukünftige Frau?

Lucky, bist du noch zu retten?

Und was ist mit mir?

Vor einer Woche hat sie noch mit mir gefögelt.

Heiner, ich bin mit dir fertig.

Du bist ein ganz gemeiner, dreckiges Lügner.

Bei mir zu Hause in meinem Dorf. Ich würde die Kehle durchschneiden. Lucky,

das ist die Wahrheit. Lucky!

Mensch, Heiner, was ist denn mit dem Interco los?

Du bist wohl der Samen, der die Hose gestiegen hat. Der Spinter.

Jupp, ich hab dir dein Bad eingeladen. Oben, im zweiten Stock.

Na hör mal, Opa, ich hab da schon in den Club geduscht. Und das hast du mir erst

jetzt? Aber 50 Pfennige kostet es trotzdem.

Wer soll's denn nur bezahlen?

Na nimm du doch das Bad. Du bist ja ein Jahr überfällig, oder?

Oh, da gibt's doch den Kutter.

Der Sorge stieg sowieso zehn Meilen gegen den Wind.

Na gut, dann nehm ich das Bad.

Seit du boxt, bist du ja nicht mehr normal. Hoffentlich hast du auch

Handtücher oben. Na ja, komm schon, komm.

Gute Nacht.

Das Handtuch. Augenblick.

So, jetzt kannst du reinkommen. Tür ist auf.

Opa Wagner, waren die Treppen zu viel? Komm ruhig rein, ich sitze im Bad.

Komm, mache Tür zu. Mir ist kalt.

Na, hänge daher.

Du, du kannst ruhig noch ein bisschen bleiben. Setz dich daher.

Du, buckelst du mir den Rücken?

Sonst noch Wünsche?

Dann eben nicht.

Aber die Seife gibst du mir wieder.

Lass mich doch nicht verwerfen!

Aber

doch

nicht hier. Liebst du mich denn überhaupt?

Selbstverständlich liebe ich dich.

So, jetzt runter mit den Klamotten.

Aber doch nicht so.

Red nicht, ist doch schön im Bad.

Aber ich habe doch noch nie... So?

Einmal muss es doch sein. Ich will ja, aber vorsichtig, bitte.

Keine Angst.

Ich bin schon vorsichtig.

Ich werde dir schon schön machen.

Komm.

Na komm schon.

Los.

Aber vorsichtig.

Das hat man davon, wenn jemand ein Auto vom Kapitalist baut.

Scheiße, kein Benzin.

Das wird ja ein schöner Ausflug. Wohin fahren wir denn eigentlich?

Weißt du wirklich nicht? Nee, zum Teufel.

Zustandesamt, Aufgebot bestellen. Was? Wohin fahren wir?

Du bist ja verrückt.

Aber Trudi, ich will dich heiraten. Du hast ja einen Vogel. Hältst du mich

eigentlich für bekloppt? Ich werde doch nicht meine Rente aufgeben für

irgendeinen hergelaufenen Itaker.

Trudi. Hallo, hallo, hallo.

Können Sie mich bitte mitnehmen?

Ich glaube, das lässt sich machen, Fräulein.

Was sagst du, Gustav?

Fräulein wird mitgenommen werden.

Ja, Trudi, mich lauscht der Affe. Wo kommst du denn her?

Mensch, Gustav, da hätte ich dich noch mal wiedersehen, hätte ich auch nicht

gedacht. Trudi, was ist denn los?

Bleib doch hier.

Wo gehst du hin?

Wer ist das dann?

Ach, der.

Ich habe doch schon Ringe gekauft.

Sie haben ein bisschen Benzin für mich.

Tut mir leid, mein Junge, der Hof läuft mit Diesel.

Trudi, wo willst du hin?

Ist das Ihr Freund, der kleine Spaghetti?

Das kannst du mir nicht antun, Trudi.

Ach, das ist mein Bräutigam.

Den muss man ja im Nest suchen. Komm, fahr schon.

Trudi, Trudi, scheiße, Trudi.

Hey, gib mir auch einen Schluck.

Nee, du, kein Alkohol am Steuer. Schön, dass ich dich wieder getroffen habe.

Da wollen wir doch mal gleich wiedersehen feiern.

Hallo, hallo.

Na, gib mal einen Schluck. Ja, hier, zur Feier des Tages.

Ah, sehr stark.

Nicht wahr?

Ja, der auch.

Jetzt fahr mal tüchtig durch die Schlachtlöcher.

Das ist ja nicht zum Aushalten.

Hey, und was ist mit mir?

Was ist mit mir?

Ah ja, du kommst gleich dran.

Oh, das halte ich nicht aus, nimm die Hand weg.

Ich glaube, wir kriegen Besuch.

Wo kommt der denn her?

Hallo, Süßer.

Na, Jupp, gut im Training?

Der, der ist topfit.

Aber trotzdem, den Maloche nicht vergessen.

Ihr müsst am östlichen Stoß verziehen. Die Matten liegen vor der Übergabe.

Transportiert sie euch mit dem Einhängeschiebewagen vor Ort.

Arschlecken! Wir müssen die Brocken hinterm Arsch haben, sonst scheiße.

Guckt mal, wie viele Meter wir noch vor sind.

Ihr mit eurer scheiß Samstag und Sonntag-Maloche kommt doch dem Streit

viel zu nah dran. Na, vielleicht setzen wir noch ein Drittel vor Strecke ein.

Wo willst du die Leute hernehmen?

Der muss den Waggon aus Türkei holen.

Ihr träumt doch schon vom Einteilen der Leute, wenn ihr am Schlafen seid.

Ist euer Albtraum geworden?

Wir hoffnungen nicht aufgeben. Lass Jupp den Kumpel und zieh zu, dass du die

Matten vor Ort kriegst. Wir erwarten morgen nämlich Besuch von der

Bergbaubehörde. Ah, ist gut, dass du das sagst.

Da brauchst du, kleiner Strebmeister, dich nicht mehr drum zu kümmern. Da

sorgen die Herren schon dafür, dass die Matten vor Ort kommen. Sag, der Jupp

hätte dir das gesagt.

Ich werde sehen, was ich machen kann.

und dass du am Sonntag gewinnst.

Im Hauptkampf stehen sich heute gegenüber Heinz Lobensberger,

Sportklub Unna, Jovi, Jupp Kalthofen, Sportklub Weddinghof.

Ich schlicht mein Leben.

Mensch, das ist doch richtige quirlende Scheiße!

Jupp! Jupp!

Jupp!

Jupp! Jupp, hör auf! Hör auf! Das hat doch gar keinen Wert!

Schnauze, ein Kalthofen gibt nicht auf!

Sei doch nicht blöd, Kumpel! Er hat doch viel mehr Kondition als du!

Er ist doch viel jünger! Hör auf!

Lass dich doch von so einer nicht fertig machen!

dann lieber einen saufen, das muss man schon machen.

Drei, vier, fünf, fünfzig Mark habe ich verloren.

Das wäre bei Adolf nicht passiert.

Ja,

bitte?

Darf ich?

Sie haben sich wohl in der Tür geirrt, wie?

Keineswegs. Ich wollte doch zu Ihnen.

Zu mir?

Und was verschafft mir das Vergnügen?

Sie sind doch der Sieger. Und ich bin sozusagen der Siegespreis. Und ob es ein

Vergnügen ist?

Das wird sich ja wohl gleich herausstellen.

Na, Heinz, bist du müde?

Dafür bin ich nie zu müde.

Kerl, bist du gut.

Bist du gut.

Du hast mich ja so geil gemacht, draußen im Ring.

Ja, ja.

Ach, du bist es. Wie spät ist es jetzt überhaupt?

Noch nicht ganz halb zwei.

Aber ich bin gekommen, um mich zu verabschieden.

Auf Wiedersehen.

Ich verreise.

Mögliche Reise.

Was?

Du verreist?

Si. Wann?

Morgen. Ganz Zeit in die Früh. Ich hole meine Papiere und dann fahre ich weg.

Wohin? Nach Hause.

Nach Italien?

Nein, nach Sizilien.

Aber warum denn so plötzlich?

Das ist eine lange Geschichte.

Oh, hast du Kummer? Wenn du reinkommen willst, dann komm.

Aber bitte, bitte sei leise.

Ich habe erlebt eine ganz große Enttäuschung.

Ich auch.

Ich habe geglaubt, dieses Mal wäre es richtig für ihr.

Aber war nur für ihr.

Und jetzt habe ich genug.

Ich will nichts mehr wissen von Frau.

Ich will jetzt heim.

Ich habe die Nase voll.

Tja, wenn es so ist.

Ja, so ist.

Aber vorher, dass ich weggehe, möchte ich mich verabschieden von meiner

kleinen Schwester.

Das ist lieb von dir, Loki. Du wirst mir sehr fehlen.

Großer Bruder.

Du auch.

Ciao Ciao

Ich konnte nicht schlafen.

Darf ich?

Es ist schon blöd, dass du gerade jetzt abreist.

Wieso? Na, wo du doch mein einziger Freund bist eigentlich.

Verstehe ich nicht. Ach, ich habe auch eine große Enttäuschung gehabt.

Wer war es?

Ist ja egal.

Ich habe mich einem an den Hals geworfen, der gar nichts von mir wissen

wollte. Ich habe mir das nur eingeredet.

Warum muss immer man auf den Falschen geraten?

Los, ich kann nicht nach Italien abhauen, so wie du.

Wo ich gerade jetzt so Sehnsucht nach Sonne, nach etwas Wärme hätte.

Bei uns ist auch nicht alles Sonne.

Viel Armut.

Viel Hunger. Warum glaubst du, dass wir Italiener hierher kommen?

Und arbeiten und schuften und malochen.

Ja, ja. Wohnen in solchen Zimmern, wo wir dafür an deinen Vater 80 Mark zahlen

müssen.

Ohne Sonne.

Ohne Wärme. Ich weiß, Lucky.

Aber diese Wärme meine ich nicht. Ich meine die Wärme von hier, von hier

innen.

Mir ist kalt. Darf ich mich was reinkuscheln?

Nur so.

Kuscheln. Evelyn!

Ist was?

Nein, ist gut.

Nichts.

Warum ist das so?

Weiß ich nicht.

So muss Liebe sein.

Geborgen, vertraut.

Ich mache nichts kaputt.

Ich zerbreche nichts.

Loki, du bist ja gar nicht mein Bruder.

Du bist ja gar nicht mein großer Bruder.

Ich weiß.

Ich habe mich auch nie so gefühlt.

Wenn ich endlich ehrlich sein darf.

Ich habe von dem ersten Augenblick, als ich dich gesehen habe, in dich verliebt.

Was ich dort nie bemerkt habe.

Ich habe sehr gut versteckt.

Nein, ich meine, dass ich dich auch liebe.

Liebe.

Lucky, es ist ja ganz anders.

Viel schöner.

Ganz anders.

Ich weiß nicht.

Viel, viel schöner.

Warum ist es so?

Weil es kommt von hier.

Ein Wunder.

Ich auch schon.

Hey du, da oben fickt einer.

Ja, sicher der Italiener. Ja, mit deiner Tochter.

Scheiße, ist alles.

Das ganze Leben ist beschissen. Jo Kumpel, sauf lieber einen.

Die Bedienung!

Nicht so laut, meine Herren. Wir sind doch nicht taub hier.

Wer bist du denn?

Bist du neu hier?

Ja, ja, was darf's denn sein?

Zwei Bier und zwei Korn. Okay, gleich.

Hey, komm, Puppe, lass dich mal durchbumsen. Lass dich mal durchbumsen.

Lassen Sie mich los! Wo ist denn der Chef?

Loslassen! Wo ist er denn? Damit ich ihm gleich wieder eine tucke!

Hätte doch lieber den Heinz Lobensberger eine geguckt!

Schnauze, Kumpel!

Chef! Lassen Sie mich doch los! Chef! Chef! Aber lassen Sie doch! Aber meine

Herren, wer wird denn gleich handgreiflich werden? Aber es ist doch

nichts. Alles in Ordnung. Spaß gemacht!

Na siehste, wer sagt's denn? Wer sagt's denn?

Ihr zwei Doppelte für die Herren geht auf meine Rechnung. Und du kommst mit.

So was hätte überhaupt nicht passieren. Aber Chef, ich kann doch nichts dafür.

Er hat doch angefangen.

Aber du weißt doch, wie diese dreckigen Kumpels sind.

Die kommen jeden Abend hier rein, besaufen sich wie Säue und wenn sie voll

sind, naja, sind ja auch ein paar Gute dabei.

Ist gut, Chef. Ich werd's mir merken.

Werd's mir merken, werd's mir merken.

Ich war ja eigentlich ganz zufrieden mit dir.

Wollte dir auch eine Gehaltsaufbesserung geben. Danke, Chef.

Aber daraus wird nichts.

Ich habe Lust, dich rauszuschmeißen.

Wieso? Wieso, wieso?

Ich schmeiß dich raus.

Gleich heute Abend kannst du kommen nach dem Dienst und kannst deine Papiere

abholen.

Verstehe.

Fick dich!

Was wirst du mir bereuen?

Na,

meine Freunde, alles Bestens?

Na klar, Mensch.

Aber Heiner, dem macht mir Sorgen. Der ist am Spinnen, der Kerl.

Er denkt an Sie. An wen?

Die Kleine aus der Kantine.

Evelyn. Ehrlich?

Ist alles Quatsch.

Oder denkst du an Gisela?

Ihr wisst ja nur die Hälfte davon.

Gisela war eine Hure.

Eine ganz gewöhnliche Hure.

Komm, lass mich noch mal.

Ich bin so scharf auf dich.

Erst bezahlen. Du kennst den Tarif. Kriege ich nicht mal eine Freifahrt?

Kommt ja gar nicht in Frage. Zahlen oder raus?

Eines Abends, ich komme weit früher von der Schicht, wundere mich, dass die

Küche kalt ist.

Ich denke, mich laust der Affe.

Was ist denn?

Liebling, bist du schon da?

So ist das also.

Eine Hure bist du.

Von wegen Erbschaft gemacht oder Opa hat sich die Rente auszahlen lassen.

Ich habe immer gedacht, ich hätte eine treue Frau. Dafür zahlt man auch Geld.

Aber eine Hure bist du. Eine ganz gemeine, dreckige Hure.

Fickt mit fremden Leuten in unsere neue Ehebettin. Kein Wunder, dass die

Matratzen schon durchgeritten sind.

Und ich habe noch einen Mann gekauft. Aber hat sich die Gelehrteste schon

echten Herz ermögelt.

Die Weiber sind doch alle gleich.

Aber die eigene Frau?

So eine Zeit her, da habe ich meine auch mal erwischt.

Damals war ich noch Betonmischmaschinenfahrer.

Eines Abends komme ich auch mal früher nach Hause.

Freu mich auf meine Eulche.

Plötzlich stutz ich und denk, na nun, den Wagen kennst du doch gar nicht.

Und da fasst mich so eine Ahnung.

Und siehe da, ich hab mich nicht getäuscht.

Da hab ich mir gedacht, füllst du meine alte?

Dann füll ich deine alte Karre.

Ich hätte viel dafür bezahlt, das dusselige Gesicht von dem Typen gesehen

zu haben.

Ich wette, der ist die Nacht nach Hause gelaufen.

Schau mal auf die Bühne. Die Bums sind ja echt.

Hör mal, die ficken ja richtig.

Ach Quatsch, das ist doch nur Schau. Ja, die Schau, die kenn ich, du.

Tatsächlich, das macht sie aus Hache, die Schau.

Ja,

willst du denn nix unternehmen?

Was soll ich denn dagegen unternehmen?

Ich kann doch die Show nicht abbrechen.

Ich mach mich doch nicht lächerlich.

Das Biest. Na, Gott sei Dank nimmt sie die Pille.

Lass jucken, Kumpel. Diese geile Sau.

Den Kerl schmeiß ich raus.

Und Geld kriegt er auch keins. Da kann er lange warten.

Das hat man davon, wenn man Studenten beschäftigt.

Soll lieber studieren, statt uns so weiter vernaschen.

Warum wollen wir denn schon gehen?

Du kannst Gisela nicht vergessen.

Du liebst sie immer noch.

Na dann komm, Kumpel.

Nicht von dir, dass du mir suchen hilfst. Ist doch Ehrensache, unter allen

Kumpeln.

Na ja, Süße, wollen wir mal? Jetzt nicht, ich brauche eine Auskunft.

Aber Jupp, kommst du mit?

Nee, ich suche eine alte Bekannte.

Bin ich deine Fremde?

Wie heißt denn die Bekannte?

Gisela.

Kennst du sie?

Gisela? Gisela, hm?

Ja, da drüben.

Danke.

Warum hast du gestern nicht abgeliefert?

War nicht viel. Das werden wir gleich sehen.

Und das andere?

Was für anderes?

Los, rück die Kohlen raus.

Aber ein bisschen schnell.

Das habe ich für meinen Sohn gespart.

So, so, gespart. Das ist aber mein Geld.

Damit du dir's merkst.

Lass sie sofort in Ruhe, hast du mich verstanden?

Hey, willst du was trinken?

Ich hab gesagt, du sollst sie zufrieden lassen.

Verschwinde, mach eine Fliege.

Nein.

Hör mal, Sportsfreund, behandelt man so eine Dame?

Komm, reiche mir rüber, damit ich mit ihm spielen kann.

Und jetzt schicke ich mir noch mal, jetzt bin ich so richtig in Stimmung.

Ihr beide haut ab!

Du verdammte Sau!

Ist sie nur eine Dame oder ist sie keine?

Du Sau, du!

Du kannst von Glück sagen, dass mein Typ gerade verlangt wird, du kleiner

Dachgauben-Louis.

Du siehst schlecht aus, Heine.

Du aber auch.

Wundert dich das?

Eigentlich nicht.

Wo ist denn der Junge?

Thomas? Dem geht's gut. Er wird bald sechs und kommt jetzt in die Schule.

Fragt er noch nach mir?

Ja, immer.

Und was sagst du?

Was soll ich ihm sagen?

Du bist im Ausland am Arbeiten.

Glaubt er das?

Muss wohl.

Und du?

Bist wieder auf dem Püt?

Ja, da will ich auch bleiben.

Da bin ich mein eigener König.

Ist er auch glücklich?

Du vielleicht.

Glaubst du es?

Nein.

Ich muss mich jetzt auf die Socken machen.

Die ist höchste Zeit für mich.

Jeden Donnerstag hole ich Thomas ab und bring ihn abends wieder zurück.

Er hat es gut da im Kinderhort.

Heine, ich wollte dir schon immer sagen, nett, dass du mir gelassen hast.

Ich hätte nicht gewusst, wie ich sonst gelebt hätte. Was hätte ich denn sonst

machen sollen?

Solle vielleicht im Bullenkloster aufwachsen?

So, da ist es.

Also?

Also... Willst du nicht wenigstens sehen?

Doch. Nee, besser nicht.

Tschüss. Tschüss.

Mami.

Mami. Mami. Oh, mein Kleiner.

Papi ist wieder da.

Ja, aber er muss gleich wieder weg.

Wiedersehen. Gleich wieder weg?

So schnell?

Aber wir wollen doch in den Zoo zu den großen Elefanten.

Papi, kommst du nicht auch zu den Elefanten?

Die sind toll groß.

Na komm jetzt.

Papi, kommst du?

Komm doch.

Thomas?

Wir gehen nicht im Zoo.

Wir gehen jetzt nach dem Wohnungsmakler vom Püt und nehmen uns eine große

Wohnung.

Gut, dass du Kumpel bist. Da kriegen wir wenigstens eine billige Bude.

Recht hast du, Thomas.

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