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Ist das legal, Herr Dr. Hausner?
Absolut.
273.000 Euro.
Für einen Anwalt im zweiten Jahr auf einen Schlag, nicht schlecht.
Stimmt. Etwas hat funktioniert und jetzt müssen wir es ausweiten. Der Staat zahlt
ja also doppelt so viel, wie der eigentlich zusteht. Also in meiner Welt
ist das ein blauer Betrug.
I have some German friends over at Avedo, who just did a huge...
Cum-Ex-Trade in dänisches.
574 Millionen Evida-Trade. Und das an eine deutsche Großbank. Im Prinzip kann
jede ausländische Bank einen Antrag ausfüllen und behaupten, sie hätte in
Dänemark mit Aktien gehandelt. Aber wenn ich nun so einen Antrag stelle... Ja,
und dann müssen wir auszahlen. Die 574 gehen an dich. Keine zusätzliche
Bürokratie für Banken. Die jetzige Rechtslage, Peer, die lädt zum
Steuerbetrug geradezu ein. Wir müssen etwas tun. Hörst du schwer? Das ist ein
Riesenproblem! Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Aber es hat sich so
gut angef... Und was ist mit dir? Hast du eine Freundin?
Hi.
Hallo, Olga.
Das hat nichts mehr mit Steuervermeidung zu tun. Das ist schlicht und einfach
Diebstahl. Wir müssen sie als das behandeln, was sie sind.
Verbrecher. Sag mal, warum wurde das alles noch nicht digitalisiert? Aber
Peer, das ist doch gar nicht nötig. Wir müssen Leute einstellen, die die Daten
übertragen. Die Abteilung muss verkleinert werden. Das Archiv wird
aufgelöst. Das wird alles vernichtet. Nein, nein, nein. Das da sind
Beweismittel.
auf das Manufakturwerk B02 ermöglicht.
Und mit wie viel schlägt die zu Buche?
43.800.
Plus Mehrwertsteuer.
Sehen Sie nur die Akkuratesse der Mechanik. Wie in jedem Inhalten des
Zeigers die Möglichkeit von Stillstand steckt.
Und wie jedes Mal die gleiche Entscheidung getroffen wird. Weiter.
Immer weiter. Es gibt keinen Weg zurück.
Welche Eleganz in dieser Unerbittlichkeit liegt.
Welche Schönheit.
Und welche Traurigkeit.
Willst du immer noch warten?
Ja, will ich.
Vielleicht einen kleinen Snack oder noch etwas zu trinken jetzt.
Ja, bringen wir noch ein Glas von dem Rotwein, bitte. Gerne. Und dann nehme
ich den Kabeljau gedünstet.
Ja?
Ja.
Hallo, wie ist es? Hi, Jensen.
Hello. Hi, Olga. I'm sorry, I'm late.
No, but it's not a problem. It's okay.
Okay, would you like something to eat?
No, no, I ate before.
It's my brother.
Do you know House of Birth of Kaikuga?
Angeblich haben die mal einen Mitarbeiter nach Hause geschickt, weil
er Falten im Schuh hatte.
Treffersäcke. Wie spät ist es?
23 vor.
Jede Art von Abenteuer versetzt Sie in panische Angst.
Vielleicht muss man dann Ihre Abenteuerlust wecken.
Garantiert nicht, glauben Sie mir.
Ich hoffe nur, dass er mir nicht wieder seine Tassen zeigt.
Sie werden Augen machen, Dr. Hausner.
Er hat mich sieben Jahre Überzeugungsarbeit im Vorstand ge...
Diese kleine Linie hier war immer viel zu dünn.
Jetzt zeigt sie kraftvoll nach oben.
Das ist klassisch, aber doch dezent.
Dynamisch.
Zukunftsorientiert. Das ist großartig.
Absolut, ja.
Gut. Also, dieser Fond.
Verstehe ich das richtig?
dass LQM hier als Depotbank agieren würde.
Und wir würden da mit so was wie 50 Millionen reingehen und als
Leerverkäufer einen Profit von 11% in 6 Monaten erwirtschaften.
Garantiert? Ja, ja. Dieser Profit wird durch die doppelte Erstattung der
Kapitalertragssteuer generiert.
Kommt also aus der Staatskasse.
Rechtlich gesehen hat der Bundesfinanzhof in seinem 99er Urteil
eindeutig klargestellt, dass bei einem Leerverkauf auch Dividendenanspruch
besteht. Folglich auch Erstattungsanspruch.
Das hat der BFH dann 2003 auch nochmal bestätigt.
Ja, ja.
Also, Dr. Hausner.
Wir lassen uns das mal durch den Kopf gehen.
Mir wird das jetzt erst klar.
Was?
Ihre Bank wurde gegründet, da gab es Deutschland noch gar nicht.
Das Habsburger Reich ist untergegangen.
Das Deutsche Reich ist untergegangen.
Die Weimarer Republik ist untergegangen. Die Nazis sind untergegangen. Die DDR
ist untergegangen. Aber Cargus?
Cargus hat sie alle überlebt.
Ja, und ich sag Ihnen warum.
Sie prüfen die Dinge in Ruhe.
Aber Abenteuer, Abenteuer sind nicht Ihr Ding.
Sie lassen sich nicht durch märchenhaften Profit blenden.
Sie sind verantwortungsvolle Familienväter.
Sie nehmen sich sieben Jahre Zeit, um die Serifen an einem einzigen Buchstaben
abzuschaffen. Das ist das Geheimnis Ihres Erfolgs.
Stabilität.
Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Sie haben mir heute einen neuen Blick auf die Gegenwart ermöglicht. Nicht als
Anwalt, sondern als Mensch.
Sie machen mir Angst.
Ich weiß nicht, ob mir das gefällt oder nicht, aber Sie machen mir Angst.
Cargos is in with a hundred and fifty million Albert-Even-Investor-Million
from a private account. You only want a juristisches Gutachten. Hey Fred, he
wants a legal expertise.
Leber, Prozelle, Höhensonne.
Tell him, man.
He says I could sell a sun lamp to a man living in the desert.
Hermann, du weißt, ich schreib dir immer gerne Gutachten, aber im Moment ist bei
mir der Teufel los.
Das weiß ich doch.
Deswegen hab ich das Gutachten gleich mitgebracht. Musst du nur noch
unterschreiben.
Handlung in den Dividendenstichtag?
Welche Einschaltung?
Rechtlich unbedenklich.
Schönes Best-of. Gefällt mir.
80?
80 ist so unrund. Lass uns mal 100 machen.
100.000 für ein Gutachten, das man nicht mal geschrieben hat? Das ist fast ein
bisschen unanständig.
Dafür kriegst du aber auch noch das hier.
Frisch aus der Kommission für das neue Jahressteuergesetz.
Ach du Scheiße, wer hat denn das verbrochen?
Streber vom Finanzamt.
Mittendorf, kennst du?
War früher mein Assistent beim Finanzamt, da ist der mir auch schon auf
den Sack gegangen.
Und heute sitzt er beim Staatssekretär auf dem Schoß.
Verstehe ich das richtig?
Die Banken sollen bei jedem leer verkaufen?
Die Kapitalertragssteuern zweites Mal abführen? Wenn das durchkommt, dann
machen Cum-Ex-Gestaltungen keinen Sinn mehr.
Da müsst ihr als Bankenverein sofort tätig werden. Ach, ich kann das für den
Bankenverein schon mal klar sagen.
Das ist absolut kontraproduktiv für die Finanzierung. Und absolut
verfassungswidrig. Noch heute gehen von mir Schreiben raus an den
Wirtschaftsrat, Verband der Auslandsbanken, Bundesverband Groß- und
Außenhandel, Bundesverband Investment und Asset Management und BDI. Die müssen
ihren ganzen Einfluss nutzen.
Was könnt ihr als Bankenverein da machen?
Ich würde gleich mal...
Uhlenbach und Knutte von den liberalen... Was, wenn der Bankenverein
das Finanzministerium von selber auf die unklare Gesetzeslage und das damit
zusammenhängende Problem der doppelten Erstattung aufmerksam macht?
Wie?
Warum sollen wir das tun?
Weil der Bankenverein eine Organisation mit sozialem Gewissen ist. Ein Verein,
der sich für die Belange einer gerechten Gesellschaft einsetzt. Eine
Organisation, die jede Form von Trickserei ablehnt.
Und deshalb gleich einen Gesetzentwurf mitliefert, der...
Cum-Ex in Deutschland ein für alle Mal unmöglich macht.
Verstehe ich nicht.
Und gleich einen Gesetzesentwurf mitliefert, der Cum-Ex in Deutschland
ein für alle Mal unmöglich macht.
Die Schweiz ist doch zum Beispiel so ein gastfreundliches Land.
Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Ich habe dein Memo von damals
gelesen. Ja?
Ich habe es gerettet, bevor sie unser Archiv geschreddert haben.
Du hast ja schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass es unter bestimmten
Umständen durchaus zu einer doppelten Erstattung der Kapitalertragssteuer
kommen kann.
Ja, klar. Das alte Memo, das habe ich damals ans Ministerium geschickt.
Also kennen die das Problem schon seit Jahren.
Ja.
Ja, ja, ich habe es denen geschickt, aber darauf nie eine Antwort bekommen.
Du hast schon detailliert Lösungen formuliert. Sie hätten das Memo nur
abschreiben brauchen.
Ja, ja.
Vielleicht sind sie ja dran, aber das dauert wahrscheinlich länger.
Ja, aber das darf nicht dauern. Komm, wir schreiben das neu.
Wir brauchen nur ein Register der ausländischen Aktionäre.
Schreib mir ein Memo, dann leite ich das sofort an die entsprechenden Stellen
weiter. Nein, immerhin hat Nils die schon vor Jahren angeschrieben und nie
eine Antwort erhalten. Aha.
Ich werde das beim nächsten Ministertreffen ansprechen und den
Antrag für eine Kommission erstellen, die einen Gesetzentwurf macht. Brauchst
du nicht, Per.
Den haben wir schon geschrieben.
Wie? Hier.
20 Exemplare.
Alles, was du tun musst, ist, die nur noch zu verteilen.
Juristisch gesehen ist er absolut wasserdicht.
Hm.
Ich muss dann jetzt los.
Ich ruf dich an, sobald ich was weiß.
This is it?
This is it. This is the house where Sir Kierkegaard was born.
So.
End.
Now it is a bank.
Yeah, yes, now it is a bank.
Do you like to dance?
Yeah, what now?
Should we get a drink?
Yes, of course, yeah.
Ah.
Hi. Please, two tequila sunrise.
Two tequila sunrise?
Ja, bitte. Here you go.
Okay, thank you.
Per hat angerufen. Sie hatten das Meeting.
Es lief gut.
Und es ist einfach so durchgegangen? Ohne Änderungen? Ja, einfach so.
Wir müssen es nur noch dem Verband der dänischen Banken vorstellen.
Aber das ist nur eine Formalie, sagt Per. Okay, okay. Oh, da kommt Olga.
Hallo. Hallo.
Guten Abend.
So, here's Olga.
She's from Serbia and she works in a laboratorium there for blood plasma.
Yes, I'm the vampire.
No, don't be silly.
In the laboratory we take blood plasma from people who have a lot and we give
it to people who don't have enough.
Like Robin Hood, you know?
Robin Hood? Yes.
Danke nochmal.
Na dann, jetzt sind alle da. Gut, dann fang ich an, wie verabredet.
Also, der Gesetzentwurf, den wir jetzt vorlegen, ermöglicht die Transformation
dieses Modells, nämlich... dass meine Mitarbeiter freien Zugriff auf eine
Datenbank bekommen, die die begünstigten Aktionäre auflistet. So wird es völlig
unmöglich, dass mehr als ein Anleger pro Aktie die Erstattung der
Kapitalertragssteuer beantragt. Und das führt uns zu meinem Hauptpunkt.
Kiss.
Keep it simple, stupid.
In diesem Zusammenhang...
Wollte ich die Aufmerksamkeit auf ein Problem lenken, das schon seit einigen
Jahren besteht.
Das Problem der doppelten Erstattung der Kapitalertragssteuer. Dabei handelt es
sich um Handelspraktiken, bei denen... Herr Kollege Mittenloff, geht es hierbei
um sogenannte Cum-Ex-Trades?
Ja, genau.
Das ist ein Problem, auf das mich der Bankenverein netterweise schon
hingewiesen hat und gleich einen Gesetzesentwurf beigefügt, wie man
dieses Problem ganz unkompliziert lösen kann.
Ach so.
Aber meine Frage ist doch, aus welchem Grund beschränkt sich Ihre Aktenlage
über die Steuererstattung ausschließlich auf die letzten drei Jahre?
Archivieren Sie denn keine Steuerunterlagen?
Nun ja, aus rein logistischen Gründen.
Ihre Behörde sieht sich nicht in der Lage, mehr als drei Jahre
zurückzuschauen. Sie erwarten aber von den Banken.
Dass Sie einen exorbitanten bürokratischen Aufwand auf sich nehmen,
basierend auf einer vagen Ahnung. Das ist keine vage Ahnung. Wir berufen uns
auf exakte Daten. Ich würde vorschlagen, Sie liefern erstmal die Beweise, dass es
diesen angeblichen Steuerbetrug wirklich gibt. Dann können wir gerne über ein
weiteres Vorgehen verhandeln. Wie Sie meinem Gutachten eindeutig entnehmen
können, wäre es natürlich absolut kontraproduktiv und abgesehen davon
juristisch überhaupt nicht dankbar, ausländische Geldinstitute mit der
Überprüfung der Erhebung der Kapitalertragssteuer zu belasten.
Kein ausländischer Investor würde mir deutsche Aktien anfassen.
Und das wollen wir natürlich nicht.
Sobald so ein Beweis vorliegt, kann ich mir auch durchaus Verhandlungen über
diverse Maßnahmen vorstellen. Um den Betrug zu beweisen, brauchen wir die
Namen der wirklichen Aktienbesitzer. Es ist so einfach.
Nur die Namen.
Sollte es wirklich die Absicht der Regierung sein, auf diese Weise zu
agieren, wird es dazu führen, dass sehr viele Unternehmen ihre Strategie radikal
ändern und ihre Geschäfte in andere Länder verlagern.
Ich muss wohl nicht extra betonen, dass dies eine schwerwiegende Katastrophe für
Dänemark und die dänischen Arbeitnehmer wäre.
Der Arbeitsmarkt könnte zusammenbrechen.
Dürfte ich vielleicht kurz was dazu sagen?
Ich habe mir den Gesetzentwurf hier mal etwas genauer angeschaut und das
angebliche Ziel, die doppelte Erstattung der Kapitalertragssteuer zu verhindern,
scheint mir lediglich ein Vorwand zu sein.
Der eigentliche Zweck ist es, Rechtssicherheit für Comex-Trades
herzustellen. Um ehrlich zu sein, wäre dieses Gesetz eher brandbeschleuniger
als Löschmittel.
Mit diesem Gesetz könnten die Strukturen problemlos weitergeführt werden, mit
einer ausländischen Depotbank.
Hierzu müssen Sie lediglich Ihr Depot zu einer, sagen wir, Schweizer Bank
verlegen. Hätten Sie die Güte, uns zu sagen, wer Sie sind?
Nowak, Anna.
Ich mache hier im Ministerium mein Referendariat.
Haben Sie vielen Dank für die überzeugend vorgetragene Sorge, wertes
Fräulein Nowak.
Sehen Sie die Falten in meinem Gesicht?
Die kommen von 34 Jahren Berufserfahrung. Und lassen Sie mich aus
der Gewissheit dieser Erfahrung heraussagen, Herr Minister.
Es handelt sich um einen Gesetzentwurf, aus dem vor allem zwei Dinge sprechen.
Vernunft und ein gesunder Menschenverstand.
Gut, ja, dann nochmals vielen Dank für diese schlüssige Erläuterung der
Sachlage, liebe Kollegin.
Dann fahren wir sofort mit dem Thema der Gesetzesanpassung zu Paragraf 14 Absatz
9.
Tja,
hat nicht sollen sein, dumm gelaufen, es tut mir leid.
Tut mir wirklich leid.
Ich meine allerdings, naja, Hessel, ähm, Hessel Dell hat recht. Wenn es keinen
Beweis gibt für den Missbrauch, wird es schwierig.
Wenn wir den Beweis bringen würden, also handfeste Statistiken, aus denen die
Doppelerstattungen hervorgehen, dann würden Sie dem Gesetz auch zustimmen.
Aber Inga, selbstverständlich würden Sie das, gar keine Frage.
Mehr ist dazu nicht zu sagen. Eigentlich wollte ich euch aber noch was anderes
zeigen. Schaut mal, seht euch das an.
So, bitte.
Das ist euer neues Büro.
Mit fantastischen Großraumbüros. Alle Abteilungen unter einem Dach. So was
habt ihr noch nicht gesehen.
Modernste Technik, Licht durchflutet. Da entstehen ganz neue Synergien.
Wir werden es smarter, schlanker und effizienter machen.
Durch diese Synergien können wir die doppelte Leistung mit der Hälfte des
Personals erbringen.
Glück gehabt. Kein Strafzettel.
Ja.
So weit draußen.
Schlimm, dass so viele Mitarbeiter gefeuert werden sollen. Das ist
Wahnsinn.
Endlich Ruhe.
Ja, also ich muss ehrlich sagen, mir hat sich der Kopf gedreht, als ich Ihre
Broschüre durchgelesen habe.
Immer wenn ich dachte, jetzt hab ich's, dann schwupps, ist es mir wieder
durchgerutscht.
Ist ein bisschen wie beim Auto.
Alle fahren es, niemand kann erklären, wie es genau funktioniert.
Mit Ihnen als diskrete Depotbank, da bauen wir einen fantastischen Fonds für
exklusive Kunden auf.
Ihr Cum-Ex-Fonds passt perfekt in die neue Ausrichtung unserer Bank.
Aufstieg zur Spitze. Wir sagen lieber Arbitrage-Geschäfte. Der Begriff Cum
-Ex... Ja, der Begriff erzeugt etwas ambivalente Assoziationen.
Eine Geheimsprache sozusagen.
Ich liebe Geheimsprachen.
Ja, bleibt nur noch die Frage nach unserem Monorat.
stellen wir wie gewünscht als Rechnung für Wertpapiervermittlung über jeweils 2
,4 Millionen an die Cargo-Bank und leiten das Geld dann ganz diskret an
Ihre Wut Inke auf den Caymans weiter.
Wunderbar.
Alle unken ja jetzt von einer gefährlichen Immobilienblase in den USA.
Subprime Market, bla bla bla.
Alles Geschwätz. Nein, 2008 wird ein fantastisches Jahr für die Finanzmärkte.
Absolut.
Diese neuen Büros sind wirklich am Arsch der Welt. Ja.
Sie hätten uns auch gleich nach sonst wohin versetzen können.
Scheiße.
Außerdem bleibt mir keine Zeit mehr für Olga.
Von meinem Liebesleben kann ich mich wohl verabschieden.
Das wird Olga nicht gefallen.
Wieso willst du Olga nicht heiraten?
Ich kenne sie noch nicht so gut.
Außerdem, das Problem ist, dass sie denkt... Olga denkt, dass ich reich bin.
Sie denkt, dass jeder in Dänemark reich ist.
Dort, wo sie herkommt, hat niemand Geld.
Klar liebt sie mich nicht für meinen sexy Body.
Wart ihr schon in der Kiste?
Das wüsstest du wohl gern.
Wie was?
Ich weiß nicht, wie es für sie war, aber sie hat hinterher gesagt...
I, you, Quatsch, I was, you were, oh, you were like a wild Viking.
Okay, okay, Nils der Schreckliche.
Skoll, auf Nils den Schrecklichen.
Und Olga.
Und Olga.
Die Schöne.
Nils? Ja? Nils, komm mal her, ich muss dir was zeigen.
Ja. Ich habe eine Idee.
Hab zu Hause dran gearbeitet. Siehst ja an.
Sie sagen, Sie geben uns die Namen nur, wenn wir beweisen können, dass
Steuerbetrug stattfindet. Jetzt pass auf. Wir zahlen an alle Aktionäre die
Dividende aus. Die Steuer darauf behalten wir ein. Für ausländische
Aktionäre. Korrekt.
Das hier, das ist die einbehaltene Steuer.
Jetzt können sich einige ausländische Aktienbesitzer die Hälfte der
einbehaltenen Steuern zurückholen.
Aber wenn wir sogar mehr zurückerstatten müssen, als wir vorher eingenommen
haben, dann wissen wir ganz sicher, dass manche Leute sich viel mehr auszahlen
lassen, als sie dürften. Das wäre der geforderte Beweis. Guten Morgen. Guten
Morgen, Judith.
Vielleicht sollten wir uns bei den Nachforschungen auf ein Unternehmen
konzentrieren. Welche Firma wollen wir nehmen? Das kannst du entscheiden.
Bitte.
Habt einen schönen Tag.
Du auch.
Hi Inga. Komm rein.
Das ist erstmal nur für Carlsberg. Gut.
Carlsberg hat im letzten Jahr 360 Millionen Kronendividende an
ausländische Aktionäre ausgezahlt. Die Steuerbehörde hat etwas mehr als 101
Millionen darauf einbehalten. Nach deiner Wasserglastheorie müssten wir
also etwa an die 50 Millionen an Erstattungen ausbezahlt haben.
Und wie viel haben wir tatsächlich ausbezahlt?
83 Millionen genau.
Das heißt, wir haben in einem Jahr 33 Millionen Kronen für nur ein Unternehmen
an der Startung zu viel gezahlt?
Ja.
Vielleicht ist das nur eine Ausnahme, das müssen wir sehen.
Können wir dieselbe Berechnung für die zehn größten dänischen Unternehmen
anstellen? Na klar.
Gut, ich behalte das hier. Ja.
Danke, Nils.
Sven ist da.
Ach. Ich habe ihn angerufen. Vielleicht kann er uns ja helfen.
Er kennt sich doch aus mit Geldsachen.
So wie der Reschke sich mit Geld auskennt.
Was ist denn da passiert?
Das kann ich dir genau sagen, was passiert ist. Reschke, von der Sparkasse
kennst du doch noch.
Ich habe dem Reschke damals gesagt, Reschke, baue keinen Scheiß mit meinem
Geld, das brauche ich noch.
So, ich gucke Tagesschau, Finanzkrise höre ich da die ganze Zeit.
Denke ich, fragst du mal nach, ob dein Herr Schwades sicher ist.
Stellt sich raus, der Reschke hat alles angelegt.
Und zwar in Zertifikate einer gewissen Bank namens Lehman Brothers.
Ist alles futsch.
37.000 Euro verschwunden, in der Luft aufgelöst.
Und weißt du, was der Reschke da gesagt hat?
Ja, das ist dann wohl Pech.
Er wäre an die Wand gestellt.
Das drücke ich ein, wenn wir.
37.000 sind jetzt ja noch kein Weltuntergang.
Sag mal, willst du mich verarschen?
47 Jahre habe ich gespart auf diese 37.000.
47 Jahre habe ich gearbeitet. Bin ich irre, dass ich als alter Mann auch mal
die Füße hochlegen kann.
Kann ich das ersetzen? Das ist kein Problem.
Das sollst du doch nicht, Junge. Du brauchst doch dein Geld selber.
Wirklich, Mama.
Ich verdiene 37.000 in etwas mehr als einer Woche.
Raus.
Ist ja lecker, Mama. Eher verrecklich, als dass ich von dir Geld annehme, dass
du den Werktätigen klaust. Los, raus.
Du verschissenes Arschloch. Raus. Nö. Raus.
Raus. Raus, Verleger. Raus.
Raus. Raus.
Wow, ganzes Arsch.
Und Franzenanwaltskanzlei? Ja, was ist denn los?
Ah, hallo Herr Lebert.
Kann ich mit Herrn Bruck sprechen?
Ich verbinde Sie. Danke.
Sieht sich kaum. Da bleibt kein Stein auf der anderen. Das ist das Ende des
Kapitalismus. Das ist doch absurd. An unseren Trades ist doch juristisch gar
nichts zu bemängeln, Herr Bruck. Schnauze!
Juristisch?
Hupse bei Nachrichten.
Hat Bruck dich nicht angerufen?
Keine Ahnung, hab mein Telefon aus.
Was ist die Hölle los hier in Frankfurt?
Druck und der Vorstand kriegen Panik vor der öffentlichen Meinung. Die wollen,
dass wir alle Cum-Ex-Trade sofort einstellen.
Was hast du nur mit deinem Auto gemacht?
Was? Wieso?
Ganz schön dreckig, findest du nicht?
Steig ein.
Was? Ich... Steig ein!
Und jetzt? Ich war los.
Wohin?
Sag ich dir dann schon.
Hinter der Scheune links.
Sei es nicht dein Ernst.
Fahr rein.
Ich fass es nicht.
Ja, es wird vieles zusammenbrechen. Ein paar Banken werden pleite gehen.
Millionen werden ihre Häuser verlieren. Millionen werden ihre Ersparnisse
verlieren.
Altersvorsorge. Siehst du, kann man nichts gegen machen, ist nicht unsere
Schuld, können wir nicht verhindern.
Aber weißt du, was jetzt alle händeringend suchen werden?
Die Verdursten in der Wüste.
Na?
Sichere Investments.
Investments ohne Risiko.
Investments mit garantiertem Profit, der nicht von Banken kommt, sondern vom
Staat. Und nicht von irgendeinem Chaosstaat, der selbst kurz vorm
Bankrott steht, vom deutschen Staat. Aber Bernd, wir können bei Touraine
keine Cum-Ex-Strukturen mehr bauen. Wer redet denn von Touraine? Touraine würde
auch pleite gehen.
Wie?
Ich, äh... Ich hab da über was nachgedacht. Das ist erstmal nur eine
Idee. Du kannst natürlich auch Nein sagen, wenn du willst.
Könntest du dir vorstellen, eine Firma zu gründen mit mir?
Nur wir beide.
Und Mitarbeiter natürlich.
Und wir übernehmen die Büros von Touraine.
Hausner, Lebert und Associates.
Kannst dir überlegen. Du musst nicht gleich sagen, ob du willst.
Da muss ich nicht lange überlegen.
Klar. Ja.
Ja, klar. Ja, ich will.
Ich bin durch. Und? Die Zahlen für Vestas, Novo, Hansen Holding, Coloplast,
Möllermersk, DSV Group und Don Energy. Bitte schön.
Gute Arbeit, Nils.
Ja, warten wir's ab.
Wir... Wir... Wir haben all diesen Firmen zu viel erstattet.
Ja, haben wir.
Jetzt ist es für jeden sichtbar. Es geschieht auf breiter Fläche.
Alles okay, Inga?
Lass nur, ich bin nicht traurig. Ich bin nur wütend.
Ich bin so wütend.
Es muss aufhören. Es muss einfach.
Wenn, dann heule ich vor Wut, nicht vor Resignation. Das bringt mich in Schwung.
Jetzt ist Schluss mit lustig.
Wer schweigt, stimmt zu.
Ich muss gestehen, ich werde diesen Ort vermissen.
Kann losgehen.
Komme.
So, alle mal herhören.
Heute ist ein neues Schreiben vom BMF rausgekommen. Das schauen sich bitte mal
alle ganz genau an.
Worauf läuft es hinaus?
Leerverkäufe um den Dividendenstichtag sind nicht verboten.
Es darf nur keine Absprache mit den Leerverkäufern geben.
Deshalb nochmal für alle ab heute, die dezidierte Sprachregelung, es gibt keine
Absprachen mit Lehrverkäufern. Klar?
Gibt es Lehrverkäufer überhaupt?
Gibt es sie?
Na?
Wir wissen es nicht. Wir wissen es nicht. Wir wissen es nicht.
Die Frage nach der Existenz des Lehrverkäufers ist für uns wie die Frage
nach der Existenz Gottes.
Es kann sein, kann aber auch nicht sein.
Haben das alle verstanden? Ja.
Das gilt für Telefonate und Gespräche, ganz egal mit wem.
Und ganz besonders natürlich für Dokumente.
E-Mails, Faxe und Notizen.
Sollte ich irgendjemand von Ihnen noch einmal dabei erwischen, wie er das Wort
Leerverkäufer in den Mund nimmt, dann kann er sich noch am selben Tag einen
neuen Job suchen.
Ist das soweit klar?
Ist das klar?
Dann machen wir Arbeit!
Leda. Sie hat Sex mit einem Schwanz. Und sie gibt ein Ei auf, durch ihre Vagina.
Und dann ist es ein Mensch im Ei.
Helena. Und Helena ist die schönste Frau in der ganzen Griechenland.
So schön, dass sie einen großen Krieg durch sie startet. Okay.
Ähm.
Okay.
Oh. Du willst mich jetzt verheiratet werden, hm?
Voraus.
Nein, es ist mein... Ich habe nur meine Schuhe und um meine Schuhe zu teilen...
Würdest du... Würdest du darüber nachdenken?
Über was?
Oh, warte.
Ich habe... Wenn du mich heiraten
willst... Bist du verrückt oder was?
Warum? Nein, nein, ich bin nicht verrückt. Was meinst du damit?
Du willst, dass ich nach Dänemark gehe?
Ja, but you maybe want to think for a while.
No.
No, I don't need time to think about it.
You want to try it? Yes!
Da, da, da!
Okay. This one. In Serbia, this one.
Yeah, it's beautiful.
Du magst es?
Ja! Ja!
Sven?
Sven Lehmann?
Alex?
Das glaub ich jetzt nicht.
Hey, hey.
Schnell dich zu sehen. Ebenso.
Du siehst so aus.
Wie geht's dir? Was machst du? Ähm, ich... Erinnerst du dich an Isabel?
Ja, klar, Isa.
Mit der hab ich jetzt zwei Kinder.
Oh, wow.
Gratuliere. Ja, ich war gerade bei Welt am Abend.
Was, hier?
Ja, nee, also, das ist der schnellste Weg nach Hause. Ach so, ach so.
Und was machst du hier um diese Zeit?
Ich arbeite hier. Da.
Nee. Doch, doch. 32.
Stock. Na komm. Bin Partner.
Du verarschst mich.
Sven Leber. Jetzt hören wir mal auf, ey.
Uff!
Seid mal ehrlich.
Hm?
Bist du Millionär?
27-fach, ja.
Was?! Lokalrunde auf diesen Mann hier! Champagner! Nur den feinsten, den sie
haben!
Aber jetzt mal im Ernst.
Was genau macht Herr?
Ach, hauptsächlich Arbitrage-Geschäfte.
Abiturgeschäfte? Ja.
Wie?
Wir nutzen da so Disbalancen aus beim Handel um den Dividendenstichtag.
Handel um den Dividendenstichtag?
Also einmal Cum-Dividende und einmal Ex-Dividende.
Also Leerverkäufe.
Hatten wir das nicht damals in der Case Study?
Ja, stimmt.
Was ich damals schon nicht verstanden habe.
Also die Leerverkäufer sind dann an dem Gewinn beteiligt oder wie läuft das?
Kannst du mir versprechen, dass das unter uns bleibt?
Ich habe die ganze Scheiße hinter mir gelassen.
Ich bin jetzt fulltime-daddy.
Also es gibt keine direkten Absprachen mit den Leerverkäufern.
Absprachen sind verboten. Da versteht der Gesetzgeber keinen Spaß.
Wir sprechen mit jemandem, der mit jemandem spricht und der spricht dann
mit den Leerverkäufern. Und den Rest regelt der Markt.
Kann man das etwa eine Absprache nennen?
Ich geh mal pissen.
Ich wusste nicht, dass man das als 27-facher Millionär auch noch selber
machen muss.
Entschuldigung? Dr. Lebert?
Ja? Können Sie einen Augenblick sprechen?
Wir haben einige Informationen über Ihre Firma, die wir ungern an Dritte
weitergeben würden.
Verfällt Ihnen eigentlich meine Uhr?
Hey, voll drauf reingefallen.
Hat mich am Strand von Pattaya zwölf Dollar gekostet.
Ziemlich gut, oder?
Man sieht keinen Unterschied, müssen Sie schon zugeben.
Den sieht man sofort, wenn man nur ein bisschen was von Uhren versteht.
Auf der Saphirglasboden, die Platin-Lünette.
Das Glas ist... Mir darf überhaupt gar nichts reingefallen.
Was ist los?
Das werden wir... Wir werden erpresst.
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