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Das ist wunderschön. Ich weiß nicht, ob das in einer Welt ist oder wenn es ist.
Ich weiß nicht, ob das in einer Welt ist oder wenn es ist.
Ein junger Mann steigt mit einem Taxi und sie fahren los auf Tour.
Und da sieht der junge Mann, wie die Tachonadel in der Stadt so langsam auf
130 kmh steigt.
Da wird Kreide bleich und sagt, bitte, bitte, ich habe zu Hause vier Kinder,
seien Sie bitte ein bisschen vorsichtiger.
Was, Sie haben zu Hause vier Kinder, sagt der Taxifahrer, oder sagen Sie mir,
ich soll vorsichtiger sein?
Lass gut sein, Dieter.
Ja?
Gaston!
Lass mir die Scheiße von der Rücksitzbank weg. Klar, Chef.
Wie war die Schicht?
Wir sind jetzt mit deinem Sohn.
Hast du dich entschieden?
Viel hat sich ja nicht verändert.
Es ist fast zehn Jahre her, dass ich das letzte Mal hier war.
An Rita hat's nicht gelegen.
Wo ist er?
Du hast ja immer noch deine Hülle.
Danke.
Guten Appetit.
Tut mir leid mit deiner Mutter.
Wolltest du auch ein Hamburger essen, wie die Jungs da vorne?
Ja?
Das geht jetzt nicht. Ich habe jetzt keine Zeit.
Du kriegst es ja nicht alleine gebacken.
Oh, scheiße. Na gut, bis gleich. Ciao.
Ich muss nun mal los. Mal eine Tour fahren.
Die gehören jetzt dir.
Kennst ja den Weg.
Ich werde erst mal zehn Jahre älter.
Lass dich mir eigentlich jede Hoffnung fahren. Du schaffst dich nicht.
Der Junge schläft. Ja, ja, ja.
Guck mal, guck mal.
Wieso lass ich dich hier bleiben?
Guck mal.
Abgeschlossen. Oh, nee.
Sven, hey!
Komm, wir stoßen an auf unser neues Leben.
Hey, komm!
Sven!
Du redest nicht mit mir. Na ja, was erwartest du denn auch nach all den
Jahren? Dass er dir um den Hals fällt?
Ist ja wohl das Mindeste, ne?
Ach, hey.
Gekocht habe ich nicht, aber guck mal, wie ich da liege.
Du,
sag mal ehrlich, kannst du dir mich vorstellen als Vater?
Ja, ich glaube, du bist bestimmt ein ganz, ganz zauberhafter Vater.
Ich fühlte nur, ich bin ein bisschen auf der Übung. Du hast ja auch noch mit.
Weißt du was, wir brauchen als erstes eine neue Wohnung, groß.
Hier?
Ja, drückt die Evie zieht aus. Die hat eine super Wohnung. Wirklich, die ist
toll. Wollen wir doch jetzt schon drei, Riemi.
Kopfrechnen, was? Das ist ja schon immer klasse. Ich kann sogar bis 14.
Julia, komm, wir warten, ja?
Los.
Ich nehme mal an, du meinst deinen Vater.
Der ist schon weg, der fährt schon.
Frunzelt war auch hier.
Fährt er so schlimm?
Chronischer Schlafmangel?
Aber der Kleine müsste doch jetzt eigentlich schon durchschlafen.
Komm Dieter, lass gut sein.
Und da halten sich zwei Taxiunternehmer.
Sagt der eine, du, ich sitze völlig auf dem Trocknen. Sagt der andere, bist du
ein Glück, mir steht das Wasser bis zum Hals.
Ja, ich finde ihn gut.
Ist da sonst noch jemand?
Wir gehen ins Kino.
Ja, dann steigt mal ein. Ich nehm mal ein Stück mit.
Jetzt macht schon.
Ich hab Asthma. Ist bei mir erblich bedingt.
Verstehe. Sven sagt, ich kann aber trotzdem Schauspieler werden.
Die Begabung habe ich.
Stimmt's, Sven?
Sag bloß, Sven ist jetzt dein Manager.
Ich habe ihm meine Nachhilfe gegeben.
Warum darf ich nicht mehr kommen?
Ich habe nichts dagegen.
Das musst du mit Sven abklären.
Und natürlich deinen Eltern.
Ja, meine Mutter ist es sowieso egal.
Die freut sich, wenn ich nicht da bin.
Er hat auch keinen Vater.
Hast du gar keine Freunde?
Ich meine in deinem Alter.
Was machst du so den ganzen Tag?
Außer ins Kino gehen oder vorm Computer hängen.
Ich hab Freunde.
Erich musste ja umziehen.
Erst habe ich nur während des Studiums gejobbt.
Wann kamst du?
Du musst dich plötzlich in die Familie ernähren.
Damals habe ich mal mein erstes eigenes Taxi gekauft.
Hatte 630.000 Kilometer auf der Uhr.
Na, Sven?
Ist richtig sein Erbe?
Aber wenn dein Vater weiter so Schulden macht, ist bald nichts mehr da zu erben.
Na, na, na, so weit ist es ja noch nicht, ne?
Fehlt aber nicht viel.
Willst du den Laden mal übernehmen?
Hey, der Junge ist richtig gut in der Schule.
Wird später kein Taxifahrer. Na, Hauptsache er wird kein abgeborener
Student.
So, Zündung an.
Auf D.
Bremse loslassen.
Eins, hopp, hopp, hopp.
Das war knapp.
Ich hab gesagt, ein bisschen. So, pass auf, jetzt rückwärts. Ja, dann so
loslassen, langsam mit viel Gefühl.
Ich würde sagen, du hast Talent.
Aber dein Vater hat natürlich recht.
Man lernt nie genug.
Väter haben immer recht.
Wusstest du das?
Ja.
Ich vergesse, am Samstag steigt bei uns eine Grillparty zu Hause.
Ich würde mich freuen, wenn du auch kommst.
Lass dich ja nicht abwärmen von dem.
Na ja, sowieso nicht.
Mein Sohn ist erst elf, aber ich habe eine Tochter in deinem Alter.
Entschuldigung. Nur ganz kurz.
Als sie sich über das Geländer beugte, wurde ihr
schwindelig.
Da kommt man nach Hause, ahnt nichts Schlimmes und drinnen waltet und
schaltet die züchtige Hausfrau.
Muss ein Tag für dich sein.
Kann ich mal gleich meine Pantoffeln entstellen. Du musst das haben.
Hat Rita wohl immer so gemacht.
Du guckst nur so.
Wie gucke ich denn?
So komisch, so.
Du spinnst.
Hallo.
Hör auf.
Lass dich nicht stören.
Wo waren wir stehen geblieben?
Schwindelig.
Also eigentlich heißt er ja Rolf.
Aber ich nenne ihn Rollmops.
Heimlich bin ich natürlich.
Aber ich kann ihn nicht sehr leiden.
Aber zum Glück kommt er auch nur am Wochenende.
Nimm dir doch.
Genau. Wenn er dann mal da ist, dann liegen sie meistens immer im Bett rum
und schicken.
Wenn ihr wisst, was ich meine.
Wissen wir das?
Nee, keine Ahnung.
Sven, schmeckt's dir nicht?
Kannst du nicht einmal diesen verdammten Kopfhörer absetzen?
Wenigstens beim Essen.
Sven!
Hallo, ich rede gerade mit dir.
Verdammt nochmal!
Naja, auf jeden Fall, dieser Rollmops, der will, dass wir bei ihm wohnen, aber
ich zieh doch nicht in so einem Kaff irgendwo am Arsch der Welt.
Du, wann wollte dich deine Mutter abholen?
Sag mal, kann ich heute vielleicht mal bei Sven schlafen?
Ja, aber ich weiß nicht, deine Mutter hat... Meine Mama findet das gut.
Ja, weiß ich nicht.
Ich will nicht, dass ihr hier bleibt.
Warum denn nicht?
Warum nicht?
Diese tiefe Justition wollen wir jetzt mal überprüfen. Es steht auf, ihr
beiden. Hier unter dieser ordentlichen Sahneschicht verborgen befinden sich
jemals Torten.
Was für Torten sind denn das?
Weißpuffeln. Hast du mir noch geschenkt?
Ich dachte, das möchtest du nicht.
Der Mond sah von seinem Wolkenhügel gar knäglich aus dem Duft.
Weißpuffeln.
Welch Glück, geliebt zu werden und zu lieben.
Welch Glück oder so ähnlich.
Oder so ähnlich.
Ja.
Sag mal, weißt du, dass dein Sohn sich rasiert?
Ja klar, der wird bald 18.
Ich meine überall, die Beine, die Achseln, Schamhaare.
Das machen sie doch heutzutage alle.
Woher weißt du das eigentlich?
Er hat vergessen, abzuschließen.
Doch. Komm, ihr beiden kommt schon noch miteinander klar.
Genau, so wie ihr auch miteinander klarkommt.
Wir machen Fortschritte.
So wie du ihn mittlerweile anschreist, das ist doch schon fast Nomad.
Er ist ein junger Kerl, die Säfte strömen.
Wichsen tut er auch, wenn ihr wisst, was ich meine.
Der wichst wie ein Weltmeister, wirklich.
Unser Verbrauch an Papiertaschentüchern ist dramatisch gestiegen.
Ich glaube, mit dem stimmt auch das nicht.
Julia, jetzt hör mal auf.
Vielleicht ist er schwul.
Der Junge hat gerade seine Mutter verloren. Das stimmt bitte nicht.
Peter schnappt sich den Taxifahrer und führt ihn zu einer wunderschönen Villa
mit einem Swimmingpool, das ist nur so krach.
Dann gesagt, der ist ja super.
Dann nimmt er den Fahrer und führt ihn vor so eine Hütte. Also so mit Strohbett
und sowas. Mensch, Dieter, denk an die Kinder.
Kommt der ist ab und zu.
Na, ich kenn dich doch. Ja, wirklich.
Der Fahrer beklagt sich jedenfalls. Moment, Petrus, hier hast du was
verwechselt. Ich meine, ich habe ein Leben lang in Gottes Haus gearbeitet und
in Gottes Haus.
Ja, sagt er. Bei deiner Predigt sind alle eingeschlafen beim Taxifahrer. Da
haben sie gebetet.
Das ist ja echt süß.
Wie hast du das hingekriegt, zwei so hübsche Kinder?
Ja, einfach nochmal im Ebenbild geformt.
Steak, Würstchen?
Ähm, Würstchen, aber ein kleines. Und Achim ein großes.
Jennifer hat ja eine Lehrstelle bekommen, als Anwaltsgehilfe. Echt?
Super. Dafür sind alle mächtig stolz.
Nicht wahr, Hühnchen?
Mann, lass das Kind in Ruhe.
Ich hab ja nur erzählt, Lehrstelle.
Wo ist denn eigentlich Sven?
Lässt er dich alleine da hocken? Das ist doch ein Kavalier. Ja, egal.
Oh Gott, das ist ein Knabenchor. Nee, das mag ich gar nicht.
Das ist doch kacke.
Hast du immer im Chor gesungen? Alles okay bei euch?
Ja.
Mann, macht doch mal jemand hier eine vernünftige Mucke.
Vorsicht, Ronald.
Das ist meine Lieblingsmutter.
Achim, dein Junge hat Geschmack.
Wenn Doris nicht mitarbeiten würde mit dem, was ich am Monatsende in der Tüte
habe, könnten wir uns so draus ja nicht leisten.
Ja, immerhin hast du noch was in der Tüte am Monatsende.
Na, jetzt hört euch mal den großen Unternehmer an, ja.
Machst du mal bei mir zu Hause. Ja, du musst es ja auch jahrelang unterhalten.
Ja, billiger wird es jetzt auch nicht.
Reinste Notunterkunft, nackte Glühbirnen an der Decke.
Jeder soll nach seiner Fasson selig werden.
Mensch, Conor, da sitzt du auf dem Trockenen.
Willst du noch ein Bierchen? Nee, danke, ich darf nicht mehr.
Jennifer, guck mal, ob noch Saft da ist im Keller.
Sven, Sven, kannst du mir doch helfen?
Wo hast du deinen Prinzen gelassen, Karola?
Hä, wieso eigentlich Prinz? Hast du mal einen Afrikaner getroffen, der kein
Prinz ist?
Gaston muss arbeiten.
Sag mal, wann ist es denn bei euch so weit? Ende November, wenn alles gut
geht.
Was ist mit euch? Wolltet ihr nicht auch?
Och, wir?
Wir arbeiten dran.
Ein alter Mann ist kein Dezo.
Mann, Dieter, du bist unmöglich.
Nee, nee, lass mal, der Kollege hat vollkommen recht.
Ja, du bist wirklich ein schrecklich alter Mann.
Jetzt rechne doch mal nach. Wenn das Kind mit der Schule fertig ist, dann bin
ich 60.
Quatsch. Über 60.
Ach, Jems Kinder machen grundsätzlich Abitur, müsst ihr ja wissen.
Ja, was soll das Kind denn mit so einem alten Vater?
Aber es gibt doch nichts Traurigeres als kinderlose Paare.
Du musst ihnen nicht erzählen, was Vaterfreunden sind. Die genießen sie
gerade in vollen Zügen.
Entschuldigung, wir genießen.
Ist schon gut.
Ja, mehr Glück ist nicht drin.
Es kann auch getanzt werden.
Okay, okay.
Du kennst mich schuldig.
Glaube die Anklage.
Also ich hab mich heute Abend super gut amüsiert.
Und hier?
Sven. Merkst du eigentlich, was für ein Mist du zusammenredest, wenn der Abend
lang ist?
So, ich hab mir doch nicht verrechnet.
47 und 18.
Quatsch, 19.
So ein Kind muss ja auch gemacht werden.
Was für eine Scheißangst du doch kriegst, wenn dir mal jemand zu nahe
kommt. Wenn du mal Verantwortung übernehmen sollst. Du hast doch noch nie
in deinem Leben Verantwortung übernommen. Noch nie.
Da arbeite ich gerade dran.
Hast du eigentlich schon mal jemanden geliebt?
Du bist doch gar nicht fähig, irgendjemanden zu lieben. Ja, ja, ja,
ja, ja. Jetzt kommt es wieder, diese Liebesunfähigkeit.
Damit hat man früher jahrelang auf mir rumgeprügelt. Aber wird immer wieder
gerne genommen. Ich höre das jetzt nicht mehr an.
Halt an, ich will raus.
Ich war total besoffen. Jetzt helfst du doch! Ich will da jetzt raus!
Mensch, jetzt mach hier doch nicht so ein Drama.
Werd mal wieder vernünftig.
Es tut mir leid. Ja, ich entschuldige mich. Lass mich los, du Arschloch!
Okay.
Wusstest du eigentlich, dass Besoffene nur einen einzigen Satz drauf haben?
Nee. Das ist aber so.
Den ganzen langen Abend lang nur einen einzigen Satz.
Vielleicht ist das ganze Leben ja nur ein einziger Satz.
Prost.
Weißt du,
Das gibt kurze und lange Sätze.
Und bei den langen Sätzen, da hat man so ein Gefühl von Freiheit.
Verstehst du, was ich meine?
Ich habe mal zwei Semester Philosophie studiert. Es reicht, um Charakter zu
versauen.
Warum sucht die sich nicht eigentlich einen anderen?
Julia?
Das hängt wahrscheinlich mit diesem einen einzigen Satz zusammen.
Diese Jennifer.
Diese kleine Blonde. Die steht auf dich.
Hast du noch gar nicht gemerkt?
Wenn die Frauen erst mal auf dich stehen, haben sie schon verloren.
Stimmt's? Du.
Du.
Hier und hier und hier ist ja überall noch Dreck. Siehst du das nicht?
Muss man doch sehen.
Jetzt mach doch mal zu. Ich will heute noch rausfahren.
Versteh nicht, wie Cordula auf den reinfallen konnte.
Ich sag dir, da steckt System dahinter.
Diese Leute sind bibelfest.
Verfahren nach dem Motto, seid fruchtbar und mehret euch, macht euch die Erde
unter Tat.
Wird Zeit, dass wir mal ein bisschen gegenhalten.
Übrigens, soll ich von Doris grüßen, war ein netter Abend, oder?
Ja, für uns prächtig amüsiert.
Geht's auch lange?
Du bist mir einen Gefallen und gibst das für Julia im Hotel ab?
Bluse?
Kleid.
Heirate sie, mach ihr ein Kind.
Wäre endlich mal eine vernünftige Investition. Alf, lass mich mal in Ruhe
mit dieser Scheiße. Wenn es mal so einfach wäre.
So sehnsüchtig erwartet.
Ja?
Ich muss mit Ihnen reden.
Ich höre.
An Ihrer Stelle würde ich die Tür lieber zumachen.
Sag, was er mit dir gemacht hat.
Mach schon den Mund auf.
Sag, was Sven mit dir gemacht hat.
Komm schon, setz dich.
Jetzt red halt.
Komm mit nach Hause.
Wieso? Ich mache ja nur Hausaufgaben.
Du kommst jetzt sofort mit nach Hause.
Aufstehen.
Wo ist es?
Ich will jetzt dieses verdammte Videoband sehen.
Gut.
Ich bin in der Casting-Agentur und suche Schauspieler für einen Film. Hast du
Lust, da mitzuhören?
Ja, gerne.
Was muss ich da machen?
Dich erst mal vorstellen. Wie heißt du?
Ich heiße Patrick und... Kannst du ein lustiges Gesicht machen?
Okay.
Kannst du ein trauriges Gesicht machen?
Stell dir einfach vor, als wäre jemand gestorben.
Wie mein Papa gestorben ist?
Ja, zum Beispiel.
So? Sieht man.
Kalt, kalt, kalt, kalt.
Wärmer.
Da wird es wärmer, wärmer. Ziemlich heiß.
Ich kann dich sehen.
Machst du die Tür auf?
Gleich.
Ich kenne es ja, ein Zauberbord.
Ist ja voll geil.
Cool, oder?
Total.
Das ist dein Office, oder wie? Das ist mein Agentenbüro.
Cool. Damit wir sicher sind.
Superstar.
Willst du meinen Arsch sehen?
Willst du meinen Arsch sehen?
Aber niemand zeigen, ja?
Kannst du küssen?
Mieses!
Aufwachen. Aufwachen.
Aufwachen. Du musst wachen. Komm.
Aufwachen.
Sven, kotzen musst du.
Kotz.
Kotz. Komm, versuch noch mal. Komm.
Sven, einmal noch mal. Versuch noch.
Es wird alles gut. Es wird alles gut, mein Junge. Es wird alles gut.
Sieht doch mit Märchen aus.
Dann weißt du ja auch, was Hund, Katze und Esel zum Hahn gesagt haben.
Was Besseres als den Tod findest du überall.
Ist das alles?
Es geht aus.
So schnell geht es nicht aus.
Ich habe nie das gemacht, was Sie nicht wollten.
Das ist jetzt nicht dein Ernst.
Wenn jemand liebt,
Kann man ihm nicht wehtun?
Wer liebt denn hier wen?
Du hast doch gar keine Ahnung von der Liebe.
Das hat mit Liebe nichts zu tun. Das ist Missbrauch.
Sexueller Missbrauch.
Dafür kann man dich einsperren.
Der Land ist in einer geschlossenen Anstalt oder im Knast.
Vielleicht wäre es sogar besser so.
Sven, willst du denn nicht dein ganzes Leben versauen wegen so einer blöden
Sache?
Hey, Sohn.
Versprich mir, dass du diesen Patrick nicht mehr triffst.
Versprichst du mir das?
Seine Mutter zeigt dich an, wenn sie euch noch einmal zusammen sieht.
Zum Glück hat er ihr nicht alles erzählt.
Also, keine Spielplätze mehr.
Und keine Plätze, wo kleine Jungs rumlaufen.
Keine Schule mehr?
Das könnte ja so passen.
Internet ist auch tabu.
Wie sehe ich aus?
Julia, du siehst toll aus. Das steht dir hinreißend.
Was störe ich?
Was ist denn passiert?
Was ist denn los?
Ich denke, dass es besser ist, wenn wir uns mal eine Weile nicht sehen.
Du willst mich verarschen, ne?
Lässt mich hier in dem Fummel an? Das ist alles ziemlich viel für mich und ich
brauche ein bisschen Abstand.
Du brauchst Abstand.
Na ja, bist du ja unschlagbar drin.
Ist es wegen dem Jungen?
Stehe ich dem Vaterglück im Weg?
Ich weiß doch, was mit dem los ist.
Ich bin doch nicht blind.
Was ist denn mit Sven los?
Ich habe die Heftchen gesehen.
Achim, das ist krank.
Ich möchte, dass du jetzt gehst.
Hast du mal gesehen, wie der sich nach Kindern umdreht?
Alles okay?
Ich denke, mein Vater ist Millionär.
Lässt mich jeden Tag mit dem Taxi von der Schule abräumen.
Dein Vater, das unbekannte Wesen.
Mama hatte auch so ein Christopher Rose.
Ach ja?
Das soll Venezianer Rot sein.
Ja, steht drauf. Für mich ist das rosa.
Schweinchenrosa.
Hey! War nicht so gemeint.
Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Wohnungen ich schon renoviert
habe. Und keine einzige davon richtig fertig.
Wer sagt denn das?
Mama?
Deine Mutter?
Bei der musste immer alles perfekt sein.
Da musste jedes Kissen und jedes Däckchen auf seinen Platz liegen.
Es gab überhaupt keine Däckchen.
Mich macht das krank, wenn das alles fertig ist.
Bei mir muss immer irgendwo eine Leiter rumstehen.
Oh, Papa!
Papa?
Du musst ja wohl ein Versprecher gewesen sein.
Ja, ist mir so rausgerutscht.
Hat sich aber einer ganz schön erschrocken.
Ja, geht so.
Ey, du darfst da nicht so oft drüber rollern, dann geht die Tampete ab.
Ja, ist schon passiert.
Was wünscht du dir eigentlich zum Geburtstag?
Nix.
Du bist 18.
Müssen wir doch feiern.
Ich will überhaupt nicht 18 werden.
Ich will aber, dass du 18 wirst.
Ich dein Papa. Ich will, dass du 18 wirst.
Und ich hab mit Sicherheit die besseren Argumente auf meiner Seite.
Was soll das denn jetzt?
Für mich stinkt es nach Farbe.
Mal nicht unter die Decke furzen, okay?
Aber ich darf deinen Qualm einatmen.
Du.
Als ich ein kleiner Junge war,
ein Freund.
Der war genauso alt wie ich.
Neun oder zehn Jahre alt.
Den hab ich unter mich bewundert.
Und immer wenn ich an den gedacht hab, da hat mir das Herz bis zum Hals
geschlagen.
Und ich musste oft an den denken.
Ja, nicht das, was du jetzt denkst.
Das war rein platonisch. Ich fand den einfach toll.
Weil so ein Mann den Straßennamen wohl gewohnt hat.
Verbanter Straße.
Gib's doch zu, du warst in den verliebt.
Quatsch.
Das war eine Sache unter Kindern.
Danach haben wir uns dann ganz normal entwickelt.
Du findest dich normal?
Das ist jetzt nicht lustig.
Hast du eigentlich schon mal was mit Mädchen gehabt?
Was soll das denn jetzt?
Da draußen, da laufen überall hübsche Mädchen rum.
Egal, wo ich hingucke.
Ja, und gleich läuft dir der Sabber aus dem Mund.
Was ist denn mit dieser Jennifer?
Was soll ich denn mit der?
Ins Kino gehen.
Händchen halten.
Zeigst dir deine Briefmarkensammlung.
Komm, du weißt schon, was ich meine.
Seine geputzt?
Ja.
geschnitten? Ja.
Schwanz gewaschen?
Wer will hier nicht erwachsen werden?
Da ist sie.
Sie muss um zwölf zu Hause sein.
Kannst du sie fahren?
Mal sehen, was sich da machen lässt.
Warte nochmal.
In Holland gibt es ja jetzt die Kinderficker-Partei. Die treten jetzt
bei den Wahlen an.
Ich denke, wenn bei uns alles den Bach runter geht, dann sind wir selber
schuld.
Stimmt's? Natürlich.
Worum geht's?
Um die Verteidigung des christlichen Menschenbildes. Ja, findest du natürlich
wieder komisch.
Na, Dieter?
Für dich ist alles ein Witz.
Ja, ich hab mich eben ausgeklingt.
Auch wenn jetzt vielleicht nicht jeder hier am Tisch hören will.
Sexualität hat doch was mit der Weitergabe von Leben zu tun.
Das findet nur zwischen Mann und Frau statt.
So einfach ist es.
Lieber netten Jungen auf dem Schoß, als die fette Alte im Arm.
Ich sag dir mal was.
Wenn so einer meinen Sohn auch nur anschauen würde, ich würde ihm die Eier
abreißen, höchstpersönlich.
Ja?
Julia, du sollst mich dann nicht mehr anrufen.
Ich geh mal eben raus.
Trotzdem diese Kirchensprüche.
Ja, was denn für eine Telefonnummer?
Nein, ich schreib jetzt gar nichts auf.
Vielleicht brauchst du ja einen Therapeuten, wir jedenfalls nicht.
Julia, verdammt nochmal, ich will jetzt nicht.
Wie ich sehe, habt ihr beiden euch ganz prächtig amüsiert.
Alles okay?
Ich war immer ein Horror davor.
Schama ist... Das ist alles doch eklig.
Du musst dich nur mal richtig verlieben, dann spielt das gar keine Rolle. Ich hab
mich schon richtig verliebt.
Du denkst immer, ich kann mich nicht verlieben.
Das ist doch Quatsch. Doch, das ist genau das, was du denkst. Du denkst, ich
bin irgendwie behindert, ein Gefühlskrüppel oder so.
Nein.
Ich wollte dir nur sagen, Sex ohne Liebe, das muss man nicht können.
Das muss niemand können.
Papa, ich glaube, du willst mich einfach nicht verstehen.
Gut.
Dann erklär sie mir.
Das ist mein Liebling.
Den würde ich gern mal in den Arm nehmen.
Sven, jetzt reicht's.
Ich habe ihn Patrick genannt.
Immer stelle ich mir vor, wie ich ihn streichle.
Wie ich ihn küsse.
Hör auf damit.
Wie ich ihn am ganzen Körper küsse. Hör auf damit!
Ich kann diese Scheiße nicht mehr hören!
Ich hab ganz viel Liebe.
Willst du mich vielleicht was fragen?
Wenn ich das Gefühl hätte, ich müsste dich was fragen, dann könnte ich keinen
einzigen Tag länger mit dir zusammenleben.
Ja.
Dann wären wir geschieden, meine Leute. Ja, ich hab's kapiert.
Kinder sind Schänder.
Leichen kann man schänden denken, die Kinder sind Leichen.
Ich schwöööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööö
Ja, aber wer denn sonst?
Wer sonst soll das machen?
Wer ist hier der Chef?
Du lässt dich ja kaum noch blicken.
Ich habe zufällig Julia getroffen.
Zufällig?
So kannst du dich ja nie behandeln.
Ach ja?
Wenn der Junge Probleme hat... Sie, jetzt hör mal zu.
Der Junge, das ist mein Sohn. Und wenn der Probleme hat, dann sind das meine
Probleme. Ist das klar?
Nee, ganz offensichtlich nicht.
Wir kennen uns jetzt so lange.
Wir können ja über alles reden.
Worüber willst du denn mit mir reden?
Du hältst mich für einen Idioten.
Ach, du hältst euch ja alle für Idioten. Halt bitte.
Ich hab gleich einen Termin bei der Bank. Ich muss mich konzentrieren. Was
glaubst du eigentlich, warum ich diesen kleinen Scheißanzug hier anhabe?
Sieht nach Beerdigung aus.
Mit einer angekränkelten Bonität, wusstest du das?
Ist vermutlich ansteckend, also komm mir nicht zu nahe.
Was soll das?
Ich möchte, dass du mich einschließt.
Nichts. Was soll denn der Scheiß?
Das ist besser so.
Was heißt denn, das ist besser so?
Kann man dich jetzt nicht mehr frei rumlaufen lassen? Meinst du das damit?
Ist ja einfach damit nicht wieder was passiert.
Das entscheidest ganz alleine du, Sven, ob irgendwas passiert.
Sven, du kannst dich doch nicht dein ganzes Leben lang hier in der Wohnung
einschließen und wichsen.
Was ist denn das für ein Leben? Das ist mein Leben. Was weißt du denn schon
davon?
Ich werde dich jedenfalls nicht einschließen.
Das sollen andere machen, wenn es nicht mehr anders geht.
Ich werde meinen Sohn nicht einsperren.
Klar?
Das Taxi kommt also an der Tankstelle an. Die vier Pinguine sitzen hinten auf
der Rückbank, ganz brav angeschnallt. Der Tankwart sieht die, staunt und fragt
ihn, sag mal, was willst du mit dem Pinguin machen?
Nur, sagt der Taxifahrer, das weiß ich auch nicht so genau.
Na, bringen Sie doch einfach ins Zoo, sagt der Tankwart.
Das ist eine gute Idee, sagt der Taxifahrer und fährt los. Am nächsten
Tag kommt er wieder zur Tankstelle. Die vier Pinguine sitzen auf der Rückbank,
haben Sonnenbrillen auf und der Tank...
Alles lacht, da kommt die Frage.
Hörst du mich ins Hotel, bitte?
Wie
geht's
dir?
Und Sven?
Hast du mit diesem Therapeuten gesprochen?
Nee. Warum lässt du dich nicht wenigstens mal beraten? Es gibt
Möglichkeiten. Damit er einen Stempel aufgedrückt bekommt?
Vorsicht, Pädophiler, Leute, schließt eure Kinder weg?
Nein,
damit nicht wieder sowas passiert wie mit Patrick.
Was ist denn mit Patrick passiert?
Ach, es gibt Hilfsangebote, ich habe mich erkundigt.
Die sagen, dass es da... Du, ich weiß ganz genau, was sie sagen.
Die sagen einmal Pädophiler, immer Pädophiler.
Also, was wollen die?
Und was, wenn die ihm wirklich helfen können?
Dass er sich und den Kindern keinen Schaden zufügt? Dass er, wenn ihn einmal
ein Kind anlächelt, nicht gleich denkt, dass er Sex von ihm will? Mensch, Achim!
Der könnte lernen, mit seinen sexuellen Fantasien umzugehen. Sag mal, was
glaubst du eigentlich, was ich mache?
Tag und Nacht helfe ich dem damit umzugehen. Das ist ein Fulltime-Job.
Ich verstehe dich nicht.
Wirklich nicht?
Ich lasse mir den Jungen kein zweites Mal wegnehmen.
Es ist so schwer zu verstehen.
Und, was muss ich bezahlen?
Das Geschenk.
Kann ich kommen?
Warte.
Jetzt? Einen Moment noch.
Jetzt kannst du kommen.
Happy Birthday to you.
Happy Birthday to you.
Happy Birthday, lieber Sven.
Danke, Reich. Herzlichen Glückwunsch zum 14.
Geburtstag.
Betrümpft was nicht?
14, 15, 16, 17.
Geburtstag.
Auch falsch.
Bei dir kann man auch durcheinander kommen.
Bist du betrunken?
Ich hab schon mal angestoßen mit unanzahlreichen erschienenen Gästen.
Komm, auspusten.
Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht.
Ich geb dir ein Geschenk.
Du stehst vor mir und sagst mit leuchtenden Kinderaugen, für mich?
Deine Augen haben schon mal mehr geleuchtet, du.
Mal ausprobieren.
Die beißt nicht.
Was willst du denn damit beweisen?
Du wirst damit was beweisen.
Du wirst mir damit was beweisen.
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Das war Richardplatz.
Kollegen, die in der Gegend sind, haltet mal die Augen offen.
Sollte mehr aussehen.
Junger Typ, Hose, Hemd, Wiese und Kinderschirm, mal halt ausziehen.
Da laufen alle die Passendorfer runter.
Steht ihr da am Stand Roter Straße?
Die 2175.
Ihr müsst jetzt hinauf, nicht zulaufen, Kollege.
Ich seh keinen.
Scheiße, der Typ ist verschwunden.
Er läuft Richtung Südpark, habt ihn genau vor mir.
Er ist jetzt in der Ellersberger.
War ziemlich eilig.
Der kommt da nicht mehr raus.
Dreh dich um!
Du sollst dich umdrehen!
Das war total fertig schon.
Du brauchst niemals einen Junkie.
Wir haben Abschied gefeiert.
Patrick ist weggezogen! Wir haben Abschied gefeiert!
Tschüss.
Insolvenz anmelden müssen.
Bechler hat den Laden übernommen.
Hallo, was hast du dir gesagt?
Weißt du das?
Jetzt bin ich wieder da, wo ich vor 15 Jahren angefangen habe.
Ich bin fast 40.
Du musst dich entscheiden.
Achim?
Vielen Dank.
Sven?
Sag mal, wie du heißt nochmal.
Leon Döring.
Und wie alt bist du?
Ich werde im September elf.
Und kannst du ein lustiges Gesicht machen?
Und kannst du schon küssen?
So richtig?
Seht ihr mich?
Ich küsse die Hand.
Wo ist der Junge hier?
Wo ist der?
Sven, ich hab dich was gefragt.
Wo ist der Junge?
Was machst du denn?
Was hältst du von einer Reise?
Nicht nach Malle oder so.
Eine richtig große Reise.
Nur wir beide.
Mit dem Taxi.
Mit dem Taxi bis nach Indien.
Mit 19.
Kurz nach dem Abi.
Da war ich schon mal unterwegs.
VW-Bus gekauft.
Ja, ein Skopje auf dem Autoboot.
Da war dann Schluss.
Motorschaden.
Das wird uns beiden natürlich nicht passieren.
Von Griechenland aus geht's über den Bosporus.
freien Tiger leben.
Guten Abend, Kriminalpolizei Hartmann mein Name. Wohnt hier ein Herr Sven
Maas?
Einen Moment bitte.
Sven?
Sven?
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