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Was bisher geschah:
- Hier, fotografiere mich. - Warum?
An was Schönes denken.
Für meine schöne junge Freundin. Ich mag dich.
- Was...? Was hast du vor? - Huckepack reiten.
Nein! Rube sagte, wir dürfen ihnen nicht folgen!
Offene Türen sind eine Einladung!
Ich muss mich beeilen, solange die Tür offen ist!
Warum verliere ich alles und jeden, an dem mir etwas liegt?
Seelensammler kommen und gehen. So ist das Leben.
- Daisy. Daisy Adair. - Daisy ist Seelensammlerin.
Ich werde dich Georgia nennen.
Ich hasste sie sofort.
Ich hasste sie etwas weniger.
Ich starb während derVom Winde verweht-Dreharbeiten.
Ich bin Schauspielerin.
Fehlt dir deine Schwester, Reggie?
Man hat mir Cookies versprochen.
Immer, wenn ich Stress habe, fängst du davon an.
Reggies Rektor hat angerufen.
- Sie hat geschwänzt? - Es sieht so aus.
Verflixt, wohin geht sie denn?
Ich hörte mal,
dass ein menschlicher Kopf ca. neun Kilogramm wiegt.
Davon entfällt vieles auf Schädel, Fleisch und Haare...
Wenn man Haare hat.
Aber ein paar Pfund graue Gehirnzellen gibt es auch.
Also feuern Tonnen winziger Neuronen ununterbrochen,
senden sich Nachrichten,
wie z.B.: "Ich würde gern Salsa tanzen."
Oder sie stellen anderen Neuronen Fragen wie:
"Warum kann ich nur mit mir selbst Sex haben?"
Während wir dafür sorgen, dass unsere Gehirne für uns arbeiten,
findet ganz still und heimlich ein kleiner Krieg statt.
Eine Hälfte des Gehirns sagt der anderen, sie solle chillen.
Wenn da zu viel gefeuert würde,
hätten wir Tag und Nacht Krämpfe und Anfälle.
Das Risiko wollte ich nicht eingehen.
Das ist Fiona, die neue Halbtagskraft.
Sie wird uns bei der Datenerfassung helfen.
- Willkommen an Bord, Fiona. - Danke.
Ich hatte gehofft,
dass du als Fionas Mentorin fungieren würdest.
Dass du ihr alles beibringst?
- Mentorin? - Mentorin.
Mentorin: Beförderung ohne Gehaltserhöhung.
Im Prinzip musst du nur die Perforation abtrennen,
damit sie richtig in die Kiste passen.
Sobald die Kisten voll sind,
werden sie archiviert und man bekommt sie nie wieder zu sehen.
Es sei denn, irgendwann wird man Papier essen.
Die sieht sich nie wieder jemand an?
Die Kisten werden nicht mal etikettiert.
Um 12:30 Uhr gibt es 35 Minuten Mittagspause.
Frag nicht mal.
- Kommen Leute hierher? - Nicht oft. Warum?
Man könnte etwas anstellen.
Was z.B.?
Sachen, die ich mag.
- Bist du tätowiert? - Nein.
- Du denn? - Klar doch.
- Und was? - Blumen. Nur Blumen.
Fiona, ich muss die Blumen wirklich nicht sofort sehen.
Cool.
Scheiße, ich sitze in diesem Lagerraum fest.
Fiona, ich arbeite schon lange für Happy Time.
Wenn ich deine Mentorin sein soll... Ich meine ja nur...
Meine Erfahrung
kann dir wirklich...
- Was machst du da? - Ich klaue Stifte.
Die wirklich guten liegen oben.
Cool.
Wenn man darüber nachdenkt,
dann sagt die eine Hirnhälfte einem, etwas nicht zu tun.
Die ersten 18 Jahre meines Lebens hörte ich auch darauf.
Und dann starb ich.
Die Wahrheit ist doch, dass man, wenn man abnippelt
oder von einem brennenden Toilettensitz erschlagen wird,
nicht die großen Dinge bedauert.
Diesen Mist wie “lebe deine Träume”.
Soweit ich es beurteilen kann, sind es die kleinen Dinge.
Wie denen nicht zu helfen, die einen am meisten brauchten.
Man stelle sich eine Welt vor,
in der Verstörung herrscht, die leer ist,
in der einen nichts mit der Realität verbindet.
Das ist es, womit man täglich kämpft,
wenn man an Schizophrenie leidet.
Ich bin Ronnie Dobbs. Hi. Ich bin Steinbock.
Ich gehe gern lange im Regen spazieren und so.
Das ist dein Junge.
Ich habe sie gesehen. Entdeckt. Kontakt hergestellt.
R.L. DOBBS - 250 W. CORDOVA ATZ 10:59 UHR
Ein Kampf, bei dem sie nicht mehr unterscheiden können,
was real ist und was nicht.
- Ich könnte mich verspäten. - Bei dem stimmt was nicht.
Pass auf...
Hier. Das ist für dich.
Der da drüben ist meiner.
Na gut.
Das läuft jetzt unter Berufsrisiko.
Soweit ich weiß, fällt der auf den. Bla, bla...
- Ja? - Ja, ganz schön beschissen.
- Warte, George. - Ich muss ihm folgen.
Rube will dich sehen.
Ich bin beschäftigt.
Er sagte, sofort.
Was meinst du mit “Schreibfehler”?
Das Datum stimmte nicht.
Dieser Ronnie Dobbs soll also nicht sterben?
Nein, sterben soll er schon, nur nicht heute.
- Gefällt dir was? - Nein.
Ich hatte noch nie einen Gebrauchtwagen.
Damit will ich auch nicht anfangen.
Mein erster Wagen war ein Sistemi Panhard, Baujahr 1898.
Es war mehr ein Buggy, aber mit wundervollen Linien.
Er schüttelte mir etwas die Eier durch.
Gebrauchtwagen sind... Andere Leute fahren die.
Gibt es ein Problem, Prinzessin?
Das ist kein feinkörniger Hüttenkäse.
- Das sind große Klumpen. - Und?
Und überhaupt sind das zu viele Klumpen.
Das kann ich nicht essen. Das rühre ich nicht an.
Was stimmt mit dir bloß nicht?
Nichts. Ich mag Dinge so, wie ich sie mag.
Und dicke, fette Klumpen Hüttenkäse sind widerwärtig.
- Bin ich deswegen merkwürdig? - Ein bisschen schon.
Vor diesem Ronnie gruselt es mich.
Er sah mich an, als wisse er, was ich vorhabe.
- Dieser merkwürdige Blick. - Schizophrene sind so.
Ich glaube, ich habe noch nie in einem Gebrauchtwagen gesessen.
Einer für dich und einer für dich.
- Ich hatte nie was Gebrauchtes. - Darf ich mal sehen?
Herzlichen Glückwunsch.
Ich schlief mit verheirateten Männern.
Wie viele waren es?
Kann ich mir den Absturz des Fensterputzers ansehen?
- Klar. - Darf ich mitkommen?
Ronnie, du musst deine Medikamente nehmen.
Ich bin dein Psychiater. Ich trage die Verantwortung.
Ronnie, hörst du mir zu?
Ja.
Hör mal,
warum hörst du nicht
auf mich, als sei ich die Stimme in deinem Kopf?
Und da du bewiesen hast, dass man dir nicht trauen kann,
wirst du zweimal pro Woche getestet.
Nur Urinproben.
Mein Gott! Nein!
Komisch, dass sie immer auf die Butterseite fallen.
Los, komm.
Und das, weil ich voll zur Arbeit kam.
Betrunken, meinst du?
Ich bekam zum Geburtstag einen tollen Bierbong.
Ja?
- Tot und high, geht das? - Hast du was?
- Ja. - Ja? Toll.
- Hey. - Hey.
Das mit dem Job tut mir leid. Wenn du Hilfe brauchst...
Nein danke. Schon erledigt.
Wirklich?
Ja.
Danke für deine Beratung.
Hier. Ein Stift für dich.
Da wurde mir klar, dass meine Lieblingsvolontärin pfuschte.
Ich war eine besorgte und liebevolle Mentorin,
und das war ihr Dank.
Ich habe die Kisten überprüft.
Man kann das Papier nicht einfach reinstopfen.
Die perforierten Ränder mussten abgerissen werden.
Wieso bist du sauer?
Weil du deinen Job nicht machst.
Aber du hast doch gesagt, es sei alles Blödsinn.
Und?
Ich glaubte es dir. Du schienst dich auszukennen.
Ich war nicht enttäuscht.
Irgendwie war ich stolz auf mich.
Ich hatte sie davon überzeugt, sich um nichts zu kümmern.
Ich, George Lass, konnte Vorbild sein.
- Verpfeifst du mich? - Nein, Fiona.
Und nach dieser Erleuchtung
machten sich lange ignorierte Neuronen an die Arbeit.
Sie stellten neue Verbindungen her.
Sie nahmen alte Verbindungen wieder auf.
Wie die Erinnerung, dass die Zahnfee,
als ich noch klein war, nie zu uns ins Haus kam.
Klar, ich verlor reichlich Zähne, die ich
unter dem Kissen versteckte, weil ich eine Belohnung erwartete.
Geld. Oder Süßigkeiten.
Aber meine Mom fand Geld und Süßigkeiten krass.
Also gab es für jeden Zahn eine durchdachte Nachricht,
die als Inspiration gedacht war.
du wirst geliebt!
Das ist doch beschissen.
Ich hielt das damals für Beschiss.
Wie bereits gesagt,
man bereut die kleinen Dinge.
Der nächste Zahn, den ich verlor,
lag am Morgen noch unter meinem Kissen.
Und dann stellte mein junges Gehirn die Verbindungen her.
Keine Zahnfee. Kein Osterhase.
Kein Weihnachtsmann.
Meine Schwester Reggie muss sich auch so gefühlt haben.
J.C. YAKIMORO - 32 NORTH RD. ATZ 11:00 UHR
Begrüße die Herrlichkeit und sei frei.
- Hey. - Hi.
Ich mag den Park.
Vor allem all das Schöne, das man hier findet.
Falls ich nicht deutlich war,
ich bin untot, aber nicht abgestorben.
Alle biologischen Triebe funktionieren noch vorzüglich.
Ich habe dich schon mal gesehen. Ich heiße Ronnie.
Ich sitze nur hier. Du weißt schon...
Ohne zu reden.
Ich dachte, du sitzt meinetwegen hier.
Noch etwas, was ich bedauere: Ich habe nie flirten gelernt.
Das lag wohl an der Angst vor Zurückweisung.
Zum Glück verliert man die Angst, wenn man tot ist.
Entschuldige. Das war unhöflich. Ich bin George.
- Was machst du, George? - Ich arbeite im Büro. Und du?
Ich rede mit hübschen Mädchen, die George heißen.
Ja, das war schlecht.
Entschuldige. Ich versuche, mit dir zu flirten.
Das ist nicht so mein Ding.
Und so entstand unsere merkwürdige Bindung.
Nur eins stand einer stärkeren Bindung im Wege:
dass ich eventuell sein Seelensammler war.
Dass er durch mich dem Tod sehr nahe stand.
- Popcorn? - Nein. Schon gut.
Weißt du, was verrückt ist? Wusstest du,
dass der menschliche Körper über ein Kilo Bakterien beherbergt?
Keine menschlichen Zellen, sondern fremde. Klar?
Lebende Wesen, die in unseren Körpern
ganze Kolonien errichtet haben.
Wir beherbergen sie. Wir füttern sie.
Wir tragen sie mit uns herum.
Für die Bakterien ist das eine richtig gute Sache.
Ich stehe nicht so auf Popcorn.
Ich muss weg. Ich habe was zu erledigen.
Er wird sterben.
Der Mann dort drüben.
Der Tod wartet auf ihn. Du weißt es auch, oder?
Ich muss zugeben, er hatte mich überrumpelt.
Also stellte ich mich dumm.
Ich...
Ich... Keine Ahnung.
Aber richtig dumm.
Vorsicht!
Ich habe ihn!
Der Mann hat ihn mit der Schaufel erwischt.
Du hast geschlampt.
Er hat dich einmal zu viel am Tatort gesehen.
- Er wusste, dass er stirbt. - Der Mann auf dem Rad starb.
Er wusste, dass jemand sterben würde.
- Du hast mit ihm geredet? - Er sprach mich an.
- Ich habe geantwortet. - Ein junger Mann?
- Jung genug. - Schlampige Arbeit.
- Was sollte ich denn tun? - Ordentlich arbeiten.
Seinen Boss zu hassen ist ein Klischee,
aber du bist ein richtiges Arschloch.
Was du jetzt fühlst, dieser Knoten aus Wut und Frustration,
der vom Kopf bis zu den Eingeweiden reicht,
das ist mein Leben mit dir.
Der Mann sprach mich an.
Was sollte ich tun?
Geh den Leuten aus dem Weg, Wir sind Untote, Peanut.
Unser Platz ist am Rand der Welt der Menschen.
Wir unterstützen nur, wir nehmen nicht teil.
Die sind grässlich.
Georges Kistchen
Ich sagte Rube nicht, dass ich das gut beherrschen sollte,
weil ich mein ganzes Leben lang am Rande gestanden hatte.
was spaß macht, merkst du erst, wenn du es probierst
Noch eins wollte ich nicht verschwenden.
Clancy, sie ist seltsam.
Elf Jahre alt und seltsam.
Sie machte eine schwere Zeit durch.
Sie macht seit elf Jahren eine schwere Zeit durch.
Ich glaube nicht, dass ein Schulwechsel hilft.
Er könnte alles nur noch schlimmer machen.
Ich habe mit Hank geredet.
Er meinte, wir könnten deine Pension beleihen.
Wir zogen wegen der guten öffentlichen Schule hierher.
Jetzt soll Reggie auf eine Privatschule. Einfach albern.
Tun wir mal so, als sei unser Kind normal, ja?
Tun wir mal so, als wenn man sich an einer Schule,
in der sie niemand kennt, um sie kümmern könnte.
Sie hat ihre Schwester verloren.
Und sie hat sich selbst verloren.
Sie lebt in ihrer Gedankenwelt.
Weiß Gott, was da vor sich geht. Sie ist unergründlich.
- Was denn? - Nichts.
Ich widerspreche ja nicht.
Widerspruch wäre mir aber lieber.
Dann wärst du wenigstens mal Engagement zeigen.
Reden wir mit ihr.
Mal sehen, was sie von einem Schulwechsel hält.
Vielleicht will sie nicht wechseln.
Sie ist elf.
Sollten wir das nicht entscheiden? Als Eltern?
Hey, Schatz.
Dein Dad und ich haben gerade über dich gesprochen.
Über einen eventuellen Schulwechsel, weißt du.
Vielleicht zu St. Theresa, drüben in Hillhurst.
Ich will ein Pferd reiten.
Ich gab mir Mühe, mich am Rand aufzuhalten.
Aber jemand schien mir dahin gefolgt zu sein.
- Warum folgst du mir? - Warum folgst du mir?
Das tue ich nicht.
Was war das neulich mit dem Scheibenputzer?
- Keine Ahnung, was du meinst. - Ja.
Was ich dir jetzt sage,
werden wahrscheinlich meine letzten Worte sein.
Ich war ziemlich sicher, dass das keine Anmache war.
Du hast gesehen, was ich an dem Gebäude rumklettern sah.
Das ist der Tod.
Der ist mir gefolgt.
Er will mich holen.
Das wusste ich besser.
Ich hatte seinen Klebezettel nicht mehr.
Und ich sah keine bekannten Gesichter im Schatten lauern.
Er behält uns einfach gern im Auge.
Mich beobachtet er ständig, und ich bin noch hier.
Ich mag Musik.
Na ja, ich... Ich höre gern zu.
World Pop und Musik aus den französischen Clubs.
Ich könnte dir eine echt tolle CD brennen, wenn du willst.
Na ja...
Und du? Was hörst du denn gern?
Abgesehen von der Tatsache,
dass er geisteskrank war und ich untot,
kam es mir langsam wie ein Rendezvous vor.
Ich weiß nicht. Ziemlich viel.
- Hast du einen Freund? - Eigentlich nicht.
- Nein. - Merkwürdig.
Warum denn?
Ich meine, irgendwie ist es einfach richtig cool.
Wenn man mal darüber nachdenkt, dann ist es fantastisch.
Wir beide, und wie wir uns gefunden haben.
Wie viele Milliarden Menschen laufen auf der Welt herum?
Und nur wir beide können den Tod sehen?
Das haben wir gemeinsam.
Du siehst nicht den Tod.
Ganz gleich, was es ist,
es ist leichter, wenn man weiß, dass du es auch siehst.
Ich muss arbeiten. Ich kann nicht so lange aufbleiben...
Ich kann nicht schlafen, daher...
Ich schlafe seit Tagen nicht. Medikamentenentzug.
- Du nimmst Medikamente? - Ich habe sie genommen.
Stimmen.
Manchmal sehe ich Dinge, die nicht existieren.
Hörst du denn
viele Stimmen?
Nein. Nur eine.
- Die des Hirten. - Erteilt er dir Befehle?
Nein, er kontrolliert mich nicht.
Meistens brüllt er mich nur an. Dann komme ich mir doof vor.
Vielleicht ist es meine Mutter.
Wenn ich Speed Racer Putzmittel und eine Zahnbürste gäbe,
würde es hier morgen früh vor Sauberkeit blinken.
Nichts heftiges. Nur etwas, was beim Einschlafen hilft.
Niemand hat dir gesagt, dass Schlaflosigkeit zum Job gehört.
Weil wir ständig den Tod einatmen müssen.
Als würde man mit Asbest arbeiten.
Na bitte.
Danke. Eine?
Reicht eine?
Nein. Du hast den Stoffwechsel der Untoten.
Wie viele müsste denn ein normaler Mensch nehmen?
- Hast du einen Kerl hier? - Hier steht: Eine.
Deine Perversionen fallen wirklich auf, Georgie.
Mach nicht...
Der Grat zwischen Verrückten und uns ist schmal.
Ich meine, wir hören doch alle Stimmen.
Die unserer Eltern, wir haben Zweifel, Ängste, Wünsche.
Und wie alle Verrückten kämpfen wir,
um zu entscheiden, auf welche Stimme wir hören sollen.
Ein Trick, der dabei helfen könnte, wäre es,
aufzupassen, welche Stimmen man überhaupt hereinlässt.
Was machst du da?
Ich habe dich nicht angefasst. Ich habe dich nur angesehen.
Ich habe gut geschlafen. Du hast mir da was Tolles gegeben.
Aber ich habe Hunger. Hast du Hunger?
Wir könnten frühstücken gehen. Magst du Waffeln?
Waffeln habe ich über. Ich muss zur Arbeit.
Darf ich mitkommen?
Ich gehe zur Arbeit.
Ich will mir heute Hotelzimmer ansehen.
Im Four Seasons. Eine Suite wäre sehr nett.
- Die Idee finde ich toll. - Das glaube ich dir.
Daisy, Liebling, wenn du einen Schlafplatz brauchst...
Nicht in jenem Leben, nicht in diesem, einfach niemals.
- Aber danke. - Gut.
Hi.
Wie hatte ich meine Eier bestellt?
Ich wollte weiche pochierte Eier. Die hier sind hart.
Das Eigelb läuft nicht. Die kann und will ich nicht essen.
- Die nächsten laufen. - Das glaube ich auch.
Weil sie nämlich drauf niesen wird.
Also gut, bitte sehr.
Weil ich euch alle so süß und nett finde, arbeiten wir morgen
- gemeinsam. Als Gruppe. - St. Michael?
- Ja, eine Hochzeit. - Gut.
Findet das sonst noch jemand ziemlich beschissen?
Sagt dir der Name Charles Chaplin etwas, Peanut?
- Der Stummfilmstar? - Dem habe ich einen geblasen.
Chaplin definierte den schmalen Grat
zwischen Komödie und Tragik.
Ein armer Kerl bekommt einen Eimer mit Zement an den Kopf.
Er fällt hin. Von Weitem sieht das irre komisch aus.
Aber kommt man näher, nahe genug, um den Schmerz zu sehen,
dann ist es nicht mehr witzig.
- Gut. - So ist es mit diesen Jobs.
Du musst wie wir alle lernen, Abstand zu halten.
So viel, dass du in allem nur das Witzige siehst.
Ich brauche etwas anzuziehen. Kommst du mit einkaufen?
- Lieber nicht. - Du darfst nicht auffallen.
- Ich muss mich auftakeln? - Ja.
Dann sehen wir mal, wie du fein gemacht aussiehst.
Kennst du den Typen?
- Nein. - Er kennt einen von uns.
Er ist niedlich. Wie ein attraktiver Tankwart.
Entschuldige.
Er hat deinen Jungen auf dem Kieker, Georgie.
Ihr Junge? Nett.
Ja, unsere Georgie hatte ihn in ihrer Wohnung versteckt.
Gut gemacht!
Sie arbeiten mit George zusammen?
Das hat sie dir erzählt?
Sie sagte, sie ginge arbeiten.
Sieht es aus, als würden wir arbeiten?
Nein.
Wir treffen uns nur zum Reden.
Wir sind eine Art Gruppe, die ich irgendwie leite.
- Sind Sie Arzt? - Ja.
Danke.
Das wirst du mögen.
Das da drüben ist also wie eine Gruppensitzung?
Ja. Das ist meine Gruppe.
Wie ist die Bärentatze?
Gut.
- Ich bin Rube. - Ronnie.
Ronnie, das ist mir alles ein bisschen peinlich.
Ich wähle meine Worte jetzt sehr sorgfältig,
da ich Georges Arzt bin.
Obwohl sie jetzt allein wohnt und nicht in der Anstalt,
versuche ich, sie im Auge zu behalten
mir ein Bild von denen zu machen, die sie so kennt.
Ich meine damit einfach nur, sei vorsichtig.
Sie hatte es im Leben nicht leicht.
Und wenn sie Stress hat, dann kann sie
sich selbst gefährlich sein.
Und anderen auch.
Verstehst du?
- Ich glaube schon. - Gut. Du wirkst nett.
Du solltest besser gehen. Du machst meine Gruppe nervös.
In Ordnung.
Zahlt und haut ab. George und ich müssen reden.
Ich muss mal für kleine Königstiger.
Sie sitzt noch oben, das ist wohl gut.
Ich glaube schon.
Ich habe ihn nicht aufgegabelt.
Er sagte, er könne Gruftlinge sehen. Sei doch nicht sauer.
Wirke ich sauer?
Etwas schon.
Danke.
Weißt du, was passiert, wenn die Lebenden von uns Wind bekämen?
Dass wir unter ihnen leben?
Die Welt stände Kopf.
Glaube mir,
diese biblische Panik willst du nicht verantworten.
Ich habe ihm nichts erzählt.
- Nicht von den Seelensammlern? - Nein.
- Nichts von den Gruftlingen? - Nur, dass ich sie auch sehe.
Das war alles.
- Er hält sie für den Tod. - Er ist schizophren?
Er sagte, er nähme Medikamente, weil er Dinge sieht.
Nun,
vielleicht haben wir es wirklich
mit einem labilen jungen Mann zu tun, der dich mag.
Er spielt das alles nur, um mit mir zu schlafen?
Peanut, alle Männer lügen, wenn es um hübsche Frauen geht.
Du kannst ihren Nasen beim Wachsen zusehen.
Glaube es mir.
Du findest mich also hübsch.
Magst du Cabrios?
Ja, ich glaube schon.
Ich habe mal Errol Flynn in einem Cabrio einen runtergeholt.
Das ist aber eine nette Geschichte.
Erzähl mir von diesem Typen.
Was soll ich sagen? Er ist verrückt und sieht Gruftlinge.
Das ist mal was Neues.
- Rube meint, das sei unmöglich. - Na ja, Rube sagt das.
- Wie meinst du das? - Er ist einfach zu schlau.
Wenn er etwas nicht begreift,
dann gibt es das nicht. Wirklich traurig.
Magst du ihn?
Erwähnte ich, dass er verrückt ist?
Was für ein Wagen ist das?
Ich stehe total auf Platin.
Was machst du da?
Ich besorge einen Wagen.
Ich finde Ihren Wagen einfach toll.
Danke. Und ich Ihren Busen.
Haben Sie Platz für zwei? Nach Downtown.
Klar.
Ich nehme das hier raus.
Und rein damit.
Hey, zum Teufel...? Hey! Hey!
Ich fand das heute Morgen wirklich ganz toll,
dich da auf dem Pferd zu sehen.
Hier.
Als junges Mädchen bin ich geritten.
Von Oma Phylls Haus kam man zu Fuß zu einem Reitstall.
Das will ich nicht haben.
Wie bitte?
Ich reite nicht gern. Meine Hüften tun weh.
Ich will das hier.
Ein Schlagzeug?
Ja.
Meine Aufgabe ist es, dir nicht alle Wünsche zu erfüllen.
Vor allem, wenn du so undankbar bist.
In Zukunft könntest du höflich sein und “vielen Dank” sagen,
wenn dir jemand ein Geschenk macht.
Selbst wenn du es nicht magst.
Danke.
Warum muss alles immer so schwer sein?
Ich weiß es nicht.
- Gut. - Wirklich nicht.
Oma Phyll unterstützte meine Liebe zu Pferden.
Sie bezahlte meine Reitstunden.
Sie kaufte mir einen Sattel, handgearbeitet, aus Spanien.
Ich ritt jeden Tag nach der Schule und an den Wochenenden.
Sie wollte, dass ich an Turnieren teilnähme.
Ich hasste das.
Damals dachte ich, sie würde mir meinen Wunsch erfüllen.
Du willst bestimmt Stunden haben.
Ich dachte, ich bringe es mir selbst bei.
Wir müssen deinen Vater fragen.
Er mag es, wenn es im Haus ruhig ist.
Ich stehe nicht auf Hochzeiten, aber ein Job ist ein Job.
Also sah ich zu, wie sich diese 50 fröhlichen Menschen
versammelten, um eine Hochzeit zu feiern,
alle in ihren besten Kleidern,
in Erwartung der blumigen Worte eines Priesters,
der darüber sprach, zwei Seelen zu vereinen,
bla, bla, bla.
Bis dass der Tod sie scheidet.
Also in ungefähr elf Minuten.
R.L. DOBBS ST. MICHAELS CHURCH ATZ 13:12 UHR
Hey.
- Du musst verschwinden. - Ich muss mit dir reden.
- Nicht jetzt. - Bitte?
Wie hast du mich gefunden?
Ich wartete vor deinem Haus. Der Rest war einfach.
- Ist dein Arzt da drin? - Arzt... Arzt?
Rube.
Kann sein. Wir haben gemeinsame Bekannte.
Was willst du?
- Ich wollte dich küssen. - Nein. Ich kann nicht...
Es war mein erster Kuss seit meinem Tod.
Das allein war schon recht bemerkenswert.
Genau genommen will ich mich verabschieden.
Es war auch mein erster Abschiedskuss nach dem Tod.
Ich bin auf der Flucht.
Gut...
Ich habe Freunde in Boise.
In dieser Stadt kann ich nicht bleiben.
Sie testen mich, ich muss meine Medikamente nehmen.
Das will ich nicht.
Mir wurden die Augen geöffnet.
Wie du habe ich
den Tod gesehen und das kann ich nicht abschalten.
Ich will es nicht.
DIE EWIGE FLAMME - ZU EHREN VATER DONALDS ARBEIT
- Hast du...? - Ich kann wirklich nicht...
Warte mal.
Raus! Alle raus!
Alle müssen raus. Sonst sterben alle.
Ronnie, das hättest du wirklich nicht tun sollen.
Um den Heiligen Geist mache ich mir keine Sorgen.
Keiner von euch beiden ist in dieser Kirche willkommen.
Peanut, mir reißt der Geduldsfaden.
- Wir müssen sie warnen. - Nein! Stopp.
Warum denn nicht?
- Soll das denn passieren? - Glaube mir,
mit meinen Wünschen hat das nichts zu tun.
- Aber du...? Du bist der Tod? - Nein.
Das leuchtet mir ein.
Der Tod versucht, mich als schönes Mädchen hereinzulegen.
Ich ging nicht in die Knie, weil er sagte, ich sei schön.
Das bin ich nicht. Ich bin nur ein Werkzeug.
Irgendwie arbeite ich für den Tod.
Rube?
- Er ist der Tod? - Nein.
Er ist...
Er gehört zum mittleren Management.
Aber er kennt dich.
Also weiß das obere Management auch über dich Bescheid.
Und in diesem Fall ist das obere Management wohl der Tod.
Du müsstest also weiter fliehen als nur bis nach Idaho.
Sie dürfen die Braut küssen.
Ich kann nicht genau sagen, warum ich ihn küssen musste.
Ich wusste nur, täte ich es nicht, würde ich es bereuen.
Und dann erledigte ich meine Aufgabe.
Du solltest mir nicht zu nahe kommen.
Hast du es getan?
Gut gemacht, Mädchen.
Sie sind nicht Ihr Arzt, oder?
Und du bist nicht seine Patientin.
Nein, ich bin kein Arzt.
Sie ist nicht meine Patientin.
Ich dachte, ich sah den Tod, der mich holen wollte.
Da hatte ich wohl recht, was?
Sie verbringen ihre Flitterwochen nicht auf Bali?
- Nein. - Das ist so traurig.
Es scheint sie nicht zu stören.
Weißt du, ich... Ich habe dich gern geküsst.
Vielleicht dachte Ronnie, dass er fliegen könne.
Oder das ich eine besondere Begabung hätte.
Damit hatte er wohl recht.
Vielleicht habe ich die.
In Gedanken erschaffen wir uns selbst.
Wir erschaffen uns die anderen nach unseren Wünschen.
Und wie wir uns sehen,
Held, Opfer, geliebt, ungeliebt...
Danke
...das ändert sich im Laufe der Zeit.
Diese kleinen Neuronen funkeln, sie machen Überstunden,
sie erschaffen, was wir glauben.
Auf diese Art und Weise kann das Gehirn zaubern,
es lässt das geschehen, was wir uns wünschen.
Und zum guten Schluss ist der Trick dabei einfach...
sich auf die Stimme zu verlassen...
Danke ICH HABE DICH LIEB
...und sich selbst treu zu bleiben.
Das zu tun, was einen glücklich macht.
All diese Klischees, die immer aufgefahren werden,
das zu tun, was man tun will.
Aus welchem Grund auch immer.
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