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Original subtitles

Josephines Künstlerparadies. Etwa ein Jahr ist es her, seit Josephine

Mutzenbacher das berühmte und beliebte Lustobjekt der Wiener Männerwelt dieses

Lokal eröffnete.

Inzwischen hat es sich zum umschwärmten Mittelpunkt überschäumender Lebensfreude

und raffinierter Liebesgenüsse entwickelt.

So wie heute, wo in seinen Räumen der alljährliche Faschingsball der

Medizinerinnung stattfindet.

Doch auch in diesem rauschhaften Trubel bleibt sie die unumschränkte Königin der

Lustbarkeit. Die unverwüstliche Josefine Mutzenbacher.

Das ist wieder ein superbes Fest, Josefina.

Aber, aber, ich muss den Herren daran erinnern, dass heute seine Gnädige mit

am Tisch sitzt.

Viel Spaß noch, die Herrschaften.

Die, was habt ihr gemeint mit dieser Andeutung? Das sind halt so ihre

Scherze.

Therese? Ja, Josefin?

Sag dem Dr. Hofbauer, es wäre jetzt an der Zeit mit seiner Überraschung.

Es reicht, Josefin.

Macht mal ein bisschen Pause.

Liebe Freunde, darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten für eine kleine

Sondereinlage. Und wie sich das für einen Medizinerball gehört, soll sie uns

einen Einblick geben in den verantwortungsvollen und aufreibenden

ärztlichen Alltag.

In unserem Fall hier in die Praxis des Doktor Hochbauer.

Herr Doktor, Herr Doktor, Herr Doktor. Nein, Schwester Christl, nicht schon

wieder.

Nichts budern, eine Patientin ist da. Oh, was für ein seltener Besuch in

meiner Praxis.

Grüß Gott, Herr Doktor, ich brauche Ihre Hilfe, weil es mir so im Hals kratzt.

So, so im Hals? Na, woanders wäre es mir lieber. Ja, wenn sich die Gnädigste da

hinauf bemühen würden.

Da hinauf?

Ich dachte, Sie würden mir hineinschauen. Gewiss, das werde ich

auch.

Schwester, holen Sie mir bitte das Fernglasl.

Das später.

Dort spielt die Musik.

Hoch mit dem Arschl.

Ich hab's im Hals, im Hals hab ich's.

Weiß ich doch.

Wollen Sie mir vorstellen, wie ich die Untersuchung zuführen hab? Also lupfen

Sie schon den Hintern, meine gnädigste.

Das Fernglas, Herr Doktor. Danke.

Und jetzt fein aufmachen.

Ja, meinen Sie, Sie können von dort in mein Haus schauen?

So natürlich nicht. Sie müssen sich schon langlegen. Oder glauben Sie, ich

kann um die Ecken schielen?

Ja, gnädigste.

Ihre Mandeln sind arg schwollen.

Das schaut brutal aus.

Und die Luftröhre völlig entzünden.

Wirklich?

Damit wir ganz sicher gehen, werde ich noch einen Kollegen zu Rate ziehen.

Schwester Christine, hol uns einmal den Doktor Pfuschi. Ja, Herr Doktor.

Wir müssen sofort was unternehmen.

Raus aus den Kleidern. Was? Sie jagen mir ja regelrechte Angst ein. So, jetzt

raus aus dem Ärmel.

Dann geht es nicht ein bisschen schneller.

Jetzt die Häkeln.

Linksrum geht es auf. Ah ja.

So was täppert zuerst.

Ja, wenn ich mir Ihre Dutteln so anschaue, die sind ja auch schon ganz

geschwollen.

So eine Massage wirkt oft wunder.

Mir macht es jedenfalls heiß.

Da haben Sie recht. Mir genauso.

Grüß Gott, Herr Kollege.

Na, endlich, Dr. Pfoschinger.

Wo brennt's denn?

Im Hals der armen Kranken.

Bitte schön.

Sagen Sie, ah, bitte schön. Wieso schaut man der denn in den Hals? Sie haben doch

gesagt, von da unten.

Können Sie denn nicht die Goschen halten? Nur für zwei Minuten.

Sie macht einen rein narrisch für die Frauen.

Auf mit dem Schnäbelchen.

Ah. Ah. Ah.

Na, jetzt halt.

Na, an den Mandeln sehe ich nichts.

Aber die Vagina ist stark gerötet. Was ist?

Wenn ich es Ihnen sage.

Und außerdem erblicke ich einen Fremdkörper, der schleunigst entfernt

werden müsste.

Bin schon dabei, Herr Kollege.

Stimmt, da ist etwas.

Hab schon.

Ein Ehering.

Marie und Josef.

Waldemar und Rudi, 18.08.1904.

Das sind ja wir.

Und du hast mir gesagt, er ist in die Kloschüssel gefallen.

Vielleicht war es gut, wenn Sie ihn ein bisschen enger machen lassen.

Das war eine peinliche Überraschung. Wie gut, dass ich nie einen Ring trage.

Ja, gnädigste. Die Untersuchung hat ergeben, dass in beiden Enden entzündet

sind. Daher müssen wir von beiden Seiten an die Krankheit herangehen. Zum Glück

gibt es da sehr wirksame Serum.

Ich bin Ihnen sehr dankbar. Und was für eine Behandlung haben Sie mit mir vor?

Wir verpassen Ihnen so eine Art Hitzeschock.

Ja, Ihnen wird so heiß werden, dass Ihr Kreislauf so eine Art Höhepunkt

erreicht. Ja. Das ist wohl der herzliche Ausdruck fürs Abschießen.

Wird es auch nicht wehtun? Ganz im Gegenteil, gut tut es.

Dann soweit, Herr Kollege?

Ja.

Das war sein Nadel.

Sie sitzen ja so allein da, darf ich?

Lieb, gell?

Schwester Christel, Sie beobachten mit dem Ohr den Pulsschlag. Gerne, Doktor.

Ja, ganz scherz. Hoffentlich können wir auch bald anfangen zu vögeln.

Ab Puls ist es direkt galoppierend.

Meine Galoppier-Tasche.

Hoffentlich dauert die Vögeleitung nicht mehr lang.

Na,

haben Sie nur irgendwo Schmerzen?

Geht's noch im Hals? Oh nein, es ist alles wie weggeblasen. Dann ist ja alles

in Ordnung. Und wenn die Schmerzen wiederkommen?

Ich lass mich nur noch mit eurem Serum behandeln. Ja.

Nun wisst ihr also, wie es in der Praxis vom Dr. Hofbauer zugeht.

Ich bin sicher, er wird in der nächsten Zeit einen großen weiblichen Zulauf

bekommen. Wie wäre es gleich mit mir, Herr Doktor? Ich spüre plötzlich auch so

einen Kratzen im Hals.

Haben Sie noch Kraft für eine neue Patientin? Kommen Sie nur her.

Ein pflichtbewusster Arzt klingt kein Feierabend.

Ich könnte mir vorstellen, dass viele von euch Lust haben, dem guten Beispiel

von unserem Doktor nachzueifern.

Als dann, lasst es euch nicht aufhalten. Und meine Schrammeln finden bestimmt

eine passende Musik.

Das war's für heute.

Jetzt lass es mir aus, der Franzli ist soweit.

Warum darf der denn zuerst? Weil er zuerst einen stehen hat.

Verstehst?

Komm, dreh dich her zu mir.

Ja.

Mein Lieber, jetzt haben Sie

aber mein Patient in Langnug gehabt.

Doktorchen, bekomme ich wieder was von Ihrem Serum? Aber Sophie, Sie wollen.

Ach, sauberes Popotschel.

Oh, tut mir leid.

Gib mir hier deine Stangen. Ich wollte dir nicht vernachlässigen.

Sehr aufmerksam, mein Freund.

Herr Doktor, werden Sie es schaffen, die schwerkranke Patientin... Aber ja, doch.

Schwesterchen, kümmert sich wohl keiner an dich.

War nie das so sehr, Alter, als dein Krialus. Was du jetzt sagst. Aber wir

machen es daheim, und zwar gewaltig. Mal den Teufel doch nicht an die Wand.

Willst du dich heute mit Zuschauern zufrieden geben?

Schau, da.

Da, jetzt die Schwester.

Das ist schon was Herrliches, so eine Ausfahrt.

Besonders, wenn sie danach zu heiß hergegangen ist.

Ja, raus mit dem Alkoholdunst und Zigarettenpalmen aus deiner Bluse.

Warte, kannst du wohl gar nicht beherrschen? Ich bin recht hart, halt's

an mir mal dran.

Ich schaffe euch nicht, es wird keine zu kurz kommen.

Ich weiß ein gutes Platz, da, mitten im Wald.

Wie geschaffen für das, was wir vorhaben.

Was ist hier fesch?

Lasst euch einatmen, ihr Waldesdüfte.

Oh, das will ich mir nicht mal mitverbrücken.

Ja, hier machen wir es uns gemütlich.

Gebt's die Decken her.

Na du, Herr Lothric, steh einmal. Was hast du alles getrieben an diesem

verschwiegenen Platz? Ich bin genauso verschwiegen.

Na kommt's doch schon.

Ein

Prosit

auf die nächsten Stunden.

Prosit.

Meinst du, Mast, dass mir hier... Bis hier ist noch alleweil gut gegangen.

Du alter Genießer.

Schuft! Was hast du plötzlich? Juckt mich doch mal so.

Das sind die Erinnerungen an die letzte Nacht.

Schmoren.

So ein Flecksbüschel.

Du musst natürlich dich wachsen, bis es mit dir macht, du.

Aber er hat genau gewusst, an welcher Stelle du es gern hast. Und mühsam war

es bestimmt, sich bis dahin durchzuschlagen.

Bist ganz schön verdorben.

Als dann.

Servus, Casanova.

Immerhin hast du Glück gehabt. Stell dir vor, eine Schlange wäre reingrochen.

Schlange? Wo?

Wo?

Da würde höchstens noch das Schwanzerl rausschauen. Wäre nicht das erste

Schwanzerl, was bei der Mietz hier ausschaut.

Ihr sollt euch schämen, mich so zu erschrecken.

Aber ich zieh mich lieber aus. Maggert fühle ich mich sicherer.

Pass an, Thomas, wir müssen sie am Kopf stellen.

Ja, ich habe nicht einmal eine Hose

an der Karte. Das ist doch jetzt einerlei.

Schlag ihr aufs Kreuz und pass auf, die Weinbären ausspuckt.

Ihr könnt es runterlassen.

So, und jetzt dürft ihr staunen, was sie noch ausgespuckt hat, dein Hosentnopf.

Soll ich euch sagen, wo der herstammt? Vom Kostüm vom Würmling.

Und zwar von heut Nacht vom Ball, vom Hosentürl.

Und wie kommt sowas in dein Hals?

Hast wohl nicht warten können, bis er das Hosentürl aufgekauft hat.

Sie ist halt immer so ungeduldig mit die Mannsbilder, die Therese. Das sieht man

ja schon daran, dass heute nicht einmal ein Hosellanzung hat.

Weil ich weiß, dass mir der Thomas das Hosell eh bald ausziehen tut.

Ja, jetzt weißt du es. Bist du neidisch, was?

Ich meine, für eine Weile sollten wir die himmlische Ruhe genießen.

Ja, dazu sind wir ja hergefahren.

Du, ich möchte ein bisschen verschnaufen. Na schön, dann setzen wir

uns da hin.

Weißt du, Schwager, du hast mehr Hochachtung. Ich würde das nicht

aushalten. Tag für Tag allein im Wald.

Dazu wohnst du in einem einsamen Forsthaus. Ja, ich weiß, das ist nicht

jedermanns Sache.

Mein Bruder Loisel will auch unbedingt von hier weg.

Und dabei gibt es im Wald so viel zum Schauen.

Komm, wir steigen am Hochstand.

Ja.

Glaubst du, du schaffst das, der Affe?

Geht weiter.

Schau dich ein bissel um.

Jeden Tag gibt's was Neues, das interessant ist.

Ja, und ob das interessant ist? Hast du was entdeckt? Eine Rehe vielleicht, was?

Eins.

Mindestens drei Rehe.

Und eins ist gar nackert. Und ein Hirsch liegt daneben und kitzelt's.

Was redest du denn für einen Schmarrn? Gib mal her.

Da legst du ihn wieder.

Ja, jetzt geben wir Licht auf, warum du so gern Förster bist.

Du bist der Depp. Glaubst du etwa, jeden Tag kommt so eine unsichtige Bagage

daher, die den unschuldigen Wald für unanständige Gelüste missbraucht? Du

schwarfest wie unser Pfarrer. Und guck ein bisschen schneller. Möchtest du das

Glas auch wieder haben?

Also jetzt habt ihr es geschafft, dass ich unbedingt den Thomas vernaschen

muss.

Moment, erst bekomme ich ihn. Das war ausgemacht.

Ausgemacht? Von wem? Von mir.

Das darf doch nicht wahr sein, dass zwei Weiber, die die ganze Nacht gebudert

haben, um ein Mannsbild raufen.

Also hörst du, mir gehört er. Mir gehört er.

Komm her, da.

Wir wollen das Schicksal sprechen lassen. Ich gehe 100 Meter weg und

welche mich zuerst berührt, die hat gewonnen. Na gut.

Erst loslaufen, wenn ich rufe.

Ah, jetzt fangen Sie mit irgendeinem Spiel an.

Schauen wir nicht alles weg.

Denk daran, du bist der Vater von zwei unschuldigen kleinen Kindern.

Und du hast wohl keine Kinder, wie?

Ich schaue hier nicht durch wie du zum Vergnügen, sondern als Amtsperson.

Mich legst du am Arsch. Die machen ein Wettrennen.

Jetzt gib her.

Schwager sei nicht so gierig.

Das genügt doch, wenn ich das beschreib.

Also, zwei Mädel laufen auf das Mannsbett zu.

Die Nackte ist näher dran.

Sag ein Mind, jetzt lass mich wieder durchschauen, so ein Geschied was.

Das ist schon schlimm, wenn sich so ein alter Knochen nicht beherrschen kann.

Oh, Thomas, das gilt nicht.

Weil er nackt ja viel besser laufen kann.

Das hättest du vorher sagen müssen, Therese.

Aber gräm dich nicht. Der Tag ist ja noch lang.

Ach.

Und sowas nennt ihr Erholung.

Eine Erfrischung habt ihr euch verdient.

Ich hab mir viel mehr verdient. Du mit Schmollen, Therese. Soll ich dich

trösten?

Schwager.

Jetzt wird es ernst mit dieser Bagage. Ich glaube, du musst einschreiten.

Schau's dir an.

Oder mitmachen.

Wie? Gibt denn so was?

Pudern mitten im Wald?

Merk's dir.

Wenn eine Amtsperson bei einer Saarei mitmacht, ist es keine Saarei mehr.

Gehen wir, gehen wir, oder?

Hast du den Nuro nicht dabei?

Ja, doch.

Ich glaube, ich bin keiner. Ich bringe nichts zu ihm.

Ja, schämt euch denn gar nicht.

Was treibt ihr denn da in meinem Revier?

Ich würde meinen, das ist deutlich zu sehen, was wir treiben.

Ja, hört euch die an. Die ist nicht einmal erschrocken.

Wie finden Sie das, Herr Bezirksinspektor?

Ganz klar.

Verhaften muss man die Gesellschaft.

Von wegen dem öffentlichen Ärgernis. Jawohl. Nicht so eilig. Die Herren

werden schon mit sich reden lassen.

Wozu eine Verhaftung? Die bringt euch doch nichts ein.

Trinken Sie ein Glas mit uns und wir beratschlagen in aller Ruhe die

Situation.

Was meinen Sie, Herr Inspektor?

Anhören könnten wir es uns ja, was uns die Herrschaften vorzuschlagen haben.

Bitte schön.

Wohlbekommens. Und seien Sie nicht zu streng mit uns.

Also, Prosit.

An so einem schönen Tag sind die Gefühle ein bisschen mit uns durchgegangen.

Daran ist bestimmt nur Ihr herrlicher Wald schuld, Herr Forstrat.

Was meinen Sie, wollen wir ein Auge zudrücken?

Ein Auge zudrücken?

Aufreißen muss man beide Augen bei solchen Prachtexemplaren von Weibern.

Wenn Sie mir so schmeicheln, Herr Präsident, dann mag ich auch nicht

kleinlich sein.

Scheint, dass nur noch wir beide übrig sind.

Ein schmucker Förster.

Das ist ein ganz besonderes Geschenk. Ich mag es, wenn ein Mannsbilder

tüchtige Flinten bei sich hat.

Ich glaube, die Gefahr ist vorbei.

Warten wir es dann wieder?

Ja.

Schau mal.

Von woher seid ihr denn? Von Wien.

Habe ich mir gedacht.

Auf dem Landtag gibt es nicht so fesche Mädchen.

Darf man den Namen vom gnädigen Fräulein wissen?

Josefine Mutzenbacher. Und was machen Sie denn in Wien?

Ich habe ein Kaffeehaus.

Und bestimmt auch eine elegante Wohnung.

Dein Schießgewehr heizt mich ein.

Lass mich nach oben.

Mir fällt da gerade was Wichtiges ein.

Eine große Bitte hätte ich.

Sag schon. Mein Bub fängt der Tischler leer an.

Aber ich habe noch kein Zimmer für ihn.

Ob es wohl möglich wäre, dass er vielleicht für die ersten paar Wochen

beim gnädigen Fräulein wohnen könnte?

Bei mir?

Ist ein braver Bub, der Läusl. Das gnädige Fräulein könnte ein bisschen

aufpassen, dass er auf die Nacht nicht bummelt, sondern nur sehr leer macht.

Wie alt ist er, der Läusl? Grad 17.

So, 17 erst?

Es ist...

Ich darf's mir schon schicken.

Ich werde bestimmt dafür sorgen, dass er jeden Abend zu Hause bleibt.

Ja, bitteschön. Grüß Gott, da bin ich. Ich will zum Fräulein Mutzenbach. Und

warum? Ich soll hier einziehen, hat mein Papa gesagt.

Das muss ein Irrtum sein.

Nein, hier, lesen Sie.

Ein Moment dann.

Gnädiges Fräulein.

Ja, Anni, wer war's denn?

Ein Bursch, der bei uns unterschlupfen will.

Was?

Und ich danke nochmals herzlich, dass Sie meinem Buben ein Quartier bieten

wollen. Xaver Kirchner.

Xaver Kirchner?

Ja, ist das mir geht ein Licht auf.

Das ist doch der Sohn von dem, na, damals, wo wir die Ausfahrt gemacht

haben. Und Sie haben wirklich versprochen, der Bub darf bei uns

wohnen? Hier in unserem Puff?

Ja, weißt, mitten im Boden, da war ich halt zu schwach, um Nein zu sagen. Und

wie es hier zugeht, davon weiß der Vater ja nichts.

Wie schaut er denn aus?

Wie ein Bauernlakel?

Gar nicht einmal so übel, nur furchtbar schüchtern.

Ich meine, mit dem könnten wir einen Mordspaß haben.

Ah ja?

Also dann lass ihn rein.

Grüß Gott, Fräulein Mutzenbacher. Grüß dich Gott.

Du bist also der... Ja, ich bin der Läusl.

Der Läusl, aha.

Und wie geht's dem Vater?

Gut geht's dem. Er hat oft von Fräulein Mutzenbacher gesprochen.

Kann ich mir vorstellen.

So gut hat's ihm lang keine mehr besorgt, wie damals ich.

Läusl, leg dein Gepäck erst einmal ab und komm in den Salon. Wir trinken ein

Glas zum Willkommen.

Aber gnädiges Fräulein, das Wasser fürs Bad ist gerade eingelaufen. Ja, dann

komm, hilf mir beim Auskleiden. Und hol vorher noch einen Wein für unseren

Kleinen. Du kommst auch mit und erzählst mir ein bisschen was von dir.

Ja, da hätt's werden, so ein Kalberl hier einzugewöhnen.

Na, setz dich doch.

Und du bist wirklich erst 17 Jahre? Ja, bin ich. Und ein Tischler willst werden?

Bei Meister Weringer in der Himmelreichgasse. Aha, ist ja ganz in

der Nähe.

Dein Wein, Loisel. So ein großes Glas, nur für mich?

Freilich. Du willst doch, dass wir dich als Mann behandeln und nicht als Kind,

oder?

Daheim, was hat denn deine Freundin gesagt, dass du nach Wien übersegelst?

Ich hab doch keine Freundin, nur die Mutter.

Geh, du willst uns doch nicht weismachen, dass du noch nie mit einer

Mädel im Bett gelegen bist.

Aber niemals nicht. Das darf man erst, wenn man verheiratet ist, hat der Papa

gesagt.

Wenn die Frau mir zeigen würde, wo ich schlafe, dann könnte ich meine Sache

schon aufpacken.

Da bleibst! Ich will mit dir plaudern. Wir müssen uns doch kennenlernen.

Oder hast du gar Angst vor einem nackten Frauenzimmer? Wo ich doch noch nie eines

gesehen habe.

Ja, trink nur zu, dass du Mut kriegst.

Jetzt pass einmal auf.

Was glaubst du, in was für einem Augenblick mich dein Papa gefragt hat,

ob du bei mir wohnen darfst?

Als er auf mir draufgelegen ist und seine Nudeln tief in mir drin gehabt

hat. Ja,

mitten im Pudern ist ihm die Idee gekommen, dass er dich zu mir schickt.

Und was bedeutet das?

Was bedeutet das?

Das bedeutet, dein Papa will, dass du nicht nur die Tischlerei lernst, sondern

dass ich einen ganzen Mann aus dir mache.

Sonst hätte er dich nämlich ins christliche Hospiz gesteckt.

Komm, wir reden im Bad weiter, sonst wird mein Wasser kalt.

Setz dich auf den Hocker.

Anni, bin schon da, gnädiges Fräulein.

Weißt was, eigentlich könntest du Loisl übernehmen und du richtest ihm dabei in

sein Zimmer her.

Na komm, ich beiß dich nicht.

Schön mit Gefühl, verstehst?

Du musst lernen, deine Scheu vor den Weibern zu überwinden.

Da musst besonders gründlich sein.

Schau an, wie schnell du begriffen hast.

Das genügt. Hast's gut gemacht.

Zieh dich aus, du kommst auch ins Wasser.

Bist gewiss staubig von der Reise.

Ich soll zu innen hinein?

Musst du nicht in die Hosen scheißen.

Ich steig schon raus.

Reich mir das Badetuch da.

Magst du nachher noch einen Wein mit uns trinken oder gehst du lieber gleich

schlafen? Ich geh viel lieber gleich schlafen.

Gnädiges Fräulein, wollen Sie ihn denn wirklich allein schlafen lassen?

Wo denkst du denn hin?

Hol dir ein Glas.

Du sollst heute dabei sein bei unserem Spaß.

Wir werden den Grünschnabel in die Mitte nehmen.

Der arme Bub. Die Haare werden sich ihm aufstellen.

Hoffentlich nicht bloß die Haare.

Prost!

Ich spüre schon eine Gänsehaut von lauter Vorwalt.

Schau mal nach, was er treibt.

Na, nun sag schon. Er liegt im Bett und wichst.

So ein Viertel.

Wunderbar. Alsdann, wie wir es ausgemacht haben. Und beeil dich, dass

er nicht vorher spritzt.

Loisel. Anni.

Das gnädige Fräulein hat das schlecht gewissen, dass du dich hier einsam

fühlst. Ich soll dich zu ihr holen.

Was? Ins Bett von Fräulein Mutzenbacher? Du, das ist eine ganz große Ehe. Dein

Vater wird sie nicht so lange bieten lassen.

Ja. Wann es nicht anders geht?

Leusel, ich muss dich entschuldigen.

Man lässt einen Buben, der zum ersten Mal in Wien ist, nicht allein schlafen.

Das hätte mir nichts ausgemacht.

Leg dich da hinein.

Anni, du bleibst auch hier. Unser Gast soll sich wohlfühlen.

Bist du fertig, Anni? Ja.

Wozu das Hemd denn?

Wird bestimmt nicht frieren.

Freilich, das zieht aus.

Nein, ich mag es anbehalten.

Dann lassen wir es ihm halt.

Fräulein Josephine, ich schlafe besser, wenn ihr auf der Seite liegt.

So tu's halt.

Aber wir sollten, ich kann, kann... Kannst deine Hand ruhig auf meinen Busen

legen, mich stört das nicht.

Frau Josefin.

Was gibt's denn?

Die Anni, die hält sie an mir fest.

Woran? An mein Zipfel.

Tut's weh? Na, weh tut's nicht.

Dann lass sie halt.

Sie ist doch zu heiß in dem Hemd.

Der Bub hat sich beschwert, weil du im Schlaf seine Nudeln angefasst hast.

Hast du eine Hand etwa immer noch dran?

Läusl, er steht dir ja. Und zwar mächtig.

So ein stattliches Schwanz solltest du nicht in die Luft tragen lassen.

Hast du nicht Lust, ihn bei mir reinzustecken? Ich weiß nicht.

Dein Papa wäre schon längst drin bei mir. Ach, immer der Papa.

Wir versuchen es.

Leute, gefällt es dir?

Heute Nacht werden wir einen richtigen Mann aus dir machen.

Und wenn du morgen früh aufwachst, bist du ein perfekter Liebhaber.

Für dich hat es nicht gereicht, leider. Macht nichts, schön war es trotzdem.

Gut hast du es gemacht fürs erste Mal. Wenn du es noch lernst, dass du nicht so

schnell sprichst, dann werden dir die Mädel nachlaufen.

Ich will mich schlägen, der Läusel.

Ja, Läusel, jetzt zutzelst du Anne das Loch aus.

Nein,

Läusel, das ist nichts.

Mach eine Pause beim Ficken. Ich zeige dir, wie man es schlägt.

Hier, da am Kitzler.

Da musst du einen Driller schlagen mit deiner Zungenspitze.

Dann machst du die Zunge breit.

Legst da zwischen den Schamlippen hin und her.

Und das Spitzerl steckst du abwechselnd einmal tief ins Fotzenlöcher.

Gut. Und als nächstes legst du dir das Arschloch.

So, jetzt steckst du dir den Schwanz rein.

Was? Ich mach ihn erst nass.

Und jetzt bin ich wieder dran.

Das ist schon toll, wie viel so ein unverbrauchter Bubenschwein

spritzen kann.

Hab die Tischereine gleich gefunden.

Ist ja gut.

Absage, du bist jetzt da.

Der Papa lässt schon danken, dass Sie mich in die Lehre nehmen.

Jawohl, ich werde dafür sorgen, dass ein dichtiger Tischler aus dir wird.

Komm, ich zeig dir gleich einmal die Werkstatt.

Hallo, so geht's aber nicht. Los, marsch.

So, das ist der Reich für die nächsten zwei Jahre.

Sehr.

Schön. Ja, Maria, was fällt denn dir ab? Bist du enttäpert worden? Ich wollte ihn

halt gern sehen, den neuen Lehrboren.

Halber knackert. So fahrt sich's dir an.

Ja, Vater.

Aber weißt du, Weringer?

Du hältst dich gar schon.

Bei mir herrscht Sucht und Sippe.

Da kannst du gleich mal Ordnung machen, auskehren. So fängt der Tischleiter

nämlich an.

Und in einer halben Stunde hole ich die Zähne aus und umme.

Schaut lieber aus, der neue Lehrbub. Lass das den Vater nicht hören.

Mit deinen 16 Jahren brauchst du nicht nach die Buben schielen.

Das ist die Loiselfrau.

Grüß Gott, Frau Meisterin. Grüß dich, Loisel.

Meine Tochter Maria kennst du ja schon. Grüß dich.

Greif zu.

Du schaust aus, als hättest du eine kräftige Mahlzeit nötig.

Woher kennst du eigentlich den Vater vom Läusel?

Vom Schützenfest.

Letztes Jahr.

Ja, ja, da war der Vater zwei Tage in Wien.

Jesus, ich hab' gedacht, der Meister ist es.

Mach's keine Angst, Dieter.

Der ist den ganzen Tag weg. Muss er Treppen bauen in einer Villa. Magst du

ein bisschen plaudern?

Ja, Maria.

Bist ein hübsches Mädel. Gefällt mir.

Du mir?

Kein Lehrbuch hat mir bis jetzt gefallen.

Wie alt bist du denn?

Gerade 16 bin ich. Hast du schon was gefunden, wo du in Wien wohnst?

Ja, sei froh. Sonst müsste ich mit dir in deine Kammer. Aber Läusel.

Würdest du mit den Wollen in deiner Kammer? Der Vater täte mit Grün und Blau

schlagen. Hast du noch nie was gemacht mit einem Burschen?

Aber Läusel, was du dir so denkst.

Sei nicht böse, bis gestern war ich ja genauso blöd. Und jetzt bist du nicht

mehr blöd?

Ja, weißt, ich bin untergeschüttet bei einem Fräulein. Sehr schön und elegant.

Da gibt es sogar eine Zofe.

Und daher kommt es, dass ich so müde bin.

Ja, sowas. Und da schäumst du dich gar nicht. Und gleich mit zwei Weibern.

Lauf doch nicht weg, bitte schön.

Ich muss dir was sagen.

Du, mit der Liebe, das ist was ganz himmlisches.

Das ist so schön, das kann man nicht mehr vergessen.

Darf ich dir einen Kuss geben?

Damit ich weiß, dass du nicht böse auf mich bist.

Aber bloß einen ganz kleinen.

Läusel!

Heute Vormittag hat der Vater den neuen Lehrbuben eingestellt. Er heißt Läusel.

Er gefällt mir sehr gut, aber er scheint auch recht wild zu sein. Mir wird immer

ganz schwach zumut, wenn er vor mir steht.

Ja?

Ah, Läusel!

Ich bin fertig mit der Arbeit, die mir der Meister angeschafft hat.

Du musst halt warten, bis der Vater zurück ist.

Und deine Mutter ist auch nicht da?

Die ist zum Einkaufen.

Ich glaube, ich bin verliebt in die.

Du willst mir bloß wieder an den Busen greifen. Noch lieber möchte ich sie

küssen, deine Dutteln. Du, ich schrei! Hört dir ja keiner.

Hast du das bei deinen zwei Weibern gelernt, die Dutteln küssen?

Ich erzähle dir was.

Ich war gestern Abend noch genauso schüchtern, aber da hat das elegante

Fräulein gesagt...

Willst du ein Bub bleiben oder ein Mannsbild werden?

Und das frage ich dich auch.

Willst du immer ein Kind bleiben?

Du, das macht so viel Spaß zu zweit.

Spürst du denn überhaupt keine Lust?

Schon vielleicht, aber noch mehr spüre ich Angst.

Das Dutteln-Küssen tut nicht weh.

Ich beiß dir schon nichts ab.

Du musst aufstehen, Maria.

Na, läufel nicht, bitte.

Du Saumagel! Der Läusl, der hat mich ausgesucht.

Du siehst ruhig, das fehlt mir grad in meinem Haus, dass ein Mistkerl gleich am

ersten Tag meine Tochter entehrt. Nix ist mit der Lea.

Und deinem Vater, dem schreib ich, als was für ein Früchtl sich sein Sohn

entpuppt hat.

Ansehen sollst du dich.

Fräulein Josephine!

Du bist's, Läusel!

Wieso denn?

Keine Panik, der gehört zur Familie.

Könntest du mir vielleicht ein Champagner bringen?

In der Küche, im Spülstein.

Ist recht, ich geh schon.

Lass dich nicht verkraulen. Wirst du nicht schlapp machen?

Bitte schön, Fräulein.

Mach's gleich auf.

Das kann ich nicht.

Gib's mir.

Was ist denn passiert, dass du schon da bist?

Der Meister hat mich rausgeschmissen. Was?

Ja, warum denn?

Weil da war was mit seiner Tochter.

Was sagst du dem Rotzbuben?

Gestern noch nicht gewusst, wozu ein Mädel überhaupt da ist. Und heute ist

keine mehr sicher vor ihm.

Hast du sie gebodert?

Nein, aber nackt war es halt.

Erzähl's mir gleich.

Und keine Angst. Mir wird schon was einfallen, wie wir es in Ordnung

bringen.

Prosit.

Er schickt ihn doch hinaus.

Lass uns jetzt noch allein.

Sonst kann der Herr hier nicht gescheit vögeln.

Weißt was, mach mich mit dem Hund fertig.

Nein, das kannst du ja so gut.

Sie sprechen aber ein ganzer Vornehme. So, wo ist denn?

Da.

Lieber Meister, ich muss mich vielmals entschuldigen, dass ich bei der Arbeit

störe. Macht nichts, ich bitte Sie.

Ich bin die Gräfin Schwarzenberg.

Oh, eine große Ehre für mein bescheidenes Heim.

Laufen, holst du mir was zum Sitzen für die Frau Gräfin?

Freuen Sie mich nicht zu früh.

Ich bin gekommen, um ein gutes Wort einzulegen für den jungen Kirchner. Was

für den Läusel?

Dankeschön, Kind.

Ja, der logiert bei mir.

Der? Wenn er in Kummer war, hätte er meinem unschuldigen Kind Gewalt angetan.

Ja, ja, eine schlimme Entgleisung. Komm, setz dich her zu mir, Schatz.

Das Ganze tut ihm sehr leid, dem Läusel, und er hat versprochen, es wird bestimmt

nicht mehr vorkommen.

Wenn es dem Buben noch einmal eine Chance geben würde, dann könnte von

meiner adeligen Verwandtschaft gewiss noch einmal ein tüchtiger Tischler

gebraucht werden.

Da, Frau Gräfin, kann man schwer was abschlagen.

Ganz einen trockenen Hals habe ich gekriegt. Wäre es möglich, ein einfaches

Glas Wasser.

So viel, Frau Gräfin.

Hättest du Lust, mit unserem Wochenende zusammen zu sein?

Das wäre wunderbar.

Du wirst staunen. Ich habe mir ganz etwas Feines ausgedacht.

Bitte schön, Frau Gräfin.

Danke. Und weil Sie so freundlich sind, erfüllen Sie mir gewiss auch die zweite

Bitte.

Ich möchte an der Kleinen hier was gut machen und Sie einladen. Übers

Wochenende aufs Jagdschloss der Fürstin Werdenfels.

Maria, was sagst du dazu?

Wenn du es erlaubst, Vater, würde ich gerne mitfahren.

Frau Gräfin, ich bin einverstanden. So eine Gelegenheit kriegt man Maria nicht

jeden Tag.

Also Maria, am Samstag um 10 Uhr wird mein Wagen dich abholen. Ich werde mich

bereithalten, Frau Gräfin. Und Meister, Ihnen vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit Ehre, Frau Gräfin.

Aber der Läusler, der ist wohl nicht dabei.

Aber nein, so etwas kann man Ihrer Tochter unmöglich antun.

Der Besuch bei deinem Vater. Der war wirklich ein Meisterstück von der Frau

Gräfin. Die Gräfin kannst du vergessen und dafür Josefin sagen.

Und jetzt wollen wir an die übermütigen Tage denken, die uns bevorstehen.

Los Xaver, knall ein bisschen.

Na Maria, was stehst denn da und schaust? Freust dich nicht, dass du

mitgekommen bist?

Oh ja, sehr, nur... Sprich's ruhig aus.

Nur ein bisschen bang ist mir zumut, was du mit mir anstellen wolltest. Wie

kommst du darauf?

Als der Läusel bei euch einzogen ist, da habt ihr ihn doch gefragt, ob er ein

Leben lang ein Kind bleiben will. Stimmt. Und am nächsten Morgen ist er

ein Mann gewesen.

Vielleicht bin ich morgen früh auch kein Kind mehr.

Tschapperl. Wäre das so schlimm?

Komm nur, der Xaver Bolovetz braut uns eine superbe Feuerzangenbowle. Musst nur

davon tüchtig trinken, dann schaut alles viel leichter aus.

Hoch und Prosit auf ein unvergessliches Wochenende.

So, und jetzt sagen wir alle du zueinander.

Auch das ländliche Täperl hier, was sich gleich zu einem Draufgänger gemausert

hat, darf mich jetzt duzen.

Läusl, küss mich.

Was sagst du dem Försterboden, wie gut er es gelernt hat?

Und ich möchte endlich den Zipfel sehen, von dem die Josefin so schwärmt.

Herrschaften, wie ich sehe, hat uns recht schnell eine fröhliche Stimmung

gepackt. Damit es uns dabei nicht zu heiß wird, wird der Xaver mit einem

lustigen Spiel dafür sorgen, dass wir in null Komma Josef unsere Kleider

verlieren.

Kommt alle nach nebenan, bitteschön.

So lauten die Spielregeln. So viel wie Kegel fallen, fallen auch

Kleidungsstücke. Und damit es noch bekannter wird, ausgezogen wird immer

nur das andere Geschlecht.

Ah, ich verstehe.

Wenn ich zum Beispiel zwei Kegel oben habe, dann darf ich dir die Hosen und

die Unterhosen ausziehen.

Die Uschi ist enorm gescheit.

Denn genau so ist es.

Die Josephine fängt an.

Hier!

Bist fällig, Xaver.

So.

Als nächstes am Handel, Loisel.

Zwei Kegel, Maria.

Geh, lass die Maria noch aus, die muss sich erst einquönen.

Dann nehme ich die Uschi.

Aber stoßen, ich meine mit dem Köder, wir es doch mögen, oder?

Ich würde mir einen Läusel rächen. Traust du dich? Ja, ja.

Komm.

Seht, er haut langsam auf.

Jetzt bist du dran.

Sieben Läusels geht weiter. Gleich wirst du ausschauen wie ein Neugeborenes.

Volltreffer! Das reicht für eine, die noch voll angezogen ist.

Josephine, darf ich bitten?

Vier. Das geht sich gerade aus für dich.

Tschüss.

Leider bloß zwei.

Komm, gib her, deine Klamotten.

Fünf! Viel mehr, als ich noch brauche.

Kannst ihm als fünftes Jahr die Nudel ausreißen.

Na, du hast noch alles an. Na ja, hab ich halt.

Drei. Und was tue ich damit?

Ihr sollt beide so bleiben. Das schaut fesch aus.

Na, Maria?

Was schaust? Meinst du, ich will die ganze Nacht in die Kleider schwitzen?

Ja, brav bist, Maria.

Keine Angst, Mädchen. Auch nackt bleibst du immer noch eine Jungfrau.

Die Sache kommt ins Laufen.

Du musst den Läusl die nächste Zeit ablenken. Ich möchte, dass der Xrafa die

Maria entjungfert. Warum nicht der Läusl?

Wir müssen verhindern, dass aus den beiden ein richtiges Liebespaar wird.

Sonst bleibt für uns kein Spaß übrig.

Schaut euch an, das schmucke Jungtier.

So was hat mein Jagdhaus schon lange nicht mehr gesehen.

Na komm schon, keine Angst. Gibst du noch was zum Trinken?

Hast recht, ich glaube, wir sind alle durstig geworden.

Kann ich mich verlassen, dass du auch bereit bist?

Nein, der Jungfrau kommt aber von selbst.

Maria, ich möchte gerne ein Geschicklichkeitsspiel mit dir machen.

Und wie geht es? Komm nach nebenan.

Und du kommst mit mir, ich zeig dir was Neues.

Pass auf, stell dich ganz dicht zu mir.

Noch dichter.

So. Und jetzt musst du einmal runtergleiten und die Nuss darf nicht

rausfallen. Ich glaube, das ist schwer.

Ja, nicht fallen lassen.

Oh, die Nuss ist weg.

Wir müssen eben mehr üben.

Aber jetzt machen wir erst einmal was anderes mit dir. Ich habe dir ja

versprochen, dass ich ganz was Besonderes mit dir vorhabe.

Ach, Josefine, du hast immer so nette Einfälle.

Ja.

Diesen Einfall wirst du bestimmt so schnell nicht vergessen.

Ja, was wird denn das?

Komisch.

Da unten gibt es das. Der Xaver meint, ich habe die Nuss da versteckt.

Wie fühlst du dich jetzt, Schatz?

Ist ja gut.

Ja, steck die Daumen rein.

Ich setz mich jetzt drauf.

Ist's recht?

Oh, freilich, Usch.

Ich bin so weit.

Fick dich, Fingau!

Dazwischen hast du noch bestimmt nicht eine Gespräche.

dass ich ganz auf die Maria vergesse.

Läusel, komm, hinter mich!

Das war wieder eine leckere Mahlzeit, stimmt's? Du löst einen Bock.

Das sei nicht neidisch.

Es gibt Sachen, da bist du einfach nicht zu schlafen.

Schnaufhäuser gibt es nicht.

Schnaufhäuser gibt es nicht.

Schnaufhäuser gibt es nicht.

Schnaufhäuser gibt es nicht.

Peter, ich weiß gar nicht, warum wir uns die ganze Zeit hier unten treiben.

Hast recht, Xaver.

Wie ich mich erinnere, hast du ein riesiges Bett in deinem Schlauchzimmer.

Kommt, da buddert es sich doch viel bequemer.

Maria. Josefin.

Kannst du nicht schlafen?

Was machst du denn hier draußen?

Ich muss an alles denken, was ich heute erlebt habe. Es war himmlisch. Das

verdanke ich nur dir.

Dankeschön.

Wir scheinen ein richtiges Feuer in dir geweckt zu haben. Du bist beinahe

unersättlich. Ich glaube, es gibt kein Gefühl, das schöner ist.

Schade, dass du nicht wohnen kannst bei uns. Da würdest du auf deine Kosten

kommen.

Ich will nicht mehr heim. Ich kann es nicht mehr aushalten beim Vater.

Ich könnte es gut brauchen.

Ein heißes Loch wie dir.

Hast du es ja? Hast du es? Ich darf es.

Wir versuchen es einmal.

Mal sehen, was draus wird.

Ja,

schieß schon ab. Lass es dir gut kommen.

So was Schönes, du sagst mir...

Zum Mittagessen hätte es aber zu sein können, die Maria.

Frau, ich habe so eine Ahnung.

Wir sind einem Komplot auf der Spur, wo der Läusl da auch nicht zur Arbeit

gekommen ist.

Vielleicht hat die Gräfin den Läusl gar mit der Maria zusammenbringen wollen.

Du, da kannst du sogar recht haben.

Da schlägt es aber 13.

Und Gräfin.

Wer weiß, ob das überhaupt eine echte Gräfin ist.

Oh Gott, vielleicht ist unser Engelchen einer Dirne auf den Leim gegangen.

Ja, krutze Birken. Da werde ich da einleuchten in das Rotzennest. Ich habe

die Adresse vom Läuser seiner Wohnung.

Muss das halt so einen Saustall machen?

Da, Mutzenbacher.

Hüttlgasse 23.

Na, wart's nur.

Hier hast's.

Neuburger in der Josefs und Schindler in der Mondseegassen.

Sind beides gute Tischlermeister.

Sagst einen schönen Gruß von mir, einer wird dich schon nehmen als Lehrbub. Und

hoffentlich, Josefie.

Na, schaust du mal nach, wie viele Schwänze es noch verträgt.

Wie fühlst du dich? Hast du dich schon eingewöhnt bei uns?

Mir könnte es nicht besser gehen.

Bin nur gespannt, was der Vater unternehmen wird.

Warten wir es ab.

Du, meine Kunden werden gleich da sein.

Willst du wirklich die beiden übernehmen?

Freilich. Mit zwei Männern, das ist gewiss interessant.

Ich muss dir was gestehen, ich weiß nicht, was du mit mir gemacht hast.

Ich bin da und geil.

Das ist schön.

Da wird sicher nichts schief gehen mit die beiden Freier.

Ich möchte sofort die Gräfin Schwarzenberg sprechen. Die gibt es

nicht bei uns.

Das habe ich mir gedacht, dann führen Sie mich zur Frau Mutzenbacher.

Sind Sie denn angemeldet? Soll ich mich etwa noch anmelden, wenn ich meine

Tochter suche?

Ah,

da zeigt sich das schlechte Gewissen.

Bleiben Sie stehen!

Ich hab gesagt, sie soll... Aus dem

Weg!

Ja,

wo ist sie?

Kind!

Ich traue meinen Augen nicht.

Was habt ihr mit meinem Kind gemacht?

Schrei nicht so, Vater.

Sonst fallen die Herren die Nudeln zusammen.

Was gebrauchst du für Worte? Ich erschlage dich, du missratenes Luder.

Nein, nein, nein.

Ich werde euch alle ahnen.

Ihr habt meine Tochter entführt.

Du hast nicht recht, Vater. Ich bleibe freiwillig bei der Josefin.

In Erdhauptshaus geschändet und vergewaltigt.

Gehen Sie heim und beruhigen Sie sich. Dann reden wir miteinander.

Ich denke nicht daran.

Ins Gefängnis werde ich euch bringen.

Ich habe gesehen, die Maria, wie ein Scheibenwurst zwischen einer Sehne.

Was redest du denn für einen Schmarrn?

Unter dem Mannsbild, ober dem Mannsbild, die Maria dazwischen, wie ein

Scheibenwurst, die man zwischen zwei Höfen einer Sehne gelegt hat.

Ah, jetzt verstehe ich.

Die Stellung kenne ich.

Ist gar nicht übel. Macht richtig Spaß.

Was, die kennst du? So eine Schweinerei.

Mir wird nicht gut. Du reg dich nicht auf.

Das war lange bevor ich dich geheiratet habe.

Aber dann hat das Mauerl das von dir geerbt.

Na, Tätung gehei, du Bagage. Du hast keine Luft mehr gekriegt. Ich schreibe

an die Polizei.

Polizeikommissariat der Stadt Wien. Arme Maria, jetzt wird's ernst.

Nidiges Fräulein.

Was wächst mir denn?

Wir sind heute Nacht wieder so spät zum Schlafen gekommen, also... Jetzt ist er

perfekt, der Palawatsch.

Eigerl, Polizei.

Schatz, das geht auch dir an.

Sie werden beschuldigt, Maria, die 16-jährige Tochter des Tischlermeisters

Währinger, entführt und mehrmals ihrer Unschuld beraubt zu haben.

Das habe ich auch nicht gewusst, dass man seine Unschuld gleich mehrmals

verlieren kann.

Loisel, dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wir haben ein Problem.

Ja, ich muss brunzen.

Nächsten Mittwoch müssen Sie zum Verhör. Ja, Herzl, was machen wir? Ich mache

alles, wenn ich nur bei dir bleiben darf. Also zum Verhör muss ich hin, da

hilft nichts.

Und da bringe ich dem Kommissar ein Attest mit, dass du immer noch eine

Jungfrau bist.

Was? Nach den vielen Rameleien?

Vorne und hinten?

Deppl, hinten kann man es eh nicht kontrollieren.

Und um vorne wird sich der Dr.

Hoffbauer kümmern. Der vögelt dich kräftig durch.

Und nachher gibt er uns eine Bestätigung, dass du genauso unschuldig

bist wie ein Osterlamm. Einverstanden?

Wunderbar.

Ah, da bist du ja. Servus, Christel. Hier bringe ich euch die Jungfrau.

Grüß Gott. Hab schon gehört, dass du herzlich bist. Die Mannsbilder schwärmen

richtig von dir.

Geh mal rein.

Der Doktor kann es bestimmt kaum erwarten, das Prüfen der Unschuld.

Josephine, ich freue mich, dass du auch mal in meinem Lokal bist, nicht immer

nur in deinem.

Und das ist das Sorgenkind.

Maria Weringer.

Brauchst keine Angst nicht haben. So etwas erledigt der Doktor Hofbauer mit

einem Lächeln. Mit einem Lächeln wird sie nicht zufrieden sein, die Maria.

Hab schon gehört.

Du bist eine ganz wilde.

Komm, zieh dich aus.

Komm, ich helfe dir.

Sag. Wie viele Männer hast du denn schon drin gehabt in deiner jungfräulichen

Maus? Tausend? Tausend? Fürs Neurisch? In sieben Tagen? Das schaffe ja nicht

einmal ich.

Dreißig. Dreißig vielleicht.

Na, das ist auch schon sehr ordentlich.

Ja, sie ist sehr brav, die Maria. Deswegen will ich sie auch unbedingt

behalten. Jetzt pack aus. Wie ist die Situation?

Ich habe es mir so gedacht.

Das Erste ist, dass wir die Anzeige der Eltern, dass ich der Maria die Unschuld

habe nehmen lassen, als Lüge hinstellen.

Dazu brauche ich dein Attest.

Da.

Das nenne ich eine flotte Bedienung.

Mit so einem lieben Gesicht, da kann man doch bloß unschuldig sein.

Dankeschön. Setz dich noch einen Moment da.

Und dann drehe ich den Spieß um und zeige den Währinger an.

Verleumdung, Rufmord, Hausfriedensbruch. Und eventuell helfe ich beim Kommissär

ein bisschen nach.

Das kann teuer werden für den Papa.

Der fällt auf den Arsch. Aber wenn er einverstanden ist, dass die Maria den

Läusl heiratet, dann ziehen wir die Anzeige zurück.

Was? Das Knusperi soll eine treue Ehefrau werden?

Nein, so arg treu meine ich das nicht.

Nur, wenn wir nicht heiraten, gibt mir der Vater nicht frei. Ich mag doch die

vielen Männer.

Das geht gut.

Spürst du, wie er wächst?

Ich glaube, du musst anfangen mit der Untersuchung.

Schwester Christel, steh nicht so tatenlos herum.

Bin zur Freude, Herr Doktor.

Du darfst auch gerne ins hintere Loch, Doktorchen.

Ist das wirklich wahr? Ja, aber es geht leichter, wenn ich mich auf den Bauch

lege.

Schaut das also aus, das unmoralische Fräulein Mutzenbacher?

Ja, so schaut's aus.

Und das ist wohl die geschändete Unschuld? Ich wurde schon mehrmals

geschändet, aber ich bin nicht die Unschuld, die Sie meinen, Herr

Kommissär.

Eine Freundin von mir.

Ich habe sie mitgebracht, weil ich mich immer so fürchte vor der strengen

Polizei.

Dazu haben Sie auch allen Grund.

Der Tischler Weringer hat Sie als gemeingefährliches Monster beschrieben.

Er sagt, Sie hätten seine Tochter fortgesetzt entjungfern lassen.

Daran können Sie schon die Hirnrissigkeit von diesem Herrn

erkennen.

Fortgesetzt entjungfern. Wie soll denn das möglich sein?

Ich bin jedenfalls nur einmal entjungfert worden.

Ja, und zwar von meinem Bruder.

Interessant. Erzählen Sie das bitte in allen Einzelheiten.

Hüttlinger!

Herr Kommissär?

Nehmen Sie zu Protokoll, was das Fräulein über Ihre Entjungferung

erzählt. Oh ja, gern.

Also?

Es hat nur leider nichts mit unserem Fall zu tun. Da haben Sie recht. Schade.

Aber das hier betrifft unsere Sache.

Dr. Peter Hofbauer, ich bestätige hiermit die völlig unversehrte

Jungfreundlichkeit des ehrenwerten Fräulein Maria Weringer. Das kommt zu

den Aktenhöflinger.

Das ist erstaunlich.

Denn wie der Vater schreibt, fand ich meine Tochter im Bett umringt von lauter

nackten Männern. Schon wieder gelogen. Denn es waren nur zwei.

Und die Maria lag genau dazwischen.

Nun, nun, ein besorgter Vater könnte da schon auf schlimme Gedanken kommen. Denn

was taten die Männer mit der Maria?

Ich hab sie extra zur Maria gelegt, um ihre Unschuld zu schützen.

Und zwar an beiden Seiten.

Was heißt das, an beiden Seiten?

Na, die Fuß und den Arsch, Herr Kommissär.

Wenn die Food und der Arsch von zwei Männern zugedeckt werden, dann

kann da keiner kommen und die Kleine vergewaltigen.

Höchlinger, wohin gucken Sie?

Ich sehe, unsere Anschuldigung haben Sie nichts aufgelöst. Sie sind nicht so

leicht festzunageln.

Ja. uns einmal so richtig fest zu nageln. Darüber würden wir schon mit uns

reden lassen.

Das heißt, eventuell.

Wenn Sie uns nämlich den Spieß umdrehen lassen.

Wir zeigen jetzt den Währinger an. Wegen Verleumdung, Hausfriedensbruch,

Sachbeschädigung. Und Sie drohen dem Hundling ein Mordsgeldstrafen an.

Es sei denn, er ist bereit, seine Tochter mit dem Läussel zu verheiraten.

Das ist viel, was Sie da von mir verlangen.

Nicht so viel, als wir zu bieten haben.

Höflinger, verschließen Sie beide Türen. Jawohl.

Und nun, Höflinger, schwör uns, dass Sie das Geheimnis von diesem Verhör mit ins

Grab nehmen.

Schwör's auf meine Titi.

Was ist nun?

Nimmst du unsere Anzeige entgegen, wie ich es gesagt habe?

Ja, ich verspreche es.

Dann pack es aus, dein Rudel.

Ja.

Also, Herr Kommissär, wenn es alles so klappt, wie ich es hoffe, dann darfst du

bei der Hochzeitsfeier die Braut entjumpfen.

Was?

Ja, liebe Freunde von meinem Künstlerparadies, jetzt wisst ihr die

ganze Vorgeschichte dieser sensationellen Hochzeit. An den

glücklichen Gesichtern der Brauteltern könnt ihr erkennen, wie sehr sie sich

über dieses harmonische Ende freuen.

Hat doch das Töchterl Maria in ihrem geliebten Läusel den Mann fürs Leben

gefunden.

Wird es einem nicht wirklich warm ums Herz, wenn man das junge Glück so vor

sich sitzen sieht?

Und manch einer von uns wird bei diesem Anblick gewiss an die Zeit erinnert

werden, als er seine erste Liebe erlebte. Was hast denn?

Mir schlägt doch einer da unten.

Aber seid nicht neidig, Freunde. Ja, ich hätte mir das nicht Zeit gehabt bis

später. Nein, das geht nicht anders. Die hat noch eine Nachtschicht in der

Fabrik. Gewiss, die Maria ist noch ein sehr junges Madl.

Und deshalb werden wir alle, die wir hier versammelt sind, auch wenn die

Brauteltern nicht dran glauben, darüber wachen, dass die schöne Braut mit ihrem

neuen Leben immer zufrieden ist.

Wir wissen, was so eine temperamentvolle Braut nötig hat und werden keine Mühe

scheuen, ihr immer das zu geben, was sie zu ihrem Glücklichsein braucht.

Ruf! Was ist denn jetzt?

Er hat mich bissen. Aber, liebes Brautpaar, ich möchte jetzt zu Ende

kommen mit meiner Ansprache. Was sappelst du ständig auf deinem Stuhl

herum? Das ist die Vorfahrt auf die Hochzeitsnacht.

Du bist und bleibst ein Ferkel. Auf die Hochzeitsnacht freuen wir sich nicht.

Die lassen wir über sich ergehen.

Vorsichtig!

Aber bevor wir endlich zum heiteren Teil des Festes übergehen... Vorsichtig muss

der Läusel natürlich sein, damit er dich nicht wehtut beim ersten Mal.

...dass die Maria bei uns in allerbesten Händen ist, die sie so schnell nicht

loslassen werden.

Ja gut, wir kümmern uns um die Maria.

Und darauf wollen wir jetzt unsere Gläser leeren. Prost!

Kind,

was ist los?

Ich bin abgerutscht.

Prost!

So guter Nacki!

Was haben Sie gesagt?

Prosit habe ich gesagt. Und das Brautpaar soll leben. Prosit!

So, länger will ich mir nicht mehr sterben bei dieser Hochzeit.

Komm, Frau.

So, nachdem die Alten glücklich vergrault sind, darf jeder die Braut

küssen. Und zwar hier.

Auf geht's, Herrschaften, auf geht's. Seid nicht fad.

Amüsiert euch.

Amüsiert euch schließlich auf einer Hochzeit und nicht auf einer Beerdigung.

Na, was ist?

Und der Bräutigam, den will wohl keiner küssen.

Appetitlich.

Bedienen Sie sich, Herr Ingenieur, aber sanft, damit ich mir nicht verschluck.

Werf mich bemühen.

Ist so recht, Fräulein?

Ein bisschen mehr Feuer darf schon sein, Herr Ingenieur.

Sonst denke ich, ich würde im Alter sein.

Ja, Viola.

Mir scheint, die habe ich ja noch nie gepimpert.

Das ist dein Pech.

Bei mir gibt es sogar zwei Möglichkeiten.

Da und da.

Da tut es einem richtig weh, dass er mal nur einen Schweif hat.

Trotzdem, du solltest dir ausnutzen die Gelegenheit.

Warte, ich helfe dir. Du musst den Herrn recht bequem machen.

So, jetzt dürft ihr keine Schwierigkeiten mehr haben.

Fühlt ihr euch alle wohl?

Fällinger, du siehst aus, als wärst du gerade im siebten Himmel.

So heiß, wie es da drin ist, bin ich eh in der Hölle gelandet.

Josefin, magst du mein Mannsbild nicht abnehmen, ja? Du solltest stolz sein. Du

bist ja mehr gefragt als unsere Braut.

Aber dreh dich lieber zu mir, Karli, bevor es uns noch kaputt geht, die

Dolores.

Darf ich die Wirtin ablösen?

Du musst dich doch auch um die anderen Gäste kümmern.

Danke dir, Uschi. Ich weiß, du kannst nicht lange aushalten ohne eine Nudel.

Ich nehme mir den Bräutigam vor.

Komm, Läusel, du feierst deine Hochzeit mit mir. Wir gehen da aufs Bett, da bist

du nicht so weit weg von deiner Braut.

Wenn Hochzeiten so sind... Dann kriegt man richtig Lust zum Heiraten.

Bleib jetzt im Arsch. Das schieße ich am schönsten ab.

Bei Josephine sagt der Braut, dass ich ein Recht habe, mir ihre Unschuld zu

nehmen.

Stimmt, ich habe es ihm versprochen. Wer ist denn das?

Der Polizeikommissär, der hat uns sehr geholfen. Dann soll er meine Unschuld

haben. Nein, nein, nein, ich finde es nicht. Und wer buddelt dich jetzt?

Ah, der Schweif, der kommt mir bekannt vor.

Mit dem hat doch der Vater so einen Ärger gehabt.

Josefine, ich habe den Neusel schon als Dank heiraten müssen.

Als Dank? Für was?

Dafür, dass ich Dichterin kennengelernt habe.

Süß. Küss mich.

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