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Wien, der Stolz der österreichischen Monarchie um die Jahrhundertwende.
Wien, die Stadt des Walzers und der Lebensfreude. Aber dasselbe Wien ist
auch das Jagdrevier der Josefine Mutzenbacher.
Jahre sind vergangen, seitdem sie mit Charme, Verstand und Liebesbereitschaft
ihre armselige Herkunft hinter sich ließ.
Unermüdlich war sie bemüht, den meist wohlhabenden Männern das Leben zu
versüßen, mal für eine Nacht, mal für einige Wochen.
Und ein besonders spendabler Freund hatte ihr diese hübsche Bleibe
eingerichtet. In diesem Liebesnest flattert sie nun mehr aus als angezogen,
weiter von einem zum anderen und im Augenblick, wo unsere Geschichte
beginnt, finden wir sie in den Armen des angesehenen Bierbrauers Xaver Lechner.
Ach ja, Serfina, wir boden nun.
Jeden Tag.
Über zwei Monate.
Und immer habe ich noch nicht genug von dir.
Jetzt sollst du nicht so anstrengen, Xaverl. Du wirst doch am Abend gut
beisammen sein, wenn wir uns mit deinen Spätzln beim heurigen Treffen... Hast
doch gesagt, da müssten wir auf alles Mögliche gefasst sein.
Ach, wenn schon.
Bis am Montag habe ich mich längst wieder erholt.
Ja, wenn du meinst, dass du es vertragst, dann will ich es dir schön
machen. Ja.
Leg dich auf den Rücken. Ja.
Oh, ja, wieder.
So ist es, herrlich.
Du hast tatsächlich eine Pracht, Wurzel.
Was?
Wer ist denn das? Erwartest du noch einen Besuch?
Nicht, dass ich wüsste.
Du hast doch hoffentlich abgeschlossen.
Das nicht.
Aber man geht doch nicht einfach so rein in eine fremde Wohnung.
Du,
ich bin gleich soweit.
Ja, rasch. Rasch jetzt.
Sag, Ramin, das ist aber ein hartnäckiger Vogel. Ja.
Wieso denn ja?
Moment, mein ich.
Grüß dich, Josefin.
Maren Josef, die Froni.
Meine Cousine.
Verstehst? Was?
Dieser Fetzen ist verwandt mit dir? Die ländliche Unschuld?
Na ja, ihre Eltern wohnen im Burgenland und ich habe die Froni nach Wien
eingeladen.
Und dafür danke ich dir auch schön. Ich habe mich ja so gefreut.
Weiter machen kannst du jetzt nicht. Das ist ja wohl ein.
Aber auf diese Weile sparst du deine Kraft für heute Abend.
Ich gehe mich waschen.
Nimm deine Kleider gleich mit.
Der hat aber einen mächtigen.
Kennst du denn schon so viele, dass du das vergleichen kannst?
Nur die von unseren beiden Knechten.
Da, schau her.
Hast du es mit denen etwa schon gemacht?
Nur ein paar Mal. Aber dann hat es die Mutter gemerkt und hat mich nicht mehr
aus den Augen gelassen.
Na ja, bei mir brauchst du dich aber nicht zu genieren.
Da bin ich aber froh. Ich habe schon Angst gehabt, dass du genauso streng
bist. Du hast ja gerade gesehen, wie streng ich bin.
Oh ja, das war aufregend.
Du bist ja ein richtiges kleines Pferdchen.
Aber ich freue mich. Wir werden es schön miteinander haben.
Ja, so ist es recht.
Kaum in Wien angekommen, wird die ländliche Unschuld schon von der Cousine
vernascht. Das sind rein verwandtschaftliche Gefühle, verstehst?
Ja, dass ich nicht lache.
Um halbe Achte hole ich dich ab, ja?
Das ist schon festgemacht. Ich möchte nämlich einen Eindruck schinden bei
meinen Freunden mit dir.
Bist schon wieder geil?
Keines Tages gehe ich noch kaputt an dir.
Willst du es ja nicht anders haben.
Also, bis er wachte, ja.
Ist gut, Xaver.
Der ist sehr verliebt in dich.
Ach, was.
Ein geiler Bock ist er.
Aber es macht viel Spaß mit ihm.
Ich kann die Männer verstehen, dass sie so wild sind.
Du siehst wunderschön aus.
Danke, Kleine.
Während ich weg bin, packst du deine Sachen aus und richtest dich gemütlich
ein. Du sollst dich hier wohlfühlen.
Ja? Und wo soll ich schlafen?
Möchtest du mit mir zusammen schlafen?
Oh ja.
Du machst mich ganz schön heiß.
Aber ich muss mich ja beeilen.
Erzählst du mir alles, wie es war?
Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel wird für deine unschuldigen Ohren.
Und dann komme ich nicht einmal mehr in mein Bett zur Ruhe.
Ich glaube, ich werde es tun.
Also, Riesl, das war wie drin. Das geht nochmals. Und jetzt kannst du abrennen
lassen. Ja, wir brauchen mehr Platz auf dem Tisch.
Komm her, Betty.
Ihr könnt vier meiner besten Stammgäste kennenlernen. Sie ist meine
Nichte. Sie hilft mir am Wochenende ein bisschen aus. Sie kommt aus der
Klosterschule. Die kommt gerade recht.
Wäre eine tüchtige Aushilfe brauchen können.
Schamst du nicht, Warmbacher.
Und außerdem glaubt ihr vielleicht, dass die Sissi und ich mit euch vier Halotris
nicht fertig werden.
Wenn ich auch gern zugebe, dass ihr beide aufregend das gestellt habt.
So ist es doch am schönsten, wenn jeder Stopps zu seinem eigenen Respekt kommt.
Vorsicht, Lechner, du verkraust uns diesen Handel.
Ich bin nicht so leicht zu verkrauen wie die Herren meinen.
Ihr seht's, mein schlechtes Beispiel hat schon abgefärbt.
Du magst mit deiner Nichte nicht gleich da bleiben. Das geht erst, wenn es
Sperrstund ist.
Aber bis dahin wünsche ich viel Spaß.
Komm, Betty.
Recht hat's die Riesl. Lasst uns darauf trinken, dass wir viel Spaß miteinander
haben.
An was für eine Art Spaß haben die Herren dabei gedacht?
Wie wär's, wenn die Damen dabei auf Schwammerlsuche gingen?
Siehste, was hab ich doch an dem Vorschlag?
Muss sich schon lohnen, so eine Schwammerlsuche. Auf Pfifferlinge bin
ich nicht scharf.
So, was magst du mir anzubieten, Lechner?
Du scheinst nicht zu wissen, dass Pilze viel Feuchtigkeit brauchen.
Du schießt das Kratzer in die Höhe.
Was du nicht sagst.
Und wie kommst du denn da unten zurecht, ha?
Oh, Josefin.
Bleib rein, den haut am guten Zug.
Hörst? Möchtest du dich auch mal um mein Füßchen kümmern?
Mal schauen, ob ich noch Platz habe neben der Sissi.
Ruck ein bisschen, Schatz.
Das ist eine Pilzmahlzeit, wie man sich das schöner nicht vorstellen kann.
Prost. Ich bin gespannt, welches Schwein mal zuerst den Saft abgibt.
Na,
habt ihr noch genug Wein, meine Herren?
Na nun, wo sind denn eure Damen?
Ah, ich verstehe.
Das ist oft wieder typisch. Die Frauen müssen arbeiten und die Männer brauchen
nur ein bisschen zu stöhnen.
Wir arbeiten dafür nachher, wenn es Mehrstund ist. Wir müssen es noch
erleben.
Jetzt.
Verputzt ihn nicht, Lechner. Sonst fallen den Herren die Nudeln zusammen.
Nein, die meine bestimmt nicht.
Wenn ihr jetzt schon alle Kraft verspritzt, nachher brauchen die Wette
und ich ja gar nicht mehr kommen.
Da macht er keine Sorgen. Bleibt immer nur genug übrig.
Dann schau lieber das beim Feierabend los.
Nun, verehrte Spätzchen, Sperrstundis, steht noch irgendwas zu dienst?
Ja, und ob was steht.
So schauen sie aus, unsere Stammtischbrüder, wenn sich die Stimmung
dem Siedepunkt nähert. Darfst du da wirklich mitmachen?
Sterben wär's schon nicht dran, wie du's magst.
Und wer darf die schmucke Jungtür verputzen?
Da alle vier so stattliche Kader sind, nehme ich den, der als erster meine Maus
bürgt.
Na, so geht's mit. Stellt euch dort neben der Tür auf. Nebeneinander.
So.
Los geht's, los geht's. Los geht's.
Schatz, das Weiterkommensfreunde stört mich das junge Glück. Ja, dann halt dich
halt bei der Tante um die Hand an. Wart's noch, bis die Schrammeln da sind.
Mit Musik ist die Garde noch viel größer.
Da sind's schon.
Guten Abend allerseits. Grüß die Hand.
Feinburschen, stellt euch auf und spielt was Spritziges.
Nicht zu schnell und nicht zu langsam.
Ich seh's, Frau Wirtin, es wäre ja nicht das erste Mal.
So recht mit Gefühl.
Verstanden?
Meinst du, die Paare begeben sich in Position?
Jetzt brauchen wir es wieder.
Auch jetzt freundlich.
Und dass wir immer schön im Takt der Musik stoßen.
Eins, zwei...
Jesus, na, ihr könnt's ja nicht einmal im Weizertag pudern. Na, dann mach mal
einen Marsch.
Ich bin fesch, wie du mitmachst.
Brauchst es aber nicht gleich zu erzählen, am Montag in der Schule.
Bestimmt nicht, sonst melden sich die anderen Mädchen auch noch zur
Auszählung.
Komm, jetzt!
Wir nicht, Gattis, war der Schuss. Kommst noch, Josef, ins Guss.
Das macht
dich gut.
Du meinst die Klosterschülerin?
Oh mei, so viel kommt nicht mehr bei unserem Gärtner in der Klosterschule.
Der Warmbacher ist wieder einmal der König, gell?
So, liebe Stammtischpätzl, da hat euch die Riesl wieder ein saftiges
Herngulasch serviert, was?
Grüß dich, Josefin.
Hätt's mir fast denken können, dass du noch nicht schlafst.
Viel zu neugierig auf das, was ich zu erzählen hab.
Stimmt's? War's denn schön?
Sehr lustig war's. Für eine, die einen kräftigen Stoß vertragt.
Das Kreuz tut mir ein bisschen weh.
Vom auf dem Tisch liegen.
Was tust denn da, Herzl?
Da, schau her.
Darauf versteht man sich also auch auf dem Land.
Ich schäme mich.
Das brauchst du nicht.
Wenn man so ausschaut.
Weißt du, ich hab mir, als du weg warst, alles vorgestellt, was ihr macht.
Da konnte ich's nicht anders als an dir rumspielen.
Ist viel schöner.
Ganz geschwollen ist das Fotsel vom vielen Fummeln.
Wollen wir es uns gegenseitig machen?
Das habe ich noch nie.
Vorher können wir sowieso nicht einschlafen.
Stimmt's?
Leg dich schräger hin.
Grüß dich, Vroni.
Hat jemand nach mir gefragt in der Zwischenzeit?
Der Herr Lechner vielleicht?
Nein, aber Blumen sind abgegeben worden.
Schau an, vom Biernäcker.
Wann wird der entzückende Abend sich wiederholen?
Den musst du damals am heurigen Abend richtig eingehetzt haben.
Und du? Ich hoffe, du hast deinem Diener auch eine kleine Freude gemacht.
Was für eine Freude meinst du?
Da kannst du es nicht erraten. Besonders mit den Dienern von den reichen Herren
muss man sich gut stellen.
Na nun?
Vielleicht ist es der Lechner. Warte, ich gehe selber öffnen.
Ich hätte ein Telegramm für das Fräulein Mutzenbacher.
Das bin ich. Kommen Sie doch rein.
Ja, gern.
So spät müssen Sie noch arbeiten.
Da werden Sie doch nichts einzuwenden haben gegen ein kleines Entgelt. Das
Fräulein ist sehr freundlich zu mir.
Es war ein Telegramm, Froni. Nehmen Sie doch Platz.
Ich finde, der Brot hat der Zukunft verdient.
Jetzt wirst du gleich merken, was ich meine.
Setz dich aufs Sofa.
Bitte schön.
Prost, lieber. Dankeschön, Fräulein.
Und wenn Sie noch ein bisschen Zeit haben, macht Ihnen meine Cousine eine
besondere Freude.
Gehen wir rüber zur Ehe?
Ja.
Greif zu, mit Gefühl, bitte schön. Fix ihm schön einen ab.
Du musst die Vorhaut ganz weit zurückziehen. Schau.
So.
Und jetzt mit dem Mund. Wenn du es lernst, die Schwänze ordentlich zu
saugen, kannst du dir die Männer untertan machen.
Danke, Josefin. Wenn ich Diener täte, wird immer die Dumme ganz vom Land
bleiben.
Saugen, richtig saugen. Und dass der Schwanz dann einmal spritzt, das weißt
du hoffentlich.
Schau an, bald hast du ihn soweit.
Spritzen lässt du ihn mit der Zungenspitze. Streck die Zunge raus.
Ja, mein Freund.
Weiter.
Dranbleiben.
Oh, Fräulein, ich danke auch schön. Es war herrlich.
Du hast noch gar nicht geschaut, was im Telegramm drinsteht. Hast recht, aber
das hier war viel spannender.
Muss unerwartet ein paar Tage verreisen, Stopp. Vergiss mich nicht, dein Xaver.
Ein paar Tage allein?
Da können wir doch was anstellen.
Ich weiß auch schon was, du neugieriges kleine Schweinchen. Ich werde dir
zeigen, wo man die vornehmen Kabaliere auftut.
Das ist also das Kaffeehaus Oberlechner.
Hier verkehren allerlei reiche Freier.
Und das ist der Kellner Franz, mit dem musst du gut stehen.
Setz dich dorthin.
Grüß dich, Josefin.
Servus.
Hast du jetzt wieder mal Zeit für einen schlampelnden Seitensprung?
Diesmal bin ich nicht meinetwegen da, sondern wegen meiner Cousine, der Vroni.
Sie ist neu in Wien und möchte auch gerne in die feine Gesellschaft
hineinschnuppern. Scheint mir ein sauberes Mädel zu sein. Ich werde mich
gleich um sie kümmern. Aber vorher muss ich der da die Meinung gehalten.
Sie rühren jetzt schon seit einer Stunde in dem Café rum.
Ja und?
Ist das verboten?
Herr und Frau, wir sind ein Kaffeehaus und keine Wärmehalle.
Was soll das?
Wem verdanken wir eigentlich Ihre Anwesenheit?
Eine Freundin hat mir gesagt, dass man hier... Männer abkochen kann. Aber nur,
wenn man den Franz die Sache empfehlen lässt. Der ist auf alle Fälle mit von
der Party.
Kapiert, Herzl. Sie sind ein unsympathischer Flegel. Na, Mausl, wirst
schon runtersteigen von deinem Hurenroß. Wirst schon sehen.
Ah, grüß Gott, Herr Hofrat.
Hier, die Froli, die haben wir ganz frisch hereingeregt. Die ist bestimmt
das Richtige für den Herrn Hofrat.
Tüchtig, Franz.
Auf sie kann man sich verlassen.
Dankeschön. Darf ich bitten, Fräulein?
Und wenn's vorbei ist, kommst du wieder heim, ja? Gut, Josefin.
Danke,
Herr Franzl. Gern geschehen. Baba.
Noch ein Bier, der Herr.
Die hätten mir auch gefallen.
Du, da ist ein neues Gesicht.
Ja, sieht aus, als könnte man Spaß mit dir haben.
Ja, meine Herren.
Bei der links richtig.
Die ist sozusagen ein Spitzenwein.
Als dann, wenn es dem Fräulein gefällig ist. Und wo?
In einem Hotel gleich drüber.
Für den Kaffee.
Aber Herzl, das wäre doch nicht notwendig gewesen.
Viel Vergnügen wünsche ich.
Verzeihung, Herr von Stürmer. Christian. Danke, Franz, danke. Und Herzl, vergiss
nicht aufs Wiederkommen.
Na, warte, du Luder.
Ich glaube, das Zimmer kann ich Ihnen geben, ja.
Ah, schon offen.
Oh.
Was stören Sie denn?
Es scheint noch besetzt zu sein.
Und ich brauche noch eine Schüssel mit Schlagobers, aber rasch. Ja, ja.
Hören Sie, wir möchten aber nicht, dass da bei uns einer reinplatzt. Verstanden?
Man kann nicht immer wissen, in welchem Zimmer die Herrschaften schon fertig
sind und wo sie nicht fertig sind.
Du hast doch gesagt, dass dir vom Schlecken die Nuden steif wird.
Ja, dass dir sogar einer abgeht. Ich merke aber nichts davon.
Der Schlagobers reicht nicht.
Du wirst eher Spam, als dass dir der Saft rausspritzt.
Halt dein Vorlaute, Goschen.
Was versteht so ein unerfahrenes Ding davon?
Ich bin ein Feinschmecker der Liebe, merk dir das.
Vielleicht hilft's, wenn du mir auch was zum Schlecken gibst. Aber tauch deinen
Zipfel vorher ein.
Los, du scharfe Sau, stoß dir jetzt die Finger in die Fotze.
Ich hab's gleich gewusst, die versteht sein, um den Schwanz zum Glühen zu
bringen. Zum Spritzen meinst du wohl?
Wem wird's denn zuerst kommen?
Das hat keine Eile.
Lutsch uns jetzt erst, ja?
Komm, mein Püppchen.
So war's recht. Und jetzt setzt sich drauf los auf mich.
Und was hat der Freund vor?
Ich sag's euch gleich, in mein Arschloch kommt keiner rein.
Ach was, nichts Arschloch.
Wir haben da andere Methode.
So, nun lass den Pimmel mal raus. Ich möchte ihn doch auch mal begrüßen.
Der gewünschte Schlag übers Knie, Herr.
Na endlich.
Ob das nun gerade gesund
ist? Ich verbiete mir Ihren Kommentar.
So, Freund, jetzt lass mich mal wieder rein, weißt du?
Wir bringen das so zu Ende, wie wir es gewöhnt sind.
Feinbattel, und jetzt kommt die zweite Ladung.
Jetzt komme ich.
Reiß den Arsch auseinander.
Du hast recht.
Mir kommt's ja schon.
Das war großartig. Ich werde dich nicht so schnell vergessen.
Ich dich auch nicht.
Jedes Mal, wenn ich meinen Schlauchbobus auf dem Kaffee habe, werde ich an dich
denken.
Nun, was ist denn das?
Mein Petschhaft ist weg.
Mein goldenes Petschhaft, das hier am Urkettel gegangen hat.
Ach, vielleicht ist es dir runtergefallen.
Ja, es kann sein.
Nichts, rein gar nichts.
Es ist ärgerlich. Das war ein kostbares Stück.
Was schaut's? Meint ihr etwa, ich hab's genommen?
Wer behauptet denn sowas?
Nein, wir vertrauen dir schon.
Nein, nein, ihr verdächtigt mich.
Und das mag ich ums Verrecken nicht.
Ich hab doch gesagt, dass wir dir vertrauen.
Hier.
Na, hat das werte Fräulein den Herrn alles gezeigt, was Sie sehen wollten?
Was bekommen Sie für die Vermittlung?
Fünf Kronen sind gewiss genug.
Bei zwei Freier zehn.
Lass mal sehen.
Eine Tasche, Herr.
Was ist das?
Das goldene Bidschaft vom Herrn von Stürmer.
Hast du wohl aus Versehen mitgehen lassen?
Ich verstehe das nicht. Wie kommt das in meine Tasche? Vielleicht haben Sie mir
das hineinpraktiziert.
Kinderl, wie kann man nur so dreist lehren?
Beischlaubtippstall nennt man sowas.
Ich habe es noch genommen, ich schwöre es.
Gehen wir zur Polizei.
Mal schauen, wem die mehr glauben.
Einen ehrlichen Körner oder einer Hure. Mein Gott, bitte nicht zur Polizei.
Mein Gott, was mache ich bloß? Ich könnte dem Fräulein vielleicht aus der
Glemme helfen.
Ich könnte das Wertstück dem Herrn von Stürmer zurückgeben und ihm sagen, ich
hätte es auf dem Fußboden gefunden.
Aber da müsste das Fräulein sehr lieb zu dem guten Franz sein und den hochmütigen
Stolz ablegen.
Ich erwarte das Fräulein drüben in der Küche.
Was wollen Sie denn? Ich warte auf den Franz.
Sie sind wohl die, die er sich zurechtfallen will?
Das macht er immer dort auf dem Stuhl.
Sie ist da.
So, also dann wollen wir mal.
Los, zeig dir aus. Was, hier vor der Köchin? Das ist nichts Neues für dich.
Also bereite, ich habe nicht viel Zeit.
Der Konditor lässt bestellen.
Die ist schon da.
Die ist aber fest diesmal.
Mach's halt auseinander, deine Intimitäten.
Na, wird's bald?
Los, ich will was sehen erst.
Los, und jetzt bringen wir den Schwanz hoch.
Und jetzt schieb ihn dir rein, du Fletscherl.
Ja.
Katharina, Bärbel, was sagt ihr zu meiner neuen Attraktion?
Kommt nur her!
Du wirst sehen, der Franz ist gar nicht so übel. Ich kann dir viele reiche
Kavaliere verschaffen.
Vroni, wo bleibst du denn?
Ich bin schon da.
Du hast wirklich alles, um die Männer verrückt zu machen. Dreh dich mal.
Besonders auf deinen Hintern werden die Männer fliegen.
Schau mir mal, wie dir ein Mieder steht.
Es ist mir ja keine Lust mehr. Alles Gewohnheit, aber du hast recht. Am
schönsten ist es wieder, wenn man es ablegen darf.
Magst du dich im Spiegel sehen? Oh ja.
Ich kann mich gar nicht mehr. Das schaust du aus. Es wird noch so weit
kommen, dass man dich mit mir verwechselt.
Ja, das finde ich. Du machst die Lustig über mich.
Bleib da, ich sehe noch.
Josephine!
Genauso habe ich es mir vorgestellt, die Geliebte von meinem Onkel.
Nicht doch! Aber Josephine, ich bin der Ferdel Lechner, der Neffe von deinem
Xaver. Aber Josephine, sei doch nicht so ablehnend zu dem jungen Mann, wo er doch
zur Familie von deinem Freund gehört.
Hat wirklich einen superben Geschmack, der gute Xaver.
Meinst nicht, du könntest mir auch eine Kostprobe geben von dem, womit du den
Alten so scharf gemacht hast?
Sag. Seine Kleinlich, wo es doch in der Familie bleibt.
Na, bitteschön.
Junger Herr, dann wollen wir es angehen.
So ein knuspriges Geschöpf.
Da schwillt mir ja gleich der Liebesknochen.
Fühle mal.
Oh, das ist aber gut.
Sie haben Übung im Ausziehen.
Dankeschön. Der Mäffe fällt nicht weit vom Onkel. Josefina, du hast meine
Stange verhext.
Jetzt werde ich sie dir in deinen Liebesgarten drücken.
Köstlich.
Mein Onkel ist schon ein Glückspilz.
Ich kann mich kaum noch erinnern, dass ich jemals mit seinem Onkel pudert
hätte. Ja, wenn so ein junger Bub zustößt, das ist halt was anderes als
bei so einem alten.
Ich bin doch die Vroni, deine Cousine.
Es ist schrecklich, immer wenn es gevögelt wird, erkennt es die Umwelt
nicht mehr.
Vroni, wenn Sie mir ein Pfützlein hinhalten, könnte ich es zusätzlich
schlecken.
Wäre gar nicht übel.
Xaver, Herr Lechner. Das sind also die Überraschungen, wenn man zufrieden
zurückkommt.
Josefin, ich sollte dich verprügeln.
Aber das ist doch die Josefin.
Schmarrn, das ist doch die Cousine vom Land.
Wolltest du während meiner Abwesenheit meine Geliebte ausprobieren?
Bedauere, du hast die falsche gefügelt.
So eine Scheiße.
Aber das war bestimmt nur ein Zufall. Du bist auch nicht besser als die anderen
Huren.
Ach, aber das mit deiner ganzen Freundin beim heurigen Durchvögeln, dagegen hast
nichts. Richtig, weiß nicht hinter meinen Rücken Geschichte.
Weißt was, du schaust in Zukunft, wie du ohne mich zurechtkommst.
Gespürt dich nicht auf wegen so einer Lappalie.
Du musst nicht traurig sein, Froni. Wirst du sehen, wir sind auf den Xaver
Lechner nicht angewiesen.
Tja, lieber Baron, auf welche meiner Damen wird wohl diesmal ihre Gunst
fallen? Guten Abend, Kinder.
Guten Abend, Peppusch.
Auch einmal wieder da?
Hast du recht, Steffi, es war höchste Zeit.
Oh, da sehe ich ein neues Gesicht.
Charmant, charmant. Na, hören Sie, Herr von Peppusch, die Ilona ist schon seit
zwei Monaten bei uns. Sie dürfen eben nicht immer so lange wegbleiben, Herr
Baron.
Umso mehr freue ich mich über so eine Überraschung.
Also, gehen wir mal an die Seele.
Und die Josefine ist wieder da.
Schmeckerl, herzlich willkommen.
Hast mir arg gefehlt in den letzten Wochen.
Wenn Sie wollen, ich bin wieder frei für Sie.
Ebenso froh, wie meine Cousine.
Die ist ein bisschen schüchtern, ja.
Nimm sie zuerst in den Umlauf mit. Da kann sich die Kleine am schnellsten
akklimatisieren. Ja, Madame.
Ein herziges Puppal.
Na, pass doch auf.
Entschuldigung. Wo sind wir hier?
Das nennt sich der Umlauf.
Warte, gleich wird hier ein Licht aufgehen.
Guck einmal durch.
Schüler Alphons, willst du wohl aufstehen, wenn deine Lehrerin eintritt?
Verzeihung, gestrenges Fräulein. Setzen!
Wohin guckt man denn da?
Das ist das Zimmer, wo die Mädchen die Kunden bedienen. Und der Gang hier, der
geht ringsum.
Eine lustige Erfindung.
Damit macht Madame ein Extra-Geschäft. Die Löcher werden an Männer vermietet,
die sich beim Zuschauen eine runterholen.
Oder einen runterholen lassen.
Ja,
Madame versteht das Geschäft.
Willst du weiter durchgucken?
Freilich, es macht auch immer Spaß, wenn man nicht selber Pudern braucht, sondern
nur zuschauen. Schüler Alfons, ich habe dich zur Nachhilfe hierher bestellt,
weil dein Rechnen so miserabel ist.
Wie viel ist 1 und 1?
1 und 1 ist 3.
Scheißkerl, du hast beim Antworten aufzustehen.
1 und 1 ist 3.
Falsch, du blöd Jan.
Was machst du da in der Hosentasche?
Nichts, gestrenges Fräulein.
Raus mit der Hand!
Ja, ist denn das die Möglichkeit?
Oh, Fräulein.
Da ist ja ein richtiges Loch in der Tasche.
Ja, Fräulein. Und du hast nicht mal deine Unterhose an?
Spielst du etwa im Unterricht mit deinen Eiern, du Ferkel?
Verzeihung, Fräulein. Das ist ja eine unglaubliche Sauerei.
Schüler Alphons?
Du wirst mir jetzt zeigen, was du immer so heimlich treibst. Nein, das können
Sie nicht von mir verlangen.
So? Du weigerst dich, du Hadelung?
Willst du mir jetzt gehorchen?
Ja, gestreng es, Fräulein. Hose runter!
Und nun wickst du mir was vor, du Sau.
Und weh, du spritzt nicht ordentlich was raus.
Dann zerschlag ich dir dein Gehänge mit dem Rohrstock.
Oh, bitte nicht. Setz dich und reib den verkommenen Schwein.
Wick's gefällig schneller.
Ich hab meine Zeit nicht gestohlen.
Das macht's gut, die Adele. Jetzt kannst du wieder durchgucken. Und ich plauder
derweil ein bisschen mit der Madame Yvonne.
Und unser Leben, Böbbeschleim?
Unglaublich, dass die Madame immer wieder so perfekte Knuspermäuschen
herbekommt, ja.
Was starrst du so auf mein Loch?
Möchtest wohl rein, du Hurensohn.
Komm ran mit deiner Stange.
reinzustecken. Ich schlag dir die Schwanzspitze ab. Bitte nicht,
Geschwängesfräulein. Immer schön Abstand halten von deiner Lehrerin, Schüler
Alfons. Oder meinst du wirklich, wir Lehrerinnen lassen uns einfach von so
einer Missgeburt vögeln?
Willst du mir endlich spritzen, Hurenbock?
Spritz mir auf die Fotze!
Wie das gestrenge Fräulein befiehlt.
Was
gibt's denn
im Mann?
Es ist grad Pause.
Ach, schade.
Ich denke, es wird gleich wieder was geschehen. Du bist neue, stimmt's?
Ja, ich bin die Froni.
Herzlich. Bin zum Eingewöhnen da.
Dann gewöhn dich gleich mal an mich, magst? Warum nicht, Herr?
Ich glaube, da tut sich wieder was.
Wer
ist
denn die rassige Person, die da vor dem Bett kniet?
Oh, das ist ja die Josefin, meine Cousine.
Ja, die täte mir gefallen.
Soll ich dem Herrn ein bisschen die Nudel rein?
Du kannst es versuchen, aber es bringt nichts.
Nur wenige Mädchen schaffen es noch, mich steif zu machen.
So, Mädchen, jetzt machen wir etwas ganz Ausgefallenes.
Macht Platz, damit ich mich hinlegen kann.
Herzl, du bist sehr lieb, aber streng dich nicht an. Es ist nicht der Mühe
wert. Das kann ich nicht glauben.
Der Josefin soll dich schlägen.
Josefin, jetzt steigst du drüber.
Und lass dir den Schwanz von deiner Freundin geben.
Mann, sind zwei Löcher!
Direkt zu mir, deine Cousine.
Ich merke, die Nudel wächst.
Ja, das macht mich heiß.
Achtung, Kinder.
Innen wird gespritzt, draußen wird gespritzt. Das hat sich die Madame
Yvonne raffiniert ausgedacht.
Ja, Herzl, und dass du es geschafft hast, das ist phänomenal.
Und daran ist natürlich auch deine Cousine schuld, weil sie mich so geil
angeschaut hat. Ihr müsst mich unbedingt besuchen.
Hier ist meine Adresse.
Grüß Gott, die Damen.
Grüß Gott, der Herr von Grünbaum erwartet uns. Ich weiß.
Ich gehe die Damen melden. Wenn es beliebt, einen Moment Platz zu nehmen.
Danke.
Kinder, ich habe eine Idee.
Wir verlangen kein Geld für den Besuch.
Bist du narrisch? Der Grünbaum ist ein Bankier. Der hat bestimmt Geld wie heul.
Gerade deshalb.
Wir müssen ihn so weit bringen, dass er uns ein Lokal einrichtet. Du hast doch
erzählt, dass dir ein Kaffeehaus angeboten worden ist. Ja, ja, das
Künstlerparadies. Der Besitzer ist gestorben und die Frau möchte es gern
los haben.
Das soll der Grünbaum für uns kaufen, wenn er will, dass wir weiterhin seinen
Schweif betreuen.
Aufgepasst, da kommt er.
Herzlich willkommen, meine Damen in meinem bescheidenen Haus. Ich freue
mich, dass ihr da seid.
Ich bin die Josefine, Herr von Grünbaum.
Weiß doch, weiß doch. Ich erkenne Sie auch, wenn Sie diesmal angezogen sind.
Ich habe auch noch die Steffi mitgebracht.
Drei Madeln auf einmal, das ist bestimmt auch für einen Kavalier wie den Herrn
von Grünbaum was Besonderes.
Das war sehr gescheit, Josefin.
Bitte, Poldi.
Wir trinken erst ein Glas Champagner als Begrüßungsschluck.
Also, meiner Seele, so ein blitzsauberes Kleeblatt lässt einem das Herz doch
gleich höher rupfen. Hoffentlich nicht nur das Herz, Herr von Grünbaum.
Das haben Sie sehr charmant gesagt, Frau Steffi. Darauf wollen wir trinken.
Und wie haben die Damen gedacht, dass wir die Sache angehen?
Wir sind willenlose Werkzeuge in den Händen. Und unter der Zunge.
Das Herr von Grünbaum.
Sagt ruhig Ignaz zu mir oder Igliwi, alle meine Freunde.
Und jetzt zeigt mir, wie er mich am schnellsten scharf macht.
Wir werden uns der Reihe nach vor dir ausziehen.
Und unsere Kleider bis zum Schlafzimmer. Wo ist es denn? Dort oben im ersten
Stock. Also, bis dorthin verstreuen.
Und du hast zu tun, was wir dir anschauen. Verstanden?
Ja, ja, freilich.
Jetzt komm her, Igi, und leck mich.
Ja, ja.
Noch tiefer.
Schlecht mir den ganzen Schlitz aus. Ja, ja.
Genug. Bleib dort hocken und guck der Froni zu.
Du kriegst jetzt zu ihr und saugst ihre Schamlippen.
Jesse, jetzt bist du an der Reihe.
Leg dich übers Geländer.
Los, Iggy, leck ihr den Hintern.
Ich glaube, jetzt sind wir alle reif fürs Bett.
Da entlang?
Ja, ja, ja.
Komm, es ist Zeit, dass wir dich jetzt so recht von Herzen verwöhnen. Mit dir
zwischen uns.
Unser Freund verlangt danach, dass ich eigentlich drauf sitze.
So gut habe ich es wohl noch nie in meinem Leben gehabt.
Das war verdammt gut. Dafür sollt ihr auch ein mordsmäßig gutes Entgelt
erhalten. 150 Kronen lasse ich mich das kosten.
Wir möchten heute gar kein Geld.
Nicht? Na, wir haben was anderes auf dem Herbst. Das kostet allerdings 2000
Kronen. Ihr seid wohl narsch. Was soll denn das sein?
Wir möchten, dass du uns ein Kaffee rauskaufst. In der Trumpfgassen wird
gerade eins angeboten.
Da machen wir einen Treffpunkt für elegante Kavaliere draus.
Das habt ihr euch fein ausgedacht. Aber wo bleibt mein Vorteil bei der Sache?
Wir beteiligen dich.
Sagen wir, mit 50 Prozent am Geschäft.
Und verlass dich drauf.
Es wird ein Geschäft werden.
Oh, gewiss, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
Und immer, wenn du willst, kommen wir zum Pudern her. So heiß es nur geht.
Und damit du siehst, wie ernst wir es meinen, bringen wir jetzt deine Nudel
wieder zum Stehen und du darfst uns alle noch einmal stoßen.
Was jetzt?
Gleich auf der Stelle soll ich nochmal vögeln? Das schaffe ich nie.
Seit 20 Jahren ist es nicht mehr gegangen.
Und wenn wir es doch schaffen?
Dann, dann, dann bekommt ihr das Kaffeehaus.
Geht nicht so hart mit mir um, sonst erlebe ich nicht einmal die Eröffnung.
Herr, schickt sich das noch vor der ersten Flasche Shampoos? Das wollen Sie
denn bei der dritten oder vierten machen? Das wirst du dann schon spüren.
Die Rose, mein Herr. Danke.
Ich hoffe, Sie haben die Stacheln entfernt. Freilich, meine Frau.
Oh, da kommt unsere Chefin.
Oh, da geht es ja schon recht hoch her.
Die da ist neu.
Maria. Grüß Gott, Frau Chefin.
Grüß dich, Maria.
Da bist du endlich, Schatz.
Grüß dich, Niki.
Servus, Steffi.
Ich habe die schönste Nische für euch reserviert. Danke. Danke, danke schön.
Eine fesche Person, die Frau Schäppi.
Ich hoffe, der alte Steiger bei ihr hat nichts dagegen, wenn wir auch einmal ein
bisschen hinlangen.
Nur Geduld. Ich denke, er wird nicht lang bleiben.
Liebe Gäste, liebe Freunde, ich freue mich, dass ihr zur Eröffnung von unserem
Künstlerparadies so zahlreich erschienen seid.
Aber in diesem Paradies soll es nicht so streng zugehen wie bei Adam und Eva.
Hier dürfen die Adams in die knackigen Äpfel beißen, ohne dass
sie gleich ausgeschmissen werden.
Und unsere Evas hier, die haben nicht wie die Eva im Paradies ihr schönstes
Fleckerl mit einem Feigenblatt zugepickt. Zeig's unseren Gästen, Maria.
Da hoffe ich, dass hier immer eine Mordsstimmung herrschen wird.
Meine Maten und ich sind jedenfalls keine Fadennoten. Darauf könnt's Gift
nehmen.
Ich möchte aber nicht, dass dich die Mannsbilder antatschen und dass du sie
gar in deinem Paradies spazieren gehen lässt.
Was bist denn so krantig? Wir wollen doch mit dem Lokaler ordentliches
Geschäft machen.
Darum sollen sich die anderen Weiber kümmern. Du bist nur für mich da.
Aber schauen muss ich, ob alles gut läuft.
Das wirst du mir wohl erlauben.
Bin gleich wieder da.
Ist alles recht?
Ja, ja, Dankeschön.
Fühlen Sie sich wohl hier?
Ein bisschen fad ist's noch.
Oder soll das eine Klosterwirtschaft werden?
Hör mal, der Iggy sitzt da, als hätte man ihm Gift ins Glas geschüttet.
Stell dir vor, der spielt plötzlich den Eifersüchtigen. Keiner soll mich
anlangen. Den müssen wir rauseckeln.
Ich weiß schon, wer's macht.
Pass auf, du gehst zu dem Herrn da, mit dem die Josefin gekommen ist.
Oh ja, das mache ich.
Grüß Gott, Herr von Grünbaum.
Die Frau Chefin hat für ein Weilchen in der Küche zu tun. Ich soll Ihnen
Gesellschaft leisten.
Sie haben hoffentlich nichts dagegen, wenn ich mich zu Ihnen setze, oder doch?
Nein, nein, gewiss nicht.
So ein fischer Freund, der würde mir auch gefallen. Die Frau Chefin hat es
gut.
So, Herr von Grünbaum.
Wenn ich daran denke, dass der Herr von Grünbaum meine Himmler gleich mit den
Lippen berühren wird.
Da wird mir ganz heiß zum Mund.
Ja, da schau her!
Mein Täubchen.
Ja, wie finde ich denn das?
Mir Vorwurf machen, weil mir einer andatscht. Aber kaum, dass ich dem
lumpen Kerl den Rücken kehre, da verkrampt er sein Gebiss schon in einem
fremden Milchladen.
Josefina, schau, ich weiß selber nicht, wie die es so schnell geschafft hat.
Los, wir gehen. Du blamierst mich ja in meinem eigenen Lokal. Und mach das
Hosentier zu.
auf einen kleinen Versöhnungsschluck. Dankeschön. Die Lust auf Gesellschaft
ist mir für heute vergangen. Ich schlafe heute in meiner Wohnung.
Aber morgen darf ich dich wieder abholen, nicht wahr, mein Herz?
Vielleicht. Vielleicht könnte mich ein schönes Geschenk besänftigen.
Ich werde mir was ausdenken.
Als dann schlaf gut.
Servus, mein Schatz.
Servus.
Zurück zur Trumpfgassen.
War aber nicht einfach, den Leuten loszuwerden. Das kannst du glauben.
Wofür du kannst jetzt da bleiben? Und damit wirklich niemand mehr unsere
lustige Runde stört, schließt die Steffi die Tür ab und wir erklären uns der
geschlossenen Gesellschaft.
Jawohl, Sperrstunde!
Das kann uns auch die Sittenpolizeine immer überraschen.
Wieso, was hast denn vor, du unmoralisches Büschel? Ich denke, uns
wird noch was Fesches einfallen.
Aber zuvor möchte ich was Selbstgedichtendes vortragen.
Passt gut auf, Freunde.
Gäb's nicht die Wirtin Josefin, wie traurig wär's in unserem Wien.
Wir alle hier verdanken ihr dies fesche Paradies alli.
Ich seh die Männer froh und munter.
Und keinem hängt mehr etwas runter.
Und auch die Damen zeigen brav, wie sie gebaut sind und wie straff.
Paradies, die Freude erst dann am größten ist, wenn das, was uns mit
Jucken peinigt, sich ohne Umstände rasch vereinst.
nicht anders als in Wald und Wiese.
Das Pfötzchen mit dem Schweifperduch. Die Wirtin lacht vergnügt dazu, weil
sie, das Fräulein Nimmersaft, ja selbst schon einen drinnen hat.
Danke,
danke. Aber liebe Freunde, nun genug der Verse. Lasst euch nimmer stören in eurem
Vergnügen. Denkt immer an die alte Weisheit.
Solange man noch vögeln kann, lebt man.
Oh mein Gott.
Ja, ja, ja.
Oh! Oh!
Oh.
Untertitelung.
BR 2018
Das war gut. Gut gemacht, Herr Dichter.
Ui, da kommt mir eine Idee.
Ich habe da so viel Schönes erlebt, da könnte man glatt ein Buch darüber
schreiben. Na toll wäre das. Der Andreas könnte das tun. Da können die
Generationen, die nach uns kommen, noch etwas lernen von Josefins Künsten.
Haben Sie das gehört, meine Damen und Herren?
Also, wollen Sie nachher mit Ihrem Beischläfer oder Herzensfötzchen ins
Bett gehen und ihm dabei was Neues zeigen?
Vergessen Sie nicht zuzugeben.
dass Sie das zum ersten Mal bei der Josefine Mutzenbacher gesehen haben. Ich
finde, da sind Sie meinem Andenken schuldig.
Alles dann, in diesem Sinne, viel Spaß beim Pudern.
Servus.
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