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Mein Name ist Angelica. Ich wurde 1798 in Marseille geboren. Im Jahre 1802
brach in Frankreich eine Cholera-Epidemie aus, der meine Mutter
zum Opfer fiel.
Ich war damals erst vier Jahre alt.
An meine Mutter habe ich nur traurige Erinnerungen.
Mein Leben war seitdem die reinste Hölle. Vater war Alkoholiker und ich
musste die niedrigsten Arbeiten verrichten, um weiterleben zu können.
Bis eines Tages...
Immer dasselbe mit dir. Los jetzt.
Schenk mir schon ein, du blöde Kuh. Mach hin.
Du bist ein selten dummes Luder.
Ich bitte dich jetzt zum letzten Mal, Papa, rede nicht so mit mir.
Ich rede, wie ich will, kapiert?
Du hast nur zu gehorchen verstanden?
Es hat mir gerade noch gefehlt, dass du dir erlaubst, freche Antworten zu geben.
Das kannst du vergessen. Schreib dir das Gefährlichste hinter die Ohren.
Und jetzt hör genau zu, Tochter.
Heute Abend kommt jemand und du wirst sehr nett zu ihm sein. Ich brauche das
Geld. Hast du verstanden? Du bist ein richtig widerwärtiges Schwein. Ich werde
nicht die Nutte für dich spielen.
Er will nicht sterben.
Ich warne dich, wenn du heute Abend nicht nett zu dem Herrn bist, mache ich
dich einen Kopf kürzer. Jetzt hör schon auf zu flennen.
Sonst statte ich deinem Verlobten diesem Stück Scheiße einen Besuch ab. Hast du
verstanden?
Du weißt, was das bedeutet.
Und jetzt mach dich fertig.
Beeil dich.
Bei diesem brutalen Mann hielt ich es nicht länger aus.
Ich wollte mit meinem Verlobten Giordano darüber sprechen.
Aber es kam nicht dazu.
Stattdessen geschah etwas, das mein Leben veränderte.
Bist du müde?
Willst du nach Hause gehen? Nein, ich bin weder müde noch möchte ich nach
Hause gehen. Ich möchte noch ein wenig bei dir bleiben. Wenn du gestattest.
Bist du sicher? Was ist denn los?
Du bist so traurig.
Es ist so, Schatz. Ich habe gestern einen Einberufungsbefehl erhalten, aber
ich bin schnell wieder zurück.
Oh nein.
Bitte nicht weinen, Schatz.
Es geht nicht anders, wenn das Vaterland ruft. Ich will nicht, dass du gehst.
Frankreich ruft seine Soldaten. Du darfst mich nicht verlassen, Giordano.
Das Vaterland braucht mich. Ich will nicht, dass du gehst. Was soll ich denn
ohne dich tun?
Ich werde bald wieder da sein, mein Schatz.
Mach es mir bitte nicht so schwer.
Beruhige dich.
Was soll denn aus mir werden, Giordano?
Ich habe doch nur dich.
Wir können nichts mehr daran ändern. Wir müssen uns verabschieden.
Bitte nicht!
Und so ließ er mich mit meinen Problemen allein.
Sei bitte vorsichtig. Die Kleine ist noch Jungfrau.
Mach dir keine Sorgen. Wenn sie nett zu mir ist, verspreche ich dir, ihr nicht
wehzutun.
Hier, das ist für dich.
Wo ist die Kleine?
Ich glaube, sie ist in ihrem Zimmer und schläft ein wenig.
Du kannst mir das Geld geben.
Fühlt sich ganz gut an, aber vielleicht... Kannst du noch was
drauflegen? Was?
Entschuldigung, ich wollte ja nur... Wir wollen keine Zeit verlieren. Ich will
die Kleine jetzt sofort, hast du verstanden? In Ordnung.
Gehen wir.
Du brauchst keine Angst zu haben. Wenn du nett zu mir bist, werde ich dir auch
nicht wehtun.
Du wirst genau das machen, was ich dir sage. Ich habe schließlich dafür
bezahlt.
Gib mir einen Kuss. Es wird nicht lange dauern, das garantiere ich dir.
Versuche mitzumachen, sonst bist du das Geld nicht wert, das ich für dich
bezahlt habe.
Bravo. Entspanne dich.
Du
bist
wunderschön.
Du bist schön. Er hat nicht übertrieben. Wie du siehst, halte ich mein
Versprechen.
Es lohnt sich, nett zu mir zu sein. Du musst nur ein wenig mitarbeiten.
Das scheint dir auch langsam zu gefallen, oder nicht? Ist doch so.
Ich zeig dir was.
Leg deine Hand hier hin.
So ist es gut.
Genau richtig.
Du machst das wunderbar. So toll hat mich noch keine geblasen.
Du bist eine regelrechte Naturbegabung, geradezu geschaffen für die Liebe,
einfach hinreißend.
Ich werde ihn ganz allein genießen, deinen wunderschönen Körper.
Das herrlichste Gefühl, das man sich vorstellt.
Fantastisch, ganz ausgezeichnet.
Außerordentlich, ganz außerordentlich, Angelika.
Oh ja.
Du bist so eng.
Ja, es ist auch hinaus.
Du warst wundervoll, Angelica. Du hast eine große Zukunft vor dir. Morgen werde
ich dir eine äußerst wichtige Persönlichkeit vorstellen.
Du wirst sehr reich werden, mein liebes Kind.
Der Mann hatte mich regelrecht verhext.
Aber ich musste immer an Giordano denken. Ich bin sicher, dass er für mich
dasselbe empfindet.
Hier ist eine Nachricht für Sie.
Sie ist persönlich zu übergeben. Die Adresse lautet 46 Via Ruminardima
Siglia.
Sie ist sehr wichtig.
Fahren Sie sofort los. Zu Befehl.
Kommen Sie.
Kommen Sie her.
Sie sind sehr hübsch.
Auffallend hübsch sogar.
Sehr graziös.
Eine richtige Persönlichkeit.
Was haben Sie vor? Sie sind doch ein edler Herr.
Das ist wahr.
Aber ich finde Sie hinreißend. Kommen Sie, wehren Sie sich nicht, meine Süße.
Aber nicht doch.
Ich bitte Sie.
Ich
möchte
nur mit Ihnen schlafen.
Sie sind ganz schön frech, mein Herr.
Amen.
Señor Conte. Was ist los?
Das Mädchen ist eingetroffen. Sagen Sie ihr, ich käme sofort.
Ja, gut.
Der Conte ist ein sehr netter Mann.
Da ist er.
Guten Tag, Madame.
Signor Conte, das Mädchen, von dem ich Ihnen erzählt habe, steht ganz zu Ihrer
Verfügung. Es heißt, du bist die Tochter dieses Trinkers. Wie lautet dein Name?
Angelica.
Na schön, du hast Glück, Angelica.
Heute benötige ich dich nicht mehr.
Ich bin sehr müde, aber da du dir die Mühe gemacht hast, herzukommen, gebe ich
dir trotzdem etwas Geld.
Als Entschädigung sozusagen.
Hier, das ist für dich.
Was soll das? Ich will glückliche Frauen sehen und um mich herum haben. Keine,
die so verzweifelt sind wie diese Angelika.
Wer kann das sein, um diese Zeit?
Ich habe einen Brief für das Fräulein.
Sie ist nicht da, Gipir.
Sieh an, sieh an, sieh an. Das gibt's doch gar nicht.
Dieser Scheißkerl, ihr sogenannter Verlobter, schreibt ihr doch tatsächlich
einen verdammten Liebesbrief.
So ein Arschloch. Ihre Aufgabe ist einzig und allein für mich zu arbeiten,
die dumme Kuh.
Guten Abend.
Du bist noch wach, Vater? Beste Zeit, dass du kommst. Und jetzt gib mir das
Geld. Her damit.
Los!
Hm, das ist eine ganze Menge.
Du musst gut im Bett gewesen sein. Ich glaub, wir machen reichlich Kohle mit
deinem Arsch, meine Kleine.
Ist Post für mich gekommen, Vater?
Aber ja, ein Brief.
Tatsache ist nur, dass ich ihn entgegengenommen habe.
Ich hab ihn zerrissen. Und weißt du, wieso?
Weil es ein Liebesbrief von deinem Verlobten war, diesem elenden
Schweinehund. So, und jetzt gehst du ins Bett. Morgen ist ein neuer Tag und vor
uns liegt eine große Zukunft.
Das hätte er nicht tun dürfen.
Jetzt war die Zeit gekommen, etwas zu unternehmen.
Gut, was?
Klasse.
Die Kleine gefällt mir.
Hey, komm her.
Du kannst dich nützlich machen und mir einen blasen. Wozu sind die Weiber denn
sonst da?
Erst wollen wir deine geilen Titten sehen.
Zeig sie uns.
Los, nimm ihn in den Mund.
Zeig, was du kannst.
Blas mir schön einen.
Was Besseres gibt's nicht.
In deiner Schnauze, da fühlt er sich richtig wohl.
Und jetzt mit Geschmack.
Da kommt doch Freude auf, was? Kannst du laut sagen.
Immer tief rein in die Mundfotze.
Sie auch, ja.
Was soll ich ihm sagen?
Sag ihr, was du willst.
Sie soll herkommen, verflucht.
Geht in Ordnung.
Bitte entschuldigen Sie.
Ich habe gehört, dass mein Schiff nach Spanien ausläuft. Ich würde gern
mitfahren und kann dafür auch bezahlen.
Nein, ganz unmöglich. Das Risiko ist viel zu groß.
Sie kontrollieren die Papiere ganz genau. Das ist im Krieg nun mal so. Die
Gefahr ist einfach zu groß. Am besten ist, Sie vergessen die ganze
Angelegenheit. Glauben Sie mir.
Ich bezahle Sie auch gut dafür.
Bitte weisen Sie mich nicht ab. Es ist so wichtig für mich. Nein, das ist
einfach nicht drin.
Seien Sie nicht so hartherzig.
Drehen Sie sich ein wenig.
Ich möchte Sie genauer sehen.
Einverstanden. Sie können mit uns fahren.
Vielen Dank. Vielen Dank.
Morgen früh, pünktlich um 7 Uhr, melden Sie sich auf der Sophia, so heißt das
Schiff. Ist das klar? Und seien Sie pünktlich.
Wer weiß, vielleicht kann ich inkognito auf ein neues und angenehmeres Leben
hoffen. Sie gefällt mir immer besser, die Kleine.
Sie ist wirklich sehr hübsch.
Ah!
Deine Brust gefällt mir.
Das ist echt geil.
Lut ihn aus.
Sie kriegt sogar zwei Schwänze in die Schnauze.
Das ist wahnsinnig gut.
Jetzt wollen wir die Soße mal richtig verteilen.
Und jetzt leck es auf, ja. Leck den Saft von meinem...
Das Mädchen macht tatsächlich alles mit. Einfach klasse. Die werden wir ohne
Probleme für einen Wahnsinnspreis verkaufen können.
Da bin ich mir sicher. Ich kenne an Paris einen extravaganten Typen, der für
solch ein junges, verdorbenes Juwel eine Menge Scheine auf den Tisch blättert.
Morgen fahre ich nach Marseille und treffe mich dort mit Angelique. Ich
komme wahrscheinlich erst am späten Abend wieder zurück.
Sag mal, was haltet ihr davon?
Ich glaube nicht, dass der Kommandant dir dazu die Erlaubnis erteilt. Auch
wenn es momentan an der Front sehr ruhig ist. Man muss immer auf der Hut sein.
Das weiß ich. Wahrscheinlich würde ich keine Erlaubnis erhalten, auch wenn
zurzeit die Fronten schweigen.
Es wird gar nicht auffallen, wenn ich für einen Tag verschwinde.
Ich weiß ganz genau, dass ich es schaffen werde. Darauf kannst du dich
verlassen. Es ist eben sehr wichtig für mich.
Mein lieber Freund, natürlich kannst du machen, was du willst. Und wir werden
dich auch unterstützen. Das ist doch selbstverständlich.
Dennoch solltest du eines nicht vergessen. Was du da begehst, ist nun
mal Fahnenflucht.
Dafür kannst du im Ernstfall standrechtlich erschossen werden.
Sehr schön.
Fantastisch.
Du gefällst mir sehr, meine Kleine.
Das ist der Mann, der mich gekauft hat.
Er ist Offizier in der französischen Armee.
Sehr einflussreich und er wird von allen respektiert.
Zu mir ist er sehr nett und höflich.
Obwohl er verheiratet ist, macht er mir den Hof.
So galant bin ich noch nie von einem Mann behandelt worden.
Und was hast du?
Bitte lass mich lesen, mein Schatz, ja?
Das ist ja nicht zu fassen, was hier steht. Das kann eigentlich gar nicht
sein. Da sagte die Prinzessin zum König, dass... Ich will dich.
Nicht jetzt.
Gib mir einen Kuss.
Nur einen kleinen. Er hatte die Kutsche warten lassen, weil er wusste, dass es
nicht lange dauern würde.
Ich weiß nicht, warum du keine Lust hast. Lass mich in Ruhe.
Komm, küss mich.
Bist der schon dick? Ich blase ihn dir ganz schnell von Tat.
Steck ihn wieder rein.
Meine Tochter ist nicht hier. Verschwinde, hast du verstanden?
Wo ist Angelika?
In der Hölle.
Meine Tochter ist da, wo sie hingehört.
Ich mache dich kalt, Alter.
Verlass auf der Stelle dieses Haus.
Wenn du mir nicht sagst, wo sie ist, haue ich dich in Stücke. Ich will sofort
wissen, wo sie sich aufhält. Und versuche nicht, mich zu hintergehen, du
ungewaltiger Hund. Aus mit dir!
Los!
Du könntest ruhig ein wenig lächeln.
Tu mir den Gefallen, Schatz.
Das ist nicht das eigentliche Problem.
Sie waren immer außerordentlich nett zu mir, wissen Sie?
Ich bin Ihnen auch dafür sehr dankbar.
Geld öffnet viele Tore auf dieser Welt. Nur das Lachen kann man sich nicht
erkaufen.
Ich werde es versuchen.
Ich werde es mit viel Geduld versuchen, es zu erlangen. Aber auf deinem Körper
kann ich nicht länger warten.
Ich halte es einfach nicht mehr aus. Ich werde noch wahnsinnig.
Ja.
Oh.
Gefangener, ich muss Ihnen etwas mitteilen. Der General Porich hat Ihre
Erschießung auf morgen früh 8 Uhr angesetzt. Die Gründe sind
Gewaltanwendung und Fahnenflucht.
Ich muss dir was sagen.
Lass bitte sofort die Karosse anhalten.
Halt!
Was ist denn los?
Dieser Mann darf nicht sterben.
Kennst du ihn etwa?
Ja, wenn du ihn rettest, werde ich dir für immer gehören. Dieses Mitleid, was
soll das?
Er ist ein Verwandter.
Du hast doch immer erzählt, dein einziger Verwandter sei dein Vater.
Wie ein Bruder ist er. Ich bitte dich, lass ihn nicht sterben.
Ich könnte es für dich tun, aber erst würde ich gerne wissen, wer der Kerl
ist.
Einverstanden. Der Handel gilt. Das Leben dieses Mannes gegen deine Liebe.
Ich verspreche es. Ja.
Beruhige dich.
Achtung!
Was hat dieser Mann verbrochen?
Er ist ein Deserteur und wir haben den Befehl, ihn standrechtlich zu
erschießen. Hiermit ist der Erschießungsbefehl mit sofortiger
Wirkung aufgehoben und ich möchte Sie bitten, den Mann freizulassen.
Das ist gesetzlich nicht zulässig, aber wenn Sie es so anordnen, werden wir es
natürlich tun.
Gut. Falls Sie irgendwelchen Ärger mit Ihrem Kommandanten kriegen sollten, dann
sagen Sie, er soll im Palast bei mir vorbeikommen.
Zu Befehl.
Danke.
Hey, du nimmst ihm die Fesseln ab.
Alles in Ordnung. Der Mann wird wieder auf freien Fuß gesetzt, meine Liebe. Ich
werde ewig in deiner Schuld stehen und ich weiß gar nicht, wie ich das je
wieder gut machen kann.
Deine Liebe reicht doch völlig aus.
Fahr zu!
Angelique, ich bin es da!
Giordano! Halt uns sofort die Karosse an!
Angelique! Ich möchte dir für alles danken.
Oh.
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