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Liebe Tortenfreunde, herzlich willkommen und здравствуйте!
Heute erreichen wir den letzten Stopp unserer Weltreise, Russland. Auf dem
roten Platz entscheidet sich, wer auf den roten Teppich darf, nämlich ins
Finale. Dabei, dabei, seien Sie dabei bei Folge 7 von Das große Backen.
Hier bleibt kein Stein auf dem anderen.
Und auch kein Ei.
Im Garten von Schloss Stülpe steigt die größte Backshow der Welt.
Letzte Woche gab es afrikanische Tiermuster.
Und einer beendete den Wettbewerb. Nee, das wird nicht.
Das ist noch nicht hart. Ich werde es im Leben nicht schaffen.
Alle hatten mit südafrikanischen Spezialitäten und naturgetreuen
Backtierchen zu kämpfen.
Fünf Backende traten an, den Titel Deutschlands beste Hobbybäckerin oder
bester Hobbybäcker 2021,
den goldenen Cupcake 10.000 Euro und das eigene Backbuch zu erkämpfen.
Eigentlich ist es vorbei.
Schön ist was anderes.
Beim Anschnitt fällt natürlich die Dicke von den Böden noch mehr auf. Da wären
dünnere Böden schöner gewesen.
Daher muss uns heute mit 37 Punkten verlassen Daniel.
Alle kamen ans Limit. Einer darüber hinaus.
Das große Backen hat einen Kandidaten weniger.
Hannes hat die rote Schürze und alle haben Respekt vor dem, was kommt.
Ich bin wahnsinnig stolz auf mich, hier noch zu stehen. Natürlich würde ich
gerne auch mal die rote Schürze bekommen.
Ich sage nur, unser Hannes, dreimal die rote Schürze. Das hat er auf jeden Fall
verdient. Dreimal die rote Schürze hintereinander, das hatte vorher noch
nie jemand in den neuen Staffeln.
Ich möchte einmal diese rote Schürze tragen.
Ob das klappt, entscheidet sich zwischen Stülpe und St.
Petersburg. Woche 7, wir sind jetzt im Reiseziel Russland. Das ist eine breite
Kultur. Also ich kenne viel mit Hefeteig. Ich denke, dass in Russland
eher alles so deftig ist.
Kartoffeln und Zwiebeln. Ich glaube, das wird schon Spaß machen.
Beim Zuschauen auf jeden Fall.
Bei mir passiert heute, dass ich zum ersten Mal herzhaft in meine Torte
einbringen werde. Ich habe Recherchen angestellt, was in meine Gebäcke kommt,
was man hier so aus dem europäischen Raum vielleicht auch nicht wirklich
kennt.
Alles für den Geschmack.
800 Gramm Butter auf 800 Gramm gezuckerte Kondensmilch. Leute, heute
machen wir keine Diät. Das Verrückteste für mich ist, dass ich auf jeden Fall
über mich selber hinausgewachsen bin. Dass ich Horten gemacht habe, die ich so
in der Form noch nie zuvor gemacht habe.
Mit Liebe, ganz langsam.
Ich warte nur noch, bis mein Teig hoffentlich gegangen ist. Ich will
natürlich die Kritik der Jury schon mal übernehmen. Zum Beispiel dekotechnisch
verschiedene Techniken in eine Torte packen.
Wer hält dem Druck stand?
Es sind nur noch 30 Minuten Halbzeit.
Dann erst jetzt angefangen. Nee, nicht.
Das wird knapp.
Ja, ich glaube, ich weiß jetzt, wie ich meine Zeit managen kann. Ich muss ganz
schnell jetzt meinen Regenbogenfarben zu meiner Matraschka anbringen.
Halleluja, es wurde Zeit, dass ich das in Woche 7 kapiert habe.
Der Teig ist zu weich und hätte nochmal kalt stehen müssen.
Und die hätten tatsächlich noch ein bisschen backen müssen.
Meine zweite Hälfte ist fast genauso groß wie die Hälfte. Ihr sollt doch nur
eine machen.
Mein Nervenkostüm.
Hallo ihr vier, ihr habt es ja fast ins Finale geschafft.
Und Hannes, du startest ja heute wieder mit der roten Schürze. Du bist aktuell
unser Bäcker der Woche. Du hast sie schon dreimal bekommen, aber jetzt nicht
übermütig werden. Du weißt, die Konkurrenz ist hart.
Drei Aufgaben stehen euch in dieser Sendung noch bevor. Dann wissen wir,
welches Trio im Finale kämpfen wird. Um den goldenen Cupcake 10.000 Euro und...
Ein eigenes Backbuch. Oben drauf gibt es natürlich noch den tollen Titel.
Deutschlands bester Hobbybäcker oder Deutschlands beste Hobbybäckerin 2021.
Von mir aus hättet ihr ja alle den Titel verdient, aber zwischen dem Titel und
euch steht noch die Jury.
Hier ist Motiv-Tortenkönigin Bettina Schliepake-Burchert und der Weltklasse
-Patissier Christian Hüms.
Hallo ihr zwei.
Auch heute werdet ihr entscheiden, wer so kurz vorm Ziel die rote Schürze
übernehmen wird und wer uns leider verlassen muss.
Beim Thema Ende bin ich auch schon bei unserer Weltreise. Die geht auch langsam
zu Ende und das in einem sehr schönen Land, in Russland.
Russland ist ja bekannt für uriges, rustikales, aber auch sehr raffiniertes
Gebäck.
Und da steht die erste Aufgabe auch schon vor der Tür. Sie lautet Babka.
Babka ist ein slavisches Wort für Großmutter. Und so soll er auch sein. Es
ist ein schöner, traditioneller Hefekuchen. Er kann süß oder herzhaft
gefüllt sein, aber die Jury hat natürlich noch einige Anforderungen.
Ja, ganz genau. Bei der Teigherstellung achtet bitte auf die Teigführung, denn
da können eine ganze Menge Fehler passieren.
Wir wünschen uns natürlich auch eine richtig leckere Füllung. Ob ihr dafür
Nüsse verwendet, Nougat, Schokolade oder ein Fruchtkompott, das überlassen wir
euch. Vielleicht als kleinen Ansatzpunkt, arbeitet doch mit dem, was
die Oma früher auch schon machte.
Der Kuchen wird auf eine ganz bestimmte Art gewickelt.
Die wollen wir sofort wiedererkennen.
Dafür braucht es eine nahezu perfekte Schnitt...
Und Backtechnik.
Die Babka backt ja eine ganze Weile. In der Zeit sollt ihr einen kleinen
Zeitdisch herstellen.
Es kann eine delikate Creme, ein Pesto, ein Kompott oder eine Konfitüre sein.
Hauptsache, sie schmeckt und unterstützt euer geschmackliches Gesamtkonzept.
Ich bin gespannt, was ihr da zusammenzaubert. Ihr habt für diese
Aufgabe zwei Stunden Zeit und ihr kennt das, die starten auf mein Kommando.
Auf die Plätzchen.
Fertig.
Großmutters Hefekuchen. Ein nur vermeintlich heimeliger Start.
Hefeteig kann ja auch kapriziös sein. Also bitte nicht in Sicherheit wiegen.
Ich freue mich sehr, in Russland zu sein. Und das, was ich heute mache,
mache ich mit Mohn und das mache ich so in Andenken an meine Oma.
Weil wenn ich den besten Mohnkuchen esse, dann ist er von Oma.
Oma hatte übrigens nie ein Zeitlimit.
Die größte Hürde ist tatsächlich wirklich die Gehzeit, dass der Hefeteig
auch wirklich die Zeit hat, richtig schön fluffig zu werden und die feine
Poren zu bekommen, die wir alle kennen und lieben.
In Hannes Babka verbinden sich saftiges Apfel-Marzipan-Mohn-Püree und eine
Schokoladenfüllung zu einem Zebramuster.
Dazu Vanillesoße mit Minze.
Ein bisschen ist Fares selbst wie Hefe. Er braucht Zeit.
Ja, ich mache heute mit frischen Hefe und nicht mit getrockneten Hefe.
Und ja, mein Teig muss aufgehen, also der muss schon in die Wärme gehen und
dann später ein bisschen in die Kühlung, weil es ziemlich viel Butter drin ist,
damit sie auch nicht schmelzt.
Ich habe meine Babka gemacht in Zeiten von Corona, wo die frische Hefe
ausverkauft war.
Und habe es mit Trockenhefe zu Hause gemacht und habe es mir jetzt so
überlegt, dass ich sie auch hier mit Trockenhefe mache, weil ich dann weiß,
dass es klappt.
Mohnpreiselbeer-Duft erfüllt die Backstube, wenn Ramona das Gebäck aus
dem Ofen zieht. Ihre Brioche-Babka bekommt außerdem ein Crumble-Topping und
als Dip Vanillecreme.
So langsam wird es übersichtlich im Backzelt.
Wir sind ja nur noch zu viert und das ist total verrückt, wie wenig wir
geworden sind. Und die Luft wird immer dünner. Die Konkurrenz ist sehr, sehr
stark.
Hannes hat dreimal hintereinander die rote Schürze bekommen.
Ich lasse meinen Hefeteig sechs Minuten auf mittlerer Geschwindigkeit kneten.
Ich schaue immer noch, ob ich noch Mehl dazugeben muss. Mein Teig ist
grundsätzlich recht klebrig. Deswegen schaue ich das so nach Gefühl, wie ich
damit gut arbeiten kann.
Der Teig gefällt mir sehr gut. Er klebt nicht mehr und ist sehr elastisch. Jetzt
tatsächlich kommt er in eine Schüssel. Die bemehle ich ganz kurz und dann...
Um natürlich diesen ganzen Gehprozess hier im Zelt zu beschleunigen, kommt er
den Ofen bei 40 Grad für 20 Minuten.
Kleben muss nichts Schlechtes sein.
Das ist eine sehr klebrige Masse. Das ist eher so eine Art Brioche-Teig. Es
ist ziemlich viel Butter drin.
Und ja, ich mag es so ein bisschen luftiger, aber es ist auch mächtiger.
Und so möchte ich es heute haben.
Wie sieht der ideale Hefeteig aus?
Da gibt es Präferenzen.
Der gefällt mir sehr.
Und das gute Stück lasse ich jetzt gehen. Eine halbe Stunde, dass er
aufgehen kann hoffentlich.
Damit das schneller geht, packe ich ihn in den vorgeeizten Backofen.
Und jetzt alle.
Backofen. Eine Fingerübung für Backende.
Gute Nacht und bring mir Glück.
Ich sehe dich in 20 Minuten.
Der Teig ruht ja jetzt im Backofen, dass er schön aufgehen kann.
Und in der Zwischenzeit bereite ich meine Mohnfüllung vor. Und das
Wichtigste, der jute Rum.
Nach Omas alter Rezeptur füllt Julia ihre Babka mit Mohn und ordentlich Rum.
Für den Biss sorgen knackige Mandeln, dazu gibt's eine fruchtige
Sauerkirschkonfitüre.
Fares mag's herber.
Meine Babka heißt Pistachia-Babka und ich hoffe, das ist das richtige Wort für
Pistazien auf Russisch.
Ja, und es wird wirklich 100% Pistazien sein.
Fares füllt seinen Hefeteig mit gerösteten Pistazien und Pistaziencreme.
Pistazienstreusel sorgen für eine Kruste. Dazu Orangen-Grapefruit
-Marmelade.
Die Jury hat auf unterschiedliche Babkas gehofft. Sie dürfte nicht enttäuscht
werden.
Es duftet nach Mohn. Ja, wird auch eine Mohn-Preiselbeer-Füllung.
Oh, schön.
Diese Preiselbeeren finde ich persönlich eine ganz tolle Frucht. Ich mag den
Geschmack und mit Mohn kann ich mir sehr gut vorstellen.
Klingt gut.
Ich mache jetzt mein Karamell. Das wird später mit weißer Schokolade und
Butter vermengt.
Also in meinem Topf habe ich jetzt den ersten Apfel zusammen mit dem Mohn, dem
Zucker und der Milch erhitzt, damit sich der Zucker ein bisschen auflöst. Das
Ganze wird jetzt gleich noch klein püriert, damit das flüssig ist. Und dann
werde ich noch den zweiten Apfel als Stücke mit unterlegen.
Mohn eignet sich hervorragend als Kontrast zu Frucht oder zu Schnaps.
Mohn geht eigentlich immer.
In 90 Minuten müssen alle Babkas verzehrbereit sein.
Julia, wie schaut es aus mit deiner Füllung? Rum schon drin?
Ja, willst du mal probieren?
Ich brauche ja immer so ein bisschen mehr Rum. Ja, ich auch. Deswegen bin ich
auf dein Urteil gespannt.
Ist gut?
Nicht so viel.
Aber es ist auch ein ziemlich starker Rum, nicht? Ja.
Ui.
Im Gesamten? Könnte passen, ja. Danke, Betty.
X. Bei der Verkostung sollten alle wieder nüchtern sein.
Ich gebe jetzt ein bisschen Fett, also ein bisschen Butter in meine Form, damit
es erstmal nicht klebt, weil ich mache kein Backpapier. Oma hat auch an Butter
nicht gespart, oder? Und ich gebe noch braune Zucker, als ob meine Babka nicht
genug Kalorien hat, aber das ist einfach fantastisch, wenn es außenrum noch so
braun und karamellisiert ist.
In jedem Rezept steckt ganz viel Liebe.
Bei Hannes außerdem Schokolade.
Bei Julia Mandeln.
Und bei Fares Karamell und Pistazien.
Ramona denkt bei Großmutters Küche an Zimt. Ich habe in meiner Schale jetzt
schon Mehl, Zimt, braunen Zucker und jetzt gebe ich noch die kalte Butter
dazu, dass ich das mit den Händen dann...
Ja, Streuseln verrühren kann, die dann auf meine Babka oben drauf kommen.
Wie sorgt man bei Fares für Tempo?
Man schaut ihm über die Schulter.
Da hast du jetzt Pistazien drin oder was ist da mit drin?
Ja, Pistazien und Karamell.
Und das kommt jetzt in die Kuvertüre? Und das wird die Füllung? Und dann kommt
ein bisschen klarer Butter dazu.
Du weißt auch, was gut ist, nicht?
Man muss sich ja auch ein bisschen verwöhnen lassen, oder?
Hervorragend.
Ein klassisch handgemachtes Gebäck, auf das sich die Jury anscheinend besonders
freut.
Das wird die Schokofüllung und das einfach an sich nur dunkle Kuvertüre mit
etwas Butter, Puderzucker, Kakaopulver.
Die wird dann ganz dünn auf die Hälfte gestrichen, auf die andere Hälfte kommt
dann die Apfelmondfüllung.
Das klingt nach einem recht schicken Oma-Rezept.
Ich habe die Füllung fertig, ich habe meinen Crumble fertig, ich habe meinen
Eistreicher fertig. Ich warte nur noch, bis mein Teig hoffentlich gegangen ist.
Aber es ist eben kein schönes Gefühl zu warten, wenn man weiß, dass hinten die
Zeit wahrscheinlich knapp wird.
Noch ein bisschen.
Kein gelungener Hefeteig, keine Babka.
Oh, der ist aufgegangen.
Jetzt der Klebetest. Der eine klebt nicht, der andere schon.
Aber alle, wie sie sollen.
Ich will ihn jetzt nicht noch mal so totkneten. Der ist ja jetzt so schön
aufgegangen.
So gut, dass man gar nicht alles verwenden muss.
Hannes zum Beispiel backt nur mit einem Teil seines Hefeteigs weiter.
Andere rollen zuerst.
Niemannje, das heißt Achtung! Es ist nämlich Halbzeit, ihr habt noch eine
Stunde. Okay, dann muss ich mich beeilen.
Ich werde jetzt die Füllungen halbe-halbe eindecken.
Das heißt, ich fange an mit der dunklen hier unten.
Einfach auf die gefahren, dass es nachher nicht ganz so dolle verläuft.
Und dann auf die obere Hälfte kommt die Mohnfüllung.
Und dann wird das Ganze erneut 20 Minuten in den Gehofen gestellt.
Vor dem Warten werden die Babkas erst einmal befüllt.
Ja, jetzt kommen noch Nüsse drauf, ein bisschen weiße Schokolade, damit es auch
noch schmelzt. Und es wird schon. Hoffe ich.
Die Jury hat eine ganz bestimmte Back- und Wickeltechnik gefordert. Für alle
Menschen ohne backende, wickelnde Oma.
Wie sieht die denn aus?
Diese Back- und Wickeltechnik.
Jetzt ist wichtig, dass man ganz eng rollt.
Eng, eng, eng, eng, eng, eng.
Je härter und größer die Zutaten der Füllung sind, desto schwieriger ist das.
Beim Einrollen versuche ich ihn erstmal gleichmäßig einzurollen, dass die
Schichten alle gleich dick sind sozusagen.
Soweit so schneckennudelig.
Das Besondere an der Babka ist die Wickeltechnik. Hier wird der jetzt
nochmal in der Mitte auseinandergeschnitten. Dann drehe ich
den so hin, dass man die Füllung sieht und dann wickele ich ihn auch.
Okay, verstanden haben wir das zwar noch nicht so ganz, aber wir dürfen ja
zugucken. Nach dem Entfernen der Enden wird die ganze Rolle der Länge nach
halbiert.
Hoffentlich bleibt die Füllung drin.
Und es gibt noch andere Schwierigkeiten.
Der Teig ist zu weich und hätte noch mal kalt stehen müssen.
Zu spät.
Das Schöne bei dem Babka ist ja, dass es von innen ruhig wild aussehen darf.
Und du hast noch einen zweiten Teig. Das stimmt. Vielleicht mache ich da gleich
noch was draus.
Manchmal muss man sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf ziehen.
Und manchmal rollt man sich einen komplett neuen Zapf, mit dem man sich
dann aus dem Sumpf befreit.
So wie in Hannes Fall.
Ich werde jetzt spontan noch eine kleine Babka machen.
Ich habe hier noch ein bisschen Teig.
Und sicher ist sicher, dann kann ich mir nachher wahrscheinlich die hübschere
aussuchen, wenn das klappt.
Ganz recht, Hannes. Wenn das klappt. Die Zeit läuft nämlich.
Das müsste dann schon eine Blitzbabka werden.
Die anderen sind nämlich schon kurz vor Backofen und am Ende sollten ja alle
möglichst durchgebacken sein.
Ich bin auf Nummer Lecker heute gegangen. Ich liebe Pistazien und es war
auch keine Vorgabe, dass wir russische Zutaten verwenden müssen.
Das stimmt.
Damit darf russischer Geschmack bei der Verkostung auch kein Bewertungskriterium
sein. Wie schlägt sich Hannes mit seinem zweiten Versuch?
Das passt noch, das passt noch.
Zur Aufgabe gehört ein Side Dish, also eine Beilage.
Das klingt auf Deutsch schon viel weniger kompliziert.
Trotzdem soll sie etwas Besonderes sein.
Ja, ich bringe ein bisschen Frische zu meiner Babka.
Schöne Pistache.
Und das ganze Schokolade-Krams, was drin ist, sehr süß.
Und ein bisschen frischer kann nicht schaden.
Zur Übersicht. Die kleine Babka ist Hannes zweite, die große seine erste.
Ja, jetzt bepinnt sich das Ganze noch kurz mit ein bisschen Eigelb. Einfach
nur so die normalen Stellen, wo keine Füllung ist, damit es nicht zu braun
wird. Ja, und dann kommt sie jetzt in den Ofen.
Bitte blitzgaren. Der Dip muss ja auch noch fertig werden.
Bei mir gibt es als Seitisch einen Vanillepudding mit Marzipan. Ich wollte
nichts, was so sehr Eigengeschmack hat, weil ich finde, diese Mohn-Preiselbeer
-Mischung soll man auch rausschmecken. Und so ein Vanillepudding, glaube ich,
unterstützt das Ganze.
Es riecht wie zu Hause.
Das ist meine Vanillesoße. Jetzt kommen die Minzzweige rein.
Und ein bisschen Orangenabrieb kommt noch mit rein.
Faris lässt seine Marmelade mit Zucker und Pektin einkochen.
Julia arbeitet auch beim Side-Dish mit Rum.
Bei Ramona schmeckt's nach Marzipan.
Passt.
Babka und Side-Dish, beide müssen stimmen.
Was machen die Gebäcke?
Ich beeile mich, ich hole ihn jetzt raus.
Ich hoffe, der ist durchgebacken.
Falls nicht, ein paar Minuten hättet ihr noch.
Die Backfarbe finde ich schon mal gut.
Ich muss sie nur jetzt ein bisschen in der Form auskühlen lassen, weil ich muss
meine Babka noch mit der Füllung von unten einspritzen, bespritzen.
Langsam wird es höchste transsibirische Eisenbahn.
Ihr habt nur noch 10 Minuten.
Okay, dann muss ich mich jetzt beeilen.
Ich gebe jetzt noch ein bisschen von dem Stroh um rüber. Dann kann er noch ein
bisschen so nachziehen.
Eine Babka muss präsentiert werden.
Hannes hat die Qual der Wahl.
Ich kann mich nicht entscheiden.
Ich kann auch beide präsentieren.
Von der Optik her fertige Babkas.
Aber man kann sie durchaus noch pimpen.
Fares spritzt seine restliche Pistaziencreme in den Kuchen.
Meine Babka ist noch sehr, sehr heiß.
Das ist ein sehr butteriger Teig.
Der kann auch schnell kaputt gehen.
Dazu passt filigrane Deko. So, machen wir noch ein paar hübsche Lumen.
Sind alle Babkas gut durch?
Der Anschnitt wird es dann später zeigen.
Ja, ich entscheide mich für die Kleine, weil ich sie einfach tatsächlich schöner
finde vom Aussehen.
Ich hoffe, ihr seid jetzt nur noch mit der Dekoration eurer Babka beschäftigt,
denn ihr habt nur noch zwei Minuten.
Jetzt wird dekoriert, aber ich würde die armen Blumen eigentlich nicht töten.
Die anderen haben auch noch so kleine Deko-Akzente. Ich will es aber recht
schlicht lassen. Ich gebe einfach noch ein bisschen von meinen Preiselbeeren
drüber.
Meine Babka steht da. Ich glaube, es ist eine Menge von der Füllung da
reingelandet. Also es ist noch was hier, aber ich riskiere es jetzt nicht mehr.
Gleich geht's los.
Gleich müsst ihr euch von eurer Babka verabschieden.
Zehn.
Neun.
Acht.
Sieben.
Sechs.
Fünf.
Vier.
Drei.
Zwei.
Eins.
Und Schluss. Hände weg vom Gebäck.
Du schaffst.
Sie sieht gut aus.
Ja, wie verrückt ist das denn? Heute so eine Aufgabe, ohne dass ich einfach so
im Chaos oder voll im Stress war.
Das finde ich gut, aber ich hoffe nur, dass das nicht die Ruhe vor dem Sturm
ist.
Ich hoffe natürlich, dass die Babka schmecken wird und dass auch die
Rezeptur und die Füllungen die Jury überzeugen werden.
Aber ich sehe auch schon, die Konkurrenz ist sehr stark.
Also ich bin wirklich nicht so zufrieden. Ich finde sie ein bisschen
dunkel.
Und die Swirls sind toll, aber sie ist halt zu dunkel gebacken.
Bevor sich die Jury hier über die Babkas gleich hermacht, kleiner Tipp noch für
Sie. Alle Rezepte dieser Staffel finden Sie im Internet auf dasgroßebacken.de.
Und wir starten jetzt hier mit der Verkostung bei Hannes.
Liebe Jury, ich habe mich heute dazu entschieden, meine Babka mit zwei
verschiedenen Füllungen zu befüllen. Aus dem Grund, dass es bei uns in der
Familie immer so den Streit gibt, nehme ich jetzt nur die Schokolade oder nehme
ich den Mohn mit Marzipan und Apfel. Aber ich habe die zwei verschiedenen
Stränge dann doch in eins zusammengeflochten und dazu gibt es eine
Vanillesoße mit Orange für euch.
Es ist eindeutig als Babka zu erkennen für mich.
Was mir besonders auffällt, ist die Backfarbe und dieser Glanz da oben
drauf. Das gefällt mir sehr gut. Sieht auch nach Vielfüllung aus. Ich bin da
sehr auf den Geschmack gespannt.
Bei der Babka ist ja natürlich dieses Geflochtene im Endeffekt so das
Allerwichtigste. Einerseits möchten wir es natürlich von außen sehen und
andererseits natürlich dann das Muster auch von innen. Von außen kann ich
sagen, Backfarbe, Glanz, hervorragend.
Ich habe eine schöne Verteilung auch von Füllung zum Hefeteig. Christian hat auch
ein bisschen anderes Muster. Das gefällt mir sehr gut. Du hast sehr, sehr viel
Füllung gehabt und im Verhältnis fast eins zu eins Teig. Das ist ein hohes
Risiko. Und ich war bei dir nicht ganz so sicher, ob es tatsächlich alles so
richtig aufgeht. Aber der Anschnitt und vor allen Dingen dieses wunderschöne
Muster, genau so muss es aussehen.
Guten Appetit.
Eine wunderschöne Teigkonsistenz. Du hast dieses leicht fluffige von deinem
Hefeteig zusammen mit der üppigen Füllung. Ich habe die Schokolade, ich
habe den Mohn mit dabei und ab und an habe ich dann auch noch dieses
Apfelstück mit dabei. Ich muss sagen, Füllung, Aufbau, Teigführung 1A.
Es lässt sich sehr angenehm essen zusammen. Es ist eine wunderbare
Einheit, auch zusammen mit der Vanillesoße.
Mir ist ein Tick.
zu viel von der Orange drin. Die hätte ich nicht gebraucht, auch gerade mit den
Äpfeln. Dann finde ich die Orange ein bisschen irritierend dabei.
Vielen lieben Dank.
Ich habe mich heute für eine Pistazienbabke entschieden und ich habe
mich auch für einen anderen Teig entschieden, einen briocheartigen Teig
mit viel Butter drin. Innen drin befindet sich eine Pistaziencreme,
geröstete Pistazien und obendrauf sind Pistazienstreusel. Und als Seitig habe
ich noch eine Orangen-Grapefruit-Marmelade.
Auch bei dir die Babke eindeutig zu erkennen.
Sieht bei dir so ein bisschen wilder aus. Man sieht hier, wie sie gewickelt
wurde. Darüber hast du die Streusel. Deswegen kann man jetzt auch von der
Füllung nicht so viel sehen.
Backfarbe, teilweise gut geröstet.
So manchmal hier an den Ecken schon sehr dunkel, aber für mich eigentlich in
Ordnung. Ich weiß, dass Christian auch gerne Gebäcke ein bisschen dunkler mag
als nur goldgelb. Ich habe es mit Butter und braunem Zucker an der Form, also
ohne Backpapier, nur damit es auch noch crunch.
Und deswegen wurde auch so viel schneller dunkel. Ja, sehr ungewöhnliche
Variante, dass du von außen nochmal mit Zucker gearbeitet hast. Für mich
persönlich ist bei der Wabka immer dieses Flechten halt ganz wichtig. Und
das ist bei dir oben ein bisschen untergegangen. Da wirklich gucken, dass
du beim nächsten Mal dieses Flechtmuster noch ein bisschen mehr herausarbeitest.
Diese Verwicklung, man sieht den Teig, man sieht sehr schön die Pohrung.
Dazwischen habe ich die Füllung.
Spannend, dass ich wirklich tatsächlich auch immer wieder diese Pistazien habe.
Ich glaube, das ist auch ganz wichtig für den Anschnitt, dass man die sehen
kann. Die obere Kruste mit diesen Streuseln, sehr attraktiv. Ich bin
gespannt, wie das Ganze auch geschmacklich rüberkommt. Das
Wunderschöne beim Riosch ist halt einerseits natürlich klar dieses
Butterige und durch Zugabe von Eigelb, was nicht so typisch ist bei einem
Hefeteig, kriegt man natürlich diese herrliche gelbe Farbe. Ein sehr schöner
Anschnitt.
Ich habe von außen tatsächlich diese Backhaut nochmal gegessen, weil sie
wirklich dunkel ist. Du hast so einen starken, kräftigen, braunen Zucker von
außen genommen. Du hast diese malzigen Töne. Es ist nicht verbrannt. Es ist
herrlich. Die Teigstruktur ist genauso, wie sie sein muss. Du hast immer dieses
Fluffige. Der Teig ist natürlich wahnsinnig buttrig.
Dadurch natürlich auch sehr vollmundig zusammen mit den Pistazien.
Wirklich außerordentlich gut. Und jetzt kommt das i-Tüpfelchen und das ist
tatsächlich in deinem Fall diese Zitrusfruchtmarmelade. Die bringt
einerseits die Säure.
Dann eine geile Konsistenz und eine gewisse Bitternis. Und das matcht
perfekt mit den Pistazien zusammen.
Hervorragende Arbeit.
Es passt einfach alles zusammen dazwischen. Der wirklich sehr schön
geführte Teig, der sehr locker ist.
Und dein Zeitdisch, komplettes Kontrastprogramm. Aber es ist genau das,
was man für die Babka braucht als Gegengewicht.
Vielen Dank. Vielen Dank.
Ich habe euch eine Babka mitgebracht mit einer Füllung aus Mohn, gemahlenen
Mandeln und Preißelbeeren. Drauf habe ich auch Zimt-Crumble getan und mein
Zeitdisch ist ein Vanillepudding mit Marzipan, den ich ein bisschen flüssiger
gemacht habe, dass man ihn im Prinzip schön als Streichcreme obendrauf machen
kann. Der Anblick lädt auf jeden Fall zum Essen ein. Ich finde ihn sehr
attraktiv. Die Backfarbe Goldgelb, das gefällt mir sehr gut.
Streusel hast du wirklich dezent drauf verteilt. Vor allen Dingen auch mit
dieser verschiedenen Texturen, die du dann eingearbeitet hast.
Superschön, Preiselbeeren noch oben drauf.
Also optisch ist es schon mal ein Knaller.
Auch bei deiner Babka sieht man, wie unterschiedlich der Anschnitt sein kann.
Es ist gleichmäßig verteilt. Ich habe hier ein Stück, wo ein bisschen mehr
Teig tatsächlich zu sehen ist. Dafür hier sehr viel Füllung.
Verhältnis gefällt mir sehr gut. Ich muss es einmal hervorheben. Man sieht
hier schön diese lockere Porung. Das ist ganz, ganz wichtig gewesen.
Üppig gefüllt ist auch natürlich ein hohes Risiko. Ich muss allerdings sagen,
das, was hier ist, ist von der Teigführung hervorragend. Eine super
luftige Porung.
Genauso muss es sein.
Ich kann sagen, du hast jede einzelne Minute sensationell gut genutzt.
Es ist Teigführung par excellence.
Üppig mit der Mohnfüllung, gut abgeschmeckt. Mein kleines i-Tüpfelchen
ist tatsächlich diese Schmiercreme obendrauf, weil das einfach perfekt
zusammenpasst. Herrliche Konsistenz, die Mohnfüllung, die Streusel.
Wirklich super schöne Arbeit.
Die Preisebären geben genug Frische. Ich habe immer und überall diese Füllung mit
dem Teig im Mund.
Vielen Dank.
Ich
habe
meine Babka Hommage an Oma genannt. Sie ist mittlerweile 91 und wenn ich von
jemandem das Backen gehen geerbt habe, dann von ihr.
Sie backt unheimlich gerne mit Mohn und da gehört immer Rum für sie dazu.
Deshalb habe ich mich für eine Babka mit einer Mohnrumfüllung und noch mit
Mandeln entschieden.
Und weil ich sie so gerne frühstücke, mit Konfitüre obendrauf, habe ich mich
für eine Sauerkirschkonfitüre entschieden.
Optisch für mich das Gebäck sofort zu erkennen als Babka.
Ich kann die Füllung sehen, ich kann den Teig sehen, ich kann die Wicklung sehen.
Backfarbe außen, teilweise an den Kanten recht dunkel, aber noch für mich völlig
in Ordnung.
Auch das Goldgelbe gefällt mir. Allerdings fällt auch auf, dass der Teig
hätte noch mehr Volumen haben können.
Das ist natürlich klar, dass du aufgrund der langen Backzeit auch diesen G
-Prozess, also dieses letzte Triebmittel, was die Hefe letztendlich
braucht, bevor es dann wirklich zum Backen geht, einreduziert hast. Ich bin
gespannt, wie nachher die Porung von innen ist. Von außen kann ich sagen,
genauso muss sie aussehen.
Tipptopp.
Vielleicht hat man ja eben das Schnalzen von Christian gehört, als er das Stück
rausgeholt hat, weil der Anschnitt wirklich bilderbuchmäßig ist.
Man sieht diese Wicklung, diesen Wirbel, man sieht den Teig, man sieht die
Füllung, gleichmäßig die Füllung. Es lädt zum Essen ein.
Auch das, was ich gerade befürchtet habe, wenn man das von außen sieht, es
hat genau die richtige Garzeit gehabt.
Luftiger und poriger als hier wird es sowieso nicht werden. Das und vor allen
Dingen auch das Stück, mustergültig.
Danke.
Du hast auch Rum in der Marmelade, oder? Ein bisschen.
Also wenn ihr die zum Frühstück esst, habt ihr auf jeden Fall eine Menge Spaß
beim Frühstückstisch, muss man sagen. Ich finde, du hast die richtige Menge
Alkohol gewählt. Das Gebäck, die Porung, genau das richtige Volumen.
Teigführung hervorragend von außen. Du hast das leicht Rösche. Du hast die
verschiedenen Konsistenzen.
Mit der Marmelade zusammen auch bei dir. Es schmeckt wirklich saulecker.
Deine Konfitüre lässt sich gut essen. Sie ist schön abgeschmeckt. Aber auch
ohne die Konfitüre habe ich immer diese ganz leichte Rumnote.
Ich glaube, deine Oma wäre sehr, sehr stolz, wenn sie die gerade verkosten
dürfte. Vielen Dank.
Hat alles funktioniert.
Also ich bin begeistert. Die Jury war verzückt. So kenne ich die beiden gar
nicht. Bin gespannt, was sie bei der zweiten Aufgabe machen, wie sie da
gucken werden. Denn ihr wisst, jetzt kommt die technische Prüfung.
Exaktes Arbeiten ist jetzt gefragt. Bei der technischen Prüfung bekommt ihr ja
mal ein euch unbekanntes Rezept.
Ich würde diesmal denken, anhand der Zutaten kann man relativ leicht erraten,
um was es heute gehen wird. Deck die Zutaten bitte auf.
Ja,
viel ist es ja nicht.
Ich habe keine Ahnung, ob ich irgendein Gebäck, aber...
Keine Ahnung.
Ich habe keine Ahnung, was das sein könnte.
Puderzucker, Eier, Mehl, Zucker und dann Vanille, Kakao und Zimt. Ich gucke mal
im Kühlschrank.
Ist nichts drin?
Oh, mehr gibt es nicht.
Nichts ist da.
Nichts im Kühlschrank.
Anhand der wenigen Zutaten denke ich...
dass es vielleicht ein einfaches Rezept ist, was aber so viele Hürden hat,
worüber wir jetzt gleich stolpern werden können.
Es macht es jetzt nicht schöner, nach sieben Wochen solche Zutaten zu sehen,
weil ich bin mir sicher, das kommt irgendwas Krasses.
Was mache ich mit dem Edding?
Keine Ahnung.
Ich habe keine Ahnung.
Der Filzstift macht mir Angst.
Das Lineal macht mir auch Angst, weil dann heißt es, es wird wieder exakt
gearbeitet.
Es warten viele Buchstaben auf euch und zwar erstmal nur im Rezept. Dreht dieses
bitte jetzt um.
Bestimmt dieses Brot.
Russisch Brot.
Habt ihr das schon mal gebacken?
Nee, haben wir gegessen.
Ich liebe es. Was ist das?
Das sind die Buchstaben.
Ich bin raus.
Oh, die ist super lecker.
Ich weiß nicht, was Russischbrot ist. Ich glaube, die anderen haben das schon
mal gesehen, schon mal gegessen.
Ich nicht.
60 Minuten.
Oh Gott, eine Stunde.
Eine Stunde Zeit.
Die ist schon schlecht.
Wenn ich sehe, wir haben 60 Minuten Zeit und wir sollen das große Backen schön
präsentieren.
Prost Mahlzeit.
Vielleicht wird es sicher nicht.
Wir wünschen uns von euch russisch Brot oder auch Literatur für Hungrige.
Das Rezept stammt von Betty und du könntest uns jetzt vielleicht mal
ausbuchstabieren, was genau die Aufgabe ist. Das feine russische Gebäck stammt
vermutlich aus St. Petersburg und wurde von einem Dresdner Bäcker nach
Deutschland gebracht.
Auf Russisch heißen die kleinen Teilchen Bugvoi, was übersetzt Buchstaben
bedeutet.
Und hier kommt euer Text.
Ihr sollt uns das große Backen backen.
15 Buchstaben zum Glück. Die Masse reicht allerdings nur für 23 bis 25
Buchstaben. Das bedeutet, macht euch wirklich Gedanken, welchen der
Buchstaben ihr ein weiteres Mal auftrissieren wollt.
Zusätzlich werden wir beide natürlich auf die Charakteristik dieses Gebäcks
achten. Einerseits den Crunch, andererseits den Geschmack.
Diese Aufgabe ist eine Speed Challenge.
Das heißt, ihr habt 60 Minuten Zeit.
Für euch 60 Minuten, auf denen ihr euch auf eure vier Buchstaben setzen könnt.
Allerdings vor dem Zelt. Ganz viel Erfolg.
Danke.
Auf mein Kommando geht es wieder los.
Auf die Plätzchen.
Fertig. Backt.
Das große Backen soll übrigens mit zwei S geschrieben werden.
Nur Großbuchstaben. So ist es klarer und einfacher für die Backenden.
Genug Teig und viel Zeit für Nachbesserungen gibt es allerdings
wirklich nicht.
Das wird knapp, also wir müssen wirklich uns beeilen. Wir dürfen keine Sekunde
hier verlieren.
Puderzucker, Mehl, Kakao, Zimt und Vanillezucker müssen zusammengewogen und
durchgesiebt werden.
Salz und Eiweiß kommen später dazu.
Aber wie kommt das Ganze nur in Form?
Ich finde das Rezept nicht einfach. Ich finde die Zeit sehr knapp und ich finde
es auch schwierig, dass man dann ein Gebäck machen muss innerhalb der Stunde,
was schnell bricht. Am Ende müssen ja alle Buchstaben irgendwie einmal da sein
und wir haben ja nicht genug Zutaten für die doppelte Menge.
Wohl dem, der eine schöne Handschrift hat.
Ich kann leider noch gar nicht sagen, wie dieser Teig wird. Ich habe es selber
noch nie gemacht.
Wir möchten von unseren Kandidaten russisches Brot bekommen, und zwar den
Schriftzug Das große Backen.
Russisches Brot ist ein Keksteig. Und das Besondere bei diesem Keksteig ist,
dass man das Eiweiß am Anfang einmal aufschlägt und dann die ganzen trockenen
Zutaten unterrührt und so lange zusammenrührt, bis die Masse vollkommen
homogen ist.
Wir haben keinen Fettanteil, es ist wirklich sehr trocken. Ganz
charakteristisch, es knackt halt wirklich.
Ein knackiger Schwierigkeitsgrad.
Sauber getrennte Eier sind beim Schlagen von Eiweiß essentiell.
Ich schlage jetzt mein Eiweiß auf, so wie es im Rezept steht.
Das darf nicht zu fest sein.
Es sollen sich gerade mal die ersten Spitzen bilden.
Dann muss man es auch schon auf die trockenen Zutaten geben.
Nur so entsteht die charakteristische, relativ flüssige, homogene Masse.
Ramona, hast du es scheimig? So scheimig?
Ein bisschen. Also so, dass die Spürzen, wenn du es nach oben ziehst, noch nicht
einfallen.
Ja, dann da die es nicht mehr.
Gut unterrühren steht im Rezept.
Mit dem Teigschaber.
Wer die richtige Konsistenz erreichen möchte, sollte sich genau an diese
Vorgaben halten.
Da es um gebackene Buchstaben geht, nehmen die Kandidatinnen und Kandidaten
das Rezept besonders wörtlich.
Hier steht gut unterrühren.
Und ich rühre es auch gut unter.
Auf jeden Fall flüssig ist das nicht.
Ich glaube, es ist schon eine feste Masse zum Schreiben.
Aber wie bringt man die Buchstaben auf Papier?
Also auf Backpapier? Das ist eine relativ feste Masse.
Die wird aber jetzt immer flüssiger.
Die Technik ist die des klassischen Füllfederhalters. Man muss versuchen,
ohne allzu viele Flecken zu schreiben. Und einmal geschrieben muss es eben
sitzen. Ausbessern ist nicht drin.
Hier dient der Spritzbeutel als Schreibgerät. Die Gefahr der Sauerei
bleibt. Jetzt werde ich die Schablone anfertigen. Dafür müssen wir drei Linien
zeichnen im Abstand von sechs Zentimetern.
Liniertes Papier.
Wie in der Schule.
Auf das Papier werden dann die Worte das große Backen in Großbuchstaben
vorgeschrieben. Bei allen der gleiche Text.
Für Plagiatsjäger wird das ein gefundenes Fressen, wenn die Jury etwas
übrig lässt.
Ich schreibe ganz normal, wie ich sonst normalerweise schreibe. Also ich nehme
jetzt keine besondere Schriftart.
Jetzt bitte nicht zu kompliziert werden.
Irgendwas Einfaches.
Arial oder so.
Ich denke, die Jury wird darauf achten, dass die Buchstaben gleichmäßig sind.
Deswegen auch die 6 cm Linien.
Ich schreibe jetzt meine Buchstaben.
Ist eine Miniteigmasse aufs Reich? Keine Ahnung.
Ich muss aber aufpassen, dass ich alle Buchstaben esse, weil ich brauche
mindestens einmal.
Wenn der Teig zusammengerührt ist und homogen ist, dann ist er relativ
flüssig. Dann muss man ihn in einen Spritzbeutel füllen und dressiert dann
im Endeffekt die Buchstaben auf.
Unsere Kandidaten sollen die Buchstaben von Das große Backen in Großbuchstaben
schreiben. Das erfordert schon ein bisschen Geschick, um wirklich jeden
Buchstaben gleichmäßig in der Dicke und Höhe zu haben.
Gleichmäßiger Druck ist in dieser Aufgabe definitiv wichtig, den du auf
den Spritzbeutel ausübst, damit die Buchstaben natürlich auch an jeder
Stelle gleich dick sind.
Ich möchte da keine Nasen haben oder so eine Zitterschrift, sondern es soll
wirklich sehr schöne Druckbuchstaben sein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Kandidaten gibt, der uns nicht
alle Buchstaben präsentieren wird, aber ich glaube, sie werden sehr
unterschiedlich sein.
Jetzt muss ich mal das große Backen hier aufschreiben.
Aber bitte nicht direkt auf das Backpapier, sondern auf die
durchsichtige Silikonmatte.
Das Papier liegt darunter und ganz unten ein umgedrehtes Backblech.
Es muss alles so gleichmäßig sein.
Es darf nicht, dass manche Buchstaben zu dünn, die anderen zu dick. Ich zittere
und ich muss mich konzentrieren.
Dünne Buchstaben bedeuten ein besonders großes Bruchrisiko.
Aber je dicker sie ausfallen, desto knapper wird der Teig.
Ich habe ein bisschen die Probleme, dass ich hier schön absetze, weil ich ziehe
immer die Spitzen.
Ich habe es noch nie gemacht. Ich weiß wirklich nicht, wie dick diese
Buchstaben sein müssen. Ich mache sie jetzt einfach so, als würde ich normal
schreiben und hoffe, dass es dann so funktioniert.
Nach dem Auftressieren wird das russische Brot gebacken.
Dafür wird es erst getrocknet, dann gebacken und bekommt nach dem Backen
sofort noch eine Glasur, die dann auch nochmal getrocknet werden muss.
Dadurch entsteht dieser charakteristische Glanz. Der gehört
einfach mit zum Gebäck.
Wichtig ist, dass das Gebäck wirklich richtig heiß ist, wenn die Zuckerglasur
aufgetragen wird. Nur dadurch kann die Feuchtigkeit verdampfen und das Gebäck
wird nicht feucht.
Rein damit.
Jetzt kommt das Ganze auf der mittleren Schiebe 15 Minuten bei 100 Grad in den
Ofen. Ganz vorsichtig.
Eine flüssige Handschrift ist manchmal auch von Nachteil.
Die müssen trocknen und nicht backen. Erstmal und dann später 12 Minuten bei
160 Grad.
Das heißt aber nicht, dass die Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker in den
nächsten 27 Minuten nur einmal die Temperatur hochdrehen müssen. Nein.
Die Glasur muss auch gemacht werden.
Ramona, macht ihr direkt den Zucker?
Ja. Wird das nicht mehr? Ich habe es noch nie gemacht, deswegen frage ich so
blöd. Nur kurz aufkochen. Dann kann man das gleich bepinseln. Okay, danke.
Zucker plus Wasser plus aufkochen gleich fertig.
Slusally. Mal ein bisschen was Russisches hier reinbringen. Das heißt,
zugehört. Es sind nur noch 30 Minuten.
Halbzeit. Ach, scheiße. Warte mal, stopp. 30 Minuten nur noch.
Jetzt schon Halbzeit.
Er ist jetzt angefangen. Ich habe gerade angefangen.
Wie soll man das denn schaffen?
Das ist der Wahnsinn.
Ich meine, eine halbe Stunde. Was haben wir denn jetzt gemacht in dieser halben
Stunde?
Jetzt habe ich gerade den Zuckersirup aufgekocht.
Warte, dass die erste Trockenphase vorbei ist. Dann kommt es raus und dann
geht der Stress weiter.
Sind scheiße. Nein, die sind nicht. Ich kenne sie aber gar nicht, wie sie
aussehen sollen.
So kenne ich sie auch nicht.
Das muss nichts Schlechtes heißen.
Deine sehen ganz gut aus, finde ich, auch von der Breite. Du hast sie ja eben
per Hand aufgemalt. Ja klar, ich mache das immer so.
Ach Julia, angebermäßig sagst du, ich mache das immer so ohne Vorzeichnen. Ich
kann einfach so Buchstaben machen.
Es sah großartig aus.
Achtung, jetzt wird's knifflig. Der Alltag der Hobbybackenden.
Struktur und Timing.
Im Optimalfall gehen sie Hand in Hand.
Der Ofen muss jetzt auf 160 Grad vorgeheizt werden und dann müssen die
für 12 Minuten fertig gebacken werden. Aber die Temperatur muss erst mal
erreicht sein.
Oh Gott.
Der braucht so, so lang.
Hast du auch so Angst, dass die brechen?
Nein, ich habe Angst, dass mein Ofen nicht so heiß wird, dass ich es in der
Zeit nicht mehr schaffe.
Jetzt mache ich das Zeug da rein.
Genau. Und dann zwölf Minuten backen. Und das wird noch nicht das Ende sein.
Und tschüss. Das heißt warten.
Weil die jetzt für zwölf Minuten backen.
Ich glaube, wir müssen ein bisschen Zeit abziehen.
Von allem. Von allen. Eine Minute.
Meine werden nicht fünf Minuten abkühlen. Ich muss die gleich sofort
bepinseln und umsetzen. Ich mache mit.
Ich überlege die jetzt gleich schon mal rauszunehmen, dass wenigstens der Zucker
noch eine Chance hat, auf den Dingern zu trocknen.
Ich hoffe, ihr habt keine kyrillischen Buchstaben gemacht. Ich glaube, Betty
und Christian können das nicht so gut lesen.
Ihr habt noch zehn Minuten.
Scheiße. Ach, Leute.
Es wird knapp.
Es ist nicht zu schaffen.
Noch zehn Minuten.
Es muss noch fünf Minuten backen, es muss noch bepinselt werden.
Wie machen das die Russen nur immer?
Jetzt!
Die Buchstaben sollen raus und schnell mit Zuckerguss bepinselt werden. Der
Ofen bleibt geschlossen.
Er wird noch gebraucht.
Jetzt müssen wir die bepinseln und zwar so.
Dass sie schön glänzen, schon klar. Aber auch die Glasur muss eigentlich nochmal
im Backofen für drei Minuten trocknen, bevor sie für nochmal fünf Minuten
abkühlt. Rein mathematisch bedeutet das, das wird nichts mehr.
Ich bin gerade beim dünnen Bepinseln der Buchstaben.
Wenn man die Abkühlzeit streicht, weil bis zur Verkostung sowieso noch ein paar
Minuten vergehen, bedeutet das trotzdem, dass die Buchstaben jetzt in den Ofen
müssen. Sie müssen ja auch noch von der Silikonmatte runter und drapiert werden.
Drei Minuten noch.
Lass ich sie ziehen mit der Zuckerglasur?
Jetzt müssten Sie drei Minuten noch mal trocknen. Das wäre der letzte
Trocknungsprozess. Aber auch den werde ich zeitlich nicht schaffen.
Ihr Lieben, Tolstoi und Dostoevsky hätten ohne Russischbrot nie schreiben
gelernt. Ihr habt noch zwei Minuten.
Nee, nicht.
Scheiße. Danke, Inni.
Mein Nervenkostüm.
Gezittert wird später.
Jetzt muss jeder Handgriff sitzen.
Schaffen es die Backenden, einen Schriftzug ohne Brüche zu präsentieren?
Ich mache jetzt auch nur eine Minute hier im Eisfach, damit es schneller
runtergeht. Ich lasse die jetzt nicht frieren da drin.
Ich muss die jetzt hier von der Silikonmatte kriegen.
Und wie gehen sie ab?
Das dauert ein Stück. Also ihr braucht mindestens eine Minute, ehe die alle
drüben abkleben.
Aber du hast es kurz im Froster gehabt? Ja.
Sind sie noch warm?
Die sind noch warm.
Hoffentlich ist alles richtig geschrieben, denn jetzt ist gleich
Schluss. 10 9
8 7
6 5
4 3
2
Eins. Und Schluss.
Hände weg vom Gebäck. Ah, Schatz geschwungen.
So soll der Schatz.
Die sind noch ein bisschen weit.
Also ich glaube, die hätten tatsächlich noch ein bisschen backen müssen.
Aber die Zeit war knapp. Ich bin froh. Ich weiß ja nicht, vielleicht müssen
selbstgebackene auch so schmecken, ne? Keine Ahnung.
Ich hab wirklich keine Ahnung.
Fehlt da eine Buchstabe? Nein.
Scheiße. Steht.
Ich bin froh, dass ich jetzt wirklich die Aufgabe geschafft habe. Auch wenn
ich sehe, dass die anderen, die wissen ja, worum es geht bei dem Gebäck. Das
sieht anders aus und schöner aus.
Aber ist mir egal. Ich hab's gemacht.
Mega. Echt geil.
Ja.
Man kann es lesen. Es ist geordnet. Ich finde sie eigentlich auch schön.
Für die Jury heißt es jetzt gleich Brotzeit. Ich hoffe, alles ist bei euch
richtig geschrieben.
Bringt euer Gebäck bitte nach vorne und stellt es hinter euer Foto.
Für mich, ich würde mir wirklich gerne 10 von 10 geben. Aber ich werde
wahrscheinlich der Letzte sein, weil ich wusste halt nicht, wie das aussehen
sollte.
Ich finde, es ist eigentlich schön geschrieben.
Also schöner hätte ich jetzt nicht schreiben können.
Meine Handschrift ist auch nicht die schönste, aber dafür bin ich zufrieden.
Ich bin sehr gespannt auf die Verkostung, weil ich bin mir sehr
unsicher mit der Konsistenz. Für mich sind sie zu weich.
Ist nichts gebrochen? Nein, weil sie weich sind.
Herzlich willkommen zurück, liebe Jury.
Ist das nicht toll? Ihr könnt zum ersten Mal bei einer Verkostung Schönschrift
mit in eure Beurteilung einfließen lassen.
Da haben wir lange drauf gewartet.
Wollen wir uns gleich die erste Schrift angucken?
Das Erste, was so ein bisschen auffällt, ist,
dass die Buchstaben so ganz klein ein bisschen unterschiedliche Größen haben.
Hier so beim N.
Da geht das Beinchen quasi ein bisschen nach oben weg. Das eine ist es kleiner
als das andere.
Es ist gleichmäßig gespritzt. Also es ist von der Dicke her fast überall
gleich. Das A ist ja ein bisschen größer als das A. Das kann man dann auch gut
erkennen. Also ihr merkt, es wird wirklich jetzt sehr diffizil das Ganze.
Und auch von der Höhe halt, es stimmt halt nicht überall. Aber man kann es
erkennen. Du hattest auch vorgegeben, sechs Zentimeter, oder? Und dazwischen
sollte man dann arbeiten.
Du weißt selber, wie das ist, wenn man spritzt. Das muss man ein paar Mal
gemacht haben, um einen gleichmäßigen Schwung zu haben. Und dann ja noch den
Druck dann auch von der Spritztülle, wo man sehr unterschiedlich ansetzen kann.
Auf jeden Fall, der Glanz ist da. Ich glaube, auch das war sicherlich eine
Herausforderung, beziehungsweise für viele von euch neu, dass man sowas
abglänzt und dann nochmal die finale Zeit im Backofen gibt.
Glanz ist da.
Super.
Wollen wir knusprigen? Ich freue mich schon auf die Kekse.
Ich glaube, für viele ist das Wichtigste, und ihr habt es ja auch
gehört, dieser Crunch, dieses Knacken, das ist genau das, was einfach zu diesem
Gebäck letztendlich dazugehört. Hat hier wunderbar funktioniert. Ich finde auch
dieses Spiel zwischen Vanillezimt und dann das Kakaopulver ist hier wirklich
gut umgesetzt worden. Der Crunch ist da.
Genau, sie sind nicht zu weich, sind aber auch nicht zu hart. Wir konnten sie
gut beißen.
Einzig und allein hier und da bei der Schrift ein bisschen sorgfältiger sein.
Ganz andere Schriftbild.
Das große Backen.
Was auffällt, ist, dass die Striche etwas dünner sind.
Nicht mit so viel Druck gespritzt wurde. Wenn ich mir hier das C angucke, das ist
wirklich sehr dünn.
Und was auffällt, sind immer diese Nasen vom Wegziehen des Spritzbeutels. Es ist
so ein bisschen unterschiedlich. Manchmal sind es kleine Nasen. Hier beim
R sieht es fast so ein bisschen aus, als wenn es so ein Horrorfilm ist.
Beim B wusste man nicht so genau, wohin. Da ist dann so eine kleine Schlaufe noch
passiert.
Ich weiß jetzt gar nicht, welches der größte ist, aber das N dürfte hier der
kleinste Buchstabe sein. Sie sollten ja alle gleich groß sein. Wenn ich das N
jetzt hier neben das G halte, dann ist es wirklich schon fast Großbuchstabe und
Kleinbuchstabe. Wenn ihr euch schon Linien vorzeichnen dürft mit einem
Abstand, dann auch versuchen, in diesen Linien drin zu bleiben.
Wie gefällt dir der Glanz?
Der ist da, definitiv.
Backfarbe ist braun.
Tipptopp.
Obwohl sie ja dünner sind, sind sie aber von der Crunch-Stufe richtig schön
crunchy. Genauso soll es sein. Auch da mit den Gewürzen bzw.
mit den Aromaten dasselbe Spiel.
Es schmeckt.
Geschmacklich jetzt keine große Überraschung oder Enttäuschung.
Aber hier definitiv.
Ein bisschen sauberer und gleichmäßiger schreiben. Nicht nur ein bisschen, ein
bisschen mehr.
Das Tolle ist ja, dass wirklich jeder Mensch so eine eigene Schrift hat. Auch
hier wieder ein ganz anderes Schriftbild.
Hier die Strichdicke deutlich breiter wieder.
Also wenn ich hier mir das ändern gucke, das ist schon fast so ein bisschen die
Form.
Richtung Löffelbiskuit gehend. Also da hätte ich mir ein bisschen weniger Masse
gewünscht. Der Schwung gefällt mir eigentlich ganz gut von dem Buchstaben.
Allerdings sieht man auch hier, der untere Schwung stimmt. Hier oben
verkümmert er. Hier ist er ein bisschen größer geblieben. Ich glaube, am besten
fällt mir tatsächlich hier unten das Backen, auch wenn das B so einige kleine
Beulen hat.
Zum Schriftbild muss man ganz klar sagen, das mit der Masse, dass das unten
ein bisschen dicker wird, kann natürlich daran liegen, umso länger ihr das
verarbeitet, umso flüssiger wird die Masse. Das ist natürlich das eine.
Oder wenn man sich zum Beispiel am Anfang, ihr habt ja alle dieselbe
Lochtülle, wenn ihr euch am Anfang nicht sicher seid, vielleicht nochmal eine
zweite Runde drauf dressiert, kann natürlich auch dazu führen, dass der
eine oder andere Buchstabe dann vielleicht von der Teigmenge her mehr
wird und deswegen dicker.
Aber das Wichtige ist halt einfach, also das große Backen, was da stehen soll,
gleichmäßig dick ist.
Möchtest du den Knusperfaktor herausfinden? Jawohl.
Ich habe sofort dieses Krachen im Mund gehabt.
Dieses Geräusch und diese Geräuschkulisse, die es dabei gibt, ist
wiedergegeben. Und auch da die Aromatik. Also hier ist nicht viel falsch
gelaufen. Es wäre auch tatsächlich sehr verwunderlich, wenn das tatsächlich nach
was anderem schmecken würde.
Es ist genau das, was ich mir darunter vorgestellt habe.
Alle Buchstaben sind da.
Hier wieder ein Tick dünner von der Strichführung her.
Man hat so manchmal das Gefühl, als wenn so ein bisschen, ja nicht verzittert,
aber so ein bisschen ängstlicher aufgespritzt worden sind.
Manchmal eine dicke.
Man hat ja Lieblingsbuchstaben und wenn er jetzt nicht dabei ist, dann ist es
halt auch los.
An manchen Stellen sieht man auch hier so diese Absetzpunkte, wo es gezogen
wird, aber scheint sich dann irgendwann relativiert zu haben. Dann hatte man den
Bogen raus.
Aber auch hier darauf achten, möglichst gleichmäßig zu schreiben.
Dann geht es nur übers Probieren.
Verbrannt sind sie nicht? Nein, null.
Das Kakaopulver drängt sich nicht auf. Ich habe tatsächlich wieder dieselbe
Aromatik. Ich habe diesen herrlichen Crunch, der natürlich sehr intensiv ist
bei diesem Back.
Normalerweise nimmt man sich ja eine Milch dazu und tunkt die Dinger da drin,
dass es ein bisschen weicher wird. Aber ich muss sagen, geschmacklich und von
der Konsistenz her ist alles gut.
Und was wir hier auch noch zum Beispiel haben, ist das auch mit dem Abglänzen.
Also auch hier wieder ein schöner Glanz obendrauf.
Ja, jetzt haben wir herausgefunden, Christian liebt das D.
Du hast überall das D weggeknuspert. Und ich bin jetzt gespannt, wie ihr Zahlen
und Buchstaben zusammenbringt.
Denn die Buchstaben müssen ja platziert werden.
Also ich würde sagen, wir sind uns einig, Geschmack waren sie alle
identisch. Und dann gucken wir mal, wo wir da die Unterschiede festlegen.
Das S zum Beispiel, das hier oben, so ein Zipfel, der darf natürlich nicht
sein.
Ich bin so glücklich, dass sie knusprig waren. Als ich dieses Krrk gehört habe,
ist mein Herz in die Hose geschoben. Ich habe mich so gefreut, dass es Gott sei
Dank ja dann noch nachgeknuspert hat. Ich habe sie natürlich auch direkt aus
dem Ofen gegessen.
Logischerweise konnten sie ja noch nicht knusprig sein.
Naja, es ist halt fast schon wie so eine etwas andere Schriftart, so ein bisschen
Horrorfilm-mäßig.
Meine Schrift wirklich, auch auf Papier sieht sie genauso aus. Ich kann die Hand
nicht so wirklich so heben, also auch auf Papier.
Von daher, das ist meine Schrift.
Also ich glaube, da waren wirklich nur Kleinigkeiten.
Ich bin schon mal erleichtert, dass es eine positive Rückmeldung gab für uns
alle, aber natürlich auch ein bisschen aufgeregt, wie jetzt die Platzierungen
und Punkte sind, weil noch eine Aufgabe und dann entscheidet sich ja, wer ins
Finale ziehen darf.
Ich würde sagen, Nummer eins ist Julia.
Nummer zwei gibt es wahrscheinlich nicht.
Und drei dritte Plätze würde ich uns geben.
Zählen wir zusammen.
Alles klar.
Liebe Jury, verkündet eure Platzierung.
Ja, eins können wir vorweg schon mal sagen. Geschmacklich habt ihr alle
dieselbe Punktzahl bekommen.
Nichtsdestotrotz ging es ja darum, Unterschiede zu finden. Und die haben
wir gefunden. Deswegen gibt es ein Ranking. Und der Platz vier, der steht
gleich.
Hier.
Hat 16 Punkte.
Fares, du hast tatsächlich eine absolute Sauglaue. Das bleibt schon mal für weg.
Es ist natürlich nicht gleichmäßig und wenn Betty sagt, sie erinnert das an so
eine Überschrift von einem Horrorfilm, ist es am Ziel vorbeigeschossen. Ich
glaube, wenn man schon mal mit Schokolade beispielsweise geschrieben
hat, dann hat man das so ein bisschen raus. Es schreibt sich einfach anders,
als wenn man jetzt irgendwie einen Kugelschreiber in der Hand hat.
Ein Platz besser, 17 Punkte, hat der Platz 3.
Der steht hier.
Ramona, bei dir ist natürlich dasselbe Spiel. Geschmacklich seid ihr alle
gleich. Das heißt, wenn die Buchstaben alle eine unterschiedliche Größe haben,
wir haben sie aneinander gehalten, dann ist das natürlich ein Kriterium für uns.
17 Punkte, Platz 3.
Ja, und der zweite Platz mit 18 Punkten ist hier.
Hannes, es sind jetzt wirklich Nuancen, aber bei dir...
Bisschen mehr noch darauf achten, dass die Striche gleich dick sind. Auch von
der Höhe hat es noch so ein bisschen getanzt. Es fehlte nicht viel zu Platz
1, aber trotzdem Platz 1 mit 19 Punkten ist hier.
Julia, es ist noch nicht ganz perfekt, deswegen keine 20 Punkte, aber insgesamt
hat uns dein Schriftbild wirklich am meisten überzeugt.
Vielen Dank.
Dankeschön.
I sing for love, I sing for me.
I shout it out like a bird set free.
Up you came,
up you came.
Liebe Kandidatinnen und Kandidaten, wer nach Russland reist, der lässt auch
gerne mal die Puppen tanzen. Und das machen wir jetzt auch. Denn in der
dritten Aufgabe sollt ihr uns eine Matroschka backen.
Die kleinen Puppen kennt ihr ja. Das ist ja die Puppe in der Puppe, wo dann noch
eine Puppe drin ist. Allerdings frage ich mich jetzt, liebe Jury, heißt das,
es muss ein kleiner Kuchen gebacken werden mit noch einem Kuchen drumherum
und noch einem Kuchen und so weiter?
Nicht ganz.
Es reicht uns schon, wenn eure Torte einen überraschenden Kern enthält. Von
außen sollte sie einer Matroschka gleichen.
Das bedeutet eine Höhe von mindestens 20 Zentimetern und die typische eiförmige,
bauchige Form. Bei den Dekorationstechniken seid ihr frei.
Aber wir erwarten ein farbenfrohes und opulentes Äußeres.
Wir lassen euch natürlich nicht bis in die Puppen backen. Ihr habt für diese
Aufgabe nur fünf Stunden Zeit. Und die starten auf mein Kommando.
Auf die Plätzchen.
Fertig. Backt.
Die Matryoshka ist das platzsparendste Spielzeug aller Zeiten. Doch steckt in
ihr immer das Gleiche. Bei diesen Torten soll das anders werden.
Eier und Butter in Maschine. Wie viele Eier, Zehen und Butter?
625 Gramm.
Die liebe Matryoshka bekommt ihre bauchige Form eben nicht von alleine.
Diese Aufgabe kann natürlich jetzt für uns alle hier nochmal entscheidend sein,
ob wir in das Finale einziehen dürfen.
Ich bin total aufgeregt, aber ich freue mich so sehr auf diese Torte, deshalb
gebe ich jetzt einfach alles.
Also ich glaube, dass es wieder für jeden eng werden könnte.
Also diese Aufgabe wird wahrscheinlich entscheiden.
Beim Motivtorten sollte man immer auf belastbares Baumaterial achten.
Meine Torte besteht aus einem Schokoladenkuchen. Der ist nämlich schön
stabil, um sie hochstapeln zu können. Und das Schöne ist, das ist unser
Lieblingsschokoladenkuchen zu Hause. Also den backe ich immer mit meinem Sohn
zusammen.
Julia will mit einem Karamell-Wodka-Kern punkten.
Drumherum Schichten aus Schokorührteig, Kondensmilch, Buttercreme, Knusperperlen
und Erdbeergelee.
Wenn Julia mit ihrem Sohn backt, lässt sie natürlich den Wodka weg.
Hannes feiert Premiere.
Bei mir passiert heute, dass ich zum ersten Mal herzhaft in meine Torte
einbringen werde. Und für die Regionalität gibt es Vogelbeeren.
Die meisten Vogelbeeren sind recht bitter, aber es gibt auch schmackhafte
Züchtungen.
Man hat ja immer dieses Vorurteil, dass Vogelbeeren giftig sind. Sind sie aber
nicht. Sie sind gut für die Verdauung.
Und daher ganz praktisch für Leute, die täglich Torten serviert bekommen.
Also meine Matroschka heißt Talisfrau. Ich hoffe, dass sie mir Glück bringt.
Ich habe in meinem Teig ein bisschen Bittermandel-Aroma, wenn man das
Marzipanige ein bisschen dann rausschmeckt. Und in meinen Teig kommt
ja noch Kefir, eine typisch russische Zutat.
Mit Kefir-Ölteig, Ruby-Buttercreme und Lemon Curd im Bauch soll das Püppchen
punkten. Auch darin Himbeer-Crunch, Kirsch-Bubbles und ein Kern aus
Schokolinsen.
Wenn man zu Fares rüberlinst, erblickt man viele frische Früchte.
Ja, meine Matroschka für heute heißt Dragioschka und das sollte ein Dragqueen
darstellen. Es gibt so viele Leute, die immer noch Angst haben vor Bund, vor
Diversität, dass Menschen einfach unterschiedlich sind und ich dachte, es
muss heute sein. Das war die erste Idee, die mir einfach im Kopf kam. Ich mache
ein Dragioschka.
In Fares Statement-Figur umschließt Vanille-Buttercreme auf Limetten-Molly
-Cake und Beeren einen Kern aus Wodka-Himbeerkompott. Für den Crunch
gibt's Kokos-Baiser in Schokolade.
Fares wächst mit jeder Aufgabe.
Ein Alltag im Büro wird für ihn immer schwerer vorstellbar. Er hat die große
Liebe zum Backen entdeckt.
Es war schon vor der Sendung, dass ich immer so Lust drauf hatte, was beruflich
in die Richtung zu machen.
Und ich glaube jetzt nach der Sendung, dann sieht man ja die Welt auch.
noch ein Tick anders und ich glaube, ja, das bestätigt auch, dass ich das gerne
machen möchte. Nicht unbedingt die Königin der Motivtorten werden, aber ja,
ich weiß auf jeden Fall, was ich kann und was ich nicht kann.
Eine Matroschka beinhaltet viel, deswegen habe ich versucht, viel auch
Regionales einzubringen, was typisch ist. Ich hebe da jetzt noch die
Vogelbeeren unter und dann verteile ich das auf meine sechs Formen.
Hannes wagt das Experiment aus Vanilleböden mit russischen Vogelbeeren
und einer Zwiebelspeckfüllung. Außerdem Zuckercreme, Karamell-Mohn-Crunch und
Salzkaramellkern.
Außen widme ich meine Torte der Lilia, die ganz vorne stand.
Deswegen trägt sie auch ihren Namen, die Torte.
Und meine Matryoshka hat die Idee, dass sie mit mir durch die Welt reist, wie
wir hier alle im Zelt gereist sind, und sich überall in jedem Land etwas gekauft
hat, was sie dann anziehen wird.
Ob Schokorührteig bei Julia, Limetten-Mollicake bei Faris, Kefir
-Ölteig bei Ramona oder Vanille-Rührteig bei Hannes.
Jede Matryoshka bekommt einen einzigartigen Boden.
Fertig werden die Böden nicht gleichzeitig, aber beim Einstellen sind
alle noch ähnlich in der Zeit.
Ungewöhnlich für eine Torte. Was wird daraus werden?
Ich möchte gerne diese Baiser mit Kokos raspeln obendrauf und dann backen. Und
das ist mein Crunchwort.
Werden die Baisers noch mit Schokolade ummantelt oder wolltest du die so da
reinmachen? Bis jetzt so da reinmachen. Das reicht dir auf.
Ich würde sie wirklich ganz dünn mit Schokolade ummanteln. Dann hast du einen
hauchdünnen Film von außen. Gut, so mache ich das. So würde ich es machen.
Nicht, dass es wieder Tränen gibt.
Wie gerade bei Hannes.
Die Kombination meiner Torte ist schon risikobehaftet, aber es gibt ja den
Zwiebelkuchen und das ist ja an sich auch schon ein Gebäck.
Und weil ich dachte, wir sind in Russland und es wird gern herzhaft
gegessen, wollte ich das auch in meine Torte mit einbringen.
Mit Speck fängt man manchmal auch Jurorinnen und Juroren.
Fares versucht es mit Baiser.
Ramona ist schon bei ihrer Creme.
Während Hannes für Röstaromen sorgt.
Ich habe gerade schon gerochen, es duftet sehr nach Frühstück. Ich glaube,
das kommt vom Hannes.
Ein sehr herzhaftes Frühstück.
Dazu gibt es Karamell für den Mondcrunch.
Also dieser Duft, das ist echt phänomenal.
Wer hat da nicht gefrühstückt?
Ich finde es jetzt schon ziemlich geil, muss ich sagen.
Wird der dreifache Bäcker der Woche die rote Schürze auch ein viertes Mal
abstauben? Oder trifft das Glück einen anderen oder eine andere?
Ramona, du bist bei der Buttercreme. Ja, heute mal eine Buttercreme von mir.
Ich wollte dich nur fragen, ich will da noch Ruby-Schokolade reinmachen.
Würdest du die davor noch schlagen oder soll ich jetzt erstmal warten, bis die
Ruby die richtige Temperatur hat?
Also temperieren muss die Schokolade nicht. Sie kann auch ruhig ein bisschen
kühler sein.
Ich würde sie wirklich noch ein bisschen mehr schlagen. Ich glaube, sie kann noch
mehr Volumen haben.
Und dann die langsam einlaufen lassen. Und dann noch ein bisschen schlagen.
Aber erstmal würde ich die Butter tatsächlich auf das richtige Volumen
bringen. Okay, perfekt, danke.
Dann mache ich das so.
Und wie fügt Julia die gezuckerte Kondensmilch ihrer Buttercreme hinzu?
Mit Liebe, ganz langsam.
Also Fahrer-Style.
Ramona setzt Bettys Tipps eins zu eins um.
Man kann nicht mehr Herzhaftes in eine Torte packen als Hannes. Aber mehr
Butter.
800 Gramm Butter auf 800 Gramm gezuckerte Kondensmilch. Leute, heute
machen wir keine Diät.
Nee. Und abstinent leben wir heute auch nicht.
Ich mache einen Himbeer-Wodka-Kern. Ich weiß, dass die Jury gerne Alkohol buchen
mögen und ich soll ja auch nicht an Alkohol sparen.
Hannes, das ist Alkohol. Das ist Himbeer-Wodka.
Reicht oder noch mehr?
Nö, finde ich gut. Kommt zum Schluss.
Danke.
Die Bar ist hiermit eröffnet.
Also ich bereite jetzt schon mal meinen...
Tortenkern vor aus karamellisierter Kondensmilch mit Wodka verdünnen, dass
die nachher so dickflüssig rausläuft.
Und, schmeckt's nach Freude?
Sehr lecker.
Die braune Zuckercreme von Hannes wird auch nicht ohne Wodka auskommen.
Nach und nach werden die Böden als fertig angesehen.
Vor dem Schichten müssen sie abkühlen. Aber es fehlt ja auch noch
Stapelmaterial.
Ich mache jetzt meine Fruchtfüllung. Da sind Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren.
Und das Ganze soll die Säure bringen zu dem Kuchen, was ziemlich süß ist.
Genau wie Hannes Ganache.
Julia geht auf Nummer sicher.
Damit ich Frucht einbauen kann, die auch stabil genug ist, habe ich mich gegen
frische Früchte entschieden, sondern mache so eine Fruchteinlage, die ich
ganz dünn in die Creme so mit einschichte, für den Geschmack, für die
Fruchtigkeit.
Das Gelee muss auskühlen und fest werden.
Apropos fest.
Bergfest.
Um mit Püppchen zu spielen, ist man ja vielleicht irgendwann zu alt. Allerdings
Püppchen essen, ach, das kann man immer.
Ihr habt noch zweieinhalb Stunden, es ist Halbzeit.
Ich wollte eigentlich schon anfangen zu schichten. Ich beginne es jetzt auch.
Ich bin gerade noch so im Zeitplan, aber ich weiß, dass auch noch viel passieren
wird. Deswegen, je schneller, desto besser.
Fares hatte nicht geplant, sein Baiser zu schokolieren.
Aber er nimmt sich die Zeit.
Ich finde die Böden tatsächlich sehr gut. Sie riechen auch himmlisch.
Im Schokohimmel befindet sich gerade Julia.
Ramona hat in ihren Teig Kefir gegeben, russische Sauermelch. Ich habe meine
Bodenreste schon probiert.
Ich finde sie auch sehr lecker. Sie haben wirklich so einen eigenen
Geschmack, den man glaube ich sonst nicht kennt vom Kefir.
Uttermilchig, leicht, lecker.
Eine Matryoshka muss nicht nur von außen in Form sein.
Vielmehr kommt es auf ihre inneren Werte an.
Karamell, Wodka und was sonst noch in ihr Bäuchlein passt.
Deswegen wird mit Loch geschichtet.
War Hannes Konzept eigentlich abgesprochen?
Lilia weiß nicht, dass sie heute gebacken wird. Das wird dann eine
Überraschung, wenn sie die Sendung sieht.
Und was für eine.
Wer Backen im Herzen trägt, freut sich bestimmt auch über ein gebackenes
Ebenbild mit Zwiebelfüllung.
Ramona mag's lieblicher.
Ich habe mich für gefriergetrocknete Himbeeren entschieden. Ich finde, das
gibt nochmal eine ganz andere Konsistenz wieder im Mund.
Ich schöpfe hier gerade Kirschbubbles ab.
Die packe ich jetzt immer in jede zweite Schicht zu meinem Lemoncut dazu.
Da kann man dann draufbeißen und dann gibt es so einen kleinen Plopp.
Die Tortenrohlinge müssen die Form auch dann noch halten, wenn das Innere der
Matryoshka prall gefüllt ist.
Und sie müssen schnitzbar bleiben.
Nun gibt es Druck von innen. Die Überraschungsfüllungen werden
eingesetzt. Wahre Geschmacksbomben, die der Jury beim Anschnitt entgegenplatzen.
Lilia streitet nicht nur von außen, sondern auch von innen.
Und zwar in Form eines Salzkaramellkerns.
Fahres Vorbild ist gemalt.
Das hier ist ein bisschen wie Malen nach Zahlen.
Ich glaube, das ist das Einzige, was ich mehr oder weniger hinkriegen kann.
Anders geht leider nicht.
Fahres großes Problem?
Gewagte Geschmackskompositionen fallen oft hinter einem etwas grobschlechtigen
Äußeren zurück.
Ramona fallen Details leichter. Und Julia auch.
Hannes sägt an seiner Lieblingskollegin.
Delilia kriegt gerade ihre typische russische Form als Madroschka.
Etwas schmaler wird Fares Drag Queen.
Ansonsten sind Rundungen voll im Trend.
Die Form ist so, wie ich sie haben will. Jetzt muss ich sie einstreichen, weil
ich muss sie ja gleich noch mit Fondant eindecken.
Fares Torte ist nicht nur schmal, sondern hoch.
Im Gegensatz zu den Wuchtbrummen an den anderen Plätzen.
Julia, kann ich dir einen Tipp geben? Ihr streicht da jetzt quasi so eine
Kuppel ein. Das ist immer ein bisschen schwierig. Und wenn du jetzt zum
Beispiel Backpapier nimmst, um dann oben eine schöne Kuppel hinzubekommen. Und
dann streichst du oben quasi mit dem Backpapier. Und du hast eine richtig
glatte Oberfläche. Und nachher beim Eindecken ist es natürlich dann mit dem
Fondant supergeil. Super, vielen Dank.
Was ist das Leben einfach?
Ihr Lieben, die Matroschka steht ja für Weiblichkeit und Fruchtbarkeit.
Wirklich? Bei euch sollte sie auch für Geschmack stehen. Ihr habt noch eine
Stunde. Wow.
Das wird jetzt knapp.
Bald sollte man eindecken.
Aha, Fares hat noch eine zweite Torte in der Mache.
Die hat schon mehr Hüfte.
Faltenfreies Fondant auftragen ist bei sich in mehrere Richtungen verjüngenden
Formen besonders schwierig.
Ich hoffe, das ist die letzte Challenge, wo ich Fondant benutzen muss.
Es war auch freiwillig von mir heute, aber ich dachte, das ging nicht anders.
Fares hat überhaupt die Vorgaben ein wenig frei interpretiert, so scheint es.
Aber der Fondant sitzt.
Ich habe Angst, Betty. Weißt du, wovon?
Nein, du verrätst es mir. Meine zweite Hälfte ist fast genauso groß wie die
Hälfte. Wie groß ist denn der? Das ist ein Tiefkühler. Ein Schockfroster.
Achtung, skeptischer Blick. In drei, zwei, eins.
Das ist der Kopf?
Ja.
Sieht eher so aus, als wenn du die...
Puppe, die in der Puppe ist, noch mal gemacht hast. Als wenn du so eine
Puppenfamilie machen möchtest. Es gibt doch die Familie, oder nicht?
Ja, aber ihr sollt doch nur eine machen.
Ist schon eingestrichen.
Okay, also du machst den Kopf so, wie du planst. Ja.
Ich würde auf jeden Fall Stützen reinmachen und mache es einfach extrem
gut. Okay. Und dann verkaufst du uns entsprechend.
Okay.
Danke, Betsy.
Ich habe gerade Bauchschmerzen, ich habe echt Bauchschmerzen. Zumal Fares jetzt
nicht dafür bekannt ist, dass er besonders dekorativ und kreativ Torten
dekorieren kann.
Ihr Lieben, kleine Frage für den Hinterkopf. Wenn man eine Matroschka im
Bauch hat, isst man dann selber eine?
Ihr habt noch 30 Minuten.
Ja, 30 Minuten, ich werde es niemals schaffen.
Ich muss meine Matryoshka auch bemalen, einmalen, egal.
Ja, die muss noch dekoriert werden, das ist keine weiße Matryoshka.
Die Matryoshkas sind ja im richtigen Alter, um unter die Haube zu kommen.
Höchste Zeit für die standesgemäße Ausstaffierung.
Das ist auch nicht schlimm, dass es blaurissig ist, weil das wird man nicht
sehen, wenn ich da gleich...
mit meinem Pinsel drüber gehe.
Fares macht aus zwei Torten eine.
Dabei haben alle, die nur eine Torte zu verzieren haben, schon genug zu kämpfen.
Ich muss ganz schnell jetzt meinen Regenbogenfarben zu meiner Matryoshka
anbringen. Drei Runde und eine schlanke Matryoshka putzen sich gerade zum Tanz
heraus. Besonders für eine wird es eine Punktlandung.
Die Lilia ist schon fast fertig mit dem Kleid aus Afrika.
Sie hat schon ihre japanische Denimjacke, weil ihr das Japan-Muster
auf der Vase so gut gefallen hat.
Sie kriegt jetzt gleich noch für den Orient eine Brille. Dann kriegt sie noch
eine Kette, die sie sich erschoppt hat in Nordamerika.
Und eine Ansteckblume aus der Südsee.
Und so findet die gebackene Weltreise heute, eine Woche vor dem Finale, zu
einem angemessenen Ende.
Ihr Lieben, Zeit für die Verpuppung. Ihr habt noch 10 Minuten.
Mann.
Soll ich dir helfen malen? Ich bin fertig.
Ja? Ja.
Sag mir, was ich machen soll. Den Kopf?
Das sind...
Das ist die Farbe-Reihenfolge. Also ich gehe von unten nach oben. Grün. Rot.
Rot oben.
Du bist die Beste. Danke, Julia.
Eines muss man der Matryoshka lassen.
Wenn man sie nachbackt, passt viel mehr rein als beispielsweise in eine Barbie.
Sie ist kugelrund und fühlt sich wohl dabei.
Richtig so.
Die hat einfach dicke Arme.
Ich habe mich an keinen von euch orientiert.
Faris muss auf mehrere Dinge achten. An die Dragqueen muss Farbe. Und sie darf,
genauso wenig wie er, nicht den Kopf verlieren. Oder vielmehr die Nerven.
Ich muss es schaffen.
Das ist das Einzige, was jetzt durch meinen Kopf geht. Ich bin so dankbar,
dass Julia bei mir ist.
Dwa ist zwei auf Russisch. Ihr habt noch zwei Minuten.
Zwei Minuten.
Hol deine Karte bitte raus. Danke.
Mir gefällt nicht diese dazwischen.
Ich überlege, ob ich noch...
Pajolster, liebe Kandidaten, gleich ist Schluss.
Ihr habt nur noch wenige Sekunden.
10, 9, 8, 7, 6,
5, 4, 3, 2,
1 und stopp. Hände weg vom Gebäck.
Fares, du hast es geschafft.
Komm her, du hast es geschafft.
Sie sieht super aus.
Sie sieht scheiße aus. Nein, und sie hat die Regenbogenfarben, Gott sei Dank.
Ich bin müde, ich kann nicht mehr, wirklich.
Das waren wirklich fünf Stunden intensiv, das war zu heftig. Und zum
Schluss, vor allem, ist es ein Klassiker, immer diese 30 Minuten, wo
ich wirklich, ja, irgendwann kann ich nicht mehr.
Ich bin echt sehr zufrieden. Also ich habe die Form so hinbekommen. Ich habe
sie noch geschafft anzumalen. Ich hatte Ruhe zum Malen. Ich habe nicht irgendwie
gezittert oder so. Es ist so geworden, wie ich es wollte. Ich bin wirklich
glücklich.
Ich denke auf jeden Fall, Lilia wird sich freuen, wenn sie das sieht. Das ist
ja ihre Hommage.
Sie wollte die Russland-Folge unbedingt dabei sein. Jetzt ist sie dabei.
Ich hoffe sehr, dass sich das Risiko gelohnt hat und ich die Jury mit meiner
herzhaften Füllung überzeugen kann und eben auch von den Vogelbeeren, die drin
sind. Und dann bin ich auch sehr gespannt, ob der Kern flüssig geblieben
ist.
Ich habe versucht, die Idee, die ich im Kopf hatte, so umzusetzen und ich werde
es später bei der Verkostung auch verkaufen müssen.
Ich bin sehr zufrieden mit meiner Matroschka. Sie ist ein bisschen dick
geworden, aber Matroschka sind hin und wieder ein bisschen dicker. Also hoffe
ich, dass das kein Kritikpunkt ist. Und dann warte ich auf hoffentlich eine gute
Bewertung.
Es ist so krass, weil es ist der letzte Schritt zum Finale. Und ich hätte
niemals gedacht, dass ich jemals im Finale sein könnte. Also wenn das jetzt
wahr wird, ich würde mich so freuen.
Vier Matroschkas habt ihr uns gebacken. Ich finde, von hier sehen die schon ganz
gut aus.
Allerdings werdet ihr gleich sehen, warum man Kindern, die mit Puppen
spielen, kein Messer in die Hand drücken sollte. Denn wir starten mit der
Verkostung. Bye, Julia.
Julia, was für eine Matroschka hast du für uns gebacken? Und vor allen Dingen,
was ist das Besondere in der Mitte?
Meine Matroschka, die ich euch mitgebracht habe, die ähnelt sehr der,
die meine Eltern auch zu Hause haben. Mit der habe ich schon als Kind gerne
gespielt. Und weil sie schon so alt ist, hat sie natürlich auch ein paar Falten
im Gesicht.
In der Matroschka selbst sind dunkle Schokoladenböden, Buttercreme mit
gezuckerter Kondensmilch, Erdbeerfruchteinlage, Crispy Pearls mit
weißer Schokolade als Crunch und im Kern ist eine karamellisierte Kondensmilch
mit Wodka.
Als allererstes Höhenvorgabe mindestens 20 Zentimeter.
Also bei dir die Höhe erreicht.
Ich mag diese Farbgestaltung, die du gewählt hast. Das nächste, was mir
auffällt, ist, sie ist jetzt nicht ganz so bauchig vielleicht.
Die Malerei, man erkennt, dass du gerne malst. Also man sieht ja immer auch so
leichte Schattierungen.
Ich kann mich da kurz fassen. Ich hätte es nicht schöner malen können. Für mich
persönlich wunderschön umgesetzt.
Also die Aufgabe, Überraschungskern einfüllen, hat funktioniert, ist auch
erst aufgegangen, tatsächlich als ich das Stück rausgezogen habe. Deine
Schichtung, gleichmäßig geschnittene Böden, hier oben, es wird so ein
bisschen dünner.
Ein wunderschöner Anschnitt, ein...
Wirklich besonderer Moment, als dann diese Soße rausgelaufen ist. Die hat
einen wunderschönen Glanz. Es schmeckt super.
Es ist nicht spektakulär von den Aromen her.
Allerdings das Spektakuläre hast du damit erreicht, als ich die Torte
angeschnitten habe und dann diese Soße rausgelaufen ist. Die Böden sind ein
bisschen fester. Dazu die Erdbeere, diese leicht süße Buttercreme, die du
wirklich gut abgeschmeckt hast.
Und dieser Kahn hat ganz gut Wurms.
Also die Füllung ist da nicht jugendfrei. Rundum eine sehr leckere,
sehr dekorative Torte. Vielen Dank. Dankeschön.
Meine Matroschka ist eine sehr gut genährte Bauernfrau. Ich habe euch Kefir
-Ölteig gebacken mit einer Swiss Meringue-Ruby-Schokoladen-Buttercreme,
einem Lemon Curd und Sauerkirsch-Bubbles. Und als Füllung
habe ich Schokolinsen. 20 Zentimeter sollten es werden.
Beim Pony-Ansatz würde ich sagen, wurde das erreicht.
Ich hätte sie vielleicht, wenn ich sie so baue, ich habe vielleicht ein
bisschen höher gemacht.
Du hast auch sehr viel gemalt. Schön die Rosen ausgemalt. Und den Rand geschickt
verdeckt mit dieser Rolle.
Das Erste, was ich sagen kann, ist auf jeden Fall, sie hat einen gewaltigen
Bizeps. Das sind gewaltige Oberarme.
Es ist ein bisschen moppelig. Da muss man ein paar Punkte abziehen. Hat die
Form nicht ganz erreicht. Ich bin gespannt auf die Überraschung.
Der Anschnitt.
Hier unten sehr gleichmäßig, hier oben hast du ja eine Kuppel draufgesetzt, von
daher ist das völlig in Ordnung, dass ich hier mehr Teig habe.
Ich hätte mir tatsächlich so für den Kern irgendwie noch was gewünscht, dass
da irgendwie tatsächlich so eine Abgrenzung wäre oder sowas.
Die Böden sind unglaublich leicht, locker.
Perfekte Porung. Diese Dehydraten Himbeeren, die du eingearbeitet hast,
wenn du die einfach nur so da drauf legst, ziehen die natürlich irgendwann
Feuchtigkeit. Und dann werden die zäh wie Kaugummi. Also die einfach mit
Schokolade ummanteln. Dann hast du quasi den Crunch dabei. Und dann diese Bubbles
dazu, wo man die ganze Zeit drauf bleibt. Und dann plötzlich diese Frucht
dabei. Alles auf den Punkt gebracht.
Das ist ein leckeres Stück Kuchen von oben nach unten. Ich hätte mir
tatsächlich ein bisschen mehr Schwierigkeit beim Waschungskern
gewünscht. Ich glaube, da wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen von der
Technik her.
Vielen Dank.
Liebe Jury, ich präsentiere euch meine Matroschka mit dem Namen Lilia. In der
Lilia verbergen sich Vanilleböden mit russischen Vogelbeeren, eine Schweizer
Buttercreme mit braunem Zucker, ein Karamell-Mohn-Crunch, eine
karamellisierte Zwiebelschweckfüllung und im Kern verbirgt sich ein
glitzerndes Salzkaramell.
Auch bei dir die 20 Zentimeter ungefähr auf Augenhöhe. Es ist jetzt definitiv
keine klassische Matroschka, wie man sie kennt, sondern es ist deine
Eigeninterpretation für Lilia. Ich finde es sehr witzig. Auch deine so ein
bisschen runder.
Diese Kante hier, die ist mir persönlich etwas zu hart. Wenn du es hier einfach
so ein bisschen mehr angeschnitten hättest, dass du hier mehr in die Form
kommst, wäre es für mich typischer gewesen.
Ich hätte mir gewünscht, dass du es noch ein bisschen glatter einstreißt.
Ich finde es wirklich unglaublich kreativ. Ich muss sagen, ich bin von der
Präsentation alles in allem sehr begeistert.
Es glitzert. Ja.
Dann sieht man auch hier, wie du den Kern...
ummantelt hast, damit er funktioniert und er ist auch wirklich erst
aufgegangen, als ich das Stück rausgezogen habe, wirklich sehr dünn
eingestrichen, damit ist der Fondant nicht so dick um die Torte rum, was für
einen Geschmack auf jeden Fall sehr sinnvoll ist.
Also die Böden sind etwas fester bei dir, ist auch notwendig, damit die Torte
überhaupt steht und jetzt auch, wo der Schokoladen...
Kern drin angeschnitten und verletzt ist, würde es sonst auseinanderfallen.
Ich glaube, mir persönlich sind es einen Tick zu viele Zwiebeln. Ich finde, es
gibt dem Gehirn halt wirklich so diesen Anschein, es ist was Herzhaftes. Und ich
bin gespannt, was Christian jetzt dazu sagt.
Ja, der haut jetzt einen raus.
Tja, was soll man sagen?
Das Ding ist sensationell. Es ist unfassbar gut, wie du das eingearbeitet
hast, diese Zwiebeln da rein zu hauen. Wirklich, du bist da ganz, ganz stark im
Abschmecken von außergewöhnlichen Zutaten. Ich bin dankbar, dass ich so
eine Torte essen darf. Die Vogelbeeren kommen aus Russland.
Geschmacklich sind sie natürlich nicht da.
Allerdings der Rest ultra.
Vielen Dank. Danke.
Ja, meine Matryoshka ist heute anders und ich hoffe, die wird nicht
diskriminiert in der Gesellschaft von den anderen Matryoshkas. Sie heißt
nämlich Dragioschka.
Es gibt viele Menschen, die nicht so nachvollziehen können, dass manche
Menschen anders sein dürfen.
Ich komme selber aus einem Land, wo es auch nicht selbstverständlich ist, so zu
sein, wie man ist.
Und das Gefühl kenne ich auch. In meiner Matryoshka drin sind Limettenböden, eine
Tahiti-Vanille-Buttercreme.
Eine Kompott aus verschiedenen Beeren. Als Crunch habe ich noch Kokosbaiser und
als Kern ein Himbeer-Wodka-Kompott. Also 20 Zentimeter sind ungefähr beim Hals.
Höhe definitiv erreicht.
Ich teile mit dir den Gedanken von liberalen Denken und anders sein zu
dürfen. Allerdings, wenn Christian und ich eine Ausgabe ausrufen, dann ist das
Blöde, dass wir beides auch so meinen.
Und mir fehlt gerade so ein bisschen das Bauchige.
Regenbogen ist für mich ein Symbol, was leuchtet. Ab hier funktioniert es. Die
drei Farben, die leuchten für mich. Und hier unten leuchtet es nicht. Das ist so
ein bisschen noch das Schattendasein. Ich glaube, man kann mit den Vorgaben
sich hier wirklich austoben. Aber das ist jetzt gerade nicht unbedingt den
Vorgaben entsprechend.
Oh Mann, Fares.
Alter Verwalter.
Die Form leider nicht erfüllt.
Allerdings weiß ich ja, wo deine Stärken liegen.
Da freue ich mich gewaltig drauf.
Dieses Stück Kuchen, auch wenn es fast 50 Zentimeter hoch ist, zu essen.
Man sieht hier die Böden, man sieht, dass hier der Kern war.
Aufbau für mich sauber, Frucht gut verteilt.
Ich bin sehr auf den Geschmack gespannt.
Von der Auswahl der Gewürze warst du schon wesentlich kreativer.
Allerdings muss man auch festhalten, dass auch diesmal du es tatsächlich
super schön umgesetzt hast. Du hast einen wunderschönen Fruchton da drin.
Zusammen mit der Vanillebuttercreme schmeckt alles zusammen sensationell.
Die Böden sind hervorragend.
Also das Äußere, da brauchen wir nicht mehr von zu sprechen.
Aber vom Inneren, da werde ich lange dran denken.
Die Torte ist einfach richtig, richtig lecker. Sie ist jetzt nicht
außergewöhnlich. Bei dir stimmen aber die Konsistenzen. Da ist wirklich deine
Stärke. Außen war es, glaube ich, nicht wirklich dein Thema.
Vielen Dank. Dankeschön.
Ich glaube, hinter die Station Russland können wir jetzt einen Haken machen.
Allerdings fehlt ja noch eins.
Und zwar die Entscheidung der Jury. Zum einen, wer wird als nächstes die rote
Schürze tragen?
Und zum anderen, wer muss uns hier so knapp vor dem Finale noch verlassen?
Denn nur drei dürfen um den Sieg kämpfen.
Den genauen Punktestand können Sie auch nochmal nachlesen auf Facebook oder auf
Instagram. Folgen Sie uns doch einfach. Unser Name ist etwasgroßebacken.
Ja, und ihr beide dürft euch jetzt zurückziehen, beraten, Punkte
zusammenzählen und wir sind dann ganz gespannt auf eure Entscheidung.
Jetzt haben Sie den Salat. Sie müssen jetzt entscheiden, wer bleibt und wer
geht. Das entscheide ich nicht.
Fares hat halt auch vielleicht nicht das feinste Händchen, was Dekoration angeht.
Ich hoffe, dass es für Fares reicht, weil er macht die besten Torten vom
Geschmack.
Er hat sich verbessert, aber es ist für mich nicht wirklich das Thema getroffen
so richtig.
Faris hat ja wieder geschmacklich einen rausgehauen.
Optisch hat er mehr Kritik bekommen als ich. Jeder von uns hat wirklich seine
Stärke und jeder von uns hat seine Schwäche.
Da können wir gleich zum Moppeligen weitergehen, weil auch das ist natürlich
am Thema vorbei, ganz klar.
Das zieht natürlich dann halt ein paar Punkte mit sich. Und mir hat es bei
Ramona auch so ein bisschen noch an Schwierigkeit gefehlt. Dann nur
ausfüllen und eigentlich mit Süßigkeiten filmen, da hätte ich mir wirklich mehr
erwünscht. Das kann sich, weil wir alle so nah zusammen sind, natürlich dann
wieder aufwiegen. Deswegen ist es wieder wahnsinnig schwer zu sagen, wer heute
gehen muss.
Was machen wir? Nehmen wir alle vier mit ins Finale? Das wäre für mich so die
einfachste Lösung.
Am besten Fall backen wir alle vier zusammen eine Torte und dann wird sie so
perfekt aussehen und so geil schmecken. Das fände ich toll, weil irgendwie gönne
ich es ihnen allen vieren, weil ich habe sie lieb gewonnen. Lilia, bitte drück
mir die Daumen, wir möchten ins Finale.
Liebe Jury, ihr seid dran.
Es wird die letzte rote Schürze sein, die wir auf dieser Weltreise zu vergeben
haben. Aber sie ist auch etwas ganz Besonderes. Denn gleichzeitig ist sie
das erste Ticket fürs Finale.
Mit der roten Schürze und 55 Punkten ist unser erster Finalist oder Finalistin.
Julia.
So ins Finale zu kommen, hätte ich ja niemals für möglich gehalten. Und dann
auch noch mit der roten Schürze. Es ist überwältigend. Es ist unglaublich.
Julia, auch dir steht rot sehr gut.
Herzlichen Glückwunsch.
Dankeschön, danke.
Den zweiten Platz mit 52,5 Punkten hat sich Hannes gesichert.
Herzlichen Glückwunsch. Danke.
Bleibt also tatsächlich noch das dritte Ticket fürs Finale. Fares, Ramona, kommt
ihr bitte nach vorne.
Fares, dass du nicht der größte Dekorateur bist oder Deko-Künstler bist,
das muss man dir, glaube ich, nicht mehr lange erklären.
Allerdings konntest du in der Vergangenheit mit deinem Geschmack
wirklich einiges gut machen.
Deine Matryoshka heute konnte uns vom Design allerdings nicht überzeugen. Und
hinzu kommt natürlich noch der letzte Platz aus der technischen Prüfung.
Deswegen ist die Reise heute für dich mit 47,5 Punkten zu Ende.
Aber Faris, lasst mich, bevor ihr euch da jetzt die ganze Zeit totknuddelt,
noch ein paar letzte Worte sagen.
Ich persönlich war selten so beeindruckt von jemandem, der so geschickt mit
Geschmäckern umgehen kann wie du. Es hat mir wirklich von Herzen viel Spaß
gemacht, dir bei der Arbeit zuzuschauen.
Auch wenn du am Anfang immer fast einschläfst beim Unterheben deiner
cremigen Zutaten. Aber das, was am Ende dabei rumkommt, und das ist für mich das
Wichtigste, ist der Geschmack. Und da warst du für mich der stärkste Kandidat
aller Zeiten. Vielen, vielen, vielen lieben Dank, dass du dabei warst.
Da kommt Christian zu hören.
Das war für mich schon ein Sieg an sich. Für mich reicht mir das, wirklich.
Da Vinci, der Geschmäcker auf ewig. Also seine Rezepte mache ich zuerst mal.
Du bist echt der Beste.
Komm, Großer, gib noch warm.
Vielen, vielen, vielen lieben Dank.
Danke auch.
Vielen, vielen Dank.
Mann, war das wieder spannend.
Aber in der nächsten Woche, da feiern wir gleich doppelt, denn unser Finale
ist auch die Weihnachtsfolge. Uns erscheint dann Deutschlands bester
Hobbybäcker oder Deutschlands beste Hobbybäckerin 2021.
Wir halten also Mürre, Weihrauch und Flitter bereit.
Seien Sie dabei nächsten Sonntag hier in Sat.1. Tschüss.
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