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PERFECT DEAL

Irina, mein schönes Kind...

Ist mir eine große Freude, mit einer so schönen Frau Geschäfte zu machen.

Lass den Scheiß!

Deine letzte Lieferung hat meinen Boss überhaupt nicht zufrieden gestellt.

Kommen wir zum Geschäftlichen.

Irina. Hat dich das Leben in Paris...

...Schon so weit von unseren russischen Vorfahren entfernt?

Nein, und ich hoffe, dass du diesmal nicht bei unseren Profiten zulangst!

Weißt du, Irina, eine russische Frau sollte keine Sklavin eines amerikanischen Bosses sein.

Wir sollten uns verbünden!

Mein lieber Genosse, jetzt darfst du dich deinen Vorfahren anschließen.

Leute, den Ruhestand könnt ihr vergessen.

Wir haben noch genug Zeit, uns auszuruhen, wenn wir tot sind.

Ich habe beim Poker einen Haufen Kohle gewonnen,

sodass wir jetzt endlich unseren eigenen Club aufmachen können.

Mit guten R'n'B, Essen, Wein und natürlich schönen Frauen.

Wir treffen uns in sechs Tagen in Indian Creek.

PS: Alle für einen und einer für alle.

Na Roland, du alter Schürzenjäger!

Und Julius. Hast du durch Meditation die Probleme der Welt gelöst?

- Nein, aber ich bin nah dran. - Schön, dich zu sehen, Ben!

- Nun denn, das ist es also. - Julius, unser Traum wird wahr.

Ich wusste immer, dass das Fräulein Glück irgendeinen von uns mal anlächeln würde.

Und zufällig hat sie mich ausgesucht. Aber ich bin nur einer von dreien.

Dieser Schuppen gehört nur zu einem Viertel mir.

Eure Namen stehen auch im Kaufvertrag. Und der vierte Teil gehört Philips Sohn.

Großartig, Ben. Sieht klasse aus!

Gentlemen, wir stehen vor dem fabelhaften "Musketeers Club"!

- Wie sieht es drinnen aus? - Wie ein ungeschliffener Diamant.

Das ist echt stark, Ben.

Wenn wir den Laden ein bisschen aufmöbeln, wird daraus unser kleines Paradies.

Heute ist wirklich ein großer Tag.

Denn heute widmen wir diesen heiligen Tempel dem Wein,

- den Frauen... - und dem Blues.

- Markieren wir unser Territorium! - Einer für alle und alle für einen!

Fräulein Glück, bleib uns weiter treu.

Und das ist für Philip.

- Hey Kumpel, hast du mal Feuer? - Feuer? Na klar.

- Woher kommst du? - Wisconsin. Und du?

Von hier. Wisconsin? Heimat der Packers!

- Richtig, die Heimat der Packers! - Die sind die Nummer Eins!

- Nummere Uno. - Oh, Tschuldigung.

Kein Problem. Kein Problem. Die Nummer Eins!

Hey, Julius, sieh dir das mal an!

Das stand im Hinterzimmer.

Und ich dachte, ihr arbeitet.

- Wie kommst du denn auf die Idee? - Keine Ahnung.

Ein Haufen Indianerkram, bis auf das hier.

Oh wow, Sportdegen.

En garde!

Du Schwein, Elender! Isch werde disch in Stücke schneiden!

Für mich ist das Fechten mit dem Degen einfach die schönste Art, sich zu bewegen.

Ach wo! Mit hübschen Frauen und einer guten Zigarre!

- Touche! - Sagen wir Unentschieden.

Verdammt, Julius! Wer hat dir das Handgeschoss vererbt?

Die griechische Göttin Artemis persönlich.

Ich gehe ran.

Hallo!

- Bin ich richtig bei Ben O'Conner? - Am Apparat.

Ben, ich bin's, D'Artagnan!

Hey Leute, es ist Philips Sohn!

D'Artagnan? Hast du ihn gefunden?

Ben, jetzt mach schon. Es ist kalt hier draußen. Ben!

Du hast also meine Nachricht erhalten. Ich hoffe, dass du mitmachst.

Deshalb rufe ich ja an! Ich bin schon unterwegs.

Großartig. Wann bist du bei uns?

Heute schaffe ich das wohl nicht mehr. Ich würde sagen, morgen Nachmittag.

- Gut, gut. Halt die Ohren steif. - Alles klar.

Okay, machen wir einen drauf.

Oh, Scheiße. Wisconsin! Was geht ab?

- Du hast mein Geld! - Welches Geld? Ich schulde dir 'nen Scheiß!

Aber wir können dir stattdessen Prügel austeilen, jo!

Hurensohn!

Neben dem See gehören noch 30 Hektar unberührter Wald zu meinem Grundstück.

Sehr schön. Wirklich schön.

Aber Sie sind sicher nicht hergekommen, nur um die Aussicht zu genießen.

Nein.

Nein.

- Ich möchte Ihnen ein Geschäft vorschlagen. - Ich höre.

Ich möchte ein Vertriebszentrum aufbauen. Ein Casino.

Auf dem Land der Indianer.

Als Geldwaschanlage für unsere Drogengeschäfte.

Und warum?

Bei Indianerreservaten hat das FBI keine Exekutivgewalt und kann uns nichts anhaben.

- Und was ist mit den Indianern? - Was meinen Sie?

- Können Sie die kontrollieren? - Natürlich können wir das.

Indianer sind wie Hunde.

Denen wirft man ein paar Fleischhappen hin.

Und zum Dank lecken sie dir die Stiefel und wedeln mit dem Schwanz.

Diese Idee ist wirklich genial. Aber wie viel wird uns das kosten?

10,5 Millionen, grob geschätzt.

Damit kann ich etwa 50 bis 60 Kilo im Monat liefern.

Und darüber hinaus bringt das Casino eine gute halbe Millionen im Monat.

Dann haben sich Ihre Investitionen in weniger als zwei Jahren amortisiert.

Möglich.

Aber bei Investitionen von diesem Volumen...

...erwarten unsere Partner in New York, dass wir bestimmte Sicherheiten bieten.

Können Sie garantieren, die Indianer im Zaum zu halten?

Hören Sie, Sir.

Die Russen waren anfangs auch schwierig, aber dann...

Ben, mir ist meine Brieftasche mit Geld, Kreditkarten und allem geklaut worden.

Ich werde meine Armbrust verkaufen, um Geld für Sprit zu bekommen.

- Ich komme ein bisschen später. Okay? - Nein, warte, Junge.

Geh einfach in die nächste Western-Union-Filiale.

- Wir überweisen dir das Geld. - Toll. Okay!

Freut mich!

Zurück, Schurke!

Du hast wohl die Absicht, die berühmten Musketiere zu berauben.

Ich hätte allen Grund dazu, dich meine treue Klinge spüren zu lassen.

- Roland! - D'Artagnan!

Lass dich anschauen. Du bist ja ein richtiger Mann geworden.

Das Chaos hier musst du bitte entschuldigen.

Wir haben die Nacht durchgearbeitet, um den Laden heute Abend eröffnen zu können.

Ben war einfach nicht davon abzuhalten, alle Whiskymarken persönlich zu testen.

- Kein hübscher Anblick, ich weiß. - Und der draußen ist wohl Julius.

Er meditiert.

Wirklich schön, dass du da bist.

Herzlich willkommen im "Musketeer Club"!

Hi, Schätzchen. Du bist wach!

Geh einfach wieder ins Schlafzimmer. Ich komme gleich, okay?

Husch, husch. Na los.

Weißt du, ich hab da noch was Wichtiges zu erledigen, wie man so sagt.

Also mach's dir einfach bequem.

Sieh dich ein bisschen um und dein Zimmer suchen wir später gemeinsam aus.

- Schon verstanden. - Gut.

Kannst du kochen?

- Nein. - Kein Koch.

Und wie steht's mit Instrumenten? Spielst du Gitarre, Bass?

- Nein. - Tamburin?

Sorry.

- Aber mixen kannst du doch, oder? - Sicher.

Kraft meines Amtes ernenne ich dich zu unserem neuen Barkeeper!

Horcht! Hörte ich da eine Maid in Nöten?

Lolita!

Sorry.

Tut mir leid. Ich bin wirklich sehr beschäftigt. Danke...

- Wer sind Sie? - D'Artagnan. Und selber?

Oh, entschuldige, Mann. Ich bin Mike.

Freut mich.

Ich bin der Rausschmeißer in diesem eleganten Etablissement.

Bin gerade dabei, diese hässlichen Pseudo-Wildwestmöbel zu verbrennen.

Alles Holz, kein Plastik. Julius ist der totale Ökofreak.

Alles andere wird recycelt.

Hey, hilfst du mir, diese ausgestopften Stierhoden nach draußen zu bringen?

Einen Tag scheint die Sonne. Am nächsten Tag regnet's.

Und jetzt schneit es. Also wirklich, das Wetter macht hier, was es will, Mike.

Willkommen im Indian Creek, Mann.

Ja, Indian Creek...

Hier!

Ich dachte mir schon, dass du D'Artagnan bist.

Ben und die anderen haben die ganze Woche über dich geredet, Mann.

- Als wäre der König zu Besuch! - Sie haben über mich geredet?

Nonstop!

Geil, was?

Aber schwer zu kriegen. Um nicht zu sagen unmöglich.

- Wieso? - Sie ist Indianerin.

Die müssen jemand aus ihrem Stamm heiraten.

Sonst werden sie sieben Generationen lang verbannt.

Erst dann dürfen ihre Nachkommen die Heimaterde wieder betreten.

Metaphysisch gesprochen. Wenn sie einen Weißen heiraten,

verlieren sie alle Rechte und ihre Zugehörigkeit zum Stamm der Mohawk.

- Wer zum Teufel ist das? - Das muss Crawford sein.

- Wer? - Crawford. Der Typ, von dem Mike erzählt hat.

Der, der angeblich die ganze Stadt hier beherrscht.

Ziemlich übler Finger, was man so hört. Oder eher gesagt ein richtiger Sack.

Vielleicht ist er das nur auf den ersten Eindruck.

Mister Crawford. Ich bin Ben O'Conner.

Meine Partner und ich machen hier einen neuen Nachtklub auf.

Er heißt "Musketeer Club". Sie wissen schon - mit Bier, Bienen und Blues.

Vielleicht möchten Sie ja zur Eröffnung kommen. Wie steht's?

Und?

- Netter Kerl. - Hab ich's nicht gesagt?

Ab die Post!

Nun denn!

- Auf die Musketiere. - Glück auf!

Und zur Eröffnung schwören wir, sie alle fertig zu machen!

Und ein herzliches Willkommen auch D'Artagnan, unserem neuen Barkeeper.

Als jüngstes Mitglied unserer Familie musst du nun den "Musketeer Special" trinken.

- Auf Ex! - Wohl bekomm's!

Auf Ex, na los!

Los, los, los!

- Auf Ex! - Mach schon, Junge!

- Komm schon, du schaffst das! - Schluck, schluck, schluck!

- Was zum Teufel hast du da reingetan? - Sage ich euch besser nicht.

Das Casino wird doch sehr schön.

Findet ihr nicht?

Findest du nicht?

Dieser neue Nachtclub ist die perfekte Ablenkung von unserem Projekt.

Ich würde mir an deiner Stelle darüber keine Sorgen machen.

Trotzdem, irgendwie habe ich ein blödes Gefühl bei den Typen.

Das geht dich einen Scheißdreck an!

Verstanden?

Tu einfach, was ich sage und behalte deine dummen Kommentare für dich.

Was suchst du hier eigentlich noch? Schreib ein paar Strafzettel oder sowas.

Bring dieses fette Arschloch zur Tür.

Bruno, mach beim Rausgehen das Licht aus.

Falconettis Leute haben angerufen.

Sie warten auf die Bestätigung für den Baubeginn am Elften.

Diese letzte Rothaut sollte besser bald unterschreiben.

Und zwar sehr bald.

- Machst du dir Sorgen deswegen? - Nein, Nein.

Wenn Tokala diesen Alten nicht zur Unterschrift überreden kann,

weiß ich, dass ich mich auf dich verlassen kann.

Und auf deine speziellen Überredungskünste.

Dieses kleine Detail wird sich bis Ende der Woche von selbst gelöst haben.

Falconetti braucht sich keine Sorgen zu machen.

Wir fangen mit dem Bau wie abgemacht an.

Also, wie gefällt es dir?

Sieh's dir an, toll was? Nicht wahr?

Du kleine Bitch!

Das würde dir gefallen, was?

Ja... Komm her!

Danke.

Seht mal, der Junge arbeitet richtig.

Seht mal, die Rothaarige.

- Ob die echt ist? - Ich würde sagen, ja.

Ich krieg ein Herzinfarkt.

Roland, du verliebst dich doch nicht etwa schon wieder?

Vergiss es.

Passt auf und platzt vor Neid.

Eine wundervolle rote Rose für einen wunderschönen Rotschopf.

Was? Erwarten Sie etwa, dass ich Ihnen das Ding aus dem Mund nehme?

Von meinen Lippen... Von meinen Lippen zu den Euren.

Dieser Kerl verliebt sich wirklich alle 30 Minuten.

- Arme Sau. - Und immer der Trick mit der Rose.

Wenn er zurückkommt, weint er jedes Mal.

Sie haben einen französischen Akzent. Das finde ich erregend.

Um ganz offen zu sein, bin ich auf dem besten Wege,

mich unsterblich in Ihre betörend exotische Ausstrahlung zu verlieben.

Und Sie glauben wirklich, Sie könnten eine Frau wie mich befriedigen?

Nein, nein, nein, nein, nein. Ich glaube es nicht, ich weiß es!

Spüren Sie nicht die Anziehung, wie die Sterne zur Sonne?

Wie der Ozean zum Mond?

Sie träumen mehr als ein russischer Bauer mit zu viel Wodka.

Du machst dich ganz gut hinterm Tresen.

Dabei habe ich überhaupt keine Ahnung, was ich tue, außer Drinks zu kippen.

- Die Zigarre. - Sind die Drinks fertig?

Siehst du? Alles im Griff.

- Ich glaube, du gefällst ihr. - Im Ernst?

Jede Wette.

Sheriff Douglas ist gerade reingekommen.

Der ist wahrscheinlich im Auftrag von Crawford hier.

Eine richtige Sau. Leg dich nicht mit ihm an!

- Verdammte besoffene Rothaut! - Entschuldige mich.

- Verschwinde von hier, du Stück Scheiße! - Jetzt beruhig dich. Das war ein Versehen.

- Lass gut sein. - Dein Freund hat recht. Es war ein Versehen.

Sie ist gestolpert. Wie wär's mit einem Gratisdrink aufs Haus?

Oder warum nicht gleich allen einen ausgeben?

Hey, eine Runde aufs Haus!

Toller Abend, was?

Hey, hat jemand von euch Lust, einen mit mir zu trinken?

Noch einen?

Ja. Bring mir eine Flasche Whiskey und mache dann Schluss, Junge.

- Wo steckt eigentlich Julius? - Keine Ahnung.

Zuletzt habe ich ihn mit Malilas Freunden rausgehen sehen.

Irgendwo wird er sich schon ausschlafen.

Mir reicht's auch heute Nacht. Viel Spaß noch.

Der Junge hat gut gearbeitet, nicht?

- Erinnert er dich nicht an jemanden? - Oh ja.

Ich wünschte, er wäre heute Abend dabei gewesen.

- Er war da. - Vielleicht hast du recht.

Hey, D'Artagnan! Warum setzt du dich nicht einen Moment zu uns, Junge?

- Ich habe noch eine Menge zu tun, Jungs. - Das hat doch alles Zeit bis morgen.

- Komm schon, bring den Whiskey her. - Na schön.

- Wir sterben vor Durst, komm schon. - Ok, Whisky.

Die Flasche und zwei Gläser.

Nein, nein, nein. Bring für dich auch ein Glas mit. Mach schon.

Na dann. Ihr Kerle kriegt den Hals nicht voll.

Whisky und drei Gläser.

Trinken wir auf deinen Vater.

Einen der größten Marines, die Vietnam überlebt haben.

Und den besten Mann, den der militärische Abschirmdienst je hatte.

Ja, war 'ne harte Zeit. Da konnte man jederzeit draufgehen.

Aber wir haben uns den Rücken freigehalten.

Und durch Gottes Segen haben wir drei es da heil rausgeschafft.

Mehr oder weniger.

Jeder von uns hätte damals die Kugel abgefangen, die deinen Dad erwischte.

- So nahe haben wir uns gestanden. - Kugel?

Was für eine Kugel?

Glaub mir, ich wollte längst, dass du davon erfährst.

Was denn? Was passierte damals?

Unser Auftrag lautete, den Präsidenten während seines Aufenthalts in Moskau zu schützen.

Roland und Julius überwachten die Eingangshalle.

Dein Vater und ich, wir bewachten oben das Schlafzimmer des Präsidenten.

Irgendwann in der Nacht kam der Präsident aus seinem Zimmer, um irgendwas zu holen.

Plötzlich stürzten zwei Attentäter aus dem Dunkel.

Dein Vater stand auf der anderen Seite.

Ich befand mich genau in der...

...Wie wir das nennen, letzten Absperrschneise.

Das heißt, ich war der letzte Schutz zwischen der Kugel und dem Präsidenten.

Ich war bereit, für den Präsidenten zu sterben. Aber...

Aber dein Vater...

Dein Vater warf sich freiwillig in die Schusslinie,

erschoss die Attentäter und rettete damit dem Präsidenten und Ben das Leben.

Julius und ich hörten von unten eine Salve von Schüssen.

Unfassbar viele Schüsse.

Es war alles vorbei, als wir oben ankamen.

Ben war bei ihm.

Dein Vater starb in Bens Armen.

Damals schwor ich, dass ich das wieder gutmachen und dir unter die Arme greifen würde.

Ich weiß, dieser Schuppen ist ein schwacher Trost, aber zumindest etwas.

Und dann ist da noch was, das ich dir geben möchte.

Dieser Ring gehörte deinem Vater.

Wir trugen alle vier seinen Ring, um uns zu erinnern, dass wir zusammengehören.

Du weißt schon, einer für alle und alle für einen.

Nun...

Auf die tapferen Männer!

Auf dem Heiligen Land wird kein Casino gebaut.

Du kannst das nicht verhindern, Yuma.

Selbst der Ältestenrat hat mir freie Hand gegeben.

Und alle haben den Vertrag unterschrieben.

Alle Mitglieder des Rates außer dir haben für den Bau des Casinos gestimmt.

Mag sein. Aber das Votum muss einstimmig sein.

Ja, und vielleicht sollten wir diese überholte Regel möglichst bald abschaffen.

Crawford hat dich bestochen.

Dieses Land hat unser Volk seit Anfang aller Zeiten ernährt.

Was du so schnell verschacherst, ist für immer verloren.

Alles, was ich will, Yuma, ist Arbeit für unser Volk und etwas Wohlstand.

Ist das so falsch? Sieh dich doch um.

Alle Jungen Männer verlassen das Dorf.

Unsere Kultur liegt im Sterben. Bitte, Yuma.

Das Casino ist unsere einzige Chance Richtung Zukunft.

Ich will nichts mehr davon hören.

- Crawford will uns helfen. - Er lügt.

- Guten Tag, wie geht's? - Hi, hi.

- Wer bist du? - Ich...

- Ich bin D'Artagnan. - D'Artagnan, aha.

Was haben wir denn da?

Wir haben das bei uns im Haus gefunden und dachten uns,

dass es Ihnen was bedeuten würde. Deshalb wollte ich es hierher bringen.

- Da wäre erst mal diese Feder. - Die Feder eines Adlers!

Mein Führer in der Welt der Geister und mein Beschützer.

Eine Schildkröten-Rassel. Keine Ahnung, wofür das taugt.

Ich sage aio'kowa. Das bedeutet: Vielen Dank.

Aio'kowa, dass du mir das gebracht hast.

Ich werde dir dafür auch was schenken.

Aio'kowa.

Vielen, vielen Dank.

Malila!

- Malila, hi... - Hi.

- Gehst du reiten? - Ja.

- Schaust du dir das Dorf an? - Ja.

Willst wohl sehen, wie die armen Indianer leben.

Warum leihst du dir nicht einfach den "letzten Mohikaner" aus?

Ehrlich gesagt, wollte ich dich sehen.

Du siehst mich doch bei der Arbeit.

Ja, aber ich wollte dich mal außerhalb der Arbeit sehen.

Kannst du reiten?

Ja, aber es sieht nach Regen aus.

Na und?

Weißt du, wo wir hier sind?

Äh, ich schätze mal Indian Creek?

Wir nennen es Ganad'a'ko. Das bedeutet "unser Dorf".

Und das ist der Wald der roten Weiden.

Irgendwie spielt er verrückt. Jetzt komm schon.

Los, komm. Komm schon.

Warte.

- Wow! War das schnell! - Du hast gesagt, du könntest reiten.

Na ja, kann ich auch.

Das heißt, ich konnte mal, früher, auf einem Pony, als ich sechs war.

- Denkst du, das zählt? - Klar doch.

D'Artagnan. Das hier ist ein sehr heiliger Ort.

Meine Vorfahren kamen hierher,

um Tabak zu verbrennen und Manitu um Hilfe anzurufen.

Und ich bin sicher, Manitu lebt wirklich irgendwo da in den Bergen.

Und man verbrennt den Tabak, um Manitu einzuladen, richtig?

Genauso ist es.

Wir verbrennen den Tabak, damit der Rauch unsere Worte zu Manitu trägt.

Und wenn man jemandem Tabak schenkt, ist das ein Zeichen von Freundschaft und Achtung.

- Woher wusstest du das? - Ich war in dem Laden in eurem Dorf.

Der alte Mann da hat mir einiges beigebracht.

- Du hast also meinen Vater kennengelernt. - Das war dein Vater?

Das war mein Vater. Ja.

Jetzt weiß ich, warum du so klug bist.

- Ein weiser Mann. - Ja, er ist was Besonderes.

Wir sind ein stilles, aber stark spirituelles Volk.

Diese Spiritualität durchdringt jede Faser unseres Lebens.

Wir glauben, dass Menschen in völligem Einklang mit der Natur leben sollten.

Das darfst du niemals vergessen.

- Also dann bis heute Abend. - Ja.

Pass auf dich auf.

Was denn? Sind die Männer deines Stammes nicht gut genug für dich?

Was geht dich das an?

Du glaubst wohl, die traditionellen Regeln gelten nicht für dich.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, was du meinst. Und es ist mir auch egal.

Du weißt, dass nach dem Stammesgesetz jede Frau, die mit Außenstehenden verkehrt,

für alle Zeit von unserem Land verbannt wird. Du bist dann ein Nichts!

Manche Traditionen müssen sich ändern, okay?

Man kann sich seine Traditionen nicht einfach aussuchen!

Ich sorge durch das Casino wenigstens für die Zukunft unseres Volkes.

Ich sorge für mehr Jobs und Wirtschaft.

Das einzige, was uns das Casino bringen wird, ist Korruption.

Und das weißt du auch. Wie viel zahlt dir Crawford dafür?

Also erzähl du mir nicht, was richtig und was falsch ist, Tokala!

Ganz ehrlich: Schau dich im Spiegel an und dann erzähl mir, was du siehst.

Überleg dir gut, was du tust.

Würdest du wirklich im Sinne des Volkes handeln, hättest du dich nie drauf eingelassen!

Ich bin mein Volk! Und auch du bist mein Volk!

Hi, Dad.

- Stimmt was nicht? - Nein, alles in Ordnung.

Du hast doch behauptet, du könntest Yuma dazu überreden,

für das Casino zu stimmen.

Du hast mir versprochen, er würde den Vertrag unterzeichnen.

- Aber Mr. Crawford, ich... - Nein, nein, nein, nein, nein.

Lass es! Mich interessiert deine blöde Entschuldigung nicht.

- Ich will diese Unterschrift! - Bitte. Verstehen Sie denn nicht?

Es gibt alte Traditionen.

Das Wort des Häuptlings hat sehr viel Gewicht im Ältestenrat.

Und er ist sehr schwierig.

Hör mir mal zu, "Krieger".

Ich pisse auf eure Traditionen.

Du stehst bei mir mit 50 Riesen Spielschulden in der Kreide.

Und entweder du bringst mir

die Unterschrift von diesem Alten bis spätestens morgen früh um acht...

...oder ich werfe dich meinen Hunden zum Frühstück vor.

Du verschwendest deine Zeit mit ihm.

Vielleicht sollte ich mich mal um den Alten kümmern.

Haben wir uns verstanden?

Ich werde ihn schon davon überzeugen, dass das Casino das Beste für mein Volk ist.

Sie haben mein Wort.

Willkommen.

Ich dachte, ich komme doch noch auf Ihre Einladung zurück.

Sehr hübsch und gemütlich.

- Ich gratuliere. - Danke. Möchten Sie was trinken?

Vielleicht ein andermal.

- Milady. - Wie schön, der Florist ist wieder da.

Willkommen zurück in meinem bescheidenen Etablissement.

- Darf ich Sie zum Tanz bitten? - Wenn du deine Klappe hältst.

- Sie tanzen wirklich gut. - Weil du mich inspirierst.

Ich fange gerade erst an!

Ich will mehr.

Du musst schon drei deiner Sorte bieten, um mich zu befriedigen.

Irre!

Ich weiß nicht, wer hier das Sagen hat.

Mach das sauber, Schlampe!

Hey! Ich wette, du bist richtig gut im Bett.

Ich gib dir 20 $ für eine Nummer, Baby.

- Gehen Sie zur Seite, hier ist es gefährlich. - Roland?

D'Artagnan!

Keine Bewegung.

So was nenne ich Störung der öffentlichen Ordnung.

Ach, kommen Sie, Sheriff. Das war doch nur eine kleine Meinungsverschiedenheit.

Noch so 'ne kleine Meinungsverschiedenheit und ich mache den Schuppen hier dicht.

Nur wegen einer Rauferei?

Offen gesagt, gefällt mir nicht, wie dieser Laden geführt wird.

Soll ich Ihnen sagen, warum Sheriff? Weil wir Sie nicht bestechen. Nur deshalb.

Okay, Klugscheißer, das reicht. Der Club ist für heute Abend geschlossen.

Habt ihr gehört? Packt euren Kram zusammen, lasst die Drinks stehen und raus hier!

Noch irgendein Vorfall... egal was... und das war's für euch in Indian Creek.

Roland ist immer noch weggetreten.

Tja, Leute. Willkommen in Indian Creek.

- 35, mach das erstmal nach! - Warum überhaupt versuchen?

Irgendwann erreicht jeder das Ende seiner Glückssträhne.

Sowas wie "Glück" gibt es nicht.

Scheiße, ich bin raus, Mist!

Wir haben gerade erst angefangen, Ben.

Ich sag's nur ungern, aber ich hab dich gewarnt.

Fick dich!

Gute Nacht, Mädels. Und danke für eure tolle Arbeit.

Danke, mein Schatz.

Gute Arbeit. Und sorry wegen der Schlägerei.

Hey, Leute. Noch ein Song.

Danke.

- Junge Liebe... - Sie ist kein Rotschopf, aber...

Vielleicht sollten wir die beiden allein lassen.

Sieht nach Feierabend aus.

Komm mit, ich begleite dich hinaus.

Nicht nötig. Ich weiß, dass du noch einiges zu erledigen hast.

Halt die Fresse und mach, was wir dir sagen, okay?

Dann passiert dir nichts! Ah, Schlampe!

- Machen wir sie fertig! - Ich nehme sie als Erstes durch!

Stehen bleiben! Jetzt bist du dran.

- Geht's dir gut? - Ich bin in Ordnung.

- Wir sehen uns morgen. - Warte, ich fahre dich nach Hause.

- Malila. - Tokala, was ist passiert?

- Dein Vater. - Was?

Wir haben dich überall gesucht.

Yuma ist niedergestochen worden.

Jetzt sag schon! Was ist mit ihm? Lebt er?!

- Wo warst du letzte Nacht, Tokala? - Ich war zu Hause. Wieso?

Richtig. Bleib in der Nähe.

Niemand verlässt das Dorf, bevor die Untersuchungen abgeschlossen sind.

Und ich meine auch niemand!

- Haben Sie Yuma umgebracht? - Tokala.

Was für eine unschöne Überraschung.

Komm, setz dich doch. Magst du was essen?

Einen Saft, Cornflakes, Früchte? Bedien dich.

Antworten Sie mir.

Also, wenn du so bedrohlich klingst, muss ich wohl alles zugeben.

Alles spricht dafür, dass du den Alten umgebracht hast.

Was wollen Sie damit sagen?

Ist der Kerl blöde oder drücke ich mich wirklich so undeutlich aus?

Du bist der Mörder, Tokala.

Siehst du...

Dich hat man doch dauernd mit ihm zusammen gesehen.

Du hast oft mit ihm gestritten und als er sich aufs Neue weigerte,

den Vertrag für den Bau des Casinos zu unterschreiben

und dich so von deinen Wettschulden zu befreien,

wurde der Druck so groß für dich, dass du einfach durchgedreht bist!

Was für eine ergreifende Geschichte.

Und ich bin sicher, dass es nicht schwer sein wird, die Leute davon zu überzeugen.

- Das wird Ihnen niemand glauben. - Kann sein.

Oder auch nicht.

Ich liebe den Geruch von Blut am Morgen.

Worauf warten wir noch? Gehen wir.

- Niemand geht hier weg! - Wir haben geschlossen.

- Und zwar für immer. - Was?

Ich mache den Laden dicht wegen illegaler Drogengeschäfte.

Bullshit!

Und ich habe einen Haftbefehl gegen D'Artagnan Beck.

Wegen eines tätlichen Angriffs auf einen meiner Hilfssheriffs!

- Zeigen Sie mir den Haftbefehl. - Wozu?

Weil wir kein Toilettenpapier mehr haben, deswegen.

Acht gegen vier. Sieht nicht gut aus.

Jedenfalls nicht nach einem fairen Kampf.

Alle für einen.

Und einer für alle.

- Einmal Wein für den Herren! - Rot oder Weiß?

- Wurde auch Zeit, dass du wach wirst. - Ich war schon wach.

Liebst du mich noch?

Die Party zu Ende, Jungs.

Ich will euch aus der Stadt haben und zwar sofort!

Was denn, nicht bis Sonnenuntergang?

- Komm schon. - Joey!

Und jetzt hört mir mal gut zu.

Mr. Crawford schlägt euch ein Geschäft vor.

Ihr setzt euch brav in euer Auto und verlasst die Stadt für immer.

Wenn ihr euch weigert, wird's nur noch schlimmer.

Ihr habt die Wahl.

Crawford wird hierherkommen...

...und alles versuchen, um den Bau des Casinos zu erzwingen.

Du bist es Yuma schuldig, unser Land vor Unheil zu bewahren.

Du hast recht.

Wir werden unser Votum überdenken.

Das betrifft uns alle, unser Land.

Die Geister unserer Vorfahren machen uns stärker als jede Armee der Welt.

Sieht aus, als hättest du heute einen schlechten Tag.

Aber eins muss man dir lassen. Du hast Stil.

Hat mir gefallen, wie du mit Charlie und seinen Freunden fertig geworden bist.

Du hast deinen Kopf riskiert. Und weswegen? Wegen einer Frau?

Ein Mann mit Herz. Gefällt mir!

Ich will, dass du in Zukunft für mich arbeitest. Was sagst du dazu?

Tja, wie Sie schon sagten, ich habe ein Herz.

100 Riesen pro Jahr plus Prozente.

Alles, was du tun musst, ist, diese Indianer in Schach zu halten.

Schnauze! Wer redet denn mit dir?

Habe ich mit dir geredet? Spreche ich mit dir?!

Also halt gefälligst die Fresse, du wandelnder Scheißhaufen!

Du gefällst mir.

Also, was sagst du, hm?

Wir zahlen dir sogar die Zahnvorsorge!

Sehr gut, denn die wirst du brauchen.

Schafft mir diesen Müll aus dem Haus.

Und entsorgt ihn am Pier 6.

Aber zieht ihm vorher die Zementstiefel an.

Douglas!

Bestell die Trucks hierher. Wir rücken vor.

Jawohl, Sir.

Berichte Falconetti, dass wir heute noch mit dem Bau beginnen.

ABBRUCHREIFES GEBÄUDE

Alles klar, das war's. Wir bleiben hier. Zur Hölle mit Crawford.

Ja, aber ohne den alten Yuma steht ihm nichts mehr im Wege, das Casino zu errichten.

Wir sind die Einzigen, die ihn aufhalten können.

Allerdings, wir helfen den Mohawk und holen D'Artagnan aus dem Knast.

Wir haben noch nie vor irgendwem den Schwanz eingezogen.

Ich hatte schon Bettgeschichten, von denen ich mehr Narben davontrug!

- Also los. - Ich bin dabei.

- Alle für einen... - Und einer für alle.

Also bringen wir es hinter uns und dann nichts wie weg.

Hank, hilf mir, dieses Stück Scheiße aus der Karre zu schieben.

Bewegung!

So, mein Hübscher. Mal sehen, ob du mit Aquaman verwandt bist.

Das reicht.

Willst du mich etwa so erschießen?

Du weißt, was Crawford mit dir machen wird, wenn er dich nicht mehr braucht.

Er wird das Gleiche mit dir machen, was du jetzt mit mir vorhast.

Du willst das doch gar nicht tun.

Also nimm die Knarre runter.

Ach herrje, herrje...

Die Musketiere und die Mohawks an einem Ort...

Wir haben den Beschluss rückgängig gemacht.

Auf unserem heiligen Land wird nicht gebaut!

Ach ja?

Was ist denn plötzlich in euch gefahren? Seid ihr wirklich so blöd?

Es ist gelaufen. Vorbei, erledigt.

Das ist ein rechtlich bindender Vertrag. Von euch allen unterschrieben.

- Und jetzt verpisst euch gefällig! - Nein. Du wirst unser Land verlassen.

Mach dich nicht lächerlich.

Lass mich einfach da vorne raus. Okay, Gut.

Versuch, Verstärkung zu holen und kommt dann ins Reservat.

Du wirst unser Land nicht verderben.

"Du wirst unser Land nicht verderben."

Sieh an, wie originell.

Oh! Du bist ja ganz süß.

Sobald ich dich einkassiere, wird dir das bestimmt gefallen.

Jetzt komm!

Nicht so schnell!

Ab jetzt wirst du sehr viel netter zu mir sein!

Denn dein hübscher Freund, dieser Aushilfe-Ken, schläft längst bei den Fischen!

- Du hast meinen Vater getötet, du Schwein! - Gefällt mir, auf die harte Tour!

Ich begehre dich immer noch.

Aufhören!

Aufhören, oder ich kill dieses Miststück!

Die Party ist scheiße nochmal vorbei!

Ich werde mein Casino hier auf diesem Land erbauen!

Ob ihr's wollt oder nicht!

Entweder ihr geht freiwillig oder ich lasse euch einfach niederwalzen!

Aufhören!

Gute Arbeit, Sam.

Jetzt verhafte diese verdammten Indianer.

Sorry, Sheriff. Sie sind der, den ich festnehme.

Runter mit der Waffe.

Auf den Boden!

Bist du völlig durchgedreht, oder was?

Du legst die Waffe auf den Boden oder die Kleine da stirbt.

Hast du verstanden, capicse? Du dämlicher Wichser!

Nehmt Crawford fest.

D'Artagnan!

Nein!

Verdammt! Ich könnte 'nen Whisky gebrauchen.

Oh, Scheiße!

Es wird auf unserem Land kein Casino geben, D'Artagnan.

Vater hatte Recht. Wir sollten immer der Stimme unseres Herzens folgen.

Irgendwo hier wird er sein, und mit dem Wind umhertanzen.

Die Adler weisen ihm den Weg. Er schaut uns zu.

Und in unser Herz. Er ist stolz auf uns.

Seht euch das an! Wunderschön. Vielen Dank!

Danke.

Danke.

Vielen Dank.

Darauf trinken wir einen.

Auf Chief George und unsere Freunde, die Mohawks!

Und natürlich auf Sam, den neuen Sheriff von Indian Creek.

Jawoll!

Nun, ich schwinge nie große Reden, deshalb fasse ich mich kurz.

Ich möchte mich bei Ben bedanken, der mir das Leben gerettet hat.

- Auf die tapferen Männer! - Auf die tapferen Männer!

Prost!

- Auf die tapferen Männer! - Auf die tapferen Männer!

Es gibt noch eine Menge zu tun, aber bevor ich das erledige, sag ich nur:

- Alle für einen! - Und einer für alle!

Bis später.

Untertitel von Christian Witte © 2026

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