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Jetzt liege ich schon so viele Tage hier allein in meiner Einsamkeit und versuche
Erinnerungen herauf zu beschwören.
Ich zermatere mir das Gehirn. Es ist unerträglich.
Es ist einfach unerträglich.
Er kommt zu sich. Auf dem Bildschirm ist nichts zu erkennen. Ich glaube, wir
müssen unseren Versuch aufgeben. Nur Geduld. Er wird gleich wieder
einschlafen.
Gehen Sie ein Jahr zurück in Ihrer Vergangenheit.
Sie werden dort nur einige Minuten verweilen. Und wenn ich an diesem
Versuch zugrunde gehe, was ist dann? Es wird Ihnen nichts passieren. Wo befanden
Sie sich vor einem Jahr?
Erinnern Sie sich?
Ich war auf dem Lande und bereitete mich auf eine Prüfung vor. Die Sonne schien.
Sind Sie da ganz sicher?
Ja, ich kann mich noch gut an die Sonne erinnern. Professor, auf dem Bildschirm
zeichnen sich Konturen ab.
Hoffentlich ist er da, sonst haben wir den ganzen Weg umsonst gemacht.
Wir haben Glück. Er ist ein irrer Typ.
Oh, der ist schon eine Sünde wert.
Ich finde, er hat den Blick von Robert Redford und den Mund von Alain Delon.
Ein bisschen was auch von Johnny.
Das bringst wirklich nur du fertig, in unserem Kaff so einen Kerl aufzureißen.
Er heißt Mario und wird Arzt. Er bereitet sich auf sein Examen vor.
Mich hat es erwischt.
Ich liebe ihn.
Er ist wirklich der Mann meines Lebens.
Aber ich glaube, er ist in Claudia, die Tochter meines Chefs, verliebt.
Und ich bin nur Luft für ihn.
Aber das werde ich ändern.
Darauf kannst du Gift nehmen.
Na, Charlotte, da gefällt dir was?
Wenn Sie es genau wissen wollen, ja, er gefällt mir. Außerdem kann ich mir nicht
vorstellen, dass der da oben und Sie zusammenpassen. Das können Sie in jeder
Zeitung nachlesen, dass Schütze und Waage nicht miteinander harmonieren.
Ach, was du nicht sagst.
Aber mit dir, das ist doch deine Meinung, würde er außerordentlich
glücklich werden. Jawohl, erstens bin ich Zwilling und zweitens verstehe ich
was von Männern.
Die Brechweib, der will ich zeigen.
Salü, Milou.
Schieh einer an. Ist das nicht unsere kleine Charlotte? Ich bringe Arbeit.
Oh la la, schon wieder kaputt. Sieht ganz so aus.
Was machen die Leute nur mit den Netzen? Die fischen wohl Steine statt Fische.
Naja, wird erledigt.
Aber bei der Gelegenheit, sag mal, wann gehen wir beide denn mal zusammen aus?
Niemals, das habe ich dir doch schon gesagt.
Wir bleiben weiterhin gute Freunde und damit passt es. Im Grunde hast du recht.
Für dich bin ich ja schon, wie soll man sagen, ein uralter Knabe.
Das ist es nicht, aber ich bin verliebt.
So richtig verliebt?
Das ist natürlich etwas anderes. Was glaubst du, wie lange hält die Sache an?
Zwei Wochen? Für immer und ewig.
Ja, da kann ich ja noch hoffen.
Es ist ja schon vorgekommen, dass in der Liebe die Ewigkeit nur wenige Tage
dauert.
Naja, wir wollen ja nicht gleich schwarz sehen. Hier, ich hab was für dich. Hier
hab ich ein paar Algenproben, die sind für euren Mieter, Mario, äh, Dingsda.
Ich werde sie ihm sofort bringen. Hey, hey, hey, so läuft der Hase.
Mann, hast du mich erschreckt. Was willst du hier?
Lieferung frei, Hauskapitän. Milou hat mich gebeten, dass ich Ihnen diese Algen
bringe. Leg sie da drüben hin und verschwinde.
Wie kann man denn nur so hausen?
Ich werde ein bisschen aufräumen.
Hey, das kommt nicht in Frage. Dann finde ich meine Unterlagen überhaupt
nicht mehr. Wie kann man sich in so einem Durcheinander wohlfühlen?
Ich fühle mich sehr wohl.
Wenn du mich jetzt in Ruhe lassen würdest und verschwendest, ging es mir
noch besser. Verstanden, meine Liebe?
Sonst noch was? Ich wollte Ihnen nur einen Gefallen tun. Claudia, schmeißen
Sie nicht so einfach raus.
Das ist ja auch was anderes.
Wir wollen heiraten, aber wenn ich dieses Examen nicht bestehe, habe ich
keine Chance bei Ihren Eltern.
Sie wollen sie heiraten? Ich möchte wissen, was sich das angeht. Salut.
Es geht wirklich ungerecht auf dieser Welt zu.
Wirklich ungerecht.
Ich nehme es Leben.
Verflucht, der Scheiße.
Na komm.
Diese Hure!
Ich hab schon auf dich gewartet, du Geist.
Nicht so fest.
Nicht so fest.
Du bist eine süße geile Sau.
Setz dich auf meinen Schwanz.
Los, steck ihn dir rein.
Na,
der Kleine will wohl nicht so recht.
Wenn wir nicht gewinnen, können wir es leichter machen.
Ist das schön.
Ist das schön. Er wird wieder.
Er wird wieder steil.
Du bist einfach der Größte.
Weiber! Na, wie geht's?
Ich habe dir eine herrliche Neuigkeit mitzuteilen. Ich habe Arbeit gefunden.
Und wo, wenn man fragen darf? Hier im Ort bei der Post.
Sie haben mich als Briefträgerin angestellt. In Zukunft, meine Liebe,
musst du deine Freundin auf ihrem Dienstweg begleiten, wenn du mit ihr
klatschen willst. Mein Glückwunsch, das muss gefeiert werden.
Na, Schmitz?
Du sprichst ja gar nicht mehr von Mario, der großen Liebe deines Liebes. Der ist
an mir so interessiert wie an einem Fahrrad, das gerade in Hongkong umfällt.
Ich glaube, der steht auf Claudia.
Das ist ja der verdammte Mist.
Dabei bumst sie mit anderen rum, dass einem schlecht werden kann.
Oh, ich bin vielleicht ein Schwein.
Die spritzt den Kerl.
Ich seh das gern.
Glaubst du, ich nicht?
Du geile Sau, du.
Mein ganzes Höschen ist schon nackt. Das soll dabei vorkommen. Trotzdem wäre es
mir lieber, wenn Mario mich jetzt flögen würde. Wäre an deiner Stelle nicht so
blöd.
Also ich würde mich einen Dreck um Claudia kümmern und ihr Mario
ausspannen.
Du hast leicht reden.
Oh, ich glaube, das dürfte gar nicht so schwer sein. Bei ihm, du musst dich nur
unentbehrlich machen, verstehst du? Dann wird er schnell einsehen, dass er auf
dich nicht verzichten kann.
Wenn ich mir überlege, hast du vielleicht sogar recht. Ich kriege ihn,
verlass dich drauf.
Hier sieht's wirklich aus wie bei Hempels unterm Sofa.
Na ja, dann wollen wir mal.
Das war ein herrlicher Nachmittag, was?
Und was machen wir jetzt?
Was du willst, mein Liebling.
Also, ich möchte dich jetzt am liebsten vernaschen.
Komm, wir gehen.
Gehen wir zu mir? Nein, komm, sei vernünftig. Ich hab mal gehört, Vernunft
ist in der Liebe eine Todsünde.
Los, komm.
Oh, er kommt schon. Ich bin gespannt, was er dazu sagen wird.
Ich liebe dich.
Wenn ich erst mal das Examen bestanden habe, werden wir für immer zusammen
sein.
Lass dich durch die Unordnung hier nicht stören. Ich räume selten auf.
Es würde mich interessieren, wie es hier aussieht, wenn du wirklich erst mal
aufgeräumt hast. Vielleicht hast du eine gute Fee, die alles für dich macht.
Ein bisschen Schmutz.
Die ist mir leider noch nicht begegnet. Das heißt, jetzt ist ja eine hier.
Möchtest du deine Fee nicht küssen? Außerdem soll es da ja noch was anderes
geben.
Bis zum nächsten Mal.
Das ist unfair.
Ich will dich jetzt von hinten filmen. Hast du das gerne?
Und wie.
So, jetzt werde ich in dir gleich reinstecken.
Aber ich habe noch nicht genug.
Noch nicht wieder.
Lass mich nur lachen, den kriege ich schon wieder hoch.
habe ich dir gesagt, er ist wieder schön steif.
Ich möchte jetzt im Liegen gefickt werden.
Lutsch ein bisschen vor und mach die Beine schön breit.
Komisch. Was ist denn mit der Tür los?
Nichts Besonderes. Die klemmt manchmal.
Die ist ja alle schon vergammelt.
Na, macht nichts. Dann dusche ich eben zu Hause.
Mach's gut. Bis bald.
Also, jetzt reicht's. Komm sofort raus.
Wie kommst du dazu, dich da drin zu verstecken?
Ganz einfach. Doch, ich bin von euch überrascht worden.
Wer hat dir erlaubt, meine Bude durcheinander zu bringen?
Deine Bude durcheinander bringen, dass ich nicht lache. Du bist ja nicht mal in
der Lage, deine eigenen Socken aufzuräumen.
Ich wollte dir doch nur helfen. Das kannst du gern tun, indem du mich in
Ruhe lässt und mir nicht dauernd nachschnüffelst. Verstanden?
Du bist wirklich ein dummer Kerl.
Und Melo, kannst du ausrichten, dass ich mir meine Sachen in Zukunft bei ihm
selbst abhole?
Du kannst nicht mal!
Und Mario wird mich doch eines Tages heiraten. Mir ist nur noch nicht klar,
wie ich ihn davon überzeugen kann, dass ich ihn liebe.
Wenn du weiter lauscht, wenn er gerade ein Mädchen bumst, wirst du kein Glück
haben. Aber ich wollte doch nur bei ihm aufräumen und ihm eine Freude machen.
Mit einem Besen allein kann man keinen Mann gewinnen. Das weiß ich selber.
Oh, was erblicke ich denn da? Die schönste Briefträgerin, die ich je
gesehen habe. Sie müssen mir auf der Stelle einen Kuss geben. Ich sammle
nämlich Andenken von Mädchen, die so schön sind wie Sie.
Der will einen Kuss von mir. Ja, aber nur in ganz klein, sozusagen als
Andenken. Sie wollen wirklich ein Andenken von mir? Liebend gern.
Schließen Sie die Augen und beugen Sie sich etwas vor.
Voila!
Jetzt werde ich mich ein halbes Jahr nicht mehr waschen.
Ich habe hier noch eine kleine Überraschung. Ein Einschreibebrief. Frag
mal, für wen der wohl ist. Gib ihn mir. Ich weiß, dass Mario sich irgendwo
beworben hat. Das ist völlig ausgeschlossen. Das verstößt er gegen
das Postgeheimnis. Ich flehe dich an. Tu es mir zuliebe. Ich werde keinen
Menschen davon ein Wort sagen. Na schön.
Ich danke dir.
Es ist nett von dir, dass du mir immer die Briefmarken gibst.
Woher kommt er denn?
Aus Saire.
Er kann dort sein Praktikum machen.
Dann wird er uns ja verlassen.
Aber was willst du denn, meine Kleine? Es war doch klar, dass er eines Tages
weggehen wird.
Oder hast du angenommen, dass er in unserem Nest versauern will? Das kannst
du nicht von ihm verlangen. Was ist mit dir? Du bist ja auch hier geblieben.
Ach, das ist doch wirklich was anderes. Ich bin doch hier, um Fischnetze
auszubessern. Was soll ich denn in Saire? Ich weiß ja noch nicht mal, wo
das überhaupt liegt.
Hey, was soll's?
Hey, meine Briefmarken!
Mittwoch, der 12. Mai, gibt es vielleicht so einen herrlichen Strand in
Afrika mit Strandkabinen und schönen alten Villen.
Verliebte, die mit dem Fahrrad unterwegs sind und Rentner, die in den kleinen
Bistros einen Pastis heben.
Aber vielleicht wollten diese Alten, als sie noch jung und verliebt waren, auch
einfach fort in fremde Länder und tolle Abenteuer erleben.
Vielleicht hat ihnen der ganze Strand, der Sand und alles andere auch schon.
Zum Hals herausgehangen.
Wahrscheinlich mache ich ihn wirklich unglücklich, wenn ich ihn jetzt
zurückhalte.
Männer haben nun mal kein Gefühl für wahre, große Liebe.
Ich habe es ja immer schon gesagt.
Die Welt ist ungerecht.
Furchtbar ungerecht.
Die Männer sind ja so schlecht.
So abgrundtief schlecht.
Sie sieht mich natürlich schon weit weg von hier.
In Afrika.
In einem Afrika, wie man es aus Groschenromanen kennt. Pin-up,
Krankenschwestern und gefährlichen Abenteuern, die nur tolle Kerle erleben
können. Da unten liegen die Verwundeten.
Heimlich schreibt sie mir Briefe, die sie nie abschicken wird.
Sie vertraut mir ihre geheimsten Sehnsüchte an, die ich aber niemals
stillen werde.
Vorsicht, hier gibt's vielleicht Schlangen.
Bleibt zusammen.
Nichts ist erregender als das Gefühl, von jemandem geliebt zu werden. Aber
trotzdem diesem Wald nicht verpflichtet und ein freier Mensch zu sein.
Vielleicht geht es in Afrika wirklich heiß her.
Donnerwetter. Das ist ja eine heiße Nummer.
Meine Damen, lassen Sie sich nicht stürmen.
Das wird einem ja das Hemd zu eng.
Und der Hose ganz zu schweigen.
Ihr könnt jetzt aufhören zu lecken. Ihr seid sauber genug.
Hat der einen in der Hose.
Jetzt kann ich zum ersten Mal einen weißen Schwanz sehen.
Es geht doch nichts über eine richtige Black-and-White-Show.
Jetzt weiß ich, warum es einem in Afrika immer so heiß wird.
Hat
Spaß, was?
Afrika.
Es geht eben nichts über richtige Schwestern.
Und ich?
Hey. Na ja, du kommst jetzt auch dran.
So, Freunde, jetzt lass uns menschen.
Was machen wir?
Vögeln.
Ich bin drin mit einem Sturz. Das Loch kenne ich schon.
Ja, man muss ein bisschen Entwicklungshilfe treiben.
Oh,
passt ja schön.
Haja, Safari, ficken ist schön, das ist klar.
Was ist denn jetzt?
Stellungswechsel. Deine weiße Schwester möchte schließlich auch was haben.
Fluch, der will nicht.
Dad war heiß, glaub ich.
Von wegen.
Jetzt... Jetzt geht's weiter.
Oh,
schau her. Es muss dich doch einfach aufbringen.
Jetzt kommt deine schwarze Schwester wieder dran.
Weißer Mann, vielleicht ist doch nur ein Tropfen durch.
Meine Liebe, sei nicht traurig. Du wirst das nächste Mal wieder dranbleiben.
Die saugt mir doch gleich die Eier mit raus.
Ich wünsche einen wunderschönen guten Tag allen miteinander.
Hallo, Mario. Ah, jetzt haben Sie Ihr einziges Leben in mir draufgegeben.
Claudia hat uns schon einiges über Ihre Pläne für die Zukunft erzählt.
Zigarette? Nein, danke. Ich bin nicht Raucher.
Wie wir gehört haben, haben Sie einen tollen Anstellungsvertrag in Seir
bekommen. Ja, so ist es. Ich freue mich riesig. Wir werden gemeinsam nach Seir
gehen, natürlich erst, wenn wir vorher geheiratet haben.
Deswegen möchte ich Sie unbedingt sprechen, Mario.
Wir müssen Ihnen leider sagen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Und
warum nicht?
Ich will ehrlich mit Ihnen sein.
Wir haben nicht das geringste Interesse daran, dass unsere Tochter mit Ihnen
durch den afrikanischen Busch zieht.
Aber wir lieben uns doch.
Darüber haben wir ausführlich gesprochen. Sie liebt Sie auch.
Aber sie wird niemals mit Ihnen nach Sair gehen. Aber Claudia, das kann doch
nicht dein Ernst sein.
Ich bin mindestens ein Jahr weg.
Verzeih, Liebling, aber ich möchte mit der Heirat warten, bis du wieder da
bist. Es ist schon ein Jahr, wenn man sich wirklich liebt. Meine Eltern haben
recht, das musst du doch einsehen. Ich werde auf dich warten und wenn du zurück
bist, werden wir heiraten und nichts kann uns mehr trennen.
Da habe ich noch was, was er heute bestellt hat. Bist du sicher, dass er
die Alben noch holt?
Ganz sicher, aber ich glaube, es ist nicht gut, wenn er dich hier sieht.
Verdammt nochmal, jetzt reiß dich doch ein bisschen zusammen.
Heute heulst du wegen Mario und morgen wird es ein anderer sein. Du kannst noch
so viel in deinem Leben haben. Ich will keinen anderen, ich will nur Mario.
Du leidest sehr, was?
Ich könnte mich umbringen vor Freude.
Also ich an deiner Stelle würde erst einmal mit François reden. Die weiß
sicher einen Ausflug. Du bist ein guter Freund.
Du
bist
wirklich meine beste Freundin.
Oh, shit.
Jetzt werde ich dich schön verwöhnen.
Jetzt ist er also da, der Tag deiner Abreise.
Ich kann dir nachfühlen, wie enttäuscht du bist.
Jetzt ist meine Stunde.
Ich werde dich begleiten. Ich werde dir bei deiner Arbeit zur Seite stehen.
Wir werden uns lieben.
Es wird eine wunderschöne Zeit werden.
Ich glaube, ich bin verrückt geworden. Was willst du denn von mir? Ich liebe
dich, Mario. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich dich liebe.
Seit dem Tag, an dem ich dich zum ersten Mal gesehen habe, gibt es keinen anderen
Mann mehr als dich. Du kannst alles von mir haben. Ich will nur das eine von
dir, dass du sofort aussteigst. Bitte, nimm mich doch mit. Ich werde immer für
dich da sein. Mit mir kannst du wirklich rechnen. Ich werde dich nicht so
enttäuschen wie Claudia. Ich bitte dich, hör mit diesem Theater an. Das ist kein
Theater. Du bist völlig übergeschnappt. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Los,
steig aus. Überleg es dir nochmal.
Steig aus, wir sind höchstens zwei Kilometer weg. Du kannst zu Fuß
zurückgehen. Charlotte, komm jetzt los, ich bin sowieso schon zu spät dran. Aber
wir können so nicht auseinander gehen. Warum denn nicht? Ich hab dir schon
tausendmal gesagt, dass ich dich nicht liebe.
Lass mich jetzt endlich fahren.
Du musst mir etwas versprechen. Und das wäre?
Schwöre mir, dass du mich heiratest, wenn du eines Tages Claudia nicht mehr
liebst. Also gut, ich schwöre es. Bist du jetzt zufrieden?
Ich möchte nur noch, dass du mich einmal zum Abschied küsst.
Also mach's gut.
Pass auf dich auf.
Wie geht's dir denn? Ganz gut.
Na, den glücklichsten Eindruck scheinst du mir nicht zu machen. Worüber denkst
du denn dauernd nach?
Ach, darüber, dass Mario nun schon 34 Tage, 9 Stunden und 17 Minuten weg ist.
Ach, Charlotte, ein bisschen verrückt zu sein ist ja ganz schön, aber was zu viel
ist, ist zu viel. Du verstehst mich nicht. Du warst nie richtig verliebt.
Bist du denn sicher, dass er dich auch liebt?
Heute war jedenfalls ein Brief an Claudia dabei. Und das sagst du mir erst
jetzt? Weißt du nicht, was das für mich bedeutet? Das ist das erste
Lebenszeichen von ihm. Hey, wo läufst du denn hin? Zu Claudia natürlich. Ich muss
doch wissen, wie es ihm geht. Ach, Entschuldigung.
Das kannst du ja ganz gut.
Oh ja, wir haben eine Feste, eine Feste.
Oh Gott.
Oh, ja.
Oh, sind das mal schöne Fotos.
Und jetzt werde ich unsere kleine Freundin von hinten ficken. Komm her.
Ja, schmier dir's ins Gesicht.
Wenn wir das jeden Tag machen, brauchst du dich nie liften zu lassen.
Heute bin ich froh, dass du auf deinen Vater gehört hast. Das Klima hier ist
fast nicht auszuhalten und die Arbeit sehr hart. Na, immerhin ist er
wenigstens ehrlich. Aber wenn er glaubt, dass ich ihm in diese Scheißgegend
folgen werde, irrt er sich gewaltig.
Das musst du ihm dann aber auch schreiben.
Warum? Er ist doch nicht blöd. Er wird schon wissen, was los ist, wenn er
nichts mehr von mir hört. Ich finde, du verhältst dich beschissen. Er wird wie
ein Hund leiden. Hast du schon einmal daran gedacht?
Es ist mir doch egal. Ich bin jung und will mein Leben leben.
Na endlich. Ich freu mich, meine Liebe.
Bist du in Ordnung? Ja, natürlich.
Ich werde dich mit meinen Eltern vorstellen.
François, du musst meinen Gefallen tun. Unterwirre. Gib mir die Briefe, die
Mario an Claudia schreibt. Du bist verrückt geworden. Das darf ich nicht.
Was willst du überhaupt damit?
Ich werde mich für Claudia ausgeben und an ihrer Stelle seine Briefe
beantworten. Das ist doch eine saublöde Idee. Warum schreibst du ihm nicht
einfach, dass sie nichts mehr von ihm wissen will? Er wird sich damit
abfinden. Schließlich ist er kein Kind mehr.
Da kennst du ihn schlecht. Er bildet sich ein, dass Claudia ihn liebt und
würde mir nie glauben, dass sie ihn auf und betrügt.
Ich will nicht, dass er leidet. Und wenn du meine Freundin bist, musst du mir
helfen.
Na, was ist denn los? Komm schon.
Wir bleiben für eine Weile hier.
Ich habe mich über deinen letzten Brief sehr gefreut.
Wir brechen bald auf.
Es tut mir leid, dass du solche Strapasten erdulden musst.
Ich wünsche, du wärst bei mir. Ich denke Tag und Nacht nur an dich. Ich umarme
und küsse dich in Gedanken, in Liebe, deine Frau. Doktor, es wird wirklich
Zeit. Du hast recht, es geht weiter.
Wir brechen auf.
Mein Liebling, du glaubst gar nicht, wie sehr du mir fehlst.
Nachts liege ich wach und denke an deine Umarmungen und an deine Küsse.
Hoffentlich ist diese Zeit bald zu Ende und du wirst zu mir zurückkehren.
Wir werden eng umschlungen zusammenliegen und uns lieben.
Ich bin für immer dein, Claudia.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich auf deine Briefe warte.
Meine Arbeit ist wirklich interessant, aber deine Worte helfen mir, hier bis
zum Ende durchzuhalten.
Ach du lieber Himmel. Was gibt's denn? Mario kehrt früher zurück, als er selbst
geglaubt hat.
Er wird am 23.
Das ist ja schon morgen mit dem Schiff ankommen. Was willst du jetzt tun? Ich
muss ihm die Wahrheit sagen.
Willst du ihm so einfach erzählen, dass du dich ein Jahr lang für Claudia
ausgegeben hast? Dass die Liebesbriefe die ganze Zeit von dir waren? Claudia
längst verheiratet ist und ein Kind hat.
Wenn das nur gut geht, meine Liebe.
Dann muss ich eben mit Claudio und Jean-Paul ganz offen sprechen.
Also ehrlich gesagt, Charlotte, ich verstehe nicht, wie du sowas tun
konntest. Aber ich habe es doch nur getan, weil Mario nicht leiden sollte.
Bring es ihm die Wahrheit schonend bei.
Hans, ich finde es einfach herrlich, dass heutzutage jedes Dienstmädchen so
einfach daherkommen kann und sich in unsere Angelegenheiten mischt. Du hast
doch diese lächerliche Komödie ganz allein inszeniert. Also musst du selbst
sehen, wie du aus der Geschichte wieder rauskommst. Aber wie soll ich denn das
machen? Er wird mir nie glauben, dass ich es nur für ihn...
Jetzt hören Sie mal gut zu, Charlotte. Mir langt es jetzt wirklich.
Lassen Sie uns in Frieden mit Ihren blöden Geschichten.
Entschuldigen Sie, ich gehe schon.
Hallo, Charlotte.
Mario.
Ich freue mich.
Du bist ja eine richtige Frau geworden. Ja, ich bin schon über 20 und habe mir
sogar schon das erste eigene Auto gekauft. Das hat mir Claudia
geschrieben, aber wo ist sie denn? Sie konnte leider nicht kommen, ihr Vater
ist krank. Das tut mir leid, was hat er denn? Sein übliches Römer, du kennst es
ja. Aber sprechen wir lieber von dir. Wie war es in Afrika?
Aber ich habe über ein Jahr auf diesen Augenblick gewartet. Claudia hätte mich
trotzdem abholen können. Aber ich bin doch gekommen, um dich abzuholen. Freust
du dich denn gar nicht?
Natürlich.
Warum hältst du denn?
Wir haben kaum noch Sprit. Ich habe vergessen zu tanken.
Also ich kann dich einfach nicht verstehen. Wie kann man denn so etwas
vergessen? Entschuldige bitte, aber ich fahre ja noch nicht so lange Auto. Da
kann das schon mal vorkommen.
Volltanken bitte!
Du kannst mir in der Zwischenzeit eine Cola spendieren.
Meinetwegen. Geh schon voraus. Ich komme gleich nach.
Hey, ich hab gedacht, die wollen tanken. Hey!
Das hat mir gerade noch geschieht.
Claudia! Claudia, ich bin zurück!
Ich stirb.
Hören Sie, Claudia ist meine Frau.
Wir haben kurz nach ihrer Abreise geheiratet. Ich habe dir nicht mehr
geschrieben und wollte dir damit zu verstehen geben, dass zwischen uns alles
aus ist.
Charlotte hat sich für mich ausgegeben und hat dir die ganze Zeit die Briefe
geschrieben. Wir haben nichts davon gewusst, überhaupt nichts. Glauben Sie
mir.
Also ich an deiner Stelle würde mich hier nicht so gut verstecken, sondern
ihm lieber um den Hals fallen, deine Mario. Er wird derjenige sein, der mir
um den Hals fällt, aber um mich zu erwürgen. Das glaubst du doch selbst
nicht. Er wird mir nie verzeihen, was ich ihm angetan habe.
Hör mal zu, meine Kleine.
Für einen Mann ist es lange nicht so schlimm, wenn er von einer Frau
getäuscht wird.
Sondern nur, wenn er enttäuscht ist. Ich kann nur sagen, dein Mario soll froh
sein, dass es dich gibt. Und dass du ihm endlich die Augen geöffnet hast.
So ist es doch.
Stimmt. Ich bin ganz sicher.
Ich auf jeden Fall wäre irrsinnig dankbar, wenn du auf diese Art
verhindert hast.
Dass ich diese Schlampe geheiratet hätte. Charlotte!
Oh je, ich muss verschwinden.
Charlotte!
Bleib stehen!
Warte einen Moment!
Ich hab mit dir zu reden!
Charlotte! Ich muss mit dir reden!
Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass du mich am liebsten umbringen möchtest.
Aber was ich gemacht habe, das habe ich nur für dich getan.
Ich habe dich so enttäuscht.
Verflucht doch mal. Charlotte, bleib doch stehen. Es ist doch alles ganz
anders.
Charlotte! Charlotte!
Hör doch, ich weiß jetzt, was für ein Trott ich bin.
Ich liebe dich doch, hörst du nicht? Ich liebe dich, Charlotte.
Mein alter Bruder.
Nimm mich, ich möchte dich spüren.
Dann habe ich auf diesen Augenblick...
Ist das schön.
Komm,
leg dich zu mir. Endlich gehören wir zusammen.
Wie konnte ich nur so ein Idiot sein?
Tröste dich.
Das sind die meisten Männer auf dieser Welt.
Can't find what you're looking for?
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