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Hallo liebe Fans des gebackenen Edelmetalls. Nach sieben aufregenden,
spannenden, aber auch schmackhaften Wochen küren wir heute in der Show
Deutschlands besten Hobbybäcker 2020.
Barbara, Sarah, Laura und Jennifer kämpfen um die Siegertrophäe, die sie
selbst backen werden.
Alles wird glitzern in Bronze, Silber und Gold. Doch am Ende wird nur eine von
ihnen strahlen im Finale von Deutschlands größter Backshow. Hier ist
das große Backen.
Schloss Stülpe ist bereit für das spektakuläre Finale.
Der größten Backshow der Welt. Vor acht Wochen sind die zehn besten Hobbybäcker
2020 angetreten, miteinander und gegeneinander die tollsten Torten zu
backen. Backen ist eine Leidenschaft, eine eskalierte Leidenschaft.
Und diese Leidenschaft haben die Hobbybäcker Woche für Woche unter Beweis
gestellt.
Mittelmaß genügt hier nicht. Es sind allein die Höchstleistungen, die hier im
Backzelt zum Erfolg führen.
Die Jury achtet auf ein gleichmäßig hohes Niveau.
Es ist selbstverständlich Druck, wenn man weiß, dass eine professionelle Jury
Betty und Christian die eigenen Torten verkostet.
Die Torte schmeckt wirklich sensationell. Das hat so ein bisschen
was von Erlebnisgastronomie.
Handwerklich eins plus.
Wirklich perfekt.
Torten wie Kunstwerke.
Torten, die mit höchster Präzision gestaltet wurden.
Außergewöhnlichste Zutaten, filigrane Dekoration und große Vielseitigkeit.
Alles das muss derjenige vorweisen, der den Titel Deutschlands bester
Hobbybäcker 2020 erhalten will.
Eine Maxime stimmt immer.
Schiefgehen kann immer was.
Das ist wirklich sehr, sehr kritisch, gerade bei mir.
Die sehen immer so schön aus und dann kommt das wahre Gesicht zum Vorschein.
Schön ist es nicht.
Das ist alles nicht das, was ich wollte. Ich habe ihn, glaube ich, schon wieder
falsch geschnitten. Vielleicht kann ich ihn einfach zusammenrühren.
Katastrophe.
Ich merke immer noch, dass ich einfach den Überblick verliere.
Betty und Christian haben Hunger. Das könnte jetzt tatsächlich ein bisschen
schwierig werden.
Ich gehe lieber.
Die Reise durch Europa.
Ist heute leider vorbei für Silvia.
Vanessa.
Sanja.
Christoph.
Dirk. Steve.
Bleib bitte genauso, wie du bist. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, dich
kennenzulernen. Vielen lieben Dank. Danke für die schönen Worte.
Vier Hobbybäckerinnen sind noch im Wettbewerb und bereit für die letzten
drei Aufgaben.
Ich bin jetzt im Finale gelandet. Das ist eine ganz große Ehre für mich. Das
macht mich riesig stolz.
Zu Recht, denn es ist...
Im Prinzip trennen uns nur noch drei Gebäcker vom Sieg. Das ist einfach
gigantisch. Es geht um den goldenen Cupcake, 10.000 Euro und das eigene
Backbuch. Das ist alles zum Greifen nah.
Aber ja, es sind noch drei andere, die das genauso gerne möchten.
Es ist jetzt natürlich absolut großartig, dass wir alle vier Mädels ins
Finale dürfen.
Und das werden hübsche Gebäcke werden.
Möge der Beste gewinnen.
Ich muss jetzt echt den Finger ziehen, weil sonst habe ich hier nichts stehen.
Scheiße, ich habe mein Champagner vergessen.
Ah, die läuft mir hier so auseinander. Das ist gar nicht meins.
Mann, jetzt kämmern die hinter Bubbles.
Wow.
Sie kämpfen heute um den Sieg. Jetzt im Finale.
Hallo liebe Finalistinnen.
Der Titel Deutschlands bester Hobbybäcker 2020 ist zum Greifen nah.
Obendrauf gibt es nicht nur dieses Schwermetallgebäck, sondern man wird
auch noch Autor seines eigenen Backbuches.
Und erhält 10.000 Euro.
Und jetzt fehlen hier nur noch zwei Menschen, die an euch geglaubt haben.
Hier ist eure Jury.
Motivtorten-Ikone Bettina Schlipake-Burchert und der Vordenker der
modernen Patisserie Christian Himms.
Hallo ihr zwei.
Hallo. Das Finale läuft in diesem Jahr nach folgenden Regeln ab.
Ihr vier backt euer eigenes Meisterbankett. Die ersten zwei Aufgaben
werdet ihr noch zu viert bestreiten. Nach der technischen Prüfung werden wir
dann einen von euch nach Hause schicken. Und nur drei backen ihre meisterliche
Torte, ihre Siegestrophäe.
Diese Torte allein entscheidet dann, wer den Sieg nach Hause tragen darf.
Zwei sportliche Aufgaben warten also auf euch vier. Und mit der ersten geht es
direkt los.
Weil im Finale alles zusammengehört, sollen die kleinen Glanzstücke zum
Gesamtbild des Meisterbanketts passen. Also zur persönlichen Siegertreppe.
Wir möchten von euren Kleingebäcken jeweils 10 Exemplare sehen. Das bedeutet
20 pro Kandidat.
Achtet auf die Haltbarkeit eures Metallic-Dekors. Was das Gebäck angeht,
da geben wir euch keine Vorgaben.
Ich drücke euch jetzt ganz, ganz fest die Daumen. Ihr habt drei Stunden
Backzeit vor euch.
Und auf mein Kommando geht es wie immer los.
Auf die Plätzchen!
Fertig. Packt. Viel Glück. Viel Erfolg.
Die Aufgabe lautet, zwei süße Variationen im Metallic-Look.
Zehnmal soll jede Variante gebacken werden.
Das bedeutet, stolze 20 Gebäcke muss jede Finalistin anbieten.
Jede der Hobbybäckerinnen soll ihren Törtchen eine individuelle Note
verleihen.
Und zwar mache ich süße Ufos mit Himbeergeschmack und noch
Drachenfruchttürmchen.
Und ich baue ziemlich viele Komponenten ein, also habe ich heute echt viel zu
tun und nicht so viel Zeit zum Reden.
Barbaras Törtchen mit Drachenfruchtmus im Velvet-Mantel haben einen Kern aus
Schokobiskuit und Salzkaramell auf einem Ruby-Knosperboden. In den Ufos findet
man Himbeeraromen und Chili.
Auch Jennifer ist gerade sprachlos konzentriert. Na schön, aber vielleicht
spricht ja Sarah mit uns.
Wir sollen ja heute 20 kleine Gebäcke präsentieren. Ich hab mir gedacht, ich
mach mal Donuts und Eclairs. Das sind meine zwei Lieblingsgebäcke, die esse
ich sehr gerne. Ich mach die in rosa und gold, natürlich mit Glitzer.
Unter der glänzenden Ruby-Glasur befüllt Sarah Hefeteigkringel mit
Diplomatencreme und Blaubeerkompott. Die Mini-Eclairs glänzen mit Waldbeerkompott
und Mascarpone-Sahnecreme.
Die Donuts bestehen aus Hefeteig, die Eclairs aus Brandteig.
Also heute wird ganz sportlich für mich. Ich brauche wirklich heute jede Minute,
damit ich wirklich alles schaffe, wie geplant.
Also noch jemand, den wir lieber in Ruhe lassen sollen.
Meine Törtchen sind voller Ambitionen. Ich möchte einmal so ein bisschen
erzgebirgisches Tannenschokoflair mit rüberbringen, aber auch eine elegante
Note, denn elegant ist immer fein.
Vor allem im Finale.
Jennifer setzt auf erzgebirgische Schokotörtchen mit Tannenbuttercreme und
Salzkaramellkern, außerdem auf Windbeutel mit Krakele, Kruste, Himbeer
-Baiser und Rosé-Champagner-Zitronengras-Buttercreme.
Betty, wir sind beide heute im Partnerlook. Extra fürs Finale, ne? Das
ist perfekt.
Ich mach mal ein Foto mit dir zusammen.
Mach das.
Dankeschön. Bitte schön.
Jennifer hat sich für gefriergetrocknete Himbeeren entschieden.
Die stehen auch in Barbaras Rezept.
Bei Laura rührt die Maschine.
Bei mir gibt es heute meine zwei Lieblingsschätze.
Zum einen süßen Himbeertraum und zum anderen feurige Schokoherzen.
Laura kombiniert ihre Tartchen aus Keksboden, Quark, Orangencreme und
Himbeerspiegel mit rustikalem Gebäck.
Brownieböden mit Kaffee und Walnüssen füllt sie mit Sauerkirschgelee und Chili
-Ganasch.
Wer das Finale gewinnt, steht noch in den Sternen.
Sarah deckt ihren Donut-Hefeteig ab und lässt ihn 30 Minuten im warmen Ofen
gehen.
Jennifer spritzt. Aber was?
Das ist der Schoko-Espresso-Teig für meine Schoko-Karamell
-Tannentürzen. Die Spritztülle gehört auch bei Barbara dazu.
Bei meinen Törtchen kann man oben so Musskugeln drauf, die in den Teig
kommen.
Die kann man schon mal hinnehmen.
Und die kriegen jetzt von mir von oben an.
Barbara kann auch kleinteilig.
Laura arbeitet mit Keksen.
Ich habe hier geschredderte Kekse. Die werden jetzt gleich mit Butter vermengt
und das bildet dann meinen Keksteig für meine Himbeertörtchen.
Dazu kommt Butter.
Sarah beginnt mit Teig 2, dem Brandteig. Wir hatten schon eine technische Prüfung
erklärt. Und da habe ich den vorletzten Platz gemacht. Und heute mache ich das
im Finale. Ist schon witzig. Ich hoffe, es klappt alles so wie geplant.
Das hoffen wir doch alle.
Ob Christian wohl gefällt, was er da sieht?
Auch Jennifer macht Brandteig für ihre Rosé-Champagner-Schuh au craquelin.
Lauras Keksmasse muss in den Dessertringen gut angedrückt werden.
Obstscheiben sind Barbaras Spezialität.
Da ich ja Drachenfrucht-Türme mache, baue ich da eine Scheiben-Drachenfrucht
frisch mit ein und mache mal Drachenfrucht-Mousse.
Ausgefallen und dem Finale angemessen.
Auch Jennifer zaubert.
Abra kadabra. Und jetzt spritze ich die Windbeutel auf.
Genau wie Brandteig-Spezialistin Sarah.
Die wählt die längliche Variante.
Während Laura an ihrer Creme arbeitet, ist Jennifer am Deckeln.
Die sind jetzt alle so schick verziert.
Und jetzt kommen wir in den Ofen.
Genau wie Lauras Brownie-Teig.
Eine Stunde ist schon vergangen, als Barbara Ruby-Schokolade temperiert und
Jennifer schon beim nächsten Schritt ist.
In meinem Topf ist Ei, Zucker, Zitronengras und Rosé-Champagner.
Und das erhitze ich jetzt auf 80, 82 Grad. Und dann lasse ich es abkühlen auf
35 bis 40 Grad.
Und dann montiere ich später noch die Butter drunter und lasse es cremeux
fertig.
Himbeeren gibt es bei Laura in frisch und nicht gefriergetrocknet.
Sarah verarbeitet Waldbeeren.
Wir machen ja immer alles gemeinsam, deswegen haben Sarah und ich das auch so
getimt, dass wir unsere Fruchteinlagen parallel rühren.
Doppelpack.
Barbara ist im Musstunnel und Sarahs Teig aufgegangen. Wow, der ist doppelt
mal so groß.
Sieht sehr gut aus. Ich bin mega zufrieden damit.
Damit könnte man einen riesigen Homer Simpson Gedächtnis-Donut backen.
Oder eben viele kleine.
Betty hat da ein paar Fragen.
Barbara, der Kern ist der gleiche Teig wieder unter die Halbschale, oder? Ja,
genau.
Und dann kommt eine Creme oder eine Ganache rein? Genau. Und dann kommt der
Teig wieder rein?
Nein, der Teig kommt oben drauf.
Also da kommt eine Ganache, dann kommen Himbeerbabels, dann kommt ein
Fruchtkern, dann kommt die Schokoladenplatte und das kommt oben mit
dem Himbeermus.
Jetzt habe ich es verstanden, Barbara. Sehr gut. Danke.
Sarahs ausgestochene Donuts werden auf Backpapier zwischengelagert.
Laufer schichtet ihre Orangen-Quark-Vanille-Creme.
Ich habe mir jetzt gerade kurzfristig überlegt, dass ich da jetzt noch eine
Himbeere in die Mitte tue, so als kleinen Kern des Törtchens. Man muss
sich ja nicht immer exakt ans Rezept halten.
Nicht, wenn es das eigene ist.
Hier entsteht gerade ein Salzkaramellkern mit Sahne und Fleur de
Sel.
Zu heiß zum Probieren.
Anderswo allerdings.
Na Babsi?
Ja? Lässt sie hier voll den Profi raushängen? Wo kommen die jetzt hin? In
Schockfruste.
So, ich schau jetzt meine Eclairs raus.
Sieht gut aus.
Jetzt müssen sie abkühlen.
Genau wie Lauras Brownie und Jennifers Windbeutel.
Ein Träumchen. Ich find's so supi, weil das halt gefriergetrocknetes
Himbeerpulver ist, wird es beim Backen halt ein bisschen dunkel, aber das macht
nichts. Nicht wenn's schmeckt.
Lieb... Liebe Finalisten, hier zeigt sich jetzt, dass Backen härter ist als
Fußball. Denn wir haben Halbzeit. Ihr habt trotzdem noch 90 Minuten vor euch.
Das ging schnell, ne?
Barbara, schafft man das?
Bestimmt. Barbara ist hochkonzentriert.
Boah, hier riecht es auf jeden Fall geil.
Ich glaube, Sarah frittiert ihre Donuts.
Ich habe noch nie in meinem Leben so perfekte Donuts gemacht.
Das ist das erste Mal, ausgerechnet hier beim großen Balken.
Perfektes Timing.
Laura würzt ihre Ganache mit getrocknetem Chili-Pulver.
Barbara nimmt gleich Chili-Schokolade.
Wow.
Ich habe nur die Schokolade mit Chili genommen und es schmeckt voll nach
Chili.
In Chili steckt die nötige Würze.
Jennifer setzt auf heimische Pflanzen.
Ich erhitze jetzt den Zuckersirup mit dem Tannensud.
Und ich habe tatsächlich original Stülpe-Tannennadeln gesammelt. Und das
wird dann die italienische Tannencreme.
Also die Stülpe-italienische Tannencreme.
Fusion-Küche sozusagen.
Barbara beginnt einen Waffelknusperboden und Laura geliert.
Die Gelee sind auf jeden Fall sehr zeitaufwendig. Die waren jetzt
eigentlich auch von Anfang an auf dem Herd, weil die ja ordentlich andicken
müssen. Aber da ich heute nur einen Boden ansonsten gebacken habe, brauche
ich ja irgendwas Aufwendigeres.
Zwei Sorten Gebäck sind gefordert, mit jeweils zehn vorzeigbaren Exemplaren.
Außerdem Teil der Aufgabe ein Metallik-Dekor, das in Aufgabe 3 noch
einmal aufgegriffen wird.
Allerdings werden nur drei von vier Finalistinnen soweit kommen.
Nach Aufgabe 2 wird die Schwächste ausscheiden. Es sieht sehr interessant
aus. Darf ich mal probieren?
Ja, gerne.
Also im Moment ist sie mir eigentlich noch zu schwach.
Es kommt mal so am Ende irgendein.
Ja, du hast ganz am Ende so ganz leicht die Tanne. Gegen das Schokotörtchen und
den Karamell. Kommt es nicht an, ne? Da musst du auf jeden Fall noch ein
bisschen. Weil da mache ich noch was davon rein. Ja, würde ich auf jeden
Fall. Dann kannst du einen guten Schuss mit dazu machen. Ja, mache ich.
Da tut sich ein Problem auf.
Allerdings bei Laura.
Das kriege ich nicht durchgestochen. Das ist so hart.
Ich komme nicht bis auf den Boden mit dem Ausstechen, ohne die Ränder zu
zerdrücken.
Deswegen habe ich mich gerade spontan für Dreiecke entschieden.
Die kriege ich zumindest etwas besser geschnitten.
Für ihre Ufos lässt Barbara Ruby-Schokolade in Spiralsilikonformen
aushärten.
Sarahs Donuts sollten das Befüllen mit Diplomatencreme und Blaubeerkompott
aushalten.
Ich hoffe, wenn die da reinbeißen, dass die dann halt sofort die Füllung
rausschmecken. Ein kleiner Pieks tut gar nicht weh.
Barbara verteilt ihre temperierte Ruby-Schokolade auch in andere Formen.
Auch für die heißt es, rein in den Froster.
Jennifers Tannencreme bedeckt den Salzkaramellkern ihrer Törtchen.
Barbara erklärt besser selbst, was sie da macht.
Jetzt kann man die Kugeln da reingesetzt.
Und zwar in die Ruby-Schokoladenhüllen.
Raffiniert.
Jennifer benadelt ihre Tannentörtchen mit Puder.
Meine Trophäe, falls ich dazu komme, würde auch Bronze sein.
7-4 bei euer Metallic-Gebäck. Könnt ihr jetzt nochmal so richtig aufs Blech
hauen. Ihr habt noch 45 Minuten.
Boah, scheiße. Das wird echt sportlich. Bei dir?
Ich hoffe, ich packe das.
Ich muss jetzt echt den Finger ziehen, damit es auch noch so funktioniert, weil
sonst habe ich hier nichts stehen am Ende.
Der Anschnitt von meinen Eclairs ist sehr schön. Man sieht hier schön die
Purung. Ich bin mega zufrieden damit.
Optimal zum Würfeln.
Was Barbara da lockerflockig aus der Form drückt, sind hochkomplexe Gebilde.
Das sind die Drachenfruchtmus-Tümmchen.
Die werden gleich genauso eingefärbt wie Lauras Brownies.
Jennifer verwendet die zu Puder zerkleinerten Himbeeren für ihr Baiser.
Sarah tunkt ihre Donuts wie eine Amerikanerin.
Das ist hier meine Rubischokolade, die habe ich geschmolzen.
Und dann wird die später nochmal mit Metallic-Look gesprüht.
Metallic ist das große Thema diese Woche.
Alle Gebäcke sollen glänzen, dem Finale angemessen.
Die erste Zielgerade ist für die vier Finalistinnen schon in Sicht.
Bei Laura wird's hakelig.
Jetzt darf ich auf jeden Fall nicht die Nerven verlieren und Törtchen für
Törtchen fein säuberlich aus dem Boden lösen.
Liebe Hobbybäcker, vielleicht wusstet ihr es, Reden ist Silber, Schweigen ist
Gold und Backen ist Metallic. Ihr habt noch 15 Minuten.
15 Minuten?
Kacke, ey. Ich muss noch so viel machen, ich weiß gar nicht, ob ich das zeitlich
schaffen werde.
Ich habe jetzt vier aus der Form gelöst, also noch mindestens sechs.
Aber meine Brownies sind ja noch nicht fertig, das heißt drüben müssen noch mal
zehn drapiert werden.
Nur nicht anfangen zu zittern.
Barbara legt ihre Drachenfruchtscheiben ein, während nebenan halbe Windbeutel
geschichtet werden.
Und perfekt gebackene Eklers vielleicht doch noch zu warm sind für die Füllung.
Die läuft mir hier so auseinander.
Hilfe!
Ich guck mal, wie viel Zeit ich noch hab. Vielleicht schaffe ich das noch,
eine Creme aufzuschlagen.
Eine mit ein bisschen mehr Standfestigkeit.
Barbara ist voll im Törtchen-Tunnel.
Jennifer schafft es noch zu sprechen.
Die kleinen Törtchen hier habe ich jetzt gleich fertig.
Ich mache jetzt hier nur noch den letzten Metallic-Schliff.
Den sieht man auch an Lauras Bärendeko.
Die Chili-Ganache ist jetzt drinnen. Jetzt kommen die Himbeer-Bubbles und
dann kommt noch die Himbeer-Fruchteinlage.
Schlag auf Schlag wird aufgeschlagen.
Das ist die schnellste Creme, die ich in meinem ganzen Leben gemacht habe.
So, da kommt noch ein bisschen Blaubeerkompott rein.
Ein bisschen ausschlagen.
Und so lange schon mal verzieren.
Jetzt heißt es hier im Akkord dekorieren. Und ich versuche jetzt hier
einfach mit der Glasur diesen brüchigen Brownie-Dickel so gut es geht zu
bemalen.
Zehn identische Törtchen und das mal zwei.
Das Design wird zur Zeitfrage.
Der Deko wird eng, richtig eng.
Ich rede kein Blech, wenn ich sage, ihr habt noch zwei Minuten.
Zwei Minuten, okay.
Das wird aber knackig.
Oh Gott.
Ich schaff das, ich schaff das, ich schaff das.
Man darf nicht an sich selber zweifeln.
Ich schaff das, ich schaff das.
Die erste Aufgabe endet in zehn Sekunden.
Hilfe.
Neun. Hab ich Puderzucker?
Acht.
Sieben.
6, 5, 4,
3,
2,
1,
und Stopp! Hände weg vom Gebäck!
Alter Schwede. Also das waren mit Abstand die stressigsten drei Stunden,
die ich hier in den letzten Wochen erlebt habe.
Ich ärgere mich, dass ich sowas am Ende präsentiere, dass es mir in der gesamten
Staffel nicht passiert.
Und ausgerechnet jetzt im Finale liefere ich sowas ab. Ach, das ärgert mich
total.
Ich bin total froh, dass da jetzt 20 Kleingebäcke stehen.
Ich habe probiert, trifft genau meinen Geschmack. Ich hoffe, es trifft auch den
der Jury.
Jetzt vor der Verkostung bin ich sicherlich nicht entspannt, denn Betty
und Christian sind die Profis, die werden ganz schnell sehen, dass mit
meinem Brandteig irgendwas nicht funktioniert hat.
Dass ich viele Komponenten verbaute, wird sicher geschätzt. Und auch, dass
ich auf den letzten Abbruch fertig geworden bin.
Die erste richtungsweisende und schicksalhafte Verkostung des
diesjährigen Finales beginnt jetzt.
Es sieht wahnsinnig köstlich aus. Und wenn Sie jetzt zu Hause funkelnde Augen
kriegen vom Anblick unserer Metallic-Gebäcke, dann gehen Sie doch
einfach mal auf die Internetseite dasgroßebacken.de. Da finden Sie die
Rezepte unserer Finalistinnen und natürlich noch viel, viel mehr. Und wir
beginnen jetzt hier mit einer ersten Verkostung bei Sarah.
Sarah, erzähl uns mal ein bisschen, was du da in Gebecken hast.
Ich habe euch heute zwei Variationen mitgebracht. Einmal Donuts, gefüllt mit
Vanillecreme und einem Blaubeerkompott.
Und Eclairs mit Waldfruchtkompott und seiner Mascarponecreme. Und eine wilde
Deko ist auch noch dazu.
Also bei der Dekoration haben wir bei dir schon so ein bisschen mehr
Genauigkeit gesehen.
Trotzdem gefällt es mir sehr gut, dass du zwei so unterschiedliche Bäcke
gewählt hast.
Jonas, alle ziemlich gleich groß. Man kann auch überall schön hier an der
Kante diesen weißen Strich sehen, der bei Hefeteigen kommt, wenn man sie
ausbackt im Fett. Da hat alles gut funktioniert.
Und auch bei deinem Eclair sieht man, dass sie sehr hoch gebacken sind. Man
kann auch hier die Struktur vom...
Da Sterntülle noch gut erkennen.
Die Eklats sind tatsächlich perfekt.
Wie es jetzt abgerundet ist mit dieser Vanillecreme und auch diesem
Heidelbeeragout. Es ist tatsächlich einfach für mich perfekt. 100 Punkte.
Dankeschön. Und was es noch ein Tick perfekter macht, ist die Auswahl von
Ruby. Ruby hat ja so eine leichte Beernnote und sie passt daher auch noch
perfekt zur Füllung.
Danke.
Also normalerweise passiert es sehr, sehr häufig, dass wenn eins schon
wirklich richtig gut ist, dass das eine gegen das andere gar nicht mehr anstehen
kann. Das ist in deinem Fall nicht so, sondern es ist genauso genial, genauso
gut geworden, genauso ausbalanciert von Creme zur Fruchtfüllung. Du hast die
leichte Säure dabei, du hast die perfekte Konsistenz oben, die
Schokolade, die ausgehärtet ist.
Gleichzeitig natürlich das perfekte Eclair gebacken von der Teigstruktur
her. Perfekt.
Dankeschön. Bei Dekoration noch ein bisschen mehr Sorgsamkeit. Vielen Dank.
Dankeschön.
Ich habe euch leichte Himbeertörtchen und zum anderen feurige Brownies
mitgebracht.
Eine sehr dezente Dekoration. Es gefällt mir aber gut, dass du beides mal die
Himbeere genommen hast. Einmal in Metallic, einmal pur. Was mir noch
fehlt, ist so ein bisschen was Filigraneres. Irgendwo noch was bisschen
Ausgefalleneres bei der Dekoration.
Die Himbeere schön mittig gesetzt.
Es ist rundum wirklich gelungen. Du hast einen schönen Himbeergeschmack.
Du hast unten drunter eine angenehme Konsistenz von diesem Beuselboden, den
du gewählt hast. Und die Mousse hat genau die richtige Konsistenz. Sie ist
sehr, sehr angenehm. Sie hat trotz alledem noch immer eine leichte Mousse
-Textur. Bin ich komplett bei dir. Also sie ist sehr, sehr lecker. Das kannst du
halt auch.
Brennt.
Also es brennt nicht, es hat so ein ganz angenehmes, leichtes Kribbeln hinten im
Gaumen. Das Chili ist da, aber es ist jetzt nicht so, dass du sagst, das
verbrennt mir im Mund, das kann ich nicht essen.
Der Chili ist ganz leicht da.
Genauso muss es sein. Du hast das leicht Warme, es spielt mit der Schokolade
perfekt zusammen und vor allen Dingen das mit der Fruchteinlage hast du für
mich sehr, sehr gut umgesetzt.
Jeder Schokoholic wird sich danach die Finger lecken. Das ist halt einfach so.
Ich habe euch einmal aus dem Erzgebirge die Schokotörtchen mitgebracht.
Und bei den hier, da habe ich Himbeere eingearbeitet und Zitronengras,
Champagner, Cremö.
halt deutlich gleichmäßiger. Bei dem Brandteig ist es so ein bisschen
unterschiedlich. Die sind halt nicht hundertprozentig identisch.
Und da hätte ich auf jeden Fall vielleicht obendrauf ein bisschen mehr
als Dekoration gewählt, sodass dieses Metallic-Pulver mehr zur Geltung kommt.
Der Profiterol hat so leichte Bitterstoffe durch das Himbeerpulver.
Die Creme an sich hat jetzt vielleicht nicht den perfekten Stand. Allerdings
ist sie sehr schön säurelastig. Und das ist sehr, sehr angenehm zu essen.
Wenn man es nicht weiß, dass da eine Bitternote ist, geht sie unter.
1000 Punkte für den Anschnitt, dieses mit dem Karamell rauslaufen.
Diese Bitterstoffe, die letztendlich durch die dunkle Schokolade und durch
die Kakao-Nips kommen, wolltest du kompensieren mit dem Karamell und vor
allen Dingen dieser Tannenbuttercreme, die ja oben drauf ist. Und das ist dir
gelungen. Danke.
Der Karamell ist auch nicht zu süß. Und für die Buttercreme, ja, also ich würde
jetzt nicht sofort sagen, das ist Tanne. Das ist ein sehr angenehmer Geschmack
von der Buttercreme, der sich toll ergänzt.
Vielen Dank. Vielen Dank. Danke.
Ich habe euch süße Ufos und Brachenfruchttürmchen gebacken.
Die Präsentation gefällt mir ausgezeichnet. Das ist französische
Patisserie. Da kann man wirklich nur den Hut vorziehen. Danke.
Auch das Velvet Spray hat gut funktioniert. Man sieht hier nicht
wirklich großartige Risse.
Hier sind es ein paar ganz kleine.
Aber es steht.
Die sehr gut gemeinte Schokoscheibe.
Man sieht sehr schön, auch wenn es angeschnitten ist, es steht.
Begeistert bin ich von dem Boden. Du hast halt immer wieder diesen leichten
Knusper. Nicht unangenehm, sondern sehr, sehr angenehm. Und vor allen Dingen auch
diesen Trick, den du angewendet hast mit den Dehydriten Himbeeren, die da unten
drin sind. Weil du hast sie permanent im Gaumen. Und das ist mein i-Tüpfelchen.
Die ganzen Konsistenzen sind schön. Auch die Kuvertüre ist gut auf den Punkt.
Ich hätte die Scheibe eventuell einen Tick dünner gemacht. Dann ist es
einfacher zu essen.
Mir gefällt der Aufbau sehr gut und geschmacklich. Kann ich mich Christian
nur anschließen.
Danke.
Also das Ding hat auf jeden Fall Feuer. Das bleibt schon mal festzuhalten. Es
ist sehr, sehr warm im Mund. Für mich genau richtig.
Also ich habe sehr präsent den Chili.
Allerdings ist der Fruchtanteil lebensnotwendig, weil diese frische
Himbeere mildert das Ganze so ein bisschen. Und das ist sehr, sehr gut
geworden. Und auch dieses Bällchen oben. Es steht alles, es hält alles, es
schmeckt alles. Also von daher die Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt.
Sind beide sehr unterschiedlich.
Sicherlich das erste Törtchen.
ein bisschen femininer. Das Zweite, da muss man Chili mögen. Also ich finde es
auch gut, es pritzelt, aber es kann durchaus sein, dass es für einige schon
durchaus so scharf ist.
Vielen Dank.
Danke.
Ihr habt gehört, was Christian und Betty gelobt haben, aber ihr habt auch gehört,
dass sie wirklich auf jedes Detail gucken und auch kritisieren. Vielleicht
könnt ihr es jetzt besser machen in der zweiten Aufgabe, denn auch im Finale
gibt es die technische Prüfung.
Nach der technischen Prüfung wird die Jury eine erste Entscheidung treffen und
eine der vier Finalistinnen aus dem Rennen nehmen.
Eben durftet ihr noch kreativ sein. Bei der technischen Prüfung werden eurem
Einfallsreichtum Grenzen gesetzt. Ihr sollt das Rezept, so wie ihr es von uns
bekommt, genau zubereiten. Damit ihr euch mit den Zutaten schon mal vertraut
machen könnt, deckt diese bitte jetzt auf.
Champagnerkonzentrat. Das ist echt ein Konzentrat.
Riecht ein bisschen eklig.
Napage. Keine Ahnung, wie man es ausspricht.
Napatsche, Napage.
Das Wort habe ich noch nie in meinem Leben gehört.
Das ist Napage.
Was ist das denn?
Es riecht nach nichts.
Nee, es riecht nach Alkohol, oder?
Lustige Konsistenz, so klipperig.
Was machen wir denn da damit, um Gottes willen?
Den kann ich gar nicht einordnen, was ich mit dem machen soll.
Tatlets. Meinst du?
Die Förmchen sehen aus nach, ja, Mini-Tatlets.
Wenn ich Tatlets mache, was mache ich dann damit?
Den Zutaten nach könnte es kompliziert werden. Und ich verspreche euch eins,
wenn ihr das Rezept lest, es wird noch komplizierter.
Dreht es bitte jetzt um.
Okay.
Ein Rezept von Christian Himms. Mousse Madeleine.
Wie heissen die?
Mousse Medaillen.
Medaillen.
Okay, ich dachte immer so.
Mousse Medaillen.
Wo ist denn dieses Nappa-Tralala-Dingsbums? Achso, dieses
Nappatschi ist die Glasur.
Ein Mürbeteig, ein Orangenkern, eine Vollmilch-Ganache, ein Champagner-Mousse
und eine Glasur.
Durch das, dass es natürlich so viele verschiedene Komponenten sind, haben wir
es sicher flott zu tun, dass wir fertig werden. Das ist schon ganz schön
knackig.
Christian, ich erinnere mich, wir hatten mal ein Rezept, das waren Musstürmchen,
an denen sind eigentlich alle gescheitert. Ist denn dieses Rezept
genauso kompliziert?
Mit einem Wort, ja.
Unsere Törtchen bestehen aus fünf Komponenten. Ich werde ganz speziell
darauf achten, wie das Zusammenspiel der einzelnen Texturen harmoniert. Wir
erwarten sechs Medaillen von euch, jeweils zwei in Bronze, Silber und Gold
für die Verkostung und ein zusätzliches Set für das finale Siegerpodest.
Arbeitet strategisch und achtet auf euer Timing, denn sonst kann es passieren,
dass euch die Medaillen unter der Glasur davonlaufen.
Apropos davonlaufen. Die technische Prüfung wird natürlich auch hier im
Finale blind verkostet. Deshalb habt ihr jetzt kurz Pause.
Toi, toi, toi. Danke.
Ihr habt für diese Aufgabe 135 Minuten Zeit und los geht's wie immer auf mein
Kommando. Auf die Plätzchen.
Fertig. Backt.
Die Komponenten der Medaillen heißen Mürbteig, Ganache, Champagnermus,
Fruchtkern und Glasage.
Wir haben die Aufgabe von Christian und Betty bekommen, Musmedaillen
herzustellen mit Zutaten, die ich in meinem Leben noch nicht verarbeitet
habe.
Die Musmedaillen sind eine wirklich hohe Patisserie-Kunstaufgabe. Sie bestehen
aus fünf Komponenten.
Ich glaube, die größte Schwierigkeit ist einmal das Timing, die vielen
Konsistenzen, die vielen unterschiedlichen Teile, die ich machen
muss. Der erste Step für unsere Kandidaten ist, den Gelee-Kern
herzustellen, weil der muss durchgefroren sein.
Gelee-Genheit macht Sieger. Eine besondere Zutat ist Vitamin C.
Das ist mein Blutorangen-Püree mit Zucker und einer Messerspitze Vitamin C.
Zusammen mit eingeweichter Gelatine kommt's in die Tülle.
Jetzt ein ganz kleines Loch einschneiden.
Scheiße.
Ist das heiß.
Rein damit in die Silikonform.
So, ab in den Schockforster.
Meine Kerne sind jetzt im Schockforster. Und jetzt fange ich an, den Mürbeteig zu
machen.
Die Basis, der muss mir daher im Bild ein Mürbeteig.
Ganz klassische Herstellung, aber er muss für mindestens 30 bis 35 Minuten
kühlen. Denn er muss gut durchgekühlt sein, damit man ihn hauchdünn ausrollen
kann. Wenn Sie den auf 2 mm ausgerollt haben, wird er in das Förmchen gedrückt
und dann gebacken.
Alle Zutaten reichen für 9 Medaillen. Hier steht im Rezept halbe
Vanilleschote, das habe ich jetzt auch gemacht.
Dann kommt eine Prise Salz noch rein.
Und genau 25 g Eigelb.
Das sind dubiose Angaben.
Also ich würde mir immer zwischen ein oder zwei entscheiden.
Ich habe noch nie Eigelb bewogen, das ist das erste Mal für mich.
Dann wurde es aber auch mal allerhöchste Zeit.
Schließlich sind wir im Finale.
Der Teig geht jetzt für 10 Minuten ins Tiefkühlfach und danach anschließend
nochmal zum Ruhen in den Kühlschrank.
Also 10 Minuten und los.
Die Zeitvorgaben müssen exakt eingehalten werden.
Während der Kühlzeit geht's an die Ganache mit Weißer und
Vollmilchkuvertüre. Rein damit in die Sahne und Butter dazu.
Klar, jede technische Prüfung ist anstrengend, aber das, was Christian und
Betty sich heute für uns ausgedacht haben, ist echt mega.
Ja, es sieht sehr gut aus mit der Butter. Ich bin zufrieden damit.
So, jetzt reiche ich meine Halal-Gelatine hier ein.
Für die Champagner-Mousse, die gibt's ja auch noch. Dann schnell zurück zum Teig.
Wir stechen 12 cm Kreise aus, wenn wir die dann eben in die Tatletts einbauen.
Dazu wird der Teig in die Tatlettformen eingelegt.
Der Teig soll auf 2 mm Stärke ausgerollt werden.
Das sind exakt 2 mm.
Die Ränder der Formen sollten faltenfrei bedeckt sein.
Jetzt geht es darum, die Tatletzförmchen
ganz ordentlich auszukleiden. Also Fingerspitzengefühl gefragt.
Dieses Fingerspitzengefühl und diese Feinarbeit, dieses Filigrane.
Oh je, oh je, das ist gar nicht meins.
Ich hasse diese Minisachen. Es muss alles groß und schnell und einfach
gehen.
Schatzi, da steht der Breitenring nach oben.
Der Breitenring? Scheiße. Aber jetzt hast du sie drin. Ich glaube, das ist
nur zum besseren Abschneiden der Kante. Ich würde sie jetzt... Ehrlich?
Vielleicht hätte ich es dir nicht sagen sollen. Tut mir leid.
Ich schnuckel mich mal hier dazwischen. Ja, komm hier dazwischen. Wie läuft's?
Katastrophe. Wie soll's laufen bei mir?
Warum? Ich hab jetzt die Förmchen falsch aufgestellt.
Versuch das jetzt nochmal ganz schnell zu machen.
Also den Teig nochmal rollen, ausstechen und auskleiden. Und das während die
anderen schon backen.
Ich mach noch hier grad Feinarbeit, dass alles gleich schön am Rand dick ist.
Nicht vergessen, die Böden mit der Gabel einstippen.
Dann kommen die Förmchen für 10 bis 12 Minuten auf die mittlere Schiene des
Ofens, bis die Böden goldgelb sind.
In der Zwischenzeit kann man sich wieder der Champagnermus widmen.
Und wie macht man die?
Bei der Champagnermus muss man ganz am Anfang die Milch aufkochen. Die wird
dann mit dem Eiger zur Rose abgezogen. Zur Rose abgezogen werden, ich habe
keine Ahnung, was das bedeutet.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Masse hier so richtig dickflüssig
wird. Zerose bedeutet, dass eine gewisse Bindung durch das Eigelb bei einer
gewissen Temperatur eingehalten wird.
Dann wird die Gelatine untergegeben und das Ganze kommt auf ein Backblech und
muss abkühlen.
Bei der Mousse ist es schwierig, die richtige Konsistenz zu treffen. Sie muss
ein bisschen angedickt sein, damit dieser Gelee-Kern genau in die Mitte
sinkt.
So viel zur Theorie.
Und so...
Sieht die Praxis aus.
Bin mir aber noch nicht sicher, ob das klappt.
Bei mir hat sich überhaupt nichts zur Rose abgezogen. Aber ich habe ein halbes
Blatt mehr Gelatine reingepfiffen, vielleicht hilft das.
Ab ins Gefrierfach damit, dann sehen wir weiter.
Immerhin sind die meisten Böden schön goldgelb.
So, die kommen raus.
Sie sind zwar hier am Rand leicht eingefallen, aber mir gefällt vor allem
bei denen hier die Backfarbe am Ring.
Ja gut, paar Schönheitsfehler. Ich hatte jetzt auch nicht die Ruhe, die perfekt
auszukleiden. Weil die sind etwas zu hell. Ich packe die noch einmal kurz im
Ofen.
Ihr vier, ist das nicht spannend?
Wir haben Halbzeit und ihr wisst noch nicht, ob eure Musstörtchen gleich auch
stehen werden.
Wie beruhigend. Ihr habt ein bisschen mehr als eine Stunde noch.
Mir gehen gerade tausend Sachen durch den Kopf und ich will alles auf einmal
irgendwie fertig kriegen, damit ich das zeitlich schaffe.
Nicht nur in Saras Kopf herrscht Chaos.
Dafür sehen Lauras Böden ordentlich aus.
Ich bin gerade erst dabei, meine Törtchen mit Kuvertüre einzupinseln. Das
muss ich jetzt sehr vorsichtig machen, weil 2 mm Rand, das bricht sofort, wenn
man zu viel Druck ausübt.
Auch das Lösen aus der Form ist gefährlich.
Sarahs Böden sind nachgedunkelt.
Okay, die sind ein bisschen zu braun geworden.
Aber was soll's, egal.
Laura!
Danke. Man muss immer ein bisschen singen, dann schokoliert es sich
einfacher. Ist das so?
Hier kriegst du deine Edelmetalle.
Wow, danke.
Ob die bisherige Champagner-Mousse nun schön zur Rose abgezogen ist oder im
Gefrierfach ganz andere Blüten treibt, wenn sie geliert ist, soll sie mit
geschlagener Sahne angeglichen werden.
Zur Erinnerung, das ist das Ziel.
Man schlägt die Sahne auf und erwärmt die Masse jetzt aber wieder auf 20 Grad,
zieht die Sahne unter und erhält so seine Mousse. Das Ganze wird in die
Förmchen eingefüllt. Dann kommt der Kern drauf und dann die restliche Masse,
glatt abstreichen, einfrieren.
Dazu kommt noch das Champagnerkonzentrat.
Entschuldigung.
Das riecht wie Schnaps.
Dabei gibt's das auch in alkoholfrei.
Wichtig ist nur, nicht vergessen.
Denn ohne das Konzentrat schmeckt die Mousse nicht gerade nach besonders viel.
Fertiges Champagner-Mousse ist da, das ich jetzt abfülle.
Also bis jetzt bin ich mit der Mousse-Konsistenz ganz zufrieden. Es war
auf jeden Fall kein Fehler, das halbe Blatt Gelatine noch reinzutun.
Nicht alle sind so happy.
Irgendwie finde ich das zu flüssig.
Die gefrorenen Blutorangenkerne kommen in die Mitte.
Also jetzt erst die Kerne einlegen. Die gefallen mir übrigens sehr gut.
Erst den Kern einsetzen, dann die restliche Creme darauf.
Und anziehen lassen.
Scheiße.
Ich habe mein Champagner-Dings vergessen.
Ja, jetzt muss ich nochmal drei Schritte rückwärts machen.
Und versuchen irgendwie... Scheiße, scheiße, scheiße.
Dabei ist Eile geboten. Die Medaillen sollten so schnell wie möglich in den
Schockfroster. Sonst gibt's Matsch.
Für Laura...
Ein Problem.
Mein Kern fängt an zu schmelzen. Ich kriege es jetzt nicht mehr raus.
Ich haue jetzt in das Restliche einfach ein bisschen mehr Champagnerkonzentrat,
fülle die Törtchen mit dem Rest der Mousse, sodass zumindest der
Champagnergeschmack da ist.
Keine Ahnung, ob es der Jury auffällt, aber eine andere Chance habe ich jetzt
nicht.
Laura geht ins Risiko.
Die Medaillen gehen in den Froster.
Jetzt werden die Tartlets mit der Ganache befüllt.
Die befüllten Tartlets für 30 bis 40 Minuten im Kühlschrank. 30 bis 40
Minuten? Dafür habe ich doch nicht die Zeit. Ich lasse die kurz im Kühlschrank
und dann kurz im Schockfroster.
Nee, ich lasse die kurz im Schockfroster. Nein, ich lasse die kurz
im Kühlschrank.
Weiter geht's mit der Glasur auf Nappage-Basis.
Nappage ist übrigens ein klarer Überguss. Man lernt nie aus.
Erstmal erwärmen.
Die Medaillen bekommen ihren Glanz durch eine Nappage. Das ist ein Glanz, der
ähnlich ist wie die Mirror Glaze. Und unsere Kandidaten müssen ein feines
Händchen dafür haben, um die richtige Temperatur zu treffen und um wirklich
einen schönen Glanz hinzubekommen.
Die Glasur kann man nicht verkleiden. Das heißt, da darf natürlich nicht
gekleckert werden im wahrsten Sinne des Wortes. Es dürfen keine Bläschen sein.
Es muss ganz glänzend und ganz glatt gearbeitet werden.
Und dann auch noch in den drei Metalliktönen Bronze, Silber und Gold.
Dafür werden die diversen Puder zugegeben.
Liebe Finalistinnen, es gibt eine gute Nachricht. Ihr müsst diese Medaillen
nicht umhängen. Es reicht nachher, wenn sie in der Waagerechten stehen.
Oh Mann, ey.
Ihr habt noch 30 Minuten.
Ja, schauen wir mal.
Wow. Hilfe.
Es hilft ja nichts.
Irgendwann müssen die Medaillen übergossen werden.
Also raus damit aus dem Schockfroster, in der Hoffnung, dass sie kalt genug
sind. Es wäre ja zu schade, wenn sie gleich unter der Metallic-Glasur
davonlaufen. Man muss jetzt sehr vorsichtig sein. Es sind Musstörtchen.
Mus ist bekanntlich nicht gerade die festeste Konsistenz.
Geht, geht, geht mit dem Finger.
Mussi denn, mussi denn, schon aus der Form hinaus.
Na also, steht wie eine Eins.
Jennifer hat ein paar Haftprobleme.
Ich übergieße jetzt die Moosetörtchen.
Zwei in jeder Farbe.
Also mein Nervenkostüm ist gerade bei einer Skala von 1 bis 10, 100 pro auf
20. Aber ich hoffe, dass das jetzt hier alles hinhaut und ich gleich
sechs wunderschöne Tatletz-Medaillen, was auch immer, präsentieren kann.
Eile ist geboten.
Ihr lieben Finalistinnen, ihr habt noch zehn Minuten.
Bitte was?
Zehn Minuten noch.
Boah, meine Hand ist am Zittern, mein Herz ist am Pochen. Das muss perfekt
aussehen. Ich darf wirklich keine Stelle vergessen hier.
Die Glasur ist drauf, aber die hat viele kleine Luftblasen.
Das ist nicht gewünscht.
Ich gebe die Luftblasen rein, darum stehe ich die jetzt da auf.
Okay, es geht los.
Ein Medaillentrio soll in die Verkostung gehen. Ein zweites wird für das
Meisterbankett aufbewahrt. Allerdings dürfen nur drei Finalistinnen auch die
letzte Torte backen. Nach dieser Aufgabe wird die Jury entscheiden, wer diese
Chance bekommt.
Ihr Lieben, ich mache es kurz. Ihr habt nur noch zwei Minuten.
Arschrisse.
Komm, komm, komm, komm.
Perfekt.
Ach,
nett in der Mitte. So ein Scheiß.
Nee, ich muss so lassen.
Rauf ist rauf.
In wenigen Sekunden sollten eure Medaillen fertig sein.
Zehn, neun, acht. Mein Gott, ich hab's geschafft.
Sieben. Sechs. Komm, Laura, das schaffst du.
Fünf.
Vier.
Drei.
Zwei.
Eins. Und Schluss. Hände weg vom Gebäck.
Ich schaff's.
Oh mein Gott.
Ich find's mega, dass wir alle vier auf alle sechs Zeitungen präsentieren
können.
Bringt eure Medaillen jetzt bitte nach vorne auf den Tisch und stellt sie
hinter euer Foto.
Beim glänzenden Überzug habe ich auch dünne kleine Luftbläschen drinnen.
Vielleicht ist das unkorrekt, aber keine Ahnung.
Zufrieden bin ich nicht, denn es ist nicht so ordentlich akkurat obendrauf
und es hat ganz schön viele Bläschen.
Ja, ich bin jetzt noch sehr verärgert, dass ich mein Champagner-Extrakt
vergessen habe. Und das ist jetzt wahrscheinlich das, was mir gleich das
Genick brechen wird.
Ich bin sehr aufgeregt vor der letzten Windverkostung. Es geht ja um alles.
Ich bin... sehr stolz auf euch vier, denn die Aufgabe war nicht leicht und
ihr habt alle was stehen.
Ich bin gespannt, was die Jury jetzt sagen wird.
Herzlich willkommen zurück, Betty und Christian.
Das habt ihr nicht erwartet, oder?
Doch, doch, durchaus, durchaus.
Wir haben ja nicht umsonst vier Finalistinnen.
Wollen wir mal ins Detail gehen? Ja, fangen wir an.
Es glänzt, wir haben alle drei Farben.
Sieht auch sehr gleichmäßig aus. Was mir auffällt, ist wirklich erst die
Backfarbe hier unten vom Mürbeteig mit schönen geraden Kanten. Und ich habe
hier keine großen Nasen. Die Mürbeteigfarbe ist auf jeden Fall für
mich ein Eyecatcher.
Genauso muss er sein, goldgelb. Was mir auch persönlich sehr, sehr gut gefällt,
ist der Farbton, denn der ist getroffen.
Handwerklich von außen muss ich sagen, sieht sehr gut aus.
Der Anschnitt, der Kahn ist wirklich gut mittig platziert.
Die Creme sieht für mich auch gut aus.
Es ist gleichmäßig überzogen auf jeden Fall. Das kann man am Ausgang dann
sehen. Also probieren wir es mal.
Das ist ja große Patisserie.
Verschiedenste Konsistenzen. Wir haben den Crunch alleine durch den Mürbeteig.
Dann haben wir eine Mousse mit dabei, diesen Gelee-Kern und gleichzeitig noch
die Ganache. In dem Törtchen ist definitiv alles genauso, wie ich es mir
vorgestellt habe. Es ist an der richtigen Stelle und es schmeckt einfach
nur sehr, sehr lecker. Und es hat alles die richtigen Konsistenzen. Ja, genau.
Auch hier, der Glanz ist auf jeden Fall da.
Ein paar kleine Bläschen. Und ich glaube, wenn ich mir alles schon
angucke, wir müssen ziemlich ins Detail gehen bei der Bewertung heute.
Hier ist beim Mürbeteig was weggesplittert.
Und hier ist er mir auch so ein bisschen rissig, wenn man sich das hier anguckt.
Und auch die Medaillen liegen nicht ganz in der Mitte. War natürlich ein bisschen
heikel von diesem Untersetzer, das aufs Törtchen zu setzen. Es ist das i
-Tüpfelchen, sagen wir mal so.
Was hier beim Anschnitt sofort auffällt, ist, dass der Kern weiter oben sitzt.
Man muss genau den richtigen Zeitpunkt abwarten, bis die Mousse tatsächlich die
richtige Konsistenz hat. Dann drückt man den Kern hinein und dann liegt er
tatsächlich auch in der Mitte. Aber auch der Überzug ist hier schön dünn geraten.
Der Mürbeteig hat eine schöne Konsistenz. Er hat genau die richtige
Backfarbe von den Konsistenzen und vom Geschmacklichen her, muss ich sagen,
finde ich es auch in dem Fall tatsächlich einwandfrei.
Auch, dass diese Ganache ein bisschen fester ist, ist sehr, sehr angenehm,
muss man sagen. Aber sie schmilzt ja trotzdem. Sobald du sie in den Mund
nimmst, hast du ja die gleiche Konsistenz wieder.
Auch hier ist der Glanz gut zu sehen. Auch hier eine schöne Backfarbe, auch
ein Tick dunkler vielleicht als beim ersten, aber hier ist die Kante.
Sehr schön sauber. Der Farbton ist auf jeden Fall sofort erkennbar. Das war ja
auch eine Sache, die Sie einfärben mussten.
Von daher, da ist alles richtig.
Schneiden wir es mal an.
Hier die Einlage wieder schön mittig geraten.
Auch die anderen Konsistenzen sehen glatt aus und auch der Überzug ist in
einer schönen Dicke.
Ja.
Also ich muss schon sagen, man könnte meinen, dass jetzt ein 4-Pattes hier ist
vor uns, oder?
Also der Ganache ist richtig schön geschmeidig. Der Mürbeteig hat eine
richtig angenehme Stärke. Er ist gut gebacken. Du hast den Crunch mit dabei.
Auch die Mousse ist in dem Fall für mich persönlich auch wieder einwandfrei. Der
Kern liegt genau in der Mitte.
Es ist sauber überzogen. Also vom Inneren gibt es für mich persönlich
nichts zu bemängeln. Auch geschmacklich ist es alles rund, sehr stimmig.
Die Aufgabe war zu leicht, glaube ich. Ich glaube auch.
Also auch hier der Glanz stimmt.
Der Mürbeteig hat auch hier eine schöne Backfarbe. Die Ränder oben sind gerade.
Farbe ist auf jeden Fall sofort erkennbar. Ganz, ganz wichtiges
Kriterium.
Auch wenn wir uns wiederholen, aber es ist genau mittig und sieht vom Anschnitt
her gut aus.
Überzug her.
Kannst du irgendeinen Fehler finden und irgendeinen Unterschied?
Es tut mir leid, aber auch in dem Fall.
Es wird verdammt schwer.
Die Ganache ist perfekt.
Der Mürbeteig ist sehr, sehr gut gebacken. Du hast immer diesen Crunch.
Ich wiederhole mich halt immer wieder.
Die Mousse ist sauber.
Der Kern ist genau da, wo er hin muss. Bringt die Säure mit.
Einwandfrei.
Ja, liebe Jury, was habt ihr erwartet? Die Kandidatinnen haben alle das gleiche
Rezept. Also stellt ihr auch alle das gleiche hin. So wolltet ihr das.
Wir wollen jetzt allerdings eine Platzierung von den Plätzen 1 bis 4
gerne von euch haben. Deshalb, ihr dürft euch kurz beraten.
Hohe französische Patisserie.
Haben wir im Vorfeld gesagt. Du hast dich da nicht lumpen lassen.
Nee, 0,0.
Ich bin voll aufgeregt vor der Platzierung. Es geht ja um alles. Jetzt
nach der Verkostung weiß man gar nicht, auf welchem Platz man sich befindet.
Der Glanz stimmt bei allen.
Der Mutt-Teig stimmt eigentlich sonst auch bei allen.
Das Ranking wird auf jeden Fall der Beschwer für die Jury. Also ich wüsste
nicht, wie ich da...
Unterschiede feststellen soll. Die Garnasch, das hat auch bei einem
funktioniert.
Also jetzt in das Ranking gehe ich eigentlich ganz locker, aber wenn ich im
Hinblick auf die erste Aufgabe mir das überlege, dann bin ich schon nervös.
Fällt das Ranking relativ einfach.
Ich habe immer noch den Hoffnungsfunken, dass wir Ole Führer die Finale gucken
dürfen.
Ja, ihr habt euch beraten. Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis die Jury
gekommen ist.
Ihr habt alle dasselbe Rezept und im optimalen Fall auch alle dasselbe
Ergebnis. Also bis auf einen stimmt das auch.
Deswegen ist unser zweiter Platz hier.
Sarah, es ist wirklich ganz minimal, es ist halt hier der Mürbteichrand und dass
der Kahn nicht in der optimalen Position ist.
Heißt natürlich drei erste Plätze.
Einmal Laura, Jennifer und Barbara.
Es gab zu uns keinerlei Kritik. Herzlichen Glückwunsch zu Platz 1.
Danke.
Ja, eine gute Platzierung. Ich bin ganz stolz auf euch. Und du, Sarah, du
hattest jetzt den zweiten Platz. Heißt aber nicht unbedingt, dass du raus bist.
Denn jetzt zählt wirklich das Gesamtergebnis aus beiden Aufgaben.
Laura setzt immer wieder auf die Klassik, aber es war geschmacklich auch
da. Die Orangenmus, du hast gesagt, man kann sich dort reinsetzen. Sehr, sehr
lecker. Solche Dinge hat, glaube ich, noch niemand in der Art und Weise vorher
gemacht. Und ich glaube nicht, dass jemand von uns jetzt hier einen großen
Vorteil hatte.
Der Brandteig war verbrannt durch das Himbeerpulver obendrauf und sie hat halt
nur diese kleine kandierte Blüte obendrauf. Das ist halt ein bisschen
wenig gewesen.
Für mich ist es, denke ich, wirklich essentiell, mich vorne irgendwo mit zu
platzieren. Die erste Aufgabe lief für mich, glaube ich, nicht so rosig.
Sehr, sehr hohes Risiko gegangen. Zwei verschiedene Teigführungen. Brandteig,
Jefeteig. Beide perfekt gestanden.
Das ist voll ärgerlich, wenn man kurz vor der Trophäentorte ausscheidet, weil
jeder von uns will die Trophäe backen.
Unglaublich viele verschiedene Konsistenzen, unglaublich verschiedene
Arbeitswege, handwerklich großes Kino.
Ich würde uns vierer echt alle auf Platz einsetzen und wir backen gerne auch alle
vierer die Finaltorte.
Dicht beieinander, aber ich glaube, wir beide wissen, von wem wir uns jetzt
leider verabschieden müssen, oder?
Ja.
Ja, ihr vier, jetzt ist der Moment gekommen, an dem wir uns von einem von
euch verabschieden müssen.
Die Jury hat eine Entscheidung getroffen und die teilt sie uns jetzt bitte mit.
Zuerst einmal wollen wir beide euch nochmal sagen, wie begeistert wir
darüber sind, auf welch hohem Niveau ihr in den letzten Wochen hier gebacken
habt. Selbst mit der hohen Patisseriekunst hatte keine von euch
Schwierigkeiten und ihr habt alle gute Leistungen gezeigt.
Entscheidend für uns war das Gesamtergebnis aus beiden Aufgaben. Zwar
mit einem ersten Platz in der technischen Prüfung, aber leider nur mit
dem vierten Platz in der ersten Aufgabe.
hat es für die Teilnahme am großen Finale nicht gereicht für Jennifer.
In der ersten Aufgabe hast du mit der Schokoladenkombination mit Salz,
Karamell und Fichte wirklich alles richtig gemacht. Allerdings deine
Partijoux waren obendrauf leicht verbrannt und konnten geschmacklich und
handwerklich mit den anderen einfach nicht ganz mithalten. Aber es hat uns
unglaublich viel Spaß gemacht, dich zu beobachten. Und ich habe selten jemanden
gesehen, der solch außergewöhnliche Rezepte an den Start gebracht hat wie
du. Vielen Dank vor allem auch für deine ganzen Kreationen, die wirklich eine
eigene Handschrift hatten und sehr ungewöhnlich waren. Danke schön.
Es ist definitiv traurig, dass ich jetzt so kurz vor der Trophäentorte doch nicht
noch mitbacken darf.
Aber die anderen drei haben das echt total verdient.
Und für euch drei heißt es, ihr seid im großen Finale. Herzlichen Glückwunsch!
Hoi! Finale!
Barbara, Laura und Sarah stehen vor ihrer größten Aufgabe.
Sie sollen ihre eigene Siegertrophäe backen. Aber nur eine von ihnen wird am
Ende mit einem Pokal belohnt werden. So lauten die Regeln bei das große Backen.
Laura und Sarah, nur eine Torte trennt euch vom goldenen Cupcake, den 10.000
Euro und dem eigenen Backbuch. Ich kann euch versprechen, eure Freunde und eure
Verwandten, die drücken euch ganz fest die Daumen und die denken an euch. Hier
ist der Beweis.
Laura, wir sind super stolz auf dich. Viel Erfolg und vor allen Dingen viel
Spaß.
Hi, Laura.
Wir sind mega stolz auf dich, dass du so weit gekommen bist und drücken dir jetzt
ganz feste die Daumen, dass du jetzt auch noch das Finale schaffst. Aber wir
freuen uns auch, wenn du wieder nach Hause kommst. Bis dahin.
Hola!
Ich habe immer schon an dich geglaubt. Du bist immer schon kreativ. Jetzt
wünsche ich dir für die letzten Schritte viel, viel Glück und toi, toi, toi.
Hi Schatz.
Super, dass du es so weit geschafft hast. Ich wusste, dass du das kannst und
es war mir einfach von Anfang an klar, dass du so weit kommen wirst.
Jetzt schaffst du auch noch die letzte Prüfung und holst den Pokal nach Hause.
Ja, es ist unglaublich schön zu wissen und zu spüren, dass alle hinter einem
stehen. Also ich bin echt überrascht über so viele Botschaften, wie viele
Leute an mich denken, hinter mir stehen und mir die Daumen drücken.
Ja, jetzt will ich es denen zeigen und den Cupcake nach Hause holen.
Willkommen in Papsis Backstudio.
Wir wünschen dir alles, alles Gute fürs Finale.
Come on, come on.
Liebe Barbara, wir sind ganz, ganz stolz auf dich, dass du so weit gekommen bist.
Du bist die beste Bäckerin. Wir wünschen dir alle, alles Gute.
Toll, toll, toll.
Schnapp dir den Golden im Kopf.
Du schaffst das.
Ja, ich wünsche auch alles Gute. Aber so wie ich dich kenne, schaffst du das
sicher. Wir wünschen dir alle ganz viel Glück.
Also das ist total schön, sich noch so viele Wochen zu sehen.
Und vor allem, weil da jetzt auch Grüße dabei waren, die wirklich eine
Überraschung sind.
Und ja, voll schön.
Und da ist man dann umso mehr motiviert jetzt noch.
Hallo Sarah, ich wünsche dir viel Erfolg.
Wir drücken dir alle die Daumen.
Ich wünsche Sarah, dass viel, viel Glück und weit kommt.
Liebe
Sarah,
ich wünsche dir auch von ganzem Herzen, dass du gewinnst.
Das ist voll schön, wenn man weiß, dass man eine Familie hat, die hinter einem
steht und das jetzt noch vom Finale sowas zu sehen.
Ich werde heute ganz viel Liebe in die Torte stecken und ich werde auf jeden
Fall alles geben.
Ja, wer solche Menschen um sich hat, der hat eigentlich schon gewonnen.
Kommen wir jetzt zum Höhepunkt eures Meisterbanketts. Ihr sollt die
Siegertrophäe backen. Ihr backt also euren eigenen Pokal. Seid kreativ, seid
originell und backt die 3D-Siegertrophäe, die ihr verdient habt.
Ihr könnt uns heute nur mit einem überzeugen, dass ihr Deutschlands bester
Hobbybäcker 2020 seid. Und zwar mit dieser Trophäe.
Eure Trophäe muss aus zwei Torten bestehen, wobei die obere geschnitzt
sein muss.
Geschmacklich seid ihr völlig frei.
Jetzt hört ihr zum allerletzten Mal mein Kommando und dann geht's auch schon los.
Auf die Plätzchen.
Fertig.
Sie haben wochenlang alles gegeben, nur um diese eine Torte backen zu dürfen,
die ihr Schicksal entscheiden wird.
Und wo soll die Reise hingehen?
Optisch wird es tatsächlich ein Pokal, also unten ein viereckiger Sockel, dann
tatsächlich ein Pokal mit Isomaltgriffen, das Ganze in Silber und
obendrauf im Idealfall ein Cupcake aus Isomalt.
Laura veredelt ihren Pokal mit Dekorelementen aus Isomalt. Im
Marmorsockel stecken Schokobiskuit, Erdbeerbuttercreme, frische Erdbeeren
und Mandelcrunch.
In der Trophäe treffen Himbeeren- und Pistazienhonig-Crunch auf
Pistazienbiskuit und Himbeerbuttercreme.
Fünf Stunden sind für einen Pokal aus zwei Torten nicht viel.
Ruckzuck sind die ersten Teige in der Mache. Die Hobbybäckerinnen sind wieder
in ihrem Element.
Erster Teig und mein Backplatz sieht schon aus wie Sau.
Egal, den brauchst du eh nur noch heute.
Dafür hat Sarah schon die ersten Formen im Ofen. Und Barbara?
Also ich fang unten an und ich mach einen Basisteig und dann teile ich den
auf. Einmal mit Kakao und dann Spinat einkaufen und pürieren und der kommt zum
anderen Teil.
Barbara schichtet im rosa Pokal Himbeerölteig mit Kaffeebuttercreme,
Himbeerbubbles und kandierten Ingwer.
In dem weißen Würfel treffen Spinatböden auf südamerikanische Cherry-Moya
-Rahmäpfel und Nougat-Buttercreme mit Zirbenlikör.
Jetzt hier in der großen Aufgabe zählt einzig und alleine der Pokal. Also das
heißt, die anderen beiden Aufgaben, die Sie vorher absolviert haben, sind auf
Null gesetzt. Nur der Pokal zählt. Und wer den tatsächlich meisterlich
abliefert, der bringt das Ding nach Hause.
Die Aufgabenstellung ist so weit gefasst, dass jede Finalistin ihre
Stärken ausspielen kann.
Ich backe heute auf jeden Fall für meine Familie und ich will denen zeigen, dass
ich das drauf habe, dass ich das kann.
Im glamourös vergoldeten Sockel mit essbarer Spitze kombiniert Sarah
Pekernüsse mit Blaubeeren. Die finden sich im Teig, der Creme und als
Fruchteinlage. Im rosa Pokal umspielt eine Ruby-Buttercreme saftige
Marmorböden und frische Erdbeeren.
Da kommt man ja gar nicht hinterher.
Schon sind die nächsten Teige backbereit und die ersten kommen schon wieder aus
dem Ofen.
Also bis jetzt läuft's.
Ich bin super zufrieden mit meinen Biskuitböden.
Hier habe ich jetzt gerade die Schokoböden. Da entferne ich jetzt
gleich die Backhaut. Dann fange ich schon mal an, meine Form auszuschnitzen.
Und die werden noch getränkt. Also bei den Böden ist es ganz normal, dass die
nicht so saftig sind. Aber die bilden auch den unteren Sockel, sollen stabil
sein.
Also optimal.
Blaumachen gilt im Finale nicht.
Außer bei Beeren.
Laura püriert Erdbeeren und Himbeeren.
Barbara mischt sie am Stück unter ihren Joghurt-Rührteig.
Auch sie gönnt ihrem Ofen keine Pause.
Ich mache jetzt beide Basisbuttercremes zusammen und teile die am Ende und mache
dann eine Himbeere und eine Erdbeere draus. Deswegen verdoppel ich jetzt
einfach meinen Zucker.
Auf 900 Gramm.
Wie Laura arbeitet auch Sarah an ihrer Buttercreme.
Barbara hantiert mit weißer Schokolade.
Das ist die Ganache zum Einstreichen. Die darf noch ein bisschen kühler
werden. Wobei ich sie teilweise auch fließfähig brauche.
Also lasse ich sie mal bei Raumtemperatur abkühlen.
Apropos Temperatur.
Heißt das heiß?
Die Creme muss abkühlen.
Bei Laura ist sie schon so weit.
Barbaras Joghurt-Himbeerboden ist auch schon fertig.
Genau wie Saras Boden.
Ja, der sieht gut aus. Schnell rausholen.
Die zweite Bodenbackrunde ist hiermit beendet.
Ich hole jetzt meine Biskuitböden raus. Die ersten Pistazienböden sind
durchgebacken.
Sarah sticht den Marmorboden für ihre obere Torte in unterschiedlichen Größen
aus.
Jetzt gehe ich Schokokugeln gießen.
Das klingt nach einem Plan.
Acrylkugeln werden mit temperierter Zartbitterschokolade ausgegossen. Das
wäre auch was für den Weihnachtsbaum.
Hallöchen. Was wird das?
Das. Das wird mein Mandelcrunch.
Zeit für so tolle Sachen hat man nur, wenn die Creme schnell abkühlt. Komm,
wird kalt.
Oh nein, ey.
Ich hätte schon lange geschichtet, wäre die Buttercreme nicht heiß.
Also sie schlägt schon fast eine Stunde, glaube ich. Gefühlt eine Stunde.
Also, was du machen kannst, das ist deine aufgeschlagene Butter. Ja.
Du gibst sie rein.
Okay. Wenn sie der flüssig wird. Ja.
Alles im Kühlschrank. Okay.
Ich mache jetzt die Hälfte hier rein und die andere dort rein.
Ich habe keine Buttercreme, sondern ich habe hier so eine Sahne rausbekommen.
Oh mein Gott, das ist recht ein Finale. Klappt meine Buttercreme nicht mit mir?
Ich packe die jetzt im Gefrierfach, lasse die etwas abkühlen. Vielleicht
bindet sich das jetzt gleich besser.
Maurer nehmen Zement.
Becker Marshmallows.
Für meine Optik ist es einfach wichtig, dass zwei quadratische Würfel
übereinander sind.
Und damit der mittlere nicht zu schwer ist, mache ich den Zwischenen mit Rice
Krispie.
Eine einfache, aber stabile Formmasse. Und eine leckere dazu.
In ihrer Trophäentorte kombiniert Barbara kubische und runde Formen
miteinander.
Und was ist aus Saras Buttercreme geworden?
Die sieht gut aus und die hat auch eine schöne Farbe von den Heidelbeeren
abbekommen. Und die spritze ich jetzt gleich in meinen Boden rein.
Und ich bin fix und fertig.
Die blaubeerige Torte bildet später den Sockel des Pokals.
Laura beginnt mit ihrer Dekospitze.
Während Barbara ihrer Buttercreme mit Nougat ordentlich Bums verleiht, bleibt
bei Laura alles frisch und fruchtig.
Eines müssen wir noch klären. Was ist eigentlich Kalamansi-Kaviar?
Das ist aus Kumquatsch und Mandarine. Und wenn man da reinweist, dann bekommt
man so einen Bubble-Effekt.
Noch eine besondere Frucht.
Cherimoya. Oder auf Deutsch Rahmapfel. Du hast diesen Rahmapfel endlich
angeschnitten. Genau.
Denn weißt du, was das Lustige ist? Ich habe ja auch erst mal gegoogelt. Ja?
Weil ich sie ja auch nicht kannte. Dabei müsste ich sie kennen.
Echt? Weil sie aus Peru kommt.
Inzwischen weiß ich von meiner Mutter, dass ich die als Kind immer gegessen
habe. Aber mit einem Jahr habe ich mich nicht daran erinnert. Vielleicht haben
wir jetzt gerade Kindheitserinnerungen hier wieder.
Wo hast du in Peru als Kind?
Ich bin in Peru geboren.
Echt? Sieht man doch, oder?
Spannender Geschmack. Ja.
Also ich denke, das kann man gut in Torten kombinieren. Ich bin da sehr
gespannt drauf.
Ja.
Sehr lecker.
Liebe Finalistinnen.
Halbzeit. Oh Gott.
Super.
Okay. Mein ursprünglicher Zeitplan war eigentlich, dass ich zur Halbzeit schon
mit dem Schichten fertig bin.
Also muss ich mich jetzt beeilen.
Mit der Ganache.
Sarah platziert noch schneller Beeren in ihrer Torte.
Laura beginnt mit dem Schichten.
Okay, erstmal mit dem Tränken.
Barbara schichtet im Schacht.
Das ist jetzt die untere Torte und da mache ich Schokobohnen, Spinatbohnen,
Schokobohnen, Spinatbohnen.
Klingt stabil.
Und stabil müssen die Torten sein, denn sie sollen zusammengesetzt eine Trophäe
ergeben, deren Gewicht nicht zu unterschätzen ist.
Jetzt bin ich im Backfieber.
Diese euphorische Stimmung soll anhalten. Im nächsten Schritt wird
daraus ein Schnitzfieber.
Ich mache jetzt ein Upside Down, damit... Oh mein Gott.
Okay, Ruhe.
Ruhe, Ruhe.
Das wird heute ein Spaß.
Boah, ich habe gerade richtig Angst.
Ich fällt mir so langsam auseinander.
Oh mein Gott, was mache ich gerade hier?
Ich weiß nicht, was ich gerade mache.
Okay, ich mache jetzt einfach Garnasch drauf, damit das fest wird.
Und wenn das nicht hilft, hilft der Schockfroster.
Hoffentlich.
Laura gießt Isomalt in immer neuen Farben und Formen.
Auch als Cupcake.
Wenn man schon seinen eigenen Pokal backt, soll der auch spektakulär werden.
Barbara hat Temperaturprobleme.
Es liegt
an der weißen Schokolade.
Während Laura schon einstreichen kann, kämpft ihre Konkurrentin mit der
Stabilität ihrer Kubustorte.
Vielleicht läuft es bei Barbaras Runder-Torte runder.
Die eckige ist ja schon im Kühlschrank und das ist jetzt der Trichter für oben,
den Stapel quasi verkehrt rum.
Und wenn er kalt und eingedeckt ist, dann kommt er erst auf den Turm rauf.
Was allen noch bevorsteht, das Eindecken.
Laura nimmt Fondant zur Hand.
Sarah erledigt das Locker aus dem Handgelenk.
Jetzt keine Falten einarbeiten.
Laura Sockel ist schnell auf einem guten Weg.
Barbara, Laura und Sarah.
Ich dachte, ich erzähle euch noch was Wichtiges zum Thema Pokal.
Also die gingen ja schon im Mittelalter so von einem zum anderen. Da hat man die
schon so rumgereicht. Ich weiß nicht, ob euch das interessiert. Aber vielleicht
die Zeit, die ihr noch habt zum Backen. 60 Minuten. Oh Gott.
Das werden die schlimmsten 60 Minuten meines Lebens.
Boah. Okay, 60 Minuten.
Da hat man gar keine Zeit, um über Enis Mittelaltergeschichte nachzudenken. Ob
man die Pokale damals auch gegessen hat?
Das wird halt eng.
So, jetzt ist wieder die Situation, dass ich mich ausschließlich
ums Backen kümmere und nicht mehr Zeit habe zum Rennen.
Verständlich, denn so wie es aussieht, hat Barbara noch einiges vor.
Und noch einiges zu tun.
Sarahs Upside-Down-Torte hat das Wenden tatsächlich überlebt. Das sieht doch
schon mal nach einem Pokal aus.
Barbara verpasst ihrem Fondant Metallic-Glanz.
Und wir fragen sie jetzt lieber nichts.
Ach Gott, zu tiefsbeinlich, was sie da halt aufführt.
Jetzt heißt es Nerven bewahren, Barbara.
Also das hier ist auf jeden Fall ein Wettbewerb alleine gegen alles, gegen
die anderen, gegen die Zeit, gegen die Temperaturen. Aber für die beste Torte.
Meine Komponenten sind deutlich zu warm und deswegen ist das nicht so stabil.
Ist das etwa eine unsaubere Schnittkante?
Keineswegs. Sarah ist eine Meisterin des Verzierens.
Bei Laura läuft es richtig gut.
Drei Kandidaten im Finale, neun dreckige Backplätze. Einer ist noch sauber, das
ist meiner.
Ihr habt noch 30 Minuten.
30 Minuten, okay, okay, okay.
Zähne zusammenbeißen, liebe Finalistinnen.
Besonders Barbara ist von der Zielgeraden noch ein Universum entfernt.
Ohne Schockfroster geht nichts.
Es ist so peinlich.
Echt jetzt.
Sarah versteckt in ihrer Siegestrophäe gleich noch das Preisgeld. Wie
praktisch.
Lauras Isomalt landet genau da, wo es hingehört.
Da bleibt kein Henkel trocken.
Auch Barbara hat noch viel vor.
Die Schokokugeln, die sind perfekt, wenn sie es bleiben.
Hoppala, war zu viel Kraft.
In den letzten 20 Minuten scheint Lauras Tortenplan genau aufzugehen. Ja, wir
fighten jetzt hier alle immens um das letzte Dekor.
Jede Trophäe soll die beste und schönste Torte der Staffel werden.
Ach, ich habe keine Nerven mehr. Meine Nerven sind blank.
Auch Barbara versucht, ihre Deko noch hinzubekommen.
Ich schmütze jetzt meine Schokokugeln, damit ich sie zusammenpicken kann.
Und dann sprühe ich sie noch an.
Und dann baue ich mein Desaster noch zusammen.
Die Statik von Barbaras Torte ist in Gefahr. Ein Zusammenbau des Desasters
muss also im Schockfroster stattfinden.
Die Schokokugeln sollen jetzt die Optik aufwerten. Die Highlight-Aufgaben sind
einfach nicht mein Wort.
Das ist das Super-GAU.
Peinlicher als peinlich.
Lauras Spitze hat es noch nicht an ihre Torte geschafft.
Sarah kühlt ihr Kunstwerk noch einmal nach.
Ihr drei habt es geschafft, das Zelt in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Ihr habt
noch zehn Minuten.
Gott, Gott, Gott, Gott, Gott.
Oh mein Gott, zehn Minuten noch.
Zielgerade. Jetzt geht es um alles.
Ich habe meinen isomalt gegossenen Cupcake in der Hand und das ist jetzt
hier eine bisschen tricky Angelegenheit.
Ja, die letzten zehn Minuten sind angebrochen. Ich muss mich jetzt auf
jeden Fall beeilen, dass mein Pokal hier noch fertig verziert ist.
Alle sollten gleich am Backplatz fertig stehen.
10, 9, 8,
7, 6,
5,
4,
Hände weg vom Gebäck.
Ich bin stolz, dankbar, aber auch froh, dass es jetzt vorbei ist.
Ich hab's verhaut.
Warum? Ich hab's verhaut.
Furchtbar.
Schlimmer als schlimm.
Ich bin fertig.
Ihr seid so cool.
Hammer.
Ich bin fix und fertig. Ich kann kaum atmen.
Ich habe was stehen.
Es ist ein bisschen schief und krumm. Ich bin zufrieden. Also für fünf
Stunden. Ich bin K.O. Ich kann nicht mehr.
Alter. Dumme.
Geschafft. Fix und fertig.
Drei Siegertrophäen stehen vor uns.
Doch wer von euch dreien bekommt den goldenen Cupcake? Das allein entscheidet
die Jury. Und wenn Sie zu Hause sich auch jetzt sagen, ich fühle mich als
Gewinner, backen Sie sich doch auch eine Trophäe. Alle Rezepte dieser Staffel
finden Sie im Internet unter dasgroßebacken.de. Da können Sie sich
ganz viel Inspiration holen.
Und hier wird jetzt die letzte Verkostung stattfinden.
Deshalb bringt eure Trophäen bitte nach vorne.
Ich freue mich darauf, dass Christian und Betty noch einmal von meiner Torte
probieren dürfen.
Und das freut mich am meisten.
Also diesen Moment werde ich auf jeden Fall noch einmal genießen.
Natürlich ist man angespannt und will jetzt auch wissen, ob es der Jury
gefällt, ob es der Jury schmeckt.
Ja, vor allem wer von uns mit dem goldenen Cupcake nach Hause geht.
Manchmal greift man auf die Sterne und manchmal reicht man es und manchmal eben
nicht.
Ihr drei habt wirklich alles gegeben.
Ihr habt euch auch nicht von der Hitze klein kriegen lassen.
Wollen wir verkosten? Ja, fangen wir an.
Barbara, erzähl uns etwas zu deiner Trophäe. Ich habe euch ganz was
Besonderes eingebaut, und zwar den Cerimoya Rahmapfel und einen Zirmschnaps
und Schokoladenböden und Spinatböden und die Himbeerböden, die ich auch bei den
kleinen Törtchen schon eingebaut habe.
Oben ist auch noch Kaffeeschokobuttercreme und kandierter
Ingwer und Himbeeren und Zitronenschokoladen-Himbeer-Ganache.
Man sieht so ein bisschen die Torte auch schon davonlaufen. Es sind halt auch
Temperaturen und weiße Kuvertüre hat halt so einen Schmelzpunkt, temperiert
am besten bei 30, 29, 28 Grad. Wir sind drüber und das sieht man halt, dann
bewegt sich das Ganze.
Konzentrieren wir uns auf den Geschmack.
Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor deiner Leistung und dass du, sage ich
mal, die Courage hast, es trotzdem noch hier hinzustellen. Und ich freue mich
vor allen Dingen auf den Apfel, denn den habe ich vorher noch nie gegessen.
Danke.
Ich finde, es ist ein sehr attraktiver Anschnitt.
Man sieht schön die Böden, die Schichtung bei dir.
Also von innen gearbeitet, es sieht sehr schön aus.
Also geschmacklich kann ich sagen, es ist tatsächlich sehr, sehr, sehr gut.
Also die Böden haben eine schöne, angenehme Porung. Sie sind sehr saftig.
Auch das mit dem gleichmäßigen Schichtnaht funktioniert.
Das, was innen drin ist, es schmeckt hervorragend und es ist sehr gut
gearbeitet.
Und du hast dann mit einer Frucht gearbeitet, die gegen eine Schokolade
und Zirbelschnaps ankommen muss.
Und das hast du geschafft. Also du hast es genau abgeschmeckt, dass ich diesen
Apfel trotzdem immer noch schmecke, obwohl es wirklich ein sehr dezenter
Geschmack ist.
Also beim Anschnitt kann man auf jeden Fall wunderbar die Schichtung erkennen.
Üppig gefüllt mit Himbeeren. Der Anschnitt gefällt mir schon mal sehr
gut.
Ja, Barbara, was bleibt dazu zu sagen? Also ich finde es phänomenal. Also oben
die Torte gefällt mir sogar besser als die untere, obwohl in der unteren ja
dieser besondere Apfel drin ist, der natürlich eine ganz eigene Aromatik mit
sich bringt. Aber die obere ist halt einfach hammerlecker. Sie sieht
vielleicht nicht schön aus, aber sie schmeckt dafür ziemlich geil.
Danke.
Ja, handwerklich hast du drin alles richtig gemacht. Auch die Abstimmung von
den einzelnen Komponenten, auch beide im Kontrast zueinander.
Schade, dass die Optik nicht geklappt hat.
Vielen Dank. Vielen lieben Dank.
Ich habe euch meine persönliche Siegertrophäe mitgebracht. Im oberen
sind Pistazienböden, eine Himbeerbuttercreme, ein
Pistazien-Honig-Crunch und unten im Sockel meines Pokals befinden sich
Schokobiskuitböden. Die habe ich mit Barista-Likör getränkt, frische
Erdbeeren und ein Mandelcrunch.
Von der Form her sieht es wirklich aus wie eine ganz klassische Trophäe.
Dieser Cupcake ist wirklich sehr schön gearbeitet, er ist sauber gearbeitet,
der Isomalt glänzt.
Was ich gerade am faszinierendsten finde, ist eigentlich der Glanz, der
hier unten auf der Torte ist.
Aber auch da die Kanten sehr sauber gearbeitet und man erkennt sofort, was
du damit aussagen willst.
Und ich finde es wirklich sehr gut gelungen.
Du hast es für mich persönlich sehr, sehr schön umgesetzt. Vor allem die
verschiedenen Techniken und unten, das ist glaube ich so der absolute
Eyecatcher, weil man denkt tatsächlich, das wäre nicht essbar.
Noch schöner ist es natürlich, dass es ein Schokokuchen ist.
Gleichmäßig geschnitten. Ich sehe hier auch die Himbeeren, ich sehe hier auch
die Konfitüre, außen die Ganache.
Die Torte von innen ist einwandfrei. Es ist Pistazie, du hast eine angenehme
Struktur dabei, du hast die Säure der Himbeere mit dabei.
Es ist halt einfach sehr, sehr gut und sehr lecker.
Ja, es ist einfach saulecker.
Vom Anschnitt hier, gleichmäßig geschichtet, handwerklich sieht das für
mich gut aus.
Große Stücke Erdbeeren da drin. Du hast sie sofort im Mund. Du schmeckst es
sofort raus.
Es passt natürlich mit der Schokolade zusammen.
Dann dieser Mandelcrunch, den du eingearbeitet hast. Das ist sensationell
gut umgesetzt.
Du weißt ganz genau, was du tust. Es sind keine Zufälle. Und du willst davon
auch mehr essen. Ja.
Vielen Dank.
Danke.
Meine Torte heißt Lass dich überraschen. Gleich kommt auch noch ein kleiner
Überraschungseffekt. Und in der unteren Torte habe ich Blaubeerkuchenboden mit
saurer Sahne. Dann habe ich frische Heidelbeeren drin.
Kalamansi-Kaviar und geröste Pekanüsse.
In der oberen Torte habe ich einen Marmorkuchen. Den habe ich ausgewählt,
weil mein erster...
Kuchen, den ich damals gebacken habe, war ein Marmorkuchen. Dann habe ich
frische Erdbeeren drin, gefriergetrocknete Himbeeren und
Erdbeeren mit weißer Schokolade und Vollmilchschokolade und einen
Nougatquanch. Ihr könnt jetzt einmal den Deckel hochheben und dann kommt die
Überraschung raus.
Dann machen wir das doch mal.
Guck mal, das Bestechungsgeld.
Ich finde den Effekt mit der Kuppel sehr schön.
Insgesamt hast du sehr viele Variationen auch gewählt.
Mir fehlt noch so ein bisschen vielleicht irgendwie noch eine Blume,
die du hättest modellieren können. Ich glaube, das hätte der ganzen Torte gut
getan, wenn nicht nur frische Blumen dabei gewesen wären.
Ich glaube, letztendlich am Ende des Tages bist du froh, dass es überhaupt
hier steht, weil zwischenzeitlich warst du da hinten auch sehr verzweifelt, wie
hier vorne auch die Barbara.
Und ich glaube, ein Pokal ohne Glitzer bei dir, das hätte ich mir, glaube ich,
selbst im Vorfeld nicht ausmalen können.
Von daher, wunderschön.
Dankeschön.
Ja, der Anschnitt auch bei dir ein bisschen wilder.
Man sieht ihn noch, man ahnt ihn noch.
Böden, aber relativ gleichmäßig geschichtet. Auch das Einstreichen mit
der Ganache, ein Deck mit Fondant.
Keinerlei Schwierigkeiten.
Also er ist phänomenal. Die Torte ist von den Aromaten her nicht wahnsinnig
spektakulär. Aber sie ist halt einfach saulecker.
Marmorkuchen Deluxe.
Auch hier ist der Anschnitt etwas schwieriger zu erklären.
Insgesamt ist die Torte immer noch sehr weich. Von daher denke ich mal, wir
verkosten jetzt einfach mal. Ja, das würde ich auch sagen.
Für mich muss ich sagen, zusammen mit diesem Calamansi-Kaviar, der immer mal
wieder aufpoppt, der ist nicht als Geschmack zu merken, aber du hast diese
präsente Säure, ist das für mich tatsächlich einfach nur ein
sensationeller Kuchen. Dankeschön.
Ah, danke.
Ja, man will den in sich reinschaufeln. Ah, krass.
Danke. Vielen Dank. Vielen Dank.
Ihr wisst, ich liebe Eugen ja immer mit eurem Job bei der Verkostung.
Aber jetzt bin ich froh, dass ich nicht in eure Haut stecke, denn ihr müsst
jetzt bestimmen, welches die Siegertorte ist.
Sie hat wirklich auch da tolle Geschmackskombinationen gemacht. Sie hat
uns mit diesem Rahmapfel ja auch eine ganz neue Frucht quasi... In der
Kombination mit der Zirbe, das ist halt einfach auch eine ungewöhnliche
Kombination. Also sie hat ein sehr, sehr hohes Risiko gewählt. Es duftet sogar
bis hierher.
Dass Betty und Christian natürlich so nett reagiert haben, war mir im
Vorhinein auch schon bewusst, weil sie einfach, ich glaube, mitfühlen und es
war echt so nett, was sie für Worte gefunden haben.
Der Anstieg war nicht sauber, gar keine Frage. Aber dieses Zusammenspiel von
diesen Heidelbeeren zusammen mit dieser leichten Säure, dieser speziellen
Zitrusfrucht, die Böden auf den Punkt gebacken, das ist einfach gut.
Das ist so ein schönes Gefühl.
Ich habe noch gesagt, ich will noch das letzte Mal Christian und Betty von
meinem Geschmack und von meiner Torte überzeugen. Und das habe ich wirklich
diesmal geschafft. Und das letzte Mal. Und die letzten Momente im Zelt waren
die schönsten Momente für mich.
Ich bin total begeistert, dass sie unsere Kritik aufgenommen hat und dass
sie jetzt gerade im Finale tatsächlich da was handwerklich gemacht hat, gefällt
mir gut. Ansonsten finde ich vor allem, ist es wirklich eine Trophäe auch, die
man sieht.
Jetzt ärgere ich mich fast ein bisschen, dass ich nicht geschmacklich einfach ein
bisschen mutiger war.
Naja, es ist jetzt wie es ist. Ich bin gespannt. Ich gönne es allen vom Herzen.
Aber es kann halt nur einer gewinnen.
Aber wer?
Vor sieben Wochen haben die Finalistinnen zusammen ihre Reise
begonnen. Sie haben einen Konkurrenten nach dem anderen hinter sich gelassen.
Sie haben beim Backen Sphären erreicht, die sie selbst wohl kaum für möglich
gehalten hätten.
Doch nur eine von ihnen wird Deutschlands beste Hobbybäckerin 2020.
Betty und Christian, ihr seid am Zug.
Der Titel Deutschlands beste Hobbybäcker 2020 geht an diejenige, die uns mit
ihrer Siegertrophäe das beste Gesamtkonzept aus Optik und Geschmack
präsentieren konnte.
Barbara, du wolltest mit deiner Trophäe hoch hinaus, konntest allerdings optisch
deinen eigenen Ansprüchen nicht ganz gerecht werden.
Allerdings, dein Geschmack war sowohl in der oberen als auch in der unteren Torte
hervorragend.
Laura, dein Pokal war sowohl von innen wie von außen handwerklich einwandfrei
gearbeitet.
Dieser täuschend echte Marmorsockel hat uns beide begeistert.
Und auch wenn du nicht die Experimentierfreudigste bist in Sachen
ausgefallene Aromen, waren deine beiden Torten rundum lecker.
Sarah, du hast uns einen Traum aus Pink, Rosa und Glitzer wieder serviert.
Hattest allerdings während des Backens ordentlich zu kämpfen mit deinen Cremes,
was deinem Geschmack überhaupt nicht geschadet hat.
Es steht jetzt fest, wer Deutschlands bester Hobbybäcker 2020 wird, wer den
goldenen Cupcake mit nach Hause nehmen darf und 10.000 Euro und...
wer obendrauf sein eigenes Backbuch bekommt.
Deutschlands bester Hobbybäcker 2020 ist...
Herzlichen Glückwunsch!
Laura, du bist Deutschlands bester Hobbybäcker 2020.
Du kriegst dein eigenes Buch. Wie toll ist es?
Großartig, oder?
Mega! Und den goldenen Cupcake natürlich.
Herzlichen Glückwunsch!
Das war das große Backen 2020.
Ich hoffe, Sie hatten genauso viel Spaß wie wir hier im Feld.
Und ich würde mich total freuen, wenn Sie gerne backen. Bewerben Sie sich doch
einfach bei uns. Dann sehen wir uns gleich.
Tschüss, bis dann.
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