All language subtitles for Die Trapp-Familie

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Original subtitles

Vielen Dank.

Es wird ein schöner Tag heute.

Maria.

Ja? Du sollst doch nicht pfeifen.

Oh ja, danke schön.

Ein geistliches Lied sollte man eigentlich schon pfeifen dürfen, nicht?

Wie kannst du so etwas sagen?

Mädchen dürfen überhaupt nicht pfeifen.

Ich lasse es mal rein und Josef, ich muss ja in die Schule.

Eine schwarze Nase. Ich habe eine schwarze Nase?

Na wahrhaftig. Das müssen wir aber ändern.

Verdammt, was schön.

Liesl? Teufel.

Maria.

Maria, Sie möchten gleich zur ehrwürdigen Mutter Ektissin kommen.

Ja, ich... Gehen Sie nur. Ich bleibe so lange hier.

Bitte.

So, was habt ihr denn bis jetzt gelernt?

Lieber Gott, was habe ich denn heute alles angestellt? Ich habe gepfiffen.

Ja, und dann habe ich mich ein bisschen verspätet.

Ja, und dann bin ich das Treppengeländer runtergerutscht. Oh Gott, lieber Gott,

was... Zeig mir das.

Heilige Maria, Mutter Gottes, mach, dass die Äbtisse mich nicht hinauswirft.

Amen.

Komm hier, mein Kind.

Komm.

Da hinten im Dunkeln kann ich dich ja gar nicht sehen.

Setz dich.

Nein.

Wir hier zu mir.

Sag mir, Maria, was ist das Wichtigste, was du hier bei uns in Nonnenberg

gelernt hast?

Das Wichtigste?

Das Wichtigste ist, Gottes Willen zu erkennen und ihn zu erfüllen. Auch wenn

es uns schwerfällt, nicht wahr?

Auch dann.

Gut, mein Kind.

Und nun höre.

Es scheint Gottes Wille zu sein, dass du uns verlässt.

Ich soll fort?

Aus dem Kloster?

Nein.

Ich meine... Aber doch nicht für immer, Maria.

In ein paar Monaten bist du wieder bei uns.

Und dann brauchst du nie mehr fort.

Und jetzt?

Wo soll ich jetzt hin?

Ein gewisser Herr Trapp hat sich an uns gewandt.

Ein Schiffskapitän aus dem vorigen Krieg.

Seine Frau ist vor ein paar Jahren gestorben und hat ihn allein gelassen.

Mit sieben Kindern.

Er scheint eine sehr unglückliche Hand mit dem Personal zu haben. Sie laufen

ihm alle fort.

Nun bittet er uns.

ob wir ihm nicht jemanden schicken können für die Kinder.

Jemand, der zuverlässig ist und ihm nicht gleich wieder wegläuft.

Vielleicht ist er sehr böse.

Ich meine, sehr streng. Du kommst ja nicht auf sein Kriegsschiff, Maria.

Und ein bisschen Disziplin würde dir gar nicht schaden.

Also, wirst du es tun?

Wenn es Gottes Wille ist.

Deine Kleider hat man leider schon den Armen gegeben.

Aber sicher wird das passen. Was ist denn das für ein Kapitän?

Vielleicht flucht er und kaut Tabak. Ja, bestimmt.

Kein Mensch hält bei dem euch. Jetzt hört doch auf mit dem Unsinn.

Er ist ein armer Witwer.

Mit sieben Kindern.

Ui.

Ich finde es sehr hübsch.

Elegant, nicht wahr?

Hoffentlich ist es nicht zu weltlich.

Wir müssen zum Segen.

Sei nicht traurig, Kind.

Denke immer daran, wenn Gott uns eine Tür zuschlägt, dann öffnet er uns ein

Fenster.

Gott segne dich, Maria.

Dankeschön.

Grüß Gott. Wir suchen uns beide mal.

Ja, ja.

Grüß Gott.

Grüß Gott.

Sind Sie der Herr Kapitän Trapp?

Was wünschen Sie vom Herrn Kapitän? Ich komme vom Kloster. Ich wollte... Sie

werden erwartet.

Grüß Gott.

Bitte.

Bitte nehmen Sie Platz. Ich werde den Herrn Kapitän sofort verständigen.

Sie bewundern meine Flagge, wie ich sehe.

Sie hat einmal auf dem letzten Flaggschiff der österreichischen

Kriegsmarine gewählt.

Vor langer Zeit.

Ich heiße Trapp.

Ich freue mich sehr, Fräulein.

Maria.

Ja, die Sachen gehören mir nicht, wissen Sie.

Entschuldigung, meine hatte man nämlich schon weggegeben und in der Eile.

Aber ich habe noch ein Arbeitskleid bei mir.

Tja, wir werden Ihnen etwas machen lassen.

Dankeschön.

Und jetzt, Frau Maria, denke ich, ich werde am besten gleich die Kinder rufen.

Ja, bitte.

Also, das sind meine Kinder.

Und das ist Frau Maria, die von jetzt an das Kommando überreicht hat.

Und das ist Rupert.

Werner.

Agathe.

Hedwig.

Maria.

Rosemarie.

Und Martina.

Bitte. Danke.

Und das, Frau Maria, ist Baroness Matilda, unsere Hausname. Ich freue

mich. Guten Tag.

Zeit zum Umziehen, zum Abendessen.

Jawohl, Vater.

Kommen Sie, ich führe Sie in Ihr Zimmer. Kommen Sie.

Wissen Sie, die wievielte Gouvernante Sie sind in den vergangenen vier Jahren?

Die 26.

Ich verstehe es selbst nicht, wieso wir immer die Schwierigkeiten haben.

Aber Sie werden es leicht haben, liebe Frau Maria, wenn Sie sich genau an die

Anordnungen des Parons halten.

Ordnung und Disziplin, das ist die Hauptsache für ihn.

Darin duldet er nicht die geringste Überschreitung.

Im Krieg war er ein berühmter Offizier.

Fortwährend hat er Heldentaten vollbracht, alle unter Wasser.

Was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann.

Ja, und dann kam die Revolution und die Niederlage.

Herein.

Ihr Gepäck, Fräulein. Danke.

So, und hier ist Ihr Schrank, mein Kind.

Das Schlimmste für ihn war vor vier Jahren der Tod seiner Frau.

Gewiss, er liebt seine Kinder sehr, aber er hat keinen Kontakt zu ihnen.

Ja, die Kinder brauchen halt eine Mutter.

Warum heiratet er denn nicht wieder?

Sehr wahr.

Wissen Sie, es ist vielleicht zu früh, davon zu sprechen, aber ich habe das

Gefühl, es hat sich endlich etwas angesponnen. Es ist die Prinzessin

Yvonne, eine zauberhafte, wirklich internationale Erscheinung, eine Grand

Dame. Er ist schon lange zu ihr eingeladen, aber da kommt er doch nicht

fort von hier.

Es wird ein großer Beweis seines Vertrauens Ihnen gegenüber, wenn er

jetzt fahren würde.

Oh, Sie müssen sich umziehen, mein liebes Kind, zum Abendessen bis nachher.

Lieber Gott, gib ihm recht bald eine gute Frau.

Hast du kein Lätzchen?

Ich mach mich nicht schmutzig.

Ich

glaube

übrigens, Baroness, dass ich morgen verreisen werde.

Das hatten Sie ja schon lange vor.

Sagt mal, müsst ihr eigentlich so in Reihe und Glied gehen?

So gehen wir immer.

Ihr seid mir nicht böse, ich finde das fürchterlich.

Warum lauft ihr denn nicht einfach mal über den Rasen oder warum spielt ihr

nicht miteinander?

Aber dann machen wir uns doch schmutzig. Manchmal muss man sich doch schmutzig

machen. Habt ihr denn gar nichts anderes anzuziehen als die steibe Zeug?

Nein, was sollen wir denn anderes haben?

Na ja, also dann kommt.

Und ich krieg noch eins. Frau Höpfel sitzt oben in der Nähstube und macht's

mir. Wart mal, Frau Höpfel könnte doch... Ja, natürlich.

Ich bin gleich wieder da.

Frau Höpfel, ich hab so eine große Bitte.

Könnten Sie nicht etwas für die Kinder nehmen?

Ja, was denn? Mal Spielkleider, passen Sie auf, liebe Frau Höpfel. Was ganz

Einfaches aus alten Stoffresten. Haben wir nicht so was? Weiß nicht, recht alte

Vorhänge oder solche Sachen. Na, das wär doch herrlich. Passen Sie auf.

Daraus schneiden wir für die Mädeln ganz einfache Kittel.

Auf die Plätze!

Achtung! Eins, zwei, drei!

Wir haben gewonnen!

Was sind denn das für fremde Kinder in unserem Park?

Was regt ihn, der Baroness?

Jetzt haben Sie uns verraten. Es ist wieder alles aus.

Halt den Schnabel und komm sofort runter.

Frau Maria.

Frau Maria.

Frau Maria.

Ja.

Also, liebes Kind, ich bin entsetzt. Ich muss Ihnen ganz energisch sagen, dass

der Baron so etwas nicht wünscht.

Wünschen ist gar kein Ausdruck. Er will böse werden, so böse werden. Dann soll

er böse werden.

Ich gehöre hier nicht zur bezahlten Dienerschaft. Ich gehöre nach wie vor

zum Kloster. Ich bin nur ausgeliehen.

Aber ich kann es nicht mit ansehen, wie die Kinder hier gehalten werden.

So gedrückt und so unfrei. Jedes Dorfkind hat es ja besser.

Verzeihen Sie bitte, aber ich musste das einmal sagen.

So Kinder, und jetzt wollen wir weiterspielen. Ja,

dann hilft es nichts.

Dann muss ich den Baron Mellung machen.

Ich übergebe.

Dankeschön.

Ja.

Ja, Baroness.

Ich fürchte, dass wir Sie nicht behalten können.

Sie hält sich überhaupt nicht an Ihre Anordnungen und führt die

unglaublichsten Neuerungen ein. Die unglaublichsten, sage ich Ihnen. Das ist

ja alles fürchterlich.

Ja, da hilft wohl nichts, dann muss ich halt nach Hause kommen.

Ich danke Ihnen jedenfalls, Baroness.

Gute Nacht.

Na, Chaos?

Ist was passiert?

Schon wieder Schwierigkeiten mit den Kindern.

Na, weißt.

Du hast mit sieben Kindern mehr Ärger als ich mit 50 Angestellten der Bank.

Und da überlegst du noch, ob du heiraten sollst?

Hast du endlich mit der Prinzessin gesprochen?

Ja. Na, und?

Sie hat mir einen Korb gegeben.

Das glaube ich nicht.

Einer der nettesten und ganz nebenbei gesagt, einer der wohlhabendsten Männer

von Österreich kriegt einen Korb. Mein Lieber, ich bin ein Witwer.

Mit sieben Kindern.

Was machen Sie denn für ein Gesicht?

Ist was?

Gar nichts ist.

Wieder mal die Kinder.

Der Baron und die Kinder. Ein Roman könnte man schreiben.

Warum sind die Kinder überhaupt zu Hause?

Kinder gehören in ein Internat. Eher ist doch nie eine Ordnung.

Ich bin in einem Internat aufgewachsen.

Und ich war sehr unglücklich dort.

Na ja, aber Kinder sind doch verschieden, nicht?

Eben. Und ein bisschen Unglück in der Jugend ist doch die beste Vorbereitung

fürs Leben, nicht?

Die Yvonne hat vollkommen recht, lieber Trapp. Geben Sie doch den Kindern ein

anständiges Internat.

Dann kommt auch alles andere in Ordnung.

Alles. Ich verspreche es Ihnen.

Sie haben recht, Fürstin.

Ich tue es auch.

Müssen Sie jetzt gleich wieder weg?

Oder kommen Sie morgen noch mit in die Oper?

Ich habe eine losgenommen.

Martina!

Nur wer wird sich denn vor einem Gewitter fürchten?

Komm her. Du darfst beinahe bleiben. Spatz. So. Siehst.

Was machen denn die anderen?

Die schlafen. Die haben keine Angst.

Du, Martina, guck mal zur Tür.

Eben hat Martina gesagt, ihr hättet keine Angst.

Na, komm schon her.

Gleich rauch aufs Bett. So.

Jetzt fehlen bloß noch die Buben. Bei denen ist alles ruhig. Buben haben ja

keine Nerven.

Schaut doch mal zur Tür.

Na, was denn?

Habt ihr etwa auch Angst? Nein.

Wir wollten nur mal schauen, ob sie vielleicht Angst haben.

Ach, ihr Schwindelmeier.

Na, holt euch was zum Setzen.

Ja.

Oh, ihr Angsthasen. Kommt doch unter der Bettdecke vor.

Ja, was mache ich denn mit euch?

Ich weiß was. Wir singen so laut, dass man den Donner überhaupt nicht hört.

Werner, hol mir doch mal meine Gitarre, ja?

Dankeschön.

Komm, setz dich auf mein Knie, das ist ein hotter Hü, das ist ein hotter

Brrrr, mit silbernem Geschirr.

Hopp, hopp, hopp, Pferdchenlaufgalopp.

Wir reiten ins Staraffenland, wo's Kuchen gibt und Zucker kannt. Hopp,

hopp, hopp, hopp, Pferdchenlaufgalopp.

Wir reiten so geschwind, hui, wie der Wirbelwind.

Auf einmal heißer Saar sind wir in Afrika.

Hopp, hopp, hopp, Pferdchenlaufgalopp. Doch nur nicht zu den Essen. Am Nordpol,

denn da friert man bloß. Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp, Pferdchenlaufgalopp.

Mit Hü und Peitschenknall, kripp, trapp geht's in den Stall.

Mein Liedchen ist gleich aus, drum geht's nach Haus.

Hopp, hopp, hopp, Pferdchenlaufgalopp. Zum Stall, wo Stroh und Hafer stehen,

dein Reiter, der muss schlafen.

Hören Sie das?

Soll ich Ihnen aufgehen, dass Sie aufhören?

Ach, nicht nötig.

Morgen kommt der Herr Kapitän zurück.

Frau Maria,

Sie werden doch heute mit dem Kleinen nicht diese entsetzlichen Kittel

anziehen. Nein, im Gegenteil, ich verstecke sie. Verstehen Sie mich doch

richtig. Ich möchte es vermeiden, dass der Baron sie ins Kloster zurückschickt.

Am besten, Sie führen ihm die Kinder gleich in der gewohnten Ordnung

entgegen. Er erwartet das.

Das tue ich ja, sehen Sie doch.

Werner ist gar nicht mehr so geschmiedet, da rumzuspazieren.

Können wir nicht was spielen?

Lieber nicht, Werner. Wir dürfen uns doch nicht schmutzig machen.

Das können wir Maria nicht antun.

Sonst fliegt sie doch.

Wir brauchen uns ja nicht schmutzig zu machen.

Kommt.

Ich weiß was. Wir spielen U-Boot.

der der richtige Moment gewesen ist. Aber jetzt werde ich hier Ordnung

machen. Diese junge Dame passt wirklich nicht in unser Haus.

Der Trampel fliegt.

Wo sind denn die Buben? Vielleicht bei den Mädchen. Haben Sie doch nicht

gesagt, dass die Buben bei den Mädchen nichts zu suchen haben? Ich habe alles

gesagt, aber... Da sind sie doch auch nicht.

Da können sie nur bei ihr sein. Aber das ist doch gegen jede...

Was ist denn das?

Das ist die Gitarre.

Ja,

sie singen manchmal zusammen.

Sogar nachts.

nicht zu glauben ja nicht wahr alle in einem zimmer und auf dem fußboden

Sagt er mal, wie schaut ihr denn aus? Was habt ihr denn da an?

Spielkleider. Die hat Maria bestellt.

Nagelschuhe haben wir auch.

So, so.

Na, dann geht dann mal alle in den Garten. Ich habe mit Fräulein Maria zu

reden. Komm bald nach, Maria.

Martina, den Gartenschlauch lässt du mir jetzt in Ruhe.

Jetzt wissen Sie ja schon alles.

Ja. Schade.

Eigentlich sollten Sie alles erst nach und nach erfahren.

Bin ich ein so schwieriger Herr, ja?

Oh ja.

Wenigstens was die Erziehung Ihrer Kinder angeht.

Die ist verkehrt, meinen Sie?

Allerdings ist sie das.

Grundverkehrt und altmodisch und unnatürlich.

Sagen Sie,

Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal?

Woher wissen Sie das so genau?

Weil ich was von Kindern verstehe.

Mein Vater war Lehrer, Dorfschullehrer in einem ganz kleinen Dorf. Sie glauben

gar nicht, wie glücklich die Kinder bei ihm waren.

Wenn der gehört hätte, wie Sie Ihre Kinder mit der Trillerpfeife

zusammenrufen oder dass die Buben und Mädeln sich nicht besuchen dürfen.

Das ist ja hier beinahe wie in einem Internat.

Nein, liebes Fräulein Maria, das ist ein Prinzip.

In allen vornehmen Häusern. Kinder gehören doch zusammen. Das ist doch eben

der Sinn einer Familie.

Und natürlich, wenn der Vater immer zu auf Reisen ist, dann... Entschuldigen

Sie. Jetzt habe ich Sie verletzt, nicht wahr?

Ich bin schrecklich, ich weiß.

Viel zu impulsiv und rechthaberisch. Im Kloster sagten Sie es immer schon. Bitte

entschuldigen Sie.

Und bitte, ich verspreche Ihnen, dass ich nicht mehr so eigenmächtig sein

werde. Denn schließlich sind Sie ja hier der Kapitän.

Ich meine natürlich der Vater.

Nein, Frau Maria, jetzt wollen wir nicht wieder alles umstoßen.

Ich gebe nach.

Und ich weiß nicht einmal, ob es in diesem Fall der Klügere ist, der

nachgibt. Maria, komm runter!

Die Kinder wollen spielen.

Ich komme.

Ich komme danach und spiele mit.

Ist das nicht das Schönste, Maria?

Weihnachten in einer Familie mit vielen Kindern? Ja, das ist herrlich.

Oh, Achtung!

Und wird Ihnen das nicht sehr fehlen in Ihrem Kloster, so ein Weihnachten?

Ach, Sie glauben ja gar nicht, wie viele Kinder wir am Heiligen Abend im Kloster

haben. Wir holen uns nämlich die Ärmsten aus der ganzen Umgebung zusammen.

Manchmal sind es, oh, beinahe 100.

Ja, mit 100 kann ich natürlich nicht konkurrieren.

Aber meinen sieben.

Denen werden Sie sehr fehlen.

Die lieben Sie nämlich.

Das ist gegenseitig.

Sehr gegenseitig sogar.

Ja.

Ich möchte so gern eine Wunderkerze anzünden. Darf ich?

Ausgeschlossen. Das ist ja ganz gegen die Disziplin.

Gegen was für eine Disziplin?

Gegen die strenge Disziplin vom Herrn Kapitän. Oh, Herr Kapitän.

Auf den hört ja hier sowieso keiner mehr.

Wann ist eigentlich Ihre Zeit hier bei uns abgelaufen?

In einem Monat und 18 Tagen.

Mein Gott, Sie scheinen ja direkt Buch zu führen.

Gefällt es Ihnen denn so wenig bei uns?

Ach, es gefällt mir sehr.

Aber ich gehöre doch nun einmal nicht hierher.

Ich bin doch nur vom Kloster ausgeliehen worden.

Ich verstehe, dass Sie sich Sorgen machen.

Wegen der Kinder.

Aber Sie werden doch bald heiraten, oder?

Ja.

Ach, das freut mich von ganzem Herzen.

So, und jetzt los!

Was macht man damit?

Ja? Ist das das Richtige? Ja? Nein.

Agathe? Ja?

Schau unten, hier drin.

Ja,

Baroness? Oh.

Du, Rudi, das haben die Kinder gemacht.

Ja, schau her.

Oh, reizend.

Sag einmal, habt ihr das gemalt? Ja.

Oh, das ist aber schön.

Und Ihnen, Maria, kann man ja leider nichts schenken. Sie dürfen ja nichts

mitnehmen ins Kloster. Nein. Da sind ein paar Kleinigkeiten.

Ach, danke schön.

Aber vielleicht freut es Sie noch mehr, dass heute jedes Kind in Ihrem Kloster

in Ihrem Namen ein paar feste, genagelte Schuhe bekommt.

Genauso, wie Sie für meine Kinderwelt hier angeschafft haben.

Alle Kinder?

Das sind ja hundert.

Ja, hundert.

Herr Kapitän. Ja, bitte entgegenwirken, ja.

Kostüm.

Ja, mal versuchen.

Ja,

das war ein Scheißverlob.

Kannst du das spielen?

Ja, ich denke, das geht nicht. Ja, man muss ja doch die Register herausnehmen.

Ach so.

Was wollen wir denn jetzt spielen?

Ich muss schon sagen, dieses Mädchen ist entsauert.

Ja,

das ist sie wirklich, ein wahres Geschenk des Himmels.

Du, damit würde ich an einer Stelle nicht rechnen, dass dir der Himmel die

schenkt, die behält er für sich.

Und das ist wohl auch gut so. Ich glaube nämlich, sie ist vollkommen weltfremd.

Nimmst du Zucker?

Ja, bitte, drei Stück.

Und es kommen doch immer Situationen im Leben, wo man eine tüchtige und resolute

Frau braucht.

Ja.

Ja, übrigens, die Prinzessin kommt morgen auf Besuch zu uns.

Aha, aha.

Nur, da würde ich die kleine Nonne ein bisschen verstecken.

Warum denn?

Wie schön sie ist. Ich muss sie küssen.

Wo bin ich? Und wer seid denn ihr?

Hier seht ihr mich zu euren Füßen.

Ich bin ein Prinz aus fernem Land.

Euch zu erlösen bin ich gesangen.

Doch da ich eure Schönheit geschaut, so bitte ich euch, werdet meine Braut. Am

liebsten wird gleich ja ich sagen, aber erst muss ich den Vater fragen.

Mein Prinz, da ihr uns alle erlöst habt, bekommt ihr meine Tochter Aurora zur

Frau und zur Erinnerung.

Nennen wir sie von heute ab unser Dornröschen.

Großartig habt ihr das gemacht!

Ich habe ja gar nicht gewusst, dass ihr richtige Künstler seid. Du warst ein

wunderbarer König, Rupert. Und Sie sind ja eine richtige Zauberin.

Georg schrieb es mir in jedem Brief und ich muss sagen, er hat es mit keinem

Wort übertrieben.

Kommen Sie, Sie müssen mir von sich erzählen. Waren Sie früher schon bei

Kindern?

Er hat sehr schön gespielt, aber jetzt muss Schluss sein für heute.

Na, du?

Was sagst du? Die beiden verstehen sich doch ausgezeichnet.

Ich würde es abwarten.

Hübsch haben Sie es hier.

Schade, dass Sie nicht immer hierbleiben können, nicht?

Übrigens, Sie werden ein gebrochenes Herz hier zurücklassen.

Bitte? Oder Sie müssen Ihr Verhalten dem Baron gegenüber ein ganz kleines

bisschen ändern.

Ich verstehe Sie gar nicht.

Seine Blicke.

Vorhin.

Er ist in Sie verliebt.

Nein. Das müssen Sie doch gemerkt haben.

Ja, um Gottes Willen.

Was habe ich denn da schon wieder angestellt? Das ist ja schrecklich. Na,

gar so schrecklich ist das auch nicht.

Na ja, ich weiß doch, was aus Verliebtheit schon alles passiert ist.

So weltfremd bin ich nicht.

Romeo und Julia, Kabal und Liebe.

Nicht... als Mord und Totschlag.

Nein, nein, ich muss sofort dieses Haus verlassen.

Wo wollen Sie denn hin?

Zurück ins Kloster.

Noch heute.

Nicht eine Nacht will ich noch mit ihm unter einem Dach bleiben.

Aber, Fräulein Maria, ein Mann verliebt sich schnell. Er lässt es ja auch

wieder. Es liegt doch nur an Ihnen.

Sie müssten eben etwas zurückhaltender sein. Ach, bitte lassen Sie mich.

Maria, was machst du denn? Gehst du fort?

Ja. Warum?

Ihr wisst doch, dass ich eines Tages fort muss.

Aber jetzt.

Es hat sich was geändert.

Weiß denn Papi davon, dass du gehst?

Nein.

Komm.

Ich muss Ihnen etwas sagen.

Sie haben sich unmöglich benommen.

Wieso?

Mein liebes Kind, Sie kennen vielleicht Ihr Gebetbuch, aber sich selbst kennen

Sie nicht.

Ich gehe ja dann zu ihr.

Seid still jetzt und geht auf eure Zimmer.

Macht Platz.

Was ist eigentlich passiert, Prinzessin?

Warum will Maria weg?

Ja, ich weiß nicht.

Ich habe nur einen kleinen Scherz gemacht.

Bitte, was für einen Scherz?

Sagen Sie, Georg, sehen Sie in dieser Nonne eigentlich die Erzieherin Ihrer

Kinder oder bereits die Mutter?

Ich habe euch doch gesagt, ihr sollt auf euer Zimmer gehen, zum dummen Wetter!

Sie mein Zimmer. Ich zieh mich um. Was hat die Prinzessin gesagt? Was war das

für ein Scherz? Ein Scherz?

Ach, das war ein Scherz. Ja.

Was hat sie gesagt?

Sie hat gesagt... Sie hat gesagt... Versuchen Sie nicht zu lügen. Sie können

es sowieso nicht.

Sie hat gesagt, Sie wären in mich verliebt.

Verliebt? Ja.

Ist das die Wahrheit?

Nein. Das ist nicht die Wahrheit.

Jedenfalls nicht die ganze.

War das die Prinzessin?

Also lass jetzt den Ruh. Die Baroness bringt Sie zur Bahn. Du kannst ja morgen

zu ihr fahren.

Ich wollte mich ihr nur kurz zu Füßen legen.

Also doch?

Aus Dankbarkeit, weil sie das Eis gebrochen hat.

Aha, was für ein Eis.

Es wäre ja geradezu eine Sünde gewesen, wenn ich die Prinzessin geheiratet

hätte.

Die eine heiraten und eine andere lieben.

Ah ja, das wäre eine große Sünde.

Eben.

Ich kann aber trotzdem nicht hierbleiben.

Natürlich nicht. Als Erzieherin, das ist ja ausgeschlossen.

Höchstens als meine Frau.

Ich weiß, es geht nicht. Ich weiß es ja.

Es sei... Es sei denn, Sie hätten mich auch ein bisschen gern.

Ich weiß es nicht.

Aber ich könnte ja jemanden fragen.

Ja, bitte.

Aber wissen Sie denn jemanden? Ja.

Ja, mein Kind, was soll ich dir dazu sagen?

Du bist damals zu uns gekommen, weil du dein Leben Gott weihen wolltest.

Du hast dein Herz lange geprüft und wurdest immer fester in deinem

Entschluss. Aber nun hat Gottes Ratschluss dich vor eine Entscheidung

gestellt, die nicht nur für dich, sondern auch für das Leben eines Mannes

und das von sieben Kindern bedeutsam und folgenschwer ist.

Liebst du ihn denn?

Ich weiß es nicht.

Ich achte ihn und ich möchte ihm helfen.

Ich weiß es nicht.

Aber du magst ihn doch auch.

Ich meine, er gefällt dir doch.

Oh ja, sehr.

Sie hat gesagt, ich muss sie heiraten.

Der Ring. Der Ring.

Wunderschön, aber vielleicht fehlt ihm etwas.

Natürlich, Hunger hat er.

Na, da ist sie ja schon. Schau, da ist sie schon. Na siehst du, so.

Maria, ich muss dir erst einmal etwas sagen, was mich schon lange quält.

Ja?

Ich bin so fürchterlich eifersüchtig.

Aber Georg, habe ich dir jemals die geringste Vereinlassung gegeben? Doch,

ununterbrochen und immerzu.

Wieso? Du liebst einfach alle Menschen.

Ich komme mir manchmal ganz verloren vor in dem großen Haufen. Aber Georg, du

stehst doch über allen Leuten. Ganz hoch auf einem Sockel als der liebste und

beste Mensch auf dieser Erde.

Ja, siehst du. Wenn du mir das einmal jeden Tag sagen würdest, würde mir das

die Sache sehr erleichtern.

Ach,

das ist der Gruber, der wollte heute vorbeikommen. Entschuldige.

Ja, Rudi.

Ja. Das freut mich aber, dass du dich wieder einmal sehen lässt.

Ja, entschuldige, ich musste dich einmal sprechen.

Leider ist der Anlass nicht so sehr zum Freuen.

Na, geh, geh. Mit so einem Gesicht fällt man doch den Leuten nicht ins Haus.

Komm, du musst erst Maria begrüßen. Wie geht's dir denn?

Kein Ausdruck.

Wo würden Dr.

Wasner möchte ich? Ja, bitte, Dr. Wasner. Grüß Gott.

Grüß Gott.

Eigentlich wollte ich die Frau Baronin... Es handelt sich um die Spende

für die neue Orgel.

Ach ja, meine Frau hat mir schon davon erzählt. Die Alte quietscht so

scheißlich. Ich sag meiner Frau gleich Bescheid.

Dankeschön, Sir. Ich hab leider nicht viel Zeit.

Kinder, wir haben Besuch. Das Halleluja von Scarlatti.

Achtung.

Dr.

Rasner, entschuldigen Sie tausendmal, ich habe Sie völlig vergessen.

Grüß Gott, Doktor.

Sie kommen sicher wegen der Orgel. Ja, aber das ist jetzt gar nicht so wichtig.

Ich habe gar nicht gewusst, dass Sie die schönste kleine Orgel hier zu Hause

haben. Diese herrlichen Kinderstimmen. Wirklich?

Hat es Ihnen gefallen?

Es geht.

Die Orgel wird noch nicht gut gespielt.

Aber glauben Sie, eben fand ich es gar zu vollkommen. Sie sind ein sehr flotter

Autofahrer, mein Herr. Aber deshalb müssen Sie nicht unbedingt etwas von

Musik verstehen.

Herr Dr.

Wasner ist ein großer Fachmann auf diesem Gebiet.

Ja, wie wäre es denn, Doktor? Wollen Sie nicht zu uns kommen, als Lehrer?

Ich weiß nicht, Frau Baronin, wenn es um Musik geht, da bin ich furchtbar

aufbrausend und jezornig, einfach unerträglich.

Dann dürfen wir Sie ja gar nicht mehr unter die Menschen lassen.

Ja,

gut, dann fangen wir das Alleluja gleich an.

Nochmal von vorne, du geh hinüber. Ein Akkord, bitte.

Achtung!

Was ist denn? Warum fängt denn niemand an?

Auftakt los!

Ja, was ist denn? Habt ihr etwa Angst?

Also, noch mal.

Bitte.

Halleluja!

Nein, nein, Fiske A!

Fiske A!

Zweite Stimme hat A-H-Ziske gesungen. Das ist falsch.

Fiske A! Also, bitte, noch mal.

Ein Wunder, die Maria.

Ja.

Nur noch ein bisschen weltfremd, genau wie du gesagt hast. Wieso?

Sie kann nicht lügen. Sie glaubt alles, was man ihr erzählt.

Und sie ist freundlich zu den widerlichsten Menschen.

Wie gut, dass ich das leisten kann.

Ich bin misstrauisch wie ein alter Fuchs. Das hilft mir alles gar nichts.

Was ist eigentlich los mit dir, Rudi?

Tja, ich stehe vor dem Ruin, Georg.

Wenn nicht ein Wunder geschieht, muss ich in einem Partankonkurs anmelden.

Das ist doch nicht möglich.

Ich bin nur hergekommen, dich zu informieren.

Du hast Gott sei Dank nicht viel Geld bei mir, das bekommst du natürlich.

Jetzt sag mir doch bloß, wie ist denn das passiert?

Das wird jetzt vielen österreichischen Banken so gehen.

Die Weltwirtschaftskrise und dann die wirtschaftlichen Maßnahmen von

Deutschland her.

Sei froh, dass du dein Geld in England hast.

Mein Geld gehört jetzt nach Österreich.

Georg. Ich glaube an dieses Land.

Und ich will zeigen, dass ich daran glaube.

Ich schreibe sofort meinem Anwalt in London.

Mein Geld kommt jetzt auf deine Bank.

Das kann ich nicht zulassen, Georg. Denk an deine Familie.

Meine Familie lebt in Österreich.

Glaubst du wirklich, wir könnten hier so friedlich weiter existieren, wenn erst

einmal die Herren aus der Wilhelmstraße hier sind?

Unter Führung von unserem herrlichen Landsmann?

Nein, Rudi. Wir müssen uns wehren.

Noch ein bisschen Mut, wir schaffen es schon.

Um Gottes willen!

Der Grobe hat sie umgebracht.

Ja, also, was ihr da vorhin gesungen habt, das hat geklungen.

Wie im Konzertsaal. Mein Kompliment, Dr. Wasner.

Du darfst den Doktor nicht loben. Das reizt ihn doch bloß. Sehr richtig. Die

einen Sätze sind noch gar nicht präzis. Besonders die dritten Stimmen. Was?

Das ist ja alles der Werner.

Bitte,

bitte.

Sing doch einmal.

Sing doch einmal.

Achtung.

Sehr gut, sehr gut. Warum geht es jetzt?

So, und jetzt ihr beiden, ja?

Achtung.

Das war

sehr gut.

Und jetzt singen wir das Alleluja von vorne, ja?

Bitte,

Frau Baronin.

Bitte Wien, R38, 203.

Dringend.

Was ist denn, Georg?

Mein

Gott.

Ja, hier spricht Rapp, bitte Herrn Direktor Berchtold.

Ich lese eben zu meiner Bestürzung.

Herr.

Der arme Rudi.

Maria, es ist nicht nur der Tod eines Freundes.

Wir haben unser Vermögen verloren.

Wir sind arme Leute.

Georg, ich weiß, wie dir zumute ist, aber...

Ich bin schuld, Maria.

Ich bin schuld.

Nein, du hast deinem Freund geholfen.

Und du wolltest deinem Land helfen. Das kann doch keine Schuld sein.

Mein Herz.

Franz, es hat doch immer geheißen, unser Geld ist in England.

Was fängt er denn jetzt an, unser Kapitän?

Am Winter schießt er sich auch noch.

Da schau her.

Ich habe den Schlüssel zum Gewehrschrank abgezogen.

Es ist schlimmer, als ich gedacht habe.

Viel schlimmer.

Dann verkaufen wir Ihnen das Haus.

Aber Maria, es hat doch niemand Geld. Wer kauft denn jetzt ein Schloss?

Georg, ich habe eine Idee.

Ich habe eine Idee. Weißt du was?

Wir nehmen Gäste auf.

Ja, wie meinst du denn das? Na, zahlende Gäste.

Wir machen ein Hotel aus dem Haus.

Ein Hotel?

Naja, es gibt ja doch nie genügend Fremdenzimmer. Und besonders zu den

Festspielen nicht.

Du, Schlosshotel Trapp, klingt das nicht wunderbar?

Entsetzlich. Das klingt entsetzlich. Unser Name dürfte doch... Außerdem ist

das völlig unmöglich. Ein Hotel ist doch ein sehr komplizierter Betrieb. Das muss

man doch gelernt haben. Du, ich fühle, das kann ich. Naja, ich kann das ganz

einfach. Du, ich... Ich kann es, ich kann es, ich kann es, wenn du mir doch

glauben würdest, dass ich das kann. Also bitte, liebste Maria, man soll seine

Fähigkeiten auch nicht überschätzen.

In welchem Stil wolltest du denn das Haus führen?

Also bitte, jetzt sag mir doch einmal, in welchen Hotels du schon gewesen bist.

Ja, aber Georg, ich war doch überhaupt noch nie in einem Hotel. Ich war doch

nur in der Jugendherberge.

Also gut, bitte, dann machen wir eben ein Hotel auf.

Ja? Ja.

Was kann uns schon noch passieren?

Das

Reisebüro

hat zu ihm angerufen. Die Hotelgäste sind bereits unterwegs.

Ich glaube, jetzt ist alles fertig.

Sag mal, was tust du eigentlich die ganze Zeit hier an der Tür?

Ich muss doch die Gäste begrüßen, damit sie wissen, dass sie willkommen sind.

Die wissen, dass sie willkommen sind, wenn sie zahlen.

Zahlen? Na komm, komm, setz dich lieber hier in einen Sessel und liest die

Zeitung. Da siehst du nämlich immer so unerhört vorne aus. Komm, setz dich

doch. So.

Jetzt sitzt du da wie der erste Gast. Och, Maria.

Herrschaften, jetzt werden wir international.

Warst du in der Wäscherei?

Alles erledigt. Wäscherei, Weinhandlung und Gemüseladen.

Schau mal, Werner.

Werner, du.

Da müssen wir mitmachen.

Aber der Papa, der erlaubt es doch nicht.

Ich glaube, die würden wir alle an die Wand zingen.

Aber in Grund und Boden.

Dann fürs Hotel wäre es doch so gut. Die Reklam.

Aber der Papa.

Vorher wird er natürlich schimpfen.

Aber nachher wird er sich freuen.

Wo muss man sich denn da melden?

Festspielhaus? Das ist ja gleich hier. Komm!

Ja, aber der Papa!

Ich möchte nur wissen, wer uns diesen Streich gespielt hat. Wer euch hier

angemeldet hat.

Na, vielleicht war es jemand von den Gästen, der uns gehört hat. Es ist doch

jetzt auch nicht mehr zu ändern, Georg.

Unmöglich ist es. Vor allem diesen Leuten. Ich verstehe wirklich nicht,

warum du nicht abgesagt hast.

Die Programme waren doch schon gedruckt.

Vorsicht, bitte nicht auf die Kabel treten.

Was sind denn das für Kabel?

Rundfunk. Es sind acht Stationen angeschlossen.

Also bitte.

Jetzt wird das ganze Land erfahren, dass die Familie von Trapp den Menschen eine

Freude machen will. Aber Georg, das ist doch keine Schande. Also bitte, ich

finde, man kann arm werden, man kann sein Geld verlieren. Aber deshalb

braucht man sich doch nicht an die Straßenecken stellen und fiedeln.

Papa!

Was ist denn? Warum heulst du denn?

Ich war's, Papa.

Ich war mit Hubert im Festspielhaus.

Bitte, die Familie Trapp auf die Bühne. Also ihr war's das.

Wir dachten, du freust dich vielleicht.

Ich will konnte dir noch heimlich ins Festspiel halten. Bitte, meine

Herrschaften, bitte, ja? Ja, sofort, sofort.

Lasst euch da seine Lehre sein.

Und hör jetzt auf zu heulen, jetzt ist es zu spät.

Meine sehr verehrten Damen und Herren.

Ich kann jetzt nicht.

Ich glaube, ich auch nicht. Das kann ja eine schöne Geschichte werden. Das wird

eine europäische Blamage.

Ich habe Ihnen nun etwas ganz Einmaliges anzukündigen.

Einen Chor.

der aus einer einzigen Familie besteht.

Aus einer Familie... Nimm dich doch zusammen!

...die so voll ist von innerer Harmonie... Tja, jetzt ist es soweit.

Bitte, bitte. ...dass sie uns die Plängen und Liedern... Bitte schön, ja.

...da vorbeigeht.

Es geht nicht so. Das wird schon gehen. Das wird nicht neu sein.

Ja.

Bitte.

Das will ich doch nicht.

Entschuldigung.

Die Familie Trapp aus Salzburg.

Hör doch endlich auf zu weinen.

Putz dir die Nase jetzt.

So.

Moment, Moment.

Was singen wir denn überhaupt?

Ich weiß nicht.

Das neue, das Jagdlied. Also das Jagdlied.

Halt!

Entschuldigen Sie bitte, meine Damen und Herren.

Wir können gar nicht singen.

Nein, ich meine, wir sind keine richtigen Sänger. Wir singen nur zu

Hause. Und jetzt sollen wir hier singen?

Ja, und da singen wir eben. Entschuldigen Sie.

Eine Familie Trapp, Herr Bundeskanzler. Was?

Die Familie Trapp aus Salzburg?

Ja, Herr Bundeskanzler. Das kann doch nur der Georg Trapp sein, der U-Boot

-Mann. Sicher, Herr Bundeskanzler.

Was der alles zu Weg bringt.

Westen Österreich.

Wir müssen eigentlich auf unserem nächsten Staatsempfang singen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, einstimmiger Beschluss der Preisrichter.

Erster Preis für die Familie Trapp.

Und wann sie kommen nach Amerika. Nach Amerika?

Ja, nun.

Aber Sie müssen, mit all den lieben kleinen Kindern. Oh, ich garantiere für

großen Erfolg. Ich danke Ihnen, aber wir kommen bestimmt nicht nach Amerika. Aber

ich bitte, wenn Sie kommen, Sie gehen doch bitte nicht zu anderen Agenten.

Kommen bitte zu Semmich. Semmich macht alles. Ich übernehme nämlich freie

Einreise. Ich übernehme alle Kosten hier, bitte meine Adresse. Ja, danke

schön, Mr. Semmich. Aber Sie müssen mich jetzt entschuldigen. Ich muss nämlich

meinen Mann suchen. Bitte, bitte, sehr gerne.

Bitte, bitte, Frau.

Der Herr Abgesandte des Herrn Bundeskanzlers.

Ach, hat sein, Frau Baronin.

Ich komme auf Wunsch des Herrn Bundeskanzlers. Oh, sehr erfreut. Aber

bitte eine Sekunde. Ich suche meinen Mann.

Der Inspezient sagt, er sei während des Liedes gegangen.

Hier

ist

er.

So, jetzt geht schnell schlafen, ja? Gute Nacht.

Ich habe dich so gesucht, überall.

Ich muss hier etwas reparieren, der Turm ist abgegangen.

Stoß bitte nicht an den Leimtopf.

Wie hat dir denn unser Singen gefallen?

Singen? Ja, singen.

Deine Frau und deine Kinder haben doch heute gesungen.

Ach das?

Ich glaube, das war recht hübsch. Ach, das fanden die anderen auch.

Wir haben nämlich den ersten Preis bekommen.

Und eine Menge Angebote.

Angebote?

Maria, ich muss dir jetzt einmal etwas sagen.

Meine Familie wird sich nicht in der Vergnügungsindustrie betätigen. Das

Geschlecht der Traps hat einen ehrenvollen Platz in der Geschichte.

Und ich wünsche nicht... Ach, das Geschlecht der Traps.

Walter von der Vogelweide war auch Adelig und hat auch vor den Leuten

gesungen.

Die Familie ist ja auch ausgestorben.

Also gut, dann werde ich eben absagen.

Ein Angebot hatte ich nämlich angenommen. Absagen.

Ach Georg, sag bitte, kann man den Bundeskanzler jetzt noch anrufen,

telefonisch?

Den Bundeskanzler?

Ja, ja, bei dem sollten wir nämlich singen auf einem großen Empfang.

Die Regierung ist da und das diplomatische Chor und die Generalität,

na einfach alles.

Der Bundeskanzler hat nämlich gesagt, wir wären ein Stück vom besten

Österreich. Du, Achtung, dein Leimtopf kocht ja über, Georg.

Ja, dann sag ich am besten schriftlicher.

Gute Nacht. Ja, einen Moment.

Der Bundeskanzler?

Ja.

Das ist ja dann eigentlich etwas anderes.

Das ist ja gewissermaßen ein höherer Auftrag, eine Art Befehl. Oh nein, nein,

da kann ich dich beruhigen. Das war kein Befehl, das war lediglich eine höfliche

Anfrage oder wenn du willst, eine Bitte.

Entschuldige, dass ich dich aufkläre, ein Bundeskanzler bittet zwar, aber er

bittet nicht vergeblich.

Na ja, da müssen wir selbstverständlich hin.

Na ja, also wenn wir da hin müssen, dann... Selbstverständlich.

Außerdem musst du dir dazu ein neues Abendkleid machen lassen.

Du denkst einfach an alles.

Ich bringe ein Abendkleid.

Bitte schön, ich soll hier ein Abendkleid abgeben.

Entschuldigung, ich soll ein Abendkleid bringen.

Ein Abendkleid, bitte.

Ein unbeschreiblicher Jubel erfüllt das ganze Land. Da hören Sie den Sturm der

Begeisterung, der auch hier die deutschen Soldaten empfängt. An diesem

Tag, der endlich Österreich mit Deutschland vereint. Österreich hat

aufgehört zu existieren. Es ist heute zur Ostmark des Großdeutschen Reiches

geworden. Achtung, wir schreiten um nach Wien.

Soeben ist der Führer im Bundeskanzleramt eingetroffen. Hier, in

dem historischen Raum, unter dem Bild der Kaiserin Maria Theresia.

Guten Abend, Franz.

Ist das Haus leer?

Jawohl, Herr Kapitän.

Herr Kapitän, jetzt müssen wir doch auch die Fahne aufziehen.

Was für eine Fahne?

Die Hackenreizfahne.

Nie, Franz.

Nie.

Außerdem haben wir gar keine und wir werden auch nie eine haben. Herr

Kapitän, ich habe schon eine besorgt.

Sind Sie verrückt?

Herr Kapitän, es tut mir leid, aber jetzt muss ich es Ihnen endlich sagen.

Ich bin seit drei Jahren illegales Parteimitglied.

Herr Hitler, na, wie haben wir es denn?

Warum ist hier noch kein Fahnen auf dem Tag?

Verlassen Sie sofort mein Haus!

Na sowas, was ist denn das für ein Ton?

Ich bin amtlich hier, verstehen Sie?

Eine Fahne kommt aufs Dach.

Ja, ja.

Ich werde mir doch wegen Ihnen keine Schwierigkeiten machen.

Ich sage Ihnen... Hier wird sich überhaupt Verschiedenes ändern müssen,

Herr Baron.

Wir wissen alles.

Sie haben doch den Herrn Gruber finanziert. Und der hat mit Ihrem Geld

unsere Gegner finanziert.

Ja,

und die Frau Baronin?

Immer mit einem geistlichen Herrn am Ruckzipfel?

Georg!

Schrecht.

Das werden wir schon kriegen.

Und jetzt hinaus.

Das werden wir ja noch sehen, wer hier raus muss.

Das war sehr unklug, Herr Kapitän.

Im eigenen Haus.

Georg? Wir müssen fort.

Warum? Sie werden dich verhaften.

Natürlich, aber das ist doch gut.

Kapitän Traffträger des Maria-Theresien-Ordens verhaftet. Das

wird den Leuten die Augen öffnen. Ich will keinen Märtyrer in einer Zelle.

Ich will dich behalten.

Ich liebe dich doch, Georg.

Weißt du einen Ausweg?

Es ist beinahe schrecklich, aber ich weiß einen, Georg.

Nun?

Amerika.

Ich habe noch die Adresse vom Agenten. Wir werden singen. Ach, Amerika.

Ja, es wird schwer werden, Georg. Wir werden allen Mut zusammennehmen müssen,

aber wir sind doch beieinander.

Aber Maria... Bitte glaub mir, Georg.

Schwester Raffaella hat es mir mit auf den Weg gegeben.

Wenn Gott uns eine Tür zuschlägt, dann öffnet er uns ein Fenster.

Wir machen einen Ausflug, Franz.

Wir wollen einen Tag in die Berge.

Mit dem Baby?

Mit dem Baby.

Jawohl, Herr Kapitän.

Franz, trotz allem, ich möchte mit Freude an unsere Zeit hier zurückdenken.

Und auch an Sie.

Tun Sie es doch auch.

Polizei. Ja, geht so lange in die Bibliothek.

Komm.

Ich bitte, Herr Baron, Sie müssen auch hineingehen.

Nein, Franz.

Nein. Sie müssen hineingehen, Herr Kapitän. Georg, bitte komm doch.

So, da wären wir.

Den Baron Trapp, bitte.

Aber Trapp, bitte!

Der Herr Kapitän ist mit seiner Familie auf einem Ausflug. Sie kommen erst

morgen Abend zurück.

Menschenskind! Wann sehen Sie uns vielleicht?

Ja, da schau her.

Du bist ja Parteigenosse.

Da kann ja gar nichts geschehen.

Ist ja bestens.

Wann kommen wir denn da am besten?

Morgen? Auf die Nacht?

Morgen. Morgen auf Nacht, Kamerad.

Heil Hitler, Kamerad.

Los, gehen wir.

Untertitelung des ZDF,

2020

Das Fenster ist geöffnet. Schwester Raffaella hat recht behalten.

Aber es ist vergittert.

Und ich bin schuld.

Ich bin schuld an allem.

Hallo, warum ist sie schuld?

Weil sie die Wahrheit gesagt hat.

Unsere Feste sind nur gültig für einen Besuch in Amerika.

Wie sie der Beamte gefragt hat, wann wir zurückfahren, hat sie gesagt, wir wollen

für immer hierbleiben.

Heiligsblechle. Aber zu dem Fraule, der nicht gesagt hat, dass sie lügen soll.

Verzeihung. Aber ewig können sie uns doch nicht hier behalten.

Irgendwann müssen sie uns doch mal hereinlassen.

Wie lang sind Sie denn schon hier?

Herr Lang.

Herr Manns.

Zehn Monate.

Ich verstehe gar nicht, dass sich der Agent noch nicht gemeldet hat.

Jetzt müsste er doch schon unser zweites Telegramm bekommen haben.

Vielleicht ist das eine Nachricht vom Agenten.

Sicher. Komm an.

Ein Stück Käse und zwei Zwiebeln und

einen Apfel.

Aber Martina, du hast doch nicht gebettelt. Zu essen bekommen wir doch

hier. Das kann ja noch schlimmer kommen.

Wissen Sie,

dass ein geistlicher Herr interniert ist, das ist uns sehr unangenehm. Mir

auch, mein Herr, mir auch.

Deshalb, ich freue mich.

Heute ist eine Anordnung gekommen.

Ihr Aufenthalt in der Vereinigten Staaten ist genehmigt. Ja?

Auch für die Familie Trapp? Nein.

Allein für Sie.

Dann bleibe ich auch hier. Ich kann diese Menschen jetzt nicht allein

lassen. Ah, besser Sie gehen.

Sie können ihnen nicht helfen.

Wer kann denn helfen?

Jemand, der eine Bürgschaft gibt.

Aber das ist sehr teuer mit so vielen kleinen Kindern.

Haben Sie keine Freundin in diesem Land?

Nein, nur einen Agenten.

Wir haben schon zweimal telegrafiert.

Dann telegrafieren Sie noch einmal.

Wir haben kein Geld mehr.

Und wenn wir diese Bürgschaft nicht bekommen, was geschieht dann mit uns?

Tja, dann leider, Sie müssen zurück,

wo Sie gekommen sind.

Was können diese Leute?

Ach, weißt du, die sind großartig. Die kommen so heraus auf die Bühne. Die Frau

und viele liebe kleine reizende Kinderchen in Lederhosen und Dirndl

-Kostümen. Was machen Sie?

Akrobatik? Jonglieren oder was?

Ach, die jonglieren doch nicht.

Ach, sie jonglieren. Sie singen.

Singen? Ja, Volkslieder und Chorele.

Colossal. Eine Attraktion.

Chorele in Lederhosen.

Zwei Beschlüsse.

Wir müssen Bürgschaft stellen für diese zehn Menschen.

Aber ich habe sie doch aufgefordert, herüberzukommen.

Aufgefordert? Bist du wahnsinnig? Hat das jemand gehört?

Hat es einen Zeugen gehabt bei diesem Gespräch? Nein, nein, nein.

Doch.

Ein Geistlicher.

Einen Priester?

Gegen den Zeugeneid eines Priesters? Da könnte doch nicht mal der Teufel etwas

machen.

Können wir nicht doch vielleicht... Shut up!

Wir fahren jetzt nach Ellis Island und reden mit den Beamten.

Diese Leute müssen zurück nach Europa.

Wenn sie erst hier im Lande sind, dann müssen wir zahlen für diese reizenden

kleinen Kinder, bis wir schwarz sind.

Come on.

Was suchst du denn da?

Ach, ich habe gedacht, ich habe noch ein frisches Hemd.

Nein, wir wollen mit diesen Leuten nicht sprechen. Wir wollen nur erklären, dass

wir nichts mit ihnen zu tun haben.

Wir haben ihnen nichts versprochen und wir können ihnen nicht helfen.

Richtig? Richtig.

Diese Herrschaft müssen zurückfahren. Sagen Sie ihnen das. Goodbye.

Krass.

Ist ja keine Klinke.

Wir sind doch ein Gefängnis.

Kommen Sie mit.

Sagen Sie es diesen Leuten selber, dass sie Sie zurückschicken wollen.

Da kommt Mr. Semisch.

Das ist Mr. Semisch.

Mr.

Semisch?

Mr.

Semisch, dass Sie kommen.

Georg, das ist Mr. Semisch, unser Retter.

Ich habe mir solche Sorgen um Sie gemacht.

Ich dachte, Sie sind vielleicht krank.

Ach, nein, nein.

Das hier ist mein Partner, Mr. Petrov.

Ach, wie reizend, dass Sie gleich mitkommen.

Ja, es gibt eben überall gute Menschen. Ja, wo ist denn der Doktor und die

Kinder?

Ja, es tut mir nur so leid, dass Sie gleich Geld für uns ausgeben müssen.

Aber glauben Sie mir, wir bringen Ihnen alles wieder rein. Listen, Madame, Sie

werden meinen Partner nicht wieder einwickeln. Deshalb bin ich mitgekommen.

Wir werden keinen Cent für Sie ausgeben.

Was stellen Sie sich denn überhaupt vor?

Zu uns kommen die größten Sänger von der ganzen Welt und Sie kommen mit kleinen

Kindern?

Aber Mr. Samish hat doch gesagt... Gar nichts, hat er gesagt.

Doch, wir müssen kommen, hat er gesagt.

Er übernimmt alles. Und garantiert... Aber er ist doch kein Idiot.

Richtig? Richtig.

Ja, aber Doktor, Sie waren doch dabei.

Was hat Mr. Samish damals in Salzburg im Künstlerzimmer gesagt?

Es haben damals so viele Menschen durcheinander gesprochen.

Ich habe nicht darauf geachtet.

Ja, aber Doktor Wasner... Well, Samish, let's go.

Na, listen. Komm weg von dieser Frau. Sie ist gefährlich, sie ist

aufdringlich, sie lügt.

Georg!

Bitte geben Sie uns eine Chance.

Hören Sie uns doch wenigstens einmal an.

Erst schlagen, dann singen.

Hier ist ja wieder keine Klinke. Singen Sie mal. Open the door. Singen Sie.

Please. Hurry up.

I've got to move on.

Das will ich hören eine ganze Abend.

In einem richtigen Konzert. Für unser Geld. Richtig?

Richtig. Ob es die Leute gefällt oder nicht.

Wir müssen doch etwas zugeben. Aber wir haben doch schon alles gesehen, was wir

können. Wir wissen doch gar nichts mehr.

Aber die gehen doch nicht nach Hause.

Herr Beckhoff, das ist jetzt die

sechste Zugabe.

Drei Tourneen.

Schaltplatten. Radio.

Wir sind gerührt zum Train.

Ich schlafe schon.

Ach du Arme. Komm her.

Ich habe eine Idee. Wir singen Guten Abend, Gute Nacht.

Großartig. Und das singen wir so leise, dass die Leute endlich merken, dass

Schluss ist.

Gute Nacht.

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