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* Tatort-Titelmusik *
* Musik *
(atmet schwer)
* Alarmton *
* Musik *
* Mailbox * "Hi, hier ist Linus Makris.
Ich bin nicht erreichbar, rufe aber gerne zur�ck."
Linus, bist du schon auf?
(seufzt) Gott, ich bin total nerv�s.
Melde dich, damit ich wei�, dass du kommst.
* Musik *
Test, Test, Test.
Ich krieg dich, du Wichser.
(Aufnahme) "Test, Test, Test. Ich krieg dich, du Wichser."
* Musik *
* Mailbox * "Hi, hier ist Linus Markis.
Ich bin nicht erreichbar, rufe aber gerne zur�ck."
Du hast keinen Schei� gebaut, oder?
Sag mir, dass du nichts unternommen hast und dass es dir gut geht.
Verdammt, Linus, wo bist du denn?
Wo bleibst du?
Ich schaff das nicht ohne dich.
Wir wissen beide, dass der gef�hrlich ist.
Linus?
Ich glaub, es geht los.
Da sind sie.
Ich...
(mit weinerlicher Stimme) Oh Mann, Linus. Ich hab solche Angst.
* Musik *
Ich zieh das jetzt durch.
Elara?
Ja?
Bist du alleine?
Ja.
Dein Handy.
* Musik *
* Funkspr�che *
Morgen. - Morgen.
Hier muss es passiert sein.
Der T�ter oder die T�terin hat das Opfer von hinten gepackt,
Messer angesetzt und durchgezogen.
Und hat es dann r�ckw�rts bis zur Mauer und ins Geb�sch gezerrt.
Oh.
Glatter Schnitt. - Mit einem sehr scharfen Jagd- oder Kampfmesser.
Ziemlich gekonnt.
Ziemlich kaltbl�tig. Hier sind doch �berall Fenster und Balkone.
Wenn hier jemand steht und eine raucht
oder jemand dreht mit dem Hund eine Runde.
* Martinshorn * Was ist denn da los? - Eine Weltkriegsbombe.
Gar nicht weit weg vom Pr�sidium.
Natalie, wie hei�t unser Mann?
Linus Makris. 38 Jahre. Berufsschullehrer.
Deutscher Staatsb�rger. Wohnt in Ehrenfeld.
Nur 2 km von hier. - Wann ist er ermordet worden?
Gestern Abend. Zwischen 20 Uhr und Mitternacht.
Portemonnaie mit Kreditkarten,
70 Euro Bargeld und sein Handy hatte er noch in der Tasche.
Heute Morgen zwischen 5 und halb 6
hat seine Schwester mehrfach angerufen.
Das ist die letzte Nachricht von 5:28 Uhr.
(Elara) "Du hast keinen Schei� gebaut, oder?
Sag mir, dass du nichts unternommen hast und dass es dir gut geht.
Verdammt, Linus, wo bist du denn? Wo bleibst du?
Wir wissen doch beide, dass der gef�hrlich ist.
(mit weinerlicher Stimme) Oh Mann, Linus.
Ich hab solche Angst.
Ich zieh das jetzt durch."
Ich hab mehrfach versucht, sie zu erreichen.
Immer nur Mailbox.
Schickst du mir seine Adresse aufs Handy? - Mach ich.
Ich versuchs mal.
Hallo?
Mit Passwort, schei�e.
* Handyklingeln *
J�tte, hast du inzwischen rausgekriegt,
wo Elara Schmidtke steckt?
Ihre Kollegen sagen, sie hat sich heute und morgen freigenommen,
obwohl am Wochenende Hochbetrieb ist.
Was macht die beruflich? - Hab ich doch gar nicht gesagt.
Sie ist Gesch�ftsf�hrerin in einem Gartencenter.
Keine Vorstrafen. Eine beliebte Chefin und gesch�tzte Kollegin.
Hast du versucht, sie zu orten?
Ja, aber ihr Handy ist weg vom Netz.
Das ist eigenartig, sie ist sonst immer 24/7 erreichbar.
Danke Norbert. * Freizeichen * - Schon wieder weg.
Ich fahr dahin, lass ihre Wohnung aufmachen.
Ich glaub nicht, dass dir die Nowak
einen richterlichen Beschluss besorgt.
Gefahr im Verzug. - Sicher? Du hast ihren Anruf geh�rt.
Die Frau hatte Angst,
ihrem Bruder haben sie die Kehle durchgeschnitten.
Was, wenn es einen Zusammenhang gibt? - Viel Gl�ck.
* Martinshorn *
"Mein letzter Wille."
* Klopfen *
Hallo?
Hallo?
Wer sind Sie?
Hauptkommissar Schenk, Kripo K�ln. Und Sie sind?
Birgit Heitkamp.
Wo ist Linus?
Ich bin seine Cousine.
Danke. - Bitte sch�n.
Frau Schmidtke?
Frau Schmidtke?
* Rumpeln *
* Musik *
Frau Schmidtke?
* Musik *
Wei� Elara das schon? - Wir k�nnen sie nicht erreichen.
Wir wissen nicht, wo sie ist. - Wieso nicht?
Ich mein, wo soll sie denn sein? Sie...
Ja?
Warum haben Sie eben nicht geklingelt?
Ich dachte, der ist sowieso nicht da.
Und ich wollte nur den Gin...
Letztes Wochenende haben wir Onkel Konstantin beerdigt.
Linus und Elaras Vater.
Da habe ich den beiden ihren teuren Gin weggetrunken.
Schon komisch, dass Beerdigungen immer so ausarten m�ssen.
Haben Sie eine Ahnung, was Elara und Linus am Wochenende vorhatten?
K�nnte Elara in Gefahr sein?
Frau Heitkamp, ist Ihre Cousine in Gefahr?
In was f�r einer Gefahr denn?
Was meinen Sie? - Sagen Sie es mir.
Ich habe keine Ahnung.
Ich habe die beiden vielleicht 2-mal im Jahr gesehen.
Letztes Wochenende waren Sie zusammen.
Wor�ber haben Sie gesprochen,
w�hrend Sie den Gin ausgetrunken haben?
�ber fr�her. Familie.
Anekdoten, nichts Besonderes.
"Spy".
* Musik *
* Mailbox * "Willkommen bei I will survive
- �berlebenstraining f�r alle F�lle.
Sie k�nnen nach dem Sirenenton eine Nachricht hinterlassen.
Oder Sie besuchen unsere Website zechmann-survival.com".
Stopp.
"Die Welt r�stet auf.
Atomwaffen und Kriege in Europa bedrohen unsere Sicherheit.
Pandemien, Umweltkatastrophen und Blackouts k�nnen jederzeit
zu einem Zusammenbruch der �ffentlichen Ordnung f�hren.
EOTW. Sei vorbereitet."
EOTW. "End of the world" hei�t das.
Hier sind die Workshoptermine.
Siehe da, einer davon ist an diesem Wochenende.
Das sind 2 Tage, 3 N�chte.
Mehr steht da nicht. Was ist das f�r eine bl�de Website?
Kl�rt ihr mich auf?
Gut m�glich, dass Elara Schmidtke
so ein �berlebenstraining gebucht hat.
Bei jemandem, von dem sie und ihr Bruder glauben, er ist gef�hrlich?
Vielleicht ist es ein Kursteilnehmer.
In der Prepperszene, da treibt sich viel komisches Volk rum.
Du hast doch auch den Keller voller Dosensuppen und Kommissbrot, oder?
Man wei� ja nie. Ich habe sogar ein Radio mit Kurbel.
Es kann gut sein,
dass Elara Schmidtke ein getarntes Aufnahmeger�t bei sich hat.
Die Verpackung habe ich bei ihr gefunden.
Das ist ein Anh�nger in Herzform.
Ihr Bruder hat diese Woche einen Anwalt kontaktiert.
Ich habe den noch nicht erreicht. - Wer betreibt die Website?
Der hier.
Moritz Zechmann.
* Musik *
Komm.
Lass mich hier ran.
* Alarmton *
Wer sind Sie? - Kripo K�ln. Frau Zechmann?
Zeigen Sie mal Ihren Ausweis?
Die Kamera ist �ber der T�r.
Ballauf, Kripo K�ln. Das ist mein Kollege Herr Schenk.
Es geht um Ihren Mann. K�nnen wir kurz reinkommen?
Moment.
* Musik *
Was ist denn mit meinem Mann?
Ihr Mann gibt an diesem Wochenende einen Survivalkurs.
Ist das richtig? - Ja.
K�nnen Sie uns sagen, wo? - Nein, warum?
K�nnen Sie nicht oder wollen Sie nicht? - Ich wei� es nicht.
K�nnen wir Ihren Mann irgendwie erreichen? - Nein.
Er muss doch ein Handy haben? - Das ist ausgeschaltet.
Moritz versucht, die Workshops unter realen Bedingungen abzuhalten.
Wenn die Bombe f�llt, hat keiner mehr Handyempfang.
Hat er irgendwelche Unterlagen �ber diesen Workshop?
Sagen Sie mir jetzt, was los ist?
Wir suchen eine Person,
die m�glicherweise an diesem Workshop teilnimmt.
Ach so. Ja, ich kann mal in seinem B�ro nachsehen.
Das w�re super. - Kommen Sie.
* Musik *
Hier lang bitte.
* Musik *
Mein Sohn h�lt Ordnung f�r eine schwere Krankheit.
Das ist aber nicht sein Zimmer? - Doch.
Im Ernstfall k�nnen wir es als Panic Room benutzen. - Wie praktisch.
Stopp!
Mein Mann legt viel Wert auf Datenschutz.
Wie alt ist Ihr Sohn? - 16.
Und Sie arbeiten im Pflegedienst?
Ich dachte, Sie sind wegen meinem Mann hier.
Ich wollte nur Konversation machen.
Ich find nix. Hier kann man nichts finden.
Bitte, das ist wirklich wichtig.
Ah. Hier.
Vielleicht hilft Ihnen das weiter.
Das sind nur die Teilnehmer. Kein Ort. - Tut mir leid.
Sie k�nnen uns nicht erz�hlen, dass Sie nichts wissen.
Wei� Ihre Frau, wo Sie sind?
Wenn ich das Wochenende �ber weg bin, wei� sie es.
Mein Mann und ich sind lockerer. Wir vertrauen uns.
Als Prepper ist man auf alles vorbereitet.
Sie haben bestimmt eine Notfallnummer. - Nein.
Nur 4 Kursteilnehmer. Das ist ja exklusiv.
Unser Sohn ist noch mit dabei, aber der z�hlt nicht.
Was ist denn das Thema von dem Workshop?
Fragen Sie das im Ernst? - Ja.
�berleben. �berleben in einer feindlichen Umgebung.
Als ob wir das nicht jeden Tag tun w�rden.
Kennen Sie jemanden von dieser Liste?
Das sind Kunden. Die melden sich �ber die Website.
Haben Sie den Mann schon mal gesehen?
Nein.
Er wurde heute Morgen tot aufgefunden. Ermordet.
Das ist furchtbar.
Das Foto hat sie total geschockt.
Sie kannte Linus Makris.
Sie wei� auch, wo der Workshop stattfindet.
Warum hat sie es nicht gesagt? - Gute Frage.
Glaubst du, wir kriegen einen Durchsuchungsbeschluss?
Mit Sicherheit.
Und wenn ich der Richterin
den Anruf von Schmidtke in Dauerschleife vorspielen muss.
"Achtung, Achtung! Hier spricht die Polizei.
Aufgrund der Weltkriegsbombe besteht f�r Personen, die sich noch immer
in der Sperrzone aufhalten, akute Lebensgefahr.
Eine Anlaufstelle befindet sich in der Technischen Hochschule Deutz."
* Musik *
* Telefonklingeln *
Ja? (Nina) Die Polizei war da, wegen dem Typ. Der ist wohl tot.
Ermordet. - Was?
Was wollten die denn? - Wissen, wo dein Kurs ist.
Du hast aber nichts gesagt, oder? - Ich bin doch nicht bl�d.
Aber die suchen jemanden aus deinem Kurs. - Wen?
Wei� ich nicht, das haben sie nicht gesagt. Aber ist doch komisch.
Moritz? - Ich muss Schluss machen.
Kann ich auch kurz mal telefonieren? - Nein.
Es ist dringend.
Die Russen haben eine Atombombe �ber D�sseldorf abgeworfen.
Wir sind die letzten Menschen von K�ln.
Du hast doch gerade selber telefoniert.
Du kennst die Bedingungen.
Du warst damit einverstanden. - Es ist blo�...
Mein Bruder ist krank geworden, und ich will wissen, wie es ihm geht.
Was hat er denn? - Wei� nicht genau.
Wann hat er denn abgesagt?
Heute Morgen.
Und er hat dir nicht gesagt, warum?
Wie hei�t er denn?
Fritz.
Hast du schlechte Nachrichten gekriegt? - Wieso?
Du wirkst bisschen gestresst.
Du w�rdest kaum w�hrend einem Atomkrieg telefonieren,
wenn es nicht wichtig w�re, oder?
Nein, alles gut.
Seit wann bietest du solche Kurse an? - Schon eine ganze Weile.
Machst du das hauptberuflich? - Wir treffen uns im Saal.
* Musik: Louis Armstrong "What A Wonderful World" *
# I see trees of green.
Red roses too.
I see them bloom
for me and you.
And I think to myself
what a wonderful world. #
"Es kann jederzeit passieren.
Bereiten wir uns auf das Schlimmste vor."
Moritz Zechmann ist 45 Jahre alt, Elektroingenieur.
Bis vor 3 Jahren hat er bei einem gro�en Energieversorger gearbeitet.
Seitdem hat er sich selbst�ndig gemacht
und bietet �berlebenstrainings an.
Keine Vorstrafen, aber einen SCHUFA-Eintrag.
Die Familie scheint in finanziellen Schwierigkeiten zu sein.
* T�rklingeln *
Guten Abend. Natalie F�rster, Kripo K�ln.
Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss
f�r das B�ro Ihres Mannes.
Wir m�ssen parallel ermitteln.
Wo findet der Workshop statt?
Wo ist die Verbindung zwischen Linus Makris,
Elara Schmidtke und den Zechmanns?
Die Fahndung nach Zechmanns Bus habe ich veranlasst.
Wenn der den untergestellt hat, hilft uns das nicht weiter.
Wo fangen wir mit der Suche nach dem Workshop an?
Im Wald, in Industriebrachen, in ehemaligen Kasernen,
in leer stehenden Schutzr�umen?
Die k�nnen praktisch �berall sein.
Jetzt warten wir die Durchsuchung ab.
Sie suchen am falschen Ort.
Das sind Stasi-Methoden.
Warum reden Sie nicht mit mir?
W�rden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sagen w�rde,
dass das alles nach rechtsstaatlichen Ma�st�ben l�uft?
Sie glauben, ich bin bescheuert, oder?
Ich verstehe, dass das alles f�r Sie sehr unangenehm ist,
und das tut mir leid, aber es muss sein.
Das ist nicht unangenehm f�r mich.
Unangenehm ist f�r mich,
dass ich die Schei�e von fremden Menschen wegputzen muss.
Oder Uringeruch ertragen.
Was Sie hier machen, das ist �bergriffig und respektlos.
Sie kommen hier rein, unterstellen uns irgendwas,
reden nicht mit mir.
Das ist nicht unangenehm, das ist unversch�mt.
Sie k�nnen mich mal!
Wow.
Was wissen wir �ber die anderen Kursteilnehmer?
Also, au�er Elara Schmidtke,
Moritz Zechmann und seinem Sohn Mats
sind da noch Marco Ritter, wohnt in Gummersbach,
ist Buchhalter in einem Logistikunternehmen.
Und Julian Verhage, wohnt in Leverkusen und ist Ger�stbauer.
Er hat eine Vorstrafe wegen K�rperverletzung.
Sobald wir die �blichen Propagandal�gen durchschaut haben
und wir uns mit den Russen vers�hnen,
werden die Amis versuchen, uns zu vernichten, das ist Fakt.
Aus sicheren Quellen gibt es konkrete Szenarien daf�r.
Marco, warum bist du hier?
Derzeit existieren weltweit �ber 13.000 Atomwaffen.
Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Konflikts
bei nur 1% im Jahr liegt, ergibt sich in 50 Jahren
eine kulminierte Wahrscheinlichkeit von etwa 40%.
D.h. dass die Chancen fast 50:50 stehen.
Was ist mit dir, Elara?
Mich haben Corona und der Ukraine-Krieg zum Nachdenken bewegt.
Dass unser Leben doch nicht so sicher ist, wie wir alle dachten.
Ist das dein 1. Survivalkurs? - Ja.
Normalerweise buchen Interessierte die g�nstigeren Bug-Out-Angebote.
Und nicht den Atomkrieg f�r 2.000. - Echt?
Ich fand gerade das Setting interessant. - Was genau?
Dass hier in den 70ern eine Schutzanlage gebaut wurde.
F�r 2.400 Menschen. - 2.366.
�hm... Ja.
Also hier direkt unter der Stadt.
Krass.
Wenn dich das interessiert,
kannst du auch eine F�hrung mit einem Geschichtsverein buchen.
Ich wusste nicht, dass ich mich hier rechtfertigen muss.
Ich will einfach verstehen, warum ihr hier seid.
Wahrscheinlich dachte sie, bei dem Preis ist es ein Wellnesswochenende.
Regendusche, Himmelbett. - Yoga auf dem hei�en Stein.
Hey Junge.
Mats! H�rst du mich?
Mats? Mats! - Schei�e!
Kein Puls. Los, macht was. - Was denn?
Wiederbelebung! Herzmassage!
(Elara) Hat er Vorerkrankungen? - Ich kann das nicht.
(Elara) Nimmt er Medikamente? (Verhage) Zechmann!
Junge, h�rst du mich?
* Musik *
(dumpf und unverst�ndlich)
Zechmann?
1, 2, schei�e. - Ah! Willst du mich umbringen?
Er hat mir die Rippe gebrochen. - Zeig mal.
Ist alles okay.
Musst du mich so erschrecken? - Hey, der Junge lebt.
Gut gemacht. Lieber zu fest als zu lasch.
Das war nur...
...inszeniert?
Wir m�ssen dringend Erste-Hilfe- Standards auffrischen.
F�r so was gibts Dummys.
Er h�tte deinem Sohn eine Rippe brechen k�nnen. - Mir gehts gut.
Mein Vater wei� schon, was er macht.
Komm.
* Handyklingeln * J�tte?
Ach, Sie sinds, ja.
�h, ja. Genau.
Und er wurde nicht konkreter?
K�nnen Sie mir den genauen Wortlaut wiederholen?
Ah, gut.
Ja, danke f�r Ihren Anruf.
Ich w�nsche Ihnen auch ein sch�nes Wochenende.
Drau�en herrscht Chaos.
Alle rechtsrheinischen Zufahrten zur Severinsbr�cke sind gesperrt.
Wollten die die Bombe nicht l�ngst entsch�rft haben?
Diesmal gestaltet sich das komplizierter.
Hast du mitgekriegt,
dass eine Bombe beim Entsch�rfen hochgegangen ist? Ich nicht.
Guten Morgen. - Morgen.
Habt Ihr irgendwas? - Leider keinen Hinweis, wo der Kurs stattfindet.
Nur, dass es sich um ein Bug-In-Training handelt.
Woher wei�t du das? - Das sind die Anmeldeformulare.
Mit einer Liste von Sachen, die die Teilnehmer mitbringen sollen.
Leichte Funktionskleidung etc. - "Unterirdisches Bug-In-Training.
Achtung: F�r Personen mit Klaustrophobie nicht geeignet."
"Bug-In" bedeutet bei Preppern,
dass sie sich im Keller oder Bunker verschanzen.
Im Gegensatz zu "Bug-Out", dem �berleben in der freien Natur.
Wir suchen Bunker, Schutzraum oder Keller. - Mhm.
Ich habe mit dem Anwalt gesprochen, den Linus Makris kontaktiert hat.
Es ging wohl, "um einen furchtbaren Vorfall in der Familie,
eine schwere Straftat", von der er erst erfahren hat.
Mehr wollte er nicht sagen.
Er hat sich deswegen auch mit seiner Schwester gestritten.
Er wollte sich n�chsten Dienstag mit seinem Anwalt treffen
und ihm alles pers�nlich erkl�ren.
Irgendwas muss auf dieser Beerdigung vorgefallen sein.
Diese Cousine ist mir auch suspekt mit ihrer Gin-Flasche.
Die sollten wir uns vornehmen.
Nein, ich bleib hier nicht drin. - Was haben wir gestern besprochen?
Dass die gr��te Gefahr von anderen �berlebenden ausgeht.
Sie werden versuchen, mir mein Essen und Wertgegenst�nde wegzunehmen.
Deswegen musst du lernen, dich im ruhig zu verhalten.
Eine Stunde lang, kein Wort.
* Musik *
Mats?
Wo bist du?
Bitte sag was.
(sie atmet schwer)
Ich glaube, ich krieg keine Luft.
(Mats fl�stert) Hier ist genug Luft, sei still.
Entschuldige bitte.
Kannst du mich nicht irgendwie ablenken?
(fl�stert) Wenn uns jemand h�rt, sind wir tot.
Ich will es ja lernen, aber...
(sie atmet ruckartig)
Ruhig atmen. Ein, aus. Ein, aus.
Du musst l�nger ausatmen als einatmen.
Am besten, du z�hlst beim Ausatmen bis 8.
(sie atmet tiefer)
Wenn die Welt untergeht, kann ich dich dann anrufen?
Hat dir das dein Vater beigebracht? - Ja, hat er.
* Musik *
Woher wei� ich eigentlich, dass du mir nichts tust?
�berleg mal, hier w�re nicht genug Luft f�r uns 2.
Was w�rdest du dann machen?
W�rdest du mich umbringen?
Oder soll ich dich zuerst... - Jetzt sei endlich still.
Das ist genau das, was dein Vater versucht, uns beizubringen, oder?
Was meinst du, Mats?
Du kennst deinen Vater doch.
Ist es sein Ernst?
K�nnte er wirklich jemanden umbringen?
Die �bung ist beendet. Raus, beide. - Die hat die ganze Zeit geredet.
Die bringt uns alle in Gefahr.
* Musik *
Noch 800 m, dann rechts weg, da gehts nach Wiesendorf.
* Nachrichtenton *
Eine Nachricht von J�tte. Die kommen mit den Bunkeranlagen nicht weiter.
Die erreichen niemanden.
Weder bei den Immobilien- gesellschaften noch in den Schulen.
Schei� Wochenende. - Wieso Schulen?
Da gibts �ber 70 Schutzr�ume in den Kellern.
Ein Kumpel von mir hat unter seinem Haus einen Bunker.
Aber er nutzt ihn als Weinkeller. - Das ist eine ganz gute Idee.
Sich das Ende sch�nzusaufen.
* Radio * "Es gibt neue Erkenntnisse zu der Weltkriegsbombe.
F�r die Entsch�rfung der Weltkriegsbombe,
die am Freitagmorgen auf der rechten K�lner Rheinseite gefunden wurde,
hat der Kampfmittelr�umdienst einen 'IOD-Roboter' angefordert."
Was wollte Elara von dir?
Nichts. - Was hat sie dir gesagt?
Keine Ahnung.
Ist denn alles okay mit dir?
Ich will wissen, ob es dir gut geht. - Wieso?
Gib mir doch einfach eine Antwort.
Ich habe mich auf die �bung gefreut. K�nnen wir einfach weitermachen?
Ich wollte mich bei dir entschuldigen, Mats.
Was hast du zu ihm gesagt?
Nichts. Ich wollte nur reden.
Warum musst du dich dann entschuldigen?
Ich glaube, ich habe ihm die �bung versaut.
Das ist alles? - Ja.
Was hast du denn?
Ich will nur begreifen, wie du denkst. - Warum?
Weils mich interessiert.
Ich dachte, man �berlebt nur, wenn man mit anderen kooperiert,
aber du behauptest das Gegenteil.
T�ten, um zu �berleben.
Wie kommst du da drauf? - Weil es so ist.
Was macht dich so sicher? - Ich wei� es.
Was willst du denn, Elara?
Du bist keine Prepperin, das wei� ich.
Ja, du hast recht.
Aber mein Bruder.
Er findet so Survival-Kram total spannend.
Und ich habe ihm den Kurs zum Geburtstag geschenkt
und jetzt kann er nicht.
Und ich bin alleine hier.
Das ist echt schade. - V.a. f�r die anderen.
Die sind hier, um was zu erleben und was zu lernen.
Wenn jemand nicht richtig mitspielt, sich nicht an die Regeln h�lt.
Ich mach schon mit, versprochen.
Ich finds auch megaspannend.
Ich finds wirklich interessant, deshalb frag ich ja auch so viel.
Ich halt mich ab jetzt an die Regeln, versprochen.
Okay.
Wenn du was wissen willst, fragst du mich.
Und l�sst meinen Sohn in Ruhe.
Ja. Klar.
Ihr Cousin hat letzte Woche einem Anwalt gegen�ber
eine fr�here Straftat erw�hnt.
Irgendein furchtbarer Vorfall innerhalb der Familie.
Davon wei� ich nichts.
Ist bei der Beerdigung was vorgefallen? - Nee.
Wer von der Familie war denn da?
Linus, Elara und ich. Wir sind die Letzten.
Na ja, und das halbe Dorf.
Gibt es irgendwelche d�steren Familiengeheimnisse?
Missbrauch, ungekl�rte Todesf�lle?
Woran ist der Vater von Linus und Elara gestorben? - Das Herz.
Er hatte l�nger Schwierigkeiten, eigentlich seit dem Tod seiner Frau.
Sonja war 15 Jahre j�nger als er. - Woran ist sie gestorben?
Ertrunken. Bei der Flut vor 4 Jahren.
Das war die H�lle. Ich habe 2 Tiere verloren.
Ein Pony und einen Welpen.
Der Abraxas war gerade 2 Wochen hier.
Ich hatte den gerade erst wieder aufgep�ppelt.
Wo und wie ist sie denn ertrunken?
Konstantin hat erz�hlt, sie ist in der Nacht noch mal raus,
um nach der Nachbarin zu sehen.
Sie muss von dem Wasser einfach mitgerissen worden sein.
2 Tage sp�ter haben wir sie in der Uferb�schung gefunden, 1 km weiter.
Wo waren Sie, als Ihre Tante ertrunken ist? - Ja, hier?
Ich habe versucht, meine Tiere zu retten.
Noch mal zu der Beerdigung.
Gab es Probleme mit dem Testament Ihres Onkels?
Nein.
Also, ja, es gab keine Probleme.
Alles halbe-halbe zwischen Linus und Elara und...
Ja, alles so, wie es sein soll.
Frau Heitkamp, eine Frage noch.
Sagen Sie mal, diesen Mann hier, haben Sie den schon mal gesehen?
Nee.
(Pferd schnaubt) Ja.
* Musik *
* Poltern *
* Musik *
* Sp�lung *
* Musik *
* Alarmton *
Wir haben ein Leck in der Luftfilteranlage!
Radioaktivit�t dringt ein. Masken auf! Los!
Aufziehen! Go, go, go!
Aufsetzen.
Komm, zack!
Komm, du bist gut in der Zeit! Na los, zieh an!
Komm! Ja!
Mach schneller! Zieh, zieh, zieh!
Komm, leg noch einen Zahn drauf.
Gut so, komm!
1:13, Respekt. (Mats) Da geht noch mehr.
So, und jetzt du, komm, Zeit l�uft.
Komm, mach jetzt.
In dem Sack sind die letzten nicht kontaminierten Lebensmittel.
Oder willst du, dass wir alle verhungern?
(Ritter) Das schafft die nie, oder? (Mats) Nee.
Zieh!
Gut so, weiter, weiter!
(Elara �chzt)
Rein da mit dem Ding.
Komm, los, rein! Mach schon!
Los! So, jetzt zur�ck!
Komm! Zur�ck jetzt!
(Elara atmet schwer) Zieh die Maske wieder auf!
Bring den Sack zur�ck jetzt! - Ich kann nicht mehr!
Wir k�nnen mehr, als wir denken.
Du musst raus aus deiner Komfortzone.
Warst du an meinem Rucksack?
Ich habe euch gesagt, ihr sollt besser auf eure Sachen aufpassen.
Warst du an meinem Rucksack? - Wieso, fehlt was?
Nein, aber... - Du wolltest dich an die Regeln halten.
Setz die Maske auf! - Und so tun, als ob nichts gewesen w�re?
Was bist du blo� f�r ein Mensch?
Ich wei�, was du getan hast.
Ich wei� es.
Was willst du? - Dass du es zugibst.
"Ich wei�, was du getan hast. Ich wei� es.
Was willst du? - Dass du es zugibst."
Gibs doch endlich zu.
Kriegt Madame wieder eine Sonderbehandlung?
Sie hat ihre Maske fallen lassen.
Und ist jetzt leider so gut wie tot.
Komm.
* Musik *
Wie weit seid ihr mit den Bunkern? - Bislang keine neuen Hinweise.
Wir haben die Schutzr�ume nach ihrer aktuellen Nutzungsart sortiert.
Die man �berhaupt anmieten kann.
Seit den Nullerjahren sind die meisten im Privatbesitz.
Warum dauert das so lange?
Schnapp dir ein paar Kollegen und klappere die Bunker ab.
Ja, und dann? Sollen wir da h�flich anklopfen oder klingeln?
Wenn die zu sind, sind sie zu. Deshalb sind es ja Bunker.
Hast du was zum Tod von Sonja Makris rausgefunden? - Nicht viel.
Offensichtlich ein tragischer Unfall.
Hast du das Testament von Konstantin Makris, was ich gefunden hab?
Ja, aber wo?
Ach, Norbert.
Das war was Handschriftliches. - Hier.
"Mein letzter Wille."
Ja, nichts Auff�lliges.
Das Erbe sollte zwischen den Geschwistern geteilt werden.
Abz�glich 10.000 Euro
f�r die deutsche Katastrophenhilfe, Sektion K�ln.
Was suchst du?
Ich habs.
Guck mal.
Selbstverteidigung ist das A und O.
Im Notfall w�re es hier �berf�llt,
und es w�ren Temperaturen um die 40�.
Da k�nnen Konflikte au�er Kontrolle geraten.
Wenn du keine Waffe zur Hand hast, kannst du Alltagsgegenst�nde nehmen.
Eine Haarb�rste z.B. Ins Gesicht des Gegners, verschafft dir Zeit.
Oder deine Stiefel, nimm sie an den Schn�rsenkeln,
benutz sie als Schleuder.
(Verhage) Besser, man hat vorgesorgt und ist von vornherein bewaffnet.
(Ritter) Worst-Case-Prepper-m��ig?
"Ich brauch keine Vorr�te. Ich brauch nur eine Waffe."
(Zechmann) Worst-Case-Prepper sind Verbrecher.
Niemand will vors�tzlich jemanden ausrauben oder t�ten.
Es geht hier um den reinen Notfall.
Ich m�chte gehen.
Wie stellst du dir das vor? - Ich breche den Workshop ab.
Das ist nicht m�glich. Da drau�en ist alles zerst�rt.
Die Welt existiert nicht mehr.
Glaub mir, du willst da nicht raus.
Nichts ist mehr so, wie es mal war.
Das ist Freiheitsberaubung.
Ich habe Zeugen.
Ich m�chte raus, sofort.
Was machen wir, wenn Personen aus der Gruppe zur Gefahr werden?
Wie Elara, die sich an keine Regeln h�lt.
So jemand k�nnte die Gruppe in Gefahr bringen.
Sie verbraucht unsere Ressourcen. M�sste man sie nicht t�ten?
Das w�rde man nur im �u�ersten Notfall tun.
Erst mal w�rde man sie isolieren. Wegsperren im besten Fall.
Wir sind die letzten Menschen. Sie ist die letzte Frau.
W�re bl�d, wenn wir sie t�ten.
Zum Fortpflanzen ist sie zu alt. - Nicht, um gev�gelt zu werden.
Sie ist nicht mein Typ, aber in der Not dr�cke ich ein Auge zu.
(Zechmann) H�rt auf mit dem Schwachsinn.
Wenn ihr euch am�sieren wollt, fahrt doch nach Malle.
Hier gehts um Leben und Tod.
* T�rklingeln *
* Musik *
* T�rklingeln *
* Musik *
Ihr Mann, der war ehrenamtlich Katastrophenhelfer?
Ist das jetzt auch verboten? - Nein, das ist sehr ehrenwert.
Sein letzter Einsatz war bei der Flut in Wiesendorf. * Piepen *
Scheint, dass er sich danach ver�ndert hat.
Ein Jahr nach dem Einsatz war der Job futsch.
Unzuverl�ssigkeit, unentschuldigte Fehlstunden.
* Piepen *
Der hatte eine gut bezahlte Arbeit.
Danach war er selbst�ndig und ist jetzt stark verschuldet.
Mein Mann hat sein Hobby zum Beruf gemacht. * Piepen *
Wollen Sie nachschauen, was da los ist?
Die Maschine spinnt manchmal.
Ach, du Schei�e. Ei, ei, ei, ei, ei.
* Piepen *
Ah!
Wenn Sie so knapp bei Kasse sind, k�nnten Sie am Waschpulver sparen.
Ja, Waschpulver sparen. (lacht aufgesetzt)
Ich dachte, vielleicht h�tten Sie Lust auf eine Schaumparty?
M�gen Sie Limoncello? - Aha, nein danke.
Aus unserem letzten Italienurlaub.
Ist allerdings auch schon wieder 5 Jahre her.
Der Mann, der ermordet wurde, den Sie ja nicht kennen,
der stammt urspr�nglich aus Wiesendorf.
Komischer Zufall, oder?
Auf die Toten. Die haben es hinter sich.
Hat Ihr Mann irgendwas erz�hlt von dem Einsatz? - Nee.
Wir m�ssen mit Ihrem Mann reden. Sagen Sie uns bitte, wo er ist.
Ich wei� es nicht.
Da ist eine Person in seinem Kurs, die was von ihm will.
Vielleicht ist Ihr Mann ja in Gefahr.
Meinem Mann kann nichts passieren. Der ist �berlebensprofi.
Was ist mit Ihrem Sohn?
Der hat ja seinen Papa.
* Musik *
(Verhage) Komm schon.
1, 2, 3.
4, 5, 6, 7.
Nicht schlapp machen!
Komm, komm, komm, komm!
* Telefonklingeln *
(Zechmann) Ja?
Was? Schei�e! Schei�e! Schei�e! Was wollten die?
Was?
* Musik *
Ich lass mir was einfallen, ich verspreche es dir.
Fuck!
* Musik *
So was geht gar nicht.
Der Notausstieg ist ein Witz. Echt krass.
Die Atomschutzanlage war schon 1979, als sie gebaut wurde, ein Witz.
Es gibt auch einen richtigen Notausgang.
Im Tiefkeller vor dem Leichenraum.
* Musik *
Du willst doch nicht abhauen?
Du und dein Bruder, was seid ihr f�r Idioten?
Hilfe! Hilfe! Hilfe!
(dumpf) Hilfe! Hilfe! Ah!
(schreit) Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
* Musik *
"Achtung, Achtung! Hier spricht die Polizei.
Alle Personen, die sich in der Sperrzone aufhalten,
werden aufgefordert,
sich umgehend aus der Evakuierungszone zu entfernen."
Das ist jetzt der letzte Karton? - Ja. - Mhm.
Soll ich dir einen Kaffee machen?
Blo� nicht, sonst werde ich wieder wach.
"Ihr k�nnt euch nicht vorstellen, wie gl�cklich ich bin.
Die Reithalle hat endlich ein neues Dach."
"Mats & Moritz gegen den Rest der Welt.
F�r den tollsten Papa des Universums."
"Das war ein harter Kraftakt, nicht nur finanziell.
Vielen Dank an alle Spender."
Oh.
"Mats Zechmann hat einen anderen Sch�ler t�tlich angegriffen
und mit einem spitzen Gegenstand am Hals bedroht."
Ich glaube, ich habe was.
Kannst du mal versuchen, das zu �ffnen?
Wo ist die n�chste Polizeistation in der N�he von Wiesendorf? - Odenthal.
Ruf die Kollegen an, die sollen Birgit Heitkamp hier hinschaffen.
"Ihr k�nnt euch nicht vorstellen, wie gl�cklich ich bin.
Die Reithalle hat endlich ein neues Dach.
Das war ein harter Kraftakt, nicht nur finanziell.
Also vielen Dank an alle Spend..."
Dieser Bus ist auf Moritz Zechmann zugelassen.
Sie kennen ihn also.
Warum haben Sie uns angelogen?
Diese Aufnahme
wurde 3 Monate nach der gro�en Flutkatastrophe gemacht.
Warum war Moritz Zechmann bei Ihnen?
Wegen meiner Tiere.
Er wollte spenden. - Wie, spenden?
4 Wochen, nachdem Zechmann bei Ihnen war,
hat er seinen 1. SCHUFA-Eintag gekriegt.
Der Mann hat Schulden bis �ber beide Ohren.
Schauen Sie hin.
Schauen Sie genau hin, das ist Ihr Cousin mit durchgeschnittener Kehle.
Ich seh es ja.
Wenn Elara das Gleiche passiert, wird auch gegen Sie Anklage erhoben.
Sonja h�tte nichts dagegen gehabt. Ganz im Gegenteil.
Sie hat meine Tiere auch geliebt.
Ich habe fast alles in die Reithalle investiert. - Wovon reden Sie?
Moritz Zechmann hat mir 80.000 Euro gegeben.
Sie haben ihn erpresst? - Was hei�t denn hier erpresst?
So war es doch f�r alle besser.
Sonja ist wenigstens nicht umsonst gestorben.
"Achtung, Achtung! Hier spricht die Polizei.
Wegen der Weltkriegsbombe besteht f�r Personen,
die sich in der Sperrzone aufhalten, akute Lebensgefahr.
Eine Anlaufstelle sowie �bernachtungsm�glichkeiten
befinden sich in der Technischen Hochschule Deutz."
* Funk * Leitstelle an Arnold 1/15. - 1/15 h�rt.
Im Hinterhof der Steprathstra�e 47 sollen sich Personen aufhalten.
Wahrscheinlich Wohnungslose. - Wir fahren hin.
Als die Flut kam, hat Sonja sich auf den Baum fl�chten k�nnen.
Da war ein Brett, auf dem die Kinder im Sommer gespielt haben.
Zechmann wollte sie retten, kam dann aber nicht mehr weg.
Er hing an einem Seil, das an dem Baum festgeknotet war.
Das war so schrecklich zu sehen,
wie die beiden sich da festgeklammert haben.
Sie konnten nicht helfen? - Nein, das war ja das Schlimme.
Ich hatte keine Telefonverbindung
und ich kam nicht weg von meinem Stall.
Und dann..
Pl�tzlich, so aus dem Nichts, hat er die einfach getreten.
Ein Tritt.
Und sie ist in die Fluten gest�rzt.
Und er hat sich auf das Brett gerettet.
Sie behaupten, Moritz Zechmann ist schuld am Tod Ihrer Tante?
Ja.
Sie h�tten doch die Polizei informieren k�nnen. - Um was?
Da w�re doch nichts Gutes draus entstanden.
Dann habe ich ihm gesagt, ich h�tte einen Handyfilm gemacht.
Er hat nicht mal nachgefragt, so ein schlechtes Gewissen hatte der.
Haben Sie Linus und Elara davon erz�hlt,
dass Sie Moritz Zechmann erpresst haben?
Nein, nat�rlich nicht.
Ich w�re Ihnen auch dankbar, wenn das unter uns bleibt.
Erpressung ist eine Straftat. Was denken Sie denn?
Warum haben Sie auf der Beerdigung �berhaupt erz�hlt,
was Moritz Zechmann gemacht hat?
Sie waren sauer, weil Sie nichts geerbt haben.
Nein! - Nat�rlich waren Sie sauer.
Bisschen entt�uscht vielleicht.
Nicht wegen Linus und Elara. So bin ich nicht.
Dass ausgerechnet die Katastrophen- hilfe was kriegen sollte,
ist doch absurd.
Geradezu aberwitzig, wenn man bedenkt,
dass einer von denen sie umgebracht hat.
Und ich habe Konstantin jeden Sonntag einen Kuchen gebracht.
Also, das hat mir schon wehgetan.
Wehgetan? Das hat Ihnen wehgetan?
Mir tuts weh, wenn ich daran denke, dass wir Sie seit 2 Tagen fragen,
warum Ihr Cousin sterben muss und Sie keinen Mucks von sich geben.
Ich hoffe f�r Sie, dass Ihrer Cousine nichts passiert ist.
Aber das ist Ihnen wahrscheinlich egal.
Ich, ich, ich zuerst! Dieser verschissene Egoismus.
Sch�men Sie sich. - Was kommen Sie mir mit der Moralkeule?
Ich habe mein ganzes Leben lang nichts Schlechtes gemacht,
und jetzt bin ich Schuld am Elend der ganzen Welt?
Sch�men Sie sich doch, so mit mir zu reden.
Ja, danke sch�n.
Jungs, wir haben den Bus.
Wo? - Nicht weit von hier. Steprathstra�e, nahe Kalk-Post.
Das ist doch die Atomschutzanlage.
Sie wird von einer Immobiliengesellschaft verwaltet.
Es waren 2 Kollegen vor Ort, um die Lage zu checken.
Denen ist nichts aufgefallen.
Wie auch, wenn sie da nicht rein k�nnen? - Sag ich doch.
Wir brauchen ein SEK.
Der Bunker liegt im Evakuierungsgebiet.
Ich muss das erst mit der Leitstelle kl�ren. - Dann mach das.
Max, was ist mit dem Fotobuch? Ich hab es aufgekriegt
Mich interessiert der Sohn von Zechmann.
Wenn was Spannendes drin ist, schickst du es mir aufs Handy.
Jawohl.
* Funk * Hier Kampfmittelr�umdienst an Einsatzleitung Titan.
* Funk * Titan h�rt.
Sie befinden sich im unmittelbaren Gefahrenbereich.
Eine Aktivierung des Z�ndmechanismus
durch externe Umst�nde ist nicht auszuschlie�en.
* Musik *
(Polizist) Achtung, Sprengung!
Polizei!
(alle schreien durcheinander)
Sie sind festgenommen. - Aufrichten!
Wo sind Elara Schmidtke und Moritz Zechmann?
Woher soll ich das wissen? - Weg mit ihm.
Polizei! Eine Person ist im Bett. - Ich will die H�nde sehen!
Komm langsam raus! Los! Die H�nde!
Geh�rt das auch zum Kurs? Krass. - Auf den Boden mit dir!
Wo ist der Rest der Truppe?
Wei� nicht.
Sauber! - Polizei!
* Funk * 2 Personen werden aus der Evakuierungszone gebracht.
Wir suchen noch 3 weitere Personen.
* Funk * Objekt gesichert. Keine weiteren Personen.
Moritz Zechmann und Mats Zechmann sind nicht auffindbar.
Wir r�cken ab.
Hat Linus Sie geschickt?
Hat Linus Sie geschickt?
Es geht ihm doch gut?
Frau Schmidtke, das tut uns unheimlich leid,
Ihr Bruder, der ist tot, der wurde umgebracht.
Wir k�nnen auch sp�ter miteinander reden.
* Musik *
Wir hatten...
Wir hatten Streit.
Weil Linus ist...
...immer so direkt.
Und...
Ich hatte Angst, weil...
Wir hatten ja gar nichts gegen Zechmann in der Hand.
Deshalb wollte ich ihn erst mal so kennenlernen.
Das war bescheuert.
Warum hat er...
Warum hat er Linus umgebracht? Und mich nicht?
* Musik: Vicky Leandros "Ich liebe das Leben" *
# Mag sein, dass man sich selber oft
viel zu wichtig nimmt.
Verzweifelt auf ein Feuer hofft,
wo es nur noch glimmt.
Wenn so was auch sehr wehtun kann,
man stirbt nicht gleich daran.
Nein, sorg dich nicht um mich.
Du wei�t, ich liebe das Leben.
Und weine ich manchmal noch um dich.
Das geht vor�ber, sicherlich. #
(sie lacht)
* T�r wird aufgebrochen * Polizei! Polizei! Polizei!
H�nde hoch, keine Bewegung!
Haben Sie Waffen oder gef�hrliche Gegenst�nde bei sich?
Stopp, wir kennen die Frau! - Einmal abtasten!
Keller gesichert. - Toilette sicher.
Objekt gesichert. Keine weitere Person. - Danke Kollegen.
Frau Zechmann, wo ist Ihr Mann?
War er hier?
Hat er Ihren Sohn mitgenommen?
Das verzeih ich ihm nie. - Hat er gesagt, was er vorhat?
Er soll zur H�lle fahren.
Wo ist er hin? Was hat er vor?
Kann es sein, dass er sich was antun will?
Selbstmord? Moritz?
Das w�re so lustig.
Wo er doch alles daf�r tut, sich in eine Kakerlake zu verwandeln.
Der k�nnte sogar einen Atomkrieg �berleben.
So einer bringt sich nicht um. - Was ist mit Ihrem Sohn?
* Musik *
Sie sa� da oben auf einem Brett, relativ sicher.
Ich hing unter ihr an einem Seil.
Da war �berall Wasser. Das kannst du dir nicht vorstellen.
Es hat alles mit sich gerissen.
Menschen, Tiere.
Autos.
Es war so laut.
Wir mussten uns anbr�llen.
Das Seil hat dann immer mehr nachgegeben.
Warum erz�hlst du mir das?
Ich m�chte, dass du verstehst...
Was? - Dass es falsch war, was ich getan habe.
Als ich gemerkt hab, dass das Seil dabei ist zu rei�en,
da habe ich so eine Panik bekommen.
Ich habe v�llig die Kontrolle verloren.
Ich wollte einfach nur leben.
Ich habe mit letzter Kraft Schwung geholt und sie getreten.
Runter vom Brett.
Sie hat nicht damit gerechnet.
Hat kurz aufgeschrien und war dann weg.
Wieso sagst du, dass es falsch war?
W�rst du lieber gestorben?
Wir h�tten versuchen k�nnen, beide auf dem Brett...
Dann w�rt ihr beide tot.
In so einer Situation entscheidet das �berlegene Mindset.
Aber ich h�tte eine L�sung f�r uns beide finden m�ssen.
Wenn es keine gab? - Es war trotzdem falsch.
Sie war alt, du warst st�rker. - Kapierst du es nicht?
Ich hatte nicht das Recht!
Ich hatte nicht das Recht.
(fl�stert) Ich hatte nicht das Recht.
Ihr Mann ist traumatisiert von dem, was in Wiesendorf passiert ist.
Heutzutage ist jeder traumatisiert.
Warum hat er nicht mit mir geredet? Warum ist er nicht zum Arzt?
Ich wusste gar nicht, was mit ihm los ist.
Bis vorgestern, da ist dieser Typ hier aufgetaucht.
Sie meinen Linus Makris. - Der war nett.
War ihm sogar peinlich.
Aber das Gespr�ch ist nicht gut gelaufen.
Was ist passiert?
Ich habe Moritz noch nie so erlebt.
Er war richtig emotional. Und laut.
Die haben sich hier angeschrien.
Und dann ist der Mann weg.
Ihr Mann hat Linus Makris nicht umgebracht. - Doch!
Hat er.
Seine Jacke, die war voller Blut.
Aber ich habe alle Flecken rausgekriegt.
Manchmal ist es doch gut, wenn man bisschen mehr Waschmittel nimmt.
Das ist die Jacke von Mats. - Nee, die geh�rt meinem Mann.
Wir haben das Fotoalbum. Die geh�rt Ihrem Sohn.
Ihr Mann hat in einer Extrem- situation eine Frau umgebracht.
Er ist kein eiskalter M�rder. - What the fuck?
Woher wollen Sie das wissen? - Kurz nach der Tat ist er erpresst worden.
Er hat seine Erpresserin aber nicht umgebracht. Er hat gezahlt.
Das wird ja immer besser.
Deswegen sind wir also pleite.
Mir hat er erz�hlt, dass er f�r einen Freund geb�rgt hat.
Ihr Mann hat viele Fehler gemacht.
Aber sein gr��ter Fehler ist, was er mit Ihrem Sohn gemacht hat.
Die ganze Zeit hat er auf Mats eingeredet,
alle Menschen sind Arschl�cher, die wollen dich nur fertigmachen.
Sogar ich habe das geglaubt.
Das ist so anstrengend.
Das macht einen so einsam.
Das macht einen kaputt.
In 1. Linie hat es Ihren Sohn einsam und kaputt gemacht.
Ich habe seinen Schulverweis gelesen.
Die kleinen Drecks�cke haben Mats gemobbt.
Irgendwann hat er sich einen von denen geschnappt
und hat ihm einen Zirkel an den Hals gesetzt.
Da war der Papa aber stolz.
Ich sag nicht,
dass Ihr Sohn zwangsl�ufig zum M�rder werden musste.
Aber es wundert mich nicht. Schauen Sie mal hier.
Das war aus dem Fotoalbum Ihres Sohnes. - Och, Matsi.
Ihr Mann hat Ihren Sohn systematisch ans T�ten herangef�hrt.
Ihm beigebracht, dass Gewalt eben doch eine L�sung sein kann.
Er hat ihm beigebracht,
wie man mit einem glatten Halsschnitt ein Tier umbringt.
Das ist doch komisch, oder? Wir haben vor allem m�glichen Angst.
Aber vor dem, was uns wirklich bedroht,
verschlie�en wir die Augen und machen weiter, bis es uns erwischt.
Wo war Ihr Sohn, als Linus Makris hier war?
Wir dachten, in seinem Zimmer.
Das war Mord. - Ich wollte ihr das Leben retten.
Sie haben Sie umgebracht. Und meinen Vater auch.
Sie sind ein L�gner. Ich w�re selbst draufgegangen.
Jetzt kommst du und redest Schei�e. Ich bin kein M�rder!
Willst du, dass ich in den Knast gehe?
Sie wollen meine Familie zerst�ren.
(Linus) Ich werde morgen Anzeige erstatten.
Ich zeig euch alle an. - Bitte, tun Sie es nicht. Ich flehe Sie an.
Fass mich nicht an. * T�r f�llt ins Schloss *
* Musik *
Es tut mir unendlich leid, Mats.
Ich hoffe, du kannst mir eines Tages verzeihen. - Was?
Dass ich dir ein schlechter Vater war.
Ich habe...
Ich dachte, ich bereite dich auf das Leben vor.
So wie das Leben wirklich ist, aber...
Ich habe mich verrannt.
Das Leben ist nicht so.
Ich habe es versaut.
Was hast du versaut?
Hast du mich versaut? - Nein, das meine ich nicht.
Ich h�tte dich besser besch�tzen m�ssen.
Daf�r habe ich dich besch�tzt.
Ich wei�, dass du das wolltest, aber es war nicht richtig.
Mit einem Anwalt... - Der Typ hat dich bedroht.
Der hat unser Leben zerst�rt. Jetzt bin ich der B�se?
Du kannst nicht einfach jemanden t�ten.
Du hast gesagt, ich muss das k�nnen. Eines Tages.
Jetzt war es so weit.
* Musik *
Komm, wir gehen. - Wohin?
Wir stellen uns, wir beide.
Wir stehen das gemeinsam durch.
Du willst mich verraten?
Nein. Ich versuch zu retten, was zu retten ist.
Du hast gesagt, wir m�ssen zusammenhalten,
jetzt willst du mich ans Messer liefern.
Deine Mutter hatte Recht.
Du brauchst dringend... (schreit) Ich bin nicht krank!
Komm jetzt.
* Musik *
* Pferdewiehern *
* Musik *
Schei�e.
Da dr�ben.
* Musik *
Hallo Mats. - Haut ab!
Du bist doch Mats, oder?
Ich bin Freddy Schenk. Das ist Max Ballauf.
Haut ab! - Du brauchst keine Angst haben.
Ich lege die Waffe weg.
Ich auch. Siehst du?
Wir sind keine Gefahr mehr f�r dich.
Wir sind hier, um mit dir zu reden.
Sag uns, was du gern m�chtest. - Was?
Was w�rdest du jetzt gern tun?
Gehen. - Wohin m�chtest du gehen?
M�chtest du nach Hause?
Schon, aber...
Wir waren bei deiner Mutter, die macht sich gro�e Sorgen um dich.
Ich habe Angst. - Wovor?
Dass ich sie nie wiedersehe. - Wir k�nnen mit ihr reden.
Wir k�nnen dich zu ihr bringen. - Ihr l�gt!
Wieso l�gt ihr mich an? - Du hast ein Messer!
Wir werden den Teufel tun und dich anl�gen.
Ich bin so m�de.
Du warst die ganze Nacht wach, richtig?
Ja.
Wir sind auch m�de. War eine lange Nacht.
Wir k�nnen dich nach K�ln bringen, dann kannst du schlafen.
Danach k�nntest du deine Mutter sehen.
Ich kann sie nicht sehen. Sie wird nach Papa fragen.
Sollen wir mit ihr reden, hm?
* Musik *
Krieg ich auch Fr�hst�ck? - Ja sicher.
Alles, was du m�chtest.
* Musik *
Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
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