All language subtitles for geliebte.hochstaplerin.1961-yt(klassiker.tv)

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Original subtitles

(Musik)

(Musik)

Alle an Bord? - Alle an Bord.

Keine Besucher zurückgeblieben? - Nein.

Sind das alle Karten? - Steward Pfister hat noch eine.

Wieso? - Für seine Frau.

Meine Herren.

Im Auftrag von Mrs. Ogden. - Wollen Sie mir bitte folgen?

(Musik)

Pfister. - Herr Zahlmeister?

Sie haben noch eine Besucherkarte. - Jawohl, für meine Frau.

Sie wissen, dass die Karten nicht für Familienangehörige sind.

Meine Frau ist gar nicht gekommen. - Grundsätzlich ist es verboten.

Ich hole die Karte sofort.

Pfister.

Herr Zahlmeister? - Ihr Schuhband ist offen.

Sehr wohl.

Verzeihung.

Bitte einzutreten. - Danke.

Bitte, Platz zu nehmen.

Mrs. Ogden hat mich informiert.

Hier ist ein Plan des Bootsdecks

mit den Luxuskabinen und den Kabinen 1. Klasse.

Kabine 1: Mr. Ogden.

2 bis 4: Mrs. Ogden.

5, 6 bis 9: ein Schweizer Bankier

bzw. eine russische Handelsdelegation.

10 bis 12: Miss Barbara Shadwell mit ihrer Tante.

Das geht.

Die Damen sind mit Mr. und Mrs. Ogden bekannt.

Eben.

Wir dürfen uns gratulieren.

Es scheint, als befänden sich kaum alleinstehende Damen auf dem Deck.

Alles Ehepaare.

Halt.

Wer wohnt hier, Kabine 38? - Eine Herzogin.

Herzogin?

Und, schön?

Sehr schön. 87 Jahre.

Das geht. - Sollte man annehmen.

Ein Ehepaar aus Kopenhagen. - Wie lange verheiratet?

3 Wochen. - Das geht.

Ein Ehepaar aus Baden-Baden. - Wie lange verheiratet?

30 Jahre. - Das geht.

Die Überfahrt scheint für uns ruhig zu sein.

Wenn ich an die Fahrt vor 3 Monaten denke...

Eine italienische Girl-Truppe. - Und Mannequins.

35 weibliche Personen. - Im Vollbesitz ihrer Freiheit.

Und ihrer körperlichen Vorzüge.

Das bedeutet in 5 Tagen 35 Großangriffe von Mr. Ogden.

Und von uns 35-mal mit Erfolg abgewehrt.

Mit einem Gewichtsverlust unsererseits von 35 Pfund.

Mal 3. - Macht zusammen:

52,5 kg.

Das Lebendgewicht von Brigitte Bardot.

Halt. Was ist das?

Kabine 59. Wurde zur Luxuskabine umgebaut,

aber auf dieser Überfahrt noch nicht gebucht.

Ich bins.

Das Schiff legt ab.

Sie können rauskommen.

Wo stecken Sie denn?

Hier.

Wo ist hier?

Im Schrank riecht es nach Mottenkugeln.

Sie können jetzt promenieren, in der Kabine.

Am Abend bringe ich Ihnen was zu essen. - Was gibt es denn?

Saft mit Zwieback. - Ist das nicht ein bisschen wenig?

Ich riskiere meine Existenz.

Aber Sie kriegen doch ne neue als mein Butler,

wenn wir in New York sind.

Wer es glaubt, wird selig.

Ach, geben Sie mir die Besucherkarte zurück.

Ja, hier.

Hey, Pfister.

Wie wollen Sie mich in New York vom Schiff runterbringen?

Ganz einfach. Als Reporter. Die wimmeln dort herum.

Gut. Denken Sie daran, dass ich Millionär sein werde,

wenn ich in New York bin.

Wenn Miss Shadwell sich nicht in einen anderen verliebt. - Wieso?

Was macht sie überhaupt? - Sie filmt die Möwen.

Und ihre Tante? - Die filmt Miss Shadwell.

Sie kann mir den Streifen ja zeigen.

Lassen Sie sich erst ihr Scheckbuch zeigen. - Ich liebe das Mädchen.

30 Mio. Dollar sind leicht zu lieben. - Banause.

Denken Sie lieber an mein Abendbrot. - Ja, kommt ja gleich.

Ihr Schnürsenkel ist auf.

Heiraten Sie erst mal Ihre Millionen,

dann binde ich mir den Schuh zu.

(Musik)

Ach, Steward, entschuldigen Sie bitte.

Wie tief ist hier das Meer?

Bedauere.

Das wäre es.

Mr. Stanford. Die Herren kennen sich?

Der Sekretär von Mr. Ogden. - Wir kennen uns.

Soeben hat eine alleinstehende Dame das Schiff betreten.

Eindruck? - Eindruck? - Eindruck?

Nach Hut und Gepäck zu urteilen: mindestens 2 Mio.

Mittlere deutsche Großindustrie. - Mercedes 220.

S? - E.

Meine Herren, sollte Mr. Ogden sie attackieren, so erwarte ich,

dass Sie Ihren Dienst gewissenhaft und unauffällig erfüllen.

Als sein Sekretär wünsche ich nicht, dass der Eindruck entsteht,

ein amerikanischer Millionär sei kein freier Mensch.

(Musik)

(Musik)

Madame? - Können Sie mir helfen? Da ist was nicht in Ordnung.

Auf diesem Schiff ist alles in Ordnung.

Darf ich um Ihren Namen bitten? - Martine Colombe.

D.h. unter diesem Namen habe ich die Reservation machen lassen.

In meinem Pass steht er anders.

Bitte behandeln Sie das mit Diskretion.

Ich reise unter meinem Künstlernamen.

Ja, äh... Colombe.

Martine Colombe, ja.

MC bzw. MP.

Ich muss sie leider bitten, sich nach unten zu bemühen.

Kabine 136. - Aber da komme ich ja gerade her.

In der Kabine liegt schon einer, ein abscheulicher Kerl.

Um Himmels willen, Kabine 136.

Da habe ich Herrn Koslowski untergebracht.

Den Europameister im Schwergewicht.

So einen legen Sie zu mir in die Kabine und sagen,

bei Ihnen ist alles in Ordnung?

Da bin ich einen besseren Service gewohnt.

Ihre Buchung war ein wenig unklar, Madame.

Aber das ist natürlich unsere bzw. meine Schuld.

Zum Glück bin ich in der Lage, sie wiedergutzumachen.

Wir haben noch eine Luxuskabine frei.

Eben neu eingerichtet.

Wenn ich bitten darf?

Danke.

Geleit, bitte.

Das Gepäck auf Kabine 59.

(Musik)

Ich hoffe, es gefällt Ihnen. - Oh ja.

Ganz hübsch.

Fahren wir bald ab? - Wir haben Verspätung.

Einer unserer Stewards ist über sein Schuhband gestolpert.

Jetzt hat er einen gebrochenen Fuß.

Man schafft ihn gerade ins Krankenhaus.

Darf ich Madame eine Stewardesse schicken, um die Koffer auszupacken?

Etwas später, bitte Ich möchte mich ausruhen.

Übrigens, darf ich raten, die Koffer ganz auszupacken

und hier unter dem Bett zu verstauen?

Es ist behaglicher.

Sollten Madame einen Wunsch haben, bitte, nur zu läuten.

Ich stehe Tag und Nacht zu Ihrer Verfügung.

Wenn ich die Wahl habe zwischen Ihnen und dem Koslowski...

Oh, danke.

Und nochmals Verzeihung.

Werde stets mein Bestes tun.

(Musik)

(Klopfen)

Ja, herein.

Ich bitte um Verzeihung, Madame.

Ich möchte nur fragen,

an welchem Tisch ich Ihnen einen Platz reservieren darf.

An einem interessanten halt.

Würden Sie einen Blick in die Passagierliste werfen?

Ich könnte mir vorstellen, dass ein günstiger Platz

zwischen der Herzogin und Miss Saphirstein zu finden wäre.

2 würdige Damen.

Wer ist denn das hier oben? Ogden?

David Ogden, der Haferflocken-König.

Ein Multimillionär in Begleitung seiner Mutter.

Dann reservieren Sie mir einen Platz am Tisch von Mr. Ogden.

Da möchte ich eher sagen... - Was?

Mr. Ogden ist manchmal sonderbar.

Gerade das gefällt mir bei Männern. Reich und sonderbar.

Mhm.

Tja.

Ich meine aber... - Ich weiß.

Sie wollen mich zum Koslowski setzen, nicht wahr? - Nein, nein.

Wie Sie meinen, Madame. Ich werde mein Möglichstes tun.

(Musik)

Man setzt sich nicht einfach zu Fremden Leuten an den Tisch.

Diese Frau ist bestimmt eine Abenteurerin.

Gib mir einen Whiskey. Das ist eine Frechheit.

Ich verstehe nicht, warum du dich so aufregst.

Dieses Weib hat es auf David abgesehen.

Mr. Ogdens Reaktionen entwickeln eine Beschleunigung.

Unsere Bemühungen, deine Nichte mit David glücklich zu machen,

sind in der Badehose.

Wo willst du hin? - Zu Miss Colombe.

Ich werde sie auffordern, sich woanders hinzusetzen.

Nur damit dieses Weibsbild hinter unserem Rücken

noch heftiger mit David flirten kann?

Wenigstens beim Essen will ich sie unter meinen Augen haben.

Es ist Ihre Aufgabe, meinen Sohn vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Einer von Ihnen wird doch diesem Dämchen beikommen.

V.a. will ich erfahren, woher diese Biene hegeflogen kommt.

Meine Saphire.

Willst du mich halbnackt gehen lassen?

Du säufst zu viel.

Lass mir wenigstens einen übrig.

Also, es bleibt dabei.

Ach, entschuldigen Sie, bitte.

Wie tief ist hier das Meer? - Bedaure.

Wie tief... - Bedaure.

Wie... - Bedaure.

Tja, Lurch. Die wissen es auch nicht.

Komm.

(Musik)

Oh, pardon. - Aber bitte sehr.

Dürfen wir behilflich sein?

Sollten Sie den Speisesaal suchen: rechts um die Ecke und...

Danke, ich kenne mich auf Ozeanriesen aus.

(Musik)

Unglaublich.

Scheint, ein besonderes Schloss zu sein.

(Musik)

Was machen Sie? - Damit niemand hereinschaut.

Idiot. Auf hoher See? Durchsuchen Sie die Koffer.

Nichts.

Nichts.

Süß, dieses kleine Ding. Finden Sie nicht auch?

Und dies Cocktailkleid.

Jedenfalls vermittelt diese Visite folgenden Eindruck:

Die Dame scheint es gewöhnt zu sein, dass jemand aufräumt. - 1. Klasse.

Wofür auch das Fehlen jeglichen intellektuellen Interesses spricht.

Oder haben Sie irgendwo etwas wie ein Buch gesehen? - Nichts.

Nicht einmal eine Illustrierte. - Das für eine 5-tägige Überfahrt.

Ferner?

Keinerlei Anzeichen von einem Mann im Leben dieser Dame.

Kein Brief, kein Bild.

Rein gar nichts.

Ich habe einen 6. Sinn für so was.

Folglich? - Eine alleinstehende Dame.

Oder:

Sie hat alle Indizien beseitigt.

Wir wissen nichts. - Gar nichts.

Das ist immer das Beste.

(Aufschrei)

Teufel, Teufel.

Sie hinterlassen Spuren. Komm.

(Musik)

Ach, entschuldigen Sie, bitte. Wie tief ist hier das Meer?

Bedaure. - Wir wollen ihn doch nicht reinwerfen.

(Schiffshorn)

Modellhaus Schikora und Neusiedel.

Fräulein Margarete Pospischil.

"Liebes Gretel, aus bestimmten Gründen können wir die Kollektion

nicht vor dem 18. in Hamburg zeigen.

Also pass auf, dass keiner die Kleider sieht.

PS: Falls sich das Datum noch hinausschiebt, wirst du verstehen,

dass ich dir die Tage in Hamburg auf den Urlaub anrechne.

Außerdem..." (Gelächter)

(Musik und Gelächter)

Das war der wundervollste Augenblick meines Lebens.

Wie Mami an den Tisch kam,

und da sitzen Sie und haben dasselbe Kleid an.

So was ist ihr noch nicht passiert. Das werde ich Ihnen nie vergessen.

Sie können sich wünschen, was Sie wollen. Sie kriegen es.

So wahr ich David heiße. Meine Freunde sagen Davie.

Dann wünsche ich mir, dass Sie immer so lustig sind, Davie.

Sie werden nicht immer bei mir sein. - Aber das hängt von Ihnen ab.

Was kann ich für Sie tun?

Wenn Sie wollen, reiße ich die Mütze vom Kopf des Kapitäns.

Aber ich habe was Besseres. - Was denn, Davie?

Mein Vertrauen. - Aber nicht heute, es ist schon spät.

Warum nicht heute, jetzt, Martine?

Es könnte mich überwältigen.

Schließlich bin ich nur eine Frau, und Sie... - Was bin ich?

Sie sind eine Naturgewalt, Davie.

Auf morgen. - Auf morgen.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Gute Nacht.

Gute Nacht.

Sie gehen aber ganz schön ran.

Halt, bleiben Sie stehen. - Wer sind Sie?

Ich bin der Herr von unter Ihrem Bett.

Ich muss allerdings sagen, es liegt sich bequemer oben auf.

Sie müssen entschuldigen, aber man kann ungestörter sprechen.

Verlassen Sie meine Kabine oder...

...Sie schreien so laut, dass alle hören,

dass Sie nicht Martine Colombe sind,

sondern die kleine Margarethe Poschdibil. - Pospischil.

Dass sie aus Wien kommen, Ottakring, von Beruf Mannequin sind und mit der

Kollektion des Modehauses Schikora und Neusiedel geflitzt sind.

Des ist net wahr.

Was steht in den Briefen? Das ist doch Ihr Pass.

Wie kommen Sie zu meinen Papieren? - Haben Sie noch was dazu zu sagen?

Na?

Also...

Ich hätte es nicht getan, aber der Schikora... Also...

Wie der mir geschrieben hat, dass er die Kollektion

erst später zeigen kann, und es war eh alles verdächtig... - Wieso?

Die ganze Kollektion halt.

Aber das mit dem Urlaub.

Dass er mir geschrieben hat, dass er die Zeit mit all den Scherereien

darauf anrechnen will, da war mir alles wurscht.

Auch die Spesengelder, für die Sie sich die Schiffskarte gekauft haben.

Weil ich es satt habe, das Kleidervorführen.

Die sitzen vor einem und können sich alles leisten.

Unsereiner hört nur: Zeigen Sie der Dame die Rückenpartie.

Darin wird die Miezi entzückend ausschauen,

wenn man die Taille weiter machen kann.

Unsereiner hat nix als wehe Füße. Das hab ich satt.

Ich will nach Amerika.

Für diese Reise riskieren Sie, als Schwindlerin ins Kittchen zu kommen?

Bis mich der Schikora gefunden hätte,

wäre ich längst mit einem reichen Burschen verheiratet.

Der hätte ihm alles zurückgezahlt.

Schon haben wir uns an den erstbesten Reichen rangemacht.

Wenn der 1. der Beste ist? - Mr. David Ogden heißt er, wie?

Jawohl.

Und er hat 50 Mio. In Dollar.

Verstehe.

50 Mio. liebt man leicht.

Sogar in Dollar.

Was geschieht jetzt? Werden Sie mich verhaften?

Das muss ich mir noch überlegen. Erst mal haben Sie Stubenarrest.

In New York, schicken Sie ich da zurück?

Das weiß ich noch nicht.

Auf jeden Fall bleiben wir beide hier in der Kabine.

Wir beide. - Wir beide?

So ist es.

Allerdings müssen Sie sich Ordnung angewöhnen.

Ich hasse unordentliche Frauen,

besonders wenn man mit Ihnen zusammenlebt.

Und noch was.

Haben Sie einen Happen zu beißen?

(Mann) Pardon. - Psst.

Halt, bleiben Sie stehen.

(Frau) Ach, wie tief...

Wer sind Sie eigentlich? Sie sind der Schiffsdetektiv, oder nicht?

Nee, das überlasse ich anderen.

Z.B. den 3 Herren, die hier rumgeschnüffelt haben.

3 Herren?

Ja.

Das waren Schiffsdetektive oder so was ähnliches.

Und Sie, wer sind denn dann Sie?

Ich?

Ich heiße Bolle.

Robert Bolle. Aus Berlin.

Was haben Sie angestellt, dass Sie sich verstecken müssen?

Gar nichts.

Ich sehe mich in der Situation, verbilligt reisen zu müssen.

Ich reise hinter einer Dame her, an die ich mein Herz verloren habe,

mit der ich gerne gemeinsam meinen Lebensabend beschließen möchte.

Und diese Reiserei geht ins Geld.

Ein blinder Passagier.

Wenn man will, kann man das auch so ausdrücken.

Aber ich möchte Ihnen raten,

von dieser vertraulichen Mitteilung keinen Gebrauch zu machen.

Das war das.

Jetzt gehen Sie ins Bettchen.

Morgen früh um 7, so Gott will, gibt es Frühstück.

Die Eier bitte 6 min gekocht.

Mein Butler hat sich leider das Bein gebrochen.

Sie unfeiner Mensch, Sie.

Mit so was soll ich 5 Tage in einer Kabine bleiben? - So ist es.

Sie wollen doch nicht unter meinem Bett schlafen?

Wenn ich die Wahl habe, liege ich auch lieben oben drauf.

Aber ich halte es für sicherer. Und wie gesagt, bin ich verlobt.

Jetzt wollen wir schön die Kleidchen auf den Bügel hängen.

Ab heute beginnt ein ordentliches Leben.

Na los, Pospischil.

Das muss ein Trottel sein, der auf so was reinfällt wie Sie.

Das ist kein Trottel, außerdem... - ...hat er 50 Mio. in Dollars.

Ich weiß.

Machen Sie nicht so einen Krach.

(Lautes Poltern)

So was soll ich mir bieten lassen?

Das hatten wir schon festgelegt.

(Glockenläuten)

Da wird David sich freuen, wenn er Sie so sieht.

(Musik)

Bolle?

Bolle?

Moin, Pospischil.

Ist was?

Das lob ich mir.

Papa badet, und Mutti hat das Frühstück gemacht.

Oder hat Mutti vergessen, den Ober zu klingeln?

(Klopfen)

Da ist einer.

Ja, ja, ja, Moment.

Ich komme gleich.

Ja, ja, ja.

Morgen Madame. - Guten Morgen.

Was kann ich für Sie tun?

Bringen Sie mir das Frühstück.

Englisch, amerikanisch oder kontinental?

Bringen Sie alles, was Sie haben. - Alles.

Alles?

Alles.

Die Eier 6 min.

Und die Eier 6 min.

Leinsamen.

Lauwarmes Wasser.

Und Fruchtsalz.

Haben Madame noch einen Wunsch?

Dass Sie Ihr Gesicht hinaustragen. (leise) Sehr wohl, Madame.

Was zischeln Sie da? - Ich sagte, sehr wohl, Madame

Brüllen Sie nicht so. Raus!

Ihr Blutdruck, Mrs. Ogden, Sie zittern ja.

Ich zittere, wann es mir passt.

Ihr Blutdruck wäre auch hoch, wenn die Person,

die Sie am meisten reizt, im gleichen Kleid am Tisch sitzt.

Ich glaube nicht, dass sie das Kleid angezogen hat,

um dich zu reizen.

Du findest das noch nett, nicht wahr?

Jetzt habe ich 3 neue Leute zu seiner Bewachung, mit Ihnen 4.

Und immer wieder kommt so was vor. Au!

Vielleicht würde sich David anders benehmen,

wenn du ihm ein wenig Freiheit ließest.

Ach was, er hat als Kind so viel Freiheit gehabt,

dass ich heute noch Renten an gebissene Polizisten bezahle.

Seine Raketen sind höher geflogen

als die der Army und Navy zusammengenommen.

Hat alles nichts genützt. - Wie meinst du das?

Sagen Sie es Mrs. Shadwell.

Mr. Ogden benimmt sich außerordentlich komisch,

wenn er sich in jemanden verliebt.

Das letzte Mal z.B.

In Paris.

Hat er in den Hotelgängen Verkehrsschilder aufgestellt.

Dann hat er die verprügelt, die sie wegnehmen wollten.

Das kann ich nicht so schlimm finden.

Der Mann, der so sehr hinter Barbara her war,

dass wir unsere Reise abbrechen mussten,

hat sogar einen neapolitanischen Schuhputzer bestochen.

Um mir vor einem Café

die Schuhsohlen ans Pflaster festzukleben.

Nur damit er mit Barbara alleine spazieren gehen konnte.

Aber... - Nichts aber.

Dieser Mann trägt doch nicht den Namen meiner Haferflocke,

welche 85% aller amerikanischen Porridge-Esser ernährt.

Hör mal auf, ich habe schon lauter Rillen im Hirn.

Überhaupt solltest du dich weniger um David als um Barbara kümmern.

Oder willst du sie ihrem jungen Mann ausliefern?

Ich sage dir, diese Europäer sind Sklavenhalter.

Wenn Sie es drauf angelegt haben, dass ich zerplatze,

so ist das eine Fehlspekulation.

Ich habe als Säugling pro Tag 2 Ammen trockengetrunken.

Und Seeluft macht hungrig.

Dann esse ich eben Eier.

Salz, bitte.

Nicht so viel.

Der Tee ist nicht schlecht.

Ich werde meinen Butler anweisen, ihn nur nachmittags zu servieren.

Vorausgesetzt, dass ich nicht Sie zur Bedienung behalten muss.

So am Frühstückstisch machen Sie sich schon sehr dekorativ.

Oder hatten Sie andere Pläne?

Nö, nicht?

Sie schweigen, das spricht für Sie.

Nichts ist lästiger als schwatzhafte Bedienung.

(räuspert sich)

(Glockenläuten)

Sie sollten es nicht übertreiben, das mit dem Nichtssagen.

Immerhin liegen noch 3-mal 24 h in dieser Kabine vor uns.

Dann lesen Sie mir wenigstens was aus der Bordzeitung vor.

Der Leitartikel: "Welche Ziele verfolgt der Kreml?"

2-mal dürfen Sie raten.

New Yorker Börsenkurse. - Interessieren mich erst später.

"Die Memoiren des Fiakers Bratfisch gefunden".

Ein Beitrag Österreichs zur Weltliteratur.

Stehen Sie auf und singen Sie Ihre Nationalhymne.

"Skandal in der Haute-Couture". - Was für ein Ding?

Machen Sie es nicht so spannend.

Gehen Sie ins Badezimmer, ziehen Sie sich ordentlich an

und erwarten Sie das Weitere.

Was gibt es denn?

Den Zahlmeister, bitte. Er soll sofort kommen.

59, Martine Colombe.

Was ist denn los?

Der Zahlmeister soll Sie hier herausholen.

Passen Sie auf, was Sie tun. Oder haben Sie vergessen, dass...

Damit kommen Sie mir nicht mehr.

Lesen Sie das hier, schön laut und langsam.

"Skandal in der Haute-Couture". Bitte.

Den Ton verbitte ich mir, so geht es los.

"Auf Anzeige eines Pariser Modeschöpfers

wurde der Wiener Couturier Ferdinand Schikora,

Inhaber des Salons Schikora und Neusiedel, verhaftet.

Man wirft ihm vor, die Entwürfe entwendet und eine Kollektion

angefertigt zu haben, die er als seine ausgeben wollte."

Das scheint ja eine seriöse Firma zu sein.

Und da machen Sie noch so viel Wind?

"Obwohl nachgewiesen werden konnte, dass Schikora die Entwürfe

unrechtmäßig an sich gebracht hat, fehlt das Hauptbeweisstück:

die Kleider." - Das soll Sie entlasten?

Dem habe ich den größten Gefallen getan,

dass ich mit der Kollektion verschwunden bin.

Solange er mich nicht sucht, bin ich ein freier Mensch.

Ziehen Sie sich an und erwarten Ihre Festnahme.

Haben Sie eine Ahnung, wie man einen blinden Passagier behandelt?

Das interessiert mich nicht. - Aber mich.

Das ist mir wurscht, wenn Sie nur verschwinden. - Also bitte.

Wenn Sie der Meinung sind,

dass ich mich so schlecht benommen habe...

Machen Sie, was Sie für richtig halten.

Wieso?

Was macht man mit einem blinden Passagier?

Der Zahlmeister wird es Ihnen erklären.

(Klopfen)

Moment.

Ich komme gleich.

(flüstert) Was machen Sie da?

Ich möchte dabei sein, wenn Sie erklären,

dass ich ein blinder Passagier bin.

Der die Nacht in Ihrer Kabine zugebracht hat.

(Klopfen)

Ich komme gleich.

Sie verschwinden ins Badezimmer, oder ich kenne mich nicht mehr.

Das ist es eben, Pospischil.

(Klopfen)

Guten Morgen. - Guten Morgen.

Ist etwas nicht in Ordnung? - Nein, im Gegenteil.

Setzen Sie sich doch. - Danke schön.

Was führt Sie zu mir?

Sie haben mich rufen lassen. - Ich? Ach so.

Ich dachte, Sie wollten sich erkundigen, wie es mir geht.

Ihr Appetit scheint in Ordnung zu sein.

Ich habe einen derartigen Heißhunger, direkt einen Anfall.

Man sagt ja, dass Frauen in gewissen Umständen... - Ja.

In anderen Umständen. - Glauben Sie, ich bin Seereisen nicht gewöhnt?

Doch, natürlich.

Aber das kommt nicht nur auf hoher See vor. - Eben drum.

Seeluft macht eben hungrig.

Das macht sie wohl.

Ich frage mich immer auf meinen Seereisen:

Wie machen das die blinden Passagiere,

müssen die nicht Hunger haben?

Blinde Passagiere, das kommt gar nicht vor.

Aber wenn, was macht man dann? - Da haben wir unsere Methoden.

Wie Sie das sagen.

Da kann man einen Schreck kriegen. - Schreck ist nicht nötig.

Aber eine Lehre kriegen die. - So?

Eine Lehre kriegen die? - Mhm.

Dann möchte ich Ihnen was erzählen.

(Klopfen)

Ja bitte?

Mit Empfehlungen von Mr. David Ogden. Er wartet auf Antwort.

Danke schön. Haben Sie Kleingeld?

Sagen Sie Mr. Ogden, dass ich mich freue.

Danke, Madame.

Ja, dann...

Vielen Dank für Ihren Besuch. - Bitte.

Rufen Sie mich ruhig wieder an.

Ja.

Das war nett von Ihnen. - Sie trauen sich aus dem Badezimmer?

Nee, nee, das war wirklich nett,

dass Sie mich nicht verpfiffen haben.

Das behalte ich mir vor. Aber im Moment habe ich Wichtigeres im Kopf.

David, was? - Ich treffe ihn in 1 h auf dem Sonnendeck.

Und Sie bleiben versteckt.

Und diese Unordnung, das muss auch aufhören.

Ab heute beginnt ein ordentliches Leben.

Sie machen sich, Pospischil.

Wenn Sie vorhaben, den Vormittag auf dem Sonnendeck zu verbringen,

wird Ihnen vorher eine körperliche Ertüchtigung guttun.

Hi. - Hi.

Miss Barbara, guten Morgen.

Dann hat ja Mr. David reizende Gesellschaft.

Ich werde Vorsorge treffen, dass der Masseur Sie abholt.

Du hast etwas erfahren können?

Bis Hamburg ist er euch nachgefahren.

Dann ist er hier.

Auf der Passagierliste steht keiner, der Boll heißt.

Aber vielleicht nennt er sich anders.

Damit deine Tante ihn nicht findet. Ich werde es schon rausfinden.

Das werde ich dir nie vergessen,

selbst wenn ich dich heiraten müsste.

Ich werde ein Kinderheim stiften, wenn wir das nicht brauchen.

Ich auch.

Weißt du, Davie, ich bin ganz sicher, dass ich ihn wirklich liebe.

Ich bin völlig verrückt nach Martine.

Mehr als nach diesem Mädchen in Paris.

Wenn er doch bloß auf dem Schiff ist.

Ich werde es rausfinden. Aber jetzt muss ich weg.

Dieser Masseur kommt. Ich kann den Kerl nicht leiden.

Hi.

Bye. - Bye.

(Musik)

Ich gehe jetzt. Sie rühren sich nicht. - Bis wann?

Bis ich zurückkomme.

Passen Sie auf, dass der Wind Sie nicht über den Zaun schaufelt.

(Frau) Entschuldigen Sie, wie tief ist hier das Meer?

Nichts.

Wenn Mr. Ogden sagt, Sonnendeck,

nimmt er an, dass wir etwas anderes vermuten.

Er sieht voraus, dass wir ihn überall anderswo suchen werden.

Also fühlt er sich am sichersten auf dem Sonnendeck.

Er war nicht auf dem Sonnendeck.

Also hat Mr. Ogden durchschaut, dass wir seine List durchschauen.

Und hat sich gesagt... - ...ich werde nicht auf dem Sonnendeck sein.

Haben Sie die Situation in Rechnung gestellt, dass es regnet?

Wahrscheinlich ist das der Grund, weswegen er nicht dort ist.

Wo also werden Sie Mr. Ogden suchen? - Nicht auf dem Sonnendeck.

Was zögern Sie noch?

Sie nehmen Steuerbord, Sie Backbord.

Ich nehme einen Whiskey.

Müssen wir unbedingt auf das Sonnendeck?

Es gibt nicht Herrlicheres als solches Wetter auf hoher See.

Also ich weiß nicht.

Huch, das regnet ja herein.

Nanu.

Was ist denn?

Schauen Sie sich das an. Die hat den Hummer mit Haut und Haaren gegessen.

Bei denen kann man nie wissen.

Dass Sie das können, da weiteressen, wo einer abgebissen hat. Igitt.

Sie haben Ihre Finger auch nicht da, wo sie hingehören.

Das ist was anderes. - Ansichtssache.

Soll ich die ganze Bude hier alleine aufräumen?

Dafür können Sie das Trinkgeld kassieren.

Sie denken, da springt nicht viel raus.

Ich halte mich an weniger schöne Damen, springt mehr bei raus.

Herrlich, was?

Sagten Sie was?

Ich sagte, herrlich.

(Musik)

Ah.

(Musik)

Von Kindheit an liebe ich solches Wetter.

Wissen Sie warum? - Nein.

Weil ich sofort erkältet war und nicht in die Schule musste.

Aber jetzt müssen Sie nicht mehr in die Schule. - Da haben Sie recht.

Jetzt kriege ich Heuschnupfen, wenn es schön ist.

Herr Zahlmeister.

Moment, Moment.

32.000 Rupien.

800 Mexiko-Dollars.

1.700 Schweizer... - In Kabine 59 ist ein Mann.

Und der ist zudringlich geworden?

Machen Sie sich nichts draus. Wir kriegen Schlechtwetter.

Da kommt der schärfste Makako nicht mehr auf dumme Gedanken.

Aber die 59 ist eine Dame.

Wahrhaftig? - Ja.

Und die hat Sie attackiert?

Keiner hat mich attackiert. In der 59 liegt einer unterm Bett.

Das kann ich verstehen. Ist ein scharfer Käfer, die 95.

Bisschen dick, aber in Ordnung.

Nicht 95.

59.

5-9.

Was?

Bei Martine Colombe? - Bei der.

Was für ein Mann? - Ich habe nur seine Zehen gesehen.

Sind Sie sicher, dass da ein Mann dran war?

Höher habe ich nicht nachgeforscht.

Sie behaupten also, dass unsere Passagiere der Luxusklasse

Männerbeine verstecken?

Bei denen kann man nie wissen. - Unsinn.

Halten Sie ein Auge auf die Kabine.

Wenn die Passgiere im Speiseraum sind, können wir nachschauen.

Mach das Schott dicht. - Sind noch 2 oben.

Auf Deck? - Ja, schon den ganzen Morgen.

Wer kann das sein?

Vielleicht ein Liebespaar, das sich was zu sagen hat.

Oder ein Ehepaar, das sich streitet.

Sabbeln tun sie jedenfalls wie bezahlt.

Mal runter holen die beiden.

Ist es nicht ungemütlich hier?

Ja, Sie haben vollständig recht.

Gehen wir hinunter. - Aber wir müssen weitersprechen.

Bisher habe ich Ihnen nur von meiner Kindheit erzählt.

Zum Mittag waren Sie 5 Jahre alt.

Und mit 6 sind Sie zur Schule gekommen.

Mit 14 hatten Sie die 1. Verliebtheit hinter sich.

Bevor Sie volljährig sind, bin ich Großmutter.

Aber ich muss Ihnen das erzählen,

damit Sie mein schwieriges Verhältnis zu Mami verstehen.

Hat das nicht Zeit bis nach dem Abendessen? - Nein.

Mami ist stark.

Ich brauche eine Frau, die stärker ist als sie.

Haben Sie mal an Vera Kukuroceva gedacht? - Wer ist das?

Die russische Kugelstoßmeisterin. - Sie haben Humor.

Aber ich denke an keine andere Frau als an Sie.

Kein Mensch ist meiner Mami so entgegengetreten wie Sie.

Sie müssen noch das letzte Hindernis beseitigen. - Das wäre?

Barbara Shadwell.

Mami will mich mit ihr verloben.

Weil sie mit ihr umspringen kann wie mit mir.

Mit der kann ich nicht konkurrieren.

Sie liebt mich so wenig wie ich sie.

Sie hatte einen Boyfriend aus Berlin,

der ihr überallhin nachgefahren ist.

Nur auf diesem Schiff ist er nicht zu finden.

Ein Mann aus Berlin? - Ein gewisser Bolle oder Bulle.

Und der liebt Barbara? - Ja, und sie ihn.

Wenn der Idiot zu finden wäre. - Was wäre dann? - Dann..

Dann würde ich Sie an der Hand nehmen und zu meiner Mami gehen

und dann würde ich sagen...

Mami, würde ich sagen, die oder keine.

Oh, Martine...

Darf ich Sie...

Darf ich dich küssen? - Nein, David, ein bissel später.

Ich muss mich erst abtrocknen. Bye bye. - Bye.

Bolle?

Bolle?

Bolle.

Wo stecken Sie denn schon wieder? - Hier.

Die Stewardess hat mich entdeckt.

Was geht das die an, ob Sie unter meinem Bett stecken? - Wie bitte?

Beantworten Sie meine Fragen: Kennen Sie eine Barbara Shadwell?

Flüchtig. - Jedenfalls sind Sie ihr nachgereist.

Streckenweise. - Was machen Sie auf diesem Schiff?

Da habe ich Ärger mit Ihnen.

Sie haben sich hier eingeschlichen,

weil Sie Barbara auf den Fersen bleiben wollen.

Es riecht nach Fisch.

Haben Sie was dagegen? - Dass es nach Fisch riecht?

Dass ich Barbara heiraten werde?

Dass ich nicht lache.

Ausgerechnet Sie wollen mir Moral predigen, ein Mitgiftjäger.

Immerhin liebe ich die Dame.

Und ich liebe Davie, damit Sie es wissen.

Sie schämen sich nicht, nach einer reichen Frau zu angeln.

Sie haben es nötig.

Wissen Sie, was passiert, wenn ich mir David nicht angle? - Was?

Dann verlobt er sich mit Ihrer Barbara.

Jetzt schauen Sie dumm drein, was?

Und wie bin ich?

Ich werde es arrangieren, dass Sie Ihre Barbara sehen können.

In dieser Kabine, für 1/2 h.

Wenn Sie dann nicht mit ihr verlobt sind, fliegen Sie raus.

Sie sind eine...

Ich weiß, was ich bin.

Aber ich liebe sie gar nicht.

Außerdem kennen wir uns viel zu lange.

Das ist beinahe Blutschande.

Aber sie ist die Einzige, bei der du sicher sein kannst,

dass sie dich nicht wegen deines Geldes nimmt. - Oh bitte.

Reg dich nicht auf.

Sind Sie endlich fertig? - Sofort.

Läuten Sie der Stewardess.

Alleine kriegen Sie mich nicht ins Kleid.

Es ist Zeit, dass du erwachsen wirst.

Weißt du, was dein Vater in deinem Alter gemacht hat? - Geld.

Um Ogdens Haferflocken populär zu machen, hat er dem Papst

vorgeschlagen, mit dem Vatikan nach Kansas City zu übersiedeln.

Na und? - Er wollte es sich überlegen.

Selbst wenn es mir gelingen würde,

den Papst nach Kansas City zu kriegen, was würde mir das bringen?

Geld und noch mehr Geld, Aber ich will kein Geld!

Ich habe welches. - Du bist ungezogen.

Lass dir sagen, dass man nie genug Geld hat.

Stimmts, Emma? - Jawohl.

Dreh dich bitte um.

Je mehr Geld ich habe, desto mehr Frauen wollen mich haben.

Außer Barbara.

Und wenn ich eine andere finden würde, die mich meinetwegen will?

Dann ist die Person so dumm, dass ich dir verbiete, sie zu heiraten.

Jetzt kannst du dich umdrehen.

Wie bin ich?

Einmalig. Wie immer.

Absolut einmalig.

Ich habe nichts von einem 16 Seiten langen Liebesbrief gesagt.

Ich möchte nicht wissen, wie lange Sie brauchen würden, auf Englisch.

Sie wissen, was auf dem Spiel steht. - Ja, Ihre Naturgewalt.

Und Ihre Barbara.

Sie haben hoffentlich geschrieben,

dass Sie nur durch meine Güte mit ihr zusammentreffen können.

Geben Sie den Brief her.

Wem haben Sie geläutet? - Dem Steward. Er soll den Brief abholen.

"Millions of kisses". Schämen sollten Sie sich.

Die Millions haben Sie im Schädel, nicht die Kisses.

Sie haben es nötig.

Sie wollen doch nicht weggehen? - Natürlich.

Ich sagte doch, dass die Stewardesse mich entdeckt hat.

Als zukünftige Mrs. Ogden kann ich mir halten, was ich will.

Auch einen blinden Passagier.

Ich möchte lieber... - Dann gehen Sie in den Koffer.

Dalli.

Bringen Sie mir was... - Ja, ja, ja.

Können Sie atmen? - Ja, ja.

(Klopfen)

Wollen Sie noch was?

Ach so, ja bitte?

Was kann ich für Sie tun? - Bringen Sie diesen Brief Miss Shadwell.

Koffer Nr. 10.. äh... Kabine Nr. 10.

Ist das alles? - Alles. - Alles.

Ich habe gehört, wie sie mit ihm gesprochen hat.

Ich hole den Zahlmeister.

(Musik)

Stützen Sie Mrs. Ogdens Kopf.

Ein Brief für Sie.

Ist das alles?

Wo brennt es? - Mrs. Ogden ist wieder in Ohnmacht gefallen.

(Scheppern)

Was macht ihr denn da? - Tut mir leid.

Schon in Ordnung.

Na?

Zieht ihn raus.

Sagen Sie mal, was suchen Sie unter dem Bett?

Ist das nicht einer von den Burschen,

die mir an den Sohlen kleben?

Du gehörst mir!

Bitte um Verzeihung. Der Käpt'n wird Ihnen eine Erklärung geben.

Schon gut, schon gut.

Oh.

Ist was, Pospischil?

Whiskey, schnell. - Whiskey, schnell.

Whiskey, schnell.

Das war mein Whiskey.

Ich fühlte mich so angegriffen.

Denken Sie an Ihren Blutdruck.

Denken Sie lieber daran, wofür Sie bezahlt werden.

Warum sind Sie nicht bei David? - Bitte.

Wo gehen Sie hin? - Zu David. - Bleiben Sie hier!

Manchmal weiß ich nicht, wer von Ihnen meine Dienste braucht.

Was liest du da?

Nichts, nur eine Nachricht.

Von wem?

Beschäftigt ihr euch damit länger,

oder Darf ich eure Aufmerksamkeit beanspruchen?

(Klopfen)

Was ist los, zum Teufel?

Ich habe den peinlichen Auftrag, Sie zu bitten,

dass Ihre Leute, womit immer sie beschäftigt sein mögen,

keinesfalls andere Passagiere belästigen.

Diesen Mann fanden wir unter Miss Colombes Bett.

Sein Zustand ist auf den berechtigten Zorn

von Mr. Ogden zurückzuführen.

Wo sind Ihre Kollegen? (Klopfen)

Wo sind Ihre Kollegen? (Klopfen)

Pardon.

Wir sehen uns gezwungen, um neue Instruktionen zu bitten.

Mr. Ogden ist in einem Zustand,

für den unsere Machtbefugnisse nicht ausreichen.

Wir konnten ihn mit Mühe daran hindern,

Wir konnten ihn mit Mühe daran hindern,

das Schaufenster Cartiers einzuschlagen.

Was macht er jetzt?

Er bespricht mit der Handelsdelegation

den Tausch ihrer Kabine mit Fräulein Colombe.

Gegen die Versorgung Ostsibiriens mit Haferflocken.

Genau wie sein Vater.

Folgen Sie mir.

Das Beste, was Sie tun können, ist essen.

Nur die empfindlichsten Herrschaften

merken etwas von schwerer See auf diesem Schiff.

Alle sind gespannt,

ob Sie heute wieder das gleiche Kleid wie Mrs. Ogden tragen.

Es sind Wetten abgeschlossen worden. - Ich werde es versuchen.

Sie können herauskommen.

Mh, der Duft von Flieder und Spiegeleiern.

Hören Sie auf, mir ist schlecht genug.

Ich hoffe, Sie fassen es nicht als Gemütsruhe auf,

wenn ich mich wohl befinde.

Schließlich stehe ich in Erwartung meiner Braut.

Steht was Neues über Schikora in der Zeitung?

Ach.

Aha.

Miss Pat Baray.

Und Mrs. Nancy Roset.

Die Töchter des Neides und der Schadenfreude.

Sprechen Sie nicht wieder mit vollem Mund.

Wie sehen Sie überhaupt aus?

Ich muss mein Hemd waschen. Ich hoffe, dass es trocken wird.

Nehmen Sie meinen Fön. - Nach dem Frühstück.

Essen Sie es auf, aber reden Sie nicht davon.

Ach...

Der verlorene Sohn, Cowboy David Ogden.

Sie haben recht, der Mann ist eine Naturgewalt.

Ob es dagegen Pillen gibt?

Beim Kommiss haben sie uns Soda ins Essen geschmissen.

Ich meine, gegen die Seekrankheit. - Na, na.

Kommen Sie.

Ganz tapfer sein.

Wollen wir uns mal hinsetzen.

Onkel Bolle wird Ihnen eine Geschichte erzählen.

Oder wollen Sie einen Schnaps?

Lieber eine Geschichte.

Es war einmal...

David, was machst du denn hier?

Gib Tante Pospischil die Hand. - Nein.

Sie sind so unrasiert. - Ob das Barbara stören wird?

David, los.

Ich finde es ganz nett.

Erzählen Sie Ihre Geschichte.

Es war einmal ein doller Millionär.

Ein Dollar-Millionär.

Sie haben eine nette Nasenspitze. - So?

Das hat mir noch keiner gesagt.

Das kommt daher, dass mir so übel ist.

Nee, es kennt Sie ja auch keiner so wie ich.

Wieso? - So von unten rauf.

Als Sie das 1. Mal reinkamen und ich unterm Bett vorguckte, dachte ich:

Die hat aber eine nette Nasenspitze.

Ich glaube, es ist besser, wenn Sie Ihre Geschichte anfangen.

Es war einmal ein Dollar-Millionär.

Stellen Sie sich vor, dass ich das wäre.

Was gibt es da zu lachen?

Es ist halt komisch, Sie und ein Dollar-Millionär.

Ich gebe zu, David ist echter als ich.

Geht es schon besser?

Eigentlich nicht.

Stellen wir uns was anderes vor.

Stellen Sie sich vor...

Ich stelle mir vor, ich bin in Wien, und da... - Und da bin ich.

Von mir aus auch Sie.

Wir haben uns schon lange Zeit angeguckt. - Ja.

Inzwischen ist mir wieder übel.

Mach keinen Ärger.

In 1/2 h kommt Barbara und in einer bin ich mit ihr verlobt.

Dann ist alles gut.

Auch für uns beide.

(Windpfeifen)

Entschuldigen Sie, ich bin zu früh.

Aber ich habe es nicht mehr aushalten können.

Es war so lieb von Ihnen, dass Sie ihn raufgeholt haben.

Ohne Sie hätte ich ihn nie zu sehen bekommen,

als Passagier der Touristenklasse.

Ihr Freund ist schon da. Er hat es auch nicht länger ausgehalten.

Wirklich?

Wo?

Besuch.

Oh, Robert. - Das ist eine Freude.

Pass auf, mein Hemd ist nass. - Wieso denn?

Ich bin hier raufgeschwommen. - Es macht nichts, wenn ich nass werde.

Ich werde alles tun, damit du das Entsetzliche vergisst.

Ich lasse euch allein.

Wenn es klopft, kann es nur der Steward sein.

Wo wollen Sie hin im Morgenrock? - Ach so.

Das ist alles nur, weil Sie zu früh gekommen sind.

Ich konnte es eben nicht erwarten. - Ich auch nicht.

Ich gehe ins Badezimmer. - Ich möchte Ihre Freundin sein.

Sie sind es schon.

Das fehlt noch.

Robert.

Du weißt nicht, wie glücklich ich bin,

dass du meinetwegen deinen ganzen Besitz verkauft hast.

Hast du sehr schlecht verkauft? - Es geht.

Ich hätte auf dich gewartet.

Ich hatte mich entschlossen, vorläufig Jungfrau zu bleiben.

Davor brauchst du keine Angst mehr zu haben. Ich schließe ab.

Ich werde arbeiten für uns, mit meinen Händen.

Du wirst aber hart arbeiten müssen.

Wenn ich nicht David heirate,

bekomme ich keinen Cent, bis ich 21 bin.

Und ich bin erst 19. - Fast noch zu jung.

Hattest du immer schon diese komische Frisur?

Du fandest sie doch nett. - Ich finde sie auch jetzt noch nett.

Ich hatte vergessen, wie nett.

Verdammt noch mal, ich bin so nervös.

Ich hab mich zu sehr gefreut. - Ich doch auch.

Erzähl mal, wie ist es eigentlich da unten? - Wieso?

Na in der Touristenklasse. - Ach so.

Man gewöhnt sich. - Wie viel seid ihr in einer Kabine?

Habe ich gar nicht gezählt. Man liegt halt so in der Gegend rum,

über- und untereinander.

Oh... - Hey, hey.

Habt ihr sehr schlecht zu essen?

Es geht. Eine Mahlzeit pro Tag. Frühstück.

Mein armer Liebling, von heute ab esse ich auch nur noch Frühstück.

Das ist nett. - Dir bringe ich Kaugummi. Mit Vitaminen.

Das essen in Amerika alle Männer im Gefängnis.

Die iss mal selber. Du wirst sie brauchen, bis du 21 bist.

Darauf trainiere ich doch.

Wir werden wundervoll arm sein tagsüber.

Und nachts so reich.

Nein, bleibt sitzen. So habe ich mir das vorgestellt, du zu meinen Füßen.

Aber du hast so eine komische Nasenspitze.

Aber Liebling, sie hat dir doch so gut gefallen.

Ja, aber sie ist eben komisch.

Ich bin so nervös. Das kommt von dem nassen Hemd.

Ich hole einen Fön.

Ach, da ist sie ja drin.

Robert?

Woher kennst du eigentlich Martine? - Wie das Leben so spielt.

Sie ist sehr schön. - Es geht.

Sie hört sicher jedes Wort.

Klar.

Nix habe ich gehört. Es interessiert mich überhaupt nicht.

Versteht du, warum ich nervös bin?

Das ist mir so peinlich,

wo sie so lieb war und alles arrangiert hat.

Du glaubst doch nicht,

dass der was dran liegt, ob ich glücklich werde.

Warum soll Martine was daran gelegen sein?

Liegt dir nichts daran? - Mir viel. Aber das ist was anderes.

Kennt ihr euch lange? - Nicht lange, aber umso gründlicher.

Wieso?

Es gibt Umstände, unter denen man einen Menschen schnell durchschaut.

Was für Umständen? - Halt so gewisse Umstände.

Verstehst du mich nicht? - Ich verstehe dich.

Jetzt gib mir einen Kuss.

Wir vergeuden unsere Zeit mit dieser Person, die nur an sich denkt.

Aber auch du scheinst an nichts anderes zu denken.

Wie denn? Die ist mal da oder sie kommt gleich rein.

Überhaupt, dieses enge Zusammenleben.

Ich bin auch nur ein Mensch. Versteh mich doch.

Ich verstehe dich. Jetzt muss ich gehen.

Wieso so plötzlich?

Wenn ich so lange wegbleibe, merkt Tante Ceila was.

Wir haben doch noch nichts ausgemacht.

Was wird aus uns?

Ich will ja nur, dass du glücklich wirst.

Sie können rauskommen. Barbara ist weg.

Na und? - Was, na und?

Glauben Sie, man kommt zu was, wenn Sie hinter der Tür lauern?

Dazu habe ich Sie Tag und Nacht in meiner Kabine behalten?

Sind Sie schon mal mit einem nassen Hemd

ganz liebestoll umarmt worden?

Während das hinten in die Hose läuft?

Ich habe Sie nur deshalb nicht hinausgeschmissen,

damit Sie sich mit Barbara verloben.

Und Sie sich mit David. - Jawohl. Abmachung ist Abmachung.

Jetzt werde ich Ihnen zeigen, was ich im Stande bin anzustellen.

Na was?

Mr. Ogden, bitte.

Ogden spricht.

Ja, Davie, Liebling.

Nein, ich komme nicht zum Lunch.

Ich fühle mich nicht wohl, ein bissel angegriffen.

Die Unebenheiten auf dem Wasser.

Aber...

...komm doch du zu mir. (schreit) Was?

In meine Kabine. - Oh, endlich!

Yippie.

Wann? - Am Nachmittag. Das ist die schönste Stunde.

Bye bye, Davie.

So.

Und Sie verschwinden. Marsch, ins Badezimmer.

Nee. Bei der Veranstaltung möchte ich dabei sein.

Vergleichen wir die Uhren.

17:53 Uhr. - Und 10 sek.

Piep.

Sie wissen, was zu tun ist.

Mr. Ogdens Zustand lässt das Schlimmste befürchten.

Erst nach dem Besuch bei Miss Colombe. - Er kommt.

Sie verschwinden ins Badezimmer oder ich...

David.

Endlich.

Oh, Martine. Ich kann es gar nicht glauben.

Schon am Telefon. - Ich konnte es nicht länger aushalten.

Setz dich. Gleich aufs Bett.

Ich mache dir einen Drink. Warum kommst du denn so spät?

Ich hatte Vorbereitungen zu treffen. - Ich will dich nicht fragen, wofür.

Ich habe mit Barbara gesprochen. - Und?

Sie war in einer merkwürdigen Stimmung.

Das ist die Schuld von diesem Bolle, das ist ein Versager.

Ein Versager?

Ich begreife nicht, was du meinst.

Was hätte er tun sollen?

Das fragst du mich, Davie?

Du wüsstest, was du zu tun hättest an seiner Stelle.

Martine, was tust du?

Nix.

Ich knie vor dir nieder.

Das sollst du nicht. Das macht mich verlegen.

So sehr ich mir wünsche, glücklich zu werden. - Mit mir?

Mit dir, Martine.

Ich trinke auf unser Glück, Davie.

Du hast eine entzückende Nasenspitze. - Was?

Das hat noch nie jemand zu mir gesagt.

Das ist eine Frage der Perspektive.

Wahrscheinlich ist noch nie eine Frau vor dir gekniet.

Es ist kein Platz für Frauen zu Füßen eines Amerikaners.

Ich finde es den schönsten Platz der Welt.

Wir sind es nicht gewöhnt.

Wir sind die unterdrückte Minderheit unserer Nation.

Amerikanische Männer bleiben die Babys ihrer Mütter.

Oder die Sklaven ihrer Frauen. - Und wann sind sie Männer?

Das weiß ich nicht, Martine.

Oh, Davie.

Ich mixe dir noch einen Drink. Vielleicht fällt es dir dann ein.

Du bist so unruhig. Fühlst du dich nicht zu Hause bei mir?

Ich habe mich noch nie so zu Hause gefühlt wie bei dir.

Ich habe dir was mitgebracht. - Was?

Ich wollte es gestern holen, aber der Laden war zu.

Ja, Davie. Das soll mir gehören?

Ja. Es kostet 30.000 Dollar.

Aber Davie. - Du sollst meiner Mutter ebenbürtig sein.

Das kann ich nicht annehmen. - Das kannst du nicht annehmen?

Das hat noch nie eine Frau zu mir gesagt.

Jetzt weiß ich es mit Gewissheit, du liebst mich, nicht mein Geld.

Aber Davie, hast du das je von mir gedacht?

Du würdest mich auch lieben, wenn ich arm wäre wie ein Cowboy.

Oder wie Robert Bolle? - Oder so.

Ja.

Wir würden tagsüber so arm sein und nachts so reich.

Oh Martine.

Ich bin der glücklichste Mensch der Welt.

Endlich habe ich die Frau gefunden, die mich befreit.

Jetzt kann ich endlich tun, was ich schon so lange will.

Jetzt kann ich es tun, endlich.

Ich kann es tun.

Martine!

Du hörst von mir.

Sie können herauskommen. - Ja, ja, ja.

Jetzt wissen Sie, wie es gemacht wird.

Was ist los?

Sie weinen ja?

Vor Freude, Sie Dummkopf.

Vor Freude.

Mensch, Pospischil.

Nicht so viel freuen.

Das bricht einem das Herz.

Das wäre erledigt.

Was Sie erzählen, ist ergreifend.

Aber sind Sie sicher, dass Ihre Nichte sich nicht irrt?

Kann es noch Zweifel geben? Hat dieser junge Mann eine Schiffskarte?

Nein, es ist so, wie Sie sagen.

Ich an seiner Stelle... - Ich kann mir denken, das Sie das gern wären.

Miss Colombe ist sehr verführerisch.

Ich wäre ihr nicht so bald erlegen. - Ich bin froh, dass er es ist.

Sonst wäre ich mit Barbara nicht fertig geworden.

Ja natürlich. Wie trägt es Ihre Nichte?

Ich habe mich bemüht,

Barbara zu einem selbstbewussten Mädchen zu erziehen.

Wie ich ihr sagte, dass sie nicht einem Mann nachlaufen solle,

der eine andere liebt, sagte sie:

Oh Tante Ceila, du hast recht, ich verstehe.

Sie, Barbara? - Martine, ich muss Sie sprechen.

Ja gern, aber ich kann Robert nicht so schnell verständigen.

Das macht gar nichts. Ich bin froh, dass wir alleine sind.

Aber Sie sind ja so aufgeregt.

Entsetzlich aufgeregt. Entsetzlich.

Ich bin froh, dass Robert nicht da ist.

Er würde es gar nicht glauben. - Was denn?

Die ganze Angelegenheit. Bitte geben Sie mir einen Drink, ja?

Darf ich?

Aber Barbara, nicht so viel. - Noch viel mehr.

Trinken Sie gern Whiskey? - Nein.

Geht es Ihnen besser?

Erzählen Sie mir, was passiert ist.

Etwas Fürchterliches, hätte ich nur Nein gesagt. - Wozu?

Zum Pokern.

Verloren? - Ja.

Machen Sie sich nichts drauf, Ihre Tante Ceila wird es bezahlen.

Aber gegen Tante Ceila habe ich verloren.

Und die will das Geld von Ihnen?

Sie will etwas anderes. Sie will Robert.

Ich habe um Robert gespielt. - Was?

Um Robert?

Ja. Und ich hab ihn verloren.

Gegen eine Yacht. - Was?

Was hast du?

Oh, Robert.

Liebling.

Wie bin ich froh, dass du da bist.

Ich hab dich eingesetzt, weil du das Liebste bist, was ich hatte.

Es war eine wunderschöne Yacht. Sie wird Ihnen gefallen, Martine.

Jetzt habe ich Robert verloren.

Mit einer einzigen Karte. Mit einer einzigen. Rate mal, mit welcher.

Ist nicht mehr wichtig. - Mit Herz-Dame.

Es war so... - Erzähl mir nicht noch das Spiel.

Das musst du wissen, weil ich dich verlieren musste.

Weil ich schlechte Karten hatte, gepokert habe ich sehr gut.

Da bin ich sicher. - Bist du böse?

Wie kommst du darauf, dass ich böse bin?

Schwimmen kann ich zur Not auch.

Nun bin ich keine Yacht, ich hab auch keine Schraube.

Locker.

Und Sie stehen da rum...

Sei nicht ungerecht gegen Martine.

Und das wollte ich dir zur Erinnerung geben.

Das sind die Karten, mit denen ich dich verloren habe.

Sehr aufmerksam.

(Musik)

(Klopfen)

Herein.

Guten Abend Mrs. Colombe.

Stör ich, oder haben Sie eine Minute Zeit für mich?

Mit Vergnügen. Bitte legen Sie ab.

Wollen Sie nicht Ihren Kittel ablegen?

Nicht, solange ich mich frisiere. Wenn Sie gestatten, fahre ich fort.

Ihnen wird es zu warm werden. - Durchaus nicht.

Wenn Sie gestatten, sehe ich mich bei Ihnen um.

Es ist eine Kabine wie jede andere, aber betrachten Sie sie.

Man wartet ungeduldig auf Ihren Auftritt.

Ich dachte, wir könnten den Sensationslüsternen

einen Strich durch die Rechnung machen,

indem wir gemeinsam erscheinen.

Das ist eine ausgezeichnete Idee und so passend für die Gelegenheit.

Legen Sie den Kittel ab!

Fangen Sie doch an. - Nein, Sie.

Nein, Sie.

Also gut.

Ha, das ist mein Kleid von morgen.

Sie haben die ganze Kollektion.

Im Auftrag meiner Neider haben Sie sich dazu hergegeben.

Schon immer will man mich von meinem 96. Platz

der Liste der bestangezogenen Frauen verdrängen.

Und Sie, Sie...

Damit Sie sehen, wie viel mir daran liegt.

(Musik)

So.

Und jetzt...

Halten Sie ein. Sie können ja nicht nackt rumlaufen.

Nehmen Sie meinen Mantel.

Danke schön.

Haben Sie vielleicht einen Whiskey da?

Ich weiß nicht. Ich glaube, es gibt nur Soda-Wasser.

Barbara hat den Whiskey ausgetrunken.

Sie entwickelt sich also nach ihrer Tante, die trinkt auch.

Das ist noch ein tropfen. Nehmen Sie keinen?

Ja, ich glaube, ich vertrage jetzt auch einen.

Mein Kind, was Sie eben getan haben, ist fabelhaft.

Sie gefallen mir. (Klopfen)

Ruhe.

Ich glaube, ich habe die Frau gefunden... (Klopfen)

Ich sagte, Nein.

...die David sicher leiten könnte wie ich selbst.

Mrs. Ogden. - Ich sagte, nein, Sie Maulesel.

Ich habe mit Miss Colombe zu reden.

Eine Frau, die Kleider aus dem Fenster wirft, ist eine Heldin.

Martine, nehmen Sie meinen Sohn.

Ich muss Einspruch erheben.

Zu Ihrem Verständnis.

Mr. Ogden ist seit seiner Kindheit ein wenig sonderbar.

Ich bin nicht sein Privatsekretär, sondern sein Arzt.

Aber Davids Zustände stellen sich nur ein, wenn er verliebt ist.

Der Fall ist eingetreten.

Mrs. Ogden, wir fanden David dabei, sein Vermögen...

Pardon, Ihr Vermögen zu verteilen an die Passagiere der Touristenklasse.

Und an Besatzungsmitglieder... - ...in Schecks zu 30.000 Dollar.

Er sagt, er braucht kein Geld mehr,

weil er die Frau gefunden hat, die ihn um seiner selbst liebt.

Er muss sofort aufhören. Haltet ihn fest.

Ich habe Mr. Ogden eine Spritze gegeben,

die ihn für 2 Wochen außer Gefecht setzen wird.

Hier, 2 Kubikzentimeter.

Um Gottes willen, das falsche Mittel.

Das ist Spinat.

Wo ist er? Du gehörst mir! Wo bist du?

Stanford.

Mami, sag den Idioten, sie sollen mich loslassen,

sonst mache ich Haferflocken aus Ihnen.

Schönen Gruß von Mami.

Robert, sind Sie wahnsinnig geworden?

Nee, da muss ich dabei sein.

Jesses, der Koslowski.

Ah.

David.

Stanford.

Stanford! Du gehörst mir.

Was werden Sie tun, Miss Colombe? - Ich weiß nicht.

An Ihrer Stelle würde ich einen Drink nehmen. - Danke schön.

Merkwürdig. Den hab ich gar nicht engagiert.

Entschuldigen Sie, wie tief ist hier das Meer?

(Schiffshorn)

Languste mit Trüffeln und Spargel.

Ein wenig Waldorfsalat mit Äpfeln, Rosinen, Ananas an einer

leichten Creme mit Pomme saute und Chou blanc au gratin.

Vielen Dank.

Darf ich Ihnen was Persönliches sagen, Madame? - Ja, bitte.

Nicht nur die Passagiere, auch meine Kollegen bedauern,

Sie am letzten Tag nicht im Speisesaal zu sehen.

Vielen Dank Ihnen allen. - Wäre das alles?

Alles. - Alles.

Sie können reinkommen. - Ich komme sofort.

Er hat mich nicht geschafft, und ich hab dich nicht geschafft.

Ich komm nicht nach Amerika.

Du kommst auch nicht nach Amerika.

Schwimm nach Hause.

Manch einer kommt eben nie nach Amerika.

Tuts noch sehr weh?

Es geht. Kauen werde ich noch können.

Aber ich kann das Zeug gar nicht mehr sehen.

Eigentlich schade, was?

Das wäre sozusagen unsere Henkersmahlzeit.

Ach, sieh mal einer an.

Was ist denn?

Land.

Amerika.

Wo die Amis herkommen.

Ach so.

Ach so ist gut, Sie können da ja aussteigen.

Wird man Sie einsperren?

Erst mal werde ich auf dem Schiff,

dann werde ich in Amerika eingesperrt.

Dann werde ich wieder auf dem Schiff...

Zum Schluss werde ich in Europa eingesperrt.

Wollen Sie sich stellen? - Nee.

Ich geh wieder unters Bett und warte ab, was geschieht.

Also, Pospischil.

Machen Sie es gut.

Man sieht sich immer 2-mal im Leben.

Und mich lassen Sie alleine? - Ihnen kann nichts passieren.

Halb nackt in einem fremden Land...

Wer weiß, vielleicht findet sich ein anderer Millionär,

dann kann das halbnackte auch nicht schaden.

Geben Sie mir Ruh mit den Millionären.

Die liegen mir stagelgrün auf.

Soll das heißen, dass Sie die Nase voll haben? - So ungefähr.

Kann ich verstehen.

(Musik)

Robert?

Was?

Ich hab Angst allein.

Haben Sie ein bissel Platz für mich?

Pospischil.

Pospischil.

Meinen Sie, ob das gut geht mit uns?

Das ist aber nicht sehr bequem. - Das macht nichts.

Wenn man unten ist, wird man philosophisch.

Hier, nehmen Sie meine Jacke. - Danke schön, und Sie?

Ich komm zurecht, danke schön.

Au. Was haben Sie da in der Tasche.

Ach.

Die Spielkarten von Barbara.

Als Erinnerungsstück an meine verflossene Braut.

Wollen wir einen spielen? - Ich kann nur 66.

Das schadet nicht.

Los, Kamerad Pospischil.

(betont) Pospischil. (betont) Pospischil. Oder so.

Was ist das denn?

"Gebucht, 2 Überfahrten New York/Hamburg,

Luxusklasse, Kabine 59.

Liebt einander und vergesst nicht. Eure Barbara."

Das ist aber ein Ding.

(Musik)

Copyright WDR 2014

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