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Zeig mir deine Muschi.
Jetzt blas mir einen.
Das macht dann nochmal 50.
Ist erledigt.
Welches?
Die Seifenblasen
Los, wir holen dich jetzt ab.
Vielen Dank.
Guten Morgen.
Ciao, ciao, ciao, ciao.
Die übliche kleine Runde?
Ich bin allein aufgewachsen.
Und soweit ich zurückdenken kann, hatte ich vor allem, was sexuell war, Angst.
Ach was.
Die Geschichte des Auges.
Du bist noch hübscher geworden, George.
Er ist bereit, seine Hand auch demjenigen zu reichen, der ihn mal
boshaft behandelt hat.
Auch in dieser Hinsicht ist Pierre ein ganz besonderer Mensch.
Er möchte, dass alle um ihn herum ein Herz und eine Seele sind.
Und er hat mir beigebracht, Menschen gern zu haben.
Ich fotografiere dich ein wenig, ja?
Mhm. Okay.
Hey, zieh ihn doch aus.
Auch das Höschen. Zieh es aus.
Zieh es aus.
So ist es gut.
Und setz die Mütze auf.
Nein.
Setz sie auf. Los, setz sie auf.
Gar nicht schlecht so.
Genau.
Das wird das Cover für mein Album.
Bin ich noch schlank?
Du hast ja gar nicht geguckt.
Sehe ich alt aus?
Spür's.
Bist du Bea?
Heb ihn auf.
Den Teller mit der Milch?
Stell die Milch da hin.
Und jetzt setz dich drauf.
Nun steh wieder auf.
Wir waren zuerst konsterniert, aber dann ist er gleich wiedergekommen. Mit seinem
Nachttopf, hat ihn auf den Teppich gestellt, die Hose heruntergezogen und
hat vor sich hingestarrt und auf dem Topf gesessen. Wir haben uns kaputt
gelacht, erinnerst du dich?
Ich war an dem Abend gar nicht dabei.
Tatsächlich?
Komisch, ich war mir ganz sicher, dass du dabei warst.
Na gut, zurück zu uns.
Es sind alle, wirklich alle der Meinung, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt
ist für unser Business.
Es gibt eine sehr große Nachfrage nach der Smartbox und dem Wellness
-Wochenende. Und ich hab dir ja die neuen Broschüren gezeigt. Die sind
schön, oder?
Ja, ich hab sie gesehen.
Aber ich muss mit dir darüber reden, dass du vier Monate im Rückstand bist
und dass 20.000 Euro offen sind.
Ich habe alles getan, was irgendwie möglich war.
Meiner Meinung nach wäre der Verkauf der Villa der einzig richtige Schritt.
Nein, ich warte doch auf 20.000 Euro, die bereits fällig sind.
Das ist ja wohl etwas anderes.
Man muss Geduld haben.
Außerdem wart ihr es doch, die mich überredet haben.
Elisa, du hast die Villa deiner Eltern geerbt. Sie gehört dir. Warum machst du
dich nicht selbstständig? Als Lehrerin schöpfst du deine Fähigkeiten nicht aus.
Und jetzt soll ich die Villa verkaufen?
Das Geld wird bald kommen.
Keine Sorge.
Das spielt alles keine Rolle mehr.
Für mich aber. Es geht hier gar nicht um dich. Heißt das, ich funktioniere nicht?
Es geht nicht um dich.
Die Lage ist momentan einfach schwierig.
Für mich, für dich, für uns alle.
Ich habe alles getan, was Menschen möglich war.
Wir haben die Bilanz analysiert. Doch da gibt es diese 20.000 Euro, die unbedingt
gedeckt werden müssen.
Deswegen sollten wir die Villa lieber heute verkaufen, als sie morgen
vielleicht zu verlieren.
Es tut mir leid, aber daran können wir nichts ändern.
Es ist nicht deine Schuld. Es ist nicht meine Schuld. Niemand hat daran Schuld.
Könnte ich bitte ein Glas Wasser haben?
Entschuldigt, dass ich rauche, aber ich bin seit dem Aufstehen noch zu keiner
Zigarette gekommen.
Sobald ich aufwache und mein Zimmer verlasse, sind die Katzen meines Mannes
hinter mir her.
Sie folgen mir überall hin und wollen fressen und gestreichelt werden. Wenn
man morgens aufwacht, braucht man seine Ruhe, seine Zigarette, seinen Kaffee.
Und keine Katzen, die gestreichelt werden wollen.
Ich würde sie am liebsten alle erwürgen. Aber nicht Tabby.
Tabby schnurrt nicht.
Und sie ist schön.
Alle sagen, dass sie schön ist. Sogar der Postbote meinte das.
Ich habe Bea eigentlich gesagt, dass sie sich ein wenig hübscher anziehen soll
für sie.
Neulich, als sie sie kennengelernt haben, war sie hübscher angezogen als
jetzt, oder?
Es ist besser, wenn ich ihre Kleider aussuche.
Sie ist schon ein sehr begabtes Mädchen. Sie bewundern sie bestimmt sehr. Sie
schreibt sehr gut.
Und Sie werden sie unterstützen, richtig?
Weil meine Tochter nämlich ganz außergewöhnlich ist. Auch die Mutter von
Elvis hat das immer gesagt. Ich habe einen ganz besonderen Sohn. Sie weisen
Bea an und Bea führt aus.
Auch Elvis wurde ja von Colonel Parker gefördert.
Seinem Manager, dem Colonel.
Erinnern Sie sich an ihn?
Die Hauptstadt von Estland.
Tallinn. Richtig.
Was ist dir am liebsten, Pierre?
Such du was aus.
Habe ich dir das Neueste von meiner Mutter erzählt?
Wir schicken ihm das erste und das dritte Stück.
Es ist nämlich so.
Meine Mutter hat immer erzählt, dass sie Jahrgang 68 ist. Ein Jahr jünger als
mein Vater.
Dann habe ich ihren Personalausweis gefunden.
Sie ist Jahrgang 64.
Kannst du dir das vorstellen?
Jahrgang 64.
Stell dir mal vor, sie stirbt, ja?
Du gehst zu ihrer Trauerfeier. Es sind Verwandte da, Freunde und so.
Und sie fragen dich, wie alt deine Mutter war. Und du antwortest 70.
Und am nächsten Tag steht in der Todesanzeige, dass sie 74 war.
Unfassbar, oder?
Na und?
Was meinst du, Sarah?
Ob von Sternberg Stock wohl so ähnlich ausgesehen hat?
Sein Spazierstock war sein Schwanz, das weiß doch jeder.
Na los, Matteo, genieß das doch mal. Du hast drei Schwänze, drei.
Die einzige italienische Zeitung, die...
Hallo,
die einzige italienische Zeitung, die sich selbst finanziert.
Die einzige italienische Zeitung, die sich selbst finanziert.
Steht dir gut, weißt du?
das letzte Mal?
Vor zehn Jahren, oder?
Erinnerst du dich an das Flugzeug?
Dieser Kerl war damals ein wichtiger Kunstkritiker, als ich anfing.
Ich habe ihn einmal auf der Feste der Lunital getroffen. Da ging es um junge
Künstler und ihre Ausstellungsräume.
Und der Typ sagte damals, dass er eine Galerie eröffnen wollte.
Zwischen Mia Moscova und Porta Garibaldi.
Und er wollte dort nur Künstler ausstellen, die noch keine
Einzelausstellungen hatten.
Also habe ich mich als Künstler vorgestellt und sagte ihm, ich hätte
schon in Berlin ausgestellt, in Rotterdam.
In Paris und so weiter.
Aber noch nicht in Italien. Nicht in meinem Mailand.
Daraufhin fragte er mich, ob ich einen Agenten hätte, einen Politiker, einen
Freund oder einen Journalisten, der mich protegieren würde.
Und ich sagte nein.
Da antwortete er mir, ach, das hat keinen Sinn.
Also sagte ich ihm, ich würde sehr gerne einige meiner Arbeiten vorbeibringen.
Und er erwiderte, wenn es unbedingt sein muss... Ein richtiges Arschloch war das,
oder?
Jedenfalls... eröffnete er seine Galerie und gab allen linksintellektuellen
Journalisten Interviews, in denen er sagte, dass er jungen Künstlern Raum
geben wollte, neuen Talenten und lauter so Scheiß.
Vorsichtig, Schätzchen.
Er eröffnete die Galerie und machte nur Einzelausstellungen von bekannten
Künstlern. Und kein Journalist von irgendeiner blöden Zeitung machte ihn
deswegen fertig.
Also ich mache es jetzt kurz.
Das ist zehn Jahre her.
Einige Freundschaften haben sich verändert.
Und vor ein paar Tagen war ich bei einer Zwangsversteigerung und habe seine
Wohnung gekauft.
Seine Galerien sind jetzt alle geschlossen. Er lebt in einer
Apartmentanlage. Giorgio kennt ihn. Er hat ihn vor ein paar Tagen in der Bar
Mozart getroffen.
Der Kang hat gefragt, ob Giorgio ihm jemanden vorstellen kann, der ihm
vielleicht hilft.
Ich bin dann hingefahren zu dem Apartmenthaus, wo er jetzt wohnt.
Ich habe bei ihm geklingelt.
Er hat die Tür aufgemacht und ich stand da mit heruntergelassenen Hosen.
Ich habe ihm einen schönen Scheißhaufen direkt vor die Tür gesetzt. Er wusste
nicht, was er sagen sollte. Er hat mich nicht erkannt.
Er war wie gelähmt vor Angst.
Oder vor Scham.
Lieber Freund, eint uns das nicht mehr als alle Kunst dieser Welt?
Hast du... Hast du es eigentlich gern, wenn ich in dir komme?
Und warum sagst du es mir dann nie? Ich meine, ich würde es schön finden, wenn
du ab und zu... Was soll ich denn sagen?
Ich finde es schön, dass du jetzt gleich in mir kommst.
Ja? Hallo, ich bin Sarah und hab einen Termin mit Benny.
Benny ist nicht da.
Ich kann oben auf ihn warten. Er kommt heute nicht ins Büro.
Sarahlein, Sarahlein, entschuldige.
Verzeih mir, ich hab mich verspätet. Das macht doch nichts.
Wie geht's dir?
Ach komm, gut.
Ich hab gar nicht lange gebraucht bis hierher.
Alles klar, das ist ja umso besser.
Hör mal, ich muss dir was sagen.
Deinen Film kann ich nicht machen.
Entschuldige, aber was redest du denn da? Nächste Woche ist schon... Ich
glaube, ich bin nicht der richtige Produzent. Ich habe lange darüber
nachgedacht. Ich bin nicht der Richtige für so ein Projekt.
Mit deinem Thema ist es so gut wie unmöglich, Fördergelder zu bekommen. Und
ohne die kann man in diesem Land gar nichts erreichen.
Es sei denn, man hat Unterstützer in der Politik.
Ich hatte mal einen in der PDI, aber der ist erledigt. Und das fällt dir jetzt
ein? Nein, nein, nein.
Das fällt mir nicht erst jetzt ein.
Als ich das Exposé zum ersten Mal gelesen habe, da habe ich mich mitreißen
lassen und... Nein, Moment mal. Moment mal.
Entschuldige, Benny. Wir arbeiten seit einem Jahr an dem Projekt.
Wir haben die Schauspieler gecastet und haben uns die ganzen Drehorte angesehen.
Wir waren ständig unterwegs. Das war so viel Arbeit. Warte doch mal kurz. Lass
mich ausreden, ja? Wenn es erst einmal soweit ist, dann glaubt man daran, dass
der Film wirklich gemacht wird. So läuft das nicht mehr. Es hat sich alles
vollkommen verändert.
Du hast mir nicht richtig zugehört.
Ich sagte nicht, der Film wird nicht gemacht, sondern dass ich den Film nicht
machen kann. Und es gibt eine Lösung für diesen Film. Diesen Film, deinen Film,
musst du selbst produzieren. Ich kann dir eine Menge junge Leute aus dem
Umfeld der Filmhochschulen vorstellen.
Scheiße, Mann, die sind gut, die sind jung, sie haben Lust zu arbeiten und
sind extrem talentiert. Natürlich sind sie nicht so professionell wie du. Sie
sind noch unreif, sie sind jung, aber sie sind hungrig genug für so eine
Story. Glaub mir, mit ein bisschen Kohle stellt ihr diese Produktion auf die
Beine. Du hast ja bestimmt was gespart. Du oder deine Eltern.
Das, was ihr braucht, werdet ihr schon auftreiben. Das sollte nicht so schwer
sein. Ach, entschuldige bitte.
Der kann kurz warten.
Wie Jean Bresson sagte, die jungen Leute werden mit ihrem eigenen Geld ihre Filme
machen.
Wunderbar. Kannst du kurz auf mich warten? Ich gehe da rein, unterschreibe
ein paar Papiere, dann gehen wir einen Kaffee trinken und quatschen.
Okay. Wartest du auf mich?
Ach, entschuldige. Hier, ist das nicht komisch? AD 007.
007 im Autokennzeichen. Mein Traum, seit ich ein kleiner Junge war.
Wart auf mich!
Einen wunderschönen Tag, Frau Professorin.
Ich werde euch gleich eure Zimmer zeigen.
Wir werden uns ungefähr einmal pro Woche treffen.
In der Regel wird das der Montag sein.
Wir rufen euch an und wir holen euch ab.
Wie ich schon erklärt habe, gibt es nichts Besonderes, was ihr wissen müsst.
Es sind Nachmittage unter lieben Freunden.
Wir genießen die Zeit, wir haben Spaß und spielen.
Alles ganz normal.
Erzählt ihm von euren Träumen.
Pierre will von euch nur, dass ihr freundlich zu ihm seid.
Tut, was er von euch verlangt. Und am Ende werdet ihr das bekommen, weswegen
ihr eingewilligt habt.
Sprecht mit niemandem darüber.
Schon gar nicht am Telefon.
Ihr könnt euch glücklich schätzen.
Heutzutage... Würde jeder gern an eurer Stelle sein.
Fahren wir.
Haben Sie ihn eigentlich je kennengelernt, den Valentino? Wen?
Den Rennfahrer.
Vielleicht ist er mir irgendwann auf einer Party vorgestellt worden.
Hast du ein Schmerzmittel?
Die Sonne ist seit Menschengedenken ein Symbol für Schönheit und Kraft. Und das
Wellnesszentrum Sonnentempel schöpft seine Inspiration aus den Quellen der
Sonne. Jede Behandlung nimmt Bezug auf diese Philosophie.
Echtes Wohlbefinden kann nur entstehen, wenn die Energie frei fließen kann und
somit Harmonie zwischen Körper und Geist entsteht.
Was hältst du davon?
Du kannst gut schreiben.
Danke.
Alle finden, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für diese Idee ist und die
Smartbox erfolgreich wird. Was hast du noch mal vorher gemacht?
Ich war Lehrerin an einem Gymnasium. Und davor habe ich für eine Zeitung
geschrieben. Aber du weißt ja, die Zeitungen sterben langsam aus. Genau wie
die Lehrer.
Tja. Schreib doch etwas für mich.
Einfach so als Geschenk.
Einverstanden.
Aber was würdest du denn wollen, dass ich schreibe?
Ich weiß nicht, einen Text, ein Stück vielleicht? Es muss ein wunderschöner
Ort sein.
Das ist wahr. Es ist meine Villa.
Dann zieh doch dort ein.
Schließ die Firma, genieß die Aussicht und schreib mir was.
Seid ihr denn bescheuert?
Sie hat gesagt, aus mir wird nie ein richtiger Sänger.
Und wieso wird nie ein Sänger aus ihm?
Weil er kein ehrlicher Mensch ist.
Die ganze Stadt war verrückt nach dem grünen Pferdchen.
Alle, wirklich alle.
Kinder, Großväter, Bankbeamte, Eisverkäufer, Friseure und Lehrer,
Chauffeure, Arbeiter, Gaukler, sogar der Wächter der Arena.
Alle gingen zum Pferderennen, um es zu sehen.
Die Rennen fanden immer in der alten, verlassenen Seifenfabrik statt.
Seine Gegner waren Flash, Wind, Polarstern, Schalpi, Gelbe Minze,
Pegasus' Schwester.
Also die schnellsten Vollblüter im ganzen Land, die schon Rennen gegen
sämtliche Champions gewonnen hatten. Die mit den Jockeys, die alle Familien
Italiens verehrten. Scheiße, was machen die heutzutage für blöde Spiele?
Niemand wusste, wem das grüne Pferdchen gehörte oder woher es kam.
Es gehörte niemandem.
Und eigentlich mochte das Pferdchen nur Kinder und Alte. Aber alte Leute ohne
Brille. Nur von ihnen ließ sich das Pferdchen das Fell streicheln.
Und alle dachten, ach, wenn es doch noch Sucht den Gockel gäbe. Du weißt schon,
diese Sonntagssendung im Fernsehen.
Dann wären nämlich jetzt lauter Journalisten hier und würden uns filmen
und noch dazu interviewen. Die Geschichte haut mich jedes Mal wieder
um.
Und das grüne Pferdchen rennt so schnell, dass Gelbe Minze jedes Mal nach
der dritten Runde fürchterlich anfängt zu weinen. Und Flash sagt, dass er
nächstes Mal in der Stadt rennen will. Dort in der Bank mit dem großen Saal.
Denn dort kann er dann wirklich ein Superheld sein.
Und überall schreien die Kinder. Und von den alten Leuten trägt keiner eine
Brille. Weil das grüne Pferdchen keine Brillen mag.
Hey, gib mir mal die Nummer.
3, 3, 6, 1, 2, 3, 1, 2, 3, 7.
Scheiße, sie war noch Jungfrau.
Scheiße, ich habe das Level geschafft.
Das grüne Pferdchen prescht zum neunten Mal durchs Ziel. Und alle denken, der
Tag sei bald vorbei. Denn in wenigen Stunden ist es schon Montag. Und dann
müssen alle wieder zu ihrer Arbeit gehen. Aber dem Pferdchen sei Dank wird
noch drei Tage lang Sonntag sein. Die Leute feiern, die Leute essen und
musizieren. So ein Champion, das grüne Pferdchen. So ein Champion auf der
Rennbahn und neben der Rennbahn.
Warst du geschäftlich schon in vielen Städten? Mhm.
Zum Beispiel?
Paris, Berlin, London, Moskau, Santiago de Chile, Rio de Janeiro, New Delhi und
so weiter und so weiter und so weiter.
Und gibt es eine Stadt, in der du gern leben würdest?
Ich würde gerne in Afrika leben oder in Südamerika.
Die Menschen dort sind arm, aber sie sind glücklich, weil sie mit dem leben,
was sie haben.
Die Sonne scheint, es ist heiß.
Es gibt Obst und es gibt nicht all die Sorgen, die man hier hat.
Warum?
Pierre, ich hab dich wirklich gern.
Alle sagen, dein Leben wäre seltsam und... Aber ich denke, du bist einfach
nur sehr unglücklich.
Ich bin ja nur ein dummes Ding mit dummen Träumen. Aber ich habe begriffen,
dass du all das tust, was du tust, weil du so sensibel bist
und weißt, wie man liebt.
Sag mal, neulich Abend auf der Party.
Die beiden Mädchen, hast du die eigentlich gefögelt?
Ist das zu glauben? Du sagst also, der einzige Grund, warum du die beiden nicht
gefickt hast, war, weil du mir nicht wehtun wolltest?
Du bist kein sehr eifersüchtiger Mann, oder?
Du bist nicht eifersüchtig auf mich.
Kannst du mir sagen, warum du nicht eifersüchtig auf mich bist?
Weißt du noch letzten Sommer in diesem Speisesaal, als wir neben dem
Marineoffizier mit den anderen beiden Offizieren am Tisch saßen?
Ich dachte die ganze Zeit nur an ihn. Er ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Ich war mir ganz sicher, wenn er mich gewollt hätte, auch nur für eine Nacht
wäre ich bereit gewesen, alles hinzuschmeißen. Meine verfickte Zukunft
mit dir, einfach alles.
Und das seltsamste war, dass ich dich lieber hatte als je zuvor.
Und dass meine Liebe zu dir eine zärtliche Liebe war.
Zärtlich und traurig.
Tor!
Gestern habe ich einen Satz gelesen, an den ich die ganze Zeit denke.
Kunst ist kein Spiegel, der die Welt reflektiert, sondern ein Hammer, mit dem
man sie trifft.
Denkst du, dass das stimmt?
Ich denke, ja.
Das ist von Majakowski.
Ich weiß.
Ein wenig ähnelst du ihm.
Ich würde dich gern mal für die Zeitung interviewen. Denkst du, das ginge?
Ich bin sicher, dass du viele interessante Dinge zu sagen hättest.
Hoffentlich ende ich nicht wie Amy Winehouse.
Ich würde dir gerne meine Mutter vorstellen.
Naja, eine mehr oder weniger, das ist kein Problem.
Weil sie immer sagt, ich sei mit schlecht gekleideten Menschen zusammen,
weil ich Kommunistin bin.
Wenn sie dich kennenlernen würde, würde sie ihre Meinung sicher ändern.
Ich komme dir also gut gekleidet vor, ja?
Was ist denn los?
Mein Hund Brian ist gestorben.
Er war nur vier Jahre jünger als ich.
Das tut mir leid.
Ich habe auch sehr gelitten, als mein Hund starb.
Wie hieß denn dein Hund?
Er hieß Tommy.
Er war das letzte Geschenk meines Vaters, bevor dieser starb.
Und als dann Tommy leider starb, da hatte ich ein Gefühl,
als hätte ich meinen Vater ein zweites Mal verloren.
Darf ich?
Habe ich dir von meinem Film erzählt?
Nein.
Es geht um Social Networks. Ach ja?
Ja.
Praktisch geht es um eine Gruppe junger Leute aus der gehobenen Mailänder
Gesellschaft. Also die, die ins Leone oder in San Carlo gehen.
Weißt du, ich habe einige von denen kennengelernt.
Naja, ein paar dieser jungen Leute legen sich falsche Facebook-Profile zu, um
pädophile Priester zu finden.
Aber dann stoßen sie auf andere Geheimnisse des Vatikans und werden im
Petersdom eingeschlossen. Sie werden sogar zum Tode verurteilt.
Wahnsinn.
Weißt du eigentlich, dass der Vatikan der einzige europäische Staat ist, der
noch die Todesstrafe hat?
Ich hatte die Idee, als ich Sex und der Vatikan gelesen und dann noch einige
Interviews im Netz gesehen hatte.
Ich weiß nicht.
Ich würde mich an ihrer Stelle schämen, doch die Papsten einfach weiterlaufen
frei herum und legen sich sogar noch Facebook-Profile zu.
Ja, Facebook solltest du auch nur beruflich nutzen.
Martha sagt, der Film wäre scheiße.
Es wäre alles zu offensichtlich.
Aber es kommt ja darauf an, wie ein Film gemacht ist, oder? Sicher.
Außerdem glaube ich, dass sie nur neidisch ist.
Sie ist Kommunistin.
Das hasserfüllte Italien.
Doch die Liebe siegt immer.
Nein, nein, nimm es nicht ab.
Knie dich hin.
Und die Hurenscheiße, es wird immer schwieriger.
Guten Tag, der Herr. Bleiben Sie, bleiben Sie.
Wollen Sie?
Nein, vielen Dank, George.
Es gibt nichts Zerbrechlicheres als die Schönheit der Frauen.
André-Pierre de Mondiarg.
Bravo, George.
Wenn ich fähig wäre zu lieben, würde ich wahrscheinlich heiraten.
Und ich würde meine Braut treu lieben, alle Proben bestehen, bis hin zu den
größten Opfern.
Aber Liebe ist ein abgegriffenes Wort.
Mama, hat Papa mir in seinem Testament etwas vererbt?
Ja, sicher, Matteo. Ich meine etwas Bestimmtes.
Etwas nur für mich.
Etwas von ihm für mich.
Was weiß ich? Ein Buch, ein Stift, eine Brille.
Ich weiß es nicht.
Hat er nicht.
Lauf den Kreis.
Stopp.
Runter.
Einer ist rechts und einer ist links.
Die eine ist deine Freundin, die andere ist deine Mutter.
Such dir eine aus.
Die, die du nicht fickst, wird dein Sperma von den Schenkeln der anderen
lecken.
Viel Glück.
Bist du denn blöd?
Machst du immer alles, was man dir sagt?
Blödmann.
Sag schon.
Am Montag müssen wir denen wegen der Sendung eine Antwort schicken,
hinsichtlich der Fragen, die sie vorgeschlagen haben.
Kannst du sie dir heute Abend mal ansehen? Nein.
Ich lege sie dir morgen früh hin, dann kannst du auf dem Weg zum Flughafen
einen Blick drauf werfen.
Hast du den Plan für die Meetings in Brüssel gelesen? Ich habe sie dir heute
Morgen geschickt. Ach ja?
Am Montag kann Gwenda nicht dabei sein, das Mädchen, das ich dir im Stadion
vorgestellt habe.
Sie ist im Krankenhaus.
Jemand hat sie auf der Straße zusammengeschlagen.
Ach ja?
Woran denkst du bloß?
Ich denke, Romy, wer liebt dich?
Mit wem bist du verlobt? Wer fickt dich? Und dann sage ich, ach ja!
Ist alles in Ordnung, Pierre?
Romy, wie lange arbeitest du schon für mich?
Sieben Jahre.
Dann wage es wirklich nie mehr, so mit mir zu sprechen.
Sarah, begrüße bitte Brian.
Bias Hund.
Hallo, Brian.
Diese Hitze.
Herrgott, nochmal.
Hol ihm einen runter.
Na los, Bea, siehst du nicht, wie schlapp sein Pimmel ist?
Schätzchen, glaubst du tatsächlich, dass ein toter Hund einen Steifen bekommen
kann?
Ein Wunder.
Ich hab's immer gewusst, dass du es schaffen wirst. Das war klar. Man musste
dich nur ansehen.
In dem Jahr, als du Abitur gemacht hast, habe auch ich die Schule verlassen.
Wir sind beide weggegangen.
Erinnerst du dich, Rumi?
Vor ein paar Jahren habe ich Magrassi zufällig wiedergesehen.
Er wollte gerade nach London ziehen. Hier sah er für sich keine Perspektive
mehr.
Alle Menschen gehen weg.
Für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, endlich wieder zu
unterrichten. Das zu tun, was ich am besten kann.
Und du?
Bist du glücklich?
Eine scheiß Frage habe ich dir da gestellt.
Er wollte sich rasieren, bevor er das Haus verließ.
Als er in den Spiegel gesehen hatte, war ihm aufgefallen, dass das kleine
Grübchen im Kinn, seine spezielle Geheimwaffe, schon unter frischen
Barthaaren verborgen war.
Er stellte jedoch mit Entsetzen fest, dass er keine Rasierklingen mehr besaß.
Vor Schreck stolperte er leider über den großen Wäschekorb. Er rutschte mit den
Händen im Waschbecken aus, versuchte...
Hahaha.
Du sagst ihm selbst, dass du weggehen willst.
Sonst legt er sich wieder auf und ich krieg's ab. Das ist mir vollkommen egal.
Er benimmt sich wie ein Stück Scheiße und er hat mein Leben zerstört. Er hat
mich in diesen verdammten Schlamassel reingezogen. Und wenn alles in die Luft
fliegt, bin ich dafür am Arsch, nicht er. Er wird sein Schwanzgesicht
behalten, seinen schlaffen Hintern. Und er bedankt sich dafür noch nicht mal...
Es tut mir leid.
Aber so kann es wirklich nicht weitergehen.
Ich möchte gern für ein paar Tage zu meinen Eltern.
Einverstanden.
George wird dich fahren.
Liest du es jetzt?
Ja.
Und?
Du schreibst wunderbar.
In diesem Haus bin ich oft mit meinem Vater gewesen.
Gefällt es dir?
Ja, es ist sehr schön.
Würdest du vielleicht gern mit mir zusammen nach London gehen?
Ja, sicher.
Du kannst in mir kommen, ja?
Untertitelung. BR 2018
Warum hast du mir nicht erzählt, wer dein Vater ist?
Natürlich habe ich dir das erzählt.
Unglaublich. Aber ja.
Nein, das hast du mir nicht gesagt.
Du hast es mir nicht gesagt. Du hast es mir nicht gesagt.
Du hast es mir nicht gesagt.
Doch, ich habe es dir gesagt. Weißt du, wie lange ich deinen Vater schon kenne?
Weißt du, wie lange ich deinen Vater schon kenne? Ja, klar. Seit vor deiner
Geburt.
Das weiß ich und wir hatten ja... Aber ich will wissen, was zum Teufel du hier
eigentlich willst!
Du brauchst kein Geld, du brauchst keine Kontakte, du brauchst keine
Telefonnummern. Was machst du hier?
Es könnte sein, dass dein Vater nicht versteht, was ich hier tue und dass ich
es für dich tue.
Ich tue es für dich, für dich und für dich, für dich und für alle,
die noch kommen werden.
Ach komm, leck mich einfach.
Du hättest gleich anrufen sollen. Jetzt geht's ein Riesendurcheinander. Ich
weiß.
Aber du sagst doch selbst immer, wir sollten nichts am Telefon besprechen.
Wer weiß.
Wann wir wohl gehen werden.
Bravo. Du hättest bei den Nonnen zur Schule gehen sollen.
Die hätten eine Hure wie dich heilig gesprochen.
Ah!
Ich muss nicht noch einmal betonen, dass ihr kein Wort darüber verlieren dürft,
was geschehen ist.
Pierre hatte eure Zahlungen mit großem Vorlauf disponiert.
Wenn ihr also tut, was zu tun ist, werdet ihr in sechs bis sieben Monaten
euer Geld bekommen.
Ja, und was ist mit dem, was er uns versprochen hat?
Das Geld hätte ich mir auch ohne Probleme alleine beschaffen können, aber
die Kontakte um die... Ich würde schon gern wissen, was mit den Leuten ist, die
er mir vorstellen wollte.
Ich habe das doch hier nicht alles umsonst gemacht.
Er wollte mir doch mit dem Album helfen.
Es ist doch offensichtlich, dass all das nur nicht mehr möglich ist. Pierre ist
tot.
Sein Name zählt nicht mehr.
Kann ich wenigstens seine Bücher behalten?
Sie waren das einzig Wertvolle an dem Arschloch.
Ich rede hier von meinem Film.
Pierre hat mein Drehbuch sehr gut gefallen. Er hat sogar jemandem davon
erzählt. Wem denn?
Ach, hör doch auf, dir was vorzumachen.
Nimm das Geld und benutze es für das, was du wirklich kannst.
Ihr habt jetzt nichts zu befürchten.
Was geschehen ist, ist leider geschehen.
Aber ihr habt euch ganz einwandfrei verhalten. Das ist wahr.
Ich bin zufrieden mit euch.
Ich weiß, dass ihr verlässliche Menschen seid.
Sobald ich jemanden gefunden habe, der eure berechtigten Ansprüche erfüllen
kann, rufe ich euch an.
Ich bin die allererste Frau.
Und ich werde mich auch in der letzten Frau immer noch wiederholen.
Wo immer sie war, dort war auch Eden.
Evas Notizen, Mark Twain.
Sehr gut, Romina.
Guck mal, das schöne Mädchen.
Hallo, Hübsche.
Wie heißt du denn?
Sie heißt Eva.
Wie Eva Braun.
Untertitelung.
... Musik ...
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