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* Mysteriöse Musik *
Es ist halb sechs, Adam.
Wie zur Hölle machst du das?
Was?
Woher weißt du mit geschlossenen Augen,
wie spät es ist?
- Ich weiß es einfach. - M-hm.
Weshalb bist du so früh wach?
Du könntest mir ruhig erlauben,
hier ein paar frische Hemden zu deponieren.
Dann könnte ich bleiben und dir Frühstück machen.
Übertreib's nicht.
Oder wirf wenigstens nicht ständig meine Zahnbürsten weg.
* Mysteriöse Musik *
SF17 im Anmarsch.
- Morgen, Ma'am. - Morgen, CJ. Danke.
* Mysteriöse Musik *
Felicity Morris' Büro hat angerufen, das Meeting läuft schon.
Ich dachte, das wäre um vier.
Anscheinend haben sie's vorverlegt.
Und du kannst heute früher Schluss machen.
Geh doch dieses Geschenk kaufen.
Sylvia, es ist die Hochzeit deiner Nichte.
Ich weiß noch nicht, ob ich fahre.
Schlechter Zeitpunkt, um freizunehmen.
Ah, Sylvia! Schön, dass Sie hier sind.
Sie kennen Imogen Blake aus dem Außenministerium?
Ja, natürlich.
Imogen, würden Sie Sylvia auf den neuesten Stand bringen?
Wie Sie wissen,
bemühen wir uns um bessere Beziehungen zum Emirat von Hezrah.
Im Rahmen dieser Initiative haben wir zugesagt,
gewisse vertrauliche Informationen mit ihnen zu teilen.
- Was für Informationen? - Vor allem über Terrorismus.
Das Regime dort unterscheidet nicht zwischen Kritiker und Terrorist.
Die jüngsten Umbildungen ihrer Regierung stimmen uns optimistisch.
Tatsächlich? Mich nicht.
Das ist nur die alte Garde
mit schicken Anzügen und besserem Englisch.
Ich bin nicht zum Streiten hier.
Natürlich nicht, Sie sind beim Außenministerium.
Es wird nichts ausgehändigt, was meine Quellen gefährden könnte.
Ihre Identitäten bleiben natürlich geheim.
Das reicht nicht.
Ich will alles sehen, was an die Hezrahnis geht,
damit nichts davon meine Leute gefährdet.
Leider unmöglich.
Das haben doch nicht Sie zu entscheiden.
Sie sind ernsthaft bereit, meine Verbindungsleute...
Ihre Leute?
Ich beende die Hezrahni-Operation mit sofortiger Wirkung.
Ich werde gleich hinfliegen und alles abwickeln.
Nein, Sie gehören jetzt zur Verwaltung.
Das bedeutet, hinter einem Tisch zu sitzen,
nicht durch Zeitzonen zu sausen, wie es einem passt.
- Ich... - Und ohne meine Erlaubnis
darf es keinen Kontakt zu involvierten Personen geben.
Warte, Sylvia. Jetzt komm schon!
Das war ein gemeiner Hinterhalt und du hast mich hineingelockt.
Deshalb warst du so früh wach.
Wir durften die Gespräche nicht gefährden.
- Vertraust du mir etwa nicht? - Wir waren mal verheiratet.
- Was soll das denn bitte bedeuten? - Dass ich dich kenne.
Du stellst die Loyalität zu deinen Agenten über alles andere.
Sogar über deine Karriere.
Warum überrascht mich das überhaupt?
Felicity ist Expertin für Messer im Rücken.
Atme erst mal tief durch.
Sei nicht herablassend, Adam. Das da drin hat mir gereicht.
Hör zu, ich komme nachher vorbei.
Dann können wir reden.
Dann eben morgen.
Ich bin morgen aber nicht da.
Ich nehme mir ein paar Tage frei.
- Du fliegst doch nicht nach Hezrah? - So blöd bin ich auch nicht.
- Wohin denn dann? - Du bist ein verdammter Spion, Adam.
Finde es selbst raus.
* Angespannte Musik *
Hi, wie geht's Ihnen? - Gut, danke.
Shukran. Bis bald.
* Mysteriöse Musik *
* Rhythmisches Piepen *
* Die Musik wird dynamischer. *
* Mysteriöse Musik *
* Spannende Musik *
* Die Musik klingt aus. *
Sylvia Fox
Isabel Vitale
Matteo Vitale
Alice Shepherd
* Majestätische Musik *
* "La Mia Vita" von Brice Davoli *
(Mann) Hey! Willkommen!
Isabel, deine Schwester ist da.
Hallo.
- Du hast es geschafft. - Klar habe ich es geschafft.
Wir sind auf der Terrasse.
Sylvia.
- Sylvia. - Matteo.
Wie schön, dass du es endlich mal geschafft hast.
- Ciao. - Ciao.
Wie wäre es mit einem Negroni?
Isabel, ich mag deinen Mann wirklich sehr.
- Der ist für dich. - Grazie.
Hier, mein Schatz.
So. Dann sollten wir doch erst mal anstoßen.
Salute.
Salute.
Salute.
- Salute. - Evviva!
Unglaublich, wie schön das bei euch ist.
Kaum zu glauben, dass ihr wirklich hier wohnt.
Das Haus ist seit über 200 Jahren im Besitz von Matteos Familie.
Ich kann nicht glauben, dass du noch nie hier warst.
Oft genug eingeladen haben wir sie ja.
Jedenfalls musst du dich umziehen.
Wir gehen mit der ganzen Familie im Ort essen.
Wunderbar.
Du siehst so gut aus. Und als wärst du glücklich.
Natürlich ist sie das.
Sie ist die Frau eines Italieners.
* Schnauben *
Wie auch immer. Ich zeige dir dein Zimmer.
* Harmonische Musik *
* Vögel zwitschern. *
* Unverständliches Gespräch *
* Harmonische Musik *
* Kirchenglocken *
Einen Augenblick.
Ist sie das?
Matteos Mutter?
M-hm.
Darf ich vorstellen?
- Buongiorno. - Willkommen.
Sylvia, meine Mama.
Che bella.
E più carina di tua moglie.
Hör auf damit.
Erzähl ich dir später, keine Sorge.
Italienische Mütter.
Setz dich.
Das ist nicht das, was sie mir erzählt hat.
Ich fasse nicht, dass du das getan hast.
Alice und Tommaso sollten schon hier sein.
Sie sind jung und verliebt, reg dich nicht auf.
Ich wusste nicht, dass Sie so romantisch sind, Signora.
Antonella, bitte, du gehörst zur Familie.
Ich bin froh, dass du hier bist.
- Isabel dachte, du kommst nicht. - Mama!
- Ich muss zur Hochzeit meiner Nichte. - Das darf man nicht verpassen.
Eccoli!
Da sind sie.
La prossima volta...
Du hast es geschafft!
Warum erwähnen das ständig alle?
Das ist meine Tante Sylvia.
Und das ist mein Tommaso.
Freut mich sehr, dich kennenzulernen, Sylvia.
Mich auch.
Alice hat mir alles über ihre Lieblingstante erzählt.
Ihre einzige Tante.
Dafür hat sie mir viel zu wenig von dir erzählt.
Ah, tatsächlich?
Hallo, ihr zwei.
- Du siehst toll aus, Mama. - Schön, dich zu sehen.
Kommt her, setzt euch.
* Sprechen Italienisch *
Du warst nicht auf der Hochzeit von Matteo und Isabel, oder?
Ich war beruflich im Nahen Osten.
Du hast einen sehr wichtigen Job.
Ich bin im Staatsdienst, ist furchtbar langweilig.
- Was machst du beruflich? - Ich?
Ich bin ein Notario. So was wie ein Anwalt,
aber wir verdienen viel weniger.
Furchtbar langweilig.
Das stimmt.
Wir sollten bestellen.
* Sie bestellt auf Italienisch. *
Und Sylvia, dann empfehle ich dir Porchetta al Finocchio.
Das kocht Umberto fast so gut wie ich.
Wenn Mama da ist, brauchen wir die hier nicht.
A noi.
* Alle prosten sich zu. *
Etwas mehr Gefühl, bitte.
Das ist köstlich, Antonella, du hattest recht.
Ach komm, gib es zu.
Mit Fischstäbchen wärst du genauso zufrieden.
Stäbchen? Was für Stäbchen?
Bastoncini di Pesce.
Oh, Madonna!
Mama hat Recht, Sylvias Kühlschrank ist voll davon.
Daran gibt es nichts auszusetzen.
Ich liebe gutes Essen, kann es aber nicht kochen.
Ist nicht wahr.
Doch, das ist wahr.
Du armes Mädchen.
Da gibt es nichts zu lachen.
* Wasser rauscht, unverständliches Telefonat *
Non ti ho chiamato perché ero con un cliente.
Non farmi impazzire. Ti supplico, Laura!
Laura, amore...
Sí, amore mio. Tranquilla.
Appena torno a casa stiamo insieme.
Stai tranquilla, amore.
Amore, Laura, Laura...
* Geheimnisvolle Musik *
Das war so unglaublich gut.
Ich wusste nicht, ob es euch gefällt.
Ich bin so dankbar, es ist wunderschön.
- Sie ist früher oft... - Umberto ist der Beste.
Wir gehen schon seit Jahren hierher.
Ihr habt in London also viel Zeit zusammen verbracht.
Schön, das wusste ich gar nicht.
Ich hab die arme Studentin hin und wieder zum Essen eingeladen.
Tatsächlich?
Ja, wir waren in Ausstellungen, Restaurants,
wir haben viel unternommen und erlebt.
Wie hast du Tommaso kennengelernt?
- Na ja, wir haben... - Entschuldigung.
Sylvia will wissen, woher wir uns kennen.
- Achso. - Ja.
Ich war doch mal Bedienung in diesem Restaurant in Perugia.
Eines Abends kam Tommaso rein und da habe ich ihn bedient.
Sie hat meine halbe Bestellung vergessen.
So ein Quatsch!
Ich bin am nächsten Tag wieder hingegangen
und an dem drauf, nur um zu sehen,
wie lange sie braucht, um es hinzukriegen.
Ich wusste, da ist was im Busch,
als Alice nicht mehr nach London wollte
und nicht sagte, weshalb.
Ich hatte Angst, dir würde das nicht gefallen.
Nicht gefallen? Ich?
Nein, meine Entscheidung.
Einen Mann einem Magister vorzuziehen.
Tja, zum Glück hat sie das getan.
Sie hat mir beigebracht, an mich selbst zu glauben.
Awww.
Dai, dai, su adesso. Non essagera.
Awww.
Was habt ihr nach der Hochzeit für Pläne?
Ich habe bisher nur die Flitterwochen geplant.
Tommaso hat eine tolle Villa gebucht.
Zeig doch mal die Fotos.
Alice, deine Freunde sind da!
- Ciao! - Hallo!
Wir gehen was trinken. Willst du mitkommen, Sylvia?
Nein. Geht nur und verbringt einen tollen Abend.
- Ich komme mit. - Ja!
- No. - Unbedingt.
Che ho voglia di ballare.
Dai...
Es war mir wirklich ein Vergnügen.
- Ciao. - Ciao.
- Bis morgen. - Bis morgen.
Seht sie euch an.
Hat Tommaso den Test bestanden?
Er wirkt jedenfalls reizend.
Die zwei sind sehr verliebt, weißt du?
Das ist mir nicht entgangen.
Aber?
Aber nichts.
* Ungläubiges Lachen *
Alles in Ordnung, mein Schatz? Sicher?
* Spannende Musik *
* Unverständliche, aufgeregte Stimmen *
DV 079DF.
* Dramatische Musik *
Es ist wunderschön.
Magst du ihn?
Er sieht gut aus,
er ist charmant und vergöttert dich.
Und dein Kleid ist wunderschön.
Aber das bin nicht wirklich ich, oder?
Das muss hier doch irgendwo sein.
Ah.
* Sanfte Musik *
Das ist eins von Mamas alten Kleidern.
Meinst du, es stört sie, wenn ich das trage?
Nein, ich glaube, ganz im Gegenteil.
* Harmonische Musik *
* Spannungsgeladene Musik *
Ciao.
* Vogelgezwitscher *
* Harmonische Musik *
Mama?
Es gibt kein heißes Wasser!
- Matteo! - Mama!
Ich hab dich gehört!
Matteo, der verdammte Boiler ist kaputt.
Ich komme!
* Stimmengewirr *
- Ciao. - Salve.
* Kirchenglocken *
* Sanfte Musik *
Wow.
Sylvia?
Hier.
Ein schöner Ort.
Was war an der Kirche verkehrt?
Alice ist nicht katholisch. Das weißt du doch.
* Missbilligender Ton *
Alice wirkt so glücklich, dass Matteo sie zum Altar führt.
Er ist für sie mehr Vater als Richard das jemals war.
Wer ist von Tommasos Seite hier?
Er...
... hat kaum Verwandtschaft.
Beide Eltern sind bereits tot und seine Schwester lebt in Kanada.
Ach, wie traurig.
Ist das sein Trauzeuge?
Ja.
Franco.
Er ist ein Nachbar, glaube ich.
Wieso fragst du?
- Hm? - Wieso?
Wo ist der Bräutigam?
Er sollte längst hier sein.
Ich werde mal Franco fragen.
(leise) Nicht, dass ich mir Sorgen machen würde, aber...
* Gespräch wird unverständlich. *
* Türen öffnen sich. *
Schatz. Tommaso ist nicht da.
- Aber er wird doch kommen. - Ich mache mir Sorgen.
Wo willst du denn hin?
Schatz...
Warte doch, Schatz.
Alice, bleib stehen.
Tesoro! Aspetta, aspetta.
* Schluchzen *
Warte doch, bitte.
Es ist etwas passiert, oder?
Ist Tommaso tot?
Nein, natürlich nicht.
Ruf ihn an, Alice.
Okay.
(Ansage) Il numero chiamato non è disponibile.
The number you've dialed...
Nein.
Versuch du es, Matteo.
* Sie schnieft. *
Wer weiß, vielleicht ist er...
Alice.
Hat Tommaso Freunde, die du anrufen könntest?
Nein.
Ich finde, wir sollten die Polizei rufen.
- Nein. - Warum nicht, Schatz?
- Wenn es einen Unfall gegeben hat... - Und wenn nicht?
Wenn er mich am Altar hat sitzen lassen?
Tesoro. Tesoro.
Er wohnt doch in Magione, oder?
Gib mir seine Adresse.
- * Schiefe Klaviertöne * - Nein, nein.
Er ist einfach... Lass es.
Bitte.
Wie konnte er ihr das nur antun?
- Ich rufe die Carabinieri. - Nein, tu es nicht.
Lasst Alice entscheiden, wie sie damit umgehen will.
Okay?
* Leises Vogelgezwitscher *
* Motorgeräusch *
* Unheilvolle Musik *
* Spannende Musik *
(Navi) Sie haben Ihr Ziel erreicht.
* Sie stöhnt. *
* Entferntes Hundegebell *
* Sie rüttelt an der Tür. *
* Mysteriöse Musik *
* Tiefes Atmen *
* Spannungsgeladene Musik *
* Musik steigert sich dramatisch. *
* Unheilvolle Musik *
* Kameraklicken *
* Unheilvolle Musik *
* Stotterndes Motorgeräusch *
* Nahes, dumpfes Geräusch *
* Mysteriöse Musik *
* Erschrockenes Atmen *
* Jemand rüttelt an der Tür. *
* Unheilvolle Musik *
* Tür knarrt. *
* Dramatische Musik *
Alice.
Was machst du denn hier?
Das Gleiche wie du.
Er ist nicht hier.
Oh Gott, ist das Blut?
Wie bist du hierhergekommen?
- Wie bist du hierhergekommen, Alice? - Mit dem Motorroller.
Geh nach Hause.
Du redest mit keinem und warst nie hier, okay?
- Okay? - Ja.
Los.
* Unheilvolle Musik *
* Freizeichen *
Hi, Boss! Solltest du nicht gerade
mit einem gutaussenden Italiener tanzen?
Es gab ein kleines Problem.
Behalt das für dich,
aber du müsstest mir Fingerabdrücke identifizieren lassen.
* Handy piept. *
Mach ich.
* Lautes Klopfen *
* Aufgeregte Stimmen *
Signora Sylvia Fox?
Ja. Wer sind Sie?
Brigadiere Samir Hamdani, Carabinieri.
Ist das Ihr Haus?
Wenn das mein Haus wäre,
hätten Sie sicher nicht das Tor aufbrechen müssen.
Was machen Sie hier?
Der Mann, der hier wohnt,
hätte meine Nichte heiraten sollen.
Er ist nicht aufgetaucht, da wollte ich nach ihm sehen.
Wie sind Sie reingekommen?
Ich bin über die Mauer geklettert.
Und Sie haben die Leiche von hier aus gesehen?
Vogelbeobachterin. Ich bin immer mit einem Fernglas unterwegs.
Dann ist die Signora wenigstens nicht umsonst gekommen.
Ich glaube, das ist ein Fischadler.
Zu klein. Wird eher eine Möwe sein.
Hm.
Giovanni Riva.
Capitano di Carabinieri.
Sind Sie Engländerin?
Ja.
Und Sie haben sie gefunden?
Wo ist Ihre Nichte, Signora Fox?
In ihrem Elternhaus, in Panicale.
- Sie ist nicht mit Ihnen gekommen? - Nein.
* Stimmengewirr *
Die Signora sollte gehen,
damit wir das Haus durchsuchen können.
Was wollten Sie denn zu Signor Rossi sagen,
wäre er zu Hause gewesen?
Oder ... was wollten Sie ihm antun?
Ich war mir noch nicht sicher.
Rabia?
Ich hab einen Treffer bei den Fingerabdrücken.
Ist sie vorbestraft?
Nein, aber sie war ein paarmal in den USA.
Laura Boscolo, Italienerin.
Geboren in Civitavecchia, Jahrgang '86.
Wohnt jetzt in Perugia.
Laura Boscolo...Danke!
Ich weiß nicht, was los ist,
aber soll ich ein Aufräumteam vorbeischicken?
Nein, schon gut.
Ich hab meine Spuren verwischt, bevor ich die Polizei gerufen hab.
Apropos, könntest du mir Infos über einen Carabinieri besorgen?
Capitano Giovanni Riva, R-I-V-A,
in Umbrien stationiert, wahrscheinlich Perugia.
Danke, Rabia.
Als du heute Morgen erfahren hast, dass Tommaso nicht da ist,
hast du gedacht, er wäre tot.
Wieso?
Ähm ... keine Ahnung. Ich bin in Panik geraten.
Das Blut.
War das seins?
Da war eine Frauenleiche im See.
Wir haben nur ein paar Minuten, bevor die Polizei kommt.
Also rede mit mir.
Sagt dir der Name Laura Boscolo irgendetwas?
- Nein. - Sicher?
- Hm. - Und du hast nichts von ihm gehört?
Keine Anrufe bekommen, Nachrichten?
Nein.
Na schön. Du warst nicht bei Tommaso.
Du hast mich seit heute Morgen nicht gesehen.
Du weißt weder von der Leiche, noch, wo Tommaso ist.
Du hast nichts gehört und bist am Boden zerstört.
Ich bin am Boden zerstört.
* Seufzen *
Und was wissen Sie über Signor Rossis Arbeit?
Tommaso ist eingetragener Notar. Er hat ein Büro in Perugia.
Hat Tommaso Ihnen je Mandanten vorgestellt?
Nein, wieso?
Und Sie sind sicher,
dass Sie die Frau auf dem Foto nicht erkennen?
Die hab ich noch nie im Leben gesehen.
Diese Frauenleiche hat weder etwas mit mir noch mit Tommaso zu tun.
Die Aussage können Sie bloß für sich selbst treffen, Signorina.
Nicht für Signor Rossi.
(Riva) Also noch mal.
Wann haben Sie Signor Rossi zum letzten Mal gesehen?
* Handy brummt. *
Das ist gestern Abend gewesen.
(Rabia) Riva war 20 Jahre lang bei der Kommandantur von Bari.
Vor einem Jahr wurde er zur Polizei von Perugia versetzt.
Klingt nicht nach einer Beförderung. Könnte er Probleme machen?
Tut mir leid, Sylvia. Mehr hab ich nicht.
* Unverständliches Gespräch im Hintergrund *
* Spannungsgeladene Musik *
Signora Fox.
Hallo, Capitano. Haben Sie Signor Rossi gefunden?
Noch nicht.
Ist die tote Frau schon identifiziert worden?
Wenn ich mir die Frage erlauben darf.
Erkennen Sie sie wieder?
Nein.
Aber ich glaube, Sie haben sie erkannt.
Sind Sie Ärztin, Signora? Oder vielleicht Polizistin?
Weder noch.
Die meisten geraten bei Leichen in Panik, aber Sie waren ruhig.
Ich hab sie nur von Weitem gesehen.
Natürlich. Das Fernglas, nicht wahr?
Dann auf Wiedersehen, Signora Fox. Oder sollte ich Signora Volpe sagen?
Klingt besser auf Italienisch.
Alles klingt besser auf Italienisch.
Arrivederci.
* Sanfte Musik *
* Musik wird unheilvoller. *
Wohin bist du denn vorhin verschwunden?
Ich war in den Bergen, einen Spaziergang machen.
Im See bei Tommaso wurde eine Frauenleiche gefunden.
Ich weiß, das hat der Carabiniere mir eben gesagt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Tommaso was damit zu tun hat.
Und wenn er das nicht hat, wo ist er dann jetzt?
Wie geht's Alice?
Was glaubst du wohl?
* Grillen zirpen. *
* Die Tür fällt ins Schloss. *
Sylvia?
Alles in Ordnung?
Das ist sie doch, oder?
Die Frau, die im See gefunden worden ist.
Lass mal sehen.
Das ist die Gazzetta di Perugia.
Da hatte Tommaso ein Arbeitsessen,
zu dem er mich nicht mitnehmen konnte.
Ich war sauer, weil wir dreimonatiges Jubiläum hatten.
Was hat er mit dieser Frau zu tun?
* Spannungsgeladene Musik *
"Wohltätigkeitsorganisation in Perugia feiert die EU-Förderung."
* Klicken *
* Spannungsgeladene Musik *
* Motorgeräusche *
* Gespräche im Hintergrund *
Signora?
Ein Tisch für eine Person, bitte.
Tut mir leid, wir sind ausgebucht.
Eine Geburtstagsparty. 30 Kinder.
Glauben Sie mir, da wollen Sie nicht hier sein.
Tja, schön zu sehen, dass es Ihnen so gut geht.
Ich war im Ausschuss, der Ihre Förderung bewilligt hat.
Ich fühle mich furchtbar.
Kommen Sie doch an einem anderen Tag wieder, bitte!
Wir behandeln Sie wie eine Königin!
Ich finde wundervoll, was Sie da machen,
benachteiligten jungen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen.
Es war so schön,
Ihre Mitinhaberin, Laura Boscolo, bei der Sitzung kennenzulernen.
Ich würde sie gern wiedersehen.
Hätten Sie vielleicht ihre Nummer?
Tut mir leid.
Ich bin nicht befugt, private Nummern weiterzugeben,
Signora...
Carson. Dawn Carson. Darf ich Ihnen meine dalassen?
Natürlich.
- Grazie. - Prego.
* Motorgeräusche und Gespräche im Hintergrund *
* Telefon klingelt. *
Gazzetta di Perugia, Redazione.
Könnte ich bitte Carla Galli sprechen?
Ja, wer spricht?
Signora Galli? Ich heiße Sylvia Fox.
Ich hab ein paar Ihrer Artikel gelesen
und wollte Sie nach einer gewissen Laura Boscolo fragen.
Tut mir leid, interessiert mich nicht.
* Die Verbindung ist beendet. *
* Spannungsgeladene Musik *
* Stimmengewirr im Hintergrund *
* Musik wird dramatischer. *
Oh! Kann ich Ihnen helfen?
Nein, schon gut. Danke.
Sie sind Carla Galli, oder?
Mein Name ist Sylvia, ich hab Sie vorhin angerufen.
Bitte!
Es dauert nur einen Moment.
Was wollen Sie?
Warum haben Sie aufgelegt? Weil ich Laura Boscolo erwähnt habe?
Ich hab gerade erst wieder angefangen
und keine Zeit, mit jedem zu reden, der denkt, eine Geschichte zu haben.
- Sie hatten einen Unfall. - Vor sechs Monaten.
Vielleicht kann ich sogar irgendwann wieder gehen.
Das tut mir leid.
Wussten Sie, dass Laura Boscolo ermordet wurde?
Ja.
Ihre Leiche wurde beim Haus eines gewissen Tommaso Rossi gefunden.
Meine Nichte hätte ihn gestern heiraten sollen,
aber er ist nicht gekommen.
Ich habe noch nie von Tommaso Rossi gehört.
Aber wenn er etwas mit Laura Boscolo zu tun hatte,
hat Ihre Nichte noch mal Glück gehabt.
* Rollstuhl entfernt sich. *
* Mysteriöse Musik *
Sì.
* Seufzen *
* Glocken läuten. *
*Spannungsgeladene Musik *
- Cazzo! - Oh!
Entschuldigung. Warten Sie, ich helfe Ihnen.
Ich hab Sie nicht gesehen.
No, no, no!
* Aufgeregtes Gemurmel *
Tut mir wirklich leid.
No.
Ah, bene!
Sì, sì, sì.
* Düstere Klänge *
* Schritte *
* Geheimnisvolle Musik *
- L’ufficio del Capitano Riva è di la. - Mille grazie.
* Undeutliche Stimmen *
Ah ... Signora Volpe.
Haben Sie wieder eine Leiche gefunden?
Nein. Aber ich habe die hier gefunden.
Die kommen aus dem Garten meiner Schwester.
Oh, danke.
Bitte nehmen Sie Platz.
Ich wollte fragen, ob es Neuigkeiten zu Tommaso Rossi gibt?
Nein, aber ... falls Alice von ihm hört ...
... sagen Sie mir Bescheid.
Das würde ich gern tun.
Sie arbeiten doch für die britische Regierung.
- M-hm. - In welchem Bereich?
Agrarexporte. In erster Linie Verhandlungen.
Das klingt etwas unglaubwürdig
für jemanden mit Ihrer Sicherheitsfreigabe.
Ich hab Carla Galli getroffen.
Galli ... eine gute Journalistin.
Schrecklich, was ihr passiert ist.
- Dieser Unfall... - War es denn ein Unfall?
Nichts hat auf ein Verbrechen hingedeutet.
Sie haben also ermittelt?
Die Bremsen ihres Wagens haben versagt.
Das war's.
Was hat Signora Galli Ihnen erzählt?
- Capitano Riva... - M-hm?
Muss ich mir Sorgen um meine Nichte machen?
Sie sollten aufpassen, Signora ...
... auf Ihre Familie und auch auf sich selbst.
* Unheilvolle Klänge *
Hallo? Ciao.
Ich hab Ihre Nummer von einer Freundin.
Ich suche nach was, was ich zu einer Taufe mitnehmen kann.
Vielleicht können Sie mir da helfen.
Heute, wenn möglich.
Sono due.
Grazie. Ciao, Lorenzo. - Ciao.
Prego?
- Sind Sie Raffaella? - Ja. Und Sie sind?
- Miss Francis. - Äh...
Ach ja, die Sonderbestellung. Für eine Taufe war das, nicht?
- Genau. - Also... was brauchen Sie?
Einen elektronischen Tracker für ein Handy.
Ich hab einen Shadow Tracker. Reicht das?
Ja.
Okay, gut. Ihr Handy bitte.
Danke.
* Piepton *
* Rhythmisches Summen *
Okay. Jetzt ist die Software drauf.
Danke.
Wissen Sie, wie's funktioniert?
Ich greif auf das Betriebssystem des Zielgeräts zu
- und verwende diesen Code. - Ganz genau.
Es bestimmt den Standort bis auf zehn Meter genau,
ermöglicht Ihnen Zugriff auf alle Daten
und Sie können Anrufe mithören.
Perfekt.
Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?
Womöglich...
* Spannende Klänge bauen sich auf. *
* Spannende Musik *
* Vögel zwitschern. *
* Gedämpfte Schüsse *
* Dynamische Musik *
* Musik steigert sich dramatisch. *
* Musik verstummt. *
* Düsterer Ton *
Ich dachte, du hättest längst aufgehört.
Blöde Angewohnheit.
Hab ich vor Mom versteckt und jetzt tu ich's vor Matteo.
Wie geht's Alice?
Ich denke, sie fürchtet,
Tommaso könnte diese Frau ermordet haben.
Und dass er womöglich auch tot ist.
* Isabel seufzt. *
* Grillenzirpen *
* Ruhige, melancholische Musik *
* Die Musik wird spannender. *
* Eine Tür fällt zu. *
* Dusche *
* Freizeichen *
* Sie murmelt leise. *
* Vibrationsalarm *
* Spannende Musik *
Buenos Aires?
* Dusche *
* Vibrationsalarm *
* Spannungsgeladene Musik *
* Rhythmisches Summen *
Los, komm schon...
Au!
- Alles in Ordnung? - Bin nur auf 'ne Pistazie getreten.
- Autsch. - Ja, ja...
* Geheimnisvolle Klänge *
* Sie atmet schwer. *
* Mysteriöse Musik *
* Die Musik wird kraftvoller. *
* Piepton *
* Rhythmisches Summen *
* Bestätigungs-Ton *
"Treffe einen Freund in Rom. Bis nachher?"
- Ist alles in Ordnung? - Hm.
Ich wusste nicht, dass Sylvia hier Freunde hat.
Oh, sie hat überall auf der Welt Freunde.
Und Feinde auch, nehm ich mal an.
- Muss sie - bei ihrer Art von Arbeit. - Handelsbeziehungen?
Oh, Schatz...
Du glaubst doch nicht etwa
diesen Kram von der langweiligen Staatsbediensteten?
Sylvia ist eine Spionin.
Sie ist eine Spionin.
- Hat sie dir das gesagt? - Musste sie nicht.
Sie hat in Cambridge Arabisch studiert,
auffallend langweilige diplomatische Laufbahn,
endlose Aufenthalte im Ausland.
Was soll sie sonst sein?
Mama ist auch nie draufgekommen.
- Warum hast du mir das nicht gesagt? - Ich kann auch Geheimnisse wahren.
- Ist der Kaffee fertig? - Hm?
- Kaffee? - Oh, ja, ja, der Kaffee...
Natürlich... Dein geheimer Kaffee,
geheime Zigaretten im geheimen Studio
und deine geheime Familie.
* Kraftvolle, treibende Musik *
* Möwengeschrei *
* Entfernter Straßenlärm *
* Entfernte Kinderstimmen *
(Frau) Das ist schon lange her.
Und außerdem sind Schülerakten sowieso vertraulich.
Könnte sich irgendjemand erinnern?
Ha capito?
Ich hab nicht mehr viele Verwandte. Deshalb ...
- ... wäre es hilfreich, ihn zu finden. - Tut mir leid, Signora.
Io non ho più tempo da perdere con Lei.
Abbiamo visto tutti i fascicoli della scuola.
Non posso piu controllare niente.
Mi dispiace. Se ne vada.
Devo lavorare. Sono occupata.
Si faccia accompagnare dalla mia segretaria fuori.
* Schulklingel, sich nähernder Kinderlärm *
Gli avevo detto piu volte. Se ne vada via.
Bambini! Camminate! Camminate! Non correte!
Ich erinnere mich an keinen Tommaso Rossi.
Sind Sie sicher, dass er an unserer Schule war?
Also, dem Mann, den ich suche, war offenbar das hier sehr wichtig.
M-hm.
Viele der Kinder haben keine eigenen Bücher.
Sie verlieben sich in eines
und dann wollen sie es natürlich behalten.
Hier ist ein Foto von ihm.
Sieht er vielleicht irgendeinem Ihrer ehemaligen Schüler ähnlich?
Hm, so sehen hier viele aus.
- Es tut mir leid. - Bitte, Signora.
Was ist mit diesem Jungen?
Vielleicht stimmt die Frisur nicht ganz.
(bestimmt) Ich kann Ihnen nicht helfen, Signora.
(mit zitternder Stimme) Signora...
Er war keiner meiner Schüler.
Er war...
... der Sohn des Hausmeisters.
Er hieß... Ähm...
... Luciano.
Ja, Luciano Rinaldi.
- Was wissen Sie noch von ihm? - Nicht viel.
Nach dem Tod seines Vaters sind sie weggezogen.
Er ist ermordet worden.
Auf Wiedersehen, Signora.
* Geheimnisvolle Musik *
* Entfernte fröhliche Stimmen *
Werft einfach eure Netze aus und die Fische werden kommen.
Hallo, Ercole.
* Er lacht herzlich. *
Ach...
- Wie ist es so im Ruhestand? - Ha, fantastisch...
Statt Terroristen bekämpfe ich jetzt Möwen.
Und ich gedenke, diese Schlacht zu gewinnen.
* Sie lacht. *
Du willst also etwas über Laura Boscolo erfahren?
Hast du etwas rausgefunden?
Boscolo ist vor ein paar Jahren nach Perugia gezogen.
Scheint eine weiße Weste zu haben, eine makellose sogar...
Hm.
... was interessant ist.
Denn ihr Bruder ist Richelmo Gregori:
der Boss, der so ziemlich die ganze Gegend beherrscht.
Worauf ist er spezialisiert?
Drogen, Einschüchterung...
Gewalt ist immer dabei.
Mord - mit ziemlicher Sicherheit.
Aber niemand hat es jemals geschafft,
ihm etwas nachzuweisen.
Außer einmal, ...
... als er wegen Betrugs angeklagt wurde.
- Und wie lang war er im Gefängnis? - Nicht einen Tag.
Ein anderer Mann hat es ausgebadet und seine Strafe abgesessen.
Hieß dieser Mann zufällig Luciano Rinaldi?
Brava, brava, brava.
Sylvia, du bist hier nicht zuständig.
Und Gregori wird alles tun, was in seiner Macht steht,
um das Geschäft aufrechtzuerhalten -
ob Laura tot ist oder nicht.
* Aufwühlende Klänge *
* Unheilvolle Musik *
Umdrehen!
Ganz langsam.
* Dramatische Klänge, Stöhnen *
- (Mann) Nein! Nein! - Tommaso?
Warte!
* Düstere Musik *
Tommaso.
Du hast ihn gerade verpasst.
Ich hab jemanden vor dem Haus gesehen.
Ich dachte, es wäre einer von Gregoris Männern.
Willst du nicht wissen, wer das ist?
Ich weiß, wer Richelmo Gregori ist. Tommaso hat für ihn gearbeitet.
Damals hieß er nicht Tommaso, oder?
Da hieß er Luciano Rinaldi.
Clevere Tante Sylvia.
Wir können jetzt darüber reden,
oder ich frag später vor deiner Tür, sodass deine Mutter alles hört.
Wann hat Tommaso dir die Wahrheit über sich gesagt?
Als es mit uns ernst wurde.
Warst du nicht besorgt wegen seines falschen Namens?
- So war das nicht. - Wie war es denn dann?
Tommaso war noch ein Kind, als sein Vater gestorben ist.
Gregori hat ihn zur Schule geschickt und ihm geholfen, Notar zu werden.
- Er hat für ihn gearbeitet. - Dann ließ er ihn nicht mehr gehen.
Du hast dich entschieden,
hinter dem Rücken deiner Mutter nach Südamerika zu fahren,
- obwohl es ihr das Herz bricht? - Du hast mir hinterherspioniert?
Halt mir keine Vorträge. Du bist meine Tante.
Wo warst du, als Großmutter im Sterben lag?
Du wirst es nicht glauben...
Ich wusste nicht mal, dass sie krank war.
Ja, du hast recht.
Ich glaube dir nicht.
Was muss noch geschehen, Alice?
Ist eine tote Frau im See nicht schlimm genug?
Kommst du nicht mit rein?
Wie war es in Rom?
Wie geht es deinem Freund?
Schön. Und gut, danke.
Du warst nicht in Rom, oder?
Und es gibt keinen Freund.
Arbeit, nehme ich an.
Ich hätte es wissen müssen.
Wahrscheinlich bist du deshalb hier.
Das stimmt doch nicht, verdammt noch mal!
Falls du irgendetwas über Tommaso weißt, sag es mir.
Ich bin Alices Mutter. Ich habe ein Recht, das zu erfahren.
Warum hast du nichts gesagt, als Mum ins Krankenhaus musste?
- Du warst am anderen Ende der Welt. - Dafür gibt es Flugzeuge.
(genervt) Oh!
Mum war stolz auf dich und deine tolle Karriere,
sie wollte nicht stören.
Mich stört, dass ich mich nicht verabschieden konnte.
Du hast nichts gesagt,
aber bist wütend, dass ich nicht da war!
- Ich bin wütend, weil ich... - Ich muss nach Perugia.
Noch einen Freund treffen?
Ich hab von Laura Boscolos Tod gehört
und wollte Ihnen mein herzliches Beileid aussprechen.
Ja. È una tragedia.
Wird das Restaurant überleben ohne ihre Mithilfe?
Ich hoffe es.
* Nachrichtenton *
Ah, der Rest des Teams ist in unserer Trainingsküche,
nur ein paar Minuten von hier.
Wollen Sie die mal sehen?
Unbedingt. Ja.
- Mein Wagen steht in der Nähe. - Meiner steht vor der Tür.
Haben Sie und Laura das Restaurant zusammen eröffnet?
Das war mein Vater.
Laura ist erst vor ein paar Jahren ins Geschäft eingestiegen,
als wir dabei waren, Geld zu verlieren.
Hier abbiegen, bitte.
Laura hat uns gerettet.
Dieses Trainingsprogramm war ihre Idee.
Wie finden Sie die Jugendlichen dafür?
Na ja, es gibt viele davon.
Parken Sie gleich da drüben.
* Unheilvolle Klänge *
* Pfiff *
(Enrico) Mi dispiace.
Che fai?
Non preoccuparti, sono... * Reifenquietschen *
* Sie schreien durcheinander. *
Was tun Sie da?
Ma sei pazza? No, no!
(Enrico) No, fermati! Fermati! Whoa!
* Verängstigte Schreie *
Dio! Oh, Dio!
* Schüsse *
Dio... sei pazza!
Ci sparano, he?
* Dramatische Musik *
* Enrico schreit panisch. *
Voglio vivere!
* Reifenquietschen *
No, no!
Guarda che ti sparrano! Questi sono pazzi, sono delinquenti!
Tu non li conosci!
No! Vai piano, ti prego!
* Handy klingelt. *
Signor Gregori.
Gregori?
Ma perché?
Sie sind verrückt.
* Tiefes Seufzen *
Er wollte doch nur reden.
In den Pizzakartons ist nichts drin. Das Restaurant ist eine Fassade.
Nein. Ich hatte Schulden.
Laura hat Geld ins Geschäft gesteckt,
so konnten wir weitermachen.
Ich war ihr so dankbar.
Aber dann erfuhren Sie den Preis für Ihre Hilfe.
Am Anfang ging es nur um Gras.
Drogen.
Jetzt gibt es nicht mal mehr einen Grund,
Pizza in die Kartons zu packen.
Los, raus!
Wir sind noch 20 Kilometer entfernt!
Aussteigen.
E adesso? Il telefono, chi me lo paga?
* Getragene Musik *
Das ist kein Unfall gewesen, oder?
Jemand, der für Boscolo arbeitet, wollte reden.
Er sagte, er wolle helfen.
Ich war blöd genug, ihm das zu glauben.
Er hat Sie in die Falle gelockt.
Auf dem Heimweg nach dem Treffen haben meine Bremsen versagt.
Aber laut Untersuchung ist es ein Unfall gewesen.
Welche Untersuchung?
- Die Polizei hat gesagt, dass... - Die Polizei?
Typen wie die geben der Polizei Anweisungen.
Dieser Mann, von dem Sie in die Falle gelockt wurden.
War das Tommaso Rossi?
Ich sagte doch, noch nie von ihm gehört.
Dieser Mann nannte sich Pietro.
Ist er das?
Das ist er.
* Düstere Musik *
* Dramatische Musik *
Sie halten mich sicher für dumm, Signora, oder für korrupt.
Als italienischer Polizist
muss ich ohne Frage eins von beidem sein, oder?
Ich weiß, dass Sie nicht dumm sind.
Sie haben keine Ahnung davon, wie die Dinge hier laufen.
Rossi hat vermutlich für Boscolo gearbeitet.
Anscheinend hat Rossi Boscolo bestohlen,
und sie hat es herausbekommen.
Dann hat er sie ermordet und ist geflohen.
Hoffen Sie lieber, dass er ... sehr weit weg ist.
Im Interesse Ihrer Familie.
* Bedrohliche Musik *
* Dramatische Musik *
* Nachrichtenton *
"10 Uhr, Caffè Del Corso. Bring deinen Pass mit."
Oh, Liebling. Möchtest du Kaffee?
Keine Zeit, ich muss nach Perugia.
Die Carabinieri haben noch ein paar Fragen.
- Oh, soll ich mitfahren? - Nein, schon gut.
Danke, Mama.
(überrascht) Oh!
Sie wirkt fröhlicher, findest du nicht?
M-hm.
Ich muss auch los.
* Mysteriöse Klänge *
* Spannungsgeladene Musik *
(Mann) Alice?
Hey!
Hast du deinen Pass dabei?
Die Frau im See, ... Laura Boscolo...
Hast du sie getötet?
Ich hatte keine Wahl.
Entweder sie oder ich.
Das verstehe ich nicht.
Der Zug nach Rom fährt in zehn Minuten.
Sobald wir drinsitzen, kannst du mich alles fragen.
Nein, nein, nein, jetzt!
Warum war sie da, bei dir zu Hause?
Weil sie erfahren hat, dass ich weggehe,
und mich aufhalten wollte.
Wieso? Sie kann sich einen anderen Notario nehmen.
Es ist ... etwas komplizierter als das.
Laura ist ... Gregoris Schwester ...
... und ich war für ihn im Gefängnis.
Im Gefängnis?
Deshalb hat er mich aus Civitavecchia weggelassen.
Er hat mich in der Hand.
Und das wird immer so sein.
Außer ich schaffe es, von hier wegzukommen.
Niemand hat einen für immer in der Hand.
Vielleicht nicht in deiner Welt.
In meiner passiert das leider oft.
Alice, ich liebe dich.
Durch dich ist mir klar geworden,
dass ich mich ändern und ein besseres Leben führen muss.
Dann wird alles gut.
Das verspreche ich.
Du bist so schön...
* Dramatische Klänge *
* Ersticktes Keuchen *
Bin gleich wieder da.
* Dramatische Musik *
Tu das nicht, Alice.
Was willst du hier?
Dich daran hindern, dein Leben für einen Mörder wegzuwerfen.
Es war Notwehr.
Er hat sie mit einem Küchenmesser erstochen.
Was dachtest du, woher dieses Geld kommt ...
... für euer neues Leben in Südamerika?
Ich weiß es nicht und du auch nicht!
Hat er dir von der Journalistin erzählt?
Welche Journalistin?
Carla Galli war an Laura dran, als sie sie erwischt haben.
Sie hatte Glück zu überleben.
Vielleicht kann sie sogar wieder laufen.
Das ist furchtbar, hat aber nichts mit Tommaso zu tun.
Das hat nur mit ihm zu tun! Er hat sie in die Falle gelockt.
Meinst du, ihr könnt für immer davonlaufen?
Sie finden ihn, wohin ihr auch geht, und sie werden ihn umbringen.
Und dich werden sie auch umbringen.
Tu es bitte nicht.
Er muss sich ganz einfach der Polizei stellen, glaub mir.
- Wenn du ihn liebst... - Halt dich einfach da raus, Sylvia.
Okay, bereit?
Bereit?
Das Geld für Südamerika.
Hast du ihr das gestohlen, Laura Boscolo?
Nein, das hab ich verdient.
Ich dachte, wir wären längst weg,
bevor sie's erfährt.
Warum hast du es nicht zurückgegeben?
Sie hätte es genommen und mich erschossen, deshalb.
Komm schon, wir haben nicht viel Zeit.
Nein. Die Journalistin, Carla irgendwas...
- Braves Mädchen. - Hast du sie in die Falle gelockt?
Ich habe Galli getroffen, um ihr zu sagen, was ich wusste.
Laura muss davon erfahren haben und hat mich verfolgen lassen.
Die waren das mit den Bremsen, nicht ich.
Ich glaube, ich kann das nicht, Tommaso.
- Doch, wir können das. - Nein, du musst aufgeben.
- Nein. - Tommaso, das ist der einzige Weg.
- Du musst ihnen... - Alice, bitte. Ich brauche dich!
(flüstert) Verschwinde.
Fragen Sie ihn, wie meine Schwester von seinem kleinen Treffen
mit Carla Galli erfahren hat.
Na los, fragen Sie ihn.
* Es rauscht. *
Sie hat sein Handy durchsucht,
während er neben ihr im Bett geschlafen hat.
Hm.
Wenn du willst, kannst du gehen, Luciano.
Ich werde dich nicht aufhalten.
Dann töte ich einfach diese junge Frau an deiner Stelle.
(leise) Du... - Was?
Gut.
Wir machen jetzt Folgendes.
* Bedrohliche Musik *
Wo bist du?
* Piepen *
Scheiße.
* Bedrohliche Musik *
Da lang.
Tu con me. Tu resta qui.
Occhio, é?
* Bedrohliche Musik *
Bleibt stehen.
Lass sie gehen.
Das mache ich, wenn ich mit dir fertig bin.
Oder vielleicht auch nicht.
Das wirst du nie erfahren, nicht wahr?
(Tommaso, leise) Figlio di puttana.
* Dramatische Musik *
* Erschrockener Schrei *
* Kampfgeräusche *
Hier, nimm die.
Fessle ihn, schnell!
* Stöhnen *
Verschwinde, so schnell du kannst.
Hau einfach ab, rede mit niemandem.
Komm mit.
Nicht Tommaso. Nur du.
Nein.
Verstehst du denn nicht?
Es stimmt, was er gesagt hat.
Das ist alles wahr.
Das mit mir und Laura hat gestimmt.
Das mit dem Geld...
Das mit der Journalistin, einfach alles.
Nein, bitte!
Geh, Alice.
Jetzt geh schon!
Du liebst sie wirklich, nicht wahr?
Mit ihr hatte ich ein Leben.
Aber es war nicht meins.
Oder?
Die Polizei wird jeden Augenblick hier sein.
Fliehen ist aussichtslos.
Gregori hat dich gezwungen, hierherzukommen.
Aber du hast ihn entwaffnet.
Du hättest ihn umbringen können.
Aber das hast du nicht.
Das sollte strafmildernd wirken.
Sag ihnen alles, was du über Gregori und Boscolo weißt.
Und sag keinem, dass Alice hier war.
* Entfernte Sirenen *
Warum tust du das für mich?
Wer bist du?
Nur eine besorgte Tante.
* Melancholische Musik *
* Dramatische Musik *
Carabinieri. Non ti muovere!
Signora Volpe. Was für eine Überraschung.
Werfen Sie einen Blick in den SUV.
Hamdani? Mi controlli la macchina nera per favore?
* Husten *
Sylvia.
* "Che Bella Cosa Sei" von Fred Buscaglione *
"Hoffe, du erholst dich gut.
Ich nehme an, das weißt du noch nicht.
Regimekritische Hezrahni- Rebellengruppe entgeht Festnahme."
Capitano Riva war hier.
Du hast ihn gerade verpasst.
Und?
Tommaso wurde verhaftet,
aber Riva ist ziemlich sicher, dass er auf Notwehr plädieren kann.
Tut mir wirklich leid, das mit Tommaso.
Aber es überrascht dich nicht.
Das ist wirklich gut.
Vielleicht werde ich jetzt endlich damit fertig.
Ich glaube, dieser Polizist, Il Capitano,
hat ein Auge auf dich geworfen.
- Riva? - M-hm.
Der hasst mich.
Trotz all deiner Scharfsichigkeit
bist du manchmal ganz schön schwer von Begriff.
- Für dich. - Wirklich?
Ist das...
Woher wusstest du das?
Wenn ich nicht gerade schwer von Begriff bin,
fallen mir ziemlich viele Dinge auf.
Es war schön, dich zu sehen.
Ich wünschte, ich müsste nicht weg.
Oh, warum bleibst du dann nicht noch ein bisschen?
Ich meine, du hast ja fast noch nichts gesehen.
Natürlich nicht.
Sylvia?
Danke.
Bloß eine Kleinigkeit.
Ich habe nicht von dem Parfum gesprochen.
Du hältst mich für eine Idiotin, nicht wahr?
Nein, ich halte dich für verliebt.
Als wir uns begegnet sind, in dem Restaurant,
da hat er schon für Laura gearbeitet, oder?
Er hat von Anfang an mit mir gespielt.
Ich glaube nicht, dass er mit dir gespielt hat.
Ich glaube, er hat dich so sehr geliebt,
wie er überhaupt einen Menschen lieben kann.
Liebst du ihn denn noch?
* Vibrationsalarm *
Hallo?
Meinst du nicht eher "buonasera"?
Ich habe ja versucht, die Wogen zu glätten,
aber Felicity scheint wild entschlossen,
dich mit dem Kontakt
zu unserem Verteidigungsministerium zu betrauen.
Vergeltungsmaßnahme.
* Adam lacht. *
Wann kommst du zurück?
Du fehlst mir.
Wir fehlen einander schon seit langem, Adam.
Bis dann.
* "La Mia Vita" von Brice Davoli *
"Zu verkaufen."
* "La Mia Vita" von Brice Davoli *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024
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