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Original subtitles

BISHER

Bereuen Sie es? Dass Sie mir das Leben gerettet haben?

Ich lasse dich herein, Sydney. In mein Leben. Meine Familie.

War ich ein Zeitvertreib? Oder eine Generalprobe für ihn?

-Warum blieben Sie nicht weg? -Ich musste Sie sehen.

Diese Nacht… Im Weinladen… Ich hätte Sie küssen sollen.

Ich würde alles geben. Alles… Für dich.

Das Leben, das du liebst.

Du kannst nicht von mir verlangen, dich zu retten.

-Charles Darnay. Der Neffe. -Er ist fort.

Wohin?

Endlich kann ich den Namen Evremonde begraben. Ein für alle Mal.

Evremonde…

Ich habe meine Erinnerungen begraben.

GELIEBTE TOCHTER UND ENKELIN DER GOLDENE FADEN UNSERES LEBENS

Was ist los?

Wer ist dieser Théophile?

Der Verwalter meines Onkels und Vaters.

Der Einzige, der nach dem Tod meiner Mutter gut zu mir war.

Er ist in Paris inhaftiert?

Ihm wird Konterrevolution vorgeworfen. Alles Lügen.

-Woher kannte er deine Adresse? -Was macht das schon?

Du hast seit Frankreich nie geschrieben. Seltsam, dass er dir…

Du hörst nicht zu. Er war meine Familie. Die einzige, die ich je kannte.

Verzeihung… Ich wollte nicht…

Ich muss gehen.

-Nein. -Er riskierte sein Leben

für mich, als ich niemanden hatte.

Und jetzt gehst du einfach nach Paris? Nach allem, im Namen der Revolution?

Nach den Lynchmorden und Massakern?

-Das ist vorbei. -Sie ermordeten den König.

-Es sind normale Menschen. -Du bist der Sohn eines Evremonde.

Du hast selbst gesagt, kein Name sei mehr verhasst.

Keiner weiß, dass ich adelig bin.

-Théophile weiß es. -Er würde mich nie verraten.

-Er war wie ein Vater für mich. -Du kannst nicht gehen.

Das kannst du nicht.

Er braucht mich.

Ich brauche dich.

Ich brauche meinen Mann.

Du bist seit Monaten

wie verändert.

Du isst nicht. Du schläfst kaum.

Du sagst nicht mal ihren Namen.

Ich kann nicht.

Ich… Ich kann nicht.

EINE GESCHICHTE AUS ZWEI STÄDTEN

NACH DEM ROMAN VON CHARLES DICKENS

AUFERSTEHUNG

-Name? -Antoine Bonnard.

-Was führt Sie hierher? -Ich gehe nach Hause.

DEKRET DES NATIONALKONVENTS

ALLE FRANZÖSISCHEN EMIGRANTEN SIND AUF EWIG VERBANNT.

WER ZURÜCKKEHRT, WIRD MIT DEM TODE BESTRAFT.

Der Nächste.

Nehmt ihn fest.

Was ist los?

Was soll das?

Charles Darnay, Sie sind verhaftet wegen Verbrechen gegen die Revolution.

-Welche Verbrechen? -Weiter.

Ich habe nichts verbrochen. Das ist ein Irrtum.

Seit zwei Wochen kein Wort von ihm.

Etwas ist passiert.

Haben deine Kontakte bei Tellson's nichts gehört?

Nichts.

Ich muss nach Paris.

-Nein. -Er würde es für mich tun.

-Wir wissen nicht mal, ob er dort ist. -Papa, ich… Ich muss gehen.

Du kannst nicht allein gehen.

Hallo, Sydney.

Du klopfst immer noch nicht an.

Was ist mit Mr. Stryver?

Er ist weitergezogen.

Vor Jahren schon.

Hat eine reiche Witwe geheiratet.

Und du?

Geht dich nichts an.

Was willst du?

Deine Hilfe.

Willst du mir wieder einen Armvoll Zitronen anbieten?

-Ich fürchte, ich muss dich enttäuschen. -Charles ist in Gefahr.

Weck mich auf. Den Traum kenne ich schon.

-Das war ein Fehler. -Lauf nur zurück in dein perfektes Leben.

Dein perfektes Zuhause.

Mit Kindern, die um dich herumtollen!

Mein Kind ist gestorben!

Sie war acht Jahre alt. Und sie war perfekt.

Das glaube ich.

Das glaube ich.

Wie hieß sie?

Matilda.

Matilda?

Nach deiner Mutter?

Du hast mal gesagt, du würdest alles für mich tun.

Für das Leben, das ich liebe.

Ich habe kein Recht, darum zu bitten.

Nach all den Jahren, nach allem.

Aber ich bitte dich trotzdem. Bitte.

Hilf mir, ihn zu retten.

Wohin bringen Sie mich?

Sie dürfen mich nicht ohne Anklage festhalten.

Sagen Sie mir wenigstens, wer mich anklagt.

Wer klagt mich an?

Théophile.

Sie leben.

Monsieur Charles. Was machen Sie hier?

Ich kam sofort aus London, als ich Ihren Brief erhielt.

Meinen Brief? Ich habe keinen Brief geschickt.

Setzen Sie sich.

Bleib bei mir.

Bürger, halten Sie Ihre Papiere bereit.

Feinde der Republik werden verhaftet.

Tellson schloss die Bank bei den ersten Unruhen.

Hester hat uns die Räume besorgt. Wir werden nicht gestört.

Ja.

Hast du Paris so erwartet?

Ich hatte Berichte gelesen, Geschichten von Flüchtlingen gehört,

aber ich hätte nie gedacht…

-Wir müssen ihn finden. -Wer in Paris soll dir helfen?

Du hast die Angst gesehen, die Paranoia.

Wer riskiert alles für eine Emigrantenfrau?

Der Weinhändler Ernest Defarge. Sein Laden ist in Saint-Antoine.

-Nein, das ist zu riskant. -Nein, er kennt mich.

-Er war immer ein Freund der Familie. -Wenn Charles' Leben in Gefahr ist,

könnten seine Feinde überall sein. Wenn man dich erkennt…

-Ich kann nicht nur rumsitzen. -Das verlange ich nicht.

Das sind meine Bedingungen. Ich gehe allein oder gar nicht.

Sind Sie mit dem Wein fertig?

Danke.

Einen Moment lang dachte ich…

Noch eine Flasche für unseren Freund. Aufs Haus.

Worauf wartest du?

Was machen Sie da, Madame?

Ein Leichentuch.

Wir nähen jetzt alle Leichentücher.

Brauchen Sie noch etwas?

Nein.

Viel los heute Abend, Monsieur?

Danke für die…

Die Flasche.

Sie sind Engländer.

Kenne ich Sie?

Wir haben eine gemeinsame Bekannte.

Lucie Manette.

Nein. Sie irren sich.

Wir können drinnen weiterreden. Mit Ihrer Frau.

Ich glaube, Sie behalten das lieber für sich.

Lucie… Sie ist in Paris?

Sie ist wegen ihres Mannes hier.

Charles Darnay.

Sie sind verheiratet?

Das darf niemand wissen. Sie muss Manette heißen.

Ihr Vater. Er ist hier für viele noch ein Held.

Du bist krank.

-Wie lange weißt du es schon? -Seit kurz nachdem Charles ging.

-Hätte ich's gewusst, hätte ich abgelehnt. -Deshalb sagte ich nichts.

Sonst weiß es niemand.

Charles lebt.

-Gott sei Dank. -Aber er ist Gefangener.

Ernest Defarge gehört zur Wache, auf Befehl seiner Frau.

Sie hat großen Einfluss auf die Revolutionäre.

-Hat er ihn gesehen? Mit ihm gesprochen? -Er ist nie allein mit den Gefangenen.

Solange Charles dort ist, ist sein Leben in Gefahr.

-Weiß Ernest, wer ihn angeklagt hat? -Angeblich nicht.

-Ich muss Charles sehen. -Ich…

Nein, sag nicht, dass ich nicht darf. Er ist mein Mann.

Der Vater meines Kindes. Ich verstecke mich nicht, während er leidet.

Ich muss ihn mit eigenen Augen sehen.

Es wird etwas dauern, aber…

Vielleicht gibt es einen Weg.

-Hier. Versuchen Sie zu essen. -Nehmen Sie meins.

Machen Sie sich um mich keine Sorgen. Auf mich wartet ein Rinderbraten.

Erinnern Sie sich an die Bankette Ihres Vaters und Onkels?

Das herrlich gebratene Geflügel. In Champagner pochierter Fisch.

Ruhen Sie sich aus.

Ich hole Sie hier raus. Ok?

Wenn Sie nicht freigesprochen werden, fliehen wir.

Sie büßen nicht für die Verbrechen meiner Familie.

Ernest.

Sie hätten nicht zurückkommen dürfen, Mademoiselle Lucie.

Bringen Sie mich zu ihm?

Ich flehe Sie an. Verlangen Sie das nicht.

Wenn man erfährt, dass Sie seine Frau sind…

Aus Liebe zu mir und meinem Vater.

Für die Freude, die Sie uns brachten, nach all den Jahren der Trennung.

Nach allem, was Sie und Ihre Frau für unsere Familie getan haben… Bitte.

Bringen Sie mich zu meinem Mann.

Los. Zurück in die Zelle.

Charles' Zellengenosse. Théophile Gabelle.

-Der Mann, den er retten wollte? -Er starb heute Morgen.

Da ist noch etwas.

-Ich konnte kurz mit Charles sprechen. -Und?

Der Brief von Théophile. Er war nicht von ihm.

Charles kommt vor Gericht.

-Aber du hast selbst gesagt… -Morgen.

-Das geht nicht. -Wir kennen die Anklage nicht.

Wie soll er sich verteidigen oder Zeugen aufrufen?

Der Brief, der Charles nach Paris lockte, er war gefälscht.

-Du wusstest es? -Ich ahnte es.

-Keine Ahnung, wer ihn geschickt hat? -Nein.

Nur meine Familie weiß, dass er ein Evremonde ist.

Morgen wissen wir es.

Ich weiß noch, als wir zuletzt allein waren.

Am Abend vor Charles Darnays Prozess.

Der ging gut aus.

Vieles hat sich verändert.

Nicht so viel.

Dein Geschmack bei Anwälten ist noch immer fragwürdig.

Und du hast noch denselben Mantel.

Obwohl er dir am Leib zerfällt.

Ich wollte ihn verkaufen. Zweimal.

Ich konnte mich nie von ihm trennen.

Wir brechen früh zum Tribunal auf.

Ich bleibe noch etwas wach.

Ein alter Mystiker zeigte mir einen Trick, um nachts wach zu bleiben.

Ein Tuch in eine Schüssel mit kaltem Wasser.

Wenn wir wieder in England sind…

Ich hoffe, du besuchst uns.

Du sollst ihn kennenlernen.

Ihn?

Ich glaube schon.

Machst du das?

Kommst du?

Ja.

Ruhe.

Ruhe!

Ruhe.

Charles Darnay wird vorgerufen.

Charles.

Meine Liebe.

Sie haben versucht, Ihre wahre Identität zu verbergen.

Ihr wahrer Name ist Evremonde.

Ruhe.

Ruhe!

Nach dem Tod Ihres Onkels

sind Sie nun Erbe des Titels Marquis d'Evremonde.

Als Aristokrat und Emigrant

liegt Ihr Leben nun in den Händen der Republik.

Tod ihm!

Was sagen Sie zu Ihrer Verteidigung?

Nur, dass ich meinem Namen und Titel vor zehn Jahren entsagt habe.

Ich schämte mich dafür.

Damals wie heute.

Kann ein Zeuge das bestätigen?

Nicht mehr.

Er starb gestern. In meinen Armen.

Elender Verräter!

Ich bin kein Verräter.

Ich bin kein Verräter!

Ich habe schon vor Jahren auf meine Geburtsprivilegien verzichtet.

Ich glaubte immer an die Freiheit.

An die Gleichheit aller Menschen.

Und ich kämpfte an der Seite unserer amerikanischen Brüder.

Seit Beginn ihrer Revolution…

…lange bevor Frankreichs Armee kam.

Und unsere Revolution? Glauben Sie daran?

Das tat ich.

Von ganzem Herzen.

Und heute?

Heute kann ich es nicht sagen.

Möchte jemand hier für den Gefangenen sprechen?

Ja.

Ich.

Mein Name ist Alexandre Manette.

Manche kennen mich als den Arzt, der der Bastille entkam.

Meine Flucht verdanke ich größtenteils Charles Darnay.

Auch ich wurde zu Unrecht eingesperrt.

Von meiner Familie fortgerissen.

Doch mein früheres Leid gibt mir heute Kraft.

…ist ein treuer Sohn Frankreichs.

Er ist auch mein Schwiegersohn.

Wenn dieses Gericht mich achtet

oder meine Geschichte, dann lassen Sie ihn frei.

Ich flehe Sie an.

Lasst ihn frei! Unschuldig!

Wer klagt diesen Gefangenen an?

Wer klagt diesen Gefangenen an?

Alexandre Manette selbst.

Ich fand diese Blätter in der Bastille, als sie fiel.

Nordturm. Zelle 105.

Doktor Manettes eigene Zelle.

"Ich, Alexandre Manette,

schreibe dies im letzten Monat meines zehnten Jahres in Haft.

Mein Verstand lässt allmählich nach, doch ich will die Verbrechen festhalten,

die mich in dieses elende Gefängnis brachten.

Eines Abends im Dezember 1764

wurde ich auf dem Heimweg aufgehalten.

Es waren der Marquis d'Evremonde und sein Bruder.

Sie zwangen mich, sie zu ihrem Anwesen zu begleiten.

Was ich dort sah, war so entsetzlich,

dass ich noch heute bei dem Gedanken daran erschaudere.

Ein junges Mädchen.

In Lumpen gekleidet.

An Händen und Füßen gefesselt.

Ein Seidentuch im Mund, um ihre Schreie zu ersticken.

Sie war so grausam misshandelt worden, dass sie bereits dem Tod nahe war.

Ich tat alles, um sie zu retten.

Doch es war nicht genug.

Als die arme Unschuldige ihren letzten Atemzug tat,

hielt mir der Marquis einen Beutel hin,

um mein Schweigen zu erkaufen.

Doch ich brachte es nicht über mich, ihn anzunehmen.

Aufgewühlt kehrte ich nach Hause zurück

und schrieb zwei Briefe.

Den ersten an meinen lieben Freund Jarvis Lorry von der Tellson's Bank

und bat ihn, meine Tochter und mich

noch in jener Nacht aus Paris zu retten.

Den zweiten an den Justizminister,

über die Verbrechen, deren Opfer und Zeuge ich war.

Ich kannte die Folgen.

Doch ich konnte nicht schweigen.

Leider kamen mir die Evremondes zuvor.

Seit jener Nacht schmachte ich in diesem Gefängnis.

Ist das alles, Bürgerin?

Fast.

Vielleicht könnte der gute Doktor Manette

den letzten Teil selbst lesen.

-Er ist unschuldig. Er verdient nicht… -Er ist gekommen, um zu sprechen!

Um auszusagen. Dann soll er zu Ende sprechen.

Nein.

Bürger Manette, lesen Sie!

Ich…

…schwöre bei meiner Ehre, dass all dies die reine Wahrheit ist.

Ich verdamme…

Bitte. Ich flehe Sie an…

Lies.

Ich verdamme die Evremondes bis zum Letzten ihrer Linie.

Ich verfluche sie…

Weiter.

Und versehe ihr Geschlecht mit einem Kreuz aus Blut.

Verurteilt von der Hand seines eigenen Schwiegervaters!

Warum tun Sie das?

Das Mädchen, das sie töteten, war meine Schwester.

Ich war dort. Versteckt.

Ich sah alles.

Ich hörte alles. Jede Sekunde.

Was sie ihr antaten.

Sein Vater. Sein Onkel.

Die Evremondes und ihresgleichen sind die wahren Feinde der Nation.

Heute fordere ich Gerechtigkeit. Und Rache. Für meine Schwester.

Für alle, die wie sie gelitten haben.

Tod den Feinden der Republik!

Tod!

Tod! Tod! Tod!

Charles Evremonde, genannt Darnay.

Sie werden für schuldig befunden und zum Tode verurteilt.

-Für Thérèse! Vorwärts! -Nein! Nein…

Ich liebe dich.

Ich liebe dich!

Es muss einen Weg geben. Eine Berufung, eine Begnadigung.

Thérèse schickte Charles den gefälschten Brief.

Sie hat alles geplant.

Sie wusste, er würde Théophile niemals sterben lassen. Sie hat das ausgenutzt.

Es ist meine Schuld.

Meine eigenen Worte. Mein eigenes Blut.

Das werde ich mir nie verzeihen.

Du wusstest es.

Du wusstest die ganze Zeit, dass Charles ein Evremonde ist.

Und dass sie dich eingesperrt hatten.

Warum hast du mir nichts gesagt?

Ich wollte Charles nicht nach seinem Namen, seiner Familie richten.

Aber hätten wir es gewusst, wäre er nie… Ich hätte ihn aufgehalten.

Es tut mir leid.

Es tut mir so leid.

Wir müssen sie aus Paris bringen.

Charles wird morgen Mittag hingerichtet.

Sie sahen heute die Blutgier im Gericht.

Wer weiß, wen sie als Nächstes holen.

-Lucie wird Charles nie zurücklassen. -Dann überzeugen wir sie.

Kann man ihn nicht retten?

Es gibt keine Begnadigung.

Warum hast du nichts gesagt?

-Was sie deiner Schwester angetan haben. -Was hättest du getan?

Ich weiß nicht.

Ich wäre für dich da gewesen.

Ich hätte dir zugehört. Ich hätte geholfen.

Du warst zu beschäftigt, alle anderen zu retten.

Jeder, der zur Tür reinkam.

Nimmst du mir das übel?

-Nein. Ich empfinde nichts mehr für dich. -Du lügst.

Vorsicht, Bürger.

30 Jahre lang wurde ich weich, ertrank in deiner Schwäche.

Aber damit ist Schluss.

Die Evremondes, die Feinde der Nation,

lernen, wie wenig ein Leben zählt.

Durch dieses Gemetzel, das du Gerechtigkeit nennst?

Sie werden leiden wie wir.

Die Manettes sind meine einzige Familie.

Verstehst du das?

Wann hört das auf?

Sag Wind und Feuer, wann Schluss ist. Nicht mir.

Ich verstehe nicht, warum wir das getan haben.

Die Frau, die ich liebe,

gibt es nicht mehr.

Kommt Ihnen

Ihre Kindheit weit entfernt vor?

Ihre Jugend. Kommt sie Ihnen lange her vor?

Ich habe das Gefühl, mich im Kreis zu bewegen.

Immer näher an den Anfang.

Ich kenne das Gefühl.

Er schläft.

Sehr unruhig.

Ich werde auch zu Bett gehen.

Es muss einen Weg geben.

-Es gibt keinen. -Ich sehe nicht zu, wie sie ihn ermorden.

Nein. Du wirst gehen.

Jetzt zählt nur, dass du und das Kind sicher seid.

-Aber er ist mein Mann. -Eben.

-Das würde er wollen. -Woher willst du das wissen?

Weil ich es auch wollen würde.

Zehn Jahre lang habe ich ihn gehasst.

Mir eingeredet, wir wären völlig anders.

Die Wahrheit ist…

…wir lieben beide dieselbe Frau.

Du konntest mich nicht vor mir retten. Charles kannst du auch nicht retten.

Was soll ich tun?

Verlass Paris.

Morgen Mittag.

Thérèse und die anderen gehen zu den Hinrichtungen.

Nur dann bringen wir dich und Alexandre sicher aus der Stadt.

Und was sage ich ihm

über den Vater, den er nie kennen wird?

Sag ihm die Wahrheit.

Er war ein besserer Mann als wir alle.

Er brachte jedes Opfer für die Menschen, die er liebte.

Er riskierte sogar sein Leben für einen Freund, den er

zehn lange Jahre nicht gesehen hatte.

Und vertrug mehr Gin als jeder Tutor, den ich kenne.

Du solltest dich ausruhen.

-Iss etwas. -Nein, ich habe keinen Appetit.

Meine Mutter

trank jeden Morgen einen halben Liter heiße Milch, als sie schwanger war.

Sie sagte, das helfe gegen die Übelkeit.

Vielleicht lag's am Brandy, den sie hineinkippte.

Ich wusste, dass ich wie sie enden würde.

Bis ich dich traf.

Zum ersten Mal seit meiner Kindheit dachte ich:

Wenn sie es in mir sieht…

Was?

Etwas, wofür es sich zu leben lohnt.

Etwas Liebenswertes.

Das habe ich gesehen.

Und sehe es noch.

Ein Leben, das du liebst.

Ich kümmere mich um alles.

Wir fahren Punkt zwölf.

Danke.

Wofür?

Du hast mir etwas gegeben, das ich nie hatte.

Hoffnung…

…dass ich ein besserer Mann sein könnte.

Ich weiß. Aber es muss so sein.

Die Hinrichtungen beginnen mittags.

Du und dein Vater müsst weit weg sein, bevor sie enden.

Papa. Es ist Zeit.

Nein.

-Lucie? -Nein.

Lass die Kutsche bereitmachen. Ich weiß, wo er sein wird.

Lucie, wir können nicht…

Heute rollen 52 Köpfe unter Madame Guillotine! Hier, Bürger!

Papa?

Papa?

Papa.

-Komm. -Er war völlig aufgelöst.

Er brachte kaum ein Wort heraus.

Er kam und flehte mich an, deinen Mann zu verschonen.

Stattdessen sein Leben zu nehmen.

Als er merkte, dass er machtlos war, brach er zusammen.

-Halten Sie sich von uns fern. -Weißt du, was das ist?

Es sollte ein Geschenk für meine kleine Juliette sein.

Aber die Evremondes haben auch sie getötet.

Siehst du diese Namen?

Adlige, die für ihre Taten bezahlten.

Und hier, genau hier,

schreibe ich den Namen deines ungeborenen Kindes hin.

Ich wusste es, sobald ich dich sah.

Nein.

Bitte.

Er hat es selbst gesagt.

Ein Kreuz aus Blut über alle Evremondes.

Bitte. Tun Sie das nicht.

Bis zum Letzten ihres Geschlechts.

Bitte.

Ich flehe Sie an.

Lucie?

Gib…

Lucie…

Thérèse, wir müssen los.

Wir müssen los. Kommt.

Hester, schnell.

Thérèse, wo bist du?

Zehn Minuten.

Sydney?

Der Letzte, mit dem du deine letzten Momente verbringen willst.

Bist du ein Gefangener?

Willst du leben?

Eine einfache Frage.

-Ja, natürlich. Aber… -Tu genau, was ich sage.

Zieh alles aus.

-Auch die Stiefel. -Warum?

Nein.

-Nein. -Keine Zeit für leere Gesten.

-Ich sagte Nein. -Warum?

Weil ich einmal der Held unserer Geschichte sein könnte?

Es geht nicht um Stolz.

-Nein? -Nein.

Ich lasse dich oder sonst wen nicht für mich sterben.

Denkst du, es geht nur um dich?

Ich habe sie geliebt.

All die Jahre.

Nicht so gut wie du. Aber genauso lange.

-Ich kann nicht. -Doch.

Und du wirst.

Dein Leben ist nicht weniger wert als meins.

Aber deins gehört nicht dir, mein Freund.

Es gehört ihr, seit sie dich gewählt hat.

Der Preis des Sieges.

Oh, und…

Jetzt gehört es noch jemandem.

Dem Kind, das sie erwartet.

Was?

Sie…

Ein Kind?

Siehst du?

Du kannst nicht Nein sagen. Genauso wenig wie ich.

Lebe ein langes Leben.

Werde alt und dick.

Und hässlich, um Gottes willen.

Liebe sie für uns beide.

Er ist da.

Geh.

Macht die Verurteilten bereit.

-Danke. -Viel Glück, Charles.

Wir gehen nach Hause, Papa.

-Nach Hause. -Schnell.

Noch ein Adliger trifft auf die Klinge!

Sobald sie ihre Leiche finden, werden sie uns suchen.

Du hast uns gerettet. Du hast mir das Leben gerettet.

Und Sydney? Hast du Sydney gesehen?

Nein.

Los. Hoch mit dir, Evremonde.

Beeilung, Bürger! Die Hinrichtungen beginnen um zwölf!

Beeilung, Bürger! Beeilung!

Nieder mit der Aristokratie!

Wie… Wie?

Los! Verteilt euch. Wir müssen sie finden.

Sie können nicht weit sein.

Bürger Charles Evremonde!

Wusstest du es?

Ja.

Stimmt es?

"Ein Leben, das du liebst."

Zögere nicht.

Dreh nicht um.

Ich tue es gern.

Zum ersten Mal seit Jahren sehe ich klar.

Ich sehe dich und Charles, sicher in London.

Alexandre und Hester.

Das Glück, das ihr alle verdient.

Ich sehe eine wunderschöne Stadt

und ein großartiges Volk aus diesem Abgrund auferstehen.

Und in ihrem Kampf um wahre Freiheit…

…sehe ich das Böse dieser Zeit vergehen.

Ich sehe dein Kind, sein Leben voller Musik und Lachen.

Die Weisheit seines Vaters. Und vor allem

die Liebe seiner Mutter.

Ich sehe dich alt werden.

Ein gelebtes Leben.

Ein erfülltes Herz.

In dem Wissen, dass dich niemand je mehr liebte als an diesem Tag, an diesem Ort,

als ich dir mein Herz öffnete, als Letzter auf der Welt.

Es ist eine weit, weit bessere Tat, die ich nun vollbringe,

als alles, was ich je getan habe.

Es ist eine weit, weit bessere Ruhe, die mich erwartet,

als jede, die ich je gekannt habe.

Untertitel von: Carina Chadwick

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