All language subtitles for Café Odeon (Kurt Früh, 1959) GER

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Original subtitles

Es war e�n Tag w�e jeder andere,

Se�t v�elen Jahren hat jeder Tag so angefangen

wenn �ch Fr�hd�enst hatte,

Und an e�nem so ganz gew�hnl�chen Tag,

tauchte s�e das erste Mal �m Odeon auf,

Entschuldigen Sie.

Bitte?

K�nnen sie mir sagen, wo ich Fr�ulein Neuenschwander finde?

Fr�ulein Neuenschwander? Bei uns arbeitet sie nicht.

Oder ist es ein Gast? Aber man sagte mir,

ich treffe Sie am besten hier.

Sie wohnt nicht mehr an ihrer alten Adresse. Anny heisst sie.

Anny? Ja wie sieht sie denn aus?

So rot-braunes Haar. 26. Sie ist h�bsch.

Sie ist meine Schwester.

Am Abend kommt ein Fr�ulein Anny hier her, so nach 8 Uhr.

So?

Aber ob es die ist?

Dann komme ich vielleicht am Abend noch einmal.

Danke.

Bitte.

Der Herr Professor. Guten Morgen Walter.

Was machen denn sie schon so fr�h bei uns im Odeon?

Gab es Zuhause kein Fr�hst�ck?

Nein, nein. Ich konnte nur die ganze Nacht nicht schlafen.

Darum bin ich etwas fr�her aufgestanden.

Ja, der F�n. Nicht wahr? Nein, nein. �rger.

Was? �rger und Sorgen.

Das gibt es halt ab und zu.

Ja.

Bringen sie mir einen Kaffee Cr�me und ein Gipfeli.

Gerne, Herr Professor.

Sobald der Kaffee bereit ist.

Ja, das war der Herr Professor Kartmann gewesen,

Deutschlehrer am Gym�,

E�n Netter, Ich mochte �hn gerne, Und se�ne Frau auch,

S�e geh�rten zu me�nen l�ebsten Stammg�sten,

So g�ng der Tag we�ter, w�e jeder andere auch,

Herr L�ubl� kam,

lst die Frankfurter hier, die Neue?

Hier, Herr L�ubli.

Manchmal dachte �ch, er lebe nur vom Ze�tungen lesen,

Walter, ich habe kein M�nz.

K�nnen sie mir 20 Rappen geben zum telefonieren?

Gerne.

Das war Herr Blum,

Das �st e�ner der vom Telefon�eren lebt,

So hat man ganz versch�edene G�ste,

Solche d�e �hre Gesch�fte be� e�nem Kaffee besprechen,

oder e�nem Aper�t�f,

Dann kommen manchmal K�nstler, Maler und D�chter, d�e,,,

stundenlang d�skut�eren, w�e h�er der Me�er,

Und dann s�tzt h�er ab und zu,der Herr Redaktor Wollenmann

der se�ne Le�tart�kel be� uns schre�bt,

Am Nachm�ttag kommen dann Damen, d�e s�ch

nach den anstrengenden E�nk�ufen m�t Pat�sser�e st�rken,

Und e�n Schw�tzchen halten,

Am Abend �st dann der Me�er schon be� se�nem 4. Pernaud,

Dann w�rd er manchmal etwas laut,

Das ist doch Mist. Picasso ist doch kein moderner Maler.

Das ist doch alles veraltet.

Und am Abend kommt dann �n unser bravb�rgerl�ches Lokal

e�n Hauch von Verdorbenhe�t re�n,

D�e grosse Kle�nstadt, w�rd dann zu e�ner kle�nen Grossstadt,

Leni?

Woher kommst denn du?

Wie ich dich gesucht habe.

Was hast du denn?

Nichts, ich habe nur...

Komm, komm. Nicht hier.

Und da sah �ch

dass das Fr�ule�n Anny tats�chl�ch �hre Schwester war,

Seltsam, zwe� so versch�edene Menschen,

Walter, Walter! Gib mir kurz 20 Rappen zum telefonieren.

Weiss denn dein Mann, dass du zu mir nach Z�rich gekommen bist?

Das kann ich ihm doch nicht sagen.

Ja, du bist einfach abgehauen?

lch hielt es nicht mehr aus.

Man zeigt ja schon mit den Fingern auf mich.

Wie lange muss er denn absitzen?

4 Monate.

Wo warst du denn den ganzen Tag?

Einfach gelaufen.

lch bin schon zum umfallen zu m�de.

Weisst du was ich bringe dich kurz nach Hause. Taxi!

Das kostet doch viel Geld, ein Taxi.

Also, wenn ich mir dass nicht mehr leisten kann... ha!

Hier wohnst du?

Sieh nur, ich habe es gut. Komm.

Dir geht es scheinbar gut.

Nat�rlich. Bei meiner Figur.

So, heute mach in den Laden zu.

Dieser Pelzmantel...

Ein Gelegenheitskauf.

Was denkst du, hat der gekostet?

Weiss nicht. 1000 Franken.

Hast du eine Ahnung. Normal, kostet der 6 Riesen.

lch habe ihn f�r 2000 bekommen.

Ein Gegengesch�ft mit einem Pelzh�ndler.

Wie siehst denn du aus?

Du solltest dich schon etwas herrichten.

Das Gesicht kann ich schon fast nicht mehr sehen.

Jetzt schl�fst du, und morgen machen wir dir ein anderes.

Ein anderes...

Denkst du, dass kann man nicht?

lch bin schon �ber 30. Und hatte noch nichts vom Leben.

Nichts als warrten warrten und arbeite!n.

lch habe es dir ja immer gesagt.

Ja?

Bist du alleine, kann ich reinkommen?

Ja was willst du denn?

- Das ist Leni, meine Schwester. - Ah, Leni.

Bonjour. Guten Tag.

Hast du nicht ein paar Tabletten und ein Cognac?

Ja ja, nimm, aber �ffne mir zuerst den Reisverschluss.

Warum, gehst du heute nicht mehr raus?

Nein, du siehst doch, dass ich Besuch habe.

Aber trink nicht wieder die ganze Flasche leer.

Merci, merci, Madame.

Ja? Ja, hallo.Nein, heute geht es nicht. Ich habe Besuch.

Sorry. Was? Du spinnst doch! Wann? Morgen um 10 Uhr?

Was habe ich? So wieso! Prima.

Nat�rlich sieht mich deine Frau nicht.

lch kenne dich einfach erst ab dem 4-Wald-St�dtersee.

Also gut. Tschau. Merci!

Er nimmt mich nach Mailand mit f�r 2 Wochen.

Das ist ein Gentelgay.

lch sage dir, der l�sst sich noch scheiden und heiratet mich!

- Ach, du spinnst. - Und Geld hat er.

Du das ist ja toll. Jetzt kannst du f�r 2 Wochen meine Bude haben.

- Morgen geht es ab nach Milano! - Und mich l�sst du alleine?

Ach, geh raus und ins Bett, du hast Fieber. Ja, nimm die Flasche mit.

Bl�de Babe!

Trinkt immer. Willst du auch einen Gin?

Ein Schluck w�rde dir gut tun, das peppt auf.

Jetzt gehst du mit dem einfach fort nach Italien ans Meer?

Ja warum solle ich denn nicht?

Nein. Das ist wie... Ich habe manchmal so einen Traum.

Das alles ganz traurig ist und ich gehe ins Wasser.

Und dann kommt einer und zieht mich heraus.

Er nimmt mich auf sein Schiff und f�hrt an einen wunderbaren Ort.

Nach Italien, oder so..

H�rjetzt auf zu spinnen.

Du, das muss toll sein, wenn man einfach machen kann was man will.

Man ist halt frei.

Weisst du, diese Freiheit lasse ich mir nicht nehmen.

Auf jeden Fall nicht von einem der nichts hat.

Du wirst doch jetzt sicher geheilt sein von deinem Hans?

- Feller, h�ren sie zu. - Ja, Herr Direktor?

Sie wollten wissen, warum ihre Frau nicht zum Besuchstag kam?

Wir fragten nach, aber im Dorf ist sie verschwunden.

- Sie ist fort? - Vielleicht ist sie bei Verwandten?

- Hat sie jemanden? - Sie hat eine Schwester in Z�rich.

- K�nnte sie da sein? - Hoffentlich nicht.

- Warum nicht? - Ihre Schwester ist eine Hure!

Sie haben ihre Frau gerne, nicht wahr?

- Ja. - Sie sind ein komischer Vogel.

Der beste und anst�ndigste in der ganzen Anstalt.

Und machen so eine dumme Sache. Was dachten sie sich nur?

lch habe es ihnen gesagt. Ich wollte rauskommen.

Ein einfacheres und besseres Leben f�r meine Frau.

lch wollte ein kleines Auto oder ein Motorrad.

Und da liessen sie im Gesch�ft die ganze Zeit das Geld herumliegen...

-... Janu. - Wie heisst diese Schwester?

Anny, Anny Neuenschwander.

Das habe ich gerne.

Jahrelang motzen, wie ich mein Geld verdiene...

... und dann von diesem Geld wollen.

Da 10 Franken, mehr gibt es nicht!

lch meinte ja nur, bis ich eine Stelle gefunden habe.

So schlecht geht es dir noch nicht,

dass du nicht etwas selber verdienen kannst.

Das Taxi ist da.

So! Ich schreibe euch dann eine Karte!

Also, tschau miteinander. Tschau Anny.

Du hast doch eine sch�ne Figur. Du musst dich nur �berwinden.

Mir ein neues Gesicht machen meinen sie. Wie es Anny sagte!.

Dein Gesicht hat M�glichkeiten.

Wollen wir es versuchen?

Nimm einfach den alten Pelzmantel von Anny, und h�here Abs�tze.

lch will nicht!

Gut, dann lass es bleiben.

Dann musst du halt B�den putzen f�r 15O Fr�nklein im Monat.

Bis du versauerst und verbl�dest.

Genau das richtige f�r eine die den Mann im Zuchthaus hat.

Es g�ng gar n�cht lange,

da tauchte das Fr�ule�n w�eder �m Odeon auf,

lch h�tte s�e fast n�cht mehr erkannt,

Aber als s�e dann rauf �n d�e Bar g�ng,

merkte �ch schnell was s�e wollte,

lch habe es n�cht so r�cht�g verstanden, e�ne �n d�esem Alter,

Man merkt h�nten und vorne, dass s�e n�cht h�er her passt,

Janu, Schade,,,

Dann ist er also nichts Herr Schiffbauer?

Er ist nicht nichts, Herr Doktor.

Er ist sicher ganz interessant ihr Roman.

Aber nichts f�rs Gesch�ft.

ln der Schweiz gibt e,s vielleicht 100 Leute

die sich daf�r interessieren.

Und in Europa ein schwaches 1000.

Da rentieren sich ja nicht einmal die Kosten f�r den Druck!

10 Jahre habe ich daran gearbeitet.

Janu, Arbeit ist nie f�r die Katze.

Wenn sie in ihrem n�chsten Werk

vielleicht etwas weniger philosophisch sind... Wer weiss.

Du, da ist eine Neue.

Du, die hat doch hier nichts verloren.

Hast du die schon einmal gesehen?

Das haben wir gerne, wo das Gesch�ft sowieso nicht l�uft.

War rte nur, bis die mir einmal in die Finger l�uft!

Dann verl�sst die schnell unser Revier!

Mary, wir kommen wieder. Halt uns die Pl�tze frei.

Halt, halt. Zuerst bezahlen!

Allerhand! Bei dir sollten wir inzwischen etwas Kredit haben!

Komm!

Was darf es sein?

�hm, ich �h... Ich glaube, ich gehe wieder. Ich will nichts.

Nichts? Dann macht es 2.20, bitte.

2.20?

Bitte sch�n.

So depr�m�ert w�e an d�esem Abend

sah �ch Professor Kartmann noch n�e,

N�cht e�nmal r�cht�g verabschiedet hat er sich.

Ah, der Herr Professor! Kommen sie, absitzen!

Nein, ich kann sicher nicht...

Absitzen!

Sie mir ist heute etwas gelungen. Ein roter Kreis, der sich so sprengt,

dass er in zwei endlose Banner ausl�uft. Atomisch wissen sie!

Aber so ein Bild, verstehen sie erst in 100 Jahren.

Trinken sie etwas? Danke. Ich muss nach Hause.

Trinken sie etwas, bevor sie in ihr Brav-B�rger Bett gehen.

Aufpassen!

Komm mit nach hinten, ich muss etwas mit dir bereden.

Mit mir?

Komm jetzt, sonst gibt es Krach!

So, wenn du noch einmal in dieses Revier kommst, dann

kannst du etwas erleben! Wir lassen uns nicht

von jeder unsere Kundschaft wegschnappen!

lch will ja gar nicht... Ich wollte ja gar nicht mehr.

L�g nicht! Geh doch ins Niederdorf aber hier hast du nichts verloren!

Und das du auch weisst das wir es ernst meinen...

Oh, wenn das die Polizei sieht. Komm!

Um Himmels Willen. Was ist denn auch?

Ach lassen sie mich nur. Mir ist nur etwas schlecht.

Sie bluten ja! Da muss man sofort zum Arzt.

Lassen sie mich nur. Mir fehlt nichts.

lch habe hier nur etwas angeschlagen.

Soll ich ihnen ein Taxi besorgen?

Sie m�ssen nicht telefonieren. Ich brauche keinen Arzt.

Es geht mir wieder gut.

Ja, sicher?

Sicher. Danke vielmals.

Es war nett, dass sie mich nach Hause gebracht haben.

Kein Problem. Ich gehe jetzt wieder.

Wollen sie... Wollen sie wirklich schon gehen?

Ja warum? Wollen sie dass ich noch hier bleibe?

Bleiben sie bitte. Sie waren so lieb zu mir.

Bei ihnen h�tte ich keine Angst.

Keine Angst?

Es w�re... Es ist das erste Mal, das ich...

Das erste Mal was?

Ah. Ich habe mich wohl get�uscht.

Adieu.

Dein Freund ist aber nicht lange geblieben.

Lassen Sie mich alleine.

lch weiss, das erste Mal...

Es ist nicht schlimm wenn das schief l�uft!.

Nur den Kopf nicht h�ngen lassen.

Lassen sie mich jetzt bitte alleine!

lch gehe ja. Ich brauche nur ein paar Tabletten f�r...

Die hat er liegen lassen. Die braucht er. Ich gehe ihm nach.

Mal sehen was da drin ist. He, lassen sie das doch jetzt.

Er kann noch nicht weit sein.

Aha du, das ist ein Lehrer vom Gymnasium. Hier steht es=

Doktor Alvin Kartmann. Ein Akademiker!

Du f�ngst anscheinend gleich oben an!

Hast du ihm vom Odeon? Ach, geben sie mir die Mappe.

Wenn einer etwas liege,n l�sst, dann heisst das

dass er wieder kommen will. Oder?

Denken sie er kommt wieder?

Lili?

Ja? Hallo.

Du bist etwas sp�t. Ja, eben...

Wie war es im Theater?

Nicht so besonders.

Und wie ging es bei dir? Schiffbauer lehnte auch ab.

lch bin etwas am Ende.

lch glaube, ich arbeitete 10 Jahre f�r den Papierkorb.

Wart ihr bis jetzt zusammen?

Ja bis jetzt. Und jetzt...

Was hast du denn?

lch habe meine Mappe vergessen.

lm Odeon?

Ruf doch schnell an. Die geht ja nicht verloren.

lch hole sie dann morgen nach der Schule.

Wo du immer deinen Kopf hast.

Ah der Kovatsch,

E�n �mm�gr�erter Operns�nger aus Budapest,

Aber Kovatsch, was ist mit den 30 die sie mir schon schulden?

Da 5 Franken. Mehr kann ich nicht geben.

Walter! Einen Moment.

Habe ich gestern nicht meine Mappe hier gelassen?

lhre Mappe? Nicht das ich w�sste. Nein.

Oder blieb eine Mappe zur�ck? Nein.

So, dann... dann muss sie an einem anderen Ort sein.

Ja?

Guten Tag. Sie kommen doch noch.

lch m�chte meine Mappe holen.

Die Mappe.

Habe ich sie nicht hier gelassen?

Kommen sie nur wegen der Mappe?

Weshalb h�tte ich sonst kommen sollen?

Da.

Danke.

Adieu!

Adieu.

lst es wahr, dass es das erste Mal ist, dass sie das machen?

Warum machen sie das? Das m�ssen sie doch nicht!

Es muss sich doch niemand so wegwerfen.

Was ist denn? Ach..

Sie k�nnen reden. Sie haben alles was sie wollen!

Ach Gott, sie haben eine Ahnung.

Alles was ich will... Was fehlt ihnen?

Was wohl. Etwas... Leben. Ein sch�nes Leben.

lch dachte, wenn ich etwas Geld...

Geld.

Es kann viel mehr fehlen als Geld.

lhnen fehlt doch nichts.

Wenn man 10 Jahre...

alle seine Hoffnungen an einen Plan bindet

und dann erfahren muss, dass alles umsonst war...

... 10 Jahre Arbeit.

Dann geht es ihnen wie mir.

lch hatte bis jetzt auch nur Entt�uschungen.

Haben sie den gar niemanden...

Meine Schwester die hier wohnt.

Da dachte ich f�r die ersten Tage. Bis ich eine Stelle gefunden habe.

Aber das geht jetzt nicht mehr. Ihretwegen.

Wegen mir?

Sie waren so gut zu mir. Es ist so sch�n, wenn sich jemand k�mmert.

lch habe so gehofft, sie kommen wegen mir noch einmal wieder.

Und nicht wegen der Mappe.

S�e kam e�gentl�ch n�cht v�el �ns Odeon, Frau Professor Kartmann,

Aber �ch freute m�ch jedes Mal wenn �ch s�e sah,

lst die M�nchner Abendzeitung frei?

Hier. Vielleicht hiIft ihnen das etwas.

Alles Gute, Fr�ulein Leni.

Es ist schon gut. Es ist schon gut.

Was darf es sein Frau Professor? Ein Tee Cr�me, bitte.

H�ren sie Walter war mein Mann nicht h! ier?

Doch, aber nur schnell. Er fragte nach seiner Mappe

und weil die nicht hier war ging er wieder.

Ach sie war nicht hier?

Nein, er wird sie an einem anderen Or rt vergessen haben.

Offenbar etwas zerstreut der Herr Professor.

Ja?

Was wollen sie?

lch sah, dass er fort ist.

Gehen sie bitte raus.

Anny hat hier immer ein Beruhigungsmittel.

lch brauche noch etwas zu trinken. Ah, dein erstes Geld!

Es war doch gar nicht so schlimm!

Lassen sie bitte das Geld liegen!

lch stehle es dir ja nicht. Keine Angst

Hoffentlich war das ein netter dein Professor.

Bitte gehen sie jetzt!

Was hast du, du hast ja geweint!

Ach, lassen sie mich alleine.

Hast du dich etwa verliebt? Ha, das w�re noch...

Nein so bl�de bist du doch nicht.

Das muss man immer trennen.

Er wollte ja gar nichts von mir. Er Iegte das Geld hin und ging wieder.

Du weisst doch was das heisst= Er ist verliebt in dich!

Einer der nichts macht und zahlt.

Und du bist auch verliebt. Ah, jetzt haben wir den Salat.

Du kannst gut einen kleinen Roman anfangen, aber dann pass auf,

dann muss mehr als nur 50 Franken dabei raus kommen.

Das musst du im zur�ck geben, dann kommt er immer wieder.

Der kommt nicht mehr.

Gib es ihm zur�ck!

Weisst du wo du ihn treffen kannst?

lch glaube er geht ins Odeon.

Also!

Salut Herr Professer. Frau Professor.

Du hast ja die Mappe. Wo war sie denn?

lm Odeon, wo ich sie liegen gelassen habe.

lm Odeon? Denk nur, ich h�tte sie nicht mehr.

Mit allen Quartalsaufs�tzen drin.

Ja, dann warst du also nach der Schule im Odeon?

Wann denn? Von vier bis f�nf Uhr.

Du willst alles genau wissen. Warum?

Ach nichts. Ich h�tte dich nur fast abgeholt.

- Feller! - Ho.

- Ja, Herr Direktor? - H�r zu, Feller.

Wir haben jetzt die Adresse von eurer Schw�gerin in Z�rich.

Sie wohnt im Appartementhaus Seestern.

Meinen sie ihre Frau ist auch da?

lch habe mir das �berlegt,. Schreibt doch eurer Frau

sie solle sich etwas um sie k�mmern.

Aber mehr will ich da nicht machen.

lch kann doch nicht einfach zusehen wie sie dem Weib...

- Ich darf sie nicht da lassen. - Schliesslich ist sie alt genug.

Nein, sie ist ein Kind. Da hiIft schreiben nichts.

Wenn ich zu ihr gehen k�nnte. Nur ein Tag Urlaub.

Die 212 bekam ihn auch.

Das k�nnen wir nicht machen Feller. Sie sind zu hitzig.

Macht jetzt weiter.

Jetzt n�mmt es m�ch wunder, was Kovatsch f�r e�ne Ausrede hat,

Hier Herr Kovatsch, diese 5 Franken schenke ich ihnen.

Doch, doch. Den Resten sind sie mir trotzdem noch schuldig.

Ja. Selbsthilfe.

Das mach ich mit jedem so, der mich so viel anpumt wie sie.

Und dann stoppt es meistens.

Ah, das freut mich!

Sie haben gestern ihren Totozettel hier liegen gelassen.

lch habe ihn aber abgegeben. 3 Franken macht es.

Gerne.

Aber wenn ich dann einen 12er habe?

Gerne.

Und Herr L�ubl� war auf der Ze�tungsjagd w�e �mmer,

Und s�e war auch da, Ist der Tagesanzeiger frei?

Warum musste �ch auch �mmer zu �hr h�nsehen?

We�ss der Gugger, warum �ch s�e n�cht aus dem Kopfkr�egte,

V�elle�cht we�l s�e so gar n�cht zu dem Beruf passte,

Oder habe �ch alter Gauner noch an etwas ganz anderes gedacht?

Was �st jetzt auch das gewesen?

Warum staunte s�e den Herr Professor Kartmann so an?

So! Von da weht der W�nd!

Wollte s�e etwa den Professor e�nw�ckeln?

Das geht nat�rl�ch n�cht �m Odeon,

Das he�sst ''Bel�st�gung der Kunden'',

f�rsolche f�lle haben w�r unser K�rtchen,

S�e wollen bezahlen Fr�ule�n!

lch?

Ein Kaffee Cr�me macht 80, bitte.

Ja, warum?

Ja, aber...

Psst. Sei still!

Mach keine Geschichten. Das ist kein Lokal mit Tischpost.

Der Kaffee Cr�me ist bezahlt. Merci Fr�ulein!

Aber ich habe doch gar nichts...

Noch nicht lange im Metier, hm?

So, jetzt verschwinde und lass unsere G�ste in Ruhe!

lch h�tte gerne noch was mit dir besprochen, aber das nicht hier.

Wir treffen uns heute um 23.45 Uhr im Bellevue Tramh�uschen.

Es ist besser f�r dich wenn du kommst.

lm Grunde tat s�e m�r ja le�d,

E�ne Frau �n d�esem Alter, d�e solche dumme Sachen macht,

Geh nur!

Wenn der Film heute zum letzten Mal l�uft...

Es w�re so sch�n, wenn du wieder einmal mitkommen w�rdest!

Die ganze Zeit sitzt du da und schreibst oder liest.

Aber h�r doch einmal...

Ja, sicher!

lch weiss bald nicht mehr dass ich verheiratet bin.

Sag nicht solche Sachen!

Kommst du nicht mit?

lch kann sicher nicht. All diese Aufs�tze muss ich korrigieren.

Janu, also... Tschau. Tschau.

Alvin?

Warum sind sie nicht zu mir gekommen?

Was ist denn? Warum machten sie das mit dem Zettel und Geld?

lch hatte Angst, dass ich sie dann nie mehr sehe.

Warum m�ssen wir uns hier sehen?

Warum sind sie nicht zu mir gekommen?

Kommen sie. Es k�nnte uns jemand sehen!

Hallo, Walter. Frau Professor.

Auch wieder einmal hier? So, wie geht es Bello?

Danke, es geht ihm gut. Er ist halt viel alleine.

Und was darf ich ihnen bringen? Bringen sie mir einen Tee Nature.

Tee Nature, gerne. H�ren sie Walter...

War mein Mann nicht hier?

Heute Abend? Nein. Er kommt selten an einem Abend.

Janu, er wird ja sicher bald kommen.

Die Mappe war Gestern doch hier, nicht wahr?

Nein, nein. Sicher nicht Frau Professor. Er hat...

Ja.. ich weiss nat�rlich nicht... Vielleicht war sie am Buffet.

Am Buffet? Janu, Hauptsache er hat sie ja wieder.

Jetzt habe �ch gemerkt, dass �ch m�ch versprochen habe,

Und das be� den Kartmanns etwas n�cht st�mmt,

Wenn da nur n�cht d�e Neue dah�ntersteckt,

Hier sassen wir als Gymnasiasten und mussten zeichnen.

lst das lange her.

Ha, sch�n ist es hier. Es ist wie auf einem Schiff.

Das an einer grossen Stadt vorbei f�hrt.

lch hatte manchmal so einen Traum.

Was f�r einen Traum?

Sie lachen mich doch nur aus...

Nein, sicher nicht.

lch tr�umte, dass alles dunkel ist und dann m�sste ich ins Wasser.

Aber, was reden sie da. Nein, waten sie!

Dann k�me einer und will mich rausziehen.

Er gibt mir einen Blumenstrauss, nimmt mich auf sein Schiff

und will weit fort fahren mit mir.

Bis nach Italien... Oder noch viel weiter.

Jetzt m�ssen sie aber aufh�ren zu tr�umen.

Sie m�ssen raus aus dieser Pension Seestern.

Fort aus diesem Milieu.

Ein kleines Zimmer suchen und irgend eine Stelle.

Wenn... wenn ich ihnen f�r den Anfang helfen kann...

Sie wollen mir helfen?

Sie haben sicher kein Geld mehr?

Dann darf ich sie wieder sehen?

Leni! Sie d�rfen mich nicht falsch verstehen!

lch bin verheiratet und m�chte ihnen nur helfen rauszukommen.

Sonst gar nichts. Sie wollen mir helfen?

Ja. Jetzt muss ich aber nach Hause.

Vielleicht k�nnen wir uns morgen noch einmal sehen?

Wieder hier. Um die gleiche Zeit.

Ja. Jetzt muss ich noch diesen Kellner treffen.

Ja, das ist peinlich, dass er das gesehen hat.

Alles wegen mir.

Sch�ne Veilchen!

Was macht das?

1.20.

Bitte.

Danke vielmals!

Da. Zu ihrem Traumschiffchen noch die Blumen.

Blumen!

Lili. Wie war der Film?

Bist du jetzt durch mit deinen Aufs�tzen?

Noch nicht ganz.

lch war gar nicht im Kino.

Wieso nicht?

lch... ich musste nach Hause.

Aha! Ich ging etwas raus.

Wo warst du denn?

Wo werde ich gewesen sein. Ich war etwas im Odeon.

lm Odeon? Ich war auch dort. Aber ich sah dich nicht.

Ja? Ich ging etwas spazieren.

Aha. Arbeitest du noch weiter? Ja.

Also... Gute Nacht. Schlaf gut.

Was war nur los m�t m�r?

Was g�ng m�ch das alles an?

S�e erz�hlte m�r alles,

Und da merkte �ch, dass s�e �n Professor Kartmann verl�ebt �st,

So etwas dummes. Jetzt h�r einmal.

Wenn du schon so viel Anstand aufgebracht hast,

auf ein gewisses Metier zu verzichten.

So lass auch den Professor in Ruhe.

Das kann ich nicht! Das kann ich doch nicht.

Du, das ist eine gute Ehe. Ich will nicht, dass du da reintrampelst!

Sonst hetze ich dir etwas auf den Hals, das...

Was?

Du kannst dir ausrechnen was!

Aber zuerst musst du aus diesem Appartementhaus ausziehen!

Wo soll ich den hin? Ich habe doch keinen Rappen Geld.

Kannst du mit Tieren umgehen? Ich meine, hast du Tiere gerne?

Warum?

lch habe ein paar Tiere zu Hause.

Und die Frau die zu ihnen schaut, kann nicht mehr.

Wenn du vielleicht...

Was f�r Tierchen?

War rte ich gebe dir meine Adresse.

So, und jetzt versuch es doch. Nein. Nein!

Lassen sie mich in Ruhe! Was geht das sie �berhaupt an?

Der Professor Kartmann wird mir dann schon helfen!

Das weiss ich ganz genau. Sie wollen nur...

Sie wollen nur... Ach, lassen sie mich in Ruhe!

Entschuldigen sie bitte, k�nnen sie mir sagen,

was das f�r eine Nummer ist? 34 64 62.

E�nen Moment b�tte,

Das �st Anny Neuenschwander, Dufourstrasse 77a,

Ja. Danke Fr�ulein.

Ja?

lst da Anny Neuenschwander?

Nein. Anny ist nicht hier, sie ist in Italien.

Wer ist am Apparat?

Da ist Kartmann. Frau Kartmann.

Hallo? Hallo?

Hallo!

Blanche. Ich muss sofort fort von hier!

H�r doch, ich muss fort.

Was fort? Comment fort? Wieso auf einmal?

Du kannst mich doch nicht alleine Iassen, wo ich so krank bin!

Dann m�ssen sie den Arzt holen.

Arzt. Soll mich der Teufel holen!

Der wartet schon lange auf mich!

lch muss gehen. Ich habe angst. Ich habe ein Telefonat bekommen.

Hier, der Schl�ssel. Geben sie ihn bitte Anny, wenn sie hier ist.

Und wohin gehst du? Nach Hause? Nein.

Leih mir noch 20 Franken. Ich brauche etwas zu trinken.

lm Salon de gomestible geben sie mir keinen Kredit mehr.

lch habe ja selber nichts mehr.

Du bekommst es ja wieder!

Aber ich habe ganz sicher nichts.

Du willst also nicht...

lch schickte dich zum Coiffeur und machte dich h�bsch.

Und jetzt wo du deinen Doktor hast,

ist deine arme Kollegin einfach nichts mehr.

Sag ihm einen sch�nen Gruss, dem Kartmann.

lch gehe ja gar nicht zu ihm.

Dann geh zum Teufel!

Das ist Solidartit�.

Herr Walter, h�ren Sie, jetzt habe ich genug von den Tieren.

Da sehen sie, ihr hinterlistiger Goggo hat mich wieder gekratzt.

Janu. Er merkt das sie ihn nicht gerne haben.

Nicht gerne haben. Gerne haben soll man sie auch noch!

lch sage es zum letzten Mal= Suchen sie sich

jemanden anders f�r Ihre Tiere. Ich habe die Nase voll.

lch versuche jemanden zu finden. Es ist halt schwierig.

Dann geben sie doch ihre Tiere weg! Sie sind ja fast nie da!

lch gehe jetzt mit Goggo schimpfen.

Goggo. Lieber Goggo!

Hast du sie gehauen, du hast recht. Das h�tte ich

auch schon gerne gemacht. Aber ich darf halt nicht.

Ja was ist noch?

Es will jemand mit ihnen sprechen.

Jetzt schau da! Kommst du also doch noch?

�h, das ist Frau B�rlocher. Du kannst ihr ruhig die Hand geben.

Sie beisst dich nicht. Und das ist, �h, meine Nichte.

Sie kommt f�r ein paar Tage die Tiere h�ten.

F�r sie Urlaub bis auf weiteres und jetzt will ich sie nicht mehr sehen.

Noch so gerne. Aber das Bettzeug bringe ich dann noch.

lch muss leider bald gehen. Ich habe Dienst.

Das sind meine Tiere. Hier, das ist Goggo.

Den l�sst du besser in Ruhe. Wenn er jemanden nicht kennt,

kann er manchmal etwas giftig sein.

Bitte. Aber sonst ist er ein Schatz!

Um die Katzen musst du dich nicht k�mmern. Die sind versorgt.

Aber mit Bello musst du am Abend noch etwas raus. Verstanden?

Alles andere Morgen. Und mit der B�rlocher redest du

besser nicht zuviel. Sonst sagst du noch was dummes.

Und wenn du mit Bello draussen warst gehst du am besten ins Bett.

Also, nicht mehr davon laufen! Nein.

lch weiss es tut weh, aber in ein paar Tagen hast du ihn vergessen.

Also tschau. Und dor t kannst du dir etwas zum Essen machen.

Auch w�hrend der Arbe�t habe �ch �mmer an s�e zu Hause gedacht,

Es l�es m�ch e�nfach n�cht los,

Warum bringen sie mir Pernaud? Ich wollte einen S�ssmost.

Ah! Ich sollte doch daran denken,,,

lmmer wenn er verl�ebt �st h�rt er aufzutr�nken,

Ah, der Herr Professor. Kaffee Cr�me?

Gerne Walter. Und darf ich sie etwas fragen?

Ja bitte? Da war doch k�rzlich ein Fr�ulein.

Sie sagte mir, dass sie sie treffe.

lch weiss nicht wen sie meinen Herr Professor.

Wo ist sie?

lch weiss nicht was sie meinen.

So? Dann vergessen sie es.

Also, einen Kaffee Cr�me?

Was ist Kovatsch. Hat der Vertrag mit der Oper geklappt?

Ja, dann haben sie mich angeschwindelt, Kovatsch?

Was haben sie denn w�hrend den 8 Jahren gemacht in Budapest?

Dann sind wir doch Kollegen.

Dann k�nnten sie doch arbeiten und mir mein Geld zur�ck geben.

Als �ch sp�t �n der Nacht he�m- kam, sass s�e �mmer noch da,

Was hast du? Dieser Gestank...

Glauben sie es sei angenehm mit diesen Tieren hier drin?

W�re ich nur gegangen. W�re ich nur zu ihm gegangen.

lch weiss, dass er mich gern hat.

Du bist doch nicht bei Sinnen.

H�tte ich es der Frau Kartmann heute morgen nur gesagt.

Was heute morgen? Sie rief mich an.

Und ich legte einfach auf und lief davon. Aus Angst...

Sie rief dich an? Sie weiss also etwas?

lch h�tte es ihr sagen sollen. Ich h�tte keine Angst haben sollen.

Leni, du bist doch dumm. Wenn sie es weiss, dann hat er es ihr gesagt.

Das heisst, dass er nichts mehr von dir wissen will.

Vielleicht sagte er ihr aber...

Ach was tr�umst du auch immer.

Meinst du, du k�nntest ihr.. Du wo nichts bist und nichts hast...

Leni! Bitte. Sei etwas vern�nftig.

Bin nichts. Habe nichts.

Ach Leni.

Goggo? Weisst du, sie hat uns nicht gerne.

Fressen. Wenn ihr nur fressen k�nnt. Ihr seid ein Gesindel.

Keine h�here Interessen, keine geistigen Wer rte.

F�r mich war es nicht einfach mein Liebstes weg zu geben.

Aber waren sie wirklich noch mein Liebstes?

Oh, der Herr Walter!

lch wollte sie fragen, ob ich ihnen Goggo in Pension geben k�nnte?

Und die Katze, die Hamster und der Hund.

Bei mir wird renovier rt und nun weiss ich nicht wohin mit ihnen.

Um Himmels Willen. Noch mehr Tiere!

lch bezahle ihnen gerne etwas!

Sicher nicht. Auf ein paar mehr oder weniger kommt es nicht an.

Hallo Goggo. Au! Saukerl.

Ja, dann nehmen sie sie also?

Klar. Lassen sie sie nur nicht zu lange hier,

sonst gebe ich sie nicht mehr her, weil ich sie so lieb habe..

Ja. Ja. Hier ist die Leine.

Was meinen sie was ich mit dem gewinne?

So ein Mist. Wenn einer das Geld brauchen kann, bin ich es!

lch bezahle ihnen dann einen Kaffee.

Nicht so laut.

lch dachte du hast deine Stimme verloren?

Ein Tee Nature, bitte.

Der Me�er m�t se�nem S�ssmost, E�ne lange L�ebe f�r �hn,

Gerade ungef�hr 3 Tage, So lange w�e Len� nun be� m�r �st,

Zuhause wurde alles anders,,lch b�ldete m�r manchmal e�n

es ble�be nun �mmer so, Ich habe jemand der f�r m�ch schaue,

Ja, hast du etwas gekocht?

Es hatte noch Suppe. Erbsen.

Und eine Dose W�rstchen.

Das ist ja ein Sonntagsdinner.

Diese Veilchen k�nnen wir jetzt dann wegwerfen.

lch will sie gerne behalten, bis sie verwelken.

Da kann man fast etwas eifers�chtig werden.

Sie h�tten die Tiere nicht fortbringen m�ssen.

lch h�tte f�r sie schon gesorgt.

Lassen wir sie jetzt beim Charly. Da haben sie es besser.

Wenn ich eine Tochter h�tte, dann k�nnte sie so alt sein wie du.

lch hatte nie einen Vater.

Ja, und die Mutter?

Sie hat sich nie um uns gek�mmert.

Sie ist Kellnerin in Basel. Ich weiss nicht einmal wo.

Wo ist auch Anny? Sie kam ein paar Tage nicht mehr ins Odeon.

ln Italien mit einem Freund. Ihr geht es gut.

Was meinst du was das gekostet hat?

15'OOO Lire. Das ist dann elegant.

- Du verw�hnte S�nderin. - Schau da, willst du es anziehen?

lch verkaufe es auch!

lch sage euch in dem Mailand gibt es maximale Sachen.

Was verlangst du f�r die Strampelhosen f�r die Fasnacht?

Du, er hat 300 Franken daf�r bezahlt!

Was 300? Der ist ja weich!

Verdammt, sauf doch nicht die ganze Flasche leer.

Nicht das du um sechs schon wieder einen Kater hast.

Das ist meine Welt. Und ich bin der Sputnik!

Dumme Babe!

lch war so alleine.

Und du bist wieder da.

Hier, nimm noch ein paar Str�mpfe mit.

Wenn ich gewusst h�tte, dass ,es an der Grenze so einfach ist

h�tte ich noch viel mehr geschmuggelt.

Sagte Leni nicht, wo sie hin ist?

Ging sie nach Hause?

Blanche weiss alles.

Also wo ist sie denn?

Sie hat sich einen Professor geangelt.

Janu, sie ist schliesslich vollj�hrig.

Oh du, das ist Musik?

Ja, aber keine billige!

War schon jemand hier wegen mir? Hat jemand angerufen?

Bist du davon gelaufen?

Bin ich nicht ein sch�ner Teufel?

Gib mir deine kleine Finger, dann nimme ich die ganzi Hand.

Mach keinen Bl�dsinn.

Wo ist Leni?

Das weiss ich doch nicht. Ich kam gerade von Mailand zur�ck.

lch war 8 Tage for rt.

Erz�hl keine Geschichten, du weisst doch wo sie ist!

Vielleicht schauen sie einmal beim Professor Kartmann nach.

- Was? Kartmann? - Ja, Kartmann!

Der hat sie von hier fort geholt, der vornehme Herr Professor.

Und Leni ist eine feine Dame. Mit einem Akademiker.

Da schauen sie nach. Es gibt nur einen Kartmann in Z�rich.

Jetzt sei still Blanche!

So... Weiber...

Warum hast du ihm das gesagt?

Leni war so ein schlechter Hagel. Nicht einmal 20 lieh sie mir.

Nicht mehr schlagen! Bitte nicht mehr schlagen!

Mach das du raus kommst! Du Sauluder!

Anny! Anny, sei wieder lieb!

Hallo.

Hallo.

Was ist los? Ist etwas passiert?

lch �ffnete einen Brief f�r dich.

Was von wem?

lch habe einfach weil...

...weil du immer so komisch bist in der letzten Zeit und...

Von wem ist der Brief?

Schneider Verlag.

Oje, noch eine Absage.

Nein.

Es braucht ein paar K�rzungen und dann bringt er den Roman raus.

Du sollst so schnell wie m�glich nach Frankfurt kommen.

Wir freuen uns, wenn wir ihr Werk zu Ostern rausbringen k�nnen.

Schneider. Das ist gar kein schlechter Verlag.

lch wusste das dein Roman gut ist. Ich wusste es immer.

Ach du.

Ja? Kartmann. Ja, einen Augenblick bitte. Es ist f�r dich.

Ja? Wer ist am Telefon?

lst da der Herr Doktor Kartmann? Ja,

lch muss sie sehen. Es ist wegen Leni.

Ja, was ist?

lch muss sie sehen. Sofort. Das geht n�cht,

lch muss nur wissen wo sie ist. Ich weiss es nicht.

Woher sollte ich das wissen?

Kann ich zu Ihnen kommen?

Nein, nein, das ist nicht m�glich. Auf Wiedersehen.

Was ist? Ach. Dummes Zeug.

Ein Sch�ler der Schwierigkeiten hat, wollte mich sehen.

Du, wollen wir das nicht feiern gehen, wegen meinem Buch?

Wir k�nnten doch wieder einmal Essen gehen. Ins Emilio wie fr�her.

Ja, jetzt sofort? Ja, jetzt.

Komm.

Ja, gerne.

Aber ich m�chte mich doch noch schnell umziehen.

Entschuldigen sie bitte. Wie komme ich zur Plattenstrasse?

Am besten fahren sie ins Bellevue und dann nehmen sie

den 5er ins Kantonsspital und dann m�ssen sie halt wieder fragen.

- Danke sch�n. - Bitte.

An d�esem fre�en Abend wollte �ch s�e fragen,

ob s�e f�r �mmer be� m�r ble�ben w�ll,

lch b�n alt, Me�n Leben hat se�t s�e h�er �st e�nen Inhalt,

Leni?

Leni? Ja?

lch gratuliere dir zum Geburtstag.

Warum Geburtstag?

Stell dich nicht so an. Du hast jetzt

einfach Geburtstag und der wird gefeiert.

Stell dir vor, ich habe im Toto 120 Franken gewonnen!

Was 120 Franken?

Jawohl!

Das schenke ich dir. Wenn es dir nicht gef�llt, tausch es um.

Du, das ist dann etwas von der Bahnhofstrasse!

Darf ich es aufmachen?

Ja, nat�rlich!

Und hier diese Flasche... Das ist dann ein Weinchen!

Und hier habe ich Aufschnitt. Was ist auch auf einmal mit Ihnen?

Du schaust immer so traurig. Und da dachte ich wir feiern zusammen.

Ganz unter uns. So wie Vater und Tochter.

Sie sind ja komisch.

Ja, das weiss ich.

Aber wenn ich schon einmal frei habe. Wo ist der Zapfenzieher?

Ja, das ist ja so etwas wie ein Cocktailkleid!

Sie spinnen doch! Das ist fast wie in meinem Traum!

H�r mir auf mit deinen Tr�umen. Ins Wasser springen. So dumm!

Soll ich es anziehen?

Ja nat�rlich!

Komm jetzt, sonst bekommen wir sicher unseren Tisch nicht mehr.

Warte ich komme ja gleich.

Das du immer so lange brauchst.

Gehst du aufmachen? Ja.

Sind sie Herr Doktor Kartmann? Sagen sie mir wo Leni ist!

Gehen sie hier weg. Sie k�nnen hier nicht...

Was ist?

lhr Mann! Sie hat nichts erz�hlt von mir, nicht wahr?

Wenn eine auf den Strich geht, erz�hlt sie nicht von ihrem Mann.

Wo ist sie? Ich weiss doch nicht.

Wer hat ihnen �berhaupt von mir etwas gesagt?

Sie wissen schon. Sie waren ja da im Seestern.

Bei diesen Huren.

Lili, du musst das nicht falsch verstehen.

lch... ich weiss sicher nichts.

Sagt es mir. Ich muss sie finden. Ich habe keine Ahnung.

lch habe nichts mit ihr zu tun.

lch brachte sie nur einmal heim als es ihr schlecht war.

Gehen sie jetzt.

Was soll ich denn machen?

Fragen sie den Kellner Walter im Caf� Odeon. Er weiss was.

Gehen sie jetzt!

Der Kellner Walter im Odeon.

lst sie bei dem? Ich habe keine Ahnung.

Zuerst bei den Weibern, dann bei euch und jetzt bei einem Kellner.

Das ist... Jetzt ist...

H�r zu Lili...

Nein! Ich will nicht h�ren!

Das ist nicht wahr, das ist doch einfach alles nicht wahr!

Das ist mein neustes Werk. Eine gewaltige steinige Komposition.

Einen Keil in den Kosmos treiben.

Ein Strich mit einer solchen Konsequenz ins All treiben.

Ja, ist noch nett.

Nett, nett, nett! Ist ein Naturereignis nett? Ist ein Erdbeben nett?

Wenn ihr nur nie reden w�rdet. Maul auf und der Zauber ist weg.

- Ober? Ein Pernaud bitte. - Fertig mit S�ssmost?

Ein doppelter Pernaud!

- Wenn die Z�richseezeitung... - Bitte Herr L�ubli sofort.

Ein doppelter Pernaud.

Entschuldigen sie bitte, arbeitet hier ein Kellner Walter?

- Ja, aber er hat heute frei. - Wo kann ich ihn erreichen?

lst es dringend? Dann gebe ich ihnen die Adresse.

Du lachst jetzt. Aber alle sagten damals ich m�sse zur Oper!

Hoho... Ich habe n�mlich auch noch gesungen!

Tenor. Zum Beispiel aus der Meistersingen...

Der David. Ich mache ihn dir vor! Jetzt pass aber auf!

Meister. Ach es ist euer Namenstag!

Nein, wie man so was vergessen mag. Hier nehmt die Blumen!

Die sind f�r euch. Was haben wir noch. Hier herrlichen Kuchen.

M�chtet ihr nicht auch die Wurst aussuchen?

Das ist ja ein sch�ner Mist.

Du bist auch immer der gleiche. Einfach ein zerstreuter Professor.

Zuerst vergisst du die Mappe und dann diesen Zettel auf dem Pult...

Du siehst ja was passieren kann. Und dann vergisst du deine Frau.

Doch, du hast sie etwas vergessen. Und jetzt schon wieder.

Was?

Mich zum Essen einzuladen.

Ja willst du noch?

Du hast doch einen Tisch bestellt.

Ja, am Fenster wie immer!

Genau wie immer!

�brigens waren fr�her Coupl�e meine Spezialit�t.

War rte mal... �hm. Ach ich war ein Tanzw�terich.

lch mache es einmal, in Ordnung?

Ach, ich bin ein Tanzw�terich Tanzw�terich, Tanzw�terich.

lch tanze stets es ist f�rchterlich. Es ist f�rchterlich!

Ah... Was ist? Was hast du?

lch habe so genug. Ich sitze hier und h�re mir diesen Bl�dsinn an...

Leni! Ich will nicht mehr! Nicht mehr.

lch will nach Hause.

Wohin nach Hause? Du sagtest doch du bist nirgendswo daheim?

Zur�ck ins Dorf. Ins Dorf wo der Hans wohnt.

Hans? Wer ist Hans?

Er hat nur mich. Nur mich. Und ich liess ihn im Stich.

Was redest du? Und ich treibe mich

im Leben herum. Ein Leben, das mich erstickt!

Komm jetzt sprich! Wer ist Hans?

Dann hast du mich also immer belogen.

Alle habe ich angelogen, alle!

lch konnte es doch niemandem sagen...

Aber warum... Wieso sitzt er wegen dir?

Er musste ja nur in die Kasse greifen im Magazin.

Wegen dir? Ja. Ich wollte was von Leben!

Aber was ist das f�r ein Leben?

Da nehmen sie den Fetzen.

Du musst nach Hause. Ich weiss es ja.

lch will ja auch nach Hause. Hans ist das Einzige was ich habe.

Wann wird er entlassen?

ln vier Monaten und ich besuchte ihn nicht einmal.

Und jetzt merkst du, dass du doch zu ihm geh�rst, oder?

Er ist der Einzige der immer zu mir hielt.

Man sagte mir, ihr wisst wo Leni ist!

Was Leni? Wer sind sie?

Darf ich kurz reinkommen? Ich muss mit Ihnen sprechen.

Sagen sie mir zuerst wer sie sind. Ich habe jetzt keine Zeit.

Warum nicht? Weil ich, �h, weil...

lst sie da? Sind sie etwa... Halt! Halt!

Hans! Ich...

Du Sau. Jetzt habe ich dich.. Du.

Hans, ich will ja wieder zu dir!

Jetzt zeige ich dir...

Herr Feller, sie verstehen ja alles ganz falsch!

Tun sie ihr nichts! Sie hat ja gar nichts getan!

Sie hat nichts getan. Sie wollte immer nur zu ihnen zur�ck!

Sie sagte, sie habe nur sie auf der Welt! Es ist nichts passiert!

Nur mich auf der Welt?

Da ist doch jemand im Wasser?

- Dort! - Ja genau.

Man muss sofort die Polizei benachrichtigen.

lch rufe sie!

Herr Walter, Herr Walter! Was ist auch passiert?

Wer schrie so?

lch glaube sie sind dort unten am Bord!

Ah, ich habe es ja gewusst.

Er holte mich raus.

Auf ein Schiff, voller Licht.

Jetzt geht es nach Italien!

Hans? Bist du endlich gekommen! Gehen wir jetzt nach Hause?

Bald!

Bald, Leni. Bald!

Feller, kommen sie. Seien sie vern�nftig.

Bald!

D�e ganze Nacht musste �ch auf dem Pol�ze�posten ble�ben,

lch konnte n�cht e�nmal mehr nach Hause gehen,

Ja,ja, Es war e�n kurzer,Traum �n dem �ch dachte

dass �ch noch e�ne Tochter bekomme,

Oder b�ldete �ch m�r noch mehr e�n?

Was �m Kopf e�nes alten Mannes alles herumge�stern kann,

Ja, jetzt schau da her!

Was machst denn du hier drin?

Streunerst du umher?

H�r zu, geh besser nach Hause. Du passt nicht hier hinein!

Und dann f�ng w�eder e�n Tag an,

E�n Tag w�e jeder andere �m Caf� Odeon,

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