Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Vielen Dank.
Ich will nicht besoffen, bevor das Dakar fährt.
Schau mal, wie er versucht, sich vorbeizuschieben mit seiner alten Karre.
Ich konnte meinen Wagen noch herumreißen und fuhr dann auf einen Baum.
Ja, Herr Albert, das mit den Insassen im zweiten Auto, welches in die Kiesgrube
fuhr, was da nicht mehr passierte, das ist ein Wunder.
Zwei Schwerverletzte und kein Toter, da können Sie von Glück reden.
Naja, manchmal haben die Betrunkenen Glück.
Also weiter.
Und dann kam zufällig ein Radfahrer vorbei, der die Polizei benachrichtigte.
Mit Abnahme einer Blutprobe zum Zwecke einer Alkoholuntersuchung bin ich
einverstanden. Ist das richtig so? Oder wollen Sie noch etwas hinzufügen?
Dann unterschreiben Sie hier.
So, das wäre das letzte Protokoll. Die anderen müssen wir im Krankenhaus
machen, wenn die Verletzten wieder vernehmungsfähig sind.
Na gut, dann können Sie jetzt alle nach Hause gehen.
Das gibt vielleicht eine Schlagzeile.
Angetrunkene Jugendliche veranstalten Autorennen auf Landstraße, schwerer
Autounfall und so weiter und so weiter.
Na, Gott sei Dank ist alles ja noch glimpflich abgelaufen.
Wenigstens scheint es so.
Na, wenn's nach mir ginge, Eckart, dann müsste man Ihnen den Arsch grün und blau
schlagen. Das ist die einzige Methode, mit der man bei diesen Raudis noch etwas
ausrichten kann.
Ich weiß nicht. Man sollte nicht so vorschnell urteilen.
Genügt Ihnen das nicht?
Nein. Was sind schon ein paar Protokolle? Was wissen wir eigentlich
von den Jugendlichen?
Na, mir reicht's.
Also, das ist doch nicht zu glauben.
Petra Klaßmann, Alter 18 Jahre, Beruf Schülerin, Stand geschieden.
Mensch Eckart, geschieden muss doch wohl ein Tippfehler sein, oder?
Achtung, sie kommt!
Mach doch nicht so ein Gesumms!
Hey, spinnst du?
Hör doch auf!
Hoch, liebe die Braut!
Hoch! Hoch!
Hoch!
Achtung!
Vielleicht darf ich um etwas Disziplin bitten.
Kann mir einer erklären, was dieser Unsinn hier zu bedeuten hat?
Polterabend, Herr Studienrat, oder genauer gesagt, Poltermorgen.
Und weiter?
Soll das etwa heißen, dass hier einer von Ihnen in den heiligen Stand der Ehe
treten will?
Ja, ich, Herr Studienrat. Ach, wie interessant.
Und wann?
Heute, nach der vierten Stunde, standesamtliche Trauung, Herr
Studienrat. Physik habe ich mir freigeben lassen.
Bemerkenswert, sehr bemerkenswert.
Darf man fragen, ob der Herr Bräutigam auch noch auf unsere Schule geht?
Nein, der steht im Berufsleben.
So, als was denn? Als Automechaniker. Wie schön.
Da können Sie ihm ja mit Ihren Physikkenntnissen zur Seite stehen.
Das haben Sie ganz richtig erkannt, Herr Studienrat. Genau das haben wir nämlich
vor. Wie schön für Sie.
Meinen herzlichen Glückwunsch. Besten Dank, Herr Studienrat. Ich sehe in
dieser ebenso bemerkenswerten wie erfreulichen Tatsache ein interessantes
Thema zu einem kleinen Aufsatz.
Bitte schlagen Sie Ihre Hefte auf.
Übrigens, Petra, sagen Sie... Ja, Herr Studienrat?
Wie alt sind Sie?
Ich bin im vorigen Monat 18 geworden.
Ich gratuliere.
Unser Aufsatzthema lautet Volljährigkeit mit 18
Jahren. Meine Verantwortung als mündiger Bürger einer demokratischen
Gesellschaft.
Verwenden Sie Ihre dürftigen Einfälle lieber auf das Thema. Sie haben 45
Minuten Zeit.
Eine letzte Frage noch, Petra.
Was sagen eigentlich Ihre Eltern dazu?
Die sagen genau das, was Sie auch denken, Herr Studienrat.
Wenn ich Sie also richtig verstehe, Rechtsanwalt, ist für uns nichts mehr zu
machen.
Na gut, ich bedanke mich auf Wiederhören.
Tja, da kann man nichts machen.
Petra ist nun mal großjährig, sie kann tun und lassen, was ihr beliebt.
An den Gedanken müssen wir uns endlich gewöhnen.
Sie kommt.
Aber sie ist doch noch zu jung. Sie geht doch noch zur Schule. Sie ist doch noch
ein Kind.
Dieser Mensch, dieser... Du meinst den zukünftigen Schwiegersohn. Hallo.
Also dann.
Wiedersehen.
Wenn Horst und ich von der Reise zurück sind, dann hole ich meine restlichen
Sachen. Macht's gut.
Habt ihr denn überhaupt schon eine Wohnung?
Ja, sie ist ein bisschen klein, aber für den Anfang geht's.
Falls ihr nach eurer Hochzeit... Ich meine, falls ihr noch eine kleine Feier
veranstaltet, da könnten wir doch mal ein bisschen vorbeischauen.
Feier ist nicht. Wir fahren sofort nach dem Standesamt weg.
Außerdem, ihr wart immer gegen Horst eingestellt. Das kann man doch nicht mit
einem Schlag aus der Welt räumen. Und schon gar nicht auf einer Feier.
Obwohl wir deine Wahl und deinen Auszug nicht billigen.
wünschen wir dir trotzdem alles Gute. Ich weiß, Paps. Wir sind hier nicht aus
der Welt.
Ein Moment, bitte.
So, danke.
Eine Aufnahme noch, bitte.
So,
bitte sehr. Danke.
Gute Fahrt.
Tschau. Wiedersehen.
Schnapser zum Einstand, bitte.
Nein. Nein. Danke.
Also, sieh die Betten. Die müssen sich anschauen, da wir uns erfreut haben.
Nichts weich und nichts hart. Sieh, die halten was aus, die Betten.
Und da ist das Bad und da geht's zur Toilette.
Gefällt's Ihnen?
Sehr hübsch, danke.
Ah, das freut mich. Also wenn Sie noch einen besonderen Wunsch haben. Nein, ich
glaube nicht.
Ja, ich hoffe, dass Sie in der Hochzeitsnacht noch einen besonderen
Wunsch haben. Aber nicht an Sie.
Das ist gut. Ach, wenn ich da an meinen Alois denke, Gott hab ihn selig.
Ja, ja, ich glaube es Ihnen, Frau Wirtin.
Aber Sie wissen ja noch gar nichts.
Besoffen ist er gewesen, mein Alois, in der Hochzeitsnacht, wie eine
Strandhaubitzen.
Und gleich ist er mal eingeschlafen. Stellen Sie sich das einmal vor.
Am anderen Tag nach der Hochzeitsnacht bin ich immer noch Jungfrau gewesen, wie
zuvor. Aber jetzt sind Sie es doch wohl nicht mehr.
Nein, ich habe ihm die Lefiten gelesen und er hat es sich zu Herzen genommen.
Na sehen Sie.
Nicht sehen Sie. Er hat es sich so zu Herzen genommen, dass er sich wieder
volllaufen hat lassen.
Und am zweiten Morgen war ich immer noch Jungfrau.
Aber erst in der dritten Nacht.
Na endlich.
Das habe ich auch gesagt.
Ja mei, und dann ist er gestorben, der Alois. Was? Nach der dritten Nacht?
Nein, nach 30 Jahren.
An einer Leberzieherhose.
Ja, aber wissen Sie, wir möchten jetzt gern allein sein.
Ich verstehe, ich verstehe.
Ich bin schon nicht mehr da.
Kann einem ja der Appetit vergehen.
Hoffentlich nicht.
Hätte ich ihr ein Trinkgeld geben sollen?
Quatsch. Das war doch die Wirtin, der gibt man kein Trinkgeld. Nur
Angestellten. Na ja.
Wenigstens sind wir sie los.
Jung müsste man heute sein.
So schön ist der meinige auch gewesen vor 40 Jahren.
Das waren noch Zeiten.
Ja, sag mal, was ist das denn?
Wie so ein Schlafanzug, siehste doch.
Hab ich mir extra gekauft. Wozu denn?
Na, wo wir doch jetzt verheiratet sind.
Du hast wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Na komm, Burschi, zieh das Ding schnell wieder aus.
Jetzt kommt's.
Was wollen die jetzt von mir?
Die Herrschaften einen Wunsch?
Wir sind noch versehentlich an den Knopf gekommen.
Entschuldigen Sie bitte.
Das macht nichts.
Lassen Sie sich nicht stören.
Hier kann man nicht mal absperren.
Na und?
Wir sind doch verheiratet und auf der Hochzeitsreise.
Au! Ich habe ganz vergessen, Ihnen die Handtücher zu bringen. Das fiel mir
gerade ein.
So als ob ich gar nicht da wäre.
Ja mei.
Nun komm schon.
Ich habe keine Lust mehr.
Die Hochzeitsnacht war also eine Pleite.
Er war früher doch nicht so verklemmt.
Zu Hause ging's dann besser.
Sogar ohne Schlafanzug.
Allerdings erst nach Aufforderung.
Ja, was ist denn?
Ich kann nicht schlafen.
Du kannst nicht schlafen? Nein. Stell dir vor, ich kann nicht schlafen.
Ja, was ist denn nun? Kommst du jetzt mit zum Kegeln? Mein Gott, nein, ich
kann nicht. Ich hab's dir doch schon gesagt.
Du weißt genau, dass heute unser wöchentlicher Kegelabend ist.
Oder sind dir meine Kollegen nicht fein genug?
Lass doch endlich deinen verdammten Scheiß liegen!
Ich weiß sowieso nicht, warum du immer noch in die blöde Schule rennst. Aber
ich weiß es. Und wenn du das nicht begreifst, dann fang nicht immer wieder
von vorn an. Ich begreif schon.
Du willst was Besseres sein als ich.
Hast wohl Angst, ich verdien nicht genug.
Du hoffnungsloser Idiot.
Scheiß da der Hund drauf!
Soll ich ihm jetzt nachlaufen?
Warum ist es zwischen uns nicht mehr so wie früher?
Warum frage ich mich immer wieder, ob wir überhaupt zusammenpassen?
Hey, Horst, hallo.
Was, du bist schon da, Petra?
Pünktlich fünf Uhr und du bist noch nicht fertig.
Nee, und ich kann auch nicht weg, tut mir leid.
Wieso kannst du nicht weg? Der Schlitten ist von einem wichtigen Kunden. Den muss
ich heute noch fertig machen.
Habe ich versprochen. Und wie lange dauert das? Na so vier bis fünf Stunden.
Du spinnst wohl, wir wollten doch ins Kino. Geht eben nicht, ein andermal.
Du glaubst doch nicht, dass ich mich fünf Stunden hinhocke und auf dich
warte. Aber auf das Geld, was ich verdiene, da wartest du schon.
Das hättest du nicht sagen sollen.
Ich mag das nicht.
Kannst du eigentlich nur eine einzige Stellung?
Lass das.
So finde ich das ordinär.
Ich mag es so nicht.
Dass du den Mut hast, mir ins Gesicht zu sehen. Mein Gott, man gewöhnt sich an
alles.
Du wirst doch nicht hinter dir herlaufen. Lass mich los. Hier ist
immerhin meine Frau. Bleib hier.
Du wolltest ja nicht mitkommen.
Ich musste doch noch das Referat für die Schule machen.
Immer die scheiß Penne.
Ich lass mir doch deswegen nicht den Sonntag verderben.
Nein, lieber säufst du mit deinen sogenannten Kollegen.
Das ist nicht der Typ Mann, den ich mir wünsche.
Und was ich mir für einen Typ Frau wünsche, das bist du schon lange nicht.
Achtung, sie kommt! Auf die Blechse!
Was ist denn heute schon wieder los? Ist Frau Klaßmann Mutter geworden?
Unsere Petra hat heute um halb zwölf Scheidungstermin und ist wieder zu
haben. Herr Studienrat.
Wissen Sie, das ist das Schönste an Ihnen, dass Sie immer für Überraschungen
sorgen. Wenn ich jetzt schadenfroh wäre, könnte ich sagen, ich habe es
vorausgesehen. Genau wie meine Eltern.
Ja, ja, aber auf den Rat der Älteren und Erfahreneren hört die Jugend ja heute
nicht mehr.
Wenn wir in der Jugend keine Dummheiten machten, wovon wollten wir dann im Alter
zehren?
Wissen Sie, das ist so ziemlich das Dümmste, was ich je gehört habe.
Wie Sie meinen.
Der Satz war nämlich von Goethe.
Tja, mein lieber Horst, jetzt sind wir also geschieden.
So einfach, wie wir uns das dachten, scheint eine Ehe doch nicht zu sein.
Gut, dass wir es rechtzeitig eingesehen haben. Deine Eltern zur Scheidung. Das
kannst du dir doch denken.
Aber sie machen mir keine Vorwürfe.
Du, das finde ich aber anständig.
Tja, hast ja dann... Du, übrigens, ein Freund von mir hat mich Samstag zu einer
Party eingeladen. Ich soll meine Scheidung feiern.
Duftes Mädchen soll ich auch mitbringen. Hast du nicht Lust?
Ich? Du bist gut.
Warum denn nicht? Das finde ich doch ganz lustig. Eine Abschiedsparty.
Na, okay.
Dann hol mich ab. Also.
Bis Samstag.
Tschüss. Tschüss, mach's gut.
Mach's besser.
Die Party fand in einem einsamen Jagdhaus im Jagoldinger Forst statt.
Sehr verdächtig.
Da sehen Sie mal, alles Schulmädchen.
Ich sage Ihnen, die haben da eine Orgie gefeiert, dass es nur so gekracht hat.
Hier zum Beispiel Tessie van Straten, 19 Jahre alt, Schülerin, war mit ihrem
Freund Paul Bellmann da, 21 Jahre alt, von Beruf Maler. Na, da weiß man doch,
was passiert.
Wieso? Was denn?
Da müssen Sie schon die Tessie fragen.
Also, wenn Sie mich fragen, in Orgien habe ich eine gewisse Erfahrung.
Wir haben nämlich ein Mädchen in der Klasse.
Lilo heißt sie. Eltern stinkreich und selten zu Hause.
Wir haben Lilo immer beneidet, weil sie machen konnte, was sie wollte.
Wie viel Jungs die schon verbraten hat, weiß ich nicht.
Einmal kam sie mit einer tollen Idee raus.
Du sag mal, das soll also eine richtige Sexorgie werden?
Alles pudeln nackt?
Denkst du, ich halte eine Gebetsstunde ab?
Also Kinder, das ist eine einmalige Gelegenheit. Meine Eltern sind mal
wieder verreist. Und unsere Haushälterin ist zu einer Nichte gefahren, die ein
Kind bekommt.
Wir haben praktisch das ganze Haus für uns allein.
Also was ist? Macht ihr mit? Ja, ich bin schon dabei.
Kann ja nicht schaden, wenn man das auch mal kennenlernt.
Gruppensex? Ich weiß nicht recht.
Mensch, Tätzi, bist du prüde. Du hast doch was vorzuweisen.
Schon. Außerdem zwingt dich ja niemand, wenn dir von den Jungs keiner gefällt.
Ich wollte eigentlich nicht hingehen.
Ich hatte es überhaupt noch nie gemacht. Ich war noch eine richtige Jungfrau.
In Wirklichkeit hatte ich nur Angst, mich zu blamieren.
Ausgerechnet da musste ich Paul treffen.
Paul Bellmann war ein Mitschüler von mir. Er war schon ein bisschen älter,
weil er zweimal kleben geblieben war, bevor er in unsere Klasse kam.
Eigentlich waren wir ziemlich gemein zu ihm.
Tag, Tessie.
Was willst du denn hier, Paulchen? Also sag bitte nicht Paulchen zu mir.
Ich muss dich sprechen.
Na schön, was ist?
Warum willst du zu Lilos Party gehen?
Hör mal, das geht dich überhaupt nichts an. Vielleicht doch.
Du hast ja wohl eine Meise. Du gehörst da nicht hin. Ich will nicht, dass du
dich da zur Nutte machen lässt. Jetzt halt mal die Luft an, Paul.
Erstens lasse ich mich nicht zur Nutte machen.
Zweitens ist das einzig und allein meine Sache. Und drittens hast du kein Recht,
mir Moral zu predigen. Ich predige keine Moral. Ich möchte dich nur davor
bewahren, einen Blödsinn zu machen, den du dein ganzes Leben lang bereust. Ach
Gott, wie edel.
Meinetwegen kannst du privat bumsen, so viel du willst.
Aber eine Sexorgie?
Fui Teufel, du hast ja gar keine Ahnung, was die da mit dir machen.
Ich bin doch kein kleines Kind mehr.
Nee, aber eine dumme Gans. Du Schwachstrommathematiker, du.
Na, Kleines, machen wir ein Match?
Später, mir ist jetzt nicht da. Stell dich nicht an, Mädchen, sonst bleibt der
Name noch sitzen.
Los, komm du.
Ja.
Plötzlich dachte ich, mich laust der Affe.
Ich habe ein bisschen Nachschub für die Bohle mitgebracht.
Wo ist denn hier die Bar? Da lang, ist nicht zu verfehlen.
Hallo, lasst euch nicht stören. Ich fülle bloß die Bohle auf.
Sag mal, Lino, wie kommt denn Paulchen hierher? Bist du wahnsinnig geworden,
den einzuladen?
Wieso denn?
Stefan hat ihn mitgebracht.
Was dagegen?
Mensch, seid ihr alle müde. Wer macht den ersten Striptease?
Wie wärs denn mit der Hausherrin?
Ich mich schlagen lasse, aber dann müssten anschließend alle.
Los,
geht alle mal beiseite.
Und du legt eine stimmungsvolle Platte auf.
Hallo Tessi! Ach, zisch ab!
Erfrischung gefällig?
Kleinen Drink gefällig?
Wie ich sehe, hast du nicht auf mich gehört, Tess. Wie du siehst. Ansonsten
kannst du mich mal. Darauf komme ich zurück. Prost.
Ja, was ist?
Die russische Nieren?
Darauf hast du ja gewartet, du Schwein. Na klar, hab dich ja gewarnt. Jetzt
musst du mitmachen.
Du ekelhafter Wiedel!
Ich weiß nicht.
Plötzlich war bei mir Feierabend. Aus mein treuer Vater.
Finito. Was wirklich passiert war, hat mir Paul später erzählt.
Vielen Dank.
Als ich aufwachte, war ich ziemlich beduselt. Ich hatte keine Ahnung, wo ich
war.
Morgen, Tessie.
Hast du gut geschlafen, Tessie?
Wie komme ich hierher?
Hast du mich ausgezogen?
Ja, sicher habe ich dich ausgezogen.
Was hast du heute Nacht mit mir gemacht?
Na was schon?
Ich habe dich vernascht. Du warst ja toll leidenschaftlich.
Ach, mein Sohn will Sie nur aufziehen. Guten Morgen, Frau Tessi. Machen Sie
sich keine Sorgen. Ich habe Sie ausgezogen. Ich konnte Sie doch in dem
engen Kleid nicht schlafen lassen.
Und? Wie wäre es nun mit einer Tasse starken Kaffee? Der wird Ihnen guttun.
Ja, was war denn los?
Ja, das soll Ihnen Paul am besten selbst erzählen.
Tja, du wolltest ja nicht auf mich hören.
Da habe ich eben ein bisschen Gewalt anwenden müssen.
Ich habe euch alle mit einer Superdosis Schlafmittel auf die Matte gelegt.
Die Idee stammt übrigens von meiner Mutter.
Stell dich bloß nicht so an. Ich weiß, wie nacktes Mädchen aussieht.
Paul, warum hast du das getan?
Das mit dem Schlafmittel?
Denk mal drüber nach, Tessie.
So, und jetzt zieh dich an.
Ich bring dich dann nach Hause.
Jetzt möchten Sie sicher gern noch wissen, was in der Villa los war,
nachdem Paul mich nach Hause gebracht hatte.
Nun, ich bin nicht dabei gewesen, aber ich habe später erfahren.
Außerdem können Sie sich das selbst ausmalen, denn gerade in dieser Nacht
kamen Lilos Eltern nach Hause.
Mach doch nicht so einen Krach, Hubert, du wechselst das Kind auf. Es ist ja
nicht so einfach, mit zwei Koffern die Türe zuzumachen.
Sei wenigstens im Haus leise. Ja, ja, ich soll mich bemühen.
Lilo schläft ja sowieso wie ein Murmeltier.
So, jetzt werde ich erstmal was trinken.
Ah! Was ist denn passiert?
Au, verdammt nochmal!
Was ist denn passiert?
Hingefallen bin ich. Hast du dich verletzt? Mach doch endlich mal Licht.
Nee, eigentlich bin ich ziemlich weich gefallen.
Robert, was ist denn das?
Das möchte ich selber gern wissen.
Du, ich glaube, wir sind im falschen Haus.
Das kann doch nicht wahr sein.
Nichts.
Die sind ja alle wie tot.
Der Puls.
Um Gottes Willen, die sind vergiftet.
Hubert, hier ist ein Verbrechen geschehen.
Wir müssen die Polizei rufen.
Lilo.
Wo ist Lilo?
Wo ist sie nur?
Nein,
das ist sie nicht.
Lilolein.
Lilochen, da ist sie.
Lilolein.
Lilochen, was ist denn, mein Kind?
Ich ruf die Polizei.
Lilo, was ist denn nur mit dir?
Was haben sie denn mit dir gemacht, mein armes Kind?
Hallo, hallo, hallo, hier Wortmann, Lindenallee 14.
Bitte kommen Sie sofort.
Massenvergiftung, Mordgefahr.
Bitte bringen Sie alle verfügbaren Krankenwagen mit.
Ja, bitte, bitte, beeilen Sie sich.
Hubert, sie lebt noch. Wasser, hol Wasser.
Ja, ja, ich... Wasser.
Was hast du uns nur angetan? Dass wir auf das Kind aufpassen sollen.
Das ist ja Hanebüchen, was ich da sehe.
Hubert!
Landpolizei Jagolding, Polizeimeister Eckart.
Wie sagten Sie, war der Name?
Susanne Strömeier?
Ja, das ist eine von den Verletzten. Wir haben nur die Aussage Ihrer Freundin da,
einer gewissen... Elke Parsberg.
Ah, Elke Parsberg.
Ah, sie soll zu Ihnen ins Krankenhaus kommen.
Und sich bei Dr. Franke melden.
Jawohl, ich werde das veranlassen und Ecke Parsberg vorbeischicken.
Wiederhören.
Ja, was ist?
Da ist ein Fräulein Parsberg, Herr Oberarzt. Sie sagt, Sie hätten sie hier
bestellt. Parsberg?
Führen Sie die junge Dame herein.
Herr Strömeier, Sie erhalten sofort Nachricht, sobald Ihre Tochter wieder zu
sich gekommen ist.
Entschuldigen Sie mich jetzt bitte. Sagen Sie, Herr Doktor, dieses Fräulein
Parsberg, warum wollten Sie die sprechen?
Nun, sie ist eine Freundin ihrer Tochter. Sie war bei der Party und dem
Unfall dabei. Vielleicht kann sie mir Aufschluss geben über den Zustand ihrer
Tochter.
Ich wüsste nicht, was... Fräulein Parsberg, bitte.
Ja, also, auf Wiedersehen, Herr Doktor. Auf Wiedersehen.
Bitte, Fräulein Parsberg, nehmen Sie Platz.
Herr Strömeier ist also nicht Susannes Vater?
Nein.
Susis Vater ist vor etwa fünf Jahren gestorben. Ihre Mutter hat dann das
Geschäft weitergeführt und vor zwei Jahren ihren Angestellten, diesen Herrn
Strömeier, geheiratet.
Sie mögen Susannes Stiefvater nicht?
Nein. Hat das was mit Susanne zu tun?
Ja.
Würden Sie mir den Grund nennen?
Na schön.
Da war mal so eine Sache.
Ich hatte Susi besucht.
Es war schon so gegen Abend.
Wir hatten ein bisschen rumgequatscht und ich war schon drauf und dran zu
gehen.
Was hast du denn da?
Gib das sofort hin.
Warum denn? Lass mich doch auch mal sehen. Ach komm, gib doch her. Lass mich
doch mal sehen.
Elke, du bist gemein.
Was ist denn schon dabei?
Meinst du, ich gucke mir das nicht auch mal an? Ganz gern sogar. Wo hast du denn
das her?
Gekauft am Zeitungsstand.
Na, das ist vielleicht ein Ding.
Du, Elke, sag mal, hast du sowas schon mal gesehen? Ich meine richtig.
Klar.
Sag bloß, du hast schon mal richtig gebummst? Öfter sogar. Du kennst doch
den Albert.
Albert? Der hat dich?
Sag mal, was ist das für ein Gefühl, wenn so ein Ding von einem Mann bei
einem reinkommt?
Elke, was machst du?
Genauso hat es Albert auch mit mir gemacht.
Untertitelung. BR 2018
Ist das schön.
Das ist ja ein liebliches Bild, was ich da sehe.
Unglaublich. Eine skandalöse Schweinerei.
Seid ihr denn moralisch total verworfen, euch hier rumzuwälzen wie die Säue?
Was soll ich denn jetzt mit euch machen?
Von Rechts wegen gehörtet ihr eingesperrt.
Zunächst einmal...
verbiete ich euch jeden weiteren Umgang miteinander.
Dich, meine liebe Elke, möchte ich hier nicht mehr sehen. Ich sage deinen Eltern
Bescheid.
Hat er das getan?
Gott sei Dank nicht.
Susis Vater hat uns zwar jeden Umgang verboten, aber heimlich treffen wir uns
doch.
Und Susi sagt mir alles.
Tja, dann können Sie mir vielleicht sagen, von wem Ihre Freundin ein Kind
bekommt. Um Gottes Willen.
Sie müssen ihr das Kind wegmachen. Der Vater darf nichts davon erfahren. Es ist
unmöglich, dass sie das Kind zur Welt bringt.
Warum?
Es ist doch schließlich ein ganz natürlicher Vorgang. Das ist es eben
nicht. Hören Sie, Elke.
Wenn ich Ihrer Freundin helfen soll, dann müssen Sie jetzt sprechen.
Also, was ist geschehen?
Susi hatte sich damals den ganzen Tag nicht mehr vor ihren Eltern blicken
lassen.
Aus Angst vor einem Donnerwetter.
Bis zum nächsten Morgen.
Guten Morgen, Mutti. Guten Morgen, Susi. Du bist heute aber spät dran.
Ich glaube, ich habe heute keine Zeit zum Frühstück. Unsinn, zum Frühstück
hast du alle Mal Zeit. Es ist ja erst halb acht. Komm, der Kaffee ist fertig.
Was hast du denn? Fühlst du dich nicht wohl, Kind?
Doch, Mutter.
Bedrückt dich was? Wir schreiben heute eine Mathearbeit, glaube ich.
Umso mehr brauchst du eine Grundlage. Komm, ich habe den Kaffee schon
eingegossen.
Susi wunderte sich, dass ihr Stiefvater der Mutter offenbar nichts von der
Geschichte gesagt hatte.
Einen schönen guten Morgen zusammen.
Na Susi, Kind.
Alles in Ordnung?
Sie hat nur ein bisschen Bammel vor einer Mathematikarbeit heute.
Na, hoffentlich bist du gut vorbereitet.
Aber du warst ja gestern lange genug... Darf ich mal um die Butter bitten?
Du warst ja gestern lange genug mit Elke zusammen und hast
gearbeitet.
Und ich glaube, die Elke ist dir da ganz nützlich.
Bei der Nachhilfe.
Am Nachmittag des selben Tages wollte Susi duschen.
Immer wenn ihr Stiefvater im Bad war, hatte er die Tür abgeschlossen.
Entschuldigung.
Tja, da hast du wohl eben was gesehen, Kleines.
Ich habe nicht gewusst, dass du da drin warst und die Tür war nicht
abgeschlossen. Mein Gott, habe ich total vergessen.
Na, mach dir auch nichts.
Du bist ja wohl kein kleines Kind mehr, wie?
Einiges hat dir wohl deine Freundin, diese Elke.
Beigebracht. Bitte, Vati, nicht.
Ich bin nicht dein Vater.
Das weißt du ganz genau.
Was glaubst du denn, was ich jetzt mit dir mache?
Ich weiß nicht. Aber wenn Mutti jetzt kommt... Deine Mutter ist im Geschäft.
Sie ist immer im Geschäft.
Aber du...
Vater Wolfgang, was machst du denn mit mir? Frag lieber, was du mit mir machst.
Susi, monatelang sehe ich, wie du immer hübscher wirst.
Wie du herumläufst in diesen Kleidern, diesen aufregenden Fummeln mit nackten
Beinen. Das kann ja keiner mit ansehen.
Susi.
Aber ich dachte, du warst doch gestern so böse.
Weil du es mit einem Mädchen triebst.
Mit einer Freundin.
Das ist ja widerlich.
Willst du das deiner Mutter erzählen? Nein, bitte.
Auf diese Art hat er sie dann noch öfter erpresst.
Und Susi hatte nie den Mut, irgendetwas davon ihrer Mutter zu sagen.
Bis sie dann einmal selber dahinter kam.
Stell dich doch nicht so an.
Wolfgang!
Was?
Aber... Das ist nicht möglich.
Na ja, deine Tochter.
Ich präsentiere dir deine Tochter, so wie sie wirklich ist.
Wer hätte das gedacht?
Schau sie dir an.
Eine kleine, billige Nütte.
Erst vor ein paar Tagen habe ich sie hier im Bett erwischt, wie sie es
zusammen mit Elke getrieben hat.
Stell dir vor, und beide splitterfasernackt und geil wie die
Kanickel.
Lesbos lässt grüßen.
Ich habe dir bis jetzt nichts davon gesagt, weil ich es wissen wollte.
Wie weit sie noch geht, wie weit sie es noch treibt.
Na schön.
Jetzt hast du es selber gesehen.
Mädchen oder Männer, der ist egal.
Susi, bitte seh mich an. Ist das wahr?
Frag doch Elke.
Mein Gott.
Was soll ich denn jetzt tun?
Wie soll das weitergehen?
Nun beruhige dich doch. Weißt du was?
Ich schlage vor, du gibst sie in ein Internat.
Oder wenn du es vorziehst, in eine Erziehungsanstalt.
Was soll ich denn jetzt tun? Hör auf.
Und unsere Ehe, Wolfgang.
Was hat denn das mit unserer Ehe zu tun? Nur weil deine Tochter ein... Mein Gott,
sie ist doch noch in der Privatität. Hör auf!
bekommt dann Ihre Freundin ein Kind von Ihrem Stiefvater.
Es wäre eine ethische Indikation denkbar, aber darüber müsste eine
Kommission befinden und dann würde der ganze Fall aufgerollt. Ich weiß, dass es
ein Verbrechen ist.
Aber wollen Sie, dass Susis Vater ins Gefängnis kommt, dass eine Ehe kaputt
geht und dass der ganze Fall in der Öffentlichkeit breit getreten wird? Aber
so ist das doch ein unhaltbarer Zustand. Er würde es doch immer wieder versuchen.
Susi hat mir geschworen, dass er es danach nie wieder probiert hat.
Lassen Sie mir bitte Zeit, Ecke. Darüber muss ich noch mal nachdenken.
Das muss ich mit meinem Gewissen abmachen.
Da kann mir kein Moraltheologe und kein Staatsanwalt helfen.
Ich bin überzeugt, dass das alles Pärchen sind, die da die Party
mitgemacht haben.
Da haben Sie wohl große Erfahrung drin, Eckart, hm?
Leider nein.
Wann wird schon mal ein Bulle dazu eingeladen? Na eben, wenn unser eins mal
Händchen hält, sind meistens ein paar Handschellen dran.
Meine Tante ist ein dufter Typ.
Die würde nie in mein Zimmer kommen, ohne anzuklopfen. Und dass Mick
nachmittags zu mir kommt und mit mir an den Schularbeiten arbeitet, das findet
sie nicht shocking.
Glücklich. Dreimal glücklich sind die zu preisen, die das untrennbare Band der
Liebe vereint. Der Olle Horatz hat auch mehr von der Praxis als von der Theorie
gehalten.
Okay, Tante, bin gleich da.
Immer stören die Alten, wenn es schön wird.
Grüß dich, Papa.
Wie geht's? Hast du was Besonderes auf dem Herzen?
Ach so, na ja, wenn du meinst und ihr unbedingt wollt.
Ja, natürlich wollen wir, Katja.
Es ist doch ganz natürlich, dass du zu unserem 20.
Hochzeitstag rüberkommst.
Du, und wenn es dir bei uns Alten so langweilig ist, dann bring doch deinen
Freund mit.
Ja, wir freuen uns.
Ciao Mädel.
Was ist?
Sie kommt und ihren Hirschen bringt sie auch mit.
Ihren Hirschen?
Na, ihren Freund.
Hast du denn immer noch nicht das Teenager-Sprachlexikon durchgeackert?
Kein Wunder, dass du dich mit deiner Tochter nicht verstehst.
Was ist mit dir los heute?
Na ja, ich gebe zu, Selma, ich war vielleicht auch ein bisschen zu
autoritär. Aber das wird jetzt anders.
Katja wird morgen ihr blaues Wunder erleben, was sie für einen knackigen
Vater hat.
Man kann eben sein Kind nur verstehen, wenn man seine Sprache spricht.
Ich weiß nicht, ich komme mir irgendwie blöd vor. Das ist doch ganz normal.
Ich meine, es sei nicht so zickig.
Man muss sich eben ein bisschen motivieren.
Was muss ich? Ja.
So, haha, komm, haha, zack, haha, los,
eins und zwei, haha, ja, meine Kesse, so, haha, hopp, und
zack, haha, und, äh, was?
Genau, heja.
Und eins und zwei und ab und jetzt über den Rücken. Wo bist du? Ah, hier.
Und zack und ein.
Und
jetzt
komm her und ab. Zack und eins und...
Du,
das sag ich dir.
Wenn wir uns morgen so aufhören, dann sagt unsere Tochter Jan, die haben einen
Vogel.
Das würde deine Tochter nie sagen.
Die würde höchstens sagen... Moment mal.
Die Alten haben einen Triller unterm Pony.
Oder eleganter ausgedrückt, denen fehlt eine Speiche im Rad.
Du, dann würde ich dem Kind sagen... Selma, du wirst dich daran gewöhnen
müssen, dass unsere Katja kein Kind mehr ist. Die ist heute höchstens eine
Zentralschaffe. Was?
Wenn du dein Kind, dein eigen Fleisch und Blut mit solch fürchterlichen
Ausdrücken belegst, dann bist du, dann bist du ein... Der Macker.
Und wenn du das nicht glaubst, dann werde ich dich mal ordentlich
durchschecken.
Tja, Liebling, und wenn es dir auch noch so schwer fällt, wir werden uns daran
gewöhnen müssen, die gleiche Sprache zu sprechen wie unser Kind.
Ja.
Übrigens, in der Kleidung müssen wir uns auch anpassen. Moment mal.
Nach dem Telefonat mit meinem alten Herrn haben wir dann gleich
weitergearbeitet. Eine Liebeslyrik des alten Horats.
Langsam, Katja, langsam.
Sonst bin ich gleich fertig.
Fertig mit dem Unterricht.
Unterricht.
So ist der Unterricht schön.
Wenn das der alte Horat sehen würde, ist das ein Unterricht.
Und da kommt's mir, und da kommt's mir gar nicht so schwierig vor.
Wirklich. Wir haben prima gearbeitet an dem Nachmittag. Und eine Menge
geschafft.
Aber irgendwie war mir die ganze Stimmung verdorben.
Was ist denn los, Katja?
Mir wird ganz flau, wenn ich daran denke, dass ich morgen nach Hause muss.
Ich glaube, es gibt Schlimmeres.
Du kennst meine Eltern nicht.
Richtige Spießer sind das. Die haben noch nie das geringste Verständnis für
mich gehabt. Und das Schlimmste ist... Das Schlimmste ist was?
Sie wollen, dass ich dich mit nach Hause bringe. Und alles zur Feier ihres 20.
Hochzeitstages. Ach, wenn's weiter nichts ist. Die Freude können wir Ihnen
ruhig machen.
Ich wollte schon immer mal so ein richtiges Familienfest erleben. Ja?
Los, Otto! Schalt die Jauntüte ein! Die beiden sind im Anmarsch! Du kriegst
deine Jaultüte, du Untyp.
Ja, jetzt geht's los.
Hallo,
nun mal herein mit euch beiden.
In den duften Turm.
Mann, ist das eine Freude, dass ihr gekommen seid.
Seid ihr verrückt geworden?
Nö, progressiv und anti-autoritär.
Christbaum schreit Bonanza.
Aber wie ihr ausseht.
Vor solchen Eltern kann man ja keinen Respekt mehr haben.
Nun nimm mal den Trieb aus dem Auge und sei nicht zickig, Baby.
Wir wollen gar keinen Respekt. Wir haben nämlich Verständnis für die Jugend und
so weiter und so weiter.
Wir haben doch keinen in der Erbse. Wir sind moderne Eltern und gehen mit der
Zeit.
Nur seid ihr ganz schön hinter der Zeit zurück.
Wissen Sie, es hat dann nämlich so eine Art Trendwende stattgefunden.
Warum wollt ihr uns die progressive Tour vermasseln?
Kneten wir lieber ein Abendrohr.
Prost!
Abendrohr? Was redest du denn bloß für einen Stuss da her? Was soll das?
Was es soll?
Das ist Teenager-Deutsch, du zickiges Huhn.
Vater hat sich extra ein Teenager-Lexikon gekauft. Wir sind
moderne Eltern und gehen mit der Zeit.
Da sind wohl Druckfehler drin.
So redet doch kein Mensch.
Ihr habt wohl nicht alle Speichen im Rad.
Teenager-Lexikon, Seite 25.
Wir wollten jedoch nur beweisen, dass wir moderne Eltern sind, die für alles
Verständnis haben.
Das ist ja gerade die Gemeinheit. Ich will Eltern haben, die wissen, was sie
wollen und keine Hanswürste.
Aber dann wären wir doch autoritär.
Na und?
Ihr habt wohl schon vergessen, wie gut eine Ohrfeige zur rechten Zeit tut.
Komm Mick, ich halte das nicht länger im Kopf aus. Lass uns abhauen.
Aber Kinder, ihr seid doch gerade erst... Mann, oh Mann, war das ein
Schuss in den Ofen.
Ach du, mit deinem blöden Teenager-Lexikon. Du hast doch gehört,
Trendwende. Schrei mich nicht so an, du Untyp. Du hast wohl eine Mais unter
Bonny.
Mann, dir fehlt wohl eine Speiche im Rad.
Untyp.
Leg noch eine Platte auf.
Ja.
Nun reg dich mal wieder ab, Katja. So schlimm war es doch wirklich nicht.
Ich fand es eher komisch.
Es sind ja auch nicht deine Eltern, für die du dich schämen musst.
Moment mal, Katja. Jetzt will ich dir mal was sagen.
Für seine Eltern schämt man sich nie. Und ich finde deine Eltern zum Beispiel
sehr nett.
Ohne sie gäbe es dich doch gar nicht.
Hallo, Katja.
Lass mal dich auch mal wieder sehen.
Wo kommst du denn her? Wir waren uns in einer missglückten Feier.
Und ich bin auf dem Weg zu einer Party, die aber hoffentlich nicht missglückt.
Habt ihr Lust mitzukommen?
Mick, das ist Albert.
Der war früher mal auf unserer Schule. Und das ist Mick. Der ist klasse. Und so
besser, also was ist? Kommt ihr mit?
Warum nicht?
Bitte? Für einen sieht's böse aus?
Moment, ich schreibe mit.
Forster Achim.
18 Jahre alt.
Schüler.
Ist ins Kreiskrankenhaus eingeliefert worden.
Lungenriss, innere Verletzungen, etc.
Tja, das kommt dabei heraus.
Tja, danke. Ende.
Forster Achim.
Der Junge ist offenbar ein Einzelgänger.
Er hatte keine Partner bei sich.
Ich habe Schuld.
Ich ganz allein habe Schuld.
Wenn ich ihm nachgegeben hätte, dann wäre das alles nicht passiert.
Dann läge er jetzt nicht so da.
Sie müssen jetzt gehen, Frau Claudia.
Wir müssen die Operation einleiten. Bitte gehen Sie jetzt. Es wird schon
alles gut gehen.
Und dabei hat es so schön begonnen.
Nur kein Neid, das macht Falten. Komm Claudia, wie viel Zeit hast du? Den
ganzen Nachmittag. Mutter macht heute Großeinkauf. Ah, das ist ja echt spitze.
Komm!
Du bleib doch stehen.
Ich krieg dich schon.
Halt!
Ja!
Mein Gott, ich hab Durst. Ich hol was zu trinken.
Wieso trinken? Ich will doch gar nichts.
Hier, ich habe was zu trinken. Oh, das ist fein.
Du, ich würde gern baden.
Baden?
Ja, da hinten sind Badehosen.
Badehosen? Ja.
Kann man nicht nackt baden?
Nee, mit mir nicht. Komm, zieh dich um.
Du, Claudia?
Ich habe dich eigentlich noch nie nackt gesehen.
Hoffentlich hast du keinen Hängebusen.
Aber das glaube ich nicht.
Du hast bestimmt eine prima Figur.
Kann ich dir helfen?
Hey, was soll das?
Lass das!
Achim, bitte lass das!
Nein!
Lass mich los!
Achim!
Bitte hör auf!
Du bist gemein, ich will das nicht!
Ey!
Na warte, dich kriege ich.
So schnell wirst du mich nicht los.
Jetzt habe ich dich.
Du bist ein Schuft, ein ganz gemeiner Schuft.
Es ist unfair, meine Lage so auszunützen.
Claudia, warte doch.
Alberne Zimtzicke.
Eigentlich war ich noch viel wütender auf mich selber.
Immer wenn Achim so weit ging, das hatte er schon ein paar Mal versucht, hackte
bei mir was aus.
Immer.
Seit dem verdammten Erlebnis damals.
Ich kam gerade vom Violinunterricht.
Der Park war menschenleer.
Nur ziemlich weit war ein Mann, der verschwand plötzlich im Gebüsch.
Ich weiß auch nicht, was mich zwang, geradewegs auf die Stelle loszugehen, wo
der Mann verschwunden war. Ich war plötzlich erregt und furchtbar
neugierig, was der Mann da tat.
Es war ein Exhibitionist, der sich ein künstliches Glied umgebunden hatte.
Hallo, Claudia.
Lass mich zufrieden.
Ach komm, nun hör doch schon auf zu spinnen. Ich weiß genau, dass es unfair
war von mir.
Gar nichts weißt du, das sagst du nur so.
Kannst du mich denn nicht ein bisschen verstehen?
Meine Güte, manchmal packt es einen eben.
Wozu hat man denn so eine hübsche Freundin?
Versprichst du mir, dass du nicht wieder versuchst, mich zu... Ich verspreche es
dir, hoch und heilig.
Na schön, vergessen wir's.
Fein, du weißt doch, dass ich dich lieb hab, ja?
Weißt du, wenn ich wirklich so weit bin, dann sag ich dir's, einverstanden?
Einverstanden. Ich bin unglücklich.
Imperfekt? Ich bin glücklich.
Imperfekt? Ach, scheiße, ich hab keine Lust mehr.
Ich muss jetzt gehen.
Ja, aber warum denn, Claudia?
Wir haben doch noch Zeit.
Nein, ich habe keine Zeit mehr. Ich muss nach Hause. Ich habe für morgen noch
viel zu erledigen.
Dann geh halt. Ich bleib noch hier.
Ich geh schon.
Ja, ja, morgen.
Tschüss, Helmut. Okay,
tschüss.
Tschüss, Claudia.
Tschüss.
Nimmst du mich ein Stück mit?
Wieso? Hast du plötzlich Zeit für mich?
Hör auf, den Beleidigten zu mimen. Du hast doch gar keinen Grund.
Na, du machst mir Laune.
Nimmst du mich jetzt mit oder nicht?
Ja, wenn's unbedingt sein muss.
Sein muss es nicht. Nur wenn du's gern tust.
Eigentlich bin ich ja stocksauer auf dich.
Ja? Du Spinner.
Wann kommen deine Eltern heute eigentlich heim? Heute Abend.
Wenn der Verkehr schlimm ist, schaffen Sie es nicht vor Mitternacht.
Willst du was trinken?
Ja, was hast du denn?
Was du willst.
Ich plündere die Bar von meinem Regierungschef. Du, dann bring mir eine
Cola. Mit Schuss.
Bitte?
Danke. Also trinken wir erst mal auf unsere Versöhnung. Ist cool.
Das soll ein Versöhnungsguss gewesen sein?
Das glaubst du doch wohl selber nicht.
Du erstickst mich ja.
So schlimm wird's schon nicht sein.
Lass mich meine Platte auflegen.
Was willst du hören?
Ganz egal, irgendwas.
Ach nein, bitte nicht.
Warum?
Weißt du, ich bin noch nicht so weit später.
Aber im Moment noch nicht.
Lass es mich doch versuchen.
Vielleicht bringe ich dich dahin, dass du es auch willst.
Bitte nicht.
Lass mich doch.
Ich habe dir doch gesagt, ich will es nicht. Lass mich in Ruhe.
Nein, ich will nicht. Kannst du mich denn nicht verstehen?
Nein, das verstehe ich wirklich nicht.
Warum soll ich auch deine Spinnereien verstehen?
Gibst du dir vielleicht Mühe, mich zu verstehen?
Achim.
Bei mir ist der Ofen aus.
Endgültig. Ich habe heute Abend eine Einladung zu einer Party.
Deinetwegen wollte ich darauf verzichten.
Achim, bitte bleib doch.
Und jetzt fahre ich erst recht dahin.
Und ich werde schon ein Mädchen finden. Ein Mädchen, hörst du?
Und keine eitle Zimtzicke wie dich.
Er ist hingefahren zu dieser Unglücksparty, nur weil ich mich ihm
verweigert habe.
Er hatte ja recht.
Wenn man sich wirklich liebt, verweigert man sich doch nicht.
Warum habe ich das nicht überwinden können, diese blöde Vorstellung?
Wie dumm, wie schrecklich dumm.
Ich liebe ihn doch.
Warum begreife ich das erst jetzt, wo es zu spät ist?
Vielleicht.
Lieber Gott, lass ihn durchkommen.
Ich will alles wieder gut machen.
Alles.
Sie müssen jetzt aber wirklich gehen.
Wenn es Sie beruhigt, ich hörte eben, wie der Chefarzt sagte, es wäre doch
nicht so schlimm. Eine reine Routinesache. Also machen Sie sich keine
unnötigen Sorgen.
Ich sag Ihnen, das ist ein Puzzlespiel, diese Unfallprotokolle.
Also die jungen Männer, das ist eine ziemlich gemischte Gesellschaft. Nur die
Mädchen, die gehen alle noch zur Schule.
Da ist doch nichts Besonderes dabei.
Wir sind ja alle mal zur Schule gegangen. Mehr oder weniger lange.
Sie wohl nicht sehr lange, wie?
Da ist einer dabei, der hat überhaupt keinen Beruf.
Es gibt heute eine ganze Menge arbeitslose Jugendliche.
Was hat dann so einer auf einer Party zu suchen?
Ja, warum soll er da nicht hingehen?
Wahrscheinlich hat ihn ein Mädchen mitgenommen.
Ja, hier.
Vielleicht diese Monika Schmieding.
18 Jahre alt.
Schülerin. Ja, natürlich.
Na und?
Seller, befriedigend.
Liebig.
Das ist eine sehr ordentliche Arbeit.
Renate, gut plus.
Kranzler, Sie hätten sich ein bisschen mehr Mühe geben können.
Schmieding, mangelhaft.
Eigentlich hätte ich Ihnen ein Ungenügen geben müssen.
Ich habe nicht nur eins, sondern beide Augen zugedrückt.
Wie sieht es denn sonst aus?
In den anderen Fächern. Leider ziemlich mieser, Dr. Seidler. Haben Sie kein
einziges Fach, in dem Sie ausgleichen können?
Ihre Versetzung ist mehr als gefährdet.
Und Sie haben diese Klasse schon zweimal gemacht.
Sie wissen, was das bedeutet?
Leider nur zu gut. Ich muss dann von der Schule runter.
Sie können natürlich auf einer Privatschule weitermachen.
Dazu haben meine Eltern kein Geld.
Monika, es gäbe da noch eine Möglichkeit.
Ich meine, wenn Sie sich entschließen könnten, freiwillig das Gymnasium zu
verlassen, dann...
wäre das Kollegium bereit, sämtliche Augen zuzudrücken und Ihnen die mittlere
Reife zu attestieren.
Dann besprechen Sie das mal mit Ihren Eltern, ja?
Also dieser Karl, das ist doch dein Freund, wenn ich recht vermute. Das ist
er auch.
So.
Und was hat er? Was ist er? Was kann er?
Als vernünftiger Vater habe ich nichts dagegen, wenn du in deinem Alter einen
soliden Freund hast.
Aber dieser Nichtstor, der passt mir gar nicht.
Wenn er doch keine Arbeit findet.
Ach, weil er zu dumm und zu faul ist.
Man kennt doch diese Rotzlöffel.
Nichts leisten, aber fordern.
Und der Staat soll dann für diese Lümmel sorgen.
Nee, der sorgt dafür, dass die Beamten Geld erstellen.
Du bleibst hier sitzen.
Wenn hier jemand den Tisch verlässt, das bestimme ich.
Mit dem Abitur.
Da hätte dir die Welt offen gestanden.
Vor allem beim Numerus Clausus.
Willst du still sein, Peter, wenn Vati redet? Tja, wenn man ein gutes Zeugnis
vorlegen kann, dann ist alles kein Problem.
Als Beamter weiß ich das.
Aber bei Monika reicht's ja wohl nicht.
Am besten ist es, wenn du heiratest.
Aber standesgemäß, das bin ich mir als Beamter schuldig.
Was ist denn los mit dir, Moni?
Du, ich weiß auch nicht, entschuldige.
Aber ich habe Ärger mit der Schule und mit den Eltern.
Was soll ich denn sagen?
Ich kann nachts schon nicht mehr schlafen, weil ich nicht weiß, wovon ich
die Miete zahlen soll für diese Bruchbude.
Hast du noch nichts gefunden?
Nichts seit der Pleite mit meinem Ledergeschäft.
Bin ich vom Unglück verfolgt. Lief doch ganz gut.
Ja, für meinen Partner.
Erst hat er mich laufend beschissen und dann in Konkurs gerissen.
Reimt sich sogar.
Und jetzt?
Ich renn von Pontius zu Pilatus und am Arbeitsamt, da stehen sie Schlange.
Sogar Akademiker.
Ich krieg ja nicht einmal eine Arbeitslosenunterstützung als
Selbstständiger.
Ja, ja, selbstständig. Scheiße.
Du, Karl, ich muss jetzt von der Schule runter.
Und ich meine, wenn ich eine Arbeit finde, dann könnten wir vielleicht
gemeinsam. Ich finde, gemeinsam ist das alles doch sicher leichter zu machen.
Du hoffnungslose Idealistin.
Du weißt, dass ich dich liebe, Moni. Aber heiraten, heiraten.
Jetzt? So verantwortungslos bin ich nicht.
Möchtest du nicht wissen, wer da dran ist? Bestimmt nur einer, der Geld haben
will.
Hallo?
Ach, du bist's, Albert.
Ne Party?
Ne, du, offengestanden, mir ist wirklich nicht danach zumute.
Du bestimmt nicht. Danke, dass du an mich gedacht hast.
Okay, servus.
Wer war denn das?
Das war Albert, ein ehemaliger Schulfreund.
Der ist auch nach der mittleren Reife abgegangen. Aber der hat keine Sorgen.
Wieso?
Albert ist Juniorchef in der Firma seines Vaters.
Kann er überhaupt nichts für dich tun?
Natürlich könnte er was für mich tun.
Aber Albert, der hat noch nie in seinem Leben etwas ohne Gegenleistung getan.
Und ich, ich habe ihm ja nichts zu bieten.
Ja, aber, aber hast du es denn nicht wenigstens mal versucht?
Um mir eine freundliche Abfuhr zu holen?
Wirklich nicht.
Soll ich mal mit ihm reden?
Untersteh dich.
Also, wenn Albert dich so sehen könnte, hätte ich bestimmt einen Posten in
seiner Firma von ihm bekommen.
Weißt du, Albert ist nämlich der größte Ladykiller, den ich kenne.
Nette Idee von Ihnen doch zu kommen, Monika.
Karl ist ein richtiger oller Muffel. Sie wissen, dass ich nur gekommen bin, um
mit Ihnen zu reden, Albert.
Aber doch nicht hier, Mädchen. Wir machen das gleich in aller Ruhe.
Unten.
Hallo?
Könnte ich vielleicht Monika sprechen?
Ja, wer ist denn dort?
Ach, der Herr Henschel.
Nein, meine Tochter ist nicht zu sprechen. Und für Sie schon gar nicht.
Außerdem ist sie gar nicht zu Hause.
Nein, ist bei einer Party, bei einer Schulfreundin.
Bitte.
Und dafür lasse ich meine Party sausen.
Da gehe ich jetzt noch hin.
Komm, Monika, ich zeige dir mein Zimmer.
Was ist, Mädchen?
Komm.
Hübsch haben sie es hier.
Na, was hast du gedacht?
Das ist hier mein Spezialitätenkabinett.
Na komm, Mädchen, da auf dem Bett ist es am bequemsten.
Können Sie mich ein Stück mitnehmen? Ich muss zu einem Jagdhaus. Ja, steigen Sie
ein.
Ja, jetzt sagen Sie bloß zu Albert Waremeier. Ja.
Ja, komm.
Mensch,
hast du Gewicht.
Soll ich dir mal was zeigen?
Sag mal, Kleines, was soll es denn? Du bist doch nicht gekommen, damit ich dir
ein Märchen vorlese.
Nein.
Warum stellst du dich dann so an?
Woher kennst du diesen Albert eigentlich?
Ja, weißt du, eigentlich kenne ich ihn gar nicht. Sein Vater hat mir mal ein
Bild abgekauft und da sagte der, sein Sohn ist doch in deinem Alter und naja
und so weiter und so fort. Auf jeden Fall sind wir jetzt hier.
Na warte, ich krieg dich schon.
Komm, geh weiter, Junge.
Du, sag mal aus, wo ist denn Albert?
Albert? Schätze, der ist beschäftigt.
Beschäftigt?
Was sei denn mit dir los, Monika?
Bist du Fragile oder etwa noch Jungfrau?
Sag schon mal was. Habe ich das falsch gemacht?
Nein, aber ich kann nicht. Ach nee, auf einmal.
Findest du das nicht ein bisschen unfair?
Doch, ich habe es mir leichter gedacht.
Sag mal, was soll diese Komödie?
Ich wollte, weil Karl doch nirgends Arbeit finden kann. Und da dachte ich...
Du hast gesagt, ich mache mich an Albert ran?
Ich gehe mal so auf die Schnelle mit ihm ins Bett.
Auf diese Art und Weise würde ich was für ihn tun.
Ihr Frauen seid schon komische Geschöpfe.
Na, dann zieh dich mal wieder an.
Was es hier war, das wollen wir vergessen.
Klar?
Und ich verspreche dir, ich werde schon was tun für deinen Karl.
Hat einer von euch einen Albert gesehen?
Klar, der hat eben noch ganz schön hier rumgemiemt.
Na, in der Luft ist es hier. Ich schaue mal nach dem Pferd.
Monika! Wo kommst denn du her?
Na Mensch, das ist ein Ding, dass du noch gekommen bist, Karl.
Wo wart ihr?
Wir waren... Wir waren draußen.
Bisschen frische Luft tanken. Hier drin geht man ja ein.
Wo draußen?
Wir... Wir haben uns über dich unterhalten, Karl.
Wie kommst du dazu, hierher zu fahren?
Ohne mir was davon zu sagen. Weil Monika ein sehr vernünftiges Mädchen ist.
Sag mal, alter Junge, warum hast du mir nie etwas von deinen Problemen erzählt?
Da muss erst ein nettes Mädchen kommen.
Ist doch klar, dass ich was für dich tue.
Ruf mich gleich am Montag in der Firma.
Und das sage ich dir.
Wenn du Monika Vorwürfe machst, weil sie hierher gekommen ist, dann schlage ich
sie in die Fresse.
Mach's gut.
Moni.
Womit hast du das bezahlt?
Was denn bezahlt?
Stell dich nicht so blöd an, du weißt genau, was ich meine.
Es ist nichts gewesen, Karl. Ich schwöre es dir.
Moni, hoffentlich ist es kein Meinheit.
Wenn ich jemals dahinter komme, dann schwöre ich dir, breche ich dem Kerl das
Genick.
Dazu hast du keinen Grund.
Ja, kommt rein.
Hey, setz dich rein, Puppe. Mach zu, es zieht.
Tschüss.
Zwölf Personen in zwei Autos.
Und dann noch ein Autorennen mit zwei besoffenen Fahrern. Das konnte ja nicht
gut gehen.
Ich sage Ihnen, Eckart, schuld daran sind einzig und allein die Eltern.
Das sind nur die Folgen einer total verkehrten Erziehung heutzutage.
Glauben Sie mir, die Eltern haben nur versäumt, die Brut rechtzeitig übers
Knie zu legen.
Da helfen einzig und allein nur Polizeimethoden.
Was starren Sie mich denn so dämlich an?
Wenn Sie, ich meine, wenn Sie sich mal umdrehen würden.
Hallo, Papa.
Schönen guten Abend.
Aber Christine, wo kommst du denn her?
Mama ist heute Morgen zur Frühmesse gegangen und ich zum
Frühschoppen mit Ego.
Du wagst es so, vor mich hinzutreten in aller Öffentlichkeit.
Aber, Papa, ich wollte doch nur piep, piep. Erste Türe links.
Pileus! Was?
Die habe ich heute vergessen.
Und sowas ist erst 17.
Komm, los, komm.
Eckart, machen Sie mal hier allein weiter. Ich habe was zu Hause zu
erledigen.
Wiedersehen. Los, los.
Müssen Schulmädchen so sein?
Sie sind so und auch ganz anders, aber in den meisten Fällen viel besser als
ihr Ruf.
Die Eltern sollten verstehen lernen, nicht die jungen Menschen haben sich
geändert, sondern die Zeit, in der sie leben, heranwachsen und reifen müssen.
Ob da Polizeimethoden das Richtige sind?
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.