All language subtitles for D.Artagnans.Tochter.1994.German.DL.1080p.BluRay.AVC-ELEMENTAL

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Original subtitles

D'ARTAGNANS TOCHTER

12 Flügelhauben aus holländischem Tuch.

12 Flügelhauben aus holländischem Tuch.

6 braune Kutten. 2 Büßerhemden.

Wir sind bei 8 und 6,

14 und 2, macht 16. 16 Taler und 3 Laubtaler.

16 Taler, 3 Laubtaler.

4 Hemden aus Leinen aus Artois.

4 Hemden aus Leinen aus Artois. 8 Groschen, 3 Heller.

Jesus im Himmel! Der Teufel, halb nackt.

Vade retro Satanas.

Bei meiner Seele, er ist es!

Nein, es ist ein Eingeborener aus Afrika.

- Ein Eingeborener? - Ja, ein menschliches Wesen,

- mit einer Seele wie wir. - Einer schwarzen Seele?

Natürlich, aber durch Taufe und Gebet wird sie rein.

Bringt ihn zu mir nach oben, statt zu gackern wie die Hühner!

Ist der Herzog von Crassac tatuteka?

Éloïse, du nicht. Schwester Huguette, kommt!

Und ihr, betet!

Ihr habt hier nichts zu suchen, das ist ein Ort Gottes!

Wo ist der Neger? Redet!

Niemals!

Nein!

Genug Zeit verschwendet. Sucht überall nach ihm!

Éloïse, um Gottes Willen!

Wie könnt ihr so feige sein, Himmel nochmal!

Jetzt flucht sie auch noch!

Hier habt Ihr nichts zu befürchten. Gott beschützt Euch.

Da, setzt Euch.

Und öffnet niemandem!

Wie heißt das nur, "öffnet keinem"?

Madame!

Dort oben.

Ich verbiete es Euch.

Das ist Gotteslästerung, Ihr werdet exkommuniziert!

Sie hat den Schlüssel, durchsucht sie.

Ihr werdet mich nicht anrühren, lieber sterbe ich.

Wieso dieser Übereifer?

Ihr habt es befohlen!

Ihr solltet sie durchsuchen, nicht mehr.

Und zwar freundlich.

Ich brauche keinen Schlüssel.

Das werdet Ihr büßen.

Wenn mein Vater das erfährt, werdet Ihr schon sehen!

Wie konntet Ihr ihn bloß entkommen lassen?

- Denkt an die Folgen, wenn er redet. - Mit wem sollte er reden?

Die können sich kaum untereinander verständigen.

Aber ein Neger im Périgord, wie sieht das denn aus?

Man schifft ihn in Afrika ein und in Amerika aus,

aber zeigt ihm nicht unsere Provinzen!

Der da ist natürlich einer der Kräftigsten.

Fliehen wollen sie alle. Die Ersten sind immer die Besten.

Himmel, er ist 30 Pistolen wert!

- Vielleicht noch mehr. - Herrgott!

Ich hasse es zu fluchen, aber verdammt,

warum ankert Ihr so nah an der Küste?

Um die Ladung auszuschiffen.

All die Säcke und Kisten!

Und warum nicht weiter draußen?

Meine Familie wohnt hier. Ich war 7 Jahre weg.

Das war die Gelegenheit für einen Besuch.

Einer wie Ihr verzichtet auf Familie, und seien es 15 Jahre!

Und wie lang dauert die Reparatur?

Nun... so lange sie dauert, Herr Herzog.

Vielleicht eine Woche, vielleicht zwei.

Verflucht nochmal!

Und das?

Was ist das?

Saint-Étienne-Musketen, das neueste Modell!

Sie sind unübertrefflich!

Und die knallen die Kiste auf den Boden!

Wer war das?

10 Peitschenhiebe! 12!

24! 12 von vorn und 24 von Hintern, 42!

Peitscht sie aus! Und in den Kerker! Kerker für alle!

Éloïse, mein Kind.

Ich kenne dich so gut, als hätte ich dich geboren.

Als der Herrgott deine arme Mutter zu sich rief,

hat dein Vater dich mir anvertraut, damit ich dich erziehe

und beschütze.

Ich will nach Paris, meinen Vater holen, die Armee,

- und wir zermalmen sie! - Nein, Éloïse, nein.

Hör mir zu, die Frau in Rot,

ich habe etwas, das sie ins Gefängnis bringt.

Schwöre mir...

Ich schwöre.

Die Bösen sind zahlreich,

und unsere Schwestern sind schwach.

Schwöre, dass du...

Ich schwöre, alles zu tun, um Euch zu rächen.

Oh nein.

Ich schwöre, ich werde Euch rächen,

ehrwürdige Mutter. Ich räche Euch.

- Das sieht gut aus, oder? - Die Hose ist zu kurz.

Der Gärtner ist zu klein, der Kapellmeister zu dick.

- Ich hab die beste genommen. - Zankt nicht.

Sie ist wie für mich gemacht.

Oh, wie angenehm das ist!

Das sollte Mode werden.

- Frauen in Hosen! - Auf der Straße? Wie entsetzlich.

Der liebe Gott lässt das nie zu.

Lasst den lieben Gott da raus.

Hat er uns Beine geschenkt, damit wir sie verstecken?

Also mir gefallen meine.

Und meine?

Ich kann meine auch zeigen!

Wollt ihr wirklich nicht mitkommen?

Nein.

Hier haben wir jeden Tag zu essen.

Seid gegrüßt!

Sind hier junge Männer, die für das Königreich kämpfen wollen?

Etwas Mut, ihr Schwächlinge.

Es gibt Goldstücke zu verdienen, Ruhm und Ehre.

Bald wird der König gekrönt. Mit 16 kann er den Thron besteigen.

Dann ist Schluss mit Bleisoldaten. Dann gibt's Krieg mit echten Kanonen.

Ich gehe nicht ohne fünf Freiwillige!

Los, unterschreibt!

Dein Lammfleisch. Das wird dir schmecken, mein Junge.

Na, gut, die Suppe?

Hört ihr mich, ihr Säuferbande?

Gebt mir ein Glas!

- Ich hab auch Durst. - Gebt ihm ein Glas!

Wertes Fräulein...

Nein.

Ihr habt viele Vergünstigungen.

In welchem Haus ihr Rast macht, da gehört alles auch euch.

Das Bett, das Brot, das Salz, die Kerze, der Wein,

und auch die Hausherrin.

Tanz...

Schmetterling tanz...

Die Liebe...

Im Winter kehrt ihr heim, zeugt einen kleinen Soldaten,

dann geht's zurück in den Krieg!

Los, unterschreibt! Weg von meiner Trommel!

Unterschreibt für das schöne Leben.

Wer nicht schreiben kann: ein Kreuz genügt.

Tanz, Schmetterling tanz,

Die Liebe...

Du schickst Liebesbriefe an junge Burschen? Bist du andersherum?

Wenn du Männer liebst, die Armee öffnet dir ihre Arme.

Und alles andere!

Du kannst schreiben, also unterschreib!

Dann stecken wir euch auch in eine Stube, meine Süßen.

In eine Stube, verstehst du?

- Was tut er? - Ich bin so ungeschickt!

Das war Absicht. Schnapp ihn!

Schnapp ihn!

- Meine Lammkeule! - Na und?

Helft Ihr mir mal?

Das war Absicht!

Exzellente Fechtkunst!

Liegt mir im Blut. Ich hoffe, Ihr seid ein guter Reiter.

Zu Fuß bin ich besser.

Lass.

Hast du's gleich gewusst?

Die Liebe macht nicht so blind, wie es heißt.

- Wohin reiten wir nun? - Zu meinem Vater nach Paris.

Paris? Da kenne ich mich bestens aus.

Gut, dass ich dich begleite.

Paris ist eine eigenwillige Stadt, umgeben von Schurken,

bevölkert von Gaunern.

Dort kannst du dich nicht allein verteidigen.

Gegen wen, gegen dich vielleicht?

Wie mein Vater wohl aussieht?

- Hast du ihn noch nie gesehen? - Nein. Es ist zu lange her.

Hast du kein Porträt oder Medaillon?

Er ist Soldat!

Soldaten denken nicht an Banalitäten.

Zudem kennt ihn jeder. Ich brauch nur seinen Namen zu sagen.

- Und der wäre? - D'Artagnan!

Ah ja, natürlich.

Ich bin der Sohn von Richelieu und der Grande Mademoiselle!

Warte doch!

Éloïse, warte auf mich!

Mir dir hätte die Armee einen guten Fang gemacht.

Neger sind in Mode, der Hof ist voll davon.

Anders die Mohammedaner.

Was sind Mohammedaner?

Keiner weiß das, sie werden noch erforscht.

Sie haben angeblich 7 Frauen, von denen man nur die Augen sieht.

In Amerika gibt es sogar rote Menschen. Man nennt sie Rothäute.

Angeblich wachsen Federn auf ihrem Kopf.

Ich mag es, wenn du Geschichten erfindest.

Das ist mein Beruf, ich bin Dichter.

- Éloïse? - Ja.

- Eine Frage. - Ja.

Liebst du mich? Ich meine, ist es Liebe?

Mit der Liebe ist es wie mit den Mohammedanern.

Noch weiß ich nicht viel darüber.

Ich erforsche sie noch.

Ich suche die Rue Ours. Kennt ihr die?

Hier, mehr hab ich nicht.

Bete dafür, dass Mazarin die Pest holt.

Es ist, als käme ich aus dem Exil zurück.

- Ist immer so ein Wetter in Paris? - Immer.

Wein aus Melun! Käse aus Passy!

Wein aus Melun! Gut und süß. Käse aus Passy!

Das ist auch Mazarins Werk.

Darum schreibe ich Pamphlete gegen ihn.

Komm, weg hier. Auf mich ist ein Kopfgeld ausgesetzt.

Kriegen sie mich, lande ich in der Bastille.

Im Dienst des Kardinals. Macht den Weg frei!

Im Dienst des Kardinals.

Ein Dieb! Haltet ihn! Ein Dieb!

Hier ist es.

Ich geh lieber allein.

Zum Unterricht kommt Ihr zu spät.

Was für ein Unterricht?

En Garde.

Schritt vor. Ausfall.

Gut. En Garde.

Schritt zurück. Ausfall.

En Garde. Ausfall.

En Garde. Schritt vor. Ausfall.

En Garde. Zurück.

Ausfall.

Constance.

Genug für heute, kommt morgen wieder.

- Das war noch keine Stunde. - Sie ist um, wenn ich es sage.

Schön.

Liebenswürdig.

Anmutig.

Freundlich.

Glücklich.

Einen Augenblick dachte ich, Ihr seiet Eure Mutter.

Du schuldest mir noch die letzten Stunden.

Nächstes Mal bringt meine Tante Hühner.

Nein, ich will keine Hühner mehr. Rindfleisch!

Was bedeutet dieser Aufzug?

Das ist für die Reise.

Ich hatte vergessen, dass du grüne Augen hast.

Nicht schlimm.

Was ist das nur für ein Kloster?

Man lässt dich herumreisen ohne schriftliche Erlaubnis deines Vaters.

Die Mutter Oberin wird noch von mir hören.

Sie ist tot.

Sie ist tot?

Ich wusste gar nicht, dass sie krank war.

Planchet, die Kleine ist da.

Éloïse.

Éloïse? Die kleine Éloïse?

- Unsere Éloise? - Ja!

Hast du Planchet wiedererkannt?

Er ist furchtbar alt geworden.

Der Tod der Mutter Oberin gibt dir nicht das Recht,

allein in den Straßen von Paris herumzuspazieren.

Die Stadt ist eine wahre Räuberhöhle.

Immer mehr Männer haben keine Arbeit, immer mehr Frauen keinen Mann.

Also wirklich, diese Kleidung!

Beim Reiten rutscht mein Novizinnenkleid hoch,

wäre dir das lieber gewesen?

Nach all den Jahren erwartete ich einen freundlicheren Empfang.

Auch wenn die Umstände anders sind, als ich dachte.

Die Umstände sind ausgezeichnet!

Ein warmes Willkommen,

ich hätte mich gefühlt wie im Palast.

Wenn du willst, kannst du hier wohnen.

Planchet hat einen Laden,

ich habe unbegrenzt Kredit, er kocht ausgezeichnet.

Ich will hier kein Festmahl halten. Ich brauche deine Hilfe.

Meine Hilfe?

Vor ihrem Tod sagte sie:

"Geh zu deinem Vater. Wenn einer was tun kann, dann er."

Natürlich.

Die Mutter Oberin hatte recht.

Leider, es ist nur vorübergehend, aber im Augenblick...

Wie? Kann der König seinem tapfersten Degen etwas verweigern?

Der König will Höflinge, die ständig Bücklinge machen.

Und ich kann mich so schlecht bücken.

Das Alter, wahrscheinlich.

Ich bin aus dem Dienst des Königs ausgeschieden.

Wider Willen.

Na ja.

20 Jahre trug ich Brustpanzer und Lederwanst.

20 Jahre hielt ich in einem niederen Dienstgrad durch.

Es ging nicht vor und nicht zurück, das war kein Leben.

Dann, nach 20 Jahren und einem Tag,

trank ich ein paar Flaschen Vouvray,

dann ging ich zu dem Bengel von König und sagte ihm meine Meinung.

Dass er ein Lüstling sei, ein Vielfraß, undankbar,

dass er seine Versprechen vergesse, neidisch sei auf seinen Retter,

denn gerettet habe ich ihn! Ihn, seine Mutter,

Mazarin und die ganze Bande!

- Das hast du alles gesagt? - Ja.

Nicht wortwörtlich, doch sinngemäß.

- Hat er dich nicht verhaftet? - Ich befehligte doch die Musketiere.

Ich hätte mir selbst befehlen müssen, mich ins Gefängnis zu werfen.

Das wollte ich nicht, also gehorchte ich nicht.

Kurz gesagt, mein Kind,

- du wähltest den falschen Moment. - Ich habe gar nichts gewählt.

Da, sieh. Für dieses Dokument ist die Mutter Oberin gestorben.

Zeig es mir.

Für das Stück Papier?

- Weiß sonst wer davon? - Ich kann den Mund halten.

Das ist ein Staatsgeheimnis, ich weiß es.

Sieht aus wie eine Wäscheliste. Blutbefleckt, aber eine Wäscheliste.

Mutter Thérèse ermordet, ein blutiger Neger,

nur wegen einer Wäscheliste?

Das ist ein Komplott! Die schwarzen Reiter, die Frau in Rot!

Etwa auch ein blaues Einhorn und ein grüner Zwerg?

Gut, du willst nichts tun, dann geh ich zum König.

Quentin la Misère, Ihr ergebenster Diener.

- Was ist das? - Ein Dichter.

- La Misère, so nenne ich mich. - Aber Monsieur!

Ihr stört das Wiedersehen einer Tochter mit ihrem Vater.

Hinaus!

Und du, von wegen zum König...

Bevor ich gehe, und obwohl der Zeitpunkt...

Hab ich Euch nicht gesagt...

erlaube ich mir, um die Hand Eurer Tochter anzuhalten.

Der bringt mich langsam in Wut. Raus!

Ich gehe nicht ohne Antwort.

Na warte, Bürschchen, hier kommt die Antwort!

Wenn du ihn tötest...

Wer spricht denn von töten?

Vor meiner Braut! Der Alte ist doch verrückt.

- Haltet Ihr Euch für d'Artagnan? - Ich hab's dir gesagt.

Was gesagt? Du meintest nur, dein Vater sei Soldat.

D'Artagnan...

Er ist das? Seid Ihr das?

Mein Abgott! Ich bin einer Ihrer glühendsten Bewunderer.

An die Wand der Bastille schrieb ich:

Dir, der du die Klinge kreuzt widme ich...

Éloïse... seine Tochter heirate ich!

Junger Mann, Ihr geht jetzt unverzüglich!

D'Artagnans Tochter!

Quentin!

Glaubst du, ich lass dich mit dem gehen?

Und wenn ich ihn heirate?

Das verbiete ich dir!

- Dann heirate ich ihn erst recht. - Éloïse.

Éloïse, meine Kleine. Er ist der erste Mann, dem du begegnest,

natürlich schwärmst du für ihn. Du kommst ja eben aus dem Kloster.

Du hast mich dorthin abgeschoben.

"Abgeschoben", sag das nicht.

Ich war ständig unterwegs,

mit dem Hintern im Sattel, dem Degen in der Hand.

Wie hätte ich mich da um deine Erziehung kümmern sollen?

Während du der Held warst, langweilte ich mich zu Tode.

- Ich wollte schon Nonne werden. - Entsetzlich!

Ja, wenn du dumm und hässlich wärst.

Die kleine Éloïse!

Ist die groß geworden!

Wisst Ihr noch? Sie hat sich hinter Euren Stiefeln versteckt,

- und heute... - Aber natürlich weiß ich das noch.

Wie ich sie in La Rochelle in den Schlaf sang,

unter dem Bauch der Pferde, weil es so regnete.

Der Westwind, da regnet es!

Éloïse, kleine Éloïse.

- Ihr hieltet Wache. - Ja.

Und ich habe...

Schlaf, mein Kindlein schlaf ein.

Er ist schrecklich alt geworden. Furchtbar.

Ich muss dich wohl gar nicht fragen, ob dein Quentin la Misère reich ist.

Warst du reich, als du hier ankamst auf deiner alten gelben Stute?

Ah, meine gelbe Stute.

Sie war prächtig.

Du hättest sie sehen sollen,

unterwegs nach Meung, das Maul voller Margeriten.

Papa, jetzt ist keine Zeit für Erinnerungen.

Mein Kind, Erinnerungen sind alles, was einem bleibt, wenn man alt wird.

Sind sie schlecht, rühmt man sich, überlebt zu haben.

Sind sie gut, schwelgt man in ihnen.

Ich habe 43 Erinnerungen im Schrank.

Das bestickte Taschentuch von Aramis,

der Degengürtel von Porthos, der berühmte,

einen Milchzahn von Ludwig-Dieudonné, der bald Ludwig XIV. wird,

und dem ich den Brei gab in schwierigen Zeiten,

eine Locke von Athos, er hat auch eine von mir.

Athos...

Ihr hättet mich doch vorher warnen können,

mein lieber Athos.

Die Erde riecht so gut.

Wisst Ihr noch, was Aramis zu sagen pflegte?

"Eine Koketterie von ihr, um uns zu locken."

Darf ich auf Euren Rat zählen?

Zum Henker.

Was für ein Wirrwarr!

Ich weiß nicht wohin mit diesem Kind.

Sie ist meine Tochter, versteht Ihr.

Hm?

Ja, Éloïse. Wer sollte es sonst sein?

Könntet Ihr Sie nur sehen.

Sie ist so schön.

Ganz ihre Mutter. Erinnert Ihr Euch?

Dieselbe Anmut, dieselbe Haltung,

dazu temperamentvoll.

Und ein Charakter!

Ich weiß nicht, wie ich sie nehmen soll.

Ich sage etwas, schon fährt sie die Krallen aus.

Die schöne Zeit der Musketiere ist lang her.

Wir vier, immer zusammen.

Immer im Kampf, nie besiegt, immer den Degen bereit.

Und nun... Aramis hab ich seit Jahren nicht mehr gesehen.

Porthos ist tief vergraben in seiner Provinz, so wie Ihr,

in diesem Loch hier.

Herrgott!

Ich habe mich vielleicht auf Euer Gesicht gesetzt.

Ihr wart noch nie sehr gesprächig.

Éloïse?

Éloïse?

Verfluchter Mist!

Ich hab sie dir anvertraut.

Ich sagte: "Pass auf sie auf"!

Und du lässt dich überrumpeln wie ein Anfänger.

Wie viele waren es?

Sie war das, die kleine Éloïse.

Ich wehrte mich vergebens.

Aber ich habe doch die Tür doppelt verriegelt.

Sie hat geschluchzt: "Mein guter Planchet,

ich muss dir ein Geheimnis ins Ohr flüstern."

Ich öffne einen Spalt.

Da seh ich eine dicke Träne auf ihrem Näschen.

Alles Weitere kann ich nur vermuten.

Sie hat mich unversehens niedergeschlagen.

Alter Esel.

Meine kleine Tochter.

Wo mag sie nur hin sein?

- Wohin? - Das weiß ich doch nicht!

Verflucht nochmal!

Fremdes Gesicht, ohne Passierschein,

nichts zu machen. Ob Ihr Marquis seid oder nicht.

Herzog und Herzogin Aloigny de Blécourt d'Entraigues

und Töchter!

- Lasst sie durch. - Lasst den Herzog vorbei.

Lasst den Herzog vorbei!

Herr Botschafter von Spanien, ich unterbreche eine Partie Trictrac,

um Euch eine erfreuliche Mitteilung zu machen.

Seine Majestät gibt sein Vorhaben auf,

eine Allianz mit Cromwells England einzugehen.

Ihr habt also keinen Grund zur Sorge.

Das entspricht nicht unserer gestrigen Vereinbarung.

Ihr habt mich wohl missverstanden wegen meines schrecklichen Akzents.

- Ich dachte, verstanden zu haben... - Ja, natürlich.

Ihr versteht immer vortrefflich.

Gestern habt Ihr verstanden,

wir müssen eine Allianz mit England schließen.

Bravo.

Doch heute empfangen wir den Botschafter Spaniens,

den diese Allianz erbost. Also...

wird der Vertrag mit Cromwell vergessen.

Ist das nicht unredlich?

Das ist der Preis für den Frieden: Unredlich aber wirksam.

Durch den Verzicht auf diesen Vertrag

beruhigen wir die katholischen Mächte.

Ihre Armeen sind kampfbereit.

Es genügt, sie bis zum Winter zu binden.

Das gibt Turenne Zeit, sich vorzubereiten.

Im Frühjahr greifen wir den Feind an.

Überraschend, siegend. Bravo.

Habe ich den Vertrag mit England nicht unterzeichnet?

- Es ist wahr... - Kann man dann sagen,

ich verzichte auf die Allianz? Das ist doch Verrat.

Die Allianz sollte unbedingt geheim bleiben.

Wenn sie bekannt wird, gilt sie nicht mehr.

Also kann Euer Hoheit ohne Bedenken seine Existenz leugnen.

Mit einem zusätzlichen Argument:

Leugnet die Allianz, dann wird sie wieder geheim

und damit absolut gültig.

Wahrhaftig, ich finde immer mehr Gefallen an der Politik.

Das ist eine Gabe. Ich besitze alle Gaben.

Huldvollste Sentenzen beschreiben die Farbe Eurer Augen.

- Der König macht ein Kompliment. - Ein Kompliment.

Mademoiselle?

Éloïse d'Artagnan.

Ich komme in einer wichtigen Sache.

Wagt Ihr, für Euren Vater zu sprechen?

Nein, da wäre er selbst gekommen.

Das war ein Patzer.

Hat er etwa nicht die Stirn, mich selbst um Verzeihung zu bitten

und schickt mir wie der Großsultan eine Botschafterin?

Und ich, der glaubt, alles zu wissen,

wusste nicht, dass d'Artagnan eine Tochter hat.

Ich verstehe, dass man Euch versteckt.

Ihr würdet großen Neid erregen.

Gehen wir in mein Arbeitszimmer.

Übernehmt mein Spiel.

Verliert Ihr, zahlt Ihr es aus Eurer Börse.

- Und wenn ich gewinne? - Gehört es mir!

Ein Kloster überfallen!

Welch Unheil, nichts mehr wird geachtet.

Sie waren wahnsinnig vor Wut.

Und sie töteten Eure Mutter Oberin?

Der Anführer hat es getan,

auf Befehl einer Frau. Die Frau in Rot.

Aber warum?

Niemand tötet eine Person der Kirche ohne triftigen Grund.

Genau, Monseigneur, ihr Grund war die Verschwörung.

Ja, liebes Kind, aber welche Verschwörung?

Meine Geheimdienste wissen von acht.

- Dann sind es jetzt neun. - Mamma mia!

Es gibt ein Dokument

von Mutter Thérèse, der Neger wollte es holen.

Ein Dokument? Was für ein Dokument? Für wen?

Und warum ein Neger?

Afrika.

Großer Gott!

Europa lastete schon auf meinen Schultern.

Ein armer Italiener hält Europa in Schach, das wird mir zu viel.

Attenzione Mazarino,

dieses Dokument ist unentbehrlich, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Welche Art Dokument?

Eine verschlüsselte Botschaft. Belastend.

Es gibt nur noch die Seite,

die der Neger verlor, als sie ihn ergriffen.

Seine Eminenz wollte sofort benachrichtigt werden.

Monseigneur, bald müsst Ihr la Misère nicht mehr fürchten,

seine Pamphlete über Euren angeblichen Geiz,

überhöhte Steuern, Veruntreuungen.

Gut, weiter, weiter.

Der es wagte, Euch "grünen Geizhals", "rote Spitzmaus" zu nennen.

Habt Ihr ihn gefangen?

So gut wie.

Er hat den Fehler gemacht, nach Paris zurückzukehren.

Er wurde gesehen und wird verfolgt. Das heißt, wir haben ihn.

Dann wartet die Bastille auf Monsieur Quentin la Misère.

Danach soll einer mich noch geizig nennen.

Ich gebe meinen ärgsten Feinden freie Kost und Logis.

Also, dieses Dokument,

- ich nehme an, Ihr habt es dabei. - Nein.

Nein, die Mutter Oberin hat es verbrannt.

Ich möchte Euch nicht noch länger stören...

Die Mutter Oberin? Ihr sagtet, sie sei tot!

Ja, aber sie hat es trotzdem verbrannt.

Sollte ich etwas erfahren...

Eure Zeit ist kostbar, habt Dank.

Auf bald, sicherlich.

Ich denke, wir sehen uns wieder.

Frauen sind doch merkwürdige Wesen.

Sie plaudert charmant. Auf einmal ist sie ein aufgescheuchtes Huhn.

Habt Ihr ihren Vater gut gekannt?

Sagen wir, in einem anderen Leben, Monseigneur.

Ist es Euch aufgefallen?

Sie wollte gerade alles sagen,

und als ich den Befehl unterzeichnete,

erbleichte sie plötzlich.

Ich glaube, sie hat das Dokument.

Aber Eure Unterschrift erschien ihr wie dem babylonischen Belsazar

die furchtbaren Worte Gottes an der Wand seines Palastes.

Meine Unterschrift.

Ja, meine Unterschrift. Sie erkannte sie wieder.

Was, wenn ich mir erlauben darf, Eurem Scharfsinn vorzugreifen,

- heißen würde... - Sie hat sie bereits gesehen.

Aber wo?

Ich unterzeichne so viele Papiere.

Auf dem Dokument.

Dem Geheimdokument.

Rasch, holt sie ein. Ich will dieses Dokument.

Ich will wissen, welches meiner Geheimnisse keines mehr ist.

Hast du das im Kloster gelernt? Deinem Vater nicht zu gehorchen?

Ich verbot dir, zum König zu gehen. Steig ab.

- Du tust mir weh. - Steig ab!

- Soll ich einen Skandal machen? - Sie ist wieder eigensinnig.

So wie du vielleicht.

Aber ich bin kein Mädchen, Himmel nochmal!

- Wohin reitest du? - Quentin retten.

Elende Feiglinge! Rohlinge!

Nehmt Eure Pfoten weg!

Philister!

Ich hab sie. Der Kardinal wird sich freuen.

Monsieur, mir scheint, Ihr wart unhöflich zu meiner Tochter.

Éloïse!

Ich sehe dich viel lieber in Frauenkleidung.

Noch nicht angreifen!

Parade, Septim, Sekond und Stoß!

Halte deine Riposte nicht zurück.

Das ist der Stoß von Athos.

Der von Aramis.

Und der von Porthos.

Nicht nach dem Lehrbuch, kommt aber nie aus der Mode.

Wende dich nicht ab, mein Kind. Sieh hin.

Man muss das Auge abhärten, wenn man jung ist.

Gut und großherzig ist, dessen Auge trocken bleibt,

und der trotzdem zartfühlend ist.

Das ist doch ein Kleid deiner Mutter.

Ich erkenne es wieder.

Es steht dir gut.

So, jetzt räumen wir hier auf. Komm.

Ich hab noch ein Geheimnis.

- Ist das die Nachricht? - Ja, noch ganz warm.

Das Mädchen trug sie bei sich.

Und die Unterschrift? Ich seh sie nicht.

Vielleicht eine anonymes Komplott?

Tanz, Schmetterling, tanz,

Die Liebe, Mademoiselle, gleich Euch

Verbrennt meine Flügel

Die Flammen werden im Wind zu Feuer

Ich bin der Schatten in Euren Schlössern in Spanien

Zu schlecht für ein Gedicht, das ist eine verschlüsselte Botschaft.

Flammen, Feuer, eine klare Drohung.

Ich bin der Schatten...

Ombre... Hombre!

Das heißt "Mann" auf Spanisch.

Monseigneur!

Das geplünderte Kloster liegt doch

in den Ländereien des Herzogs von Crassac.

Ich dachte, er halte sich von Verschwörungen fern

und betreibe nur noch Sklavenhandel.

Wofür er regelmäßig Steuern entrichtet.

Lo so. Ich weiß.

Diese Botschaft, dass Spanien...

Glaubt meiner langen Erfahrung.

Das stinkt nach Komplott, und zwar gewaltig.

Dahinter steckt etwas.

Eure Gicht, Monseigneur.

Haltet Eure Pose, Monseigneur.

Es fragt sich...

welche Rolle d'Artagnan dabei spielt,

und warum er seine Tochter zu uns entsandte.

Bei 12 Fechtstunden in der Woche

brauche ich gute 6 Monate,

um für deine Schäden aufzukommen...

Aber du siehst jetzt, dass es ein Komplott gibt!

Wenn Mazarin mir seine Schergen schickt,

muss er etwas damit zu tun haben.

Oh, wie dumm war ich!

Ein Einäugiger war bei ihm. Ist das nicht ein Zeichen?

Sie komplottieren seit der Schlange im Paradies.

- Die Schlange war einäugig? - Das lehrten uns die Schwestern.

Bei der Diamantenaffäre der Königin gab's keinen!

Entweder du erzählst von der gelben Stute

oder von den Diamanten der Königin.

Sie war nicht gelb, sondern Butterblumenfarben.

Na und?

Planchet!

Hast du Quentin gesehen?

Er war da. Éloïse solle sich nicht beunruhigen,

er sei rechtzeitig zurück.

Ist das alles?

Mein kleiner Planchet!

Nein. Ein paar Minuten später sah ich ihn am Fenster vorbeilaufen.

6 von Mazarins Männern waren hinter ihm her.

- Ich eile! - Nein. Du bleibst.

Wenn du vorhast, mit ihm zu leben, musst du ihm erstmal gehorchen.

Er hat gesagt, er komme zurück, also bleibst du hier.

Geh und mach dich zurecht.

Planchet, wir haben was zu bereden.

Ich habe noch alte Schulden bei dir,

es wird Zeit, sie zu begleichen.

- Ich schulde dir 1000 Laubtaler. - 2000 Laubtaler.

Ach, 2000? Na so was.

Wenn du meinst, gut. Ich prüfe es nicht nach.

Leg mir 4000 auf den Tisch.

Wovon?

Soll ich meine Schulden zurückzahlen oder nicht?

Wenn Ihr mir zunächst alles erklärt?

Keine Theorie, das verstehst du nicht.

Nein, Finanzmathematik braucht konkrete Beispiele.

Du legst 4 Säcke à 1000 Laubtaler hier hin.

Gut.

Hier ist das Gepökelte...

Was machst du da?

Ich suche mein Versteck, ich hab da eine Kombination.

Hier das Gepökelte.

2 Regale weiter oben, Johannisbeeren.

Ich gehe 6 Töpfe nach rechts.

Der Rhabarberhonig, 3 Regale nach unten.

die Heringsfilets.

und 9...

9... nach rechts oder links?

Nach links.

Erbsen à la du Guesclin.

Und warum nicht direkt zu den Erbsen?

Auch ein kleiner Lebensmittelhändler wie ich

liebt das Geheimnis und das Abenteuer.

Ihr wolltet 4000 Laubtaler.

- Hier sind sie. - Schön!

Ich bezahle meine Schulden. Jetzt fühle ich mich besser.

Aber Ihr habt sie...

Verspätet, ich weiß. Schwamm drüber.

Diese 2000 Laubtaler, Planchet,

werden von nun nicht mehr hinter deinen Erbsen verfaulen.

Sie sind dein Beitrag zu einem großen Geschäft,

an dem ich dich zur Hälfte beteilige. Ich 2000 und du 2000.

Nun verwirrt Ihr mich aber.

Ich habe gerade 4000 Laubtaler geholt...

Ja, und ich dir 2000 zurückgezahlt.

Du gibst 2, ich geb 2. 2 mal 2 sind 4.

Ist doch klar, oder?

Warum machst du es so kompliziert?

Wir wollen eine Verschwörung vereiteln, Planchet!

Was ich als Pension und Vorschub erwarte, alles rückwirkend,

davon hast auch du was, und du bist so kleinlich!

Ich will das im Beisein der Kleinen bereden.

Nein. Geld ist kein Thema,

über das man vor Kindern spricht.

Denke doch einmal wie ein Philosoph und nicht wie ein Krämer.

Du bringst das meiste Geld ein, allerdings.

Aber ich setze meinen Degen ein,

die Entschlossenheit, meine Haut zu retten,

meine Freunde. Du die Börse,

ich, das Leben. Das ist gerecht verteilt.

Deine Freunde, sagst du.

Aber reizt Aramis das Abenteuer denn noch?

- Und Porthos? - Richtig, Porthos, ohne ihn...

Ich bezweifle, dass das Abenteuer Aramis noch reizt, wie du sagst.

Gib her. Siehst du nicht, wie er danach aussieht?

Aber ich hoffe, unsere alte Freundschaft besiegt sein Zögern.

Porthos überzeugen sicher deine Pastete, deine Gänse

und dein Westfälischer Schinken!

Nicht mein Schinken!

Ihr habt schon 6 Pasteten, 3 Terrinen und ein Ragout.

Für dich werden wir unterwegs ein Kloster finden.

Ein Kloster! Schon wieder?

Wo ich dir eine Verschwörung auf dem Tablett liefere.

Lieber gehe ich wieder zum König.

Bevor ich deinen Namen nannte, war er freundlich.

Er machte mir sogar Komplimente.

Hast du das gehört, Planchet?

Hast du nichts über Geschichte gelernt im Kloster?

Über die Krankheiten der Könige Frankreichs?

Der arme Franz II. hatte immer Ohrenweh,

Karl IX. Kopfweh, Heinrich III. Bauchweh.

Und das Weh desjenigen, der bald Ludwig XIV. sein wird,

ist das schlimmste. Sein Schwachpunkt ist das Herz.

Er kann keiner jungen Schönheit begegnen, ohne zu seufzen.

Ich verabscheue Könige, die seufzen.

Es hilft nur eins: das Kloster. Und zwar sofort!

In Wahrheit willst du mich loswerden.

Allerdings.

Aber du wirst mir fehlen.

Euer Vater beruhigt sich gleich wieder. Der Zorn eines Hitzkopfes.

Ich kenne seine schlechte Laune.

- Ich weiß noch, als Richelieu... - Quentin?

Quentin!

Sie sind hinter mir her.

Ich musste mir von irgendwem den Wagen ausleihen.

Das trifft sich gut. Wir steigen alle ein.

Planchet, du reitest voraus zu Porthos.

Auf deinem Maulesel, und nimm meine Pferde mit.

Denkt Monsieur d'Artagnan etwa,

ich stünde ihm zur Verfügung?

Hat er mich mit seiner Gegenwart beehrt,

als meine erste Frau bestattet wurde? Nein.

Oder geruhte er, meiner zweiten Hochzeit beizuwohnen

und meiner zweiten Witwenschaft? Auch nicht.

Hat er mich eingeladen zum Bankett der ehemaligen Musketiere

bei Monsieur de Trévise?

Tréville.

Was habe ich gesagt?

Oh nichts, das kommt vor.

Mein guter Planchet, ich habe schon manchen für weniger verprügelt.

Ich hoffe, Ihr habt nicht vergessen, dass ich äußerst empfindlich bin.

Hier ist die Antwort, die du deinem Herrn überbringen darfst:

Nein, verflucht!

Selbst wenn er mich auf Knien anfleht,

nein, nein, nein... Und nochmals nein!

Ja, ja, ja! Und ob ich mich erinnere!

Deine gelbe Stute, ein Kanarienvogel auf vier Beinen.

Und dass sie gelb war, war nicht das Schlimmste.

Ach nein?

- Sie roch nach Knoblauch! - Nach Knoblauch?

Sie roch nicht nach Knoblauch... Noch ein wenig Sancerre, bitte.

Sie stank nach Knoblauch!

Wenn ihr mir nicht glaubt, fragen wir Aramis.

Oh, Aramis...

- Herr! - Vertreibt die Eindringlinge!

Keiner stört die Meditation eines Bischofs. Geh!

Aber Herr, sie bestehen wirklich darauf.

Also, Aramis, müssen wir Eure Tür einschlagen?

Zum Teufel nochmal!

Ihr verschwindet! Ihr nehmt das hier weg!

Vernichtend. Es sollte ein vernichtendes Gift sein,

wie ein Fluch Gottes. Und kein Elixier,

das erst nach 3 Stunden tötet!

2 Stunden wären möglich.

Nein! Man soll es nicht trinken oder essen.

Verflucht, dieses Hexenlabor kostet mich ein Vermögen.

Ich will Resultate.

Eine Salbe. Ihr berührt sie, und schon seid Ihr tot. Klar?

- Das ist leicht gesagt, aber... - Es gibt kein "aber".

Ihr seid Arzt, ein plötzlicher Tod ist doch für Euch kein Problem.

Leider bin ich mit meinem Kopf woanders.

Ich habe das Gefühl, Mazarin ist hier und beobachtet uns.

Beruhigt Euch, Clovis.

Männer wie Ihr kennen Höhen und Tiefen.

- Die Angst vor dem Triumph. - Der Triumph, ja natürlich.

Aber woher das Interesse des Kardinals für ein Kloster,

150 Meilen vom Louvre entfernt?

Alle diese Sendbriefe, Fragen, Verhöre!

Ganz einfach, ich habe keine Brieftauben mehr, um zu antworten.

Die Mutter Oberin war keine Frau, die schweigend stirbt.

- Ich fürchte, sie hat mich erkannt. - Großer Gott.

Das ganze Kloster wird mich bei der ersten Befragung verraten.

Und mich... heißt auch Euch.

Wir müssen Ordnung schaffen.

- "Ordnung", wie meint Ihr das? - Reinen Tisch machen.

- Aber... - Aufräumen, kein Zeuge mehr.

Der verdammte Itaker hat überall seine Spione.

Wenn Mazarin Euch verdächtigt, schickt er Euch einen Boten.

Er wird aber nichts tun,

ohne seinen Erfolg abzuwägen und den möglichen Preis.

Er ist ein Mann der Überlegung.

- Ihr seid ein Mann der Tat. - Ein Mann der Tat, allerdings!

Ich neige zu sehr zum Vergessen. Wollen wir wieder?

"Schlösser in Spanien"...

Nein. "Tanz, Schmetterling, tanz. Die Liebe, Mademoiselle..."

Ich bin sicher, es geht weder um die Liebe noch um eine Frau.

3 Tage und nichts herausgefunden. Ricardo!

Ricardo, Ihr habt doch das Schreiben des Papstes entschlüsselt.

- Was für ein elender Haufen! - Wir tun unser Bestes!

Das Schreiben des Papsts war viel schwieriger!

Das war Mumpitz dagegen.

Es war ganz einfach. Das hätte jeder entschlüsselt.

Man musste nur die Vokale und die Konsonanten umdrehen,

bei allen 7 Briefen.

- Ein Kinderspiel. - Noch ein Grund.

Ich weiß, was ich tue. Aber das ist von anderem Niveau.

Das ist etwas völlig Neues.

Etwas völlig Neues...

"Ich verbrenne meine Flügel."

Wir haben es untersucht, Monseigneur.

Es wurde keine Geheimtinte benutzt.

Eben kam eine Brieftaube mit der Antwort von Crassac.

Er behauptet, ein Sturm habe ein Schiff an die Küste getrieben.

Flucht eines Negers, verfolgt bis in ein Kloster, dann ein Fehler.

- Ein Fehler? - Fehler.

Eine Klostervorsteherin ermordet.

Er hält mich wohl für einen Schwachkopf, Euer Crassac.

Seine Antwort ist so töricht, dass sie meine Gedanken bestätigt.

Er handelt nicht nur mit Sklaven.

Wenn er das ohne mich tut, tut er es gegen mich.

Daher ist die Sache ernst.

Jeder weiß doch, dass ich käuflich bin.

Wenn er nicht versucht, mich als Komplizen zu gewinnen,

heißt das, er will nicht nur ein Stück vom Kuchen.

Er will den ganzen Kuchen.

Er will meinen Platz.

Aber ich bitte Euch.

Glaubt mir,

das hier ist der Schlüssel. An die Arbeit!

Ich glaube, ich bin fertig.

Vier braune Kutten, 8 Groschen, 3 Heller, das ergibt...

Kapitel 43, Jeremias 6,

immer noch das fünfte Wort, das heißt...

Choronaim. Genau.

Choronaim.

Lesen wir es nochmal.

Choronaim, rosée, angélique,

Septant, Seligkeit, Stern, Kamel.

Mysteriös, vor allem das Kamel.

Choronaim, wer ist dieser Choronaim?

Das ist ein Land. Haltet Ihr auch Piräus für einen Mann?

Aber wir haben es gleich.

Wir müssen den Geheimschlüssel des Joseph anwenden,

Jeremias, die Prophezeiung Moab,

und durch Überlegung

müssten wir den Sinn des Ganzen herauslesen.

Heiterkeit, engelhaft, Septant. Das ist ein poetisches Komplott.

Bei Schweinskopf kann man nicht

vorneweg Rebhuhnragout servieren.

Da dreht sich einem der Magen um.

Und Trüffel verträgt sich nicht mit Zwiebeln.

Planchet, du machst doch Artischocken in deine Bratensaftpastete?

Immer.

Eine Schicht unten, Salz, Pfeffer, 3 Scheiben Speck,

dann Fleisch, eine 2. Schicht in die Mitte, den Rest Fleisch darauf.

Was befürchtest du dann? Artischocken machen es verdaulich.

Und wenn es doch nur eine Wäscheliste ist?

D'Artagnan, mein Freund, Ihr denkt wie ein Trottel.

Glaubt Ihr, Mazarin schickt seine Schergen

nur wegen einer einfachen Wäscheliste?

Schaut sie Euch genau an.

Da links oben, durch den Fleck

erkennt man "Buch", und dann noch "Holland".

Also ich lese "Tuch aus Holland".

Mit Holland sind die Niederlande gemeint, also Spanien,

denn sie gehören zur spanischen Krone,

sie kämpften für Spanien gegen Cromwell.

Dann ist alles klar, bis auf das Kamel.

Wir reiten morgen zum Kloster.

- Um die Sache aufzuklären. - Apropos Kloster, Éloïse...

Natürlich kommt Éloïse mit, nur sie hat den Übeltäter gesehen.

Sie wird uns sehr nützlich sein.

Quentin, ich gehe weg.

Quentin!

Quentin?

Was für eine Misere, la Misère.

Pech für dich.

Stellt Euch vor, wir seien in Reims in der Kathedrale.

Hier steht der Prinz, der künftige König,

sein Bruder, seine Mutter, der Kardinal, dort wir.

Hier der Bischof, in seiner Hand die heilige Ampulla,

die einer von uns, ein Mönch,

gegen diese vollkommen gleiche austauschen wird.

Der Bischof, behandschuht, nimmt das Öl und beginnt mit der Salbung.

Sie wird für den jungen König tödlich enden.

Die einen werden darin die Hand Gottes sehen,

die anderen die Hand des Teufels.

Hauptsache, niemand sieht unsere darin.

Sobald der Tod des armen Ludwigs festgestellt wird,

erfolgt die Exekution des Kardinals, der als schuldig gilt,

dann wird der Bruder des Königs zum Thronerben erklärt,

und ich zu seinem Beschützer ernannt.

Von euch. Euch allen. Sind wir uns einig?

Aber der Unfall, das heilige Öl, das tödlich sein soll,

was ist das genau?

Aqua misteriosa. Ein Gift, gnadenlos und unerbittlich.

Borgia-Gift.

Man stirbt daran nach einer Minute durch bloßen Hautkontakt.

Das Gift. Der Beschaffer.

Es sind doch 7 Stellen.

Ja, Herr Herzog. Die Stirn, die Schläfen, die Augen...

Ihr wisst zu viel, mein armer Freund.

Er wusste zu viel.

- Zu viel ist zu viel. - Aber... meine liebe Frau.

Geht unbesorgt, ich habe jemanden für sie.

Einen guten,

einen besseren als Ihr.

Wir sehen uns nun nicht mehr bis zur Krönung im Kloster Chazelles,

wo wir Gäste des armen Königs sein werden,

der niemals König sein wird.

Wir hätten die Kutsche behalten sollen,

sie war viel bequemer.

Und das schneidige Auftreten, Porthos.

Wollt Ihr das ganz Cyrano überlassen!

Schneller, meine Herren, schneller!

Sie ist so herrisch!

Wenn wir im Kloster ankommen, bei den Schwestern,

lasst mich machen. Ich weiß sie zu behandeln.

Ich bringe sie schon zum Beichten.

Gestern Abend ist dir ein reizvoller Anblick entgangen.

Ein Anblick?

Etwas, was du vielleicht nie wiedersehen wirst.

Vergleichbar mit einem Kometen.

Vorwärts, meine Herren. Vorwärts.

Mein Pferd bekommt bald Hufrehe.

Und meines schwindet dahin.

Pferdewechsel, Ihr seid gut, das ist unmöglich,

weil ich keine mehr habe. Das letzte ging vor einer Stunde weg.

Man kennt mich an höherer Stelle, ein Wort: du bist ruiniert.

Das sagte auch der Mann, dem ich sie gab.

Er war auch an hoher Stelle bekannt,

auch in Eile, nur war er einäugig.

Einäugig? Der aus dem Louvre. Papa, ich hab's dir doch erzählt.

- Wie einäugig? - Er hatte eben nur ein Auge.

Das ist er! Wir finden woanders Pferde.

Oh nein, sagt bloß nicht, ihr wollt gleich weiter!

Ich hätte Euch gern den Gefallen getan, aber...

- Hier war ein Einäugiger. - Ja.

- Hat er alles mitgenommen? - Ja.

- Deck den Tisch, ich habe Hunger. - Sehr gute Idee.

- Richtet Zimmer für uns her. - Nun, es ist so...

- Ihr habt geschlossen? - Genau.

- Geschlossen? Warum? - Es ist Mittwoch.

Na und?

Am Sonntag ist die Krönung. Da geh ich hin.

Wir schließen nie, außer wenn ein König gekrönt wird.

Nur die Ruhe.

Im Fechtsaal bin ich geschickt,

aber sobald ich gegen einen Gegner fechte,

befällt mich eine Schwäche.

- Aus Empfindsamkeit vielleicht. - Empfindsamkeit?

Schade, das bringt mich

um bestimmte sinnliche Vergnügungen.

Man ist eben, wer man ist.

Glaubt Ihr etwa, dass ich diese höllische Reise unternommen habe,

nur um Eure Fechtkunst zu bewundern? Ich weiß alles.

Warum haltet Ihr Euch für schlauer?

- Wir haben die Botschaft. - Welche Botschaft?

Tanz, Schmetterling, tanz, Die Liebe, Mademoiselle, gleich Euch.

Verbrennt meine Flügel. Sagt Euch das nichts?

Nein, gar nichts.

Vielleicht irgendein dummes Lied.

Ein wenig guten Willen, Crassac.

Wir sehen über den Mord an der Vorsteherin hinweg.

Kennt Ihr diesen geheimen Stoss?

Geheim?

Die Verdrehte von Cahuzac.

Ihr kennt ihn? Und den hier?

Nein, nein, das klappt nur, wenn Ihr die Sonne im Rücken habt.

Den wendete ich schon mit 20 an, den Heimtückischen von Nemours.

Crassac, Ihr gebt mir die Entschlüsselung.

Und ich zeige Euch dafür den Todesstoß von Rochechouart.

Herrgott, ich hasse es zu fluchen, aber da bin ich feinfühlig,

ich weiß nichts, ich schwöre es auf die Bibel.

Beschmutzen wir die Bibel nicht.

Was wollt Ihr denn wissen?

Ich bin ein Mann des Kardinals.

Ich spioniere, ich beobachte, ich verhandle.

Sieh an, wie merkwürdig.

Ich verstehe, dass die Neger auf das Schiff gehen,

aber manche kommen mit Säcken zurück. Was ist da drin?

Nichts. Das war die Idee einer Freundin, einer guten Freundin.

Églantine de Rochefort, die Frau in Rot?

Ihr wisst wahrhaftig alles.

Ein wenig am Schwarzhandel verdienen. Vorerst habe ich nichts gesehen.

Aber dieses Komplott! Ganz Frankreich weiß davon.

Ganz Frankreich? Nein.

Behaltet es für Euch.

Hier ist der Anteil für unseren werten Kardinal.

4 Pistolen pro transportiertem Kopf.

1 600 Doublonen.

Wollt Ihr eine Quittung?

Doch nicht unter unehrlichen Leuten.

Speist Ihr mit uns im Schloss?

Mit Vergnügen.

- Die Brieftauben? - Sie sind weg, alle.

Mazarin...

Mazarin. Mit dem mach ich doch, was ich will.

Meine ganze Familie ist bei ihm:

einer ist Baumeister der königlichen Hospize,

einer Meister der Artillerie, mit dem Privileg, Glocken zu gießen,

und einer oberster Apotheker der Hospitäler von Paris.

Seid Ihr interessiert, Botschafter zu werden?

Es war immer mein Traum, Glocken gießen zu dürfen.

Gut, einverstanden.

Aufgepasst,

wir wollen ein Spiel spielen. Ich kenne 3 Namen des Komplotts.

Ich sage sie Euch, und Ihr sagt mir auch 3. Einverstanden?

Aber nicht mogeln.

Einigen wir uns, gewähre ich Euch, was Ihr mögt.

Außer der Hand der Königin Mutter, die hält Mazarin schon.

Also, der erste Name: Crassac de Merindol.

Der zweite Name: Églantine de Rochefort.

Ihr, meine Liebe.

- Der dritte Name: Turenne. - Ach, nein.

Nein, Turenne gehört nicht zu dem Komplott.

Aber was denn für ein Komplott? Komplott,

Ihr sprecht von nichts anderem. Es gibt keines.

Das ist wahr, wir leben fernab von jedem Komplott.

Die Provinz ist so langweilig nach dem letzten Angelusläuten.

Nehmt doch noch ein Clafoutis.

Mit meinem Blut schreibe ich unsere Heldentaten nieder.

- Ist nur rote Tinte. - Dichterische Freiheit.

Unter freiem Himmel schlief ich zum letzten Mal

bei der Belagerung von La Rochelle.

- Da wart Ihr 20 Jahre jünger! - Gut 20 Jahre!

Ich fühle mich ganz unverändert.

Nein, wirklich.

Ich hoffe, vor 20 Jahren habt Ihr nicht

bei jeder Gelegenheit gerastet.

Sie ist sehr enervierend.

Éloïse, da du so munter bist, bitte geh und tränke die Pferde.

Éloïse, meine Stiefel,

Éloïse, meine Gürtelschnalle, die Pferde...

Es reicht, Mademoiselle.

Sie ist noch jung.

In ihrem Alter hatte Maria schon einen Sohn, und was für einen!

Ja, aber das hatte der Heilige Geist eingefädelt.

Na, na.

Der Tisch ist gedeckt. Ich hoffe, die Herren sind nicht zu hungrig.

- Quentin, kommst du? - Er bleibt bei uns!

Da war es im Kloster besser!

Dorthin kehrst du bald zurück! Morgen bist du wieder dort.

Rabenvater!

Vor meinen Freunden und einem Fremden, wagst du es?

Ich sage, was du bist: ein Rabenvater.

- Éloïse! - Rabenvater, Rabenvater!

Ich hab mir so gewünscht, dich wiederzusehen.

Als Dessert mag ich Teiggebäck.

Weil... eine Creme zu schwer für den Magen ist.

Einäugiger Hurenbock!

Borgnissimus puta Deo amen.

Ein Trunk, der Wunder wirkt, er wird Euch schmecken.

Die Bohnen lass ich mir aus Afrika kommen, mit den Negern.

"Kawa", auf Türkisch "Cave".

In Venedig sagt man "Caffè". Ich...

- unsere Freundin hatte die Idee-

spekuliere auf ein Handelsmonopol in Frankreich. Import und Verkauf.

Ein Getränk, das schlaflos macht.

Ein umgekehrtes Schlafmittel, wenn Ihr so wollt.

Es vertreibt die bösen Träume, die guten auch.

Man braucht keinen Schlaf mehr, man kann nicht mehr von ihm lassen.

Denkt Euch, das Volk ist gierig danach,

und nur Ihr könnt es liefern.

Nun kostet.

Die Farbe schreckt ab, der Geruch macht neugierig.

Ah, ja! Das ist Euer Geschäft.

Die Säcke. Ja, ja. Monopol.

Ich helfe Euch bei dem Geschäft,

10 % Anteil, 6 für den Kardinal, 4 für mich.

Aber das ist zu viel, viel zu viel.

Mag sein. 5 für den Kardinal, 5 für mich.

Das ist vernünftig.

Natürlich wird mit dem Tod einer Partei die Transaktion hinfällig.

Natürlich.

Nicht dass mich Eure Plauderei langweilt, aber...

Ihr wisst, was es heißt, einen Haushalt zu führen.

Ich muss mich um die Wäscherinnen kümmern.

Um diese Zeit?

Es ist Vollmond, große Wäsche.

Ich verstehe.

Geht nur, macht sauber.

Räumt gründlich auf, liebe Freundin.

Sauberkeit ist bei ihr eine Manie.

Man erzieht sie im Kloster, und später...

kriegt man es nicht weg.

Ihr werdet sehen, der Kawa passt wunderbar zu einem Tropfen von hier.

Ein Armagnac.

1572, das Jahr der Bartholomäusnacht, sehr guter Jahrgang.

Ich will ihn nie wiedersehen.

Soll er mich für tot halten und um mich weinen.

Wollen wir bis Tagesanbruch warten? In der Nacht verirren wir uns.

- Niemand zwingt dich, mitzukommen. - Ah, ein Fluss.

Kehren wir um?

Nein. Ich kenn mich aus. Das Kloster ist gleich dort.

Gibt es keine Brücke?

Zu weit weg.

Los, Quentin, komm schon.

Ich... Ich kann nicht schwimmen.

Musst du nicht. Bleib einfach auf deinem Pferd.

Denk nicht, dass ich einen Feigling heirate!

Ich bin nicht feige, das Pferd ist es.

Oh, ist das kalt!

Was schreibt Ihr in Euer Brevier, Herr Abt?

Wichtige Gedanken, bedeutende Zusammentreffen.

Und das da ist was?

Die verschlüsselte Nachricht.

Wenn ich sie lang genug betrachte, komm ich bestimmt hinter ihr Arkanum.

- Arkanum? - Ja, das Geheimnis.

Das Mysterium, wenn Ihr so wollt. Das ist ein Wort aus der Alchemie.

Seltsam, die Anfangsbuchstaben jedes Wortes zusammen gelesen

- ergeben ein neues Wort. - Ah ja?

- Crassac. - "Crassac"?

Choronaim C, rosée R, angélique A,

und am Ende ergibt es Crassac.

- Guter Gott, Crassac! - Ja doch, natürlich, Crassac.

Meine kleine Tochter, Éloïse, sie hatte recht.

Éloïse, mein kleines Mädchen, du hattest recht.

Siehe da, er versöhnt sich mit ihr.

Kinder sind so was von undankbar.

Deshalb wünschte ich mir nie welche.

Heute hätte ich vor den Schwestern der göttlichen Sühne predigen sollen.

Violette Trachten, blaue Hauben, sie duften nach Jasmin.

Das steht fest,

er wird sich bei ihr entschuldigen.

Éloïse, sie ist verschwunden. Auf die Pferde, meine Herren.

- Aufstehen, Planchet! - Was ist denn jetzt?

Églantine de Rochefort, ja.

- Wer bist du? - D'Artagnan. Éloïse d'Artagnan.

Was tust du hier?

Und Ihr? Ihr wollt die Spuren Eurer Verbrechen tilgen.

Mutter Thérèse redete entschieden zu viel.

Und du auch.

Éloïse?

Éloïse?

Éloïse, bist du erzürnt?

6 Flügelhauben aus holländischem Tuch.

2 Leinenhemden.

Aus der Wäscherei und nichts weiter.

Zum Schloss, mit den anderen.

Éloïse!

Éloïse!

War das hoch!

Éloïse!

Éloïse!

Vielleicht ist es das falsche Kloster.

Es ist das richtige, aber wir kommen zu spät.

Monsieur Porthos, Monsieur d'Artagnan.

Quentin! Himmelherrgott!

Ihr erlaubt euch, meine Tochter zu entführen?

Mir tut alles weh,

- ich stürzte aus einem Fenster. - Wo ist Éloïse?

Die Frau in Rot. Mir tut alles weh.

- Sie ist ihre Gefangene. - Warum seid Ihr frei?

Weil ich nicht schwimmen kann.

Gefangene? Wo hält sie sie fest?

Wenn die Frau in Rot Crassac ergeben ist, ist sie bei ihm.

- Dann ist Éloïse auch bei ihm. - In sein Schloss!

- Wir finden sie. Stimmt's, Porthos? - Ja.

Ihr müsst wissen, edle Herren,

alle Schlösser hier gehören dem Herzog:

Crassac le petit, Crassac le vieux, Crassac sur Bégoule,

Crassac le sec, Crassac la source.

Mein Freund, in einem hält er sich doch sicher am häufigsten auf.

- Das schon, ja. - Na, in welchem denn?

Ah ja, in welchem?

Hier kommt die Ladung, Capitaine.

- 40 Pistolen. - Wollt Ihr bei jeder feilschen!

Madame, jeder hat sein Fach. Meines sind Neger.

Für die hab ich ein Auge. Bei Nonnen weiß ich nichts.

Die ist zu mager.

In Amerika gibt es sicher auch Liebhaber schlanker Frauen.

Ich verkaufe nicht nach Zentner.

Gut, 60, aber dabei mache ich Verlust.

Die da kriegt Ihr geschenkt.

Geschenkt?

Ich habe meine Gründe.

- Églantine de Rochefort. - Églantine de Rochefort, ja.

Die du 40 Tage hast fasten lassen wegen eines Zwiebacks,

auspeitschen wegen einer Frechheit, aus dem Kloster verwiesen

wegen eines verliebten Blicks auf den Beichtvater.

Geschenkt! Unter einer Bedingung:

dass Ihr sie an eine Rothaut verkauft.

Die sollen sehr zärtlich sein.

An eine Rothaut!

Schwierig, an eine Rothaut.

- 40 Pistolen. - 50.

Du...

du bist Gold wert.

- 300. - 300?

Bei so einem Preis werde ich sie nicht los.

Beschwert Euch!

Aber teure Freundin, Ihr gebt sie doch nicht zum Schleuderpreis weg.

- Crassac de Merindol. - Éloïse d'Artagnan.

Die Tochter des berühmten...

Er hat eine Tochter? Von wem?

- Von meiner Mutter, Ihr Mörder. - Sie ist famos.

- Sie hat mich gebissen! - Gebissen?

Gütiger Gott, zeigt mir Eure Zähne.

Welche Heftigkeit, welche Kühnheit.

Welche Verschwendung.

Ich kaufe sie.

Erledigt. Ich bin erledigt

Die Engel, jetzt?

Was ich bräuchte, ist ein Kawa. Stark, sehr stark.

Was meint ihr? Aramis, wie viele Männer hat die Garnison?

100, 120, vielleicht 150.

Ich muss die Frau befreien, die ich liebe. Ich melde mich freiwillig.

- Wozu denn? - Hinter den feindlichen Linien

- Hilfe zu holen. - Aber Kleiner,

es gibt keine feindlichen Linien. Und die Hilfe...

das sind wir.

- Und ich? - Du siehst zu und betest.

- Gut. - Bitte, nach Euch.

Seid ihr sicher, es gibt keinen einfacheren Weg?

Das erinnert mich an meinen Besuch der Loire-Schlösser

mit meiner 2. Frau.

Entschuldigt.

Ich hatte bald genug davon. Doch das heute ist schlimmer.

Das ist zu viel für ihr Alter.

Oh, Herr, ich hoffe, ich mache mich nicht allzu lächerlich.

Aramis,

mit der Kraft unserer Hände.

Ja, leider nimmt sie ab...

die Kraft der Hände.

- Hört Ihr auch diesen Gesang? - Ich höre überhaupt nichts.

Ich kenne diese Art Wahn.

Der tritt bei leerem Magen auf.

Seltsam, dabei dachte ich, ich hätte den Psalm 70 erkannt.

Monsieur d'Artagnan, hört bitte auf, mir Steine auf den Kopf zu werfen.

Monsieur Duvallon, ich tue, was mir möglich ist, Himmelherrgott!

Was geht denn da oben vor?

Monsieur, ich steige hinunter, macht den Weg frei.

Monsieur, ich finde Euch höchst unverschämt.

Wir kommen zuerst.

Wir steigen hinauf.

Das ist sehr schwierig.

Und ich steige hinunter. Das ist noch schlimmer.

Diese Stimme...

Der Einäugige.

Das ist der Einäugige.

Der Einäugige von Mazarin!

So ist es, Monsieur. In besonderer und geheimer Mission.

- Die Stimme eines Toten. - Athos!

Athos?

Ihr? Ich steige wieder hoch!

Darum wollte ich Euch eben bitten.

Athos!

Was für ein Wunder!

Ich habe geweint an Eurem Grab!

D'Artagnan!

Mein lieber Freund, ich habe schon Messen für Euch lesen lassen.

- Ich werde Euch alles erklären. - Porthos!

Wo ist Porthos?

Das Schloss ist verlassen, völlig verlassen.

Da ist er.

Hört Ihr mir zu? Das Schloss ist verlassen.

- Keine Spur von Éloïse. - Verflucht, meine Tochter!

- Das ist der Einäugige! - Welcher Einäugige?

Das war noch anstrengender als die Loire-Schlösser.

Wollen wir nicht eine Kleinigkeit essen?

Sehr gute Idee.

Kann mir mal jemand erklären,

was wir hier tun?

Wir suchen meine Tochter und wissen noch immer nicht, wo sie ist.

Wie ich sagte, bei den anderen.

Welchen anderen?

Bei den Flügelhauben, den Betschwestern.

Die lieben Schwestern, wenn ich bitten darf!

Die lieben Schwestern, oder auch die guten Schwestern.

Wenn's Euch Freude macht.

Ich will nur wissen, wo sie ist.

Hier, er ist zwar kalt, aber...

Das ist Kaffee!

Ich trank ihn in... Venedig

Ausgezeichnet fürs Gedächtnis.

Hier, ich biete Euch auch welchen an.

Es ist verblüffend, wie schnell man sich daran gewöhnt.

Mit Partnern will ich kleine Läden eröffnen,

und wir bekommen das Monopol.

- Ich sehe sie! - Wen seht Ihr?

Die Flügelhauben, die Betschwestern, die guten Schwestern.

Dort.

Ich wusste doch, ich finde sie wieder.

Ich finde immer alles wieder.

Mein Capitaine, wegen der 4000 Laubtaler...

Keine Zeit, Planchet!

Und die Nonnen, bringt ihr sie unter Deck, ja oder nein?

Leinen los!

Holt den Steg ein! Schnell!

Weiter!

Heldenhaft, aber sinnlos.

Los, heb ihn auf!

Ich... kann damit nicht umgehen.

Ganz einfach: Du visierst an und stößt zu.

Es geht! Moment, hier, lest.

- Hab keine Zeit, was ist das? - Eine Wäscheliste.

- Ja und? - Die Botschaft ist die Wäscheliste.

- Nur eine Wäscheliste. - Ihr geht mir auf die Nerven.

Éloïse!

Éloïse!

Einen Augenblick!

Da wird gesungen, nicht?

Ein Degen mit Segen, mein Sohn.

Ich wusste es, da wird gesungen.

Das macht wütend, was?

Das reicht.

- Es ist nicht immer dasselbe Auge! - Nein, nicht immer.

Ihr seid so wenig einäugig, wie Ihr tot seid.

So ist das bei den Geheimdiensten, das gehört dazu.

Es schärft ein Auge und ruht das andere aus.

Ich suche Éloïse d'Artagnan.

- Wer seid Ihr? - Quentin, ihr Verlobter.

Habt Ihr etwas Scharfes dabei?

Was hast du denn damit vor?

Du wirst schon sehen.

- Bist du der Bischof? - Kommt darauf an.

- Worum geht es? - Die Beichte, schnell.

Das lässt sich machen.

Meine Herren, ich werde Euch etwas zeigen,

das Ihr im Leben nicht 3 Mal zu sehen bekommt. Aufgepasst.

Die Viper von Montparnasse. Aussichtslos.

Wie habt Ihr das gemacht?

Ich sagte doch, aufpassen. Also gut, nochmal.

Éloïse!

Sie ist in guten Händen, Ihr seht sie nie wieder.

Was sagt er?

Eure Seele soll sich waschen, denn gleich tritt sie vor Gott.

Versucht lieber, Eure Seele zu retten.

Ich bin getroffen, ich sterbe!

Éloïse...

Noch weiß ich nicht, wo meine Tochter ist.

Ich weiß es!

Ich habe diesem Mann die Beichte abgenommen,

- ich weiß alles. - Worauf wartet du denn noch, rede!

Nur, wenn Ihr mir die Hand von Éloïse versprecht.

Wenn du sie liebst, stellst du keine Bedingungen!

- Ich will die Zusage vor Zeugen. - Das ist Erpressung!

- Ja. - Rede, verflucht, oder ich...

- Es hängt nur an dir. - Porthos hat recht.

Gut...

Na schön. Redet, mein Schwiegersohn.

- Es ist so... - Augenblick!

Verlangte dieser Tote, bevor er starb,

- einen Priester? - Ja.

- Ich bin Priester. - Ja.

- Ihr nahmt mein Amt an. - Ihr wart beschäftigt.

- Da ruft man! - Er lag im Sterben.

Da lässt man ihn warten!

Was er Euch gesagt hat, war für meine Ohren bestimmt. Gehen wir.

Los.

Er ist immer noch so empfindlich.

Ich dachte, er hätte sich verändert.

- Weißt du noch, das Taschentuch... - Redet nicht davon.

Unser Freund wird das Schwiegersöhnchen aushorchen.

Éloïse ist in der Gewalt von Crassac, richtig?

- Richtig. - Hat sie ein Geheimnis gelüftet?

- Ja ein Komplott. - Ich höre.

Die geplante Ermordung des Königs.

Unmöglich, das ist nicht mehr in Mode.

Seit Ravaillac hat niemand... Er müsste verrückt sein.

Crassac ist verrückt. Redet!

Nein, wartet. Die Krönung ist in Reims.

Vor Reims ist Chazeilles, wo sich der Hofstaat versammelt.

Das sagte er.

Wir retten den König, er wird gekrönt,

d'Artagnan tritt wieder in seinen Dienst und Ihr...

Ich will Bischof werden von Angoulême, Cognac und Jarnac.

- Wie soll... - Doch, man empfängt Euch bei Hof,

ein Wort hier, ein Wort da. Sind wir uns einig?

Nicht vergessen: Angoulême, Cognac und...?

- Jarnac? - Jarnac, sehr gut.

Aber es ist nicht dasselbe Auge!

- Nein, nicht immer. - Er sagte, das gehöre dazu.

Ich erlaube ihm zu sagen, was er weiß.

- Nicht nur von Éloïses Entführung. - Was denn noch?

- Man will den König ermorden. - Den König?

- Und meine Tochter? - Sie bringen sie nach Chazeilles.

Nach Chazeilles!

Oh weh, mein Kreuz.

Meint Ihr nicht auch, er trägt die Augenbinde an der falschen Seite?

Mag sein.

Keine Angst, meine Kleine, Ihr seid meine Geisel.

Man misshandelt keine Geisel, wenn man Verstand hat.

Nur muss man den haben.

Welcher Witz. Ich liebe Witz.

Ich adoptiere und heirate sie.

Niemals!

Das war ein Scherz. Was denkt Ihr denn?

Clovis!

Schlaft Ihr denn nie?

Schlafen, wozu?

Ausruhen, träumen.

Meine Träume sind schlimmer als mein Leben.

Ich weiß, Monsieur Labédie.

Was ist mit ihm?

Es war vielleicht falsch, ihn zu vergiften.

Er war ein Ungeheuer.

Er hat mich vergewaltigt.

Rückfällig, verurteilt wegen Prostitution,

geflohen aus dem Gefängnis Saint-Lazare...

Das weißt du auch?

Mutter Thérèse... Hat sie dir alles erzählt?

Nein.

Sie hat Euch geliebt.

Auf ihre Art, aber sie hat Euch geliebt.

Ich habe es in dem Buch gelesen.

Ihr habt die Seiten zerrissen, aber ich konnte es lesen.

Wer getan hat, was da stand, wird nie wieder Schlaf finden.

Das Gute an Hämorrhoiden ist,

man vergisst seinen Rheumatismus.

- Auf geht's, meine Herren. Auf! - Augenblick.

Nein!

Ihr erlaubt.

Es ist mir ein Vergnügen.

Undankbare.

Frankreichs Glocken verkünden morgen Eure Thronbesteigung.

Es erschreckt Euch hoffentlich nicht,

wenn ich dem vorgreife, was in wenigen Stunden wahr wird.

Auch wenn ich mich wiederhole,

will ich Euch noch einige Ratschläge geben, vielleicht zum letzten Mal.

Zeigt Größe, zeigt Stolz, zeigt, dass Ihr der Einzige seid.

Vertraut die Geschäfte nur den Zuverlässigen an,

auch wenn sie schlechter sind als manche Koryphäen und Schmeichler.

Nehmt Colbert, nehmt Le Tellier, Louvois, wenn Ihr den bevorzugt.

Gewinnt Turenne, geht zu Vauban.

Nicht zu Condé, nicht zu Rohan. Zu überheblich.

- Gondi? - Nein!

Zu durchtrieben. Capito?

Paris ist eine wunderliche und eitle Stadt.

Zieht lieber auf das Land.

Alle, die zählen, werden Euch folgen.

Versailles wäre gut.

Die Frauen.

Ich weiß, Ihr liebt Frauen. Zu viel.

Nicht, dass Ihr die Frauen zu sehr liebt, Ihr liebt zu viele.

Und zu viele auf einmal. Vor allem, schenkt Euer Herz keiner.

Sie würde sich darauf setzen wie auf einen Thron.

Ihr könnt Euch nicht mit England und Spanien vermählen.

Wählt, und gebt das andere Land Eurem Bruder.

- Monsieur? Aber... - Ja, ich weiß,

es ist schon sonderbar, ihn Monsieur zu nennen.

Noch mehr der Gedanke, ihn zu verheiraten.

Aber es wäre gut für das Königreich,

durch Ehen seine Feinde zu besiegen.

Ah, der Stil!

Ihr müsst keinen neuen Stil erfinden.

Louis-treize ist sehr gut.

Man könnte ihn bereichern.

Mehr Verzierungen, mehr Gold.

Nein, glaubt mir, Louis-treize.

Gut, wir werden sehen.

Ich versuche nur zu retten, was zu retten ist.

Warum liebt man Euch nicht, Kardinal?

Hätte man mich geliebt, hätte ich mich vielleicht als König gesehen.

Ich war nur der Staat.

Kann man nicht beides sein, Staat und König?

Das entscheidet Ihr nach der Krönung.

Der König bin ich, der Staat bin ich.

Ich werde Euch vermissen, Kardinal.

Ich darf wohl daraus schließen, dass Ihr mich entlasst.

Ich habe Euch immer viel Liebe entgegengebracht.

Ich habe Euch immer bewundert.

Wenigstens das.

Heute mag ich Euch ein wenig.

Ich habe das Edikt von Nantes vergessen.

Er darf es niemals widerrufen.

Ich habe die königliche Kutsche gesehen, Mazarins, 20 weitere.

Es sind viele Soldaten hier.

Zum Schutz des Königs, das ist normal.

- Auch Crassacs Leute sind da. - Das ist weniger normal.

Das heißt, er ist hier, somit auch Éloïse.

Meine Freunde, mein Entschluss steht fest.

Ich habe Euch hineingezogen in dieses Abenteuer,

mein Kind in die Hände dieser Canaille gejagt,

ich stehe zu meiner Verantwortung.

Ich werde sie befreien, allein.

- Aber nein. - Allein!

Vermutlich stehen vor jeder Tür 3 Männer, Wachen in den Gängen...

Ich habe einen Plan.

Für Éloïse! Für Frankreich!

Für den König.

So ein Hitzkopf!

Er, damals, mit seiner gelben Stute.

- Vor 20 Jahren. Und etwas mehr! - Welche Farbe hatte die Stute?

Gelb, warum?

Ach, mein Ludwig.

Wie schade, diese Krone. Du solltest mich behalten.

Du sagst doch selbst, ich ficke wie eine Königin!

Sei still. Sei ganz bei der Sache.

Oh Ludwig! Ludwig!

Éloïse?

Das ist doch nicht möglich!

Wie kannst du es wagen!

Ich ließ dich bei den Nonnen erziehen,

und du schläfst mit dem Erstbesten!

Oh, verfluchter Mist! Zum Teufel auch!

Oh, Majestät!

Wärt Ihr kein Neger, hielte ich Euch für...

Der ist es. Ich bin's... Oh Gott!

D'Artagnan!

Leider. Majestät.

Wisst Ihr, dass ich zusammen mit Éloïse mit dem Reifen gespielt habe?

Madame, wir setzen unsere Besprechung später fort,

geht in Euer Bett,

das Ihr als anständiges Mädchen nie hättet verlassen sollen.

Ob König oder nicht, Männer sind doch alle Rüpel.

Halt, Monsieur. Ihr seid zu schmutzig.

Habt Ihr Grund, mich beim Staatsakt zu stören?

Einen sehr guten sogar, Majestät.

Ich suche die Person, die mir am teuersten ist.

Nach meinem König.

Éloïse Adélaïde Jeanne d'Artagnan, meine Tochter.

- Ihr sucht sie bei Mönchen? - Man hält sie hier gefangen.

Unter meinem Dach?

Majestät, verzeiht, dass ich...

Ich glaubte, ein Geräusch zu hören.

Herr Kardinal, ich habe eben von d'Artagnan Schreckliches erfahren.

Man sagte mir, Ihr wärt mit dem Alter ergraut.

Also bitte, Kardinal! Keine Albernheiten jetzt.

Es gibt ein Komplott, gegen den König, den Staat, mich.

Ja, Majestät. Ich weiß.

Ich habe den Einäugigen darauf angesetzt.

- 12 Flügelhauben aus holländisch... - Nein, erklärt es ihm.

Nur eine Wäscheliste,

die falsch gedeutet wurde. Ich habe Beweise.

Ach ja?

Was ist mit "Tanz, Schmetterling, tanz, die Liebe gleicht dir"?

Auch nichts.

Ein Gedicht meines zukünftigen Schwiegersohns.

- Ach ja? - Ja, Monsieur. Ja.

Eure Einäugigen und Brieftauben kosten mich ein Vermögen.

Das einzige echte Komplott scheint Euch völlig zu entgehen.

Worum geht es?

Um den Tod eines Königs, jung und schön.

Den Tod eines Ministers, klug und weise.

- Und wann? - Morgen, hier.

Er nannte mir die Verschwörer.

Herzog, Herzog, nochmal Herzog. Unsäglich!

100 Degen im Dienst des Verbrechens.

Ihr habt bereits den Thron gerettet.

Das war zu einer Zeit, als ich noch nicht in Ungnade gefallen war.

Seine Majestät vergibt Euch, nicht wahr?

Hört auf, für mich zu sprechen!

Ich vergebe Euch.

Eure Majestät, habt Ihr vielleicht etwas, um...?

Ich verlange nichts Unmögliches.

Ihr eignetet Euch die Justiz an,

Ihr die Flotte, Ihr das Steueramt.

Ich will Flandern. Gebt mir Flandern.

Ich bin ein großer Jäger, und dort gibt es riesige Hasen.

Ihr bekommt Flandern. Aber nicht Elsass und Lothringen.

Wie? Elsass und Lothringen sind doch mir versprochen.

Es reicht! Wenn Ihr in dem Ton fortfahrt,

werdet Ihr bald keine Herzöge mehr sein!

Und Ihr da singt weiter, aber ein wenig falsch.

dafür bezahlt man Euch.

Ja, aber vergesst nicht, was Ihr mir versprochen habt.

Das Kloster der Ursulinen, die Pfründe von Chaillot.

Chaillot? Was höre ich da? Chaillot, das...

- Aber mein Neffe... - Meine Herren!

Herrgottnochmal, singt Ihr endlich?

Messieurs, meine Freunde, Einigkeit. Einigkeit ist unsere einzige Chance.

Jeder Eigennutz schadet der Sache.

Anstelle von 10 zersplitterten Köpfen sollte nur einer bestimmen.

- Der Ihre, Crassac. - Natürlich.

Ich plante auch das Ganze.

Diese Dynastie ist am Boden.

Ich gründe eine neue, mit neuem Blut.

Ich werde mich vermählen. Mit einer Jungfrau.

Aus niederem Adel, aber mit Kampfgeist.

Ihr Name?

Ihr Name, ja, ihr Name!

Éloïse d'Artagnan!

Crassac will dich heiraten.

Kann ich was dafür? Ich werde mich weigern.

Heute vielleicht, aber morgen?

Mir hatte er alles versprochen. Geld, Macht, Liebe.

Sagt nur, Ihr liebt diesen Narr.

Warum nicht?

Er ist mit Glück gesegnet.

Er ist nicht nur ein Narr, sondern ein glücklicher Narr.

Und dem Thron so nah.

Ich lasse mich nicht kaufen für eine Krone.

Wenn er mich verlässt, bin ich verloren.

Ich kenne zu viele.

Es gibt Gute und Böse.

- Jeder kann sich ändern! - Wohl wahr.

Die Guten können böse werden.

Doch nie ist es umgekehrt.

Tötet Ihr mich, habt Ihr ein Gespenst mehr in Euren Träumen.

Warum dich töten?

Es genügt, dich zu vergessen.

Seit der Inquisition ist das Kloster bekannt für seine Verliese.

Verliese...

Schönes Wort, oder?

Klingt wie Naschwerk oder ein Scherz.

Nein, das werdet Ihr nicht tun.

Es ist zu spät.

Früher waren die Dinge einfacher. Demütigung, Rache, Gift.

Aber nun habt Ihr alles verloren, Ihr habt Angst.

Fordere mich nicht heraus.

Wenn Ihr mir helft, seid Ihr weniger allein.

Ihr seid natürlich alle eingeladen

zu meiner Hochzeit mit Éloïse d'Artagnan.

Die Hochzeit findet in Paris statt, in meinem Palast, dem Louvre.

Welche Hochzeit?

Dieser Mann ist ein Lügner. Ich bin Éloïse d'Artagnan

und heirate niemals diesen Mörder.

Gott im Himmel, was macht Ihr denn hier?

Wer hat Euch befreit?

Églantine!

Aber warum habt Ihr das getan? Ich hätte sie geheiratet,

aber Ihr wärt meine Favoritin geblieben.

Das ist doch recht schön, Favoritin. Oder?

En Garde, Herzog. Ich fordere Sie vor Gott heraus.

- Crassac! - Was, Crassac? Sie ist ein Kind.

Ich duelliere mich nicht mit einem Kind.

Wer sich mir nähert, spieße ich auf.

- Vater! Wo ist mein Vater? - Hier, meine Tochter!

Das tut weh, was?

Deine Nachricht war nur eine Wäscheliste!

Und die Verschwörung war keine Verschwörung?

Das ist doch schlimm. Sie will immer Recht behalten.

Ich habe recht!

Denk daran, was ich dir gesagt habe. Garde basse!

Ärgerlich, dieser geheime Stoss, jeder kennt ihn.

Man muss dabei die Sonne im Rücken haben.

Und wo ist hier die Sonne? Narr!

Narr? Das ist ein bisschen stark.

Ist Eure Klinge etwa länger als meine?

Was für ein Schlamassel. Ihr habt alles verdorben.

Ich hätte mit Euch das Kaffee-Monopol geteilt.

Meinen Namen...

Nun wirst du bezahlen.

Keiner feilscht um die Ehre, eine Crassac zu werden,

auch nicht, wenn man dafür die Beine spreizen muss.

Ihr habt wirklich alles verdorben.

Was ist das denn?

Der Stich ist anfechtbar, Capitaine.

Sie ist meine Tochter.

Die Töchter.

Ja, natürlich.

Seine Tochter.

Sieh sie dir an, Éloïse. Sie sind beruhigt, alle Gefahr ist beseitigt.

Der Hof kehrt zu seinem König zurück wie die Hennen in ihr Nest.

Nun, ich bin erschöpft.

Todmüde.

Ich bin am Ende, mein Kind.

Schmerzt dich etwas?

Ob mich etwas schmerzt?

Alles schmerzt mich.

Auch die Stellen, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt.

Ich hatte Angst um dich.

Du hast gegen Männer gekämpft, die keine Anfänger waren.

Ich kenne sie. Cavagnac, 16 anerkannte Siege.

Choussaume der Ältere, 26.

Der kleine Percepied, mindestens 30.

- Eine Heidenangst. - Ich hatte um dich auch Angst.

Um mich?

Aber, Éloïse, ich bin zwar eingerostet,

aber meine Klinge ist immer noch scharf.

Und ich war stolz.

Stolz? Auf mich?

Ist das wahr?

Stolz auf mich?

Da hätte man schon blind sein müssen.

Du warst so schön im Gegenlicht.

So strahlend.

So voller Leben.

- Weißt du, was mich freute? - Was?

Wenn du ein Kleid anziehen würdest.

Ein Kleid?

Sei es auch nur für die Krönung.

Vor dem König ist ein Kleid gediegener.

Es sei denn, du bist auch gegen die Krönung.

Genau. Das wäre doch schön. Keine Krönung. Wir gehen nach Hause.

- Ich erzähl dir von meinen Plänen. - Du hast Pläne?

Um eine Familie zu gründen,

muss ein Mädchen nähen können. Das kannst du nicht.

Du kannst nicht kochen, nicht sticken

- und keine Konfitüre machen. - Kann ich wohl.

Nach altem Rezept?

- Jedenfalls kann ich kämpfen. - Das verbiete ich dir.

- Der König wird mich brauchen. - Wofür?

Niemand vereitelt Komplotts besser als ich.

Du vereitelst sie nicht, du erfindest sie.

- Nein, ich decke sie auf. - Du fabrizierst sie.

- Nein, ich stoße auf sie! - Du bildest sie dir ein.

- Ich enthülle sie. - Du träumst sie.

Ich erkenne, bezwinge, ersticke sie!

- Oh, Éloïse! - Papa!

Éloïse d'Artagnan.

Quentin, mein Verlobter.

Dem ich treu bleibe, nehme ich an.

Ihr kennt meinen Vater.

Capitaine d'Artagnan, zu Euren Diensten, Majestät.

Meine Freunde.

Athos.

Porthos.

Aramis.

Die Feinde: Églantine de Rochefort.

Herzog von Crassac,

Graf von Merindol, Marquis de Blaisemont...

Ich weiß es selbst nicht mehr, die Geschichte wird urteilen.

Das hat sie schon.

Es sind 4000 Laubtaler.

Eins, zwei.

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