All language subtitles for Liebesnächte in der Taiga 1967

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Original subtitles

Antworten Sie endlich.

Machen Sie weiter. Das gefällt Ihnen anscheinend.

Wie war Ihr Auftrag?

Also noch mal von vorn.

Wo ist Ihr Hauptquartier?

Ihr braucht bloß die richtige Antwort zu geben.

Feste anziehen.

Was gesagt?

Sie haben... Ihr... Ihr Hosenschlitz ist offen.

Sie können aufhören, Sergeant.

Bringt die beiden das Sazeret.

Ein richtiger kleiner Erholungsurlaub. Sie brauchen nur das Stichwort zu geben

und schon wird die Prozedur abgebrochen.

Ist das schon mal vorgekommen?

Oh, das tut mir keine Ahnung.

Mir ist bei der Idee, einen Mann dort hinzuschicken, auch nicht sehr wohl,

Sir. Aber die Satellitenaufnahmen bringen uns nicht weiter. Die Auswertung

ist auf einem toten Punkt angelangt.

Aber wie kommen Sie ausgerechnet auf dieses gottverlassene Nest in Sibirien?

Diese Raketenbasis steht für ein halbes Dutzend andere, die auch gerade im Bau

sind. Diese hier nennt man aus Vestograd, Sternenstadt.

Sie soll zu einem Raumfahrtzentrum ausgebaut werden.

Und wie wollen Sie unseren Mann dort einschleusen? Ja, es gibt da eine

Möglichkeit. Denn wenn ich mir den richtigen Mann ausgesucht habe, brauche

ich nur noch ein bisschen Glück. Dann lotse ich ihn sogar in den inneren

Sperrgürtel von Komsa.

Wen haben Sie ausgesucht?

Einen meiner besten.

Er ist in Riga geboren, naturalisierter Amerikaner und spricht akzentfrei

Russisch. Kalt wie eine Hundeschnauze.

Hallo, Schwester.

Heute Nacht habe ich nach Ihnen geläutet, aber leider hat nur der

Sanitäter nach mir gesehen.

Wenn Sie krank wären, würden wir uns bestimmt Tag und Nacht um Sie kümmern.

Der Chef wird sich freuen. Sie sind gesund, also werden Ihre Betten frei.

Süß, kalt und ein bisschen fad.

Er meint die Limonade.

Sie würden uns sehr verpflichten, wenn Sie uns eine Flasche Gin spendierten.

Vielleicht so als Nahkampfzulage.

Ich bringe Ihnen nachher ein Beruhigungsmittel.

Ein wahrer Jammer. Sie hat es mit dem Chef.

Na? Ja.

Danke.

Wo die uns wohl als nächstes hinverfragt. Zusammen, denkst du?

So viel Schwein gibt es nur einmal.

Ich wette, den Kram werden wir nie brauchen.

Da wird man auf Yed Kong gedrillt, aber eingesetzt werden wir bei den Eskimos.

Weiß Gott, da ochsen wir nun russisch, malayisch und chinesische Dialekte.

Und dann testen sie uns, ob wir auch schön die Schnauze halten können.

Na dann, Prost. Prost.

Tobarisch? Wie ich sehe, spielen Sie Ihre Rolle schon ganz ausgezeichnet.

Wieso spiele ich denn eine Rolle?

Ich meinte, ich hätte Sie davon überzeugt, dass ich ein Holzfachmann

bin. Genosse Betriebsingenieur Pavel Antonovich Semyonov.

Nicht schlecht.

Und wie gefällt Ihnen der Auftrag?

Wenn Sie so fragen, ich bin nicht sehr begeistert.

Aber einer muss ja den Job übernehmen.

Ich hoffe, Sie drücken mir die Daumen.

Nur ob das genügt?

Lesen Sie, wir erwarten einen Spezialisten.

Der CIA?

Was ist, wenn die Amerikaner ihren Mann schon durchgeschleust haben? Das wäre

unangenehm.

In Moskau gefällt es mir nämlich ganz gut.

Die Genossin Barankova.

Genossin Ludmilla Barankova.

Was für eine Freude, Sie hier zu sehen.

Habe ich nicht versprochen, dass ich vor der Abreise noch mal reinschaue? Also,

dann werde ich mich damit abfinden müssen.

Sehr schade.

Das ist mein Adjutant, Marfa Babinskaya. Guten Tag.

Tag auch. Weshalb haben Sie sich nicht wenigstens für Odessa entschieden? Oder

für Sevastopol?

Was haben Sie gegen Sibirien? Heute ist das ein ganz junges Land. Ah, und ein

junges Land braucht junge Menschen.

Aber auch bei uns gibt es Aufgaben. Sie könnten ebenso gut hierbleiben.

Ja, aber nur als Frau Obest-Karpurin.

Ich schicke eine Nachricht an den Genossen Ignatie vom KGB in Komsar.

Sollten Sie irgendwelche Probleme haben, brauchen Sie sich nur an ihn zu wenden.

Aber als politische Sekretärin unterstehe ich nicht dem KGB. Ich muss

mit meinen Sorgen allein fertig werden.

Ah, Komsar ist militärische Sperrzone.

Eine der wichtigsten Raketenbasen unseres Landes. Und Sie können sich doch

wohl vorstellen, wie interessant dieses Gebiet für manche Menschen ist.

901 nach Warschau und Moskau.

Die Passagiere werden zu Flugsteig 7 gebeten.

Was

versprechen

Sie sich von der internationalen Modetournee nach Moskau und Leningrad?

Es ist eine Goodwill-Reise und... 901, Abflug nach Warschau und Moskau,

Flugsteig 7.

Wir danken den Journalisten.

Wenn Sie den Fensterplatz wollen. Nein, danke. Ich werde doch nur schlafen.

Seit gestern bin ich schon unterwegs. Ich habe kein Auge zu bekommen.

Ich bin Bibi Randall aus New York.

Mein Name ist Germaine. Ich bin schrecklich gespannt auf Moskau. Ich

habe mir ein großes Programm vorgenommen. Sie auch?

Na ja, wir bekommen den Flugplatz zu sehen und gerade eben das Hotel und

vielleicht noch irgendein Ballett.

Was ist da schon dran?

Die von Bolshoi sind gerade in Paris.

Hallo. Ich glaube, wir kennen uns.

Es muss ein Irrtum sein.

Seien Sie herzlich willkommen.

Ich hoffe, Sie hatten einen guten Flug.

Ich bin Marfa Babinskaya vom russischen Modekombinat und stehe Ihnen für die

Zeit Ihres Aufenthalts als Dolmetscherin zur Verfügung. Die Pässe der

Modedelegation. Ich werde Sie eintragen und morgen zurückgeben. Ich möchte

vorschlagen, dass wir uns in einer halben Stunde zu einem kleinen Empfang

treffen. Und jetzt zeige ich Ihnen den Weg zum Leben.

Entschuldigen Sie, aber wir haben uns doch schon irgendwo gesehen.

Mein Name ist Hürdemann. Ich vertrete ein paar Schweizer Zeitungen. Hürdemann

aus Zürich. Ich würde schwören, wir haben uns in New York getroffen.

New York? Oh nein. Ich bin ganz sicher, dass Sie sich da irren müssen.

Ich war noch nie dort.

Einmal war ich in Los Angeles. Ich bin über den Nordpol geflogen.

Kann ich einmal die Piste sehen? Bitte, genau sehen.

Danke.

Hürlimann, 336.

Geben Sie ihm ein V-Zimmer.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Moskau.

Ich danke Ihnen.

Haben Sie noch einen Wunsch, Gospodin? Danke, es ist alles in Ordnung.

Los, schalten Sie ein.

Herein.

Na, was ist?

Erinnerst du dich immer noch nicht an mich?

Hilft dir das vielleicht?

Oder das hier? Bitte verstehen Sie mich richtig. Es tut mir schrecklich leid.

Ich sehe Sie zum ersten Mal, Ihre so charmante Erkennungsmarke.

Du willst dich also nicht erinnern?

Auf diese Erkennungsmarken warst du doch damals ganz wild.

Ach, Liebling, ich bin so froh.

Ich hätte mir sonst einen Daumenkorsaken geschnappt.

Aber du bist mir Liebe.

Ich muss sagen, als Schweizer ängstigen mich solche Temperamentsausbrüche. Hast

du Schweizer gesagt?

Wenn du mich hier verschaukeln willst, im Waldorf Astoria haben wir uns

getroffen, auf dem Dachgarten im letzten Jahr, du trauriger Emmentaler.

Hast du das etwa auch vergessen? Du warst gerade befördert worden und hast

ganz schön angegeben.

Also los, erzähl schon. Warum spielst du mir dieses Theater vor? Ach, Bibi.

Darf man als Mann und Kind so entsetzlich dämlich sein?

Wir sind hier nicht in New York und dies ist nicht das Waldorf Astoria.

Ist dein Minigehirn damit überfordert?

Verstehe bitte, ich muss jetzt etwas tun, was dir gar nicht gefallen wird.

Sofort alle Ausgänge schließen.

Etagendienst, dritter Stock, bitte melden, bitte sofort melden, bitte

sofort melden.

Etagendienst, dritter Stock, ja bitte.

Ja,

ja ich habe verstanden.

Bitte schicken Sie noch ein paar Leute rauf.

Ja natürlich.

Der Lift ist noch fürs Personal.

Ich bin im falschen Stockwerk.

Hilfe!

Hilfe!

Ich will raus!

Hilfe!

Wo ist Gospodin Hörlimann?

Helfen Sie mir bitte, dem Mann ist schlecht geworden.

Hier liegt er. Vor einer Minute war es. Er ist gerade mit dem Fahrstuhl von oben

gekommen. Kümmern Sie sich um ihn.

Los, Tempo, Sie kontrollieren die Lagerräume.

Ihr sucht den Heizungskanal ab.

So, Sie gehen auch mit ins Lager.

Was ist mit der Wäscherei? Alles durchsucht?

Das K-Buch hin, bitte schnell!

Es ist eine Verwechslung gewesen, bestimmt.

Ich habe den Herrn vorher nie gesehen.

Ach, Liebling, ich bin so froh.

Ich hätte mir sonst einen Donkosacken geschnappt.

Aber du bist mir Liebe.

Ich muss sagen, als Schweizer ängstigen mich solche Temperamentsausbrüche. Hast

du Schweizer gesagt?

Wenn du mich hier verschaukeln willst, im Wald auf Astoria haben wir uns

getroffen, auf dem Dachgarten im letzten Jahr, du trauriger Emmentaler.

Hast du das etwa auch vergessen? Du warst gerade befordert worden und hast

ganz schön angegeben.

Zu welchem Dienstgrad?

Was kann Sie das interessieren, wo es sich doch um jemand anderen handelt?

Ich glaube Ihnen.

Aber um wen hat es sich dann gehandelt?

Ich möchte endlich den Namen wissen. Also, wer ist es?

Pavel Antonovich Semyonov, geboren 21.08.1930 in Saroschko, Jasmolensk.

Und wer ist der Vater?

Nikita Porfirovich Semyonov, Werkzeugmacher, gefallen in Kiew am 5.

März 1944. Der Tebit.

Sind Sie sicher, dass Ihnen niemand hierher gefolgt ist?

Wäre ich sonst gekommen?

Und Ihre Fingerabdrücke?

Bitte gehen Sie wieder nach oben!

Gospelin Semyonov, bitte!

Ich will mir doch wenigstens den Bedauernswerten ansehen, der an meiner

Stelle nach Komsar geht.

Halten Sie sich an die Vereinbarung! Verschwinden Sie in Ihr Zimmer!

Ich werde an Sie denken, wenn ich auf den Champs-Élysées sitze und mein

Aperitif trinke, Genosse Semyonov.

Bitte Pass und Passierschein.

Genosse Semjonov. Danke.

Augenblick, Genosse, ich komme gleich.

Hatten Sie Olenek gesagt?

Ja, Olenek.

Der Waggon ist eben nun mal leider nach Olenek gegangen.

Soll ich mich deswegen erschießen?

Sie Blödling! Die Genossen aus dem Holzkombinat werden uns beide aufhängen,

Sie und mich. Die kriegen schon seit vier Tagen nichts anderes als Konserven

zu futtern.

Glauben Sie, das machen Sie noch lange mit?

Na schön, ich habe Schuld, aber was soll ich denn nun machen? Irren ist doch

menschlich. Haben Sie sich nie geirrt?

Dämliche Frage.

Glauben Sie, ich lebe in diesem Drecknest, weil ich es so liebe?

Ah, unser neuer Betriebsingenieur. Wir warten schon auf ihn. Mein Name ist

Dabrowski. Ich bin der Leiter des Holzkombinats.

Freut mich, Genosse Dabrowski. Nett, dass Sie mich abholen.

Lohnt es Sie überhaupt, die Dokumente wegzustecken? Man hat mich auf dem Weg

von Smolensk erst ein gutes Dutzend Mal kontrolliert.

Natürlich. Unser neuer politischer Sekretär wird Sie noch sehen wollen.

Aber dann ist Feierabend.

Na ja.

Die Unterkünfte.

Ich zeige Ihnen aber vorher noch die Werkhallen.

Bei diesem Fraß wird unsere Politbini wohl schnell wieder nach Moskau

abdampfen.

Wer ist Ihr Brigadeführer?

Ich werde ihn fragen, ob Ihre Leistung so gut ist wie Ihr Mundwerk.

Sagen Sie selbst, Genossin Sekretär, ist diese Suppe gut genug für einen

Werktätigen, der zehn Stunden lang am Tag arbeitet?

Sie wissen es doch genauso gut wie ich, Genosse. Der Waggon ist... Der

Stationsvorsteher hat ihn nach Olleneck geladen. Na schön, der

Stationsvorsteher.

Es interessiert uns nicht, wer Schuld hat.

Wir wollen satt werden und es soll uns schmecken. Wenn Sie sich beschweren

wollen, Genosse, dann wenden Sie sich an den Lagerleiter Dabrowski.

Er ist dafür verantwortlich.

Und wozu sind Sie hier Genossensekretär, wenn die Frage erlaubt ist?

Unsere Gesinnung ist nämlich in Ordnung.

Bloß mit dem Süppchen stimmt was nicht.

Gab es in Moskau auch so einen Schweinefraß?

Kein Schweinefraß kann so schlecht sein wie Ihre Manierengenosse. Verstanden?

Ich steh erst mal deine Rotznase ab, Töchterchen, bevor du mich beleidigst.

Heben Sie das auf!

Heben Sie das auf!

Ich hab gesagt, aufheben!

Ich hole dir noch einen Schlag aus der Küche, Oma.

Genosse Nudmila Barankova, Genosse Semjono.

Pavel Antonovic.

Willkommen.

Es wird sich hier manches ändern, Genosse. Die Leute haben ja recht, wenn

sie meuten. Was soll ich denn antworten, wenn sie sich beschweren? Immer nur

dumme Ausreden. Wer arbeitet, muss satt werden. So.

Und nun kümmern Sie sich gefälligst um den längst überfälligen Verpflegungsrat.

Aber das kann ich Ihnen sagen. Der wird sich wundern. Dieser Bär wird sich nicht

nochmal beleidigen. Das ist meine Sache.

Kümmern Sie sich um den Waggon.

Warte, Bursche.

Ich will mich ja nicht einmischen, Genossensekretär, aber was haben Sie mit

ihm vor?

In Sibirien ist er ja schon.

Sie haben anscheinend etwas gegen Sibirien, Genosse Semyonov.

Oh nein, durchaus nicht. Im Gegenteil.

Seit zwei Minuten bin ich davon überzeugt, dass es mir noch sehr viel

Hübsches bieten wird.

Da will ich nur hoffen, dass Ihre Begeisterung anhält, Genosse Semyonov.

Viel Spaß.

Ich habe noch eine Frage, Genossin Sekretär.

Lässt es sich einrichten, dass ich mich morgen im Laufe des Tages dem Chef der

Raketenbasis vorstelle?

Können Sie das für mich arrangieren?

Tut mir leid. Genosse Kuznetsov sagt schon, wann er Sie zu sehen wünscht.

Wiedersehen. Wiedersehen.

Es ist eine Frage der Zeit.

Ich warte nur noch auf die Liste der vorrangigen Rüstungsprojekte.

Ihr Bericht bitte. Die wichtigsten Projekte sind im Raum Novosibirsk,

Olenek und Komsar. An die Raketenbasen mit sensationell niedrigem Countdown.

Und das Raumfahrtsprogramm?

Das ist ebenso interessant.

Die Funküberwachung hat einen Spruch aufgefangen. Er ist zum Teil

entschlüsselt worden. Es scheint ein Zusammenhang zu bestehen zwischen der

Flucht des Amerikaners und dem Bericht seines aufgeschreckten V-Mannes. Wo hat

man ihn aufgefangen?

Ja, das war hier.

Hier im Raum Gorki-Brücke.

Es handelt sich sehr wahrscheinlich um den Sender, den die Funküberwachung

schon seit Wochen anpeilt.

Warum hörst du nicht auf mich?

Warum fahren wir nicht sofort zu meiner Schwester nach Kalinin?

Glaubst du, wir können hier von einem Tag auf den anderen verschwinden?

So was muss vorbereitet werden.

Aber nächste Woche ist es vielleicht zu spät.

In Kalinin wirst du dich erholen, mein Träubchen.

Bis dahin müssen wir durchhalten.

Drei, zwei...

Eins.

Null Uhr.

Schon wieder aus, dieser feige Hund. Kann er nicht mal zehn Sekunden länger

dranbleiben? Jedes Mal entwischt er mir.

Leutnant, notieren Sie.

FS, Verteiler Schlüssel D1.

Sämtliche Rüstungsbetriebe und militärischen Stützpunkte der

Geheimhaltungsstufe 1 bis 5 melden ab sofort sämtliche Neuzugänge im Alter von

30 bis 45 Jahren, die seit dem 3. Oktober eingestellt worden sind.

Fingerabdrücke und Lichtbild sind zu beschaffen.

Los, mach auf, Schranke hoch!

Dabrowski, der Ärmste, wartet schon drei Jahre und ich, Sonntagsjunge, werde dem

Chef schon nach fünf Tagen vorgestellt.

Wem verdanke ich diese Ehre?

Ich dachte, es würde den Genossen im Holzkombinat ganz gut tun, wenn sie mal

einen Tag Ruhe vor unserem Sonntagsjungen haben.

Ist das ein Kompliment?

Jetzt nach links.

Ihr Freund Ivan.

Ich habe schon auf Sie gewartet. Kommen Sie rein.

Nochmals, Genosse Kuznetsov ist ein besonders wichtiger Mann.

Und er weiß es.

Respekt geht bei ihm über alles.

Tut mir leid, aber ich muss Sie vor unserem Betriebsingenieur warnen.

Immerhin eine originelle Einführung. Wenn Sie nicht auf ihn aufpassen,

krempelt er Ihnen Ihre ganze Organisation um.

Im Holzkombinat bringt er uns zur Verzweiflung. Bitte setzen Sie sich.

Es ist mir schon ein wenig peinlich, wie sehr die Genossin mich ins Herz

geschlossen hat. Aber überall, wo wir hinkommen, streicht sie mich so heraus.

Herein.

Verzeihung. Die Statik schickt nach den Unterlagen für den Bauabschnitt 17-2.

Ich schlage vor, wir trinken ein Gläschen. Aber Genosse, auf nüchternen

Magen?

Danach sind wir ja nicht mehr nüchtern.

Lassen Sie bitte Wodka und Sarkuska aus der Kantine besorgen.

Ah,

Genossen Ludmilla, kommen Sie doch bitte mal einen Augenblick zu mir.

Hier ist eine Anfrage aus Moskau über die Neuzugänge seit dem 3. Oktober.

Seit dem dritten.

Na ja, dann können Sie mich ja gleich melden. Ich kam am fünften.

Weil Sie schon mal hier sind, lassen Sie am besten Ihre Fingerabdrücke hier.

Wenn die Neuzugänge gemeldet werden müssen, stoßen Sie unweigerlich auf

Heller. Ein paar Tage braucht er bestimmt noch.

Ein paar Tage. Ein paar Wochen, möchte ich sagen.

Nehmen wir mal an, er schafft es.

Und hat die ganze Meute auf dem Hals.

Was können wir da noch für ihn tun?

Nichts.

Weiß jeder das?

Bei mir weiß jeder vorher, wie seine Chancen sind.

Der ganze Wagen ist voll.

Was wird denn hier geboten? Toll, was?

Probieren Sie die Gottesgabe, Genosse Ingenieur.

Besser als Kohlsuppe.

Wenn man sich überlegt, dass die hier jetzt mit Schnaps gurgeln können.

Ach, Sie meinen, wir sollten vielleicht den Wagen für uns requirieren? Einfach

so zipzirip, zipzirap.

Ja, bitte.

So, bitte sehr.

Freundschaft, Freundschaft.

Ich möchte Ihnen meine Berechnungen dalassen, falls Sie Zeit haben sollten.

Los, komm jetzt!

Anfangen! Worauf wartest du noch?

Tempo!

Einen kleinen Schnaps genossen.

Habt ihr denn kein Herz?

Ihr könnt doch einen Todkranken nicht verrecken lassen, wie das liebe Vieh.

Schnaps, du hast sie wohl nicht alle. Geh zum Sani, der hat was gegen

Blähungen und Dünnpfeff. Und nun hau endlich ab und verpinkel dich.

Dünnpfeff? Was bist du doch für eine fette Wanze?

Ich winsel meinen Schnaps und du schickst mich zur Latrine ab.

Heilige Mutter von Kazan, was bist du doch ordinär.

Schlaf doch nicht ein, Mensch. Los, Tempo.

Kommen ab.

Für einen Schnaps sollst du es haben.

Du bist der letzte Dreck, du schamloser, mieser Säufer. Du würdest für einen

Schnaps sogar die heilige Mutter von Kazan verkuppeln.

Der Blitz soll dich beim Scheißen treffen.

Es hat alles prima geklappt. Haut ab, bis nachher.

Sie brauchen die Spezialmaschinen nur termingemäß anzufordern. Ich habe

Zusagen aus Omsk.

Ich könnte mir denken, in 14 Tagen sind sie hier.

Es ist doch immer dasselbe. Die Burschen bringen sich hier gegenseitig um. Ich

bin gleich wieder zurück.

Jungs, macht ihn fertig! Den ganzen warmen Schnapps hat er uns geklappt! Was

redest du denn mit mir?

Gagarin hat mir persönlich die Hand geschüttelt und ich bin ein Dieb!

Durchsucht mich doch!

Aufhören! Das werden wir auch, du Mistkerl! Was ist hier los?

Ich bin unschuldig, wie der Jesusgnabe.

Ja, selbstverständlich. Ich sage dem Genossen-Lagerleiter sofort Bescheid.

Wir schicken Ihnen die Bestätigung, sobald der Antrag gewillt ist.

Ja, natürlich, sofort.

Dieser verdammte Schuft hat uns mit seiner Jammerei nur abgelenkt und in der

Zwischenzeit haben seine Kumpel den Schnapswagen gefleddert. Ja, so war es,

Genossen. Sag das nochmal, du fette...

Entschuldigen Sie, wenn ich mich einmische, Genosse.

Ivan Ivanovich ist ein zuverlässiger Mann und als Arbeiter außerordentlich

fleißig.

Fragen Sie die Sekretärin.

Ich weiß überhaupt nicht, was Sie wollen. Es fehlt jeder Beweis.

Es ist auch möglich, dass jemand die Schnapsfuhre unterwegs gestohlen hat.

Vom Bahnhof bis hierher?

Ja.

Aber im Fall, dass die Untersuchungen doch ergeben sollten, dass Ivan

Ivanovich an dem Diebstahl beteiligt war, bekommen Sie selbstverständlich

unsere Zuteilung. Aber das ist doch... Also verzeihen Sie, Genossin Sekretär.

Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich um die beste Wodka-Marke

handelt, die es überhaupt gibt. Soll ich etwa den Spezialisten Ihren Fusel

servieren? Sie reden wie ein erklärter Klassenfeind, Genosse.

Ich bin überzeugt, unsere Spezialisten werden herzlich darüber lachen.

Und Sie, Genossin Ludmilla, werden uns mit ein paar Flaschen aushelfen, falls

Ihre Leute es doch gewesen sein sollten.

Du bist seine Wuchtgenosse.

Glaub mir, die Genossin Ludmilschka wird dich daher ans Eismirsch schicken.

Ludmilschka, ich hab den Verpflegungswaggon.

Na so, wo ist unser Wohltäter?

Wo ist Pavel Antonovic?

Unser Wohltäter, Pavel Antonovic!

Also, was ist mit Heller? Ist der Spruch dechiffriert?

Sofort, Sir.

Auftrag erfüllt.

Gamma Omega 17 zutreffend.

Bringe wichtiges Detailmaterial.

Setze mich jetzt ab. Melde mich morgen.

Gleiche Zeit.

Los, singen wir.

Los, auf.

Wir müssen nicht leben wie uns.

aufhören. Wer hätte das erwartet? Gemeine Diebesbande. Und ich habe es

nicht glauben wollen.

Aber Genossin Täubchen, seien Sie ein Mensch. Trinken Sie ein Schlütchen mit

uns.

So, Sie waren doch sicher dabei, als heute der Wagen gestohlen wurde.

Und wer noch alles?

Wer will denn hier vom Stehlen, Genossin?

Immer langsam, mein Bienchen. Wer von euch ist heute in der Raketenbasis

gewesen?

Vorträgen! Wer war in der Basis?

Genosse Ingenieur!

Einen Augenblick bitte.

Genosse Ingenieur, Opa schickt mich. Sie will ihn verhaften. Die Sekretärin will

Opa verhaften. Und was hier auch.

Na schön, ich komme.

Die ist furchtbar wütend.

Ihr werdet euch morgen früh gleich zum Rapport beim Lagerleiter melden. Ich

hoffe, ihr seid dann wieder nüchtern.

Und natürlich auch der Genosse Dombrovski.

Und was ist mit mir? Ich bin nämlich nicht ganz unbeteiligt.

Sogar sehr maßgeblich.

Dann, Genosse Ingenieur, werden Sie sich wohl auch darüber im Klaren sein, welche

Verantwortung Sie hier für Ihre Freunde übernommen haben. Deshalb bin ich ja

hier. Ich möchte nicht, dass Sie Fehler machen.

Na, was habe ich gesagt?

Diebe sollten doch wohl auch wie Diebe behandelt werden.

Dann müssen Sie sich auch an mich halten. Was soll ich machen? Soll ich

gleich in die Arrestzelle umziehen?

Müssen wir das denn hier diskutieren?

Was meinst du, wir sind verhaftet? Den sind wir los.

Ja, Sie haben mich ja da in eine schöne Situation gebracht.

Ja, ich weiß.

Und es tut mir auch leid.

Aber sehen Sie, das bringen wir bestimmt wieder in Ordnung.

Nein, das habe ich ja nicht gemeint.

Es ist eben, dass Sie mich vor allen Leuten so abgekanzelt haben.

Ich finde das so taktlos von Ihnen. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich bin

hier doch erledigt. Verstehen Sie das denn nicht?

Ich habe es nicht gewollt. Ja, Sie haben die Leute gern. Aber manchmal gelingt es

Ihnen nicht, Sie davon zu überzeugen. Das muss man, wenn man mit Ihnen

auskommen will.

Sie vergessen wohl, dass es Ihre Schuld ist.

Warum mischen Sie sich in meine Angelegenheiten und bringen hier alles

durcheinander? Dabei hatte ich gehofft, Sie würden mir helfen. Ja, bevor Sie

kamen. Aber es ist dann ja alles ganz anders gekommen.

Sie waren von Anfang an so überheblich.

Ludmilla.

Ich hatte bisher den Eindruck, Sie wollten mir nur beweisen, dass Sie gar

nicht auf meine Hilfe angewiesen sind.

Hilfe? Mein Gott, doch ganz gewiss nicht auf Ihre Hilfe.

Ich meine, nur so, wie zwischen Kollegen.

Ich meine ganz kollegial.

Ja, wie unter Kollegen, natürlich.

Kollegen.

Ist das unmöglich?

Ist es... Es ist möglich.

Untertitelung.

BR 2018

Pavel Antonovich Semyonov, ich habe hier auf dich gewartet.

Was bist du für ein Mensch?

Verrätst dein Land?

Deine Freunde?

Nein, das ist nicht wahr.

Ich habe mein Land nicht verraten.

Ich bin Amerikaner.

Tue es nicht.

Hat es geklappt? Er verlangt 500 Rubel, dann löst er mich ab.

Was sind schon 500 Rubel? Mein Gott, ich will hier weg, so schnell wie möglich.

Sind Sie der Kaufmann Hilarion Alayev? Ja.

Bitte kommen Sie mit.

KGB.

Wir werden dich niemals vergessen, Ivan Ivanovich.

Wissen möchte ich nur, warum er nachts zum Flösschen untergelaufen ist.

Vielleicht wollte er nur seinen besoffenen Kopf kühlen.

14.000 Neueinstellungen seit dem dritten.

Wie lange werden Sie brauchen?

Wenn wir Glück haben, ist er schon in der ersten Serie drin. Dann dauert es

höchstens zehn Minuten.

Hilarion Alarge wird Ihnen sehr dankbar sein.

Ich habe es Ihnen doch schon gesagt.

Ich weiß nicht, wie er heißt.

Er hat sich bei mir nur einen Brief geholt.

Von wem hatten Sie den Brief?

Sie müssen doch wissen, wer Ihnen den Brief gegeben hat.

Also? Ich kenne ihn nicht. Ich hatte ihn doch nie vorher gesehen.

Die Unterlagen, Genosse Oberst.

Dann ist es wahrscheinlich derselbe Mann gewesen, von dem Sie das Funkgerät

erhalten haben.

Sagen Sie endlich die Wahrheit.

Sie ersparen sich viel Kummer.

Oder waren Sie etwa lieber, dass Ihre Frau für Sie antwortet?

Sie weiß nicht.

Ich schwöre, sie weiß nicht.

Ich schwöre.

Halayev, melde sie ihn nicht doch noch ein. Ich schwöre.

Sie können die Vernehmung abbrechen.

Die Fingerabdrücke stimmen überein, Genosse Oberst.

Eine schnelle Arbeit.

Soll ich Ihnen ein bisschen helfen? Ich kenne den Namen.

Semyonov.

Und wo ist er? In Komsom.

Ich habe auf dich gewartet, Pavel.

Warum bist du nicht gekommen?

Ist denn heute etwas anders als gestern?

Ja, es ist.

Ich bin Amerikaner.

Ludmilla.

Das Telefon.

Ludmilla.

Hier spricht Major Ignatieff.

Tut mir leid, dass ich Sie wecken musste, Genossen. Aber Oberst Kapuchin

möchte Sie noch persönlich sprechen.

Nun, wie geht es dort in Komsa, Ludmilla?

Schon gut eingelebt?

Ludmilla, würden Sie sich freuen, wenn wir uns schon recht bald wiedersehen?

Ich habe nämlich überraschend in dieser Gegend zu tun.

Oh, da fällt mir gerade ein, Sie kennen doch den Ingenieur Semjanov, nicht wahr?

Ja.

Er arbeitet hier im Holzkombinat.

Großartig. Ich möchte nämlich, dass Sie ihn zu einer Besprechung zur Basis

mitbringen. Morgen früh, so gegen 10 Uhr, beim Genossen Ignatieff im

Hauptquartier. Ich bin auch da. Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen.

Also bis morgen.

Ja, bis morgen, Genosse Oberst.

Ich freue mich.

Ich freue mich auch.

Ein amerikanischer Agent. Und so was schicken sie uns ausgerechnet nach

Komsomol. Eine unglaubliche Schweinerei. Prüft man denn solche Leute nicht vorher

auf Herz und Nieren?

Ich habe ihn einmal hier allein gelassen.

Tempo, Tempo! Schlaf dich ein!

Steig aus!

Er schießt mich.

Ich kann nicht mehr zurück.

Schlaf nicht einfach, schneller!

Jetzt bleibt dir nur noch ein Weg.

Komm mit mir.

Ben.

Du kommst mit mir.

Willkommen in Komsar, Genosse Oberst.

Wo ist die Genossin Barankova und Major Ignatieff? Leider hat sie unser Anruf

nicht mehr erreicht, Oberst. Genosse Ignatieff ist mit einem Kommando zum

Holzkombinat gefahren. Zum Holzkombinat? Wo ist Semyonov? Ihren Verhaftungsbefehl

bekamen wir leider zu spät. Semyonov hat bestimmt Fotokopien von den wichtigsten

Plänen gemacht.

Praktisch unter Ihren Augen und Bewachungsmaßnahmen.

Darf ich meine Frage wiederholen? Wo ist Semyonov?

Das fragen Sie Ignatieff.

Wie die Teufel sind wir hinterher gefahren, Genosse Oberst, aber leider

konnten wir... Ignatieff, Ihr Befehl war hier zu warten, bis die Genossin

Barankova Semjonov einliefert.

Darf ich mir die Bemerkung erlauben, Genosse Oberst?

Es war ein Fehler, die Genossin Barankova mit diesem Auftrag zu

betrauen. Was wollen Sie damit sagen?

Die Genossin Ludmilla und dieser Spion... Sie haben... Wie soll ich das

sagen? Sie haben miteinander... Geschlafen.

Das ist der Jeep vom Holzkombinat. Erst in der vorigen Woche haben wir neue

Reifen aufgezogen.

Die haben wir bei der Brücke gefunden, Genosse Oberst.

Genauso hätte ich das auch inszeniert. Was er auch immer unternehmen wird, Sie

können sich in seine Lage versetzen. Ich weiß sogar, welche Fluchtrichtung er

gewählt hat.

Sie werden ganz bestimmt nicht weit kommen.

Ich habe alle Straßen und Bahnhöfe im Umkreis von 100 Kilometern unter

Bewachung gestellt.

So, auch im Norden?

Norden? Da ist doch nur die Taiga, die Berge.

Da erfrieren und verhungern sie. Niemand kommt da im Winter durch.

Sie irren sich.

Wir treffen sie in Olenek wieder.

Etwas muss schiefgelaufen sein.

Sonst hätte er sich längst gemeldet.

Wenn ich fragen darf, haben Sie eine bestimmte Rückzugsroute ausgemacht, Sir?

Selbstverständlich. Das Hospital in Olenek wäre der erste Punkt.

Er hat vier weitere Kontaktstellen auf dem Weg zur Gönze.

Aber wenn er Olenek nicht mehr erreichen konnte... Ach dann.

Und was ist mit Ihnen, Captain?

Sie meinen, ich müsste das jetzt übernehmen, Sir?

Ist Ihr Bein wieder in Ordnung? Von mir aus können Sie mich getrost aus 20.000

Meter Höhe aus dem Flugzeug laufen.

Vorausgesetzt, der Fallschirm geht auf.

Mein Lieber, bald wird Ihnen das Lachen vergehen. In 20.000 Meter Höhe friert es

seinem hässlichen Grinsen ein.

Wir rasten hier.

Das Pferd braucht Wasser.

Ich mache es schon. Bin gleich wieder hier.

Man könnte ebenso gut eine Stecknadel im Heuhaufen suchen.

Hauptsache, sie sehen uns.

Jetzt fallen sie noch tiefer in die Taiga und in die Berge.

Wenn es so schlimm ist, hättest du es mir sagen sollen.

Ich konnte doch nicht wissen, dass du auch dafür Spezialist bist.

Du weißt vieles andere auch nicht.

Ich weiß jetzt aber immerhin schon eines von dir.

Du bist ein amerikanischer Agent.

Ja, aber kein besonders guter, seitdem ich dich kenne.

Muss es aber langsam wieder werden, wenn wir beide hier heil heraus wollen.

Es ist unwichtig, wie wir vorher waren.

Später wird es wieder wichtig werden.

Wichtiger, als es gut für mich ist.

Und für dich.

Wenn du erst weißt, wie sehr ich dich liebe und immer lieben werde, dann wirst

du es vergessen.

Meine Mutter hatte mir jetzt zum Geburtstag Visitenkarten geschenkt.

Zuerst fand ich es albern, aber dann habe ich mich doch darüber gefreut.

Und jetzt werde ich sie wohl nie mehr brauchen.

Ich werde dir neue schenken, Liebling.

Ludmilla Heller, 37 West, 57.

Straße, New York, 19.

Telefon? Plaza 97966.

New York.

Wer will dort schon eine von mir haben?

Wölfe, hier, nimm den Lava über.

Hab hier.

Was ist das?

Danke. Viel später hätten Sie nicht kommen dürfen.

Es ist einfach, wenn man den Leitwolf erwischt. Der Rest ist kinderleicht. Das

Pferd ist verletzt.

Es ist verblutet.

Sieht schlimm aus. Wenn wir die Wunde nicht schnell versorgen, dann verheigt

es bei der Kälte.

Ist das deine Frau?

Ja, sie ist meine Frau.

Wer sich im Winter hier in der Taiga verkriecht, der weiß auch warum.

Hier, machen Sie sich zuerst mal ein bisschen menschlich. Man weiß ja gar

nicht, wie Sie in Wirklichkeit aussehen.

Unwiderstehlich. Ich warne Sie. Na schön, trotzdem.

Ich möchte Ihr Bein untersuchen, also ziehen Sie bitte Ihre Hose aus.

Gleich.

Wie ist denn das passiert?

Also, ich habe mich da mit einer Bärenpuppe eingelassen. Bloß, die wollte

von meiner Umarmung nichts wissen.

Ich empfehle Ihnen, das nächste Mal vorsichtiger zu sein in der Wahl Ihres

Umgangs. Ja, Sie haben recht.

So ein prima Umgang wie Sie.

Ich muss Sie leider hier behalten, Bärenschreck.

Oh, da bin ich bald Ihr Lieblingspatient.

Kümmert euch um das Gepäck.

Es ist verletzt.

Nun kommt, die Galgenvögel brauchen euch nicht zu schrecken. Von mir haben die

Respekt.

Halt! Der Professor ist übermütig. Ich muss euch wohl wieder mal daran

erinnern, Freunde.

Denn so manch einer hat sich von solchen Halsschmerzen nie wieder erholt.

Hört also zu, Freunde.

Die beiden habe ich mitgebracht, weil sie Hilfe brauchen.

Wieso zwei?

Das Hörchen kann es bei den Männern helfen. Kerl haben wir in rauen Mengen.

Hast du auch Halsschmerzen?

Politische sind das.

Geh und mach Tee für uns alle.

So, macht's euch bequem.

Der Tee wird euch wärmen.

Du bist sehr schön wie Natascha, meine kleine Schwester.

Ach, ich habe ein Bild von ihr, eine Fotografie.

Hier, das ist sie.

Natascha, sie war sehr schön.

Ein Bastard fiel über sie her.

Aber Gott hat ihn dafür bestraft.

Und du?

Du hast ihm wohl die Arbeit abgenommen.

40 Jahre Straflage.

Ich frage dich, Bruder, ist das gerecht?

Wenn man sie absitzt, zu lang.

Na ja, du hast ja wohl davon gehört.

Von dem Ausbruch 59 in Vorkuta. Wir waren damals weit über 100.

Ja, so war das.

Und die da draußen sind der Rest von euch.

Nicht viel.

Es war ein strenger Winter.

Die Wölfe fraßen sich selbst auf.

Dein Tee.

Reicht das für ein Gewehr?

Zwei Pferde und Ausrüstung?

Na schön.

Ich mache mich dann gleich morgen früh auf den Weg nach Olenek.

Grazie.

Ich habe Ihren Ausweis gefunden.

Die selbe.

Das ist eine Überraschung.

Sie ist eine Kommissarsfrau.

Bleib hinter mir.

Bleib, wo du bist.

Stehenbleiben, oder du hast eine Kugel im Bauch, Professor.

Sie sind Polizeispitze.

Du Schlampe, du!

Hilfe!

Das nützt dir nichts, mein Täubchen! Nein! Nein!

Ich krieg dich, du Mischstück!

Du Polizistenhure!

Lasst sie los!

Bringt mich um!

Schmeißt sie zuerst runter!

Halten Sie auf die Rauchwolke zu!

Ludmilla!

Fangt die Banditen wieder ein.

Halt! Stehen bleiben!

Wir schließen!

In seine verfluchten Augen.

Wo sind sie?

Der Mann und die junge Frau? Mit dem Holzscheit mitten ins Gesicht, in die

verfluchten Mörderaugen. Ich habe ihn mitten ins Gesicht gestoßen, mitten ins

Gesicht.

Wie fühlst du dich?

Es tut schon gar nicht mehr weh.

Aber mein Arm fühlt sich ganz taub an.

Ich spüre ihn gar nicht.

Das sieht aber auch schon viel besser aus.

Jurismus sudest ein Zaubermittel.

Wenn du mich liebst, Pavel, dann bleibst du nicht bei mir.

Bitte geh allein weiter.

Ohne mich wirst du es vielleicht schaffen. Was fange ich denn ohne dich

an, so Mutterseelen allein?

Du wirst dich aber daran gewöhnen müssen, mein Liebling.

Ich weiß es.

Sie verfügen doch über alle nur erdenklichen Mittel.

Skibataillon, Aufklärerstaffeln, alle Einheiten können Sie einsetzen. Die

Miliz. Und dann wollen Sie mir erzählen, die beiden hätten sich in Maulwürfer

verwandelt?

Vielleicht versucht das Pärchen gar nicht, nach Süden durchzukommen.

Möglich ist auch, dass Sie es an irgendeinem Ort abwarten.

Einmal muss sich die Aufregung ja legen.

Ich weiß nicht, wieso sich die Aufregung legen sollte.

Wir kleben an den beiden wie Kletten.

Nie werden sie uns los.

Ludmilla?

Mein Kräutersud hat nicht mal das Fieber vertrieben.

Ich muss so schnell wie möglich nach Olenek.

Ohne Penicillin stirbt sie.

Lass mich gehen. Ich kenne Olenek.

Nein, ohne ärztliches Rezept bekommst du kein Penicillin.

Ein Rezept hast du auch nicht. Es ist besser, wenn ich gehe. Ich weiß, wie ich

es bekomme.

Du hast jetzt eine Menge Sorgen. Du musst vieles bedenken.

Was?

Als ich noch ein kleiner Junge war, fand ich einmal einen Bussard, der aus dem

Nest gefallen war.

Ich hob ihn auf und legte ihn wieder zu den anderen Schreihälsen.

Aber die Mutter wollte ihn nicht mehr haben.

Ich habe ihn mit nach Hause genommen und habe ihm bei mir ein Nest gebaut.

Ich habe tagelang Mäuse für ihn auf den Feldern gejagt.

Ich habe wirklich alles versucht.

Aber es hat nicht gereicht.

Er wollte sie nicht.

Ich war ganz krank.

Was glaubst du, was ihm gefehlt hat?

Weißt du, sie wird nicht sterben.

Dann liebe sie mehr, als ich meinen Bussard lieben konnte.

Ich komme bald zurück.

Das wieder.

Das wieder.

und bald zurück mein täubchen bestimmt es dauert nicht mehr lange hast du ihn

so lieb

Gut geheimt.

Lassen Sie sich wieder vom Bärenpuppen umarmen.

Allerdings weiß ich nicht, ob hier immer Platz für Sie ist.

Also bis nachher.

Eigentlich nicht nett, dass Sie mich schon rausschmeißen, Doktor.

Ich meine, ist da nicht vielleicht noch eine kleine Nachbehandlung drin?

Nach Dienstschluss?

Und wenn ich Ihnen verspreche, dass ich auch nie wieder eine Bärenpuppe umarme?

Ich finde, Ihr Umgang mit Bärenpuppen macht Sie überheblich.

Ich habe mich nur immer für Ihr Bein interessiert.

Wirklich schade.

Ja, das ist eigentlich ganz aufregend.

Hey. Tut mir leid, aber ich hatte Sie gewarnt.

Sie sind ja fabelhaft.

Sind Sie Ärzte? Ja.

Ich habe hier irgendwas.

Es tut weh.

Wahrscheinlich der Blinddarm.

Gewöhnlich sitzt er ja woanders. Also gehen Sie bitte erst mal ins

Wartezimmer. Ich sehe es mir nachher an.

Auf dem Steckbrief bist du sehr fotogen.

Wieso bist du hier?

Als Brautjungfer, mein Junge.

Aber natürlich nur, wenn es etwas Ernstes ist.

Und nun erzähl mal.

Ich will das Bett neu beziehen, ja?

Können Sie nicht eine Viertelstunde warten?

Sie verschwinden doch heute, stimmt's? Ja, ja.

Tun Sie mir den Gefallen und kommen Sie nachher wieder.

Danke auch schön.

Was ist mit dem Mädchen?

Meinen Auftrag habe ich erfüllt.

Hier ist der Film.

Bring du ihn raus.

Oh nein.

Ich bedauere.

So einfach ist das nicht.

Wir beide bringen ihn raus.

Du und ich. Hoffentlich hast du mich verstanden.

Gib die Tür frei. Ich habe dir gesagt, sie braucht das Penicillin bis heute

Abend.

Sonst stirbt sie.

Wenn du durch diese Tür gehst, dann gibt es kein Zurück. Ich würde mir das

nochmal überlegen.

Du hast dir nichts vorzuwerfen.

Viel Glück.

Du solltest besser die Kanone wegstecken.

Immerhin ist dir der Krieg seit 20 Jahren vorüber.

Na?

Ich habe mich vom K.O. erholt und möchte mich verabschieden. Das freut mich.

Behalten Sie Ollenek trotz des K.O.s in guter Erinnerung.

Ich habe eine Bitte.

Ich wäre sehr froh, wenn Sie mich diesmal ein bisschen ernst nehmen

würden. Auf Zimmer 17.

Sie haben doch den Steckbrief gesehen von dem amerikanischen Agenten, er ist

auf dem Bauch.

Mein Gott, Sie haben wirklich recht.

Und mir hat er erzählt, dass er Ingenieur ist.

Hände hoch! Sie sind doch der amerikanische Agent.

Schlag mich nieder, nimm die Pistole und verschwinde.

Los, hau ab!

Da hinten im Zimmer 17, da ist er.

Vorwärts! Worauf wartest du noch? Du bist verhaftet.

Nur los, mach keine Mätzchen.

Los!

Los, vorwärts!

Lass auf der Last tragen.

Links rein.

Kann ich Ihnen helfen? Sofort das Werk abringen! Ich möchte Sie nur darauf

aufmerksam machen, wir arbeiten mit hochexplosiven Stoffen. Es ist sehr

gefährlich, wie geschossen wird.

Naja, es hört sich an wie ein D-Feuer.

Los, regelt hier alles ab!

Wir müssen runter!

Da ist alles abgeriegelt!

Los,

schneidet ihnen den Weg ab!

Hier!

Hey, Kumpel!

Frank!

Hier ist dein Scheiß-Petizilin!

Kommt die Maschine, wir fliegen auf die Kurve!

Was ist? Können Sie ihn retten?

Ja.

Ich werde ihn retten.

Was haben Sie ihm gespritzt?

Strahlwitsche.

Strahlwitsche, wir sind auf dem Weg zur Grenze. Wir brauchen was zu essen.

Mache Brot und Tee für die Fremden.

Wir danken dir.

Kommt rein.

Woher hast du das?

Sie warten auf euch an der Grenze.

Du kommst mit uns.

Los, weiter.

Roberts.

Joby, komm.

Afghanistan.

Der Mongole hat recht.

Überall Posten. Die warten wirklich auf uns.

Genau, was wir brauchen.

Wie kommen Sie darauf, dass die zwei ausgerechnet hier über die Grenze gehen

wollen?

Sie haben keine andere Möglichkeit.

Außerdem tun Sie immer genau das, was ich an Ihrer Stelle auch getan haben

würde.

Also, fangen wir an.

Zieh da rüber.

Es ist ganz still, ich höre die Hunde nicht mehr.

Streife Sinaida 3, Ruf Triglav 1.

Streife Sinaida 3, Ruf Triglav 1.

Streife Sinaida 3, ruft Triglav 1.

Triglav 1, bitte melden. Unterhalb der Wasserfälle haben wir Fußspuren

entdeckt. Gebe Alarm für alle Grenzpatrouillen.

Fliegen Sie zurück zu den Wasserfällen!

So, geh jetzt nach Hause, mein Freund.

Leb wohl.

Na geh, es geschieht hier nichts.

So, Jury.

In zehn Minuten sind wir drüben. Ihr beide braucht euch bloß gemütlich aufs

Floß zu setzen. Ich werde es schon schaffen.

Ich bleibe bei euch. Mich werdet ihr nicht wieder los.

Na ja, du musst uns ja auch ein Haus bauen.

Na, los geht's.

Schieb noch ein Stück. Ja.

Sie überqueren den Fluss.

Zwei Männer und eine Frau. Der amerikanische Agent.

Gebt Alarm für den Hubschrauber. Wir haben einen Fluss. Sie wollen über die

Grenze.

Sinaida 3, Ruf Tricklauf 1. Sinaida 3, Ruf Tricklauf 1.

Sinaida 3, Ruf Tricklauf 1. Bitte dringend melden. Tricklauf 1.

Wieder zurück, oberhalb der Wasserfälle. Jetzt haben wir sie.

Hoffentlich schaffen wir es.

Ich sehe sie, da.

Bobby, der Hubschrauber!

Geht so tief wie möglich runter.

Hier, gebt den Film beim nächsten amerikanischen Konsulat ab. Die da

drüben helfen euch weiter. Hast du mich verstanden? Ich lenke sie ab.

Was wartet ihr?

Runter, kommt los!

Und tiefer gehen.

In letzter Sekunde.

Untertitelung.

BR 2018

Er ist abgesprungen. Er schafft es wirklich.

Start!

Sie haben seinen Film vernichtet.

Warum, Ludmilla?

Sagen Sie ihm, warum Sie den Film vernichtet haben.

Gehen Sie zu ihm.

Ich brauche mich.

Nicht so machen.

Ohne Trittmarsch.

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