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Original subtitles

BÄÄH! Spinnst du A...

Wohlgefällig breitet er sein Leid vor ihr aus.

Jakob?

Ist alles okay?

Ja.

Was ist denn los?

Nix.

Ich mach dir einen Tee, okay?

Geht schon wieder.

Hallo.

Ich hatte noch eine Mutter mit einer schwangeren Tochter in der Praxis.

Deswegen ist es so spät. Entschuldige bitte.

Ich sterbe von Hunger.

Ist kein Schwachsinn.

Hattest du Besuch?

Fabian und Jakob waren kurz hier. Mira ist mit denen losgezogen, aber es war

offensichtlich nichts. Nach einer Stunde war sie wieder hier.

Hast du mit ihnen Wein getrunken?

Ja, ich hätte sie probieren lassen.

Kannst du Mira holen?

Essen ist fertig.

Ich habe keinen Hunger.

Ach komm, setz dich ein bisschen zu uns.

Ein Online-Weinhandel. Ist doch ein super Konzept. Ja, aber die direkte

Verbindung zu den Weinbauern in der Provence haben andere auch.

Aber Didier macht mehr als 20 Prozent auf den Ankaufspreis.

Machst du dich damit nicht wieder komplett abhängig? Jeder ist von

irgendjemandem abhängig.

Aber Didier kenne ich seit 30 Jahren.

Willst du noch was essen?

Nee.

Sicher?

Ich bin in sehr guter Laune.

Morgen.

Bist du heute Abend zum Essen da?

Ich habe um sechs noch einen Termin.

Du hast ja noch gar nicht gefrühstückt.

Wo ist denn deine Jacke?

Ich muss los.

Aber es ist doch viel zu kalt.

Noch steht nirgendwo was.

Müssen wir nachher nochmal checken.

Hey.

Hey.

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Das ist eine Megascheiße.

Jetzt heul nicht rum, oder willst du, dass wir aufliegen?

Wie geht's deinem Bein?

Geht schon.

Scheißköter.

Mit extra Espresso.

Dankeschön. Und wie läuft's mit deiner Übersetzung?

Bist du damit durch?

Ja, so gut wie.

Cool.

Vielleicht wollen wir dann mal zusammen was trinken gehen.

Ja, vielleicht.

Tschüss. Bis dann.

Na ihr?

Und was willst du heute?

Der Avocado-Bagel ist super.

Oder ist dir noch ein bisschen schlecht? Dann vielleicht lieber der hier.

Ja.

Habt ihr die Mathearbeit zurückbekommen?

Und nichts zu essen?

Okay.

Ciao. Tschüss.

Könnte ich noch so ein Cappuccino bekommen?

Ja, klar. Danke. Mit Hafermilch wieder? Sehr gerne, ja.

Danke.

Warum schmeißt du denn die Jacke in den Müll, nur weil die ein paar Blutflecken

hat? Kann man doch waschen.

Hast du dich geprügelt?

Nee, ich hatte Nasenbluten.

Ist alles rausgegangen.

Kann ich weiter üben?

Krass, das sieht ja aus wie deine Jacke.

Hätte ich dir gar nicht zugetraut.

Sehr witzig.

Deine geschmacklosen Bemerkungen kannst du dir sparen.

Hattest du eigentlich schon die Probestunde bei dem neuen Cello-Lehrer?

Der ist ja noch im Urlaub.

Es war ein Unfall.

Du musst mir glauben.

Ich habe die Jacke vernichtet.

Brigitte? Komme!

Ferienspieler.

Da sagte der König, was du versprochen hast, das musst du auch halten. Geh nur

und mach ihm aus.

Mama ließ weiter.

Ist alles okay?

Ja, ja.

Ich muss los.

Wie, jetzt noch?

Frau Grote, hier ist Dr. Hartmann.

Ja, ich wollte nur sagen, der Befund von Ihren Papillons ist gekommen.

Ist negativ.

Ja, Sie müssen sich gar keine Sorgen machen.

Nein.

Ja.

Ja, ich würde natürlich trotzdem empfehlen, dass wir es bald entfernen.

Ja.

Ja, gerne. Ja, Ihnen auch einen schönen Abend noch. Danke.

Tschüss.

Lies doch bitte einfach.

Mira.

Mira, komm mal raus jetzt bitte.

Der Mann ist tot, weil er dich vorzugenannt hat?

Dieser Penner hat nicht mehr aufgehört.

Der ist komplett auf mich losgegangen.

Dann hab ich mich natürlich gewehrt.

Und die Jungs haben mir halt geholfen.

Plötzlich lag der auf dem Boden und dann sind wir weggerannt. Ich komme da nicht

mit. Wie lag der am Boden?

Naja, wir haben ihn so ein bisschen weggeschubst.

Weil der wollte mir wirklich wehtun.

Dann ist er irgendwie gegen so eine Säule geknallt. Und weil er viel zu

besoffen war, ist er vom Kopf gefallen und umgekippt.

Und dann?

Was habt ihr dann gemacht?

Das ging alles viel zu schnell.

Ich habe nur das ganze Blut gesehen.

Wir konnten ja nicht ahnen, dass er gleich stirbt. Und warum habt ihr keinen

Notarzt gerufen?

Weil wir vielleicht total unter Schock waren.

Wir sind einfach weggerannt. Das könnt ihr doch nicht machen, wenn da jemand

blutend am Boden liegt.

Keine Ahnung. Ich kann es wahrscheinlich gar nicht ganz realisieren, was ich da

gemacht habe.

Einfach abgerissen?

Ja.

Und haben den Typen da liegen müssen?

Ja.

Fabian war ganz normal.

Ich hab das gar nicht... Ja, du hast nichts gesagt. Ich hab's ja auch gar

nicht... Ich hab's ja nur aus...

Ist das was Schlimmes passiert?

Kannst du noch fahren?

Geht schon.

Lass uns morgen nochmal sprechen. Ich weiß gerade gar nicht...

Was zum Teufel habt ihr gemacht?

Esther war gerade da. Mira hat dir alles erzählt.

Seid ihr total wahnsinnig?

Was? Das möchte ich gern von dir wissen.

Es war Notwehr.

Dieser Typ hat Mira auf die Hand gepinkelt und dann ist er auf uns

losgegangen. Was hätten wir denn machen sollen? Ja, ihn auf jeden Fall nicht

totschlagen. Wir haben ihn nicht totgeschlagen.

Wir haben ihn ein bisschen geschubst. Was kann ich dafür, dass er so kacke

hinfällt? Es war ein Unfall.

Wer hat ihn geschubst?

Wir alle.

Es war so ein Riesenschrank, der Typ.

Wandern noch andere Leute auf dem U-Bahnhof?

Ich glaub nicht. Wie, glaubst du es oder weißt du es?

Da war niemand.

Bist du sicher?

Habt ihr sonst noch mit irgendjemandem darüber gesprochen?

Ich glaube, sie schläft jetzt.

Wir gehen morgen früh zur Polizei und erklären denen, dass es Notwehr war.

Wenn wir das gleich selbst anzeigen, dann wird das schon alles nicht so

schlimm werden.

Es ist Körperverletzung mit Todesfolge.

Wenn die an einen Richter geraten, der ihnen eine Absicht unterstellte, oder

auch nur eine Kaufnahme, dann kommen die für mindestens zwei bis drei Jahre in

den Jugendknast.

Fabian ist ja noch minder hier. Er ist 15 und damit strafmündig.

Damit hat er sich seine ganze Zukunft verbaut.

Du musst ihn da rausholen.

Was soll ich ihm machen?

Der hat richtig Mist gebaut.

Vollidiot.

Wir lassen dich nicht hängen.

Ich mache das auf gar keinen Fall. Glaub mir, das ist das Richtige.

Früher oder später mit diesen blöden Videoaufnahmen kriegen sie raus, wer das

getan hat. Verstehst du? Wenn ihr euch selbst gestellt habt, ändert das alles.

Es ändert alles.

Wir haben doch gar nichts gemacht.

Der hat angefangen. Wir haben uns nur verteidigt. Das wird für euch sprechen.

Es war notwehr.

Ich gehe nicht zur Polizei.

Der Mann ist tot. Ich will nicht so...

Was machen wir dann?

Machen wir einen Vorschlag?

Ihr seid minderjährig. Es wird nichts passieren. Ihr geht nicht in den Knast,

wenn ihr euch selber stellt. Jenny, guten Morgen. Ich bin's.

Ich werde nur sagen, ich habe eine fürchterliche Migräne. Ich kann heute

auf keinen Fall in die Praxis kommen.

Ja.

Alles klar. Danke.

Guten Morgen.

Wir gehen heute zur Polizei.

Überstürzt jetzt bitte nichts.

Wir müssen sowieso erst mal Jakobs Mutter informieren. Die weiß ja

wahrscheinlich noch gar nichts. Ja, aber wir können ja nicht warten, bis nachdem

gefahndet wird.

Das kannst du doch gar nicht mehr erklären. Wenn wir jetzt zur Polizei

gehen, dann gibt's kein Zurück mehr.

Dann ist nichts mehr wie vorher.

Jetzt lass uns erstmal alle gemeinsam in Ruhe überlegen, wie wir weiter vorgehen.

Dann können wir immer noch zur Polizei.

Ich glaube, es ist wichtig, dass wir uns die Zeit nehmen.

Ja?

Ja?

Ach so, ja. Hallo.

Wegen Jakob?

Mhm.

Nee, das geht nicht.

Ich habe morgen eine Abgabe. Das schaffe ich unmöglich.

Um drei, ja. Okay.

Aber höchstens für eine Stunde.

In Lichterfelde.

Entschuldigung, aber warum können wir uns nicht irgendwo hier?

Ich...

Entschuldigung,

ich wüsste nicht, wie weit draußen das hier ist, sondern kam auch noch der Bus

ewig nicht.

Gut, dann können wir jetzt anfangen. Setz dich doch.

Wie kommst du denn darauf?

Fabian und Mira haben gestanden.

Also die haben zugegeben, dass Sie es waren und Jakob war auch dabei.

Und bitte?

Die hängen da alle drei mit drin.

Kannst du noch ein Stück was?

Wir haben dich hierher bestellt, damit wir jetzt gemeinsam überlegen, wie das

weitergeht.

Also für uns ist jetzt ganz klar, wir müssen zur Polizei.

Das ist überhaupt nicht klar.

Als Eltern sind wir in keinster Weise verpflichtet, gegen unsere Kinder

auszusagen. Das kann keiner von uns verlangen.

Das sieht die Rechtsprechung auch gar nicht vor.

Wie hast du vor, das unter den Teppich zu kehren?

Und so tun, als wäre nichts passiert?

Es war doch ein Unfall.

Die Situation ist unseren Kindern einfach entlitten.

Macht ihr es euch nicht ein bisschen zu einfach? Naja, dass du sie vorher mit

Wein abgefüllt hast, hat sicherlich auch zur Eskalation beigetragen. Was hattest

du da? Es war ein halbes Glas Wein. Offensichtlich hat es gereicht, die

Hemmschale herabzusetzen. Das ist lächerlich. Das ist nicht so lauf. Darum

geht's doch jetzt gar nicht.

Wir sitzen alle gemeinsam in der Scheiße und jetzt müssen wir gucken, wie der

wieder rauskommt.

Darum geht's doch jetzt wirklich.

Noch weiß keiner, dass unsere Kinder überhaupt irgendwas damit zu tun haben.

Es gab offensichtlich keine Zeugen und auf den Videoaufnahmen sieht man ja zum

Glück auch nicht mehr.

Es sind drei dunkle Gestalten auf dem Fahndungsfoto.

Das könnte jeder sein. Also da sieht man nicht mal, dass eins davon ein Mädchen

ist.

Gut, angenommen, wir gehen jetzt nicht zur Polizei, ja?

Die halten doch den Druck gar nicht aus.

Irgendwann verplappert sich einer von denen und dann kommt es erst viel später

raus und dann ist das alles noch viel schlimmer. Ich meine, stellt euch das

doch mal vor.

Außerdem glaube ich, dass man für die Dinge, die man verbockt hat, gerade

stehen muss.

Das war keine Absicht.

Keiner von denen ist vorbestraft.

Die kommen mit 200 Sozialstunden oder so davon. Du hast doch keine Ahnung, wovon

du redest.

Ich habe das mal recherchiert.

In letzter Zeit hat es ja oft Fälle von Kriminalität in der U-Bahn gegeben.

Die Urteile sind ja alle immer extrem harsch, weil das natürlich abschreckende

Wirkung haben soll.

Wir müssen also damit rechnen, dass unsere Kinder mindestens drei Jahre in

den Jugendknast gehen.

Ach Quatsch. Hast du eine Ahnung, was das bedeutet?

Unsere behüteten Kinder zusammen mit den krassesten Gewalttätern in einer Zelle,

mit irgendwelchen Schlägerbanden aus Neukölln, die werden da... Entschuldige,

dass ich es so drastisch sagen muss, in den Arsch gefickt.

Und davon erholen die sich nie wieder.

Scheiße.

Ich geh mal wirklich erstmal nicht zur Polizei.

Was?

Ja, wenn das Recht angeblich auf unserer Seite ist, das ist...

Mira hält es doch gar nicht aus. Natürlich, du kannst nicht den Kopf in

den Sand stecken. Wir müssen was tun.

Ja, aber davon wird der Mann ja auch nicht wieder lebendig. Ist egal, was wir

tun.

Dieser arme Kerl, der hätte sich doch früher oder später totgesoffen.

Und unsere Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich.

Können wir uns darauf einigen, dass wir...

Von uns aus erstmal nichts unternehmen.

Mir geht das hier gerade alles ein bisschen zu schnell.

Ja, vielleicht ist das das Vernünftigste.

Ich bleib dabei, ich halte das für keine gute Idee.

Es stimmt doch einfach, was Volker sagt.

Das kann man doch mal zugeben.

Zugeben? Was soll ich da zugeben?

Wie kannst du dich so leicht von dem manipulieren lassen?

Der kann halt gut reden.

Wir wissen, was das Richtige ist. Ich finde seine Argumente einfach

überzeugend. Der ist Anwalt. Der kennt sich doch da viel besser aus als wir.

Der ist Patentanwalt.

Es ist nicht so, als würde er jeden Tag mit sowas zu tun haben.

Aber du hast dich schon immer von den Beindrucken gelassen. Das ist doch

lächerlich.

Außerdem war es wirklich bescheuert von dir, den Kindern Wein zu geben.

Wenn es zu einer Anzeige kommt, dann hängst du da genauso mit drin. Ist dir

das klar? Was versuchst du hier gerade?

Es war ein halbes Glas Wein, verdammt nochmal!

Darum geht es überhaupt nicht.

Es geht darum, dass Verleugnung keine langfristige Lösung für Mira ist. Aber

sie schutzlos dem Ganzen auszusetzen, ist auch keine Lösung.

Geht es dir dabei wirklich um Mira, oder ist es einfach bequemer für dich, sich

dem Ganzen nicht auszusetzen?

Ich mache da nicht mit.

Das kannst du nicht allein entscheiden. Und ob ich das kann? Du bist ja noch

nicht mal der Vater.

Glaubst du, wir haben sie überzeugt?

Warum bist du schon zu Hause?

Machst du dagegen?

Ich mach gleich Essen.

Cool.

Dass sonst sowas passieren muss.

Machst du das bitte aus?

Ich habe mich gerade mit den Eltern von Fabian und Mira getroffen.

Jakob.

Jakob!

Herzton ist auch ganz regelmäßig, alles gut.

Sehr schön.

Dankeschön.

Vielen Dank.

Jean Gamson, ihr könnt mir gerne eine Nachricht hinterlassen, danke.

Jean, ich bin's.

Kannst du mich bitte mal zurückrufen?

Ja, Volker?

Hast du nochmal mit Jean gesprochen?

Ja, hab ich. Es ist wirklich wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen.

Ja, ich weiß.

Können wir uns hundertprozentig an Jean verlassen? Du, ich... Ich kann jetzt

auch gar nicht. Ich hab eine Patientin hier. Ich muss aufhören. Okay, gut. Bis

später. Ja, tschüss.

Entschuldigung. Alles gut.

Hallo.

Hallo. Hast du vielleicht kurz Zeit, mit mir einen Kaffee zu trinken?

Ja, klar. Ich mache euch einen.

Danke,

Eva. Gerne.

Und?

Wie geht's dir?

Alles eine ganz schöne Scheiße.

Aber glaub mir, wir tun das einzig Richtige.

Irgendwann kommen die da schon drüber hinweg.

Wir müssen jetzt einfach geduldig sein.

Ich hoffe, du hast recht.

Du kannst mich jederzeit anrufen, wenn du nur einfach mal mit jemandem reden

musst.

Danke.

So, ich muss jetzt auch nur wieder rein.

Mach's gut.

Bis dann. Ja.

Gutes Tempo, Yassin, gut.

Komm, Jakob.

Junge, wo bist du denn heute mit deinem Kopf? Komm, Marvin.

Sehr gut.

Gutes Tempo, Martin.

Lina, komm.

Geh und Ende.

Gute Einheit. Alle Bälle bitte in den Sack. Leibchen zu mir.

Morgen wieder.

Bis Mittwoch, Jakob.

Tschüss.

Aber nicht wieder beißen, okay?

Komm.

Komm,

ein bisschen Bewegung tut dir gut. Du wolltest früher immer schneller sein als

ich. Jetzt leg doch mal einen Zacken zu.

Und wie sie heißt, weißt du nicht?

Vielleicht meldet sich der Besitzer bei uns.

Naja, einen besonders gepflegten Eindruck macht sie nicht.

Vielleicht lebt sie auch schon länger auf der Straße.

Denken Sie, sie hat eine Chance, als sich niemand nimmt?

Bei so großen Hunden kann es schwierig werden.

Aber mach dir keine Sorgen. Wir kümmern uns gut um sie.

Danke.

Hallo.

Was ist denn, Clara?

Hast du mich erkult?

Shit.

Ich hab Lasagne gemacht.

Nicht so viel.

Nicht so schlecht, oder?

Kann man schon essen.

So, eine Patientin von mir, die ist Leiterin in einem Altenheim.

Und ich hab mir erzählt, dass da so, dass da Schüler immer

Dienst machen in ihrer Freizeit. Also dass die sowas vorlesen den Leuten und

sich mit denen unterhalten.

Und ich dachte vielleicht, vielleicht wäre das was für dich.

Weißt du, wenn du mal was Soziales machst?

So ein, zweimal die Woche.

Nach der Schule, dann hast du ja Zeit.

Und du denkst, dann ist alles wieder gut, oder was?

Warum spendest du nicht 1000 Euro an die Obdachlosenhilfe?

Oder lass uns doch einen Flüchtling aufnehmen. Jetzt wo Jean weg ist, haben

wir ja Platz.

Ich hab keinen Hunger mehr.

Kann ich rein?

Eigentlich wollte ich nur ein paar Sachen holen.

Verstehe.

Du hast gekauft.

Ja. Ich habe es versucht.

Sieht gut aus.

Wie geht es mir?

Weiß ich nicht.

Keine Ahnung, sie blockt.

Ich komme gar nicht an sie ran.

Es wäre auch merkwürdig, wenn ihr euch ausgerechnet jetzt plötzlich nah wärt.

Vielleicht solltest du ein bisschen weniger arbeiten.

Ja.

Genau.

Und wer verdient denn das Geld?

Du?

Sag mir, als ist er sich bei mir melden.

Konnten Sie jemand auf dem Video erkennen?

Achten Sie auf Körpersprache, Kleidungsstil und Gruppendynamik.

Vielleicht kommt Ihnen irgendwas bekannt vor.

Ich gehe davon aus, dass es zwei Jungen und ein Mädchen sind.

Moment, stopp.

Kann ich es nochmal sehen? Ja, natürlich.

Stopp.

Die Jacke, da kommt mir bekannt vor.

Ich habe die alten Jungen in meiner neunten.

Wenn ich für X1 einsetze, dann, Claudius, kommen wir hier. Ja.

Wunderbar. Sind wir ein bisschen mehr gekommen?

Ja, bitte.

Entschuldigung für die Stimmung.

Fabian, könntest du mal bitte mit rauskommen?

Wiedersehen.

Wiedersehen. So, wir setzen mal den Unterricht vor.

So, du wartest hier. Du, Victor, kannst schon mal mit reinkommen, ja?

Ciao. Tschüss.

Was machst du denn hier?

Ich habe mir alle meine letzten drei Patientinnen abgegeben und ich dachte,

ich hole dich mal ab und wir machen mal was Schönes zusammen.

Sorry, ich bin jetzt schon mit John verabredet.

Wir sehen uns später, ja?

Ja.

Die Polizei war da, die wollen die Jacke sehen.

Was soll ich denn jetzt machen? Ich muss doch morgen mit der Jacke zum Verhör.

Wo wohnst du jetzt eigentlich?

Bei Hannes auf dem Sofa.

Mit dem stinkenden Hund?

Ja.

Er schläft auch noch direkt neben mir und pupst die ganze Nacht.

Klingt ja übel.

Ja, ist es auch. Bisschen.

Und wie lange willst du das noch durchziehen?

Weiß ich nicht.

Und du, wie geht's dir?

Wie fühlst du dich?

Spielst du jetzt den Therapeuten oder was?

Darum geht es gar nicht.

Ich bin auf deiner Seite, okay?

Willst du mich jetzt nicht mehr an die Polizei ausliefern?

Nein, das wollte ich nie.

Aber so geht es auch nicht.

Früher oder später musst du dich damit auseinandersetzen.

Sonst verfolgt dich das bis in den Schlaf.

Es lässt dich nicht mehr los, wenn du dich dem nicht stellst. Willst du, dass

ich in den Knast gehe? Nein, natürlich nicht.

Was willst du dann von mir? Du bist doch der, der sich einfach verpisst hat und

mich mit der ganzen Scheiße alleine gelassen hat.

Und jetzt sitzt du hier und... Weißt du was schon? Fick dich.

Mira.

Ist viel zu klein.

Ich bin froh, dass ich überhaupt noch eine bekommen habe. War ein Vierteljahr.

Sag denen einfach, dass du die Jacke kaum noch trägst, weil sie dir zu klein

geworden ist.

Zieh mal aus. Ich muss sie noch bearbeiten, dass sie nicht so neu

aussieht.

Es gibt bestimmt 100 von diesen Jacken alleine in Berlin.

Ist eine reine Routinekontrolle, glaub mir.

Die werden dich vielleicht fragen, was du an dem Abend gemacht hast.

Ich habe ein Alibi für dich.

Du warst mit mir im Kino, in James Bond im Zoo-Palast.

Ich habe noch einen Beleg für zwei Online-Tickets in meinem Handy.

Musst du deiner Mutter nicht unbedingt erzählen.

Aber das war doch ein Wahnsinn-Stunt, wie sie den Daniel Craig da aus dem

Flugzeug stoßen und er so...

Ich glaube, es war der Killer mit dem Fallschirm, nicht Bond.

Stimmt. Habe ich verwechselt.

Aber trotzdem, krasser Stunt, oder?

Gut, dann hätten wir das soweit, glaube ich.

Eine Sache möchte ich dir noch zeigen.

Kommst du mal bitte mit, Fabian?

Ja, kein schöner Anblick, ich weiß.

Also bitte, das müssen Sie einem unbescheuerten 15-Jährigen wirklich

nicht zumuten. Oh doch, das müssen wir.

Wir müssen alles tun, damit diese Schweine nicht davon kommen.

Die haben den Mann eiskalt von hinten abgestochen.

Ach, das wurde gar nicht gemeldet.

Ja, hoffentlich erwischen Sie die bald.

Können wir jetzt gehen?

Ja, sicher.

Vielen Dank, dass Sie da waren.

Und?

Fabian steht erstmal nicht mehr unter Verdacht.

Gott sei Dank.

Gott sei Dank.

... Musik

...

Hat Ihr Mann gerade für Sie abgegeben?

Ist er noch da?

Nee, der ist gleich wieder los.

So, wir bleiben jetzt alle hier sitzen, bis ihr uns sagt, was wirklich passiert

ist.

Wisst ihr, dass wir unser ganzes Leben auf den Kopf stellen, nur um euch zu

schützen?

Und ihr lügt uns an, von vorne bis hinten!

Ihr lügt uns einfach an!

Ihr sagt uns jetzt, wer das Messer in der Hand hatte und wer zugestochen hat.

Verdammt noch mal!

Jetzt redet mit uns!

Ihr habt jemanden umgebracht! Verdammt noch mal, wirklich!

Ist doch wahr!

Ich was?

Ich war's.

Ich war's.

Gut, dann... Dann gehen wir jetzt zur Polizei, oder?

Wenn ihr das so wollt, wenn euch das lieber ist, gehen wir jetzt zur Polizei.

Oder?

Die gleichen dann die Fingerabdrücke vom Messer mit den Euren ab und dann...

Wissen wir ja, wer es war. Weißt du was, dann geh doch zur Polizei.

Dann ist die ganze Scheiße hier endlich vorbei.

Nee.

Die Scheiße ist nie vorbei.

Der Mann wird nicht mehr lebendig.

Volker, jetzt sag du doch auch mal was.

Ich glaube, so kommen wir nicht weiter.

Eins von unseren Kindern hat diesen Mann erstochen und wir sitzen hier rum und

machen nichts.

Was willst du denn machen?

Mann, hier geht's um Mord, Volker! Das wissen wir nicht.

Kann sich auch um Notwehr handeln.

Wenn ihr nicht mit uns redet, dann können wir euch auch nicht helfen.

Wir können schon erwarten, dass ihr wenigstens aufrichtig mit uns seid. Was

musst du gerade sagen?

Fabian. Was denn? Du hast doch auch keinem vom Messer erzählt.

Du wusstest das?

Ja, seit gestern. Was? Warte mal. Ich verstehe jetzt hier gar nichts mehr.

Was?

Fabian war gestern wegen seiner Jacke vorgeladen und da hat der Polizist das

mit dem Messer erzählt.

Aber darum ging es eigentlich gar nicht.

Und du hältst es nicht für nötig, uns das zu erzählen? Ich war selbst total

vor den Kopf gestoßen.

Außerdem war diese Befragung an sich vollkommen harmlos. Es ist nichts bei

rumgekommen. Ihr könnt mich aber... Ihr könnt mich aber...

Es tut mir leid, Esther.

Meine Nerven liegen auch gerade blank.

Ich brauchte einfach einen Tag, um das zu verdauen.

Ich habe mich noch nie in meinem ganzen Leben so hilflos gefühlt.

Wo ist denn eigentlich Jean?

Der hat mich, glaube ich, verlassen.

Sag mir, weißt du es?

Ich muss das wissen.

Wie sollen wir sonst zusammen leben?

Ich erkenne dich überhaupt nicht mehr wieder.

Hattet ihr denn überhaupt kein Mitleid mit dem Mann?

Das kann doch nicht sein!

Jetzt bereust du dich, dass du damals so diesen Penner kennt bekommen hast,

stimmt's? Dein Vater war kein Penner. Das war ein ganz feiner Mensch, der

hatte nur ein Drogenproblem.

Leck mich doch.

Du musst unbedingt nochmal mit Jean reden.

Nicht, dass der am Ende doch zur Polizei geht, jetzt wo die getrennt sind.

Ich glaube, es war Fabian, der zugestochen hat.

Was?

Ja, ich habe ihm so ein Kleppmesser geschenkt.

Er wollte es unbedingt haben und ich habe mir gedacht, naja, Jungs haben halt

ein Messer.

Ich hatte auch einmal eins in dem Alter.

Fabian würde niemals einen Menschen erstechen.

Woher willst du das wissen?

Weil ich ihn kenne.

Mit dir kann man nicht reden.

Diese Affenliebe macht dich total blind.

Das macht einen total irre.

Fabian auch.

Sonst würde er nicht so aus ticken.

Entschuldigung, ich würde gerne eine Anzeige erstatten.

Dann müssen Sie am Aufzug rechts, dann den Gang hinunter, Dezernat 37.

Okay, danke.

Hallo, mein Name ist Tolkner. Moment mal, nehmen Sie noch mal Platz, Sie

werden gleich aufgerufen.

Merik, kann das sein, dass du einen von den Jungs trägst?

Das musst du nicht, das weißt du, ne?

Ich verstehe das.

Ihr seid dicke befreundet und ich respektiere das. Du verstehst gar

nichts.

Ja, aber das versuche ich ja gerade.

Du lässt mich die ganze Zeit nur auflaufen.

Es ist eigentlich völlig egal, was ich mache.

Hast du nie das Bedürfnis, mal mit mir zu reden?

Du weißt gar nicht, wie widerlich dieser Typ war.

Der war richtig eklig.

Total unterirdisch.

Ich bin froh, dass er tut das.

Toll, dass das so schnell klappt. Danke.

Ja, dann schicke ich sie Ihnen Samstag vorbei.

Gut.

Sie wird sich freuen. Danke schön. Tschüss.

Au!

Ich finde, du benimmst dich unmöglich.

Ich habe gerade mit Frau Schmidt-Thomé telefoniert. Die Patientin, von der ich

dir neulich erzählt habe. Ab Samstag gehst du jede Woche ins Altersheim und

hilfst damit. Ist das klar?

Untertitelung.

BR 2018

Ja, nur diese drei.

Ich verspreche dir, nur diese drei.

Die machen mich ganz wahnsinnig immer.

Zwei, drei, so.

Hallo, ich bin Mira. Ich soll mich bei Frau Schmidt-Thomie melden. Ah ja, deine

Mutter hat vorhin angerufen, ne?

Kommst du gleich mit?

Ja.

Das finde ich super, dass du dich hier engagieren willst.

Hallo Frau Krause.

So, Frau Kramer.

Wir sehen Mittagessen. Danke.

So.

Heute gibt's Gulasch mit Kartoffeln, oder?

Dankeschön. Ich kann hier dann einfach so lange draußen warten. Du!

Ich dachte, du kannst es gleich für mich übernehmen.

Genau. Passt du nur auf, dass sie richtig schluckt, ja?

Danke.

Kann ich einen Schluck Wasser haben, bitte?

Die Kartoffeln sind das Schlimmste.

Ich weiß, bei uns in der Schule sind die auch immer total zerkocht und weiß.

Sind Sie da jetzt kurz okay, dann hole ich die Schwester.

Ja, ja.

Können Sie mal gleich herkommen, Frau Kramer braucht Hilfe. Ja.

Entschuldigung, ich habe mal eine Frage.

Kannten Sie vielleicht den Mann, der hier vorletzte Woche zu Tode gekommen

ist?

Du meinst, der, der hier ermordet wurde?

Ja, der ist öfter hier gewesen. Warum willst du das wissen? Bist du von der

Polizei?

Nee, ich schreibe gerade einen Artikel und recherchiere.

Lass mich in Ruhe.

Ich interessiere mich wirklich für den Mann.

Können Sie mir nicht ein bisschen was von dem erzählen? Meine Geschichte ist

viel interessanter, Süße.

Er hat früher in Karlshaus gewohnt.

Bis er in der IT ihn rausgeschmissen hat, weil er zu viel gesoffen hat.

Ja, und dann hat er noch mehr gesoffen.

Und irgendwann war dann der Job weg, dann die Wohnung.

Ja, wie es halt so ist.

Sie haben mal hier vorbeigekommen, seine Alte.

Wie hieß der eigentlich?

Johnny.

Und weiter?

Kerl.

War ein netter Kerl.

Danke. Das hat mir sehr gut geholfen.

Börschel.

Was? Johannes Börschel, so hieß der.

Danke. Hast du nichts in Kleingeld für mich?

Ja, klar.

Entschuldige.

Hier.

Danke nochmal.

Nee, ist das nicht wert?

Nee, hat er gerade nicht.

Danke nochmal.

Hartmann? Weggelaufen?

Ja, das geht natürlich gar nicht.

Das tut mir wirklich sehr leid.

Ich hab seinen Namen rausgefunden.

Der Penner.

Er hieß Johannes Börschel.

Ich finde, du solltest wenigstens deinen Namen wissen.

Leg doch mal das Ding weg.

Du kannst mich nicht zwingen, mit ihm zu reden.

Ah, Mira. Hallo.

Frau Hartmann, ich grüße Sie.

Hallo. Danke, dass Sie uns dazwischen schieben konnten.

Kommen Sie, Mira.

Danke sehr.

Schön, dass das so schnell geklappt hat.

Na ja, klar.

Ist auch jetzt eine ganz andere Situation.

Ja, da hast du leider recht.

Esther und du, habt ihr noch mal gesprochen?

Esther hält es nicht für nötig, irgendetwas mit mir zu besprechen.

Diese Situation ist eine schreckliche Belastung für die Beziehung.

Bei uns auch, das kannst du mir glauben. Sag mir doch bitte, was du von mir

willst.

Ja. Naja, ich wollte dich fragen... Ich wollte dich fragen, wie du zu der ganzen

Sache stehst. Jetzt, wir müssen ja alle zusammen... Wieso will ich dazu stehen?

Die haben einen erstochen.

Eure braven Vorzeigkinder haben jemanden umgebracht.

Begreif das doch!

Ist doch schön, wie du spielst.

Wir müssen los, der Cellulehrer hat angerufen. Er soll eine halbe Stunde

früher da sein.

Ja?

Mama.

Du hast da ein bisschen Zahnpusten. Ey!

Lass mich Sie noch kurz rein bitten, dauert nicht lange.

Ich hatte ein sehr produktives Gespräch mit Ihrer Tochter.

Ich denke, wir haben eine Ebene gefunden, auf der wir gut weiterarbeiten

können. Und ich hielt es für sinnvoll, wenn auch Sie sich in Therapie begeben.

Dr. Kern ist ein Kollege, den ich sehr schätze.

Ich kann mir vorstellen, dass sie beide gut miteinander auskommen.

Fandst du den sympathisch?

Nein.

Du interessierst dich erst seit dieser Sache für mich.

Das ist doch total pervers.

Das stimmt doch überhaupt nicht.

Brigitte?

Seid ihr schon zurück?

Wie war's?

Was ist denn mit dir passiert?

Das kann jetzt nicht wahr sein.

Was war's hier?

Er wollte das nicht. Soll das ein Witz sein?

Der hat dich vermöbelt!

Ist doch auch total durch den Wind. Wo ist der?

Rausgerannt!

Untertitelung des ZDF, 2020

Untertitelung des

ZDF,

2020

Fabian. So geht's nicht weiter.

Du musst hier raus.

Müssen wir mich jetzt auf die Straße setzen, oder was?

Ich will dich hier nicht mehr haben.

Zieh das jetzt echt durch, ja?

Check ich nicht, warum denn?

Hast du irgendwie Scheiße gemacht?

Hat der mal nicht nur Einser geschrieben und das jetzt das Problem?

Bist du bedient oder so?

Das habe ich dir doch erklärt. Die stellen in dem Internat gerade ein ganz

tolles Orchester zusammen. Das ist eine super Chance für deinen Bruder.

Kommst du?

Sag mal, lasst ihr euch scheiden?

Nein, wir sind heute Abend wieder da.

Ey, komm her.

Pass auf dich auf, ja?

Eil dich mal.

Suchen Sie was?

Nee, ich habe mich verlaufen.

Können Sie mir sagen, wie ich zum nächsten S-Bahnhof komme?

Das ist nur ein Stück.

Sie müssen bis da hinten, bis zur Hauptstraße. Dann gehen Sie links und

dann die erste rechts.

Und beim... Wissen Sie was?

Ich kann Sie auch mitnehmen. Ich muss da eh hin.

Ist das wirklich okay?

Ja.

Und was ist mit Tor öffnen, junger Mann?

Was glotzen Sie denn so?

Haben Sie noch nie eine Frau am Steuer gesehen?

Entschuldigung.

Der junge Mann hier ist wie immer zu spät dran für sein Training.

Und ich darf ihn dann zur S-Bahn fahren.

Haben Sie auch Kinder?

Ja, zwei.

Wie alt?

15 und 5.

Die sind jetzt aber nicht vom selben Vater, oder?

Alleinerziehend?

Ja.

Da haben wir was gemeinsam.

Ist nicht immer leicht, wa?

So.

Tschüss Mama.

Danke, bitte, gerne.

Na, dann machen Sie es mal gut.

Danke nochmal fürs Mitnehmen.

Gerne.

Tschüss.

Tschüss.

So schlecht hast du es dir doch nicht getroffen, oder?

Nee, alles gut.

Wir müssen los.

Pass auf dich auf, mein Schatz.

Ruf an, wenn du was brauchst.

Gut, komm! Weiter!

Gut! Komm hier! Gut!

Brigitte?

Ja?

Ich gehe heute Nacht ins Hotel, glaube ich.

Ich kann das so nicht mehr. Ich brauche mal ein bisschen Abstand.

Ich komme gerade nicht mehr klar.

Was ist los?

Wo ist Clara?

Die schläft heute bei einer Freundin.

Ich muss mit ihr reden.

Ich war heute in Karlshorst.

Da, wo Herr Börschel früher mal gewohnt hat.

Bevor er obdachlos wurde.

Der hat einen Sohn, der ist genauso alt wie du.

Der spielt auch Fußball.

Und der hat jetzt keinen Vater mehr.

Klar, der war wahrscheinlich kein besonders guter Vater, weil er gesoffen

hat, aber es gab ihn zumindest.

Der Mann war nicht immer obdachlos.

Er hat mit seiner Familie in einem kleinen Haus gewohnt.

Er hatte ein ganz normales Leben.

Und vielleicht hätte er auch irgendwann nochmal die Kurve gekriegt, vielleicht

auch nicht, das wird man nie wissen.

Weil in dem Moment, wo ihr eben das Messer in den Rücken gerammt habt und

ihn habt sterben lassen, Habt ihr entschieden, dass ein Leben jetzt vorbei

ist?

Mira?

Bin wieder da.

Schneller als ich dachte.

Mira?

Mira?

Mira!

Mira, komm mal her.

Mira, aufwachen!

Mira!

Komm mal her.

Mira! Aufwachen!

Aufwachen, hörst du?

Mira!

Hier ist ein Notfall, aber ein Notfall. Meine Tochter hat Schleiftabletten

genommen und ist bewusstlos.

Düsseldorfer Straße 81.

Ja, beeilen Sie sich bitte.

Vera,

Vera, komm her.

Komm her, du musst jetzt mal aufwachen. Du musst jetzt aufwachen.

Mira Hartmann würde hier eben eingeliefert. Ich müsste zu ihr.

Und wer sind Sie?

Ich kenne Sie.

Und, weiß man schon was? Nein.

Nein, wir müssen warten. Tschüss.

Tschüss.

Wir haben noch zwei Flaschen Rotwein mitgehen lassen.

An dem Abend, als wir bei euch waren.

Und die haben wir dann auf dem Weg zu U-Bahn getrunken.

Haben uns noch eine Pommes geholt.

Eigentlich wollten wir ins Kino.

Ich hab einfach auf die Hand gepisst.

Hallo, ich rede mit dir!

Verpiss dich!

Du bist der letzte Abschaum!

Ich geh's nicht an, du Fotze. Ey, Alter!

So redest du nicht mit meiner Freundin, okay?

Was hast du da?

Weg hier!

Es war nicht Miras Schuld.

Das haben wir alle drei verbockt.

Ich habe Durst.

Miriam! Miriam! Miriam!

Du kennst Fabian doch besser als ich.

Er war nicht derjenige, der zugestochen hat.

Mira hat sich heute Morgen selbst angezeigt. Ja, weiß ich.

Mit Esther telefoniert.

Guten Morgen.

Ich habe das psychologische Gutachten nochmal für Sie kopiert.

Danke. Bist du bereit?

Ich muss schon mal los.

Wir sind uns drin.

Eine Strafsache gegen Hartmann und andere. Alle Verfahrensbeteiligten bitte

in den Sitzungssaal.

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