All language subtitles for AZ Der.Staat.Gegen.Fritz.Bauer.2015.BluRay.x264.AAC.DTS-EGGR.ger

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Original subtitles

-=THE LAST FANTASY=-

Deutschland ist heute stolz auf sein Wirtschaftswunder.

Es ist auch stolz, die Heimat Goethes und Beethovens zu sein.

Aber Deutschland ist auch das Land Hitlers, Eichmanns

und ihrer vielen Spießgesellen und Mitläufer.

Wie aber der Tag aus Tag und Nacht besteht

hat auch die Geschichte eines jeden Volkes ihre Licht- und Schattenseiten.

Ich glaube, dass die junge Generation in Deutschland bereit ist

die ganze Geschichte, die ganze Wahrheit zu erfahren

die zu bewältigen ihren Eltern allerdings mitunter schwer fällt.

Herr Dr. Bauer?

Ich bringe Ihre Lebensmittel,Herr Doktor.

Soll ich mal einräumen?

...ist die deutsche Handelsschifffahrt. Aber auch der Luftfrachtverkehr...

Ihr Wagen steht morgen ab 7 Uhr bereit. Wenn Sie mich früher brauchen, melden Sie sich.

Schönen Abend noch,Herr Doktor.

Herr Doktor?

Herr Doktor?

Herr Doktor

Herr Doktor!

Herr Doktor!

Hilfe! Hilfe, wir brauchen Hilfe!

Wir untersuchten den Tatort nach,aber es sieht nicht nach einem Attentat aus.

Es scheint so als hatte der General eine unglückliche Mischung aus Alkohol und Schlaftabletten zu sich genommen.

- Schlaftabeletten?Wie viele Schlaftabletten? - Zwei oder drei fehlen.

Wären es mehr, dann könnte man denken, der General wollte sich umbringen.

Man könnte denken,er sei überforfert.

- Stimmt. - Untersuchen Sie die Wohnung gründlich.

Kreidler?

Bundeskriminalamt.

- Kreidler? - Guten Abend, Herr Oberstaatsanwalt.

Ihr Vorgesetzter wäre heute beinahe ums Leben gekommen.

- Ein Attentat? - Nein.

Man könnte es als eine Art Selbstmordversuch deuten.

Im welchen Zwischenfall befindet er sich?

Er kommt schon wieder auf die Beine.

Aber die Frage ist doch,ob und wie lange können wir uns einen solchen Generalstaatsanwalt überhaupt leisten können?

Ich meine,ein bisschen mehr Druck und der Mann wäre,sein Platz wäre frei.

Ich danke Ihnen, Gebhardt.

- Nichts zu danken. Einen schönen Abend noch. - Den werde ich haben.

Wir setzen unser Gespräch mit Herrn Eichmann zur Judenfrage fort.

Mich werde interessieren,wie die Sache mit den Juden im besten Falle ausgegangen wäre,Ihrer Meinung nach,Herr Eichmann?

Ich sage Ihnen ganz ehrlich, Kamerad Sassen,

hätten wir von den 10,3 Millionen Juden 10,3 Millionen vernichtet,

so wäre ich befriedigt und würde sagen: "Gut wir haben einen Feind vernichtet.

Unsere Aufgabe für unser Blut, unser Volk,

die Freiheit der Völker hätten wir dann erfüllt.

Auch ich war schuld daran, dass die von mir konzipierte Eliminierung unseres Feindes

nicht gänzlich durchgeführt werden konnte.

Ich war ein unzulänglicher Geist.

Darin liegt meine Schuld.

Ich hätte in Wahrheit mehr tun können und tun müssen.

Guten Tag, Herr Generalstaatsanwalt.

Ich will nicht drüber reden. Aber Dank Ihnen.

Fritz!

- Herr Ministerpräsident, welche Ehre. - Ich wollte dich besuchen.

Ach, das ist nett von dir. Aber es ist kaum der Rede wert.

Du hättest anrufen können.

Setz dich, wir müssen reden.

Lassen Sie uns kurz allein bitte, ja?

Es gibt Gerüchte, Fritz.

Was für Gerüchte?

Dass du versucht hast, dir das Leben zu nehmen.

Ich kann schon lange nicht mehr ohne Chemie schlafen.

Als dein Dienstherr kann ich solche Gerüchte nicht ignorieren.

Ich habe eine Pistole.

Wenn ich mich umbringen will, dann gibt es keine Gerüchte.

Dr. Bauer! Wie schön, Sie wohlauf zu sehen Ich hörte von Ihrem Malheur.

Keine Sorge, Kreidler, mir geht's gut.

Sicher? Sie sehen blass aus. Etwas frische Luft täte Ihnen gut.

Ja, da haben Sie sogar recht.

Wollen sie mich mal in meinem Landhaus besuchen? Interessieren Sie sich für die Jagd?

Ja, aber nicht auf Tiere.

War jemand in meinem Zimmer?

- Nicht, dass ich wüsste. Fehlt wieder etwas? - Die Akte Schneider.

Versammeln Sie bitte alle Staatsanwälte.

Jetzt?

Ich brauch nur die Sonderdezernenten.

Bitte.

- Guten Tag. - Guten Abend, meine Herren. Bitte.

- Danke schön. - Dr. Bauer.

Ja,danke, dass Sie zu dieser späten Besprechung gekommen sind. Wie Sie wissen, war ich einige Tage unpässlich.

Wer möchte eine Zigarre?

- Nein danke. - Danke.

Danke, nein. Bloß nicht.

Gut.

Was macht die Suche nach Bormann und Mengele?

Da gibt's nichts Neues.

- Die Suche nach Eichmann? - Ich habe leider auch nichts Neues zu berichten,Doktor Bauer.

Herr Kügler, Herr Vogel, haben Sie etwas zu berichten?

- Na ja, äh - Wir waren in den letzten Tagen mit einigen anderen Fällen beschäftigt.

Es gibt keine entscheidende Entwicklung.

Wie auch? Sie waren ja bloß eine Woche unpässlich.

Ja, was soll da schon passieren,

wenn in den zwölf Jahren nach dem Krieg auch nichts passiert ist?

Gut, dann danke ich Ihnen.

Bei allem Respekt, Dr. Bauer, war das alles?

- Wie meinen Sie das? - Hätte die Abbesprechung nicht Zeit gehabt bis Montag?

Tut mir leid, wenn ich Ihr häusliches Glück störe.

Ich glaube nicht,dass ich mich dafür entschuldigen muss, wenn ich vorhabe am Freitagabend auch mal bei meinen kleinen Kindern zu sein.

Und ich glaube nicht,dass Sie mich für irgendwas entschuldigen muss.

Während ich weg war, ist aus meinem Büro wieder eine Akte verschwunden.

Diesmal die des SS-Kommandanten Schneider, der heute gemütlich bei Mercedes-Benz arbeitet.

Meine eigene Behörde ist Feindesland

und hier geht überhaupt nichts voran.

- Wiedersehen. - Wiedersehen.

Wiedersehen.

Dr. Bauer?

Ich habe die Akte Schneider.

- Sie haben die? - Ja. Sie haben mich letzte Woche um meine Einschätzung zu den vorlegenen Beweisen gegen Schneider gebeten.

Wieso haben Sie das eben nicht gesagt?

Ich wollte Sie nicht bloßstellen.

Das macht Sie zu einer seltenen Ausnahme, Angermann. Danke.

Guten Abend.

Vermittlung, bitte geben Sie mir Kopenhagen. Familie Tiefenthal.

- Tiefenthal,guten Abend. - Hallo, Walter. - Hallo?

Hier spricht Fritz. Störe ich?

Fritz? Hallo! Wie geht's dir? Margot, dein Bruder

- Danke. Danke, sehr gut. Und euch? - Alles bestens.

- Du,hier kommt sie. - Fritz, wie schön!

Margot, meine Liebe.

Störe ich? Ich Ich wollte nur deine Stimme hören.

Wieso?Was ist los? Hast du wieder Morddrohungen bekommen?

Nein, nein. Es ist alles in Ordnung.

Ich Ich schaffe es vielleicht doch nach Kopenhagen zu deinem Geburtstag.

Oh, das wär schön. Wir würden uns freuen.

Soll ich deine Frau einladen? Dann wären wir alle zusammen.

Ja, ja, lade sie ruhig ein, wenn du möchtest Ich freue mich.

Ähm, ich muss jetzt wieder an die Arbeit, Margot.

Auf Wiederhören.

Guten Tag.

- Drei Orangen. - Gern.

Nick?

- Wo ist Nick? - Er wollte mit einem Mädchen Schwimmen gehen.

- Was gibt es da zu grinsen? - Ich glaube, er mag sie.

Hauptsache,er bringt sie nicht mit.

Bis morgen.

Hallo! Gibt's noch was zu essen?

Was ist?

Oh, guten Morgen, Dr. Bauer. Ich dachte, Sie wären schon in Kopenhagen.

Ich fahre jetzt zum Flughafen. Ich habe mir nur etwas Arbeit mitgenommen.

Nutzen Sie doch die paar Tage zur Entspannung.

Ich wäre der Erste, der sich auf einem Familienfest entspannen kann.

- Guten Morgen. - Vielen Dank. - Gerne.

Oh, der hier scheint privat zu sein.

Sehr geehrter Herr Bauer:ich bin heute gestart diesem Brief Ihnen vorzulegen,so geschieht dies in dieser Hoffnung

dass Sie mir bei der Ergreifung eines wegen vielfachen Mordes gesuchten Mannes helfen.

Dr. Bauer,es ist für Sie.

Ich habe Grund zur Annahme, dass sich Adolf Eichmann

- Dr. Bauer? - unter falschem Namen in einem Vorort von Buenos Aires aufhält.

Meine Tochter Silvia hat sich in Eichmanns ältesten Sohn Nick verliebt.

Im argentinischen Tagblatt konnte ich nur lesen, dass Ihre Behörde den Fall Eichmann verfolgt.

Adolf Eichmann

war verantwortlich für den Transport von Millionen von Juden aus ganz Europa

in großer Lager, in denen sie ermordet wurden.

Sofern Sie an meinen Informationen interessien sind,

würde mich eine Antwort ihreseits sehr freuen

HochachtungsvolL Hermann.

Stornieren Sie bitte meinen Flug nach Kopenhagen und verbinden Sie mich mit meiner Schwester.

Hallo,hören Sie?

- Fritz! - Rosa Luxemburg?

Du traust dich ja was. Was sagt der Verfassungsschutz dazu?

- Die ermitteln wahrscheinlich immer noch, wer das Bild ist. Komm rein. - Danke.

Setz dich.

Danke.

Weinbrand?

Nein danke.

Ein Mann namens Lothar Hermann

glaubt, Adolf Eichmann in Argentinien entdeckt zu haben.

Obersturmbandführer der SS,

Leiter der Abteilung IV, B4 im Reichsicherheitshauptamt

zuständig für die "Umsiedlung" der Juden.

Die Ermittlungsakte wurde bereits 1945 angelegt.

Hm. Und was willst du jetzt tun?

Ihn in Deutschland vor Gericht stellen.

Tja. Gut.

Aber ich weiß nicht wie.

Ich weiß einfach nicht wie.

- Dein heiliger Zorn, der ist gut. Der hält dich jung. - Nein!

Mein Zorn ist begleitet von Ohnmacht. Und die macht mich alt!

Zweifellos. Was hab ich denn erreicht?

Man darf die Hitler-Attentäter nicht mehr als Landesverräter beschämpfen, gut. Aber sonst? Nichts!

Alle Untersuchungen stecken fest.

Weißt du, ich dachte nach 45 wirklich, wir hätten das Böse besiegt.

Ich dachte, wir könnten jetzt eine neue Gesellschaft errichten:

frei, gerecht, brüderlich.

Aber die Leute wollen gar keine Visionen.

Die wollen ein freundliches Einfamilienhaus und einen Kleinwagen kaufen.

Die wollen Adenauers verfluchte Versöhnung!

Die Restauration hat mal wieder die Revolution besiegt, wie schon so oft in Deutschland.

Ich krieg hier drinnen keine Luft!

Du wusstest,dass es nicht leicht wird.

Eichmann, das wäre ein Schlag. Das ist die zentrale Figur.

Der Organisator der Endlösung.

Bei ihm laufen alle Fäden zusammen.

Weiss du,wie viele Leute nachts nicht mehr schlafen könnten, wenn wir ihn in Frankfurt auf die Anklagebank setzen.

Ich habe versucht,mit Interpol Kontakt aufzunehmen

aber die sagen, sie seien für politische Straftaten nicht zuständig.

Es gibt keine Ermittlungsbehörde,die nicht durchsetzt ist mit Nationalsozialisten.

Das BKA, der BND und der Verfassungsschutz.

Aber du hast doch deine Staatsanwälte.

In meiner eigenen Behörde verschwinden Akten.

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.

Als wir damals zum Reichsbande für die SPD in der Weimarer Republik auf der Straße gekämpft haben,

da war's dir auch eiliger als hier, in deiner gemütlichen Dienstvilla.

Ich habe dich zum Generalstaatsanwalt gemacht.

Beißt dich fest,bring sie vor Gericht, aber tu dir nicht selber leid.

In ein paar Jahren wird Deutschland so verzeihen, sie seiner Vergangenheit zu stellen.

Wenn Eichmann entkommt,

dann habe ich keine Kraft mehr für ein paar Jahre, Georg.

Ich werde den Mossad kontaktieren.

Das ist Landesverrat.

An meinem Patriotismus sollte es wohl keine Zweifel geben.

- Wenn das rauskommt, kommst du dann ins Gefängnis. - Deshalb würde es niemand erfahren außer dir.

Ich halte das für keine kluge Entscheidung, Fritz.

Und was soll ich deiner Meinung nach Lothar Hermann auf seinen Brief antworten?

Sie haben Besuch. Herr Gebhardt vom BKA.

- Gebhardt. - Ja. Unser Freund scheint wieder zu Kräften zu kommen.

Ach.

Ich habe gehört,dass er eine Reise zu seiner Schwester kurz vor sich abgesagte. Kennen Sie den Grund?

Es ist immer derselbe Grund, Gebhardt. Er ist besessen.

- Ehrgeiz ist leider nicht jedem gegeben. - Alles zu seiner Zeit, Gebhardt.

Sie haben die Ruhe weg, aber unsere Freunde, die jetzt im Ausland,und die haben's nicht so gemütlich.

An wen denken Sie dabei?

Das weiß ich nicht genau, das ist mein Problem.

Bauer hat eine neue Pferd,und ich weiß nicht, wen er im Visier hat.

Er hat eine Anfrage bei Interpol gestellt

ohne konkrekt zu werden,und der wissen,ob der hochrangigen SS-Offizier, der Haftbefehl gesucht wird,im Ausland ergreifen können.

Mhm. Was haben Sie geantwortet?

- Dass wir für politische Verbrechen nicht zuständig sind. - Eben.

Er kann nichts machen, er ist vollkommen isoliert.

Unterschätzen Sie ihn nicht.

- Was ist das? Dänisch? - Ja. - Das kann ich nicht lesen.

Es ist ein Rapport der Ausländerpolizei.

Bauer wurde in Dänemark mehrmals mit Prostituierten erwischt, mit männlichen Prostituierten.

- Er ist schwul? - Ja.

Oh.

Der Jude ist schwul?

- Wenn wir ihn mit irgendeinem Kerl erwischen, ist er erledigt. - Eben.

Und selbst ein Mönch muss irgendwann mal bumsen.

Darf ich?

Bitte.

- Mahlzeit, Angermann. - Mahlzeit.

- Heute ist es doch gar nicht so schlecht. - Ja, sicher.

Mich beschäftigt dieser Fall .

- Worum geht es? - Ein 175er.

Ein junger Medizinstudent namens Johann Kraus.

Kurz vor Abschluss seines Studiums wurde er wegen seiner Homosexualität denunziert

Man hat ihn zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, wegen "widernatürlicher Unzucht".

Er hat seine Studienerlaubnis verloren.

Und jetzt hat man ihn einem öffentlichen Bedürfnis anstatt Stricher erwischt.

Er hatte sich fünf Mark verdient,durch wechselseitige Onanie.

Ich bin mir nicht sicher, was für einen Strafmaß ich verlangen soll.

Sechs Monate Gefängnis.

Wo ist das Problem?

Sechs Monate für wechselseitige Onanie?

Sie wirken persönlich angegriffen, Angermann.

Ja,bin ich auch.

Denn nur durch die Verschärfung es Paragraph 175 durch nationalsozialistische wechselseitige Onanie ein Straftatbestand.

Der Bundesgerichtshof hat doch geurteilt,

das Gesetz verkörpert keine typische nationalsozialistische Weltanschauungen.

Ja.

Ich muss wieder.

- Kennen Sie das Valentin-Urteil? - Nein.

Hamburger Landgericht, Sommer 51 ungefähr.

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Gibt es irgendwelche Nachrichten für mich?

Nein, Sir. Keine Nachrichten.

- Danke. - Ihnen einen schönen Tag.

Danke.

Vielen Dank.

Nein!

- Wer ist da? - Dr. Bauer?

- Ja? - Wir sollen Sie abholen.

Okay. Kommen Sie rein!

- Guten Morgen. - Hallo. Einen Moment bitte.

Ihr könnt die Maske abnehmen.

Entschuldigen Sie die Sicherheitsvorkehrungen.

Tut mir leid. Ich verstehe kein Jiddisch.

Harel. Sie können mich lsser nennen.

Isser?

Ich heiße Fritz. Ich habe nicht mit Ihnen persönlich gerechnet.

Ich habe nicht gewollt so, dass wir kein Interesse an Eichmann haben.

In den letzten monaten haben wir durchgeführt zwei Untersuchungen .

Diese Akte enthält alles, was wir herausgefunden haben.

Die Spur ist eine tote Spur.

Eine tote Spur? Das kann nicht sein.

Ich wünschte, es wäre anders.

Die erste Untersuchung hat einer meiner Männer geführt.

Aber er hat keinen entdeckt,der ähnlich zu Eichmann ist.

Kein Eichmann? Und wer ist das?

Das ist Nick Eichmanns Mutter, Vera Leibl.

Vera Leibl-Eichmann, Eichmanns Frau!

Wir haben eine zweite Untersuchung durchgeführt.

Silvia Hermann gelangte unter falschen Vorwand ins Haus.

Sie ist ein mutiges Mädchen.

Silvia Hermann war in dem Haus?

Sie hat bestätigt, dass dort ein Mann in Eichmanns Alter wohnt,

und dass Nick ihn "Tate" nennt.

- Nick ruft ihn "Vater". - Na also!

- Aber Vera Leibl hat nach dem Krieg wohl wieder geheiratet. - Was?

- Sie hat wieder geheiratet - Ich weiß.

Ich habe ihre Mutter in Deutschland vernehmen lassen und halte ihre Aussage für vollkommen unglaubwürdig.

Vera Leibl soll nach dem Krieg wieder geheiratet haben

und mit dem neuen Mann und den drei Eichmann-Söhnen nach Amerika ausgewandert sein.

Seither will die Mutter nichts mehr von ihr gehort haben und doch sonst niemand in der Familie hat angeblichen Kontakt.

Die wissen nicht mal, ob Süd- oder Nordamerika,verstehen Sie?

Ich glaube nicht, dass sie wieder geheiratet hat.

- Der Hauseigentümer ist Österreicher. - Eichmann ist Osterreicher.

Francisco Schmidt.

Wir haben ihn kontrolliert. Er ist definitiv nicht Adolf Eichmann.

Und was ist das?

Unter den beiden Namen ist der Stromzähler registriert.

Stromzähler? Zwei Mieter verteilen: "Klement" und "Dagoto". Haben Sie die Namen überprüft?

Adolf Eichmann hat bestohlen,die reichsten Missbrauch von Europa.

Glauben Sie allen Ernstes,

als er wünschte zwölf Jahre lang in dem Haus?

Das hier ist unsere Akte zu Eichmann.

Eine Person behauptet, er arbeite in Nassere Beraterstab in Kairo.

Jemand anders meint, er fliege zwischen Afrika und der Schweiz hin und her.

Und laut dem hier lebt er in Kiel und züchtet Kaninchen.

Sie hätten die beiden Namen auf dem Stromzähler prüfen müssen: Klement und Dagoto.

Ich muss die lebenden Juden von Israel verteidigen, nicht die toten.

Sie können Ihren Brief zurückhaben.

Wir können Ihnen leider nicht behilflich sein.

Der Mossad ist ein kleiner Geheimdienst.

Ich muss meine Leute gegen unsere arabischen Feinde einsetzen.

- Sie sprechen ja Deutsch! - Ja.

Aber nicht gerne.

Wenn Sie eine zweite, unabhängige Quelle auftun,

die eindeutig sagt, dass Eichmann in Argentinien ist,

kann ich weitermachen.

- Das darf doch nicht wahr sein! - Ruhe im Gerichtsaal!

- Das darf doch nicht wahr sein! - Ruhe im Gerichtsaal!

Ruhe oder ich lasse den Saal räumen!

Herr Staatsanwalt Angermann,würden Sie dem Gericht bitte erklären,wie Sie darauf kommen,

ein solch absurderliche Strafmaß für den Angeklagten Johann Kraus zu fordern?

Ich beziehe mich auf das Valentin-Urteil vom 21. Juni 51 in Hamburg,

in dem Landgerichtsdirektor Dr. Valentin in einem ähnlichen Fall

zwei Männer wegen fortgesetzter gleichgeschlechtlichen Handlung zu je drei Mark verurteilte.

Da der Angeklagte durch wechselseitige Onanie fünf Mark verdiente,

halte ich meine Forderung nach einer Geldstrafe von fünf Mark für gerechtfertigt.

- Ruhe! - Da kann ja jetzt jeder hier wieder abziehen

lm Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:

Fünf Monate Gefängnisstrafe wegen homosexueller Prostitution.

Außerdem verhängt das Gericht die Auflage,

dass der Verurteilte in Zukunft keinen Kontakt zu Männern aufnehmen darf,die unter 21 Jahren.

Die Verhandlung ist geschlossen.

Ich möchte Ihnen danken.

- Bedanken wofür? - Ich bin eine Freundin von Johann Kraus.

Sie waren doch anwesend,da haben Sie doch selbst gesehen, zu welchem unmenschlichen Urteil ich ihm verholfen habe.

Was Sie getan haben, erfordert viel Mut.

Dafür

möchte ich mich bei Ihnen bedanken.

- Kommen Sie doch mal vorbei. - Im "Kokett"'? Ich glaube nicht, dass

Guten Morgen, Fräulein Schütt. Ist während meiner Abwesendheit hier irgendetwas Besonderes vorgefallen?

Oh ja, ein kleiner Skandal.

Staatsanwalt Angermann hat am Landgericht eine Strafe von fünf Mark für einen 175er gefordert.

Der Richter war außer sich. Können Sie sich ja vorstellen.

Ja

kann ich.

Herr Angermann.

- Dr. Bauer, ich grüße Sie. - Guten Abend.

Ich hörte von Ihrem Antrag auf ein skandalöses Strafmaß.

- Wegen der fünf Mark? - Ein "Heiermann", wie man sagt.

Für sittenwidrige homosexuelle Prostitution. Sie trauen sich ja was!

Oberstaatsanwalt Kreidler hält es für einen Skandal.

Und ich halte es für einen Skandal, dass Kreidler Oberstaatsanwalt ist.

- Ich habe was mit Ihnen zu bereden. Könnten Sie am Samstag zu mir kommen? - Samstag?

Es ist nicht dienstlich aber vertraulich, deshalb möchte es ich nicht im Büro besprechen.

Am Samstag bekommen meine Freunden eine neue Küche. Ginge auch Sonntag?

- In Ordnung. 11 Uhr? - Gern.

Ah, Angermann!

- Guten Tag, Dr. Bauer. - Guten Tag.

- Kaffee? - Gerne.

Legen Sie doch Ihren Mantel ab.

Ja.

Tschaikowski.

Symphonie Pathetique

Meine Lieblingsmusik.

Ja, schön. Worum geht es, Dr. Bauer?

Ihre Frau wird's überstehen, Angermann.

Entschuldigung. Sie ist sehr katholisch und heute ist Sonntag.

- Wie lange sind Sie verheiratet? - Zwei Jahre.

- Kinder? - Nein. - Warum nicht?

Warum wollten Sie mich sprechen?

Lesen Sie das.

Was wollen Sie unternehmen?

Ich hab den Mossad kontaktiert.

Aber die verlangen eine zweite, unabhängige Quelle, die Eichmann in Argentinien bestätigt,

bevor sie eine Operation starten.

Kennen Sie "Der Weg"?

Ein rechtes Propagandablatt aus Buenos Aires.

Ich möchte,dass Sie herausfinden, ob sich hinter diesem Namen in Wahrheit Adolf Eichmann verbirgt.

Was wird der Mossad tun, wenn wir eine zweite Quelle finden?

Eichmann entführen und vor Gericht stellen, glaube ich. Was denken Sie?

Ich denke, wir begehen Landesverrat. Der BND ist unsere Exekutive.

Glauben Sie wirklich,der BND wüsste nicht,wo sich diese Leute verstecken.

Und der CIA weiß es vermutlich auch.

- Die würden Eichmann höchstens warnen. - Da bin ich mir nicht so sicher.

Selbst wenn der BND viele ehemalige Nazis bestellt,

muss er sich der Politik Adenauers beugen. Und Adenauer will die Aussöhnung mit Israel.

Vielleicht käme ihm ein großer Prozess gegen einen Kriegsverbrecher wie Eichmann ganz recht.

Meinen Sie das ernst?

Eichmann würde in einem solchen Prozess unzählige Namen im Zusammenhang mit der Endlösung nennen,

vielleicht sogar den von Staatssekretär Hans Globke.

Adenauer will vielleicht das Bild der Deutschen geraderücken, aber dafür gibt er nicht seine rechte Hand.

Globke kontrolliert das Kanzleramt, den BND, Verfassungsschutz und die CDU.

Auf jeden Fall würde sein Name im Zusammenhang mit den Deportationen genannt werden,

schon allein wegen seinem juristischen Kommentar zu den Nürnberger Rassengesetzen.

Globke hat sich schuldig gemacht.

Und wenn Globke fällt, bedroht das die ganze Regierung Adenauer.

Und wenn Adenauer ein Problem hat, haben die USA ein Problem.

Niemand von Bonn bis Washington will Eichmann vor Gericht.

- Aber Landesverrat kann nicht die Lösung sein. - Verdammt noch mal, Angermann!

Wollen Sie Gerechtigkeit oder nur 'ne neue Küche?

Wenn wir etwas für unser Land tun wollen,

müssen wir es in diesem Fall verraten.

Ich muss darüber nachdenken.

Ach, vergessen Sie es.

Ich hab mich offensichtlich getäuscht.

Gehen Sie nach Hause. Installieren Sie den neuen Ofen.

Ich hoffe, Sie haben ein deutsches Produkt gekauft.

Beim allen Respekt,Dr.Bauer.

Glauben Sie, Sie können mich mit dieser politischen Polemik zu einem Landesverrat überreden?

Sie klingen immer mehr, wie der die Ihre Gegner Sie machen wollen

- wie ein rachsüchtiger Mann! - Oho, oho!

Tun Sie sich keinen Zwang an. Sie meinen wie ein rachsüchtiger Jude!

Was erlauben Sie sich, Angermann?

Ich erlaube mir, Ihnen ein Freund zu sein.Guten Tag.

Wir haben ein sehr junges Publikum heute. Aber bitte halten Sie sich nicht zurück,Dr.Bauer.

Öffnen Sie diesen jungen Leuten die Augen!

Schonen Sie unser Publikum nicht. Bitte.

Ich bedenke,dass ich bei meinem Studium alle seine Schriften verschlungen habe!

Er war früher so optimistisch aber

Oh!

- Die Gäste kommen gleich. - Wir haben noch Zeit.

Ich kann nicht.

Nicht, nicht bitte. Ich

Ich kann jetzt nicht.

Ich kann jetzt...Hörst du nicht zu? Ich hatte mich heute Streit mit dem General.

- Wovor hast du Angst? Dass du deine Anstellung verlierst? - Nein!

Ja, auch.

Mein Bruder würde sich freuen und du würdest mehr verdienen.

Jetzt bitte nicht davon anfangen. Ich will nicht als Strafverteidiger arbeiten!

Wie du willst,solange wir keine Kinder haben, geht's ja auch so.

- Es soll sogar Staatsanwälte mit Kindern geben!Stell dir vor! - Ja? Dann frag sie mal, wie man die macht.

- Karl. - Guten Abend, Hans.

Die Küche ist wundervoll. Danke nochmal, das war sehr großzügig.

Bedanken brauchen Sie sich nicht. Füllen Sie dieses Haus endlich mit Leben.

- Das ist ja der Wahnsinn. - Toll oder? Fantastisch geworden.

- Na, Engelchen? - Danke schön! - Zufrieden?

Guten Abend,meine Damen und Herren, und herzlich willkommen zu unserem Gespräch im Kellerclub.

- Der hessische Generalstaatsanwalt Dr.Fritz Bauer - Ingrid! Es geht los!

auf ein junges Publikum trifft,um sich den Fragen ihrer Generation zu stellen.

Eben jetzt,eben jetzt fängt die Diskussion an.

Herr Dr. Bauer;ich möchte Sie fragen

worauf kann man als Deutscher heute noch stolz sein?

- Ich weiß nicht, ob ich Ihre Frage richtig verstehe - Nun Leute wie Sie haben uns Deutschland so madig gemacht.

Und der verlangt man von uns,dass wir noch Energie und Interesse aufbringen,

um etwas aufzubauen,wie soll das gehen?

Tut mir leid,das war nicht meine Absicht.

Wissen Sie, als ich nach dem Krieg

das erste Mal nach Deutschland zurückkehrte, da fuhr ich mit einem jungen Mann im Zug.

Karl!

- Wir prahlen gerade über Politik,er erzählte mir von sich - Ach!

Ihr Vorgesetzter, nicht wahr?

- Ja. - von seinen Hoffnungen also von dem ganzen Mesnchleben

- Charlotte! - Ich würde das auch gerne sehen, Engelchen.

Ach, der General im Keller? Das wird interessant.

Da habe ich bei mir gedacht: "Für diese Generation lohnt es sich,

nach Deutschland aus der Emigration zurückzukehren. "

Aber wenn Sie mich nach mir fragen,

ganz menschlich, dann muss ich Ihnen sagen

Es kommt mir vor,

als ob von überall her die Wände auf mich einstürzen.

Da müssen Sie halten, und dort und dort auch, weil alles auf mich einstürzt.

Aber Dr.Bauer,wir haben eine demokratische Verfassung, auf die können wir doch stolz sein!

Sehen Sie

Ich glaube, wir Deutschen

können nicht stolz sein auf unsere Wälder und auf unsere Berge,

denn dafür können wir nichts.

Wir können auch nicht stolz sein auf Goethe und Schiller

und auch nicht auf Einstein, weil für all das können wir ja nichts.

Stolz können wir doch nur sein auf das Gute, was wir selber gemacht haben.

Erst heute

hat mir ein junger Mensch, der mir viel bedeutet gesagt, dass ich hart bin, manchmal verletzend.

Es fällt mir eben so schwer wie allem anderen Mensch, immer gut zu sein.

Aber ich glaube, dass die Atmosphäre in der BRD dadurch bestimmt ist

was wir alle tun jeden Tag, als Väter, als Mütter, als Söhne.

Sie können Paragraphen machen und Artikel schreiben,

Sie können die besten Grundgesetze haben. Was Sie brauchen, sind die Menschen,

die diese demokratischen Dinge leben.

Was für eine Gefühlsduselei. Leitet dieser Mensch so seine Behörde?

Kein Mensch schafft Demokratie

Mach dir nichts draus, Karl. Alte Garde, unser Herr Vater.

Das ist die Aufgabe, vor der wir alle gestellt sind.

Wir dürfen den Mut dabei nicht

Komm, Karl.

Karl?

Was machst du denn?

Karl,kommst du jetzt bitte sofort herunter?

Er ist ein guter lnformant und ich weiß es, dass er Kontakte zu "Der Weg" in Argentinien hat.

- Ist er vertrauenwürdig? - In der dritten Reich war er bei der Abteilung von Hitlers Feindaufklärung.

Also einer von Reinhard Gehlens Leuten? Arbeitet er jetzt für den BND?

- Vielleicht aber auch für die andere Seite. - Für den Stasi? - Möglich ist es.

Aber er ist ein guter lnformant.

Meiner Meinung nach ist er vor allem eins: käuflich.

Wenn er für den Stasi arbeitet, wandern wir ins Gefängnis.

Und wenn er ein loyaler BND-Mann ist,

wird er Eichmann vielleicht warnen.

Aber wenn wir Glück haben, findet er eine zweite Quelle.

Riskieren wir es.

- Guter Auftritt, Dr. Bauer. - Ihre Worte haben mich sehr bewegt.

Ja, ja, danke.

Toll, Dr. Bauer, ganz toll!

Guten Morgen.

- Was für ein wunderbarer Auftritt. - Ja, genug. Danke.

- Haben Sie Geburtstag? - Nein, die kamen vom Ministerpräsidenten Zinn mit diesem Telegramm,hier.

Und das ist Ihre Post.

Ich trete nie wieder im Fernsehen auf, wenn das so ist.

Behalten Sie die Blumen! Die sind nichts für mich.

- Worum geht's denn? - Ich brauche eine Information über einen Journalisten,

der für "Der Weg" in Argentinien schreibt.

Er heißt Klaus Eichmann und wir fragen uns, ob sich dahinter Adolf Eichmann verbirgt.

Das würdet ihr wohl gerne wissen, was?

Das wäre ein Knüller für den rachsüchtigen Fernsehstaatsanwalt,

wenn er den lieben Onkel Eichmann finden würde.

- Können Sie das rausbekommen oder nicht? - Natürlich. Ist nur eine Frage des Preises.

- Das sind die der letzten Tage. - Wegen der Fernsehsendung.

- Die kamen heute mit der Post? - Ja. - 9 mm.

So weit ich weiß,Sie sind doch bewaffnet, Herr Bauer?

Ja, das ist richtig.

Welches Kaliber hat Ihre Waffe?

- 9 mm. - Auch. Sieh an.

- Ich möchte Ihre Waffe gerne sehen. - Denken Sie, er schreibt sich selbst Drohbriefe?

- Das hab ich nie gesagt,wie kommen Sie darauf? - Warum wollen Sie meine Waffe sehen?

Was genau war der Beweggrund für Ihren Fernsehauftritt?

Raus.

Raus!

- Wenn wir ermitteln sollen, müssen Sie kooperieren. - Vergessen Sie die Gelegenheit!

Könnte ich Sie vielleicht unter vier Augen sprechen?

Das haben Sie eben missverstanden, Herr Generalstaatsanwalt.

Ich unterstütze Ihre Sache, wo ich nur kann.

Aha.

Ich habe eine verlässliche Quelle,

nach der sich eine Person, die Sie suchen, in Kuwait aufhält.

Bei der Person handelt es sich um Obersturmbandführer Adolf Eichmann.

Der versteckt sich in Kuwait.

Das ist interessant.

In der Tat suchen wir Adolf Eichmann schon lange.

Aber wie Sie mir ja bereits des Öfteren bestätigt haben,

ist weder das BKA noch Interpol für politische Straftäter zuständig.

Richtig. Bedauerlicherweise.

Sie sollten einfach einen Auslieferungsantrag stellen, dann können wir mit den lokalen Behörden kooperieren.

Danke, Herr Gebhardt. Das werde ich veranlassen.

Wir müssen unser Land vor seinen Feinden schützen.

Ja, das ist wohl richtig.

Was war denn?

Ich brauche etwas frische Luft.

Ich werde nicht wiederkommen, Fräulein Schütt.

- Dr.Bauer,was hat Gebhardt denn gesagt? - Es ist aus, Angermann.

- Gehen Sie wieder ans Tagesgeschäft. Wir sind aufgeflogen. - Wieso?

Gebhardt hat mir ungefragt gesagt, dass Eichmann in Kuwait ist.

- Er weiß, dass wir ihn suchen. - Morlach! Das ist meine Schuld.

Nein,das war nicht Ihr Fehler,wir mussten es versuchen.

Aber wenn Gebhardt es weiß, ist Eichmann über alle Berge.

Er ist viel zu gefährlich für viel zu viele Leute.

Vielleicht war es wirklich naiv von mir zu glauben, wir könnten ihn in Frankfurt vor Gericht stellen.

Aber das wäre was gewesen, Angermann.

Gebhardt!

Der hatte die Frechheit,mir zu sagen, wir müssten unser Land vor seinen Feinden schützen.

Der SS-Untersturmführer im Sicherheitsdienst! Mir!

Ich habe in der Weimarer Republik für die SPD auf der Straße gekämpft!

Mein Vater war für unseren Kaiser im 1. Weltkrieg.

Sagen Sie's mir, Angermann.Sagen sie's mir ehrlich, bin ich ein Feind unseres Landes?

Nein, Fritz, das sind Sie nicht.

- Auf Wiedersehen, Karl. - Was werden Sie jetzt machen?

Schlafen. Sehr lange schlafen.

Feierabend!

- Guten Abend. Danke schön. - Schönen Abend.

Das ist bei mir nicht dran.

Ich spiel mein Spiel so, wie ich will!

Inkognito, inkognito.

Komm, spiel mit mir.

Ab heut sind wir

inkognito, inkognito.

- Niemand wird es je erfahren - Einen Whiskey bitte.

Was wir sind und was wir waren.

Komm, lass es uns bis auf die Spitze treiben.

Solange wir Inkognito bleiben.

Herein.

Ich wollte nur guten Abend sagen Sie haben wundervoll gesungen.

Hallo, Herr Angermann. Kommen Sie rein.

- Sie erinnern sich? - Aber natürlich!

Ich hätte nur nicht gedacht, dass Sie vorbeikommen.

Ich hatte viel Arbeit.

Sie sehen unglücklich aus, Herr Staatsanwalt.

Ein verlorener Fall.

Gibt es etwas, das ich tun kann, um Sie aufzuheitern?

Sie kennen die Preise?

Aber Sie, Herr Staatsanwalt, sind Familie.

Für Sie ist es umsonst.

Nicht, bitte

Was suchen Sie denn hier, so spät in der Nacht?

Ich weiß es nicht, ich

Ich Ich muss auch los, leider.

Sie haben schön gesungen.

- Hallo? - Ich hab Neuigkeiten.

Was fällt dir ein,mitten in der Nacht anzurufen?

- Das geht so nicht. - Beruhige dich, beruhige dich!

Staatsanwalt, was ist denn?

Du willst doch einen dicken Fisch fangen,oder?Hör zu.

Ich habe Neuigkeit für dich.Klaus Eichmann ist nicht der Mann, den ihr sucht. Der Nachname ist Zufall.

Lassen Sie das. Ich weiß, dass Sie uns verraten haben.

Ich?Tatsächlich?Bevor du mich bezahlt hast? Bist du deppert?

Vielleicht kassieren Sie ja zwei Mal.

Sagt dir der Name Willem Sassen etwas?

Er ist Holländer und war SS-Kriegsberichterstatter.

Nach dem Krieg wurde er Peróns Presseberater.

Seit die politischen Verhältnisse in Argentinien nicht mehr so rosig sind, hat er Geldsorgen.

Wer hat die nicht?

Sassen lebt in Buenos Aires

und hat seit Jahren

Interviews geführt.

Offensichtlich möchte der liebe Onkel Eichmann

seinen Platz in der Geschichte etwas zurechtrücken.

Also hat er sich bereit erklärt,

Sassen seine Memoiren schreiben zu lassen.

- Sie meinen, das sind Adolf Eichmanns Memoiren? - Ja, natürlich.

Aber das ist nur ein Teil davon,Sassen muss Hunderten von Bändern.

Er glaubt, es wird ein großer Knüller.

Aber da er finanziell den Scheiße sitzt, will er schon mal Teile davon verkaufen.

Auf jeden Fall beweist es,

dass Adolf Eichmann in Argentinien sitzt.

Kann man sagen,dass Sie definitiv an der Dezimierung der Juden beteiligt waren?

Doch, ja. Ich habe die Juden schließlich transportiert.

Ohne mich wären sie nicht zum Henker gekommen.

Ich bin vergleichbar mit einem Kommandeur,der mit seinem Bombengeschwader eine deutsche Stadt angreift.

Ist er verurteilt worden?

Weshalb verurteilt man uns?

Ich habe niemanden getötet.

Genau wie das Bodenpersonal die Bomben einlud, so haben wir die Juden abtransportiert.

Außer Morlach weiß nur der Ministerpräsident von unserer Suche nach Eichmann.

Warum sollte Gebhardt

aus heiterem Himmel von Eichmann reden?

Ich weiß es nicht.

Sie haben Gebhardt selbst kontaktiert, wegen der Morddrohungen.

Vielleicht hat er's nur so fallen lassen,ohne Grund,reiner Zufall.

- Weil er weiß, dass wir die Ermittlung führen. - Vielleicht.

Dagoto oder Klement?

Der Mossad hätte diese Namen überprüfen müssen.

Ja, ich frage mich, wovon Eichmann heute lebt. Hat er einen Beruf?

Vielleicht arbeitet er, wie so viele Deutsche, in Argentinien für diese dubiose Firma?

- Capri? - Ja.

Oder Mercedes.

Schneider. Der arbeitet bei Mercedes-Benz in Stuttgart.

SS-Schneider.

Angermann, ich hol mir ja den Tod.

Machen Sie mal den Ventilator an.

- Ja,bitte? - Herr Schneider, hier ist Besuch für Sie.

- Ich habe keinen Termin notiert. - Ein Herr Dr. Bauer; der hessische Generalstaatsanwalt.

Bitte.

Danke.

- Guten Tag, Herr Schneider. - Herr Generalstaatsanwalt.

- Bitte. - Danke.

Womit kann ich Ihnen dienen?

Ich ermittle wegen Ihrer Tätigkeit bei den Einsatzgruppen des Sicherheitsdienstes.

Keine Anrufe bitte.

Es gibt die Moglichkeit,dass Ihren Fall erst mal zu den Akten legen.

Und wie?

Sie sind doch Teil der Personalabteilung hier beim Daimler, habe ich das richtig verstanden?

Ja.

Ich wüsste gerne, ob ein Herr Dagoto oder ein Herr Klement

bei Mercedes-Benz in Argentinien arbeitet.

Und?

Wir haben unsere zweite Quelle.

Wenn Eichmann nicht weg ist.

Komm, spiel mit mir,

ab heut sind wir Inkognito.

Inkognito.

Niemand wird es je erfahren

was wir sind und was wir waren.

Komm, lass es uns bis auf die Spitze treiben,

solange wir Inkognito bleiben.

Ich bezahle gern.

Wirklich.

Ich erwarte keine Gefälligkeiten.

Wie du willst.

Guten Morgen!

Hallo, mein Engel. Tut mir leid, wir haben letzte Nacht durchgearbeitet.

Danke. Wie schön.

Karl

Wir kriegen ein Kind.

- Guten Tag, Fräulein Schütt. - Guten Morgen, Herr Doktor.

Bitte buchen Sie für mich einen Flug nach Paris am nächsten Wochenende,

- Rückflug eine Woche später. - Wird gemacht.

Es gab eine dringende Terminanfrage aus Ludwigsburg, der Leiter der Zentralen Stelle, Dr. Schüle,er sucht einen Termin beim Ihnen.

- Es Legt ich da hinter Ihrer Reise? - Hat der Schüle gesagt, was er will?

Es geht um einen Haftbefehl gegen einen Herrn Eichmann, Adolf.

Aktenzeichen 6842.

Fragen Sie Herrn Dr. Schüle, wie schnell er hier sein kann.

Mach ich.

- Danke schön. - Danke.

- Zigarre? - Gerne.

Dann erzählen Sie mal.

Sagt Ihnen der Name Adolf Eichmann was?

Sicher.

Wir führen die Ermittlungsakte.

Ich will Ihnen nicht zu nahe treten,Herr Dr.Bauer, aber Sie müssen aktiv werden.

Ein gewisser Tuviah Friedman,das ist ein privater Ermittler aus Israel

der macht mir und der ganzen Zentralen Stelle die Hölle heiß.

Er hat Kontakt zu einem Herrn Hermann aus Argentinien.

Er sagt, er wisse, dass Eichmann sich in Argentinien versteckt

und Sie wüssten das und täten nichts.

Sagen Sie dem Herrn Tuviah Friedman, dass die Frankfurter Staatsanwaltschaft

ihrer Aufgabe gewissenhaft nachgeht.

Und dass wir aus sicherer Quelle wissen,

dass Herr Eichmann sich in Kuwait aufhält und nicht in Argentinien.

Er soll das jetzt aber nicht weiterverfolgen, verstehen Sie, Herr Dr. Schüle?

Denn wenn Eichmann in Kuwait gewarnt wird, verschwindet er womöglich auf Nimmerwiedersehen.

Bereiten Sie eine Pressekonferenz vor, Angermann.

Wenn ich zurückkomme,

dann verkünden wir, dass wir glauben, Eichmann in Kuwait aufgestöbert zu haben.

Dr. Bauer, ich

Viel Erfolg.

Was ist denn los, Angermann?

Ich werde Vater.

Begleiten Sie mich zum Flughafen?

- Gebhardt hier. - Ja, Kreidler.

Der General scheint es wirklich an Eichmann interessiert zu sein.

Er hat heute morgen Dr. Schüle von der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltung getroffen.

Der erzählte mir dann, dass sie jetzt Eichmann in Kuwait suchen.

Ja. In Kuwait halten tatsächlich einige unserer Landsleute auf.

Im Augenblick reist der General nach Paris.

Ich frage mich,ob nicht die Kollegen vom BND mal ein Auge auf Herrn Bauer werfen könnten ,

bei den anhaltenden Morddrohungen in letzter Zeit.

Ja, das ist doch 'ne gute Idee. Ich kümmere mich drum. Danke.

- Ich weiß dass ich kein guter Vater sein kann - Weshalb glauben Sie das?

Sagen Sie unbesorgt,Herr Mahler und ich kennen uns schon viele Jahre.

Wir haben einige Leichen im Keller.

Sie können hier unbesorgt alles sagen,was Sie möchten.

Es gibt da diese Gerüchte über Sie,Dr.Bauer,

Gerüchte,die sagen,dass die Gestapo Sie nicht nur als Sozialist wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt hat

Man agt,dass Sie extra Probleme mit der dänischen Sittenpolizei hatten.

Ja. Da gab es Vorkommnisse.

Ich habe schon seit einiger Zeit das Gefühl dass wir ähnliche Interessen haben.

Ich habe jemanden kennengelernt.

- Ein "leichtes Mädchen",Sie verstehen? - Wie oft waren Sie zusammen?

Ein Mal.

Was soll ich Ihnen sagen, Karl?

Sie wissen, dass Sie sich strafbar machen.

Beim ersten Mal kann man sich als Freier noch damit herausreden,

dass man nicht wusste, dass die Dame keine Dame war.

Aber beim zweiten Mal nicht mehr.

Meine Frau Anna Maria und ich leben schon seit vielen Jahren getrennt,

sie in Kopenhagen,ich hier.

Ich denke,dass es eine der glücklichsten Ehen überhaupt ist.

Wenn Ihre Frau ein guter Kamerad ist, brauchen Sie sich keine Angst haben, Kinder groß zu ziehen.

Sie werden ein fantastischer Vater sein.

Ich bin Ihnen so dankbar für Ihre Offenheit.

Nur ist der Preis, den wir zu zahlen haben, sehr hoch.

Sie dürfen den jungen Mann nicht mehr sehen,Karl,das wissen Sie doch.

- Nicht? - Ja.

Fliegen Sie weiter? Hier entlang.

- Fliegen Sie weiter, Monsieur? - Ja. - Dort entlang.

- Ja? - Der General fliegt weiter, nach Israel.

Ja, wo Juden eben so hinfliegen.

Vielleicht wendet er sich an den israelischen Geheimdienst.

Das würde als Landesverrat gelten.

Eben.

Dr. Bauer.

- Chaim Cohn. Nennen Sie mich Herman. - Guten Tag.

Kommen Sie rein. Schön Sie endlich kennenzulernen.

Isser Harel kennen Sie bereits. Das ist Zvi Aharoni, er ist auch in Deutschland geboren.

- Ich bin aus dem anderen Frankfurt. - Aha.

Wissen Sie,übrigens dass ich in Frankfurt am Main studiert habe.

Ich müsste Sie mal besuchen. Setzen Sie sich.

- Möchten Sie etwas trinken? - Nein, ich möchte zur Sache kommen.

Ich habe eine zweite, unabhängige Quelle aufgetan,

die bestätigt, dass Eichmanns Deckname Ricardo Klement ist.

Das haben Sie schon am Telefon gesagt.

Wir müssen Ihre Quelle überprüfen.

Wir haben Monate verloren und Sie wollen die Quelle erst prüfen?

Eichmann könnte seinen Decknamen ändern und umziehen. Wie viel Zeit soll noch vergehen? Das ist einfach doch ungläublich!

Jeder zweitklassige Polizist könnte diese Ermittlung zum Erfolg führen!

Dr. Bauer, wir verstehen Ihre Aufregung.

Zvi ist ein sehr fähiger Offizier. Er soll die neue Untersuchung leiten.

Ich kenne den Stand der Ermittlungen,das ist natürlich so wie Harel sagt, wenn wir der zweiten Quelle trauen können, dann werde ich eine Operation leiten.

Wer ist die zweite Quelle, Dr. Bauer?

Ich habe bereits die Sicherheit der ersten Quelle riskisiert,

und isser hat die Untersuchung von Familie Hermann duchführen sollen lassen.

Meine zweite Quelle bleibt geheim. Mein Wort wird Ihnen genügen müssen.

Ricardo Klement ist Adolf Eichmann.

Wenn Sie jetzt nicht handeln,

werde ich mich an die deutschen Behörden wenden.

Würden die helfen, wären Sie nicht hier.

Meinen Sie?

Wir werden uns bemühen,Dr.Bauer.

Danke.

Eine Sache wäre da noch.

Wenn Sie Eichmann haben,werde ich einen Auslieferungsantrag an Israel stellen.

Ich möchte nicht,dass er in Israel abgeurteilt wird, als hätte er alleine 6 Millionen Juden ermordet.

Eichmann muss in Frankfurt vor Gericht.

Wir müssen die Deutschen mit ihrer Vergangenheit konfrontieren.

Ich werde Ihren Antrag unterstützen, Dr. Bauer.

Wunderbar, vielen Dank.

Schalem.

- Und Viel Erfolg. - Ich werde mein Bestes geben.

Wenn ich wieder in Frankfurt bin, werde ich der Presse erklären,

dass ich Eichmann in Kuwait vermute.

Gut.

Ich habe dieses Pressegespräch einberufen,

weil wir durch das Bundeskriminalamt erfahren haben,

dass der für die Deportation der Juden zuständige SS-Obersturmbandführer Adolf Eichmann

in Kuwait untergetaucht ist.

Ein Auslieferungsantrag wurde gestellt.

Moment, bitte nicht alle auf einmal.

Nächster Halt: Carretera San Fernando.

Warten Sie, Señor.

Das deutsche Volk empfindet tiefe Genugtuung,

dass durch die Wiedergutmachung für Opfer des Nazismus

und Beitrag für den Aufbauprozess Israels geleistet wurde

Das Deutschland von heute ist nicht mehr das Deutschland von gestern.

Ich wünsche dem Kanzler Erfolg bei seiner Bemühung,

Deutschland auf dem Weg zur Demokratie und internationalen Zusammenarbeit zu führen.

- Ja? - Wir haben ihn.

Danke.

Extrablatt! Extrablatt! Adolf Eichmann in Argentinien geschnappt!

Extrablatt! Extrablatt!

Adolf Eichmann in Argentinien geschnappt!

Dr. Bauer!

Noch ein Glas bitte.

- Wir haben's geschafft, Karl! - Ich kann es nicht glauben!

- An einem ruhigen Ort könnten Sie mir besser berichten. - Ich weiß doch auch nicht mehr!

- Prost, Karl! - Prost!

Wir stehen alle aufgereiht zum Morgenappell vor dem gefürchteten Lagerkommandanten,

und der brüllt: "Schumacher! Warum bist du im KZ?"

Schumacher sagt: "Weil ich zur besiegten Partei gehöre."

Da kannte der nichts.

Kurt Schumacher blieb zwölf Jahre im KZ.

Aber ich

Ich habe mich in einem offenen Brief

den Nazis unterworfen, den druckten die in der Zeitung:

"Der Sozialist Bauer unterwirft sich". Da kam ich raus.

Ich habe mir das niemals verziehen.

Der Schumacher unterwarf sich nicht.

Man darf sich der Tyrannei niemals beugen, Karl.

Niemals.

Ich muss jetzt hoch, ich vertrag nichts mehr.

Ich bin ein Mann,

mit allem dran,

was man so ausmacht,

und auch wenn du mich auslachst,

bin ich nur

'ne süße kleine Laune der Natur.

Ich bin ein Mann, schau mich ruhig an,

weil es mir nichts ausmacht,

denn diese kleine Laune der Natur

hinterlässt bei mir 'ne große Spur.

Das Lied ist sehr leichtsinnig. Hast du gar keine Angst?

- Du erinnerst dich doch an Johann Krause, Fünf-Mark-Johann? - Ja, wieso?

Er ist die große Liebe meines Lebens.

Augenblick!

Sie haben mir versprochen, dass Johann früher rauskommt.

- Es tut mir leid. - Bleiben Sie sitzen, Herr Staatsanwalt.

Ja, ja, die Liebe ist unser Verderben, nicht wahr?

Das hier ist auch sehr schön.

Ja, hm, hm

Unser kleines Geheimnis muss Sie nicht unbedingt ihren Job oder ihre Familie kosten.

Ich kann eine Menge für mich behalten. inkognito

- Was wollen Sie? - Steckt Bauer hinter der Eichmann-Entführung?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Gut.Sie können die Abzüge behalten. Vielleicht möchte Ihre Frau sie sehen, bevor

Nein, nein, warten Sie!

Ich geb Ihnen eine Woche Zeit.

Entweder beschuldigen Sie Bauer des Landesverrats weil er als deutscher Beamter mit einem Auslandsgeheimdienst zusammengearbeitet hat

oder Sie gehen ins Gefängnis.

- Herr Dr.Bauer,was sagen Sie zur Eichmann-Entführung? - Das hätte uns mal gelingen müssen!

Ja. Das wäre ein schöner Erfolg gewesen.

Herein.

- Dr.Bauer,Sie wollten mich sprechen? - Ja, kommen Sie.

Alles in Ordnung?

Ich habe Sie die ganze Woche nicht gesehen.

- Ich hatte private Pflichtungen. - Aha.

Ich möchte,dass Sie mich zum Ministerpräsidenten begleiten.

Zinn hat mit der Bundesregierung über Eichmanns Auslieferung verhandelt.

Fritz.

- Wo ist denn Rosa Luxemburg geblieben? - Du merkst auch alles.

Das ist Staatsanwalt Angermann.

- Sehr erfreut. - Herr Ministerpräsident.

- Bitte schön. - Danke.

Ich gratuliere, Fritz. Auch Ihnen, Herr Angermann.

- Die anderen Staatsanwälte müssen beeindruckt sein. - Ja, vom Mossad.

Und so soll es auch bleiben.

Natürlich, verstehe.

- Kann ich was zu trinken anbieten? Das ist doch heute ein Grund zum Feiern. - Nein danke.

Was hat die Regierung entschieden?

Bitte.

Es tut mir leid,aber die Bundesregierung wird keinen Auslieferungsantrag stellen.

- Eichmann kommt in Israel vor Gericht - Moment mal.

Die Israelis haben es mir versprochen. Chaim Cohn unterstützt den Auslieferungsantrag.

Cohn ist nur ein Jurist, Fritz.

- Hier geht es um mehr. - Allerdings.

Weißt du nicht, warum sich Ben-Gurion und Adenauer in New York trafen?

Israel will deutsche Waffen kaufen,das haben sie in New York besprochen.

Deutschland liefert erst Waffen, wenn Eichmann in Jerusalem vor Gericht kommt.

Sie sind mächtig nervös in Bonn, vor allem natürlich Herr Globke.

Niemand ist eine Krise der Bundesregierung interessiert,außer den Sowjets.

Darum werden die USA alles tun, um Adenauers Regierung zu schützen.

Und die Israelis brauchen deutsche Waffen.

Hier...

Die Absage vom Justizministerium.

Ich hab's dir gesagt, Georg.

Wenn ich Eichmann nicht kriege, habe ich keine Kraft mehr,um weiterzumachen.

Aber du hast ihn gekriegt,du hast Eichmann zur Strecke gebracht. Das ist dein Erfolg.

Nein! Es ist Israels Erfolg.

Es wäre meiner gewesen, hätte Eichmann vor einem deutschen Gericht

all die Nazis benannt, die heute als Kriegsgewinnler diese Republik anführen.

Es werden andere Chancen kommen.

Aber nicht mehr für mich.

Wo soll es hingehen, Herr Dr. Bauer?

Herr Dr. Bauer?

Was wollen Sie jetzt tun, Fritz?

Was wollen Sie tun?

Ich denke, ich werde mein Amt niederlegen.

Das dürfen Sie nicht. Das dürfen Sie nicht.

Vogel und Kügler sind da an etwas dran.

Haben Sie von"Breslauer Dokumente" gehört?

Es handelt sich um Berichte des Lagerkommandanten Höß aus Auschwitz.

Er listet darin SS-Männer und ihre Opfer auf.

Konkrete Taten, bestätigt vom Lagerkommandanten, verstehen Sie?

Wir könnten Auschwitz vor Gericht bringen. Ein Querschnitt durch das ganze Lager.

Aber

Aber ich glaube nicht mehr daran.

Sie finden immer einen Weg, uns zu stoppen.

Halten Sie. Anhalten!

- Steigen Sie hier aus? - Ja. Ich muss.

Ich muss jetzt aussteigen.

Geben Sie nicht auf, Fritz. Bitte.

Karl!

Kommen Sie mal mit.

Herein.

- Oberstaatsanwalt Kreidler. - Soll eintreten.

- Dr. Bauer, Sie wollten mich sprechen? - Ja.

Sie übernehmen den Fall Angermann persönlich?

Sicher.

Das muss sein.

Ein Staatsanwalt, der sich so gegen unsere Ordnung steht, muss sauber verhandelt werden,finden Sie nicht?.

Ist das ein Problem für Sie?

Ich höre,Sie standen sich wohl sehr nahe?

Sie sollten zur Kenntnis nehmen,

dass er seine Unzucht mit diesem Jungen persönlich zur Anzeige brachte.

Ja, sicher.

Es ist der Liebste in Ihrer jungen Garde, was?

Sind Sie befangen in dieser Äffare?

Nein, Kreidler.Tun Sie Ihre Arbeit.

Ja.

Aber seien Sie sicher:

Ich werde meine tun.

Solange ich lebe,

hält mich davon niemand mehr ab.

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