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Original subtitles

Du oben, ich unten.

Harmonie.

Friktion.

Symmetrie.

Parallelität.

Entspannung. Trott.

Flucht.

Heimkehr.

Fremdgehen. Bereuen.

Nicht heiraten. Nicht Kinder.

Nicht zusammenziehen, doch zusammenziehen.

Rheuma, doch Kinder, Fehlgeburt.

Australien, Kuba, Süddeutsche, Japan, Hitikrat, Fehlgeburt, weiter.

Therapie, weiter.

Kein Sex, weiter.

Älter.

Weiter.

Langsamer.

Noch langsamer.

Weiter.

Du stirbst.

Ich auch.

Wieso sterbe ich zuerst?

Wieso nicht?

Statistik, du bist ein Mann.

Wo du rauchst.

Du bist dogmatisch, ich bin totalitär.

Stimmt.

Ich dachte, du schläfst endlich mal wieder mit mir.

Ich sage Ihnen, dass ich seine Harmoniesucht geradezu pathologisch

finde, dass ich nichts als ungelöste Probleme hinterlassen hätte und dass er

endlich aufhören soll, immer nur wegzuhören und alles wegzuwünschen,

wegzulächeln, wegzuschweigen, dass er einmal Zauberheit überwinden soll.

Entschuldigung. Entschuldigung.

Wo bist du denn?

Ich habe meine Tage gekriegt.

Ja und?

Ich gehe euch jetzt nicht ins Wasser mit der Sauerei.

Was machst du?

Arbeiten. Wasche.

Die Statik für diesen Kubus muss morgen fertig sein. Er ist aufgestanden, hat

sich über mich gefolgt, hat seinen Kopf in die Hände genommen und mich geküsst.

Ja, ich weiß, aber ich hab es ihr versprochen. Und hör doch bitte auf, mir

nach 20 Jahren noch immer erzählen zu wollen, dass meine Mutter dich töten und

in mir ins Bett gehen will.

Ich kann mich nicht konzentrieren.

Ich auch nicht.

Ich schau gar nicht richtig hin, ich weiß nicht warum.

Ich unterlebe Schmerz vor allem.

Oh, Gott, ist mir heiß.

Eigentlich ja kalt hier drüben.

Ich fall ins Klimakterium. Spontan.

Hm.

Wahrscheinlich ist man einfach zu alt fürs Kino.

Wieso das denn?

Ich schwör's dir, wir sind die einzigen, die nicht mitkommen bei dem Scheiß

davor. Mama, Omi, Oppi.

Wollt ihr nicht lieber zu Hause weitermeckern?

Mittwochnachmittag 15.10, simultan denken, das kommt ohne Warnung.

Die eine Hälfte der Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das, was sich vor

den eigenen Augen abspielt oder gesagt wird.

Die andere denkt an was völlig anderes.

An Essen oder Tiere oder Urlaub oder asiatische Stoffmuster, was weiß ich.

Mittwoch 15.11, ich höre einen Stammzellforscher namens Adam Born und

denke an...

Das ist noch nicht allgemeingültig definiert.

Jeff Koons?

Völlig bescheuert. Ist das jetzt eine Sexfantasie?

Sexuelle Gedanken im Alltag kompensieren ja eher sowas wie soziales Unbehagen bei

U-Bahn-Fahrten oder die Unterforderung bei schlechten Kulturereignissen oder

eben die Langeweile in öden Vorträgen.

Aber das ist jetzt anders. Der Vortrag ist nicht langweilig. Ich höre wirklich

zu. Aber gleichzeitig denke ich an Jeff Koons.

Kognitiv Quatsch. Man denkt entweder an das eine oder an das andere. Wer Auto

fährt und dabei telefoniert, hört entweder nicht zu oder fährt irgendwann

gegen einen Baum.

Wieso redet da eigentlich noch einer?

Also Ping-Pong.

Adam Born, Chef Kuhns, 1.1. Stammzellen nicht nur im Blut bleiben, sondern dass

sich von transplantierten Organen einzelne Stammzellen im Organismus

verteilen, in andere Organe gehen, sich dort teilweise auch weiter

differenzieren. Insofern ist der Transplantatemfänger von Zellen des

Transplantates quasi durchsetzt.

Auch eine schwangere Frau ist also eine Chimäre, denn wir wissen, dass intakte

Zellen des Babys im Mutterleib die ansonsten sehr fein filternde Plazenta

-Barriere durchbrechen können.

dass es also möglich ist, in den Schwangerschaftsmonaten in der Mutter

intakte kindliche Zellen nachzuweisen.

Na,

Hannah?

Na, Volker?

Und wie?

Das ist super.

Ich habe deine Sendung gesehen gestern.

Ja, danke.

Ich wollte dir das schon länger mal sagen. Also, ich finde dein ewiges

Rumgereite auf Chewie irgendwie falsch.

Was?

Ich reite doch nicht rum auf dem.

Doch, doch, du sagst, er sagt, ästhetische Erfahrung ist als solche

erlebbar.

Ästhetisches Erleben selbst hat eine quasi immanente Selbstreflexivität.

Aber Hanna, das ist doch nicht nur widerlegt, das ist doch auch völlig

kontraintuitiv. Ich muss doch nur mal meine eigene Erfahrung...

Aber das ist doch eins unserer gängigen Probleme, dass wir als Ethikrat uns hier

sehr oft mit wissenschaftlichen Entwicklungen in Frühphasen

auseinandersetzen. Ja, ich will ja auch nur daran erinnern, dass wir nicht

wissen, was uns erwartet, wenn in England in der Chimärenforschung jetzt

dieser Sprung geschieht, wie er sich auch in der synthetischen Biologie

andeutet, nämlich dass aus unbelebtem Material lebende Organismen hergestellt

werden können, die dann auch ziemlich anpassungsfähig sind. Was passiert denn

jetzt, wenn die dann wiederum mit anderen fremden Organen innerhalb eines

Organismus kombiniert werden?

Ich würde sagen, das ist dann eine ziemlich interessante Frage.

Aber Ihr Institut arbeitet doch schon lange sehr eng mit Firmen wie

Pharmaseidon und Bioxian und solchen Namen zusammen, die natürlich ein ganz

anderes Interesse an der Sache haben.

Entschuldigung, worüber reden wir jetzt?

Über die Chimärenforschung oder über die Märkte?

Vielleicht können Sie Ihren Punkt noch einmal zusammenfassen, Frau Dr. Blum.

Naja, das ist ja für uns hier nichts Neues.

Die Problematik einer Kategorisierung von Leben.

Und die Tatsache, dass für unseren Körper ein immer größer werdendes

Arsenal von Ersatzteilen bereitsteht, das macht die Sache nicht leichter.

Auf jeden Fall.

Ja, und müsste das nicht erstmal untersucht werden, jenseits der

Potenziale, die der Markt dafür bereithält?

Ja. Ja! Natürlich, aber ich bin hier, weil ich Sie mit dem Stand der Dinge in

der Chimärenforschung vertraut machen soll, die die Briten sehr aggressiv

weiterverfolgen. Und die hierzulande...

auch durch das Einwirken dieses Rads auf Eis liegt. Aber ich glaube nicht, dass

ich eingeladen worden bin, das hier zu erörtern.

Simon?

Simon?

Wer hat dir eigentlich Gilbert und Schotsch an die Wand gepinnt?

Du. Vor ungefähr 100 Jahren.

Was Quatsch. Das sind doch deine Helden.

Ich muss zum Arzt. Oh ja.

Vergiss nicht, heute Abend um 8 ist der Wilson.

Bis später.

Oh Gott.

Wir müssen renovieren.

Tut das weh?

Mhm.

Wollen wir uns nichts vormachen.

Es sieht nach einem Tumor aus.

Da? Wir sollten nochmal die Blutwerte checken und Tumormarker bestimmen.

Bisschen. Doch, in ein, zwei Tagen. Dann können Sie sicher sein.

Sie rufen an, ja? Okay.

Ruhe bewahren.

Es gibt Flimmers heutzutage.

Simon?

Hm?

Willst du wissen, wie die Zahlen sind?

Lieber nicht.

Wir müssen aber drüber reden.

Wenn nicht bald ein großes Ding kommt, sind wir pleite.

Unsere Künstler sind alle pleite. Wo soll denn da das Geld herkommen?

Naja, eben.

Da kommt der nächste Pleitegeier.

Du musst anfangen, Nein zu sagen. Wir schaffen das nicht. Gucken wir an, wie

soll ich denn Nein sagen?

Du spinnst, wir haben zehn so Knaben, die du verwöhnst. Wir gehen den Bach

runter.

Wir müssen neue Kunden akquirieren, angesagtere Leute, die auch mal in

Wettbewerb beginnen.

Haben Sie noch eine Karte übrig?

Ja, nein, ich weiß es nicht.

Haben Sie ein Telefon?

Hey, ich bin's.

Hanna, wo bist du denn?

Ich schaff's nicht mehr.

Wieso gehst du denn jetzt nicht dran?

Was ist?

Ich müsste eigentlich genau jetzt im Theater sein. Das schaffst du nicht

mehr. Dazu sag ich jetzt nichts. Ich weiß, aber um halb elf muss ich los,

dann kommt meine Mutter mit dem Spätsug.

Entschuldigung.

Entschuldigung, kann ich hier mal kurz telefonieren? Nein, das ist nur

hausintens.

Hier.

Hallo.

Hallo.

Ja, darf ich?

Sind Sie ein Stalker?

Haben Sie noch eine Karte?

Hallo, ich bin's. Wo bleibst du denn?

Ach so, ich...

Wen spielt sie denn?

Den jungen Poeten.

Ah, die ist gut.

Sie waren irgendwie angestrengt gestern.

Wie bitte?

Im Ethikrat.

Wie meinen Sie denn das?

Ich weiß nicht, ich hatte irgendwie das Gefühl, Sie haben ein Kontra gegeben,

nicht... weil sie gegen meine Position waren, sondern weil sie irgendwie gegen

mich waren.

Warum fehlt meinem Vers moderner Schick?

Erfindungsreichtum, Spannung, frischer Schwung.

Was schreibe ich nicht wie jeder heute?

Mit Blick auf rare Wörter, Stilerneuerung.

Was ist dein Stoff?

Woraus schuft dich Natur?

dass sich Millionen Schatten um dich reiben.

Sonst hat ein jeder einen Schatten nur.

Ich fand die Texte für die Sitzung so stark, das hätte die Verstärkung

überhaupt nicht mehr gebraucht.

Ja, aber so ist es, so ist es. Das sollten Sie vielleicht lieber mal in

Mutter Courage gehen, obwohl das aus der Filmmusik ist eigentlich eine blöde

Idee. Ich glaube, ich muss jetzt da lang. Okay, dann tschüss dann.

Tschüss und danke nochmal. Nein, nicht zu danken, tschüss.

Hallo, Hilde.

Sag mal, gab's denn nie einen Belungenring?

Was?

Es ist zwei.

Entschuldigt bitte, ich... Ich hab's vergessen.

Was?

Was ist denn los mit dir?

Ich hab mir echt Sorgen gemacht. Entschuldige, entschuldige,

entschuldige, entschuldige. Jetzt hört doch mal auf!

Ich muss euch was sagen.

Setz dich.

Ich war beim Arzt.

Gestern.

Ich habe Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Das habe ich mir schon länger gedacht.

Der Krebs ist so weit fortgeschritten, dass er nicht mehr zu operieren ist.

Was sagst du mir jetzt?

Wir sitzen seit drei Stunden hier.

Meinst du denn, ich breite das ganze Elend zweimal aus? Ich wollte warten,

bis Hannah da ist.

Warte mal, was?

Seit wann hast du den Krebs denn?

So weiß man nicht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird oft erst sehr spät diagnostiziert.

Wer ist denn dieser Arzt?

Hannah kennt da so einen Spezialisten in London.

Ach Simon, das ist Walter Lucke.

Das ist die Chorifägen ganz Europa für diese Krebsart.

Wir kennen ihn seit 30 Jahren.

Was? Weißt du das schon?

Ach, Quatsch.

Ach, Simon!

Ist Vater da?

Sie ist 65, so wie ich.

Irgendwann geht's halt los.

Kann man ja nicht mit ansehen, diese Nullen.

Mutter hatte drei Monate Zeit, sich auf den Tod einzustellen, aber das war ihr

zu lang.

Sie machte zwei Wochen draus.

Sie stiftete ihren Körper zu Plastinierungszwecken, erledigte das

Wichtigste oder was sie dafür hielt, dann nahm sie 39 Valium.

Mutter war Zahnmystikerin. Es war der dritte Neunte und drei Minuten nach

neun.

Dummerweise kam Clara zu Besuch und fand sie.

Zu früh.

Als der Rettungswagen eintraf, hatte ihr Herz für sechseinhalb Minuten

stillgestanden.

Mutter war 65 Jahre alt und 6,5 Minuten reichten, um ihr Hirn für alle Zeiten

abzuschalten. Aber es reichte nicht für den Rest.

Sie war klinisch tot, aber der Körper, von Maschinen flankiert, funktionierte

weiter.

39 Valium am 3.9. um 3 nach 9. Aber die Tochter, die 1993 nach Stuttgart zog und

eine Woche vorher 39 Jahre alt wurde, vereidelt den Plan, weil sie um 9.30 Uhr

mit dem Nachtzug angereist kommt, zum Mondscheintarif von 39 Euro.

Trotz Mutters Patientenverfügung mussten wir ungefähr 500.000 Unterschriften

leisten, bis wir sie aus dem Krankenhaus mit nach Hause nehmen konnten.

Vater kam nicht.

Klara musste zurück nach Stuttgart.

Ein paar Freunde kamen.

Aber irgendwann kam keiner mehr, außer der Pflegerin.

Die Sterbenden, wenn sie nicht mal mehr reden können, sind für den Rest der Welt

kaum noch da.

Aber der Körper atmet weiter, verdaut die zugeführten Nährstoffe.

Sonst nichts.

Aber das reicht ja angeblich.

Soll ich wirklich nicht kommen?

Lieber nicht.

Okay.

Sonntag, 8.30 Uhr.

Mutter war Sonntagmorgens immer früh aufgestanden und alleine spazieren

gegangen.

Ich hatte das immer als ein bisschen aufgesetzt empfunden, so wie ständig

Erich Fromm zu zitieren und als Lieblingsgedicht Stufen von Hermann

Hesse zu nennen. Dieses Kopf-hoch-Pamphlet für reuloses

Weitermachen, auf das sich interessanterweise alle Deutschen

eiligen können. Denn es ist, wie Mutter gern zur Untermauerung ihres guten

Geschmacks sagte,

der Nachkriegsdeutschen lyrisches Vermächtnis.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und neu

beginnen, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andere neue Bindungen zu

geben. Ja, das hat Vater auch immer gern gesagt, nachdem du abgedampft bist.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so

droht es schlafen.

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und reise, mag lähmender Gewöhnung sich

entraffen. Das sagt sich so leicht.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung

entgegensenden. Das Lebensruf an uns wird niemals enden.

Wohl an den Herz.

Nimm Abschied und Gesunde.

Ich

begrüße

Sie heute zu unserer Reihe Kultur, Ökologie und Alltag.

Hinter mir ist der Aktionskünstler I.P. Rubin, der seit einiger Zeit damit

beschäftigt, nach Öl zu bohren. Und zwar im Mauerpark im Berliner Viertel

Prenzlauer Berg.

Wie er sagt, will er damit darauf hinweisen, dass die andernorts

versiegelten Ressourcen ersetzt werden könnten durch das Öl, das unentdeckt

unter unseren Heimatstädten liegt. Und zwar bevorzugt unter jahrhundertealten

Kulturdenkmälern, wie zum Beispiel dem Kölner Dom.

Aller guten Dinge sind drei.

Was ist das denn?

Kunst.

Anna, kommst du?

Sie machen Fernsehen? Ich gehe mal kurz den Jungmann verarzten.

Das ist ja unglaublich. Was haben die denn soeben gesehen?

Wir sind auf Öl gestoßen. Mitten unter Berlin gibt es dieses Ölpferd. Wir

wussten es schon immer.

Willst du ein Bier?

Oh ja, gern.

Bitte schön.

Spielt ihr hier regelmäßig?

Jeden Sonntag, also um zwei.

Seid ihr Arbeitskollegen?

Die meisten kennen sich hier schon aus der Schule.

Aus Berlin?

Nee, aus Görlitz.

Ah, das sind alle aus dem Osten.

Und du?

Ostmark, Graz.

Na dann, von Ossi zu Ösi.

Super! Und er hat gewonnen. Ach, 2-2.

Ich geh noch kurz duschen. Wir wollen nachher ins Stadion. Kommst du mit?

Ins Stadion?

Heiß an!

Heiß an!

Heiß an!

Jetzt steht, wir haben Sie viermal angerufen.

Ja, kann sein.

Ich dachte schon, ich müsste Sie persönlich zu Hause abholen.

Na gut, also der Verdacht hat sich bestätigt.

Ich habe hier zwar nur einen gering erhittenen Marker, aber Sie werden

trotzdem die Chemotherapie machen müssen.

Also zwei.

Was ist mit sechs?

Warum frage ich das?

Nichts, also kein Problem. Aber direkt nach der OP, da werden Sie wohl selber

eine kleine Pause machen wollen.

Ähm, was für eine OP jetzt?

Haben Sie gar nicht zugehört?

Können Sie es nochmal ganz kurz erklären?

Sie haben Hodenkrebs, Herr Sievers.

Wir müssen nur einen Ihrer Hoden entfernen.

Operativ. Sofort.

Ach so, alles klar.

Hodenkrebs ist heutzutage wirklich in den Griff zu kriegen.

Wir müssen nur sofort ran.

Können Sie gleich hierbleiben?

Heute Abend ist noch was frei.

Ich weiß ja nicht, was du gerade machst, aber ich lege mich gleich um das Messer.

Das war's, leb wohl.

Ich liege in St. Johann, Station 12b.

Na scheiße, wo bist du denn jetzt?

Avantgarde-Medizin.

Sie schneiden dir die Eier ab und du kriegst noch nicht mal Vollnarkose.

So kann man die Performance am eigenen Leib live miterleben.

War die Moderne eine gute Idee?

Ich lasse die Realität als Machtsystem über mich ergehen. Aber vielleicht

versuchen sie durch schlechte Laune wieder mit der Welt in Verbindung zu

treten.

Einfach an was einwandfrei Gutes denken.

Wir machen uns was vor.

Oh, das will ich nie machen.

Nicht?

Nee.

Das ist doch Blödsinn.

Wir verwirten sowieso nicht.

Warum nicht?

Weiß nicht.

Wir haben irgendwann damit aufgehört, weil wir uns sicher waren, dass sowieso

nichts passieren kann.

Und dann das?

Weiß nicht.

Wahrscheinlich ist einer von uns unfruchtbar.

Haben Sie das mal überprüfen lassen?

Nee.

Das würden Sie aber Spekulation verunsichert machen.

Kennen wir uns eigentlich?

Du bist mal mit mir Fremdgesang.

92.

Ruth Fischer?

Ich hab damals abgetrieben.

Mir?

Für die Gewinnung von Stammzellen wird die Kreuzung verschiedener Zellgattungen

noch gar nicht mehr gebraucht. Habt ihr das im Edekrad gar nicht diskutiert?

Doch, das haben wir diskutiert. Ich verstehe es im Prinzip auch.

Nein, aber wirklich kapiere ich es nicht, muss ich sagen.

Dann komme ich doch mal besuchen im Institut.

Ja, das mache ich.

Ich habe Hunger.

Ja, wir haben alle Hunger.

Ja, wo geht ihr denn alle hin?

Mannschaft und der Stolz und der Preis.

Tschüss. Tschüss.

Tschüss.

Jetzt sind sie weg.

Was haben wir davon?

Grazer, sind das nicht eigentlich alle katholisch?

Na und?

Du auch?

Na sicher.

Ich kenn mich mit euch öses nicht aus.

Ich auch nicht, ein rieselhaftes Volk.

Meine Oma hat immer gesagt, ihr wart die besten Nazis von allen.

Naja, irgendwas kann jeder.

Was ist denn mit dir los?

Was? Mit Petra?

Mit der war jemand zusammen irgendwann.

Das wusste ich, die ist immer noch Fan von dir. Wie lange ist denn das her?

Zwei Jahre.

Zwei Jahre, siehst du.

Die hat mich angestiehlt den ganzen Abend, totaler Alarm. Die ist so dein

Typ, ja?

Naja, damals fand ich die schon schlau. So, Nummer 60.

Oh Gott, wer wohnt denn hier?

Na, ich.

Im Ernst?

Ja.

9,40 Euro.

Bier oder Wein?

Ich weiß es nur

im Wasser.

Ich habe leider keinen Fernseher und kenne keine Sendung nicht.

Das macht nichts.

Ich muss mal.

Da vorne rechts.

Einfach so.

Ja.

Anna?

Hanna? Hanna, ist alles in Ordnung?

Scheiß Türen.

Sind das nicht Notausgänge? Die müssen doch aufgehen.

Ja, von innen.

Die Feuertreppe ist um die Ecke.

Du musst dann hier bleiben.

Vielen Dank.

Warum hast du mir das nie erzählt?

Du warst so mit Hannah.

Hatte ich doch eh keine Chance.

Aber ich hätte jetzt ein Kind.

Hm?

Unser Kind wäre heute 17.

Hast du noch mal Kinder gekriegt später?

Nee.

Simon?

Hey. Na, Baby.

Na, Spatzi.

Ah, Glatzi!

Magst du was essen?

Super,

jetzt mach ich mit.

Was sagst du eigentlich zur Schleierfrage?

Schleier?

Hans Martin?

Nein, die Schleierfrage. Sollen muslimische Frauen in Deutschland am

Arbeitsplatz den Schleier ablegen, also in der Schule zum Beispiel? Hast du das

schon einmal diskutiert?

Ja.

Weiß nicht.

Von mir aus kann ja ganz die Islamart geschafft werden.

Nein, jetzt sag mal. Also, Antimetastasendiskurs. Der Schleier?

Ist?

Ideologisch, frauenfeindlich, alles mögliche.

Bloß die Frauen sehen das meist gar nicht so.

Na und? Das ändert doch nichts am Problem.

Weiß nicht.

Ein Zeichen ist doch erst dann politisch gesetzt, wenn der, der es präsentiert,

es auch so gelesen haben will, oder?

Was? Was ist denn das für ein Blödsinn?

Was denn?

Jetzt sei nicht so faul!

Ja, hallo?

Wenn du jetzt plötzlich mit dem Hakenkreuz-T-Shirt durch die Gegend

rennst, ist das dann auch nur politisch, wenn du das auch so meinst, oder wie?

Was ist denn das für ein beknackter Vergleich? Das ist kein beknackter

Vergleich. Warum zum Beispiel ist es dir immer noch peinlich, Mercedes zu fahren?

Komm jetzt mal auf.

Womit denn?

Das ist doch kalter Kaffee jetzt.

Hans, wenn du krank bist, hast du überhaupt keine Ausdauer.

Ja, wieso wohl?

Ich kann es nicht leiden, wenn du krank bist. Ich weiß.

Ich find's super.

Mir ist langweilig dann.

Komm mal her.

Mein

armes

Baby.

Sag mal, willst du dir das wirklich antun, die Trauerfeier am Samstag?

Kann man jetzt sowieso nicht mehr absagen.

Natürlich.

Hanna,

meine Mutter liegt seit einer Woche im Gunter-von-Hagens-Gefrierfach.

Ich finde schon, dass man eine Trauerfeier machen sollte, bevor die

Verstorbene splitternackt, plastiniert und mit aus dem Bauch wachsenden

Schubladen im Unterkongress halt oben steht.

Unglaublich, deine Mutter.

Hast du deinen Arzt eigentlich gefragt?

Was jetzt?

Wegen der Fruchtbarkeit.

Wieso willst du jetzt plötzlich da noch, Kinder?

Weiß ich nicht, vielleicht.

Oh Gott, die Armen.

Wo sind denn Mami und Papi?

Oh, die sind draußen auf dem Balkon, schreien sich an, wie immer.

Und dann nach sechs Wochen.

Tagesmutter nach sechs Monaten, Tageskita nach sechs Jahren,

Psychiatrie. Wir sind ja wahrscheinlich der erste Scheinungsfall der Welt, wo

kein Elternteil das Sorgerecht haben will.

Du bist fies.

Du findest Kinder fies.

Was, warum sagst du jetzt so was?

Das sind deine Worte.

Du bist gemein. Oh, wie fies du bist.

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend im Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

blüht jede Weisheit auch und jede Tugend in ihrer Zeit. Eines Tages ihre segnende

Hand über meine schwindende Seele halten wird, wenn es so weit ist.

Über Hilde sagen kann, dass sie eine freie Seele, ein freier Geist

und ein freier Mensch war.

Was das auch immer heißen mag.

Ich glaube, auf einem Bein kann er auch stehen, oder?

Ich bitte dich,

danke, dass Sie überhaupt gekommen sind.

Ich glaube, ich habe Appetit.

Im Ernst?

Worauf denn?

Ich weiß nicht.

Du kriegst alles, was du willst.

Schmeckt auch super.

Was ist denn eigentlich heute für ein Tag?

Samstag, wieso?

Der Sechzehnte?

Wieso?

Dann haben wir heute 20-Jährige.

Echt?

Oh Gott.

Was denn? Erster Kuss oder erster Sex?

Erster Kuss.

Musgrauer Straße, 16. Oktober 1990.

Sollen wir nicht

endlich mal heiraten?

Okay.

Langsam. Ja.

Ja, ganz ruhig.

Und.

Ansaugen.

Und in ihr ziehen.

Gut, du hast ein sicheres Händchen.

Gibt es denn schon jemanden, der aus unserem Logo eine Skulptur macht?

Nee, noch nicht.

Wieso bauen wir dann einen Sockel, wenn es noch gar nichts zum Aufstellen gibt?

Weil der Entwurf abgelehnt wurde, der Sockel aber schon bezahlt war.

Jetzt darf ich mich drum kümmern.

Na dann, viel Spaß.

Und während das Schiff volle Fahrt hatte, halfen ihm zwei Leute nach vorne

in den Bug.

Als das Boot auf die Flanke von Moby Dick zusteuerte, schien dieser es gar

nicht zu bemerken.

Ahab befand sich schon inmitten des dampfenden Nebelbergs, der aus dem

Blasloch quoll und den mächtigen Buckel umzog.

Toll, die kalte Luft, oder?

Du bist im Sommer ab und zu im Prinzenbad, stimmt's?

Stimmt.

Kleines Rennen?

Okay, aber warum?

Wieso?

Ich bin grad operiert worden.

Schlimm?

Augenkrieg.

Oh.

Und?

Ja.

Leider weniger.

Naja, mach dich schneller.

Weniger Widerstand.

Zeig doch mal.

Hm?

Narbencheck.

Was?

Nicht schlecht für eine halbe Portion.

Na denn.

Bis bald, Mann.

Der 15.

Tag auch.

Hiroshima schlug sich mit Blumen.

Es war überall nur blau und blau und blau und blau und blau.

Wo warst du denn so lange?

Ich war was trinken.

Mit wem denn?

Morgen? Na?

Willst du sogar eine Woche in der Früh aufstehen?

Mhm.

Kommst du nicht mehr ins Bett?

Willst du einen Tee?

Hast du leider gar keinen da.

Aber ich kann welchen holen.

Soll ich gehen?

Irgendwann schon, ja.

Ja klar.

Komm zu schnell.

Martin! Hallo!

Hallo, Adam.

So, hier, dann würde es besser hier draußen.

Ein bisschen Keller ausmisten und... Wollen Sie essen?

Kinderabendessen. Die Kartoffeln sind noch gar nicht fertig.

Dann hilft mir einer beim Tischdecken.

Komm schon rein.

Hörst du den Schlepp noch aus?

Ich war schon mal oben.

Wenn du es nicht schaffst, wer denn dann?

Kommst du da nochmal raus?

Papa, du verstehst es nicht.

Doch.

Aber Mone sagt, du sitzt schon seit heute Morgen da dran.

Seit gestern Nacht halb eins.

Ich muss nur noch viermal Farbe verteilen.

Farbe? Ja, guck mal.

Das ist die Zwischenwelt zwischen Leben und Tod.

Also die Seelen brauchen Farben.

Sonst sterben sie.

Ich kann ihnen die Farbe besorgen, aber... Papa,

ich finde es auch echt total cool, dass du jetzt hier bist, aber... Weißt du,

was ich viel cooler finde?

Wenn du mal kurz übernehmen würdest.

Ich muss kurz aufs Klo.

Und wenn die Wächter kommen, musst du einfach Farbe schleudern.

Verurteilst du uns beide zum Tode.

Wenn du dir den Tod so sehr wünschst, dann geh zu deinem Schlitzer.

Im Kampf dem widerlichen, bösen, fremden Feind.

Hilf mir!

Nick? Euch lügen und verraten soll der eine, der meine Gerechtigkeit

herausfordert. Nick, wo ist die Farbe?

Ich geh gleich noch mal ins Büro.

Okay.

Ah, hallo.

Hallo. Ah, hallo, lange nicht gesehen.

Adam ist gar nicht da?

Nee, wir haben ein paar Mal angerufen, aber war nix.

Oh, das tut mir leid.

Tschüss. Tschüss. Ciao.

Hallo? Ja, ist das Adam? Hier ist Hannah.

Oh,

hallo.

Hallo, ich habe hier ein Rezept.

Und das.

Hier bin ich.

Ah, guten Tag, Herr Dr. Braun.

Guten Tag, Frau Dr. Blum.

Ich habe schon gar nicht mehr mit Ihnen gerechnet.

Sie meinen heute?

Nein, ich meine insgesamt.

Ich würde sagen, das Leben ist unberechenbar.

So viel steht fest.

Was kann ich denn heute für Sie tun?

Es ist 11.30 Uhr. Sie wollten mir Ihr Reich zeigen, Herr Doktor.

Ah, natürlich.

Bitte nach Ihnen.

Macht ihr hier auch künstliche Befruchtung?

Ja, damals habe ich angefangen.

Ich war ja früher quasi der Experte, mache ja immer noch die Ausbildung.

Mit in vitro wird hier das Geld verdient, damit oben die Forschung

weitergehen kann.

Im ersten Stock sind die Stammzellenlinien.

Und im zweiten ist die Yamanaka-Forschung.

Yamanaka? Ja.

Ich erklär's dir gleich.

Also, das sind ganz normale Hautzellen eines Menschen, kennst du ja.

Ja. Und hier?

Die Viren, mit denen wir die Gene einschleusen, sind quasi Kuriere, also

die Boten des Genfutters.

Die krallen sich an die Hülle der Zellen und dringen so mit ihrer Fracht ein.

Und durch die sozusagen...

Huke Pack, eingeschleppte DNA, verwandeln sich die Hautzellen zurück in

pluripotente Stammzellen.

Pluripotent, das heißt, diffamieren sich?

Nein, das heißt, sie sind jetzt Basiszellen, die sich in jeden Zelltypen

des Körpers verwandeln können. Sie sind noch nicht spezialisiert. Man könnte

sagen, wir reprogrammieren die Hautzellen zurück in das Stadium, das

embryonale Stammzellen so wertvoll macht.

Sie können es dann in alle Zellen entwickeln, die beispielsweise in einem

kranken Körper defekt sind oder Wachstumsprobleme haben.

Echt nicht schlecht.

Und ohne dass wir unser Erbgut in irgendeinem Kuh-Ei züchten müssen.

Soviel zu den Briten und ihrem Chimäre-Kram.

Entschuldigung. Kaffee?

Oh ja, gern.

Eins Huhn und was noch?

Ich hab ein Segelboot an der Ostsee.

Mir wird schlecht auf dem Boot.

Meinem Sohn auch.

Er muss trotzdem mit.

Musst du eigentlich nochmal zurück ins Labor?

Du warst

irgendwie nix.

Was meinst du?

Keine Sachen, keine Bücher.

Liest du nie?

Hallo.

Und, riechst du?

Riechst echt einfach gut.

Alter, bist du gut drauf, mein Lieber.

Tschüss.

Noch ein Bier?

Was machst du sonst so?

Außer schwimmen gehen.

Sag ich nicht.

Wieso?

Weiß nicht, ich hab in letzter Zeit das Gefühl, ich quatsch zu viel.

Sag zuerst mal, was du machst.

Mir aus, ich bau Kunst.

Was heißt das?

Meine Firma baut und plant Objekte im Auftrag von Künstlern, also meistens

Bildhauern.

Wir haben eine Idee oder einen Entwurf und wir bauen das dann.

Und was für eine Art von Kunst ist das denn?

In der Regel Installationen oder größere Skulpturen.

Ernsthaft?

Ja.

Hast du mal eine Visitenkarte?

Ja, müsste ich eigentlich.

Das

heißt,

du hast jetzt meine Nummer.

Kann ich deine auch haben?

Ach so, na klar.

Ja.

Ich weiß nicht, wie das so läuft.

Was denn?

Also mit der Anonymität oder so.

Also... Bei Schulen.

Ich bin nämlich nicht schwul.

Ich meine, ich war nicht schwul bisher.

Und jetzt meinst du, du bist es?

Keine Ahnung.

Nein.

Ja.

Ich weiß nicht.

Macht dir keinen Stress?

Ist nicht so einfach.

Doch, du musst mir Abschied nehmen.

Wovon? Von deinem deterministischen Biologieverständnis.

Na? Du

siehst aber gut aus.

Du riechst anders.

Was?

Weiß ich nicht, lecker.

Die Ehe kommt dadurch zustande, dass die beiden Eheschließenden vor dem Stand des

Beamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, die

Ehe miteinander eingehen zu wollen. Also wenn da vorne eben Hamlet steht, dann

kann ich mir nicht sagen, kann ich nicht sagen, naja, das ist so ein...

Heterosexueller Mann mit seinen speziellen Problemen, mit dem habe ich

nichts zu tun, sondern ich bin aufgefordert zu sagen, ja, der verträgt

mich.

Hingegen, wenn da eben Medea steht, dann sagt man, ja, da ist eine Frau, eine

Ausländerin unterdrückt mit dem speziellen Damenbindenproblem.

Es müsste tatsächlich ein gemeinsam zu bewohnendes Haus der Differenzen geben.

Aber der erste Seziertisch, auf den wir kommen, ist der bei der Geburt. Wenn

jemand sagt, das ist ein Mädchen oder das ist ein Junge.

Das erzählen die uns als eine biologische Ordnung, das ist aber

vielleicht nur eine symbolische.

Ja.

Ja.

Roster?

Was machst du da nochmal?

Ah, schlechte Cool-Start-Show.

Halt du durch, mein Baby. Ich bin Übung zurück.

Okay.

Sollen wir nicht mal zu dir gehen?

Ich wohne nicht allein.

Aha.

Was heißt das genau?

Das heißt, da ist ein anderer Mann.

Sie dürfen die Braut jetzt küssen.

fiel zusammen mit der Entdeckung einer Perversion, ihres fetischistischen

Schlafs.

Pervers, ja.

Sie wenigstens war etwas Besonderes unter diesem normalen Irren. Richtig

pervers. Alles andere war doch eine solche Zeitverbeutung. Und allein

dieses... Das machst du nur.

Weiß nicht.

Wollen wir noch zu dir gehen?

Nee, das geht nicht.

Wieso? Ich wohne nicht allein.

Oh, nein.

Oh, mein Gott.

Ein bisschen Durcheinander, finden Sie nicht?

Ein paar Sachen finde ich ganz gut. Hallo.

Hallo.

Wie alles so wäre, ich weiß auch nicht.

Was war das nochmal?

Ein Redakteur, ich habe seinen Namen vergessen.

Mir ist irgendwie schlecht.

Echt? Wollen wir gehen?

Ja, nein, ähm... Lass uns mal weiter...

Ich muss mal heben.

Oh ja, ich geh auch gleich.

Okay.

Wollen wir nicht lieber abhauen?

Hey, Menschana!

Heidna, was machst du da? Ich hab dich ja ewig nicht gesehen.

Ja, ich hab die Installation hier gemacht. Hast du schon angeschaut?

Hast du?

Hast du schon mit dem Computer gesteuert? Alle zwölf Sekunden wechselt

die Farbe. Und da steht dann so ein Wechsel zwischen Morgen und Abendland.

Aber wieder kommt Geld da. Aber wir haben uns echt Mühe gegeben.

Was?

Untertitelung des ZDF, 2020

Naja, die ist heute Abend beim Studiogas zu langsam. Könnte sie mal auftauchen in

der Stadt.

Ja, ich warte.

Scheiße. Ich habe mir die Tage geblickt.

Hast du einen Tambor übrig?

Nein, und ich habe auch keinen.

Du weißt, wir haben doch immer irgendwo welche.

Was ist denn los?

Ich habe schon ewig keine Tage mehr gehabt.

Naja, vielleicht bist du es schon.

Wenn sowohl in einem eckigen Kontrollfenster wie auch in einem runden

Testfenster eine Linie sichtbar wird, sind Sie schwanger.

Stopp! Stopp! Stopp!

Das heißt, um Unterwerfung einerseits und Subjektwerdung andererseits.

Ja, das ist eine alte Frage.

Warum ist es so schwierig, sich aus früheren Unterwerfungen zu lösen?

Warum sind das genau die Begriffe, die uns beleidigen, verletzen, regulieren

und kontrollieren?

Ohne die wir nicht zu leben wissen, die wir brauchen, um eine gesellschaftliche

Position einnehmen zu können. Warum binden wir uns an Begriffe, die uns

herabsetzen und abwerten?

Die übliche Antwort lautet, weil wir nur so sein können.

Sie ermöglichen uns, am Leben zu bleiben.

Und das ist paradox.

Wir bewegen uns im Rahmen etablierter Kategorien, weil wir sie uns aneignen

und durch sie öffentlichen Einfluss ausüben können. Wir nehmen sogar

manchmal in Kauf, aufgrund von Kategorien wahrgenommen, platziert und

erkannt zu werden, die uns einer enormen Ambivalenz aussetzen. Und wir tun es

trotzdem, weil wir nur so sein können, das heißt nur so akzeptiert werden

können.

Ich würde sagen, ein gewisser Entfremdungseffekt ist der Preis dafür,

dass wir im Rahmen des lesbaren...

und anerkennbaren Handeln.

In seinem eigenen Sein bestehen zu wollen, heißt für Spinoza,

nicht dasselbe zu bleiben, sondern bedeutet eine Erweiterung, eine

Veränderung des Vorgefundenen.

Die Begierde zu bestehen kann nicht reduziert werden auf den rein

erhaltenden, rein bewahrenden Aspekt der Begierde. Man wäre sonst bei dem, was

später bei Freude, Selbsterhaltungstrieb heißt.

Tatsächlich kann uns unser hartnäckiges Festhalten am Leben dazu bringen,

Existenzbedingungen zu akzeptieren, die unser Leben negieren und entwählen.

Man kann sich darüber täuschen, welcher Weg zu einem mehr oder weniger besser

ist.

Das Komplizierte daran ist, dass man nicht außerhalb der Kategorie der

Anerkennung sein kann, auch wenn es sein kann, dass wir nicht weniger sind.

Vielen Dank.

Hallo? Hallo, ich bin's.

Mach mir auf, bitte.

Mensch, Anna, was ist denn los? Ich muss mit dir sprechen.

Bitte mach mir auf.

Anna, das geht jetzt nicht.

Hast du mit mich nichts verstanden? Ich muss mit dir sprechen. Los, jetzt mach

auf! Mensch, Anna, ich bin nicht alleine.

Ist mir scheißegal, jetzt mach die Tür auf, verdammt noch mal!

Jetzt wird's kompliziert.

Was ist denn los?

Ist die noch da?

Was denn?

Die andere, ist die noch da?

Du hast doch gesagt, du bist nicht allein.

Anna, was ist denn los? Was ist denn passiert?

Ich... Ich bin schwanger.

Das ist Simon.

Was?

Sag mal.

Viet, ihr kennt euch?

Was machst du denn da?

Kannst du mir das irgendwie kurz mal erklären?

Was hat sie gesagt?

Hanenauf?

You want some tea?

Yes, please.

Good morning.

Good morning.

You are going to go and see the doctor today, aren't you?

Good.

Simon rang again last night.

Da ist es.

Da.

Siehst du das Herz schreien?

Ja, das zwitschrige Ding ist da.

Nur einen Moment.

Da ist noch einer, hinter dem Backen.

Noch einer?

Na, hallo.

Twins.

Can you tell me how old they are?

I'd say about 18 weeks.

Is it possible to determine the date precisely?

If you know when you had intercourse, it's fairly simple to narrow it down.

And what if you had, I mean, if you had more than one partner?

What time was close together?

Yes, sometimes.

Then you might want to have a paternity test done.

One of the men is going through chemotherapy at the moment.

Ah, then we would have to do some other tests first.

But from what I've seen, there's really nothing to worry about.

Sag doch mal genauer.

Ich glaub, ich weiß zum ersten Mal seit langer

Zeit nicht, was ich eigentlich will.

Ich hab das Gefühl, du weißt zum ersten Mal seit langer Zeit ganz genau, was du

willst.

Ja?

Siehst du?

Dass ich das noch erleben darf.

Ja.

Und vorbei ist es auch schon.

Und warum?

Es gibt ja noch einen anderen.

Wo jetzt? Bei dir?

Kompliziert.

Bei uns beiden.

We've got the records number, TVY 75071.

We sent the e-mail to you.

I'm in this letter for you.

You've got the e-mail. Hi.

Look, we'll get back to you in a minute.

Welcome to World News.

I'm Tristana Moore with the latest headlines.

More carnage in Baghdad. 50 dead after a suicide bombing.

Peace talks collapse in Darfur, forcing refugees to flee.

Hundreds arrested during anti-government protests in St. Petersburg.

Rescue workers race to find survivors.

Vielen Dank.

Ist sie das denn überhaupt?

Auf jeden Fall.

Das weißt du doch gar nicht, das ist doch geheim.

Wenn eine von denen hier meine Mutter ist, dann die.

Komm, gehen wir woanders hin.

Es ist der 22.

Juni, wenn meine Rechnung stimmt.

Weißt du von wem es ist?

Es sind zwei.

Ich hab dich vermisst.

Ich dich auch.

Ich vermisse auch Adam.

10,

9, 8,

7,

commencing countdown engines on three two

check ignition and may god's love be with you

this

is crown control to major tom

You've really made the grade.

And the papers want to know whose shirt you wear.

Now it's time to leave the capsule, if you dare.

This is Major Tom to Ground Control.

I'm stepping through the door.

And the stars look very different today.

For here am I sitting in a tin can.

Far above the world.

Planet Earth is blue and there's nothing I can do.

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