All language subtitles for Die Heimkehr 2012

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Original subtitles

hab ich gar nie weg gewesen, der Herr.

Grüß Gott.

Grüß Gott.

Das ist ein schöner Gruß.

Den sagt man sonst nirgends auf der Welt.

Alles grüßt man, bloß nicht Gott.

Grüß Gott.

Grüß Gott.

So kann man sich auch unterhalten.

Sagt der eine Grüß Gott, sagt's der andere auch.

Immer wieder.

Wohin fahre Sie, wenn ich fragen darf?

Nach Gerbersau.

Ja, da will ich auch hin.

Wird sich einiges verändert haben.

Bei uns ändert sich nix.

Für einen, der 30 Jahre weg war, schon.

Entschuldigung.

Herr Bürgermeister, ich muss Sie dringend sprechen, Frau Endriss.

Schon wieder?

Guten Abend.

Mein Amtsdiener, der Herr Bäume, Sie kennen sich ja.

Ja.

Er hat mich angezeigt.

Die Anzeige ist anonym.

Wie gehabt.

Was macht Ihr Schwägerin da?

Bertha.

Sie fürchtet sich vor ihm.

Sie denkt, sie kann sich damit unsichtbar machen.

Rotieren Sie das, Bäume?

Sie hat Angst, dass man sie abholt und in

eine Anstalt bringt.

Uns wurde gesagt, Sie halten sie hier wie eine

Gefangene.

Wir sehen doch, dass das nicht stimmt.

Das sehe ich leider nicht, Frau Endriss.

Ja, da hat es gut bei mir.

Besser als in jeder Anstalt.

Würden Sie mir dann erklären, warum es hier so

aussieht?

Weil sie so erschrocken ist, als Sie geklopft haben.

Sie will in keine Anstalt.

Da war sie schon einmal.

Das war ganz fürchterlich für sie.

Und wieso ist sie fast unbegleitet?

Sie ist im Nachttent.

Um diese Uhrzeit.

Nach dem Essen geht sie immer zu Bett.

Sie braucht viel Schlaf.

Aber das führt heute natürlich nichts mehr bei der

Aufregung.

Alles protokollieren, Bäume.

Jawohl.

Herr Bürgermeister.

Wenn Bertha in eine Anstalt kommt, das bringt sie

um.

Wir wollen nur, dass sie gut aufgehoben ist.

Sie wollen das Haus.

Wie bitte?

Sie wissen, dass es ihr gehört.

Sie wollen das Haus und die Fabrik.

Nicht sehr persönlich, aber die Stadt will es.

Das ist doch Unsinn.

Weil Sie mich los sein wollen.

Niemand will Sie los sein.

Wirklich, niemand.

Ich weiß es besser.

Wir haben genug gesehen.

Guten Abend.

Grüß Gott.

Entschuldigung.

War nicht hier mal eine Gerberei?

Die Gerberei vom Staudemeier.

Aber die hat man abgerissen.

Abgerissen?

Und warum?

Hat sich scheinbar nicht mehr rendiert, so viel ich

weiß.

Und keine Nachkommen, wissen Sie?

Keine Nachkommen.

Und blind ist er, als letzte alte Gerber kam.

Blind?

Jetzt geht zu.

Das war

ein neuer Mein zu Hause.

Guten Abend.

Guten Abend.

Sagen Sie die alten Wirtsleute?

Von denen haben wir das Gasthaus übernommen.

Die leben nicht mehr.

Ich verstehe.

Werder ist schon im Bett.

Ich bin nicht wegen Werder hier.

Ich will zu Ihnen.

Zu mir?

Darf ich eintreten?

Ich bin beim Bügeln.

Bitte.

Bitte.

Schön haben Sie es.

Ach ja?

Sehr sauber alles.

Ist bestimmt nicht einfach für Sie mit Ihrer Schwägerin.

Was wollen Sie, Herr Bürgermeister?

Vergessen Sie den Bürgermeister, bitte.

Ich komme privat zu Ihnen.

Sie sollten nicht glauben, dass ich ein Unmensch bin.

Am liebsten täte ich diese Anzeige einfach ignorieren.

Dann tun Sie es.

So einfach geht es nicht.

Es sei denn, Sie tun mir auch einen Gefallen.

Ich Ihnen?

Ja, Katharina.

Ich wüsste nicht welchen.

Das wüsste sie schon.

Da bin ich mir sicher.

Tut mir leid.

Sie kennen doch die Männer.

Wer sagt das?

Ich wollte Sie nicht kränken.

Liebe Frau Endres, bitte.

Das müssen Sie mir glauben.

Bitte.

Im Gegenteil, ich schätze Sie sehr sogar.

Ihrem Auftritt heute?

Ich war im Amt und nicht allein.

Katharina, ich wollte Sie wiedersehen und mich entschuldigen.

Das haben Sie hiermit getan.

Wo geht sie denn hin?

Katharina, Sie sind eine schöne Frau.

Ich will doch nichts von Ihnen, was andere nicht

ausschauen wollen.

Es reicht, Herr Bürgermeister.

Schicken Sie mich nicht fort.

Ich bitte Sie.

Ich würde mich einsetzen für Sie.

Ich gebe Ihnen, was Sie wollen.

Gehen Sie.

Ich hoffe, es tut Ihnen nicht noch einmal leid.

Fehlen Sie dir nichts.

Was?

Ich weiß, wo du jetzt herkommst.

Und?

Dann weiß ich es halt.

Schämst du dich nicht?

Als Bürgermeister.

Schämst du dich selber?

Ausgerechnet zu dir.

Schau in den Spiegel.

Dann weißt du, warum.

Sauklar.

Trau dich.

In Stuttgart haben sie gar nicht angeschossen.

Nur angeschossen?

Ja, nur angeschossen.

Alles bestens.

Heilsgute Damen und Herren.

Wenn wir das machen hätten.

Ich habe ganz vergessen, meinen Stuhl abzuwischen.

Da muss man heutzutage schon aufpassen, wo man sich

nachsetzt.

Noch ein Bier?

Hat der Salat nicht geschmeckt?

Ich habe ihn gar nicht probiert.

Nicht ordnen von den Herren den Salat.

Gezahlt ist er, aber nicht angekriegt.

Dann isch ihn du, Herr Mann.

Der ist umsonst.

Danke.

Wer will das etwa?

Das erinnert mich an einen Herrmann, der einmal mein

Schulfreund war.

Der Morle.

Hat schon lange keiner mehr zu mir gesagt.

Morle.

Lass dich umarmen.

Du warst ja schon in der Schule für uns.

Der zukünftige Dürer.

Und wer sind Sie?

Der August bin ich.

Vom Gerber Karl der Sohn.

Der nach Amerika isch.

Erst nach Amerika, dann nach Russland.

Und jetzt hat es mich wieder heimgetrieben in mein

altes Gerber-Sauherr.

Gott sakra, Morle.

So was.

Das muss gefeiert werden.

Herr Wirth.

Danke.

Aber den besten, den Sie haben.

Für die Herren da drüben auch.

Nobel siehst du aus.

Ich kann nicht klagen.

Das unterscheidet uns.

Ab jetzt nicht mehr.

Was treibt Dich in der alten Heimat?

Die Sehnsucht, ganz einfach.

Nach den alten Gesichtern, der Sprache, den Gerüchen, was

jeder kennt, der lange im Ausland war.

Na ja, Du bist lange weg gewesen.

Ja.

Und jetzt möchte ich was Großes aufziehen in meinem

alten Gerber-Sau.

Was Großes, so?

Das ist dann meine Wache.

An dieser Stadt.

Solche Hechte haben wir aus dem Wasser gezogen früher.

Du musst uns von Russland erzählen.

Genau.

Wie ist es denn da so?

Es heißt immer, die saufen bloß, wir schaffen nichts.

Stimmt nicht, die arbeiten wie wir.

Aber Sie werden schlecht bezahlt, oder nicht?

Ich habe meine Arbeit ja immer gut bezahlt.

Dann warst Du der Chef.

Ich habe eine Fabrik gehabt.

Siehst Du es?

Sag ich doch.

Im Ausland kann man nur reich werden.

Da ist alles viel leichter als bei uns daheim.

Stimmt's?

Leichter ist es nicht.

Kannst Du auch Russisch sprechen?

Natürlich spreche ich Russisch.

Und wie ist es bei Dir?

Gut.

Prost!

Das Rathaus.

Die Schule.

Der Laditer.

Sag, gibt es den alten Adam noch im Pfannenschmied?

Den haben wir doch in der Zimt geklaut.

Nein, der lebt schon lange nicht mehr.

Aber die Werkstatt, die gibt es noch.

Gleich ums Eck.

Wir können hingehen, wenn Du magst.

Nein.

Warum bist Du überhaupt weg?

Mensch Morle, ich habe viel erreicht da draußen.

Keiner hat mir das zugetraut.

Am wenigsten mein Vater.

Und jetzt, wo ich es ihm zeigen könnte.

Jetzt ist er nicht mehr da.

Was willst Du denn tun?

Du bist doch ein gemachter Mann.

Schon als er blind war, habe ich gewusst.

Nichts mehr da, Morle.

Nur Du noch.

Der große Künstler.

Auch wenn es zum Dünger nicht gereicht hat.

Die gehört dem, der

sie heute Nacht in meinem Garten vergraben hat.

Nicht mir.

Die könnt ihr behalten.

Das ist Eure tote Katze.

Jura, schnell bist Du!

Das ist mir schon an Ihrem Garten aufgefallen.

Der Endres ist früh gestorben.

Sind Sie verwandt mit ihm?

Er war mein Mann.

Oh, Entschuldigung.

Tut mir leid.

Wissen Sie, ich war lange weg von Gerbersau.

Viele Leute kenne ich gar nicht mehr.

Ihn habe ich gekannt, auch wenn wir nicht gerade

befreundet waren.

Wissen Sie, ich würde Herrn Staudemeyer nicht verherrlichen.

Sie steht da vorne zum Tisch.

Machst du einen Kaffee?

Guten Morgen, Herr Staudemeyer.

Guten Morgen, August.

Mit wem habe ich die Ehre?

Ich bin dein Vetter.

Ich bin der Lukas Brommer.

Mein Vetter.

Setz dich her zu mir.

Ich hätte dich nicht erkannt.

Ich dich auch nicht.

Dass wir uns noch einmal wiedersehen.

Wir haben ja ewig nichts mehr gehört von dir.

Ich habe mir gedacht, du willst keinen Kontakt mehr,

wie zu den Eltern auch.

Und jetzt, ein reicher Mann.

Dass mein Vater gestorben ist, hast du mir nicht

geschrieben.

Freilieh, das habe ich.

An deine russische Adresse.

Dann ist der Brief nie angekommen.

Man hat ihm ja nichts erzählen dürfen über dich.

Der hätte sich im Grab rumdrehen, wenn er dich

so sehen könnte.

Und die Gerberei?

Da war nichts zu machen.

Dein Vater hat dich ja enterbt.

Bist du jetzt auf Geschäftsreise da, oder?

Eigentlich wollte ich bleiben.

Das muss ich leider Amalie erzählen, meiner Frau.

Auf die bin ich gespannt.

Einen schönen Gruß soll ich dir sagen.

Und frage, ob du nicht Sonntagmittag unser Gast sein

willst.

Es wäre uns eine Ehre.

Wenn es eine Ehre ist, komme ich natürlich.

Wir essen pünktlich um zwölf.

Wie sich das gehört.

Entschuldige, fertig.

Danke, Herr Hammann.

Glaubst du nicht, es waren Kinder?

Um Mitternacht.

Mit diesem Stein?

Stimmt, sehr wahrscheinlich.

Ich glaube, es war ein Kind.

Bleibst du zum Essen?

Gern, wenn ich darf.

Ich räum's geschwind weg.

Keine Würmer!

Bertha, das sind keine Würmer.

Das sind geschnittene Pfannkuchen.

Keine Würmer!

Komm, Bertha, ich helf dir.

Tu die Würmer raus.

Das ist eine wurmfreie Suppe.

Siehst du, so geht's doch.

Da!

Da!

Bertha, bleib sitzen!

Komm, Dr. Weil!

Grüß Gott, Frau Endres.

Grüß Gott.

Ich wollte wieder mal nach der Patientin sehen.

Kommen Sie herein.

Ah, Sie haben Besuch.

Ach, ich komm besser ein anderes Mal.

Ja, bitte.

Verehrung.

Schau mal, Bertha, hast Blumen gekriegt.

Von einem Verehrer.

Schau mal.

Da, schau.

Das sieht gut aus.

Ist wieder mal so weit.

Wie ist das?

Unmöglich ist die, der ist in der Öffentlichkeit.

Wer ist die Frau?

Die Frau vom Bürgermeister.

Die schöne Leonore.

Das hat man früher so gesagt.

Hat man mal gesagt.

Das ist aber schon lange her.

Ja.

Die schöne Leonore.

Willst du dich vor der ganzen Stadt blamieren?

Wenn du schon zausen musst, dann setz dich nicht

dazu und schwämsch da.

Ich kann tun und lassen, was ich will.

Du tust ja auch und lassen, was du willst

mit deinen Weibern.

Halt den Mund, da weisst du nicht mehr, was

du redest.

Das weiss ich sehr genau.

Sehr genau.

Ein Saukerl bist du.

Und sowas hab ich mal geliebt.

Du bist widerlich.

Du auch.

Schalal.

Widerlich.

Ich hab grad was seltsames erlebt.

Du kennst die schöne Leonore?

Ja, vom Bürgermeister.

Sie sitzt da im offenen Fenster und betrinkt sich

vor den Leuten.

Das wundert mich nicht.

Schau mal hier, so ein paar Arbeite von mir.

Morle.

Lass dir nicht ausreden, dass du ein Künstler bist.

Du bist einer, ein großer.

Bloß Kunst verkauft sich nicht.

Wunderschön.

Wovon lebst du?

Die Zeitung kauft mir hin und wieder ein paar

Karikaturen.

Das reicht dir?

Zum Leben nicht.

Aber zum Sterben ist es zu viel.

Da kann ich mich nicht entscheiden für eins von

beiden.

Du warst so ein hübsches, lebenslustiges Mädchen früher.

Frech und witzig.

Ja, früher waren wir alle jung und witzig.

Ich nehm die drei.

Was willst du dafür?

Die schenke ich dir.

Kommt nicht in Frage.

Du bist mein Freund, mit Freunden mache ich keine

Geschäfte.

Dann regeln wir das anders.

Du wirst meinen Partner.

Guck dir das bloß nicht an.

Der Endris ist ziemlich früh gestorben.

Weisst du warum?

Er hat sich totgesoffen.

Das glaube ich nicht.

Doch, der war jeden Tag im Gasthaus.

Mein Vater hat mir den immer vorgehalten, nimm dir

an dem ein Beispiel, der kann alles.

Ich dagegen konnte nichts.

Die Spinnerei, das war sein Werk.

Die Stadt war mächtig stolz auf ihren großen Sohn.

Nix mehr übrig gebliebe davon.

Du warst eine junge Frau.

Die kennst du?

Ich hab sie an seinem Grab gesehen.

Wahr?

Glaubst du, die Spinnerei, das lohnt sich mit dir

wieder anzufangen?

Das glaube ich nicht.

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