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Original subtitles

"Ich halte es für kriminell,

wie sich die Menschen

über einen kleinen Mord derart aufregen."

Aufmachen!

Aufmachen!

Ich weiß, dass Sie da drin sind.

Ich bleibe so lange hier, bis ich mein Geld bekomme.

Sie sind drei Monate mit der Miete im Rückstand. Solche wie Sie kenne ich.

Wenn Sie nicht sofort aufmachen, rufe ich meinen Sohn Angus.

Sie wissen, was Angus von Ihnen hält.

Machen Sie die Tür auf.

Morgen.

Das ist hier nicht die Wohlfahrt.

-Edelweiß, da bist du ja. -Sie kam durchs Fenster rein.

Ich suche schon die ganze Woche nach dir.

Wegen der Miete, Ms. Collins,

mein Fonds müsste dieser Tage ausgezahlt werden.

Zahlen Sie einfach bei Gelegenheit. Du bist ein ungezogener Junge.

Nur aus akademischem Interesse:

-Sagt Ihnen "Integrität" etwas? -Bitte was?

Als Ihr letzter Semesterbeitrag nicht eintraf,

habe ich als Direktor dieser Schule Nachforschungen angestellt.

Ich fasse zusammen:

Sie waren weder an der Yale Universität

noch im Actors Studio.

Und was Ihren Treuhandfonds

bei der First National Bank von Tuledo, Pennsylvania angeht:

Es existiert weder die Bank

noch Tuledo, Pennsylvania.

Ich wüsste allzu gern, wie Sie damit durchkommen wollten.

Ich dachte, sobald Sie sehen, wie gut ich bin,

bieten Sie mir ein Stipendium an.

Nein, ein Stipendium wird es nicht geben, Mr. Ripley.

Und der morgigen Vorstellung werden Sie auch nicht mehr beiwohnen.

Morgen, wenn die Talentsucher kommen?

Sie haben Ihr Recht verwirkt, sich ihnen zu präsentieren.

Gewissen ist ein Wort für Feige nur.

Zum Einhalt für den Starken erst erdacht...

Wundervoll, Cynthia, ganz wundervoll.

Ich hatte nur Augen für dich.

Das solltest du vor den ganzen Lobpreisungen erfahren.

Du bist süß, Bernard.

Wo nicht zum Himmel, Hand in Hand zur Hölle!

Er ist so ein Wichtigtuer.

Da bist du.

-Liebste, du warst spektakulär. -Danke.

Verletzlich und ein bisschen liederlich. Das hat mir gefallen.

-Und du warst ein echter Psychopath. -Für die hatte ich immer ein Herz.

-Auch für solche Möchtegern-Psychos. -Spar's dir.

-Du musst in der Galerie sein. -Ich bin spät dran.

Oh Gott, Jeffrey wird durchdrehen.

-Musst du so schnell fahren? -Tue ich gar nicht.

Aufpassen!

-Weißt du, was dein Problem ist? -Was?

Du bist verklemmt.

Probier mal aus, was passiert, wenn du einfach loslässt.

-Derwatt! -Oh nein.

-Fahr nicht so schnell. -Ich fahre nicht schnell.

Die Erde dreht sich einfach so wahnsinnig schnell.

Weg da.

-Woran willst du rütteln? -Du Wahnsinniger.

Dich lasse ich nicht mal in die Nähe davon.

-Ich komme nach, muss was holen. -Okay, Herzchen.

Vielen Dank. Ich komme.

-Jeff! -Wo zum Geier warst du?

Wieso hast du denn deine Familie dabei, Jeff?

Sie verpassen sonst ihre Abgabe. Bitte benimm dich.

Ich habe mein Haus, mein Auto und mein Lifting darauf gesetzt.

-Trägst du Mascara? Ja. -Leck mich.

Verzeihung. Miss?

-Verzeihung. -Was ist los?

-Ich wollte Sie nicht erschrecken. -Raus. Was machen Sie hier drin?

Ich sah Sie schlafen und dachte, ich sollte Sie wecken.

Warum?

Es könnte ein Schuft vorbeikommen.

Danke, und jetzt steigen Sie bitte aus.

-Geht es Ihnen gut? -Ja, mir geht es prima.

Da stehe ich ja jetzt dumm da.

Ich habe mir Sorgen gemacht, und Sie denken, ich sei irre.

Nein, es soll nur niemand einfach einsteigen.

Ich wollte zu einer Vernissage. Mein Freund stellt dort aus.

-Ich wollte Ihnen keine Angst machen. -Derwatt?

-Ja. -Ich will auch zur Vernissage.

Er ist der neue Star am Kunsthimmel, oder?

Ja, so sagt man.

Ihnen bereitet er schlaflose Nächte, hm?

Ich bin nur müde. Ich habe die ganze Nacht für mein Examen gelernt.

Ich bin eingeschlafen.

Nigel, hör auf damit!

Lass ihn in Ruhe!

-Was wird das? -Ich bin eingeschlafen.

Er hat nur nach mir gesehen.

Du schläfst in dieser Gegend ein? Clever.

Du hast ja wie immer ewig gebraucht.

-Wer ist dieser Typ überhaupt? -Entschuldige dich erst bei ihm.

Unfälle passieren.

Ja.

Kein Problem.

Zehn lange Jahre bin ich durch eine Durststrecke gegangen.

Dann beschloss das Tate, zwei meiner Bilder zu kaufen, und...

jetzt sind Sie alle hier.

-Was bedeutet das für Sie? -Ich kann meine Miete bezahlen.

Ich kann mich ernähren,

gute Farben und Leinwände kaufen.

Ich muss Ihnen nämlich sagen,

dass eine einzelne Tube Karminrot

heutzutage erschreckend teuer ist.

Ich muss viele Bilder verkaufen, um meine Gewohnheiten zu finanzieren.

Das bedeutet es für mich.

Pflicht getan. Schaff mich hier raus.

Das war ja mal ein eindrücklicher Auftritt.

Ich freue mich, dass er berühmt wird.

Er will so unbedingt ein Star sein.

Tom, wer sollte das kaufen wollen? Wie kann man damit leben?

Keine Ahnung.

Gott sei Dank bin ich endlich über ihn hinweg.

Was meinst du damit? Er liebt dich.

-Er liegt dir zu Füßen. -Nein, er ist besessen.

Das ist ein Unterschied. Ehrlich, ich kann nicht atmen.

Ohne den Sex und die Heldenverehrung

bleibt nichts weiter übrig als eine echt furchterregende Person.

Rate mal, was ich gestern im Bett machen sollte.

Ich sollte ihm die Luft abdrücken.

Aber dieses Mal sollte ich es durchziehen,

damit er beim Orgasmus bewusstlos wird.

Das ist doch krank.

Hast du's gemacht?

Ich probiere alles einmal aus.

50 000 Pfund, Jeff?

Ich weiß nicht recht, worauf du neidischer bist, Bernard:

dass seine Künstlerkarriere deine überflügelt

oder dass er unser kleines Luder Cynthia vögelt.

So spricht man nicht über eine Exfreundin, Jeff.

Gib sie auf, Bernard.

Cynthias Leben ist eine Safari:

Sie will immer das größte Wild erlegen.

Derwatt ist nur die Beute du jour .

Was will sie dann ständig mit Tom?

Ich habe keine Ahnung.

Sie ist eine Nummer zu groß für diesen Niemand.

Ami-Nieten ließen mich immer kalt. Man weiß nie, wo sie waren.

Ich bin über ihn hinweg.

-Ich erkenne die Anzeichen. -Welche?

Zuerst mal habe ich mit einem anderen geschlafen.

Du kennst ihn. Der Typ, der diese riesigen Eisenskulpturen macht.

Das ist ein Zeichen. Das musst du zugeben.

Klar.

Unfälle passieren.

Physik, hm?

Eigentlich Philosophie.

Ich mache gerade meinen Masterabschluss.

Er beweist, dass es die absolute Wahrheit nicht gibt.

Alles hängt von deiner Position im Universum ab.

Ganz genau.

Wir wollen noch feiern. Wenn du mitkommen willst...

Gern, aber mein Freund hat leider schon Pläne.

Tut mir leid.

Mir tut es leid, dass du mit ihm zusammen bist.

Er dachte, du wolltest mich ausrauben.

Er dachte wohl eher, ich raube ihn aus.

-Vielleicht hatte er recht. -Aus seinem Blickwinkel womöglich.

-Und deiner? -Mein Blickwinkel ändert sich gern.

Aber gerade bin ich mit ihm zusammen.

Was könnte diese Tatsache ändern?

Ich könnte in zwei Minuten meine Meinung ändern,

wenn er bis dahin nicht auftaucht.

Geben wir ihm fünf. Wir wollen doch fair sein.

Scheiße.

Scheiße!

Hallo?

Hallo!

Auf Derwatt.

Prost!

Komm her.

Wie ihr alle wisst, bin ich nur ein weiterer verzweifelter Künstler,

Schrägstrich Irrer.

Ein Hype voll heißer Luft auf der gnadenlosen Jagd nach Ruhm.

Heute möchte ich etwas ganz Einfaches sagen.

Und das richtet sich an meine große Liebe Cynthia.

Du bist die Frau meiner Träume.

-Sehr süß. -Die fehlende Hälfte meiner Seele.

Darum frage ich dich, nein,

flehe ich dich an,

mit jeder einzelnen Körperzelle:

Heirate mich.

Werde meine Frau, für immer an meiner Seite,

und die Mutter meiner Kinder.

Es tut mir leid. Tut mir so leid.

Seht euch den an.

Der Trottel hat dafür seinen Vorschuss verschleudert.

Immer für eine Überraschung gut.

-Was machen wir jetzt? -Meine Investition beschützen.

Bevor die Schlampe sie zerstört. Los.

Himmel, heiraten. Wie kommt er denn darauf?

-Oh Gott. -Beeilung.

Schnell, kommt.

-Du hast dich selbst übertroffen. -Was hätte ich tun sollen, Jeffrey?

-Ich mache mir jetzt keine Vorwürfe. -Gut, dann übernehme ich das.

Gott.

Oh mein Gott.

Oh mein Gott!

Ach du Scheiße.

-Derwatt? -Nein.

-Bleib weg. -Derwatt!

-Derwatt! -Nicht.

Derwatt?

Kannst du mich hören?

Derwatt!

Warum? Komm schon!

Tom.

Schon gut, das war nicht deine Schuld.

Nein, war es nicht. Er war ein kranker Irrer.

Ein wunderbarer kranker Irrer.

-Rufen wir einen Krankenwagen? -Wozu?

-Der Idiot lacht uns aus. -Kapierst du nicht?

-Er war ein Genie. -Kann sein.

-Keiner wird es je erfahren. -Was meinst du?

Es ist vorbei.

Wir verkaufen morgen kein einziges Gemälde.

Wovon redest du?

Sobald jemand erfährt, dass er...

-Sie werden sich um ihn reißen. -Ja, wenn der Künstler berühmt ist.

-Ist er doch beim Tate. -Die hängen die zwei Bilder nie auf.

Museum und Sammler kaufen Werke von Künstlern wie Derwatt

als Investitionen in die Zukunft.

Jetzt lassen sie ihn fallen.

Seine Zukunft ist vorbei und damit auch meine.

Jetzt verkauft sich kein Gemälde mehr?

Die sind so tot wie er selbst. Willst du ein bisschen, Cyn?

Ich will viel.

-Bernard? -Schnupft es doch von seiner Stirn.

Wie könnt ihr nur in so einer Situation?

Kokain wurde für solche Situationen erfunden.

Ja.

Oh mein Gott, das ist Derwatts.

Was?

Ja, tatsächlich passt es gerade absolut gar nicht.

Nein, ich glaube, ich habe euch Blutsaugern

genug Interviews für eine Weile gegeben.

Tu mir also einen Gefallen und lass mich in Ruhe.

-Was? -Du bist ja irre.

-So irre war nicht mal er! -Nein, du warst gut.

-Ich dachte, das war Derwatt. -Ich auch.

Für einen Moment dachte ich...

Was, wenn er gar nicht tot wäre, Jeff?

-Dazu spielst du nicht gut genug. -Nein, ich meine es ernst.

Was, wenn er noch nicht tot wäre?

Was dann?

Schlägst du vor, dass wir...

die Bekanntgabe verschieben?

-Oh nein. -Um Himmels willen, Jeff!

Ich meinte nur das Wochenende.

Das gefällt mir nicht.

Seine Gemälde werden alle verkauft...

Und wir legen die Tragödie neu auf.

Nur Jeff hat was davon.

Ich kriege kaum meine Ausgaben rein.

Ist doch nicht zu fassen!

Derwatts Leiche liegt hier und starrt mich an.

-Und ihr sprecht von Verkäufen! -Ist ja gut.

Vermutlich hat Bernard recht.

Das können wir nicht machen.

Nicht, wenn er da liegt.

-Die Leiche muss weg, Jeff. -Das Auto auch, und zwar schnell.

-Gute Idee. -Hört mir keiner zu?

Pst, sonst weckst du Eloise.

Los.

Bernard, die Taschenlampe.

Das ist moralisch falsch.

Red dir einfach ein, nur so kann Derwatts Arbeit überleben.

Ja, oder es ist Jeff, der nur so überleben kann.

Jeff, hilf mir und nimm seine Beine.

-Vorsicht. -Gott.

Nach unten.

-Licht ist links. -Halt ihn mal kurz.

Der Anzug ist hinüber.

Ist da was drin?

Pork Pie. Von '97.

-Du solltest mal aufräumen. -Ach, Tom.

Das ist nicht richtig. Das ist ganz und gar nicht richtig.

Er rutscht.

Okay, gib ihn mir.

Oh Gott.

Ist der schwer.

-Bereit? -Bereit.

Eins, zwei, drei.

Gott.

Komm her.

Wir haben ihn auch geliebt. Deshalb machen wir das. Siehst du das nicht?

Kein Wort zu Schneewittchen, ja?

Stillschweigen.

Alle fahren nach Hause. Jeff borgt mir den Jaguar.

-Ich fahre Eloise nach Hause. -Vergiss es.

Weißt du, was?

Vielleicht hat Bernard recht.

Vielleicht dürfen wir Derwatt nicht am Leben halten.

Danke.

Mademoiselle, Sie sind zu Hause.

Merci. Woher weißt du, dass ich hier wohne, Tom?

Ich... habe deinen Studentenausweis gelesen.

Um dich nicht zu wecken, schaute ich in deine Handtasche.

Das ist sehr aufmerksam von dir.

Danke.

Viel Glück, Tom.

Warum?

-Bin ich so unausstehlich? -Was?

Bin ich so unausstehlich, dass du mich nicht wiedersehen willst?

Um ehrlich zu sei, habe ich auch...

deine Nummer abgeschrieben.

Verstehe.

Sag das einer Frau, damit sie sich keine Sorgen macht.

Ja, sollte ich wohl.

Hat dir meine Tasche auch verraten,

dass ich morgen früh nach Paris abreise?

Nein.

-Wie lang? -Für immer.

Nun...

Dann heißt es wohl Abschied nehmen.

-Auf Wiedersehen, Tom. -Auf Wiedersehen.

-Bin ich so hässlich? -Bitte?

Bin ich so hässlich, dass du mich nicht küssen willst?

Dafür kenne ich dich noch nicht gut genug, Tom.

Auf Wiedersehen.

45-31-22-45.

-Warte, was? -Meine Pariser Nummer.

Ich meine nur, wenn ich 900 bestelle...

-48,50 Pfund, bitte. -Wie viel?

-48,50 Pfund. -Warte mal kurz.

Neil Murchison. Und Sie sind...

Ms. Parker, Jeff Constants Assistentin.

Ich kann mich gut an Sie erinnern, Mr. Murchison.

-Schön, Sie wiederzusehen. -Die Freude ist meinerseits.

Heute ist ein ganz besonderer Freudentag.

-Bitte. -Danke.

Hallo, meine Liebe. Wie geht's? Danke, dass du...

Die Serpentinen-Dame. Claire, oder? Danke, dass Sie da sind.

Mr. Constant. Sehen Sie mal, wer hier ist.

Gratuliere, Sir. Wir sind so entzückt wie Sie.

Ich hatte es Ihnen ja gesagt.

Was denn?

Derwatt schlägt ein.

Neil Murchison, wissen Sie noch?

Ja, natürlich, Mr. Murchison, aus...

-Iowa. -Fast.

-Ohio. -Ohio.

Das Dayton Museum für zeitgenössische Kunst.

Oder wie wir sagen: das Bilbao des Mittleren Westens.

-Klar. Sie sind der Kurator? -Nein, ich bin bloß ein Laie.

Ich mache die Finanzen. Ich weiß, was mir gefällt.

Ich möchte Sie daran erinnern,

dass das Dayton zwei Jahre vor der Tate angefangen hat zu sammeln.

Dann muss ich gratulieren. Das war ein echtes Schnäppchen.

Es geht doch hier nicht ums Geld.

Derwatt ist für uns ein bedeutender Künstler.

Sein Werk steht für eine wichtige Rückkehr zur Malerei.

Es gefällt uns.

Mir und Mrs. Murchison.

Wir betrachten seine Gemälde stundenlang.

Bis die Pigmente anfangen zu sprechen.

Wir pflegen ein intensives Verhältnis zur Farbe.

Das kann ich mir vorstellen.

Ich meinte, dass der...

Markt sich seit Ihrem Kauf verändert hat.

Die Preise sind nach oben geschnellt.

Ich lese auch Zeitung, Mr. Constant.

Deswegen habe ich diesen Scheck geschrieben,

ohne Feilscherei.

So sehr ich hohe Preise auch verabscheue.

-Dieses hier ist verkauft. -Sie scherzen.

Nein, ich wollte gerade den roten Punkt aufkleben.

An einen der Käufer der Tate.

-Es muss noch eins übrig sein. -Alles verkauft.

Alles verkauft?

Sie wussten, dass ich komme.

Ich bin 4000 Meilen geflogen,

um Mr. Derwatt kennenzulernen und ein paar Bilder zu kaufen.

Es tut mir sehr leid, aber ich kann nichts machen.

Ich verstehe schon.

Sie halten etwas zurück.

-Bis die Preise steigen. -Glauben Sie mir.

Wenn ich etwas hätte, würde ich gern zu diesen Preisen verkaufen.

Nehmen Sie doch diesen Scheck im Austausch für sein nächstes Bild.

-Das kann ich nicht machen. -Wieso? Derwatt hört doch nicht auf.

Natürlich nicht.

Warum nehmen Sie meinen Scheck nicht? Ich bin sein erster Sammler.

Ja, natürlich.

-Sehr gut. -Der nächste Derwatt gehört Ihnen.

-Super. -Ah ja.

Entschuldigen Sie mich. Tom!

-Tut mir leid. -Kein Problem.

Alles weg. Wer hätte das gestern gedacht?

Und das ist für ein Derwatt-Gemälde, das es nicht mal gibt.

Na, haben wir einen Reibach gemacht? Ein großer Topf zum Aufteilen?

Nein.

Ich habe genug verkauft, um meine Schulden fast zu tilgen.

Aber nach Dispo und Steuern...

Derwatt sahnt seinen Ruhm ab und du sein Vermögen.

-Du wirst ihn übers Ohr hauen. -Könnt ihr aufhören, euch zu zanken?

Lass uns jetzt ernst machen, Jeff.

-Der Arme braucht eine Beerdigung. -Auf jeden Fall.

Tom? Das war deine Idee.

-Was meinst du? -Du bist sein Geschäftspartner.

Du kümmerst dich.

Was ist das alles?

Die unfertigen Werke meines genialen Partners.

Hätten unbezahlbar werden können.

Mist, das hätte ich unten hinhängen können.

-Sieht fertig aus. -Ja.

Stimmt. Bring es runter und deck noch mehr Kosten.

Es ist nicht fertig.

Wie kannst du das sagen?

Das ist Kunst. Wer entscheidet, ob es fertig ist?

Er hat ein Gemälde immer mit einer Art Raster beendet.

-Das denkst du dir aus. -Ich zeig's dir.

Sieh her.

Wir beginnen mit einem Motiv à la Derwatt.

Sagen wir, wir malen einen Akt.

Oder eine Narbe.

Einen Vogel, egal.

Man kann Derwatt leicht imitieren.

Seine Technik war rudimentär.

Seine Eier haben ihn zum Star gemacht.

Viele Maler beginnen mit einem Raster.

Aber er hat das Bild immer mit irgendeinem beendet.

Das ist ein Derwatt.

Du meine Güte, Bernard, das ist umwerfend.

Wie lang brauchst du für ein Ölgemälde, Bernard?

Na ja...

Warum?

Nun...

Was, wenn Derwatt nicht tot wäre und die alle fertig wären?

Das wäre doch ein unvorstellbarer Gewinn für die Welt.

Oder für Jeff.

-Und Derwatts Erben. -Welche Erben?

Du weißt, er hat keine Familie.

Ganz genau, Cynthia.

Deshalb hätte er sein Geld seinen vier besten Freunden vermacht.

Geteilt durch vier.

Nach allen Abzügen.

Das hätte Derwatt bestimmt gewollt.

Er hat oft davon gesprochen.

Quatsch, hat er nie.

Cyn, sag's ihnen.

Ich glaube, er würde uns das Geld wirklich gönnen.

Vorausgesetzt, er wird berühmt, denn darum ging es ihm.

-Unfassbar. Meint ihr das ernst? -Sieh her.

-Wir müssen ihn nicht zurückgeben. -Nein.

Warte, du Idiot.

Notschalter. Sicherheitszubehör.

Bernard, bitte entschuldige uns kurz.

Ohne Bernard ist es ganz klar unmöglich.

Er würde alles tun, wenn du mit ihm schlafen würdest.

Was meinst du? Ein Fick pro Gemälde?

Vielleicht mehr.

-Ich mache Witze. -Ich nicht.

Wir müssen an einem Strang ziehen.

Gleiche Anteile und keine Abzüge, Jeff.

Was gibst du ihm, Tom?

Einen Grund.

Alle stürzten sich auf Derwatts Talent, den Hype, seinen Glanz, egal.

Aber was ist mit deinem Talent, Bernard?

-Komm zum Punkt. -Wer ist der bessere Künstler?

-Du oder Derwatt? -Ich.

Natürlich bist du das.

Wer bekam die Ausstellungen, die Aufmerksamkeit, Galerien, Frauen?

Er. Und warum?

Weil es in dieser Welt nicht immer fair zugeht.

Ganz genau. Das Leben geht nicht gerecht mit echtem Talent um.

Das Schicksal ist unfair, Menschen sind es auch.

Sag mir eins: Wie viele von Derwatts tollen kreativen Ideen

kamen ihm beim Bier mit dir?

-Viele. -Ich sehe deinen Namen nirgendwo.

-Und du, Jeff? -Ich auch nicht.

Nein. Fakt ist, du könntest sterben, ohne dass jemand dein Genie erkennt.

-Ich habe Talent, ich bin kein Genie. -Doch bist du, Süßer.

Das sieht man deiner Arbeit doch an.

Sie ist subtil, komplex. Viel mehr als Derwatts.

Ich wollte dir schon so oft eine Ausstellung geben, aber...

Die Kritiker. Zu riskant.

Wir geben dir die verdiente Chance, deine Größe zu beweisen.

Ihr wollt Derwatt fälschen.

Nein, wir machen ihn unsterblich.

Diesmal geht es nur um das Werk, kein Bockmist

oder oberflächliche Persönlichkeit.

-Nur deine Arbeit. -Mit seiner Unterschrift.

Genau.

Genau, wir dekonstruieren Derwatt.

So postmodern.

Wie du selbst gesagt hast: Das Leben ist ungerecht.

Jetzt hast du die Wahl: Bleibst du weiter das Opfer?

Oder nimmst du dir deinen Anteil?

Weißt du, du musst da nicht allein durch.

Wir halten dir während des Prozederes die Hand.

Ich werde reicher als Gott.

"Jedes neue Gemälde weist eine Reinheit auf.

Mit seiner explosiven Leidenschaft

und Zurückhaltung ist Derwatt diese fast ausgestorbene Mischung

aus Satyr, Profit und...

Derwatts Gemälde beweisen dieselbe Kühnheit,

mit der er selbst

sich in der Kunstwelt behauptet."

Der Arme. Wie er wegen dir leidet.

Ich schon wieder.

Sagen Sie ihr, dass ich geschäftlich in Paris bin

und sie sehen möchte.

Sie kommen nach Paris? Wann?

-Morgen Nachmittag. -Einen Augenblick.

Ich glaube, ich höre Mademoiselle Plisson.

Eins, zwei, drei, vier.

Hallo, Tom. Wie schön, dass wir uns endlich hören.

Bitte halten Sie an.

Danke.

Danke, Monsieur.

Hallo, Tom. Willkommen.

Tut mir leid, sie wollen mich beschützen.

-Sie sind fast schlimmer als Papa. -Hallo.

-Hallo. -Ich habe was für dich.

Für deinen Garten.

Ist nur eine Kleinigkeit.

-Sie hat auf der Reise gelitten. -Suchen wir ihr einen Platz.

Hoffentlich überlebt sie.

Keine Sorge.

Der Boden von Belle Ombre ist magisch.

Inwiefern magisch?

Es gibt eine Legende.

Darin heißt es, eine schöne Hexe bezauberte einen Marquis,

sodass er ihr dieses Haus baute.

Sie verhexte alles hier, damit es wächst und gedeiht.

Das gefällt mir.

Wann ist deine Familie hier eingezogen?

Am ersten Tag.

Die Hexe war meine Ur-Ur-Ur-Ur- grand-mère .

Papa, Tom ist da.

Antoine Plisson, freut mich sehr, Sie kennenzulernen.

-Freut mich. -Verzeihen Sie mein Englisch.

Es ist eingerostet.

Ich erwarte, dass Sie das während Ihres Aufenthalts beheben.

Ihr Englisch ist einwandfrei, Sir.

Eloise hat mir ein wenig über Sie erzählt.

Ich kann es kaum erwarten, mehr zu hören.

Seit dem Tod von Eloises Mutter

sind wir am liebsten hier, in Belle Ombre.

Saint-Tropez hat sich sehr verändert: zu viel Glitzer, sehr vulgär.

Und dann die vielen Möchtegerns,

die Glücksritter.

Schamlos wie schlechte Schauspieler.

Ich habe allerdings ein Problem.

Oder besser gesagt haben Sie ein Problem.

Dieser Derwatt...

wurde nicht von Derwatt gemalt.

Wir sind sündhaft reich.

Auf Derwatt.

Und natürlich auf Bernard.

Auf dich, mich und Bernard.

Wir haben viel erreicht.

Zeit für eine Pause. Ich will den Markt nicht überschwemmen.

Bernard sollte an seinen eigenen Sachen arbeiten.

Für seine eigene Ausstellung.

Wie versprochen.

Du hast mich so unfassbar glücklich gemacht.

Ich fühle mich stärker

und mehr... wie ich selbst.

Das freut mich sehr.

Es ist immer toll, im Guten auseinanderzugehen.

Auf das Ende unserer wunderschönen Beziehung.

Hallo?

Ja, ich bin dran.

Ach du Scheiße.

Das ist wunderschön, Tom.

Das gehörte meiner Mutter.

Ich musste früh von zu Hause ausziehen.

Das war ihr Abschiedsgeschenk.

Bin ich so abstoßend?

Was?

Bin ich so abstoßend, dass du mich nicht küssen möchtest?

Küss mich.

Zeit, Gute Nacht zu sagen, Tom.

Danke, Tom.

Gern geschehen.

-Was ist denn? -Ich muss mit dir reden.

Mach die Tür zu.

Was ist denn schon wieder?

Jetzt ist aber mal Schluss.

Ja, ich habe Nachforschungen anstellen lassen.

Du hast dich auch über ihn informiert?

Wie konntest du das schon wieder machen, Papa?

Ich musste dich schon immer beschützen. Jetzt mehr denn je.

-Er ist von der Hochschule geflogen. -Das ist mir egal, Papa.

-Willst du nicht wissen, warum? -Nein, will ich nicht.

Dein Freund ist ein Hochstapler.

Du kleiner Schlawiner.

Komm her.

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DIE HÖLLE IST LOSGEBROCHEN. SEHR HEISS, SEHR SCHNELL

Ich bin im Handumdrehen zurück.

Wo zum Teufel bist du?

-Wo liegt dein Problem? - Unser Problem, Tom.

Eins herkulischer Ausmaße.

Unser US-Freund behauptet, sein neuer Derwatt sei gefälscht.

-Beruhige dich. Welcher Amerikaner? - Murchison.

Der mir den Scheck für weitere Derwatts gab.

Ich werde mit ihm reden. Aber was sollen wir nur tun, Tom?

Ich weiß nicht, Tom. Bilder fälschen ist das eine, aber das hier...

Fälschung ist Fälschung, Jeff.

Wo ist der Unterschied?

-Wo willst du denn hin? -Ich muss mich hinlegen.

-Er ist nervös. -Ja, tja.

Das wärst du auch, wenn du ständig Derwatts Albträume malen würdest.

Du warst nicht besonders hilfreich.

Moment, ich dachte, Cynthia und...

Sie hat ihn in die Wüste geschickt.

-Irgendwann reicht es mal. -Um Himmels willen.

Du sitzt auf einem Vermögen.

Im wahrsten Sinne.

Sobald die Gemälde verkauft sind, werden die Sammler nach mehr betteln.

Du fickst Bernard, Bernard malt Derwatt.

Und wir alle sterben steinreich.

Bernard kann Derwatt im Schlaf malen. Das kann ewig so weitergehen.

-Du bist nicht mein Zuhälter. -Nein. Und dennoch bist du eine Hure.

-Klappe. -Du Mistkerl.

Seid mal still und hört mir zu.

Der Brief von Derwatt bestätigt die Echtheit.

Damit wird Murchison überglücklich ins Flugzeug steigen.

Ich fahre wieder zu Eloise.

Das ist ihre Nummer. Bei Problemen ruf an, okay?

-Sind alle zufrieden? -Wird das klappen?

Ja.

Wenn Jeff sich das Revers nicht mit Kokain pudert.

Eine Krise managen ist sehr anstrengend.

Das ist dafür, dass du mich Hure nennst.

Meine Identität tut nichts zur Sache.

Kaufen Sie keine Derwatts mehr.

Bitten Sie darum, ihn sehen zu dürfen.

Wen interessiert es, woher ich das weiß?

Nein!

Bitten Sie darum, Derwatt zu treffen.

So was spricht sich rum. Tun Sie es einfach.

Hey, Bernard.

Ist dir das Terpentin ausgelaufen?

Was machst du denn da, Mann?

-Was machst du mit dem Terpentin? -Weg da.

Haut ab!

-Gib mir das Feuerzeug. -Nein, verschwindet. Lasst mich!

-Er bringt sich um. -Her damit.

-Bleibt weg. Ich flehe euch an. -Ist schon gut.

-Haltet ihn auf! -Ich bin sowieso tot.

Lasst mich in Ruhe und verschwindet!

"...unzufrieden sein, sollte er sich sein Geld zurückholen,

statt zu behaupten, das Gemälde wäre gefälscht."

Starker Brief.

Manche Künstler sind heutzutage quasi Analphabeten.

-Damit fühle ich mich etwas besser. -Gut.

Ich bin jedenfalls beruhigt. Zweifel an der Echtheit sind schlimm.

Nichts ist schlimmer, als für dumm verkauft zu werden.

Natürlich. Wenn Sie dann nichts mehr...

-Den würde ich gern behalten. -Die Sache ist die...

Ich kopiere Ihnen das schnell.

In Ordnung.

-Wissen Sie, woran ich denke? -Woran denn?

Wenn Derwatt seine Gemälde herschickt,

dann liegt der Fehler vielleicht im Transportweg.

Vielleicht werden sie falsch registriert.

Es wäre ungeheuerlich, wenn Derwatt hinters Licht geführt würde.

Was meinen Sie damit?

Angenommen, die Derwatts werden gefälscht

und hier in London gemalt?

Ungeheuerlich.

Ich wollte die Tate um eine Einschätzung bitten

oder zur Polizei gehen, aber dann dachte ich,

das sorgt für zu viel Wirbel.

Ich weiß übrigens Ihr Verständnis für den Ernst der Lage sehr zu schätzen.

Ja.

Daher wollte ich auch erst mit Ihnen sprechen

und natürlich mit Derwatt persönlich.

-Mit ihm sprechen? -Ich habe eine Theorie.

Die möchte ich an ihm erproben.

Haben Sie seine Telefonnummer?

-Wessen? -Derwatts.

-Er ist noch auf Reisen. -Sie müssen in Kontakt sein.

-Die Sache ist, ich... -Ich würde lieber mit Derwatt reden.

Bevor ich zur Polizei gehe.

Wäre das nicht klüger?

Natürlich.

Gut mitgedacht.

Ich glaube, ich müsste die Nummer hier irgendwo haben.

Oh, sehen Sie mal. Ja.

-Da ist sie ja. -Schon in Ordnung. Ich...

schreibe sie mir selbst ab.

Château Belle Ombre. Wo ist das?

In Frankreich. Könnte sonst wo in diesem Riesenland sein.

Kein Vergleich zu Amerika.

Ja, ist offen.

Blamage, Ruin.

Murchison vertraut dem Brief nicht?

Er will Derwatt sehen. Von Angesicht zu Angesicht, Mann zu Mann.

Pech, Derwatt will ihn aber nicht sehen.

Er fährt mit der Adresse nach Frankreich.

Welche Adresse?

Ich musste ihm deine Nummer geben.

-Ach, Jeff. -Sollte er etwa Bernard anrufen?

Als Nächstes sucht er die Adresse im Internet raus.

Gott, ich hasse das Internet.

-Wann fährt er ab? -Ist schon los. Ich hasse den Tunnel.

Schnelle Kommunikation ist scheiße.

Bringt uns nur Ärger ein, wenn du mich fragst.

Schneller, bitte.

Beeilung, bitte.

Monsieur Tom.

Sie ist nicht da.

Monsieur Plisson ist mit ihr nach Paris gefahren,

wo sie essen.

Mademoiselle wird sehr enttäuscht sein.

Könnte ich wohl bleiben und sie überraschen?

Sie würde sich freuen, Sie zu sehen. Aber ich bin auf dem Sprung.

Ich muss ins Dorf.

-Brauchen Sie mich denn? -Nein.

Sie sind doch von der Presse. Verpissen Sie sich!

Mr. Derwatt?

Nein, ich bin weder Reporter noch Kritiker.

Ich bin Neil Murchison.

Ich muss Ihnen mitteilen,

es ist eine große Ehre, Sie endlich kennenzulernen.

-Wollen Sie einen Drink? -Nein, danke.

Ich trinke nur an Feiertagen und auf Hochzeiten.

Prost.

Ich schrieb Ihnen doch einen Brief bezüglich "Faust's Bargain".

Was wollen Sie noch wissen?

Bestimmt haben Sie das Gemälde "Faust's Bargain" gemalt,

aber das Bild, das man mir verkaufte, ist ganz sicher eine Fälschung.

Wie kommen Sie darauf?

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Darf ich?

Das ist fraglos meine Arbeit.

Es sieht zweifellos sehr danach aus, aber sehen Sie mal hier.

Kobaltblau. Und da...

Und hier.

Und auch hier überall: Kobaltblau.

Und?

Vor jedem neuen Projekt gehe ich gern in die Bibliothek

oder online und lese alles, was ich in die Finger kriege.

Und ich liebe Kobaltblau.

Nein. Das war früher der Fall.

Aber dann gab es letztes Jahr kein einziges Bild mit Kobaltblau.

Und jetzt ist es in meinem Gemälde zurück.

-Das ist keine bewusste Entscheidung. -Spielen Sie mit.

Ich habe eine Theorie:

Wenn ein Künstler in einer bestimmten Phase eine Farbe benutzt

und diese dann bewusst oder unbewusst in einer späteren Phase aufgibt,

kommt er nie wieder zu ihr zurück, verstehen Sie?

Verstehen Sie?

Womit verdienen Sie Ihr Geld, Mr. Murchison?

-Ich bin im Bauwesen tätig. -Sie sind kein Künstler.

Ich habe auch keine architektonische Ausbildung.

Aber wenn ich der Stadt Dayton etwas spende,

will ich nicht übers Ohr gehauen werden.

Das ist mein Werk.

Eindeutig.

Ich würde Ihnen glauben,

wenn Sie Derwatt wären.

Sie haben den Effekt von Terpentin auf Künstlerhände vergessen.

Sie haben nicht mal Schwielen.

Wo ist er? Warum tun Sie das?

Es war ein Unfall.

Derwatt ist tot.

-Seit wann? -Seit seiner Vernissage.

Ich wusste es. Sie sind Jeff Constants Freund.

Sie beide verraten die Vision eines Künstlers.

Ich lasse nicht zu, dass ihr die Einwohner von Dayton betrügt!

-Mit dem Gemälde wird Dayton bekannt. -Das ist es schon, Sie Scheißer.

Was tun Sie da? Hey.

Lassen Sie mich in Ruhe.

Nein, das ist ein Beweisstück.

-Ein Beweisstück! -Weg da!

-Hören Sie mir zu. -Weg!

Jetzt hören Sie mir zu.

Nietzsche!

Nietzsche.

Murchison ist der Name.

Ich möchte meine Buchung ändern.

20:15 Uhr.

Macht schon.

Los, Leute, Bewegung.

Nietzsche, Atilla, Caesar, los.

Los, bewegt euch!

Kommt.

Wo ist Annette?

Es ist Donnerstag. Da hat sie ihren freien Abend.

Danke, mein Schatz.

Kinder, ihr seid ja blitzeblank.

Hey, Nietzsche.

-Tom? Du bist schon wieder da? -Ich musste dich sehen.

Anette sagte, ich solle mich wie zu Hause fühlen.

Na klar, kein Problem.

Guten Abend, Monsieur.

Es tut mir so leid. Ich bin so ein Tollpatsch.

Ja, ich glaube,

mein Ur-Ur-Großvater hat kaum einen Pfennig dafür ausgegeben.

-Ich fühle mich schrecklich. -Ach was, schon gut.

Prächtig, diese Tomaten.

Sie müssen Tom sein.

Einer der Partner von Derwatt Ltd.

Verzeihung, und wer sind Sie?

Ich heiße Webster, ich bin eine Art Detektiv.

London Metropolitan Police. Wie geht's?

Ist ja nicht gerade Scotland Yard hier.

Wie bekommen Sie sie so makellos hin?

Mit Sonne, Wasser und Liebe.

-Was sagten Sie? -Was soll ich gesagt haben?

Was macht ein britischer Polizist in Frankreich. Urlaub?

Leider nein.

Ich bin beruflich hier und arbeite mit den ansässigen Behörden zusammen.

Ein gut vernetzter amerikanischer Geschäftsmann namens Murchison

sollte vor ein paar Tagen in London ankommen, tat dies jedoch nicht.

Seine Frau meinte, Murchison war hierher unterwegs,

um mit dem Maler Derwatt über eine eventuelle Fälschung zu sprechen.

Nicht ganz.

Murchison war hier, um über Derwatt zu sprechen, nicht mit ihm.

Wirklich?

Seine Frau war in dieser Hinsicht sehr entschieden.

Nein. Fakt ist, dass Derwatt derzeit gar niemanden empfängt.

Oh ja, also war Mr. Murchison hier, um Sie zu treffen, Tom.

Und was hat sich zwischen Ihnen zugetragen?

Ich konnte ihn beruhigen.

Als er abfuhr, zweifelte er nicht mehr an seinem Gemälde.

Ich glaube Ihnen nicht.

Wieso?

Es ist unmöglich, dass Sie solche hervorragenden Tomaten

ohne einen besonderen Dünger bekommen.

Tja.

Es heißt, in diesem Boden stecke ein gewisser Zauber.

Du liebe Güte.

An so ein Leben könnte man sich durchaus gewöhnen, nicht wahr?

Vielleicht ist Murchison durchgebrannt.

Männer wie Murchison

erliegen nicht einem impulsiven Drang nach Spaß.

Sie haben lieber Spaß nach Termin.

Sie halten ihre Dämonen an der kurzen Leine.

-Gab es einen Unfall? -Bitte?

Der Sockel ist staubig.

Nur die Mitte ist sauber. Ist da was runtergefallen?

Ja. Ich habe eine Vase umgestoßen.

-Sie Schlingel. -Ein schönes Stück zudem.

Also, nachdem Sie Mr. Murchison

jedwede Angst bezüglich seines Gemäldes genommen hatten,

was dann?

Er blieb länger als geplant und musste seine Zugfahrt verschieben.

Nach seinem Anruf fuhr ich ihn zum Gare du Nord.

Da sah ich ihn zum letzten Mal.

Wann hat er seinen Platz reserviert?

Circa 19:30 Uhr.

Sie haben ja ein hervorragendes Gedächtnis.

Laut Anrufverzeichnis

war es 19:32 Uhr.

Sie haben das Anrufverzeichnis überprüft?

Ja.

Oh, wenn man vom Teufel spricht. Erlauben Sie?

-Bitte sehr. -Danke.

Hallo?

Ja, ich bin da.

Wir stecken mächtig in der Klemme.

Ich bin etwas abgelenkt, Jeff. Ganz langsam, okay?

-Scheiße. - Die Polizei war da.

Murchison wurde wohl entführt.

Was? Machst du Witze?

Sie haben gesagt, er kam nie in London an.

Du hast ihm doch keins übergebraten?

Dann habe ich ihn im Garten verscharrt. Konzentration.

Das Ding ist, bevor er zu dir fuhr, tätigte er Anrufe.

Die Journalisten rufen schon an.

Ich sagte, Murchison würde alles erläutern, aber er ist weg.

Hier wimmelt es bald von Presse, das wird peinlich für uns.

-Tom, bist du noch dran? -Hör zu.

Setz für morgen eine Pressekonferenz in der Galerie an.

-Wir sehen uns vorher im Atelier. -Hörst du mir zu?

-Ich will die Presse meiden! -Sag ihnen, Derwatt wird da sein.

-Er beantwortet alle Fragen. -Derwatt?

Er beantwortet alle Fragen.

Bist du irre?

Scheiße.

Gott, ich hasse Handys!

Danke.

Tut mir leid.

Es muss frustrierend für Sie sein.

So wenige Anhaltspunkte.

Ach, da mache ich mir gar keine Sorgen.

Hinweise sind wie Zigarettenasche in einem Bett.

Früher oder später fängt es an zu qualmen.

Hey, Bernard.

Sie sind nicht zufällig Mr. Bernard Sayles

von Derwatt Ltd., oder?

Das nenne ich mal Glück.

Was machen Sie denn hier?

Meine Freundin verließ mich, und ich will zu Tom.

Dann komm rein.

Gut, dann komme ich sofort zum Punkt.

Diese mutmaßlichen Fälschungen...

Gab es Ihres Wissens nach irgendeine Person,

die Mr. Murchison deswegen hätte Schaden zufügen wollen?

-Nein. -Niemand bei Derwatt Ltd.?

Er hätte doch sicherlich

den Ruf Ihrer Firma bedroht.

Das ist lächerlich.

-Bernard? -Nun...

Ich weiß nichts davon.

Mr. Murchison rief seine Frau mehrfach an, als er in London war.

Sie ist sich ganz sicher.

-Er war unbeliebt in Ihrer Firma. -Manche Leute sind...

Mr. Murchison war mit einem Gemälde unzufrieden, nicht mit der Galerie.

-Bernard? -Nein.

Na ja...

Nietzsche, komm her!

Hierher.

Hierher.

Komm her. Caesar.

Was ist das?

Hallo.

Hallo.

-Bernard. -Hallo.

-So eine schöne Überraschung. -Ja.

-Und wer ist unser Gast? -Mr. Webster von Scotland Yard.

-Wie geht's? -Freut mich.

Er ist hier, weil anscheinend einer unserer Kunden verschwunden ist.

Das ist ja furchtbar.

Falls Ihnen noch irgendwas einfällt,

Sie erreichen mich im Hotel Duchamp,

die Straße runter.

Ich esse mit den französischen Kollegen.

Hier ist meine Karte.

"Little Bombay"-Lieferservice.

Verzeihen Sie, tut mir sehr leid.

Die hier ist besser.

Mademoiselle, dürfte ich Sie noch sprechen, bevor ich gehe?

Natürlich.

Nietzsche.

Nach rechts.

Sagen Sie, Mademoiselle,

was genau wissen Sie über Ihren Freund?

Ich weiß von seiner schwierigen Kindheit.

Ich möchte ihm die Zeit mit mir angenehm gestalten.

-Das verstehen Sie sicher? -Das tue ich.

-Ich scheine Sie zu amüsieren? -Nein.

Im Gegenteil, ich bin zutiefst beeindruckt.

-Guten Tag, Mademoiselle. -Guten Tag.

-Ich wollte Taxi fahren. -Vergiss es, ich fahre dich.

-Ich dachte, du gestehst alles. -Ich drehe noch durch.

Ich fühle mich wie Derwatt.

Es ist, als imitiere ich mich selbst.

Ich halte es nicht mehr aus. Ich sage Webster, was ich Murchison sagte.

-Was denn? -Er soll nach Derwatt verlangen.

Du bist ein Idiot, Bernard.

Du hast keine Ahnung, wovon du da redest.

Tom, man kann so was nicht machen, ohne den Preis zu zahlen.

-Nein? Warum nicht? -Das lässt das Universum nicht zu.

-Gott lässt das nicht zu. -Du brauchst also Absolution?

Schön, Bernard, die kriegst du von mir.

Was wärst du bereit, für die Liebe zu tun?

Mir ist kalt, Tom, bitte.

Ich meine wahre Liebe.

Liebe, die einen Mann aus dem tiefsten Höllenschlund retten kann.

Liebe, ohne die sich das Leben nicht lohnt.

Was würdest du für so eine Liebe geben?

Ich denke, ich würde dafür alles opfern.

Alles?

Oder jeden?

Du machst mir Angst!

Leuchte mal genau hier hin.

Was machst du?

Du hast ihn umgebracht.

Das warst du, als du ihm sagtest, er solle nach Derwatt verlangen.

Selbst wenn du vor Gott persönlich stehst, klebt das an dir.

Nein. Oh Gott.

-Nein! -Du kannst nicht weglaufen!

Einen Moment, bitte.

Guten Abend, der Herr.

Kann ich Ihnen helfen? Suchen Sie jemanden?

Es ist wichtig. Ich muss...

Wünschen Sie jemanden zu sehen?

Diesen Polizisten... Ihn.

Ich bereue es nicht.

Was bereuen Sie nicht?

Dass ich Tom umgebracht habe.

Nein, das ist nicht richtig. Das ist ganz falsch.

Der Mann war hier begraben.

Nein.

Die Leiche war hier verscharrt.

Nein. Und Tom... Tom lag regungslos da drüben.

-Er war tot, ich bin ganz sicher. -Sind Sie das?

Der Regen muss die Grube gefüllt haben.

Das darf nicht wahr sein. Nein!

Da.

Das ist ein Derwatt. Ich bin nicht verrückt.

Ich will eine Leiche, Bernard!

Dieser kleine Kunstschwindel ist mir total egal.

Ich will eine Leiche. Murchison oder Derwatt, ganz gleich.

Wenn Sie mir jetzt nicht helfen, helfe ich Ihnen später nicht.

Derwatt liegt in Jeffs Cottage.

Irgendwo auf dem Land, eine Stunde von London.

Ich kann nicht genau sagen, wo, aber ich werde sie finden.

Was ist passiert?

Ich hatte einen Unfall.

Lass mich das machen.

Hände weg.

Das sieht schlimm aus.

Wie ist das passiert?

Na ja, weißt du...

Wenn man etwas will,

etwas ganz Großartiges, was aber unerreichbar scheint,

muss man manchmal sehr schwierige Sachen machen.

Welche schwierigen Sachen musst du noch erledigen?

Nur noch eine.

Ich muss unverzüglich nach London.

Dann komme ich mit.

Guten Tag.

Danke.

Ich habe mal geboxt. Würde man nicht denken, was?

Wenn man mich so sieht.

Nun ja. So ist das Leben.

Wissen Sie, Bernard, ich musste lediglich

diese Visitenkarte mit den Fingerabdrücken Ihres Freundes darauf

meinen französischen Freunden geben.

Meine Güte.

Er hat einiges auf dem Kerbholz.

Fälschung,

Kreditbetrug, Identitätsdiebstahl.

Er hält sich bestimmt für sehr clever.

PAPA, ICH BIN MIT TOM IM EUROSTAR NACH LONDON GEFAHREN

Guten Tag, Monsieur Webster.

Er ist im Zug.

Komm schon.

Wach auf.

Ich gehe in die Richtung und Sie in die.

Komm mit.

Wenn Sie ihn sehen, sagen Sie mir sofort Bescheid. Los.

Verzeihung.

-Tut mir leid. -Tom.

Ich leide an einem tödlichen Fieber. Nur dein Mund kann mich heilen.

-Komm mit. -Warte.

Komm.

-Welches Modell hätten Sie gern? -Was immer Sie haben.

Etwas Sportliches vielleicht?

Geradeaus weiter.

-Bin gleich zurück. -Brauchst du Hilfe?

Nein, alles gut, danke.

Wie du meinst.

Dauert nicht lang.

Tut mir leid.

Ich glaube, es ist rechts.

Hallöchen.

Na dann.

Tut mir leid, ich... Ja, ich glaube, es muss doch links sein.

Tut mir leid.

Hey, hast du, was du brauchst?

Ja, es ist alles gut.

Deine Hände sind ja eiskalt.

Da ist es!

Fahren wir hintenrum. Ich will den Wald sehen.

Ja, Ma'am.

Ich habe das Gefühl, ich kenne ihn aus einem Traum.

Sehr merkwürdig.

Oh nein!

Wenn du schneller fährst, dreht sich die Zeit zurück.

Was?

Noch schneller, und wir sind schneller als das Licht,

und die Zeit wird sich zurückdrehen.

Dann könnte ich mich noch mal in dich verlieben.

Ich denke, Tom steckt dahinter, und wir sollten ihn einbestellen.

Und den anderen auch.

Was?

Eine Pressekonferenz mit Derwatt?

Wenn man Bernard glauben will, ist er mausetot.

Es wäre interessant zu sehen, wer da aufkreuzt.

Natürlich werde ich gehen.

Ja, vielleicht kann ich sie gleich alle einkassieren.

So ein Mist, er macht sich aus dem Staub.

Wenn die Hasen rennen,

kommen die Hunde ins Spiel.

Okay. Ich bin bald zurück.

Aber falls nicht...

Du bist bald wieder da.

Du passt nicht immer so gut auf, Tom.

Versprich mir, vorsichtig zu sein.

Versprochen.

Sie könnten in eine Mordermittlung verwickelt werden.

Mord?

Mord, Betrug.

Und Leichenschänderei, wenn man Ihrem Partner Bernard Sayles glauben mag.

Natürlich kommt er davon, weil er der Polizei so hilfreich zur Seite stand.

Was die angesetzte Pressekonferenz mit Derwatt angeht...

Wenn Mr. Ripley auftaucht,

spielen Sie mit.

Tun Sie, was er sagt.

Ich will ihm genug Seil geben, mit dem er sich erhängen kann.

Sozusagen.

Sozusagen.

Oh Gott.

Verzeihung.

Sollten wir vielleicht Getränke für die Presse bereithalten?

Auf jeden Fall. Das ist meine Beerdigung.

Und was ist schon eine Beerdigung ohne literweise Alkohol?

Dreh jetzt nicht durch, Jeffrey.

Alles stürzt in sich zusammen.

-Du bist total zugekokst. -Ich sage schon Jesus Guten Tag.

-Wir erzählen der Polizei alles. -Wirklich?

Mörder zwingen Leute zu Sachen. Wir hatten Todesangst. Halt mal.

Jetzt, wo du es sagst.

Er hat mir schon ein wenig Angst gemacht.

Was machen einem Mörder schon die paar zusätzlichen Vorwürfe?

Jedenfalls...

geschieht es ihm ganz recht, weil er uns den Schlamassel eingebrockt hat.

-Unter großem Protest? -Oh Gott.

Oh Gott, ich hatte einen Schlaganfall.

Ich erinnere mich daran.

Ich musste euch unter großem Protest zur Bank schleppen.

Was geschieht mir ganz recht, Jeff?

Es geschieht dir ganz recht, wenn...

sie dich auslachen.

Keine Ahnung, was du vorhast.

Willst du einer Horde Journalisten etwa Derwatt vorspielen?

Oh Gott, das ist dein Plan.

-Nicht wirklich, oder? -Sei still.

Oh, ich sah Inspector Webster vor zwei Minuten rausgehen.

-Wirklich? -Er konnte wohl Eindruck schinden?

Ja, konnte er, Tom.

Na ja, du bist ein Mörder.

Süßer, wie du weißt, würde ich alles für dich tun.

-Aber wir müssen an uns denken. -Ja.

Nur fürs Protokoll, ich bin kein Mörder.

Obwohl in meinem Auto eine Leiche liegt.

Egal, ich kann nicht länger streiten,

ich muss mich auf die Pressekonferenz vorbereiten.

Aber ich kann nicht zulassen, dass ihr mit der Polizei redet.

-Wer weiß schon, was ihr erzählt? -Rein gar nichts.

-Mein Mund ist verschlossen. -Ehrlich.

Ich wünschte, ich könnte euch vertrauen.

Wenn ihr den Mund haltet, könnte sich alles zum Guten wenden.

Nehmt euch kurz Zeit zum Nachdenken, okay?

Wenigstens hat er uns nicht umgebracht.

-Hatte ich auch nicht erwartet. -Doch, hattest du.

-Bring mich zu Derwatts Leiche. -Was willst du denn damit?

-Bist du verrückt? -So heißt es.

Na los, steig schon ein.

Oliver hier, Sir. Sie fahren gerade los.

Danke.

-Wie weit ist es noch? -Gar nicht weit, Bernard.

Fast da.

-Unglaublich, dass ich das mache. -Was denn?

Dich rechtzeitig aufhalten.

Ach ja? Wie kommst du darauf?

Du bist böse, Tom.

Weißt du das? Alles, was du tust, ist böse,

Du bist kein Mensch, Tom.

Stimmt. Ich war nicht immer ein guter Mensch.

Dann erschien mir ein Engel. Seitdem gebe ich mir Mühe.

-Ein Engel? -Glaubst du nicht an Engel?

-Du hast jedenfalls keinen gesehen. -Da irrst du dich.

Ein prächtiger goldener Engel erschien mir

und führte mich auf den Pfad der Tugend.

-Das ist nicht böse. -Klappe!

Alle halten mich für verrückt.

Dabei bist du das, Tom. Du bist komplett durchgedreht.

Du hast dir deine eigene Realität erschaffen.

Hör auf mit dem Scheiß!

Tom, ich meine es ernst!

Mach leiser, ich meine es ernst!

Scheiße.

Tom, was ist das?

Der Tank leckt, die Gerüche ziehen rein.

-Nein, auf dem Rücksitz ist Benzin. -Was?

Hinter deinem Sitz steht ein Benzinkanister.

Warum steht da ein Benzinkanister?

-Damit das Auto beim Unfall brennt. -Warum baust du einen Unfall?

-Nicht ich. -Wer denn sonst?

Derwatt.

Gütiger Herr im Himmel.

Ich spüre meine Beine nicht.

Was machst du da?

Lass mich nicht mit ihm allein! Hol mich hier raus!

Tom, bitte.

Was machst du da? Hol mich hier raus!

Nein, Tom. Ich spüre meine Beine nicht, Tom.

Ich kann sie nicht bewegen.

Was machst du da?

Tom, hol mich raus.

Willst du mich so ermorden, Mann?

Hol mich raus!

Tom! Hol mich hier raus!

Du Dreckskerl,

du kranker Dreckskerl.

Ich habe dein armseliges Leben gerettet.

Er fing an zu brüllen und wie ein Irrer mit seiner Pistole zu fuchteln:

"Ich bin Derwatt. Ich bin der echte Derwatt."

Und er glaubt es wirklich.

Sie brüllten einander also an.

Derwatt fuhr waghalsig wie immer.

-Bernard fuchtelte mit der Waffe rum. -Moment.

-Derwatt saß mit Ihnen im Auto? -Ja.

Fesselnde Geschichte.

Da ist jemand drin!

Sie wollen mir erzählen, das sei Derwatt?

Natürlich.

Wie ich schon sagte: Wir wollten zur Pressekonferenz.

Dann stritten sie, und zack klebten wir am Baum.

Ich nehme an, Derwatts Leben ist praktischerweise

für Millionen versichert.

Das weiß ich gerade gar nicht, aber möglich ist es.

Und Sie meinen, Ihr Kartenhaus

hat vor Gericht Bestand?

Ja, allerdings.

Ich denke, die Beweislage spricht für sich.

Und Bernard? Was ist mit seiner Version der Geschichte?

Ich glaube, er hat einen Nervenzusammenbruch.

Er wollte Selbstmord begehen. Ohne Jeff, Cynthia und mich wäre er tot.

Er sagte, ich sei böse, und er dachte, er hätte mich getötet.

Ich habe dich umgebracht! Und ich tue es wieder.

Es wäre unfair, Bernard vor Gericht zu zerren.

Ich erwische ihn schon noch.

Seine Aussage hat doch keinen Bestand.

Dieser Tanz ist noch nicht vorbei.

Auf keinen Fall.

Leute, ich dachte, ihr wollt auch etwas Schampus.

Du bist ein Engel.

-Viel Glück! -Viel Spaß.

-Ich wusste, Tom würde es schaffen. -Oh ja.

-Weißt du, was der Raum braucht? -Was?

Einen riesigen Derwatt.

Unten wartet ein Herr auf Sie.

Danke, Sophie.

Na, das ist ja mal perfektes Timing.

Wenn das so wäre, säßen Sie jetzt hinter Gittern.

Übrigens braucht man Einladungen für derlei Veranstaltungen.

Seien Sie nicht so abweisend.

Ich habe ein Hochzeitsgeschenk für Sie dabei.

Wissen Sie noch?

Nein.

Wie auch.

Das hat Bernard gemalt, als er sich im Sanatorium erholte.

Ich sehe, er hat mit "Derwatt" unterzeichnet.

Wurde er wegen Fälschung belangt?

Im Gegenteil, ich war höchst dankbar.

Offensichtlich zeigt das einen Tatort.

Da liegen Sie, bewusstlos geschlagen von Bernard.

Und das ist der verstorbene Neil Murchison.

Zuerst hatte ich ihn gar nicht erkannt.

Einem inneren Gefühl zufolge rief ich seine Frau an.

Nach Aussage von Mrs. Murchison wusste kaum jemand,

dass ihr Mann ein Toupet trug.

-Wirklich? -Bernard wusste es.

Bernard hatte ihn ohne sein Toupet gesehen.

Bernards Vorbild war das Leben.

Oder eher der Tod.

Ich zeige Ihnen was.

Ich habe mich immer gefragt, ob Sie einen grünen Daumen haben

oder ob, wie Sie mir erzählten, der Boden...

von Belle Ombre wirklich magisch ist.

Schauen wir mal, ob die Magie ausreicht,

um eine Leiche verschwinden zu lassen.

Monsieur Plisson ist aufgefallen,

wie beflissen Sie in letzter Zeit gegärtnert haben.

Herein.

Was veranstaltest du denn da, Papa?

Nur das, was ein guter Vater tun sollte.

Ich werde heute Tom heiraten.

Er ist nicht der, für den du ihn hältst.

Nein, Papa.

Ich bin nicht die, für die du mich hältst.

Bereite dich auf das Schlimmste vor.

Ich erwarte immer das Schlimmste, Papa.

Nichts.

Buddeln Sie gern weiter im Garten,

aber entschuldigen Sie mich bitte, ich heirate heute.

Noch bin ich nicht geschlagen.

Das ist dann Ihr kleines Geheimnis.

Tom, möchten Sie die hier anwesende Eloise zu Ihrer Frau nehmen,

sie lieben und ehren,

In guten wie in schlechten Zeiten,

bis dass der Tod euch scheidet?

Ja, ich will.

Eloise,

wollen Sie Tom zu Ihrem Mann nehmen,

ihn lieben und ehren,

in guten wie in schlechten Zeiten,

bis dass der Tod euch scheidet?

Ja, ich will.

Die Ringe.

Von nun an seid ihr Mann und Frau in Gott vereint.

Bin ich so hässlich, dass du mich nicht küssen willst?

Wusstest du, dass ihr Vater Witwer ist?

Wirklich?

Übrigens, Liebling, was hast du mit unserem Freund aus Ohio gemacht?

Gut, dass du mich erinnerst.

Wir müssen vor dem Flughafen noch einen Stopp einlegen.

Schatz, du denkst einfach an alles.

Ich gebe mir Mühe.

Das Schloss ist perfekt für Hochzeiten.

Wir müssen deinem Vater danken.

Der größte Dank für ihn wäre, ihm eine neue Tür zu öffnen.

In eine bessere Welt.

Dann gehört all das uns.

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