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15 Jahre lang, kein Lebenszeichen. Dann gibst du mir deine Niere, wenn du nichts
mit mir zu tun haben willst. Hat Laura dir das so erzählt?
Sie wollte keine zwei Kinder adoptieren, sie wollte nur eins und du warst krank.
Kein Kontakt.
Du dealst mit Blut? Geh bitte einfach.
Ich will nicht, dass du damit reingezogen wirst. Das Rennen um das
höchste Amt in der Republik Berlin geht in die entscheidende Phase.
Als Bauministerin, was sagen Sie? Warum hat Ihre Partei diesen Dom genehmigt?
Das ist das Blut von jemandem, der dazu gezwungen ist, es zu verkaufen, um zu
überleben.
Sag mal, bist du Wahnsinn? Du hast ihr verboten, mich zu sehen?
Johan Morrison.
Sind Sie ein Freund meines Vaters?
Ich verfolge schon seit Jahren die politische Laufbahn Ihres Mannes.
Ich würde Sie gerne im Wahlentspurt unterstützen.
Einfach so.
Es ist gut, wieder hier zu sein.
Jetzt kannst du sehen, was deine Drecksschwester gemacht hat. Guck sie
an. Bring sie zum Boss. Mit den anderen.
Genau.
Nachrichten nach dem Piepen.
Wo ist sie?
Gib mir den Mantel.
Tut mir leid, dass ich zu spät bin.
Du kannst hier so nicht sitzen bleiben.
Wie lange noch, bis es hell wird?
Hi. Und?
Wie ist die Stimmung zu Hause?
Mann, da hast du ja mal einen ordentlichen Aufschlag hingelegt. Also
ich fand die Aktion wirklich super. Die Politik ist ja sowieso immer so
blutleer.
Als ob hier mit deiner Schwester?
Komm, fahr los. Das ist einer von Zochers Läden.
Hältst dich zurück, die Typen sind gefährlich.
Okay.
Lass mich mal lieber mit denen reden.
Namen?
Lange nicht gesehen.
Wir suchen Tibi Kaya. Sie soll hier arbeiten.
Ah, die ist nicht da.
Da war wohl ein Zeuge, der beobachtet hat, wie einer deiner Männer sie
gewaltsam weggebracht hat.
Was soll das für ein Zeuge gewesen sein?
Der da hinten war's.
Hm? Kevin, der Zeuge? Der hat sie weggebracht.
Ach, du bist der Zeuge.
Kevin?
Komm her.
Ja,
was ist los?
Es geht um deine Freundin. Um welche denn?
Die mit der du zur Fahrt bist.
Die beiden streiten ständig.
Phoebe ist voll eifersüchtig wegen der Kollegin.
Die ist voll durchgedreht.
Und wo ist sie jetzt?
Keine Ahnung.
Schießt sich irgendwo ab. Aha.
Die zwei sind doch nie im Leben zusammen.
Das kennst mich doch gar nicht.
Kann ich sonst noch was für euch tun?
Was ist denn da unten?
Können wir uns hier mal umschauen? Nee, kannst du nicht.
Karl, lass uns gehen.
Sag einfach Bescheid, wenn sie auftaucht. Ja, wir rufen sie mal.
Was jetzt?
Vielleicht gab es wirklich irgendeinen Streit und sie taucht morgen wieder auf.
Kann ja sein.
Ich will ihn doch scheiße.
Okay, pass auf. Ich bring dich jetzt nach Hause und dann suche ich nach ihr.
Versprochen. Du hast das Video nicht gesehen. Das hätte mir keiner geschickt,
wenn nichts passiert wäre.
Komm, abfahrt.
Los jetzt.
Willst du?
Nee, pass auf.
Hey, Party People.
Jetzt mach dich mal ein bisschen locker, ist ja keine Beerdigung.
Wenn noch ein bisschen Stimmung aufkommt.
Du hast dich ja schon bedient.
Ich bin froh.
Bist du bereit?
Es wird alles verändern.
Ja.
Das wird es.
Es ist so lange her.
Hier können wir endlich so leben wie sie.
Wir sind nicht wie sie.
Die Dunkelheit war immer unser Schutz.
Die Natur hat uns nicht ohne Grund für die Nacht geschaffen.
Sie dürfen niemals von uns erfahren.
Sprich mit deinem Sohn.
Seh nur als erratisch und unvorsichtig.
Die Leute in seiner Organisation arbeiten schlampig.
Und solange der Bluthandel nicht legalisiert ist, sind wir auf ihn
angewiesen.
Schaffst du das denn, der Legalisierung?
Laval ist perfekt.
Er ist gierig, er will die Macht und er kann begeistern.
Es ist ein großes Risiko, den Menschen zu vertrauen.
Guten Morgen.
Morgen.
Espresso? Ich muss leider sofort los.
Wenn wir beide morgens keinen Kaffee mehr zusammen trinken, oder was?
Wann ist das denn eigentlich passiert?
Du musst einfach früher aufstehen.
Nach der Nummer gestern ist heute ein guter Zeitpunkt, um mit Klein zu
sprechen. Die Hoffmann hat schon die Hand ausgestrickt und jeder weiß, dass
es gerade dünn aussieht für die BDP mit Koalitionspartnern.
Viele Möglichkeiten hat sie nicht, wenn sie in der Regierung bleiben will.
Ja, ja, ja.
Und bleib freundlich. Sie wird erst mal blocken, um keine Schwäche zu zeigen.
Wer war denn gestern eigentlich dieser Schnösel?
Ich meine, ihr wart den halben Abend auf der Terrasse.
Keine Ahnung. Er war ein Fan von dir.
Echt, ja?
Hm.
Und warum redet er dann mit dir und nicht mit mir?
Ich weiß es nicht. Du warst mit deinem Telefon beschäftigt.
Hm.
Und fandst du ihn interessant?
Als Unterstützer?
Ich habe irgendwo noch seine Visitenkarte. Stella kann da mal
anrufen. Ich glaube nicht, dass es was wird.
Sprich mit Klein.
Das ist wichtig.
Hey, was macht der Reporter hier?
Lass dich nicht abrimmeln.
Es geht los.
Komm.
Soeben ist dann auch der leitende Kriminalbeamte Karl Hoffmann am Tatort
angekommen.
Können Sie uns jetzt was sagen? Jetzt nervt mich nicht, aber... Was sind denn
die genauen Umstände zu der... ...von meinem Tatort fern.
Warum ist hier noch niemand?
Das sind über 10 Leichen.
Ich verstehe.
Ich auch.
Im Inneren des Wagens wurden zwölf verbrannte Leichen gefunden, die bisher
nicht identifiziert werden konnten.
Die Berliner Regierungschefin Hilda Klein zeigt sich bestürzt und fordert
eine umgehende Untersuchung des Falls.
Allerdings zeigt die zunehmende Kriminalitätsrate und die
vergleichsweise geringe Aufklärungsquote...
dass die Polizei die Situation in Berlin nicht mehr... Phoebe,
ich bin's nochmal.
Meld dich doch bitte kurz.
Ich will einfach wissen, ob alles in Ordnung ist.
Wir können den Termin nicht verschieben.
Weißt du, woran ich die ganze Zeit denken muss?
Du hast dir erst geholfen, Crane zu werden, als es um meine Niere ging.
Es reicht jetzt.
Wirklich.
Wir wollen alle nur, dass es dir gut geht.
Ich werde meine Schwester suchen.
Bea!
Frau, Frau Ministerpräsidentin. Heller weiß, etwas ungünstig gerade, ja? Dauert
gar nicht lange, aber seitdem Frau Hoffmann so klar angedeutet hat, dass
Ihre Partei sich für unsere Wahlkampf-Dienste öffnen würde, dachte
ich, ich nutze die Chance.
Um was geht's denn?
Vielleicht besprechen wir das beim Essen.
Essen?
Ja.
Ich war schon lange nicht mehr essen.
Sag mal, wie hieß denn immer dieser kleine nette Laden, der dann zugemacht
hat, wo es diese unglaubliche Lafagne gab?
Ach, du meinst den kleinen mit der blauen Markise.
Markise? Ecke, sag doch mal, wie hieß nochmal die Straße?
Schlüter. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, das verwechselt ihr jetzt. Ich
meine den Italiener.
Pablo, Paolo.
Pedro.
Pedro, ja.
Hatte ich vergessen.
Hellerweise, es ist ein nettes Angebot, wirklich.
Aber ich glaube, wir hätten uns nicht viel zu sagen, oder?
Vielen Dank.
Willst du schon wieder gehen?
Hast du kurz?
Ja.
Ich würde gerne deine Strategie verstehen.
Gestern schickst du mich vor, jetzt lässt du ihn so abblitzen?
Beas Aktion hat uns extrem geschadet.
Er soll nicht denken, dass wir auf ihn angewiesen sind und dass er die Ansagen
machen kann.
Wenn wir eine Koalition mit ihm eingehen müssen.
Dann zu unseren Bedingungen.
Dürfen Sie jetzt einfach keine Fehler mehr laufen.
Wir alle sehen doch die Wende.
Seit Wochen, seit Monaten, jeden Tag auf unseren Straßen demonstrieren.
Hier, vorm Parlament, vorm Dom, in der ganzen Stadt.
Und Sie alle haben eins gemeinsam.
Ihnen.
Und dass sie jeden Tag wiederkommen, das zeigt uns doch, dass sie sich nicht
gehört fühlen, dass sie mit der Regierung unzufrieden sind. Und was
passiert? Was passiert?
Nichts passiert.
Heute Morgen erst hat die Polizei einen LKW mit zwölf
verbrannte...
Hey!
Wenn Ihnen unsere Stadt so egal ist, warum sind Sie dann hier?
Scheiße heißt hier.
Heute Morgen wurde ein LKW...
mit verbrannten Leichen gefunden.
Und wir werden nie herausfinden, wer diese Menschen waren oder wer sie
ermordet hat. Und das alles nur, weil Sie, Frau Ministerpräsidentin, und Ihre
Regierung keinen Cent in die Polizei investieren. Aber schön die Grenzen
offen lassen, damit noch mehr Kriminelle ins Land kommen. Auf den Straßen
herrscht Krieg. Und was tun Sie genau?
Sie tun nichts.
Danke schön. Wir müssen härter durchgreifen. Wir müssen überhaupt
durchgreifen. Wir müssen was verändern. Wir. Und so langsam sehe ich ihn an,
dass Sie es auch kapieren. Sogar die Tochter der Bauministerin kapiert das
langsam.
Frau Ministerpräsidentin.
Und zum Glück haben Sie auch endlich verstanden, dass Sie das alleine
einfach nicht mehr hinbekommen.
Hilda Klein hat mir genau aus diesem Grund heute die Koalition angeboten.
Und wissen Sie, was meine Meinung dazu ist, Frau Ministerpräsidentin?
Ich glaube, wirklich, ich glaube, dass Sie Ihre besten Tage hinter sich haben
und an Ihrer Politik ist rein gar nichts mehr befruchten.
Ich lege mich hier und heute fest, Aufbruch Berlin wird für eine Koalition
mit Ihrer Partei nicht zur Verfügung stehen.
Dankeschön.
Oliver Lawal, Spitzenkandidat von Aufbruch Berlin, hat soeben
unmissverständlich klar gemacht, wie er zu dem angeblichen Koalitionsangebot von
Hilder Klein steht.
Ich dachte, der Plan wäre gewesen, auf einer Koalition mit Kleinen
hinzuarbeiten.
Kleine erinnern sich.
Naja, auch Social Media kommt zumindest super an.
Sie ist einfach zusammengebrochen.
Sie... Sie ist einfach ungefühlt.
Ja, dann Tür öffne nicht.
Hey!
Geh raus!
Mach meine Tür auf!
Brauchst du Hilfe?
Ja.
Dankeschön.
Noch was vor?
Hier ist Besuch.
Soll ich ihn hochholen?
Ja, schick ihn hoch.
Okay.
Wenn du noch was brauchst. Ich bin noch ein bisschen hier.
Ja, danke.
Herr Lavalle, da wartet sie auch schon.
Guten Abend. Guten Abend, Herr Lavalle. Was für ein großartiger Ort.
Ach so, ja. Ja, mit Wasser noch besser.
Von dem Turm bin ich schon als kleiner Junge gesprungen. Ah ja?
Freut mich, dass Sie so spät noch einrichten konnten.
Ja.
Gestern Abend schienen Sie...
mehr auf meine Frau fokussieren.
Ist sie gar nicht da?
Nein.
Danke, nicht für mich.
So.
Wie kann ich Ihnen helfen?
Ich muss gestehen, Ihre Ansage heute im Parlament hat mich überrascht.
Es interessiert mich eigentlich wenig, in die Opposition zu investieren.
Wer sagt denn, dass wir Opposition bleiben?
Letztendlich läuft es darauf hinaus.
Hilder Klein wird ohne uns keine Regierung bilden können.
Die Nichtwählerbezirke.
Riesenzuspruch.
Ich hab mir Ihre Rede genau angesehen.
Ihre Absage an Klein war nicht geplant, richtig?
Eine spontane, emotionale Reaktion. Das hat mir gefallen.
Das macht Sie glaubwürdig. Darum muss es gehen.
Die Menschen anzusprechen, die sich nicht gehört fühlen von den Hilda Clines
dieser Welt.
Sagen Sie, sagt Ihnen der Name Dr. Theo bald etwas?
Oder Susanne Bauer?
Erol Yilmaz?
Gesine Schweiger?
Kanzlei, Meier und Partner, sind Sie eigentlich jemals einem Ihrer
Großspender persönlich begegnet?
Ich habe schon früher Potenzial gesehen, Herr Leibauer.
Was wollen Sie von mir?
Das hier bin ich bereit zusätzlich zu investieren, um Ihrer Partei in den
nächsten Wochen den nötigen Push zu geben.
Warum? Wie ich Ihrer Frau schon gesagt habe.
Ich glaube, dass Sie der beste Mann für Berlin sind.
Wollen Sie das vielleicht mit Ihrer Frau absprechen?
Meine Frau hat eine...
Beratender Position.
Laura. Hey, irgendwas von Phoebe?
Hast du was gehört?
Nee, zu Hause weiß ich noch nicht.
Und jetzt?
Mehr erreiche ich auch nicht mehr.
Die Kollegen sind informiert.
Und was machen die?
Ich muss los, ich behebe mich später. Warte!
Irgendwelche Neuigkeiten?
Sie wird Bea schon nicht im Stich lassen.
Hast du die Polizei eingeschaltet?
Karl kümmert sich.
Was ist das?
Neue Social-Media-Auswertung.
Ja, weil es Entleisungen im Parlament hat, die nur noch mehr Zuspruch
gebracht.
Scheiße. Du hättest das mit der Koalition direkt dementieren müssen.
Aber das wäre genau die Plattform gewesen, die er haben will.
Wir müssen ihn noch härter angreifen.
Er bedient nun mal die Themen, die die Berliner beschäftigen. Es sind nicht nur
die Themen.
Es ist nicht das, was er sagt.
Es ist seine Wut und seine absolute Selbstüberschätzung, von der sich die
Leute angesprochen fühlen. Ja, aber das ist nicht unser Weg. Unser Weg heißt
Kompetenz. Ich gehe davon aus, dass es genug Berliner gibt, die das schätzen.
Wir haben nur noch fünf Wochen.
Ja, ich weiß.
Ich treffe morgen die Klimapartei und die Partei für Soziales.
Können wir nur hoffen, dass Sie die 5%-Hürde schaffen.
Ja.
Das war enorm.
Schade, dass du heute Morgen nicht da warst.
Ich hätte diesen Moment gerne mit meinem Sohn geteilt.
Das war ein erhabenes Erlebnis.
Danke für die Einladung.
Wie habe ich Berlin vermisst?
Ich bin nach Berlin zurückgekehrt, weil für uns eine neue Ära angebrochen ist.
Vor mehr als 100 Jahren habe ich hier in Berlin einen jungen, ambitionierten
Architekten kennengelernt, der bereit war, einer von uns zu werden.
Mit dem Ziel, die unbegrenzte Zeit und vorhandene Möglichkeiten zu nutzen,
um... unsere gemeinsame Vision wahr werden zu lassen.
Unsere Vision von einem Ort, an dem wir uns nicht nur nachts, sondern auch bei
Tag frei bewegen können.
Dieser Ort ist nun so viel mehr geworden. Es ist ein Ort, der uns alle
retten kann. Die Zeit der Finsternis ist vorbei und die Ära des Lichts hat
begonnen.
Farid? Ich kenne den, ich habe mit ihm gearbeitet.
Farid, was machst du hier?
Farid?
Farid?
Farid, du musst mir helfen.
Johan, dieser Dom ist dein Verdienst.
Du hast seit Jahrzehnten jede Minute mit ihm verbracht und du hast ihn vollendet.
Es ist der Prototyp hier in Berlin und bald auf der ganzen Welt.
Zeno?
Entschuldige mich kurz.
Du weißt doch, wie wichtig der Abend heute ist.
Du hast versprochen, dass ich mitmachen darf.
Komm mit.
Er ist jung, er muss noch lernen.
Überlass ihn mir.
Aber genug der Worte.
Lasst uns diese aufregende Zeit, die vor uns liegt, feiern. Und vor allem, lasst
uns jagen.
Die suchen nach mir. Sagst du ernsthaft, jemand würde dich vermissen? Bea
Hoffmann ist meine Schwester. Die Tochter der Bauern ist zurück. Die
suchen nach mir.
Willst du nicht eine für dich?
Hast du schon jemand anderen ausgesucht?
Bestimmt.
Aber er ist.
Es ist Zeit, schon noch zu gehen.
Vielen Dank.
Untertitelung des ZDF,
2020
Untertitelung des ZDF, 2020
Scheißhunger. Das ist der eigene Ampel.
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