All language subtitles for Baumgeflüster

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Original subtitles

Ich bin eigentlich in Freiburg geboren.

Aber ich liebe München.

Ich wohne schon seit vielen Jahren hier.

Hm, also, ich... Ich gehe gerne ins Gym.

Ja, finde ich auch gut.

Ich gehe gerne wandern.

Also, frische Luft ist doch das Beste, oder?

Du, sag mal, du bist schon eher der Typ

kuscheln, übernachten und dann gemeinsam im Bett frühstücken, oder?

Ja, total. - Sorry.

* lockerer, treibender Rhythmus *

Das bist nicht du. - Doch.

Vor 20 Jahren.

* Er lacht leicht. * Also...

Ja, ich gehe auch gern mal aus. Ein bisschen Party.

* Er lacht nervös. * Also, auch nicht jeden Abend.

Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste, ne?

Jetzt habe ich echt langsam Hunger.

Entschuldige, ich muss kurz aufs Klo.

Ja, klar, mach.

Soll ich dir auch noch einen bestellen?

Wow.

(Mann) "Wie ich dich kenne, hast nur du geredet."

Man will sich doch kennenlernen, alles vom anderen erfahren.

Er muss wissen, wie ich ticke.

"Aber doch nicht beim ersten Date. Das ist zum Flirten, zum Kichern.

'Wo geht's hin? Zu dir? Zu mir?'"

Ich kichere nicht, Holger.

"So wird das nichts mit einer Beziehung."

Ja, dann eben nicht. Allein sein ist...

Scheiße! - "Genau.

Allein sein ist scheiße."

Nein, ich meine den Dackel. * Bellen *

Welcher Idiot lässt denn im Wald seinen Hund frei rumlaufen?

* beschwingte Gitarrenmusik *

Oh, verdammt.

Alles Gute zum Dienstjubiläum! - Sagt wer?

Yascha Krüger. Ministerium für Forsten.

Man dankt Ihnen, Förster Prunks,

für 30 Jahre tolle Arbeit.

Ich soll Ihnen Grüße von meiner Chefin, Frau Hofmann, ausrichten.

Da ist auch irgendwo ... eine Karte von ihr.

Wird das Gleiche drinstehen wie beim letzten Jubiläum.

* Motorenbrummen verebbt. *

* Prunks stöhnt. * Herr Prunks?

Herr Prunks!

Ich weiß es doch nicht, Anke. Er ist einfach umgekippt.

Nein. Nein, der Notarzt hat mir nichts gesagt.

Die sind gleich los mit ihm.

Ja. Ja, bis dann.

(Frau) Äh... Hallo!

Wir haben heute unseren Wandertag im Wald.

Oh, wie schön. Ja, dann viel Spaß.

Und ... gerne auf den Wegen bleiben.

Ah! Mit dem Förster? Der ist nicht da.

Aber er wollte die Waldführung machen.

Der ist plötzlich erkrankt.

Ach, deshalb der Krankenwagen. Und was mache ich jetzt?

Könnten Sie das nicht übernehmen?

Ich muss leider ins Ministerium, tut mir leid.

Die Schüler und Schülerinnen haben sich so auf den Wald gefreut.

* Sie seufzt. * Bitte.

Wenn ich mit denen zurück und Unterricht machen muss...

(Mädchen) Komm da runter, Alter!

* lockerer Rhythmus *

Ich unterrichte Mathe und Kunst.

Ah. - Ich bin nur eingesprungen.

So, wie Sie jetzt auch eingesprungen sind.

Ja, dann fangen wir mal an.

Also, der Wald.

Der Wald ist ein Ökosystem,

das sich aus Biozönose und Biotop zusammensetzt.

Vereinfacht gesagt, handelt es sich um die Lebensgemeinschaft,

wie so eine WG, von Tieren, Pflanzen

und, ganz wichtig, nicht zu vergessen, den Pilzen.

Patrick und Lisanne, hört ihr bitte auch zu?

* Schüler stöhnen genervt. *

Sie haben eine tolle Stimme.

Ja...

Also, es gibt hier nahezu alle Arten von Bäumen.

Die hiesige Forstwirtschaft, die ist bestrebt...

Ah! Rauchen ist im Wald leider verboten.

Bei der Trockenheit kann sich was entzünden.

Ein Funke genügt da oft.

Es wäre also besser, wenn du die Fluppe...

Zigarette weg.

* Bremsenquietschen *

* Gekicher * Stimmt.

Voll die Trockenheit hier. - Sorry.

* verzaubernde Klänge *

Ich suche meinen Dackel.

Dackel? - Dackel.

Äh, ja, den habe ich gesehen.

Ist aber schon eine Weile her.

* Er lacht leicht. *

Und nicht festgehalten?

Er hatte es ziemlich eilig.

Dunkelbraun? Glänzendes Fell?

* lautes Bellen und Winseln * (Mann) Hey. Ja. Gustl.

Du bleibst jetzt aber da, ja?

Und wegen deinem Anzug, ähm... - Das ist schon okay.

* Gustl bellt. *

* sanfte Gitarrenmusik *

(Frau) Yascha, du weißt, was mein Anliegen ist.

Ein neuer Nationalpark.

Arten- und Biotopschutz.

Naturnaher Wald. Wildnis-Pädagogik.

Das ist das Forstgebiet von Prunks. - Mhm.

Wie geht's ihm überhaupt? - Den haut so schnell nichts um.

Aber eine Weile wird er ausfallen.

Dieses Gebiet ist für einen Nationalpark ideal.

Da liegt doch ein Privatwald drin.

Du brauchst ein zusammenhängendes Gebiet.

Der Privatwald gehörte einer Hildegard Stein.

Die wollte erst nicht verkaufen.

Aber irgendwann hatte ich sie so weit.

Dann kann es ja losgehen mit dem Nationalpark.

Pass auf:

Der Kaufvertrag war gerade unterschriftsreif,

stirbt die Frau mir weg.

Kein Testament, keine Angehörigen... - Oje. Die Arme.

Äh, aber dann fällt der Wald doch an uns.

Schön wär's.

Das Nachlassgericht hat jetzt einen Erben ausfindig gemacht.

Und jetzt sitze ich hier und warte auf den Namen und so.

Ich habe doch schon Fördergelder beantragt.

Der Landrat ist begeistert. Wenn das nicht klappt...

Yascha, ich finde keine Vertretung für den Prunks.

Kannst du das nicht machen? * Er verneint. *

Blütenschokolade.

Meine Großnichte macht die von Hand.

Ich bin lange aus der praktischen Arbeit raus.

Das ist wie Fahrradfahren. Das verlernt man nicht.

Ganz nebenbei hast du einen Blick auf den Privatwald.

Ob der Erbe auftaucht. - Ja, genau.

Und dann besprichst du alles mit ihm oder ihr.

Wir machen einen neuen Vertrag fertig... Alle glücklich.

(Holger) "Nie mehr Förster."

Das waren deine ersten Worte nach dem Unfall.

Ist ja nicht für lange. Was hätte ich machen sollen?

Sie ist meine Chefin.

Wiedersehen. Viel Spaß dabei. - Vielen Dank. Tschüss.

Wieso ist dein letztes Date abgehauen?

Jetzt fang du nicht auch noch an.

Yascha, du musst die Zuckerschnecken anlocken.

Ich kann das eben nicht. - Ach...

Dann lern von den Profis.

* verzaubernde Musik *

Es freut mich sehr, dass wir uns getroffen haben.

Das finde ich aber auch.

Du bist geschmackvoll angezogen. Gefällt mir.

Danke. Du auch. - Danke.

Du hast sicher ein total spannendes Leben.

Ich möchte alles von dir wissen.

Und dann hängst du an seinen Lippen und sagst nichts.

Du gibst ihm das Gefühl, er ist der Einzige auf der Welt.

Der Rest ist dann ein Kinderspiel.

* beschwingte kraftvolle Gitarrenmusik *

* Bellen *

Hey. Haben die dich hier vergessen, hm?

* Beschwingte Musik läuft weiter. *

* Hund bellt. *

Na, was ist da drin?

Ja, kriegst du.

Na, guck mal. Hm?

Und, wie sieht es für mich aus?

* Yascha seufzt enttäuscht. *

Macht 23 Euro, bitte schön.

Ach, mein Geld ist in der Jacke.

Anschreiben ist bei uns nicht. - (Mann) Stehen lassen.

Und das Gleiche noch mal, bitte.

Stimmt so. - Danke.

Als Wiedergutmachung für deinen Anzug.

Mats.

(piepsig) Yascha. * Räuspern *

(tief) Yascha.

Freut mich.

Sorry.

Berufskrankheit. - Kein Problem.

Prost. - Prost.

Wo ist der Dackel?

Der Dackel ist platt. War ja gestern auch den ganzen Tag unterwegs.

Wohnst du hier?

Nee. München.

In München?

Also, ich wohne eigentlich au...

Dein Hobby?

Mein Job. Ich arbeite freiberuflich als Fotograf.

Früher habe ich Taufen, Geburtstage, Hochzeiten gemacht.

Dann war ich eine Zeit lang fest angestellt,

aber das war nichts für mich.

Spannend.

Ich wollte irgendwann Fotos machen, die was bewegen, die aufrütteln.

Fotos, die eine Bedeutung haben.

Du, ich, ähm... Ich muss mal kurz. - Aufs Klo?

Ja, aufs Klo.

(skeptisch) Mit der Kamera?

Die lasse ich nirgendwo liegen.

* schwere Streichmusik *

* Zischen *

* Er seufzt. *

Hey!

Wieso bist denn du abgehauen? - Ich dachte, du wärst abgehauen.

Kann es sein, dass du zu viel denkst?

Komm. Ich flicke ihn dir.

Was? In München?

So, da sind wir. - Wow.

Willkommen.

Das Rad hierhin? - Ja, stell es einfach da ab.

* Pfeifen *

* Gustl bellt. * Hey, Gustl! Du Powerpaket.

* Er schnalzt. * Ja, bravo.

Du magst keine Hunde, oder? - Doch, doch.

Hallo, Gustl. * Gustl knurrt. *

Whoa, okay.

Wow. Wer vermietet so was?

Niemand.

Gehört alles mir.

Ist geil, oder? Ich habe hier schon als Kind rumgetobt.

Bei meiner Tante Hildegard. * Gustl bellt. *

Ich bin die Bäume raufgeklettert und wieder runtergeknallt.

Den Vertrag habe ich in ihren Unterlagen gefunden.

Irgendein Ministerium für Forsten oder...

Egal. Die wollten ihr den Wald abschwatzen.

Mit einer alten Frau kann man es ja machen.

Vielleicht wollte sie ja verkaufen. - Never ever.

Hildchen hing an diesem Wald.

Und unterschrieben hat sie auch nicht.

Und ... du willst jetzt hierbleiben? Oder...

Ja.

Der Wald ist meine Kindheit. Verkaufen werde ich zumindest nicht.

Vielleicht kanntest du meine Tante. Sie war auch Lehrerin.

Wie kommst du drauf, dass ich Lehrer bin?

Wegen deiner Schulklasse gestern.

Ach so, ja.

Ja. Also nein, äh...

Ich kannte Hildchen nicht.

Ist ja auch schon eine Weile her.

Also dass sie Lehrerin war. - Stimmt.

(schmerzerfüllt) Ah! - Shit!

Wehgetan? - (gepresst) Alles gut.

Äh, apropos Lehrerin. Also Lehrer.

Ich muss los.

Ich muss ein Elterngespräch vorbereiten.

Schade. Jetzt habe ich nicht mal dein Rad repariert.

Kein Problem.

Kriege ich trotzdem deine Nummer?

* sanfte Musik *

Oh Shit.

(Frau) Cedric! Bring mal zwei Baumscheren mit!

(Mann) Astscheren. * Er seufzt. *

(Cedric) Geh mal schön selber. - Ja.

Das sind die mit dem langen Griff, oder? - Ja.

Der Vertretungsförster, ist der echt vom Ministerium?

(Mann) Schreibtisch-Fuzzi. Das hat mir gerade noch gefehlt.

(Frau) Ich finde hier nichts. - Hilf ihr mal.

* dunkler Trommelrhythmus *

Guten Morgen.

Ich bin Yascha Krüger. - Seidl, Harry. Vorarbeiter.

Herr Seidl, prima. Ich...

Schon mal im Wald gearbeitet? - Sicher.

Es hat sich eine Jagdgruppe angemeldet.

Wir müssen Schilder aufstellen. - Alles dabei.

Und in Parzelle 16... - ...wird heute gefällt.

Ist bekannt.

Bäume müssen markiert werden. - Das ist die Aufgabe vom Förster.

Ich weiß. Ich brauche nur die Spraydosen.

Im Geräteschuppen.

Cedric! Leonie!

Markierspray mitbringen!

Ah, und die Wildfutterstation... - ...muss instand gesetzt werden.

Vor dem Winter.

Hi.

Leonie. Praktikantin.

Das ist Cedric. - Ich kann mich selber vorstellen.

Yascha. Freut mich.

Ja, auf gute Zusammenarbeit. - Kommt jetzt. Aufsitzen.

* Motor wird gestartet. *

* mystische Panflötenmusik *

(freudig) Hallo! - Hallo.

Ich suche für mein Bienenvolk einen Platz.

Ist mein Erstes, aber ein paar Gläser Honig werden es schon werden.

Können Sie mir helfen? - Yascha Krüger. Ich liebe Honig.

Und vor allem Bienen, denn sie tragen zur Biodiversität bei.

Sachkundenachweis haben Sie?

Ja, freilich. Sogar dabei.

Bitte schön.

(konzentriert) Hm, hm, hm, hm, hm. Prima.

Ich brauche nur noch die Seuchenfreiheitsbescheinigung

wegen der Amerikanischen Faulbrut.

Auf die warte ich auch.

Ohne die Bescheinigung dürfen Sie nichts aufstellen.

Ach geh. Aber meine Bienen sind topfit.

Die summen und brummen den ganzen Tag.

Ah, ja das ist schön.

Wenn Sie die, äh, Bescheinigung haben, dann geht das.

Jetzt aber nicht. Ich, äh, muss dann mal.

Geht's Ihnen nicht gut? - Ähm... Doch, doch.

Da war gerade ein seltener Nashornkäfer.

Total interessant.

(Imkerin) Insekten sind so toll.

Gibt's da was Interessantes? - Ja.

Einen Nashornkäfer. Ganz was Seltenes.

* treibender Gitarrenrhythmus *

Hey, Yascha!

Äh, hi, Mats.

Machst du Fotos hier?

Ein paar schöne Motive. - Ja.

Ich bin auf der Suche nach ...

einem seltenen Nashornkäfer.

Oh.

Wow.

Oh.

* sanfte Streichmusik *

* Musik wird beschwingter. *

* sanfte Klänge *

Jetzt hast du deine Kamera ja doch liegen lassen.

Stimmt.

Wo bist du eigentlich so unterwegs?

Ist ganz unterschiedlich.

Wo meine Agentur mich hinschickt.

Meistens Krisengebiete.

Ist das dann nicht etwas langweilig hier?

Also, wenn du so viel rumkommst? - Nee.

Beides zu haben, darin liegt der Reiz.

Was unterrichtest du eigentlich?

Äh, Mathe und Kunst.

Bist du gerne Lehrer?

Doch. Schon.

Gut.

Ich finde es total wichtig, dass man liebt, was man macht.

Mats, ich bin eigentlich kein... - Fuck!

Total vergessen. Ich habe noch einen Call wegen eines Jobs. Ähm...

Heute Abend bei mir. In der Hütte.

* Platschen * Ja?

Okay. - Versprochen?

* sanfte beschwingte Musik *

Mama. Was machst du denn hier?

Was ist denn das für eine Begrüßung? Das heißt: "Schön, dass du da bist."

Ich habe so viele Überstunden,

da kommt die Klinik auch mal ein paar Tage ohne mich aus.

Ich müsste dann mal dringend.

Zweite Tür links.

(Holger) Weiter weg von der S-Bahn war wohl nicht möglich?

Holger. Pass auf!

* Holger seufzt angestrengt. *

Es ist alles so schrecklich. - Die S-Bahn?

(atemlos) Nein.

* Holger keucht. *

Du weißt doch, dass ich immer ins Hotel gehe,

wenn Mirkos Eltern zu Besuch kommen.

Ja, weil die so anstrengend sind.

Das habe ich immer nur so gesagt. Das stimmt ja gar nicht.

Sie wollen mich nicht kennenlernen. * Er schluchzt leise. *

Was? Aber Mirko und du, ihr seid doch seit zehn Jahren zusammen.

(weinerlich) Ja.

* Holger schluchzt. *

Es ist alles so schrecklich, Pari.

Holger muss immer ins Hotel, wenn Mirkos Eltern kommen.

Was? Aber eure Wohnung ist doch groß genug.

Aber sie wollen sich nicht damit auseinandersetzen,

dass ihr Sohn schwul ist und dass er mich hat.

Wie bitte? - Spinnen die?

Ja!

Und heute sind sie wieder gekommen, aber da habe ich zu Mirko gesagt:

"Heute gehe ich nicht." - Richtig so.

Und was hat er gesagt?

Er hat gesagt, ich soll nicht so ein Drama machen.

Und dann haben wir gestritten. So schlimm wie überhaupt noch nie.

Mein Haus ist dein Haus. Du bleibst erst mal hier.

Danke. - Klar bleibst du.

Aber das ist so was von nicht dein Haus.

Was hast du da überhaupt alles mitgebracht?

Weißt du noch? Dein zwölfter Geburtstag?

Ich wollte dein Lieblingsessen machen und dann musste ich arbeiten.

Erinnere ich mich nicht dran. * Handyklingeln *

Weil du das verdrängt hast. Weil er so enttäuscht war.

Wir werden das alles aufarbeiten. - Oje.

Ich muss da kurz drangehen.

Hallo? Anke? - "Mats Stein heißt der Gute."

Das Nachlassgericht hat den Namen verraten.

Ich habe so gebaggert. * Sie lacht. *

Yascha?

Ja? - "Ja, ist er aufgetaucht?"

Äh... Ja.

Und? Hast du mit ihm gesprochen?

Kurz.

Jetzt komm, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen.

Er will nicht verkaufen.

Ich kann nicht warten, bis der auch noch den Löffel abgibt.

Bleib dran, bitte. Ja? - Mhm.

"Sprich noch mal mit ihm."

Der Landrat will jetzt Fakten. Der ist jetzt total im Thema.

Ja? Mach mal.

* Holger schreit laut. * * Poltern *

(kreischend) Ah!

Ich wollte ihn nur runterheben. Mit dem mache ich kein Auge zu.

Tut dir was weh? * Holger stöhnt. *

Arme? Beine? Rücken? - Nein. Alles gut, Schwester Pari.

Komm hoch. - Au.

* Holger schnauft. * Ganz langsam.

Oh! * Er lacht auf. *

Also, da ist mir meine 7-Zonen-Kaltschaum-Matratze lieber.

Die Matratze im Schlafzimmer ist prima.

Ah, wirklich? Und wo soll ich schlafen?

Im Büro.

Ich höre gerade einen Podcast:

"Berufstätige Mütter. Zerrissen zwischen zwei Welten".

Oh ja. Den liebe ich auch so.

(beide) Aber du bist doch gar keine Mutter.

Man wird doch wohl träumen dürfen. - Wie seid ihr denn drauf?

Meine ganzen Nachtschichten. Und dann die vielen Überstunden.

Da bist du sicher mal zu kurz gekommen, Spatzl.

Du kannst mir alles sagen.

Mama, ich muss arbeiten.

Puls ist okay.

Ich glaube, ich brauche jetzt einmal ein Schläfchen.

* mystische Panflötenmusik *

Jetzt warte doch mal!

Ich komme mit!

Rot steht für was?

Dass er gefällt wird.

Nur weil er alt ist? - Nein.

Weil er forstwirtschaftlich entnommen wird.

Wie sich das anhört.

Jetzt sag doch mal, Yascha:

War es schlimm für dich, dass ich nicht immer Zeit hatte?

Ich schwöre, Mama, mir hat es an nichts gefehlt.

Okay, als du gesagt hast: "Ich will Förster werden"...

Da hast du gesagt: "Das ist nicht nur Rehe anschauen."

Ja, weil du immer nur in den Wildpark wolltest,

als du klein warst.

* Sie seufzt. *

Und wie ist es jetzt für dich, wieder im Wald zu sein?

Ich meine, denkst du noch oft an den Unfall?

Mama.

Mama. Alles gut.

(Harry) Gehst du jetzt rein, du Drecksteil!

Geh rein!

(ächzend) Zefix jetzt. Drecksteil. Dreckerter Sitz.

(Yascha) Herr Seidl?

(zu sich) Ach, der Vertretungsförster.

Schön auf Weg bleiben. Nicht verlaufen im Wald.

Wie reden Sie denn mit meinem Sohn?

Sie brauchen Hilfe, Herr Seidl? - Na, passt schon.

Na, passt eben nicht.

So, also jetzt kommt mal zusammen.

Auf drei.

Eins, zwei, drei.

Ein bisschen höher bei Ihnen. - Na, na, tiefer bei Ihnen.

(Pari) Ein bisschen in die Tiefe, damit der hinten rüberkommt. Ja. Ja.

Also, habt ihr gar kein Gefühl? Weiter rüber, Yascha.

Also. Geht doch.

Ist wie eine Rollvene. Man muss nur geduldig stochern.

Ach, so schöne Fichten!

Die Mutter also?

Ja.

Aha.

Ich muss los. Ein Kumpel tritt heute auf.

Danke, war lecker. - Ich komme mit.

Ich fand es auch superlecker. Danke.

Bis morgen. - Tschau.

(Pari) Tschau. - Tschau.

Hi. - Hi.

Hi.

Da bist du ja endlich. - Ich habe keine Zeit.

Wieso hast du keine Zeit?

Ich habe einen Außentermin.

Ohne Uniform? - Mhm.

* Holger schnuppert. *

Du hast doch Parfüm drauf.

Es gibt einen Privatwald und der soll verkauft werden,

damit da ein Nationalpark entstehen kann.

Also...

Wir sind zu einer sehr interessanten Zeit gekommen.

Mhm.

* Hämmern *

* sanfte Musik *

Hey, Yascha. Das ist ja schön, dass du da bist.

(leise) Hey. (lauter) Hey.

* Gustl knurrt. *

Gustl, hör auf. * Gustl bellt. *

Ruhig, Gustl. Zurück ins Haus.

Sorry.

Der ist eigentlich ganz lieb. - Hey, toller Dachs.

Ist ein Dackel.

Oh. Sorry.

Doch. Ja... Kommt hin. - Du bist ein guter Lügner.

* Yascha lacht nervös. *

Ich dachte, ich probiere es mal.

Die Sachen lagen in der Hütte. - Steht dir.

* Nachrichtenton *

Ich habe letztens zufällig gelesen,

dass man so einen Privatwald richtig in Schuss halten muss.

Ja. Sieht doch super aus.

Das sind bestimmt 22 Hektar.

Also...

Da kommt sicher was zusammen, wenn du verkaufen würdest.

Verkaufen?

So was verkaufe ich doch nicht.

Wollen wir?

Weißt du, Geld ist mir nicht so wichtig.

Klar, man braucht es zum Leben, aber...

Schau dich hier mal um. Den verkaufe ich doch nicht.

Ich bin auch wahnsinnig gerne im Wald.

Alles fällt von einem ab.

Man hört das Rauschen der Bäume, manchmal Tiere...

Der Wald ist wie der Ozean. Ein super CO2-Senker.

Die Bäume filtern klimaschädliches Kohlendioxid aus der Luft,

spalten es in Kohlenstoff und Sauerstoff,

und der Sauerstoff geht wieder in die Luft.

Das ist ... total unromantisch. - Ja, aber auch großartig.

Was der Wald so für uns alle macht. - Stimmt auch wieder.

Herr Lehrer. * Mats lacht leicht. *

Mats, ich muss dir was sagen.

(Mats) Mann, ich werd' nicht mehr! Der ist immer noch hier.

(Yascha) Was ist das hier? Ein ... Dackel-Friedhof?

Den hier habe ich mit Hildchen zusammen begraben.

Das war meine Grabbeilage. Die ist immer noch da.

Und ... alle Dackel hießen Gustl?

Ja.

* Lied: "Love Me Back" von Max McNown *

♪ Slowing down the time

In the dandelion breeze

I blew a wish into the wind And you laughed at me

I gave you a smile

And you said, "What does that mean?"

Said, "I ain't ever been the kind To find a four-leaf"

Fell a little too hard

Just a little too fast

Put my soul in your hands Like a penny on the track

I've given you my heart

And all the love I have

And I'm just lucky That you love me back

Yeah, I'm just lucky That you love me back. ♪

* rhythmische melodische Folkmusik *

♪ You don't realize

The hand that you hold

Put goodbye on a table And you know that I'd fold

So baby, let it ride

But don't let it all end

'Cause I'm always gonna be All yours, all in

Fell a little too hard

Just a little too fast... ♪

Der gehört mir auch.

Ein ganzer See. Ist doch verrückt.

Liebe ist wie Wasser.

Die einen spielen damit, während die anderen drum kämpfen.

Du bist ja doch romantisch. - Das ist nicht von mir.

Und?

Spielst du?

Du?

Wenn der Einsatz stimmt.

* Rhythmischer melodischer Folksong läuft weiter. *

(Mats) Woher ist die?

Unfall.

Ist lange her.

Sieht heftig aus.

Das war heftig.

Und bei dir?

Ich habe Fotos gemacht.

Ich bin in einen Schusswechsel geraten.

Ein glatter Durchschuss.

Was, echt jetzt? - Ja.

Passiert das öfter?

Seitdem weiß ich jedenfalls:

Kein Foto ist es wert, sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Sorry. - Ist eng hier, hm?

Wir können uns mal bei dir treffen. - Ähm... Das ist gerade schlecht.

Meine Mutter ist zu Besuch.

Und die ist nicht ganz unkompliziert.

Und jetzt auf voll romantisch.

* getragene Streichmusik *

* Musik wird sanft beschwingt. *

(sanft) Aufwachen. * Yascha stöhnt verschlafen. *

Frühstück.

Mmh, so üppig.

Hey.

Müsliriegel. Geben Kraft.

Wann musst du in die Schule?

Jetzt.

* beschwingte Gitarrenmusik *

Ähm...

Ähm...

Heute Abend Nachsitzen.

Ähm... * Tür wird geschlossen. *

* Beschwingte Gitarrenmusik läuft weiter. *

Morgen. - Morgen.

(Harry) Morgen. - Äh, ich war laufen.

Ein bisschen Frühsport. Pow-pow.

Aha.

Was steht heute an?

Da müsste ich mal flink auf den Plan schauen.

Ja, aber bitte schön noch vor Feierabend, wenn es geht, gell?

Herr Seidl, Sie wissen bestimmt, was ansteht, hm?

Ich vertraue Ihnen da. - Morgen.

Der ist für Holger.

Zum Trost. - Gebe ich ihm.

Ich habe dein Fahrrad repariert. Falls du es mal wieder brauchst.

Oh, danke.

Kommst du jetzt erst nach Hause? - Äh, ich war laufen.

In den Klamotten von gestern? - Hm?

Ach. Der Schreibtisch quillt über.

Förster sein ist nicht nur Rehe anschauen, Mama,

sondern auch viel Büroarbeit!

Hat das geklappt mit dem Privatwald?

Mann, ist ja wie in der Pubertät.

Morgen. - Grüß Gott.

Wo kann ich hier am besten walken? - Bitte was?

Walken? * Harry schnaubt. *

Sehe ich aus, als ob ich walke? - Sollten Sie. Bei Ihrem Airbag.

Ist für Männer in Ihrem Alter nicht ungefährlich.

Wenn du da vorne rechts gehst, gibt es einen echt schönen Rundweg.

Danke, Leonie. - Gern.

Schönen Arbeitstag dir. Dir auch, Cedric.

Sagt mal, was habt denn ihr mit den Leuten hier auf einmal zu tun?

Die sind nett. - Ach, nett.

Airbag? - Obacht, Freundchen, ja? Obacht.

Wieso weckt mich hier eigentlich keiner auf?

Wobei ich sagen muss: Der Schlaf hat mir echt gutgetan.

Hier, für dich. Von Leonie.

Mei, ist das lieb. * Er lacht begeistert. *

Die Frau hat einfach Geschmack, oder?

Schau mal, da ist alles dabei: Kamille, Schafgabe...

Leberbalsam. * Yascha stöhnt angeekelt. *

Mirko-Spezial-Kaffee mit vier Stück Zucker.

Ach, sorry. Das ist die Macht der Gewohnheit.

Hat er sich gemeldet? - Nein.

(Mats) Grüß Gott! Sind Sie der Förster?

(Harry) Und Sie sind? - Mats Stein.

Der Erbe des Privatwalds. - Haustür ist offen.

Immer geradeaus. Das Büro ist am Ende.

Zieh dich aus.

Mats denkt, ich bin Lehrer. - Wer ist Mats?

Mein Außentermin. Jetzt mach schon.

Wir tauschen. - (Mats) Hallo?

Klitzekleines Momentchen noch! - (leise) Weniger Diva, mehr Macho.

(tief) Ich komme gleich!

(leise) Perfekt.

Da habe ich vor 20 Jahren reingepasst.

Bauch einziehen, Luft anhalten. - Mache ich.

Ich komme!

Bin gleich so weit!

Muss kurz noch etwas... Komme!

Komme gleich! So!

Nur herein!

* Gustl bellt. *

Steht Ihnen.

Mats Stein. Ich bin der Erbe des Privatwalds.

Ah, ja. Und was kann ich... Was kann der Förster für Sie tun?

Ich habe gehört, beim Privatwald gibt es einige Dinge zu beachten.

Da wollte ich mal nachfragen. - Ja.

Jahaha, da gibt es viele,

also, puh, sehr viele Dinge zu beachten.

* Gustl bellt. *

(Mats) Und was genau?

Das kann ich Ihnen nicht alles aufzählen.

* Er lacht leicht. * Also... Die Artenvielfalt.

Auf die Artenvielfalt der Blumen muss man wirklich achtgeben.

Der Blumen? * Gustl bellt und winselt. *

Gustl, aus! Was ist denn da?

* Gustl winselt. *

(Holger) Ich werde Ihnen die Infos zusammenstellen.

Aber jetzt habe ich viel Arbeit.

Ach ja? Okay. Danke.

Und entschuldigen Sie wegen dem Hund.

Gustl, komm.

Ich möchte alles wissen.

(Harry) Die Menschheit wird es nie kapieren.

Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.

Was ist das?

"Beweg dich magische 100 Schritte Richtung Osten.

Dort wirst du den nächsten Hinweis finden."

(schnaubend) So ein Schmarrn, das...

* mystisches Panflötenspiel *

* Trommelrhythmus setzt ein. *

Eins, zwei, drei, vier...

(Holger) Also, ich fasse mal zusammen:

Mats redet genauso gern wie du...

Er hört aber auch gern zu. * Er lacht wissend. *

Du hast bei ihm übernachtet?

Kuschelfaktor zehn?

Elf. * Holger seufzt überschwänglich. *

Eieieieiei.

Verkauft er denn? - Nee, er liebt den Wald.

Wie du! * Er lacht begeistert. *

Und was machst du jetzt? - Och, keine Ahnung!

* Yascha seufzt frustriert. *

* Handyklingeln *

* Holger stöhnt. *

Mirko.

Ja, geh ran.

Ihr müsst doch mal reden.

Ja, bitte?

Hm. Das weiß ich nicht.

Ja.

Hast du denn mit deinen Eltern gesprochen?

(entrüstet) Nein?

Puh.

Dann habe ich dir nichts mehr zu sagen!

Es tut mir leid.

"Lehrbuch. Forsten und Wald".

Das bringt uns bei Schatz-Mats auch nicht weiter.

Du bist genial. - Ich weiß.

Warum?

Da stehen die Rechte und Pflichten für Privatwaldbesitzer drin.

...97, 98, 99...

100.

* rhythmische Gitarren- und Panflötenmusik *

Aha.

Finger weg! Das ist eine Schnitzeljagd für meinen Sohn.

Aha.

Ab wann ist man denn Ihrer Meinung nach zu alt für so was?

Keine Ahnung. Ich habe noch nie eine gemacht.

Das erklärt vieles.

(verdrossen) Ja. Servus. - Nicht weggehen! Bitte.

Ich habe Höhenangst. - Oh.

Äh... Dann am besten nicht runterschauen.

Ich komme.

* treibender Trommelrhythmus *

Obacht.

Ja, ja. - Ah!

Hoch... Hoch war einfacher. - Ja.

Einen noch. Okay. Ja.

(schmerzerfüllt) Der Fuß, der Fuß! Der andere! Aua.

(panisch) Nicht loslassen! - Ich habe Sie.

* Pari atmet schwer. * Ja, ja. Das geht schon.

Ist gleich geschafft.

Jetzt können Sie loslassen. - Oh. Entschuldigung.

Danke. Finger alle noch dran?

Gut.

Servus. - Äh...

* Trommelrhythmus läuft weiter. *

* Holger schreit auf. * Psch!

Was denn? - Da.

An dem Baum. Da sitzt ein Toter.

* Mann seufzt glückselig. * Sei vorsichtig.

Hallo? - Da ist ja gar kein Blut.

Hallo.

Der Tote lebt.

Geht's Ihnen gut? - Gewiss.

Ich atme mit der Kraft der Bäume.

* Er atmet laut ein und wieder aus. *

Hm. - Das klingt aber poetisch.

Diese Kiefer hier, die wandelt schwierige Lebensumstände.

Sie bringt gute Laune und Lebensfreude

und hilft traurigen Menschen, gibt Ihnen ein Gefühl der Geborgenheit.

Sie umarmen eine Fichte.

Fichte ist auch wunderbar.

Sie wandelt Nervosität und Unruhe

in Gelassenheit und Einklang mit sich selbst.

Alles klar. Viel Spaß noch.

Holger. - Hm?

Du, ich glaube, ich habe schon was gespürt.

Ah!

Jetzt hätte ich Sie fast verpasst.

Ja. Ich wollte Ihnen nur dieses Buch vorbeibringen.

Da sind alle nötigen Informationen drin.

Das ist aber nett von Ihnen. - Ja.

(Mats) "Bei Waldverjüngung standortgemäße Baumarten auswählen."

Was soll denn das heißen?

* Gustl bellt. * Gustl!

Das... - Nein!

Yascha. - Gustl!

Was ist mit Gustl? - Gustl ist im Dachsbau.

Gustl! Nicht! - Der kommt da nie wieder raus.

* angespannte Musik *

Nicht da rein. Nein.

Gustl. * Gustl winselt. *

Nein, nicht! So ein Bau kann einstürzen. Warte.

Was soll ich denn sonst tun?

Gustl. - Gustl?

Komm mal her. - Ich sehe ihn.

Gustl, komm her. - Wo bist du denn?

Na komm, Gustl. * Gustl winselt weiter. *

Falsche Richtung. Gustl. - Ich hole Hundefutter.

* Gustl bellt. * Ja, komm.

(sanft) Ja, fein. Ja.

Ach Mann. Gustl, du Kamikaze-Dackel.

Du bist also ein Held, hm?

Na? Hallo. Ja.

Yascha?

Gleich gibt es das Hühnchen!

Äh... * Er keucht. *

Der Yascha ist noch ... beschäftigt.

Warum hast du seine Uniform an?

Das ist eine lange Geschichte.

Ich habe Zeit. - Ja, aber ich nicht.

Ich muss nach München. - Zu Mirko?

Habt ihr euch wieder vertragen? - Nein.

Aber ich habe solche Sehnsucht.

Oder ist das falsch, Pari? - Ach, Holger.

* Holger wimmert. *

Es ist nie falsch, um seine Liebsten zu kämpfen.

(Holger) Oder?

Okay.

* Poltern *

Hast du doch Zeit, Spatzl?

Also, "Harry" würde reichen.

Ich wollte nur kurz den Bestandsbericht vorbeibringen.

Ist der Förster da? - Äh... Nee, gerade nicht.

Leg ihn doch einfach auf den Tisch. Harry.

Ja.

(genüsslich) Mmh! Das riecht aber wirklich gut.

Ich bin Patricia.

Und wer mich mag, sagt "Pari".

Wie macht er sich denn als Förster?

(seufzend) Ach... Also, ehrlich gesagt...

Erst dachte ich, das ist so ein Jungspund aus dem Ministerium.

Ne? - Mhm.

Aber er macht sich ganz gut.

Ja, Yascha hat ja Forstwirtschaft studiert.

Der war ganz frisch Revierförster, als...

Also, er hat nach einem Sturm die Schäden gesichtet und ...

da ist ihm so ein Ast auf Kopf und Schulter gekracht.

Innere Verletzungen und ... Brüche. Koma.

23 Tage saß ich an seinem Bett.

Halbes Jahr Reha.

Danach hat er im Ministerium angefangen.

Er wollte sich Zeit geben, bevor er wieder ein Revier übernimmt.

Er ist da hängen geblieben. * Sie schnieft. *

Bayerisch Krem?

Ja, freilich.

Im Airbag ist noch Platz. * Pari kichert. *

(kichernd) Oh mein Gott.

Du musst mich für verfressen halten.

Ich halte dich für sehr nett.

* beschwingte Gitarrenmusik *

(Mats) Sind gefühlt eine Million Vorschriften.

Wird sicher kontrolliert werden. - Ach was.

Wurde es bei meiner Großtante doch auch nicht.

Obwohl... Ich kann mir schon denken, warum.

Die hat immer großzügig in die Gemeindekasse gespendet.

Ich kriege das schon irgendwie hin.

Ich weiß gar nicht, warum ich so lange nicht mehr hier war.

Gut, dass du gekommen bist.

Warum?

Hm... Sonst hätten wir uns nicht kennengelernt?

Stimmt.

* sanfte Klaviermusik *

Was ist das zwischen uns?

Es fühlt sich gut an.

Ja.

Tut es.

Mats, ich muss dir noch was, äh...

Es ist eigentlich nur eine Kleinigkeit.

* Handyklingeln * Shit.

Sorry, da muss ich abheben.

Tommy?

* Er lacht überrascht auf. * Wirklich?

(leise) Sorry.

Logisch. Klar wäre ich interessiert.

Schickst du mir das Briefing?

Ich schaue es mir schnell an und melde mich gleich zurück.

(Pari) Na dann, äh... Ähm...

Komm gut nach Hause.

Ja... Servus.

Ja. - Ja.

Wenigstens du bist glücklich. - Holger.

Was sitzt du denn hier draußen?

Ich wollte euch nicht stören. Ihr habt so schön gelacht.

Was ist passiert?

* Holger seufzt. *

Ich war in München.

Der Mirko vermisst mich nicht.

Hast du mit ihm gesprochen? - Nein.

Ich wollte einfach nur kurz in den Blumenladen,

und da ist er gerade rausgekommen, mit seinen Eltern.

Und die haben voll gelacht. Die hatten eine super Stimmung.

Er vermisst mich kein bisschen. - Natürlich tut er das.

(wimmernd) Nein.

Komm mit rein.

Es gibt noch Nachtisch.

Was macht ihr denn noch hier draußen?

Die Frage ist eher: Wo kommst du jetzt her?

Du hast ja schon einiges in deinem Leben angestellt, aber das ist ...

speziell.

Pari, er ist verliebt. Da macht man halt solche Sachen.

Ich weiß schon, was man macht, wenn man verliebt ist.

Aber Lügen gehört bei mir nicht dazu.

Ich habe mich voll in die Scheiße geritten, Mama.

Ist er es denn wert? - Er ist wie für mich gemacht.

Wir sind wie... - Das klingt doch schön.

Deshalb musst du ihm die Wahrheit sagen.

Ja, absolut, weil das jahrelange Lügen...

Das sehr ihr ja an mir. Wohin hat es geführt?

Das ist ganz was anderes bei dir und Mirko.

Ja, das ist es.

Aber ihr habt recht. Ich sage es ihm morgen.

* getragene Musik *

Guten Morgen. - Morgen.

Ich habe geträumt, dass dieses ausgestopfte Viech

da im Wohnzimmer, dass das lebendig geworden ist.

* Sie lachen. *

Da, die sind im Wintergarten gelegen.

Sind das nicht die von Harry? - Ja, der war gestern Abend hier.

Harry und Pari, die haben so gekichert.

Der ist erst gegangen, kurz bevor du gekommen bist.

Und warum sind die noch nicht gefällt?

Na, der Prunks meinte, dass wir die noch stehen lassen.

Aber wenn Sie die weghaben wollen, können wir das natürlich machen.

Also, ich fände es richtig. - Danke, Herr Seidl.

Ja.

Ohne Arbeitshandschuhe unterwegs heute? - Was?

Ja, die ... habe ich heute Morgen...

Habe ich heute nicht gefunden. - Die hier lagen im Wintergarten.

Ah.

Leonie hat sich verletzt. - Was?

Ich bin an dem Draht da hängen geblieben.

Wo sind deine Arbeitshandschuhe?

Das ist Vorschrift. * Yascha räuspert sich. *

Die habe ich zu Hause vergessen.

Ja... Kann ja mal passieren. Lass mal schauen.

Ach.

Ihre Mutter ist doch Krankenschwester, oder?

Mhm.

Ich weiß noch nicht, was ich machen will.

Ist ja irgendwie eine Lebensentscheidung.

Und warum machst du das Praktikum überhaupt?

Ich habe alles Mögliche angefangen. Richtig Spaß gemacht hat mir nichts.

Bei dir ist das anders.

Du bist gerne Förster. Das merkt man.

Du passt hier richtig gut rein.

Geht's? - Ja.

Zwei Monate? Äh, nein.

Klar bin ich interessiert, es ist nur...

Ich muss hier noch etwas klären.

Ja.

* getragene Streichmusik *

* Yascha atmet tief durch. *

* Handyklingeln *

* Er räuspert sich. *

Anke, was gibt's?

"Der Landrat will eine Pressekonferenz."

Sag mir, dass du gute Neuigkeiten hast.

Ich habe nochmals mit Herrn Stein gesprochen.

Aha?

"Er bleibt dabei."

Er verkauft nicht. Ich habe wirklich alles versucht.

Ich übernehme den jetzt mal.

Nein, nein, nein, brauchst du nicht.

Doch, doch. Du hast genug zu tun.

Ich überziehe den so mit Auflagen, dass dem Hören und Sehen vergeht.

Wir kriegen den Wald. Tschüss, tschüss.

Ich dachte ja, ich mag Natur. Und Cedric ist auch echt toll.

Harry ist auch okay. - So richtig gefällt es dir nicht.

(Leonie) Wenn ich mir vorstelle,

dass ich das die nächsten 50 Jahre machen soll...

Leonie, ich war auf der Blumenwiese.

Da wächst sogar Wilde Malve. - Oh, wie schön.

Hast du auch die Platterbse gesehen? - Nein.

Komm mit, ich zeige sie dir.

Platterbse?

Mama?

Ich könnte jetzt eine Schnitzeljagd gebrauchen.

Okay. Ich ziehe mir schnell andere Schuhe an.

Dann können wir reden. * Handyklingeln *

Krüger?

Verstehe, und wo?

Ist gut, ich kümmere mich. - Wer war das?

Die Polizei. Ein Jogger hat ein verletztes Wildschwein gemeldet.

* angespannter Trommelrhythmus *

(Mats) Yascha?

Ach, so ist das also.

Du bist gar nicht Lehrer.

Mats, ich... Ich erkläre dir alles.

Aber ich muss mich erst um ein verletztes Tier kümmern.

Heute kam eine Mail. Von einer Frau Hofmann.

Sie hat mir ein Angebot gemacht für meinen Wald.

Kennst du die? - Das ist meine Chefin.

Deshalb hast du dich an mich rangemacht.

Damit ich verkaufe. - Was? Nein! Nein, ich...

Vielleicht wirkt das jetzt so. - Ja.

Es wirkt genau so auf mich.

Hat sie dir auch gesagt, dass wir vögeln sollen?

Mats. Mats!

* Hund bellt. *

* Schuss *

* getragene Streich- und Klaviermusik *

Magst du einen Kakao?

Holger. Tss, Kakao machen Mütter.

Soll ich?

Danke, aber ich wäre jetzt gerne allein.

Okay. * Handyklingeln *

Oh Gott. Das ist der Mirko.

Nein. Da gehe ich nicht ran.

Vielleicht will er sich trennen. Ich mag das nicht hören.

Wie du dich verhältst, ist derart respektlos Holger gegenüber.

Du bist dabei, ihn zu verlieren. Ist dir das klar?

Was? Es stimmt doch.

Ich glaube, ich hätte jetzt gern einen Kakao.

* Lied: "When The party's Over" von Billie Eilish *

* zarte melancholische Popmusik *

♪ Don't you know

I'm no good for you? ♪

* Handyklingeln *

♪ I've learned to lose you

Can't afford to

Tore my shirt

To stop you bleedin'

But nothin' ever

Stops you leavin'

Quiet when I'm comin' home And I'm on my own

I could lie, say I like it Like that, like it like that

I could lie, say I like it Like that, like it like that. ♪

Herr Stein.

Anke Hofmann, Ministerium für Forsten, freut mich. Guten Tag.

Schickt der Förster Sie?

Nicht direkt, nein.

Herr Krüger hatte ja schon mehrfach mit Ihnen gesprochen.

Ja. So kann man das auch nennen. Ich verkaufe nicht.

Ach so. Hm.

Dann nutze ich die Gelegenheit einfach,

um mit Ihnen über Ihre Pflichten als Privatwaldbesitzer zu sprechen.

Die Verkehrssicherheit muss gewahrt sein. Zu jeder Zeit.

Die Wege müssen begehbar sein.

Baumüberhänge müssen alle weg. - Wird erledigt.

War's das?

In der Hütte dauerhaft zu wohnen, ist verboten.

Habe ich nicht vor.

Na, das...

Seitdem Ihre Großtante verstorben ist, ruhen etliche Zahlungen.

Schicken Sie mir die Bescheide. Ich zahle.

Sie hören von mir.

* Auslöser der Handykamera *

Gut, die Messkluppen brauchen wir neu, den Fällheber...

Und Markierspray auch? - Mhm.

Ja? Welche Farben? - Äh, was?

Markierspray. Welche Farben? - Ich schaue nach.

Aber...

Tschüss, Mama.

Schön, dass du da warst. - Ja, finde ich auch.

(leise) Ich wünsche dir, dass mit Mats doch noch alles gut wird.

Ich schaue nach. - Ich... Ich habe schon...

Liebe kann so wehtun.

* Sie räuspert sich. * So. Ich muss jetzt auch.

Ach, wirklich? Echt, ja? - Mhm.

Ich dachte, dass du viellei...

Ich wollte sowieso gerade eine Pause machen.

Ich kann dich zur S-Bahn bringen. - Ja?

Ja. - Gern.

Gut.

* heiterer Gitarrenrhythmus *

Mirko. - Hey.

Ist Holger noch da?

(Mirko) Holger?

Holger!

Holger?

Was machst denn du da?

Ich hole mir Kraft an dem Baum für alles, was du mir sagen wirst.

(Mirko) Das hilft? - Das werden wir sehen.

Was hast du mir denn zu sagen?

Mir war nicht klar, dass ich dich verletzt habe.

Ich war feige.

Ich hätte mit meinen Eltern sprechen müssen.

Schön, dass du es einmal sagst.

Ich habe mit ihnen geredet.

Und?

Ja, sie haben nicht viel gesagt.

Aber so waren sie ja immer schon.

Probleme werden unter den Tisch gekehrt.

Ich bin nicht viel besser.

Darf ich dann jetzt in der Wohnung bleiben?

Wenn deine Eltern zu Besuch kommen? - Ja.

Wenn sie dann nicht mehr kommen wollen, ist das ihre Sache.

Du bist meine Liebe.

Ohne dich bin ich verloren. - Ich doch auch ohne dich.

* verzaubernde Musik *

Holger...

Willst du mich heiraten?

Ja!

Ja.

Danke für deine Ansage. Hat mich echt wach gemacht.

Den kannst du nicht einfach mitnehmen.

Och, wir haben uns so aneinander gewöhnt.

* Mirko niest. * Schatz, bist du allergisch?

Scheint so.

Du, gib der Pari tausend Küsse, ja? Und rede noch einmal mit dem Mats.

Bei uns hat es ja auch funktioniert.

Tschau.

* Motor wird gestartet. *

* treibende Musik *

* Nachrichtenton *

* Musik wird ruhiger. *

Hier soll ein Nationalpark entstehen.

Deshalb wollen wir deinen Wald.

Und das hättest du nicht sagen können?

Hätte ich vielleicht gut gefunden. - Ja?

Nein! Ich... Ich bin da so reingerutscht.

Reingerutscht?

In all das zwischen uns beiden bist du einfach reingerutscht?

Da gab es nie einen Moment, in dem du hättest sagen können:

"Hey! Ich bin's.

Ich bin der Förster." - Doch, das habe ich ja versucht.

Was, gehst du? - Ich habe einen neuen Auftrag.

Ich begleite ein Sanitätsteam nach Äthiopien.

Ja, ich habe einen Fehler gemacht. - Verarscht hast du mich.

Was ist eigentlich echt an dir?

* betrübliche Musik *

Meine Gefühle für dich.

Gustl, komm.

Komm, Gustl.

Was? Der kann doch nicht mit. - Er muss in eine Tierpension.

Ich kann ihn nehmen. * Gustl bellt. *

Ach, macht doch, was ihr wollt.

* getragene Musik *

Herr Prunks, was machen Sie denn hier?

Das ist meine Försterei.

Aber Sie gehören doch ins Krankenhaus.

Ja, nun nicht mehr. Ich bin wieder fit.

* Yascha lacht mutlos. *

Alles Gute. Eigentlich schade.

Wir hatten uns gerade an dich gewöhnt.

Ich mich auch an euch.

Oh.

Hier, der ist für dich. Zur Erinnerung.

Danke, Leonie.

* Harry lacht leicht. * Cedric.

Ich werde euch vermissen.

Ach, äh, schöne Grüße.

* Gustl bellt. *

Na komm. (ächzend) Ja.

Japs.

* melancholische Musik *

Ich hätte Sie ohne Uniform fast nicht erkannt.

Ich habe die Bescheinigung vom Veterinäramt.

Die müssten Sie ins Forsthaus bringen. Ich, ähm...

* Er lacht traurig auf. *

Haben Sie einen schönen Platz gefunden?

Ja, ich dachte, am See.

Versuchen Sie es mal am Waldrand hinterm See.

Da kann die Kaltluft gut abfließen, das mögen Bienen.

Danke, wusste ich gar nicht. - Gerne geschehen.

Wiedersehen.

(seufzt) Na komm.

(Mirko) Ich würde gern in das Hotel in der Schweiz.

Nein, nach Italien. - Yascha.

Ist was passiert? - Mats ist weg.

Und ich bin wieder im Ministerium.

Habt ihr nicht mehr geredet? - Doch.

Hat aber nichts gebracht.

Habt ihr vielleicht heute Abend Zeit?

Alleine sein ist gerade nicht so gut.

Ja, das musst du ja auch nicht. Wir unternehmen was.

(Holger) Ja, oder ich koche uns was.

Ein gutes Essen hat noch jedem geholfen, oder?

Setz dich erst einmal her.

(Anke) Ja, das war's für heute.

Danke euch.

Ich möchte mich entschuldigen.

Ich war unprofessionell.

Mhm.

Ich hatte mich verliebt, Mats wollte nicht verkaufen, die...

Die Sache ist aus dem Ruder gelaufen.

Du hättest ja mal mit mir sprechen können.

Ich weiß. - Ach komm.

Du hast es ja trotzdem hinbekommen. Toll.

Was meinst du?

Herr Stein verkauft. Die Mail kam heute früh.

Hat er dir das gar nicht erzählt? - Wir haben keinen Kontakt mehr.

Ach so, verstehe. Das tut mir leid.

Nee, also, die Idee vom Nationalpark gefällt ihm.

Naturnah, weil der See als Biotop...

Ich habe ihm versprochen, dass seine Hütte stehen bleibt.

Clever, ne?

Ja.

Das ist clever. - Das finde ich auch.

Sobald er in Deutschland ist, machen wir den Vertrag fertig.

* Lied: "Same Questions" von Max McNown *

* warme sanfte Folkmusik *

♪ A few months back

Choosing venues

A white and golden wedding theme Is finally coming true

You were mine

And I loved you

But that love is getting blurry And you're slipping out of view

Tell me, where've you been Sneaking off to late at night

Since last June?

You've been distant

Why are you distant?

Well, I hope this ain't the part

Where your last words Rip through my heart

And then I lose you

And then I have to... ♪

Da, mit Beeren finde ich gut.

Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren, Physalisbeeren.

Oder... Oder halt den.

♪ What will replace all that space Left in my mind?

It's like the furniture is gone But there's an imprint left behind

Say, "Where you from? What do you do?" ♪

Na komm.

♪ Ask all the same questions To somebody new. ♪

* sanfter Gitarrenrhythmus *

♪ Am I paranoid?

Or just spinning out?

Why've you been so quick to hang up While you keep your phone face down?

Who'd keep the couch? Who'd get the dog?

Who'd make the phone call To your mom?

Am I overthinking?

I'm overthinking

But I hope this ain't the part

Where your last words Rip through my heart... ♪

* Gustl winselt und bellt aufgeregt. *

Das hast du auch vermisst, hm, Gustl?

* Gustl bellt weiter aufgeregt. *

Was will das Ministerium von mir?

Das Ministerium nicht direkt.

Sie gehen nächstes Jahr in Pension?

* Er schnaubt. * Was kümmert Sie das?

Ich will mich für die Revierübernahme bewerben.

Aha. Warum?

Ich vermisse den Wald. * Gustl fiept. *

Die Arbeit hier. Das war immer das, was ich eigentlich wollte.

30 Jahre bin ich hier.

War eine schöne Zeit.

Aber Sie sind doch wieder fit, haben Sie gesagt.

Jaja, trotzdem.

Ein Warnschuss war es schon.

Für eine Revierübernahme

ist eine Empfehlung vom Altförster immer gut.

Ja, wenn Sie das machen würden.

Warum nicht? Harry würde sich freuen.

Es gibt da nur einen Haken.

* Hunde grummeln und fiepen. *

* Er seufzt tief. * Und der wäre?

Ich will ...

sofort aufhören.

* beschwingte Gitarrenmusik *

* Beschwingte Gitarrenmusik läuft weiter. *

Na, das sieht doch schon gut aus hier.

Noch schöner wird es, wenn deine Mutter kommt und dekoriert.

Sie freut sich auch auf dich.

Wollten Holger und Mirko einen Baldachin?

Es wird nicht regnen morgen. Kein Baldachin.

Hätte ich gewusst, wie aufwendig das wird,

hätte ich mir das mit der Location überlegt.

Ja, aber dann hätten die beiden ihre Trauung verschieben müssen.

Sie konnten sich doch nicht entscheiden.

Auf einem der Hauptwege ist eine Eiche umgefallen. Die muss weg.

Okay. Ihr habt es gehört. Kommt.

Die großen Sägen raus und die Schilder zum Absperren.

Handschuhe nicht vergessen, Leonie. - Habe ich.

* Nachrichtenton *

* angespannter treibender Rhythmus *

Ich habe gerade deine Nachricht bekommen.

Der Nationalpark ist vom Tisch? - Mhm.

Aber wieso? Der Landrat hat doch schon...

Er möchte sich jetzt lieber für den Bau eines Aquaparks einsetzen.

Die ganze Arbeit umsonst.

Dann kaufst du den Privatwald nicht? - Doch, doch, natürlich.

Dieser Stein weiß das ja nicht.

Nee, der Baumbestand ist wunderbar. Ach, du, was ich habe, habe ich.

Sag mal, hast du sie noch alle?

Jo, ich habe ja über diesen Privatwald

nur die Liebe meines Lebens verloren.

Ich habe gelogen, ich habe mich zum Deppen gemacht.

Äh, Yascha... Ähm... - Nee, nichts "Yascha, Yascha".

Mats liebt den Wald. Du sagst ihm das.

Du sagst ihm, dass das kein Nationalpark wird,

dass er forstwirtschaftlich genutzt wird

und dass der Dackel-Friedhof dann auch plattgemacht wird.

* getragene Streichmusik *

Dann bleiben wir eben bei Du. - Ja.

Du siehst toll aus. - Danke.

Ebenfalls. * Harry lacht. *

* Gustl bellt. *

Und die Hunde bringen tatsächlich die Ringe?

Auf dein Kommando? - Drückt die Daumen.

Wir haben geübt.

Sind die doofen Eltern von Mirko auch hier?

Er hat sie eingeladen, aber sie kommen nicht.

Krass. - (Pari) Mhm.

Mein Praktikum ist ja jetzt vorbei. - Und, was willst du jetzt machen?

Ich mache eine Ausbildung bei Holger und Mirko zur Floristin.

Ach, haben die beiden dir das empfohlen?

Nee, ich mir selbst. Die wissen noch nichts von ihrem Glück.

* Gustl winselt. * Was... Was ist denn?

* zarte Musik *

Hey, Gustl. * Gustl winselt. *

Na, Süßer?

Entschuldige.

Aber du warst wohl in den besten Händen.

Ach, du willst Gustl holen.

Nein. Ich bin der Hochzeitsfotograf.

Was? So was machst du doch gar nicht mehr.

* Klicken des Auslösers * Doch.

Deine Mutter und Holger haben mich gebucht.

* gefühlvolle Klaviermusik *

* Gustl wimmert laut. *

Lieber Holger, lieber Mirko.

Die Bäume lehren uns:

Nichts kann vergehen, was Wurzeln hat.

Ihr hattet euch verloren und im Wald wiedergefunden.

(leise) Mama, wieso habt ihr mir nicht gesagt, dass Mats kommt?

Wir wussten ja nicht, ob er zusagt. Und? Habt ihr gesprochen?

Und hier werdet ihr beide heute den Bund der Ehe schließen.

Holger Petri,

möchtest du den hier anwesenden Mirko Zumdeik zum Ehemann nehmen?

Dann antworte bitte mit Ja.

Ja. * Er schnieft. *

Mirko Zumdeik, möchtest du den hier anwesenden Holger Petri

zum Ehemann nehmen?

Dann antworte bitte mit Ja.

Ja.

Eure Liebe soll so beständig sein wie der Wald,

der Wind und Wetter trotzt.

Nun möchte ich euch darum bitten, die Ringe zu tauschen.

* drollige Musik *

Lieber Mirko,

mit diesem Ring möchte ich dir meine Liebe ...

und mein Leben übergeben.

(Mirko) Holger, ich übergebe dir diesen Ring,

damit er dich wie meine Liebe stets begleitet.

Ihr habt euch das Jawort gegeben.

Und hiermit erkläre ich euch zu rechtmäßigen Eheleuten.

* Jubel und Applaus*

♪ I don't care if Monday's blue

Tuesday's grey and Wednesday too

Thursday, I don't care about you

It's Friday, I'm in love

Monday you can fall apart

Tuesday, Wednesday break my heart

Oh, Thursday doesn't even start

It's Friday, I'm in love

Saturday, wait

And Sunday always comes too late

But Friday, never hesitate

I don't care if Monday's black

Tuesday, Wednesday Heart attack... ♪

* rhythmischer Rock-Pop-Song verklingt. *

Es tut mir leid. - Danke für meinen Wald.

Es tut mir leid.

Danke für meinen Wald.

Yascha Krüger. Ich bin hier der Förster.

Mats Stein. Nachbar sozusagen.

Und ich bin nicht wegen der Fotos hier.

Ich denke die ganze Zeit an dich.

* schneller beschwingter Rhythmus *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026

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