All language subtitles for Fruehling - Wenn Kraniche fliegen (2018) Simone Thomalla, Christoph M. Ohrt HDTV

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Original subtitles

Hey darling, can't you hear?

The birds singing, sky is clear And everything is good

and everything's alright So

perfect, our life is a dream No trouble, no fight, no fear

Being with you feels alright

Entschuldigung, aber einen Gips? Ja, aber einen höher, da wirst du noch

abhängen können, oder?

Danke fürs Mitgefühl.

Männer.

Schneidinger? Ja, Baumann hier. Ich bin auf dem Feld und mit dem Drescher stimmt

was nicht.

Wieso, was passt denn nicht?

Keine Ahnung, es hat einen lauten Knall gegeben und jetzt macht er so komische

Geräusche. Das kann schon sein, wahrscheinlich muss das Ganze bloß

entlüftet werden.

Entlüftet, okay.

die Holzschraube, die hat unterm Kopf eine Dichtkante.

Holzschraube, ja.

Haben Sie es gefunden?

Auch.

Oh mein Gott.

Frau Baumann!

Hey!

Hey!

Eine kleine Maus. Bist du allein?

Was ist denn passiert?

Wo sind deine Eltern? Hallo!

Was tut dir denn weh?

Hast du Bauchschmerzen?

Komm mit mir mit, ich helfe dir.

Komm ganz vorsichtig.

Hallo,

hier ist die Mailbox von König Baumann.

Seit einer Viertelstunde probier ich's bei ihr. Das gibt's doch nicht, oder?

Vielleicht ist ihr Akku leer. Hast du drauf gesprochen?

Ja, feinlich hab ich drauf gesprochen.

Was ist denn passiert?

Ich hab sie im Waldrand gefunden.

Sie ist zusammengebrochen. Ich ruf gleich eine Notarzt. Nein, bevor du hier

bist, bin ich dreimal im Krankenhaus.

Ja, das wird gut. Das ist die Kleine vom Nachbarhof.

Können Sie den Eltern Bescheid sagen, dass sie es ins Krankenhaus bringen?

Ich weiß ja nicht, ob die ein Telefon haben.

Das ist so eine Aussteigerfamilie.

Wissen Sie, die wollen keinen Kontakt. Das ist ein bisschen wie eine Sekte.

Keine Sekte, Alois.

Das ist eine Familie, die halt ein bisschen dammisch im Kopf ist.

Haben Sie die Adresse?

Am Hohensteig 2.

Krampf. Hohensteig 2 hat doch der Huberhof.

3 ist die Hausnummer.

Alles klar, Hohensteig 3.

Wir sind gleich da.

Wir schaffen das.

Du schaffst das.

Mach dein Bäuchlein gerade.

Ja, fein.

Komm, wir atmen jetzt beide gemeinsam den bösen Schmerz weg.

Schön Köpfchen nach oben und tief einatmen.

Und ausatmen.

Ganz fein. Mach nochmal.

Komm, komm, komm.

Einatmen.

Und ausatmen.

Wir sind gleich da.

Ganz langsam durchatmen.

Vergiftung oder Blinddarm?

Ich tippe Vergiftung, aber die Diagnose steht noch nicht.

Wissen Sie, wer die Eltern sind? Wegen der Patientenverfügung.

Aber ich habe die Adresse. Ich kümmere mich, ja? Danke.

Ich kann gerade nicht.

Doch, du kannst.

Sonst würdest du nicht abheben.

Ich habe doch gerade gesagt, ich habe keine Zeit.

Aber ich rette dir den Tag.

Du rettest meinen Tag, wenn ich deine Stimme nicht hören muss.

Die hat eine Maklerin angerufen.

Ach, musst du das Haus wieder verkaufen, ja?

Hör mal zu, Schnucki. Ich kann nichts dafür, dass dein Tierarzt nach Leipzig

abgehauen ist und dich hier halt allein sitzen lassen, ja?

Pass mal auf, das geht dich mal gar nichts an. Und Marc und ich sind nur

Freunde, klar?

Ist ja gut, Schnucki. Du musst mir nicht alles erzählen. Aber hast du einen

Stift? Ich habe einen noch bestehenden Mietvertrag, falls du es vergessen hast.

Und nenn mich nicht immer Schnucki. Du hast gesagt, dass du eher ausziehst,

wenn du eine Wohnung findest. Also schreib mir 0178.

Hab ich.

Vollidiot.

Guten Morgen, Herr Pfarrer. Guten Morgen.

Hab ich dir gesagt, dass das Wetter halten wird?

Dass ich auch mal eine direkte Leitung nach draußen krieg.

Wiederschauen.

Ein zweitschundalscher hat's halt

nicht. Der ist noch im Ofen.

Dann warte jetzt schnell. Wie lang dauert's? Mit zehn Minuten so was? Ja,

gut.

Morgen. Morgen.

Ist das Pute?

Kochschinken vom Schwein.

Dein Gesicht hab ich aber hier noch nie gesehen.

Dann nehm ich das mit Käse. Ich bin neu hier.

Lass mich rateln.

Der Vater hat das Haus vom Kerz gekauft.

Frühling ist klein und überschaubar. So viele Leute ziehen hier auch wieder

nicht her.

Ja, da wohnen wir jetzt.

73.

Bitte.

Dein Vater hat ein auffälliges Auto, gell?

Ja, der wartet auch schon. Ich muss zur Schule.

Mein Sohn wollte nie, dass ich im Fahrstudio das Erstklassler hatte. Ich

hab immer gesagt, man lasst die Blonde von der Schule blicken. Das ist jetzt

auch noch heute so. Erster Schultag.

Na dann, viel Erfolg.

Danke. Wie ruiniert man seinen Ruf, obwohl man da nicht mehr drin war?

Also, mich hätte es gefreut, wenn mein Vater mich mal zur Schule kutschiert

hätte. Ja?

Das war vielleicht vor 80 Jahren so.

Die macht auch nicht so einen Aufstand, nur weil ihr Vater sie mal bringt.

Das ist keine See.

Das gafft nie verzogene Landtussi so.

Na, du bist neu hier.

Wer steht hier auf dich?

Gott, ist der peinlich.

Vielleicht am ersten Tag schon zeigen, was Papi so alles in der Garage stehen

hat.

Also, ich finde ihn gar nicht cool.

Nora?

Was ist?

Willst du jetzt auch mit nach oben kommen?

Und aufpassen, dass ich mich nicht aus dem Fenster stürze.

Papa, das einzige Gras, das man hier bekommt, ist Gras für Kühe.

Ich mach mir einfach Sorgen.

Okay, zum hundertsten Mal, okay? Ich hab mich gestern nicht geritzt. Ich hab mir

halt die Beine rasiert und bin mit der Klinge ein bisschen abgerutscht, okay?

Glaubt mir, wenn man Lilly Engel und ihrer bescheuerte Clique überlebt, dann

überlebt man alles im Leben.

Was ist das denn für ein schnuckliger Surferboy, hm?

Also, ich an deiner Stelle würde Luis ja so richtig eifersüchtig machen.

Guten Morgen, Psycho.

Gut geschlafen?

Was für eine Bitch.

Ich sag ja Psycho.

Entschuldigung.

Wissen Sie, wo mein Klassenzimmer ist?

Hey, willkommen an deinen ersten Schultag hier.

Das ist Freddy.

Hi.

Das ist Luis, der geht auch in deine Klasse. Das ist Adrian.

Digga, ich muss los.

Ciao. Vielen Dank.

Hey, bitte, die Mutter sitzt in der Klapse. Was erwartest du denn?

Also ich hab ja gehört, ihr Vater treibt sie in seiner Praxis sogar mit einer

Helferin. Nein.

Guten Morgen, Frau Schmidt.

Guten Morgen. Hey, das ist Adrian.

Ist neu hier.

Könntet ihr ihm vielleicht das Klassenzimmer zeigen?

Gerne doch.

Wie viele Zimmer?

Drei. Und ein kleiner Balkon zur Westseite. Die Küche ist auch schon

eingebaut und das alles zu dem Preis, den Sie sich vorgestellt haben. Jetzt

bitte rechts abbiegen.

Können Sie mir die reservieren?

Also das wird schwierig, weil ich gerade ziemlich viele Anfragen habe. Aber wenn

Sie heute pünktlich um 14 Uhr in der Fasanenstraße 23 in Miesbach sind, dann

gehört die Wohnung Ihnen.

Sie haben Ihren Zielort erreicht.

Was haben Sie gerade gesagt?

Das Navi, sorry.

Frau Baumann, sind Sie noch dran?

Ja, Entschuldigung.

Geht der Termin für Sie in Ordnung? Ja, 14 Uhr. Ich werde pünktlich da sein.

Darauf können Sie Gift nehmen.

Danke.

Hallo, ist hier jemand?

Ja, hallo. Wer bist du denn?

Ganz ruhig.

Richtig, man kriegt ja gleich eine Herzattacke.

Was ist denn passiert?

Ist hier jemand im Haus? Ihr Mann oder so?

Gregor. Gregor?

Im Wald.

Heute früh.

Hat er auch von den Pilzen gegessen?

Ich weiß nicht, woher.

Ihre Tochter?

Sie will ihn holen.

Ihre Tochter ist in Sicherheit.

Ich habe sie gefunden und ins Krankenhaus gebracht.

Nein. Was nein?

Nicht ins Krankenhaus. Sonst stirbt sie.

Ich darf nicht ins Krankenhaus.

Kommen Sie.

Können Sie aufstehen.

Ist hier irgendwo ein Telefon?

Mein Handy ist im Auto, aber Ihr Hund lässt mich nicht durch.

Trick.

Was für ein Trick?

Ganz braver Hund.

Ich rieche wie dein Herrchen.

Ich bin dein Herrchen.

Na komm, schau, was ich dir mitgebracht habe.

Ein feines kleines Knöchelchen. Schön.

Ein feiner.

Ganz lecker ist das.

Ja, Baumann hier. Ich brauche einen Krankenwagen in Hohensteig 3.

In Frühling.

Eine Frau, Pilzvergiftung.

Teilweise nicht mehr ansprechbar.

Alles klar, wir schicken jemanden. Danke.

Willst du mich verarschen?

Manso war das nicht ausgemacht, okay?

Ich hab dir die Kohle gegeben.

Jetzt chill doch mal. Heute noch der Schule, okay?

Jetzt reg dich nicht auf, das sind auch Freunde.

Hey!

Ruhig, ruhig, ruhig.

Ruhig, ruhig, ruhig. Na komm.

Ruhig, komm, komm, komm.

Warum nicht gleich so?

Ja, warum nicht gleich so?

Komm, komm.

Ich kann sie nicht tragen. Alles klar.

Nein, nein, nein. Ich will da nicht hin. Ich will da nicht sterben.

Sie hat wahnsinnig Angst vor dem Krankenhaus und ich weiß nicht warum.

Machen Sie sich keine Sorgen.

Hier, nehmen Sie die mit, damit Sie analysieren können, was das für Dinger

waren. Und der Mann? Das ist der Einzige, der davor nichts gegessen hat,

sagt die Frau.

Auf den warte ich jetzt.

Okay.

Ich kann mich jetzt aber nicht immer für dich verkleiden, ja?

Freunde?

Also zeichnet man zu der Strukturformel noch eine OH-Gruppe und das ergibt dann

Ethanol. Und genau das gleiche Verfahren bei den anderen Alkanen, die werden dann

zu Alkanolen.

Nora, vielleicht kannst du das ja nochmal wiederholen.

Nora!

Seht euch bitte bis morgen die Seite 86 im Lehrbuch an.

Vielleicht schreiben wir einen Test.

Nora, ich kenne dich jetzt seit über zwei Jahren.

Und du warst für mich immer ein sehr positives Mädchen.

Das bin ich doch immer noch.

Ja, deine Leistungen sind halt viel schlechter geworden.

Ich habe halt öfters wieder Migräneattacken. Aber sonst geht es mir

super.

Ich habe auch das Gefühl, deine Mitschülerinnen sind nicht besonders

nett zu dir.

Was ist mit Lilly?

Ähm, die ist total nett. Wieso?

Kann ich jetzt bitte gehen?

Ja. Vergiss nicht Seite 86.

Untertitelung. BR 2018

Guck mal, den hat sie gehabt.

Gut, dass Sie endlich kommen. Ich habe auf Sie gewartet.

Ach, verschwinden Sie.

Moment mal, ich heiße... Sparen Sie sich Ihren scheiß Namen. Traut sich Ihre

Kollegin nicht mehr her? Hasko!

Was haben Sie denn mit dem Hund angestellt? Gib laut!

Hasko! Also, wenn Sie mir vielleicht mal zuhören.

Es gab nämlich heute Morgen... Nur weil unser Lebensstil nicht dem

kleinkarierten Denken Ihres Amtes entspricht, werden wir uns keinesfalls

ändern. Wir bestimmen, was für unsere Tochter das Beste ist. Ja, das... Selbst

wenn wir bis zum Bundesgerichtshof raufklagen müssen.

Kann ich Ihnen vielleicht mal erklären... Wo ist denn die Polizei?

Mit der Ihre Kollegin letzte Woche gedroht hat.

Ich habe keine Kollegin, die letzte Woche hier war. Aber Sie lassen mich ja

nicht ausreden.

Sie sind nicht vom Schulamt? Nein, ich bin Dorfhelferin. Ich arbeite nebenan

bei den Schneidigers.

Bei wem?

Ihren Nachbarn.

Und als ich heute Morgen auf dem Feld war, ist mir Ihre Tochter

entgegengekommen. Meine Tochter? Ja, sie hatte fürchterliche Bauchschmerzen. Ist

zusammengebrochen und ich habe sie ins Krankenhaus gefahren. Meine Tochter ist

im Krankenhaus? Ja. Wo ist meine Frau?

Stephanie! Stephanie!

Die ist auch im Krankenhaus. Sie hat eine Pilzvergiftung... Warte, ich kann

Sie doch fahren.

Sie sind doch viel zu aufgeregt. Hören Sie zu, ich habe jetzt keine Zeit, mit

Ihnen rumzudiskutieren. Ich muss die beiden Tränen mal rausholen. Warum das

denn? Weil ich Sie besser behandeln kann.

Sind Sie Arzt?

Nein, zu diesen Verbrechern gehöre ich Gott sei Dank nicht.

Aber Mutter Natur hat für alles ein Heilmittel.

Ich fahre Sie.

Sie zittern viel zu toll.

Lea war gestern mit meiner Frau im Wald.

Sie brachten Morscheln nach Hause. Ich mag die nicht. Ich mochte die noch nie.

Haben Sie denn schlechte Erfahrungen gemacht?

Nein, die zwei suchen Aufpilze.

Kennt sich eigentlich gut aus. Ich meinte das Krankenhaus.

Und wie Sie diesen Satz betonen, das impliziert, dass Sie mein Verhalten

bescheuert finden.

Das habe ich überhaupt nicht gesagt. Aber gemeint. Passen Sie auf.

Meine Frau und ich haben sich bewusst für ein neues Lebensmodell entschieden.

Diese ganzen selbstgemachten Probleme der Menschen, da passen wir nicht rein.

Da ist ein Krankenhaus ein selbstgemachtes Problem der Menschen?

Wo kommt man denn darauf?

Es geht doch nur noch um Konsum und Profit.

Nein!

Sehen Sie?

Konsum und Profit. Selbst auf der Straße.

Philippa? Oh, hallo, Herr Pala.

Na, wie geht's?

Danke, es geht sehr gut.

Na ja, es geht ein bisschen sehr gut.

Eigentlich, es geht sehr schlecht.

Sie mögen mich nicht.

Wer mag Sie nicht?

Dr. Weber hat alle gesagt.

Das ist Dr. Furtado. Sie ist neue Tierärztin. Aber mein Telefon?

Immer still.

So einfach ist das nicht.

Die Leute hier... Es geht um Vertrauen.

Was glauben Sie, wie schwer das für mich war, als ich nach Frühling versetzt

worden bin?

Die Menschen in den Bergen ticken anders, brauchen eine Zeit lang, aber

dann sind sie sehr treu.

Was soll ich machen?

Philippa, ich werde sie verkuppeln.

Verkuppeln? Eine Sekunde.

Verkuppeln. Menschen in eine Liebesbeziehung oder ein Heirat zu

bringen.

Nicht... Herr Pfarrer, nein!

Nicht das verkoppeln. Das andere.

Lassen Sie sich überraschen.

Was machst du denn da?

Menschliche Bedürfnisse.

Mich hier umsehen.

Neue Freundschaften schließen. Wenn du das hier auf den Schoß nimmst, nehme ich

dich mit.

Wie war es in der Schule?

Ich werde im Oktober 17.

Hör mal zu.

Ich war hinten bei dem Maler Hartmann, hab Farbe besorgt. Ich hatte keine

Ahnung, dass du hier die Bäume inspizierst. Ich werde auf keinen Fall

mit dir mitfahren. Und das habe ich dir heute Morgen schon gesagt. Entweder

vertraust du mir oder das Experiment ist gescheitert.

Das ist kein Experiment für mich, Adrian.

Du weißt ganz genau, worum es mir geht.

Aber okay.

Vergiss nicht, der Bus geht immer nur zur vollen Stunde.

Schlüssel hast du.

Ich muss wieder ins Lala.

Weiter renovieren.

Bis später.

Stalker sollten keine Familienmitglieder mit auffälligen Autos haben.

Ich hab dich nicht gestalkt.

Okay, ja, ich bin dir nachgegangen.

Weil... Der Typ verkauft dir doch Drogen, oder?

Hey Pinky, ich erzähl kein was. Versprochen.

Freddy besorgt dir alles.

Du hast dich aber bloß nicht verarschen lassen. Er nimmt dich cool und dann

musst du ihm 100 Jahre hinterherlaufen.

Von mir weißt du das aber nicht.

Bis morgen, Nora.

Bis morgen, ähm... Adrian.

Bis morgen, Adrian.

Jetzt warten Sie doch!

Ich will nur wissen, wo meine Frau und meine Tochter sind. Gut, dann müssten

wir jetzt doch schnell die Personalien aufnehmen. Ich bräuchte Namen,

Geburtsdatum und Krankenkasse von Ihrer Tochter und Ihrer Frau.

Wir haben keine Krankenkasse.

Bitte was?

Wie, Sie sind nicht versichert?

Danke. Ich werde Sie auch alleine finden.

Hallo?

Ruf mal die drei an. Verzeihung, können Sie mir sagen, wo die Toxikologie ist?

Dritter Stock.

Ähm, ja, hallo, wir haben hier ein kleines Problem.

Jetzt nur für mich zum Verständnis. Sie haben keine Krankenkasse und haben jetzt

Angst vor den Kosten, richtig?

Ich habe Ihnen doch gerade gesagt, dass wir ein anderes Lebensmodell verfolgen.

Ja, das mag ja bis jetzt gut gegangen sein, aber Ihre Frau und Ihre Tochter

brauchen medizinische Versorgung. Alles andere wäre Wahnsinn.

Bei Professor Gabriel sind Sie wirklich in guten Händen.

Ich pfeife auf Ihren netten Professor Gabriel.

Sind Sie der Vater und Ehemann?

Allerdings. Sind Sie hier verantwortlich? Ja. Wo sind die beiden?

Also, sie haben beide eine schwere Pilzvergiftung. Sie haben wohl eine

Frühlingsleuchel mit einer Speisemolchel verwechselt, wie so oft.

Die haben Ihnen Aktivkohle gegeben, dann geht das Gift schnell aus dem Körper und

Ihre Frau liegt gleich hier.

Ihre Tochter liegt auf der Kinderstation.

Ich hole sie jetzt hier raus.

Die sind alle nicht krankenversichert.

Habe ich gerade gehört.

Ich warte dann besser unten, ja?

Ich habe die Pilze verwechselt. Ich weiß, mein Schatz.

Ich hole dich hier raus.

Warte, ich befreie dich von diesem ganzen Scheiß.

Was machen Sie denn hier? Sind Sie verrückt geworden?

Keine Sorge, ich mache das nicht zum ersten Mal.

Gleich sind wir fertig und dann verschwinden wir sofort.

Mir geht es nicht so gut. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.

Natürlich schaffst du das, weil ich jetzt da bin.

Hast du deine Sachen im Schrank?

Sie sehen doch, wie schwach sie ist.

So eine Pilzvergiftung heilt übrigens völlig komplikationslos wieder aus, Frau

Doktor. Aber es können Schäden an Leber und Nieren zurückbleiben. Sie ist meine

Patientin und ich werde nicht zulassen, dass sie in diesem Zustand das

Krankenhaus verlässt.

Sagen Sie ihm, dass Sie bleiben.

Ich weiß das mit der Krankenversicherung. Machen Sie sich

keine Sorgen, wir finden einen Weg.

Sie sind nicht die Ersten, die finanzielle Probleme haben und mit...

Ich werde dem nicht zustimmen.

Meine Frau ist nicht aus freiem Willen hier. Wir unterschreiben Ihnen auf jeden

Wisch. Du ziehst dich jetzt an und dann holen wir die Lea. Nein, das Kind bleibt

hier. Regal, nicht so schlecht.

Entschuldigung.

Ich hatte wirklich schon einige seltsame Kandidaten hier, aber sie schießen

wirklich den Vogel ab.

Und die hat es wirklich gegeben?

Ja, die hatte auch keine Haare.

Warum hast du eigentlich keine Haare?

Mein Blut ist krank und mein Papa hat gesagt, wenn die Haare ausgehen, dann

wird's wieder gesund.

Oder wenn man 1000 von diesen Papierkranichen faltet.

Quatsch! Doch!

Sadako Sasaki hat gesagt, wer 1000 schafft, hat einen Wunsch aus dem Himmel

frei. Jeden? Jeden! Ist das Blut von dieser Sa... die... Sadako Sasaki. Ist

ihr Blut auch wieder gesund geworden?

Sie hat nur 644 Kraniche geschafft.

Ist sie dann gestorben?

Weißt du was?

Wir schaffen 1000.

Und dann musst du keine Angst mehr haben.

Zeig's uns doch mal!

Coole Idee!

Ähm, suchen Sie jemanden?

Ja, unsere Tochter.

Also, die Ecken da unten müsst ihr beide nach oben falten und dann hier so

dazwischen greifen.

Das müsst ihr dann so zur Seite schieben und den Kopf müsst ihr dann nach vorne

ziehen und abknicken.

Dann kannst du das nochmal zeigen.

Es war so schwer.

Ich dachte, du hast den Bauchweh.

Das habe ich gerade total vergessen.

Ich kann es dir auch aufzeichnen, so wie in der Schule.

Ich gehe nicht zur Schule.

Du gehst nicht in die Schule? Aber jeder geht doch in die Schule.

Ich nicht.

Dann kannst du ja gar nicht schreiben und lesen, oder?

Doch, mein Papa hat es mir beigebracht. Ich habe jeden Tag fünf Stunden

Unterricht mit ihm.

Du verarschst uns doch.

Die glauben, dass ich die verarsche.

Hallo, Prinzessin.

Sie sagen, dass jeder zur Schule muss.

Wie geht es dir, mein Kind?

Wie geht es dir?

Alles gut.

Wir fahren nach Hause.

Dann wirst du wieder gesund.

Aber ich will hierbleiben. Das sind jetzt alles meine Freundinnen.

Lass das, Papa. Die Frau, die das reingemacht hat, hat gesagt, es ist gut

für mich.

Diese Frau täuscht sich.

Deine Mutter und ich, wir wissen, was für dich gut ist.

Wie geht's, Kiki?

Ja, ganz gut. Also, letzte Woche geht's nicht so gut. Ich will nicht gehen. Ich

hatte noch nie Freunde.

Hallo,

sind Sie nicht die Frau, die... Ja, die hat mich auch gefunden.

Ja, und du warst ganz tapfer. Na, dann sag mal schön Tschüss zu der Frau.

Sie wollen das Krankenhaus wirklich verlassen? Ja, das will sie.

Wie, und konnte das mit der Versicherung nicht geklärt werden? Vielen Dank, Sie

brauchen uns nicht mehr heimfahren. Ich habe bereits ein Taxi gerufen.

nicht gehört.

Haben Sie was gesagt?

Wieso fahren die mit dem Taxi, wenn sich noch nicht mal die Krankenversicherung

leisten kann?

Ich glaube nicht, dass Geld das Problem ist.

Sie haben drei neue Nachrichten.

Erste neue Nachricht.

Frau Baumann, ich bin's, der Pfarrer. Wollte nur sagen, die Schneidingers

fragten, ob sie morgen wieder kommen.

Danke. Ja, ja.

Zweite neue Nachricht. Frau Baumann, ich bin's nochmal. Hier im Büro rief gerade

eine Frau von einem Maklerbüro an. Sie sagte, sie erreicht Sie weder auf dem

Handy noch daheim und dass Sie einen Termin hätten.

Danke. Dritte neue Nachricht.

Heidenreich von Immobilien Schneider.

Frau Baumann, es ist jetzt schon gleich halb drei und ich habe einen

Anschlusstermin. Ich kann jetzt leider nicht mehr länger warten.

Hier ist die Mailbox von Luise Heidenreich.

Falls Sie eine Nachricht haben, sprechen Sie bitte jetzt.

Ja, Katja Baumann hier.

Es tut mir wahnsinnig leid, aber ich habe einen dringenden Notfall dazwischen

bekommen. Oh Gott, sagen Sie jetzt bitte nicht, dass die Wohnung weg ist. Also

ich bin jetzt wirklich jederzeit erreichbar, ja? Ich freue mich auf Ihren

Rückruf. Danke.

Dr.

Furtado, hallo?

Hallo, hier ist Heidenreich von Immobilien Schneider.

Ah ja, ich hatte Sie angerufen.

Ich habe mich getrennt von meinem Freund und jetzt wohne ich in kitzekleine

Zimmer, in kitzekleine Pension und ich brauche dringend eine Wohnung.

Ja, das habe ich auf meiner Mailbox gehört.

Sie müssten mir nur noch ein paar Angaben schicken.

Also Preisvorstellung und selbstverständlich bräuchten wir einen

Nachweis von Ihrem Arbeitgeber.

Arbeitgeber? Ja, wo Sie arbeiten.

Oder sind Sie selbstständig?

Nein, ich bin ein Tierärztin. Ach so, ja, dann bräuchte ich eine Bankauskunft.

Ah.

Okay.

Danke, ich melde mich wieder.

Gerne.

Ah, ja.

Sie ist ihre beste Kuh in Herde.

60 Liter am Tag?

2 Grad.

Richtig geschätzt.

Ja, nichts geschätzt.

Diese gibt nicht so viel.

20 Liter, aber sie ist eine ganz liebe.

Woher wissen Sie das denn so genau?

Ich bin Tierärztin.

Oh.

Bei dieser.

Sie müssen aufpassen, sie hat Probleme mit dem Auge.

Das ist jetzt wirklich komisch, weil die Mutter von der Helga, die war im Alter

auch blind.

Ja, aber es ist nicht so schlimm. Man kann gut behandeln.

Wenn sie möchte, ich kann kommen auf ihren Hof und kontrolliere alle Tiere.

Früher, da waren wir beim Dr. Weber.

Ja, ich bin sein Assistentin. Ja, aber jetzt hat meine Frau einen Tierarzt aus

Miesbach gefunden und der war letzte Woche bei uns.

Aber wenn Sie morgen zur gleichen Zeit nochmal hierher kommen, dann ist meine

Frau auch da und vielleicht kann man ja was machen.

Für mich wäre kein Problem zu kommen morgen.

Danke.

Bis morgen.

Tschüss.

Und, wie läuft es in der Schule?

Jetzt klingst du ja schon wie mein Dad.

Das ist dann hoffentlich die einzige Gemeinsamkeit, die wir haben.

Naja, ich weiß, dass ihr euch nicht ausstehen könnt.

Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er irgendwann mal über jemanden so sehr

hergezogen hat.

Über mich hergezogen?

Okay, okay, ich will es immer noch nicht wissen.

Dann ist ja gut.

Brauchst du was von drin? Ja, ich komm mit.

Ich kaufe mir noch ein Eis.

Schieß los, was hat er gesagt?

Also, ihr seid zusammen in die Schule gegangen.

Ja, ich war zwei Klassen unter ihm. Und dann habt ihr euch zufällig beim Bäcker

im Frühling getroffen. Yep.

Und?

Und er sagte, dass er sich bis heute nicht an dein Gesicht erinnern kann,

aber du hast ihn sofort erkannt.

Naja, sofort ist jetzt auch übertrieben. Die sieben, ja? Und das Eis.

Danke. Und dass du deswegen beleidigt bist.

Das hat er gesagt?

Dass ich deswegen beleidigt war?

Psst, bist.

Das sag mal. Hat der eine Macke?

Entschuldigung, das ist dein Vater, aber... Das ist mir doch völlig

Schnupper, ob dieser Schulschönling heute noch weiß, wer ich bin.

Papa war ein Schönling?

Naja, ganz hässlich bist du ja auch nicht. Aber kommst wahrscheinlich nach

deiner Mutter.

Aber wenn man bei der Wahrheit bleibt, dann... Dein Vater war schon ganz

schnucklig. Mein Vater, der Aufreißer?

Nee, nee, nee, nee, nee, nee. Ein Aufreißer war er nicht. Der stand in der

Schule immer zusammen mit dieser... Na, ich weiß jetzt nicht, ob die zusammen

waren. Wie hieß die denn?

Ähm... Wir waren wahnsinnig eifersüchtig auch.

Ach, egal.

Du musst nicht traurig sein, Asko.

Auch wenn du hier keine Freunde hast.

Soll ich dir einen Trick verraten?

Du musst die Augen ganz fest zumachen.

Stell dir vor, es sind noch andere Hunde da.

Augen zu, Asko.

Ich mache das auch immer. Und dann sind hier ganz viele andere Kinder. Und mit

denen spiele ich dann.

Lala. Lala? Ja. Sie hieß Lala. Sie war in der Oberstufe und sah aus wie, warte,

wie Cindy Lauper.

Ja?

Cindy Lauper.

Kennst du nicht, das war vor deiner Zeit.

Oh, Girls just wanna have fun.

That's all they really want.

Hey, da bin ich ja platt.

Rate mal, wie mein Vater seine Kneipe genannt hat.

Cindy?

Lala.

Oh nein, ich trottel. Oh man, ich hätte die Klappe halten sollen.

Oh shit.

Aber sie ist nicht deine... Nee, nee. Die ist Brooke.

Okay. Willst du wissen, warum ich nicht bei ihr wohne? Nein.

Warum?

Sie ist Amerikanerin.

Zog eigentlich wegen meinem Vater hierher.

Aber einen Tag nach meinem dritten Geburtstag... Blam.

Setzte sich in einen Flieger zurück nach Boston.

One way.

Vielleicht habe ich auf dem Kindergeburtstag zu laut geschrien.

Sag das nicht, Swin.

Ich würde sie wahrscheinlich auch nicht mehr beim Bäcker kennen.

Es tut mir aber leid.

Ich hatte ärmere Mitleid mit meinem Vater.

Nein. Das kann ich sagen.

Hast du nicht gesagt.

Was macht ihr denn da zusammen?

Was machst du denn schon wieder in meinem Badezimmer?

Ich bin getrampt und sie kam zufällig vorbei.

Der Maler hat mich versetzt, ich musste selber ran, hab bisschen was abbekommen

und du weißt ja, unten ist nur die Dusche.

Also ich finde, wir sollten was für sie kochen. Als Dankeschön. Du meinst, ich

soll was für sie kochen? Ja klar.

Danke, das ist nicht nötig. Ich koche gern für dich.

Die kleine Fledermaus wollte nicht nur nachts fliegen.

Sie liebte die Sonne, aber die anderen Fledermäuse hielten sie für verrückt,

weil sie es nicht verstehen konnten.

Also büxte Flotta aus, suchte sich Freunde, die keine Fledermäuse waren.

Die Grashüpfer auf der Sommerwiese, der Fuchs aus dem kleinen Wäldchen.

Eigentlich passten sie alle nicht zusammen.

Die Tagtiere und die Tiere der Nacht.

Aber Flotta war das egal, denn sie wollte anders leben.

Ganz, ganz anders.

Liebling, ich habe dir Suppe gemacht.

Ist ganz schön für den Magen.

Ich glaube nicht, dass ich schon was runterbringe.

Du musst was essen.

Ich werde Lea auch gleich eine bringen.

Musst du mir den nochmal kalt? Ja, ja.

Mhh, das riecht lecker.

Das ist auf jeden Fall besser als der Frass in den englischen Internaten. Hey,

hey, hey, meine Lachs-Lasagne ist berühmt. Die kommt in meinem neuen Laden

auch auf die Speisekarte.

Ist komisch, dich da so zu sehen.

Da hat Marc immer gekocht. Wie geht's dem denn?

Soll ich einen Rotwein aufmachen? Ja, gerne.

Für mich Wasser.

Also der letzte Stand war, dass sein Vater bei Stufe 5 ist.

Was ist Stufe 5?

Mittelschwer gemindertes Wahrnehmungsvermögen. Ah, Alzheimer.

Und deshalb ist er zurück nach Leipzig? Deswegen musste er dieses wunderschöne

Haus an deinen Vater verkaufen.

Na gut.

Jetzt wollen wir mal schön in Ruhe essen und hier nicht rumjammern.

Jammer doch keiner.

Prost auf deine neue Wohnung. Du hast eine neue Wohnung?

Drei Zimmer, Küche, Bad, Whirlpool, Marmor, Schlafzimmer mit Terrasse mit

direkten Zugang zum See.

Das klingt ja wie ein Märchen.

Ist es auch.

Leider. Das ist nicht witzig, Katja.

Das soll doch nicht witzig sein.

Was war denn das mit den Vorstellungsgesprächen? Also bevor ihr

jetzt gleich mit Streiten ankommt, bitte nicht so laut. Ich muss mir eine

Pausaufgabe machen.

Na dann, setz dich doch früh ein.

Guten Appetit.

Ja, danke.

Du hast es versprochen.

Nein, du hast es gesporen.

Dass wenn du eine neue Wohnung findest, du früher aus unserem Mietvertrag

herausgehst. Ja.

Kann nicht so schlecht. Kochen kann ich.

Warum hat das mit der Wohnung nicht geklappt?

Warum heißt dein Lokal Lala?

Warum gibt es eigentlich nur neugierige Menschen auf diesem Planeten? Hat das

mit der Lala zu tun, mit der wir in der Schule waren?

Hast du immer noch zu der Kontakt?

Ich habe sie vor ein paar Jahren mal angerufen.

Wir haben uns getroffen.

Das ist ein Knaller.

Moment, aber du meinst jetzt nicht die spießige Tante, die neulich hier war,

von der Adrian nichts wissen soll?

Für dich Michaela, ja? Sie ist in der Politik.

Oh, ich dachte beim BND, wenn man sie nicht sehen darf.

Warum sagst du ihm nichts?

Keine Zeit.

War ja nur eine einfache Frage.

Ja, und ich hatte auch eine einfache Frage. Warum hat das mit der Wohnung

nicht geklappt?

Keine Zeit.

Ich dachte immer, nur ich habe kein Hobby. Haben Sie nicht seit 18 Uhr

Dienstschluss? Ja, mein Yogakurs ist leider ausgefallen.

Das erklärt natürlich alles. Dann würde ich an Ihrer Stelle auch lieber hier

sitzen, statt mit ein paar Freunden ein Gläschen Wein zu trinken.

Professor Gabriel?

Ja? Haben Sie vielleicht fünf Minuten? Ich komme hier nicht weiter.

Natürlich.

Es geht um Lea Krug.

Ihr Befund war um einiges schlechter als der von Ihrer Mutter.

Eine akute Abweichung der Thrombozyten vom Normalwert, 162.000.

Ja, aber dass der Fibrinogenwert derart niedrig ist, liegt wahrscheinlich an der

Pilzvergiftung.

Und was, wenn nicht?

Was ist, wenn sie schwer krank ist und keiner Art was?

Das ist eine Vermutung.

Und solange keine Lebensgefahr besteht oder das Kind nicht ganz offensichtlich

leidet, kann man den Eltern nicht so einfach das Sorgerecht entziehen. Ja,

das ist mir klar.

Darum überlege ich ja die ganze Zeit, was ich tun kann.

mit den Eltern noch mal reden und ihnen erklären, dass das Fehlen der

Krankenkasse kein Problem ist.

Das habe ich.

Das ist nicht deren Problem.

Sagten Sie nicht, die Familie hat finanzielle Schwierigkeiten?

Ja, um Geld scheint es nicht zu gehen.

Die haben sich ganz bewusst dagegen entschieden. Keine Versicherungen, kein

Krankenhaus. Die Welt da draußen böse und gefährlich.

Ja, wahrscheinlich haben Sie schlechte Erfahrungen gemacht mit Krankenhäusern.

Natürlich.

Aber die Kleine geht nicht mehr zur Schule.

Ach, wie bitte?

Dann sollten wir das Jugendamt verständigen.

Und was, wenn sie den Eltern dann weggenommen wird?

Ich will da keinen Fehler machen.

Fehler geschehen.

Aber meistens dann, wenn man wegschaut.

Kontaktieren Sie das Jugendamt, Kollegin Schneiderhahn.

Lea ist nicht behaltens auffällig.

Sie ist ein ganz bezauberndes kleines Mädchen.

Sie haben recht.

Ich rufe gleich morgen früh da an und sage Ihnen, dass ich Lea aus

medizinischen Gründen dringend nochmal sehen muss.

Danke.

Und wie gesagt, Feierabend. Sie aber auch.

Bis morgen.

Du musst mich heute nicht fahren. Katja nimmt mich mit.

Ach, bei ihr steigt der junge Herr gerne aus, was?

Na ja, die kontrolliert mich auch nicht.

Ich kontrolliere dich auch nur, weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass... Ich

wäre dann soweit.

Guten Morgen.

Ja, ja, lass das ruhig stehen. Ich räume das gerne ab, wie immer. Guten Morgen.

Spar dir deine Kommentare, ja? Such dir lieber eine neue Wohnung.

Ich wünsche dir auch einen wunderschönen guten Tag.

Bitte schön, der Herr. Danke.

Und schön brav bleiben.

Immer doch.

Morgen, Frau Baumann. Morgen.

Gut, dass Sie wieder da sind. Wir müssen unbedingt heute noch fertig dreschen,

weil morgen Nachmittag soll das Wetter umschlagen.

Ist der Drescher wieder in Ordnung? Ja, da war bloß eine Leitung verstopft.

Moment, schauen Sie mal.

Und bei Ihnen, wie geht es dem Mädel?

Ja, er ist wieder aus dem Krankenhaus raus.

Das ist doch super.

Hallo?

Wer?

Ach, Sie schon wieder?

Nein, es besteht kein Gesprächsbedarf mehr.

Meine Tochter wird zu keiner Nachuntersuchung ins Ranghaus kommen.

Verstehen Sie?

Nein, Sie können mir drohen. Drohen Sie mir, bitte.

Sie müssen jetzt endlich mal verstehen.

Wir wollen nicht mehr. Meine Tochter ist gesund und sie ist in Ordnung. Und wir

brauchen Ihre Hilfe nicht.

Dankeschön.

War das wieder diese nette Frau?

Du meinst diese Frau, die dich gefunden hat?

Nein, das war eine Hexe.

Vom Jugendamt.

Ich hab denen gesagt, dass du wieder gesund bist.

Aber ich hab noch Bauchweh.

Ja, deswegen gibt's ja jetzt auch einen Tee. Du musst deine Schuhe anziehen, das

ist viel zu kalt der Boden.

Prinzessin.

Die Kinder im Krankenhaus gehen alle zur Schule.

Ja, die haben ja auch keinen lieben Papa, der mit ihnen jeden Tag lernt.

Außerdem haben sie nicht begriffen, dass das Leben so verdammt kurz sein kann.

Kannst du Kraniche aus Papier falten?

Kraniche? Hab ich noch nie probiert.

Gar keine Zeit.

Warum bist du immer so böse?

Aber ich bin doch nicht böse.

Ja, zu mir und Mama nicht, aber zu allen anderen.

Nie kommt uns hier jemand besuchen.

Weil wir anders sind.

Denk mal an Flotta.

Die kleine Fledermaus, die ist auch anders.

Und die ganzen Tiere danach denken, sie ist verrückt.

Sei stark.

Hey, Bro.

Hast du mal eine Sekunde?

Nee, sorry, man. Keine Zeit.

Ich glaube, aber du kannst mir immer meinen Problemen helfen.

Echt?

Schon genug Probleme, danke.

Das heißt, du bist der Einzige?

Und du glaubst nicht alles, was man dir erzählt?

Okay.

Was brauchst du?

Was spinnst du, Mann?

Trägt ihr jetzt alle total durch?

Also dir hätte ich sowas nicht zugetraut.

Der Neue hat angefangen.

Zum Direktor.

Mitkommen. Sofort.

Kann ich meine Nase noch abwaschen? Alle beide. Sofort. Los geht's.

So, die Vorstellung ist beendet.

Von wegen verstopfter Leitung.

Er hat gestern schon gesponnen, aber der Nachbar hat gesagt, es ist alles

Paletti. Ja, das ist noch ganz gut in Schuss.

Baujahr 2009.

Man muss nur bei den Säumlungen aufpassen. Wenn die Stiele grün sind,

kann es vorkommen, dass er zugefahren wird, also dass der Häcksler verstopft.

Und bei dem Abtankrohr, 16 Tonnen, das wird auch sehr knapp.

Da müssen Sie sich einen tieferen Punkt für den Anhänger suchen.

Das sollten Sie mal meinen Nachbarn erzählen.

Okay.

Ich war Ingenieur.

Maschinenbau studiert.

Wenn Sie wollen, dann hole ich mein Werkzeug und da können Sie Ihr Feld noch

fertig dreschen. Morgen soll das Wetter schlecht werden.

Klingt nach einem guten Plan.

Hat er Sie provoziert?

Nein.

Hattet ihr wegen irgendwas Streit?

Nö.

Kennt ihr euch?

Was hat er Ihnen dann getan?

Nichts. Und warum brichst du dem einfach so mir nichts, dir nichts, mal die Nase?

Entschuldigung.

Die siebte Schule.

Adrian, könnten Sie mich kurz mit Ihrem Vater allein lassen?

Die widersprechen sich beide.

Friedrich Löffler nimmt alle Schuld auf sich.

Er hat angegeben, er hätte ihren Sohn provoziert und ihm am Bein gestellt.

Wieso sagt Adrian das nicht?

Freddy meinte, er hätte sich geärgert, weil ein Mädchen ihren Sohn... als süß

bezeichnet hätte.

Und?

Was bedeutet das jetzt?

Dass die Jungs sich gegenseitig decken und ich keine Ahnung habe, warum.

Und dass ich Adrian erstmal nicht von der Schule verweisen werde.

Vielleicht können Sie rauskriegen, was da los ist.

Sag mal, bist du nicht mal ganz dicht?

Jetzt würde mir Freude nie mehr was verticken.

Das war mein Plan. Dein Plan?

Gott, was stimmt denn bei dir da oben nicht?

Ich wollte dir helfen.

Ich wollte dir auch nur helfen.

Oh, danke schön.

Weißt du was?

Ich scheiß auf deine Hilfe.

Also verpiss dich.

Hey, mein bester Freund ist wegen Drogen gestorben. Und so ein scheiß Tickerarsch

hat ihn auf dem Gewissen.

Ich wollte nicht, dass du genauso endest.

Meine Tochter möchte sich sehr gern bedanken bei Ihnen.

Kommen Sie doch nachher dann vorbei.

Das mache ich sehr gerne.

Hast du das von den Kindern im Krankenhaus gelernt?

Ja. Wir brauchen tausend Kraniche, damit das Mädchen ohne Haare wieder gesund

wird. Kann ich dir helfen?

Das muss ich machen.

Hey Manni, kommst du mal?

Papa ist da.

Ich vertraue jetzt mal weiblicher Intuition.

Ja, ich war ungerecht dieser Frau Baumann gegenüber.

Ja, ihr hattet recht.

Sie hat uns nichts getan.

Und deshalb haben wir Sie heute eingeladen.

Das ist ja schön. Lea wird sich freuen.

Wo ist sie eigentlich?

Oben. Sie bastelt.

Gregor, ich mach mir Sorgen um sie.

Ich glaube, dass sie hier so einsam

ist.

Das war die ganze Aufregung von gestern.

Das spielt sich schon wieder ein.

Sterne.

Wir machen jetzt alles richtig.

Du machst dir viel zu viele Gedanken.

Warte. Ich wusste das nicht, okay?

Ich dachte, du würdest mich immer so verfiffen. Ich hab niemanden verfiffen.

Es tut mir leid.

Weißt du, mir geht's auch beschissen.

Meine Mutter hat Depressionen und kommt nächste Woche heim.

Die ganze Schule weiß, dass mein Vater mit seiner Arzt Helferin vögelt.

Sperren Sie Ihren Hund weg!

Asko, bleib! Asko! Bleib! Sie werden Lea auf keinen Fall mitnehmen. Wir haben

einen Beschluss.

Ja, und worauf baut der?

Das Jugendamt hat uns informiert. Ich habe Ihnen heute Morgen bereits am

Telefon gesagt, unsere Tochter braucht keine Nachuntersuchung. Wir wollen nur

kurz mal mit Lea sprechen.

Ja, ja, sprechen. Und deshalb tanzen Sie hier gleich mit der Polizei an. Jetzt

sperren Sie den Hund weg.

Zwingen Sie uns nicht zum Äußersten. So, sonst wollen Sie ihn gleich erschießen.

Proben Sie uns doch wieder ein Bußgeldbescheid auf.

Sie zwingen mich nicht in die Knie. Lea, Schatz, geh rein und mach die Tür zu.

Nimm den Hund zu dir. Ich sag's Ihnen jetzt zum letzten Mal, lassen Sie uns

rein. Hallo, Frau Baumann.

Ja, hallo. Sie werden Lea auf keinen Fall mitnehmen. Ihrer Tochter geht's

nicht gut.

Kennen Sie denn Lea überhaupt?

Wer sagt denn sowas? Es geht ihr gut, es ist in Ordnung. Ja, es geht ihr sehr

gut.

Oder haben Sie solchen Mist erzählt?

Ich hab mit der ganzen Sache hier gar nichts zu tun.

Jetzt bin ich ja mal gespannt. Jetzt bin ich ja mal gespannt, wer hier rum

erzählt, dass es unserer Tochter nicht gut geht.

Ich war das.

Dein Handy lag auf dem Tisch und...

Ich habe auf die Nummer gedrückt.

Ich habe der Frau gesagt, dass ich traurig bin, weil ich noch mal ans

Krankenhaus will.

Und ich muss das meinen Freundinnen geben.

Ja, ich schaue mal nach dem Hund.

Oder ich bleibe doch da.

Papa, sei nicht böse!

Lea?

Lea?

Komm mal her.

Du kannst so, Frau Schaller.

Du kannst mit ihr mitgehen, wenn du magst. Wenn du dir das so sehr wünschst.

Ich denke, wir schaffen das hier allein. Ja, danke.

Frau Baumann, bleiben Sie bitte noch einen Moment da.

Ist Papa böse auf mich?

Nein, Lea.

Habe ich was falsch gemacht?

Nein. Nein, mein Kind, du hast alles richtig gemacht.

Fahr zu deinen Freundinnen und bastel so viele Kraniche, wie ihr könnt.

Wir kommen nach.

Ja?

Dankeschön.

Das ist ein Anfang.

Kommst du mit mir? Ja?

Ich habe gar keine Schuhe an.

Ist nicht schlimm. Komm.

Verschwinden Sie!

Wenn Sie meine Tochter nicht dorthin gebracht hätten... Eva, hör auf damit!

Ich will nicht, dass wir noch ein Kind verlieren.

Ich hätte noch nie jemanden zu mir nach Hause gebracht.

Was?

Und wie lange wohnst du jetzt hier schon?

Ungefähr zwei Jahre.

Davor haben wir auch in München gelebt.

Ich wäre auch gerne länger geblieben. Na ja, weil seitdem wir hier sind, geht es

meiner Mom nicht so gut.

Sie hat den ganzen Tag immer nur im Bett rumgelegen.

Tut mir leid.

Willst du was trinken?

Ja, gern.

Irgendwie riecht es hier komisch.

Ja, das ist das Holz.

Wie geht eigentlich deine Familie damit um, dass deine Ma jetzt in der Klinik

ist?

Alle denken, dass wenn sie heimkommt, oh, das wird das Happy End.

Mein Vater, meine Schwester, alle denken das.

Du nicht?

Ich gehe immer vom Schlimmsten aus, da kann man nicht enttäuscht werden.

Wollen wir vielleicht rausgehen?

Kannst du mir erzählen, was mit deinem Freund passiert ist?

Da gibt es nicht viel zu erzählen.

Kaputtes Elternhaus, immer ein bisschen zu viel Taschengeld.

Ticker Arschloch.

Und ein Freund, der viel zu lang weggeschaut hat.

An der sich das in Leben niemals verzeihen wird.

Du konntest nichts dafür.

Sagst du es jetzt, weil du es denkst oder weil du mich trösten willst?

Vielleicht beides.

Kannst du schwimmen?

Ich kann meinen Kopf über Wasser halten. Das kann ich besser.

Vergiss es.

Dann lass uns schwimmen gehen.

Hören Sie ihn?

Wenn er will, verarscht so ein Eichelherr alle.

Er kann sogar miauen wie eine Katze.

Mein Vater hatte früher einen Forstbetrieb.

Als ich ein kleiner Junge war, hat er mich immer in den Wald mitgenommen.

Damals wusste ich das noch gar nicht richtig zu schätzen.

Als Kind willst du ja immer anders werden als deine Eltern.

Kenn ich.

Aber sie wollten eigentlich was ganz anderes erzählen.

Ich traf Stefanie.

Wir zogen nach Berlin.

Sie wurde zum ersten Mal schwanger.

Tabea kam zur Welt. Ein absolutes Wunschkind.

Obwohl wir eigentlich nie richtig Zeit hatten.

Tabea musste mit drei Monaten schon in die Kinderkrippe.

In den Hort.

Meine Frau und ich schufteten und schufteten.

Für die Vierzimmerwohnung in Charlottenburg. Für unser nagelneues

Auto. Drei Wochen Sommerurlaub, dann der Skiurlaub.

Wir hatten alles.

Und eigentlich nichts.

Hätten wir ein bisschen genauer hingeschaut, mehr Zeit gehabt, dann wäre

uns vielleicht aufgefallen, wie blass meine Tochter war.

Leukämie.

Sie hatte Leukämie.

brachten sie ins Krankenhaus.

Sie war so tapfer.

Soll ich Ihnen was verraten?

Sie ist nicht an dieser Krankheit gestorben, sondern an MRSA.

Diese fiesen kleinen Krankenhausbakterien.

Das Krankenhaus blockte natürlich komplett ab.

Untersuchungsergebnisse verschwanden. Plötzlich wollte niemand mehr mit uns

sprechen.

Aber das Schlimmste war,

Die verlorene Lebenszeit, die wir mit unserer Tochter nicht genutzt haben.

Ich wünsche dir so, ich könnte die Zeit zurückdrehen.

Das können Sie aber nicht.

Ich weiß.

Wir haben dann beide die Jobs gekündigt, dann das Sparbuch aufgelöst und sind

hierher gezogen.

Bei Lea wollen wir alles anders machen. Nein, richtig machen.

Wir wollten uns nichts von der Gesellschaft vorschreiben lassen.

sondern unser eigenes Lebensmodell finden.

Wissen Sie, ich habe Gott sei Dank nie ein Kind verloren.

Aber ich kann mir gut vorstellen, was das für Sie bedeutet.

Nur darf Ihre Therapie nicht Lea heißen.

Die Traudl, ich habe dir überhaupt nichts gemacht.

Du redest jetzt einmal gar nichts mehr.

Entschuldigung, ein bisschen zu spät, aber eine Baustelle, Kuhling, auch was.

Wir haben einen Termin. Einen Termin? Nein, einen Termin haben wir zwei beiden

bestimmt nicht.

Es geht wirklich nur um die Kehrtraudl, die hat echt Ahnung. Ruhe ist...

Mein Mann und ich, wir haben vielleicht schon einen Tierarzt. Wissen Sie?

Also bitte schön verschwinden Sie.

Und lassen Sie in seiner Nähe nicht noch einmal blicken.

Entschuldigung, Kapa.

Ich suche nicht ein neues Mann.

Ich bin Tierärztin. Ich suche Arbeit. Ich möchte mich kümmern um Ihre Tiere.

Ja, ich kümmere mich auch gleich.

Verschwinden Sie, habe ich gesagt. Also.

Von wegen Tierärztin.

Glaubst du, ich bin dammisch oder was?

Es ist die richtige Entscheidung.

Glauben Sie mir.

Meinen Sie?

Weiß denn Lea von ihrer großen Schwester?

Mir ist schon länger klar, dass wir so nicht weitermachen können.

Aber ich hatte so einen Schiss.

Ich finde aber, dass Sie das nach Ihrem Schicksal doch noch alles ganz gut

hinbekommen haben, oder?

Lea ist ein wunderbares Mädchen.

Lassen Sie sie leben.

In die Schule gehen, Freunde treffen.

Ihre eigenen Erfahrungen machen, auch schlechte.

Das finde ich gerade so schwierig. Ja, das ist schwer.

Aber Sie müssen sie loslassen.

Wenn Sie das nicht tun, woher soll sie es dann lernen?

So tell me...

Lea schlägt jetzt mit den anderen Mädchen.

Und wir haben sie komplett durchgecheckt.

Es kann Entwarnung geben.

Lea hat die Vergiftung komplikationslos überstanden.

Sie dürfen sie mit nach Hause nehmen.

Ich glaube, dass Lea sich freuen würde, wenn sie noch eine Nacht hierbleiben

kann.

Auch wenn ich das jetzt aus eigener Tatsache sage.

Guten Abend.

Sag mal, hast du vielleicht mal eine Minute?

Wenn es nicht wieder um irgendwelche Mietverträge, Wohnungen oder Vorwürfe

geht? Nein, nein, nein.

Ich habe Probleme mit Adrian.

Hast du ihm endlich von Lala erzählt?

Ich glaube nicht, dass es momentan so eine gute Idee wäre.

Er hat einem Jungen in der Schule vollkommen grundlos die Nase gebrochen.

Die Nase gebrochen?

Okay.

Er war anscheinend außer Kontrolle.

Sehr aggressiv.

Ich merke gerade, dass ich als Vater vollkommen versagt habe.

Nein, ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen.

Ich will dir nur sagen, dass es bei der Familie genauso war.

Die dachten, die beschützen ihre Tochter, indem sie sie von der Welt

fernhalten.

Und was genau willst du jetzt von ihr damit sagen?

Ein ziemlich trostloses Abendessen. Das ist wie ein Single-House-Idea.

Jetzt sag schon.

Nein! Dann sagst du wieder, dass ich klugscheiße. Das tust du ja auch.

Ich will es trotzdem hören.

Rede mit ihm.

Sei ehrlich zu ihm, dann ist er auch ehrlich zu dir.

Und hör auf, ihn zu kontrollieren. Das ist ja furchtbar.

Hast du deinem Sohn schon mal gesagt, Adrian, ich bin stolz auf dich?

Ja, natürlich.

War nicht so direkt.

Außerdem weiß er das ja.

Und dass du ihn liebst?

Also das finden Jungs peinlich.

Ja, dann musst du es anders formulieren.

Deins? Ey.

Oh, Mann.

Dein Vater schickt dir ein rotes Herz?

Sag doch, der spinnt. Das wird er so peinlich finden.

Ja, natürlich wird er das.

Und trotzdem wird er sich freuen.

Jeder freut sich, wenn er ein Herz geschickt bekommt.

Auch wenn es vom Papa ist.

Mein geliebter Marc, es ist leichter, Dinge aufzuschreiben, als sie einfach

auszusprechen.

Es fühlt sich immer noch komisch an, dass du nicht mehr da bist, ich einfach

nur einen Stock tiefer gehen muss und dann mit dir sprechen kann.

Wenn Menschen plötzlich weg sind, denkt man viel mehr darüber nach, was ihnen

wichtig war und was nicht.

Wenn ich meine Augen schließe, dann stelle ich mir vor, dass du in Leipzig

gerade auch an mich denkst.

Ja, okay, ich gebe zu. Ich wünsche mir sogar, dass du morgens immer allein

aufwachst und keine andere Frau neben dir liegt.

Obwohl ich diesen Herrn immer noch auf den Mond schießen könnte.

Ich arrangiere mich.

Soll ich dich mitnehmen in die Schule?

Ich fahr mit Katja.

Und er hat einen sehr coolen Sohn, Adrian.

Man ist gebracht mit dem roten Herz.

Manchmal dauert das eben ein bisschen.

Ich verkupple euch zwei schon noch.

Aber mit wem? Sie wollen mich verkuppeln.

Sag ich nicht.

Ach, und Philippa, das habe ich dir noch gar nicht geschrieben. Stell dir vor,

was Pfarrer Sonnenleitner ausgeheckt hat.

Woher wissen Sie, dass Claudia hier nicht mehr arbeitet?

Ich habe ihr Baby letzte Woche getauft.

Ich bin doch bereit.

Philippa.

Na dann, alles in Ordnung.

Für uns alle geht das Leben in Frühling weiter.

Auch wenn es manchmal schwierig ist.

Oh nein. 140 Euro.

Ich hoffe

ganz

fest, dass du irgendwann wieder zurückkommst.

Dass ich dir genauso fehle, wie du mir fehlst.

Dass wir beide doch noch eine Chance haben.

Denn das Schönste und Wichtigste im Leben ist doch...

Man darf niemals aufhören, an Wunder zu glauben.

I'm left hoping someday I'll breathe

again

Bis zum nächsten Mal.

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