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Ursus im Tal der Löwen (1961) dTV - MDR - 4. Oktober 2013
Historische Überlieferungen aus vorchristlicher Zeit
beflügelten die Fantasie nachfolgender Generationen.
So entstand auch die Legende von Ursus.
Als Beispiel dafür, dass jede Gewaltherrschaft scheitert.
Wenn ein Mann mit Willensstärke, Kraft und Unerschrockenheit
sein Volk in die Freiheit führt.
Die Produktion verweist stolz darauf, dass das gesamte Filmteam
vor und hinter der Kamera, bei den gefährlichen Aufnahmen
mit Löwen, Hyänen und Elefanten, außerordentlichen Mut bewies.
* Hilfeschreie, Rufe *
* Turbulente Musik *
Macht sie alle nieder, und dann auf zum Palast!
Folgt mir nach!
Der König ist verwundet. Helft mir!
Schließt das Tor hinter uns!
Folgt mir in den Palast!
Aus dem Weg da!
Nimm mir bitte das Kind ab!
* Schmerzvolles Stöhnen *
Verrammelt die Tore, beeilt euch!
Ajak verschont niemanden, rette dich und das Kind!
In den Grotten von Nemes seid ihr sicher. Flieht!
Nein, ich verlasse dich nicht! - Mit mir ist schon bald zu Ende.
Opfere dich nicht sinnlos!
Opfere dein Leben dem neuen König, unserem Sohn Ursus.
Rette ihn, und er wird mich eines Tages rächen.
* Babyweinen *
Das hier ist das Symbol meines Königtums.
Ich vermache es meinem Sohn Ursus, er soll es für immer tragen.
Hänge es ihm um den Hals.
Lebe wohl, Eda! Es ist höchste Zeit, rette unseren Sohn!
Schnell, fliehe!
Eaco, ich will sterben wie ein König.
Hilf mir! Hilf mir!
* Kampfgeschrei *
Arnurio!
Es ist aus mit dir!
Nicht weinen, mein Liebling.
Sieh zu, dass das Körbchen nicht herunterfallen kann.
Wickle ihn gut ein. Wir müssen uns beeilen.
Komm, kleiner König!
Die Götter mögen dich beschützen!
Kommt jetzt!
* Bedrohliche Musik *
Schnell, lauf!
* Hufgetrappel *
* Nüsternschnauben *
* Babyweinen *
Ist ja gut!
Sei schön brav!
Ja, so ist gut!
He, wo willst du denn hin mit mir?
Du sollst stehen bleiben, Simba!
Komm!
Was machst du denn da?
Komm!
Na schön, wenn du nicht willst.
Und du? Komm her!
Leg dich hin!
Hinlegen, hab ich gesagt.
Ja, so ists brav.
So ists brav.
Na?
Komm, gib mir einen Schmatz!
Es soll wohl eher ein Handkuss sein, was?
He!
He, du da drüben! Komm her!
Komm, lass mich los!
Bist du etwa eifersüchtig? Ich rede mit dir, Sail.
Komm, sei doch nicht sauer!
Gib mir ein Küsschen, komm hierher!
Na gut, dann von der anderen Seite.
Stell dich doch nicht so an. Einen Kuss habe ich gesagt.
Komm schon, ein Küsschen, hierher!
Seit wann muss ich um einen Kuss betteln?
Sei brav, so ist gut!
Sind wir wieder Freunde, ja?
He, was willst du denn?
Bist du etwa auch eifersüchtig?
Ist gar nicht so einfach, mit euch zu leben.
Komm, geh weg!
Hau ab, habe ich gesagt!
Nun gib endlich Ruhe, ja?
Du sollst endlich verschwinden.
Au!
Hau ab, habe ich gesagt!
Und du hörst auch auf!
Na gut.
Wenn ihr nicht hören wollt.
* Antilope schreit *
* Frau schreit *
Das hat uns gerade noch gefehlt. Wo sind wir überhaupt?
Ich bin ruiniert, wir kommen nicht rechtzeitig auf den Markt.
Das haben wir von deiner blöden Idee, eine Abkürzung zu fahren.
Was ist denn hier los?
Was habe ich für ein schönes Wild gefangen? Wer bist du?
Hast du die Falle gelegt? Ja, aber sie war nicht für euch gedacht.
Du hast uns das eingebrockt! Wie sollen wir weiterkommen?
Wenn das keine Menschenfalle ist, dann hilf uns raus!
Hier, gib mir deine Hand!
Schau dir die arme Annia an!
Sie hat mich 200 Piaster gekostet. So nimmt sie keiner! Beruhige dich!
Du kannst sie sicher noch verkaufen. Es gibt Leute, die mögen Hackfleisch.
Was hat sie dir denn getan?
Nichts, aber du kümmerst dich immer nur um sie!
Als ob sie etwas Besseres wäre. - Ich bin ein armer Sklavenhändler.
Komm ich zu spät, kann ich kein Geschäft machen und muss verhungern.
Beklag dich nicht andauernd! Du kommst schon rechtzeitig hin.
Zieh sie raus! Hör auf zu jammern!
Ja, aber sei vorsichtig mit ihr!
Wenn du nicht still bist, bleibst du da drin!
Komm!
Es ist ja nichts passiert.
Hilf mir auch raus! Gib mir deine Hand!
Danke. Bleibt hier!
Glaubst du etwa, wir spazieren durch die Wüste?
Wie kriegen wir den Karren raus? Kann uns jemand helfen?
Lass nur, ich schaffe das allein!
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du das schaffst!
(Frau) Da bin ich aber mal gespannt.
(Sklavenhändler) Fantastisch!
Tatsächlich, er kriegt ihn raus!
Bravo! Habt ihr das gesehen?
Er hat ihn wirklich allein herausgezogen!
Unglaublich! So was habe ich noch nicht gesehen!
Ich gratuliere dir!
Für so einen kräftigen Sklaven könnte ich 2.000 Piaster kriegen.
Aber er würde sich nicht alles gefallen lassen, wie wir.
Das hätten wir.
Was steht ihr da noch rum? Los, einsteigen!
Wir sind sowieso schon spät dran.
Und vielen Dank, danke. Gute Fahrt!
Ich habe eine Idee, warum kommst du nicht mit uns in die Stadt?
Wir könnten viel Geld miteinander verdienen.
Geld, was ist das? Du bist gut.
Ich glaube nicht, dass die Löwen in die Stadt wollen.
Was hat das mit Löwen zu tun? Ich rede von Geld.
Weißt du, wie schwer man es verdienen muss? Nein.
Ich glaube, wir sind sehr verschieden. Das stimmt.
Wir sind sehr verschieden. Na los!
Was habt ihr denn?
Hüh!
Was tanzt ihr denn so herum? Was soll denn das?
Wir müssen weiter.
Müde könnt ihr dann in der Stadt sein.
Los, hüh!
Ich werde euch gleich Beine machen, wenn ihr nicht wollt!
He, was machst du da?
Warum willst du mich nicht fahren lassen?
Warte! Einen Moment!
Eine Engelsgeduld muss man haben! Was will er denn jetzt wieder?
Nein, lass mich los! - Was machst du denn da?
Ich will diese Frau und werde sie mitnehmen.
Nein, lass sie sofort los!
Hast du Geld, um sie mir abzukaufen?
Nein. Dann lass sie sofort in Ruhe!
Ihr bleibt, wo ihr seid!
He, bleib stehen!
* Frauenlachen *
Du ruinierst mich!
Du sollst stehen bleiben!
Lauf doch nicht so schnell!
Ich komm ja nicht nach!
Willst du mich umbringen?
Lass doch mit dir reden!
Wenn du sie behalten willst, musst du mir etwas für sie geben.
Ich habe doch nichts.
Ach doch, Löwen.
Such dir einen aus.
Hilfe, er will mich umbringen!
Keine Angst, die sind doch nicht gefährlich.
Du darfst dir den aussuchen, der dir am besten gefällt.
Er wird mehr auf dich hören, als bisher alle deine Mädchen.
Was soll ich mit einem Löwen?
Lass die Witze, schick sie weg!
Gut, wenn du keinen haben willst.
Geht wieder rein!
Macht schnell, unser Freund hat Angst!
Hast du gesehen, wie sie mir gehorchen?
Was ist denn das?
Das darf doch nicht wahr sein!
Das ist doch ...
Du hast vorhin behauptet, du hast nichts.
Und was ist das? Zeig mal her.
Behalt es, es gehört dir. Aber, das ist Gold!
Gold? Das ist schweres Gold!
Was ist Gold?
Du weißt nicht, was Gold ist? Nein.
Ich darf es wirklich behalten? Sicher, wenn es dir Freude macht.
Wenn du das meinst, lass ich mir das nicht 2-mal sagen.
Pass auf die Löwen auf!
Hilfe, Hilfe!
Weg mit dir!
* Ursus lacht. *
Was machen wir, wenn er ihn umgebracht hat?
Nichts, aber es wäre zu schön. Siehst du, er ist nicht umzubringen!
Steigt ein, in der Gegend wimmelt es vor Löwen!
Seht, er hat mir das hier für sie gegeben.
Ein Medaillon aus Gold! Wo er das her hat?
Das interessiert mich nicht! Wir müssen weg!
Sonst schnappen uns noch die Löwen! Hüh, hüh, schnell!
Man kommt aus der Aufregung nicht heraus!
* Hundewinseln *
* Liebliche Musik *
Simut!
Simut, wo bist du?
Er ist weg.
Tut dir das denn leid?
O nein, nein!
Ah!
Sei ganz ruhig, du brauchst keine Angst zu haben!
Die werden nichts tun, sie sind zutraulich.
Aber das sind wilde Tiere. Lebst du mit ihnen hier?
Es sind meine Freunde.
Und ab heute sind es auch deine Freunde, wenn du willst.
* Annia schluchzt. *
Aber warum weinst du denn?
Jetzt bist du die Herrin hier.
Oder möchtest du lieber als Sklavin verkauft werden?
Nein, nein.
Aber du.
Wer bist du denn?
Ich weiß es nicht.
Ich habe nie versucht, es herauszufinden.
Ich lebte immer hier, bin glücklich, zufrieden und vermisse nichts.
Und niemand will etwas von mir.
Möchtest du bei mir bleiben?
Hier?
In dieser Höhle?
Mit all diesen Bestien?
Mir sind viele Menschen begegnet, die hier vorbeigekommen sind.
Als ich ihre Sprache lernte, wurde mir klar,
dass es einfacher ist, mit Löwen umzugehen als mit Menschen.
Willst du zu ihnen zurück?
O nein, nur das nicht!
Man würde mich als Sklavin verkaufen, das wäre mein Tod.
Da ist Argo, mein Hund.
Geh ihn holen! Er hat Angst.
Aber natürlich. Argo!
Einen Moment.
Komm mit zu deinem Frauchen!
Vor wem hast du denn Angst? Du brauchst dich nicht zu fürchten!
Komm, du wirst gleich sehen!
Simba!
Simba, komm her!
Simba, sitzt du heute auf deinen Ohren?
Hör zu, das ist Argo.
Der wird nicht gefressen.
Der ist ab heute dein Freund, ist das klar?
So, brav!
Pass gut auf ihn auf!
Sie haben sich schon aneinander gewöhnt.
Sie werden gute Freunde.
Wir 2 werden auch gute Freunde, nicht wahr?
Ich möchte, dass du hier glücklich wirst.
Die 2 machen es uns richtig vor.
Findest du nicht?
* Stimmengewirr *
* Orientalische Musik *
Freunde von nah und fern, ansehen kostet nichts!
Seht, hört und staunt! Kommt näher!
Meine ganze Ware verkaufe ich heute zum Selbstkostenpreis.
Warum? Werdet ihr fragen.
Ich will in dieser schönen Stadt nur der Schönheit dienen.
Schaut euch Egali an!
Beweglich wie eine Gazelle, und heiß wie die Sonne.
Und hier zeig ich euch Dia.
Eine Armenierin von besonderer Rasse.
Kann man diese Augen wieder vergessen?
Wo ist der Mann, der sie erwirbt?
Weil er an dieser Schönheit nicht vorüber gehen will?
* Trompeten *
Aber, das ist ja Ur!
Warum hast du deine Tochter in den Palast geschickt?
Jemand muss uns informieren. - Das ist aber gefährlich!
Wir leben alle gefährlich.
* Trommelwirbel, Trompeten *
Verbeuge dich! Grüße!
Tiefer!
Es gibt bessere Gelegenheiten, Mut zu beweisen.
* Trommelwirbel *
* Trompeten *
Lothar!
Siehst du diese Sklavin?
Kauf sie!
Schau mal! - Was ist denn?
Siehst du das Medaillon am Hals des Händlers?
100 Piaster, und nicht mehr!
Danke, Herr Lothar.
Es ist mir eine hohe Ehre, unserem König etwas zu verkaufen.
Warum interessierst du dich für das Medaillon?
Später, jetzt müssen wir herausfinden, vom wem er es hat.
Der König wird zufrieden sein. - Bring sie in den Palast!
Selbstverständlich!
(Frauen) Was für ein Glück du hast!
Ich glaube, das habe ich verdient. - Ich gratuliere dir!
Annia?
Annia, wo bist du denn?
Habt ihr Annia gsehen?
Ich habe verstanden, danke.
Bleibt in der Höhle, bis ich zurück bin!
* Annia lacht. *
Wohin willst du denn?
Bleib hier!
Du kannst mich nicht mehr leiden, Simba ist dir lieber.
Argo!
Komm sofort zurück!
* Liebliche Musik *
Na, wie geht es dir, Argo?
Und dir, Simba?
Annia!
Was willst du hier? Verschwinde sofort!
Warum?
Du darfst mich nicht so sehen, verschwinde!
Du gefällst mir so, es macht mir nichts aus.
Warte, ich komme!
Komm mir nicht zu nahe, sonst kannst du was erleben!
Aber, warum denn?
Verstehst du denn nicht?
Hast du kein Schamgefühl? Was ist das?
Das kann ich jetzt nicht erklären. Dreh dich um, oder tauch unter!
Du darfst mich so nicht sehen! Aber du darfst das?
Tauch unter! Du brauchst nicht so zu schreien!
Nein, tauch nochmal unter!
Darf ich mich jetzt umdrehen?
Ja, jetzt darfst du dich umdrehen.
Na endlich!
Ich wäre beinahe ertrunken.
Nein, lass mich!
Hast du jetzt Schamgefühle?
Ja. Nein.
Ach, das kann ich dir jetzt auch nicht erklären.
Nein!
Nein!
Bist du denn nicht glücklich?
Ich habe Angst, dass alles gar nicht wahr ist.
Dass es nur ein Traum ist.
Und wenn ich aufwache, ist alles aus.
Warum sagst du so etwas?
Es ist alles wahr, und wir werden sehr glücklich sein.
Schau sie dir an!
Denen geht es genauso!
Na endlich, da sind wir. Du wartest hier!
Dein Käufer wohnt da drin? - Was stört dich daran?
Hat er Geld?
Warum nimmst du mich nicht mit? Ich kann gut handeln.
Willst du es verkaufen? - Ja.
Ist es etwas wert, wirst du mehr bekommen, als du erhofft hast.
Setz dich hierhin und warte!
Na ja.
Da sind sie drin. Wir sind da.
Ich täuschte mich nicht. Es ist Arnurios Medaillon.
Ich legte es dem kleinen Ursus um den Hals.
Unser König vermachte es ihm. Wo hat der Händler es her?
Das wurde mir nicht klar.
Er erzählte etwas von einem Mann, der allein in der Wüste lebt.
Mitten unter Löwen. - Das könnte Ursus sein!
Eaco, das ist absurd! Das ist eine Illusion.
Man fand die Leichen der Königin und ihrer Begleitung.
Man weiß jedoch nichts vom Schicksal des kleinen Ursus.
Vielleicht fand er das Medaillon zufällig?
Ich glaube an die Rettung von Ursus.
Wir reden mit dem Händler und zwingen ihn zur Wahrheit.
Jetzt bin ich aber neugierig!
Was soll das bedeuten? Was wollen die Männer?
Keine Angst, du kriegst dein Geld.
Vorher möchten wir die Wahrheit wissen.
Der Mann, der dieses Medaillon getragen hat, woher hatte er es?
Dem es gehörte, trug es wohl seit der Geburt. Er kannte den Wert nicht.
Willst du damit sagen, dass er seine Herkunft nicht kannte?
Ach was, ich habe genug von euren Fragen!
Gebt mir jetzt das Geld, oder ...
Umzingelt sie!
Wir müssen weg!
Keiner darf entrinnen!
Ah!
Gebt das her, es gehört mir!
Brauchst du Hilfe?
Schneller!
Was willst du denn von mir?
Ich übernehme ihn!
* Dramatische Musik *
Hilfe, Hilfe!
Kommt!
* Finale Musik *
Hier ist das Medaillon, das ich fand.
Die Gefangenen wollten es kaufen.
Sie fielen mir schon auf dem Markt auf.
Ihr Benehmen fiel mir auf, darum gab ich dem Feldherrn Bescheid.
Ja.
Er führte uns an den Ort, an dem sie sich trafen.
Nur ihr Anführer konnte entkommen. Wer ist das?
Sein Name ist Eaco.
Er war Stadthalter von Arnurio.
Eaco.
Ihr könnt gehen!
Nur die Gefangenen bleiben hier, und du, Lothar!
Warum gehst du nicht?
Weil ich dir noch etwas sagen wollte.
Verschwinde! Schnell!
Ihr würdet mich wohl gerne umbringen, was?
Sie kommen alle auf die Folter!
Sie sollen da lange Gelegenheit zum Nachdenken bekommen.
Bis ihnen die Namen der anderen Verräter wieder einfallen.
Steh auf!
Hör zu!
Du würdest wohl gerne auf meinem Platz sein?
Rede! Wen willst du auf dem Thron? Den rechtmäßigen Herrscher!
Die Tyrannei geht zu Ende. Deine Taten werden gerächt.
Meinst du? Und wer sollte das?
Der Sohn des Arnurio, Ursus!
Das ist unmöglich, auch Ursus ist tot.
Die Toten kommen nicht zurück!
Du, bleib stehen!
Falls dieser Ursus leben sollte, wo könnte er sein?
Keiner weiß das. Nur der Sklavenhändler wusste es.
Den deine Leute umbrachten.
Keiner von euch weiß etwas, kein Einziger?
Auch du weißt es nicht?
Nein, nein, keiner weiß etwas von ihm.
Ich schwöre es.
Also, keiner von euch weiß, wo er ist?
Ihr setztet eure Hoffnung auf das Geschwätz eines Sklavenhändlers?
Wie auch immer.
Ich muss herausfinden, von wem dieses Medaillon stammt.
Ich finde es heraus.
Niemand soll daran zweifeln.
Fast alle sind davon gekommen. Auch mein Vater konnte fliehen.
Aber warum schickte Ajak uns weg?
Hast du das Medaillon gesehen? - Ja, was bedeutet es?
Es ist Symbol der königlichen Macht.
Es gehört Ursus. Wenn er lebt, ist er der rechtmäßige Herrscher!
Vielleicht gelingt es uns, diesen Eaco zu fangen?
Nein, mach dir keine Hoffnungen.
Wenn wir sie frei lassen, können wir sie beobachten.
Dann stoßen wir vielleicht auf diesen Hund.
Was willst du denn? Mit dir reden.
Ich versuchte es, aber du schicktest mich weg.
Um was geht es denn?
Es geht um das Medaillon.
Ich möchte mit dir allein reden.
Was hast du mir zu sagen?
Rede!
Du hast mich gekauft.
Ich dachte, du hast es getan, weil ich dir gefalle.
Du gefällst mir, ja.
Ich bin dir gleichgültig geworden.
Dein Interesse gilt nur dem Medaillon.
Ich denke nur daran, bis ich den gefunden habe, dem es gehört.
Weißt du etwas über ihn?
Ich weiß sehr viel, was dich interessieren könnte.
Dann sag es mir!
Schließe erst einen Pakt mit mir.
Ich schließe nie einen Pakt!
Ich kann dich zwingen zu reden.
Ich weiß, du kannst mich töten, mich foltern lassen.
Du wirst kein Wort aus mir heraus bekommen.
Gib mir ein einziges Versprechen, und ich sage dir alles.
Und was wäre das für ein Versprechen?
Behandel mich nicht wie deine anderen Sklavinnen.
Wenn es sonst nichts ist.
Sieh her!
Das schenke ich dir!
Die Dinge gebe ich dir, wenn du mir hilfst, Ursus zu finden.
Nein, ich will die Dinge nicht von dir.
Mach mich zu deiner Frau, zu deiner einzigen Vertrauten.
Du bist so allein, Ajak.
Du brauchst jemand, der sich um dich sorgt, der dich wirklich liebt.
Du bist ehrgeizig und mutig.
Und schön.
Warum sollte ich da undankbar zu dir sein?
Du gibst mir die Möglichkeit, mich von meinem Feind zu befreien.
Das werde ich dir nicht vergessen.
Ab heute ist dieses Zimmer auch das deine.
Danke, Ajak.
Ich werde dir beweisen, dass ich dein Vertrauen verdiene.
Und jetzt rufe Lothar. Ich sage ihm, wo Ursus ist.
Lothar!
Lothar!
* Hufgetrappel *
* Bedrohliche Musik *
Halt!
Das ist das Tal, von dem Dia gesprochen hat.
Absitzen!
Alle Mann bleiben hier!
Ihr 3 kommt mit.
Das riecht aber gut!
Du bist richtig tüchtig geworden.
Ein paar Sachen konnte ich schon, bevor ich her kam.
Beeil dich lieber!
Wenn es dunkel ist, fängst du keine Fische mehr.
Soll das ein Befehl sein? Ja, natürlich.
Also gut.
Hast du gehört, Simba?
Jetzt gibt sie die Befehle.
Jetzt haben wir eine Herrin.
So ist es, ihr habt eine Herrin.
Wenn du nicht verschwindest, bekommst du nichts zu essen.
Ich spieße dich auf! Schon gut, schon gut.
Ich gehorche.
Dia hat die Wahrheit gesagt.
Nichts wie weg.
Ihr werft das ganze vergiftete Fleisch runter!
Wenn die Löwen es gefressen haben, holt ihr das Mädchen raus.
Ihr da, kommt mit mir!
Ursus ist zum Fluss gegangen, wir müssen ihn lebend haben.
Los!
Wer seid ihr? Was wollt ihr hier?
Was macht ihr da? Was werft ihr herunter?
Rührt das Fleisch nicht an!
Nein!
Macht, dass ihr wegkommt!
Nicht fressen!
Nein, lass das liegen!
Nein! Nein! Nein!
Hilfe!
Hilfe!
Nein, lasst mich los!
Nein, Hilfe!
* Bedrohliche Musik *
* Bedrohliche Musik *
Wer seid ihr? Was wollt ihr?
Hierher, zurück zu den Pferden!
Schnell!
Lasst ihn nicht entkommen!
Beeilt euch!
Ins Wasser, alle ins Wasser!
Nicht so langsam.
Helft den anderen!
Nun fangt ihn schon, ihr Jammerlappen.
Zieht doch dagegen!
Kräftiger!
Zurück zum Rastplatz! Auf die Pferde!
Bleibt hier, Feiglinge!
Alle zum Palast! Heia, Heia!
Annia!
Annia!
* Röcheln *
* Dramatische Musik *
* Winseln *
Simba!
Simba!
Simba, bist du in Ordnung?
Simba.
Hej, hej!
* Löwenknurren *
Absitzen!
Wir müssen zu Fuß weitergehen.
Der Boden ist zu schlüpfrig für die Pferde.
* Bedrohliche Musik *
* Ängstliches Wiehern *
He! Weiter!
Was hast du? Was ist denn auf einmal?
Schau mal, was da los ist!
Hilfe, hier ist ein Sumpf!
Zieh ihn raus!
Komm her und halte mein Pferd!
Hilfe, helft mir doch!
Ich versinke!
Bewegt euch nicht vorwärts mit den Pferden!
Wir können ihm nicht helfen!
Bitte zieht mich raus!
Hilfe!
Kommt, gehen wir!
Feldherr!
Es kommt jemand auf einem Pferd, es scheint Ursus zu sein.
Halt, diesmal soll er uns nicht entwischen!
Ihr bleibt alle da, wo ihr seid! Bringt das Mädchen hier her!
Du, komm mit dem Seil hierher!
Und binde sie an!
Jetzt wollen wir mal sehen, ob dein Ursus dich wirklich liebt.
Bringt sie dort rüber!
Bogenschützen an die Waffen!
* Annia schreit. *
Macht die Seile lockerer!
Er ist es wirklich!
Es ist Ursus!
Nein, habt doch Mitleid mit mir!
Nein!
Nein!
Annia!
Ihr Mörder! Ihr Feiglinge!
Wenn du noch eine Bewegung machst, wird sie im Sumpf verschwinden!
Rette dich selbst, du kannst mir nicht helfen!
Wir wollen dich! Was wollt ihr von mir?
Du erfährst es, sobald du dich geschlagen gibst.
Dann ziehen wir deine Freundin wieder raus.
Glaub ihnen kein Wort, dein Opfer wäre sinnlos!
Du bist in der Falle, wir sind die Stärkeren!
Wie entscheidest du dich?
Was ist da zu entscheiden, ihr verdammten Hunde?
Gibst du dich geschlagen?
Sie werden mich sowieso umbringen!
Lockert die Seile!
Ihr Feiglinge, ihr Mörder!
Nein!
Nein!
Lockert die Seile, habe ich gesagt!
Nein!
Das werdet ihr mir teuer bezahlen!
Wir werden sehen. Wie hast du dich entschieden?
Lasst sie versinken!
Los!
* Annia stöhnt, schluchzt *
Aufhören!
Aufhören!
Wer garantiert mir, dass ihr sie nicht doch tötet?
Mein Wort muss dir genügen.
Ich gebe auf.
Macht mit mir, was ihr wollt.
Fesselt ihn!
* Orientalische Musik *
Genug!
Was hast du denn?
Ich dachte, ich könnte dich etwas aufheitern.
Es ist schon einen Mond her, dass Lothar weggeritten ist.
Er müsste längst zurück sein.
Ursus ist kein Mann wie all die anderen.
Wenn Lothar auf mich gehört hat, wird er Ursus fangen.
Das hoffe ich.
Dein Schicksal hängt vom Erfolg dieses Unternehmens ab.
Gibt es keinen Erfolg, ziehe ich dich zur Rechenschaft.
Ich sagte die Wahrheit.
Ich habe alles getan, um dir zu helfen.
Ajak!
Warte draußen!
Lothar!
Bringst du mir deinen Kopf, oder willst du eine Belohnung erhalten?
Die Freude dir zu dienen, ist meine Belohnung.
Ursus ist in unserer Hand.
Bravo, Lothar! Wo ist er?
Zu Füßen deines Throns.
Jetzt glaubst du mir, nicht wahr?
Ich habe noch etwas für dich! Wachen!
Abtreten!
Und das ist die Freundin des Ursus.
Jetzt gehört sie dir.
Nachdem sie in unserer Hand war, ging er uns schnell in die Falle.
Ich dachte, Ursus würde allein im Tal der Löwen wohnen.
Ich kenne sie gut!
Sie war eine Sklavin von Simut wie ich.
Dia, du?
Ich hoffte, du wärst tot. Lass sie los!
Sie bleibt hier!
Ich entscheide später, was wir mit ihr machen.
Jetzt habe ich das Bedürfnis, meinen Rivalen kennenzulernen.
Dia!
Lass mich vorbei!
Hör doch! Was willst du?
Habe Mitleid, nur du kannst Ursus retten! Sie dürfen ihn nicht töten.
Lass mich in Frieden!
Ich setzte zu viel aufs Spiel, um zu erreichen, was ich habe.
Das Einzige, was du nicht erwarten kannst, ist Mitleid.
Wache!
Bringt sie ins Gefängnis.
Endlich bist du in meiner Gewalt!
Du bist also der Mann, der unter Löwen aufgewachsen sein soll.
Die Götter ließen dich am Leben, um mir den Thron streitig zu machen?
Ist es so? Rede schon!
Ich verstehe überhaupt nichts.
Was ist das für ein Thron, von dem du redest?
Ich weiß nur eins: Dass ich dich vernichten werde!
Du bist feiger und grausamer als eine Hyäne.
Ein gefesseltes Tier, das mich vernichten will.
Dann sag doch mal:
Wie möchtest du mich vernichten?
Möchtest du mich vielleicht zerfleischen?
So, wie ein Löwe sein Wild zerfleischt?
Lothar!
Ich glaube, du hast mich auf den Arm genommen!
Der hier soll dieser superstarke, unbesiegbare Löwenheld sein?
Sei vorsichtig, Ajak!
Ich erkenne ihn, er ist es bestimmt.
Dann werden wir dem Volk ein Schauspiel bieten.
Was möchtest du denn tun?
So tu doch was!
Weg mit ihm!
Du solltest mich lieber sofort töten.
Sonst wirst du bereuen, dass du dich über mich lustig gemacht hast.
Mach dir keine Illusionen.
Du kannst nicht fliehen. Ich werde dich töten.
Doch erst, wenn es mir passt.
Und wenn diese Stunde gekommen ist, wird von dir nichts übrig bleiben.
Lothar?
Ich vertraue ihn dir an.
Niemand darf etwas von seiner Existenz erfahren.
Später werde ich dem Volk mitteilen,
dass Ursus, der Sohn des Königs Arnurio tot ist.
Raus mit ihm!
Einen Moment noch.
Da du meinen Namen kennst und weißt wer ich bin,
sage mir, warum ich sterben soll.
Weil du mir dein Leben schon seit vielen Jahren schuldest.
Und es jetzt mit dem Tod bezahlst.
In den Kerker!
* Kettenklirren *
*Kampfgestöhne *
Was ist mit dem Mädchen? Sie ist ja vorläufig im Kerker.
Wer hat das befohlen? - Dia war es.
Lass sie raus!
Bringt sie in den Palast zu den anderen Mädchen.
Die soll ihre Lumpen ausziehen.
Und angezogen werden wie eine Favoritin.
Jetzt sollten deine Sorgen eigentlich zu Ende sein.
Lothar ist zurück gekommen, und Ursus ist dein Gefangener.
Und dieses Mädchen? Was hat man mit ihr gemacht?
Ich habe sie einsperren lassen.
Wie kommst du dazu?
Glaubst du, du kannst nun an meiner Stelle Befehle geben?
Nein, aber ich werde die Herrin, das hast du mir versprochen.
Ach, das habe ich dir versprochen? Das habe ich ganz vergessen.
Was heißt das? Warum lachst du?
Das fragst du?
Es ist komisch, dass ich von einer Sklavin erpresst werden soll.
Ich dachte, du wärst intelligenter.
Du hast mir versprochen ...
Du hast nichts als deine Pflicht getan.
Als du mir sagtest, wo Ursus ist.
Sei dankbar, dass du ein paar Tage lebtest wie eine Königin!
Ich glaubte dir.
Ich tat alles für dich, weil ich dich liebe.
Nein, sondern um hier die Herrin zu werden.
Die Frauen, die mir gefallen, suche ich mir selber aus!
Bringt das Mädchen von Ursus zu mir!
Und du, verschwinde!
Wie? Du schickst mich weg?
Nein, du wirst hier im Palast bleiben.
Damit du siehst, wie dankbar ich bin, wird dir nichts geschehen.
Du kommst wieder zu den Sklaven. Ist das nicht großzügig von mir?
Und jetzt verschwinde. Hast du verstanden?
Raus mit dir!
Ich habe dich rufen lassen, weil ich dir helfen will!
Du brauchst vor mir keine Angst zu haben.
Ich weiß, du denkst wohl sehr schlecht von mir.
Sicher verstehst du nicht, dass ein König manchmal grausam sein muss.
Aber gewiss nicht zu dir. Du bist ja unschuldig.
Deshalb möchte ich dich bitten, alle Ungemach zu vergessen.
Die du durch meine Schuld erlitten hast.
Nein!
Gut, wie du willst.
Du wirst deine Meinung ändern, ich lasse dir Zeit.
Wo ist Ursus, was hast du ihm getan?
Nichts.
Einstweilen nichts.
Wie kannst du an den Wilden denken?
Ich bin der König.
Alles, was du siehst, ist mein Eigentum.
Die Männer, die Frauen, das Gold, alles gehört mir!
Ich kann mit dir machen, was ich will!
Aber du darfst mir sagen, was du willst.
Ich will nur, dass Ursus am Leben bleibt.
Ich bitte dich, erfülle mir diesen Wunsch.
Und dann mach mit mir, was du willst.
Das ist ein sehr großer Wunsch.
Nur du kannst ihn mir erfüllen.
Wenn du ihn tötest, überlebe ich es nicht.
Wenn ich ihn nun leben ließe, wärst du dann im Stande, mich zu lieben?
Antworte! Wärst du dazu im Stande?
Damit er nicht sterben muss, tue ich, was du willst.
Wenn ihm nur nichts geschieht.
* Unterschwellige Musik *
* Löwenknurren *
Du hast verraten, wo Ursus ist. Wie soll ich dir glauben?
Bist du verrückt? Sei leise!
Nur so konnten wir ihn hier her bekommen.
Konnten es die Freunde deines Vaters?
Ursus ist durch deine Schuld im Gefängnis!
Aber er lebt!
Ich weiß, du bist die Tochter von Eaco, und habe dich nicht verraten!
Ja, das stimmt.
Auch ich hasse Ajak und möchte, dass Ursus den Thron besteigt.
Du musst mir glauben!
Ich weiß nicht, ich möchte ja gern glauben.
Ich werde es dir beweisen.
Ich ermögliche Ursus die Flucht, auch wenn es mich das Leben kostet.
Wirst du mir helfen?
Bist du sicher, dass es glückt?
Gehen wir. Komm mit mir.
*Sich nähernde Schritte *
* Bedrohliche Musik *
Die Bevölkerung dieses Landes hält mich für unbarmherzig und grausam.
Kann sein, dass es zutrifft.
Sobald es sich um meine Feinde handelt.
Ich kann jedoch auch großzügig sein.
Denen gegenüber, die meine Macht anerkennen.
Worauf willst du hinaus? Welch neue Quälereien hast du vor?
Quälereien?
Ich will nur, dass du begreifst, wie weit mein Sieg über dich geht.
Annia.
Komm her!
Annia.
Was machst du denn hier?
Was geht hier vor?
Du bist überrascht?
Sogar sie.
Deine Gefährtin hat verstanden, dass man sich mir nicht widersetzt.
Darum wird sie jetzt meine Gefährtin.
Das ist eine ganz gemeine Lüge.
Das glaube ich nicht, Annia.
Solange, bis du es sagst.
Ja, was er sagt, ist wahr.
Nein.
Nein, das ist nicht möglich.
Ich habe den Eindruck, dass Worte nicht genügen.
Geben wir ihm einen Beweis, dass du die Wahrheit sagtest.
Ich glaube es einfach nicht.
Hast du nun begriffen, dass ich nicht lüge?
Jetzt bin ich wirklich besiegt.
Die Jahre, die du in der Wüste verbrachtest,
haben dir nicht zur Tugend der Ergebenheit verholfen.
Jetzt musst du in Abgeschiedenheit leiden, wie die meisten Menschen.
Stimmt es?
Bilde dir nicht ein, dass ich leiden werde.
Wie die Menschen, die deiner Sklaverei unterworfen sind.
Ich ruhe erst, wenn ich dich getötet habe.
Ich ließ mir unter einem Vorwand diesen unterirdischen Gang zeigen.
Er führt direkt in den Kerker. Wir müssen es jetzt riskieren!
Das ist Wahnsinn. Er ist bewacht!
Wir schaffen das nie!
Besser sterben, als leben als Sklavin.
Warte hier auf mich!
Wenn es dir zu gefährlich wird, kannst du hier entkommen.
Morgen wird dich Lothar in dein Tal zurückbringen.
Dann bist du frei.
Aber nur gegen das Versprechen, dass du deinen Namen vergisst.
Und keine Ansprüche auf meinen Thron erhebst.
Wenn du dich nicht daran hältst, werde ich dich töten lassen.
Den Thron, den ich tapfer eroberte, verteidige ich. Das ist mein Recht.
Dein Recht?
Dein Betrug, ein Räuber erobert nicht.
Hüte besser deine Zunge.
Bedanke dich lieber, wenn ich dir die Freiheit schenke.
Das tat ich nur aus Mitleid.
*Sich entfernende Schritte *
* Türquietschen *
Wer bist du?
Eine von den Sklavinnen auf dem Wagen von Simut.
Was willst du denn?
Mich auch noch quälen? Lass mich lieber allein!
Ich will dir helfen!
Mir helfen, du eine arme Sklavin?
Außerdem brauche ich keine Hilfe mehr!
Bald bin ich wieder ein freier Mann.
Glaubst du das wirklich, nur weil Ajak es versprochen hat?
Da kennst du ihn schlecht, er wird dir nie die Freiheit geben.
Er wird dich töten, denn du bist der wirkliche König.
Sowas sagte er auch.
Ich wusste es nicht.
Ich wusste nichts von meiner Herkunft.
Das Medaillon, das du Simut gabst für Annia,
war das Symbol deines Thrones.
Du bist der Sohn eines Königs, Ursus.
Ajak tötete deine Eltern und verfolgt alle, die ihnen treu ergeben waren.
Wenn das stimmt, wird er seine Verbrechen teuer bezahlen.
Ich werde dich befreien, weil auch ich mich an ihm rächen will.
Nun hat er nicht nur mich zum Feind, sondern auch dich.
Befreie mich, und du sollst meine Gebieterin sein.
Ich will nur deine Gefährtin sein.
Du sollst vergessen, was du durchgemacht hast.
Warum abwarten?
Lösche ihn lieber sofort aus.
Du hast recht.
Es soll keine Spur von ihm zurück bleiben.
Wirf ihn den Hyänen vor!
Einen Moment noch. Sorge dafür, dass niemand etwas erfährt. Geh!
Bring dich schnell in Sicherheit! Geh, schnell!
Beeilt euch, man versucht ihn zu befreien.
Greift ihn!
Los, packt ihn!
Du bleibst hier! Das wirst du büßen!
Du begleitest ihn zu den Hyänen.
Ergreift ihn!
Folge mir!
* Ursus lacht. *
Ur wird dich in die Grotten zu den Verschwören bringen.
Durch diesen Geheimgang können wir die Stadt sofort verlassen.
Noch nicht, zuerst muss ich mich an Ajak rächen.
Du kannst nicht alle Soldaten des Königs überwältigen.
Warte auf die Hilfe deiner Leute!
Komm, wir haben keine Zeit zu verlieren.
Viel Glück!
Warum kommst du nicht mit uns?
Ich komme nach, aber ich muss noch einmal in den Palast.
Ich muss etwas erledigen, damit meine Rache vollkommen ist.
Geh, ich bitte dich!
Lasst uns allein!
Ihr sollt uns allein lassen.
Geht!
Dia, ich bitte dich.
Ich weiß, du hasst mich, obwohl ich nie wusste, weshalb.
Ich wollte deinen Platz nicht einnehmen.
Ich weiß, das ist es, warum ich dich hasse.
Weil du anders bist als ich.
Du hast immer alles erreicht, ohne eine Anstrengung.
Ich musste mir alles erkämpfen wie ein Löwe.
Ich habe dich nie verletzen wollen.
Ich ließ mich drauf ein für Freiheit und Leben von Ursus.
Du glaubst, Ajak gibt Ursus die Freiheit wegen dir?
Du armselige Irre.
Er hat es mir versprochen.
Und das glaubst du ihm?
Dein Opfer war sinnlos, denn Ursus ist befreit.
Aber nicht etwa durch dich, sondern weil ich ihn befreite.
Er ist jetzt bei Männern, die ihm treu ergeben sind.
Wo ist er?
In den Grotten von Nemes, und er wartet auf mich.
Für dich hat er nur noch Verachtung übrig.
Nimmt er sich wieder eine Frau, dann bin ich diese Frau.
Ich werde neben ihm auf dem Thron sitzen.
Das macht mir nichts aus.
Auch nicht, wenn er eine andere liebt.
Bitte, bringe mich zu ihm.
Nein, ich will kein Risiko mehr eingehen.
Ich will nicht, dass du Ursus wiedersiehst.
Dass ihn deine Tränen umstimmen.
Was willst du dann? Dass du stirbst.
Ajak!
Ajak!
Dia drang in das Gefängnis ein und befreite Ursus!
Verdammter Idiot, du lässt dich von einer Frau hereinlegen?
Als wir ins Gefängnis kamen, war er schon ohne Fesseln.
Die Wachen taten, was sie konnten.
Dia, was machst du da?
Ich bringe dich um.
Lass sie in Ruhe!
Nein!
Schlange!
Schlange!
Du bist am Ende, Ajak, fertig.
Ursus ist befreit!
Was?
Er fand bereits Gefolgsleute. Deine Stunde hat geschlagen.
Schweig, schweige für immer!
Deine Stunde hat geschlagen!
* Dia würgt. *
Deine letzte!
* Dia röchelt. *
* Pathetische Musik *
Lass sie wegbringen.
Annia.
Annia, wo bist du?
Sie ist verschwunden.
Aber sicher noch im Palast.
Ich werde sie suchen.
Nein, warte.
Vielleicht weiß Annia, wo Ursus und seine Leute sind.
Folge ihr so, dass sie dich nicht sieht.
Ich danke Euch.
Die Worte von Eaco machen mich sehr stolz und glücklich.
Ich bin euch vor allem auch für eines dankbar.
Für das Vertrauen, dass ihr mir überall entgegen bringt.
Wer bist du?
Was willst du hier?
Wer hat dir verraten, dass wir hier sind?
Ich weiß es, von Dia. Ajak hat sie getötet.
Bringt mich zu Ursus. Ich muss ihn sehen.
Zu Ursus? Du?
Nach deinem schmählichen Verrat?
Das ist nicht wahr! Ich bin ihm immer treu geblieben.
Passt auf, die Grotte hat nur einen Ausgang.
Alle vorrücken!
Wir werden sie völlig überraschen.
Ursus ist verzweifelt: Er glaubt, du hast ihn verraten.
Er wird glücklich sein, wenn er die Wahrheit erfährt.
Bring mich zu ihm!
Er wird noch besser kämpfen, wenn sie da ist.
Sagriel!
Hilfe!
Hilfe! Hilfe!
Nein, lasst mich los!
Hilfe!
Geht in die Grotte, Ursus muss darin sein! Keiner darf entkommen.
Die Soldaten von Ajak! Wir sind umzingelt!
Alle zu den Waffen!
Ruhe! Ruhe!
Jeder an seinen Platz. Alles hört auf Eaco!
* Frauenschreie *
* Kampfgeräusche, Rufe *
Elender Halunke!
Lasst keinen entkommen!
Ihr Mörder!
Komm mit oder ich stech dich ab!
Ihr feigen Hunde!
Bindet die Seile an die Stützen der Grotte.
Zieht die Knoten fest.
Zieht, los!
* Poltern, Angstschreie *
* Dramatische Musik *
* Löwenknurren *
* Dramatische Musik *
* Löwenknurren *
Simba!
Simba!
Simba!
* Anschwellende Musik *
Simba!
Simba!
Simba, hier bin ich!
* Musikalischer Höhepunkt *
Bravo, Argo! Du bist ja auch da!
Du bleibst unten!
* Keuchen *
* Keuchen *
* Traurige Musik *
* Traurige Musik *
* Traurige Musik *
Ursus, Annia ist zu dir gekommen.
Sie ist unschuldig.
Sie hat dich nie verraten.
Sie haben sie mitgenommen.
Auch Vater. Rette sie!
Ajak wird sie alle töten!
Vergiss nicht.
Der Geheimgang, der einzige Weg.
* Türenqietschen *
Hier entlang!
Da kommen sie!
Los, ihr Verräter!
Wollt ihr wohl weiter gehen?
Schlaft nicht ein!
Los!
Schlaft nicht ein!
Weiter!
* Kettenklirren *
Alle Zellen sind leer.
Von jetzt ab werdet ihr hier unten nichts mehr zu tun haben.
Ich werde oben das Ende dieses Schauspiels genießen.
Dieses Schauspiel wirst du nicht genießen.
* Kampfgestöhn *
Ursus!
Lass mich los!
Lass mich los!
Jetzt wimmerst du um Gnade.
Aber ich töte dich vielleicht nicht.
Ich töte dich nicht unter einer Bedingung.
Wenn du mich zu Annia und meinen Leuten führst.
* Trompeten *
* Trommelwirbel *
* Fanfaren *
Im Namen und mit Willen des allmächtigen Ajak, unseres Königs.
Alle Verschwörer, die auf der Flucht ergriffen wurden,
werden als Rebellen und Verräter den Tod durch das Feuer erleiden.
* Fanfaren *
Es ist nicht mehr weit bis an den Ort, an den man die Gefangen brachte.
Du solltest ohne mich weitergehen, deine Leute haben doch Angst vor mir.
Du kommst mit mir!
Los, ab mit dir!
Geh voraus!
Nun geh schon!
* Spannungsgeladene Musik *
* Stimmengewirr *
* Löwengeknurr *
Dort drüben ist es.
Folgt mir!
Du musst nur noch da rüber gehen, dann bist du da.
Ich gehe inzwischen.
Denke ja nicht, dass du schlauer bist als ich.
Lass mich bitte, du brauchst mich nicht mehr.
Lass mich doch gehen.
Das kannst du, aber vor mir her!
Mach schon, weiter mit dir!
* Anschwellende Musik *
Hilfe!
* Hyänenfauchen *
Ursus!
Ich kann mich nicht mehr festhalten.
Verfluchtes Vieh!
Na warte!
Ich kann nicht mehr.
Rein mit dir!
Komm her, du Miststück.
Ich kann nicht mehr!
Verdammte Hyäne!
Du verfluchter Hund!
Hab Mitleid mit mir!
Nein!
Du hast dir doch ein Schauspiel gewünscht!
Jetzt hast du es!
* Lothar schreit schmerzvoll *
* Stimmengewirr *
Simba, wo kommst du denn her?
Wir müssen Annia retten.
Hier kommst du nicht durch, da ist zu.
Komm auf die andere Seite.
Annia!
Annia!
Nehmt ihn sofort fest!
Bringt ihn zu den anderen ins Feuer!
Ursus, hier sind wir!
Ursus!
* Kampfgeschrei *
* Dramatische Musik *
* Musik verstummt *
* Löwenknurren *
* Dramatische Musik *
* Elefantengebrüll *
* Löwenknurren *
* Ajak stöhnt *
* Elefantengebrüll *
* Ajak stöhnt *
* Dramatische Musik *
* Liebliche Musik *
* Jubel *
* Dramatische Musik *
* Ajak stöhnt *
* Fanfaren *
* Jubel *
Hier habt ihr Euren Tyrannen!
Die Zeiten der Knechtschaft sind vorbei!
Es lebe Ursus!
Unser König!
* Jubel *
Untertitel: MDR TEXT / Nadja Plaumann
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