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Jean Hugues Anglade
Juliet Aubrey
im Film "Jonas Der Im Wal Lebte"
Ich mochte dieses Lied.
Als ich es zum ersten Mal im Radio h�rte,
setzte sich Mamma neben mich
und erz�hlte mir alles �ber Jonas der im Bauch eines Wals lebte.
Sie sagte, dass er dort gefangen war.
Jedes Mal wenn ich an diese Geschichte denke, macht es mir Angst.
Geschrieben von Roberto Faenza, Mitarbeit: Filippo Ottoni, Hugh Fleetwood
Ich heisse ebenfalls Jona.
Ich bin in Amsterdam geboren,
obwohl weder Mamma noch Papa Niederl�nder waren.
Ich liebe Amsterdam mit seinen Kan�len und H�usern und schaue gerne dem Wasser zu.
Janos Kende Direktor Fotografie
Eines Tages kam eine ganze Schar Soldaten, alle in Gr�n gekleidet,
auf gro�en Lastwagen die die ganze einen Riesenl�rm machten.
Komponist Ennio Morricone
Die Soldaten kamen und sagten meiner Mamma und meinem Papa, dass wir fortgehen m�ssen. s Mamma fragte: �Wann?�. Die Soldaten sagten, sie w�rden es uns sp�ter mitteilen.
Wir haben nie etwas Unrechtes getan. Ich wei� nicht, warum wir abreisen mussten.
Directed by Roberto Faenza
Eines Morgens, als Papa gerade zur Arbeit gegangen war, tauchten die Soldaten wieder auf.
Sie sagten, wir m�ssen sofort gehen. / Amsterdam, 1942 /
Anna?
Anna!
Sie brachten uns zusammen mit vielen Fremden in einen LKW.
Sie waren alle sehr traurig.
"Das ist sicher ein Irrtum" - sagte meine Mutter. - "Du wirst sehen, bald werden wir wieder zu Hause sein."
"Wir haben ein Visum f�r Pal�stina."
Wir haben wichtige Dokumente.
Meine Mutter war sehr mutig, aber ich f�rchtete, dass sie die Soldaten ver�rgerte,
und diese uns nie erlauben w�rden, nach Hause zur�ckzukehren.
Komm!
Nun, komm...
Gott sei Dank, Hannah ...
Ein paar Tage sp�ter hatte Papa Geburtstag und wir feierten ein Fest.
Papa hob mich hoch und ich durfte auf seinen Schultern reiten.
Kannst du einen Augenblick da bleiben und ein weinig im Schnee spielen?
Ich schaue dir vom Fenster aus zu.
Ich habe diesen Jungen noch nie gesehen.
Da ich nicht verstand, was er spielte,
lachte ich einfach.
Dreckiger Jude!
Mamma!
Mamma ...
Was ist passiert?
Was ist das?
Was ist los, Liebling?
Wer war das?
Komm zu mir.
Entschuldigung, aber ich kann Ihnen Hier nichts verkaufen.
- Was ist das? - Das neue Gesetz.
Es ist mir verboten Obst und Gem�se an Juden zu verkaufen.
So. Warte mal draussen.
Ich bin nur kurz weg.
Ich mag das nicht.
Der Papa hat auch den gleichen.
Willst du nicht wie Papa sein?
Aber andere Menschen haben das auch nicht, warum brauchen wir das?
Nicht f�r lange, Liebling.
Ich verspreche es.
Was machst du?
Das ist ein (Klopf)Zeichen f�r Herrn Daniel. Eines Tages werde ich es dir erkl�ren.
Wir m�ssen uns beeilen.
Du bist ein guter Junge.
Die Soldaten sagten meinem Vater, dass er nicht mehr arbeiten d�rfe,
aber mein Vater konnte den ganzen Tag nichts tun.
So half er Herrn Daniel.
Herr Daniel kam aus dem gleichen Land, wie Papa.
- Hey, Max. - Hey, Daniel, wie geht es dir?
So so, la la
Oh, du bist herzlich willkommen.
So, du Sohn deines Vaters.
Sch�n, dich zu sehen, Herr Jonah.
Ich hole dir ein Buch mit vielen sch�nen Bildern,
so dass du dich nicht langweilen musst, w�hrend du auf deinen Vater wartest.
Okay ? Also warte hier auf mich.
Du wirst jetzt ein braver Junge sein, okay?
Ich gehe jetzt arbeiten und nachher werde ich wieder zur�ckkommen.
Komm zu mir.
Das ist mein neuer Job. Ich muss etwas f�r Daniel schreiben.
Wollen wir deinen Namen schreiben?
Warte eine Minute.
Grossartig!
Behalte es.
Jetzt komm mit mir.
Peter, das ist mein Sohn, Jona.
Hey, Jona.
Siehst du dieses Bike, Jojo?
Das ist eine Druckmaschine. Weisst du, was das ist?
Nein.
Darf ich sie ihm zeigen?
Nat�rlich. Komm, ich zeig sie dir.
Halte mal
Vielen Dank, mein Herr.
Bist du bereit?
Lass uns gehen. Ich ziehe dich an, okay?
So.
Komm, nimm meine Hand.
Warum schreien die alle so?
Ich werde es dir sp�ter erkl�ren. Sie wollen auch, dass wir etwas mitnehmen.
Warum schreien die alle so?
Komm, hilf mir besser. Komm her und setz dich,
setz dich hier drauf.
Hilf der Mamma den Koffer zu schlie�en.
Anna?
Ich nehme sie.
- Komm schon, Liebling. - Komm, meine Liebste.
Nimm deine Sachen.
Bist du bereit?
Meine Puppe! Meine Puppe !
Komm zur�ck!
Komm her!
Komm her!
Kein Fahrrad mitnehmen!
- Nur eine Puppe! - Ich m�chte mein Fahrrad!
- Nein, kein Fahrrad, nur eine Puppe. - Ich m�chte mein Fahrrad!
- Hast du die Ausweispapiere bei dir? - Ja.
Wo sind wir? Wir sind dort, wo die Schauspieler Theater spielen,
und die Leute herkommen, um ihnen zuzuschauen.
Und wo sind die Schauspieler?
Hier entlang gehen.
Die Soldaten brachten uns in ein Dorf unweit von Amsterdam.
Papa sagte, wir h�tten nichts zu bef�rchten.
Und dass wir bald nach Pal�stina zu gehen w�rden.
Und solange wir auf die Abreise nach Pal�stina warteten
musste ich zur Schule gehen.
Der Lehrerin hat uns gelehrt zu singen, aber ich konnte das nicht. Ich konnte nicht, weil ich kein einziges Wort verstand.
Warum? Ich kenne das.
Kennst du das Alphabet noch?
Ja.
Die Lehrerin sagte, wenn ich singen m�chte, muss ich zuerst lesen lernen.
So schrieb mein Vater alle Buchstaben des Alphabets auf und half mir, sie zu erlernen.
Yo, komm hierher, Jojo.
Komm her, Jojo. Komm her!
- Komm her, komm her. - Ich m�chte dem Pferd dort zuschauen.
Als ich endlich gelernt hatte, wie man singt, war etwas Schreckliches passiert.
Seien Sie vorsichtig.
- Komm schon.
- Was geschieht jetzt? - Wir werden singen.
Aber wenn du auch nur einen einzigen Soldaten siehst,
musst du ganz still sein. Kein einziges Wort! okay?
Nun, gehen wir singen! Kommt her!
- Ich will nicht dorthin gehen. - Dann wirst du hier allein sitzen.
Hast du etwas dagegen?
Nun, was ist los? - Ich will einfach weggehen.
Dann lass uns gehen.
Ich kann nicht.
Warum?
Papa sagte, ich darf nichts Verbotenes tun.
Unsinn. Den meisten Menschen mag es verboten sein, aber nicht bei Papa.
Lass uns gehen.
Sch! Sch! Sind Sie verr�ckt geworden?
Die Wache kommt. Machen Sie keinen L�rm!
Warten Sie.
Jetzt k�nnen Sie, aber trotzdem ganz leise, leise!
Mamma, warum weinst du?
Warum weinst du?
Mamma.
Nicht weinen, Mamma.
Ich bin doch bei dir. Ich werde immer bei dir bleiben.
Komm zu mir.
Sie sagen, dass sie uns wegbringen werden.
Sie schicken uns nach Pal�stina.
Wenn nur mit den Ausweispapieren alles klappt.
Jetzt ist alles in Ordnung, nicht wahr? Wir gehen nach Pal�stina! Nach Pal�stina, Jojo.
- Nur ein Sack!
- Ja, ist doch egal, Anna, f�r nach Pal�stina.
Das war's. Das sind wir!
- Bist du sicher?
- Nat�rlich, du hast es doch auch geh�rt? - Nat�rlich habe ich es geh�rt.
Lasst uns! Lasst uns! Lasst uns aufsteigen!
Wir haben ein Visum, wir haben die Erlaubnis!
Ich verga� ... Ich habe etwas vergessen!
Max!
Max!
Max!
Max, komm zur�ck! Max!
Max!
Max!
Max!
Was hast du denn vergessen?
Hier habe ich sie.
- Das hast so viel riskiert ... nur wegen diesen idiotischen Zigarren!
- Anna!
Beruhige dich. Man kann nie wissen, wann man eine gute Zigarre brauchen kann!
Schlie�lich verlie�en wir den schrecklichen Ort
und waren auf dem Weg nach Pal�stina.
Drei Jahre sind vergangen.
Und statt nach Pal�stina brachten die Soldaten uns hierher.
Mamma und ich sind immer noch zusammen,
aber wir haben Papa seit langer Zeit nicht mehr gesehen.
Einmal im Monat werden wir gewogen,
und diejenigen, die zu wenig wiegen, werden weg genommen und irgendwohin geschickt.
Und niemand weiss wohin.
Gewachsen bin ich fast sechs Zentimeter, aber meine Mamma meint, ich sei zu d�nn
und sie hat die ganze Zeit Angst, dass sie mich auch mitnehmen.
In diesem Lager leben nur Frauen und Kinder
die etwa zwanzig verschiedene Sprachen sprechen!
Die M�nner wohnen irgendwo separat in der N�he.
Und ich hoffe, dass mein Vater auch dort ist.
W�hrend des Tages m�ssen die Frauen arbeiten.
Einmal im Monat trafen Schuhe ein. Die Kinder mussten dann ebenfalls arbeiten.
Den Schuhen mussten sie das Leder herausschneiden.
Sie geh�rten den Erwachsenen, die weggegangen sind.
Wir alle fragten uns, wie sie ohne Schuhe weggehen konnten.
Niemand hat eine Ahnung, wie.
Schau immer auf zum Himmel, nie auf die Strasse.
Wende deine Augen nie vom Himmel ab
und lass dich nie zu Hass verleiten!
Schau mich an.
Nie!
Versprochen?
Mamma wollte mich dazu bringen, mehr zu essen.
Eines Tages schickte sie mich in die K�che, wo f�r die Soldaten gekocht wird.
Sie sagte, ich sollte mit den �lteren Kindern gehen,
aber ich wollte nicht mit ihnen gehen,
weil sie uns j�ngere Kinder immer ausgespottet haben.
Komm.
War es k�stlich?
Ja!
Behalte ihn! Behalte ihn!
Die ganze Zeit kamen neue Leute.
Simona kam aus einem Lager, wo, wie sie sagte,
man alle die alten M�nner t�tete
und sogar Kinder.
Sie sagte, dass wir Gl�ck haben, hier zu sein.
Nun?
Und die anderen?
Den Rest bekommen Sie sp�ter.
Vergiss es. Alles oder nichts.
Gut. Folge mir.
Warten Sie hier.
Was ist los, Mamma?
Ich habe dir gesagt, es ist eine �berraschung!
Sie haben nur 10 Minuten Zeit und das ist alles. Verstanden? Komm rein.
Das ist Papa!
Schau mich nicht so an.
Ich bin es.
Ich bin immer noch dein Vater,
aber ein bisschen d�nner und mit rasiertem Kopf.
Jonah, ich bin dein Vater!
Wir sind alle wieder zusammen.
Yo, weisst du, dass ich heute Geburtstag habe?
Es ist eigentlich eine Kartoffel,
aber im Inneren ist ein St�ck Fleisch.
Das ist von uns beiden.
Der Soldatenkoch gab Jonah das Fleisch.
Der Koch - ein Freund von mir, gab es mir.
So ist es.
Ich habe noch etwas f�r dich.
Darf ich auf dir reiten, wie fr�her?
Gib mir deine Hand.
- Nein. Er ist zu schwer f�r dich. - Nur f�r einen Augenblick. Ja.
Ruhig! Sie wollen doch nicht, dass man Sie h�rt? Sie haben nur noch 7 Minuten Zeit.
Nein, wir k�nnen es nicht machen.
Warum?
Ich wei�, du m�chtest.
Aber Jonas ...
Er kann vor der T�r warten.
Papa und ich m�chten alleine sein.
K�nntest du nicht eine Minute vor der T�re warten?
Nein, ich m�chte nicht. - Komm schon.
Komm schon, sei ein guter Junge.
Alles gut?
Wir machen nur kurz.
Was willst du?
Haben Sie etwas Wasser?
Wasser?
Es gibt kein Wasser hier.
Du bist hier nicht in einem Restaurant.
Geh zur�ck in euer Zimmer!
Ich kann nicht!
Hey! Ihrem Jungen ist es langweilig, und Ihre Zeit ist schon abgelaufen.
Oh, nur noch zwei Minuten, bitte.
Lassen Sie mich los! Geh!
Ja, Ruhe, Um Gottes willen!
Du kannst bei uns bleiben, wenn du ein artiger Junge bist.
Drehe dein Gesicht zur T�re und schaue nicht zur�ck.
Du sollst dich nicht umdrehen, okay?
- Drehe dich gegen die T�re! - Ich bin m�de.
- Ich sagte, das Gesicht gegen die T�re! - Ich bin m�de!
Es funktioniert nicht.
Hast du geh�rt, was Papa gesagt hat?
Drehe dich mit dem Gesicht gegen die T�re!
Es funktioniert nicht. Ich kann nicht.
- Du kannst. - Ich kann nicht.
Schlie�lich erkannte ich, dass Mamma Recht hatte.
Ich entschied mich, mutig zu sein
und schloss mich den �lteren Kindern an.
Hey, du! Warte!
Hast du auch eine Zunge?
- Nat�rlich habe ich eine Zunge. - Das glaube ich dir nicht!
Komm zeige sie!
Ich wette, er wird nicht in der Lage Sein, seine Zunge dem Polizisten zu zeigen.
Aber nicht mir, ach wie dumm, dem dort!
So, solltest du es machen!
Ha, ha!
Okay. Jetzt gehe und zeige sie ihm!
Wenn du kannst.
Bist du verr�ckt? Lass uns gehen. Schnell!
Ist es wahr, was Simona gesagt hat?
Wirklich?
Nur nicht noch weinen.
Wusstest du, dass der Hund dich h�tte zerreissen k�nnen?
Verstehst du das?
Die da sagten mir, dass ich es tun solle! Warum schimpfst du gerade mit mir?
Ist das wahr? Antwortet!
H�r zu!
W�hrend ich fl�chtete,
dachte ich immer, ob es stimmt, dass der Hund
mich h�tte in St�cke rei�en k�nnen.
Ich habe immer von einem Fahrrad getr�umt.
Papa hat mir versprochen, mir eines zukaufen, sobald wir in Pal�stina sind.
Wo ist Mamma?
Bei der Arbeit.
Deinem Papa geht es nicht gut.
Er ist auf der Krankenstation.
Ich glaube, wir sollten ihn besuchen gehen.
Ich lief gerade in die Krankenstation,
aber der Arzt gab mir die Schuhe meines Vaters und sagte, ich soll sofort meine Mamma suchen gehen.
Dein Vater braucht sie nicht mehr.
Geh und hol deine Mutter.
Die Sonne schien ungew�hnlich hell, und ich habe vergessen, meine Mutter aufzusuchen.
Ich rannte und versuchte, im Schatten zu bleiben,
aber ich gelangte immer wieder an den gleichen Ort zur�ck.
Ich habe versucht, der Sonne zu entfliehen, aber ich glaube, sie hat sich �ber mich nur lustig gemacht.
�berall, wo ich lief,
und wo ich mich auch immer auf der Stra�e befand, habe ich an Papa gedacht.
Anna.
Was machst du denn hier?
Wem geh�ren diese Schuhe?
Papa.
Papa?
Ja, der Arzt gab sie mir, ich sollte dich zu suchen.
Welcher Arzt?
- Wo? - In der Krankenstation.
Was meinst du, Jonah? Was ist passiert?
Papa ist krank. Du musst dich beeilen.
Krank?
Warum hast du mir nichts gesagt?
Ich habe es vergessen.
Ich wollte nicht, dass Papa stirbt. Ich glaubte nicht, dass er sterben wird.
Geh ins Bett. Ich gehe zu Papa.
- Ich m�chte dabei sein. - Geh wieder ins Bett!
Wenn Papa stirbt, will ich ihn sehen. Andere Jungen sahen ihre V�ter ...
Die sind �lter als du. Du bist noch ein Kind. Geh wieder ins Bett!
Ich komme mit dir!
H�tte ich vorher gewusst ...
Tut mir leid. Der Mann ist schon seit zwei Tagen bewusstlos. Wir haben alles M�gliche getan
Max ... wir ...
Er kann dich nicht h�ren.
Er h�rt mich.
Er h�rt mich.
Der Arzt sagte, dass er nichts h�rt.
Er sagte, er sei seit zwei Tagen in diesem Zustand.
Er hat nicht gesagt, dass er nichts h�rt.
- Und ich sage, ich wei�, dass er nichts h�rt. - Kannst du nicht mal still sein?
Schweig jetzt!
Warte hier!
Ich hole mal den Arzt.
Dad! Ich bin es, Jonah.
Weisst du noch,
als wir auf dem Schiff waren und der Kapit�n mir erlaubte, das Steuerrad zu drehen?
Wenn du mir versprichst, dass du wieder gesund wirst,
frage ich den Kapit�n, ob du auch mal ans Steuerrad darfst.
Nein. In diesem Zustand ist nichts mehr zu machen. Eine Spritze k�nnte ihm nicht mehr helfen.
- Nun, probieren Sie es. - Nein. Wir haben zu viele Patienten ...
Nun, zumindest eine.
Wir haben nur sehr wenige Medikamente.
Mamma! Mamma! Er versucht, etwas zu sagen.
Er �ffnete den Mund um mir etwas sagen!
Er wollte sprechen!
Lassen Sie ihn sprechen!
Er versucht, etwas zu sagen.
Was tut er?
Papa schlie�t die Augen.
Warum?
Du musst jetzt gehen, mein Lieber.
Papa ist gestorben.
Ich sah meinen Papa sterben, weinte aber nicht.
Die �lteren Kinder glaubten mir das nicht.
Aber als sie mich sahen mit Papas Jacke
durfte ich mich ihnen anzuschlie�en.
Die j�ngeren wollten, dass ich mit ihnen spielte,
aber ich sagte, dass ich nicht mit ihnen gehen kann.
Sie wissen ja nicht, dass ich Papa sterben sah und nicht weinte?
Sie sagten, dass ich ein Unteroffizier werden k�nne, Wenn ich eine Pr�fung bestehen w�rde.
Geh da ins Kloster hinein!
- Was ist das? - Das ist ein Teil der Pr�fung.
- Warst du da schon mal drin? - Ja, nat�rlich!
Ich werde mit dir gehen.
Aber nachher lassen wir dich alleine hier.
Wer sind sie?
Das musst du selber herausfinden.
Lasst mich raus!
Weiter! Weiter!
Lasst mich raus!
Lasst mich raus! Lasst mich raus!
Gut gemacht! Jetzt bist du ein Korporal.
Ich wusste nicht, dass ihr mich dort einschliessen w�rdet!
Ich wette, du hast keine Ahnung, was im Kloster ist.
Nat�rlich habe ich das! Haufenweise Leichen, alle bedeckt mit T�chern.
Aber es hat nicht bei allen T�cher. Dein Vater ist auch dort, aber ohne Decke.
Das ist nicht wahr.
Er liegt neben dem Fenster, das ich zerbrochen habe.
Komm mit! Ich werde euch das zeigen!
Erschrocken? Zum Teufel mit dir!
Ich habe gelogen, dass mein Vater dort war.
Ich sagte ihnen das, damit sie die Klappe halten.
Der einzige, den ich sah, war der Koch.
Deswegen habe ich ihn schon lange nicht mehr in der K�che gesehen.
Was ist los mit deinem Gesicht?
Ich werde von jetzt an ein Korporal sein.
Wirklich?
Warum?
Weil ich keine Angst habe, in das Kloster zu gehen.
Wohin?
In das Kloster! Ach, weisst du, dort wo sie Papa aufbewahren.
Was meinst du, Jonah?
Du wei�t genau was ich meine.
Du weisst, dass Papa dort ist, ohne Decke!
Alles, du weisst alles!
Papa hat eine Decke.
Nat�rlich hat er eine Decke!
Wer hat dich dort hingebracht, Jonah?
Du hast nichts angefasst, nicht wahr?
Komm mit mir.
Komm!
Ich wei� nicht, warum ich gesagt habe, dass Papa keine Decke h�tte.
Sie mussten mich desinfizieren und mir meinen Kopf rasieren,
weil ich Leichen ber�hrt habe.
Meine Mamma sagte, dass dieser Ort kein Kloster ist, sondern die Leichenhalle.
Aber das war mir egal, was es war.
Ich machte mir nur um etwas Sorgen: Hatte Papa wirklich eine Decke oder nicht?
Eines Morgens, nachdem das Lager aus der Luft bombardiert wurde
brachten uns die Soldaten zum Bahnhof.
Mamma war sehr krank und kaum transportf�hig.
Die Leute sagen, dass alles gut kommt
und dass wir bald in Pal�stina sein werden.
Ich sagte, ich will nicht ohne Papa nach Pal�stina zu gehen.
Hey, du Schlafm�tze.
Du hast fast eine Woche lang geschlafen.
Wo ist Papa?
Ich tr�umte, dass er bei uns war.
Amsterdam ...
Es war so sch�n, in Amsterdam ...
Wir k�nnen doch wieder dorthin gehen?
Ich will nicht nach Pal�stina zu gehen.
Wir gehen nicht nach Pal�stina.
Sie bombardierten das Auto eines Soldaten!
Sie werden uns jetzt alle t�ten.
Gebt uns Wasser! Gebt uns Wasser! - Wasser! Wasser!
Wir haben hier eine kranke Frau! Sehr krank!
Mamma! Mamma! Wir sind frei!
Mamma, wir sind frei.
Es sind Russen!
Es sind Russen!
Es sind Russen.
Die Russen brachten uns in ein Dorf,
wo die Leute dreimal am Tag essen.
Mamma brachten sie in ein Krankenhaus.
Sobald wir ankamen, mussten wir ein Bad nehmen,
um m�glichen Infektionen vorzubeugen.
Fast h�tte ich vergessen, wie man in einem Bett samt Bettlaken und Kopfkissen schl�ft.
Kannst du deine Hand auf meinen Kopf legen, so wie Mamma?
Schlaf, mein kleiner Jonah ...
Gute Nacht.
Ich habe Simona noch nie so gesehen ... sie war so s��!
Wir sind frei.
Nein, wir m�ssen uns nicht mehr sagen lassen:
"Du musst! Du darfst nicht!"
Das einzige, was wir vielleicht noch zu bef�rchten hatten,
War auf dieser Weise von den K�hen gefressen zu werden.
- Wo ist meine Mamma? - Wasser.
Mamma. Mamma!
Anna, Anna, gebt ihr etwas zu essen!
Sie wollte nicht essen.
Sie wollte nicht einmal ihre eigene Medizin trinken.
Sie will �berhaupt nichts tun.
M�chtest du sie haben?
Oh, ja.
Oh, danke vielmals!
Danke.
Gebt ihr nichts.
Sie gibt auch nie jemandem etwas.
Gib es mir.
Das ist meins.
Du weisst, dass du deine Medikamente nehmen musst.
Warum weigerst du dich?
Ich gebe sie dir.
Das Wasser ist vergiftet!
Das ist nicht wahr, Anna. Das Wasser hier ist gro�artig!
Trinke deine Medizin!
Sie wollen mich t�ten.
Ich kenne dich.
Ich will meine Kartoffeln!
Sie geh�ren mir ... Gib sie mir! Gib sie mir! Gib sie mir!
Du verdammte Hure!
Ich werde es dir zeigen!
Allen von euch!
Ihr werdet alle sterben!
Ihr werdet alle sterben!
K�mmere dich um ihn f�r mich.
Bitte ...
Jonah ...
Dein Haar f�ngt wieder an zu wachsen.
Jonah, denke daran
immer zum Himmel aufzuschauen
und nie ... nie jemanden zu hassen.
Ich hatte sch�ne Blumen gepfl�ckt.
Aber als ich sagte, ich wolle sie Mamma bringen,
sagte Simona, dass alle Wege zum Krankenhaus gesperrt sind.
Ich fragte sie, warum sie denn gesperrt worden sind.
Sie sagte, sie k�nne mir das nicht erkl�ren.
Sie brachte mich auf einem Umweg zur�ck ins Dorf.
Wie konnte denn die alte Frau, die Mammas Kartoffeln nahm, hierherkommen,
wenn alle Stra�en in die Klinik gesperrt wurden?
Du musst sicher sehr traurig sein.
Ja.
Es war schrecklich.
Aber es gibt so viele hungernde Menschen.
Aber du weisst, das Leben geht weiter.
Lass uns gehen.
Ich m�chte, ich h�tte der grossen Qu�lerei gar nicht zugeschaut.
Es war schrecklich, das Quieken .
Was meinst du damit?
Was meinst du, wenn du fragst, was ich meine?
Weisst du das nicht von deiner armen Mutter nicht?
Ich wollte vorhin zu ihr gehen,
aber ich habe geh�rt, dass der ganze Weg ins Krankenhaus gesperrt wurde.
Gesperrt?
Ja. Und wie sind Sie denn hier hergekommen?
K�nnen Sie mich mit zu Mamma nehmen?
H�r mal, mein Lieber.
Ich muss dir etwas Schreckliches sagen.
Aber du musst tapfer sein.
Du bist doch tapfer, nicht wahr?
Nat�rlich bin ich tapfer.
Ich bin doch kein Kind mehr!
Ich wurde im Lager sogar ein Unteroffizier, Wussten Sie das schon?
Na, dann gut.
Ich meine,
Deine arme Mutter,
sie mochte einfach nicht mehr.
Wieso mochte sie nicht mehr?
Oh, mein Lieber ...
deine Mutter starb.
Sie ging zu ihrem Sch�pfer zur�ck.
Das ist nicht wahr!
Das ist nicht wahr!
Die Stra�en wurden gesperrt!
Simona sagte das mir! Simona sagte das mir!
Das ist nicht wahr!
Die Stra�en wurden gesperrt! Simona sagte das mir!
Das ist nicht wahr.
Das ist nicht wahr! Simona sagte das mir. Simon sagte das mir.
Das ist nicht wahr.
Ich habe etwas mitgebracht.
Ich will die Wahrheit wissen.
Die Wahrheit?
Ja. Ist Mamma tot?
Ich wusste nicht, was ich dir sagen sollte.
Ja.
Ich bin kein Baby mehr.
Ich bin kein kleines, d�nnes Baby mehr!
Es ist alles deine schuld!
Mamma hatte Recht. Es ist deine schuld!
Ich will meine Mamma! Ich will meine Mamma! Ich will meine Mamma!
Ich will meine Mama! Ich will meine Mama! Ich hasse dich!
Ich will meine Mamma! Ich will meine Mamma!
Amsterdam, 1945
Simona ging fort, um in einem anderen Land zu leben.
Sie liess f�r mich eine Puppe zur�ck,
die war eine genau gleiche, wie meine alte Puppe.
Jonah, dass kommt nicht gut, wenn du nichts isst.
Wir m�chten, dass du mit uns lebst.
Wir m�chten, dass du zur Schule gehst,
Dass du wie die anderen Jungen und M�dchen aufwachsen kannst,
mit ihnen spielst,
und mit ihnen herumspringst.
Soll ich dir etwas zeigen?
Ion,
Warte einfach ab und du wirst sehen, dass du zu uns geh�rst.
Jonah, bitte tu mir einen Gefallen.
Iss nur ein einziges St�ck.
Nur ein wenig.
Schau da! Es geh�rt dir!
Nun, schaue es wenigstens an, mein Lieber.
Ion, sei ein guter Junge.
Du musst essen!
Iss das hier.
Guter Junge!
Das ist gut!
Wir werden nicht mehr mit dir reden, wenn Du uns nicht anschaust,
wenn du nicht die ganze Milch trinkst und deinen Kuchen nicht isst.
Du sagst, du bist kein Kind mehr. Sehr gut! Beweise es uns!
Jonah ist dort aufgewachsen und ist Wissenschaftler geworden. Er lebt heute in Amsterdam.
Deutsche Untertitel von Christian Fl�ckiger
+++ http://www.imdb.com/title/tt0107276/ Jona Che Visse Nella Balena - Jonas Der Im Wal Lebte (1993) Deutsch.srt FPS: 25.000 +++
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