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Original subtitles

Hey, da!

Wohin?

Rein.

Herkommen.

Ach so, SA.

Was wollen Sie denn hier? - Was abgeben.

Heute nicht mehr.

Ist geschlossen, der Verein. Feierabend.

Wir müssen da rüber.

Hier muss sie ran.

Herr Jacoby. Guten Abend.

Herr Nyssen, wir können beginnen.

Ja, lassen Sie unseren Ehrengast noch ein Schlückchen trinken.

Aber er trinkt doch keinen Alkohol.

Genau. Alle drei Minuten muss er ablehnen.

Alfred, bitte.

Dieser Lackaffe von... - Nein, danke.

Gnädige Frau, da sprudelt ja gar nichts mehr.

Ich besorge Ihnen gerne ein frisches Glas.

Bitte halt dich zurück.

Vertrau mir.

Da haben Sie recht.

Lang lebe unser neuer Reichskanzler Adolf Hitler!

Er lebe hoch!

Hoch! Hoch!

Charlotte!

Da.

Wache!

Kriminalpolizei. Da ist jemand reingeklettert.

Wo? - Da oben!

Oh, Gott.

Alarmieren Sie die Feuerwache Unter den Linden. Schnell! Komm!

Noch zehn Minuten.

Geliebte Helga, hochverehrte Gäste,

und last but not least, lieber Herr Hitler!

Fast ein ganzen Monat ist es nun her,

dass wir Sie zum Vorsitzenden der Deutschen Reich AG gekürt haben.

Wenn ich vorstellen darf, von links nach rechts,

Günther Quandt, Friedrich Flick,

Carl Bosch, Alfried Krupp,

Ferdinand Porsche, Karl Merck,

Wilhelm von Opel, Hermann von Siemens,

Franz von Papen und Alfred Hugenberg.

Ja, Sie sind mir alle bekannt, meine Herren.

Ich dachte, ich bräuchte Ihnen den Aufsichtsrat

dieser Gesellschaft nicht vorzustellen,

aber erinnert sich der Hund an die Hand, die ihn füttert?

Was haben Sie gesagt, Nyssen?

Ja, was habe ich gesagt?

Ich spreche von meinem Zehn-Punkte-Plan,

den ich Ihnen zur Unterstützung bei Ihrem Wahlkampf

habe zustellen lassen.

Punkt eins, die Wirtschaftspolitik.

Sie soll und wird sich am Staat orientieren.

Der Staat gibt vor, was die Nation braucht

und die Wirtschaft, wir alle hier, werden liefern.

Sie werden merken, es ist nicht ganz verkehrt...

Frau Nyssen.

Helga?

Kommen Sie, ich begleite Sie nach draußen.

Helga?

Es wird ihr sicher gleich besser gehen.

Wo war ich stehen geblieben? Richtig. Die Wirtschaftspolitik.

National soll sie sein, aber...

Bitte kommen Sie.

Wegener, was soll das?

Entschuldigen Sie, gnädige Frau, aber wir müssen da lang.

Wohin? - Da lang.

- Wo bringen Sie sie hin? - Raus.

Das ist nicht ganz verkehrt.

- Was ist? Worauf warten Sie? - Die Verbindung ist unterbrochen.

Was?

Verdammt!

Der Zeitzünder?

Na los.

- Was ist passiert? - Gereon?

Wir müssen noch mal rein.

Was? - Ja.

Gereon, was machst du hier?

Was habt ihr vor?

Frau Nyssen... - Lassen Sie mich los!

Gnädige Frau, Sie müssen... - Nein!

Frau Nyssen! - Nein! Nein, Gereon! Nein!

- Alfred! Nein! - Lass mich los! Es reicht, Helga!

Alfred! Nein! Alfred! - Kommen Sie bitte mit.

Alfred!

Sie, Ihre Jacke. Schnell! - Meine Herren, den Weißwein.

Punkt sechs, einem der wichtigsten.

Und wenn Sie mir erlauben, anzumerken,

einem der Punkte, der mir persönlich am meisten am Herzen liegt:

die Autarkie.

Einen Moment, bitte. Ich bin noch nicht fertig.

Wir halten es für notwendig, dass die Ernährung unseres Volkes

in unseren eigenen Grenzen gesichert ist.

Ja, jetzt passt es eigentlich doch ganz gut, nicht wahr?

Kommen wir nun zu dem,

was Sie vermutlich alle am meisten interessiert, zu den Waffen.

Passen Sie doch auf! - Verzeihung.

Hoppla.

Meine Hose ist nass.

Wie Sie wissen, entwickeln meine Ingenieure seit geraumer Zeit

verschiedene Raketentypen.

Gerade beim Stichwort Kolonisation

sollten wir diese Technik nutzen.

Bedenken Sie, vom Weltall aus

können wir jeden beliebigen Punkt auf der Erde

in Sekundenschnelle erreichen.

Jeden Punkt, jedes Land und jeden Kontinent.

Die Vermählung von militärischen Waffen

und technologischem Fortschritt

wird Deutschland innerhalb von kürzester Zeit

an die Spitze der Welt führen.

Die Nyssen AG steht dafür bereit, bereit, jederzeit und überall

die Elementarkräfte zur Unterjochung des Feindes

und der Schwerkraft zu entfesseln!

Jetzt aber schnell raus hier!

Hier können Sie nicht weiter. Es brennt.

Wir müssen da durch. - Nicht jetzt.

Das kann hier jederzeit losgehen.

Wer sind die? Was ist in den Kanistern?

Verschwindet!

Das war doch keine Feuerwehr.

Du gehst nach oben, ich nehm die Etage, ja?

Ja.

...wird das Deutschland,

das wir in diesem Kreis neu erdacht haben,

auch Wirklichkeit.

Wirtschaftsminister wird Alfred Krupp,

wobei das Wehrministerium wahrscheinlich in meiner Hand

am besten aufgehoben ist,

so wie ich Ihnen ja bereits bei Punkt sechs darlegen konnte.

Ja, das bringt mich direkt zu...

zu Punkt neun.

Ich bitte um Entschuldigung, aber wir sind hier

mit einer außerordentlichen Situation konfrontiert.

Der Reichskanzler und Reichstagspräsident

werden dringend in der Stadt gebraucht.

Vielleicht sollten wir unsere Konsultation

zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen.

Raus!

Alle raus!

- Raus! - Unverschämtheit!

Was für ein jämmerlicher Wurm.

Je mächtiger dein Wille zu Größe, desto offensichtlicher

deine Bestimmung zu völliger Bedeutungslosigkeit.

Du bist ein Nichts, ein infantiler Gernegroß,

- ein erbärmlicher Niemand. - Ruhe, Mutter.

Du verbietest mir nicht den Mund.

- Pscht! - Was soll das?

Hörst du?

Da tickt was.

Blödsinn, du tickst.

Und zwar nicht richtig.

Da ist etwas.

Das ist eine Bombe.

Eine Sprengladung, zweifellos.

Du musst sie entschärfen, Junge!

In weniger als einer Minute geht die Ladung hoch.

Wir müssen raus hier! Los!

Du kommst jetzt mit!

Nein.

- Du machst, was ich dir sage! - Nein!

Geh doch.

Komm mit.

- Wie? - Komm mit.

Ich bitte dich.

Du bittest mich?

Ja, inständig.

Geh aus diesem Raum.

Du willst mich im Diesseits halten, solange es noch geht,

um mir im Jenseits nicht begegnen zu müssen.

Ich flehe dich an.

Mein lieber Junge,

mein lieber, mein lieber, lieber Junge, ich...

Ich liebe dich doch so sehr.

Bitte.

Es ist gut, Mutter.

Wir gehen zusammen.

Wir beide.

Jacoby? Was vergessen?

Was soll das? Machen Sie die Tür auf!

Hände hoch!

Stehenbleiben!

Das wird Konsequenzen haben. Das ist Ihnen bewusst, ja?

- Herr Jacoby. - Przybylski!

Machen Sie die Tür auf!

Was machen Sie noch hier? - Przybylski!

Sie sollen die Tür aufmachen!

Vertrauen Sie mir?

Ja.

Was haben Sie vor?

Bürgerinnen und Bürger des deutschen Reichs.

In wenigen Tagen werden Sie ein neues Parlament wählen.

Wem Sie Ihre Stimme geben, das ist Ihre Entscheidung.

Das Volk ist der Souverän eines Landes und niemand anders.

Jeder politischen Kraft, die diesem Prinzip entgegentritt,

muss Einhalt geboten werden.

Heute haben wir uns

dem Irrweg eines Führerprinzips entgegengestellt.

Der Reichskanzler Adolf Hitler ist tot.

Er und seine Gefolgschaft haben uns zu diesem Akt der Gewalt gezwungen.

Denn die Allianz von Faschismus und Kapital kennt nur ein Ziel.

Den Krieg.

Im Krieg verliert der Mensch seine Seele, sein Mitgefühl.

Die Liebe zu Natur und Welt.

Zurück bleibt dann ein Gespenst,

zerrüttet an Körper und Geist.

Wir, wir selbst sind diese Gespenster.

Wir,

die ehemaligen Kameraden, die Geister des Krieges.

Heute haben wir einen der unseren getötet.

Es war unser letzter Dienst für dieses Land.

Noch in 100 Jahren werden die Menschen darüber staunen,

was wir in diesen wenigen Jahren nach dem Krieg erreicht haben.

Die Errungenschaften von Wissenschaft und Medizin,

von Psychologie und Pharmakologie, von Film und Literatur,

die Rechte der Frauen, die freie Kunst und Presse,

die freie Rede und konstruktive Debatte

und nicht zuletzt

die unverbrüchliche Haltung gegen den Krieg.

Der Hass, der Neid, die Gewalt,

all dies entsteht nur

durch den unterdrückenden Charakter des Autoritären.

Unsere Tat,

sie wird verhindern, dass das deutsche Volk verkommt

zur Mensch-Maschine, ohne Gefühl und ohne Nachsicht

und ohne Liebe.

Wir sind keine Maschinen.

Wir sind nur die kaputten Automaten des letzten Krieges

und wir treten nun zurück ins Dunkle.

Aufmachen! Schließen Sie die Tür auf!

Was geht hier vor?

Aber wir haben mit dieser Tat Platz geschaffen,

für das Neue und Freie in Deutschland,

für das Offene und Weite auf der Welt.

Es liegt nun an euch, dem deutschen Volk

den weiteren Weg zu beschreiten.

Wählt ihn...

Im Namen der Menschlichkeit.

Potocznik, machen Sie was.

Im Namen der Würde

und im Namen der Freiheit.

Raus hier!

Ich mach Schluss!

Polizei, fallen lassen, sofort!

Ausmachen, verdammt!

Alle raus hier, sofort!

So, Bürschchen! - Charlotte!

Komm! Komm, raus! - Los, rüber!

Gereon, bleib hier!

Lass mich!

Raus hier!

Anno, komm!

Er lebt!

Hitler! Er hat überlebt!

Wir müssen weg!

Anno!

Da rüber! Komm!

Gereon?

Gereon.

Sch, sch!

Gereon!

Atme ganz ruhig.

Ein.

Und aus.

Lass deine Gedanken los.

Und atme ganz tief.

Ein.

Und aus.

Ich werde dich leiten.

Schritt für Schritt.

Schritt für Schritt.

Bis hin...

zum Ende.

Gereon!

"Meine Damen und Herren,

wir bitten für die Falschmeldung um Entschuldigung.

Der Reichskanzler Adolf Hitler ist unversehrt.

Dagegen hat uns die Nachricht erreicht,

dass der Reichstag in Flammen steht.

Kommunistische Agitatoren haben ein Feuer entfacht

und dabei ihre Verachtung für das deutsche Volk

unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.

Unser Reichskanzler Hitler ..." - Verhaften!

"... beschwört das deutsche Volk zur größtmöglichen Einheit.

Zitat: 'Lasst keinen dieser Brandstifter

und der hinter ihnen stehenden Kommunisten entkommen.

Sie wollen unseren Staat zerstören

und unser Land dem Sowjet unterwerfen.

Lasst sie uns jagen bis in den letzten Winkel,

bis ans Ende der Welt.

Lasst keinen von ihnen davonkommen.

Heute Nacht haben sie uns ihr wahres Gesicht gezeigt.'"

Hans Litten, verhaftet noch in der Nacht des Reichstagsbrandes.

Als erbitterter Hitlergegner wurde Hans Litten

in verschiedenen Konzentrationslagern gequält,

bis er sich einem erneuten Verhör im KZ Dachau am 5. Februar 1938

durch Suizid entzog.

Ernst Gennat blieb auch unter den Nationalsozialisten

Chef der Mordermittlung

und wurde 1935 zum Regierungs- und Kriminalrat befördert.

Er starb im August 1939 in Berlin.

Und los.

Rosa Helfers.

1933 wurde sie von allen Ämtern entlassen.

Ab 1935 wurde sie von der Gestapo beobachtet,

1944 verhaftet

und im Arbeitserziehungslager Buchholz interniert,

wo ihre Gesundheit lebenslang geschädigt wurde.

Ab 1945 half sie entscheidend beim Wiederaufbau der SPD mit.

Ernst Thälmann,

Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands,

verhaftet am 3. März 1933.

Im August 1944, nach über elf Jahren Einzelhaft,

vermutlich auf direkten Befehl Adolf Hitlers erschossen.

Otto Wels, Parteivorsitzender der SPD.

Unter seiner Führung stimmten die Sozialdemokraten

am 23. März 1933

als einzige Partei geschlossen gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz,

auf dem die nationalsozialistische Diktatur fußte.

Otto Wels starb im Pariser Exil,

zwei Wochen nach Hitlers Überfall auf Polen.

Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand

wurden sämtliche Grundrechte der Verfassung außer Kraft gesetzt.

Zeitungen, die nicht der NS-Linie entsprachen,

wurden systematisch verboten, Journalisten verfolgt.

Eines der prominentesten Opfer war Carl von Ossietzky.

Der spätere Friedensnobelpreisträger

starb nach fünf Jahren Haft an den Folgen der Misshandlungen.

Bei der nicht mehr freien Wahl am 5. März

konnte die NSDAP zwar zulegen,

erhielt aber nicht die erhoffte absolute Mehrheit.

Es war die letzte Wahl bis 1948 in Deutschland.

Anfang Juli 1934

ließ Hitler zahlreiche innerparteiliche Kontrahenten

im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches ermorden.

Diesen, von der Propaganda

auch als Nacht der langen Messer bezeichneten, Ereignissen

fielen auch der ehemalige Reichskanzler Kurt von Schleicher

und seine Frau Elisabeth zum Opfer.

Rudolf Diels, Gründer der Gestapo,

übergab seinen Posten 1934 an Heinrich Himmler

und wurde daraufhin Regierungspräsident in Köln.

1957 kam er bei einem Jagdunfall ums Leben.

Wir warten draußen.

Dr. Edmund Forster kehrte nach seiner Reise nach Paris

nach Deutschland zurück.

Am 31. August 1933 wurde er vom Dienst suspendiert,

wegen angeblicher Äußerungen gegen den Nationalsozialismus.

Einige Tage später beging er Suizid.

Ernst Weiß hat die Aufzeichnungen

und Gespräche von Dr. Foster

seinem letzten Roman "Der Augenzeuge" zugrunde gelegt.

Nach dem Einzug der deutschen Truppen

schnitt er sich in seinem Hotel in Paris 1940 die Pulsadern auf.

Für die Wirtschaftselite hat sich das Engagement

für die Nationalsozialisten voll und ganz ausgezahlt.

Nicht zuletzt durch den massiven Einsatz von Zwangsarbeitern

konnten sie ihre privaten Vermögen vermehren

und sich für den Terrorstaat als willfährige Vollstrecker beweisen.

Kaum einer von ihnen wurde nach dem Krieg

zur Rechenschaft gezogen.

"Charlotte.

Es ist unangenehm genug,

wenn die Luft über dem Land giftig und qualmig wird.

Aber diese Luft kann man bis zu einem gewissen Grad aussperren.

Man kann seine Fenster dicht zumachen

und sich in die vier Wände

eines ausgesparten Privatlebens zurückziehen.

Man kann sich abkapseln, sich Blumen ins Zimmer stellen

und sich auf der Straße Ohren und Nase zuhalten.

Die Versuchung, so zu verfahren, ist groß, auch bei mir.

Mein Bruder sagte, in 100 Jahren

werde man zurückblicken auf uns und unsere Zeit

und staunen, wie weit wir doch waren,

wie viel Neues und Gutes wir probiert haben.

Und wie viel wir auch gescheitert sind.

Vielleicht.

Aber was man jetzt überall das Tausendjährige Reich nennt,

es wird all das vergessen machen.

Bis auch wir vergessen, was wir schon einmal waren.

Eines aber weiß ich doch:

dass ich niemals vergesse, was du mir warst.

So denke ich heute an dich und morgen.

Und ich vermisse dich bereits so sehr

wie nichts anderes in meinem Leben.

Dein Lachen,

deine Augen,

dein Strahlen.

Selbst die Stadt ist mir grau geworden ohne dich.

Die Stadt Berlin,

die du mir gezeigt hast,

in der wir eine Zeit lang glücklich waren.

Die Stadt, die es nicht mehr gibt.

Unser Berlin."

♪ Zu Asche, zu Staub

♪ Dem Licht geraubt

♪ Doch noch nicht jetzt

♪ Wunder warten bis zuletzt

♪ Ozean der Zeit

♪ Ewiges Gesetz

♪ Zu Asche, zu Staub

♪ Zu Asche

♪ Doch noch nicht jetzt

♪ Zu Asche, zu Staub

♪ Dem Licht geraubt

♪ Doch noch nicht jetzt

♪ Wunder warten bis zuletzt...

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