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Original subtitles

Herr Böhm.

Guten Morgen.

Muss wohl eingenickt sein.

Na dann.

Bis später.

Mhm.

Los, Mann!

Hauruck.

Morgen, Herrschaften.

Hat von den Herrn jemand was zu rauchen?

Er da.

Eine Zigarette?

Ein Zug.

Entschuldigung.

Kamerad.

Genosse.

Rath? Gibt's hier einen Doktor?

- Ja. - Kommen Sie.

Oder wollen Sie, Dr. Kornfeld? - Nach Ihnen, Mandel.

Lassen Sie mal sehen.

Ach, das müssen wir nähen.

Auf die Kiste da mit ihm. Packen Sie mal mit an.

Na komm.

Aus, Karl!

Aus!

Das gibt's doch nicht.

Den Mann kenn ich.

Er war in der Mord. Hat eine Aussage gemacht.

Ein Soldbuch.

Krajewski, Franz, Unteroffizier.

Großherzoglich Mecklenburgisches Füsilier-Regiment 90.

Machen Sie Fotos vom Tatort. Gesicht, Stichwunde, alles.

Was hat er für eine Aussage gemacht?

Das erkläre ich Ihnen später. Machen Sie erst mal Ihre Fotos.

Herr Gräf.

Auf die Gefahr hin, dass Sie mich falsch verstehen.

Kein Wort zu den Kollegen in der Mord

über den heutigen Leichenfund.

Warum?

Ich will diesen Fall in Ruhe bearbeiten

und ich möchte nicht, dass Sie darüber reden.

Das ist befremdlich, Herr Kollege.

Ja, in diesen Zeiten ist Vieles befremdlich.

Ich möchte verhindern, dass uns die Leute von Wendt

auch diesen Fall noch wegschnappen.

Sie müssen mir helfen.

Den neuen Kollegen in der Pathologie vertraue ich nicht.

Tauche ich bei der Obduktion auf, rennen die sofort zu Wendt.

Den Eindruck habe ich auch, ja.

Bei Ihnen schöpfen die keinen Verdacht.

Sie müssen ja sowieso hin.

Stimmt.

Gut. - Danke.

Gut.

Ich bin das jüngste der sechs Luxemburg-Geschwister,

Anna, Maxymilian, Mikolaj, Jozef, Rozalia.

Sie wurden in Zamość geboren...

Ich in Warschau.

Die mütterlich...

Oh Gott, oh Gott.

Na dann, Hals- und Beinbruch, Elisabeth.

Ah, wird schon schiefgehen.

Frau Luxemburg?

Was machen Sie denn hier?

Woher wissen Sie, mit wenn ich verabredet bin?

Bitte? Ich bin mit Frau Luxemburg verabredet.

Mit Clara Luxemburg?

Ist zutreffend.

Bitte setzen Sie sich doch, die Damen.

Ich danke Ihnen, dass Sie es einrichten konnten.

Kawa Polska mit Zucker, Salz und Zimt.

- Bedaure. - Dann einen Mokka.

Ebenso. - Gerne.

Merci.

Ich schulde Ihnen eine Erklärung.

Sie fragen sich: Wer ist diese Frau?

Warum haben wir nie etwas von ihr gehört?

Allerdings. - Warum ist sie befugt,

den innigsten Wunsch ihrer verstorbenen Schwestern

uns heranzutragen?

Ja.

Mhm.

Danke. - Bitte schön.

Nun, ich bin die Jüngste von den sechs Luxemburg-Geschwistern.

Anna, Maxymilian, Mikolaj, Jozef, Rozalia.

Sie alle wurden noch in Zamość geboren,

ich aber bereits in Warschau.

Nach unserem Umzug, nachdem unser Vater

selig seinen unverschuldeten Bankrott miterleben musste.

Die mütterliche Löwenstein-Seite

ging schon früh mit dem Taten Salomo nach Berlin,

weit bevor Mikolaj in Wilmersdorf seine Anni ehelichte.

Sie leben heute noch dort.

Als Nesthaken hatte ich alte Eltern,

sie starben, als ich in meinem vierten Jahr war.

Und so kam ich sogleich in Pflege in Annis Familie,

nahm ihren Nachnamen an, Kazimirowska,

und so verschwand die Sichtbarkeit der Verwandtschaft

zu Rozalia.

Sie sprachen vom innigsten Wunsch Ihrer Schwester.

Richtig. - Mhm.

Es handelt sich um eine Notiz,

die sie sich im Vorfeld des Gründungsparteitags

für ihre Rede gemacht hat.

Der KPD?

Das ist zutreffend, ja.

Ähm, Sie hielt ihre Grundsatzrede zum Programm der Partei

und der politischen Situation.

Das war Tagesordnungspunkt 3, nach Paul Levi, vor Hugo Eberlein.

Das wissen Sie? - Kaderschmiede Moskau.

Nun, jedenfalls.

Sie war ja bis zu diesem Zeitpunkt noch Mitglied Ihrer Partei, der SPD.

Der Abschied ist ihr nicht leicht gefallen,

wie sie unserem Bruder anvertraute.

Aber sie konnte die in Ihren Augen bürgerlichen Ausrichtungen...

Nun, Frau Luxemburg,

das ist ja nun allen hier am Tisch hinlänglich bekannt.

Natürlich.

Die Notiz.

Der Wunsch.

Was hatte Ihre Schwester im Sinn?

Die Volksfront.

Wie? - Was?

Ein Bündnis beider Parteien gegen die Reaktion.

Warum hat sie diesen Vorschlag in ihrer Rede nicht erwähnt?

In ihrer Rede. - Ja.

Ja.

Druck.

Druck? - Ja, Druck.

Sie erwähnten es ja bereits.

Außer meiner Schwester war Paul Levi da,

Hugo Eberlein, Karl Liebknecht,

Hermann Duncker, Paul Lange, Wilhelm Pieck,

Ernst Meyer, et cetera pp. Was fällt Ihnen auf?

Keine Frauen.

Die Herren wollten nicht, dass es ein gemeinsames,

freundschaftliches Bündnis der linken Arbeiterparteien gibt.

Aber genau das war Rosa Luxemburgs innigster Wunsch.

Deswegen treffe ich mich hier heute mit Ihnen.

Sie sind der linke Flügel des Faschismus.

Das Ziel Ihrer Partei ist die Auflösung...

Die Sozialdemokratie ist...

Moment!

Darf ich Ihnen eine Frage stellen?

Natürlich. - Unbedingt.

Sie halten also auch angesichts dieser, wie soll ich sagen,

Notlage unserer Demokratie einen temporären Zusammenschluss

für die nächste Wahl für ausgeschlossen?

Nein.

Ach so?

Bei einem bedingungslosen Anschluss Ihrer Partei an unsere KPD

können wir uns ein Zusammengehen durchaus vorstellen.

Moment.

Eine Diskussion ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht fruchtbar.

Ich gebe Ihnen 24 Stunden Bedenkzeit.

Ich stehe in engem Kontakt mit einflussreichen Persönlichkeiten

aus Presse und Rechtsprechung, die diesen Zusammenschluss fordern.

Wenn Ihnen etwas an dem Lebenswerk meiner Schwester

oder an der Zukunft Deutschlands gelegen ist,

wir haben keine Zeit zu verlieren.

Morgen, 10 Uhr,

Bayreuther Straße 25, ich werde auf Sie warten.

Schönen Tag, die Damen.

Das ist Kommissar Rath, ja.

Wo stammt das Foto denn her?

Paris.

Da hat man ihn verhaftet, nach einigen Umwegen.

Paris? Da, fürchte ich, bin ich nicht zuständig. Noch nicht.

Eine Parteigeschichte, sagten Sie?

Es geht um Hochverrat.

Ich sorgte dafür, dass er nicht in den regulären Vollzug kommt.

Im Gegenteil. Er muss verschwinden, für immer.

Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht.

Ist mir schon länger ein Dorn im Auge, der Herr Kommissar.

Was genau hat ihn denn nach Paris verschlagen?

Erst war es eine interne Parteiengeschichte.

Jetzt ist es geheime Staatssache.

Er hat einem Feind der Bewegung zur Flucht verholfen.

Mehr darf ich auch Ihnen nicht verraten.

Tut mir leid.

Kriminalrat.

Regierungsrat.

Was können Sie mir über den Verbleib von Kommissar Rath sagen?

Kommissar Rath ist nach einer gescheiterten Verhaftung

nicht zurück zum Dienst erschienen.

Er ist vermisst gemeldet.

Die Suche nach ihm läuft landesweit, das ist alles.

Worum ging es bei dieser gescheiterten Verhaftung?

Um einen Mordfall im medizinischen Umfeld.

Die ärztliche Hilfskraft eines gewissen Dr. Forster wurde ermordet.

Ah ja? - Kommissar Rath versuchte,

diesen Mann, der unter Umständen auch als Täter in Betracht kommt,

dingfest zu machen.

Das ist nicht gelungen.

Und danach ist er verschwunden.

Die Suche können Sie einstellen.

Weshalb denn das?

Weil Kommissar Rath gefunden wurde.

Im Ausland, wohin er sich unerlaubt absentiert hat.

Wo genau?

Paris.

Sie wissen nicht, was ihn dorthin verschlagen hat?

Nein. Bedaure.

Hochverrat steht im Raum.

Der Polizeipräsident hat ihn vom Dienst suspendiert,

mit sofortiger Wirkung.

Wie macht sich eigentlich Ihr neues Kontingent an Mitarbeitern?

Nützliches Instrument, was uns der Polizeipräsident

da an die Hand gegeben hat, nicht?

Der größte Stellenzuwachs in der Geschichte

des öffentlichen Dienstes.

Nach so kurzer Amtszeit.

Wo ist Gereon Rath jetzt?

Fräulein Ritter, Sie sollten Folgendes wissen:

Wenn Sie irgendetwas über seine illegalen Aktivitäten wissen

und mir verschweigen, dann machen Sie sich strafbar.

Und dann bin ich es, der Sie verfolgt.

Herr Katelbach.

Frau Elisabeth, jetzt hätte ich Sie fast gar nicht erkannt.

Aha. Aber nachgeschaut haben Sie mir trotzdem.

Ja, zugegeben. Aber wie auch nicht, bei so einer Augenweide.

Fesch schauen Sie aus.

Wo kommen Sie denn her?

Ich war beim Friseur. Und Sie?

Zigaretten sind ausgegangen. Bin gleich wieder zurück.

Mhm.

Kriminalpolizei, bleiben Sie sitzen. Wir überprüfen Ihre Personalien.

- Geh da rüber. - Ausweis.

Ausweis. - Ausweis.

Halt!

Da! Da vorne.

Halt, stehenbleiben!

Aufmachen! - Aufmachen!

Sofort aufmachen!

Name? - Matern.

Max.

Lager Mitte.

Nächster.

Jonigkeit, Müller, Schmidt...

Danke, Heymann.

Bedanken Sie sich bei den beiden Koryphäen hier.

Der Mandel hat genäht.

Wir nahmen den Faden aus Ihrem Anzug.

Nicht anfassen!

Ich glaube, Sie sollten besser noch nicht aufstehen.

Wo sind wir hier?

Tempelhof. SA-Kaserne. In der Vorhölle.

Da hinten anstellen.

Henning?

Czerwinski?

Henning!

- Czerwinski! Henning! - - Die hören Sie nicht.

Wie kommen wir hier raus?

Ich fürchte, der einzige Weg hier raus, ist derselbe wie rein.

In einem LKW.

- Lager Nord! - Lager Nord?

Die holen ganze Zellen ab und bringen sie nach Oranienburg.

- Mhm. - Es geht immer reihum.

Zelle eins, Zelle zwei und so weiter.

Wie viel Mann bewachen so einen Transport?

Ein, zwei vorne im Führerhaus.

Und zwei Braunhemden hinten bei den Gefangenen.

Bewaffnet.

- Ja. - Dann müssen wir sie...

Auf der Fahrt.

So, rein hier jetzt.

Matern? Max? - Brock?

Wo haben Sie dich gekriegt?

- Parteizentrale. - Abtransport nach Lager Nord.

Na, schon neue Erkenntnisse, Oberkommissar?

Was geht Sie das an?

So, Krajewski, Franz.

"Entlassen aus dem Militärdienst. Lazarett Pasewalk. Forster."

Die Verbindung.

- Ja? - Ritter, Abteilung Mord.

Was wollen Sie?

Seit unserem letzten Gespräch haben sich weitere Fragen ergeben.

Ich muss Sie sprechen. In 15 Minuten.

Gut. Ich habe Ihnen auch was mitzuteilen.

Dass wir zusammenarbeiten,

scheinen Sie nicht verstehen zu wollen, was?

Muss ich mich offenbar noch dran gewöhnen, ja.

Na dann, Mahlzeit.

Da bin ich. Was wollten Sie?

Erst Sie.

Gehen wir ein paar Schritte.

Es gibt ein weiteres Mordopfer.

Franz Krajewski, der Mann, der gestern bei mir im Büro war.

Genaueres erfahre ich hoffentlich gleich aus der Pathologie.

Aber Krajewski wurde dem Augenschein nach

auf die gleiche Art erstochen wie Strelow.

Und die beiden waren in Pasewalk zum Kriegsende.

Das habe ich seinem Soldbuch entnommen.

- Was? - Ja.

Wie Wosniak und Forster.

Und Hitler.

Der will alle Spuren vernichten, die ins Lazarett führen.

Akten, Fotos.

Er lässt sie liquidieren, einen nach dem anderen.

Alle, die ihn dort gesehen haben.

Damit niemand seiner Version der Geschichte widersprechen kann.

Wir müssen alles zusammentragen, bevor wir damit zu Gennat gehen.

Es geht ja um den Reichskanzler.

Der wird auch mit uns nicht zimperlich sein.

Wie erklären Sie die Morde an der Sprechstundenhilfe und dem Schupo?

Ich nehme an, sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort.

Hitler geht es um Zeugen, allen voran Forster.

Warum wollten Sie mich sprechen?

Der Schnaps. Genauer gesagt der Cognac.

Welcher Cognac?

Sie wissen, welchen Cognac ich meine.

Ein sehr besonderer aus Frankreich.

Und dieser Cognac? Den wollten Sie trinken?

Nein, aber ich hätte ihn gern zurück.

Gehört er denn Ihnen oder dem Kollegen Rath?

Ich höre.

Dem Kollegen Rath.

Aha, dachte ich mir.

Haben Sie sich mal überlegt, dass der Kollege Rath

auf Forster angesetzt wurde?

Von wem denn?

Ich hatte an die Nationalsozialisten gedacht.

- Wäre ja nicht das erste Mal. - Ausgeschlossen.

Da sind Sie sich sicher?

Sehen Sie?

So.

Jetzt warten wir die Obduktionsergebnisse ab.

Und dann planen wir das weitere Vorgehen, einverstanden?

Was ist denn da los?

Kundgebung der SPD gegen Hitler.

Wir sollten nicht zusammen in die Burg zurück.

Machen Sie am besten Feierabend.

Hm.

Wie viele sind es?

Die Polizei schätzt 200.000.

Wären die Kommunisten mit marschiert,

hätten es allein in Berlin eine halbe Million werden können.

Spaziert eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Kommunist

auf einer sozialdemokratischen Demonstration erscheint.

Außer Frau Doktor und ihr harter Kern.

Sozialdemokraten Berlin!

Berlin, Berlin bleibt rot!

Wir sind die Sozialdemokraten!

Immerhin.

Es spricht der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei,

Otto Wels.

Bravo!

Genossen!

Freunde!

Berliner!

Nein!

Heute eint uns alle nur eine Idee.

Ob Mann oder Frau,

ob radikal oder gemäßigt,

wir werden verhindern,

dass uns die Barbaren regieren!

- Jacky! - Na, guck mal einer an,

die Lotte ist ein Sozi.

Bin ich nicht.

Was bist du denn dann?

- Eine von uns, und du? - Na, ebenso.

Aber ein bisschen röter als die meisten hier.

- Wusste ich gar nicht. - Komm mit.

Genossen.

Lotte ist eine von uns.

Freundschaft.

- Freundschaft. - Wir kennen uns aus dem Koppeneck.

Hm.

Hier.

... die freie Presse, ein Recht jedes Menschen.

Ein guter Sichtplatz für das Feuer.

Nichts und niemand wird uns davon abhalten!

♪ Wann wir schreiten Seit' an Seit'

♪ und die alten Lieder singen

♪ und die Wälder widerklingen

♪ fühlen wir, es muss gelingen:

♪ Mit uns zieht die neue Zeit

Wie bitte?

Wie kann es sein, dass wir eine derartige Großveranstaltung

nicht verhindern?

Die SPD weiß ganz genau, wer sie schützt.

Die Weimarer Verfassung.

Ja, und morgen kommt dann die KPD daher

und mobilisiert eine halbe Million, oder wie?

Warum schaffen Sie es nicht, mehr Feinde zu internieren?

Weil es Gesetze gibt.

Aber um einen wirklich vernichtenden Schlag auszuüben,

brauchen wir eine veränderte Rechtslage.

Und die muss begründet sein.

Nationaler Notstand.

Das ist es, was wir brauchen.

Sie haben recht.

Wir müssen die Verfassung außer Kraft setzen.

Genau. Die Frage ist, wie wir das erwirken.

Nicht geklappt.

Wir müssen rein, von innen den Brand setzen.

Herr Böhm!

Herr Böhm. Ich komme soeben aus der Pathologie.

Und? - Zu spät.

Mir wurde gesagt, der Fall sei erledigt.

Also wurde die Leiche des Krajewski, Franz freigegeben.

Wie? - Na.

Zum Kremieren? Die Leiche wurde ins Krematorium gebracht?

Wenn es keine Angehörigen gibt, dann wird eine Leiche verbrannt.

Um alle Spuren zu beseitigen, oder was?

Halten die uns für dumm?

Oder sind die einfach nur noch dreist?

Die lernen mich kennen.

Zeit hatten wir nicht.

Und Schlüssel auch nicht.

Mussten Unterlagen sicherstellen, die Sie uns vorenthielten.

Regierungsrat Wendt hätte ein paar Fragen an Sie.

Jetzt.

Nein, ich habe jetzt keine Zeit.

Doch, die haben Sie.

Los!

- Ganz sicher haben Sie die. - Nach Ihnen.

Los jetzt!

Herr Böhm, Sie können jetzt zu ihm.

Also, gedenken Sie jetzt, öfter bei uns zu sein, Herr Litten.

Die SA steht vor seiner Tür. Die wollen ihn einschüchtern.

Und seine Klienten gleich mit. - Verstehe.

Ich würde vorerst auch auf dem Sofa dort...

Ja, natürlich, Herr Litten.

Aber morgen früh erwarte ich zwei Damen zum Kaffee.

Da brauche ich das Zimmer.

Selbstverständlich.

Damenbesuch? Was redet sie da überhaupt?

Was für Damen kommen da?

Sie hat doch nie Damenbesuch.

- Doch noch 'nen Kaffee? - Nee.

Aber sehen wir uns später?

Erst mal nicht.

Too late.

Haben Sie gedient?

Drittes Ostpreußisches Grenadier-Regiment.

Sie können wir brauchen.

Matern, Max.

Oberleutnant Heymann, zweites Jäger-Regiment.

Lassen Sie mal vorfühlen, wen wir hier noch finden.

Wer hat gedient?

- Hier. - Dann erlaube ich mir mal,

unsere gemeinsame Flucht hier zu organisieren.

Gegenstimmen?

Gut.

Die meisten von Ihnen sind Akademiker, korrekt?

Ja.

Ich bin Handwerker.

Ein Schmied?

Ein Schmied.

Ausweiskontrolle.

- Der Reichstag? - Mhm. Sehr gut bewacht.

Da kommen wir nicht rein, außer man klettert.

Vielleicht geht es auch anders.

Das ist der Mann, von dem ich erzählt habe.

Kann schlecht sehen, spricht schlecht Deutsch.

Dann kommen Sie mal mit.

Habe ich richtig gezählt, sind wir morgen dran.

Kurz und schnell zustechen.

Gretchenfrage:

Wer traut es sich zu?

Ich mach's.

Wir sollten die beiden gleichzeitig erwischen.

Klar.

Auf Ihr Zeichen?

Danach bringen wir mit den Waffen die Fahrerkabine unter Kontrolle.

Klingt wie ein Spaziergang.

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