All language subtitles for Babylon Berlin 2017 S05E01 1080p WEB-DL AAC 2.0 H.264-NoGroup.de

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Original subtitles

Kommen Sie näher, Ellenbogen auf den Tisch.

Die Kollegen an der Front halten Sie für einen Simulanten.

Sie sind Träger des Eisernen Kreuzes Erster Klasse.

Ein tüchtiger Soldat.

So einer simuliert doch nicht.

Aber Hypnose geht primär übers Auge.

Einen Blinden kann man nicht hypnotisieren, kurz gesagt.

Ich kann Ihnen nicht helfen.

Herr Stabsarzt.

Bitte.

Ich will wieder sehen.

Bitte.

Ja.

Das wäre ein Wunder.

Sie hoffen auf ein Wunder?

Es geschehen keine Wunder mehr. In unserer...

in unserer modernen Welt.

Nicht für Durchschnittsmenschen,

aber ein Mensch mit herausragender Willenskraft...

Für den gibt es keine Grenzen.

Der wirft die Fesseln ab.

Der reißt die Mauern des Gewöhnlichen ein.

Prüfen Sie sich.

Trauen Sie sich diesen Willen zu.

Dann versuchen wir es.

Machen Sie die Augen auf.

Probieren Sie's.

Haben Sie den Funken gesehen?

Ich weiß nicht.

Vielleicht einen Schimmer.

Das ist nicht genug. Das reicht nicht.

In jedem Menschen steckt ein Gott.

Das ist der Wille.

Das ist die Energie.

Bündeln Sie die ganze Kraft in sich.

Sie spüren diese Kraft.

Sie wissen, diese Kraft kann Übermenschliches vollbringen.

Ja.

Das weiß ich.

Die Flamme.

Sehen Sie die Flamme?

Ich will ja!

Aber...

Sie müssen sehen.

Ihnen ist alles möglich.

Noch mehr.

Mehr.

Mehr!

♪ Mir ist so nach dir

♪ Mir war schon gestern so nach dir

♪ Und mir wird immer nach dir sein

♪ Am liebsten wäre ich allein mit dir

♪ Und wenn du darüber lachst

♪ Und was du auch dagegen machst

♪ Mir ist heute so im Inneren hier nach dir

♪ Ich weiß nicht: Was ist los mit dir?

♪ Ist los mit mir? Ist los mit mir?

♪ Ich weiß nicht, was ist los mit mir?

Bei der Berichterstattung müssen Sie das Wort freier schweben lassen.

Ohne Tendenz, aber mit Tiefe.

Und mit Bewusstsein für die Dramatik des Augenblicks.

Das ist Ihr Metier. Ich mach die leichte Muse.

Nichts da, Sie haben die Stimme, Sie trauen sich bloß nicht.

Außerdem muss ich in Studio 2 das Hörspiel vorbereiten.

Das kann ich doch machen.

Meine Herren: Kollege Jacoby.

Morgen... - Tag.

Die neue Stimme Deutschlands.

So, konzentrieren, Text studieren.

Abstand zum Mikrofon.

Zu viel.

Achtung, Achtung, hier ist die aktuelle Funkstunde.

Es ist Montag,

der 30. Januar 1933, 11:30 Uhr, verehrte Zuhörer.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Ereignisse,

die sich zur Stunde im Regierungsviertel zutragen.

Wird Reichspräsident Hindenburg

den Vorsitzenden der Nationalsozialistischen

Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler,

zum neuen Reichskanzler ernennen?

Danke schön, darf ich mal durch? - Seit heute Morgen wird verhandelt.

Gibt es was Neues von der Front?

Die Spatzen pfeifen von den Dächern,

dass der Hitler harte Bedingungen stellt.

Welche? - In erster Linie Neuwahlen.

Und zwar so bald wie möglich.

Er will kein Kanzler von Hindenburgs Gnaden sein.

Das Volk soll ihn wählen. - Ja.

Dr. Forster?

Hallo?

Jemand da?

Hallo?

Inspektion A, Ritter am Apparat.

Wer da?

Hallo.

Was gibt's?

Dr. Forster war nicht da und die Akte auch nicht.

Polizeiabschnitt 5.

Ja, ich...

Ich möchte eine anonyme Anzeige machen.

Worum handelt es sich genau?

Einen Mord.

Was macht der hier?

Äh, der Arzt, Forster... - Er war nicht da.

Und die Akte?

Wir durchsuchten die ganze Praxis. - Wir finden ihn.

Und die Akte.

Der Führer verlässt sich auf Sie persönlich, Blank.

Schreiben Sie: Eilmeldung.

Berlin, der Reichspräsident...

Generalfeldmarschall Hindenburg hat soeben...

Adolf Hitler zum Reichskanzler Deutschlands ernannt.

Der neue Reichskanzler hat sich ausgedungen,

sein Amt mit der mehrheitlichen Unterstützung

des deutschen Volkes auszuüben.

Deshalb sind für den 5. März Neuwahlen angesetzt worden.

Er hat den Alten wirklich rumgekriegt.

Das war nicht er allein.

Das war das Werk von vielen.

An die Arbeit, Katelbach.

Ja, bin ja grad dabei. - Wir sehen uns beim Presseball.

Diesmal nicht. Private Verpflichtungen.

Aber bei der Nachlese im Café Mutzbauer bin ich zur Stelle.

Heil!

Hier, halb drei, am Opernplatz.

- Tag. - Tag.

Tag, Kollegen.

Tag.

Tag.

Tag.

Bei wem von Ihnen ging der anonyme Anruf ein?

Bei mir, Frau...

Frau Kommissar.

Hat jemand hier irgendwas verändert?

Nein, wir haben auf Sie gewartet.

Gut. Danke.

Was genau hat der Anrufer beobachtet?

Dass der Doktor weggeeilt ist.

- Also die Treppe runter. - Aha.

Wo ist die Leiche?

Im Nebenzimmer.

Fangen wir an.

Wollen Sie zu mir?

Dann wünsche ich einen guten Tag.

Herr Schutzmann!

Herr Schutzmann!

Ich werde verfolgt. - So?

Der SA-Mann.

Er ist mir nachgegangen.

Seitdem ich aus der U-Bahn ausgestiegen bin.

Der da, der guckt doch nur.

Ich bin Anwalt.

Sie gehen zu ihm hin und nehmen seine Personalien auf.

Sonst werde ich gegen Sie aktiv!

Das wäre der erste Vorschlag?

Nein, ich will doch wissen,

mit wem ich es zu tun bekomme, konkret.

So genau will ich's nicht wissen.

Den Mann nennen wir nicht auf Seite Eins beim Vornamen,

so weit kommt es noch.

Das dachte ich mir.

Na gut, so ungefähr.

Kurz und schmerzhaft.

Entschuldigung, Herr Chefredakteur. - Was ist?

Fahndungsfoto soll mit rein. Die Polizei besteht darauf.

Quetschen Sie es auf die Polizeiseite

und unterbrechen Sie uns nicht mit solchen Lappalien, Potocznik.

Noch dazu an einem solchen Tag.

Ich hätte sonst auch noch

eine Vorabrezension von "Das Testament des Dr. Mabuse".

Meisterwerk, Fritz Lang, Rudolf Klein-Rogge,

absolut titelseitentauglich.

Redaktion Tempo?

Guten Tag, verbinden Sie mich bitte mit dem Chefredakteur Herrn Heymann.

Unser Chefredakteur ist sehr beschäftigt.

Würden Sie bitte... - Es ist von höchster Dringlichkeit.

Also, ich kann ihn jetzt nicht stören...

Ich habe bedeutende Informationen, die neue Regierung betreffend.

Entschuldigen Sie, Herr Chefredakteur?

Potocznik!

Ich habe da jemanden in der Leitung,

der behauptet, dass...

Ich grille Sie am Spieß, wenn Sie mich auf den Arm nehmen.

Wir haben gemeinsame Freunde aus Studienzeiten.

Dahlemer Zirkel. - Wie war noch gleich dein Name?

Forster, Edmund. Medizin. Sie waren Publizistik.

Neue Fakultät.

Und Sie sagten?

Ich verfüge über Informationen von außerordentlicher Brisanz.

Brisant wegen, gegen, über, für, was oder wen?

Den neuen Reichskanzler.

Weiter.

Ich muss Sie treffen, an einem sicheren Ort.

Kommen Sie her. In die Redaktion.

Ausgeschlossen. Öffentlich.

Viele Menschen... Anonymität, Sie verstehen?

Dann kommen Sie zum Presseball.

Anonymer geht es nicht.

Verstanden.

Danke.

Institut für Suggestive Therapie.

Forster am Apparat.

Herr Professor.

Ich brauche Ihre Hilfe.

Ah, Reinhold.

Und? Wie war es beim Zahnarzt?

Keine große Sache.

Ein fauler Backenzahn.

Bei einer Naschkatze wie mir kein Wunder.

- Hab ich was verpasst heute? - Den Regierungswechsel.

Das war kaum zu überhören in der Stadt.

Und einen Mord.

Es gibt auch einen Hauptverdächtigen.

Aha.

Dr. Forster, Edmund.

Ein anonymer Anrufer hat wohl gesehen,

wie er überstürzt den Tatort verließ.

Ach so?

Ist schon an die Zeitungen raus.

Kannst du das für morgen vervielfältigen?

Ja, kein Problem.

Institut für Suggestive Therapie?

Ich bin's. Strelow war nicht allein.

Er war in Begleitung seiner SA-Truppe.

- Du hast das Paket nicht übergeben? - Nein.

Es war unmöglich.

Verstehe.

Ich muss dich treffen.

Kannst du dich unauffällig beim Presseball einschleusen?

Ich werde es versuchen.

Gut.

Ich danke dir, Gereon.

So...

...aus allen Schichten der Bevölkerung,

die hier vorbeimarschieren,

Arbeiter der Stirn und der Faust,

alle Klassenunterschiede sind verwischt.

Es ist ein Wind, wie es vielleicht einmal gewesen sein mag, 1813.

Als es hieß, der König rief...

Das ist ja nicht zum Aushalten.

In fünf Wochen soll's Neuwahlen geben.

Was das Ganze nicht besser macht.

Noch ein Schluck Melissengeist

und morgen früh sind Sie wieder ganz die Alte.

Also die Neue, die... ganz wie neu wollte ich sagen.

Halt, wollen Sie mich umbringen?

Schmiegt sich kosend an die Magenwände.

Ihr Kater ist schneller Geschichte

als der Spuk von meinem unseligen Landsmann.

Ich muss leider bald los.

Sie bleiben schön liegen und lassen es wirken.

Die Leute hörten,

dass Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war,

dass die Einigung Hitler-Hindenburg...

Na endlich.

Tut mir leid.

Wenn du wüsstest, was da draußen los ist.

Die halbe Stadt ist unterwegs.

Ja, ich weiß.

Aber jetzt bin ich da.

Wie sehe ich aus?

Verboten.

Und Jacoby hatte noch Karten für den Presseball?

Offenbar.

Die warten auf uns.

Wir müssen uns wirklich beeilen.

- Ja? - Ja.

Dann beeilen wir uns eben.

Los. Schmeiß dich in Schale.

Du hast da Lippenstift.

Ich hoffe, das ist meiner.

Was weiß ich, wo du dich den ganzen Tag rumgetrieben hast.

Hast du gehört?

Hitler ist Kanzler.

Ja.

Und?

Hast du das Gutachten?

Es hat nicht geklappt.

Was?

Warum?

Der Arzt, Dr. Forster, ist...

verschwunden.

Ist ganz schön was los.

- Ganz schön knapp. - Ich mach das schon.

- Entschuldigt, bitte. - Ich bin schuld.

Wir sind auch zu spät.

Zusammen, bitte.

Mischen wir uns unter die Leute.

Wie geht's denn? - Halbe Tempo ist hier.

- Wo habt ihr sie gefunden? - Im hinteren Teil der Praxis.

Im Bett, nur mit einem Nachthemd bekleidet.

Der Arzt wurde dabei beobachtet,

wie er überstürzt das Haus verlassen hat.

Gott sei Dank, da sind Sie.

Das ist er.

- Du glaubst es nicht. - Was denn?

Das ist er.

- Wer? - Der Arzt von heute aus dem Haus.

Bist du sicher?

Sein Name ist Dr. Forster.

- Hast du deine Dienstmarke dabei? - Die hab ich immer dabei.

Ich nicht.

- Du sprichst ihn an, ja? - Ja.

- Du gehst links rauf und ich rechts. - Gut.

Ich hole Gräf.

- Gib mir einen Vorsprung. - Mach ich.

Was? - Schauen Sie mal.

Ich brauche deine Hilfe. Schau mal da hoch.

Dr. Forster?

Komm mit.

Dieser Herr schwebt in Lebensgefahr.

Sie werden eines Verbrechens beschuldigt.

Man will mich mundtot machen.

Wir müssen jetzt sofort weg.

Das gibt's doch nicht. Eben gerade war er doch noch hier.

- Ich schaue mal da drüben. - Ja.

Gereon?

Es ist Viertel nach neun, das Diner für acht Uhr terminiert.

Er ist noch nicht da.

Bravo, Nyssen!

Alfred. Wir danken dir von Herzen.

Noch ein Stück spiel ich aber nicht.

Er wollte um acht kommen.

Jetzt machen Sie mal halblang, lieber Nyssen.

Neue Verantwortung, neue Verpflichtungen.

Sie meinen, dann kann man die alten vergessen?

Er wird kommen.

Ich habe den Herrn Hitler immer als sehr zuverlässig erlebt.

Solange er unser Geld noch brauchte, ja.

Fangen wir doch einfach an.

Der Führer macht sich bekanntlich nichts aus Essen.

Hieraus auch nicht.

Werter Göring, es geht an diesem Abend nicht darum,

sich den Wanst vollzuschlagen.

Es geht darum, dass Herr Hitler seinen Förderern,

oder besser seinen Gönnern,

darlegt, wie er jetzt, da die Stunde gekommen ist,

Deutschland dorthin führen wird,

wo wir es alle sehen.

Ich habe ihm persönlich einen Zehnpunkte-Plan übergeben

und würde nun gerne wissen,

in welchen Etappen er diesen in die Tat umsetzen wird.

Jetzt, wo er endlich im Amt ist,

in das wir ihn gebracht haben.

Entschuldigen Sie mich einen Moment. - Natürlich.

Alfred, das war gerade nicht sehr diplomatisch.

Das ist die einzige Sprache, die diese Parvenüs verstehen.

Meine Herren, Sie können mich ja rufen,

wenn der Herr Kanzler doch noch auftaucht.

Wir sollten beginnen, ehe alles verkocht

und nach gar nichts mehr schmeckt.

Bitte, wir servieren.

Wenn ich die Herrschaften zu Tisch bitten dürfte, es ist angerichtet.

Danke. - Ja.

Rath stand oben auf der Empore.

Mit Dr. Forster. Und einem anderen.

Dann war er plötzlich verschwunden. Und?

Überall gesucht. Er muss ihn verhaftet haben.

Den Arzt?

Dann hat er ihn sicher in die Burg gebracht.

Anzunehmen, ja.

Nein, der ist nicht hier.

Notizen?

Ja, wir schauen mal nach.

Moment.

Nichts!

Nichts! Tut mir leid, Fräulein Ritter.

Ja, Wiederhören!

Ja, nun, eigentlich wollten wir heute Abend

vom Herrn Hitler erfahren, wie die Zukunft Deutschlands

zur neuen Wirklichkeit wird.

Jetzt sind ausgerechnet

die wichtigsten Visionäre nicht zugegen.

Vielleicht möchten Sie, werter Reichstagspräsident?

Lieber Hermann Göring, möchten Sie ein paar Worte äußern,

die der großen Stunde angemessen sind?

Was gibt es da zu sagen?

So, wie es war, wird es nicht bleiben.

Ausmisten müssen wir den Schweinestall,

den uns das System hinterlassen hat, und zwar schnell.

Wir haben hier keine Gerechtigkeit zu üben.

Wir haben nur zu vernichten und auszurotten.

Zwei Jahre war ich in Moskau.

Zwei Jahre bin ich vorbereitet worden auf genau diesen Tag.

Die Linie des Generalsekretärs Stalin

und des Vorsitzenden Thälmann ist unmissverständlich.

Eine Eskalation wäre in dieser Situation

der vollkommen falsche Weg.

Genossin Völcker!

Die Linie der Führung in Moskau ist hier nicht entscheidend.

Die sind 2000 Kilometer entfernt von uns.

Der Kampf muss hier und heute auf der Straße geführt werden!

Genau!

Kollegen, Freunde, Wegbegleiter,

ich fürchte, das alles hier wird viel länger dauern

als die meisten von uns glauben.

Aber wir sind nicht machtlos.

Jeder von uns kann sich entscheiden

und denen, die jetzt nach der Macht greifen,

niemals auch nur den kleinen Finger reichen.

Was wir brauchen, ist ein starkes,

ein vehementes Zeichen vieler Stimmen.

Einen Appell der Vernunft für die Wahlen in fünf Wochen.

Wir müssen Gott und die Welt mobilisieren.

In den nächsten Tagen werden wir alle Polizeipräsidenten

mit Männern ersetzen, auf die wir uns verlassen können.

Unser werter Konteradmiral a. D., Herr von Levetzow,

wird Polizeipräsident von Berlin.

Die politische Polizei wird aus dem Verwaltungsgang herausgelöst

und durch ein Geheimes Staatspolizeiamt ersetzt.

Die Führung übernimmt Regierungsrat Wendt.

SA-Einheiten werden den Beamten zur Seite gestellt,

um die zu erwartenden Ausschreitungen

von linksradikaler Seite zu den Wahlen zu unterbinden.

Polizeibeamte, die in Ausübung ihrer Pflicht

von der Schusswaffe Gebrauch machen,

werden von mir persönlich gedeckt.

Die Wahl in fünf Wochen muss gewonnen werden.

Das rote Pack darf uns nicht in die Suppe spucken, nicht wahr?

Bravo.

Apropos Suppe,

wir sollten sie nicht kalt werden lassen.

Gereon?

- Haben Sie noch einen Wunsch? - Danke.

Entschuldigung, ich hab mich wohl geirrt.

Wen suchen Sie denn?

Gereon Rath, wir waren verabredet und ich hab mich verspätet.

Ich muss etwas abholen.

Was wollen Sie denn abholen?

Nichts. Entschuldigen Sie.

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