All language subtitles for S02E03_-_Traum von Frühling

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Original subtitles

Lauf!

Amerikanische Waffen in unserem Wald?

500 Meter weiter steht der Iwan. Ist das nicht Grund genug?

Diese Explosion im Wald, das waren alte Wehrmachtsgranaten.

Lüg mich nicht an, Georg! Bitte!

Herr Pfarrer? Ich würde meine beiden Töchter doch gerne taufen lassen.

Du hast Verantwortung über viele Familien hier!

Ich werde nicht zulassen, dass du tagsüber einen Plan erfüllst

und abends einen hölzernen Zimmermann anbetest!

Franz, lass das Kind los! So, da haben Sie's!

Heinrich, bitte!

Frau von Striesow,

Sie haben mit einer Arbeiterin geredet.

Sabotage? Meine Frau?

Berlin ist abgeriegelt, wo bist du durchgekommen?

Ein Bekannter hat mir geholfen. Wer? Mutter, ich muss das wissen!

Du hast mich wieder verraten!

Horst Vöckler?

Hau ab!

Uns bleibt keine Wahl, als sie uns vom Leib zu halten.

Und dabei Krieg riskieren? Familien zerstören?

Eine ganze Bevölkerung einsperren? Was redest du da, Anna?

Anna Erler Georg von Striesow

Hilde Vöckler.

Kathrin! Psst!

Kathrin!

Psst!

Felix! Was machst du hier? Ich brauche andere Klamotten.

Mama darf hiervon nichts wissen.

Komm!

Erzähl ich dir später.

Felix.

Was ist passiert? Er ist abgehauen.

Kommt schnell rein.

Und eure Mutter?

Wie ist das passiert?

Ich bin durch die Absperrung bei der Kaserne.

Halt ruhig. Das muss gereinigt werden.

Es besteht erhöhte Gefechtsbereitschaft.

Keiner sagt dir was.

Ich hab Angst. Ich glaube, sie wollen gegen die Reformer in Prag vorgehen.

Und wisst ihr was?

Es wurden wohl schon zwei Divisionen ins Feldlager nach Sachsen verlegt.

Ich mach das nicht mit.

Die bereiten uns auf einen Einmarsch vor.

Das ist keine Bruderhilfe. Es ist Krieg.

Was machen wir mit ihm?

Er bleibt erst mal hier. Nein, Wolfgang.

Wo ist er?

Im Wohnzimmer.

Sag ihnen, du bist auf 'nem Motorrad mitgefahren und ihr seid gestürzt.

Du warst bewusstlos und als du zu dir gekommen bist,

hast du uns anrufen lassen und Hilfe geholt.

Kannst du mich angucken, wenn ich mit dir spreche?

Sag ihnen, dass es dir leidtut, und zieh deine Uniform wieder an.

Die ist voller Blut. Und zerrissen.

Es tut mir nicht leid.

Wenn du dich jetzt meldest,

ist es nur unerlaubtes Entfernen von der Truppe.

Wenn nicht, ist das Fahnenflucht. Noch dazu im Grenzgebiet.

Das sind bis zu zehn Jahre Haft, ist dir das klar?

Nein! Ich schieße nicht auf Menschen, die denken wie wir!

Die Tschechen wollen einfach nur mehr Freiheit und mehr Demokratie!

Ich würde auch auf keinen schießen. Niemals.

Predigst du das meinen Kindern? Anna.

Alexander Dubczek ist Sozialist wie du. Wie wir alle.

Du kannst nirgendwo hin!

Nicht raus und nicht rüber! Du bringst uns alle in Gefahr!

Denk an deine Schwestern. Sie hat recht.

Du musst dich stellen! Nein.

Felix kann heute Nacht hierbleiben.

Nein. Noch haben wir die Chance, dass er mit einer Rüge davonkommt.

Mama?

Kathrin, möchtest du, dass dein Bruder ins Gefängnis geht?

Will ich nicht. Dann denk doch mal nach!

Mama, bitte tu das nicht! Wag es nicht!

Guten Abend. Genossin Anna Erler. Ich möchte einen Unfall melden.

Ja, ich warte.

Wie konntest du ihn herbringen, ohne mich zu fragen?

Traust du Wolfgang mehr als mir?

Felix Erler. Ich rufe aus Tannbach an, Gemeindehaus.

Er hatte einen Motorradunfall und war orientierungslos.

Selbstverständlich, wir warten hier.

Frank! Gib mir die Zeitung.

Tut mir leid, Felix.

Versteck deine Musik.

Polizei.

Geh du mal da lang.

Seien Sie vorsichtig, er ist verletzt.

Kathrin, kommst du?

Kathrin, geh zu deiner Mutter.

Frank, komm.

Das da drüben ist ein "Konsum".

Morgen.

Im schlimmsten Fall bekommt er zehn Tage Karzer.

Das heißt kein Besuch, kein Ausgang,

Kohlen schippen, damit hat sich die Sache erledigt.

Was ist ein Karzer? Ein Gefängnis.

Das ist nicht so schlimm.

Das ist ein Raum mit einem Tisch und einem Bett und einem Stuhl.

Was hat Felix denn gemacht?

Seinen Mund aufgemacht und die Wahrheit gesagt.

Kathrin!

Ich möchte nicht, dass du bei den Pionieren darüber sprichst.

Wenn dich jemand fragt: Dein Bruder leistet den Wehrdienst.

Wie alle anderen auch. Verstanden?

Dass du Felix verraten hast, ist schlimm genug.

Du musst nicht noch Gott danken. Kathrin, iss jetzt bitte!

Ich bin schon zu spät. Wann bist du fertig?

In zwei bis drei Stunden.

Du riechst nach mir.

Ist doch schön.

Ja, Graf Striesow aus Tannbach.

Meine Frau ist geschäftlich in Prag. Sie hat mir Ihre Nummer gegeben.

Please may I speak to Rosemarie von Striesow?

She's my wife.

She's not in?

Thank you.

Arthur, bitte! Dieser Krach, das ist Folter!

Ich hab doch schon leiser gemacht.

Das nennst du leise?

Was ist das für ein Brief? Hat mir Kathi Schober gegeben.

Ist von drüben.

Was ist denn?

Felix ist in Haft. In der Kaserne.

Morgen! Morgen.

Den feinen Herrn Pfarrer haben sie auch schon abgeholt.

Es wird sich alles klären. Da bin ich mir sicher.

Du hast reagiert, wie man in der Situation reagieren muss.

Jeder baut mal Mist.

Felix ist da keine Ausnahme.

Genosse Major Ruge. Genossin Erler.

Genossin Erler, guten Morgen. Bitte lassen Sie uns allein.

Setzen Sie sich.

Der Herr Major hätt's nicht gleich sein müssen.

Was haben Sie zum gestrigen Vorfall zu berichten?

Felix wollte uns besuchen.

Er hatte einen Motorradunfall und war bewusstlos.

Er hat anrufen lassen und ich habe sofort die Volkspolizei informiert.

Er hat gestanden. Gott sei Dank.

Es war unüberlegt, sich unerlaubt zu entfernen. Er wird bestraft.

Er sagte, er will keinen Krieg gegen die Konterrevolution.

Er will keinen Bruderkrieg, das sagt er. Wer will das schon?

Gegen unseren sozialistischen Verbündeten vorgehen wäre Irrsinn.

Das ist also auch Ihre Meinung?

Ich wohne an der Grenze direkt neben dem Feind.

Was in der CSSR passiert, kann ich nicht beurteilen.

Das wissen Sie, wir nicht. Mein Sohn ist ein guter Sozialist.

Wie mein verstorbener Mann und ich.

Das werden wir herausfinden.

Keiner schickt die eigenen Soldaten freiwillig nach Schwedt.

Stecken Sie in nicht ins Militärgefängnis.

Danke, Genossin.

Zum Wohl, prost! - Prost.

Ich bin's, Horst.

"Ich muss dich sehen."

Tut mir leid. Montag ist unser Ruhetag.

"Am Freitag um 23 Uhr bei der alten Fischerhütte."

Äh, einen Moment.

Ich muss kurz nachsehen, wann ein Zimmer verfügbar ist.

Ich kann das Hotel "Zum Hirschen" empfehlen.

"Du bist es mir schuldig."

Walter, Franz Schober ist auf dem Weg und will 'nen Tisch für fünf.

Sag mal, was ist denn mit euch? Soll ich mal mit Walter reden?

Sehr gut, Bua. Weiter so!

Servus, Erwin. - Servus, Franz.

Nur die Schlitzaugen, die müssen immer feilschen.

Das freut uns ja sehr für dich,

aber wir brauchen eine Entscheidung von dir.

Nur über meine Leiche kommt der Graf in den Vorstand meines Vereins.

Ich hab den aufgebaut.

Seit 20 Jahren treib ich euch alle, damit keiner jemals vergisst,

dass die roten Socken uns unser Land und unseren Wald...

Jajaja! Aber dem Grafen haben sie doch auch Land gestohlen

und der spendet mehr als ihr alle zusammen.

Das ist mir so was von wurscht. Ob die Bonner Tauwetter machen...

Kann dir und mir egal sein, ja, ich weiß.

Wir machen unsere Geschäfte, ob mit oder ohne Mauer, jaja.

Deutschland in den Grenzen vor '37. Das sind wir. Und nur wir.

Lass ihn doch mal ausreden, Vater.

Niemals werden wir die Oder-Neiße-Grenze anerkennen!

Unser Strauß verhindert das.

Dieses ganze Bonner Kommunistenpack,

das gehört einmal richtig hergewatscht. Und basta!

Und wegen dem Grafen:

Ein Eins-a-Schinken, du wirst staunen.

Das könnt ihr euch abschminken!

Und Geschäftl macht sie auch gar keine schlechten, gell, Kathi?

Kommt.

Ich glaub, die Haxen waren zu fett.

Net die Haxen waren zu fett, sondern du.

Ein Mann ohne Bauch ist ein Krüppel, gell, Christa?

Schau dich doch mal um, die Leute setzen Kinder in die Welt,

als gäb's kein Morgen, wie die Karnickel.

Muss ja jemand deine Rente bezahlen. Und dir die Augen zudrücken.

Oh Gott, Franz.

Franz! Franz!

Packen wir's?

Christa, die Rechnung. Schreib's dem Opa auf.

Cilly, ruf einen Arzt. Den Franz hat's umgehauen.

Den Franz? Walter, kommst du bitte?

Wir melden uns. - Danke.

Er hat gesagt, dass der Papa beim Scheißen zu stark gepresst hat.

Den Vater hat der Schlag getroffen? Ja.

Wird er's überleben?

Der Herrgott ist gerecht. Geh, Mutter.

Du hast ihn doch selber gehört, den Vater.

Die Sozen sind zu blöd zum Scheißen.

Die Hoffnung und Euphorie überall.

Bei den Leuten in der Zone,

in Westdeutschland, Tschechien, die "neue Freiheit".

"Bei mir wartet die Westverwandtschaft auf die Einreise

in Alexander Dubczeks Wunderland."

Mal schauen, ob's die wirklich gibt, die neue Freiheit.

"Sozialismus mit menschlichem Antlitz", klingt doch schön.

Du bist schön.

Georg hat versucht, mich im Hotel zu erreichen.

Bleib hier.

Ich muss zurück. Auch wegen Arthur.

Du wirst nicht mit ihm reden.

Pass auf dich auf.

"Ja, Horst Vöckler. Nehmen Sie Kontakt auf und sagen Sie ihm,."

Ein Westberliner Richter hat ihn verurteilt.

Paragraf 175, er hat drei Monate in Tegel bekommen.

Danach hat er sich ins Ausland abgesetzt.

Uruguay, Argentinien. Warum dahin?

Latinos ficken gut.

Sagen Sie, haben Sie 'nen Vogel?

Wir werden ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen.

Er will Ihnen ein Angebot machen. Es geht um seine Mutter.

Er sagte, Sie wüssten schon. Ja.

Sie wissen schon?

Haben Sie nichts anderes zu tun?

Du hast hier nichts verloren. Raus!

Hallo! Bin wieder da.

Prag ist so herrlich, so schön.

Wir sollten uns mit Anna und den Kindern da treffen.

Hallo, Arthur. - Hallo.

Georg.

Ich fürchte, daraus wird nichts.

Ich muss nächste Woche noch mal hin.

Wir haben wunderschöne Spitze für Röcke und Blusen gefunden.

Ich glaube kaum, dass du fahren wirst.

Wie bitte?

Der Russe wird nicht mehr lange mit ansehen,

wie Dubczek ihm auf der Nase rumtanzt.

Felix sitzt im NVA-Karzer. Es heißt, er sei weggelaufen.

Gott, das wird hart bestraft. Ich hoffe, das stimmt nicht.

Warum wohl tut der Junge so was?

Weil er Angst hat, was sonst? Weil er nicht in den Krieg will.

Hast du die Nachricht von Anna?

Anna würde mir so was nie sagen.

Kathrin hat die Nachricht geschrieben.

Er will nicht in einen Bruderkrieg. Darf ich aufstehen?

Das ist doch Wahnsinn, gerade jetzt. Alle freuen sich, atmen auf.

Du begreifst es nicht.

Denk an Ungarn '56.

An den 17. Juni.

Breschnew und Dubczek küssen sich für die Kameras.

Der Russe, der Russe. Wie kann man Felix helfen?

Ich hab keine Ahnung.

Vater wird in zwei Tagen ausm Spital entlassen.

Er braucht Pflege.

Wir müssen überlegen, welche von den Frauen das übernimmt.

Wir haben viel im Gasthof zu tun. Wir haben alle Arbeit.

Die Christa hat wirklich genug zum Tun.

Ohne Christa schaffen wir's nicht.

Ich geh jetzt schon mal vor.

Also.

Ich wollt euch das ja eigentlich schon viel früher sagen, aber...

Also, ich bin nicht mehr lang da. Ich werd übersiedeln.

Wohin? - Na, nach drüben.

Was? In die Zone?

Es ist einfach schön, versteht ihr das?

Ich meine, die Leute werden ja nicht rot geboren, oder was.

Das sind gute Menschen, Christen.

Und jedenfalls net so Großkopferte wie da.

Ich hab meine Cousine, meinen Neffen, die Kirche.

Ich werde dort gebraucht.

Ja, aber du kannst doch den Vater nicht im Stich lassen.

Wir könnten ihn doch ins Heim zu den barmherzigen Schwestern geben.

So wie er die Christa damals. Sag mal, Mutter.

Jeder kriegt, was er verdient.

Ich mach's.

Ich werd den Vater pflegen. Was? Du?

Ja, ich.

Schmeckt gut, gell?

Entschuldigt die Verspätung. Danke fürs Aufpassen. Hallo, Schatz.

Hast du was vom Felix gehört? Nein.

Wann kann Felix morgen wieder aus dem Gefängnis raus?

Warum ist er da?

Ist er ein Nazi?

Wie kommst du darauf?

Iss jetzt, Schatz, es ist schon spät.

Was willst du?

Hast du nicht genug Scherereien gemacht?

Mutter, misch dich bitte nicht ein.

Komm gerne rein, Anna.

Ich bereite gerade die Predigt für Sonntag vor.

Ja, Dietrich Bonhoeffer.

Was kann ich für dich tun?

Meine Kinder haben dich in Schwierigkeiten gebracht,

das tut mir leid.

Kathrin hätte Felix nicht hierherbringen dürfen.

Drei Stunden Polizeiverhör,

zwei Stunden Gardinenpredigt beim Superintendenten.

Ich hab's überstanden. Wie geht es Felix?

Ich denke, ich konnte Schlimmeres verhindern.

Felix befürchtet, dass es Krieg geben wird.

Unsinn.

Als Soldat weiß er vielleicht etwas, was wir nicht wissen sollen.

Hitlers Armeen sind '39 in Prag einmarschiert.

Niemand in Ostberlin ist so geschichtsvergessen.

Kathrin, wir gehen. Es geht jetzt nicht.

Außerdem gibt's gleich Essen mit der Jungen Gemeinde.

Solange das mit deinem Bruder ist, kommst du nicht her.

Mein Freund Frank ist hier.

Du siehst ihn in der Schule, das sollte genügen.

Hat das Onkel Adolph geraten? Dass du deine Familie aufräumst?

Ich hab genug Sorgen. Die Junge Gemeinde kann ich nicht gebrauchen.

Es geht nicht um Felix.

Es geht immer nur um dich und um diese verdammte Partei.

Und Wolfgang? Du hast ihn doch auch mal sehr gemocht.

Kathrin.

Es reicht jetzt.

Von Striesow?

Hallo?

"Ich setz mich jetzt in den Zug nach München

und komm morgen nach Tannbach. Ich möchte dich sehen."

Das geht nicht. Ruf mich nicht mehr an.

Wer war das?

Ein Freund aus Prag.

Ich hab Freunde in Prag, in Berlin, in München, sogar in Ostberlin.

Aber ich hab nur einen Ehemann. Zum Wohl.

Musst du immer trinken?

Liebst du mich?

Ist es dieser Schober?

Antworte mir, Rosemarie. Hast du ein Verhältnis mit ihm?

Ja.

Hab ich.

Hatte ich.

Du bist eine Ehebrecherin. Eine infame Lügnerin!

Und jetzt?

Du machst keine Gräfin aus mir.

Ich bin ein Kind der Arbeiterklasse, zweiter Hinterhof, Ostberlin.

Aber, ob ich will oder nicht, ich kann immer nur ich sein.

Ich bin ja nicht mal Rosemarie.

Du bist betrunken.

Ich bin die Tochter des Schusters Karl Czerni

und seiner Frau Margarete.

Was sagst du da? Die haben mich damals erpresst.

Der Preis für das Leben meines Bruders...

Ist ein Leben an meiner Seite.

Mit regelmäßigen Berichten an die Stasi.

Tja.

Du hast...

Du hast jahrelang an meiner Seite gelebt.

Als Spitzel für die Staatssicherheit. Meine Frau.

Die hätten Kurt sonst getötet. Ich hatte keine Wahl.

Sag, dass das nicht wahr ist.

Lass mich allein.

Georg, bitte! Geh!

Ich muss noch mal runter. Jetzt noch?

Die Kasse stimmt nicht. Geht das nicht morgen?

Es lässt mir keine Ruhe. Über 100 Mark.

Fred und Martha Huber kriegen ein zweites Kind.

Und sind noch nicht so lange verheiratet wie wir.

Nicht hier draußen.

Komm bitte rein.

Horst, ähm...

Ich bin für dich in den Knast gegangen.

Du hast in der Zeit geheiratet.

Meine Frau und ich, wir sind glücklich.

Wir gründen bald eine Familie.

Nach sieben Jahren, ja?

Konnte dir nicht schnell genug gehen.

Was zwischen uns war, das...

Das war ein Fehler, eine Verirrung.

Jetzt, ähm... Jetzt weiß ich es.

Es tut mir leid.

Jetzt weißt du's, ja?

Weißt du's wirklich?

Warum bist du zurückgekommen?

Na? Hast du dein Geld gefunden?

Steckt's unter irgendeinem Rock, hm?

Komm her. Ich geb's dir.

Hier. 10, 20, 100 Mark, hm?

Das... - Hier!

Nimm's dir! Nimm's dir! Lass das! Lass das!

Sind in die Tschechoslowakei einmarschiert

"und haben mit der Besetzung des Landes begonnen."

"Nach Korrespondentenmeldungen sollen in Prag

sowjetische Transportmaschinen gelandet sein."

"Nach übereinstimmenden deutschen und amerikanischen Presseberichten"

wurde das Gebäude des Zentralkomitees der tschechoslowakischen KP in Prag

"am frühen Morgen von Sowjetpanzern umstellt."

"nachdem Hunderte Jugendliche ..."

"Die sowjetische Intervention ..."

Damit hat keiner gerechnet, Arthur. Das ist...

"Der Sprecher erklärte ..."

Was hast du denn gedacht?

Dass der Russe sich ein Land nach dem anderen.

Es gibt keinen Frühling in der Diktatur.

Warum bist du hier?

Ich hab über dich berichtet, das ist wahr.

Viel war's nicht, du warst schon abgeschaltet.

Und nach Berlin, als du mich aus dem Gefängnis geholt hast.

Danach hab ich den Kontakt abgebrochen.

Ich hab dich geheiratet, weil sich die Gelegenheit bot.

Und weil ich keine Wahl hatte. Ich hab dich belogen, ja.

Aber ich hab dich auch geliebt.

Dich und Arthur.

Wo warst du heute Nacht?

Georg, lass das. Sag es mir.

Ich war bei Cilly im Gasthof. Das soll ich dir glauben?

Was Besseres bleibt uns anscheinend nicht.

Wie soll ich denn sein, verdammt noch mal? Was soll ich tun?

Du wirst von allen um dein Leben hier beneidet:

Ein Haus, Auto, Kind, gute Arbeit,

ein Ehemann... Der mich was? Versorgt?

Unterstützt? Ach.

Ich weiß, du brauchst mich nicht.

Arthur zuliebe sollten wir uns in Frieden trennen.

Ich werde in den nächsten Wochen in die Nähe der Firma ziehen.

Wie willst du denn weiter leben?

Weiter arbeiten?

Als schuldig Geschiedene?

Alle werden mit dem Finger auf dich zeigen.

"Persönlichkeiten des Staates"

der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik

an die Sowjetunion und die verbündeten Staaten

mit der Bitte gewandt haben,

dem tschechoslowakischen Brudervolk dringend Hilfe,

"einschließlich der Hilfe durch bewaffnete Kräfte, zu senden."

"Dieser Appell wurde ausgelöst,"

weil die in der Verfassung festgelegte sozialistische Ordnung.

Das glaub ich nicht.

Hör doch hin! Hör doch, was sie sagen!

Nein, Lotte. Können wir jetzt bitte frühstücken?

Kartoffeln sind aus. Brot auch.

Endlich wird das revanchistische Pack vom Hof gejagt.

Schau, die Sowjetunion rettet uns den Frieden.

Krieg hat noch nie einen Frieden gerettet.

Eva, das sind ja fünf Kilo Mehl.

So viel kann ich dir nicht geben. Die anderen möchten auch noch was.

Immer wenn die Ernte vom Halm ist, gibt es Krieg.

"dem tschechoslowakischen Brudervolk und Bruderstaat ..."

Anna, hast du schon gehört? Wie hätte ich das überhören sollen?

Nicht der Einmarsch. Der Parteisekretär ist da.

Das unerlaubte Entfernen von der Truppe

ist nicht einfach nur die leichtfertige Idee eines Jungspunds!

Vor allem angesichts der revanchistischen Gefahren,

denen wir und unsere Brüder ausgesetzt sind.

Ich sage mal, vom Klassenstandpunkt her,

Felix war bei den Pionieren, in der FDJ aktiv,

Jahrgangsbester der EOS, mehrere Auszeichnungen.

An seinem Klassenstandpunkt gab's nie Zweifel.

Leider aber an seiner Erziehung. Wie bitte?

Ich glaube, jeder hier hat Verständnis

für eine alleinerziehende, berufstätige Mutter.

Und für Frau Erlers Situation nach dem Tod des Mannes.

Das ist keine Entschuldigung für auffälliges Versagen.

Was denn für Versagen?

Auch deine Tochter ist mehrmals unangenehm aufgefallen.

Egal, ob sie Dubczek oder Dutschke heißen.

Die Partei erwartet, dass du dich angemessen distanzierst.

Kathrin wird sich bessern.

Felix hat etwas Dummes getan und bekommt seine Strafe.

Aber er ist mein Sohn. Ich stehe zu meiner Familie.

Gut. Beenden wir die Diskussion.

Ich denke, Genossin Erler wird eine angemessene Strafe akzeptieren.

Ich beantrage, dass Genossin Erler die Chance bekommt,

sich in der Produktion zu bewähren.

Stimmen wir ab. Entschuldigung.

Genossin Erler ist an ihrem Arbeitsplatz hier unverzichtbar.

Eine Versetzung in die Produktion würde der ganzen LPG schaden.

Ich finde den Vorschlag gut.

Also, Genossen, stimmen wir ab.

Wer ist dafür?

Ich flick dir das und bring ihn dir vorbei.

Charlotte? Wo ist Kathrin?

Sie wollte nicht sagen, wo sie hingeht.

Was hast du? Mama?

Was hast du?

Die Westmusik ist unterm Bett versteckt.

Da.

Felix sammelt leere Colaflaschen, Plastetüten mit Aufdruck und Sticker.

Sein Tagebuch versteckt er hinterm Schrank. Die nackten Mädchen auch.

Ich möchte, dass du aufhörst, deine Geschwister auszuspionieren.

Aber... Wir sind eine Familie.

Aber meine Pionierleiterin sagt... Wir verraten uns nicht gegenseitig.

Das sagst ausgerechnet du?

Verschwinde, kleine Petze.

Was hast du hier vermutet?

Staatsfeindliche Hetze? Es tut mir leid.

"Mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt,"

sollte man Schluss machen.

Die Musik des Klassenfeindes

"zerstört die Hirne und Herzen unserer sozialistischen Jugend!"

Mama.

Sie haben abgestimmt. Fünf Stimmen gegen mich und eine Enthaltung.

Mama.

Servus.

80 Pfennig.

Ganz sicher.

So, bitte. Wiedersehen.

Hier ist der Schlüssel. Kommst du jetzt direkt aus Prag?

Bin gerade noch rausgekommen.

Wird es Krieg geben?

Der Ami wollt schon wegen Berlin keinen Krieg führen.

Die machen sich die Hände nicht dreckig wegen 'n paar Tschechen.

Wie lange bleibst du?

Weiß nicht. Bis der Vater tot ist?

Gestern Nacht war sie da, die Rosemarie.

Hast du 'ne Nachricht für mich? Nein.

Wie lange geht das schon mit euch beiden?

Schon lang, du Arsch!

Und schön war's mit ihr!

Hört auf! Du bist ein Glückspilz, du Idiot!

Aber einen Fehler hat sie, die Rosi.

Sie liebt mich nicht. Sie liebt dich, du Arsch.

Anna!

Ich wollt sagen, wie leid es mir tut. Ja.

Was wirst du jetzt tun?

Abwarten.

Dass sich alles hier beruhigt,

dass ich an meine Stelle zurückkehren darf.

Möchtest du das denn? Zurück?

Guten Tag, Vater.

Gut schaust du nicht aus.

Ich versteh dich leider nicht.

Kannst du dich daran noch erinnern?

Ich trag sie jeden Tag bei mir.

Weißt du noch, was du gesagt hast, damals, als du sie mir gegeben hast?

Das bin ich dir schuldig.

Die Russen kommen. Die holen zuerst die Tschechen und dann uns.

Dann haben wir alles.

Was koch'n wir? Kartoffelsuppe, was meinst?

Vater, du sollst dich doch net so aufregen.

Geh, Franzl, so a Sauerei!

Jetzt dürf'n wir wieder einen Brei kochen, oder was?

Zweimal nach links, hat der Doktor gesagt.

Theresa.

Ich weiß, ich war Dir viele Jahre kein guter Mann.

Ich hab der Christa und dir unrecht getan, als der Emil gestorben ist.

Das ist lang her.

Ja, aber ich möcht, dass alles wieder gut wird. So wie früher.

Meine Minka ist tot!

Theresa! Du musst das nicht tun.

Den Vater pflegen. Nach all dem, was er uns angetan hat.

Wenn die Mutter ihn ins Heim stecken will, bitte! Geld haben wir genug.

Ich tu das von Herzen gern.

Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?

Ich möchte ein Konto eröffnen, Rosemarie von Striesow.

Frau von Striesow, Sie haben bereits ein Konto.

Gemeinsam mit meinem Ehemann. Ich will ein Konto auf meinen Namen.

Verstehe.

Dann füllen Sie bitte dieses Formular aus

und Sie unterschreiben hier und Ihr Mann dort.

Ich kann kein eigenes Konto eröffnen?

Na selbstverständlich, mit Zustimmung Ihres Mannes.

Mach die Zigarette aus!

Arthur.

Was ist los?

Versprich mir, dass du mich nicht mit ihm alleine lässt.

Das kann ich dir nicht versprechen.

Dein Vater und ich, wir haben Differenzen.

Wenn du weg bist, wird er mich auf ein Internat stecken.

Er wird sagen, dass es zu meinem Besten dient.

Aber eigentlich will er mich bloß loswerden.

Du weißt, wie viel du mir bedeutest.

"die Regierungen unserer Länder

neben dringenden Hilfeersuchungen der tschechoslowakischen Patrioten ..."

Georg? Georg?

Was war los mit Arthur?

Was ist so komisch daran?

Dass ich mir das im Grunde schon immer gewünscht hab.

Dass ich mich für dich prügle?

Du hast es nie gesagt.

Konntest du dich nicht immer auf mich verlassen?

Du hast nie gesagt: "Ich liebe dich."

Du bist die erste Frau, die ich zulassen konnte,

und du betrügst mich.

Du wirst ihn nicht wiedersehen!

Hier, halt das mal. Seid leise.

Seids jetzt noch net fertig? Was dauert denn da so lang?

Auf geht's!

Komm jetzt.

Aber wenn sie draußen war mit dem Franz.

Sei jetzt still! Aber Mama, du hast doch gesagt,

ich soll immer die Wahrheit sagen. Und Papa auch!

Du sagst jetzt nichts mehr.

Hörst du? Zu niemandem!

Hast du das verstanden? Setz dich richtig hin.

Vöckler. Bitte.

Also, was ist das für ein Angebot?

Das ist wie ein Geschäft.

Ein Geschäft?

Einen Tee mit Zucker und Zitrone, bitte.

Was könnten Sie uns verkaufen,

wovon unsere Hauptabteilung Aufklärung nicht schon wüsste?

Einen NATO-Skandal.

Das würde euch in die Hände spielen.

Niemand würde mit dem Finger auf die Sowjets oder euch zeigen,

wenn ausgerechnet jetzt amerikanische Waffendepots

an der Grenze enttarnt würden.

Danke.

Und das soll ich Ihnen glauben?

Ich verlange eine geringe Gegenleistung.

Lassen Sie meine Mutter frei.

Das ist der Grenzverlauf von Thüringen.

Markieren Sie mir ein Depot.

Wir werden Ihre Zuverlässigkeit überprüfen.

Garantieren Sie mir, dass Sie sie freilassen?

Vergessen Sie nicht, Sie haben Fritz Uhlig erschossen.

Ich könnte Sie jederzeit verhaften lassen.

Vertrauen Sie mir oder wir lassen das Ganze.

Sie zahlen?

Wie geht's Hilde?

Ich pass gut auf sie auf.

Aufstehen. Aufstehen!

Gesicht an die Wand!

Es gibt keine Sonderbehandlung mehr für Frauenzimmer wie dich!

Du hast deinen Beruf wohl bei der Gestapo gelernt.

Tür zu! Von außen!

Ich hab's.

Was haben die mit dir gemacht?

Die haben dein Buch gefunden.

Ich hol dich hier raus.

Wir, das Kollektiv der LPG Tannbach,

"stehen fest an der Seite unserer sowjetischen Freunde."

"Wir begrüßen ausdrücklich"

die Befreiung des tschechoslowakischen Volkes

"von den Agenten des Klassenfeindes und der Konterrevolution."

"Wir können nicht dulden, dass die Agitation des Klassenfeinds"

den Zusammenhalt aller sozialistischen Staaten gefährdet

"und den Frieden schwächt."

Anna?

Ah, da bist du ja.

Anna.

Unterschreibst du unsere Resolution?

Ich kann das nicht unterschreiben, ohne dass ich es gelesen hab.

Das geht jetzt nicht, ich muss mich konzentrieren.

Anna, ich hab mich der Stimme enthalten, falls du das meinst.

Ja, das weiß ich auch sehr zu schätzen.

Ich bin auf deiner Seite, aber als Freund muss ich dir sagen,

du solltest ein bisschen dankbarer sein.

Wie bitte?

Ja.

Die Partei verlangt jetzt Loyalität von dir.

Ich bin loyal!

Dann unterschreib und denk nicht nach.

Was Felix getan hat, war vielleicht falsch, aber ich kann's verstehen!

Es geht um Krieg, Adolph, da sterben Menschen!

Überspann den Bogen nicht, Anna.

Ich kann dich sonst nicht mehr schützen.

Danke.

Alle Standby-Depots im Ausland im Austausch gegen seine Mutter.

Für uns ist das ein gutes Geschäft.

Wenn er uns nicht wieder reinlegt.

Schön dableiben.

Fein.

Was sagst du?

Du willst die Kathi?

Die Kathi ist jetzt drüben bei den Kommunisten, der gefällt's da.

Die kommt nimmer.

Jetzt kümmer ich mich um dich.

Hm? Schön aufmachen.

Trinken willst? Das machen wir später.

Sonst musst du auf den Topf.

Theresa!

Kommst du bitte mal?

Was willst denn mit'm Hitler? Der gehört auf den Misthaufen!

Den Hitler fasst halt keiner mehr an, net mal mit der Kneifzange.

Theresa, lass uns wieder gut sein.

Einer muss anfangen, sonst hört das nie auf.

Das ist deins.

Sprich du mit ihr.

Wovor musste er fliehen?

Vor dem Hass.

Vor dem Großvater.

Vor mir.

Er wollt dich nicht verlassen.

Er wollt bei seinem Kind sein.

Vielleicht lebt er ja noch.

Als der Emil gestorben ist,

das hab ich damals nicht verstehen können.

Aber du bist nicht schuld.

Ich hab mich versündigt an dir.

Dich in dieses Heim zu geben,

Liebe Christa, du bist doch meine Tochter, wie meine anderen Kinder.

Ich weiß doch selber nicht, wie mir geschehen ist.

Ich sag dir was.

Du bist der Erste, der's erfährt.

Nicht mal Mutter weiß es.

Walter und ich, wir erwarten ein Kind.

Echt jetzt?

Du wirst Opa.

Frau Schober?

Kommen Sie.

Erste Tür links.

Wie lang wollt ihr mich denn noch da festhalten? Geht's noch?

Sie dürfen mich mit "HERR Sachbearbeiter" ansprechen.

Das ist ja wirklich selten blöd. Was soll überhaupt die ganze Fragerei?

Ich bin doch keine Agentin, ich bin eine alte Frau.

Glaubt ihr, ich hab 'nen Spion unterm Rock versteckt?

Frau Schober, Westflüchtlinge,

die sich in der Deutschen Demokratischen Republik.

Ein Flüchtling bin ich schon gar nicht, junger Mann.

Das verbitt ich mir, dieses Wort!

Das hab ich schon net leiden können,

wo's um die Sudeten gegangen ist.

Ich wollt zu meiner Cousine. Net mehr und net weniger!

Wer hat Sie hergeschickt?

Ich hab mich selber geschickt.

Sie haben also beschlossen, nach Ihrem 69. Lebensjahr.

Ihren kranken Ehemann zu verlassen, Kinder und Kindeskinder,

um beim Aufbau unseres sozialistischen Landes mitzuhelfen?

Das war nicht meine Idee, diese Mauer zu bauen, junger Mann.

Und das war schon gar nicht meine Idee, 'nen Teil meiner Familie

hinterm Stacheldraht wegzusperren!

Hören Sie mal gut zu, Herr Sachbearbeiter:

Ihr könnt mir mit eurem Sozialismus den Buckel runterrutschen!

Und die Angeber von drüben

das interessiert mich alles nicht mehr.

Rudolph, gut, dass du kommst.

Das ist zu gelbstichig, das müssen wir im Druck korrigieren.

Wer hat denn die Modelle ausgesucht? Na, ich.

Sieht Waltraud in der Küche so aus? Waltraud?

Macht sie dir mit diesem Blendax-Lächeln

und den hochhackigen Schuhen das Abendbrot, wenn du nach Hause kommst?

Schön wär's.

Schau dir Waltraud heute Abend genau an,

ich mach dir neue Vorschläge. Danke.

Du hast noch gar nicht unterschrieben?

Ich hab mit Georg telefoniert. Komm mal mit.

Du hast doch nicht etwa vor, dich scheiden zu lassen?

Mit Verlaub, Rudolph, das ist unsere Privatsache.

Äh, da bin ich aber anderer Ansicht.

Du bist mein bestes Pferd im Stall,

aber damit auch Repräsentantin der Firma,

insbesondere in dieser verbesserten Position.

Unser Haus pflegt eine bürgerliche Unternehmenskultur,

unsere Kundinnen sind in der überwiegenden Mehrheit Hausfrauen,

verheiratete Hausfrauen.

Rudolph, das ist lächerlich.

Das ist meine Firma. Ich mag es nicht, wenn meine Angestellten

das Liebesleben nach den Regeln der Kommune I gestalten.

Noch dazu in deinem Alter.

Herr Lorenz.

Wir warten einfach ab, vielleicht vertragt ihr euch ja.

Arthur. Mein Gott, Junge.

Arthur, komm wach auf.

Arthur! Arthur!

So, komm, raus damit!

Ah, komm! Komm!

Rosemarie, Georg hat angerufen. Du sollst sofort nach Hause kommen!

Richte ihm aus, er kann mich mal kreuzweise.

Es ist was mit Arthur.

Anscheinend hält es wirklich keiner mit mir aus.

Besser.

Der Arzt kommt gleich noch mal vorbei.

Tu, was du für richtig hältst, Rosemarie.

Erika.

Das ist mein Name, aber das bin schon lang nicht mehr ich.

Lass dich scheiden, wenn du willst, oder bleib.

Ich werd dir nicht länger im Wege stehen.

Es soll dir an nichts fehlen, du bekommst eine Wohnung,

ein Auto, alles, was du brauchst.

Ich liebe dich. Und ich möchte nicht, dass du gehst.

Ich unterschreib es nicht! Versuch's nicht weiter.

Anna, wir wissen, dass Kathrin hinter den Schmierereien steckt.

Jeder hat gehört, wie du Dubczek verteidigt hast.

Das haben fast alle hier.

Was soll ich machen? Gerda hält dich für untragbar.

Was hat die gegen mich? Hab ich ihr irgendwas getan?

Dir droht 'n Parteiausschlussverfahren

und dann wirst du hier nicht mehr leben können.

Anna, das ist Tannbach, da drüben ist die Grenze.

Es sterben Menschen, Unschuldige!

Wir wollten eine bessere Welt und keinen Krieg!

Dir wird nichts mehr bleiben. Keine Heimat, keine Arbeit.

Willst du, dass deine Kinder hier ohne dich aufwachsen?

Denkst du, das ist alles nur 'n Spiel?

Was glaubst du denn, wo du hier lebst?

Danke.

Auf.

Die Unterlagen sind für den Genossen Oberst.

Mit besten Empfehlungen von meiner Mutter und mir.

Ist das alles? Ich hab es kontrolliert.

Komm, Mutter!

Komm!

Wolfgang.

Jetzt bleib ich da. Herzlich willkommen.

Seid ihr vorgelaufen?

Mama wartet auf 'ne Nachricht von Felix.

Hallo, Charlotte. - Hallo.

Frank!

Anna! Anna!

Wart mal.

Es geht um Felix. Was ist mit Felix?

Sie wollten ihn für fünf Jahre nach Schwedt schicken.

Ich konnt's verhindern.

Er wird ein Jahr in der Arrestzelle absitzen müssen, mehr nicht.

Warum ein Jahr?

Anna, das ist ein großer Erfolg.

Ja, denkst du denn, der kann einfach sich entfernen von der Truppe,

ohne bestraft zu werden? Was glaubst du denn?

Geh bitte.

Geh bitte!

Es ist wirklich 'n großer Erfolg!

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